gestern las ich in der Februar Ausgabe der Zeitschrift "test"
(Stiftung-Warentest) die
Meldung, die Deutsche Verkehrswacht rät im Falle eines Unfalles auf der
Autobahn besser
die Notrufsäule als ein mitgeführtes Handy zu benutzen.
Die Argumente hierfür seien, das es größte Schwierigkeiten gäbe, den
Anrufer und die
Unfallstelle ausfindig zu machen. Zusätzlich wurde die Behauptung
aufgestellt, das die
Notrufe beim Handy über 110 und 112 an nicht zuständige
Rettungsleitstellen weitergeleitet
werden, die teilweise hunderte von Kilometern vom Unfallort entfernt
sind.
Die Behauptung mit den unvollständigen Ortsangaben beim Handy-Notruf
kann ich sehr wohl
nachvollziehen, hingegen gehen aber bei der Notrufsäule aber genauso
Zeit verloren, wenn
ich u. U. erst bis zu einem Kilometer zur Nächsten laufen muß.
Da mir nicht bekannt ist, mit welchem Mobilfunknetz bei welcher
Rettungsleitstelle verbunden werde, wenn ich auf freier Strecke
(Bundesstraße und Autobahn) einen Notruf absetze, wäre
ich für etwaige Antworten dankbar.
Gruß
Hans Ludwig
Ich kann das was in Test steht teilweise bestätigen.
Ich habe einmal von der A1, AS Mehring (fast im Hunsrück) über Handy die
112 gewählt und hatte die PI Bitburg (mitten in der Eifel, Luftlinie min. 50
km entfernt) am anderen Ende.
Seitdem habe ich die Nummer der für diesen Streckenabschnitt zuständigen
PASt eingespeichert und rufe dort an, solange ich mich in deren Bereich
befinde.
Gruß,
Michael Puch
Hans Ludwig Wiegel schrieb:
> Die Argumente hierfür seien, das es größte Schwierigkeiten gäbe, den
> Anrufer und die
> Unfallstelle ausfindig zu machen. Zusätzlich wurde die Behauptung
> aufgestellt, das die
> Notrufe beim Handy über 110 und 112 an nicht zuständige
> Rettungsleitstellen weitergeleitet
> werden, die teilweise hunderte von Kilometern vom Unfallort entfernt
> sind.
Bei mir in der FF arbeitet einer bei der BF in der Leitstelle, und der
konnte mir bestätigen, dass Anrufe von Handys teilweise aus einem
Umkreis von 100 km kommen.
Ebenso gehen Notrufe über die 112 nicht unbedingt an die FW-Lst oder
Integrierte Leitstelle, sondern angeblich "sucht der Anruf" die nächste
freie Notrufabfragestelle (110 oder 112). Sind z.B. bei einem Unwetter
in einer Leitstelle alle Abfrageplätze besetzt, wird der Anruf
weitergeleitet, und kann so etwas weiter weg ankommen.
--
Thorsten Hermes
Feuerwehr Schwetzingen, http://mitglied.tripod.de/FF_Schwetzingen/
"Firefighting is a hard job, but someone has to do it!"
Hans Ludwig Wiegel schrieb:
> Die Argumente hierfür seien, das es größte Schwierigkeiten gäbe, den
> Anrufer und die Unfallstelle ausfindig zu machen.
Vor ca. 2 Jahren rief ich nachts um 3 Uhr von einer Notrufsäule an einer
Bundesstraße irgendwo zwischen Marburg und Siegen an. Da ich mich in der
Gegend nicht auskannte, habe ich die Unfallstelle mit "400m westlich der
Notrufsäule, vor der ich hier stehe" angegeben.
Entweder war die Technik nicht in der Lage, den Standort des Anrufs
auszuwerten, oder der Mensch am anderen Ende war zu blöd. -jedenfalls
habe ich fünf! Erklärungsanläufe (inkl. "Bundesstraße, die 100m nördl.
von xx-Dorf in west-ost-Richtung verläuft, ca. 400m westlich von xx-Dorf
ist die Unfallstelle") mit anschließendem Wutausbruch benötigt, bis der
Mensch tätig geworden ist.
Mein Fazit: Die schnellste Möglichkeit nutzen! -Immer!
Beste Grüße ... Werner
"Hans Ludwig Wiegel" <hl.w...@arcormail.de> schrieb im Newsbeitrag
news:389600E7...@arcormail.de...
> gestern las ich in der Februar Ausgabe der Zeitschrift "test"
> (Stiftung-Warentest) die
> Meldung, die Deutsche Verkehrswacht rät im Falle eines Unfalles auf der
> Autobahn besser
> die Notrufsäule als ein mitgeführtes Handy zu benutzen.
> Die Argumente hierfür seien, das es größte Schwierigkeiten gäbe, den
> Anrufer und die
> Unfallstelle ausfindig zu machen. Zusätzlich wurde die Behauptung
> aufgestellt, das die
> Notrufe beim Handy über 110 und 112 an nicht zuständige
> Rettungsleitstellen weitergeleitet
> werden, die teilweise hunderte von Kilometern vom Unfallort entfernt
> sind.
Nun, was das Ausfindigmachen betrifft - max. 459 m in eine Richtung sollte man
schon gehen, damit man die nächste km-Tafel findet. Zusammen mit der Nummer der
Autobahn und der Fahrtrichtung sollte das exakt genug sein! Angaben wie "kurz
nach der Ausfahrt X-Stadt-Mitte Richtung Z-Stadt" sollten aber auch reichen.
Blöd natürlich, wenn man nur soetwas angeben kann wie "auf der Salzburger
Autobahn, nach Holzkirchen glaub ich, ja, da bin ich schon vorbei denke ich" -
das können so einige km dieser Strecke sein (vorallem wenn man die nächste
Ausfahrt nicht beachtet hat, weil einem z.B. Holzkirchen eben besonders
auffällt, weil da eine gr. Autobahntankstelle und Rasthof ist)
Es ist richtig, daß man im Mobilfunknetz nicht immer zu der nächsten,
zuständigen Notrufabfragestelle gelangt. Oft ist es auch nicht die "fachlich"
passende (z.B. in Bayern aus den D-Netzen die Polizei), so daß Verzögerungen
bei der Weiterleitung und Übermittlungsfehler (Pol an RD, RD an FW usw.)
möglich sind. Aber auch die Notrufsäulen der Autobahn erreichen zwar den
örtlich zuständigen, nicht aber den "fachlich zuständigen" Dienst sondern die
Autobahnmeiserei, Polizei o.ä. - selbes Problem also auch dort.
Ich würde ABRATEN, generell die Notrufsäulen dem Handy vorzuziehen. Es sind
fast immer einige 100m (max. 1km) zu laufen, bis man das Ding erreicht. Endlich
dort angekommen, kämpft man - im Gegensatz zum Handy im ruhigen PKW-Innenraum -
mit schlechter Verständlichkeit der Gegenseite (Strassenlärm, schlechte
Sprachqualität). Der Weg zur Notrufsäule ist zudem (zu Fuß) ein gewisses
Risiko, da man völlig ungeschützt teilweise fast auf der Autobahn gehen muss
(Autobahnen ohne Standstreifen gibt es ja auch!!). Zu guter Letzt weis man nie,
ob die "angepeilte" Notrufsäule überhaupt funktioniert. Immer wieder ist auf
den Verkehrsfunksendern zu hören, daß Notrufsäulen auf längerer Strecke
ausgefallen sind. (ist eben auch nur Technik). Problem auch die Technik der
Paralellschaltung des Sprechweges. Es kann vorkommen, daß auf der selben
Leitung gerade jemand 4km weiter den Pannendienst braucht oder auch einen
Unfall melden will. Hängt dann von dem jeweiligen Zeitgenossen an der anderen
Säule ab, wie gut man sich mit seiner Unfallmeldung durchsetzen kann ("jetzt
red i")
Ein grosser Nachteil der Notrufsäulen ist IMHO auch, daß spätere
Nachalarmierungen ("jetzt hat´s nochmal gekracht") oder Rückfragen durch die
betreffende Einsatzzentrale ("wir haben da noch eine Meldung, der PKW soll
jetzt brennen???" etc.) nicht (Rückfragen) bzw. nur schwer (Nachalarmierung =
nochmal Fussmarsch) möglich sind.
--
Gruß
Erich Kirchmayer --- kirch...@gmx.de --
--
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Dieser Beitrag gibt ausschliesslich meine persönliche Meinung zum
Thema wieder
Kürzlich erst war im Fernsehen zu erfahren, daß das gesamte deutsche
Notrufsäulen-Netz
bis Ende des Jahres an einen Zusammenschluß der Versicherungswirtschaft
veräußert werden soll.
Neue Notrufsaulen haben bereits 2 Tasten.
Mit der einen meldet man Pannen und mit der Anderen meldet man Unfälle.
In beiden Fällen wird der Hilfesuchende mit einem bundesweit zentralen
Callcenter
verbunden, daß im Falle einer Panne den gewünschten Pannenhilfsdienst
alarmiert und in Falle eines Unfalls direkt eineVerbindung mit der
zuständigen
Rettungsleitstelle herstellt. Es muß also nicht mehr stille Post mit
irgendeiner
Autobahnmeisterei gespielt werden, sondern man gelangt ohne Umwege direkt
an den Dispatcher der RLst.
