Ich bin der meinung das diese Brillen keines pfalz zum tauchen benuzt werden
dürfen weil man in der Brille keinen Druck aus gleich machen kann und dann
der druck in der Brille zu groß wird und dadurch das auge verlezt wird ..
bis denne Benne
Martin Grunicke schrieb in Nachricht <7hu2cm$aom$1...@Adler.DLRG.de>...
>Hallihallo !!!
>
>Ich wende mich mal an dieses Forum, um ein paar Meinungen einzufangen.
>Folgendes Problem :
>
>Während des normalen Schwimmtrainings als Vorbereitung auf
>Rettungswettkämpfe schwimmt heute kaum noch jemand ohne Schwimmbrille. Das
>Tragen solcher Brillen ist nach unserem Regelwerk ja auch ausdrücklich bei
>Rettungswettkämpfen gestattet. Nun sind in genau diesem Regelwerk aber auch
>Disziplinen beschrieben, in denen getaucht wird, sei es das Untertauchen
des
>Hindernisses (70 cm), sei es das Heraufholen der vollen Puppe (2 m Tiefe
>!!!), sei es Streckentauchen (25 oder 50 m). Hier liegt ein Problem ! Das
>Tauchen mit Schwimmbrillen ist grundsätzlich sehr bedenklich. Andererseits
>wird im Regelwerk, an dem ja auch die Ärtzeschaft der DLRG beteiligt war,
>das Tragen von solchen Brillen gestattet, also auch bei den
>Tauchdisziplinen. Wie sieht es denn da mit unserer Fürsorgepflicht für
>unsere Schützlinge aus ???
>
>Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar, da dieses Problem bei uns
>schon seit einiger Zeit "heiss" diskutiert wird. Derzeit unterbinden wir
das
>Tauchen mit Schwimmbrillen strikt. Aber auch die Kid´s sind nicht dumm und
>kennen das Regelwerk !
>
>Ich freue mich auf einen "Ansturm" von Meinungen ...
>
>Viele Grüsse
>
>Martin Grunicke
>LdÖ Berlin-Mitte
>eMail : martin....@berlin.de
>
>
Hallöchen,
ab einer Tiefe von 2m ist der Druck auf die Schwimmbrille zu groß. Bei einem
Selbsttest war eine Tiefe von 3 m schon ziemlich unangenehm.
Wenn es sich nicht vermeiden lässt, mit den normalen Brillen mal zu tauchen,
sollte man auf Qualität und guten Sitz achten.
Am besten man kauft die Brille im Tauchladen. (als DLRG bekommt man
eigentlich immer mal nen Rabatt)
Desweiterten:
Einmal ist die Gefahr, das die Brille unterhalb des Augapfels zu großen
Druck ausübt, das andere das bei billigen Brillen (irgendow im Kaufhaus vom
Grabbeltisch) die Brillengläser reißen bzw. "milchig" werden. Ein ungeübtes
Kind bzw. Jugendlicher, kann dadurch die Nerven verlieren.
Grüße Boris
Hallo allerseits,
weil wir gerade beim Thema sind gleich mal eine Frage: Warum (bitte
exakt/ganz genau) ist es gefährlich mit Schwimmbrille zu tauchen.
Ich weiß, daß es mit der mangelnden Möglichkeit den Druck
auszugleichen zu tun hat, kann es aber nicht detailiert und fachlich
korrekt erklären. Deshalb: bitte weiht mich ein :-)).
mfg
E.S.
>In Bayern hat sich die Lehrgruppe Rettungsschwimmen der Wasserwacht strikt gegen das Tauchen mit Schwimmbrillen ausgesprochen.
dadurch, daß man in eine Schwimmbrille keinen Druckausgleich machen
kann gibt es eine Volumenverminderung beim Tauchen und die Augäpfel
werden etwas in die Brille hineingesogen, was wiederum zu
Gefäßverletzungen im Auge führen kann.
> Hallihallo !!!
