Schriftsetzer müssen ja schon kreative Leute gewesen sein.
Weiß jemand genau, wie diese beiden netten Ausdrücke "Hurenkinder" und
"Schusterjungen" entstanden ist? Wann entstanden, warum entstanden, von wem
erfunden, wie hergeleitet???
Liebe Grüße
Ela W.
Schusterbuben pl
1. es regnet Schusterbuben = es regnet stark. Schusterjungen gab es früher
in sehr großer Zahl. Seit dem 19. Jh.
2. und wenn es Schusterbuben regnet = unter allen Umständen; Ausdruck der
Beteuerung. Seit dem 19. Jh.)(Küpper)
--
Buda
Thema verfehlt. Es geht nicht um Meteorologie, sondern um Typographie.
"Hurenkinder" finde ich noch nicht raus, zum Trost habe ich das hier für
dich gefunden:
der Hurensohn
Schimpfwort. Übersetzt aus engl »son of a bitch«. Seit dem 15. Jh.
( Küpper)
--
Buda
Wird das hier absurdes Theater mit Buda in der Hauptrolle?
Gruß vom Klaus.
Die Frage war: Wann entstanden? ...usw.
- Seit dem 19. Jh.
--
Buda
Hurenkind ist ein Fachbegriff der Schriftsetzer. Wenn eine Seite oder
Spalte unmittelbar vor der letzten Zeile eines neuen Absatzes
umbrochen wird, so wird diese allein am Anfang der neuen Seite oder
Spalte stehende Zeile als Hurenkind bezeichnet. Dies gilt als Fehler
in der Satztechnik.
Die Bedeutung des Wortes war der OP bekannt; sie suchte nach der
Herkunft.
http://mitglied.lycos.de/geya/Historie/hpic07.htm
Beide Begriffe galten damals gleichbedeutend für Kinder die man abschiebt,
weil sie keiner haben will, die alleinstehen und es schwer haben, als
abgeschobene.
Ganz wie die Druckzeilen.
Gruß vom Klaus.
Als ich das Wort "Hurensohn" im Küpper gefunden habe, war ich angenehm
überrascht.
Grund: früher dachte ich, nur die türkische Sprache hat dieses Wort.
--
Buda
> Weiß jemand genau, wie diese beiden netten Ausdrücke "Hurenkinder" und
> "Schusterjungen" entstanden ist? Wann entstanden, warum entstanden, von wem
> erfunden, wie hergeleitet???
Ich weiß nicht genau, wie die beiden Ausdrücke entstanden sind, leite
sie aber so ab:
- der vorlaute Schusterjunge (ist seinem Absatz vorausgeeilt)
- das verlassene Hurenkind (hat den Anschluss an seinen Absatz
verloren)
Herzliche Grüße
Dirk
>> > Schusterbuben pl [...]
>> Thema verfehlt. Es geht nicht um Meteorologie, sondern um
>> Typographie.
> Die Frage war: Wann entstanden? ...usw. - Seit dem 19. Jh.
Allerdings nur in der meteorologischen Bedeutung. Wann die in der
Typographie entstanden sind, wollen wir wissen.
M.
Das macht deine Antwort nicht richtiger [sic].
Höre doch bitte einfach auf, mitreden zu wollen, wenn du so
offensichtlich keine Ahnung hast, worum es geht.
/Hannes
Sorry, hätte vielleicht noch kurz die Begriffserklärung hinschreiben sollen
;-)
LG
Daniela
Hannes, sehe die Sache nicht so eng.
Das kann man lang suchen! Wer interessiert sowas? Paar Schriftsetzer?
>Das kann man lang suchen!
Niemand hat Dich suchen heißen, also beschwere Dich nicht.
>Wer interessiert sowas?
Dein Posting vermutlich niemanden, wie meines nun auch. Wollen wir es
beim nächsten Mal nicht einfach bleibenlassen?
Liebe Grüße
Astrid
>> Allerdings nur in der meteorologischen Bedeutung. Wann die in der
>> Typographie entstanden sind, wollen wir wissen.
