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Diskussionforum für Hanrath-Geschädigte

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Gerd Buchholz

unread,
May 21, 2010, 4:37:23 AM5/21/10
to
Es gibt nun ein Forum als Treffpunkt f�r alle Feuerwehrleute die durch
Hanrath gesch�digt wurden:

http://www.forum-der-feuerwehr.de/viewforum.php?f=9

Wer dort mitdiskutieren m�chte kann sich mit folgenden Zugangsdaten
anmelden:

Login: Hanrath-Opfer

Passwort: Hanrath-Opfer


Beteiligt Euch an den Diskussionen und tauscht Eure Erfahrungen mit den
Hanrath-Stiefeln aus.

Die Zeit dr�ngt. Wer seine Hanrath-Stiefel zur�ckgeben und seine
Forderungen bei Hanrath geltend machen will muss sich beeilen!

Gruss
Gerd

Peter Schwindt

unread,
May 21, 2010, 9:00:07 AM5/21/10
to
On Fri, 21 May 2010 10:37:23 +0200, Gerd Buchholz wrote:

[URL]

> Beteiligt Euch an den Diskussionen und tauscht Eure Erfahrungen mit den
> Hanrath-Stiefeln aus.

Ich glaube ja nicht, daß die Stiefel an der Diskussion teilnehmen werden.

Peter

Marc A. Hanefeld

unread,
Jun 2, 2010, 3:21:04 PM6/2/10
to
On Fri, 21 May 2010 10:37:23 +0200, Gerd Buchholz wrote:

> Login: Hanrath-Opfer
>
> Passwort: Hanrath-Opfer

Zum Glück ist ja Mißbrauch durch ausgeklügelte, mehrfach abgesicherte
Authentifizierungs-Methoden ausgeschlossen.

CU Marc

P.s.: Kaputte Stiefel? Kein Problem - wegschmeißen, fehlende
Einsatzbereitschaft deklarieren, neue bekommen. EOD.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 3, 2010, 4:29:01 AM6/3/10
to
"Marc A. Hanefeld" <ma...@doc-hanefeld.de> wrote:

>P.s.: Kaputte Stiefel? Kein Problem - wegschmei�en, fehlende

>Einsatzbereitschaft deklarieren, neue bekommen. EOD.

Tja...viele gerade l�ndliche Wehren nehmen das alles viel zu
pers�nlich. Die kaufen ihre Ausr�stung selbst, weil sie nix von der
Gemeinde bekommen, welche sich wiederum in's F�ustchen lacht und genau
dieses VErhalten f�rdert.

Das ist ein ziemlich schwieriger Mikrokosmos...f�r Au�enstehende eher
unverst�ndlich :) Was ich da alleine mit BOS-Funkzeugs alles erlebt
habe, da sind manche im Privat-PKW ausgestattet wie ein kleiner ELW.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Erich Kirchmayer

unread,
Jun 19, 2010, 4:22:35 AM6/19/10
to
Hi,

"Marc A. Hanefeld" <ma...@doc-hanefeld.de> schrieb:

> P.s.: Kaputte Stiefel? Kein Problem - wegschmeißen, fehlende
> Einsatzbereitschaft deklarieren, neue bekommen. EOD.

Eben nicht. Zum Einen kaufen (bzw. kauften) auch Feuerwehren/Gemeinden
bei Hanrath ein, zum Anderen gibt es immer Leute, die mit den zur
Verf�gung gestellten Dienstschuhen nicht zufrieden sind und sich selbst
andere Modelle kaufen. Auch gibt es Modelle wie "Kleiderkasse", bei
denen ein Mitarbeiter monatlich eine bestimmte Summe erh�lt, die er f�r
den Kauf von (Arbeits-/Dienst-)Kleidung verwenden kann. Paralell dazu
besteht mit manchen Lieferanten dann eine Art Rahmenvertrag, der gute
Konditionen garantiert, wenn jemand dort sein "Kleidergeld" ausgibt.
Es gibt nat�rlich auch Leute, die sich ihre Klamotten selbst beschaffen,
weil sie diese auch privat nutzen wollen. (z.B. eignen sich FW-Stiefel
auch f�r private Arbeiten auf der eigenen "H�usle-Baustelle", im Wald
etc.)

In allen F�llen haben die K�ufer - egal ob Gemeinde, Privat oder
"Kleiderkasse" die A-Karte, wenn ein Hersteller entgegen seiner Werbung
etc. nicht zugelassene Produkte verkauft und sich Regress- bzw.
Garantieanspr�chen etc. durch Insolvenz oder eigenartige Umfirmierungen,
Firmensitzverlagerungen etc. entzieht.

Das Verhalten von Hanrath ist in meinen Augen �usserst verwerflich. Wie
inzwischen sicher ist, wurden nicht zugelassene Schuhe verkauft und
damit Leben und Gesundheit von FW-Leuten und anderen BOS-Leuten
riskiert. Zudem h�tte die Preispolitik andere Hersteller durchaus massiv
treffen k�nnen, so dass diese trotz einwandfreier Ware in die Insolvenz
gehen h�tten k�nnen.

Ich bin jedenfalls ganz froh, schon vor Jahren den richtigen Riecher
gehabt zu haben. Als damals ein Kollege mit dem Hanrath-Katalog kam und
meinte "schau mal, wie Haix, aber um die H�lfte billiger" war ich gleich
skeptisch, denn die Schuhe aus Bayern kannte und sch�tzte ich - und
pl�tzlich soll das Gleiche zum halben Preis machbar sein? Ich habe es
damals bleiben lassen und mir im nahen Mainburg g�nstige B-Ware des
"Originals" geholt.....


Gru�

Erich

--
Lebe heute und freue dich auf morgen.

Udo Burkhard

unread,
Jun 19, 2010, 7:29:50 AM6/19/10
to
Am 19.06.2010 10:22, schrieb Erich Kirchmayer:
> In allen F�llen haben die K�ufer - egal ob Gemeinde, Privat oder
> "Kleiderkasse" die A-Karte, wenn ein Hersteller entgegen seiner Werbung
> etc. nicht zugelassene Produkte verkauft und sich Regress- bzw.
> Garantieanspr�chen etc. durch Insolvenz oder eigenartige Umfirmierungen,
> Firmensitzverlagerungen etc. entzieht.

Ein Kauf k�me ja gar nicht zustande, wenn man sich als (gewerblicher)
K�ufer an die Regeln der GUV-V A1 � 29 ff halten w�rde (kein Kauf bzw.
keine PSA ohne g�ltige Konformit�tserkl�rung).

Aber wenn diese nette Kleinigkeit �bersehen wird ... that's life.

Gr��e, Udo


Herbert Bloos

unread,
Jun 21, 2010, 6:26:40 AM6/21/10
to
Erich Kirchmayer wrote:
>
> In allen Fällen haben die Käufer - egal ob Gemeinde, Privat oder
> "Kleiderkasse" die A-Karte, wenn ein Hersteller entgegen seiner Werbung
> etc. nicht zugelassene Produkte verkauft und sich Regress- bzw.
> Garantieansprüchen etc. durch Insolvenz oder eigenartige Umfirmierungen,
> Firmensitzverlagerungen etc. entzieht.

Strafrechtlich kann sich Nick Heimann seiner Verantwortung durch den
Verkauf der Hanrath Schuh GmbH an das Bestattungsunternehmen Edelmann
nicht entziehen.

Es gibt auch schon Betrugsanzeigen :-) Ausserdem läuft gegen Nick
Heimann in Heinsberg ein Strafverfahren.

Im Fall "Hanrath" dürfte auch das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz
greifen:

"Nach § 8 Abs. 2 des GPSG haben die zuständigen Marktaufsichtsbehörden
eine wirksame Überwachung des Inverkehrbringens von Produkten sowie der
in den Verkehr gebrachten Produkte auf der Grundlage eines
Überwachungskonzepts zu gewährleisten. Deshalb haben nach § 8 Abs. 3 des
GPSG die zuständigen obersten Landesbehörden die Koordinierung der
Überwachung des Inverkehrbringens von Produkten sowie der in den Verkehr
gebrachten Produkte, die Entwicklung und Fortschreibung eines
Überwachungskonzepts und die Vorbereitung länderübergreifender Maßnahmen
zur Abwendung erheblicher Gefahren sicher zu stellen.

Im Gegensatz zum Produktsicherheitsgesetz sieht das neue GPSG auch
Sanktionen vor: Geldstrafen (§ 19) bis zu 3.000 Euro bei minderen und
30.000 Euro bei schweren bzw. wiederholten Verstößen und bei
vorsätzlicher oder fahrlässiger Schädigung des Verbrauchers durch eine
Vernachlässigung der Pflichten aus dem GPSG sogar bis zu einem Jahr
Freiheitsstrafe (§ 20) drohen nun dem nachlässigen Hersteller oder Händler."

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%A4te-_und_Produktsicherheitsgesetz

http://bundesrecht.juris.de/gpsg/

> Das Verhalten von Hanrath ist in meinen Augen äusserst verwerflich. Wie

> inzwischen sicher ist, wurden nicht zugelassene Schuhe verkauft und
> damit Leben und Gesundheit von FW-Leuten und anderen BOS-Leuten

> riskiert. Zudem hätte die Preispolitik andere Hersteller durchaus massiv
> treffen können, so dass diese trotz einwandfreier Ware in die Insolvenz
> gehen hätten können.

Die anderen Hersteller sind auch nicht gut auf Hanrath zu sprechen.

Leider dauert das Trauerspiel viel zu lange. Die Behörden scheinen da
zahnlose Tiger zu sein.

Herbi

Udo Burkhard

unread,
Jun 21, 2010, 7:56:19 AM6/21/10
to
Am 21.06.2010 12:26, schrieb Herbert Bloos:
> Die Behörden scheinen da zahnlose Tiger zu sein.

Wieso?
Es gibt Widerspruchsverfahren und mehr, mit denen sich entgültige
rechtliche / richterliche Entscheidungen hinauszögern lassen, ganz legal.

Und das ist auch gut so ...

Manuel Schmidt

unread,
Jun 21, 2010, 11:51:24 AM6/21/10
to
Am 19.06.2010 13:29, schrieb Udo Burkhard:
> Ein Kauf käme ja gar nicht zustande, wenn man sich als (gewerblicher)
> Käufer an die Regeln der GUV-V A1 § 29 ff halten würde (kein Kauf bzw.
> keine PSA ohne gültige Konformitätserklärung).

Schwierig wird es halt, wenn der Händler und/oder Hersteller eine
Konformitätserklärung vorlegt.
- Ob sie: noch gültig ist.
- das geprüfte Baumuster mit den jetzt gebauten Sachen übereinstimmt
- die prüfende Stelle auch eine für PSA-Prüfungen ausgewiesene Stelle ist
- das Zertifikat nicht ggf. komplett gefälscht ist.

Der Aufwand wird schnell so groß, dass man in gewisser weise dem Händler
doch irgendwann glauben muss.
Zumindest bis zu dem PUnkt, wo es die Spatzen von den Dächern pfeifen.

Manuel

Udo Burkhard

unread,
Jun 21, 2010, 1:15:22 PM6/21/10
to
Moin,

Am 21.06.2010 17:51, schrieb Manuel Schmidt:

> Schwierig wird es halt, wenn der Händler und/oder Hersteller eine
> Konformitätserklärung vorlegt.

Nö, wieso? Wenn er die vorlegt, ist bei seriösen Herstellern alles paletti.


> - Ob sie: noch gültig ist.

Die Konformitätserklärung hat kein "Ablaufdatum"; die Zertifikate der
Baumusterprüfung schon ...


> - das geprüfte Baumuster mit den jetzt gebauten Sachen übereinstimmt

Das überprüft entweder die zertifizierende Stelle (nach Art. 11A, RL
89/686/EWG) im Abstand von mindestens 1 Jahr) oder der Hersteller selbst
im Rahmen eines QM unter Überwachung der zertifizierenden Stelle (nach
Art. 11B, RL 89/686/EWG).
Hanrath hatte nach 11A prüfen lassen. Dabei sind ja die Probleme
aufgefallen.
Danach fingen dann die Probleme an, weil Hanrath offenbar nicht Willens
war, die Beanstandungen abzustellen. Und damit fingen die behördlichen
Mühlen zu mahlen an ...


