meines Wissens gibt es die Nummer vor allem im süddeutschen Raum, also
Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern (??).
Dazu nun würde mich interessieren, wer die Telefonnummer "19222" als
Notrufnummer für den Rettungsdienst festgelegt hat.
Gruß
Holger
ich wollte nur dazu sagen, dass diese Nummer auch in Bayern existiert. Meine
Kollegin, die aus Bayern stammt konnte mir das bestätigen!
Gruß
Dominik
"Holger Knecht" <D...@HolgerKnecht.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BD71514...@HolgerKnecht.de...
"Holger Knecht" <D...@HolgerKnecht.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BD71514...@HolgerKnecht.de...
> meines Wissens gibt es die Nummer vor allem im süddeutschen Raum, also
> Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern (??).
Natürlich auch in Bayern - übrigens vorwahlfrei!!!
> Dazu nun würde mich interessieren, wer die Telefonnummer "19222" als
> Notrufnummer für den Rettungsdienst festgelegt hat.
Früher hatten dei Hilfsorganisationen im RD meistens lokale, und somit landes-
bzw. bundesweit verschiedene Rufnummern (z.B. BRK München 222 222) und
teilweise pro HO eigene Einsatzzentralen. In den späten 70ern/frühen 80ern
wurde dann IMHO vom BRK die Idee geboren, eine bundesweit einheitliche
Rufnummer für den Rettungsdienst zu etablieren. "Passgenau" gab es zu dieser
Zeit einen neuen Service der Bundespost (damals ja noch Meilen von ".T...."
entfernt), die sog. "INDI-Nummern" (19xxx), die bundesweit geschaltet werden
konnten da das Rufnummernband 19xxx bisher nicht verwendet wurde bzw. extra
dafür "geräumt" wurde.
In Ländern der ehem. englischen Besatzungszone wurde der Bedarf primär nicht
gesehen, da dort der Rettungsdienst jeweils den Feuerwehren (schon länger
technisch besonders eingerichtete Notrufnummer "112") übertragen war.
Die 19-222 wurde vermutlich aus technischen Gründen ausgewählt. "111" ist bei
Impulswahl mit Wählscheibe nicht immer 100% exakt zu wählen (erster Wählimpuls
kann - besonders bei alten Wählscheiben - ungenau sein. Zudem kann "mit der
Gabel" gewählt werden, d.h. das in alten Filmen oft zu beobachtende
"auf-die-Gabel-hauen" würde lauter Ziffern "1" wählen....). Eine 19-000 dauert
zum Wählen (man bedenke: damals nur Impulswahl!) recht lange. Die 19222 war
somit die nächste Nummer (nach der 19-111) die zu haben war.
Bundesweit war somit die 19222 verfügbar und hat sich im Laufe der Zeit in
nahezu allen Bundesländern zumindest als Nummer für den Krankentransport
durchgesetzt. Mit der Digitalisierung der Vermittlungsstellen wurde es vor
wenigen Jahren nun auch möglich, die jeweils zuständige RLSt. unter der 19222
ohne Wahl der Vorwahlnummer des Lst.-Ortes zu erreichen.
Fernmeldetechnisch wird diese Rufnummer jedoch immer noch nicht besonders
behandelt. Im Gegensatz zu der schon immer mit besonderen tech. Merkmalen
(z.B. gebührenfrei, grundsätzliche Anzeige der Rufnummer des Anrufers etc.)
ausgestatteten 110/112 ist die 19222 "nur" eine "normale" Nummer - Anrufe
kosten Gebühren, eine Rufnummernanzeige ist nur im Rahmen der normalen
ISDN-Merkmale möglich. Trotzdem hat sich die Nummerr z.B. in Bayern seit rund
20 Jahren bewährt. Trotz "Euro-Notruf 112" bin ich immer noch der Meinung, daß
Rufnummern für RD und FW getrennt werden müssen (können dabei durchaus in
einer gemeinsamen/integrierten Leitstelle auflaufen).
--
Gruß
Erich Kirchmayer
--
"Jetzt wird´s mal kurz hell im Hals!"
www.notfallmedizin.de - Ausbildung im Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse.
umfangreiche Linkliste u.v.m.
Erich Kirchmayer schrieb:
> In Ländern der ehem. englischen Besatzungszone wurde der Bedarf primär nicht
> gesehen, da dort der Rettungsdienst jeweils den Feuerwehren (schon länger
> technisch besonders eingerichtete Notrufnummer "112") übertragen war.
Nur weil es in norden schon immer integrierte Leitstellen gab (mit Ausnahmen
natürlich) heßt das noch lange nicht, das hier überall die FW den RD betreibt.
Dies ist in SH und Nds nur dort der Fall, wo es Bf gibt.
> "Euro-Notruf 112" bin ich immer noch der Meinung, daß
> Rufnummern für RD und FW getrennt werden müssen
Da gibt es aber auch ganz andere Meinungen.
Gruß
Ingo
"Ingo zum Felde" <zumf...@bbcom-hh.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BD797C4...@bbcom-hh.de...
> > "Euro-Notruf 112" bin ich immer noch der Meinung, daß
> > Rufnummern für RD und FW getrennt werden müssen
>
> Da gibt es aber auch ganz andere Meinungen.
Meine zum Beispiel. ;)
Es ist doch wesentlich einfacher, sich nur eine Nummer für die schnelle
Hilfe merken zu müssen. Viele andere Länder (GB, NL?). Wenn sich die
Leitstelle, in der der Notruf aufläuft direkt mit der Frage meldet, welche
Hilfe benötigt wird (Pol, FW, RD), dann ist wohl kaum mit nennenswertem
Zeitverlust zu rechnen, als wenn der Anrufer erst (in der Aufregung) die
falsche Nummer wählt.
Da tut sich mir eine Frage auf: wie wird es eigentlich hier in Dtld. (bzw
NRW) gehandhabt, wenn ich einen RTW brauche, aber "versehentlich" die 110
wähle? Stellt die Pol mich durch? Oder muß ich gar neu wählen??
