Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Die Feuerwehr ist Super- Aber einen Dreikantschlüssel kennt die nicht.

740 views
Skip to first unread message

Tobi

unread,
Dec 19, 2002, 6:04:01 PM12/19/02
to
Hallo Leute,
ich hab hier grad so ein paar Beiträge in dieser group gelesen. Ich
wollte eigentlich auch nur allen Feuerwehrleuten von euch sagen, das
Ihr bei einer Personenbefreiung in einem Aufzug doch bitte den
Notentriegelungsschlüssel (meist Dreikant) benutzt, und NICHT(!!!) den
hydraulischen Spreitzer oder was Ihr sonst noch so tolles Werkzeug da
habt. Der Person im Aufzug kann nichts geschehen. Sie ist meist nur
genervt weil es alles so lange dauert. Man kann auch mal 5min auf den
HM oder auf den Aufzugsmonteur warten, bevor man anfängt die
Schachttüren auf zu flexen. Auch Schneidbrenner un co. haben da nix zu
suchen. Danke
Ein Aufzugsmonteur der sich so seine Gedanken macht....

Ralph A. Schmid, DK5RAS

unread,
Dec 20, 2002, 1:48:08 AM12/20/02
to
gosc...@gmx.de (Tobi) wrote:

Bei den zwei mal, die ich im Aufzug festsaß (einmal in 200 m über
Grund *g*), haben sich die Türen von Innen mit bloßen Händen öffnen
lassen, wenn auch nur mit großem Kraftaufwand... Und beide Male war
noch so viel vom Ausstieg zu sehen, daß man heraus kam :)

>Ein Aufzugsmonteur der sich so seine Gedanken macht....

Wobei ich davon ausgehe, daß städtische Wehren sowas wissen, und auf
dem Land sind Aufzüge nicht ganz so häufig...

regards - Ralph

--

Want to get in touch? http://www.radio-link.net/whereisralph.txt

Markus Schlosser

unread,
Dec 20, 2002, 2:24:30 AM12/20/02
to

Auch auf die Gefahr hin, dass wieder einige Leute meckern, antworte ich
jetzt trotzdem ;-)

Die Feuerwehr hat einen solchen Schlüssel nicht! Es sei denn, sie hat
besonders geschultes Personal. Um Personen aus einem festsitzenden
Aufzug zu befreien, gibt es Aufzugsmonteure und nicht die Feuerwehr.
Eine Aufzugstür lässt sich nämlich in der Regel nicht einfach mit dem
Dreikantschlüssel öffnen, dazu muss der Strom abgeschaltet werden, weil
sonst der Türmotor dagegenhält. Das sollte ein Aufzugsmonteur wissen
(vorausgesetzt, Du bist einer... ).


Grüße
Markus Schlosser

Rainer Fichtner

unread,
Dec 20, 2002, 2:45:57 AM12/20/02
to

"Markus Schlosser" <m...@rz-online.net> wrote in message
news:slrnb05h...@phoenix.rhein-zeitung.DE...

> [schnipp]

> Die Feuerwehr hat einen solchen Schlüssel nicht! Es sei denn, sie hat
> besonders geschultes Personal. Um Personen aus einem festsitzenden
> Aufzug zu befreien, gibt es Aufzugsmonteure und nicht die Feuerwehr.
> Eine Aufzugstür lässt sich nämlich in der Regel nicht einfach mit dem
> Dreikantschlüssel öffnen, dazu muss der Strom abgeschaltet werden, weil
> sonst der Türmotor dagegenhält. Das sollte ein Aufzugsmonteur wissen
> (vorausgesetzt, Du bist einer... ).

Hallo!

Komisch! Haben wir ins Stuttgart dann Aufzugsmonteure bei der FW?
War vor ein paar Wochen bei einer Befreiungsaktion. Hab morgnes um 4:00 die
FW gerufen, weil der Aufzugsnotdienst aus Berlin(!) den Notrof nicht
weiterleiten wollte.
Die Jungs in ihren Roten Autos waren innerhalb von 10 Minuten da und hatten
sofort den richtigen Dreikantschlüssel zur Hand. Die Aufzug Tür war in 3 Sek
offen.


>
> Grüße
> Markus Schlosser
>
Gruss
Rainer


Markus Schlosser

unread,
Dec 20, 2002, 3:08:28 AM12/20/02
to
On Fri, 20 Dec 2002 08:45:57 +0100, Rainer Fichtner wrote:
>
>
> Komisch! Haben wir ins Stuttgart dann Aufzugsmonteure bei der FW?