> - die prüfende Stelle auch eine für PSA-Prüfungen ausgewiesene Stelle ist

Andere Stellen dürfen gar nicht prüfen. Da in der Konformtitätserklärung
die zertifizierende Stelle angegeben werden muss, lässt sich das relativ
leicht über die entsprechenden Datenbanken abprüfen (www.baua.de ->
Geräte- und Produktsicherheit -> Prüfstellenverzeichnisse)
Einige der notifizierten Stellen bieten sogar von sich aus auf ihrer
Homepage eine Liste der von ihnen zertifizierten Produkte.


> - das Zertifikat nicht ggf. komplett gefälscht ist.

Siehe oben. Anhand der Herstellerangaben lässt sich relativ leicht eine
Plausibilitätsprüfung durchführen.
Du kannst dich auch jederzeit an die ICSMS (Europäische
Marktüberwachung) wenden
https://www.icsms.org/


> Der Aufwand wird schnell so groß, dass man in gewisser weise dem Händler
> doch irgendwann glauben muss.
> Zumindest bis zu dem PUnkt, wo es die Spatzen von den Dächern pfeifen.

Natürlich musst du dem Hersteller einen gewissen Vertrauensvorschuss
gewähren; aber du hast die Möglichkeiten, bei Bedenken jederzeit eine
Plausibilitätsprüfung durchzuführen.

Nur, wenn nur irgendwelche formlosen Erklärungen oder papierlose
Beteuerungen abgegeben werden, könnte/sollte/müsste man stutzig werden ...

Tschuldigung,
aber wenn ein Hersteller bei PSA sehr deutlich unter dem
Durchschnittspreis des Marktes liegt, muss doch irgendwo gespart werden ...

Grüße, Udo.

Erich Kirchmayer

unread,
Jun 26, 2010, 4:41:13 AM6/26/10
to
Hi,

Udo Burkhard <u.bur...@gmx.de> schrieb:

> Am 19.06.2010 10:22, schrieb Erich Kirchmayer:
> > In allen F�llen haben die K�ufer - egal ob Gemeinde, Privat oder
> > "Kleiderkasse" die A-Karte, wenn ein Hersteller entgegen seiner
> > Werbung etc. nicht zugelassene Produkte verkauft und sich Regress-
> > bzw. Garantieanspr�chen etc.

> Ein Kauf k�me ja gar nicht zustande, wenn man sich als (gewerblicher)
> K�ufer an die Regeln der GUV-V A1 � 29 ff halten w�rde (kein Kauf
> bzw. keine PSA ohne g�ltige Konformit�tserkl�rung).

Und wenn der Hersteller diese Papiere liefert? Wie aus der Hanrath-Story
ersichtlich ist, hatten die Schuhe mal alle erforderlichen
Pr�fungen/Zulassungen. Dann wieder nicht, dann angeblich wieder schon
usw.

Es ist auch durchaus m�glich, dass einwandfreie Schuhe produziert
wurden, die allen Richtlinien entsprechen und f�r die die Zertifikate,
Bescheinigungen usw. G�ltigkeit haben. Sp�ter kamen dann eben Fehler und
es wurde munter weiterproduziert. Bis zur n�chsten Pr�fung eben.
Zualssung weg, im Ausland erneut gepr�ft, Zulassung wieder da. In
Deutschland gepr�ft, Zulassung wieder weg - wer soll da als K�ufer noch
durchblicken bzw. wissen, ob seine Ware einwandfrei ist oder nicht?

Herbert Bloos

unread,
Jun 28, 2010, 3:39:05 AM6/28/10
to

Bei der Beharrlichkeit mit der Hanrath seit langer Zeit gegen die
Untersagungsverfügungen verstösst und bei den Straftaten die von
Heinsberg aus gemacht wurden hätten die Behörden schon längst
wirkungsvoller Eingreifen müssen.

Hanrath ist doch denen erfolgreich auf der Nase rumgetanzt.

Auch wenn einzelne Verfahren legal durch juristische Tricks verzögert
wurden hätten die Behörden genug Mittel und Wege gehabt mit anderen
flankierenden Verfahren und Massnahmen wirksam die Betrügereien mit den
mangelhaften Feuerwehrstiefeln zu erschweren bzw. zu verhindern.

Herbi

Herbert Bloos

unread,
Jun 28, 2010, 4:17:40 AM6/28/10
to
Erich Kirchmayer wrote:
> Hi,
>
> Udo Burkhard <u.bur...@gmx.de> schrieb:
>
>> Am 19.06.2010 10:22, schrieb Erich Kirchmayer:
>>> In allen Fällen haben die Käufer - egal ob Gemeinde, Privat oder

>>> "Kleiderkasse" die A-Karte, wenn ein Hersteller entgegen seiner
>>> Werbung etc. nicht zugelassene Produkte verkauft und sich Regress-
>>> bzw. Garantieansprüchen etc.
>
>
>> Ein Kauf käme ja gar nicht zustande, wenn man sich als (gewerblicher)
>> Käufer an die Regeln der GUV-V A1 § 29 ff halten würde (kein Kauf
>> bzw. keine PSA ohne gültige Konformitätserklärung).

>
> Und wenn der Hersteller diese Papiere liefert? Wie aus der Hanrath-Story
> ersichtlich ist, hatten die Schuhe mal alle erforderlichen
> Prüfungen/Zulassungen. Dann wieder nicht, dann angeblich wieder schon
> usw.
>
> Es ist auch durchaus möglich, dass einwandfreie Schuhe produziert
> wurden, die allen Richtlinien entsprechen und für die die Zertifikate,
> Bescheinigungen usw. Gültigkeit haben. Später kamen dann eben Fehler und
> es wurde munter weiterproduziert. Bis zur nächsten Prüfung eben.
> Zualssung weg, im Ausland erneut geprüft, Zulassung wieder da. In
> Deutschland geprüft, Zulassung wieder weg - wer soll da als Käufer noch
> durchblicken bzw. wissen, ob seine Ware einwandfrei ist oder nicht?
>

Hanrath hatte im Zeitraum vom 2003 bis 2006 überhaupt keine gültigen
Zertifikate. Keine gültige Baumusterprüfung, keine nachgewiesene
Qualitätsicherung. 2007 hat dann das PFI zeitweise eine Baumusterprüfung
durchgeführt. Das Zertifikat wurde dann am 12.01.2007 zurückgezogen:

- http://img260.imageshack.us/img260/8697/hanrathzertifikatku7.gif

Danach haben die das CTC in Lyon mit der Baumusterprüfung und der
Qualtitätsicherung beauftragt. Da gab es auch Probleme:

Das Feuerwehr-Magazin hat im Heft 4/2009 einen Artikel über die
Untersagungsverfügungen gegen die Firma Hanrath Schuh-GmbH
veröffentlicht. In diesem Artitel wurde auch eine Stellungnahme des
Geschäftsführers abgedruckt.

Nick Heimann, Geschäftsführer der Firma Hanrath wird dort u.A. wie folgt
zitiert:

[...] In Anbetracht, dass eine weitere Zusammenarbeit mit dem
Prüfinstitut CTC in Lyon nicht mehr möglich war, wurde von Hanrath die
Zusammenarbeit gekündigt. Seit dem 30. April 2008 steht Hanrath laut dem
Test von CTC für die Feurwehrstiefel die 11A zu. CTC hat absichtlich
falsche Tests erstellt. In den Gesprächen mit CTC war deutlich zu
entnehmen dass Hanrath negative Tests haben muss. Wie auch in
Österreich, so ist auch bei CTC Korruption im Spiel. Hanrath muss
vernichtet werden. [...]

Quelle: Stellungnahme Nick Heimann, Feuerwehr-Magazin 4/2009

Im aktuellen Feuerwehr-Magazin, Heft 9/2009, Seite 5 ist nun in Form
eines Leserbriefes eine Gegendarstellung von Jean-Claude Cannot,
Direktor für CE-Prüfzeichen, Lyon veröffentlicht:

[...] Die Behauptungen von Herrn Nick Heimann der Firma Hanrath Schuh
GmbH in Ihrer Ausgabe 4/2009 sind diffamierend. Deshalb verlangen wir zu
diesen Äußerungen, insbesondere zum Punkt 13, eine Gegendarstelltung.

* CTC hat nie absichtlich einen Test gefälscht; wir fragen uns,
warum wir das tun sollten?

* Im Zusammenhang mit dem beanstandeten Modellen Profi, Profi Plus,
Ultrag, Spark und 865U hat CTC gemäß Artikel 10 der Richtlinie 86/686/CE
CE-Prüfbescheinigungen vom "Typ AET" ausgestellt und gemäß Artikel 11A
für diese Modelle das Verfahren eingeleitet. Nach mehreren Audits und
Prüfungen von Mustern konnten wir aufgrund von Mängeln die AET 11A nicht
erteilen, da die Produkte nicht den Anforderungen der Norm EN 15090
entsprechen und daher auch nicht die wichtigsten Anforderungen der
Richtlinien 89/686/CE erfüllen. [...]

Quelle: Gegendarstellung als Leserbrief des CTC, Lyon, Feuerwehr-Magazin
9/2009


Dem gegenüber stehen die Lügen der Firma Hanrath Schuh GmbH. Wie z.B. diese:

- http://www.hanrath-schuhe.de/01.images/Stellungnahme.pdf

Oder diese Fälschung:

- http://meinews.niuz.biz/f-t264587.html

- http://www.feuerwehr.de/news/2008/09/24/faelschung.jpg


Bei dieser geballten kriminellen Energie haben Kunden wenig
Möglichkeiten diese Machenschaften zu durchschauen.

Angesichts der hohen Anzahl der Untersagungsverfügungen und der
Gerichtsprozesse die Hanrath in diesem Zusammenhang verloren hat
bezweifle ich stark die Existenz von normkonformen und damit auch
sicheren Feuerwehrstiefel aus dem Hause Hanrath. Die haben doch einfach
keine Ahnung wie man sichere Feuerwehrstiefel herstellt.

Herbi


Udo Burkhard

unread,
Jun 28, 2010, 4:50:09 AM6/28/10
to
Am 28.06.2010 09:39, schrieb Herbert Bloos:

> Auch wenn einzelne Verfahren legal durch juristische Tricks verzögert
> wurden hätten die Behörden genug Mittel und Wege gehabt mit anderen
> flankierenden Verfahren und Massnahmen wirksam die Betrügereien mit den
> mangelhaften Feuerwehrstiefeln zu erschweren bzw. zu verhindern.

Stimmt zwar im Prinzip.
Aber du vergisst die chronisch personelle Unterbesetzung der
Überwachungs- und Vollstreckungsbehörden sowie die chronische
Überlastung der Verwaltungsgerichte und die damit zwangsläufig
verbundenen zeitlichen Verzögerungen.

Und es gilt noch ein weiterer Spruch:
Wo kein Kläger, da kein Richter.

Da kaum ein (kein!?) Käufer nach Konformitätserklärungen gefragt und
aufgrund dieser fehlenden Konformitätserklärungen die zuständige
Überwachungsbehörde informiert hat ...

C'est la vie.

Grüße, Udo


Herbert Bloos

unread,
Jun 28, 2010, 5:20:48 AM6/28/10
to
Udo Burkhard wrote:

> Da kaum ein (kein!?) Käufer nach Konformitätserklärungen gefragt und
> aufgrund dieser fehlenden Konformitätserklärungen die zuständige
> Überwachungsbehörde informiert hat ...

Doch, das haben viele getan. Die wurden dann aber angelogen.

