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Tinnitus nach Ohr- OP

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Sarah2

unread,
Jan 24, 2000, 3:00:00 AM1/24/00
to
Hallo!
Ich hatte vor einer Woche eine OP am Ohr.. ein Cholesteatom wurde entfernt.
2 Tage nach OP bekam ich nachts einen Pfeifton. Die Knochenleitung zeigte
einen leichten Abfall des Innenohrs, worauf man mir Infusionen
(Pentoxifyllin) verabreichte. Die Knochenleitung hat sich nach 6 Infusionen
wieder erholt, der Tinnitus ist allerdings geblieben. mal lauter mal
leiser.. die Ärzte wissen nicht was sie weiter tun sollten, sie meinen, dass
der Tinnitus auch noch von Flüsigkeitsansammlungen im Mittelohr kommen kann
oder von der Tamponade, die noch im Gehörgang ist. Ab wann ist der Tinnitus
als chronisch zu sehen und was für Möglichkeiten bleiben mir, ihn wieder
loszuwerden.. ich habe naemlich auf dem anderen Ohr auch nach einer OP
(Stapesplastik) einen Tinnitus, den ich bis dato nicht wieder losgeworden
bin (ich hab ihn jetzt seit 7 Jahren, aber mir graust davor auch auf dem
anderen Ohr einen zu behalten). Hat jemand aehnliches erlebt oder weiss
jemand, was man möglichst schnell dagegen tun kann?
Viele Grüße
Agnes

Hans-Elmar Kliebisch

unread,
Jan 24, 2000, 3:00:00 AM1/24/00
to

Hallo Agnes (Warum "Sarah2"?),

der Tinnitus nach einer OP im Ohrbereich ist neben dem durch Lärmtrauma
ausgelösten einer der typischten und leider zwangsläufigsten.
Du tätest also sicher gut daran, keine Zeit auf die Hoffnung auf
Spontanheilung zu verschwenden.
Verzeih mir die brutale Antwort, aber mit zwei Tinnitussen gleichzeitig, die
wahrscheinlich noch nicht einmal dieselbe Frequenz haben, ist die Chance auf
Heilung beider verschwindend gering.
In Deinem Fall sollte das Erlernen des autogenen Trainings relativ
aussichtsreich sein. Dafür spricht wohl auch, daß diese Methode im Gegensatz
zu HBO, Akupunktur, u.ä. völlig ohne Risiken ist.
In jedem Fall solltest Du jetzt nicht in Panik verfallen und auch nicht
gegen den T. ankämpfen. Das würde zu einer noch höheren Fixierung und damit
eher zu einer Verstärkung führen.
Autogenes Training lernt man an Volkshochschulen, das hat auch gleich den
Vorteil, daß man in einer Gruppe von Leuten mit ähnlichen Problemen ist; das
sollte zusätzlichen Halt geben.

Ich wünsche Dir Glück!

Gruß

Hans-Elmar Kliebisch

DIE Newsgroup zum Thema Tinnitus:
"de.etc.selbsthilfe.gehoer"


Sarah2

unread,
Jan 24, 2000, 3:00:00 AM1/24/00
to

>Hallo Agnes (Warum "Sarah2"?),
Das ist meine email- Adresse.. lange persönliche Geschichte wie es dazu
kam.. Sar...@t-online.de

>Du tätest also sicher gut daran, keine Zeit auf die Hoffnung auf
>Spontanheilung zu verschwenden.
Sorry, ich habe Dir direkt geantwortet.. bin damit noch nicht so vertraut..
Das klingt nicht gerade sehr aufbauend...

>Verzeih mir die brutale Antwort, aber mit zwei Tinnitussen gleichzeitig,
die
>wahrscheinlich noch nicht einmal dieselbe Frequenz haben, ist die Chance
auf
>Heilung beider verschwindend gering.

Ich wäre schon froh, den neuen Tinnitus wieder loszuwerden.


>In Deinem Fall sollte das Erlernen des autogenen Trainings relativ
>aussichtsreich sein. Dafür spricht wohl auch, daß diese Methode im
Gegensatz
>zu HBO, Akupunktur, u.ä. völlig ohne Risiken ist.
>In jedem Fall solltest Du jetzt nicht in Panik verfallen und auch nicht
>gegen den T. ankämpfen. Das würde zu einer noch höheren Fixierung und damit
>eher zu einer Verstärkung führen.
>Autogenes Training lernt man an Volkshochschulen, das hat auch gleich den
>Vorteil, daß man in einer Gruppe von Leuten mit ähnlichen Problemen ist;
das
>sollte zusätzlichen Halt geben

Ich werde wohl auch mal das Ziehen der Tamponade noch abwarten.. und dann
sehen was ich tun kann.

>Ich wünsche Dir Glück!


Danke, das kann ich brauchen!

Viele Grüße
Agnes

Peter Bessmann

unread,
Jan 25, 2000, 3:00:00 AM1/25/00
to Sarah2
Liebe Agnes,

Sarah2 schrieb:


>
> Hallo!
> Ich hatte vor einer Woche eine OP am Ohr.. ein Cholesteatom wurde entfernt.
> 2 Tage nach OP bekam ich nachts einen Pfeifton. Die Knochenleitung zeigte
> einen leichten Abfall des Innenohrs, worauf man mir Infusionen
> (Pentoxifyllin) verabreichte. Die Knochenleitung hat sich nach 6 Infusionen
> wieder erholt, der Tinnitus ist allerdings geblieben. mal lauter mal
> leiser.. die Ärzte wissen nicht was sie weiter tun sollten, sie meinen, dass
> der Tinnitus auch noch von Flüsigkeitsansammlungen im Mittelohr kommen kann
> oder von der Tamponade, die noch im Gehörgang ist. Ab wann ist der Tinnitus
> als chronisch zu sehen und was für Möglichkeiten bleiben mir, ihn wieder
> loszuwerden..

Da gibt es unterschiedliche Meinungen...
Chronisch nach 1 Monat bis hin zu einem Jahr....

Gängige Meinung: der Tinnitus ist chronisch etwa nach 3 Monaten.

Zunächst einmal, Agnes, die Hoffnung nicht aufgeben. Es gibt eine Reihe
von Möglichkeiten,
die Wahrnehmung des Tinnitus positiv zu verändern.

Schau mal bei der DTL nach ( http:www.tinnitus-liga.de)
Eine sehr effiziente Möglichkeit ist die TRT ( wir haben diese Therapie
seit
über 3 Jahren sehr erfolgreich durchgeführt).

Gruß und gute Besserung
Peter

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 25, 2000, 3:00:00 AM1/25/00
to
Sarah2 <Sar...@t-online.de> wrote:

> Hans-Elmar Kliebisch <h...@fulda-online.de> schrieb:

> >In Deinem Fall sollte das Erlernen des autogenen Trainings relativ
> >aussichtsreich sein. Dafür spricht wohl auch, daß diese Methode im Gegensatz
> >zu HBO, Akupunktur, u.ä. völlig ohne Risiken ist.

Vielleicht auch mal nach Thereapeuten für Entspannungstrainíng
(Muskelrelaxation nach Jacobsen) schauen.

> >In jedem Fall solltest Du jetzt nicht in Panik verfallen und auch nicht
> >gegen den T. ankämpfen. Das würde zu einer noch höheren Fixierung und damit
> >eher zu einer Verstärkung führen.

ja

> >Autogenes Training lernt man an Volkshochschulen, das hat auch gleich den
> >Vorteil, daß man in einer Gruppe von Leuten mit ähnlichen Problemen ist; das
> >sollte zusätzlichen Halt geben
>
> Ich werde wohl auch mal das Ziehen der Tamponade noch abwarten.. und dann
> sehen was ich tun kann.

Schau mal ins Telefonbuch nach Schmerztherapeuten, in Hannover war ich
bei einem wegen zusätzlicher Kopfschmerzen, der hat auch das
Entspannungstraining angeboten. Bei dem waren auch mehrere
Tinni-Patienten.

Ausserdem gibt es noch weitere Therapien, die Ablenkung vom Tinni zu
lernen / üben... hier einmal aus meinem Artikel in dieser Gruppe, um
dir einige Möglichkeiten aufzuzeigen, was du probieren könntest...

