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Warum es Liebe war oder auch nicht

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Werner Pentz

unread,
Apr 21, 2013, 5:52:34 PM4/21/13
to

Treffen erstes Mal

 

Letzthin verliebte ich mich.

Kommt selten vor – aber wahr.

Wer war sie – ihr fragt zurecht und nicht,

wie war sie – denn das ist bekannt.

Nun gut, ihr sollt’s erfahren oder lieber nicht?

Auch wenn ich weiß, es sagt mehr über mich

als über sie – denn sie ist bekannt.

 

Okay, Ärztin in der Neurologie –

aber nein, nicht auf stationärer Behandlung begegnete ich ihr, sondern

tatsächlich in einer Disko – romantisch nicht?

Gut, sie tat mir leid, so mager, so ungelenk, so ohne Sex-Appeal.

Nun gut, jetzt ist’s heraus. Und?

 

Letzthin verliebte ich mich –

kommt selten vor – aber wahr.

 

War sie nur Skelett? Nein,

sicherlich nicht, sie war Mensch, lügen würde ich

andersherum.

Nun, ihr wisst nicht, wer sie war,

ihr wisst nur, wie sie war - das ist bekannt,

trotzdem sie anders war.

Sie war nicht der Tod, wenn ihr das meint,

nein, weil sie nicht tot war, voll des Lebens, für mich, nur für mich.

 

Und ich verliebte mich in sie –

kommt selten vor – aber wahr.

 

Warum es Liebe war? Ihr merkt, ich kann’s nicht

sagen.

Wer sie war – ihr fragt zurecht, aber ich glaube, es war Ich,

vielmehr, was fehlt davon.

Sie, das, was mir fehlt und ich, das war ein Paar.

Deswegen war wahre Liebe da.

 

 

 

 

 

Treffen zweites Mal

 

Gut, Wissenschaftler würden sagen:

Sie ist die Ergänzung eines momentan instabilen,

sich ungenügenden Ichs,

der Proband unterliegt nur

einem momentanen Impuls,

suchend einen Ausgleich für etwas,

eine Äquilibration, was da Liebe

heißen mag, nichts als

Osmose, glasklare Un-

schärferelation im Wortsinne.

Nun, ich könnte nichts dagegen sagen, nein. Aber

es ist schön, einfach be-

glückend.

 

 

 

 

Treffen drittes Mal

 

Es ist hässlich, es ist schrecklich.

Warum nur wieder ich auf meine Verrücktheiten abgefahren bin?

Die Dame, die wirklich Ärztin ist, ent-

puppte sich als ehemalige Juristin. Zwar

schon am ersten Tag stolz verkündet, nur jetzt

mauserte sie sich schrecklich klar dahingehend, als sie wies

jegliche klitzekleine Berührung mit Igitt-Gestik zurück.

Mensch, wenn ich ihr ausgeliefert wäre, was würde ich noch ver-

rückter werden als ich ohne-

hin schon

bin.

 

 

 

Adam Decker

unread,
Apr 22, 2013, 3:13:01 AM4/22/13
to

"Werner Pentz" <pen...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:kl1n35$dj4$1...@news.albasani.net...
Treffen erstes Mal



Letzthin verliebte ich mich.

Kommt selten vor - aber wahr.

Wer war sie - ihr fragt zurecht und nicht,

wie war sie - denn das ist bekannt.

Nun gut, ihr sollt's erfahren oder lieber nicht?

Auch wenn ich weiß, es sagt mehr über mich

als über sie - denn sie ist bekannt.



Okay, Ärztin in der Neurologie -

aber nein, nicht auf stationärer Behandlung begegnete ich ihr, sondern

tatsächlich in einer Disko - romantisch nicht?

Gut, sie tat mir leid, so mager, so ungelenk, so ohne Sex-Appeal.

Nun gut, jetzt ist's heraus. Und?



Letzthin verliebte ich mich -

kommt selten vor - aber wahr.



War sie nur Skelett? Nein,

sicherlich nicht, sie war Mensch, lügen würde ich

andersherum.

Nun, ihr wisst nicht, wer sie war,

ihr wisst nur, wie sie war - das ist bekannt,

trotzdem sie anders war.

Sie war nicht der Tod, wenn ihr das meint,

nein, weil sie nicht tot war, voll des Lebens, für mich, nur für mich.



Und ich verliebte mich in sie -

kommt selten vor - aber wahr.



Warum es Liebe war? Ihr merkt, ich kann's nicht

sagen.