Heute kann man noch ein gutes Beispiel für die Lügen von Hanrath auf
deren Webseite abrufen:

----------------------------------------------------------------------------------------

Stellungnahme Hanrath Schuh-GmbH
zur Veröffentlichung BAUA 09.05.2008
Untersagungsverfügung Bezirksregierung Köln
Feuerwehrstiefel, Typ Profi Plus, Profi, Ultra, Spark, 865 U
In der Veröffentlichung durch das BAUA versucht die Bezirksregierung
Köln zu Un-
recht und rechtswidrig den Eindruck zu erwecken, unserem Unternehmen
seien im
Rahmen von Untersagungsverfügungen 2007 Herstellung und Vertrieb von Feuer-
wehrstiefeln wegen festgestellter Mängel und wegen Fehlens gültiger
Zertifikate unbe-
fristet untersagt worden. Diese Behauptung ist nachweislich falsch und
entbehrt jeder
Grundlage. Richtig ist lediglich, dass die Bezirksregierung Köln sich am
12.02.2007
veranlasst sah, uns den Verkauf von Feuerwehrstiefeln vorübergehend zu
untersa-
gen, weil angeblich sicherheitstechnische Mängel festgestellt wurden,
die die Absatz-
höhe und die Antistatik betrafen. Mit Prüfbericht vom 19.03.2007 hat das
Prüf- und
Forschungsinstitut Pirmasens e.V. (PFI) die von uns hergestellten
Feuerwehrstiefel
vorbehaltslos wieder zertifiziert. Zwischen dem 25.07. und 03.08.2007
wurden sodann
die von uns hergestellten Einzelmodelle entsprechend EN 15090 durch das
Centre
Technique Cuir Chaussure Maroquinerie (CTC), Lyon, zertifiziert. Ab
12.02.2007 hat
die Bezirksregierung Köln weder Grund noch Veranlassung gehabt, die von
uns her-
gestellten Produkte zu beanstanden und erst recht keine
Untersagungsverfügungen
zu erlassen.
Alleine die Tatsache, dass die Bezirksregierung Köln sich als zuständige
Behörde
veranlasst sieht, im April/Mai 2008 durch das BAUA die beanstandeten
Veröffentli-
chungen zu veranlassen, dürfte für sich selbst sprechen.
Es besteht daher kein Grund zur Verunsicherung unserer Kunden: Die von
uns ver-
triebenen Produkte sind zertifiziert und mängelfrei.
Sollte dennoch bei Ihnen ein weiterer Aufklärungsbedarf bestehen, bitten
wir um Ter-
minvorschläge zwecks Besuchen bei den Feuerwehren, um Ihre Fragen zu beant-
worten. Alle Stiefel, die die Hanrath Schuh-GmbH vertreibt, können
weiterhin beden-
kenlos gekauft und genutzt werden.
Wir haben zwischenzeitlich anwaltlichen Rat eingeholt, um für eine
Klarstellung durch
die Bezirksregierung Köln Sorge zu tragen.

Wir danken für Ihr Verständnis und Ihr Vertrauen

Ihr Hanrath – Team

Nick Heimann (Geschäftsführer)

----------------------------------------------------------------------------------------

siehe hier: http://www.hanrath-schuhe.de/01.images/Stellungnahme.pdf

Das vom Geschäftsführer Nick Heimann unterschriebene Dokument wurde laut
den Angaben im PDF-File am 27.05.2008 erstellt.

Am 21.04.2008 hat die BAUA die erste Untersagungsverfügung in der
Hanrath untersagt wurde die Feuerwehrstiefel in Verkehr zu bringen
veröffentlicht:

----------------------------------------------------------------------------------------

Feuerwehrstiefel, Typ: Profi Plus, Profi, Ultra, Spark, 865 U

EAN-Code: nicht bekannt

Firma Hanrath Schuh GmbH, Gladbacher Straße 27, 52525 Heinsberg

Hauptmangel: Die Anforderungen an die Antistatik sind nicht erfüllt. Die
gemessenen Werte liegen oberhalb 1014 Ohm. Somit sind die Schuhe
isolierend und zeigen keinerlei antistatische Eigenschaften. Im Fehlen
der aufgrund der Kennzeichnung ausgewiesenen antistatischen
Eigenschaften ist ein gravierender sicherheitstechnischer Mangel zu
sehen, der bei Auftreten von Ex-Atmosphäre zu einer massiven Gefährdung
des Trägers führen kann.
Die gemessenen Werte an dem sichergestellten Feuerwehrstiefel "Profi
Plus" bezüglich des Steilfrontabsatzes sind mit 8 mm zu niedrig.
Vorgeschrieben sind mindestens 10 mm, damit der Feuerwehrstiefel die
Normanforderungen an die Trittsicherheit erfüllt.

Betroffen von der Untersagungsverfügung sind folgende
Herstellungs-Zeiträume, für die für die Stiefel kein gültiges Zertifikat
vorgewiesen werden konnte.

12.01.2007 - 21.03.2007 für die Feuerwehrstiefel des Typs: Profi Plus,
Profi, Ultra, Spark und 865U
26.04.2007 - 24.07.2007 Typ: Profi Plus,
26.04.2007 - 01.08.2007 Typ: Profi,
26.04.2007 - 02.08.2007 Typ: Spark und
26.04.2007 - 28.08.2007 Typ: Ultra

Zuständige Behörde: Bezirksregierung Köln, 50606 Köln, Dienstgebäude:
Borcherstraße 20, 52072 Aachen

Aktenzeichen: 57.2.8221-Go/Wa (UV 002/07)

----------------------------------------------------------------------------------------

Spätestens da muss der verantwortliche Geschäftsführer Nick Heimann
gewusst haben das seine Feuerwehrstiefel mangelhaft sind.

Trotzdem lügt er seine Kunden und Interessenten an und behauptet das
seine Feuerwehrstiefel sicher sind:

"Die von uns vertriebenen Produkte sind zertifiziert und mängelfrei."

Seither wurde diese Lügen mehrfach gerichtlich und durch Sachverständige
widerlegt.

Es gibt inzwischen Gerichtsverfahren in denen nachgewiesen wurde das
Hanrath bewusst Kunden auf deren Nachfrage nach den Zertifikaten usw.
angelogen wurden.

Herbi


Herbert Bloos

unread,
Jun 28, 2010, 5:25:31 AM6/28/10
to
Herbert Bloos wrote:

> Udo Burkhard wrote:
>
>> Da kaum ein (kein!?) Käufer nach Konformitätserklärungen gefragt und
>> aufgrund dieser fehlenden Konformitätserklärungen die zuständige
>> Überwachungsbehörde informiert hat ...

ich habe gerade noch was gefunden:

http://www.hanrath-schuhe.de/01.images/Mitbewerber.pdf

Hier sind die Zertifikate des CTC abgebildet. Damit haben die Kunden und
interessenten "ruhiggestellt".

Inzwischen hat sich herausgestellt das Hanrath da auch mit gezinkten
Karten gespielt hat:

Nick Heimann:

"In Anbetracht, dass eine weitere Zusammenarbeit mit dem Prüfinstitut
CTC in Lyon nicht mehr möglich war, wurde von Hanrath die Zusammenarbeit
gekündigt. Seit dem 30. April 2008 steht Hanrath laut dem Test von CTC
für die Feurwehrstiefel die 11A zu. CTC hat absichtlich falsche Tests
erstellt. In den Gesprächen mit CTC war deutlich zu entnehmen dass
Hanrath negative Tests haben muss. Wie auch in Österreich, so ist auch
bei CTC Korruption im Spiel. Hanrath muss vernichtet werden."

Herbi

Erich Kirchmayer

unread,
Jun 28, 2010, 12:56:15 PM6/28/10
to
Hi,

Herbert Bloos <her...@gmx.net> schrieb:

> Die haben doch
> einfach keine Ahnung wie man sichere Feuerwehrstiefel herstellt.

Was nach den vielen Prüfungen ansich unwahrscheinlich ist, denn es
wurden die Mängel ja genannt. Und die waren jetzt nix so Weltbewegendes,
dass man es in einer Produktionslinie nicht abstellen hätte können.
Absatz 2mm zu niedrig, brennende Schnürsenkel udn falsches Material
(nicht antistatisch) der Sohle. Der normale Hersteller sucht sich einen
anderen Zulieferer und alles ist gut.

Statt seine Fehler einzugestehen, hat Hanrath aber weiter auf Beschiss
und Preisdumping spekuliert. Man hätte auch frontal nach vorne gehen
können und zugeben "ja, wir haben Mist gebaut, wir haben unseren Sohlen-
und Schnürsenkellieferanten gewechselt und nun gibt´s ordentliche und
ehrlich geprüfte Qualität, allerdings für 20% Mehrpreis". Man hätte -
wenn man es geschickt gemacht hätte - die ganze Affäre sogar einem
unbekanntem Zulieferer in die Tasche schieben können. Es ist heute ja
üblich, dass Produkte aus Bestandteilen mehrerer Zulieferer gebaut
werden (siehe z.B. Toyota-Gaspedal)

Herbert Bloos

unread,
Jun 28, 2010, 1:04:18 PM6/28/10
to

hi

dieser Weg stand denen Anfangs noch offen. Nach den Verleumdungen und
den Tritten die die dann in viele Richtungen ausgeteilt haben war doch
Hanraths Glaubwürdigkeit schon recht bald am Boden.

Die haben doch schon 2007 angefangen User in Dikussionsforen mit
Schadensersatzdrohungen einzuschüchtern.

Die Heimanns die hinter Hanrath standen bzw. noch teilweise stehen haben
doch inzwischen genug auf dem Kerbholz. Der Senior ist doch schon von
eimem Strafgericht verurteilt worden. Der Junior darf demnächst wegen
einer Latte von Straftaten beim Gericht antanzen.

Da kann man doch keine Ehrlichkeit mehr erwarten.

Herbi

Udo Burkhard

unread,
Jun 29, 2010, 3:05:50 AM6/29/10
to
Am 28.06.2010 11:20, schrieb Herbert Bloos:

> Doch, das haben viele getan. Die wurden dann aber angelogen.
>
> Heute kann man noch ein gutes Beispiel für die Lügen von Hanrath auf
> deren Webseite abrufen:

<snip>

> Stellungnahme Hanrath Schuh-GmbH
> zur Veröffentlichung BAUA 09.05.2008

<snip>


Derartige Beteuerungen ersetzen nunmal nicht die EG-Konformitätserklärung.

Der Stein kam ja erst richtig ins Rollen, als fast ein Jahr(!) nach der
ersten Untersagungsverfügung jemand in einem Forum auf die
Untersagungsverfügung hinwies.

Sprich, es hat sich niemand der Beschaffer ernsthaft Gedanken um seine
rechtlichen Pflichten gemacht geschweige denn, die Überwachungsbehörde
über die fehlenden Konformitätserklärungen informiert.

Ich habe gerade auch einen derartigen Fall vorliegen.
Ein Schutzhandschuh-Hersteller weigert sich, mir die
EG-Konformitätserklärung für eines seiner Produkte auszuhändigen.
Gestern erfolgte eine Fristsetzung für die Zusendung, kommt bis Freitag
nichts, geht die Info an die zuständige Überwachungsbehörde.
(Aus der Beschaffungsplanung ist dieser Hersteller allerdings bereits
jetzt schon raus, auch wenn die Produkte preislich interessant sind
... ;) )

Grüße
Udo


Udo Burkhard

unread,
Jun 29, 2010, 3:15:04 AM6/29/10
to
Am 28.06.2010 11:25, schrieb Herbert Bloos:

> ich habe gerade noch was gefunden:
>
> http://www.hanrath-schuhe.de/01.images/Mitbewerber.pdf
>
> Hier sind die Zertifikate des CTC abgebildet. Damit haben die Kunden und
> interessenten "ruhiggestellt".

Das sind die (unvollständigen - es fehlen ein paar Seiten)
Baumusterprüfbescheinigungen.

Diese sind zum einen befristet, zum zweiten ersetzen sie in keinem Fall
die EG-Konformitätserklärung.


Unbestritten ist, das Hanrath sehr zweifelhafte Vertriebsmethoden
hat(te), genauso unbestritten ist, das (gewerbliche) Hanrath-Kunden -
und dazu zähle ich auch Feuerwehren und Hilfsorganisationen - sich nicht
an ihre gesetzlichen Pflichten (die EG-Konformitätserklärung muss
vorliegen) gehalten haben.

Es wurden Fehler auf beiden Seiten gemacht.

Herbert Bloos

unread,
Jun 29, 2010, 5:25:18 AM6/29/10
to

Ich bezweifle das Feuerwehren / Gemeinden bzw. Hilfsorganisationen als
gewerbliche Kunden angesehen werden können.

Herbi

gUnther nanonüm

unread,
Jun 29, 2010, 7:41:20 AM6/29/10
to

"Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:i0ce5u$86e$00$1...@news.t-online.com...


