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antidepressiva

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kathalina

unread,
Nov 6, 2001, 11:43:33 PM11/6/01
to
hat von euch jemand erfahrung damit? und kann mir was über wirkung und
vorallem auch wirkungsweise sagen?
wäre supernett, liebe grüsse katha

Helmuth

unread,
Nov 6, 2001, 4:46:59 PM11/6/01
to
Hallo Katha,

hier ein Artikel zum Thema. Ich habe selber über 2 jahre Cipramil genommen;
es hat mir sehr geholfen, komme jetzt einigermaßen zurecht. das unten
beschriebene neu entwickelte Medikament ist meines Wissens noch nicht
verfügbar, aber die neuen Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wie eben Cipramil
oder Trevilor tuns auch. Trevilor fand ich nicht so gut, als ich es mal für
3 monate genommen habe. Man sollte aber auf jeden Fall parallel eine
Therapie machen, da sonst die gefahr eines Rückfalls nach dem Absetzen hoch
ist. Also es ist nichts für mal 2-3 Monate, sondern für lange, manche sagen
sogar, man sollte diese medikamente "lebenslänglich" :-))) nehmen. Ich bin
der Meinung, das ist immer noch besser, als sich so dahinzuquälen, ist aber
Ansichtssache.

Gruß Helmuth

Neuer Therapie-Ansatz gegen Depression und Angstzustände / Rezeptor für
Streßhormone blockiert

Die gestörte Regulation von Streßhormonen trägt maßgeblich zu schweren
Depressionen bei. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie
haben jenen Rezeptor identifiziert, über den Streßhormone Angstzustände und
Depressionen auslösen. Der Nachweis gelang jetzt in enger Zusammenarbeit
zwischen Klinikern und Grundlagenforschern mit Hilfe einer speziellen
"Knock-out-Maus" (Nature Genetics, Vol. 19, June 1998).

Diese Erkenntnis eröffnet einen völlig neuartigen, "direkten" Weg zur
Behandlung von Depressionen und Angstzuständen. Unter der Leitung von Prof.
Florian Holsboer, Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts, beginnen
demnächst Studien mit einer neuen Substanz, die - entweder allein oder im
Zusammenwirken mit klassischen Antidepressiva - eine rasche und anhaltende
Heilung verspricht.

"Schon seit gut 20 Jahren weiß man, daß schwere Depressionen mit einer
Erhöhung der Streßhormone einhergehen," erläutert Prof. Holsboer.
"Umstritten blieb dabei allerdings, ob diese Überaktivität als Folge der
Depression auftritt oder der Erkrankung vorangeht, also möglicherweise zu
deren Entstehung beiträgt".

Überzeugende Hinweise, daß die fehlregulierte Sekretion von Streßhormonen
schwere Depressionen oder pathologische Angstzustände auslöst, fanden
Holsboer und seine Mitarbeiter zunächst in klinischen Studien an Patienten
mit Depression. Weitere Belege lieferten Untersuchungen gesunder Personen,
in deren Familien Depression erblich ist und daher ein hohes genetisches
Risiko für diese Erkrankung vorliegt. Auch bei diesen, innerhalb der seit
zehn Jahren laufenden "Münchner Vulnerabilitätsstudie" untersuchten Personen
zeigten sich Veränderungen der Regulation von Streßhormonen. Fazit all
dieser Analysen: Eine überschießende Aktivität der Streßhormone ist als
Risikofaktor zu betrachten, der eine erhöhte Anfälligkeit für Depressionen
bedingt.