Hallihallohalloeli !!!
>
> Ich wende mich mal an dieses Forum, um ein paar Meinungen einzufangen.
> Folgendes Problem :
>
> Während des normalen Schwimmtrainings als Vorbereitung auf
> Rettungswettkämpfe schwimmt heute kaum noch jemand ohne Schwimmbrille. Das
> Tragen solcher Brillen ist nach unserem Regelwerk ja auch ausdrücklich bei
> Rettungswettkämpfen gestattet. Nun sind in genau diesem Regelwerk aber auch
> Disziplinen beschrieben, in denen getaucht wird, sei es das Untertauchen des
> Hindernisses (70 cm), sei es das Heraufholen der vollen Puppe (2 m Tiefe
> !!!), sei es Streckentauchen (25 oder 50 m). Hier liegt ein Problem ! Das
> Tauchen mit Schwimmbrillen ist grundsätzlich sehr bedenklich. Andererseits
> wird im Regelwerk, an dem ja auch die Ärtzeschaft der DLRG beteiligt war,
> das Tragen von solchen Brillen gestattet, also auch bei den
> Tauchdisziplinen. Wie sieht es denn da mit unserer Fürsorgepflicht für
> unsere Schützlinge aus ???
Das einzige Problem was sich beim Tauchen mit der Schwimmbrille ergiebt
ist IMHO der fehlende Druckausgleich. Da das Druckproblem mit der Tiefe
und nicht mit der Laenge der Tauchstrecke zunimmt sehe ich bei den von die
beschriebenen Wettkampfdisziplinen keinerlei Probleme. Normale
Schwimmbrillen sind laut Empfehlungen der Hersteller bis zu einer Tiefe
von drei Metern zu benutzen. Zu einem Unterdrueck-Trauma im Augenbereich
duerfte es in 2 m Tiefe und bei der kurzen Aufenthaltsdauer nicht kommen.
Dies deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen, da ich oefters auch
mit der normalen Schwimmbrille im 3,90 m Becken unterwegs bin und auch
damit noch keine Probleme hatte. Die 70 cm beim Hindernisstauchen wuerde
ich als vollkommen ungefaehrlich einstufen.
Vielleicht noch eine kleine physikalische Information: Der Wasserdruck
steigt mit jeweils 10 m Tiefe um 1 bar an. Das bedeutet, das in 2 m
Wassertiefe ein Druck von 1,2 bar herrscht.
>
> Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar, da dieses Problem bei uns
> schon seit einiger Zeit "heiss" diskutiert wird. Derzeit unterbinden wir das
> Tauchen mit Schwimmbrillen strikt. Aber auch die Kid´s sind nicht dumm und
> kennen das Regelwerk !
>
> Ich freue mich auf einen "Ansturm" von Meinungen ...
Kein Problem !
>
> Viele Grüsse
>
> Martin Grunicke
> LdÖ Berlin-Mitte
> eMail : martin....@berlin.de
>
>
Viele Gruesse
Boris Boesch
DRK, DLRG und Sporttaucher, man goennt sich ja sonst nix...
Beim Schwimmen gibt das sicher keine Probleme. Wer allerdings
Streckentauchen uebt und dabei schon mal tiefer ist, als
z.B. 1m (und das fuer laengere Zeit), der setzt sich imho
schon einer Gefahr aus.
>Normale
>Schwimmbrillen sind laut Empfehlungen der Hersteller bis zu einer Tiefe
>von drei Metern zu benutzen.
Auf die Empfehlungen der Hersteller wuerde ich mich da
ueberhaupt nicht verlassen. 3m kommt mir jedenfalls
deutlich zu tief vor.
>Zu einem Unterdrueck-Trauma im Augenbereich
>duerfte es in 2 m Tiefe und bei der kurzen Aufenthaltsdauer nicht kommen.
>Dies deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen, da ich oefters auch
>mit der normalen Schwimmbrille im 3,90 m Becken unterwegs bin und auch
>damit noch keine Probleme hatte.