>> Es wurden Fehler auf beiden Seiten gemacht.
>
> Ich bezweifle das Feuerwehren / Gemeinden bzw. Hilfsorganisationen als
> gewerbliche Kunden angesehen werden können.

Hi,
aber hallo, genau das sind sie. Sie bestellen auf Rechnung, oder? Noch dazu
meist per "schicken sie uns dies&das, Rechnung wie immer an den
Kämmerer...jaja"...deshalb ist das ja auch so lange untergegangen, konnte
der Schmuh weiterlaufen. Daß dadrin System steckte, merkten die Träger der
Schuhe selber ja nicht, die hatten mit den Preisen und der Bezahle wenig zu
tun.

--
mfg,
gUnther


Udo Burkhard

unread,
Jun 29, 2010, 7:45:07 AM6/29/10
to
Hi,

Am 29.06.2010 11:25, schrieb Herbert Bloos:

> Ich bezweifle das Feuerwehren / Gemeinden bzw. Hilfsorganisationen als
> gewerbliche Kunden angesehen werden können.

Arbeitsschutzrechtlich ist der Begriff der "Unternehmen" einheitlich in
§ 121 SGB VII, der des "Unternehmers" in § 136 Abs. 3 SGB VII definiert.

Durch diese einheitliche Definition gelten für Unternehmen, in denen
Versicherte nach § 2 Abs. 1 speziell Nr. 9, 10, 12 tätig sind, faktisch
die gleichen arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen wie für den
gewerblichen Betrieb.

Als Unternehmer gilt somit bei Feuerwehren der Bürgermeister als
gesetzlicher Vertreter der Kommune, bei Hilfsorganisationen der
BGB-Vorstand als gesetzlicher Vertreter des Vereins.

Staatliches Arbeitsschutzrecht, das direkt auf "Beschäftigte" abzielt
(Ehrenamtlich Tätige sind keine Beschäftigten im Sinne des ArbSchG), ist
über die Bestimmungen der GUV-V A1 z.B. im Rahmen der
Gefährdungsbeurteilung nicht nur auf Beschäftigte sondern auch auf
andere Versicherte anzuwenden.

Grüße, Udo.

Herbert Bloos

unread,
Jun 29, 2010, 10:25:23 AM6/29/10
to

Blödsinn! Viele Firmen liefern gegen Rechnung. Auch an Privatleute. Die
sind dann deshalb trotzdem nicht gewerblich tätig.

Herbi

Herbert Bloos

unread,
Jun 29, 2010, 10:26:00 AM6/29/10
to

Das wird doch wohl nicht Heimann B.V. sein?

Herbi

Herbert Bloos

unread,
Jun 29, 2010, 10:30:56 AM6/29/10
to
Gerd Buchholz wrote:
> Es gibt nun ein Forum als Treffpunkt für alle Feuerwehrleute die durch
> Hanrath geschädigt wurden:
>
> http://www.forum-der-feuerwehr.de/viewforum.php?f=9
>
> Wer dort mitdiskutieren möchte kann sich mit folgenden Zugangsdaten
> anmelden:
>
> Login: Hanrath-Opfer
>
> Passwort: Hanrath-Opfer
>
>
> Beteiligt Euch an den Diskussionen und tauscht Eure Erfahrungen mit den
> Hanrath-Stiefeln aus.
>
> Die Zeit drängt. Wer seine Hanrath-Stiefel zurückgeben und seine
> Forderungen bei Hanrath geltend machen will muss sich beeilen!
>
> Gruss
> Gerd

die Webseite ist abgeschaltet

Der Domaininhaber wohnt in der Nähe von Heinsberg. Zufall?

Herbi

Udo Burkhard

unread,
Jun 29, 2010, 11:28:22 AM6/29/10
to
Am 29.06.2010 16:26, schrieb Herbert Bloos:

>
> Das wird doch wohl nicht Heimann B.V. sein?

*LOL*
Neeee ... beim besten Willen nicht.


Grüße, Udo

Patrick M Rauter

unread,
Jun 29, 2010, 1:24:20 PM6/29/10
to
Herbert Bloos <her...@gmx.net> wrote:


>
> Ich bezweifle das Feuerwehren / Gemeinden bzw. Hilfsorganisationen als
> gewerbliche Kunden angesehen werden können.
>
> Herbi

Rechtlich betrachtet sind wir gewerbliche Kunden / Unternehmen, wird im
zweifelsfall alles beim BGB-Vorstand abgeladen...

Das hier ein wenig "Unterstützung" von Seiten des Gesetzgebers
wünschenswert ist, steht auf einem anderen Blatt...

Grüße

--
Herbst und Winter, die friedlichste Zeit am Bodensee...
Fehler sind geistiges Eigentum des Autors, die
Weiterverwendung ist untersagt.
Patrick Rauter

Erich Kirchmayer

unread,
Jun 30, 2010, 1:41:43 AM6/30/10
to
Hi,

Udo Burkhard <u.bur...@gmx.de> schrieb:

> und dazu zähle ich auch Feuerwehren und Hilfsorganisationen - sich


> nicht an ihre gesetzlichen Pflichten (die EG-Konformitätserklärung
> muss vorliegen) gehalten haben.
> Es wurden Fehler auf beiden Seiten gemacht.

Wahscheinlich nutzte Hanrath gezielt aus, dass insbesondere bei
kleineren Organisationen keine Beschaffungsprofis sitzen. Diesen Leuten
kann man leichter irgendeinen Zettel vorlegen auf dem steht "alles in
Ordnung". Wer sich mehr mti Vorschriften usw. beschäftigt, der erkennt
schneller, wenn irgend eine Erklärung fehlt, falsch/ungültig ist etc.

Bei privat ("Kleiderkasse" etc.) beschafften Schuhen ist es noch
einfacher - da reicht meistens schon eine bunte Katalogseite des
"grossen Feuerwehrstiefelherstellers" und die Leute glauben, dass dessen
"Feuerwehrstiefel" komplett in Ordnung und zugelassen sind. ("weil der
Hans und der Sepp haben die Schuhe ja auch gekauft" und "im Katalog
steht ja drin, dass....")


Gruß

Herbert Bloos

unread,
Jun 30, 2010, 2:57:36 AM6/30/10
to

hi

gut erkannt. So läuft das halt. Wobei auch grosse Feuerwehren auf die
Machenschaften von Nick Heimann mit seiner kriminellen Firma Hanrath
reingefallen sind.

Herbi

Udo Burkhard

unread,
Jun 30, 2010, 4:12:07 AM6/30/10
to
Am 30.06.2010 08:57, schrieb Herbert Bloos:
> Wobei auch grosse Feuerwehren auf die
> Machenschaften von Nick Heimann mit seiner kriminellen Firma Hanrath
> reingefallen sind.


hmm ...
du verwendest in deinen Beiträgen in sehr auffällig erhöhtem Maße das
Wort "kriminell".

Ob die Firma Hanrath oder die Geschäftsführer oder irgendjemand anders
in krimineller Absicht gehandelt hat, wird - wenn überhaupt - vor
Gericht geklärt.

Ich bitte doch sehr darum, sich in diesem Thread auf die Sachebene zu
beschränken.

Damit für mich EOD.

Herbert Bloos

unread,
Jun 30, 2010, 6:07:14 AM6/30/10
to

Das ist doch die Sachebene bei dieser Firma!

Ich bin der Meinung das einige Aktivitäten dieser Firma in den letzten
Monaten bzw. Jahren schon kriminell waren.

Wenn man mal bei Google nach Hanrath sucht findet man viele Hinweise:

- Verstoss gegen das Gerätesicherheitsgesetz
- Verleumdung
- Beleidigung
- Computersabotage

Herbi


gUnther nanonüm

unread,
Jun 30, 2010, 8:48:24 AM6/30/10
to

"Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:i0cvoj$h97$02$1...@news.t-online.com...

> Bl�dsinn! Viele Firmen liefern gegen Rechnung. Auch an Privatleute. Die
> sind dann deshalb trotzdem nicht gewerblich t�tig.

Hi,
ja, aber wenn es mal �rger mit dem Finanzamt gibt, wirst Du Dich schneller
als "Gewerblicher" tituliert finden als Dir lieb ist. Wer Rechnungen stellt
oder empf�ngt, handelt nunmal "h�ndlerisch", also gewerblich. Privatleute
zahlen bar oder �hnlich. Dem Verk�ufer kann das wurscht sein....und Privaten
auch. Leidtragende sind die Gewerblichen, die das nicht beachten und in der
Buchhaltung schludern. Und dann auch diejenigen, die sich "privat" w�hnen,
es aber nicht sind. Beh�rden sind privat? Seit wann? Wenn es einen Etat hat,
eine Finanzverwaltung besch�ftigt und eine Kasse f�hrt, was genau ist daran
"privat"? Zahlt der Feuerwehrmann seine Stiefel selbst? Darf er dann auch
welche bei Armani bestellen? Solche mit Kroko und Silbersporen tragen? Nein?
Ja dann gibt es also Vorschriften seitens seiner "Firma"? Ist das nicht
genau das, was man nicht mehr als "privat" bezeichnet? Vermutlich sind die
Unterhosen unter Deiner Schutzhose Privatsache...Diesel oder Feinripp, das
darfst Du Dir aussuchen, mu�t es ja auch bezahlen.

--
mfg,
gUnther

gUnther nanonüm

unread,
Jun 30, 2010, 8:54:46 AM6/30/10
to

"Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:i0f50i$rvr$00$1...@news.t-online.com...

>> Ich bitte doch sehr darum, sich in diesem Thread auf die Sachebene zu
>> beschränken.
>>
>> Damit für mich EOD.
>
> Das ist doch die Sachebene bei dieser Firma!

Hi,
nein, das ist bestenfalls Stimmungmache.

>
> Ich bin der Meinung das einige Aktivitäten dieser Firma in den letzten
> Monaten bzw. Jahren schon kriminell waren.
>
> Wenn man mal bei Google nach Hanrath sucht findet man viele Hinweise:

Na und? Vieles davon zitiert sich im Ringelreihn, das ist kein Beweis...

>
> - Verstoss gegen das Gerätesicherheitsgesetz
> - Verleumdung
> - Beleidigung
> - Computersabotage

Was immer, mußt Du erstmal beweisen. Mit etwas Pech geht das nicht, und Du
kriegst Ärger....heb Dir Dein Posting also gut auf, könnte sein, daß Du es
nochmal brauchst, im Originaltext.
Und daß Produktionsmethoden im Laufe der Zeit "erodieren" und Sparmaßnahmen
gelegentlich unliebsame Überraschungen bewirken können, sieht man auch bei
großen Autoherstellern....Toyota hat da gerade den Zonk im Arm. Wer hätte
gedacht, daß ein Plastikpedal Auffahrunfälle produzieren könnte? Man tritt
doch gleich viel sanfter zu :-)

--
mfg,
gUnther

Löschknecht

unread,
Jun 30, 2010, 11:35:57 AM6/30/10
to
hi Leute

gUnther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote in
news:4c2b3e98$0$7658$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net:

>
> "Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:i0f50i$rvr$00$1...@news.t-online.com...
>
>>> Ich bitte doch sehr darum, sich in diesem Thread auf die Sachebene
>>> zu beschränken.
>>>
>>> Damit für mich EOD.
>>
>> Das ist doch die Sachebene bei dieser Firma!
>
> Hi,
> nein, das ist bestenfalls Stimmungmache.
>
>>
>> Ich bin der Meinung das einige Aktivitäten dieser Firma in den
>> letzten Monaten bzw. Jahren schon kriminell waren.
>>
>> Wenn man mal bei Google nach Hanrath sucht findet man viele Hinweise:
>
> Na und? Vieles davon zitiert sich im Ringelreihn, das ist kein
> Beweis...
>
>>
>> - Verstoss gegen das Gerätesicherheitsgesetz
>> - Verleumdung
>> - Beleidigung
>> - Computersabotage
>
> Was immer, mußt Du erstmal beweisen. Mit etwas Pech geht das nicht,

Das sind Tatsachen. Ein Mitarbeiter von Hanrath wurde doch schon vom
Amtsgericht Heinsberg wegen einer Straftat im "Stiefelkrieg" verurteilt.
Gegen einen weiteren Mitarbeiter hat die Staatsanwaltschaft schon Anklage
erhoben. Weitere Strafermittlungen laufen noch.