> From: hajueks...@gmx.de (Juergen G Kuehne)
> Newsgroups: de.etc.selbsthilfe.gehoer
> Subject: Re: Spinne ICH oder die Klinik Arolsen ??
> Date: Tue, 18 Jan 2000 23:12:00 +0100
> Message-ID: <1e4m6az.1no...@pc19f8f15.dip.t-dialin.net>
>
> Ich war _selber_ dort in 1997 für 6 Wochen. Mein Aufenthalt wurde von
> meiner Krankenkasse bezahlt. Alle meine Aussagen beziehen sich also auf
> 1997, was heute läuft, kann ich nicht sagen. Die Empfehlung für Bad
> Arolsen kam von meinem HNO Prof. Lamm, Hannover.
...
> Bei etlichen Patienten wurde Hochton-Schwerhörigkeit festgestellt,
> häufiger im Bereich 6 - 8 kHz, ich war der einzige mit T. jenseits 10kHz
> (14 kHz sinus).
>
> "Als dauerhaft geheilt" entlassen würde ich als unpassend empfinden,
> wenn man daraus "dauerhaft mit T. umgehen, dass ein fast normales Leben
> möglich wird" macht, käme das der Wahrheit sicher näher. Aber nach 2
> Wochen wurde in 1997 niemand entlassen, ...
>
> Beim Einführungsvortrag von Dr. Hesse (Leiter zusammen mit Dr. Nelting)
> wurde _allen_ die Hoffnung bewusst genommen, in der Klinik eine
> "Heilung" zu bekommen. Wir wurden vielmehr eingestimmt darauf, dass die
> meisten von uns den Umgang mit dem T. erlernen würden. Aus Sicht meines
> Besuches Mitte 1997 würde ich mal schätzen, dass so 50 - 70% tatsächlich
> dort gelernt haben, besser mit dem T. umzugehen.
...
> Angewandte Therapien... keine Bewertung durch die Reihenfolge
> - Tai Chi (fanden die meisten sehr hilfreich, ich hatte LWS-Probleme,
> bringt aber was. Gleichmässige langsame Bewegungen, keine
> Kampfsportbewegungen
>
> - Klangtherapie (wurde gut angenommen)
> gern gehörte Musik, die die eigene T-Frequenz beinhaltet, mit Kopf-
> hörer über ein Tinnicur-Gerät hören, der verzerrt an etlichen Stellen
> die Musik, quasi ähnlich wie Retraining. Wirkt vor allem bei Leuten
> mit Frequenz im Bereich von Sprachverständnis (1 bis 8 kHz). Für mich
> mit 14 kHz gibts keine Musik, die diese Freqenz angenehm beinhaltet
>
> - Geräuschtraining
> training der Konzentration auf Geräusche, gut war = einer Augen zu,
> der Partner/in musste mit links/rechts/gerade dirigieren und der mit
> Augen zu sollte dann auch Begriffe raten (Zaun, Baum, Busch...)
> bei dieser Augen-zu-Übung war tatsächlich auch mein T. fast
> weggeblendet... nur wie soll ich mit Augen-zu normal leben...?
> Allerdings... dort habe ich auch _das_ Negativbeispiel gehabt...
> Gasthausatmosphäre mit Tellerklappern... dabei bin ich abgedreht,
> genauso wie einem Partner zuhören, während sich gleichzeitig
> 6 Paare im gleichen Raum unterhielten. _Das_ sind beides jetzt
> auch _die_ Situationen, die ich generell meide.
>
> - Entspannungstraining nach Jacobsen
> manche konnten dabei einschlafen, bei mir ergab das Kopfschmerzen,
> einem anderen (Musiker, Dirigent!) wurde regelmässig schlecht dabei
> - Gymnastik (ablenken durch Bewegung und Konzentration auf andere Dinge
...
> - ich hatte Einführung in Feldenkrais-Gymnastik

Vielleicht ist da auch eine Methode für dich dabei, den Tinni weniger zu
beachten. Eines solltest du zusätzlich versuchen... setz dich selber
nicht zu stark unter eigenen Stress, wenn's geht alles etwas ruhiger
angehen.

Jürgen

Sarah2

unread,
Jan 25, 2000, 3:00:00 AM1/25/00
to
Hallo Jürgen!
Ich setze mich überhaupt nicht unter Druck oder mache Stress mit dem neuen
Tinnitus. mich interessierte es nur, was man doch mal dagegen tun koennte.
MIt dem Tinnitus auf der rechten Seite (dem "alten") habe ich aus eigener
Kraft gelernt zu leben, es war sehr hart, aber es ging.. zumal ich 4 Kinder
um mich herum habe, die mich doch in Anspruch nehmen.

>Ausserdem gibt es noch weitere Therapien, die Ablenkung vom Tinni zu
>lernen / üben... hier einmal aus meinem Artikel in dieser Gruppe, um
>dir einige Möglichkeiten aufzuzeigen, was du probieren könntest...

Danke auch für die vielen verschiedenen Möglichkeiten, aber es scheint, als
ob hier keiner Hoffnung hätte, dass der Tinnitus von der Operation weggehen
könnte.
Leider bin ich auch noch hochgradig schwerhörig, was allerdings nicht
heisst, dass man keinen Tinnitus mehr wahrnehmen könnte. Tagsüber habe ich
auch keine Probleme, den Tinnitus als Begleiter zu akzeptieren, nur nachts,
wenn es dann wirklcih still wird, ist der NEUE Tinnitus schon etwas
schwieriger zu akzeptieren.

> setz dich selber nicht zu stark unter eigenen Stress, wenn's geht alles
etwas ruhiger
>angehen.


Den Stress mach nicht ICH mir :-)), den bekomme ich schon so "serviert", was
nicht heisst dass ich meine Kiddies nicht gern haette!!! Aber es ist schon
manchmal fast unmöglich, Stress zu vermeiden und etwas RUHIG anzugehen!

Agnes

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Sarah2 <Sar...@t-online.de> wrote:

> Leider bin ich auch noch hochgradig schwerhörig, was allerdings nicht
> heisst, dass man keinen Tinnitus mehr wahrnehmen könnte. Tagsüber habe ich
> auch keine Probleme, den Tinnitus als Begleiter zu akzeptieren, nur nachts,
> wenn es dann wirklcih still wird, ist der NEUE Tinnitus schon etwas
> schwieriger zu akzeptieren.

Bei welchen Frequenzen bist du schwerhörig?
Ich war mal in der Tinnitus-Klinik Bad Arolsen. Dort hatten etliche
Leute einen (mehr oder weniger konstanten) Ton im Bereich von 4 - 8 kHz,
und _gleichzeit_ im selben Bereich auch eine Schwerhörigkeit. Denen
wurde in den ersten 2 Wochen Hörgeräte "verpasst", die waren ganz happy,
weil damit wieder hörbaren Töne "von aussen" den Tinnitus-Ton gemischt
haben und so der eigene Ton nicht mehr so agressiv wahrgenommen wurde,
zeitweise im Gemisch der wieder hörbaren Aussengeräusche unterging.

Hast du Hörgeräte? Ich habe auch Hörgeräte, zusätzlich mit Rauscher
(weisses Rauschen) für Retraining. Dabei soll das Rauschen auf Dauer
(mind. 1 Jahr kontinuierlich tragen) vom Tinni ablenken, das Hörzentrum
soll quasi umerzogen werden, nicht mehr so doll auf den Tinni zu achten.
Wenn du noch keine Hörgeräte hast, sprich mal mit deinem HNO-Arzt oder
einem Akustiker. Vielleicht gibt man dir auch mal probeweise ein paar
Rauscher zum Ausprobieren.



> Den Stress mach nicht ICH mir :-)), den bekomme ich schon so "serviert", was
> nicht heisst dass ich meine Kiddies nicht gern haette!!! Aber es ist schon
> manchmal fast unmöglich, Stress zu vermeiden und etwas RUHIG anzugehen!

Ja, ich verstehe, Kiddies sind nicht immer die ruhigsten. Umgekehrt hast
du dadurch aber auch eine gewisse Abwechslung. Mir tut es z.B. gut, mit
dem Auto einfach nur in der Gegend rumzufahren, ohne besonderes Ziel.
Einfach nur das Fahrtgeräusch und das Radio "nudeln" lassen, aber keine
agressive Musik, sondern sutsche-piano... Vielleicht kannst du das mal
am Abend probieren, aber nimm ne ziemlich leere Strasse, wenig Verkehr,
und nicht "rasen", eine Geschwindigkeit wählen, wo das Autogeräusch
nicht "lästig" ist.

Oder steck dir mal die Knöpfe vom Walkman in die Ohren und mach einen
kleinen Spaziergang am Abend oder Morgen. Musik aber immer so, dass du
dadurch nicht aufgeputscht wirst.

Jürgen

Henrik Baartz

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Moin Jürgen:-)

kleine Anmerkung hierzu:

> (...)


> Dabei soll das Rauschen auf Dauer (mind. 1 Jahr
> kontinuierlich tragen) vom Tinni ablenken, das
> Hörzentrum soll quasi umerzogen werden, nicht
> mehr so doll auf den Tinni zu achten.