Das kann aber ins Auge gehen. (Nicht muss)
Ich habe irgendwo (kann es mal suchen, wenn Interesse besteht)
noch ein Heft mit Unfallanalysen aus dem Schwimmbereich
(vom GUV).
Da ist ein Fall dabei, wo ein Maedchen im Schwimmbad wg. Schwimmbrille
eine Netzhautabloesung erleidet.
>Die 70 cm beim Hindernisstauchen wuerde
>ich als vollkommen ungefaehrlich einstufen.
>Vielleicht noch eine kleine physikalische Information: Der Wasserdruck
>steigt mit jeweils 10 m Tiefe um 1 bar an. Das bedeutet, das in 2 m
>Wassertiefe ein Druck von 1,2 bar herrscht.
Diese Zahl alleine sagt nichts ueber die Gefaehrdung aus.
Schnorchel duerfen nicht laenger als 30cm sein, weil es sonst
bei laengerer Verwendung zu Schaeden in der Lunge kommen kann.
Und das sind nur 30mbar Unterdruck im Gegensatz zu Deinen 200mbar.
Und noch ein Vergleich: Die 200mbar entsprechen
200g, die an einem cm^2 Augenoberflaeche ziehen - und
damit mittelbar an der Netzhaut.
Ich kann da jedenfalls drauf verzichten.
Christoph
Eduard Schewardnaze wrote:
> weil wir gerade beim Thema sind gleich mal eine Frage: Warum (bitte
> exakt/ganz genau) ist es gefährlich mit Schwimmbrille zu tauchen.
> Ich weiß, daß es mit der mangelnden Möglichkeit den Druck
> auszugleichen zu tun hat, kann es aber nicht detailiert und fachlich
> korrekt erklären. Deshalb: bitte weiht mich ein :-)).
Beim abtauchen von der Oberfläche entsteht ein Überdruck (1 bar pro 10m
Wassertiefe; 3 m = 1,3 bar gegenüber 1,0 bar Oberfläche und innerhalb der
Brille). Diese Druckdifferenz kann im Gegensatz zu Taucherbrillen
(Verbindung zur Nase) nicht ausglichen werden. Das Auge (und andere Organe
auch) nehmen einen solchen Druckunterschied nicht gerne hin.
(Es muß nichts passieren, kann aber sehr leicht in Auge gehen ;-)) )
Außerdem drückt auch die Brille ggf. direkt auf das Auge (probiers einfach
mal mit dem Finger aus => nicht so tolles Gefühl und auch nicht
ungefählich)
Ich hoffe diese Erklärung hat ein bischen geholfen
Tobias
Ich selbst komme auch aus dem Rettungsschwimmbereich
und benutze natürlich auch solche Schwimmbrillen.
Bisher habe ich noch keine nachteiligen Auswirkungen
beim Tauchen (bis 3.50m) feststellen können. Man ist
ja auf der anderen Seite auch nicht länger unter Wasser.
Alternativ könnt ihr höchstens die High-End-Schwimmbrillen
benutzen. Diese setzen auf ähnlich wie eine Tauchermaske,
nur ohne Nasenerker und natürlich wesentlich flacher.
Allerdings ist der Preis von ca. 80 DM relativ hoch und nur
für Leistungssportler interessant.
Gruss
Michael Frank
Sorry,
aber vom Druckausgleich hast du auch nur mal irgend etwas gehört oder ?
Der Druck in der Brille wird doch nicht zu gross. Den Druckausgleich den
mache ich doch wenn der Druck auf das Trommelfell zu groß wird und sich
das Trommelfell dadurch schmerzhaft nach innen dehnt. Den Druckausgleich
kann ich jederzeit mit Schwimmbrille, ohne Schwimmbrille, mit Taucherbrille
machen.
Die Gefahr bei Schwimmbrillen ist doch nur das der Außendruck auf die Brille
drückt und dadurch die Brille in die Augenhöhle. Hier kommt es wie gesagt
auf die Brille an. Bei billigen Kaufhausbrillen besteht hier schon eine
immense
Gefahr.