Löschknecht

Herbert Bloos

unread,
Jun 30, 2010, 11:43:56 AM6/30/10
to
Löschknecht wrote:

> Das sind Tatsachen. Ein Mitarbeiter von Hanrath wurde doch schon vom
> Amtsgericht Heinsberg wegen einer Straftat im "Stiefelkrieg" verurteilt.
> Gegen einen weiteren Mitarbeiter hat die Staatsanwaltschaft schon Anklage
> erhoben. Weitere Strafermittlungen laufen noch.

Na endlich. Hat ja lange gedauert. Man konnte da ja den Eindruck
gewinnen das Hanrath den Behörden ungestraft auf der Nase rumtanzen kann.

Herbi

Löschknecht

unread,
Jun 30, 2010, 11:55:14 AM6/30/10
to
Herbert Bloos <her...@gmx.net> wrote in
news:i0fons$qra$03$1...@news.t-online.com:

Ich kann dir versichern das das nur die Spitze des Eisbergs ist. Inzischen
läuft die Justiz in Sachen Hanrath in Hochform auf. Jetzt wird der
"Stiefelkrieg" fein säuberlich strafrechtlich aufgearbeitet.

Hier haben die Herren noch große Töne gespuckt:

http://www.youtube.com/watch?v=iaeIqCZxTbY

http://www.youtube.com/watch?v=6piKzkHDr4Y

Vor dem Strafrichter werden sich sicherlich nicht mehr so grosspurig
auftreten.

Löschknecht

gUnther nanonüm

unread,
Jun 30, 2010, 1:11:30 PM6/30/10
to

"Lschknecht" <habeinedi...@meinprovider.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Xns9DA7B64BB6117ha...@62.153.159.134...

> Ich kann dir versichern das das nur die Spitze des Eisbergs ist. Inzischen
> läuft die Justiz in Sachen Hanrath in Hochform auf. Jetzt wird der
> "Stiefelkrieg" fein säuberlich strafrechtlich aufgearbeitet.
>
> Hier haben die Herren noch große Töne gespuckt:
>
> http://www.youtube.com/watch?v=iaeIqCZxTbY
>
> http://www.youtube.com/watch?v=6piKzkHDr4Y
>
> Vor dem Strafrichter werden sich sicherlich nicht mehr so grosspurig
> auftreten.

Hi,
aber bis zum Urteil vergehen noch Jahre, und bis dahin....und vielleicht
auch danach sind die Herren als unschuldig zu betrachten. Vor Gericht und
auf der Leiter sind wir in Gottes Hand

--
mfg,
gUnther


Erich Kirchmayer

unread,
Jun 30, 2010, 3:56:14 PM6/30/10
to
Hi,

gUnther_nanonüm <g-...@gmx.de> schrieb:

> Und daß Produktionsmethoden im Laufe der Zeit "erodieren" und
> Sparmaßnahmen gelegentlich unliebsame Überraschungen bewirken
> können, sieht man auch bei großen Autoherstellern....

Wobei es schon ein bsichen was Anderes ist, wenn ein Bauteil plötzlich
nicht mehr so funktioniert wie vorher oder ob eine fixe Norm existiert
(z.B. Absatz"stufe") die einfach mal um 2mm unterschritten wird.

Normen sind messbar (z.B. Höhe etc.) und eine Abweichung davon auch
sofort für den Hersteller und auch den Laien (sofern er nachmisst)
erkennbar.

gUnther nanonüm

unread,
Jul 1, 2010, 12:51:31 AM7/1/10
to

"Erich Kirchmayer" <e_kirc...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:i0g7gu$381$1...@news.m-online.net...

> Wobei es schon ein bsichen was Anderes ist, wenn ein Bauteil plötzlich
> nicht mehr so funktioniert wie vorher oder ob eine fixe Norm existiert
> (z.B. Absatz"stufe") die einfach mal um 2mm unterschritten wird.

Hi,
dafür reicht schon eine leichte Änderung des Plastikgemisches, dann
schwindet das in der Form...erleichtert den Werkzeugwechsel und beschleunigt
die Herstellung...wenn man dabei keine Zuschläge einplant, wird das Ding
eben kleiner :-)

>
> Normen sind messbar (z.B. Höhe etc.) und eine Abweichung davon auch
> sofort für den Hersteller und auch den Laien (sofern er nachmisst)
> erkennbar.

Eben...wennn aber nichtmal der Hersteller nachmißt, weils ihm zu teuer ist?
Daß der nicht gemessen hat, ist ja nun offensichtlich.
--
mfg,
gUnther


Herbert Bloos

unread,
Jul 1, 2010, 1:00:41 AM7/1/10
to

Abmessungen können sich während der Produktion verändern. Deshalb
benötigt man eine Qualitätsicherung. Deren Aufgabe ist den
Produktionsprozess zu überwachen und notfalls korrigierend einzugreifen.

Das liegt dann im Verantwortungsbereich des Herstellers. Aber bei
Hanrath hat das auf fast der ganzen Linie versagt.

Ich hab den Eindruck das die da einfach unfähig sind normgerechte
Stiefel zu produzieren.

Oder die haben bewusst auf die Qualitätsicherung verzichtet. Damit kann
man ja Kosten einsparen und den Gewinn erhöhen.

Egal welcher Grund für die Schlamperei vorliegt. Wenn das bei
persönlicher Schutzausrüstung mehrfach vorkommt ist das kriminell. Da
wurden bewusst Verletzungsgefahren für die Einsatzkräfte in Kauf genommen.

Und das ist für mich kriminell und muss strafrechtlich geahndet werden.

Herbi

Udo Burkhard

unread,
Jul 1, 2010, 3:25:48 AM7/1/10
to
Am 01.07.2010 06:51, schrieb gUnther nanonüm:

> Eben...wennn aber nichtmal der Hersteller nachmißt, weils ihm zu teuer
> ist? Daß der nicht gemessen hat, ist ja nun offensichtlich.

Brauch' er auch nicht.
Tipp: Lies mal nach, welche Möglichkeiten der Hersteller hat.

Art. 11 in der PSA-Richtlinie 89/686/EWG

Hanrath hat nach Art. 11 A prüfen lassen.

Kurz und knapp erläutert hier:
http://www.dguv.de/ifa/de/pruef/qss/index.jsp

Herbert Bloos

unread,
Jul 1, 2010, 5:29:41 AM7/1/10
to

Gerade das hat aber bei den Hanrath-Stiefeln nicht funktioniert. Bei den
Prüfungen wurden ja die Mängel festgestellt. Die Prüfinstitute haben das
dann ja auch Hanrath mitgeteilt.

Aber anstatt die Probleme zu beseitigen hat Hanrath seine Kraft fürs
Prüfstellenhopping aufgewandt.

Herbi

Löschknecht

unread,
Jul 1, 2010, 5:40:25 AM7/1/10
to
gUnther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote in
news:4c2c1ed6$0$6882$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net:

Qualität kostet Geld. Sparen an der Qualität erhöht den kurzfristigen
Gewinn. Was meint Ihr warum sich Nick Heimann einen Audi R8 leisten kann?

Der hat doch seine Schäfchen jetzt ins trockene gebracht, die Hanrath Schuh
GmbH an einen Firmenbestatter verkauft und macht jetzt mit seiner neuen
niederländischen Firma weiter.

Schadensersatzforderungen aufgrund der mangelhaften Stiefel laufen nun ins
Leere. Bei der Hanrath Schuh GmbH i.L. dürfte nicht mehr viel zu holen
sein.

Löschknecht

Löschknecht

unread,
Jul 1, 2010, 5:45:42 AM7/1/10
to
Herbert Bloos <her...@gmx.net> wrote

>
> Oder die haben bewusst auf die Qualitätsicherung verzichtet. Damit
> kann man ja Kosten einsparen und den Gewinn erhöhen.
>
> Egal welcher Grund für die Schlamperei vorliegt. Wenn das bei
> persönlicher Schutzausrüstung mehrfach vorkommt ist das kriminell. Da
> wurden bewusst Verletzungsgefahren für die Einsatzkräfte in Kauf
> genommen.
>
> Und das ist für mich kriminell und muss strafrechtlich geahndet
> werden.

Keine Angst. Es gibt da eine ansehnliche Anzahl von Straftaten rund um
Hanrath.

Die Justiz arbeitet schon dran. Nick Heimann, Ex-Geschäftsführer der
Hanrath Schuh GmbH, muss sich da schon auf einige, für ihn, unangenehme
Fragen gefasst machen.

Beim Amtsgericht Heinsberg ist doch schon ein Strafverfahren anhängig.

Löschknecht


Löschknecht

unread,
Jul 1, 2010, 5:50:07 AM7/1/10
to
gUnther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote in
news:4c2b7ac5$0$7653$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net:

Da braucht man keine Jahre warten. Der erste Hanrath-Mitarbeiter ist doch
schon vom Amtsgericht Aachen in einer Strafsache verurteilt worden. Der war
so "klug" hat während einer Gerichtsverhandlung in der es um die Hanrath-
Stiefel gegangen eine Beleidigung ausgesprochen.

Weitere Strafverfahren sind schon recht weit fortgeschritten. Ich gehe
davon aus das es noch in diesem Jahr weitere Urteile geben wird.

Löschknecht

gUnther nanonüm

unread,
Jul 1, 2010, 5:58:25 AM7/1/10
to

"Lschknecht" <habeinedi...@meinprovider.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Xns9DA87864613A2ha...@62.153.159.134...

> Da braucht man keine Jahre warten. Der erste Hanrath-Mitarbeiter ist doch
> schon vom Amtsgericht Aachen in einer Strafsache verurteilt worden. Der
> war
> so "klug" hat während einer Gerichtsverhandlung in der es um die Hanrath-
> Stiefel gegangen eine Beleidigung ausgesprochen.

Hi,
also hatte es garnichts zu tun mit den Stiefeln...

>
> Weitere Strafverfahren sind schon recht weit fortgeschritten. Ich gehe
> davon aus das es noch in diesem Jahr weitere Urteile geben wird.

Wenn Du davon ausgehst, wettest Du auch drum? All die Auskünfte von
französischen und sonstigen Prüfstellen, Akteneinsicht, Zeugenvernehmungen,
Termine...bei heutiger Gerichtsüberlastung dürfte das unschwer ähnlich lange
dauern wie diese Geschichte mit den Rohrverlegemaschinen, FlowTex...

--
mfg,
gUnther

gUnther nanonüm

unread,
Jul 1, 2010, 6:13:43 AM7/1/10
to

"Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:i0h7dp$tmh$03$1...@news.t-online.com...

> Abmessungen k�nnen sich w�hrend der Produktion ver�ndern. Deshalb ben�tigt
> man eine Qualit�tsicherung. Deren Aufgabe ist den Produktionsprozess zu
> �berwachen und notfalls korrigierend einzugreifen.

Hi,
das Werkzeug �ndert sich nicht, die zus�tzliche QS dagegen kostet
Personal...

>
> Das liegt dann im Verantwortungsbereich des Herstellers. Aber bei Hanrath
> hat das auf fast der ganzen Linie versagt.

Wohl eher genau das getan, was der Hersteller wollte.

>
> Ich hab den Eindruck das die da einfach unf�hig sind normgerechte Stiefel
> zu produzieren.

Sie haben das ja mal geschafft...aber wohl nicht genug verdient. Der so
aufgebaute Ruf wird dann eben entweder per "Heuschrecke" �ber die B�rse
liquidiert, oder die Firma selber produziert Schund in Nebenlinien. Selbst
gewisse Sportschuhhersteller bestellen ihren Ramsch in China...und wundern
sich, da� gleich doppelt so viele Container ankommen wie bestellt. Einige
davon sogar edel beklebt :-) Hamburgs Zoll shreddert dann alles ohne
Hingucken.

>
> Oder die haben bewusst auf die Qualit�tsicherung verzichtet. Damit kann
> man ja Kosten einsparen und den Gewinn erh�hen.

Endlich schnallst Du es.