Dabei taucht die Frage auf, ob man eine Depression durch die Regulierung der
Streßhormone behandeln kann. Diese Frage liegt umso näher, als die
klassischen Antidepressiva letztlich auch über die Normalisierung der
Streßhormone zu wirken scheinen, obwohl sie zunächst an anderer Stelle
angreifen. Dazu Holsboer: "Die gängigen Antidepressiva wirken auf
Neurotransmitter, auf Signalstoffe im Gehirn, und zwar innerhalb von
Minuten. Dabei hat mich immer schon gewundert, daß ihre Effekte auf
klinische Symptome erst nach Wochen auftreten. An die Möglichkeit eines
Kausalzusammenhangs dachten wir, als wir fanden, daß die Normalisierung der
Streßhormone der Linderung der depressiven Symptome vorauseilt. Umgekehrt
erlitten geheilte Patienten, deren Streßhormonregulation immer noch gestört
war, sehr häufig einen Rückfall. Wir begannen daher zu untersuchen, ob
Antidepressiva möglicherweise eine Kaskade anstoßen, die zur Normalisierung
der Streßhormone führt. Der Weg dorthin erfordert eine Vielzahl
komplizierter Anpassungsprozesse im Gehirn, weshalb die Medikamente zeitlich
verzögert wirken."

In den letzten Jahren haben die Kenntnisse, wie der zentrale Regelkreis der
Streßhormone funktioniert, erheblich zugenommen. Eine wichtige Rolle spielt
dabei der Hypothalamus, ein Hirnareal, in dem unter Streßbedingungen ein
sogenanntes Neuropeptid (aus Nervenzellen freigesetztes Eiweißmolekül)
gebildet wird: das sogenannte Corticotropin-freisetzende Hormon, kurz CRH.
Dieses CRH gelangt zur Hirnanhangdrüse, die daraufhin das Hormon
Corticotropin in die Blutbahn ausschüttet. Corticotropin schließlich regt
die Nebennierenrinden zur Bildung und Freisetzung von Cortisol an, jenes
Hormons, das den Organismus in den für Streß typischen "Alarmzustand"
versetzt. Kurzfristig ist dieser Effekt zur Bewältigung der Streßsituation
unentbehrlich, langfristig kann der erhöhte Spiegel des Streßhormons
Cortisol aber auch eine Reihe negativer Veränderungen in verschiedenen
Geweben hervorrufen, z.B. eine Verminderung der Knochendichte. Außerdem
wirkt Cortisol auf die Streßhormonachse zurück und unterdrückt im
Hypothalamus - im Sinne eines negativen Feedbacks - die Freisetzung von CRH.
Dadurch wird bei Gesunden die überschießende Streßreaktion verhindert oder
eine Anpassung an chronische Streßsituationen erreicht.

Durch molekularbiologische, tierexperimentelle und klinische Untersuchungen
fanden die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie heraus,
daß dieser Feedback-Mechanismus bei Patienten mit Depression nicht
funktioniert. Bei ihnen ist Cortisol nicht in der Lage, die vermehrte
Freisetzung von CRH zu drosseln.

Blieb die Kernfrage, wie und wo genau im Gehirn dieses überschüssige CRH die
für eine Depression typischen Symptome hervorruft. Zunächst hat Professor
Rainer Landgraf vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie mit
molekularpharmakologischen Methoden herausgefunden, daß für die Entstehung
von Streßhormonen und Angst ein bestimmter Rezeptor verantwortlich ist. An
diesen CRH1-Rezeptor bindet sich CRH nicht nur in der Hypophyse, sondern
auch im Gehirn. Um den Zusammenhang zwischen CRH, seinem Rezeptor und
depressionstypischen Symptomen zu klären, wurden sogenannte "Knockout-Mäuse"
erzeugt: Mäuse, bei denen mit Hilfe einer gezielten Mutation ein bestimmtes
Gen ausgeschaltet wird, so daß das korrespondierende Genprodukt, ein
Protein, und damit dessen biologische Funktion fehlen.