Im Callcenter erscheint bei Benutzung der Rufsäulen sofort der genaue
Standort
auf einer Landkarte auf dem Bildschirm.
An das Callcenter sollen zukünftig auch die Rufsäulen der
Björn-Steiger-Stiftung
angeschlossen werden, so daß wohl bis Anfang 2001 alle Notrufe egal ob von
einer Rufsäule auf der Landstraße oder auf der Autobahn zentral bearbeitet
werden.
Thies
>An das Callcenter sollen zukünftig auch die Rufsäulen der
>Björn-Steiger-Stiftung
>angeschlossen werden, so daß wohl bis Anfang 2001 alle Notrufe egal ob von
>einer Rufsäule auf der Landstraße oder auf der Autobahn zentral bearbeitet
>werden.
... aber NRW leistet sich weiterhin eine Leitstelle pro Kreis und
manche kreisangehörigen Städte fragen den Notruf immer noch selbst ab,
anstatt ihn [wenigstens] auf die Leitstelle aufzuschalten...
*achselzuck*
mfg Christoph Brodesser
--
Christoph Brodesser Merschkamp 13 D-48356 Nordwalde
e-Mail: mailto:c.bro...@gmx.de
Dringend? dann cc: 01722...@d2-message.de (only subject)
PGP-Sig: 8CA4 0175 EF92 501F 36F7 F78D E6F0 E81B 7CD3 29EB
Christoph Brodesser wrote:
> >An das Callcenter sollen zukünftig auch die Rufsäulen der
> >Björn-Steiger-Stiftung
> >angeschlossen werden, so daß wohl bis Anfang 2001 alle Notrufe egal ob von
> >einer Rufsäule auf der Landstraße oder auf der Autobahn zentral bearbeitet
> >werden.
> ... aber NRW leistet sich weiterhin eine Leitstelle pro Kreis und
> manche kreisangehörigen Städte fragen den Notruf immer noch selbst ab,
> anstatt ihn [wenigstens] auf die Leitstelle aufzuschalten...
Aber in Punkto Rettung schaltet dies CallCenter ja auch nur zur örtlichen
Rettungsleitstelle.
Ansonsten: wie groß sind die Kreise im allgemeinen ?
Wenn eine Leitstelle:
*FW
*RD
*Krankentransport
*KatS
*Kassenärztlichen Notdienst
koordiniert und
auch EH Hinweise gibt kann ein Disponent so zwischen 100 000-150 000 Einwohner
bedienen
(Beispiel Hamburg 1.0 Mio Einw. Tags 8 nachts 6 Disponenten nur FW und RD, dazu
kommt naoch der KÄN, div KTP Anbieter,...)
Leitstellenbereiche von 200 000 -300 000 Einwohner (ständige Doppelbesetzung)
machen IMHO durchaus Sinn.
Gruß
Ingo
Hans Ludwig Wiegel schrieb:
> Zusätzlich wurde die Behauptung
> aufgestellt, das die
> Notrufe beim Handy über 110 und 112 an nicht zuständige
> Rettungsleitstellen weitergeleitet
> werden, die teilweise hunderte von Kilometern vom Unfallort entfernt
> sind.
>
....ich habe es noch nicht ausprobiert, funktioniert die '110' überhaupt
beim Handy?
Der einheitliche Notruf der Mobilfunknetze in Deutschland ist doch '112'
( Funktioniert deshalb auch ohne Karte ).
Das Wählen dieser Nummer ( was nicht mit der Wahl der 112 aus einem
Festnetz vergleichbar ist ) wird von den unterschiedlichen Netzbetreibern
verschieden behandelt.
Bei D1 geht der Ruf immer an die nächstgelegene Polizei (es sollte
zumindest die nächstgelegene sein.)
Ich habe mal gehört es gäbe auch einen Netzbetreiber ( E-plus oder so....)
der die 112 gar nicht direkt durchschaltet, sondern eigene Abfrageplätze
hat. Scheint mir aber sehr abwegig.....bin mir da nicht so sicher.
Wählt man bei 'uns' die 112 von einem D1-Handy aus, so bekommt man
abwechselnd mit dem Klingelzeichen die Ansage :"Sie werden mit der Polizei
in Limburg verbunden."
Keine schlechte Idee finde ich, so kann man sich schon seelisch und
moralisch darauf vorbereiten, daß man evtl. mit einer ganz falschen Stelle
verbunden wird.
Die Gefahr der falschen Weitergabe der Meldung über mehrere Stellen sehe
ich nicht so stark. Wenn man die LS Limburg erreichen möchte, wählt man
eben die 112 per Handy, und teilt dem abfragenden Polizeibeamten mit, daß
man mit der LS verbunden werden möchte, was für Diesen kein Problem ist. So
hat man nach wenigen Sekunden den kompetenten Ansprechpartner.
mfG MD
"Michael Dasbach" <Michael...@de.bosch.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3897F0C3...@de.bosch.com...
> ....ich habe es noch nicht ausprobiert, funktioniert die '110' überhaupt
> beim Handy?
Bei D2 ja - abe rnur mit Karte bzw. PIN
> Bei D1 geht der Ruf immer an die nächstgelegene Polizei (es sollte
> zumindest die nächstgelegene sein.)
Ist in Bayern anders geregelt. Dort laufen aus den beiden D-Netzen D1 und D2
die "112er" auf die Polizei. Beim EPlus landet man mit der 112 bei der nächsten
FW-Leitstelle - sofern eine in der Nähe vorhanden, ansonsten auch zur Pol.
Mir scheint die Polizei aber die ungeeignetste Stelle zu sein. Da auf der
Strasse (typ. "Handy-Gebiet") nahezu alle Notfälle, bei denen man FW oder RD
braucht gleichzeitig auch für die Polizei interessant sind (VU, Waldbrand etc.)
wird sich der aufnehmende Polizist wohl weigern, sofort zur FW bzw. dem RD
weiterzuverbinden. Macht auch keinen Sinn, wenn die Pol. dann ihren Einsatz
"rückwärts" wieder von der RLSt. erhält. Wenn man aber aus bestimmten Gründen
(z.B. Telefon-EH, genaue (Fach-)Beschriebung der med. Notfallsituation etc.)
Wie sehr treffend Notrufe sind, die von der Pol. an den RD weitergeleitet
werden, sieht man oft genug im tägl. RD "schwerer VU" entpuppt sich als
Blechschaden, "betrunkene Person" ist bewusstlos oder gar Rea-Pflichtig usw.
> Wählt man bei 'uns' die 112 von einem D1-Handy aus, so bekommt man
> abwechselnd mit dem Klingelzeichen die Ansage :"Sie werden mit der Polizei
> in Limburg verbunden."
> Keine schlechte Idee finde ich, so kann man sich schon seelisch und
> moralisch darauf vorbereiten, daß man evtl. mit einer ganz falschen Stelle
> verbunden wird.
Finde ich auch gut. Könnte auch einige Fake-Caller davon abhalten, zu warten
bis sich die Lst. meldet (zumindest die, die wirklich versehentlich die 112
gewählt haben oder die, die nur mal ausprobieren wollten, was passiert)
> Die Gefahr der falschen Weitergabe der Meldung über mehrere Stellen sehe
> ich nicht so stark. Wenn man die LS Limburg erreichen möchte, wählt man
> eben die 112 per Handy, und teilt dem abfragenden Polizeibeamten mit, daß
> man mit der LS verbunden werden möchte, was für Diesen kein Problem ist. So
> hat man nach wenigen Sekunden den kompetenten Ansprechpartner.
s.o. - da die Pol. auch gerne wissen möchte, was los ist, erzählt man die
Geschichte dann ggf. zeitaufwendig zweimal.....
>Und JEDE Rettungsleitstelle hat Standleitungen zu den Nachbarleitstellen, es
>kann/darf also kein Problem darstellen, einen Anruf weiterzuleiten.
Unsere Leitstelle hat keine Standleitung zu den Nachbarleitstellen.
Mir wären im weiteren Umkreis auch keine Leitstellen bekannt, die das
haben.
Gruss... Michael Schalkalwies
Thorsten Hermes schrieb:
>
>
>
> Einspruch!
> Bei uns im Landkreis ist der Rettungsdienst in Bereich Mannheim und
> Bereich Heidelberg getrennt. So kann man zu zwei verschiedenen RLst
> kommen.
>
Aber sind Heidelberg und Mannheim nicht sowieso zwei verschiedene
Landkreise?(MA,HD)
Gruß
Sebastian
Thomas Borsdorf schrieb:
>
> Aus wenigen eigenen Erfahrungen kann ich nur sagen, ich bin immer bei
> der richtigen Leitstelle gelandet (Innenstadt Köln bzw. Bonn kein
> Wunder, aber mitten in der Eifel...).
Naja, bei meinen Notrufen 112 im GSM-Netz bin ich bei der Pol. gelandet.
Trotz exakter Anforderungen, ("Bin FW-Mann, da und da brennts,
alarmieren Sie FW X, FW Y, TLF24/48 der FW Z...)
wurden spaeter von der EAS komplett andere Wehren zu einer anderen
Stelle alarmiert.
(Habe mir erlaubt, meinen Melder durchzuschalten)
Ich also wieder die 112 gewaehlt und erneut die genaue E-Stelle
durchgegeben.
Und erneut um sofortige Alarmierung des TLF24/48 gebeten. (Flaechenbrand
an einem Friedhof zwischen 2 Orten, kein vern. Hydrant da)
Leider ist auch diese Meldung "verschwunden".
