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Re: Herr Grass schreibt ein Gedicht

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Diogenes

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Apr 10, 2012, 6:52:48 AM4/10/12
to
Am 10.04.2012 11:13, schrieb Nikolaus Tarabas:

> Was verdichtet Grass?

Nichts!

Das genaue Gegenteil ist der Fall, doch um das zu begreifen, fehlt dir
alles, aber auch wirklich alles: Verstand, literarische Kompetenz,
Empathie ...


Was nach Günter Grass gesagt werden muss

*Zitatanfang*

"Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist -
das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das iranische Volk
auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe
vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in
dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares
Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich
ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, empfinde ich als
belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er
mißachtet wird; das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land, ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht,
allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, sage ich, was gesagt werden muß.

Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht
Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
Ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig
bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern."

*Zitatende*


Tja, Bub ...

kap
--
www.undergroundliteratur.de



Hier das Original, mit kaschierendem Beiwerk:

> Was gesagt werden muss

Von Günter Grass

> "Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist
> und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir
> allenfalls Fußnoten sind. Es ist das behauptete Recht auf den
> Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum
> organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil
> in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird. Doch
> warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in
> dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares
> Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
> zugänglich ist? Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem
> sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende
> Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet
> wird; das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig. Jetzt aber, weil
> aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich
> sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und
> rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als
> Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel
> geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht,
> allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die
> Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als
> Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden
> muß. Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft,
> die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache
> als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin
> und bleiben will, zuzumuten. Warum sage ich jetzt erst, gealtert und
> mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin
> brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu
> spät sein könnte; auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
> Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist,
> weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen
> wäre. Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei
> des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele
> vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum
> Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß
> eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren
> Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale
> Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird. Nur so ist
> allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen,
> die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet
> leben und letztlich auch uns zu helfen."

Nikolaus Tarabas

unread,
Apr 10, 2012, 6:59:02 AM4/10/12
to
Am Tue, 10 Apr 2012 12:52:48 +0200 schrieb Diogenes:

> Tja, Bub ...

Dass alles, was du zur Begründung deiner haltlosen Behauptung vorzutragen
weißt, in einem "Tja, Bub" besteht, überrascht mich nicht. Habe ich dich
doch schon heute morgen in der Frühe hier in dieser Gruppe als bar jeder
Reflexion bezeichnet. Die Beweise dafür, dass du nicht weißt, was ein
Gedicht ist, kann man in deinem http://www.literaturklo.de von der Rolle
reißen.



--
Nikolaus Tarabas

Diogenes

unread,
Apr 10, 2012, 1:36:07 PM4/10/12
to
Am 10.04.2012 12:59, schrieb Nikolaus Tarabas:
> Am Tue, 10 Apr 2012 12:52:48 +0200 schrieb Diogenes:
>
>> Tja, Bub ...
>
> Dass alles, was du zur Begründung deiner haltlosen Behauptung
> vorzutragen weißt, in einem "Tja, Bub" besteht, überrascht mich
> nicht.

Bub, das muss reichen! Im Gegensatz zu dir, bin ich weder ein Freund
großer noch vieler Worte.

> Habe ich dich doch schon heute morgen in der Frühe hier in dieser
> Gruppe als bar jeder Reflexion bezeichnet.

In der Tat? Interessant!

> Die Beweise dafür, dass du nicht weißt, was ein Gedicht ist, kann
> man in deinem http://www.literaturklo.de von der Rolle reißen.

*schmunzel*

Nicht nur die, auch die Beweise dafür, dass ich nicht weiß, was eine
Kurzgeschichte ist.

Also, auf geht's: Heute empfehle ich meine Stadtfahrt.

http://www.undergroundliteratur.de/stadtfahrt.html

kap

Nikolaus Tarabas

unread,
Apr 10, 2012, 2:12:56 PM4/10/12
to
Am Tue, 10 Apr 2012 19:36:07 +0200 schrieb Diogenes:

> Bub, das muss reichen! Im Gegensatz zu dir, bin ich weder ein Freund
> großer noch vieler Worte.

Mag sein, dafür bist du ein Freund des überflüssigen Geschwätzes.



--
Nikolaus Tarabas

Werner Pentz

unread,
Apr 10, 2012, 4:44:20 PM4/10/12
to
mir fällt zu Euerem unseligen Hick-Hack nur ein übrigens immer noch
hellwachen, weisen Rainer-Langhans-Spruch von anno dazumal ein:

was geht mich die Weltrevolution an, wenn ich Impotenzprobleme habe!

abgeändert durch mich und für mich

was geht mich der Weltfrieden an, wenn mein schwerkranker Cousin wie vom
Erdboden verschluckt ist?

desweiteren und im einzelnen mein Gedicht: Ein sehr persönliches Gedicht:

m25ah$lm7$1...@news.albasani.net


bzw.

nachfolgender Thread in dieser Newsgroup





Diogenes

unread,
Apr 10, 2012, 10:49:02 PM4/10/12
to
Am 10.04.2012 22:44, schrieb Werner Pentz:

> was geht mich die Weltrevolution an, wenn ich Impotenzprobleme habe!

Nun ja Bub, "Was gesagt werden muss" als Beginn der Weltrevolution
einzustufen, halte ich denn doch für etwas übertrieben. Das mit
deinen Problemen tut mir aber ehrlich leid.

kap
--
www.undergoundliteratur.de

Diogenes

unread,
Apr 10, 2012, 11:29:39 PM4/10/12
to
Am 10.04.2012 22:44, schrieb Werner Pentz:

> desweiteren und im einzelnen mein Gedicht: Ein sehr persönliches
> Gedicht:

Halt, Bub!