Das gentechnische Kunststück, diesen sogenannten CRH1-Rezeptor in Mäusen zu
blockieren, gelang Dr. Wolfgang Wurst und den Mitarbeitern der von ihm
geleiteten Gruppe "Molekulare Neurogenetik" am Max-Planck-Institut für
Psychiatrie in Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen dieses Instituts
und der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung in Neuherberg. Mäuse,
denen durch Ausschalten des Gens dieser CRH1-Rezeptor fehlt, verhalten sich
ausgesprochen "gleichmütig": Sie zeigen unter extremen Streßbedingungen eine
verminderte Hormonantwort und weniger Angst als ihre "normalen" Artgenossen.
Die Hypothese, daß depressionstypische Symptome über den CRH1-Rezeptor
vermittelt werden, hat sich also auch in diesem Experiment bestätigt.

Nun kann man einen Rezeptor auch in seiner Funktion manipulieren, indem man
ein Molekül konstruiert, das auf ihn paßt, sich an ihn heftet, ohne ihn zu
aktivieren und ihn damit "unempfänglich" für Signalstoffe macht. Genau das
ist den Forschern am Max-Planck-Institut für Psychiatrie inzwischen
gelungen: sie haben in Kooperation mit einem Industriepartner einen Blocker
für den CRH1-Rezeptor charakterisiert und im Tierversuch erfolgreich
getestet. So können Verhaltensveränderungen, wie sie unter streß- oder
angsterzeugenden Bedingungen auftreten, mit dieser Substanz verhindert
werden.

Jeder fünfte Mensch erkrankt in Laufe seines Lebens einmal oder auch öfter
an einer behandlungsbedürftigen Depression. Und: Selbstmord infolge einer
Depression ist in Deutschland die - nach Unfällen - zweithäufigste
Todesursache in der Altersgruppe bis zu 40 Jahren.

Diese Zahlen bedeuten zunächst vielfaches persönliches und familiäres Leid.
Außerdem stehen sie für ein drängendes gesundheitsökonomisches Problem: Von
rund 550 Milliarden DM, die jährlich im Gesundheitswesen aufgewendet werden,
entfallen etwa 100 Milliarden DM auf Erkrankungen des Nervensystems - und
davon geht wieder ein großer Teil auf das Konto von Depressionen und
Angstzuständen.

Weitere Auskünfte:

Prof. Florian Holsboer
Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Telefon-Nummer:089/306 22-221
Fax: 089/306 22-483

kathalina <katha...@yahoo.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3BE8BBF5...@yahoo.de...

MP DREI

unread,
Nov 6, 2001, 5:17:27 PM11/6/01
to
Im Artikel <3BE8BBF5...@yahoo.de>, kathalina <katha...@yahoo.de>
schreibt:

>hat von euch jemand erfahrung damit?

Hallo Katha,

es wird vermutet, Angst, Depression, Suchtverhalten und einiges mehr wird durch
einen Serotoninmangel im Menschenhirn verursacht. Serotonin ist ein
*Botenstoff*, der im Hirn für gute Nachrichten verantwortlich sein soll. Man
will bei Depressiven und Angstlern niedrigere Serotoninausschüttungen
festgestellt haben, als bei Normalen. Serotonin kann man nicht künstlich zu
sich nehmen, man bedient sich daher der neueren Antidepressiva, den sogenannten
*Serotoninwiederaufnahmehemmern*, oder den *selektiven
Serotoninwiederaufnahmehemmern*. Sie bewirken, dass der Botenstoff, hat er
einmal die Hirnzelle verlassen um der anderen Zelle eine gute Botschaft zu
übermitteln nicht sofort in seine Zelle zurück kann und somit mehrmals gute
Botschaften überbringen kann.

Antidepressiva wirken also direkt beim Stoffwechsel des Menschenhirn mit, ein
Umstand der nicht unterschätzt werden sollte. Andererseits haben sich
insbesondere neuere Antidepressiva als sehr hilfreich erwiesen, nicht jedes
Medikament wirkt bei jedem Menschen gleich. Der an der Seele verletzte und
Hoffnungslose sollte Geduld aufbringen, wenn er sich auf eine medikamntöse
Behandlung einlässt. Der Wirkungseintritt dauert mehrere Wochen und bis das
passende Mittel gefunden ist, können Monate vergehen.

