http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?cmd=show&index=163&mid=707
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9988-2009-06-02.html
Gibt es dazu noch weitere Informationen?
Viele Gruesse!
Helmut
ich meinte am 22.06.09:
> http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?cmd=show&index=163&mid=707
> http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9988-2009-06-02.html
> Gibt es dazu noch weitere Informationen?
Nachtrag:
Dazu gibt es anscheinend viele Abdrucke der DPA-Pressemitteilung und
einen Bericht in der Fernsehreiche "Körper & Psyche", x-te Wiederholung
beim ZDF-Infokanal, Fr, 26.6., 10:32 (zuerst kommen andere Berichte).
Viele Gruesse!
Helmut
Eine (m�gliche) Behandlung, die das selbe �ber einen anderen Weg
erreichen soll wird da beschrieben:
http://www.scienceticker.info/2009/12/28/filter-musik-hilft-gegen-tinnitus/
| Dazu filterten die Forscher aus der Lieblingsmusik von acht Patienten
| die jeweilige Tinnitusfrequenz heraus. Bei allen stellte sich binnen
| zw�lf Monaten, in denen sie die gefilterte Musik pro Tag ein bis zwei
| Stunden lang h�rten, eine deutliche Besserung ein. Nicht nur nahmen sie
| die Ger�usche teils nur noch halb so laut wahr wie zu Beginn der Studie.
| Auch die objektiv messbare Hirnreaktion auf T�ne mit der
| Tinnitusfrequenz fiel nun schw�cher aus. In zwei weiteren
| Patientengruppen, die mit einem variablen Filter bzw. nicht bearbeitete
| Musik h�rten, zeigten sich dagegen keine systematischen Ver�nderungen.
Hilko
Hilko Meyer schrieb:
> Eine (mögliche) Behandlung, die das selbe über einen anderen Weg
> erreichen soll wird da beschrieben:
> http://www.scienceticker.info/2009/12/28/filter-musik-hilft-gegen-tinnitus/
Ergänzend dazu die Seite der UNI Münster:
http://campus.uni-muenster.de/ibbtinnitusstudie.html
und dort die Tinnitus-Studie:
http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/einrichtung/tinnitusstudie/Okamoto_et_al_2009_PNAS.pdf
Gruß,
Henrik
nach langer eigener Pause mal wieder ein Hallo! und angenehmes 2010
> Hilko Meyer schrieb:
>>http://www.scienceticker.info/2009/12/28/filter-musik-hilft-gegen-tinnitus/
Ich habe weiland (1997) in der Tinnitus-Klinik Bad Arolsen im Rahmen der
TRT auch eine damals genannte "Klang-Therapie" mitgemacht mit _für mich_
negativem Ergebnis:
- damals wurde klassische Musik präferiert, die mag ich nun ganz und gar
nicht... also ging mir bereits die Musik "auf den Geist", neben meinem
Tinnitus, grrr
- ausserdem konnte das "TinniCur-Gerät" nur Frequenzen bis ca. 8000 Hz
ausfiltern bzw. verfremden. Laut Gebrauchsanweisung (Papier und
Therapeut) hätte ich dann mit halbierter Frequenz (also 7 kHz) arbeiten
sollen, war aus meiner (!) Sicht völlig daneben, weil sich meine 14 kHz
nicht dran störten. Auch mein Gespräch mit dem Entwickler (Nahe
Hannover) brachte keine Klärung, warum am Gerät eingestellte 7 kHz meine
14 kHz beinflussen sollten.
siehe auch verkürzt
http://liesmal.homepage.t-online.de/tinnitus/inhalt/tinnitus-04-therapien.htm
- mein Tinnitus ist lt. Gutachter mit ca. 14000 Hz (14 kHz)
festgestellt, mit der Folge für die Klang-/Musik-Therapie, dass...
ich kaum eine Musikrichtung kenne, wo man sinnvoll 14 kHz ausfiltern
könnte, aber das kann Henrik als Musiker sicher fachlich besser
beschreiben :-)
> Ergänzend dazu die Seite der UNI Münster:
Liest sich zwar ganz interessant, aber widerlegt meine eigene These zu
diesem Thema auch nicht, die sich bei mir in den 2000-er-Diskussionen
hier gefestigt hat:
Eine von aussen auf uns einwirkende Schallquelle kann den Tinnitus nicht
"elimieren", im günstigsten Fall unsere Aufmerksamkeitsschwelle
verringern, wenn der Einzelne dafür "empfänglich" ist. Also reines
Ausprobieren, ob es hilft oder nicht.
Aus meiner eigenen Sicht (und Erfahrung) kann ich sagen, dass jedwede
äussere Schallquelle, die ich selber als nicht agressiv oder störend
empfinde, meine Aufmerksamkeitsschwelle für den Tinnitus verringert.
Ein paar Beispiele aus den seinerzeitigen Diskussionen passen bei mir
noch immer:
- irgendwo in eine belebte (nicht hektische) Fussgängerzone hinsetzen
und einfach nur beobachten, NICHT HINHÖREN. Nur das Stimmen- und
Geräusch-Gewirr "wirken" lassen. Hatte ich bereits in Bad Arolsen
gemacht, damals war der Auslöser nur "Pause machen".
In Hannover/Georgstrasse klappt das auch.
=> das hat keine Nebenwirkungen
- in meiner Tinnitus-Hoch-Phase hab ich einfach mein damaliges
Mini-Radio (siehe Webseite) auch in der Firma getragen, was keiner
bemerkt hat. So leise gestellt, dass ich mich weiterhin mit jedem in
normaler Gesprächs-Lautstärke unterhalten konnte
=> das hat keine Nebenwirkungen
- mein Tinnitus-Gerät (derzeit von Siemens, digital, gleichzeitig
Hörgerät inkl. Rauscher, Bild noch nicht auf der Webseite) hilft _mir_,
durch lautstärke-regelbares Rauschen die Aufmerksamkeitsschwelle für
meinen Tinnitus zu verringern. Einmal morgens so leise eingestellt, dass
ich das Rauschen gerade noch höre, ist das Rauschen spätestens nach ca.