>
> Egal welcher Grund f�r die Schlamperei vorliegt. Wenn das bei pers�nlicher
> Schutzausr�stung mehrfach vorkommt ist das kriminell. Da wurden bewusst
> Verletzungsgefahren f�r die Einsatzkr�fte in Kauf genommen.

Aber das m��te erstmal bewiesen werden. Garnicht so einfach, wer da genau
"schuld" ist. Nachher hat man da einen Sehbehinderten zum QS-Engenier
gemacht :-) vielleicht sogar mithilfe der Arge und einer
Eingliederungshilfe der Krankenkasse....soeine Kribbelstelle erschwert die
Ermittlungen ungemein.

>
> Und das ist f�r mich kriminell und muss strafrechtlich geahndet werden.

Vielleicht kommts ja dazu. Ist aber lange in der Zukunft, viel wichtiger
w�re eine zeitnahe und wirksame Beh�rdenaktion gewesen, die bei erstem
Verdacht gleich die republikweite Beschlagnahme organisiert und den Laden
stilllegt. Also jede FW-Stelle direkt anspricht und den KBM verpflichtet,
die Zahl der Stiefel zu melden und "baldm�glichst stillzulegen" bis zur
Abhole. Bis sich zum allerletzten Alm�hi und FFW-Helfer rumgesprochen hat,
da� er in Fallen stolpert, vergehen sonst Monate oder Jahre. Wetten, da� da
drau�en immer noch Leute auf Leitern stehen mit solchen Schuhen? Und wenns
nur wegen dem bequemen weichgelaufenen Einstieg ist....neue Stiefel sind
wieder hart, gbits eh nie in der richtigen Gr��e und quietschen anders auf
dem Linoleum in der Schlafbaracke. Aber unsere Beh�rden pennen ja
begeistert.

--
mfg,
gUnther


gUnther nanonüm

unread,
Jul 1, 2010, 6:15:55 AM7/1/10
to

"Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:i0hn65$si1$03$1...@news.t-online.com...

> Gerade das hat aber bei den Hanrath-Stiefeln nicht funktioniert. Bei den
> Prüfungen wurden ja die Mängel festgestellt. Die Prüfinstitute haben das
> dann ja auch Hanrath mitgeteilt.
>
> Aber anstatt die Probleme zu beseitigen hat Hanrath seine Kraft fürs
> Prüfstellenhopping aufgewandt.

Hi,
gibs zu, Du hast es garnicht gelesen. Die "Prüfung" war eine Stichprobe,
vermutlich per Stiefel, die der Hersteller selber aussuchte und ans Labor
schickte. Vielleicht ein bißchen ausgesucht.....soll ja hübsch aussehen :-))

--
mfg,
gUnther


Herbert Bloos

unread,
Jul 1, 2010, 7:36:38 AM7/1/10
to

So einfach scheint das nicht zu gehen. Da gehört mehr dazu als die
Entgegenahme von Stichproben.

Hier dazu eine Erkärung von CTC

"Im Zusammenhang mit dem beanstandeten Modellen Profi, Profi Plus,
Ultrag, Spark und 865U hat CTC gemäß Artikel 10 der Richtlinie 86/686/CE
CE-Prüfbescheinigungen vom "Typ AET" ausgestellt und gemäß Artikel 11A
für diese Modelle das Verfahren eingeleitet. Nach mehreren Audits und
Prüfungen von Mustern konnten wir aufgrund von Mängeln die AET 11A nicht
erteilen, da die Produkte nicht den Anforderungen der Norm EN 15090
entsprechen und daher auch nicht die wichtigsten Anforderungen der
Richtlinien 89/686/CE erfüllen."

Zitat von Jean-Claude Cannot, Direktor für CE-Prüfzeichen aus dem
Feuerwehr-Magazin 09/2009

Falls die Stichproben doch von Hanrath selbst ausgewählt wurden wäre das
ein weiteren Hinweis auf die Unfähigkeit sichere Feuerwehrstiefel zu
produzieren.

Ich bleib dabei. Bei Hanrath fehlt das notwendige KnowHow für Produktion
von sicheren Stiefeln.

Herbi

Herbert Bloos

unread,
Jul 1, 2010, 7:37:25 AM7/1/10
to

Interessant! Hast du dazu noch mehr Infos?

Herbi

Herbert Bloos

unread,
Jul 1, 2010, 10:52:42 AM7/1/10
to
Löschknecht wrote:

> Schadensersatzforderungen aufgrund der mangelhaften Stiefel laufen nun ins
> Leere. Bei der Hanrath Schuh GmbH i.L. dürfte nicht mehr viel zu holen
> sein.

war nicht mal was mit einem Rückruf im Gespräch?

Herbi

gUnther nanonüm

unread,
Jul 1, 2010, 11:54:32 AM7/1/10
to

"Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:i0huk6$mgb$00$1...@news.t-online.com...

> Ich bleib dabei. Bei Hanrath fehlt das notwendige KnowHow f�r Produktion
> von sicheren Stiefeln.

Hi,
fast richtig. Es fehlt die Professionalit�t, die Produktionsfehler und
Managementschw�chen zu verbergen. Normalerweise stellt man extra f�r solche
Zwecke einen S�ndenbock ein, idealerweise einen Senioringenieur aus einer
anderen Branche, den man vergackeiern kann, und der sowieso keine Lust hat,
sich in seine Akten einzuarbeiten. Dazu eine Kapselkonstruktion mit
Tarnfirmen offshore und outerspace, gar in Ukraine, Moldavien oder
Ru�land...idealerweise mit einer Holding auf den Caymans oder wenigstens den
Kanalinseln...egal was dann sp�ter mal an Skandalen auffliegt, dem so
verdienten Geld kommen die Schn�ffler nicht mehr hinterher. So wie das
aussieht, wollten die Inhaber extraschlau sein und die Gewinnspanne
kurzfristig erh�hen, ohne daf�r zu investieren. In dem Gewerbe geht das
eigentlich nur gegen die Konkurrenz, ist ja keine Modemarke. War daher klar,
da� denen auffiel, wenn sich der Markt bewegt. Und warum.

--
mfg,
gUnther


gUnther nanonüm

unread,
Jul 1, 2010, 11:57:08 AM7/1/10
to

"Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:i0ia3q$job$02$1...@news.t-online.com...

Hi,
wozu? Die sind Schrott und müssen eh vernichtet werden, einziger Nutzen wäre
ein "Beweis", aber dafür haben die (ehrlichen) Kunden ja auch ihre
(bezahlten) Rechnungen. Also ab in die Kleiderkammer damit .-) Profis werden
die ja nicht tragen, aber als Billig-Moppedschuhe sind die allemal besser
als Mokassins oder Turnschuhe.

--
mfg,
gUnther

Herbert Bloos

unread,
Jul 1, 2010, 12:01:50 PM7/1/10
to
gUnther nanonüm wrote:
>
> "Herbert Bloos" <her...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:i0huk6$mgb$00$1...@news.t-online.com...
>
>> Ich bleib dabei. Bei Hanrath fehlt das notwendige KnowHow für
>> Produktion von sicheren Stiefeln.
>
> Hi,
> fast richtig. Es fehlt die Professionalität, die Produktionsfehler und
> Managementschwächen zu verbergen. Normalerweise stellt man extra für
> solche Zwecke einen Sündenbock ein, idealerweise einen Senioringenieur
> aus einer anderen Branche, den man vergackeiern kann, und der sowieso
> keine Lust hat, sich in seine Akten einzuarbeiten. Dazu eine
> Kapselkonstruktion mit Tarnfirmen offshore und outerspace, gar in
> Ukraine, Moldavien oder Rußland...idealerweise mit einer Holding auf den
> Caymans oder wenigstens den Kanalinseln...egal was dann später mal an
> Skandalen auffliegt, dem so verdienten Geld kommen die Schnüffler nicht
> mehr hinterher. So wie das aussieht, wollten die Inhaber extraschlau
> sein und die Gewinnspanne kurzfristig erhöhen, ohne dafür zu
> investieren. In dem Gewerbe geht das eigentlich nur gegen die
> Konkurrenz, ist ja keine Modemarke. War daher klar, daß denen auffiel,
> wenn sich der Markt bewegt. Und warum.
>

Ich würde die Hanrath für den Preis "dümmstes Unternehmen" vorschlagen.
Wenn es den geben würde.

Wobei das mit der kurzfristigen Gewinnspanneerhöhung anscheinend doch
geklappt hat. Wie ich heute gelesen habe fährt ja Nick Heimann, der Ex -
Geschäftsführer, einen Audi R8.

So einen Sportware können sich die vielen Feuerwehrleute die denen ihr
gutes Geld für schlechte Stiefel in den Rachen geschmissen haben
sicherlich nicht leisten.

Herbi

Herbert Bloos

unread,
Jul 2, 2010, 2:00:59 AM7/2/10
to
Herbert Bloos wrote:

> L�schknecht wrote:
>
>> Schadensersatzforderungen aufgrund der mangelhaften Stiefel laufen nun
>> ins Leere. Bei der Hanrath Schuh GmbH i.L. d�rfte nicht mehr viel zu
>> holen sein.
>
> war nicht mal was mit einem R�ckruf im Gespr�ch?
>
> Herbi

die Antwort auf meine Frage wurde vorhin getwittert :-)

R�ckruf von Hanrath Feuerwehrstiefel Profi Plus, Profi, Spark und 865 -
http://i8t.de/m8b36h3e

Löschknecht

unread,
Jul 2, 2010, 6:44:53 AM7/2/10
to
Herbert Bloos <her...@gmx.net> wrote in news:i0jvar$gi9$03$1@news.t-
online.com:

> Herbert Bloos wrote:


>> Löschknecht wrote:
>>
>>> Schadensersatzforderungen aufgrund der mangelhaften Stiefel laufen nun

>>> ins Leere. Bei der Hanrath Schuh GmbH i.L. dürfte nicht mehr viel zu
>>> holen sein.
>>
>> war nicht mal was mit einem Rückruf im Gespräch?


>>
>> Herbi
>
> die Antwort auf meine Frage wurde vorhin getwittert :-)
>

> Rückruf von Hanrath Feuerwehrstiefel Profi Plus, Profi, Spark und 865 -
> http://i8t.de/m8b36h3e

Ich fasse es nicht. Da wird ein Sicherheitsproblem erkannt und die Behörden
schaffen es nicht die gefährlichen Produkte zeitnah aus dem Verkehr zu
ziehen. Die Verfügung wurde im Februar 2009 (!) erlassen. Nach über einem
Jahr schafft es das Verwaltungsgericht endlich mal einen Termin für die
Verhandlung zu bestimmen. Auch wenn im August ein Urteil gegen Hanrath
gefällt wird. Bis das dann rechtskräftig wird vergeht nochmals eine lange
Zeit.

Die Verantwortlichen die bei Hanrath die Suppe eingebrockt haben lachen
sich doch jetzt schon ins Fäustchen. Denen ist es doch egal wie dieses
Verfahren verläuft. Der ehemalige Geschäftsführer hat doch seine Schäfchen
im trockenen. Hanrath gehört nun einem Firmenbestatter dessen Interesse bei
der Beerdigung der GmbH liegt.

Nick Heinmann macht mit seiner neuen Firma munter weiter und fährt mit
seinem Audi R8 durch Heinsberg.


Löschknecht

Herbert Bloos

unread,
Jul 2, 2010, 11:30:14 AM7/2/10
to

Ist doch in Deutschland normal. Der Ehrliche ist der Dumme. Kriminelle
finden und nutzen die vielen Schlupflöchern.

Herbi

Erich Kirchmayer

unread,
Jul 3, 2010, 1:15:46 AM7/3/10
to
Hi,

"Löschknecht" <habeinedi...@meinprovider.de> schrieb:

> Die Justiz arbeitet schon dran. Nick Heimann, Ex-Geschäftsführer der
> Hanrath Schuh GmbH, muss sich da schon auf einige, für ihn,
> unangenehme Fragen gefasst machen.
> Beim Amtsgericht Heinsberg ist doch schon ein Strafverfahren
> anhängig.