Gruss
Michael
>Schnorchel duerfen nicht laenger als 30cm sein, weil es sonst
>bei laengerer Verwendung zu Schaeden in der Lunge kommen kann.
>Und das sind nur 30mbar Unterdruck im Gegensatz zu Deinen 200mbar.
Steht da nicht die Vergroesserung des Totraumes mit CO2 Rueckatmung im
Vordergrund?
--
Nikolaus Gaberszig
gabe...@hotmail.com
> In de.etc.notfallrettung, Boris Boesch wrote:
> >
> >Da das Druckproblem mit der Tiefe
> >und nicht mit der Laenge der Tauchstrecke zunimmt sehe ich bei den von die
> >beschriebenen Wettkampfdisziplinen keinerlei Probleme.
>
> Beim Schwimmen gibt das sicher keine Probleme. Wer allerdings
> Streckentauchen uebt und dabei schon mal tiefer ist, als
> z.B. 1m (und das fuer laengere Zeit), der setzt sich imho
> schon einer Gefahr aus.
Wie lange taucht ihr denn in 1 m Tiefe ???
> Diese Zahl alleine sagt nichts ueber die Gefaehrdung aus.
>
> Schnorchel duerfen nicht laenger als 30cm sein, weil es sonst
> bei laengerer Verwendung zu Schaeden in der Lunge kommen kann.
> Und das sind nur 30mbar Unterdruck im Gegensatz zu Deinen 200mbar.
>
Bei der empfohlenen Schnorchellaenge von max 30 cm geht es aber weniger um
das Lungenbarotrauma, sondern mehr um die Gefahr der Pendelatmung.
> Und noch ein Vergleich: Die 200mbar entsprechen
> 200g, die an einem cm^2 Augenoberflaeche ziehen - und
> damit mittelbar an der Netzhaut.
> Ich kann da jedenfalls drauf verzichten.
Hier kommen meiner Meinung nach zwei entlastende Faktoren dazu:
1. handelt es sich bei einer Schwimmbrille nicht um einen 100 %ig starren
Hohlraum, sondern es ist eine gewisse flexibilitaet des Brillenmaterials
gegeben.
2. Wie lange können bzw müssen die Kinder bei diesen Disziplinen in 2 m
Tiefe ausharren ? Nach meiner Kenntnis duerften das maximal ne halbe
Minute sein.
Eine ganz andere Sache ist hier noch nicht angesprochen worden: Wie sieht
denn die Gefahr einer Schaedigung des Auges durch die im Schwimmbadwasser
vorhandenen Desinfektionsmittel, dass bei verzicht auf die Schwimmbrille
bestimmt eine Stunde auf das Auge einwirkt im Vergleich zu den relativ
seltenen Augenbarotraumen aus ?
Boris
>
> Sorry,
>
> aber vom Druckausgleich hast du auch nur mal irgend etwas gehört oder ?
Anscheinend mehr als du ;-)
> Der Druck in der Brille wird doch nicht zu gross. Den Druckausgleich den
> mache ich doch wenn der Druck auf das Trommelfell zu groß wird und sich
> das Trommelfell dadurch schmerzhaft nach innen dehnt. Den Druckausgleich
> kann ich jederzeit mit Schwimmbrille, ohne Schwimmbrille, mit Taucherbrille
> machen.
> Die Gefahr bei Schwimmbrillen ist doch nur das der Außendruck auf die Brille
> drückt und dadurch die Brille in die Augenhöhle. Hier kommt es wie gesagt
> auf die Brille an. Bei billigen Kaufhausbrillen besteht hier schon eine
> immense
> Gefahr.