2-3 Std nicht mehr wahrnehmbar.
=> das hat keine Nebenwirkungen
- Einschlafstörungen vermindern durch sehr leise Radiomusik (oder MP3),
aber wirklich gern gehörte Musikrichtung
=> das hat keine Nebenwirkungen
- Einschlafstörungen vermindern mittels ganz leise laufendem Lüfter
=> das hat keine Nebenwirkungen
Alle diese wenigen Beispiele können von jedem Betroffenen ausprobiert
werden, ohne Angst vor Nebenwirkungen... nur die Geräusche müssen
wirklich leise sein!
Henrik,
ich war doch mal auf einem Treffen der Tinnitus-Gruppe Celle.
Gerade hab ich eine Email bekommen, muss ich noch beantworten...
> Auf unserem Gruppentreffen haben wir das Thema: Tinnitusforschung –
> Stagnation erneut diskutiert.
> Und ich arbeite an einem Update meiner Recherche von 2006. Zwischenbilanz:
> Es gibt zwar Fortschritte bei der Tinnitusursache...
> Zunmindest die Neurophysiologen sind sich weitgehend einig,
> dass der Tinnitus durch eine Schädigung in der Cochlea ausgelöst wird
> ... aber der eigentliche Tinnitus dann erst im Gehirn
> (Auditorischer Kortex, Amygdala etc.) generiert wird.
> Die neuronalen Zusammenhänge sind sehr komplex, d. h.:
> Von einer kausalen Therapie sind die Forscher nach meiner Erkenntnis
> immer noch meilenweit entfernt.
Dem letzten Satz stimme ich aus eigener Erfahrung (als Betroffener,
nicht als irgendein Fachmann) voll und ganz zu.
Bei der Ursache durch Schädigung in der Cochlea bin ich nicht ganz der
Meinung. Es mag _eine_ mögliche Ursache sein, aus meiner Sicht eher NUR
eine Mit-Ursache, d.h. ein Mit-Auslöser. Wenn bei mir kein "negativer"
Stress dazugekommen wäre, wäre wohl kein Tinnitus aufgetreten. Neben
negativem Stress sind natürlich auch laute Konzerte und und und möglich.
Erinnerst du dich noch an mein Beispiel mit der Regentonne? (ich weiss,
dass alle Vergleiche hinken....)
In dem Moment, wo sie überläuft, ist der _letzte_ Tropfen der Auslöser
fürs Überlaufen (für den Tinnitus). Wäre dieser letzte Tropfen der erste
bei einer leeren Regentonne, was hätte er ausgelöst? Nix. Es ist fürs
Überlaufen egal, ob der letzte Tropfen vom Regen kommt, aus dem
Gartenschlauch, von einem Hund, einem Vogel usw ;-)
Jürgen
meinereiner schrub:
> und dort die Tinnitus-Studie:
> http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/einrichtung/tinnitusstudie/Okamoto_et_al_2009_PNAS.pdf
und daraus die Links zu den Musikbeispielen:
Original Music:
http://www.pnas.org/content/vol0/issue2009/images/data/0911268107/DCSupplemental/sm03.wmv
Placebo Notched Music:
http://www.pnas.org/content/vol0/issue2009/images/data/0911268107/DCSupplemental/sm02.wmv
Target Notched Music:
http://www.pnas.org/content/vol0/issue2009/images/data/0911268107/DCSupplemental/sm01.wmv
Kann jemand einen Unterschied zwischen der "Placebo Notched Music"
und der "Target Notched Music" hören?
Ich jedenfalls nicht (mehr). Für mich hört sich beides im Vergleich
zur "Original Music" nur fürchterlich dumpf an. Sowas ein ganzes
Jahr lang 1 bis 2 Stunde am Tage hören zu müssen, grenzt fast
schon an akustische Folter;-(
@Jürgen: nice to read you:-)
Gruß,
Henrik
> Original Music: sm03.wmv
hier höre ich ganz schwach hin und wieder die Töne (Geräusche) eines
Becken. Aber insgesamt mir auch noch zu "dumpf". Habs aber gerade nur
mit Kopfhörern am PC (mit MediaPlayerClassic) gehört. Muss es mal auf ne
CD packen und dann von der Stereo-Anlage mit meinen Hörgeräten anhören
(die verstärken bei mir einige fehlende hohe Töne).
> Placebo Notched Music: sm02.wmv
> Target Notched Music: sm01.wmv
> Kann jemand einen Unterschied zwischen der "Placebo Notched Music"
> und der "Target Notched Music" hören?
ich höre keinen Unterschied, für mich beide Dateien identisch. Erst ab
Laufzeit 00:13/00:14 kommen bei beiden einige hohe Töne dazu.
Hast du nen Frequenz-Analyzer, der die Unterschiede anzeigen könnte?
Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden die MP3-Dateien (Links laut
Studie sind aber wmv!) individuell erstellt. Bei den Beispielen habe ich
aber keinen Hinweis gefunden, für welche "Tinnitus-Frequenzen" sie
gelten. Ausserdem... wieviele Betroffene haben eine einzige Frequenz?
Vermutlich habe ich eine einzige, aber meine Schwiegertochter z.B. sagt,
sie hätte ein Brummen, was wohl mehrere Frequenzen bedeutet. Wie wollen
die Forscher das rausgefunden haben?
> akustische Folter;-(
Begriff find ich gut ;-)
Jürgen