Als ich dann daheim war, erst mal die Nummer der EAS eingespeichert und
der Rlst.
Sowas sollte mir nicht nochmal passieren.
> Aufgrund der GSM-Technik kann es NICHT sein, daß man bei einem
> Sendemast eingebucht ist, der mehr als 38,xx km entfernt ist, die
> Reichweite des Handys gibt nicht mehr her. Allerdings kann es sein,
> daß dieser Mast gerade am nördlichen Rand des Einsatzgebietes steht,
> und die Leitstelle am südlichen Rand ist dann vielleicht insgesamt
> über 100km entfernt. Aber auch in diesem Fall handelt es sich um die
> Nachbarleitstelle des Kreises, in dem man sich befindet. Und JEDE
> Rettungsleitstelle hat Standleitungen zu den Nachbarleitstellen, es
> kann/darf also kein Problem darstellen, einen Anruf weiterzuleiten.
> Dasselbe gilt auch für Polizeileitstellen, bei denen Handy-Notrufe ja
> teilweise auch auflaufen.
Naja, eine Weiterleitung konnte (oder wollte) der Abfrager nicht machen.
Und bei der Infouebermittlung ging ja wohl eindeutig was verloren. Die
Pol. ist IMO nicht die ideale Abfragestele fuer Handy-Notrufe.
> >Die Argumente hierfür seien, das es größte Schwierigkeiten gäbe, den
> >Anrufer und die Unfallstelle ausfindig zu machen.
>
> Das liegt aber nicht am Handy. Gut, Notrufsäulen lassen sich
> identifizieren, und sie haben einen festen Standort. Aber wenn der
> Beamte in der Leitstelle nicht in der Lage ist, den Standort des
> Anrufers abzufragen, dann gehört er nicht dahin (meine Meinung).
Naja, wenn mann so hoert, wie manche Leute ihren Standort beschreiben:
"Bin vor 10min. auf die Autobahn gefahren. Rund um mich rum sind jetzt
Baeume, in 50m kommt ein Feld mit Roggen"
In diesem Fall kann der Abfrager noch so gut sein. _Da_ ist dann in der
Tat eine Notrufsaeule viel hilfreicher.
--
So long and have a nice day,
Bjorn Robbel
FF Mommenheim
+49-179-69 35 262
"Thomas Borsdorf" <T.Bor...@home.ivm.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c05e9sk6p4fqbiv22...@4ax.com...
> Das liegt aber nicht am Handy. Gut, Notrufsäulen lassen sich
> identifizieren, und sie haben einen festen Standort. Aber wenn der
> Beamte in der Leitstelle nicht in der Lage ist, den Standort des
> Anrufers abzufragen, dann gehört er nicht dahin (meine Meinung).
Tja, aber es gibt Leute, die wissen einfach nicht, wo sie sind. Zugegeben - ich
weis zwar vielleicht noch die Autobahn-Nummer, aber nach einigen Stunden Fahrt
oft nicht mehr die letzte oder nächste Ausfahrt. Klar, km-Schilder, DER Tip in
einem solchen Fall, aber manche Leute wissen das halt nicht. Wetiaus
schwieriger wird es auf Autobahnen im Bereich von vielen Autobahnkreuzen. Zum
Beispiel ist man in Nürnberg sehr schnell von der A9 auf die A3 "gerutscht",
ohne daß man es so richtig bewusst mitbekommen hat, Ähnliches gilt im Bereich
von Grosstädten, wo manchmal ein BAB-Kreuz das nächste jagt.... Und _auf_ den
kreuzen ist es selbst für "Profis" kaum noch festzustellen, auf welcher BAB und
wlecher Rampe man sich exakt befindet (und dies ist aber wichtig, da nicht alle
BAB-Kreuze "endlos" befahren werden können (rauf-runter im Kreis) und somit der
genaue Standort ggf. - obwohl nur wenige 100m "gross" zu einem anderen
Wachgbiet (ausrück-technisch) gehören kann. Im Bereich München wäre hie rz.B.
das berühmte (Staumeldungen!) Brunntaldreieck zu nennen. 3 BAB´s treffen hier
zusammen und auf Anhieb fallen mir zwei Rampen ein, die nicht vom eigentlich
nächsten RTW günstig erreicht werden können (Rampe von der A995 zur A8 Richtung
Salzburg und Rampe von der A8 zur A99 Richtung Kreuz M-Nord)
> >Da mir nicht bekannt ist, mit welchem Mobilfunknetz bei welcher
> >Rettungsleitstelle verbunden werde, wenn ich auf freier Strecke
>
> Es gibt in jedem Kreis nur EINE Rettungsleitstelle, dieses Problem
> stellt sich also garnicht!
Bei euch vielleicht - nicht aber in Bayern. Hier sind die RLSt-Gebiete nicht
kreisweit aufgeteilt, die RLSt befinden sich "irgendwo" und dawischen liegen
noch ein Landkreis..... (z.B. Lst. Fürstenfeldbruck auch zuständig für
Landkreis Starnberg)
"Gerald Aller" <G.A...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87ca8k$5q2$1...@news03.btx.dtag.de...
> >Und JEDE
> >Rettungsleitstelle hat Standleitungen zu den Nachbarleitstellen
>
> Nein, bei uns z.B. gibt es überhaupt keine Standleitungen mehr, wir
> haben nur ISDN-Wählleitungen. Standleitungen sind viel zu teuer und
> bieten keine Vorteile.
Doch, es gibt Vorteile: Da es sich im Prinzip um 2 primitive Drähte handelt,
die direkt von A nach B geschalten werden, sind sie weitaus weniger
störanfällig (keine el. Vermittlungstechnik dazwischen) Da keine
Vermittlungstechnik benötigt wird, unterleigen diese Leitungen auch keiner
verkehrsabhängigen Verfügbarkeit, d.h. wenn zu Sylvester alle Leute
telefonieren ist das Telefonnetz "dicht", die dummen 2 Drähte funktionieren
aber immer noch, da sich darauf ausschliesslich A und B unterhalten können.
Selbst beim Ausfall der eigenen Vermittlungstechnik (=TK-Anlage) ist es nur bei
Standleitungen möglich, simple Feldtelefone anzuschalten und sie
funktionieren.....
Aus diesem Grund bestand auch die BF München darauf, zu den privaten
Einsatzzentralen direkt geschaltete Standleitungen anzuschalten. Wir haben
gleich 4 davon, einmal Fax (Lst.), einmal Telefon (Lst.) und 2 mal Telefon
"normales" BF-Netz. Selbst wenn bei uns oder bei der BF die TK-Anlage abraucht
ode die Telekom-Vst. (wie schon 2x vorgekommen) komplett abstürzt, über diese
Standleitungen können wir IMMER kommunizieren (es sei denn, ein Bagger killt
das Kabel)
Erich Kirchmayer schrieb:
> Wie sehr treffend Notrufe sind, die von der Pol. an den RD weitergeleitet
> werden, sieht man oft genug im tägl. RD "schwerer VU" entpuppt sich als
> Blechschaden, "betrunkene Person" ist bewusstlos oder gar Rea-Pflichtig usw.
Mal von der Weiterleitung von der Polizei abgesehen, wie macht man einem
Disponenten eigentlich klar (als Notrufer - nicht als POL), daß man weis
wovon man spricht?
Ab und zu kommt es doch zu einigem verärgertem Personal, da die
Leitstelle was völlig anderes schickt, als ich eigentlich gedacht habe.
Ich fordere ja nie was (Ich brauche NAW oder so), ich beschreibe immer
nur den Fall, den ich gerade vorliegen habe. Ich denke der Disponent
(oder Telefonist) sollte dann aus diesen Angaben etwas machen und
nachfragen, wenn etwas unklar ist.
> s.o. - da die Pol. auch gerne wissen möchte, was los ist, erzählt man die
> Geschichte dann ggf. zeitaufwendig zweimal.....
Ja, das passiert auch ab und an mal :-(
Hat jemand Tips, wie man einen Notruf präziser formulieren kann, so das
dann das kommt, was man sich eigentlich vorstellt? (Wenn mir eine Lage
unklar ist, dann sage ich das natürlich)
Gruß,
Markus
--
jagut,
'pruegeln' hoehrt sich etwas unsensibel an....
(HeKo in f.a-u-w)
Vorsicht, das oben gesagt gilt aber nur wenn es sich um analoge Leitungen
handelt. Aber auch in diesem Falle wird die Standleitung ueber die
Vermittlung gefuehrt, weil evtl. noch Verstaerker dazwischen geschaltet
werden. Nur wenn ihr private 2-Daraht-Leitungen habt, gibt es eine Punkt zu
Punkt Verbindung (hatten wir in der Vergangenheit auch mal gehabt) Das geht,
oder ging, wie es jetzt gehandhabt wird weiss ich nicht, da wir fast alle
analogen Standleitungen (nicht FW) wieder abgeschafft haben, allerdings nur
auf dem eigenen Grundstueck. Mit dem Preis muss ich allerdings Gerald recht
geben, so eine analoge Leitung ist ziemlich teuer (innerhalb der OZ1 60,-
plus Steuer)
Bei einer digitalen Festverbindung verdreifacht sich der Betrag und
Vermitlungstechnik ist jede Menge dazwischen! Da kann ich aus einem reichen
Erfahrungsschatz aus der Vergangenheit berichten.
cu Frank Allar
FF Bendorf
>Doch, es gibt Vorteile: Da es sich im Prinzip um 2 primitive Drähte handelt,
>die direkt von A nach B geschalten werden...
so war das frueher einmal, heute kann eine standleitung auch ueber
satelliten laufen.
es bedeutet lediglich das dem nutzer der sgn. standleitung immer, und
unterbrechungsfrei, eine leitung zur verfuegung steht.
vg, harry
--
PGP Public Key Request simply send
mail to pgp.h...@aussie.ch
>Hat jemand Tips, wie man einen Notruf präziser formulieren kann, so das
>dann das kommt, was man sich eigentlich vorstellt?
indem man ganz klar sagt, was man haben will.