In der "Bild der Wissenschaft" (oder in der "GEO"?)
war vor einiger Zeit ein Tinnitus-Artikel (hab' ihn
noch nicht gefunden, - grrr;-), in dem eine Aufnahme
des Hörcortex eines Tinnitus-Patienten bei einem
akuten Anfall abgebildet war. Auf diesem Bild war
deutlich ein aktiver Bereich zu erkennen, der jedoch
- im Verhältnis zur Gesamtgröße des Hörcortex - deutlich
zu groß war, was ja wohl nichts anderes heißen kann
als: Im allgemeinen (und normalen) Grundrauschen des
Hörcortex macht sich eine einzelne Frequenz "un-gehörig"
breit, was wir dann eben als "Pfeifen" wahrnehmen.
(Dies würde ja auch die Aussage: "chronischer Tinnitus
sitzt im Hörcortex" bestätigen).

Soweit ich mich erinnere, wurde in dem Artikel als
Behandlungsansatz beschrieben, die an diesen "über-
erregten" Bereich angrenzenden Frequenzbereiche zu
aktivieren, um ihn dadurch auf ein halbwegs normales
Maß zurückzudrängen, was wir in der Wahrnehmung als
Abnahme der Tinnituslautstärke empfinden würden.

Wenn ich es richtig verstehe, ist genau _diese_ permanente
Aktivierung der angrenzenden Cortex-Bereiche rund um den
"erkrankten" wohl die Aufgabe eines Noisers. Dement-
sprechend wichtig dürfte wohl auch die "passende" Wahl
der Noiser-Frequenz sein, denn ein Rauschen mit dem
Schwerpunkt von - sagen wir mal: 8 kHz dürfte einen
Tinni bei 14 kHz wohl wenig beeindrucken;-)

Einen ähnlichen Zweck erfüllt auch hochtonreiche Musik,
z.B. Violinkonzerte von Mozart (die Tomatis-Therapie
arbeitet vorzugsweise damit), wobei ja diese Musik an
sich schon heilsame Wirkung auf Körper und Seele hat,
wie ich mehrfach gelesen habe.

Soweit dieser Artikel erst mal aus dem Gedächtnis - daher
(noch) ohne Gewähr;-)


Gruß
Henrik


Sarah2

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to

Juergen G Kuehne schrieb in Nachricht
<1e51chq.1pa...@pc19f8c8a.dip.t-dialin.net>...
>Sarah2 <Sar...@t-online.de> wrote:
>

>Bei welchen Frequenzen bist du schwerhörig?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht genau weiss, in welchen Bereichen
ich schwerhörig bin, ich denke aber eher im Hochtonbereich.Das Problem ist,
dass ich sobald ich diese Töne auch höre, auch Schmerzen empfinde.


>Hast du Hörgeräte? >

Ich trage seit meinem 14. Lebensjahr schon Hörgeräte.
Ich habe vor, jetzt nach er OP neue Geräte anpassen zu lassen und dann mal
genauer zu sehen. in welchem Bereich der Tinnitus ist und zu sehen, was man
dann tun kann.


>Oder steck dir mal die Knöpfe vom Walkman in die Ohren und mach einen
>kleinen Spaziergang am Abend oder Morgen. Musik aber immer so, dass du
>dadurch nicht aufgeputscht wirst.


Danke für den Tip, aber ich vermeide jede DIREKTE LAutstärke auf den Ohren,
weil ich dann anschliessend das Gefühl hab , der Tinnitus ist aggressiver
geworden.

Agnes


Hans-Elmar Kliebisch

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Hallo Agnes,


> Ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht genau weiss, in welchen
Bereichen
> ich schwerhörig bin, ich denke aber eher im Hochtonbereich.Das Problem
ist,
> dass ich sobald ich diese Töne auch höre, auch Schmerzen empfinde.

Das nennt man Hyperakusis,
hier ein Auszug aus dem Buch "Die Behandlung von Ohrgeräuschen", von Dr.med
Eberhard Biesinger:

"Unter Hyperakusis versteht man die pathologisch gesteigerte Empfindlichkeit
des Hörsystems gegenüber Lärmquellen, die dadurch wesentlich lauter
erscheinen. In vielen Fällen beruht die Geräuschunverträglichkeit auf einer
Schädigung des Innenohres, die bis zur Überempfindlichkeit der
Hörnervenzellen gegenüber der Beschallung geführt hat (Recruitment). Diese
Überempfindlichkeit kann jedoch auch durch eine überhöhte Empfindlichkeit
der zentralen Hörsysteme entstanden sein. Dies findet man häufig als
Ausdruck der »Manager-Krankheit«, das heißt eines schlecht verarbeiteten
psychisch-physischen Stresses. Bei diesem zentralen Prozeß ist das Hörsystem
im Gehirn entgleist, weil die hemmenden Systeme versagen. Die Hyperakusis
kann allein bestehen oder von einem Ohrgeräusch begleitet sein. Oft besteht
ein normales Hörvermögen, verbunden mit einem übersenisiblen Ohr.

Naturgemäß führt diese Lärmüberempfindlichkeit dazu, daß sich der Patient
aus dem öffentlichen Leben zurückzieht. Jegliche Lärm- und Geräuschbelastung
wird vermieden, selbst das Klingeln eines Telefons oder Geschirrklappern
werden typischerweise als äußerst belastend empfinden. Die Flucht in die
Stille führt zu einer gesellschaftlichen Isolation. Sie bewirkt aber auch,
daß die Sensibilität gegenüber Geräuschen immer mehr zu- statt abnimmt.

Therapeutisch müssen diese Patienten langsam wieder an die
Umgebungsgeräusche gewöhnt werden. Das beratende Gespräch muß dem Patienten
auch zeigen, daß er nicht die Stille suchen, sondern sie meiden muß. Dies
gelingt meist schon durch Musikhören, vom Leben mit Hintergrundmusik bis hin
zur Durchführung einer Retraining-Therapie (siehe Seite 84ff.). Bei diesen
Patienten sind der beratende und in der Therapie erfahrene Arzt und der
Hörgeräte-Akustiker besonders verpflichtet, ihren »Schützling« durch diese
Trainingsphase zu begleiten, denn eine Therapie mit Medikamenten ist bei
dieser Form der Hörstörung nicht möglich."

(Falls Fehler drin sind, dann war's das OCR-Programm, mit dem ich den Text
gescannt habe)


Gruß

Hans-Elmar Kliebisch

DIE Newsgroup zum Thema Tinnitus:

"news:de.etc.selbsthilfe.gehoer"


Sarah2

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Hallo, Hans- Elmar!
Ich habe schon immer so auf diese Frequenzen, die ich nicht gut höre mit
Schmerz reagiert.. WENN ich sie höre, tritt nicht SOFORT der Schmerz ein,
sondern dann, wenn sie nur ein klein wenig lauter sind als so, wie ich sie
gerade wahrnehmen kann.
Bislang waren die Hörgeräte so gut angepasst, dass es mich nicht belastet
hat.
Ich denke ich habe eine Schaedigung des Hörnervs, dadurch, daß meine Mutter
in der sensiblen Zeit während der Schwangerschaft mit mir an Röteln erkrankt
ist.
Einen Rückzug aus dem sozialen Leben bemerke ich schon, allerdings bezieht
sich dieser Rückzug eher auf große Gesellschaften, wo ich eher
Schweirigkeiten habe, alles zu verstehen.. das leidige Problem mit den
Hörgeräten...nicht aber weil ich das GEfühl habe, dass mich die Geräusche zu
sehr stören. Ich habe auch hier genügend Lautstärke, mit der ich eigentlich
ganz gut zurecht komme.
Agnes.


Paul Lee

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Henrik Baartz <he...@fbmev.de> wrote:

>als: Im allgemeinen (und normalen) Grundrauschen des
>Hörcortex macht sich eine einzelne Frequenz "un-gehörig"
>breit, was wir dann eben als "Pfeifen" wahrnehmen.
>(Dies würde ja auch die Aussage: "chronischer Tinnitus
>sitzt im Hörcortex" bestätigen).

Hmmm... ich bin mir nicht sicher.

Schliesslich könnte die Ursache woanders liegen, und da wir den
Tinnitus hören, müsste es ja sowieso zwangsläufig im Hörcortex zu
erkennen sein.

Und da unser lieber T einen besonderen Stellenwert hat... ;)

>Wenn ich es richtig verstehe, ist genau _diese_ permanente
>Aktivierung der angrenzenden Cortex-Bereiche rund um den
>"erkrankten" wohl die Aufgabe eines Noisers.