Lesen, nochmal lesen, nachdenken und dann antworten! ;)

Ich habe gesagt, wenn sie keine besondere Ausbildung dafür haben. Bei
einer BF ist es sehr wahrscheinlich, dass sie entsprechend geschultes
Personal hat. Die benutzen dann normalerweise auch keinen Spreizer.


Grüße
Markus Schlosser

Florian Wickel

unread,
Dec 20, 2002, 5:34:49 AM12/20/02
to
Hallo Liste,

> Lesen, nochmal lesen, nachdenken und dann antworten! ;)

ist halt wie im wahren Leben...
Denken, drücken, sprechen, loslassen und dann nachdenken was für einen
Quatsch man eben gefunkt hat...

> Ich habe gesagt, wenn sie keine besondere Ausbildung dafür haben. Bei
> einer BF ist es sehr wahrscheinlich, dass sie entsprechend geschultes
> Personal hat. Die benutzen dann normalerweise auch keinen Spreizer.

Bei mir im Haus (logischerweise mit Fahrstuhl) kommt die BF nur auf
besondere Anfrage und läßt es sich dann so richtig gut bezahlen...
Ansonsten darf man getrost im Fahrstuhl auf den Hausmeister warten (der im
Zweifelsfall nur über seinen AB erreichbar ist) oder einen Aufzugsmonteur
anheuern (der sioch aber auch die Anfahrt gut löhnen läßt)...
Das der Notrufknopf im Fahrstuhl nicht mit einer Notrufzentrale verbunden
ist, sondern nur eine Alarmklingel im Hausflur auslöst werfe ich nur mal
nebenbei ein...
Konsequenz: Der, der im Fahrstuhl hängt, ist auf die Hilfsbereitschaft eines
zufällig vorbeikommenden Mithausbewohners und die telefonische
erreichbarkeit des Hausmeisters angewiesen...
Also, ich nehme immer die Treppe... ;o)

Frohe Weihnachten Euch allen...

Gruß
Florian
--
"Und das ist alles, was ich dazu sagen kann..."
(Forrest Gump)

Dirk Brokatzky

unread,
Dec 20, 2002, 8:13:02 AM12/20/02
to
"Markus Schlosser" <m...@rz-online.net> schrieb im Newsbeitrag
news:slrnb05h...@phoenix.rhein-zeitung.DE...

> On 19 Dec 2002 15:04:01 -0800, Tobi wrote:
> Die Feuerwehr hat einen solchen Schlüssel nicht! Es sei denn, sie hat
> besonders geschultes Personal.

Wer hat das den gesagt ? Also zumindest hier in D-dorf kann ich sagen das
wir solche Schlüssel haben und eine besondere Einweisung gibt es dafür
nicht. Man sollte halt nur beachten das man den Aufzug vorher Stromlos
macht, aber diese Sicherheitsregeln kann man sicher an einem einzigen
Übungsabend erlernen. Ansonsten gilt wie immer : Die Verhältnismäßigkeit der
Mittel wahren ! Im Zweifel würde ich dann eher versuchen den Hausmeister zu
finden oder eben mit der Herstellerfirma Kontakt aufnehmen (Steht meist eine
Telefonnummer am Aufzug dranne).

Also Cool bleiben und nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen .

Gruß

Dirk

--
mfg
Dirk Brokatzky
Wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn behalten
brok...@freenet.de
Tel:0173/2009987


Patrick Hündgen

unread,
Dec 20, 2002, 8:15:45 AM12/20/02
to
"Florian Wickel" <Florian...@gmx.de> schrieb

> > Ich habe gesagt, wenn sie keine besondere Ausbildung dafür haben.
Bei
> > einer BF ist es sehr wahrscheinlich, dass sie entsprechend
geschultes
> > Personal hat. Die benutzen dann normalerweise auch keinen
Spreizer.

Trotzdem ist die Aussage, daß Feuerwehren keine Aufzugschlüssel haben,
so pauschal nicht richtig. Klar wartet man i.d.R. auf den Monteur oder
hat ausgebildete Leute.
Aber für die Fälle mit Panikattacken oder HI im Aufzug benutzt man
eben auch nicht die Brechstange, sondern hat oftmals doch nen
passenden Dreikant.

btw: Endlich mal eine Diskussion, die den Troll recht schnell
ignoriert und doch Inhalt hat.
Außerdem muß ich unten stehendes noch los werden ;-)

> Konsequenz: Der, der im Fahrstuhl hängt, ist auf die
Hilfsbereitschaft eines
> zufällig vorbeikommenden Mithausbewohners und die telefonische
> erreichbarkeit des Hausmeisters angewiesen...