Alledings nimmt man damit ggf. auch eine ziemliche Verantwortung auf
sich, wenn man z.B. ganz gezielt "einen KTW" bestellt.
--
mfg,
Henning
--------------------------------------------------------
Henning Koch
http://studserver.uni-dortmund.de/Henning.Koch
FF Dortmund-Holzen: (inoffizielle Seite! nicht von mir!)
http://home.t-online.de/home/martinreimann/lz8.htm
-----------------------------------------------------zha
Bsp.:
LS: Hallo
Ich: Hier Manuel Schmidt, Mitglied Freiwilligen FW, ich hab hier bei
|Praezise Ortsbeschreibung| schweren VU mit 2 Fahrzeugen, 3
eingeklemmten Personen. Alarmieren Sie die naechste oertliche FF (bei
uns weiss ich natuerlich, welche das ist, 20km weiter kenne ich die
Zustaendigkeiten aber nicht aus dem Kopf) sowie zwei Fahrzeuge mit
Hilfeleistungssatz.
Bis hierhin denke ich, ich bekomme dass, was ich moechte.
Die Verletzungen der Personen wuerde ich beschreiben, und danach dann
meine "Verdachtsdiagnose" kundtun. (Starkte Abwehrspannung im
Bauchbereich, Puls schnell, schwach => starke innere Blutungen).
Bei einer sachlichen Beschreibung wird der Disponent schnell wissen,
dass man vom Fach ist. Ich denke auch, bei einer Beschreibung der
Verletzungen, die, etwas Erfahrung vorausgesetzt, nicht lange dauert,
die Entscheidung des Disponenten selten von der Meinung des Helfers
vor Ort abweichen duerfte.
Manuel
"Frank Allar" <al...@bendorf.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87e3ok$sjc$1...@newsread.do.de.uu.net...
> > Doch, es gibt Vorteile: Da es sich im Prinzip um 2 primitive Drähte
> handelt,
> > die direkt von A nach B geschalten werden, sind sie weitaus weniger
> > störanfällig (keine el. Vermittlungstechnik dazwischen) Da keine
> Vorsicht, das oben gesagt gilt aber nur wenn es sich um analoge Leitungen
> handelt. Aber auch in diesem Falle wird die Standleitung ueber die
> Vermittlung gefuehrt, weil evtl. noch Verstaerker dazwischen geschaltet
> werden.
Aber eben keine Vermittlungstechnik, sondern analoge, recht simple Verstärker.
(jedenfalls nix, wo ein Y2k-Bug-Prozessor oder Programm daran rütteln könne
etc.)
>> Bei einer digitalen Festverbindung verdreifacht sich der Betrag und
> Vermitlungstechnik ist jede Menge dazwischen! Da kann ich aus einem reichen
> Erfahrungsschatz aus der Vergangenheit berichten.
Eben, und darum ziehe ich die rein analoge Lösung (="2 Drähte") vor. Es sei
denn, man MUSS digital eine Menge Daten übertragen usw.
>> >Da mir nicht bekannt ist, mit welchem Mobilfunknetz bei welcher
>> >Rettungsleitstelle verbunden werde, wenn ich auf freier Strecke
>>
>> Es gibt in jedem Kreis nur EINE Rettungsleitstelle, dieses Problem
>> stellt sich also garnicht!
> Bei euch vielleicht - nicht aber in Bayern. Hier sind die RLSt-Gebiete nicht
> kreisweit aufgeteilt, die RLSt befinden sich "irgendwo" und dawischen liegen
> noch ein Landkreis..... (z.B. Lst. Fürstenfeldbruck auch zuständig für
> Landkreis Starnberg)
Gegen das "irgendwo" muß ich doch vehement Einspruch einlegen, Euer
Ehren! ;-)
Das in BY praktizierte Verfahren, mehrere Kreise und kreisfreie Städte
zu Rettungsdienstbereichen zusammenzuschließen und dafür *eine* RLSt
vorzuhalten finde ich aus Gründen der Kostenoptimierung und
Einsatztaktik durchaus sinnvoll.
Zudem dieses Verfahren in BY gesetzlich geregelt und daher für den
Bürger "transparent" ist. Um zu wissen, wo die für ihn zuständige
Leitstelle ist, muß er sich lediglich eine Ausgabe des Bayerischen
Rettungsdienstgesetzes besorgen bzw. den neuerschienenen, IMHO sehr
guten Kommentar hierzu ;-)
Uli
--
Ulrich Meier | |
Seestraße 98 | Fon +49 8051 968765 | Notausgang ==>
D-83209 Prien/Chiemsee | Fax +49 8051 969243 |
For public PGP-Key send Email with "send PGP-Key" as subject
Das tue ich eben nicht, da ich ja nur Laie bin.
> Sehe ich aber anders. Zumindest vom RD ausgehend bekommt der Notrufer
> bei uns nicht das, was er haben will, sondern das was nach Schilderung
> der Situation der Disponent für notwendig erachtet.
Eben, ich schildere die Situation, so wie ich sie sehe und hoffe, das
Fachpersonal kann damit was vernünftiges anfangen. Nur ist meistens
keine klare Aussage zu treffen, wie: Person hat Bein gebrochen, oder
jemand sieht ziemlich herzanfallig aus.
Machmal kommt ein Junkie/Penner auf der Suche nach einem Bett für die
Nacht oder einer Mahlzeit und sagt "Ich bin krank, rufe mir einen
Krankenwagen", damit er eben im Krankenhaus übernachten kann. Weiteres
nachbohren, warum er krank sei endet nur noch in wirrem Gerede. Oder die
Leute, die auf dem Tisch schlafen - eigentlich bräuchten sie nur eine
Ausnüchterungszelle oder eben einen Therapieplatz.
Bei 10 Notrufen ist vielleicht einer was für den RD, der Rest wäre eher
was für Sozialarbeiter oder Psychologen und Psychiater. Und das
RD-Personal ist dann auch nicht immer erfreut - oft wird der Patient
kurz untersucht (könnte ja wirklich was haben) und dann auf die Straße
gekippt, so daß er eine halbe Stunde später wieder da ist.
Da kommt es dann schonmal vor, daß ich auf einmal das Haus mit
RD-Personal (RTW + NAW plus deren Praktikanten) vollstehen habe. Der NA
sagt, er habe das und das mitgeteilt bekommen, obwohl ich etwas völlig
anderes gemeldet habe. Ein heftiges klärendes Gespräch mit der
Leitstelle ergibt dann, daß irgendwo auf dem Kommunikationsweg etwas
verloren gegangen sein muß (Disponent "bastelt" Einsatz?)
So manchmal frage ich mich, lieber Polizei und Hausverbot (Könnten´se
mir mal bitte einen bewußtseingetrübten Junkie entfernen), oder doch
lieber RD, man weiß ja nie so genau?
>> >>Hat jemand Tips, wie man einen Notruf präziser formulieren kann, so das
>> >>dann das kommt, was man sich eigentlich vorstellt?
>> >
>> >indem man ganz klar sagt, was man haben will.
>
>Das tue ich eben nicht, da ich ja nur Laie bin.
na, das ist doch irgendwie ein Wiederspruch.
Du willst, dass das kommt, was Du moechtest, willst (bzw. kannst !)
dich dabei aber nicht festlegen?
das kann nicht klappen.
Und wenn dann etwas ganz anderes kommt (RD-mäßig), als man sich erwartet
hat, fragt man sich, was man beim Notruf falsch gemacht hat. Bei meinem
üblichen Fall (den Du ja weggelassen hast) würde ich einen RTW (der eben
Ausrüstung für den Fall der Fälle dabei hat) erwarten (Falls es doch
eben mal schlimmer kommt), aber eben nicht, daß auf einmal ein halbes
Krankenhaus antanzt.
Ok, bewußtlos, NA-Indikation, bewußtseingetrübt wahrscheinlich auch -
aber andere Angaben kann ich nicht machen (pulst, atmet, reagiert etwas
verschwommen bis garnicht), ein Junkie ist ganz sicherlich
bewußtseingetrübt und Atemdepression könnte jederzeit eintreten. Die
Leitstelle fragt dann meistens: "atmet noch?" - "ja atmet noch".
Eigentlich bräuchte es ja nur jemanden, der den Patienten wieder auf die
Füße stellt (ok, das kann ich auch selbst - nur was passiert fünf
Minuten später?), da besteht halt immer die Unsicherheit, daß er doch
"abkacken" könnte. Dann doch lieber den RD.
Wie sehen die "Profis" das, jeder NA und RettAss freut sich doch, wenn
er hört, da ist ein "nichtsesshafter" der so besoffen ist, daß er von
alleine nicht hochkommt - oder ein Junkie, etwas überdosiert?