Ein "normaler" Noiser soll einfach ein halbwegs angenehmes Geräusch
erzeugen (welcher nach Nagler leiser als der Tinnitus sein soll), um
den Tinnitus etwas leiser erscheinen zu lassen. Ein leiserer Tinnitus
ist dann leichter zu adaptieren.

--

bye. pl.

"if it walks out of your refrigerator, let it go."

Paul Lee

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
"Sarah2" <Sar...@t-online.de> wrote:

>Leider bin ich auch noch hochgradig schwerhörig, was allerdings nicht
>heisst, dass man keinen Tinnitus mehr wahrnehmen könnte. Tagsüber habe ich
>auch keine Probleme, den Tinnitus als Begleiter zu akzeptieren, nur nachts,
>wenn es dann wirklcih still wird, ist der NEUE Tinnitus schon etwas
>schwieriger zu akzeptieren.

Schwerhörige mit Tinnitus habens schwerer, denke ich: je
schwerhöriger, desto lauter scheint der Tinnitus, da der Umgebungslärm
weniger effektiv den Tinnitus überdeckt.

Dass es nachts härter zu ertragen ist, können dir sicher die meisten
zustimmen. Schläfst du mit Musik etc?

>Den Stress mach nicht ICH mir :-)), den bekomme ich schon so "serviert", was
>nicht heisst dass ich meine Kiddies nicht gern haette!!! Aber es ist schon
>manchmal fast unmöglich, Stress zu vermeiden und etwas RUHIG anzugehen!

Schon einmal daran gedacht, Anti-Stress-Techniken zu erlernen?

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Sarah2 <Sar...@t-online.de> wrote:

> >Oder steck dir mal die Knöpfe vom Walkman in die Ohren und mach einen
> >kleinen Spaziergang am Abend oder Morgen. Musik aber immer so, dass du
> >dadurch nicht aufgeputscht wirst.
>
>
> Danke für den Tip, aber ich vermeide jede DIREKTE LAutstärke auf den Ohren,
> weil ich dann anschliessend das Gefühl hab , der Tinnitus ist aggressiver
> geworden.

Gibt es eine Musik (-richtung), die du gerne hörst? Diese Musik meinte
ich. Bei mir läuft 24 Stunden am Tag das Radio (wirklich). Entweder zu
Hause, im Auto, auch beim Schlafen. Habe Einschlafprobleme und wenn ich
das Radio auf Schlummer (Ausschalten nach 1 Std) stelle, bin ich genau
mit dem Ausschalten wieder hellwach. Musik mit Walkman geht bei mir auch
gut, aber keinen Kopfhörer, weil der ja mit Spannung auf die Ohren
drückt, sondern ich habe mir Skater-Kopfhörer gekauft (ca. 27,- DM), das
sind Knopfhörer mit einem Bügel, der hinter das Ohr gesteckt wird wie
bei einem Hörgerät. Also können die Stöpsel nicht rausfallen und drücken
trotzdem nicht.

Genau diese Dinger habe ich auch aufgehabt, als ich Mitte Dezember in
der Uniklinik Grosshadern, München; war und die Nachbarn im Zimmer
nachts nicht stören wollte. Ich habe mit den Dingern geschlafen.

Jürgen

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Henrik Baartz <he...@fbmev.de> wrote:

> > Dabei soll das Rauschen auf Dauer (mind. 1 Jahr
> > kontinuierlich tragen) vom Tinni ablenken, das
> > Hörzentrum soll quasi umerzogen werden, nicht
> > mehr so doll auf den Tinni zu achten.
>

> ["Bild der Wissenschaft" (oder in der "GEO"?)]
> [eine Aufnahme des Hörcortex eines Tinnitus-Patienten bei einem
> akuten Anfall abgebildet war]
...
> angrenzenden Frequenzbereiche zu aktivieren...
...
> [Aufgabe eines Noisers]
...


> Dement-
> sprechend wichtig dürfte wohl auch die "passende" Wahl
> der Noiser-Frequenz sein, denn ein Rauschen mit dem
> Schwerpunkt von - sagen wir mal: 8 kHz dürfte einen
> Tinni bei 14 kHz wohl wenig beeindrucken;-)

Genau so denke ich auch. Und damit... habe ich dann auch meine Probleme,
weil es laut meinem Akustiker keine Rauscher gibt, die meine Frequenz
irgendwie ins Rauschen "einmischen". Vor allem, wer sich mal 14 kHz
angehört hat, wird sich kaum ein sinnvolles Rauschen von aussen mit eben
dieser Frequenz vorstellen können. Aber... ich habe von Rauschern mit
solcher Frequenz nichts gehört. Und wie beschrieben, möchte/muss ich
einen Rauschen zusammen mit den Hörgeräten einsetzen können, und die
Hörgeräte fallen bei 6 kHz sehr stark ab bis 8 kHz, danach ist mit
heutiger Technik laut Akustiker nichts mehr zu machen.

> Einen ähnlichen Zweck erfüllt auch hochtonreiche Musik,
> z.B. Violinkonzerte von Mozart (die Tomatis-Therapie
> arbeitet vorzugsweise damit), wobei ja diese Musik an
> sich schon heilsame Wirkung auf Körper und Seele hat,
> wie ich mehrfach gelesen habe.

Jein... das hat man mir in Bad Arolsen auch "ganz schonend" beibringen
wollen, nur... für mich ist diese Musikrichtung "ein Greuel" bzw. eine
"Vergewaltigung", dabei kann ich Wände rauflaufen... ich raste dann aus.


Der Artikel war prima und passt auch zu dem anderen, den ich zitiert
hatte. Da muss irgendwas laufen, was hierzulande noch nicht allzu viel
Anklang gefunden hat, vielleicht weils zu neu ist?

Jürgen

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Sarah2 <Sar...@t-online.de> wrote:

> Einen Rückzug aus dem sozialen Leben bemerke ich schon, allerdings bezieht
> sich dieser Rückzug eher auf große Gesellschaften, wo ich eher
> Schweirigkeiten habe, alles zu verstehen..

ist bei mir ähnlich. Ich meide Gesellschaften und mittlerweile auch
Restaurants mit hohem Halleffekt, auch kein Hallenbad, weil der
Halleffekt wie ein Schmerz wirkt und ich dann das Gefühl habe, mein Kopf
platzt, ich "raste" dann regelrecht aus.

Mein Problem ist bei Gesellschaften, dass sich zu viele gleichzeitig
unterhalten, sodass ich mich nicht auf den nächsten Nachbarn
konzentrieren kann. Ich kann mich überhaupt nicht konzentrieren, weil
mein Kopf irgendwie auf alles "achtet", das kann ich ihm nicht
abgewöhnen.

Es soll zwar neuere Hörgeräte geben mit erheblich besserer
Richtcharakterisik der Mikros, aber dann kann ich mich vermutlich
überhaupt nicht mehr mit einem Nachbarn unterhalten, wenn ich mich nicht
vollständig 90 Grad zur Seite drehe.

> das leidige Problem mit den
> Hörgeräten...nicht aber weil ich das GEfühl habe, dass mich die Geräusche zu
> sehr stören. Ich habe auch hier genügend Lautstärke, mit der ich eigentlich
> ganz gut zurecht komme.

Die Hörgeräte müssen nur die Nachbarfrequenzen des Tinni-Tones etwas
verstärken, damit der Tinni-Ton untergemischt wahrgenommen wird. Siehe
dazu den Artikel von Henrik über "Bild der Wissenschaft".

Jürgen

Sarah2

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Hallo Jürgen!

>Mein Problem ist bei Gesellschaften, dass sich zu viele gleichzeitig
>unterhalten, sodass ich mich nicht auf den nächsten Nachbarn
>konzentrieren kann. Ich kann mich überhaupt nicht konzentrieren, weil
>mein Kopf irgendwie auf alles "achtet", das kann ich ihm nicht
>abgewöhnen.

Das geht mir ähnlich. Ich denke es kommt daher dass ich wirklich alles
mitbekommen will und sehr angestrengt auf alles achte..und dann oft gar
nichts mehr verstehe.


>Es soll zwar neuere Hörgeräte geben mit erheblich besserer
>Richtcharakterisik der Mikros, aber dann kann ich mich vermutlich
>überhaupt nicht mehr mit einem Nachbarn unterhalten, wenn ich mich nicht
>vollständig 90 Grad zur Seite drehe.

Ich glaube dass man das Richtmikrophon aus- und anstellen kann wenn man es
braucht. Ich bekomme demnächst neue Hörgeräte angepasst und will mal
nachfragen und schauen ob sowas für mich in Frage kommt. Die andere Frage
ist ja dann immer ob man damit zurechtkommt. Aber bei meinem Akustiker kann
man die Geräte eine ganze Weile austesten und sie gegebenenfalls umtauschen.