Also Taucher bist du anscheinend nicht. Druckausgleich unter Wasser muß
man in allen starren luftgefüllten Hohlräumen machen. Dazu gehört auch
die (Taucher-)brille. Da geschieht das mit Ausatemluft (geht, weil die
Nase in dem Hohlraum integriert ist). Bei einer Schwimmbrille geht das
nicht! Durch die Druckdifferenz außerhalb - innerhalb der Brille kann es
dann zu Barotraumen an Auge kommen.
In der letzten "Tauchen" ist dazu ein "schöner" Artikel mit Bild (Barotrauma
am Auge mangels genügendem Druckausgleich in einer Tauchermaske!)
>
> Gruss
> Michael
Auch Gruß
Uwe Papendick
Genau so ist es !
Gruss
Michael
Hmmh... aber nur bei Tauchermasken (Schwimm"brillen", die die Nase mit
einschließen!)
kann man auch innerhalb der Maske durch die Nase einen Druckausgleich
machen.
>
> Die Gefahr bei Schwimmbrillen ist doch nur das der Außendruck auf die Brille
> drückt und dadurch die Brille in die Augenhöhle.
Ne... durch den relativen Unterdruck in der Brille werden die Augen
herausgezogen.
Das nennt sich dann Barotrauma und man sieht es den Tauchern an den
Augen an.
Die haben dann nämlich sichelförmige Einblutungen in den Skleren.
> Hier kommt es wie gesagt
> auf die Brille an. Bei billigen Kaufhausbrillen besteht hier schon eine
> immense
> Gefahr.
Jo!
Gruß Frank
Da aehnliches jetzt mehrfach gepostet worden ist, doch
noch ein paar Kommentare zur Schnorchellaenge:
1. Eine einfache Rechnung zeigt, dass Pendelatmung und Totraum zu
vernachlaessigen sind:
In einen Schnorchel passen ca. 0.2l Gas (ein normales Wasserglas).
Wenn man die Schnorchellaenge verdoppelt, werden das 0.4l.
Da aber das Atemzugvolumen in Ruhe ca. 0.5l betraegt und der Mensch
(Daumenregel) eine verwendbare Atemkapazitaet von 4l
hat, ist dieses zweite Wasserglas nicht so entscheidend.
Die erhoehte CO2-Konzentration fuehrt uebrigens automatisch dazu,
dass die Atemfrequenz ansteigt, die O2-Versorgung wird dadurch
gesichert.
2. Du kannst das sogar ausprobieren: bastel dir zwei Schnorchel
zusammen und probiere sie an Land aus. Du wirst jedenfalls
kaum Probleme bekommen, es fehlt naemlich die Druckdifferenz.
3. Wenn ich mir ueberlege, wie leicht man am Hals einen
Knutschfleck herbeisaugen kann und ich mir vorstelle, dass die
Haut eine echte Barriere ist - im Gegensatz zur Oberflaeche
der Lungenblaeschen, dann glaube ich, dass schon relativ
leichte Unterdrucke zu einem Barotrauma fuehren koennen.
Gefaehrlich ist bei ueberlangen Schnorcheln (o.k. nicht bei
Laengen von 10m ;-) alleine die
Druckdifferenz -> Barotrauma.
Schon ein leichter Ueberdruck der Koerperfluessigkeit
gegenueber dem Lungenvolumen fuehrt dazu, dass die
Koerperfluessigkeit in die Alveolen austritt.
(Das ist schliesslich auch 'ne Art Druckausgleich)
Ansonsten empfiehlt sich die gute Fachliteratur.
(BTW. auch im Lehrmaterial der DLRG zum Tauchen stand bis
zur vorletzten Auflage noch das mit der Pendelatmung. Erst
in den neuesten wird das explizit fuer irrelevant erklaert.)
Christoph
Nein! vgl. <slrn7kbgo7....@apollo.iskp.uni-bonn.de>
Bei Bedarf zitiere ich auch gerne aus der Literatur.
Christoph
Da will ich dir mal prinzipiell Recht geben.
Aber ich denke wir sollten hier schon die Fragestellung, um die es
ursprünglich ging, etwas ins Gedächtnis zurückrufen !