Alex
> Da tut sich mir eine Frage auf: wie wird es eigentlich hier in Dtld. (bzw
> NRW) gehandhabt, wenn ich einen RTW brauche, aber "versehentlich" die 110
> wähle? Stellt die Pol mich durch? Oder muß ich gar neu wählen??
ja, genau.
dritte Alternative: die Pol. nimmt den Einsatz auf und ruft nach der
Beendigung des Notrufes (ueber Standleitung) in der RLS an.
--
mfg Henning
Henning Koch
>> Da tut sich mir eine Frage auf: wie wird es eigentlich hier in Dtld. (bzw
>> NRW) gehandhabt, wenn ich einen RTW brauche, aber "versehentlich" die 110
>> wähle? Stellt die Pol mich durch? Oder muß ich gar neu wählen??
>
>ja, genau.
>
>dritte Alternative: die Pol. nimmt den Einsatz auf und ruft nach der
>Beendigung des Notrufes (ueber Standleitung) in der RLS an.
Schlechte Lösunng, bei uns wird ohne Rückfragen von der Polizei zur
RLS durchgestellt. Ggf. hört die Polizei mit. Umgekehrt genauso.
--
Gruss... Michael
Bei in unserem Leitstellen Bereich (Nürnberg),
bestehen Standleitungen zwischen Pol, Lst., FW sowie den städt.
Verkehrsbetrieben.
Hier kann sofort von jeder angeschlossenen Behörde an die zuständige
weiterverbunden werden.
Wenn z.B. jemand die FW anruft und einen RTW braucht, kann die FW direkt an
die Lst durchstellen.
Bei der Pol schauts im Prinzip genauso aus, allerdings nimmt der Beamte in
der EZ meistens die Anrufe
auf und schickt auch eine Streife mit hin, jedenfalls bei Notfällen im
öffentl. Bereich.
Hier gbits natürlich Pro und Kontra, die ich jetzt aber nicht diskutieren
will.
(zeitgewinn, -verlust, fehlende Sachkenntnis etc.)
Philipp
Es ist in so weit wichtig, da die Krankentransporte ebenfalls über die 19222
abgearbeitet werden. Somit ist die 19222 nur bedingt eine Notrufnummer, mehr
eine Rettungsdienstnummer (über die ja dann auch die Hausärzte mit
bereitschaft, die offenen Apotheken und anderes abgefragt wird).
Ein Disponent der Feuerwehr, der nur für Notfalleinsätze zuständig ist hat
nicht den Überblick über Fragen "ja die Oma Erna hat ihre Tasche mit den
Medikamenten hier vergessen, ist der Sanitäter wieder auf dem Rückweg oder
soll ich die Tasche zum Doktor Auer fahren ?".
Auch die entscheidung ob etwas ein Notfall ist, ist nicht immer klar. "Der
Doktor hat am Telefon gesagt wir sollen einen Krankenwagen bestellen, Oma
Erna gings heute gar nicht gut, die hatte so einen Druck auf der Brust.....
". Es ist klar das nie die Rede von einem Krankenwagen war - aber wer macht
da schon einen unterschied....
soweit mein Senf dazu
Martin Maly
Erich Kirchmayer wrote:
> Hallo,
> > Dazu nun würde mich interessieren, wer die Telefonnummer "19222" als
> > Notrufnummer für den Rettungsdienst festgelegt hat.
>
> Früher hatten dei Hilfsorganisationen im RD meistens lokale, und somit landes-
> bzw. bundesweit verschiedene Rufnummern (z.B. BRK München 222 222) und
> teilweise pro HO eigene Einsatzzentralen. In den späten 70ern/frühen 80ern
> wurde dann IMHO vom BRK die Idee geboren, eine bundesweit einheitliche
> Rufnummer für den Rettungsdienst zu etablieren. "Passgenau" gab es zu dieser
> Zeit einen neuen Service der Bundespost (damals ja noch Meilen von ".T...."
> entfernt), die sog. "INDI-Nummern" (19xxx), die bundesweit geschaltet werden
> konnten da das Rufnummernband 19xxx bisher nicht verwendet wurde bzw. extra
> dafür "geräumt" wurde.
Das BRK hat die Idee geboren? War es federführend für die anderen Organisationen?
War dies nur in Bayern so? Wurde das Modell "Bayern" in den anderen Bundesländern
übernommen? Wer hat sich letztlich darauf geeinigt? Fragen über Fragen. :-)
Gruß Holger
> Trotz "Euro-Notruf 112" bin ich immer noch der Meinung,
> daß Rufnummern für RD und FW getrennt werden müssen
> (können dabei durchaus in einer gemeinsamen/integrierten
> Leitstelle auflaufen).
Ich fände es wichtiger, endlich einheitliche Rufnummern
einzuführen. Es gibt in meinem Bekanntenkreis (leider)
Leute, die noch nicht mal die Notrufnummer der Feuerwehr
kennen, wie soll denn das "gemeine Volk" im Notfall
zwischen 110, 112, 19222 und was weiß ich unterscheiden...
Ich komme aus NRW und finde - natürlich ;-) - das System
hier ganz i.O.: 110 für Polizei und 112 für Feuerwehr und
Notarzt, denn die Feuerwehr macht ja nun mal auch den
Rettungsdienst. Komme ich in andere Bundesländer, soll ich
beim Notfall 19222 wählen. Komme ich in unseren unmittelbaren
Nachbarkreis, der schon RLP ist, und will schnell die Feuerwehr
rufen, wähle ich mir die Finger wund, weil ich nicht weiß, dass
die da gar keine 112 geschaltet haben und die Polizei(!) die
Sirenen auslöst...
Sowas darf doch eigentlich nicht sein.
Gruß Dirk.
"Henning Koch" <su0...@student.uni-dortmund.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BD7E563...@student.uni-dortmund.de...
> > NRW) gehandhabt, wenn ich einen RTW brauche, aber "versehentlich" die 110
> > wähle? Stellt die Pol mich durch? Oder muß ich gar neu wählen??
> dritte Alternative: die Pol. nimmt den Einsatz auf und ruft nach der
> Beendigung des Notrufes (ueber Standleitung) in der RLS an.