>> das leidige Problem mit den

>> Hörgeräten...nicht aber weil ich das Gefühl habe, dass mich die Geräusche


zu
>> sehr stören. Ich habe auch hier genügend Lautstärke, mit der ich
eigentlich
>> ganz gut zurecht komme.
>
>Die Hörgeräte müssen nur die Nachbarfrequenzen des Tinni-Tones etwas
>verstärken, damit der Tinni-Ton untergemischt wahrgenommen wird. Siehe
>dazu den Artikel von Henrik über "Bild der Wissenschaft".


Ich denke das wird der Akustiker schon wissen, wenn er die Tests mit den
Ohren abgeschlossen hat. Ich denke mal dass ich da bei meinem Akustiker gut
beraten werde.


Agnes

Sarah2

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to

>Schwerhörige mit Tinnitus habens schwerer, denke ich: je
>schwerhöriger, desto lauter scheint der Tinnitus, da der Umgebungslärm
>weniger effektiv den Tinnitus überdeckt.

Das denke ich mir so auch. Allerdings können die Hörgeraete die ich trage
die Schwerhörigkeit zu nahezu 100 Prozent ausgleichen. Bislang jedenfalls.

>Dass es nachts härter zu ertragen ist, können dir sicher die meisten
>zustimmen. Schläfst du mit Musik etc?

Nein, ich schlafe nicht mit Musik, es ist still


>>Den Stress mach nicht ICH mir :-)), den bekomme ich schon so "serviert",
was
>>nicht heisst dass ich meine Kiddies nicht gern haette!!! Aber es ist schon
>>manchmal fast unmöglich, Stress zu vermeiden und etwas RUHIG anzugehen!


>Schon einmal daran gedacht, Anti-Stress-Techniken zu erlernen?


An sich schon .. ja.. aber ich habe wirklich kaum Zeit, weil mich meine
Familie ziemlich in Beschlag nimmt.
Aber an sich wäre es sicher interessant.
Agnes

Hans-Elmar Kliebisch

unread,
Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
to
Hallo Paul,

> Ein "normaler" Noiser soll einfach ein halbwegs angenehmes Geräusch
> erzeugen (welcher nach Nagler leiser als der Tinnitus sein soll), um
> den Tinnitus etwas leiser erscheinen zu lassen. Ein leiserer Tinnitus
> ist dann leichter zu adaptieren.

Ja, genau das ist das Ziel der TRT und der Rauschgeräte.
Es war an der Zeit, daß mal klargestellt wird, daß die TRT andere
(nachvollziehbarere) Wege beschreitet, als jedwede "Gegenton-Therapie".

--

Henrik Baartz

unread,
Jan 28, 2000, 3:00:00 AM1/28/00
to
Hallo Jürgen,

[Thema Noiser-Rauschen]
> (...)


> Und wie beschrieben, möchte/muss ich einen Rauschen
> zusammen mit den Hörgeräten einsetzen können, und
> die Hörgeräte fallen bei 6 kHz sehr stark ab bis 8 kHz,
> danach ist mit heutiger Technik laut Akustiker nichts
> mehr zu machen.

Dürfte wohl 'ne technisch ziemlich "knifflige" Angelegen-
heit sein, zumal in der Kombination Noiser/Hörgerät.


> > [Thema Mozart-Musik etc.]


> Jein... das hat man mir in Bad Arolsen auch "ganz schonend"
> beibringen wollen, nur... für mich ist diese Musikrichtung
> "ein Greuel" bzw. eine "Vergewaltigung", dabei kann ich Wände
> rauflaufen... ich raste dann aus.

Hmm...na wenn das mal nix zu bedeuten hat...ich seh'
gerade AUBI schmunzeln...;-)))


> Der Artikel war prima und passt auch zu dem anderen,
> den ich zitiert hatte. Da muss irgendwas laufen,
> was hierzulande noch nicht allzu viel Anklang
> gefunden hat, vielleicht weils zu neu ist?

Schon möglich. In diesem Zusammenhang 'ne Frage:
Mit welchen Suchmaschinen suchst Du (oder auch
andere Mitlesende und -schreibende) im Web nach
medizinischen Themen und Infos?

Meine Idee bei dieser Frage ist, daß wir in der NG
gutes und effektives "Recherche-Werkzeug" zusammen-
tragen könnten. Eine (Meta-)Suchmaschine anzuwerfen
ist ja nicht schwierig, nur ob sie auch das findet,
wonach man sucht?

Ähem...die Frage läßt sich auch umdrehen: "Suchen wir
eigentlich das, was wir finden?";-))


Gruß
Henrik


Juergen G Kuehne

unread,
Jan 28, 2000, 3:00:00 AM1/28/00
to
Paul Lee <Paul...@softhome.net.SPAM> wrote:

> Schliesslich könnte die Ursache woanders liegen, und da wir den
> Tinnitus hören, müsste es ja sowieso zwangsläufig im Hörcortex zu
> erkennen sein.

Bitte für mich mal als Erläuterung... was ist Hörcortex?
ist das sinngemäss das "Hörzentrum"?

In meinem Pschyrembel "Klinisches Wörterbuch" steht zwar Cortex
(Kleinhirnrinde), aber kein Hörcortex...

> Ein "normaler" Noiser soll einfach ein halbwegs angenehmes Geräusch
> erzeugen (welcher nach Nagler leiser als der Tinnitus sein soll), um
> den Tinnitus etwas leiser erscheinen zu lassen. Ein leiserer Tinnitus
> ist dann leichter zu adaptieren.

So wurde mir das auch bei meinen Rauschern sowohl vom HNO-Prof wie auch
vom Akustiker beschrieben.

Jürgen

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 28, 2000, 3:00:00 AM1/28/00
to
Henrik Baartz <he...@fbmev.de> wrote:

> Schon möglich. In diesem Zusammenhang 'ne Frage:
> Mit welchen Suchmaschinen suchst Du (oder auch
> andere Mitlesende und -schreibende) im Web nach
> medizinischen Themen und Infos?

deja = suche nach News-Artikeln.
Yahoo = suche nach kommerziellen Angeboten
AltaVista = noch nicht probiert, will mich nicht verzetteln und ich will
auch nicht mit zu viel Werbung bombardiert werden während des Suchens /
Lesens. Eine vernünftige Version zum Runterladen der gefundenen Artikel
"als eine email oder so" habe ich noch nicht gefunden. Bei deja versuche
ich seit 4 Wochen, vom Support eine verständliche Beschreibung für das
Senden der Fundstellen als email zu bekommen. Entweder bin ich zu
dämlich oder die wissen selber nicht, wie das funktioniert.

Ich habe z.B. nach "Melatonin" ("Schlafhilfe") in Yahoo gesucht und
Lieferadressen in den USA / Schweiz bekommen. Die Lieferung wurde vom
Zoll in Frankfurt "kassiert" <würg>, aber jetzt mache ich ab und zu
Kurzurlaub in Holland (von Hannover) für 2 - 3 Tage und bringe dann
wieder einige Schachteln mit ;-)

> Meine Idee bei dieser Frage ist, daß wir in der NG
> gutes und effektives "Recherche-Werkzeug" zusammen-
> tragen könnten.

das ist eine gute Idee, wir sollten mal was zusammentragen und dann als
Standardartikel hier alle 2 (oder 4) Wochen posten, mit laufenden
Ergänzungen / Verbesserungen.

> Eine (Meta-)Suchmaschine anzuwerfen
> ist ja nicht schwierig, nur ob sie auch das findet,
> wonach man sucht?

Mit Meta-Suchmaschinen hab ich noch keine Erfahrung... gibt es
empfehlenswerte?
Vor ein paar Tagen hatte ich das mal versucht, bin aber nicht mit
klargekommen, das Ding hat so etliche Treffer gemeldet bei diversen
Seiten, aber wie ich das ganze dann sinnvoll lesen konnte, habe ich
nicht begriffen.

> Ähem...die Frage läßt sich auch umdrehen: "Suchen wir
> eigentlich das, was wir finden?";-))

Nein, das ist ja das Problem, auch mit dem Namen der Newsgruppe...
Wenn wir aber deine Idee in die Realität umsetzen (können), dann sollten
wir die Suchbegriffe zusammentragen als Tabelle und in Form der Syntax
von den wichtigsten Suchmaschinen.