Wer sie war - ihr fragt zurecht, aber ich glaube, es war Ich,
Herzkammer Strafgericht,
ist Angeklagte, Klägerin
ist Richterin, Vollstreckerin,
Zeugin, die bestochen ist
und hemmungslos den Meineid spricht:
Beweislast, die das Rückgrat bricht
Herzkammer Strafgericht
erbarmungslose Selbstkritik.
Wie sollte sie dich lieben?

© Dieter Fender, 2006






Werner Pentz

unread,
Apr 24, 2013, 3:53:54 AM4/24/13
to

"Adam Decker" <Adam....@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:kl2nti$clj$1...@newsreader4.netcologne.de...
ja, adam da bist du, ich weiß auch nicht, was ich mit diesem gedicht machen
soll, es ist unfertig, vor allem der zweite teil, viel zu viel psycho-und
soziologismus schier, aber insgesamt ist das faktums-gerüst wahr und
wirklich sich so zugetragen haben, aber mal sehen, was noch draus wird
gruß
wpentz
--
http://www.pentzw.homepage.t-online.de
>
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>
>
>


Dorothee Hermann

unread,
Apr 24, 2013, 5:03:44 AM4/24/13
to
Am 21.04.2013 23:52, schrieb Werner Pentz:

> Treffen erstes Mal
> Letzthin verliebte ich mich.
> Kommt selten vor - aber wahr.
> Wer war sie - ihr fragt zurecht und nicht,
> wie war sie - denn das ist bekannt.
> Nun gut, ihr sollt's erfahren oder lieber nicht?
> Auch wenn ich weiß, es sagt mehr über mich
> als über sie - denn sie ist bekannt.

> Okay, Ärztin in der Neurologie -
> aber nein, nicht auf stationärer Behandlung begegnete ich ihr,
> sondern tatsächlich in einer Disko - romantisch nicht?
> Gut, sie tat mir leid, so mager, so ungelenk, so ohne Sex-Appeal.
> Nun gut, jetzt ist's heraus. Und?

> Letzthin verliebte ich mich -
> kommt selten vor - aber wahr.
> War sie nur Skelett? Nein,
> sicherlich nicht, sie war Mensch, lügen würde ich andersherum.
> Nun, ihr wisst nicht, wer sie war,
> ihr wisst nur, wie sie war - das ist bekannt,
> trotzdem sie anders war.
> Sie war nicht der Tod, wenn ihr das meint,
> nein, weil sie nicht tot war, voll des Lebens, für mich, nur für mich.

> Und ich verliebte mich in sie -
> kommt selten vor - aber wahr.
> Warum es Liebe war? Ihr merkt, ich kann's nicht sagen.

> Wer sie war - ihr fragt zurecht, aber ich glaube, es war Ich,
> vielmehr, was fehlt davon.
> Sie, das, was mir fehlt und ich, das war ein Paar.
> Deswegen war wahre Liebe da.

> Treffen zweites Mal
> Gut, Wissenschaftler würden sagen:
> Sie ist die Ergänzung eines momentan instabilen,
> sich ungenügenden Ichs,
> der Proband unterliegt nur einem momentanen Impuls,
> suchend einen Ausgleich für etwas,
> eine Äquilibration, was da Liebe heißen mag,
> nichts als Osmose, glasklare Unschärferelation im Wortsinne.
> Nun, ich könnte nichts dagegen sagen, nein.
> Aber es ist schön, einfach beglückend.

> Treffen drittes Mal
> Es ist hässlich, es ist schrecklich.
> Warum nur wieder ich auf meine Verrücktheiten abgefahren bin?
> Die Dame, die wirklich Ärztin ist,
> entpuppte sich als ehemalige Juristin.
> Zwar schon am ersten Tag stolz verkündet,
> nur jetzt mauserte sie sich schrecklich klar dahingehend,
> als sie wies jegliche klitzekleine Berührung mit Igitt-Gestik zurück.

> Mensch, wenn ich ihr ausgeliefert wäre,
> was würde ich noch verrückter werden als ich ohnehin schon bin.

Hübsches Frühlingsgedicht mit Anlehnung an Deine Kritikerin.

(Verblüffend, der Unterschied zu den Geschichten in d.e.s.prosa,
z.B. in Richtung RS)


Dorothee
--
„I would rather cross the African continent again than undertake to
write another book.“
David Livingstone

Werner Pentz

unread,
Apr 24, 2013, 8:23:58 AM4/24/13
to
naja, ja, ich treffe wohl immer auf so fass-mich-nicht-an-typen. im
gegensatz zur kritikerin, die ein konklomerat vieler frauen mit dieser
gleichen tendenz haben, ist diese hier echt und nur eine person, aber, wie
gesagt, ich muss das gedicht noch etwas "verbessern".

andere frauen verklausulisieren sich übrigens hinter akronymen wie "rs", um
verständlicher zu werden, ähm, unverständlich zu bleiben.