Na prima. Ein Mensch ohne jegliche Ahnung von med. Dingen macht die Anamnese
und erstellt eine (Verdachts-)Diagnose. Echt prima.
>> > NRW) gehandhabt, wenn ich einen RTW brauche, aber "versehentlich" die 110
>> > wähle? Stellt die Pol mich durch? Oder muß ich gar neu wählen??
>
>> dritte Alternative: die Pol. nimmt den Einsatz auf und ruft nach der
>> Beendigung des Notrufes (ueber Standleitung) in der RLS an.
>
>Na prima. Ein Mensch ohne jegliche Ahnung von med. Dingen macht die Anamnese
>und erstellt eine (Verdachts-)Diagnose. Echt prima.
das Problem ist wohl manchernorts, dass die Weitervermittlung (auch
IMO die beste Loesung) technisch nicht sonderlich zuverlaessig ist.
>Komme ich in unseren unmittelbaren
>Nachbarkreis, der schon RLP ist, und will schnell die Feuerwehr
>rufen, wähle ich mir die Finger wund, weil ich nicht weiß, dass
>die da gar keine 112 geschaltet haben und die Polizei(!) die
>Sirenen auslöst...
und Du bist Dir sicher, dass die 112 da ins Leere laeuft?
kann ich mir nicht so recht vorstellen.
Ueblicherweise muesste die 112 da bei der Polizei auflaufen, mit etwas
Pech bei der Fw einer Nachbaroertlichkeit.
>Sowas darf doch eigentlich nicht sein.
ebendt.
Hm, kann ich mir nicht vorstellen,
die 112 ist bundeseinheitlich als Notrufnummer der FW eingerichtet,
wo sie dann aufläuft ist eine andere Frage...
Philipp
> Früher hatten dei Hilfsorganisationen im RD meistens lokale, und somit
landes-
> bzw. bundesweit verschiedene Rufnummern (z.B. BRK München 222 222)
irgendwie ist mir "München - sechsmal die zwo" als die
"Auslands-Notruf-Nummer" eines (größeren) Deutschen Automobilclubs in
Erinnerung. Bringe ich da was durcheinander?
mfg Peter.
>> dritte Alternative: die Pol. nimmt den Einsatz auf und ruft nach der
>> Beendigung des Notrufes (ueber Standleitung) in der RLS an.
>
> Na prima. Ein Mensch ohne jegliche Ahnung von med. Dingen macht die Anamnese
> und erstellt eine (Verdachts-)Diagnose. Echt prima.
Es ist besch...eiden, aber durchaus nicht ungewöhnlich.
-thh
--
Thomas Hochstein * t...@mail.th-h.de * http://www.th-h.de/
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - RV Weinstraße * http://www.juh-nw.de/
> Ich komme aus NRW und finde - natürlich ;-) - das System
> hier ganz i.O.: 110 für Polizei und 112 für Feuerwehr und
> Notarzt, denn die Feuerwehr macht ja nun mal auch den
> Rettungsdienst.
Das tut sie in Deinem Bundesland. In anderen tut sie das nicht. Daher
macht "112 für Feuerwehr und Notarzt" erst dann Sinn, wenn es
gemeinsame Leitstellen für Feuerwehr und Rettungsdienst gibt.
> Komme ich in andere Bundesländer, soll ich
> beim Notfall 19222 wählen.
Genau.
> Komme ich in unseren unmittelbaren
> Nachbarkreis, der schon RLP ist, und will schnell die Feuerwehr
> rufen, wähle ich mir die Finger wund, weil ich nicht weiß, dass
> die da gar keine 112 geschaltet haben und die Polizei(!) die
> Sirenen auslöst...
Hä? Die 112 ist natürlich geschaltet und läuft bei der
erstalarmierenden Stelle auf. Das ist gar nicht ungewöhnlich und IIRC
zumindest in Bayern genauso gelöst. Erstalarmierende Stelle ist oft
die Polizei, zunehmend aber auch die Rettungsleitstelle, was durchaus
sinnvoll, weil fachnäher ist.
Gruß,
"Peter Rupp" <peter...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:9rc7nm$5vu$01$1...@news.t-online.com...
> > bzw. bundesweit verschiedene Rufnummern (z.B. BRK München 222 222)
>
> irgendwie ist mir "München - sechsmal die zwo" als die
> "Auslands-Notruf-Nummer" eines (größeren) Deutschen Automobilclubs in
> Erinnerung. Bringe ich da was durcheinander?
Du hast recht. ICH habe etwas verwechselt. Die Rufnummer des BRK München war
222 666.
Nö.
Die RLSt München hatte vor der Umstellung auf die 19 222 die nicht
minder geniale Rufnummer 222 666 ;-)
Uli
--
Ulrich Meier | Fon +49 8051 968765 | Die Landesfarben sind
Bernauer Straße 62 | Fax +49 8051 969243 | weiß und blau.
D-83209 Prien/Chiemsee | GSM +49 172 5109109 |
For public PGP-key send eMail with "send PGP-key" as subject
"Ph. Koeppe" <ph.k...@nefkom.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3bd80e34$1...@news.nefonline.de...
> Bei in unserem Leitstellen Bereich (Nürnberg),
> bestehen Standleitungen zwischen Pol, Lst., FW sowie den städt.
> Verkehrsbetrieben.
> Hier kann sofort von jeder angeschlossenen Behörde an die zuständige
> weiterverbunden werden.
Wozu sind die Verkehrsbetriebe da mit eingebunden? Wenn ein Busfahrer per
Funk hilfe anfordert? Oder für einen "Großraum-KTW" im Großschadenfall? ;)
Jetzt bitte nicht gleich mit Sachen schmeißen, war ernst gemeint. Die Bw hat
ja auch die Möglichkeit, jeden KOM zum "Tragen-Bock" umzubauen... lol...