Wenn dir nicht klar ist, dass jedes Gedicht "ein sehr persönliches
Gedicht" ist, dann solltest du die Finger davon lassen. Dieses hier,
entstand erst kürzlich, nach der Auseinandersetzung mit einem der
üblichen, unfähigen Bornierten, die mich schon so oft inspirierten.
Du wirst es nicht verstehen, doch das verstehe ich:

Ruhe in Frieden!

Was für mich ist,
muss nicht mehr sein.

Nun könntest du einwenden, das ist nur ein sehr persönliches Gedicht,
weil du wieder mal mit der Dummheit eines Menschen konfrontiert wurdest,
dessen tägliches Gebet so beginnt: " Oh Herr, verschone mich vor noch
mehr Wissen - ich wüsste nicht, wohin damit".

Ich räume ein, der Verdacht liegt nahe, doch was ist dann mit diesem
Gedicht, das ebenfalls ein sehr persönliches Gedicht ist?


Eine runde Sache

Am Anfang war das Rad
Dann rollten die Räder

Und wir gerieten unter sie


Oder was ist mit dem hier, da ja - laut dem genialen Günter Grass -
das Verdikt "Antisemitismus" geläufig ist:

Endlösung

Wer schwer Worte findet,
darf nicht viele verlieren.


Tja, persönlicher geht's wohl kaum! Wie du siehst, Bub, muss man nicht
erst vorher die Heime auf der Suche nach seinem Cousin abklappern,
um ein sehr persönliches Gedicht zu schreiben.

kap
--
www.literaturklo.de
www.undergroundliteratur.de

Nikolaus Tarabas

unread,
Apr 11, 2012, 3:51:43 AM4/11/12
to
Am Tue, 10 Apr 2012 22:44:20 +0200 schrieb Werner Pentz:

> was geht mich der Weltfrieden an, wenn mein schwerkranker Cousin wie vom
> Erdboden verschluckt ist?
>
> desweiteren und im einzelnen mein Gedicht: Ein sehr persönliches
> Gedicht:

Ein scheint so eine Seuche zu sein unter euch "Dichtern" im Usenet. Erst
Kap, dann du, ihr hängt euch wohl gern in Diskussionen herein, um auf
eure erlauchten Gedichte aufmerksam zu machen. Der Schuss geht aber nach
hinten los. Klappern gehört zwar zum Handwerk, aber wenn man Form
verkaufen will, dann muss man auch beim Klappern die Form wahren. Dem Kap
das zu schreiben, ist völlig vergeblich, denn alles, was er hervorbringt,
ist allenfalls so gut geformt wie die Produkte an stillen Örtchen (siehe:
http://www.literaturklo.de). Was du so schreibst, kenne ich nicht. Ich
habe nämlich Vorurteile. Wer so formlos klappert, denke ich mir, der
bringt auch kein gutes Gedicht hervor.
--
Nikolaus Tarabas

Diogenes

unread,
Apr 11, 2012, 6:47:26 AM4/11/12
to
Am 11.04.2012 09:51, schrieb Nikolaus Tarabas:

> Ein scheint so eine Seuche zu sein unter euch "Dichtern" im Usenet.

Werner, übe Nachsicht - wir brauchen ihn, denn ohne die nicht ganz
Dichten im Usenet, wären wir Dichter arbeitslos.

kap
--
www.undergroundliteratur.de
www.literaturklo.de

Nikolaus Tarabas

unread,
Apr 11, 2012, 7:08:58 AM4/11/12
to
Am Wed, 11 Apr 2012 12:47:26 +0200 schrieb Diogenes:

> Werner, übe Nachsicht - wir brauchen ihn, denn ohne die nicht ganz
> Dichten im Usenet, wären wir Dichter arbeitslos.

Klar, Kap, Dichter deines Schlages brauchen mangels Talents und
Inspiration immer irgendwen, über den sie herziehen können. Darum sind
eure Werke ja auch so beliebt.


--
Nikolaus Tarabas

Otto Roeschke

unread,
Apr 11, 2012, 8:13:16 AM4/11/12
to

"Diogenes" schrieb:

>................ohne die....................
>.............. wären wir Dichter arbeitslos.

Ich kriechdieTürnichzu..........!


Nikolaus Tarabas

unread,
Apr 11, 2012, 8:29:44 AM4/11/12
to
Schöne Antwort. Sagt alles.

Gruß

Nikolaus Tarabas

Diogenes

unread,
Apr 11, 2012, 12:52:56 PM4/11/12
to
Bub, wie oft soll ich es dir denn noch sagen: Achte wenigstens bitte in
Zukunft darauf, dass dein Kopf nicht wieder im Weg ist - dies ist
besonders wichtig, da du die unschöne Angewohnheit hast, die Türen
scheppern zu lassen.


kap
--
www.undergroundliteratur.de

Diogenes

unread,
Apr 11, 2012, 1:22:01 PM4/11/12
to
*schmunzel*


Baba brav? Haddu wieda libb?

Diogenes

Diogenes

unread,
Apr 11, 2012, 1:44:45 PM4/11/12
to
Das mit dem Talent, darfst du sehen wie du willst, aber an Inspiration
mangelt es mir wahrhaftig nicht, dank solcher Deppen wie dir und Roesch.
Auch die Inspiration zu diesem Gedicht verdanke ich solchen Vollpfosten
wie dir, Roesch, Birk ...

Spiel nie den Nazarener

Wer uns gehen
und sehen heißt
oder auch nur versucht,
uns gehen und sehen zu heißen,
wird mit Kreuzigung,
nicht unter zwei Nägeln,
bestraft.

Gezeichnet: Die Lahmen und/oder Blinden


Tja, Buben, falls ihr eine Bedienungsanleitung braucht, ihr wisst, wo
ihr mich findet. Gelle?

kap
--
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