>
> Das kann man lang suchen! Wer interessiert sowas? Paar Schriftsetzer?
Es hat die Fragestellerin interessiert.
CU
Thomas
Gibt es dafür Wörterbucher? Ich nehme an, so spezielles Wörterbuch gibt es
nicht.
Es sei denn, man sucht es in einen Archiv, oder in ein Museum
(Druckmuseum).
http://www.mhs-thueringen.ac.at/0203/druckmuseum/fotoshow.htm
--
Buda
Freilich. Es gibt auch Wörterbücher der Seemannssprache oder der
Waidmannssprache. Es gibt den Marzell (Pflanzennamen), den
Suolahti (Vogelnamen), den Lüschen (Namen der Steine). Ich habe
ein Wörterbuch der Werbesprache im Regal stehen, ein Wörterbuch
des Tanzsports, ein Wörterbuch der Verlagssprache. Es gibt den
Borneman (obszöner Wortschatz des Deutschen) und und und ...
Es gibt also noch ein paar Wörterbücher, die Du Dir anschaffen
kannst. ;-)
> Ich nehme an, so spezielles Wörterbuch gibt es
> nicht.
Das Standardwerk ist: Klenz, »Die deutsche Druckersprache«. Das
findest Du sogar im Web:
http://www.textkritik.de/druckersprache/index.htm
Darin steht natürlich auch das »Hurenkind«.
Ich habe das Wörterbuch der Buchdrucker und Schriftgießer von
Linus Irmisch (Braunschweig, 1901), darin steht:
| Hu'renkind, n. (nicht als gemein betrachtet, obgleich oft,
| namentlich Lehrlingen gegenüber, mit gewisser Scheu ausgesprochen)
| eine Ausgangszeile, die am Anfang einer Kolumne steht und hier
| als Fehler gilt. (Gleiche Bezeichnung für Ähnliches bei den
| Dachdeckern!) - Nach Täubels Wörterbuch, Wien 1805, hat damals
| auch eine Anfangszeile am Schluß der Kolumne Hurenkind geheißen,
| was gegenwärtig nicht mehr der Fall ist, obgleich man sie wie
| früher zu vermeiden sucht.
Mit »Kolumne« wird in der Druckersprache die (gedruckte
oder gesetzte) Seite bezeichnet.
Schöne Grüße,
Wolf
> > Allerdings nur in der meteorologischen Bedeutung. Wann die in der
> > Typographie entstanden sind, wollen wir wissen.
> >
>
> Das kann man lang suchen! Wer interessiert sowas? Paar Schriftsetzer?
Wen Ein paar
Es sind nicht nur ein paar (professionelle) Schriftsetzer, die sich
dafür interessieren, sondern sehr viele, die mit ihrem Computer Texte
abfassen, u. a. m.
Wenn die beiden Wörter zusammen auftauchen, wissen viele, daß es um
Typographie geht.
Wie die Wörter in die Typographie kamen, ist aber anscheinen nicht so
bekannt.
Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld
Das ist super!
Danke!
>
> Buda Dan schrieb:
>
> > Gibt es dafür Wörterbucher?
>
> Freilich.
[...]
>
> Es gibt also noch ein paar Wörterbücher, die Du Dir anschaffen
> kannst. ;-)
Stell' ihm doch mal eine Liste zusammen.
>
> > Ich nehme an, so spezielles Wörterbuch gibt es
> > nicht.
>
> Das Standardwerk ist: Klenz, »Die deutsche Druckersprache«. Das
> findest Du sogar im Web:
> http://www.textkritik.de/druckersprache/index.htm
>
> Darin steht natürlich auch das »Hurenkind«.
Das schon, aber nicht "Schusterjunge", sondern nur "Schuster" mit
Verweis auf "Hurenkind". Klenz kennt die Unterscheidung nicht, s. Dein
Irmisch-Zitat.
Mehr als die Hypothese aufstellen, daß der "Schusterjunge" erst später
in die Druckersprache eingeführt wurde, kann man daraus nicht.