Alex
Durch die VAG (örtliche Verkehrsbetriebe) werden z.B. sämtliche U-Bahnhöfe
videoüberwacht, außerdem besitzen ja sämtliche Busse, Straßenbahnen und
U-Bahnen Funk. Hier kommt es relativ häufig vor, dass über die
VAG-Leitstelle der RD angefordert wird, wenn z.B. über Video etwas gesehen
oder per Funk von Bussen etwas gemeldet wird. Zudem sind in den U-Bahnhöfen
Notrufeinrichtungen vorhanden, die in der VAG-Leitstelle auflaufen. Hier hat
sich die Einbindung der Verkehrsbetriebe durchaus bewährt. Zudem hat man
immer gleich den richtigen Ansprechpartner, wenn z.B. ein Linienbus zur
Aufnahme von evakuierten, unverletzten Personen z.B. bei einem Hausbrand
benötigt wird.
Gruß,
Philipp
"Dirk SCHNEIDER" <scd...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9r9n5g$sfp3i$1...@ID-96410.news.dfncis.de...
> Leute, die noch nicht mal die Notrufnummer der Feuerwehr
> kennen, wie soll denn das "gemeine Volk" im Notfall
> zwischen 110, 112, 19222 und was weiß ich unterscheiden...
"Das gemeine Volk" kann dies sehr gut - wie Bayern und die ehem. DDR beweisen.
Ichhalte es für wesentlich fragwürdiger, unter der angeblich "ach so
integrierten" Rufnummer "112" manche med. Dienste ganricht mehr anzubieten
(z.B. Vermittlung kassenärztlicher Nofalldienst). Zudem dürfte ein normaler
Krankentransport kaum unter die Vorgaben einer NOTRUFnumme rfallen und wird
somit auch eine andere Nummer bekommen. Der Bürger hat dann - diesmal nicht
"gewachsen" sondern gestzlich verordnet erst recht die Qual der Wahl:
Krankenwagen [Nummer], Rettungswagen 112, ABD [Nummer], Pflegedienst [Nummer]
usw. usw. Bisher war in bayern dafür weitgehend die 19222 dafür "zuständig".
Welche Auswüchse bei sog. "integrierten" Leitstellen bzgl. der Notrufnummern
passieren könnne, zeigt ganz deutlich das Beispiel München. Unter 19222
erreicht man die ILSt., ebenso unter 112. Soweit ja gut. ABER: Für den ärztl.
Bereitschaftsdienst wähle man bitte 551771, für die Feuerwehr im Landkreis
die 662023 (geile Notruf(!)nummer, oder?). Tja, die Stadt (BF) hat sowohl der
kassenärztlichen Vereinigung als auch der FW-Land angeboten, ihre EZ´s
zumindest räumlich in die ILSt. zu integrieren - beide haben abgelehnt und
agieren somit unter eigenen Rufnummern und eigenen Einsatzzentralen.
Das Problem besteht also auch bei der Euro-Notrufnummer "112" weiter:
Verschiedene relevante Dienste bkommt man unter dieser Numme rnicht. Gerade
bei ärztl. Bereitschaftsdienst und Krankentransporten besteht jedoch eine enge
fachliche Beziehung zum Retungsdienst - aber genau DAS will man ja (siehe
Entwürfe zu den ILSt. in Bayern) ja definitv quasi "übersehen".
Ich bin nachwievor der Meinung, daß wir früher die wirklich _einzige_ wirklich
integrierte Leitstelle für med. Belange hatten: Notfallrettung, Notarztdienst,
Krankentransporte, Auslandsrückholung, Hausnotruf, ärztl. Notdienst,
Pflege"notruf", Auskunft bzgl. dienstbereiter Apotheken und Zahnärzte,
Heilpraktiker-"Notruf", "Medizinische Datenbank" (so ´ne Karte, über die
Pat-Daten abgefragt werden konnten) usw. Egal welche der vielen dafür
geschaltenen Rufnummern der Anrufer wählte, er landete damit immer in einer
qualifizierten Rettungsleitstelle eines priv. Unternehmens das _alle_ seine
Anliegen fachgerecht mit eigenen Kräften bedienen konnte. o.k. Anfragen bzgl.
FW mussten wir an die FW weiterleiten, aber die Fälle, in denen man sich einen
in FW-Dingen ausgebildeten Mann gewünscht hätte oder direkten Zugriff auf
FW-Einheiten haben wollte waren extrem selten. Jedenfalls so selten, daß kein
Mensch auf die Idee gekommen wäre, den RD mit der FW innerhalb einer
Leitstelle zusammenzulegen und dann von "sehr grossen Vorteilen" zu sprechen.
> Die RLSt München hatte vor der Umstellung auf die 19 222 die nicht
> minder geniale Rufnummer 222 666 ;-)
666, ja, das hat was. *eg*
"Thomas Hochstein" <expire...@usenet.th-h.de> schrieb im Newsbeitrag
news:den.0110271...@dragon.akallabeth.de...
> > Die RLSt München hatte vor der Umstellung auf die 19 222 die nicht
> > minder geniale Rufnummer 222 666 ;-)
>
> 666, ja, das hat was. *eg*
GRINS - aber die 222666 ist allemal besser als die als NOTRUF(!) beworbene
662023 der FF Lkr. München! (ich habe auch einige Zeit lang gebarucht, um mir
diese Nummer zu merken)
> GRINS - aber die 222666 ist allemal besser als die als NOTRUF(!) beworbene
> 662023 der FF Lkr. München! (ich habe auch einige Zeit lang gebarucht, um mir
> diese Nummer zu merken)
Naja, ich würde da die 112 wählen und mich verbinden lassen.
>> GRINS - aber die 222666 ist allemal besser als die als NOTRUF(!) beworbene
>> 662023 der FF Lkr. München! (ich habe auch einige Zeit lang gebarucht, um
>> mir diese Nummer zu merken)
> Naja, ich würde da die 112 wählen und mich verbinden lassen.
Aber meistens hat man es eilig, wenn man die Feuerwehr braucht ...
> GRINS - aber die 222666 ist allemal besser als die als NOTRUF(!) beworbene
> 662023 der FF Lkr. München! (ich habe auch einige Zeit lang gebarucht, um mir
> diese Nummer zu merken)
*Ich* habe mir die 662 023 sehr gut merken können, weil ich sie als
Codenummer an meinem Koffer eingestellt hatte. Gleichzeitig konnte ich
dadurch sicherstellen, dass *niemand* auf die Codenummer kam ... ;-)
>> Naja, ich würde da die 112 wählen und mich verbinden lassen.