Da habe ich eben meine Schwierigkeiten mit einem Notruf. Soll ich oder
soll ich nicht? Eher Polizei oder RD - oder Beide? In EH wird auf solche
Fälle so gut wie garnicht eingegangen.
Die Erfahrung zeigt, RD wenn ich den Patienten nicht innerhalb von fünf
Minuten auf die Füße bringe, Polizei wenn er zwar nicht hochkommt, aber
reagiert (Polizeiliche Spontanheilung - Ein Junkie ist geheilt, wenn das
Wort Polizei in sein Bewußtsein dringt oder gar ein Polizist anwesend
ist - auf einmal ist er weg).
Nein kein Widerspruch.
Ich schildere, was aus meiner Sicht passiert ist.
Die Leitstelle "bastelt" daraus einen Einsatz.
Irgend etwas kommt, was mir total überzogen erscheint.
Ich denke an "stille Post-Effekt"
Ich frage mich, was ich bei einem Notruf besser angeben hätte können,
damit sowas nicht passiert.
Ich komme selbst nicht weiter und frage daher Euch, wie ich es das
nächste mal besser mache.
> das kann nicht klappen.
Natürlich nicht, wenn man von Fachpersonal ausgeht - ich bin kein
Fachpersonal.
Hier sollte die Leitstelle besser nachfragen und sich nicht selbst
Einsätze "basteln"!
> Sehe ich aber anders. Zumindest vom RD ausgehend bekommt der Notrufer
> bei uns nicht das, was er haben will, sondern das was nach Schilderung
> der Situation der Disponent für notwendig erachtet.
Zumal ja je nach Leitstellenorganisation der Disponent nicht den Anruf
bearbeitet, sondern nach dem vorgeht, was der Telefonist aufgenommen
hat. Und in der Bildschirmmaske steht dann nicht unbedingt die ganze
Litanei, die der Anrufer vorgebetet hat.
> Wenn ein Hausarzt
> für einen Verdacht auf Herzinfarkt mit einen "Krankenwagen" bestellt,
> bekommt er eben keinen KTW sondern einen NAW bzw. RTW/NEF.
Diese Position ist aber durchaus angreifbar. Ich kann Eure Motivation
nachvollziehen, aber bei Anforderung durch einen Arzt seid Ihr m.E.
an dessen fachliche Weisung gebunden. Ausserdem ist dadurch doch
Ärger vorprogrammiert, denn ich kenne eine Menge Niedergelassener,
die sich das nicht bieten lassen würden.
Gruss, Richard
--
+--------------------------+------------------------------------------+
| Dr. med Richard Spitz | INTERNET: sp...@ana.med.uni-muenchen.de |
| EDV-Gruppe Anaesthesie | Tel : +49-89-7095-6110 |
| Klinikum Grosshadern | FAX : +49-89-7095-6420 |
| 81366 Munich, Germany | GSM : +49-172-8933578 |
+--------------------------+------------------------------------------+
Richard Spitz schrieb:
> > Wenn ein Hausarzt
> > für einen Verdacht auf Herzinfarkt mit einen "Krankenwagen" bestellt,
> > bekommt er eben keinen KTW sondern einen NAW bzw. RTW/NEF.
>
> Diese Position ist aber durchaus angreifbar. Ich kann Eure Motivation
> nachvollziehen, aber bei Anforderung durch einen Arzt seid Ihr m.E.
> an dessen fachliche Weisung gebunden. Ausserdem ist dadurch doch
> Ärger vorprogrammiert, denn ich kenne eine Menge Niedergelassener,
> die sich das nicht bieten lassen würden.
Das kann ich wiederum nicht nachvollziehen. Fällt denn die Dispostion
der Rettungsmittel in den Kompetenz- und Aufgabenbereich eines
niedergelassenen Hausarztes?? Ich denke mal nicht.
Oder verstehe ich da grundsätzlich was falsch?
Tom
> Ok, bewußtlos, NA-Indikation, bewußtseingetrübt wahrscheinlich auch -
> aber andere Angaben kann ich nicht machen (pulst, atmet, reagiert etwas
> verschwommen bis garnicht), ein Junkie ist ganz sicherlich
> bewußtseingetrübt und Atemdepression könnte jederzeit eintreten.
Dann ist auch ein Notarzt-Einsatz indiziert.
> Eigentlich bräuchte es ja nur jemanden, der den Patienten wieder auf die
> Füße stellt (ok, das kann ich auch selbst - nur was passiert fünf
> Minuten später?), da besteht halt immer die Unsicherheit, daß er doch
> "abkacken" könnte.
Ja, eben. Und so wie Du das Risiko nicht eingehen willst (und kannst), daß
es einmal unter hundert Fällen nicht mit "nur mal eben auf die Füße
stellen" getan ist, so will und kann auch die Leitstelle das Risiko nicht
eingehen, zu einer eigentlich klaren Notarztindikation
(bewußtseinsgetrübt, vermutlich Drogen-Intoxikation) keinen Notarzt zu
schicken.
Wer weiß denn, ob der Betreffende "nur" high ist oder bei der Dosis
vielleicht doch etwas zu großzügig war?
-thh
--
Thomas Hochstein * THoch...@gmx.de * http://www.th-h.de/
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - RV Weinstraße
(Bad Dürkheim - Neustadt/Wstr. - Landau)
LV Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar
>> Wenn ein Hausarzt
>> für einen Verdacht auf Herzinfarkt mit einen "Krankenwagen" bestellt,
>> bekommt er eben keinen KTW sondern einen NAW bzw. RTW/NEF.
>
> Diese Position ist aber durchaus angreifbar. Ich kann Eure Motivation
> nachvollziehen, aber bei Anforderung durch einen Arzt seid Ihr m.E.
> an dessen fachliche Weisung gebunden.
Nicht, wenn diese offenkundig falsch ist. Zumindest die Entsendung eines
RTWs (statt eines KTWs) dürfte geboten sein, denn ein V.a. Herzinfarkt ist
ein Notfall, und zum Transport von Notfallpatienten ist ein KTW nicht
geeignet. - Über den Notarzt kann man streiten, das ist richtig.
> Ausserdem ist dadurch doch
> Ärger vorprogrammiert, denn ich kenne eine Menge Niedergelassener,
> die sich das nicht bieten lassen würden.
Oh, ich auch. :-) --- Deshalb sollte man abwägen, ob es zugunsten des
Patienten den Ärger wert ist oder nicht.
>> > Wenn ein Hausarzt
>> > für einen Verdacht auf Herzinfarkt mit einen "Krankenwagen" bestellt,
>> > bekommt er eben keinen KTW sondern einen NAW bzw. RTW/NEF.
>>
>> Diese Position ist aber durchaus angreifbar. Ich kann Eure Motivation
>> nachvollziehen, aber bei Anforderung durch einen Arzt seid Ihr m.E.
>> an dessen fachliche Weisung gebunden. Ausserdem ist dadurch doch
>> Ärger vorprogrammiert, denn ich kenne eine Menge Niedergelassener,
>> die sich das nicht bieten lassen würden.
>
>Das kann ich wiederum nicht nachvollziehen. Fällt denn die Dispostion
>der Rettungsmittel in den Kompetenz- und Aufgabenbereich eines
>niedergelassenen Hausarztes?? Ich denke mal nicht.
>Oder verstehe ich da grundsätzlich was falsch?
Ich als Leitstellensisponent halte dieses vorgehen auf alle Fälle
falsch. Wenn ein vor Ort befindlicher Hausarzt einen Transport für
einen Herzinfarkt in die Klinik bestellt bekommt er zwar einen Notarzt
angeboten, wenn er diesen jedoch nicht für nötig erachtet, fährt auch
nur der RTW. Allerdings immer mindestens RTW. Wenn dann wiederum die
vor Ort befindliche Besatzung feststellt, daß der HA weg ist, der
Patient jedoch einen Arzt braucht, kriegen sie auch ihren NA. Nur auf
die Verdachtsdiagnose Herzinfarkt immer und generell einen NA zu
alarmieren (wenn ein Hausarzt vor Ort ist) halte ich für überheblich
und unnötig.
Auch wenn der Hausarzt einen "Krankenwagen" bestellt, meint er damit
(zumindest bei uns) meist nicht explizit den "Krankenwagen", sondern
eben ein geeignetes Rettungsmittel um den Erkrankten fachgerecht in
die Klinik zu befördern.
Gruss... Michael Schalkalwies
"Gerald Aller" <G.A...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87f2hs$2il$1...@news01.btx.dtag.de...
> >Aus diesem Grund bestand auch die BF München darauf, zu den privaten
> >Einsatzzentralen direkt geschaltete Standleitungen anzuschalten.
>
> Wer bezahlt diese Standleitungen denn?
Ich vermute mal, das sind Kosten des RD (und somit bezahlt´s auch der RD
Bayern)
> Wir haben 22 Rettungswachen, die z.T. mehr als 50 km Luftlinie von der
> Leitstelle entfernt sind, da können wir uns eine so teure Rückfallebene
> gar nicht leisten. Wären wir eine BF, sähe es vielleicht anders aus.
Nun ja, einzelne (Rettungs-)Wachen mit einer eigenen Standleitung zu versorgen
kann sich wohl wirklich nur eine BF leisten. (allerdings läuft da dann auch oft
mehr wie nur Telefon drüber (Sprechanlage, EDV, Steuerungen usw. - die BF
Karlsruhe hat z.B. 2 Mulitplexer, um ihre beiden Wachen (Hauptwache und
Westwache) mit Alarmgong, Sprechanlage usw. an die Leitstelle anzubinden.)