Zum Thema Eingesperrt und Hilfsbereitschaft.... kleine Anekdote von
heute:

Bahnfahrt nach Hause in einer dieser schönen neuen Regionalbahnen mit
mehr Toiletteraum als Sitzgelegenheit :-)...
Kaum Leute in der Bahn, ich saß fast alleine im hinteren Teil nahe der
Toilette.
Plötzlich Hilferufe aus der Toilettenkabine. Ich also da hin.
Eine junge Frau mit osteuropäischem Akzent rüttelt verzweifelt an der
Tür, ist kaum zu beruhigen und meint, sie käme nicht heraus.
In Gedanken erwog ich gerade schon den Einsatz von Spreizer,
Trennschleifer oder Plastiksprengstoff, überlegte ob der Rüstzug der
BF Köln solche Situationen auch meistern würde und versuchte mir
auszumalen, wie McGyver mit meinem kleinen Taschenmesser und Bauteilen
aus meinem gerade getätigten Einkauf bei Conrad die Situation retten
würde.
Sollte ich vielleicht über eine Luke auf das Zugdach und mich seitlich
durchs Fenster abseilen? Oder wäre es einfacher, sich an den
Wagenachsen entlang zu hangeln und durch die Toilette zum
verzweifelten Opfer vorzudringen?
...da fiel mir ein kleines rotes Schild am Türverschluß auf...

Nein, nein, die Türe ginge nicht auf versicherte mir die Dame auf
meine Nachfrage!

Es dauerte dann noch ganze zwei Minuten, ihr zu erklären, daß man den
kleinen Griff drehen muß, um die Türe aufzuschließen und es nicht
reichen wird, auf den "Automatik"-Knopf zu drücken....

(Kommentare zu Fr**en und Technik und den Vergleich zur
transsibirischen Eisenbahn spare ich mir mal...)

--
mkG
Patrick Hündgen
FF Brühl ( http://www.feuerwehr-bruehl.de )
Ich gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder!


Martin Roerig-Dalgaard

unread,
Dec 20, 2002, 9:02:20 AM12/20/02
to
Hej!

Florian Wickel wrote at 20 dec 2002 in de.etc.notfallrettung:

> läßt)... Das der Notrufknopf im Fahrstuhl nicht mit einer
> Notrufzentrale verbunden ist, sondern nur eine Alarmklingel im
> Hausflur auslöst werfe ich nur mal nebenbei ein...

Møøøøpppppp!
Die Aufzüge hier im Gebäude laufen via Telefon bei Falck auf die wiederum
dann hier im Hause die Rezeption anrufen. Ich kenne auch diverse andere
Aufzüge die diese Lösung haben...

Gruss
Martin
--
* Martin Roerig-Dalgaard *
* Luntofteparken 80, 2th *
* DK-2800 Lyngby, Denmark *
* martin...@schweiz.org *

Markus Schlosser

unread,
Dec 20, 2002, 10:05:29 AM12/20/02
to
On Fri, 20 Dec 2002 14:13:02 +0100, Dirk Brokatzky wrote:
>
> Wer hat das den gesagt ? Also zumindest hier in D-dorf kann ich sagen das
> wir solche Schlüssel haben und eine besondere Einweisung gibt es dafür
> nicht. Man sollte halt nur beachten das man den Aufzug vorher Stromlos
> macht, aber diese Sicherheitsregeln kann man sicher an einem einzigen
> Übungsabend erlernen. Ansonsten gilt wie immer : Die Verhältnismäßigkeit der
> Mittel wahren ! Im Zweifel würde ich dann eher versuchen den Hausmeister zu
> finden oder eben mit der Herstellerfirma Kontakt aufnehmen (Steht meist eine
> Telefonnummer am Aufzug dranne).

Klar, das funktioniert. Exakt solange, bis was passiert ist.
Die Feuerwehr hat ohne besondere Ausbildung kein Recht dazu, jemanden
aus dem Aufzug zu befreien. Es sei denn, im Aufzug liegt ein Notfall
vor. Wir haben einen Aufzugbauer in der FW und das Thema schon oft genug
diskutiert.


Grüße
Markus Schlosser

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 20, 2002, 10:43:39 AM12/20/02
to

"Tobi" <gosc...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag

> Ein Aufzugsmonteur der sich so seine Gedanken macht....