>
> Aber meistens hat man es eilig, wenn man die Feuerwehr braucht ...
Schneller als nach der genannten Nummer zu suchen oder sich mit der
Auskunft herumzuschlagen ("Schnell! Die Nummer der Feuerwehr im
Landkreis! Es wird heeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiß!" *g*) ist
es, denke ich.
Daß das höchst suboptimal ist sollte klar sein.
Übrigens genau derselbe Fall wie in zwei großen deutschen Städten, die
dieselbe Vorwahl haben, aber in zwei verschiedenen Bundesländern
liegen. Da gab (gibt?) es die 19 222 auch nur einmal, die
Rettungsleitstelle (!) der kleineren der beiden hat(te) daher
ebenfalls eine andere Rufnummer.
--
Diese Mail / dieses Posting gibt nur meine persönliche Meinung wieder,
nicht die irgendeiner Gruppe / Organisation, der ich angehöre.
Michael Bischoff (DLRG / DRK Ibbenbüren)
Michael Bischoff <michael...@gmx.net> wrote...
> > > das Problem ist wohl manchernorts, dass die Weitervermittlung
> > > (auch IMO die beste Loesung) technisch nicht sonderlich zuverlaessig ist.
> > s/Weitervermittlung/Weitervermittelnden
> Wie meinen?
s/A/B ist ein Befehl eines populaeren (?) Unix Editors und bedeutet:
"Ersetze Wort A durch Wort B"
"Thomas Hochstein" <expire...@usenet.th-h.de> schrieb im Newsbeitrag
news:den.0110280...@dragon.akallabeth.de...
> > GRINS - aber die 222666 ist allemal besser als die als NOTRUF(!) beworbene
> > 662023 der FF Lkr. München!
> Naja, ich würde da die 112 wählen und mich verbinden lassen.
und dann ggf. nochmal zurück, da man den RD ja auch noch braucht (und der
_hat_ auch im Landkreis München "112")
Tja, so isses halt, wenn man eine "integrierte" Leitstelle schaffen will und
das Ganze dann an irgendwelchem Kirchturmdenken der Dorffeuerwehren, der
kassenärztlichen Vereinigung usw. scheitert.
Die Stadt München (BF) hatte in ihrer ILSt. sogar schon Räume komplett für
z.B. die Plätze der Kassenärztlichen Vereinigung vorgesehen, sogar das
Türschild hing schon dran - und dann sagen die Leute "nö, wir lassen unsere
Ärzte doch nicht von Feuerwehrleuten disponieren".......
Wie sehr Rettungsdienst und ärztl. Bereitschaftsdienst zusammen in _eine_
Leitstelle gheören weis jeder, der sich schon mal über Notfalleinsätze
geärgert hat, die als "an ABD verwiesen" endeten oder umgekehrt,
Krankentransporte, die sich als knallharter Notfall entpuppten - Auftraggeber
der ABD vor Ort.....) Wir hatten früher Notallrettung UND ärztl.
Beeitschaftsdienst "im Angebot" und das lief hervorragend. Man kannte sich
untereinander (Ärzte/RD-Personal) und evtl. Fehler wurde "im kleinen Kreis"
sehr effektiv besprochen. Der direkte Zugriff auf den Bereitschaftsarzt
brachte dem RD Vorteile (brauch mal schnell ´nen Doc wegen Kolliken, aber
Blaulicht muss nicht sein") oder umgekehrt - auch der Arzt vor Ort profitierte
davon (ABD bekommt sofort Rückmeldung, wie schnell ein RTW/KTW den Transport
durchführen kann oder dergl. Direkter Sprechkontakt Arzt/RTW per Funk war auch
möglich - somit kurzer und einfacher Weg von Hinweisen/Anweisungen......
--
Gruß
Erich Kirchmayer
--
Es gibt Mediziner - und Chirurgen.....
"Ph. Koeppe" <ph.k...@nefkom.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3bdaaf3f$1...@news.nefonline.de...
> Durch die VAG (örtliche Verkehrsbetriebe) werden z.B. sämtliche U-Bahnhöfe
> videoüberwacht, außerdem besitzen ja sämtliche Busse, Straßenbahnen und
> U-Bahnen Funk. Hier kommt es relativ häufig vor, dass über die
> VAG-Leitstelle der RD angefordert wird, wenn z.B. über Video etwas gesehen
> oder per Funk von Bussen etwas gemeldet wird. Zudem sind in den
U-Bahnhöfen
> Notrufeinrichtungen vorhanden, die in der VAG-Leitstelle auflaufen. Hier
hat
> sich die Einbindung der Verkehrsbetriebe durchaus bewährt. Zudem hat man
> immer gleich den richtigen Ansprechpartner, wenn z.B. ein Linienbus zur
> Aufnahme von evakuierten, unverletzten Personen z.B. bei einem Hausbrand
> benötigt wird.
Ja, das klingt logisch! Vor allem die Sache mit dem richtigen
Ansprechpartner erscheint mir wichtig!
Sag mal, ist es schonmal vorgekommen, das ein (Linien-) Bus zum Transport
unverletzter Beteiligter angefordert wurde? Die Idee finde ich gut, zumal
diese Busse ja schnell verfügbar sind / sein sollten.
Alex
--
www.alexbrand.de
PGP-Schlüssel auf Anfrage
Hallo!
Du sprichst doch nicht etwa von Ulm/Neu-Ulm (0731)?
Neu-Ulm (BY) läuft auf die RLSt Krumbach, Ulm (Ba-Wü) hat eine eigene RLSt.
Ulm hat seit einem Jahr auch die 19222, vorher 62222.
Funktioniert in der Kernstadt wunderbar vom Festnetz.
Über Handy sprechen wir einmal lieber nicht.
Lustig wird´s auch bei der 112 z.B. in Thalfingen östlich von Ulm.