Das Metzler-Lexikon Sprache unterscheidet sogar noch die Schusterjungen
(mit Einzug) von den Waisenkindern (ohne Einzug).
Wann und wie diese Wörter eingeführt wurden, ist mit alledem nicht
geklärt.
Bist Du nicht stolzer Besitzer der "Geschichte des deutschen
Buchwesens"? Steht es dort auch nicht drin?
> Ich habe das Wörterbuch der Buchdrucker und Schriftgießer von Linus
> Irmisch (Braunschweig, 1901), darin steht:
>
> | Hu'renkind, n. (nicht als gemein betrachtet, obgleich oft,
> | namentlich Lehrlingen gegenüber, mit gewisser Scheu ausgesprochen)
> | eine Ausgangszeile, die am Anfang einer Kolumne steht und hier
> | als Fehler gilt.
>
> Mit »Kolumne« wird in der Druckersprache die (gedruckte oder gesetzte)
> Seite bezeichnet.
Kommt das Wort "Kolumne" nicht von "columna" (lat. Säule) und bezeichnet
demzufolge eine Spalte, nicht eine ganze Seite?
--
Best Regards, | Hi! I'm a .signature virus. Copy me into
Sebastian | your ~/.signature to help me spread!
|--------------------------------------------------------
| mailbox in "From" silently drops any mail > 20k
Texter nennt man das, nicht wahr?
> Wenn die beiden Wörter zusammen auftauchen, wissen viele, daß es um
> Typographie geht.
ich verstehe (I see).
Danke
--
Buda
> "Ralf Heinrich Arning" <muell...@despammed.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:1g3emm3.1h8njml98wrntN%muell...@despammed.com...
> > Es sind nicht nur ein paar (professionelle) Schriftsetzer, die sich
> > dafür interessieren, sondern sehr viele, die mit ihrem Computer Texte
> > abfassen, u. a. m.
>
> Texter nennt man das, nicht wahr?
Nein, "Texter" nennt man eigentlich nur diejenigen, die die Texte zu
Popsongs und Schlagern schreiben. Außer dem gibt es noch "Werbetexter".
Ansonsten ist das Wort nicht üblich.
Wow, du bringst mir Idee.
Borneman will ich haben! :)
--
Buda
> Hannes, sehe die Sache nicht so eng.
^^^^
Häufiger Fehler. Der Imperativ von sehen heißt "sieh".
M.
>> Borneman (obszöner Wortschatz des Deutschen) und und und ...
>
> Wow, du bringst mir Idee.
> Borneman will ich haben! :)
Im Englischen hat mal jemand exemplarisch nachgewiesen, daß jedes
beliebige Wort in irgend einem englischen Slang oder Regiolekt
zumindest eine unanständige Nebenbedeutung hat.
Vielleicht könnte es deine Lebensaufgabe sein, dieses im Deutschen zu
tun :)
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Trockene Birkenrinde brennt auch in tropfnassem Zustand."
(Jens in de.rec.outdoors)
> Hannes, sehe die Sache nicht so eng.
^^^^
sieh
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Wellen sind auch Teilchen und Teilchen sind auch Wellen. Ausnahmen gibt es beim
Bäcker, wo Donauwellen nicht als Donauteilchen gelten und Puddingteilchen nie
als Puddingwellen verkauft würden." (Frank Feger in de.sci.astronomie)
> Stell' ihm doch mal eine Liste zusammen.
www.tomus.de ;-)
Flups
Merkwürdigerweise hat sich dieses Wörterbuch besser verkauft als
das Wörterbuch der Steinnamen, obwohl die doch auch sehr interessant
sind. ;-)
Hattest Du nicht auch das Duden-Universalwörterbuch? Dort ist
nämlich das Hurenkind und der Schusterjunge, nach denen hier
gefragt wurde, verzeichnet.
Schöne Grüße,
Wolf
Diese Unterscheidung ist ja eigentlich auch überflüssig. Wenn sowohl
Schusterjungen als auch Hurenkinder unerwünscht sind, dann reicht
es aus, diese einzelnen Zeilen mit einem einzigen (abschätzigen)
Namen zu belegen.