...warum die FW den Aufzug nicht geöffnet hat weiß ich auch nicht, aber ein
DREIKANT sollte doch eigentlich dabei sein, oder? Immerhin gibt es auch
Poller, die mit Dreikant zu öffnen sind (zumindest in Köln gibt es solche
Poller und entsprechende Dreikants sind "Grundausstattung" in den meisten
Taxis, Lieferwagen, etc.p.p.). Wäre unpraktisch, die erst mal abzuflexen ;-)

Grüße,

Frank


Henning Koch

unread,
Dec 20, 2002, 11:09:02 AM12/20/02
to
On Fri, 20 Dec 2002 14:13:02 +0100, "Dirk Brokatzky"
<Brok...@bigfoot.de> wrote:

>> Die Feuerwehr hat einen solchen Schlüssel nicht! Es sei denn, sie hat
>> besonders geschultes Personal.
>
>Wer hat das den gesagt ? Also zumindest hier in D-dorf kann ich sagen das
>wir solche Schlüssel haben und eine besondere Einweisung gibt es dafür
>nicht.

das ist hier in DO bei der FF nicht anders (die BF hat ausgebildete
Leute fuer sowas...).

>Man sollte halt nur beachten das man den Aufzug vorher Stromlos
>macht, aber diese Sicherheitsregeln kann man sicher an einem einzigen
>Übungsabend erlernen.

das groessere Problem duerfte dann sein, in den Aufzug-Maschinenraum
hineinzukommen.

Im Notfall (ernstes medizinisches Problem im Aufzug o.ae.) muesste man
sich dann wohl darauf verlassen, dass die Steuerung noch heile genug
ist, den Fahrkorb nicht mit geoeffneten Tueren zu bewegen :-(

Tino Stein

unread,
Dec 20, 2002, 11:09:11 AM12/20/02
to

"Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> schrieb im>

> ...warum die FW den Aufzug nicht geöffnet hat weiß ich auch nicht,
aber ein
> DREIKANT sollte doch eigentlich dabei sein, oder? Immerhin gibt es
auch
> Poller, die mit Dreikant zu öffnen sind (zumindest in Köln gibt es
solche
> Poller und entsprechende Dreikants sind "Grundausstattung" in den
meisten
> Taxis, Lieferwagen, etc.p.p.). Wäre unpraktisch, die erst mal
abzuflexen ;-)

Tja, schade, die passen nur leider bei Aufzügen nicht ;-o

Schönen Tag

Tino


Marcus Michel

unread,
Dec 20, 2002, 8:21:55 AM12/20/02
to
> Die Feuerwehr hat einen solchen Schlüssel nicht! Es sei denn, sie hat
> besonders geschultes Personal.

Wir sind zwar nur eine kleine FW im quasiländlichen Bereich, aber selbst wir
haben so einen Dreikant und noch einige andere Aufzugsschlüssel. Besonders
geschultes Personal haben wir nicht, sehr wohl aber Aufzugsmonteure, die von
weit weg oder auch mal (z.B. bei Glätte - weil Sommerreifen) gar nicht
kommen.

Gruß Sugus
--
Marcus Michel
www.Kraftfahrer-Unfallhilfe.de www.StreSi.de
www.Sonnenblende.info
www.Feuerwehr-Heddesheim.de www.juh.de


Michael Schmidt

unread,
Dec 20, 2002, 11:58:19 AM12/20/02
to
Hallo Rainer,

> > Die Feuerwehr hat einen solchen Schlüssel nicht! Es sei denn, sie hat
> > besonders geschultes Personal. Um Personen aus einem festsitzenden
> > Aufzug zu befreien, gibt es Aufzugsmonteure und nicht die Feuerwehr.

Full ACK! Aber wenn jemand panisch wird und es schnell gehen muss machen
wir es auch wenn man uns ruft. Auch ohne den "passenden" Schlüssel!

> Komisch! Haben wir ins Stuttgart dann Aufzugsmonteure bei der FW?
> War vor ein paar Wochen bei einer Befreiungsaktion. Hab morgnes um 4:00 die
> FW gerufen, weil der Aufzugsnotdienst aus Berlin(!) den Notrof nicht
> weiterleiten wollte.
> Die Jungs in ihren Roten Autos waren innerhalb von 10 Minuten da und hatten
> sofort den richtigen Dreikantschlüssel zur Hand. Die Aufzug Tür war in 3 Sek
> offen.

Wir hatten auch schon ein paar mal den Fall und ich kam auch schon auf
die Idee mit dem Dreikantschlüssel. Was ich mich jetzt frage:

Ist das immer der selbe Schlüssel bei allen Herstellern?