Diese Ortschaft gehört politisch zu Elchingen, Landkreis Neu-Ulm, Bundesland
Bayern. Telefonnummern: 0731/2...
2... hat auch Ulm-Böfingen...
Notruf 112 landet also bei der Fw-LSt. Ulm.
Diese alarmiert die Pol. Weißenhorn.
Von dort werden die Melder ausgelöst, bei größeren Einsätzen auch die Fw
Senden (15 km südlich). Fw Senden besetzt die Nachalarmierungsstelle.
Fw Neu-Ulm (3 km) hat eine Wache mit hauptamtlichen Kräften, bleibt aber bei
dieser Alarmierung außen vor.
Im Rettungsdienst ist es noch lustiger (in Kurzform):
auflaufender Notruf: meist RLSt. Ulm (BaWü)
disponierende Leitstelle: Krumbach (BY)
Rettungswache Neu-Ulm (BY)
oft schneller Rettungswache Langenau (BaWü) oder RTH Ulm
disponierende Leitstelle: Ulm (BaWü)
Noch Fragen?
Aber: Trotzdem funktioniert es einwandfrei!
Gruß
Thomas Heckmann
Thomas Heckmann wrote:
> Hallo!
>
> Du sprichst doch nicht etwa von Ulm/Neu-Ulm (0731)?
Ich denke, er spricht von Ludwigshafen / Mannheim. Beide Städte haben die 0621
als Vorwahl. Mannheim als größere Stadt (und noch im mächtigeren
Baden-Württemberg *gg*) hat die 19222 zugewiesen bekommen. Ludwigshafen die
573303 (als Notrufnummer ungeeignet). Wenn man in Ludwigshafen die 19222 wählt,
kommt man auf die Rettungsleitstelle Mannheim (selbst erlebt). Ich bin dazu
übergegangen, dass ich von unterwegs vom Handy die Vorwahl einer Stadt
mitdazuwähle, welche im Rettungsdienstbereich der Leitstelle Ludwigshafen liegt.
So habe ich wenigstens die Gewissheit, direkt mit der Rettungsleitstelle
verbunden zu sein und nicht mit der Polizei oder der Feuerwehr, die erst nach
Nachfragen den Anruf weiterleiten müssen. Die paar Pfennig, die es das
Telefongespräch kostet, kann man aufbringen.
> Neu-Ulm (BY) läuft auf die RLSt Krumbach, Ulm (Ba-Wü) hat eine eigene RLSt.
> Ulm hat seit einem Jahr auch die 19222, vorher 62222.
> Funktioniert in der Kernstadt wunderbar vom Festnetz.
> Über Handy sprechen wir einmal lieber nicht.
Daher auch hier "Vorwahl einer im RD-Bereich ansässigen Stadt + 19222".
Gruß
Holger
>> Übrigens genau derselbe Fall wie in zwei großen deutschen Städten, die
>> dieselbe Vorwahl haben, aber in zwei verschiedenen Bundesländern
>> liegen. Da gab (gibt?) es die 19 222 auch nur einmal, die
>> Rettungsleitstelle (!) der kleineren der beiden hat(te) daher
>> ebenfalls eine andere Rufnummer.
>
> Du sprichst doch nicht etwa von Ulm/Neu-Ulm (0731)?
Nein, ich dachte an Ludwigshafen / Mannheim. Aber das Problem scheint
es dann ja doch da und dort zu geben (oder wenigstens gegeben zu
haben).
> Neu-Ulm (BY) läuft auf die RLSt Krumbach, Ulm (Ba-Wü) hat eine eigene RLSt.
> Ulm hat seit einem Jahr auch die 19222, vorher 62222.
Immerhin etwas besser zu merken als 57 33 03 ...
> Noch Fragen?
> Aber: Trotzdem funktioniert es einwandfrei!
Das ist ja die Hauptsache - auch wenn die Alarmierung dadurch dennoch
verzögert wird.
> "Thomas Heckmann" <ma...@thomasheckmann.de> scripsit/wrote:
>
>>> Übrigens genau derselbe Fall wie in zwei großen deutschen Städten,
>>> die dieselbe Vorwahl haben, aber in zwei verschiedenen Bundesländern
>>> liegen. Da gab (gibt?) es die 19 222 auch nur einmal, die
>>> Rettungsleitstelle (!) der kleineren der beiden hat(te) daher
>>> ebenfalls eine andere Rufnummer.
>>
>> Du sprichst doch nicht etwa von Ulm/Neu-Ulm (0731)?
>
> Nein, ich dachte an Ludwigshafen / Mannheim. Aber das Problem scheint
> es dann ja doch da und dort zu geben (oder wenigstens gegeben zu
> haben).
> Immerhin etwas besser zu merken als 57 33 03 ...
Ich würde eiskalt die 112 wählen und mich weitervermitteln lassen. Aber
auf der Hauptwache wird inzwischen fleißig gebaut, da soll demnächst die
integrierte Leitstelle hin. Landkreis Bad Dürkheim soll da IIRC auch mit
drauf. Mal schauen, wenn ich dran denke werde ich Samstag mal gucken wie
weit die sind, da bin ich sowieso auf der Wache.
Eike
Ja, ist bei uns bei Bränden u.ä. relativ normal und die Zusammenarbeit
klappt auch gut.
Die Unverletzten personen werden in den Bussen von der SEG Betreuung
versorgt und
können dann entweder nach Belüftung der Wohnungen wieder zurück dorthin oder
werden
mit dem Bus zu einer Unterkunft gebracht
> GRINS - aber die 222666 ist allemal besser als die als NOTRUF(!)
> beworbene 662023 der FF Lkr. München! (ich habe auch einige Zeit
> lang gebarucht, um mir diese Nummer zu merken)
und ich persönlich gestatte mir, mir diese Nummer _nie_ zu merken. :-)
Das gleiche gilt für die 19222 - die habe ich lange Zeit mit anderen
19er Rufnummern durcheinandergebracht, nie so richtig gemerkt, und
irgendwann habe ich mir gesagt: jetzt ist Schluß! Jetzt ist für mich die
Notrufnummer 112.