"Henning Koch" <Hennin...@studserver.uni-dortmund.de> schrieb im Newsbeitrag
news:389b565...@news.uni-dortmund.de...
> >Hat jemand Tips, wie man einen Notruf präziser formulieren kann, so das
> >dann das kommt, was man sich eigentlich vorstellt?
>
> indem man ganz klar sagt, was man haben will.
IMHO genau DANN nicht. Ein "ich brauche einen EnAhWeh" kann heutzutage schon
jeder halbwegs aufmerksamer Notruf-Zuschauer formulieren.....
> Eben, und darum ziehe ich die rein analoge Lösung (="2 Drähte") vor. Es sei
> denn, man MUSS digital eine Menge Daten übertragen usw.
Feldtelefon von Leitstelle zu Leitstelle?
"Gerald Aller" <G.A...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87h8ps$4lc$1...@news03.btx.dtag.de...
> >Alledings nimmt man damit ggf. auch eine ziemliche Verantwortung auf
> >sich, wenn man z.B. ganz gezielt "einen KTW" bestellt.
>
> Der Disponent wird hier auch entgegen der Anforderung ein höherwertiges
> Rettungsmittel schicken, wenn er nach der Lageschilderung zu dem Schluss
> kommt, dass ein KTW nicht ausreicht, egal was nun angefordert wurde.
Eben. Darum bin ich der Meinung, daß man am besten korrekt die Situation
beschreibt, anstatt ein bestimmtes Rettungsmittel anzufordern. Allenfalls ein
Tip könnte in bestimmten Fällen dem Disponenten helfen (z.B. VU mit mehreren
Verletzten) "[nach der exakten Beschreibung der Situation] also bei dem
Eingeklemmten den NA, für die beiden HWS-Schleudertraumen würde mir auch _ein_
RTW reichen, die sind soweit kreislaufstabil, die können in einem Fahrzeug
sitzend gefahren werden" etc.
"Henning Koch" <Hennin...@studserver.uni-dortmund.de> schrieb im Newsbeitrag
news:389dd493...@news.uni-dortmund.de...
> >> >>Hat jemand Tips, wie man einen Notruf präziser formulieren kann, so das
> >> >>dann das kommt, was man sich eigentlich vorstellt?
> >> >
> >> >indem man ganz klar sagt, was man haben will.
> >
> >Das tue ich eben nicht, da ich ja nur Laie bin.
>
> na, das ist doch irgendwie ein Wiederspruch.
> Du willst, dass das kommt, was Du moechtest, willst (bzw. kannst !)
> dich dabei aber nicht festlegen?
Jeder - egal ob Laie oder "Profi" kann - wenn er zufällig zu einem Notfall
kommt - eines nicht wissen: Wie ist die Verfügbarkeit der Fahrzeuge in diesem
Gebiet? Dies weis definitv nur die Leitstelle. In der Entscheidung, ob ein NAW
sein muss oder ein RTW ausreicht ist der Lst. mit einer möglichst exakten (aber
knappen) Situationsbeschreibung am besten geholfen. Je mehr man selbst
berichten kann, desto weniger Nachfragen seitens der Lst. braucht es und das
ist schliesslich auch ein Zeitgewinn. "Da ist ein Unfall mit einem Verletzten,
ich brauche einen NAW und die Feuerwehr" wird wohl kaum einen Disponenten dazu
veranlassen, ohne weitere Nachfragen auch NAW und FW zu schicken. Besser schon
"Da ist ein Unfall, PKW frontal gegen Baum, eine Person, der Fahrer, ist
wahrscheinlich eingeklemmt, d.h. ich bring die Tür nicht auf, die Person ist
nicht mehr ansprechbar und reagiert auch nicht auf Schmerzreize, atmet aber
noch" Beidesmal das selbe (angenommene) Bild. In welchem der Beispiele wird der
Disponent wohl mehr über die tatsächliche Situation erfahren und entsprechend
schnell und sicher das Benötigte alarmieren?
Manuel Schmidt schrieb:
>
> Bsp.:
> LS: Hallo
> Ich: Hier Manuel Schmidt, Mitglied Freiwilligen FW, ich hab hier bei
> |Praezise Ortsbeschreibung| schweren VU mit 2 Fahrzeugen, 3
> eingeklemmten Personen. Alarmieren Sie die naechste oertliche FF (bei
> uns weiss ich natuerlich, welche das ist, 20km weiter kenne ich die
> Zustaendigkeiten aber nicht aus dem Kopf) sowie zwei Fahrzeuge mit
> Hilfeleistungssatz.
>
Was soll das bringen???
Warum glauben 'wir' pseudo-fachkundigen Notrufer immer der LS vorschreiben
zu wollen, welches Rettungsmittel zu alarmieren ist? Wenn ein Anrufer
(egal für wie fachkundig er sich hält ) einfach das meldet, was er
tatsächlich sieht, sollte dies für die LS ausreichen. Die Aufforderung:
Alarmieren Sie die nächste örtliche FF..... ist völlig unsinnig. In einem
früheren Posting (das eigendliche Thema habe ich leider vergessen)
ist die Diskussion schon einmal in diese Richtung geglitten. Dort kreierte
dann auch jemand solch ein völlig alltägliche Beispiel: VU mit 3-5
Fahrzeugen, 4-6 eingeklemmten und schwerstverletzten Personen (
Mehrfachamputationen und was weiß ich nicht alles ),
um dann einen 'möglichen' Notruf Wort für Wort hier nachzuspielen ( ich
brech gleich zusammen ). In diesem gedachten Notruf verlangte der
Pseudo-Fachmann dann: ....alarmieren Sie eine Feuerwehr mit RW2. Was soll
ich dazu noch sagen ?
Warum RW2........was fehlt dem RW1 ???
Was macht der Disponent wenn es gar keine Feuerwehr mit RW2 im Umkreis
gibt ???
> Bis hierhin denke ich, ich bekomme dass, was ich moechte.
....entscheidend ist hier, was zur Rettung der Personen zwingend
erforderlich ist, nicht was Du möchtest.
> Die Verletzungen der Personen wuerde ich beschreiben, und danach dann
> meine "Verdachtsdiagnose" kundtun. (Starkte Abwehrspannung im
> Bauchbereich, Puls schnell, schwach => starke innere Blutungen).
Ja o.K. Du hast den 'Fachmann' ausgepackt. Aber was soll Deine
'Verdachtsdiagnose' bringen? Die LS wird dir einen NA schicken. Da 'VU mit
eingklemmter Person' aber sowieso eine NA-Indikation ist, wäre der doch
sowieso gekommen.
Ich bin in den letzten 10 Jahren ein einziges mal in die Situation
gekommen, einen VU zu melden. ( Trotz einer Kilometerleistung von ca.
20.000 km/Jahr ).
Lohnt sich die Diskussion wirklich, wie ich bei einem eventuellen Notruf
der LS meinen 'Sachverstand' klarmachen könnte.
In der Hoffnung, daß alle Unfallopfer die Hilfe bekommen, die sie bötigen
mfG
MD
> Erich Kirchmayer schrieb:
>
> > Eben, und darum ziehe ich die rein analoge Lösung (="2 Drähte") vor. Es sei
> > denn, man MUSS digital eine Menge Daten übertragen usw.
>
> Feldtelefon von Leitstelle zu Leitstelle?
>
> Gruß,
> Markus
Dann kann man per Kurbeldrehzahl endlich die Dringlichkeit des Anrufes
signalisieren ...
--
Patrick Rauter
Wer einen Fehler findet (alte oder neue Rechtschreibung)
darf ihn behalten.
>> >Hat jemand Tips, wie man einen Notruf präziser formulieren kann, so das
>> >dann das kommt, was man sich eigentlich vorstellt?
>>
>> indem man ganz klar sagt, was man haben will.
>
>IMHO genau DANN nicht. Ein "ich brauche einen EnAhWeh" kann heutzutage schon
>jeder halbwegs aufmerksamer Notruf-Zuschauer formulieren.....
hmm, sicherlich kommt es auch etwas drauf an, wie man das formuliert.
mit 'Koch, guten Tag, ich schicken Sie mir einen NAW, aber schnell!'
haette ich wohl weniger Erfolg. Mit 'Henning Koch, hallo, ich brauch
mal RTW und NA fuer da-und-das' hats bis jetzt immer geklappt.
Vielleicht bin ich ja auch in der ELS bekannter als ich so denke? ;-))
>> Vorsicht, das oben gesagt gilt aber nur wenn es sich um analoge Leitungen
>> handelt. Aber auch in diesem Falle wird die Standleitung ueber die
>> Vermittlung gefuehrt, weil evtl. noch Verstaerker dazwischen geschaltet
>> werden.
>
>Aber eben keine Vermittlungstechnik, sondern analoge, recht simple Verstärker.
>(jedenfalls nix, wo ein Y2k-Bug-Prozessor oder Programm daran rütteln könne
>etc.)
Verstaerker brauchen Strom, und genau das ist doch eigentlich der
kritische Punkt (gewesen)!?
Darum geht´s eigentlich. Wie mache ich der Leitstelle klar, daß ich
_keinen_ NAW brauche. Wie vermeide ich Missverständnisse. Ich fordere
nichts und schildere das, was ich sehe. Die NA-Indikation mag (nach
Vorschrift) gegeben sein, im speziellen Fall ist ein NA nicht
erforderlich.