Bei einer Firma habe ich mal bezgl. entspr. Werkzeug angefragt und bekam
eine riesen Liste mit Werkzeug zu tollen Preisen. Da kamen mir ganz
schnell wieder die hydraulischen und manuellen Brechwerkzeuge auf unseren
Autos in den Sinn.

Wie wäre es denn wenn die Aufzugsmonteure so einen Dreikant im
Betriebsraum hinterlegen?

--
Michael Schmidt
www.feuerwehr-walldorf.de

Patrick Hündgen

unread,
Dec 20, 2002, 6:53:09 PM12/20/02
to
"Markus Schlosser" <m...@rz-online.net> schrieb

> > Ansonsten gilt wie immer : Die Verhältnismäßigkeit der
> > Mittel wahren ! Im Zweifel würde ich dann eher versuchen den
Hausmeister zu
> > finden oder eben mit der Herstellerfirma Kontakt aufnehmen (Steht
meist eine
> > Telefonnummer am Aufzug dranne).
> Klar, das funktioniert. Exakt solange, bis was passiert ist.
> Die Feuerwehr hat ohne besondere Ausbildung kein Recht dazu,
jemanden
> aus dem Aufzug zu befreien. Es sei denn, im Aufzug liegt ein Notfall
> vor.

Aha! Wo siehst Du jetzt den Gegensatz zu Dirks Aussage, die
Verhältnismäßigekeit der Mittel zu wahren? Und wo fängt ein Notfall im
Fahrstuhl an? Bei einem HI, einem Diabetiker, oder bei einer psychisch
labilen Person (Platzangst)?
Außerdem: In größere Gebäude darf die Fw auch nicht einfach hinein und
hat trotzdem manchmal Schlüssel dafür (Schlüsselrohre). Warum soll sie
also nicht auch Schlüssel für Aufzüge vorhalten?

Markus Machner

unread,
Dec 20, 2002, 8:49:49 PM12/20/02
to
Michael Schmidt schrieb:

> Wie wäre es denn wenn die Aufzugsmonteure so einen Dreikant im
> Betriebsraum hinterlegen?

Bei den Aufzügen, die ich kenne (Unterschiedliche Hersteller), lassen
sich die Schachttüren aller Aufzüge mit dem gleichen Dreikant (So ein
gebogenes Stahlteil mit einem Knebel) öffnen.

^
==/_\== (Querschnitt)

Frage: Ist die Notentriegelung der Schachttüren nicht genormt, so das
man mit diesem Schlüssel _allen_ Schachttüren beikommt?

Gruß,
Markus

Marcus Michel

unread,
Dec 21, 2002, 4:40:18 AM12/21/02
to
> Frage: Ist die Notentriegelung der Schachttüren nicht genormt, so das
> man mit diesem Schlüssel _allen_ Schachttüren beikommt?

Nein. Bei neueren Aufzügen ist aber bei allen großen Herstellern der
Dreikant richtig. Es gibt auch noch andere Schlüssel, z.B. exzentrische
Zylinder.

Erich Kirchmayer

unread,
Dec 23, 2002, 5:17:33 PM12/23/02
to
Hi,

"Markus Schlosser" <m...@rz-online.net> schrieb im Newsbeitrag

news:slrnb06c...@phoenix.rhein-zeitung.DE...

> > Mittel wahren ! Im Zweifel würde ich dann eher versuchen den
Hausmeister zu
> > finden oder eben mit der Herstellerfirma Kontakt aufnehmen (Steht
meist eine
> > Telefonnummer am Aufzug dranne).
>
> Klar, das funktioniert. Exakt solange, bis was passiert ist.
> Die Feuerwehr hat ohne besondere Ausbildung kein Recht dazu, jemanden
> aus dem Aufzug zu befreien. Es sei denn, im Aufzug liegt ein Notfall
> vor. Wir haben einen Aufzugbauer in der FW und das Thema schon oft
genug
> diskutiert.

Und "Notfall" im Sinne div. FW- und RD-Gesetzen liegt ggf. schon vor,
wenn eine im Aufzug eingeschlossene Person grosse Angst hat
(Panikattacken etc.) oder (ggf. dadurch) erkrankt (HI, Apoplex etc.)
ist. Zudem ist denkbar, dass ein technischer Defekt eben auch die
"normale" Türentriegelung via Dreikant ausser Gefecht gesetzt hat. Dazu
ist manchmal wahrscheinlich nicht sicher einzuschätzen, ob ein
technischer Defekt des Aufzugs "weiterwächst" und so den Aufzug in
einen nur schwer kontrollierbaren Zustand (z.B. Absturz, Brand,
Kollision mit anderer Kabine etc.) bringt oder nicht.