> Mehr als die Hypothese aufstellen, daß der "Schusterjunge" erst später
> in die Druckersprache eingeführt wurde, kann man daraus nicht.
Irmisch kennt zwar den Schusterjungen, aber nicht in der speziellen
Bedeutung, die das Wort heute hat:
| Schu'ster, m.
| 1. (od. ~junge, m.) einzelnes Wort, das a) weggelassen, oder b)
| zuviel gesetzt ist;
| 2. Schimpfwort zur Bezeichnung von Nichtmitgliedern gewisser
| Vereine (Rauhbein).
(Irmisch: Wb. der Buchdrucker und Schriftgießer, Braunschweig, 1901)
»Schuster« wurde also auch als Schimpfwort gebraucht, in manchen
Redensarten kommt der Schuster ja ebenfalls nicht gut weg:
spielen wie ein Schuster (schlecht spielen).
Dieses Schimpfwort hat man dann auf die unerwünschten Zeilen
übertragen. Die Differenzierung zwischen »Schusterjunge« und
»Hurenkind« muß dann wohl im Laufe des 20. Jh. geschehen sein.
> Das Metzler-Lexikon Sprache unterscheidet sogar noch die Schusterjungen
> (mit Einzug) von den Waisenkindern (ohne Einzug).
Das »Waisenkind« kennt weder Klenz noch Irmisch.
> Wann und wie diese Wörter eingeführt wurden, ist mit alledem nicht
> geklärt.
Immerhin sind wir jetzt schon ein Stückchen weiter.
> Bist Du nicht stolzer Besitzer der "Geschichte des deutschen
> Buchwesens"? Steht es dort auch nicht drin?
Da steht das leider nicht drin. Dafür habe ich dort einen
weiteren Beleg für die Geringschätzung des Schusters gefunden:
| Alle Welt lese, so berichtet Cochläus, das Luthersche Neue
| Testament, ja könne es infolge wiederholten Lesens fast
| auswendig; selbst Schuster und Frauen disputierten über das
| Evangelium und trügen die Übersetzung in der Brusttasche mit
| sich herum.
[Friedrich Kapp: Geschichte des deutschen Buchhandels, 1. Bd.
(Bis ins 17. Jh.). Digitale Bibliothek Band 26: Geschichte des
deutschen Buchwesens, S. 868 (vgl. Kapp/Goldfr. Bd. 1, S. 415)]
Schuster und Frauen waren offenbar die allerletzten, von denen
man das damals erwartet hatte.
Schöne Grüße,
Wolf
Nein, in der Druckersprache heißt die (Druck-)Seite nicht Seite,
sondern Kolumne. Eine Spalte heißt Spalte. Dementsprechend kann eine
Kolumne in Spalten aufgeteilt sein (z. B. in Zeitungen).
Schöne Grüße,
Wolf
Die fraglichen Begriffe beziehen sich doch aber wohl nicht nur auf
Ausgangszeilen am Seitenanfang und Eingangszeilen am Seitenende, sondern
auch auf solche am Spaltenanfang/-ende. Dann wäre Das Zitat aus dem
Irmisch wohl überarbeitungswürdig - oder "Kolumne" bedeutet für Irmisch
eben doch noch "Spalte".
Gruß,
Manuel
Wie geht denn das - _EXEMPLARISCH_ nachweisen, dass _JEDES_ xyz
irgendeine nachzuweisende Eigenschaft hat?
"Alle ungeraden Zahlen >2 sind Primzahlen. Exemplarische Belege: 3, 5,
7, 11, 13, 29, 97 - das muss reichen."
Gruß, Manuel
>> Hannes, sehe die Sache nicht so eng.
> ^^^^
>Häufiger Fehler. Der Imperativ von sehen heißt "sieh".
Wieso Fehler? Buda sagte doch lediglich, er -- das "ich" entfiel im
Telegrammstil -- sehe die Sache selber nicht so eng. ;-)
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
+++ Willst Du früh zur Arbeitsstelle: +++
+++ nimm' die S-Bahn - pünktlich - schnelle! +++
Haha, du irrst dich! :)
--
Buda
Der hat recht, der Dingsbums.