Alles Gute

Peter
----------------------------------------------
Ich trug lang Vibrationsalarm
in meiner Hosentasche
Fuer einen Anruf der nie kam
das Handy ist jetzt Asche.

Richard Huber

unread,
Nov 7, 2001, 3:28:10 AM11/7/01
to katha...@yahoo.de
Salü Kathalina

ich selber leide unter Depressionen. Auf Verordnung des Arztes nehme ich
Nefadar (100/100). Ich bin mit diesem Medikament sehr zufrieden. Die
Stimmung ist aufgehellter, ich bin ziemlich ausgeglichen, die
Leistungsfähigkeit ist erhalten.

Mit bestem Gruss
Richard

PS. Ich wünsche Dir viel Erfolg, um die Depression in Griff zu bekommen.

Ceily Lampert

unread,
Nov 7, 2001, 9:27:35 AM11/7/01
to
Hallo Katha,


ich nehme nun jetzt schon seit ca. 2 Jahren (mit einigen mehr oder weniger
großen Unterbrechungen) regelmäßig Serotonin-Wiederaufnahmehemmer ein. Also ich
habe nur positive Erfahrungen damit gemacht. Mein Befinden ist eindeutig besser
mit Medikamenten. Der Grund, warum ich es eine zeitlang nicht nehmen wollte, war
falscher Ehrgeiz, es auch ohne zu schaffen. Nebenwirkungen traten nur am Anfang
auf (Hauttrockenheit, Völlegefühl), und die waren noch erträglich.


Lasse dich doch einmal von einem guten Neurologen beraten.


Liebe Grüße,
Ceily
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Anja Lübben

unread,
Nov 7, 2001, 3:42:44 PM11/7/01
to
Hallo Kathalina!

Ich nehme schon eine gewisse Zeit Antidepressiva. Die hier oft
beschriebenen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer haben bei mir nicht
angeschlagen. Ich nehme jetzt Saroten, ein klassisches, trizyklisches
Antidepressvium. Es hilft mir sehr gut, die Stimmung ist so gut wie
normal und vor allem der Antrieb ist wieder da - das war ein
Hauptproblem bei meinen Depressionen.

Bei der Wahrnehmung und Verarbeitung von Gefühlen spielen die
Botenstoffe (Neurotransmitter) Serotonin und Noradrenalin eine wichtige
Rolle. Sie leiten den Reiz zwischen zwei Nervenzellen an der
Verbindungsstelle weiter. Bei Depressionen wird davon ausgegangen, dass
zu wenig von diesen Botenstoffen im Spalt zwischen den Nervenzellen
vorhanden ist. Mit Medikamenten versucht man deshalb, die Konzentration
dieser Stoffe im Spalt zu erhöhen. Das geschieht dadurch, dass man
verhindert, dass die Botenstoffe wieder in die Ausgangszelle aufgenommen
werden.

Bei den älteren Antidepressiva geschieht diese Blockierung der
Wiederaufnahme quasi im "Rundumschlag". Deshalb sind hier die
Nebenwirkungen auch ausgeprägter. Die neueren Medikamente blockieren
gezielter die Wiederaufnahme. Dabei gibt es Medikamente, die die
Aufnahme von Serotonin verhindern, andere, die die Wiederaufnahme von
Noradrenalin verhindern, und es gibt welche, die ganz gezielt die
Wiederaufnahme von beiden Stoffen verhindern (trotzdem noch gezielter
als die alten Medis).
Es soll so sein, dass Medikamente, die auf Serotonin wirken, eher gegen
Ängste wirken, und Medikamente, die auf Noradrenalin wirken, eher den
Antrieb steigern.