Hier einfach meine Gedanken dazu, aus "Kunden-Sicht":
Ich kenne im Notfall _eine_ Nummer: Und die heißt:
EINS-EINS-ZWO.
Und die kann ich auch noch (hoffentlich) dann _erinnern_ und _wählen_
(hoffentlich), wenn mir die Hosen flattern, oder der Arsch auf Grundeis
geht.
Bei _der_ Nummer war ich im Münchner Raum bisher nur zweimal
"Ernstfall-Kunde" (beide Male nicht als "unmittelbar Betroffener",
sondern als der, "der anruft") . Sorry, wenn ich unscharf schildere,
Datenschutz ist mir wichtig.
1.
Standort: Telefon-Ortsnetz München, aber im Landkreis.
Situation: Brauche Notarzt dringend. Situation unklar, wahrscheinlich
Lebensgefahr. Dialog:
"Feuerwehr"
"Rupp, ich brauche dringend den Notarzt"
"Von wo rufen Sie an?"
"[Angabe Ortsteil]"
"Moment"
[Klack]
"hier Rettungsleitstelle xxx" (die zuständige...) usw...
Das Gespräch lief schneller, als Du das hier lesen kannst.
Die zuständige Leitstelle hat Notarzt und Rettungswagen sehr schnell
geschickt. Ging noch gut. Ging alles ok. Freut mich heute noch :-)
2.
Standort: München. Nur D-Netz Handy greifbar.
Situation: Brand (eher klein???), bißchen unklar, aber es brennt
wirklich. Brauche Feuerwehr. Dialog:
"Polizei" (war mir vorher klar, D-Netz 110 und 112 gehen auf Polizei)
"Rupp, Grüß Gott. ich brauche die Feuerwehr" [folgt kleine Schilderung
der Situation, man läßt mich in Ruhe reden]
"Wir schicken die Feuerwehr. Und wir kommen auch."
nach einer Minute: Rückruf der Feuerwehr: Mit Leiter oder ohne?
[Antwort: Ohne]
nach zwei Minuten: Polizei vor Ort, erste Klärung.
nach vier Minuten: HLF trifft ein, löscht. Auch diesmal alles gut
gelaufen.
Sollte - so rein zufällig - vielleicht jemand von der Münchner
Feuerwehr oder der Polizei München hier mitlesen:
nochmal dankeschön!
mfg Peter.
ACK! Bei uns im Landkreis läuft die 19222 auf der gleichen integrierten
Leitstelle auf wie die 112. Zu was in aller Welt brauche ich dann die
19222 wenn ich mit 112 beim gleichen Disponenten auflaufe? Das schafft
doch innerhalb der Bevölkerung nur Verwirrung.
>
> Und die kann ich auch noch (hoffentlich) dann _erinnern_ und _wählen_
> (hoffentlich), wenn mir die Hosen flattern, oder der Arsch auf Grundeis
> geht.
>
Die ist seit Jahren etabliert, und jetzt will man der Bevölkerung wieder
was neues vermitteln, dabei ist die 112 auch noch längst nicht jedem
bekannt.
Gruß Ralf
--
Ralf Langanke
mailto:slan...@t-online.de
"Ralf Langanke" <slan...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BDF9A85...@t-online.de...
[112]
> Die ist seit Jahren etabliert, und jetzt will man der Bevölkerung wieder
> was neues vermitteln, dabei ist die 112 auch noch längst nicht jedem
> bekannt.
Siehst du, in Bayern ist seit Jahren die 19222 für den Rettungsdienst
bekannt - warum sollten (deiner Argumentation folgend) über 12 Millionen
Leute nun was Neues lernen???
In Bayern (und auch z.B. in BaWü oder den "neuen" Bundesländern) waren/sind
die Bürger SEHR WOHL in der Lage, zwischen medizinischen und sonstigen
Notfällen zu unterscheiden udn die entsprechend korrekte Rufnummer zu wählen.
Sollte es einem "Preiss´n" nicht gelingen,die richtige Nummer zu wählen
bestehen immer noch Standleitungen zwischen den Leitstellen bzw. beide Nummern
laufen in der selben Lst. auf.
Bayern hat - IMHO einzigartig in .de - mit der 19222 DIE Nummer für alle med.
Anliegen geschaffen. Egal ob Krankentransport, Notarzt, RTW, Berg- oder
Wasserunfall sowie ärztl. Bereitschaftsdienst - alle für med. Dinge relevanten
Einsatzmittel und Kräfte bekommst du landesweit unter der 19222 (mit Ausnahme
München - hier gibt´s Rufnummern-Wirrwar (Land/Stadt=unterschiedliche Nummern
für FW, eigene Nummer und Leitstelle für ärztl. Bereitschaftsdienst, getrennte
Nummern für RD und KTP (112/19222)
Die neuen Planungen für "integrierte Leitstellen" sehen vor, daß
Krankentransport und ärztl. Not-/Bereitschaftsdienst "draussen bleiben", d.h.
der Bürger hat nun statt weniger sogar MEHR Rufnummern, die er sich für seine
Bedürfnisse zurechtlegen muss. UND der Bürger muss nun ganz exakt
unterscheiden, ob er den Notarzt oder den ärtzl. Bereitschaftsdienst braucht,
ob er einen KTW benötigt oder den Rettungsdienst.
Das Hauptargument gegen die 112 als "einzige Nummer" ist und bleibt jedoch der
oft von mir zitierte Unwettereinsatz. Enorm viele Anrufer benötigen "nur" die
Feuerwehr (THL wie Wasser im Keller, Baum auf Dach etc.), lebensbedrohliche(!)
Situationen wie HI, Reanimation etc. gehen da zwangsweise "unter" bzw. werden
mindestens zeitverzögert abgefragt. Ich erinnere mich noch mit Grauen an die
"Jahrhundertstürme" Vivien und Wibke. Da war die 112 in München schlichtweg
BELEGT - und das, obwohl die 112 besondere Schaltungen hat, bei denenn es
eigentlich garkein Belegtzeichen geben dürfte. Jede Leitstelle hat
Vorkehrungen, um einen besonders grossen Andrang von Anrufen zu bewältigen.