Beispiel: wer diese Newsgruppe "findet" und im Subject "Magnesium" sieht
ohne das Wort "Tinnitus", könnte in Versuchung kommen, den Artikel zu
überlesen. Wenn aber im NG-Namen auch Tinnitus vorkommt, muss so ein
Artikel auch etwas damit zu tun haben. Wer den Artikeltext liest, wird
das auch feststellen. Nur leider kann man den Artikeltext über
Suchmaschinen nicht abfragen.

Jürgen

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 28, 2000, 3:00:00 AM1/28/00
to
Sarah2 <Sar...@t-online.de> wrote:

> Nein, ich schlafe nicht mit Musik, es ist still

Versuch es mal. Wenn du testweise in einem eigenen Raum schlafen
könntest, kannst du mal ein Radio die ganze Nacht laufen lassen. Ich
mache das seit einigen Monaten so, habe aber auch die Räumlichkeit. In
einer Klinik habe ich es mal gemacht mit Walkman und speziellen
Kopfhörern für Walker / Inline-Scater, die wie ein Hörgerät hinter die
Ohren geklemmt werden und kaum drücken. Diese Dinger fallen nicht aus
den Ohren wie die normalen Stöpsel.



> >Schon einmal daran gedacht, Anti-Stress-Techniken zu erlernen?

> An sich schon .. ja.. aber ich habe wirklich kaum Zeit, weil mich meine
> Familie ziemlich in Beschlag nimmt.
> Aber an sich wäre es sicher interessant.

Diese "Lehrgänge" werden häufig in den Abendstunden ab ca. 19:00 Uhr
angeboten, weil viele Berufstätige die besuchen. Frag mal deine
Krankenkasse oder einen "Schmerztherapeuten" (Gelbe Seiten).

Jürgen

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 28, 2000, 3:00:00 AM1/28/00
to
Sarah2 <Sar...@t-online.de> wrote:

> >[auf alles achten, keine Konzentration auf Gesprächspartner]

> Das geht mir ähnlich. Ich denke es kommt daher dass ich wirklich alles
> mitbekommen will und sehr angestrengt auf alles achte..und dann oft gar
> nichts mehr verstehe.

Genau.

Das "witzige" bei mir ist, dass ich mich eigentlich auf _einen_
Gesprächspartner konzentrieren _will_, aber je mehr ich das mache, umso
mehr kommen die anderen Gesprächsfetzen an und dann nach kurzer Zeit
habe ich das Gefühl, der Kopf ist "voll", er platzt, und kurz vor dem
Platzen haue ich einfach ab aus der Gesellschaft. Bislang habe ich noch
nichts gefunden, das zu "ertragen" bzw. wieder zu erlernen.

Ich habe mir meine Erklärung so zurechtgelegt, dass mein Gehör
(Hörzentrum?) durch den überlauten Tinni alle anderen Geräusche
"verstärkt", anschliessend mit den ganzen lauten Geräuschen nichts mehr
anfangen kann, also das Ausfiltern "unwichtiger" Geräusche bzw.
Gespräche nicht mehr funktioniert.

Nochmal ein Vergleich mit Klimaanlagen... in alten Grossraum-Büros
erzeugen die Klimaanlagen durch die starke Luftumwälzung ein hörbares
Hintergrundrauschen. Wer das erste Mal in so einen Grossraum geht,
findet das Rauschen als störend. Aber... das Rauschen verdeckt
(schluckt) alle Gespräche ab etwa 3 Meter um den Arbeitsplatz. Wer dann
ein paar Tage in so einem Büro sitzt, wird die Klimaanlage nicht mehr
hören, dafür aber das Abschalten, wenn er das mal mitbekommt. Dann...
kannst du mit einem Mal alle Gespräche bis zu etwa 20 Meter Entfernung
hören... das geht ganz schön auf den Geist.

Leider... haben neue Klimaanlagen garkein Geräusch mehr. Im Neubau
meines (ehemaligen) Arbeitgebers wurde so eine eingebaut, man konnte
sich nur noch Flüsterton unterhalten. Normale Gesprächslautstärke wurde
als "Schreien" empfunden. Grosser Mist, aber leider haben die
Architekten bei ihrem Bau-Kunstwerk mehr zu sagen als die dort
arbeitenden Leute. Ich könnte dem Architekten heute noch den Hals
umdrehen.

> >[neuere Hörgeräte mit erheblich besserer Richtcharakterisik]


>
> Ich glaube dass man das Richtmikrophon aus- und anstellen kann wenn man es
> braucht. Ich bekomme demnächst neue Hörgeräte angepasst und will mal
> nachfragen und schauen ob sowas für mich in Frage kommt. Die andere Frage
> ist ja dann immer ob man damit zurechtkommt. Aber bei meinem Akustiker kann
> man die Geräte eine ganze Weile austesten und sie gegebenenfalls umtauschen.

Frage mal nach Hörgeräten, bei denen die Fernsteuerung über Induktion
funktioniert. Dann kannst du die Fernsteuerung in der Tasche haben und
bedienen. Normale Hörgeräte haben "nur" Infrarot, d.h. du musst die FB
auch aus der Tasche nehmen und auf die Hörgeräte halten. In 1996 konnte
ich ein solches Gerät nicht nehmen, weil es genau dafür keine Rauscher
zum Aufstecken gab (und eingebaute Rauscher gabs noch nicht).

Keine Bange mit neueren Hörgeräten, gerade die heute aktuellen digitalen
lassen sich über die ganze Frequenzbandbreite hervorragend einstellen,
es ist nur etwas langwierig. Du solltest dem Akustiker dein Empfinden
mitteilen, wie eine bestimmte Einstellung oder Programm an verschiedenen
Orten auf dich wirkt.
Ich fand z.B. den Strassenverkehr mal "agressiv", der Akustiker konnte
sich darunter schon was vorstellen, kleine Änderung im Programm und es
war besser, bis es schliesslich richtig funzte. Wichtig ist aber auch
einen richtigen Hörtest, damit die anzupassenden Frequenzen bestimmt
werden. Nur als Tipp... bei mir war der Akustiker mit dem Hörtest vom
HNO-Prof nicht so "zufrieden" und hat nochmal seinen eigenen gemacht.
Das ist bei mir wie beim Augenarzt und Optiker... mein Optiker glaubt
meinem Augenarzt _garnichts_ mehr, weil die letzten beiden Brillengläser
voll "in die Hose" gingen und neu bestellt werden mussten... ;-)))

> Ich denke mal dass ich da bei meinem Akustiker gut beraten werde.

Dann ist ja alles in Butter... ;-)

Jürgen

Henrik Baartz

unread,
Jan 28, 2000, 3:00:00 AM1/28/00
to
Hallo Jürgen,

> > [Websuche - womit?]


> deja = suche nach News-Artikeln.

Meine bevorzugten Deja-Seiten:
Power-Search: http://www.deja.com/home_ps.shtml
Suche mit MID: http://www.deja.com/forms/mid.shtml


> (...)


> Bei deja versuche ich seit 4 Wochen,
> vom Support eine verständliche
> Beschreibung für das Senden der
> Fundstellen als email zu bekommen.

Du könnest auch mal bei den Deja-Fans fragen:
news:alt.fan.dejanews


> > ["Recherche-Werkzeug" in der NG]
> das ist eine gute Idee, wir sollten mal was zusammen-


> tragen und dann als Standardartikel hier alle 2 (oder 4)
> Wochen posten, mit laufenden Ergänzungen / Verbesserungen.

Wäre eine Möglichkeit...ich dachte dabei aber auch
an spezielle Archive mit/für medizinische Themen,
(der Christian in der de.sci.medizin.misc sucht
offenbar in solchen Quellen, die von den üblichen
Suchmaschinen wohl nicht abgefragt werden).

Mein Gedanke dabei ist: _Wenn schon_ vor dem Compi
sitzen und im Web buddeln, dann sollte es auch
möglichst effektiv sein.

'Ne ganz andere Möglichkeit wäre vielleicht gar unter
Umständen sowas wie 'ne "Tinni-Erfahrungs-FAQ"???
(da könnte man ziemlich viel von den gängigen
Themen bzw. Standardantworten reinpacken)

Wie ist denn so die Meinung zu diesem "Versuchsballon"?;-)


> > [(Meta-)Suchmaschine anwerfen]


> Mit Meta-Suchmaschinen hab ich noch keine Erfahrung... gibt es
> empfehlenswerte?

Meine Standard-Maschine ist die "MetaGer", zu finden hier:
http://meta.rrzn.uni-hannover.de
Seit kurzem hat die auch einen "Quick-Check", mit dem man
die Gültigkeit der gefundenen Links prüfen kann, recht
praktisch, um nicht auf Broken Links zu landen.
(Es gibt noch ein paar andere Meta-Maschinen, wäre
hier jetzt zu viel)

> Vor ein paar Tagen hatte ich das mal versucht,
> bin aber nicht mit klargekommen, das Ding hat
> so etliche Treffer gemeldet bei diversen
> Seiten, aber wie ich das ganze dann sinnvoll
> lesen konnte, habe ich nicht begriffen.