Es gibt noch eine Gruppe von Medikamenten, die nicht die Wiederaufnahme
der Botenstoffe verhindert, sondern deren Zersetzung. Das sind die
MAO-Hemmer.

Bis die Wirkung von Antidepressiva einsetzt, vergehen zwei bis drei
Wochen. Die Nebenwirkungen treten am stärksten in den ersten Tagen auf
und sollten bis zum Wirkungseintritt verschwinden.
Bei den neuern SSRI treten als Nebenwirkungen eher Beeinflussungen des
Magen-Darm-Traktes ein. Man kann Durchfall bekommen, es kann einem
schlecht werden.
Die älteren Medikamente lösen oft Müdigkeit aus, Mundtrockenheit,
Verstopfung, gesteigerten Appetit, niedrigeren Blutdruck.
Wegen der Nebenwirkungen zu Beginn sollte das Medikament
"eingeschlichen" werden, d.h. man fängt mit einer geringen Dosis an und
steigert dann langsam. Beim Absetzen verfährt man andersherum.

Jedes Medikament wirkt bei jedem Menschen anders. Deshalb ist es oft
schwierig, das richtige Medikament zu finden. Der Arzt handelt
hauptsächlich aus Erfahrung. Möglicherweise kannst Du das eine Medi
überhaupt nicht vertragen, das nächste ist verträglich, aber es hilft
nicht. Da ist leider ein wenig Geduld erforderlich.

Antidepressiva machen nicht abhängig und verändern nicht die
Persönlichkeit! Wenn gesunde Menschen Antidepressiva einnehmen, haben
sie keine Wirkung.

Alles Gute!
Anja


kathalina schrieb:

Norbert R.

unread,
Nov 14, 2001, 1:10:51 AM11/14/01
to

Ceily Lampert <CeilyL...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3be952e7$1...@netnews.web.de...
| Hallo Katha,
|
|
| ...Nebenwirkungen traten nur am Anfang

| auf (Hauttrockenheit, Völlegefühl), und die waren noch erträglich.
|
|
| Lasse dich doch einmal von einem guten Neurologen beraten.
|
Wo gibt es in Nürnberg/Fürth einen guten Neurologen/Psychiater? Hätte
ich gerne auch
mal gewußt...

achim

unread,
Nov 27, 2001, 9:16:18 AM11/27/01
to
Hallo Kathalina,

ich nicht ganz 2 Jahre lang Seroxat genommen. Ich hatte damal
Panikattacken beim Einkaufen, Autofahren, Sport etc.
Bis das Medikament wirkt schein individuell unterschiedlich zu sein, aber
bei mir schlug es relativ schnell an. Schon nach einer Woche konnte ich
schon wieder kleinere Strecken mit dem Auto fahren.
Von der Wirkung merkt man eigentlich gar nichts. Man fühlt sich nicht
aufgeputscht oder ähnliches sondern es ist einfach alles so wie es vor
der Angst war.
Ich habe am Anfang eine Tablette täglich genommen. Vor einem dreiviertel
Jahr dann nur noch alle 2 Tage eine.
Vor 2 Monaten habe ich angefangen nur noch nach Bedarf zu nehmen. Am
Anfang war es dann ca. alle 3 bis 4 Tage das ich eine halbe genommen
habe. Jetzt habe ich schon ca. 10 Tagen keine mehr genommen und ich
glaube ich habe das gröbste hinter mir ;-)

Bis dann,

Achim

achim.lindenberger.vcf

druffi

unread,
Dec 13, 2001, 4:39:51 PM12/13/01
to
kathalina schrieb:
hat von euch jemand erfahrung damit? und kann mir was über wirkung und
vorallem auch wirkungsweise sagen?
wäre supernett, liebe grüsse katha


Hallo Kathalina!