Dorothee Hermann

unread,
Apr 24, 2013, 8:42:18 AM4/24/13
to
Am 24.04.2013 14:23, schrieb Werner Pentz:

> ... aber, wie gesagt, ich muss das gedicht noch etwas "verbessern".

;-)

>> (Verblüffend, der Unterschied zu den Geschichten in d.e.s.prosa,
>> z.B. in Richtung RS)

> andere frauen verklausulisieren sich übrigens hinter akronymen wie
> "rs", um verständlicher zu werden, ähm, unverständlich zu bleiben.

RS ist die normale, total gebräuchliche Kurzform für Rechtschreibung
(ich wollte dezent sein, wenn Du Dir schon mal alle Mühe der Welt
gibst), und eigentlich in dem Zusammenhang ersichtlich, weil ich sonst
Deinen Hang zu 'Tippfehlern' ;-) bemängle.


Dorothee

Werner Pentz

unread,
Apr 24, 2013, 8:55:56 AM4/24/13
to
>>> (Verbl�ffend, der Unterschied zu den Geschichten in d.e.s.prosa,
>>> z.B. in Richtung RS)
>
>> andere frauen verklausulisieren sich �brigens hinter akronymen wie
>> "rs", um verst�ndlicher zu werden, �hm, unverst�ndlich zu bleiben.
>
> RS ist die normale, total gebr�uchliche Kurzform f�r Rechtschreibung
> (ich wollte dezent sein, wenn Du Dir schon mal alle M�he der Welt
> gibst), und eigentlich in dem Zusammenhang ersichtlich, weil ich sonst
> Deinen Hang zu 'Tippfehlern' ;-) bem�ngle.
>
>
> Dorothee

allm�hlich komme ich mir eh schon wie beim hase-und-igel spiel vor. stets
wenn ich ankomme, war bereits ein igel da.
ich zermartere mir den kopf, drehe, wende, schleudere und invertiere die
Satzglieder hin und her, her und hin, f�ge ein, aus, spare ein usw. aber
stets hei�t es: gro�e schei�e.
sysyphos, mein bruder, was nur haben wir verbrochen?



Dorothee Hermann

unread,
Apr 24, 2013, 10:42:33 AM4/24/13
to
Am 24.04.2013 14:55, schrieb Werner Pentz:

> allmählich komme ich mir eh schon wie beim hase-und-igel spiel vor. stets
> wenn ich ankomme, war bereits ein igel da.
> ich zermartere mir den kopf, drehe, wende, schleudere und invertiere die
> Satzglieder hin und her, her und hin, füge ein, aus, spare ein usw. aber
> stets heißt es: große scheiße.
> sysyphos, mein bruder, was nur haben wir verbrochen?

Sei nicht so verkrampft (meine erste Antwort war doch wohl keine
Kritik!) und geh mit Deinem Text etwas langsamer und bedächtiger um.
Vielleicht machst Du 'eine' Änderung und sendest es zu schnell ab?
Warte doch etwas damit. Diese Nachlässigkeit hatte ich schon einmal
angesprochen.
Es steht mir nicht zu (außer offensichtliche Ausdrucks- und Tippfehler)
an Deinem Werk zu kritisieren - aber wenn Du Deine 'Kritikerin'
unbefangen liest, wirst Du vielleicht merken, dass Du (zu) viele Wörter
und Ausdrücke (vor allem Adjektive) verwendest, die (für mein
Leseempfinden) auch manchmal 'haarscharf' an der richtigen Verwendung
vorbeigehen.
Es erzeugt (bei mir) einen Unwillen Deine Sachen zu lesen.
(Neuestes Beispiel - siehe d.e.s.p.)

Aber noch einmal: Du kannst schreiben wie Du willst!
Leider sind hier nicht mehr viele Leser und Schreiber, so dass ein reger
Austausch nicht möglich ist. Gerade die Diskussionen und Erörterungen
waren doch das Krümelchen Salz der NG ;-)
Merkwürdige Lobhudeleien, wie in vielen Foren, kann man ja nicht ernst
nehmen ...!


Dorothee
--
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er
will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will".
Jean-Jacques Rousseau

michel thomas

unread,
Apr 25, 2013, 4:57:35 AM4/25/13
to
ich gucke hin
und sie guckt weg

ich gucke weg
sie guckt zu mir-

wuerden doch
unsere Gucker
zusammengucken

es gaebe Beulen
im schoenen
Licht

wie etwa
nach dem
Sommer-
hagel
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