Aufzüge in .de sind so ziemlich die _sichersten_
Personentransportmittel überhaupt, aber auch das schützt nicht vor
seltenen und/oder extremen Ausnahmen. Die Einschätzung einer realen
(Lebens-)Gefahr auf Grund eines technischen Fehlers dürfte nur
ausgebildeten und erfahrenen Aufzugstechnikern gelingen. Der FW-Mann
(SB), der einen "Aufzugslehrgang" erhalten hat dürfte nicht dazu
zählen.....

Nur mit "reinem Menschenverstand" würde ich auch auf "so schnell wie
möglich raus" plädieren, wenn ein Aufzug z.B. wegen eines gerissenen
Seils in die Nothalte-/Notbremsvorrichtung gedonnert ist. Vorallem
dürfte es nach einem solchen Ereignis zu entsprechenden Reaktionen der
Eingeschlossenen kommen (Panik, ggf. Verletzungen) - und DAS ist dann
wieder ein auch rechtlich sicherer Grund, nun doch mit dem Spreitzer
anzurücken ;-)


--
Gruß

Erich Kirchmayer


----
"Jetzt wird´s mal kurz hell im Hals!"
Dieses Posting gibt meine persönliche Meinung wieder. Diese entspricht
nicht zwingend der Meinung meines/meiner Arbeitgeber!

Erich Kirchmayer

unread,
Dec 23, 2002, 5:21:00 PM12/23/02
to
Hi,

"Henning Koch" <Hennin...@student.uni-dortmund.de> schrieb im
Newsbeitrag news:dd860v0ddqjqnvolv...@4ax.com...

> Im Notfall (ernstes medizinisches Problem im Aufzug o.ae.) muesste
man
> sich dann wohl darauf verlassen, dass die Steuerung noch heile genug
> ist, den Fahrkorb nicht mit geoeffneten Tueren zu bewegen :-(

Die manuelle Steuerung (Handbetrieb (Kurbeln (Seil) bzw.
Pumpen/Ablassen (Hydraulik)) wird von der Aufzugssteuerung IMHO nicht
mehr überwacht. d.h. es sind Manöver möglich, die "normalerweise" nicht
zulässig/sicher sind.

Erich Kirchmayer

unread,
Dec 23, 2002, 5:23:24 PM12/23/02
to
Hi,

"Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:atvdqp$31vh1$1...@ID-151689.news.dfncis.de...

> ...warum die FW den Aufzug nicht geöffnet hat weiß ich auch nicht,
aber ein
> DREIKANT sollte doch eigentlich dabei sein, oder? Immerhin gibt es
auch
> Poller, die mit Dreikant zu öffnen sind (zumindest in Köln gibt es
solche
> Poller und entsprechende Dreikants sind "Grundausstattung" in den
meisten
> Taxis, Lieferwagen, etc.p.p.). Wäre unpraktisch, die erst mal
abzuflexen ;-)

....oder einfach umzufahren. (mit einem DB609, Pfosten nicht mit
Dreikant zu öffnen weil eingerostet/eingefroren. Kurz "angedockt" und
dann langsam Gas geben und Kupplung kommen lassen - weg ist der Pfosten
GRINS)

Henning Koch

unread,
Dec 23, 2002, 6:41:52 PM12/23/02
to
On Mon, 23 Dec 2002 23:21:00 +0100, "Erich Kirchmayer"
<Kirch...@ambulance.de> wrote:

>> Im Notfall (ernstes medizinisches Problem im Aufzug o.ae.) muesste man
>> sich dann wohl darauf verlassen, dass die Steuerung noch heile genug
>> ist, den Fahrkorb nicht mit geoeffneten Tueren zu bewegen :-(
>
>Die manuelle Steuerung (Handbetrieb (Kurbeln (Seil) bzw.
>Pumpen/Ablassen (Hydraulik)) wird von der Aufzugssteuerung IMHO nicht
>mehr überwacht. d.h. es sind Manöver möglich, die "normalerweise" nicht
>zulässig/sicher sind.

na ich sag mal so:

wenn _ich_ schon nicht in den Maschinenraum komme, wird wohl
hoffentlich auch niemand anderes drin sein und manuell rumhantieren
;-)


0 new messages