Tauchen, und ich meine jetzt auch TAUCHEN (Geräte oder Apnoe) mit
Schwimmbrillen ist absolut gefährlich und sollte nicht durchgeführt werden.
Tauchen im Hallenbad oder bei Wettbewerben ist meiner Meinung nach
vertretbar. Begründung:
Zum einen haben wir hier nur minimale Wassertiefen (max. 3-5m).
In diesen Tiefen befindet man sich nur relativ kurz (20-30 sek.) und
kommt relativ schnell wieder an die Oberfläche zurück.
Streckentauchen halte ich auch für gefahrlos, da ich in relativ niedrigem
Wasser tauche.
Sollten allerdings Schmerzen in den Augen auftreten, sollte man
dies aber schon überprüfen lassen. Allerdings ohne Brille sind die
Augen wieder dem Chlorwasser ausgesetzt, was auch nicht das
beste für das Auge ist.
Gruss
Michael
Ich schwimme/tauche nicht erst seit gestern mit der
Schwimmbrille.
In unserem Verein/Bezirk ist es ueblich und mir ist bisher kein einziger
Fall bekannt geworden, in dem es zu einem Schaden gefuehrt hat.
>>mit der normalen Schwimmbrille im 3,90 m Becken unterwegs bin und auch
>>damit noch keine Probleme hatte.
Bei ungeuebten Tauchern kann es durchaus vorkommen, dass sie den Druckausgleich
in die Maske kurzzeitig vergessen und dadurch einen wesentlich groesseren
Unterdruck in der Maske aufbauen. Diese erkennt man danach an den kleinen roten
Punkten unter den Augen.
>Diese Zahl alleine sagt nichts ueber die Gefaehrdung aus.
>Schnorchel duerfen nicht laenger als 30cm sein, weil es sonst
>bei laengerer Verwendung zu Schaeden in der Lunge kommen kann.
Der Schnorchel darf nicht laenger als 30cm sein, weil sonst nichtmehr
gewaehrliestet ist, dass ein vollstaendiger Luftaustausch stattfindet
(man also immer wieder seine Ausatemluft einatmet).
>Und das sind nur 30mbar Unterdruck im Gegensatz zu Deinen 200mbar.
Unser Atemapparat ist nur begrenzt fuer das Atmen gegen Unterdruck geeignet.
Daraus kann man aber keine Rueckschluesse auf den Rest des Koerpers ziehen.
Gruss Jens
Ich kenne auch keinen Fall, in dem es beim Streckentauchen zu Schaeden
am Auge gekommen ist. Andererseits erlebe ich beim Streckentauchen oft,
dass (gerader ungeübte) Taucher nach dem Startsprung sehr tief tauchen.
Bei z.B. 2m kann eine Gefahr imho nicht mehr ganz ausgeschlossen werden.
BTW: bei mir taucht soewieso niemand mit Schwimmbrille ;-)
>>>mit der normalen Schwimmbrille im 3,90 m Becken unterwegs bin und auch
>>>damit noch keine Probleme hatte.
>Bei ungeuebten Tauchern kann es durchaus vorkommen, dass sie den Druckausgleich
>in die Maske kurzzeitig vergessen und dadurch einen wesentlich groesseren
>Unterdruck in der Maske aufbauen.
Da es hier um Schwimmbrillen und nicht um Tauchmasken geht, In Schwimmbrillen
ist der Druckausgleich durch Einblasen natuerlich nicht moeglich.
>Diese erkennt man danach an den kleinen roten
>Punkten unter den Augen.
"Kleine rote Punkte" ist imo eine etwas verharmlosende Bezeichnung. Das
sind doch eindeutig Schaeden, die durch den Unterdruck entstehen.
Da nicht jeder gleich empfindlich ist, kann man nicht ausschliessen,
dass es auch zu schwereren Schaeden am Auge kommt.