Ist auch etwas gewöhnungsbedürftig, da die Meta-
Maschine ihrerseits ja andere Maschinen anwirft, und
Du alle Ergebnisse - zum Teil eben mehrfach - auf
einem Haufen hast.


Gruß
Henrik


BTW: Du hast ja wieder 'ne ordentliche Ladung Postings
auf den Server geschaufelt...ufff;-))


Manuela

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to
Henrik Baartz wrote:

> In diesem Zusammenhang 'ne Frage:
> Mit welchen Suchmaschinen suchst Du (oder auch
> andere Mitlesende und -schreibende) im Web nach
> medizinischen Themen und Infos?

Wenn ich wissenschaftliches suche, suche ich meist in MedLine. Ich geh
da mit Ovid rein, der findet mehr als die Suche von Medline selbst. Ovid
zu finden bei www.ovid.com - ist auch bequemer um die Abstracts
runterzuladen, als MedLine selbst.
Wenn ich allgemeines suche, meist mit excite, weil die mir etwas
Anhaltspunkte geben, wie gut das Suchergebnis mit meinen Schlagworten
übereinstimmt. Altavista macht das glaub ich auch, hab ich auch schon
benutzt.
Grüsse
Manuela

Paul Lee

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to
hajueks...@gmx.de (Juergen G Kuehne) wrote:

>Bitte für mich mal als Erläuterung... was ist Hörcortex?
>ist das sinngemäss das "Hörzentrum"?

Ich bin kein Mediziner, hab einfach den Ausdruck meines Vorredners
übernommen. Damit hab ich einfach den Bereich des Hirns gemeint, der
fürs Hören zuständig ist.

Paul Lee

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to
"Sarah2" <Sar...@t-online.de> wrote:

>Das denke ich mir so auch. Allerdings können die Hörgeraete die ich trage
>die Schwerhörigkeit zu nahezu 100 Prozent ausgleichen. Bislang jedenfalls.

Na endlich die guten Seiten des Fortschritts. :)

>>Dass es nachts härter zu ertragen ist, können dir sicher die meisten
>>zustimmen. Schläfst du mit Musik etc?
>

>Nein, ich schlafe nicht mit Musik, es ist still

Ich würde es empfehlen. Es muss keine Musik sein; das Plätschern eines
Aquariums oder eines "Tischbrunnens", oder eine CD mit
Meeresgeräuschen. Dann störts keinen, sondern wird teilweise als
angenehm empfunden.

Absolute Stille ist für mich der reine Horror, da bin ich froh über
die kleinste akustische Ablenkung.

>An sich schon .. ja.. aber ich habe wirklich kaum Zeit, weil mich meine
>Familie ziemlich in Beschlag nimmt.
>Aber an sich wäre es sicher interessant.

Hmmm ich denke die Familie hat sicher Verständnis in deinem Fall.

Michael Geisler

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to

Henrik Baartz schrieb in Nachricht <3890D3EB...@fbmev.de>...

Hallo Henrik,

>Schon möglich. In diesem Zusammenhang 'ne Frage:


>Mit welchen Suchmaschinen suchst Du (oder auch
>andere Mitlesende und -schreibende) im Web nach
>medizinischen Themen und Infos?
>

>Meine Idee bei dieser Frage ist, daß wir in der NG
>gutes und effektives "Recherche-Werkzeug" zusammen-

>tragen könnten. Eine (Meta-)Suchmaschine anzuwerfen


>ist ja nicht schwierig, nur ob sie auch das findet,
>wonach man sucht?
>

>Ähem...die Frage läßt sich auch umdrehen: "Suchen wir
>eigentlich das, was wir finden?";-))

Wie meinst Du das?

Etwa so wie ne eigne HP für die NG, wo man z.B. alle Beträge die man
im Web (oder wo auch immer) findet als ZIP zum Downloaden anbietet?

Also sowas wie ne 'offizielle Seite' der NG?

Wäre ja realisierbar.

MfG

Micha

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to
Henrik Baartz <he...@fbmev.de> wrote:

> Du könnest auch mal bei den Deja-Fans fragen:
> news:alt.fan.dejanews

gibts die Gruppe wirklich (noch)? Auf dem T-Online-Server ist sich nicht
drauf, da ist auch nichts mit "deja" in irgendeiner Weise drauf.

Jürgen

Henrik Baartz

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to
Hallo Jürgen,

> > Du könnest auch mal bei den Deja-Fans fragen:
> > news:alt.fan.dejanews
> gibts die Gruppe wirklich (noch)? Auf dem T-Online-Server
> ist sich nicht drauf, da ist auch nichts mit "deja" in
> irgendeiner Weise drauf.

Dann könnest Du den hier: http://news.cis.dfn.de nehmen,
dort ist sie drauf:-))


Gruß
Henrik


Michael Geisler

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to

Hallo Jürgen,

>Das "witzige" bei mir ist, dass ich mich eigentlich auf _einen_
>Gesprächspartner konzentrieren _will_, aber je mehr ich das mache, umso
>mehr kommen die anderen Gesprächsfetzen an und dann nach kurzer Zeit
>habe ich das Gefühl, der Kopf ist "voll", er platzt, und kurz vor dem
>Platzen haue ich einfach ab aus der Gesellschaft. Bislang habe ich noch
>nichts gefunden, das zu "ertragen" bzw. wieder zu erlernen.


Ich habe es mit Musik geschafft.

Ich habe mir einfach ein Musikstück rausgesucht, meist klassischer Natur,
und habe dann versucht mich nur auf ein Instrument zu konzentrieren.
Hat zwar ne Weile gedauert bis ich den Trick gefunden habe, das mein Tinni
nicht immer dazwischen funkt, aber dann war's OK. :-))

Der Effekt des Ganzen:

Ich hören jetzt auch meinen Gesprächspartner unter den Anderen heraus,
ohne das ich es als nervig empfinde, daß Andere auch reden.

Sollte ich es doch nicht schaffen den Anderen zu verstehen, von der Akustik
her :-),
bin ich mir nicht zu schade die Anderen darauf aufmerksam zu machen, daß Sie
zu
laut sprechen und ich mein Gegenüber nicht mehr verstehen kann.
Kommen ganz selten dumme Sprüche, aber da steh' ich ja sowieso trüber.
(Ich hab' was, was die nicht haben :-p)

HTH

MfG

Micha

Manuela

unread,
Jan 29, 2000, 3:00:00 AM1/29/00
to
Juergen G Kuehne wrote:
> Bitte für mich mal als Erläuterung... was ist Hörcortex?
> ist das sinngemäss das "Hörzentrum"?
>
> In meinem Pschyrembel "Klinisches Wörterbuch" steht zwar Cortex
> (Kleinhirnrinde), aber kein Hörcortex...

auch Hörrinde oder auditorischer Cortex genannt. Ist nicht Teil des
Kleinhirns, sondern des Neocortex (also Grosshirn, äusserste Schicht)

Hatte mal Neurophysiologie im Studium. Hätt ich doch besser aufgepasst.
Manuela

mail-adresse m...@spd.unizh.ch

Juergen G Kuehne

unread,
Jan 30, 2000, 3:00:00 AM1/30/00
to
Michael Geisler <mi...@wildman.de> wrote:

> Ich habe mir einfach ein Musikstück rausgesucht, meist klassischer Natur,
> und habe dann versucht mich nur auf ein Instrument zu konzentrieren.
> Hat zwar ne Weile gedauert bis ich den Trick gefunden habe, das mein Tinni
> nicht immer dazwischen funkt, aber dann war's OK. :-))

Hmm, das ist ja interessant, vielleicht muss ich das mit "meiner" Musik
nochmal versuchen... ich "mag" keine Klassik... ;-/

Bislang nehme ich Musik eigentlich _nur_ als Berieselung. Aber versuchen
werd ichs mal.

Jürgen

Henrik Baartz

unread,
Feb 1, 2000, 3:00:00 AM2/1/00
to
Hallo Micha,

> >(...)


> >Ähem...die Frage läßt sich auch umdrehen: "Suchen wir
> >eigentlich das, was wir finden?";-))
>
> Wie meinst Du das?