Nochmal die Frage, ist dann eher die Polizei zuständig oder der RD?
> hmm, sicherlich kommt es auch etwas drauf an, wie man das formuliert.
> mit 'Koch, guten Tag, ich schicken Sie mir einen NAW, aber schnell!'
> haette ich wohl weniger Erfolg. Mit 'Henning Koch, hallo, ich brauch
> mal RTW und NA fuer da-und-das' hats bis jetzt immer geklappt.
Schön, wenn Du regional bekannt bist, aber wie formuliert ein einfacher
Ersthelfer einen Notruf, so daß die Leitstelle nicht überreagiert. (Ich
habe Dein anderes Posting (rechtliche Absicherung) schon verstanden.)
Meine Frage ist: Wie läßt sich der "stille Post"-Effekt verhindern?
Gerald Aller schrieb:
>
> >indem man ganz klar sagt, was man haben will.
>
> Sehe ich aber anders. Zumindest vom RD ausgehend bekommt der Notrufer
> bei uns nicht das, was er haben will, sondern das was nach Schilderung
> der Situation der Disponent für notwendig erachtet.
Bei einem Notruf eines Laien sehe ich das auch ein.Aber
als_Fachmann_(RS,RettAss oder wasweißichwas) kann man IMO doch sagen was an
Farzeugen (RD) benötigt wird,weil man sich einfach ein besseres Bild der
Situation machen kann als der Leistellendisponent.
Gruß........Sebastian
> [ Beispiel einer "qualifizierten" Notfallmeldung ]
Schön und gut, aber aus meiner Erfahrung sehen es die Leitstellen-
Mitarbeiter GAR NICHT gerne, wenn man ihnen vorschreiben möchte, was
sie zu tun haben. Daher ergänze ich Dein Beispiel mal:
> Ich: Hier Manuel Schmidt, Mitglied Freiwilligen FW,
LSt.-Telefonist: [ rollt gequält mit den Augen ]
> [ "Ich" ] :ich hab hier bei
> |Praezise Ortsbeschreibung| schweren VU mit 2 Fahrzeugen, 3
> eingeklemmten Personen. Alarmieren Sie die naechste oertliche FF (bei
> uns weiss ich natuerlich, welche das ist, 20km weiter kenne ich die
> Zustaendigkeiten aber nicht aus dem Kopf) sowie zwei Fahrzeuge mit
> Hilfeleistungssatz.
LSt.-Telefonist (in Gedanken): So ein Wichtigtuer, er soll mir sagen
was los ist, dann weiß ich schon was zu tun ist.
> Bis hierhin denke ich, ich bekomme dass, was ich moechte.
Wieso das was DU möchtest? Meinst Du die Leitstelle ist zu blöd, um
bei so einer Meldung (VU 3x eingeklemmt) gemäß ihrer Alarmpläne oder
sonstiger interner Vorgaben korrekt zu alarmieren und zu disponieren?
> Die Verletzungen der Personen wuerde ich beschreiben, und danach dann
> meine "Verdachtsdiagnose" kundtun. (Starkte Abwehrspannung im
> Bauchbereich, Puls schnell, schwach => starke innere Blutungen).
> Bei einer sachlichen Beschreibung wird der Disponent schnell wissen,
> dass man vom Fach ist.
Das interessiert ihn offensichtlich nicht unbedingt, wie hier kürz-
lich beschrieben: Arzt fordert KTW an, geschickt wird RTW + NEF.
> Ich denke auch, bei einer Beschreibung der
> Verletzungen, die, etwas Erfahrung vorausgesetzt, nicht lange dauert,
> die Entscheidung des Disponenten selten von der Meinung des Helfers
> vor Ort abweichen duerfte.
Den Disponenten interessiert das Meldebild und sonst eigentlich gar
nichts. Was da irgendein vermeintlicher Oberwichtel von FF, HiOrg
oder sonstigem "vom Fach" meint ist eher irrelevant, zumal Telefon
und Disposition in vielen Leitstellen getrennt voneinander ablaufen.
"Richard Spitz" <Richar...@ana.med.uni-muenchen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:389EC523...@ana.med.uni-muenchen.de...
>> Wenn ein Hausarzt
>> für einen Verdacht auf Herzinfarkt mit einen "Krankenwagen" bestellt,
>> bekommt er eben keinen KTW sondern einen NAW bzw. RTW/NEF.
>Diese Position ist aber durchaus angreifbar. Ich kann Eure Motivation
>nachvollziehen, aber bei Anforderung durch einen Arzt seid Ihr m.E.
>an dessen fachliche Weisung gebunden.
Die "fachliche Weisung" gibt der Arzt bereits mit der Diagnose. Denn die
Diagnose ist "sein" Gebiet. Diese seitens der Leitstelle anzuzweifeln oder zu
ignorieren ist nicht statthaft. Die Anforderung eines bestimmten Fahrzeugs ist
Sache der Leitstelle, die grundsätzlich immer nach dem Meldebild (Diagnose)
entscheiden muss.
Es ist (wohl nicht nur in Bayern) recht klar geregelt, zu welchen
(Verdachts-)Diagnosen welches Rettungsmittel geschickt werden muss. Und
"Herzinfarkt" und "KTW" passen numal ganz klar nicht zusammen.
> Ausserdem ist dadurch doch
>Ärger vorprogrammiert, denn ich kenne eine Menge Niedergelassener,
>die sich das nicht bieten lassen würden.
Dann sollen sie mal die Rückseite der "Verordnung eines Krankentransports" mal
genau durchlesen und ein wenig nachdenken, wie es z.B. medizinisch bei einem
Herzinfarkt (oder V.a.) aussieht. Wenn sie dann immer noch der Meinung sind,
daß bei einem HI-Patienten auf keinem Fall eine vitale Bedrohung besteht und
keineswegs erweiterte Massnahmen während des Transports ergriffen werden
müssen, sollten sie sich "rückwärts" fragen, ob denn die (Verdachts-)Diagnose
stimmen kann.
Das grösste Problem ist fast immer, daß sehr viel niedergelassene Ärzte keine
Ahnung haben, wie der RD organsiert und aufgebaut ist, über welche Fahrzeuge er
verfügt, wie diese ausgestattet sind und welche Massnahmen die Besatzung
durchführen kann und/oder darf.
Erich Kirchmayer schrieb:
>
>> indem man ganz klar sagt, was man haben will.
>
> IMHO genau DANN nicht. Ein "ich brauche einen EnAhWeh" kann heutzutage schon
> jeder halbwegs aufmerksamer Notruf-Zuschauer formulieren.....
Naja, da fehlen dann noch die erlaeuternden Saetze, _warum_ man einen
NAW braucht. Nur die Anforderung ist wohl etwas wenig.
Wenn man den Disponenten umfassend ueber die Lage informiert, man ihm
also zeigt, dass man weiss, wovon man redet, wird er wohl einem auch
meist glauben, oder?
--
Take care,
Bjorn Robbel GSM: +49-179-6935262
FF Mommenheim (RLP): http://ffmommenheim.notrix.de
Lottery: A tax on people who are bad at math.
Ich muss noch anmerken, dass bei uns in der Gegend, noch in zwei
Kreisen die FW durch die Pol alarmiert wird. Vor allem hier, denke
ich, dass ich mit vor Ort zumindest von der FW - Seite ein besseres
Bild verschaffen kann, als der Polizist am enderen Ende der
Telefonleitung.
Bei medizinischen Dingen beschreibe ich die Situation moeglichst
effizient und genau der RD LS, da hier der Disponent (RA) ohne Zweifel
sich ein besseres Bild von der Situation machen kann, als ich als FW
(und angehender DRKler) mit zwar guten EH Kenntnissen jedoch ohne
gefestigtes Wissen in Notfallmedizin.
Was so ein Notruf bringen soll ?
Schnellstmögliche Hilfe durch entsprechendes Personal und Material.
Anweisungen an die LS:
Auf wenn ich sage:"Alarmieren Sie,..." stellt das im juristischen
Sinne nur eine Empfehlung für den Disponenten dar.
Beschreibung der Verletzungen:
Ich denke nicht, dass ich den Fachman extra ausgepackt habe. Wenn du
wuesstest, wie wir in der FF, unter Aufsicht einer EH Ausbilderin,
Notrufe und Rueckmeldungen an den RD ueben. Ich gebe jedoch zu, dass
diese Faehigkeit bei vielen FWler noch stark zu wuenschen uebrig
laesst.
Das VU Klemmt in Normalfall eine NA - Indikation ist, ist klar. Ich
sage der Leitstelle also "Hier sind drei Leute eingeklemmt." Was
meinst du, was die LS sagt? "Beschreiben Sie die Verletzungen mal
naeher".
Verdachtsdiagnosen:
Was soll man den sonst als EH machen, ausser fuer sich selbst eine
Verdachtsdiagnose zu erstellen (natuerlich aufgrund mangelndes
Fachwissen nur eine Wage) ? Wuerdest du bei einem VU eine
Hyperglykaemie, einen Hitzschlag, eine Vergiftung (vorausgesetzt, kein
Brand, oder sonstige giftige Gase) annehmen?? Nein ?! Dann hast du
bereits eine Verdachtsdiagnose erstellt, indem du diese Sachen
aussschliest.