>Der Schnorchel darf nicht laenger als 30cm sein, weil sonst nichtmehr
>gewaehrliestet ist, dass ein vollstaendiger Luftaustausch stattfindet
>(man also immer wieder seine Ausatemluft einatmet).
Nein, siehe: <slrn7kbgo7....@apollo.iskp.uni-bonn.de>
>>Und das sind nur 30mbar Unterdruck im Gegensatz zu Deinen 200mbar.
>Unser Atemapparat ist nur begrenzt fuer das Atmen gegen Unterdruck geeignet.
>Daraus kann man aber keine Rueckschluesse auf den Rest des Koerpers ziehen.
Die Lunge ist tatsaechlich eine Art "offener Schnittstelle".
Rueckschluesse lassen sich aber schon einige ziehen - identisch ist das
natuerlich nicht.
Christoph
Michael Frank wrote:
> > >Schnorchel duerfen nicht laenger als 30cm sein, weil es sonst
> > >bei laengerer Verwendung zu Schaeden in der Lunge kommen kann.
> > >Und das sind nur 30mbar Unterdruck im Gegensatz zu Deinen 200mbar.
> >
> > Steht da nicht die Vergroesserung des Totraumes mit CO2 Rueckatmung im
> > Vordergrund?
>
> Genau so ist es !
Nicht ganz bei der max. Schnorchellänge kommt es wirklich auf die
Druckdifferenz an. Wobei aber davon ausgegangen wird, das der Taucher
senkrecht im Wasser "steht" d.h. man muß die Strecke zw. Mund und Lunge (ca.
30 cm) auch noch dazu rechnen.
Wegen der Vergrößerung des Totraumes sollte ein Schnorchel nicht dicker als
25 - 35 mm sein.
CU
Tobias
>Nicht ganz bei der max. Schnorchellänge kommt es wirklich auf die
>Druckdifferenz an. Wobei aber davon ausgegangen wird, das der Taucher
>senkrecht im Wasser "steht" d.h. man muß die Strecke zw. Mund und Lunge (ca.
>30 cm) auch noch dazu rechnen.
>
>Wegen der Vergrößerung des Totraumes sollte ein Schnorchel nicht dicker als
>25 - 35 mm sein.
Mmh, naja, also ich habe in meiner Ausbildung mal gelernt (um auch
noch meinen Senf dazuzugeben), nämlich daß der maßgebende Faktor bei
der Schnorchellänge die Druckdifferenz ist.
Zum Thema Totraumvergrößerung zitiere ich mal die
Ausbildungsvorschrift für Schnorcheltaucher der DLRG:
"In diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen werden, daß bei der
Benutzung eines überlangen Schnorchels das Problem der Pendelatmung
(in der Tauchliteratur häufig als lebensgefährlich beschrieben) nicht
relevant wird, da eine in Frage kommende Steigerung des CO2-Druckes
eine Vergrößerung des Atemzugvolumens und der Atemfrequenz zur Folge
hat und somit zu ausreichender O2-Versorgung führt."
Das man damit natürlich Probleme bei einem wirklich langen Schnorchel
hat, dürfte klar sein, aber bis dahin ist es schon längst zu massiven
Problemen mit der Druckdifferenz gekommen:
"Auch beim Versuch, durch einen überlangen Schnorchel unter Wasser zu
atmen, kommt es nach dem gleichen Prinzip zu Erscheinungen, die als
inneres Blaukommen bezeichnet werden. Praktisch ist es durch den
Schnorchel nur möglich, gegen einen Wasserdruck von maximal 40 mbar zu
atmen - dies entspricht einer Wassertiefe von 40 cm. Eine normale,
stetige Atmung wäre nicht mehr durchführbar. Schnorchelkonstruktionen,
die über diese Längen hinausgehen, wie sie auf alten Darstellungen von
Tauchern zu sehen sind, kann es in Wirklichkeit nie gegeben haben. Die
gebräuchliche Schnorchellänge beträgt 30 bis maximal 35 cm."
Soweit,
Christian