Bevor Du Antidepressiva konsumierst, solltest Du Dir dies dreimal überlegen. Ich nehme seit 4 Jahren Seroxat und ich kann Dir sagen ssri's sind garantiert nicht bedenkenlos einznehmen. Ich bin gerade auf Entzug - nicht sehr angenehm kann ich Dir sagen.Viele Doktoren wissen nicht wirklich über Absetzungsbeschwerden und Nebenwirkungen (ca. 50 insgesamt, es werden täglich neue entdeckt) bescheid weil die Pharmakonzerne negative Infos abblocken oder verharmlosen (die Gewinnspannen liegen wahrscheinlich noch über denen des illegalen Drogenmarktes). Die Amerikaner sind da schon viel kritischer (ausnahmsweise). Schau mal auf www.paxilprogress.com vorbei.
Das wird dir hoffentlich zur richtigen Entscheidung verhelfen.

Ich würde das Medikment nur noch bei akuter Suizidgefährdung einnehmen.
Es gibt sinnvollere Alternativen um mit einer Depression fertig zu werden:
Sport, Sex (das Klappt mit ssri dann nicht mehr so), Kava-Kava, Haschisch (rein pflanzlich im Gegensatz zu gewissen anderen "Medikamenten"), Coca-Cola, Kaffee, Psychtherpeut u.v.m.
 

Norbert R.

unread,
Dec 14, 2001, 5:37:31 PM12/14/01
to

...Ich nehme seit 4 Jahren Seroxat und ich kann Dir sagen ssri's sind

garantiert nicht bedenkenlos einznehmen. Ich bin gerade auf Entzug -
nicht sehr angenehm kann ich Dir sagen.

wie macht sich dieser Entzug bei dir bemerkbar? Ich habe vor etwa eine
Woche Seroxat (1/2 Tab. tägl.) abgesetzt bekommen, weil ich da sehr
kribblig und nervös darauf geworden bin, ich hab das fast nicht mehr
ausgehalten.
Und meine Ärztin machte mich darauf aufmerksam, daß ich zwei Wochen,
wenn nicht sogar länger, warten müsse, bis
die Rezeptoren wieder stimmen. Aber seit drei Tagen habe ich wieder so
Traurigkeit, Angst, Nervosität... hast du das auch?
Dieses Zeug hatte ich gerade mal 4 Wochen lang eingenommen.

Viele Doktoren wissen nicht wirklich über Absetzungsbeschwerden und
Nebenwirkungen (ca. 50 insgesamt, es werden täglich neue entdeckt)
bescheid weil die Pharmakonzerne negative Infos abblocken oder
verharmlosen (die Gewinnspannen liegen wahrscheinlich noch über denen
des illegalen Drogenmarktes). Die Amerikaner sind da schon viel
kritischer (ausnahmsweise).

Ich würde das Medikment nur noch bei akuter Suizidgefährdung
einnehmen.
Es gibt sinnvollere Alternativen um mit einer Depression fertig zu
werden:
Sport, Sex (das Klappt mit ssri dann nicht mehr so),

stimmt :-(


Kava-Kava,
Haschisch (rein pflanzlich im Gegensatz zu gewissen anderen
"Medikamenten"),

sehr bedenklich hinsichtlich Legalität :-(((
Coca-Cola, Kaffee, Psychtherpeut u.v.m.


Amit

unread,
Dec 16, 2001, 12:57:48 AM12/16/01
to
Kava-Kava-Produkte werden demnächst vom Markt genommen, da sie sich als
leberschädigend herausgestellt haben. Soviel zur Harmlosigkeit pflanzlicher
Mittel... Haschisch wirkt bei jedem anders, als völlig unvorhersehbar, es
kann Depressionen auch drastisch verschlimmern und verkappte Psychosen zum
Ausdruck bringen. Apropos verkappte Psychosen: Bei mir führte eine
Behandlung mit Fluctin/Prozac (dem ersten SSRI) vor 5 Jahren zum Ausbruch
einer Psychose.


"druffi" <dasgifth...@yahoo.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3C192027...@yahoo.com...

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