...was eine im Ausland ansässige Heiman b.V. wahrscheinlich eher wenig
interessiert. So weit sind wir in Europa leider noch nicht, dass eine
bestimmte Person nie wieder in der EU irgendwelche Geschäfte tätigen
darf. Da müsste diese Person (hier im Fall die Person Nick Heimann)
schon zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe in Deutschland verurteilt
werden...

Löschknecht

unread,
Jul 9, 2010, 6:41:22 AM7/9/10
to
"Erich Kirchmayer" <e_kirc...@hotmail.com> wrote in news:i0mh22$9sf$1
@news.m-online.net:

Das dürfte die Heimann B.V. schon interessieren. Deren Geschäftsführer
ist ja der selbe der die Hanrath Schuh GmbH in den Abgrund
gewirtschaftet hat.

Das Nick Heimann mit Recht und Gesetz auch mit der Heimann B.V. auf
Kriegsfuß steht sieht man doch im Prospekt das die auf der Interschutz
verteilt haben.

Darauf ist eine 0180-Nummer ohne Preisangabe abgedruckt. Hier liegt ein
Verstoss gegen § 66 des TKG vor:

"Wer gegenüber Endnutzern Premium-Dienste, Auskunftsdienste,
Massenverkehrsdienste, GeteilteKosten-Dienste, Neuartige Dienste oder
Kurzwahldienste anbietet oder dafür wirbt, hat dabei den für die
Inanspruchnahme des Dienstes zu zahlenden Preis zeitabhängig je Minute
oder zeitunabhängig je Inanspruchnahme einschließlich der Umsatzsteuer
und sonstiger Preisbestandteile anzugeben. Bei Angabe des Preises ist
der Preis gut lesbar, deutlich sichtbar und in unmittelbarem
Zusammenhang mit der Rufnummer anzugeben. Bei Anzeige der Rufnummer darf
die Preisangabe nicht zeitlich kürzer als die Rufnummer angezeigt
werden. Auf den Abschluss eines Dauerschuldverhältnisses ist
hinzuweisen. Soweit für die Inanspruchnahme eines Dienstes nach Satz 1
für Anrufe aus den Mobilfunknetzen Preise gelten, die von den Preisen
für Anrufe aus den Festnetzen abweichen, ist der Festnetzpreis mit dem
Hinweis auf die Möglichkeit abweichender Preise für Anrufe aus den
Mobilfunknetzen anzugeben. Bei Telefax-Diensten ist zusätzlich die Zahl
der zu übermittelnden Seiten anzugeben. Bei Datendiensten ist
zusätzlich, soweit möglich, der Umfang der zu übermittelnden Daten
anzugeben, es sei denn, die Menge der zu übermittelnden Daten hat keine
Auswirkung auf die Höhe des Preises für den Endnutzer."

Die Verantwortlichen bei der Heimann B.V. sind also immer noch nicht in
der Lage einfachste rechtlichen Grundlagen die im Geschäftsleben gelten
einzuhalten.

Wie wollen die dann sichere Feuerwehrstiefel produzieren?

Euer Löschknecht

Herbert Bloos

unread,
Jul 10, 2010, 1:53:01 AM7/10/10
to
Löschknecht wrote:

LOL, die Heimann B.V. fängt ja standesgemäss an. Gesetzesverstösse
gehören für die ja wohl zum guten Ton.

Herbi


Löschknecht

unread,
Jul 13, 2010, 3:30:54 AM7/13/10
to
Herbert Bloos <her...@gmx.net> wrote in
news:i191rt$3dq$03$1...@news.t-online.com:

Die Sache hat sich erledigt. Die 0180-Nummer ist nicht mehr erreichbar.
Sie wurde abgeschaltet.

Da wird doch nicht jemand bei der Bundesnetzagentur gepetzt haben?

Die reagiert auf fehlende Preisangaben mit Abmahnungen und
Ordnungsgeldern. Damit hat ja Nick Heimann aber schon viel Erfahrung
gesammelt. Die Zwangsgelder die er verantworten muss gehen ja schon in
den sechstelligen Bereich. Da kommt es auf den Verstoss mit der
Telefonnummer auch nicht mehr drauf an.

Löschknecht

gUnther nanonüm

unread,
Jul 13, 2010, 4:43:55 AM7/13/10
to

"Lschknecht" <habeinedi...@meinprovider.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Xns9DB460CB4D034ha...@62.153.159.134...

>>> Kriegsfuß steht sieht man doch im Prospekt das die auf der
>>> Interschutz verteilt haben.
>>>
>>> Darauf ist eine 0180-Nummer ohne Preisangabe abgedruckt. Hier liegt
>>> ein Verstoss gegen § 66 des TKG vor:
>>>
>>> "Wer gegenüber Endnutzern Premium-Dienste, Auskunftsdienste,
>>> Massenverkehrsdienste, GeteilteKosten-Dienste, Neuartige Dienste oder

> Die Sache hat sich erledigt. Die 0180-Nummer ist nicht mehr erreichbar.


> Sie wurde abgeschaltet.
>
> Da wird doch nicht jemand bei der Bundesnetzagentur gepetzt haben?
>
> Die reagiert auf fehlende Preisangaben mit Abmahnungen und
> Ordnungsgeldern. Damit hat ja Nick Heimann aber schon viel Erfahrung
> gesammelt. Die Zwangsgelder die er verantworten muss gehen ja schon in
> den sechstelligen Bereich. Da kommt es auf den Verstoss mit der
> Telefonnummer auch nicht mehr drauf an.

Hi,
ist es denn eine?. Soeine Messe mit beschränktem Zugang ist ja nun keine
Endnutzerschau. Oder wie geht Ihr mit Eurem Gerät um?

--
mfg,
gUnther

Herbert Bloos

unread,
Jul 13, 2010, 5:47:26 AM7/13/10
to
Hi

Das gibt mir zumindest einen kleinen Teil meines Glaubens in unseren
Rechtstaat zurück.

Wenn man die Straftaten und Ordnungswidrigkeiten rund um Hanrath in den
letzten Jahren verfolgt hat ist man da zwangsläufig vom Glauben an
unseren Rechtsstaat abgefallen.

Die haben einen Bolzen nach dem Anderen gedreht und die Verantwortlichen
sind bisher ungeschoren davongekommen :-(

Herbi

Löschknecht

unread,
Jul 13, 2010, 1:28:54 PM7/13/10
to
gUnther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote in
news:4c3c271b$0$6984$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net:

hi

ich steh auf dem Schlauch. Was meinst du damit?

Löschknecht

Löschknecht

unread,
Jul 13, 2010, 1:31:44 PM7/13/10
to
Herbert Bloos <her...@gmx.net> wrote in news:i1hcne$cht$03$1@news.t-
online.com:

>
> Das gibt mir zumindest einen kleinen Teil meines Glaubens in unseren
> Rechtstaat zurück.
>
> Wenn man die Straftaten und Ordnungswidrigkeiten rund um Hanrath in den
> letzten Jahren verfolgt hat ist man da zwangsläufig vom Glauben an
> unseren Rechtsstaat abgefallen.
>
> Die haben einen Bolzen nach dem Anderen gedreht und die Verantwortlichen
> sind bisher ungeschoren davongekommen :-(
>
> Herbi

Keine Angst. Der ehemalige Geschäftsführer der Hanrath Schuh GmbH darf sich
doch noch für seine Schandtaten verantworten. Sein Vater wurde ja auch
schon vom Amtsgericht verurteilt. Da wird der Sohn noch entsprechend in
seine Fußstapfen treten :-)

Es gibt genug geprellte Kunden die wegen den unbrauchbaren Hanrath-Stiefel
stinksauer sind. Der eine oder andere hat ja deswegen auch schon
Strafanzeige erstattet.

Löschknecht

Löschknecht

unread,
Jul 21, 2010, 2:57:00 AM7/21/10
to
Udo Burkhard <u.bur...@gmx.de> wrote in news:hvi9nh$u0e$00$1@news.t-
online.com:

> Am 19.06.2010 10:22, schrieb Erich Kirchmayer:
>> In allen Fällen haben die Käufer - egal ob Gemeinde, Privat oder
>> "Kleiderkasse" die A-Karte, wenn ein Hersteller entgegen seiner Werbung
>> etc. nicht zugelassene Produkte verkauft und sich Regress- bzw.
>> Garantieansprüchen etc. durch Insolvenz oder eigenartige Umfirmierungen,
>> Firmensitzverlagerungen etc. entzieht.
>
> Ein Kauf käme ja gar nicht zustande, wenn man sich als (gewerblicher)
> Käufer an die Regeln der GUV-V A1 § 29 ff halten würde (kein Kauf bzw.
> keine PSA ohne gültige Konformitätserklärung).
>
> Aber wenn diese nette Kleinigkeit übersehen wird ... that's life.
>
> Grüße, Udo

Egal ob die Käufer was übersehen haben das sie bemerken mussten oder nicht.
Es gibt inzwischen immer mehr Urteile gegen die Firma Hanrath in denen
diese zu Schadensersatz verurteilt wurde.

Hanrath muss nun auch Stiefel die schon vor Jahren (!) produziert wurden
zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten.

Vor kurzem hat eine Hilfsorganisation so einen Prozess gewonnen. Ihr wurde
eine hohe vierstellige Summe als Schadensersatz zugesprochen.

Für den Firmenbestatter dürfte es immer schwerer werden die Hanrath Schuh
GmbH "ordentlich" sterben zu lassen.

Löschknecht

Löschknecht

unread,
Jul 21, 2010, 2:59:53 AM7/21/10
to
"Erich Kirchmayer" <e_kirc...@hotmail.com> wrote in news:i04ef9$sq5$1
@news.m-online.net:

> Hi,
>
> Udo Burkhard <u.bur...@gmx.de> schrieb:


>
>> Am 19.06.2010 10:22, schrieb Erich Kirchmayer:
>> > In allen Fällen haben die Käufer - egal ob Gemeinde, Privat oder
>> > "Kleiderkasse" die A-Karte, wenn ein Hersteller entgegen seiner
>> > Werbung etc. nicht zugelassene Produkte verkauft und sich Regress-
>> > bzw. Garantieansprüchen etc.
>
>

>> Ein Kauf käme ja gar nicht zustande, wenn man sich als (gewerblicher)
>> Käufer an die Regeln der GUV-V A1 § 29 ff halten würde (kein Kauf
>> bzw. keine PSA ohne gültige Konformitätserklärung).
>

> Und wenn der Hersteller diese Papiere liefert? Wie aus der Hanrath-Story
> ersichtlich ist, hatten die Schuhe mal alle erforderlichen
> Prüfungen/Zulassungen. Dann wieder nicht, dann angeblich wieder schon
> usw.

Inzwischen wurde in verschiedenen Gerichtsverfahren nachgewiesen das
Hanrath bewusst von 2003 an jahrelang Feuerwehrstiefel ohne gültige
Baumusterprüfung und ohne Qualitätssicherung produziert und vertrieben hat.

Das ist Vorsatz und meiner Ansicht nach kriminell.

Löschknecht.

Löschknecht

unread,
Jul 21, 2010, 3:11:33 AM7/21/10
to
Herbert Bloos <her...@gmx.net> wrote
>
> Die Heimanns die hinter Hanrath standen bzw. noch teilweise stehen
> haben doch inzwischen genug auf dem Kerbholz. Der Senior ist doch
> schon von eimem Strafgericht verurteilt worden. Der Junior darf
> demnächst wegen einer Latte von Straftaten beim Gericht antanzen.
>
> Da kann man doch keine Ehrlichkeit mehr erwarten.

Ehrlichkeit konnte man da doch schon seit 2003 nicht mehr erwarten.


Am 10.03.2009 stellte das Verwaltungsgericht fest:

"Im Laufe des weiteren Verwaltungsverfahrens stellte der Beklagte fest,
dass die Klägerin das ihr vom TÜV Köln ausgestellte Zertifikat vom 8.
März 2000 zum 31. Dezember 2002 gekündigt hatte. Der TÜV Köln als
Zertifizierungsstelle hatte nämlich ein Schreiben der Klägerin, Stiefel
des Modells Professional PLUS 865 würden nicht mehr produziert, mit der
Begründung als Kündigung des gesamten Zertifikats gewertet, es sei nicht
möglich, nur einzelne Produkte eines Gesamtzertifikats zu kündigen. Auf
diesen Sachverhalt und die daran geknüpfte Bewertung hatte die
Zertifizierungsstelle des TÜV Köln die Klägerin in ihrem
Bestätigungsschreiben vom 11. September 2002 ausdrücklich hingewiesen
und die Kündigung des gesamten Zertifikates zum 31. Dezember 2002
bestätigt."