Kaum eine Lst. kann in einem solchen Fall aber garantieren, daß dann auch
ausschliesslich _erfahrene_ und _komplett ausgebildete_ Kräfte die Telefone
besetzen. Logisches Fazit: Es sitzt ein "Nur-Feuerwehrmann" am Telefon und der
muss dann eine Entscheidung (=Einsatzmittelanforderung) bzgl. med. Dinge
treffen. Ein Bereich, in dem er selbst ggf. nur wenig oder im Extemfall keine
Erfahrung (und/oder Ausbildung) hat. Somit wird das eigentlich nur die FW(THL)
betreffende Chaos an den RD "durchgereicht", denn weniger qualifizierte
Abfrage ergibt fast zwangsweise einen "Überverbrauch" an RD-Einsatzmitteln
("sicherheitshalber den NAW, da lieg´ ich nie falsch") Es ist schon im
"normalen Tagesgeschäft" den routinierten und erfahrenen Lst-Mitarbeitern
nicht immer möglich, am Telefon die 100% exakt treffende (ABD, RTW, NA)
Entscheidung zu fällen - was erst, wenn statt dem erfahrenen Routinier ein
"Newbie" dransitzt?????
Ist es denn wirklich sooo schwer zu verstehen? Europa schreibt uns lediglich
vor, Anlaufstellen unter der "112" einzurichten, unter denen man jede Art von
Hilfe bekommt. Nirgenwo steht ein Verbot, zusätzlich Nummern für med. Dienste
etc. zu betreiben! (und die Polizei bleibt sowieso immer "ganz nobel" aussen
vor - Polizei und RD bzw. Polizei und FW hätten IMHO aber einen weit grösseren
Integrationsbedarf als FW und RD.......)
--
Gruß
Erich Kirchmayer
--
Es gibt Mediziner - und Chirurgen.....
www.notfallmedizin.de - Ausbildung im Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse.
umfangreiche Linkliste u.v.m.
Ich kann z.B. in einem Notfall - bitte nicht über Sinn oder Unsinn
disktuieren - gezielt eine Leitstelle
auserhalb meines Bereiches wählen, d.h. mit 089/19222 erreiche ich die
Leitstelle in München,
mit 069/19222 die in Frankfurt.
Aus diesem Sinn hat man sie damlas die 19222 eingeführt um gezielt
Leistellen zu erreichen
die ich mit 112 nicht bekäme.
Ansonsten sollte man sich wirklich nur die 110 und 112 merken.
Gruß
Jür - gelegentlicher "Kunde" einer echten HOTline (danke das es euch gibt) -
gen
Interessanter Punkt für Mobiltelefonnutzer, ansonsten weniger
interessant (konstruierte Beispiele mal weggelassen ;).
Was mir gerade auffällt, wenn ich Hesse im "Ausland", Bayern zB., die
112 rufe, um einen Drogennotfall zu melden, weil ich es aus Hessen so
gewohnt bin, daß bei dieser Nummer der RD kommt, kommt dann im
"Ausland", wo dieser Notruf bei der Polizei aufläuft, gleich die Polizei
mit, um zu ermitteln?
Fragend,
Markus
--
jagut,
'pruegeln' hoehrt sich etwas unsensibel an....
(HeKo in f.a-u-w)
"Markus Machner" <Machner...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9rrrl7$hba$03$1...@news.t-online.com...
> Was mir gerade auffällt, wenn ich Hesse im "Ausland", Bayern zB., die
> 112 rufe, um einen Drogennotfall zu melden, weil ich es aus Hessen so
> gewohnt bin, daß bei dieser Nummer der RD kommt, kommt dann im
> "Ausland", wo dieser Notruf bei der Polizei aufläuft, gleich die Polizei
> mit, um zu ermitteln?
Die Polizei MUSS tätig werden, wenn sich aus dem Anruf der Verdacht auf eine
vorliegenden Straftat ergibt.
--
Gruß
Erich Kirchmayer
--
Schlaganfall - ein NOTFALL!!
Manuel Schmidt schrieb:
--
> Bei uns ist die 19222 nun auch schon seit fast 15 Jahren etabliert, wird
> aber viel zu oft als DRK-Hotline "missbraucht", d.h. Blutspendetermine,
> Altkleidersammlung, Essen auf Rädern, EH/SM-Kurse etc. machen einen
> erheblichen Anteil der Gepräche über diese Nummer aus, [...]
Das wundert mich nicht. Schau mal, welche Rufnummer Du unter DRK im
Telefonbuch fettgedruckt findest ... (Klar, wer genauer hinschaut, sieht
auch, daß das die Rufnummer für den DRK-_Rettungsdienst_ ist und daß die
Geschäftsstelle eine andere Nummer hat - das kann man aber nicht von jedem
Bürger erwarten.)
> ebenso wie Nachfragen
> nach dem ÄND, für den wir auf unserer Leitstelle eigentlich gar nicht
> zuständig sind.
Wundert auch nicht - oft _sind_ die Leitstellen dafür ja zuständig, und
genügend Hersteller von "Notrufnummernlisten" (zum ans-Telefon-hängen, mit
Werbung drumherum) geben für dieses Anliegen die 19 222 an. Außerdem
dürfte oft genug für die 19 222 auch "Notarzt" angegeben sein, und der
wird ja gerne mit dem ÄND verwechselt.
Thomas Hochstein schrieb:
Das wundert mich nicht. Schau mal, welche Rufnummer Du unter DRK im
> Telefonbuch fettgedruckt findest ... (Klar, wer genauer hinschaut, sieht
> auch, daß das die Rufnummer für den DRK-_Rettungsdienst_ ist und daß die
> Geschäftsstelle eine andere Nummer hat - das kann man aber nicht von jedem
> Bürger erwarten.)
Auch die Telefonauskunft gibt mir jedesmal die 19222 wenn ich mich nach der
Nummer von irgeneinem KV erkundige. Beim 2. Anruf hab ich dann manchmal mehr
Glück ...
Gruß
Andreas