Etwa so: "Vielleicht finden wir bei 'nem schönen
Winter-Spaziergang oder sonst was Schönem viel
eher _das_, was wir suchen und brauchen, als bei
stundenlangem Compi-Sitzen und Webrecherchen...";-)


> Etwa so wie ne eigne HP für die NG, wo man z.B.
> alle Beträge die man im Web (oder wo auch immer)
> findet als ZIP zum Downloaden anbietet?
>
> Also sowas wie ne 'offizielle Seite' der NG?
>
> Wäre ja realisierbar.

Sicher, ist auch "gedanklich" schon in Arbeit:-)
(Ähem...ich wette, Hans-Elmar tippt schon wie wild;-o)


Gruß
Henrik


Sarah2

unread,
Feb 5, 2000, 3:00:00 AM2/5/00
to
Hallo!
Ich habe jetzt, 3 Wochen nach der Operation die Tamponade entfernt bekommen
und von der Ärztin dort AEQUAMEN RETARD verschrieben bekommen, wegen der
Ohrgeräusche. Weiss jemand von Euch etwas über dieses Medikament, oder hat
es jemand schon eingenommen?
Gruss
Agnes

Hans-Elmar Kliebisch

unread,
Feb 5, 2000, 3:00:00 AM2/5/00
to
Hallo Agnes,

hast Du einen Scanner? Wenn ja: könntest Du den Beipackzettel mal einscannen und mir per Email zusenden?
Aber bitte nicht mit zu hoher Auflösung (300dpi genügen, als Strichzeichnung scannen, nicht im Photomodus), und komprimiere es wenn
möglich z.B. mit WinZip.
Wenn das alles nicht geht: vielleicht könntest Du diese Passagen abtippen und hier in der NG veröffentlichen:
- Zusammensetzung
- Anwendungsgebiete
- Nebenwirkungen
- Gegenanzeigen
- Wechselwirkungen

Bin neugierig!

Sarah2

unread,
Feb 5, 2000, 3:00:00 AM2/5/00
to

Hans-Elmar Kliebisch schrieb in Nachricht <87gpq5$2fg7$1...@fu-berlin.de>...

>Hallo Agnes,
>
>hast Du einen Scanner? Wenn ja: könntest Du den Beipackzettel mal
einscannen und mir per Email zusenden?
>Aber bitte nicht mit zu hoher Auflösung (300dpi genügen, als
Strichzeichnung scannen, nicht im Photomodus), und komprimiere es wenn
>möglich z.B. mit WinZip.


Hallo Hans -Elmar,
Ich schaue mal ob ich es eingescannt bekomme, bin aber kein Profi, ansonsten
tippe ich es ab.
Gruß
Agnes

Sarah2

unread,
Feb 5, 2000, 3:00:00 AM2/5/00
to
Also, hier der Beipackzettel:

Zusammensetzung:
1 Retardtablette enthält:
Arzneilich wirksamer Bestandteil
20 mg Betahistindimesilat
Sonstige BEstandteile
Lactose, Xanthan- Gummi, Polyvidon, Magnesiumstearat

Anwendungsgebiete.
Zur Behandlung von Schwindelanfällen bei Funktionsstörungen des
Vestibularapparates (Gleichgewichtsapparates) im Rahmen des Meniere'schen
Symptomenkomplexes.


Eigenschaften:
Aequamen ist ein Präparat zur Behandlungvon Schwindelanfällen, im Rahmen des
Meniere'schen Systemenkomplexes, der mit Schwindel, Ohrgeräuschen,
Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Hörminderung
einhergeht.

Die regelmäßige Therapie mit Aequamen reetard kann in vielen Fällen die
Intensität und Häufigkeit der Schwindelanfälle deutlich herabsetzen.

Gegenanzeigen:
Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen bestimmte
Arzneimittel nicht oder nur nach sorgfältiger Prüfung durch den Arzt
angewendet werden dürfen......

Aequamen retard darf nicht angewendet werden bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegen Betahistin
- Nebennierentumor (Phäochromozytom)
- Asthma bronchiale


Aequamen retard sollte nicht angewendet werden bei
- Magen- Darm- Geschwüren
- gleichzeitiger Behandlungmit Antihistaminika (s. Abschnitt
Wechselwirkungen)


Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit
- Betahistin darf während der Schwangerschaftund Stillzeitnicht angewendet
werden, da keine ausreichenden Untersuchungen am Tier und keine
Erfahrungen beim Menschen vorliegen.


Nebenwirkungen
Arzneimittel können neben den erwünschten auch unerwünschte Wirkungen,
sogenannte Nebenwirkungen haben. Nebenwirkungen, die im zeitlichen
Zusammenhang mit der Anwendung Betahistin- haltigen Arzneimitteln beobachtet
wurden, werden im folgenden genannt:
Unter der BEhandlung mit Betahistin wurde über Magen- Darm-
Unverträglichkeiten (wie Magendrücken und MAgenschmerzen, Sodbrennen,
Brechreiz, Übelkeit sowie Blähungen) udn Durchfall berichte.

Augenbrennen, Brustbeklemmungen, Herzklopfen, Kopfdruck, Hitzegefühl im
Kopfbereich, Benommenheit, Nervosität, flüchtiger Hautausschlag mit
HAutrötung und Quaddelbildung können auftreten.

Hinweis:
Langzeituntersuchungen zum Einfluss auf das Reaktionsvermögen und zur
Fahrtüchtigkeit (Verkehrsfähigkeit) liegen nicht vor.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:
Die Wirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige Anwendung
anderer Mittel beeinflusst werden. Fragen Sie daher Ihren Arzt, wenn sie
andere Mittel ständig anwenden, bin vor kurzem angewendet haben oder
gleichzeitig mit dem hier vorliegenden Arzneimittel anwenden wollen. Ihr
Arzt kann Ihnen sagen, ob unter diesen Umständen mit Unverträglichkeiten zu
rechnen ist oder ob besondere MAssnahmen, wie z.B. eine neue
Dosisfestsetzung, erforderlich sind, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Untersuchungen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, die
gleichzeitig zur Behandlung im unter "Anwendungsgebiete" angegebenen
Indikationebereich eingesetzt werden (Vasodilatantien; Psychopharmaka,
insbesondere Sedativa, Tranquilizer und Neuroleptika, Parasympathikolytika,
Vitamine) liegen nicht vor

Aequamen sollte nicht gleichzeitig mit einem Antihistaminikum (MIttel zur
BEhandlung von z.B. Allergien) eingenommen werden; aus den Ergebnissen
tierexperimenteller Untersuchungen ergibt sich, daß die Wirkungen sich
gegenseitig abschwächen können.

Hinweis:
Wird BEtahistin im Anschluss an die Behandlung mit Antihistaminika gegeben
ist zu beachten, dass die meisten Antihistaminika eine beruhigende Wirkung
haben und bei plötzichem Absetzen oft unangenehme Entzugserscheinungen wie
Schlafstörungen und Unruhe auftreten. Daher sollte die Behandlung mit einem
Antihistaminikum langsam ausschleichend über etwa 6 Tage beendet werden.

Dosierungsanleitung und Art der Anwendung
Soweit nicht anders verordnet, werden 2 mal täglich 1 Retardtablette
morgens und abends unzerkaut mit etwas Flüsigkeit während oder nach den
MAhlzeiten eingenommen.

Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.


Hans-Elmar Kliebisch schrieb in Nachricht <87gpq5$2fg7$1...@fu-berlin.de>...
>Hallo Agnes,
>
>hast Du einen Scanner? Wenn ja: könntest Du den Beipackzettel mal
einscannen und mir per Email zusenden?
>Aber bitte nicht mit zu hoher Auflösung (300dpi genügen, als
Strichzeichnung scannen, nicht im Photomodus), und komprimiere es wenn
>möglich z.B. mit WinZip.

Hans-Elmar Kliebisch

unread,
Feb 5, 2000, 3:00:00 AM2/5/00
to
Hallo Agnes,

die Inhaltsstoffe des Medikaments sind mir zum großen Teil unbekannt. Der Hauptwirkstoff "Betahistindimesilat" erscheint allerdings
in einer sächsischen Online-Apothekerzeitschrift in einer Auflistung von bedenklichen Wirkstoffen. Näheres steht dort nicht. Ich
halte es für richtiger, sachkundigeren Rat einzuholen und habe den Beipackzettel - ohne Dich zu erwähnen - in der
"de.sci.medizin.misc" und zwei anderen passende NGs mit der Bitte um Rat veröffentlicht. Mal sehen...
Aber soviel scheint schon klar zu sein:
Das Medikament soll eher Schwindelgefühle als Tinnitus bekämpfen. Interessant finde ich zudem, daß auch in diesem Medikament eine
Magnesiumverbindung enthalten ist.
Melde mich sobald ich mehr weiß - Du kannst ja auch selbst die Antworten in der Medizin-NG verfolgen.

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