Quelle: http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/vg_aachen/j2009/3_K_1729_
08urteil20090310.html

Bei Hanrath war also schon Ende 2002 bekannt das sie ab dem 01.01.2003
kein gültiges Zertifikat mehr haben. Aber trotzdem haben die weiter
produziert und verkauft.

Nach dem Hinweis der Bezirksregierung Köln an die Hanrath Schuh GmbH,
sie produziere seit dem 01. Januar 2003 ohne im Besitz der
erforderlichen EG- Baumusterprüfungbescheinigungen zu sein, kündigte
Hanrat an, ihre Feuerwehrstiefel beim Prüf- und Forschungsinstitut
Pirmasens e.V. neu zertifizieren zu lassen.

dazu dann das Verwaltungsgericht:

"Unter dem 28. April 2006 stellte das Prüf- und Forschungsinstitut
Pirmasens e. V. der Klägerin eine bis zum 25. April 2007 befristete EG-
Baumusterprüfbescheinigung von Sicherheitsschuhen nach Art. 10 der
Richtlinie 89/686/EWG für die von ihr produzierten Modelle Profi Plus,
Profi, Ultra, Spark und 865U mit dem Zusatz aus: "Teilprüfung Boden
erfüllt". Die Baumusterprüfbescheinigung konnte erst zu einem so späten
Zeitpunkt ausgestellt werden, weil die von der Klägerin zur Prüfung
eingereichten Stiefel vereinzelt die Prüfungen nicht bestanden hatten
und vom Prüfinstitut immer wieder neue Stiefel hatten angefordert werden
müssen."

Nachdem Hanrath einen Tritt in den Hintern bekommen hat haben die einen
neuen Anlauf genommen. Das hat aber wegen Qualtitätsmängel auch nicht
richtig funktioniert.

Für mich sind das keine Produktionsprobleme die auch bei anderen Firmen
vorkommen können und dann da schnell und professionell gelöst werden.

Das Ganze stinkt nach Vorsatz und damit auch möglicherweise nach
Betrug.. Da wurden wohl billige Stiefel produziert und man wollte die
Kosten für die Zertifikate einsparen.

Gewinnmaximierung auf Kosten der Feuerwehrleute :-(

Löschknecht

Herbert Bloos

unread,
Jul 22, 2010, 2:09:51 PM7/22/10
to
Herbert Bloos wrote:

> Strafrechtlich kann sich Nick Heimann seiner Verantwortung durch den
> Verkauf der Hanrath Schuh GmbH an das Bestattungsunternehmen Edelmann
> nicht entziehen.
>
> Es gibt auch schon Betrugsanzeigen :-) Ausserdem läuft gegen Nick
> Heimann in Heinsberg ein Strafverfahren.

Es ist soweit! Die ersten Meldungen dazu stehen im Netz. Am 14.09.2010
muss sich Nick Heimann vor dem Amtsgericht Heinsberg für seine
Straftaten im "Feuerwehr-Stiefelkrieg" verantworten.

schon etwas peinlich für einen Geschäftsführer einer Firma die
Sicherheitstiefel verkaufen will.

Herbert

Lars

unread,
Aug 16, 2010, 9:29:16 AM8/16/10
to
Am 13.07.10 19:31, schrieb Löschknecht:

Werden wir auch machen! In meinem Zug gibt es einige Kameraden die
Hanrath-Stiefel gekauft haben und jetzt nochmals Geld für andere Stiefel
ausgeben mussten.

Die Firma Hanrath ist nicht mehr erreichbar. Wir können die Stiefel
nicht mehr zurückgeben :-(

Lars

Horst

unread,
Aug 18, 2010, 1:56:52 PM8/18/10
to
jetzt gibt es nichts mehr zu diskutieren:


Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen: 91 IN 202/10

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im
Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 10265 eingetragenen
Hanrath Schuh-GmbH, Gladbacher Str. 27, 52525 Heinsberg, gesetzlich
vertreten durch die Geschäftsführerin Nicki Heimann, Gladbacher Str. 27,
52525 Heinsberg

Geschäftszweig: Schufabrikation sowie Vertrieb

ist am 30.07.2010, um 12:06 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Christoph
Niering, Auf der Hüls 198, 52068 Aachen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur
noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21
Abs. 2 Nr. 2 InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die
Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird
ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin
einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner
werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu
leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines
Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden
untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits
begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3
InsO).

91 IN 202/10
Amtsgericht Aachen, 30.07.2010

Horst

unread,
Aug 26, 2010, 5:45:37 AM8/26/10
to
Horst wrote:
> jetzt gibt es nichts mehr zu diskutieren:
>
>
> Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen: 91 IN 202/10
>
> In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im
> Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 10265 eingetragenen
> Hanrath Schuh-GmbH, Gladbacher Str. 27, 52525 Heinsberg, gesetzlich
> vertreten durch die Geschäftsführerin Nicki Heimann, Gladbacher Str. 27,
> 52525 Heinsberg
>
> Geschäftszweig: Schufabrikation sowie Vertrieb
>
> ist am 30.07.2010, um 12:06 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

die ersten "öffentlichen" Reaktionen kann man auch schon sehen:

Die Domain "www.hanrath-schuhe.de" wurde gesperrt.

Da hat wohl der Provider den Saft abgedreht.

Horst

Martin

unread,
Jan 20, 2011, 9:19:53 AM1/20/11
to
Merkwürdig ist es schon,

der einzige der immer gewinnt ist Haix.......

Das Haix ein Monopol hat ist dann hoffentlich schon aufgefallen und was das mittel- bis langfristig bedeutet hoffentlich auch.

Das ach so gute Haix Produkt ist aber nicht mehr so gut wie es mal war:
Von 40 gekauften Schuhen sind bei 8 die Reissverschlüsse nur schlecht gängig bis defekt, drei sind undicht in den Nähten, eine Kulanz oder Garantie? Ist doch Verschleiß....

Wie schlecht sind den die Produkte der Fa. Hanrath wirklich, welche Defekte sind denn bekannt?
Es wird immer nur von nicht vorhandenen Zertifikaten gesprochen.
Diejenigen welche vor einem Kauf die Zertifikate und Baumusterbescheinigungen hätten prüfen müssen haben geschlampt!
Damit meine ich nicht den einzelnen Feuerwehrmann sondern die Städte und Kommunen die sorglos beschafft haben und so den einzelnen Feuerwehrmännern signalisiert haben das dieses Produkt gut sein muss.

Ich habe in den letzten Wochen mal Recherche betrieben zum Thema Zulassung und Zertifikate.

Es ist erstaunlich was da so alles möglich ist.

Wer kann den sagen was sich dort im Hintergrund abspielt?

Also wenn ich den Markt zu 90 Prozent bedienen würde dann würde ich auch alles dransetzen das dies so bleibt.
Dann sind da noch einige andere Anbieter, die sind wichtig damit es nicht nach einem Kartell aussieht.

Nur will ich nichts unterstellen sondern ich sorge mich schlicht um einen ausgewogenen Markt der es mir ermöglicht auch ein Alternativprodukt, das nicht den Namen Haix oder Baltes trägt und bezahlbar ist, zu kaufen.
Wenn Sicherheitstiefel in dieser Menge hergestellt werden wie die Fa. Haix und Baltes sie herstellen so sind Preisnachlässe von 25 bis 45 Prozent möglich. Mit Individualfertigung oder besonderer Sorgfalt bei der Herstellung hat das nichts zu tun.
Auch ein viel gepriesenes Qualitätsmanagementsystem bescheinigt nicht die Qualität der Schuhe sondern lediglich das der organisatorische Herstellungsprozess prüfbar ist und, und das ist der Zynismus pur, im Falle eines Problems ein definierter Weg der Kundenbeschwerde eingehalten wird.
Das allerdings bedeutet nicht das der Kunde irgendwelche Garantieen hat sondern nur das es innerbetrieblich- organisatorisch korrekt abläuft, also das die Formulare richtig ausgefüllt sind.

Kommentare das die XXXX-Schuhe schon immer gut sind und das andere Produkte nicht gut sein können weil der Preis nicht exorbitant hoch ist, kann ich nicht ernst nehmen.
Neue Anbieter kommen nur über den Preis rein und das stöhrt nun mal die Konkurenz, Preisnachlässe wären bei dem momentan größten Anbieter auf dem deutschen Markt problemlos bis ca. 45 % möglich.
Ich würde auch mein Produkt auch nicht für weniger Geld hergeben wenn keiner fragt, der Schuh war ja schon immer gut, --der Preis ja dann auch--

Bei einem solchen Markt sollte man sich nicht wundern wenn Chinesen diesen dann auch für sich entdecken.

Übrigens schon mal nachgesehen bei der denic wer diese Seite betreibt?

Udo Burkhard

unread,
Jan 20, 2011, 10:52:59 AM1/20/11
to
Am 20.01.2011 15:19, schrieb Martin:
>*jede Menge ungereimtes Zeugs*

*plonk*

FW-Mann

unread,
Mar 10, 2011, 8:08:31 AM3/10/11
to
Martin wrote:

> Wie schlecht sind den die Produkte der Fa. Hanrath wirklich, welche Defekte sind denn bekannt?

Zumindest so viele dass das Verwaltungsgericht die angeordnete
Rückrufaktion der Jahresproduktionen von 2003 bis Anfang 2009 bestätigt
hat.

du darfst gucken:

http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/vg_aachen/j2010/3_K_456_09urteil20100810.html

Das zeigt doch deutlich das die Verantwortlichen die Hanrath an die Wand
gefahren haben keine Ahnung von Schuhproduktion haben.

> Es wird immer nur von nicht vorhandenen Zertifikaten gesprochen.

Die es teilweise noch nie gegeben hat. Obwohl diese EU-weit
vorgeschrieben sind. Da steckt kriminelle Energie seitens Hanrath
dahinter. Oder wie bezeichnest du die Tatsache das es jahrelang keine
vorgeschriebene Qualitätssicherung gab?

Ich bezeichne das als Betrug.

> Diejenigen welche vor einem Kauf die Zertifikate und Baumusterbescheinigungen hätten prüfen müssen haben geschlampt!

Die wurden von Hanrath angelogen. Der Ex-Geschäftsführer wurde ja nicht
umsonst schon wegen Urkundenfälschung verurteilt.

> Damit meine ich nicht den einzelnen Feuerwehrmann sondern die Städte und Kommunen die sorglos beschafft haben und so den einzelnen Feuerwehrmännern signalisiert haben das dieses Produkt gut sein muss.

Die wurden betrogen

du darfst nochmals gucken:

http://www.westline.de/lokales/dorsten/nachrichten/lnrn/Geschaeftsmann-soll-Feuerwehr-gefaehrliche-Schuhe-verkauft-haben;art1639,260690

http://www.ngz-online.de/korschenbroich/nachrichten/stadt-gewinnt-prozess-um-feuerwehrstiefel-1.190280

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> Ich habe in den letzten Wochen mal Recherche betrieben zum Thema Zulassung und Zertifikate.
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> Es ist erstaunlich was da so alles möglich ist.
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> Wer kann den sagen was sich dort im Hintergrund abspielt?

die Ermittlungsbehörden die den vorbestraften Ex-Geschäftsführer von
Hanrath am Wickel haben

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> Also wenn ich den Markt zu 90 Prozent bedienen würde dann würde ich auch alles dransetzen das dies so bleibt.

wer bedient 90% des Marktes?

> Dann sind da noch einige andere Anbieter, die sind wichtig damit es nicht nach einem Kartell aussieht.

Hirngespinst

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> Nur will ich nichts unterstellen sondern ich sorge mich schlicht um einen ausgewogenen Markt der es mir ermöglicht auch ein Alternativprodukt, das nicht den Namen Haix oder Baltes trägt und bezahlbar ist, zu kaufen.

die gibt es

> Übrigens schon mal nachgesehen bei der denic wer diese Seite betreibt?

welche Seite?

Gruss

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