«Fürchte dich nicht vor Fehlern - es gibt keine.»
Miles Davis
> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>
> > > http://www.textkritik.de/druckersprache/index.htm
> > >
> > > Darin steht natürlich auch das »Hurenkind«.
> >
> > Das schon, aber nicht "Schusterjunge", sondern nur "Schuster" mit
> > Verweis auf "Hurenkind". Klenz kennt die Unterscheidung nicht, s. Dein
> > Irmisch-Zitat.
>
> Diese Unterscheidung ist ja eigentlich auch überflüssig. Wenn sowohl
> Schusterjungen als auch Hurenkinder unerwünscht sind, dann reicht
> es aus, diese einzelnen Zeilen mit einem einzigen (abschätzigen)
> Namen zu belegen.
Genauigkeit ist gerade in pragmatischer Sicht oft besser.
"Beseitige den Schusterjungen auf S. 49." Der Setzer kann sich so
schneller auf seine Aufgabe einstellen.
>
> > Mehr als die Hypothese aufstellen, daß der "Schusterjunge" erst später
> > in die Druckersprache eingeführt wurde, kann man daraus nicht.
>
> Irmisch kennt zwar den Schusterjungen, aber nicht in der speziellen
> Bedeutung, die das Wort heute hat:
>
> | Schu'ster, m.
> | 1. (od. ~junge, m.) einzelnes Wort, das a) weggelassen, oder b)
> | zuviel gesetzt ist;
> | 2. Schimpfwort zur Bezeichnung von Nichtmitgliedern gewisser
> | Vereine (Rauhbein).
> (Irmisch: Wb. der Buchdrucker und Schriftgießer, Braunschweig, 1901)
>
> »Schuster« wurde also auch als Schimpfwort gebraucht, in manchen
> Redensarten kommt der Schuster ja ebenfalls nicht gut weg:
> spielen wie ein Schuster (schlecht spielen).
>
> Dieses Schimpfwort hat man dann auf die unerwünschten Zeilen
> übertragen. Die Differenzierung zwischen »Schusterjunge« und
> »Hurenkind« muß dann wohl im Laufe des 20. Jh. geschehen sein.
>
Ziemlich spät also. Man sieht immerhin in (1) den Zusammenhang mit dem
Buchdruck und in (2) die Konnotation "fehlende Verbindung".
[...]
> Schuster und Frauen waren offenbar die allerletzten, von denen
> man das damals erwartet hatte.
"Schuster" galt noch in den sechziger Jahren des jüngst verblichenen
Jahrhunderts als abwertend. Deshalb habe ich in der ersten oder zweiten
Klasse gelernt, man solle "Schuhmacher" sagen.
Ich meine, Schuster und Schuhmacher waeren zwei verschiedene Berufe.
Der erste flickt Schuhe, der andere stellt Schuhe nach Mass her.
Erstere nennt man auch "Flickschuster".
Faktisch war es damals aber bereits so, daß die meisten gelernten
Schuhmacher keine Schuhe mehr gemacht hatten.
> Wie geht denn das - _EXEMPLARISCH_ nachweisen, dass _JEDES_ xyz
> irgendeine nachzuweisende Eigenschaft hat?
Hm-jaaaa ... <rumdrucks>
> "Alle ungeraden Zahlen >2 sind Primzahlen. Exemplarische Belege:
> 3, 5, 7, 11, 13, 29, 97 - das muss reichen."
Der Ingenieur: "3 prim, 5 prim, 7 prim, 9 Meßfehler, 11 prim, 13 prim"
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Ich bin bei der FH angestellt und nicht bei der Caritas!"
(Dipl.-Ing. Paul auf die Frage, wie schwer denn die Prüfung werde)
Auf die gleiche Weise stellt man fest, dass 60 durch jede natürliche
Zahl teilbar ist.
CU
Tho"nur der Vollständigkeit halber"mas