Ich muss dem Verletzten doch Hilfe leisten, wenn ich nicht vermute
darf/kann was er hat, lasse ich ihn dann liegen ???
Realitaetsbezug:
VU 2 Fahrzeuge, 3 Klemmt ist sicherlich nicht unrealistisch.
Einen VU musste ich bis jetzt noch nicht melden, meine jedoch durch
andere Notfaelle und Training doch noch einen guten Notruf absetzen zu
koennen.
RW2/RW1
In der Regel ist auf dem RW2 alles irgendwie eine Nummer groesser. Mit
SP30, der auf einem RW1 nichts zu suchen hat, kommt man schon schnell
an die Grenze des machbaren.
Ich schrieb auch, 2 Fahrzeuge mit THL - Satz.
naechste Oertliche FF:
Unsinnig ???
Auch wenn das 'nur' eine TSF FF ist, wie bei uns ueblich, habe ich
doch relativ schnell, zumindest in unserer Gegend, mehrere in EH
(gut)geschulte Helfer, Material zur Sicherstellung des Brandschutzes
und zur besseren Absicherung.
Lohnt es sich, sich ueber einen evtl. Notruf den Kopf zu zerbrechen ??
Lohnt es sich, haeufig den Gefahrguteinsatz, mit CSA, zu ueben, obwohl
sich die Taetigkeit des Gefahrstoffzuges in den letzten Jahren nur auf
gelegentliche Messeinsaetze bei Braenden beschraenkt ??
Lohnt es sich in einer kleinen FF zweimal im Jahr eine Ausbildung
"Sicherheit im Innenangriff" zu machen, obwohl vielleicht alle 2-3
Jahre mal ein Brand mit Innenangriff vorliegt ??
Disponent interessiert das Meldebild nicht:
Und wie entscheidet der, ob RTW, NAW, RTH ??
Vermutlich nach den Dingen, die der Meldende im mitteilt. Ob jetzt der
linke oder rechte Unterarm amputiert ist, duerfte dem Disponenten egal
sein (Amputationsverletzung). Unterarm oder Fingerkuppe (beides
Amputationsverletzung)
Ich vermute es war aber nicht so gemeint, nach dem Motto Anrufer:"Hier
ist einer. Der hat was. Kommen sie ganz schnell."
Kompetenz der LS:
Hier beginnt es Lokal zu werden.
RD LS als EAS fuer die FF ?
intigrierte LS ?
FW LS ?
Pol als EAS fuer die FF ?
Neue Version des Notrufes also:
Hallo , VU da und da, drei Personen eingeklemmt. Kommen Sie ganz
schnell.
Oder waere das jetzt etwa zu wenig ??
Manuel
"Markus Machner" <Machner...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87rm1k$jfn$1...@news03.btx.dtag.de...
> Darum geht´s eigentlich. Wie mache ich der Leitstelle klar, daß ich
> _keinen_ NAW brauche. Wie vermeide ich Missverständnisse. Ich fordere
> nichts und schildere das, was ich sehe. Die NA-Indikation mag (nach
> Vorschrift) gegeben sein, im speziellen Fall ist ein NA nicht
> erforderlich.
Auch wenn es sich überwiegend "nur" um Patienten handelt, die nach kurzer
Untersuchung entlassen werden können (oder gleich selbst abhauen), sobald der
Patient bewusstseinsgetrübt ist und vermutlich oder nachweisbar
(Spritzerbesteck etc.) Drogen im Spiel sind, ist´s ein Fall, bei dem die Lst.
durchaus einen NA schicken kann.
Wie in anderen Beiträgen zu lesen, kann Drogengebrauch (auch Alkohol) sehr
schnell zu vital bedrohlichen Situationen führen, auch wenn es zunächst
garnicht danach aussieht. Besonders Drogenabhängige verabreichen sich manchmal
richtige "Cocktails" aus verschiedenen Stoffen mit unterschiedlicher
Wirkungsweise und vorallem Wirkungseintritt und Wirkungsdauer. (z.B. Heroin und
Schlafmittel). Der Junkie, der eben noch "nur" seinen Heroinkick hatte, könnte
z.B. wenige Minuten später auf Grund einer zu hohen Schlafmittelkonzentration
einen Atemstillstand bekommen. In derartige "Fallen" geraten auch Profis - wie
sollte ein Laie hier exakt unterscheiden können?
> Nochmal die Frage, ist dann eher die Polizei zuständig oder der RD?
Im Zweifelsfall der RD - es handelt sich ja um eine (mögliche) Gefährdung von
Gsundheit und Leben, oder?
> Meine Frage ist: Wie läßt sich der "stille Post"-Effekt verhindern?
Garnicht. Du schilderst, was du siehst, der Disponent gibt das Meldebild als
Alarmstichwort in den Rechner ein und der schlägt Fahrzeuge vor bzw. ein
weiterer Disponent alarmiert dann.
"Richard Spitz" <Richar...@ana.med.uni-muenchen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:38A17294...@ana.med.uni-muenchen.de...
>> Die Verletzungen der Personen wuerde ich beschreiben, und danach dann
>> meine "Verdachtsdiagnose" kundtun. (Starkte Abwehrspannung im
>> Bauchbereich, Puls schnell, schwach => starke innere Blutungen).
>> Bei einer sachlichen Beschreibung wird der Disponent schnell wissen,
>> dass man vom Fach ist.
>Das interessiert ihn offensichtlich nicht unbedingt, wie hier kürz-
>lich beschrieben: Arzt fordert KTW an, geschickt wird RTW + NEF.
Doch, interessiert schon - solange die beschriebene Verdachtsdiagnose nicht
extrem von der nachfolgenden Fahrzeuganforderung abweicht. Wenn nämlich ein
Anrufer für "Starke Abwehrspannung im Bauchbereich, Puls schnell, schwach =>
starke innere Blutungen" dann einen RTW oder gar nur einen KTW anfordert, ist
es entweder kein med./RD-Fachmann (und seine Verdachtsdiagnose ist somit für´n
A.....) oder er hat absolut keine Ahnung was das geeignete Rettungsmittel
betrifft (und die Fahrzeuganforderung ist verkehrt). In beiden Fällen wird die
Lst. entweder nochmals (zeitaufwendig) nachfragen, oder sich ein Alarmstichwort
aus den erhaltenen Informationen "basteln" und das schicken, was der Lst.
geeignet erscheint.
>> Ich denke auch, bei einer Beschreibung der
>> Verletzungen, die, etwas Erfahrung vorausgesetzt, nicht lange dauert,
>> die Entscheidung des Disponenten selten von der Meinung des Helfers
>> vor Ort abweichen duerfte.
>Den Disponenten interessiert das Meldebild und sonst eigentlich gar
>nichts.
Eben. Und das ergibt sich aus der Schilderung der Notfallsituation. Je exakter
die ist, desto genauer kann das Meldebild erstellt werden.
[sorry für (fast) Vollquote]
Erich Kirchmayer schrieb:
> Jeder - egal ob Laie oder "Profi" kann - wenn er zufällig zu einem Notfall
> kommt - eines nicht wissen: Wie ist die Verfügbarkeit der Fahrzeuge in diesem
> Gebiet? Dies weis definitv nur die Leitstelle. In der Entscheidung, ob ein NAW
> sein muss oder ein RTW ausreicht ist der Lst. mit einer möglichst exakten (aber
> knappen) Situationsbeschreibung am besten geholfen. Je mehr man selbst
> berichten kann, desto weniger Nachfragen seitens der Lst. braucht es und das
> ist schliesslich auch ein Zeitgewinn. "Da ist ein Unfall mit einem Verletzten,
> ich brauche einen NAW und die Feuerwehr" wird wohl kaum einen Disponenten dazu
> veranlassen, ohne weitere Nachfragen auch NAW und FW zu schicken. Besser schon
> "Da ist ein Unfall, PKW frontal gegen Baum, eine Person, der Fahrer, ist
> wahrscheinlich eingeklemmt, d.h. ich bring die Tür nicht auf, die Person ist
> nicht mehr ansprechbar und reagiert auch nicht auf Schmerzreize, atmet aber
> noch" Beidesmal das selbe (angenommene) Bild. In welchem der Beispiele wird der
> Disponent wohl mehr über die tatsächliche Situation erfahren und entsprechend
> schnell und sicher das Benötigte alarmieren?
Das ist IMHO der bisher beste Beitrag zu diesem Thema!
Grüße aus Hamburch,
Olaf Hoffmann
>
> Es ist (wohl nicht nur in Bayern) recht klar geregelt, zu welchen
> (Verdachts-)Diagnosen welches Rettungsmittel geschickt werden muss. Und
> "Herzinfarkt" und "KTW" passen numal ganz klar nicht zusammen.
das kann ich auch nur so sehen ...
>
> > Ausserdem ist dadurch doch
> >Ärger vorprogrammiert, denn ich kenne eine Menge Niedergelassener,
> >die sich das nicht bieten lassen würden.
der ärger ist mir allemal lieber als den ärger, den ICH mit meinem
Org-eigenem Arzt (qualitätskontrolle leitstellendispostion) habe, wenn ich
zu einer NA pflichtigen diagnose einen ktw entsende - von dem ärger, den ich
bekomme, wenn ein ktw von mir entsandt wird, der dann einen NA nachfordert
....danke nein!
> müssen, sollten sie sich "rückwärts" fragen, ob denn die
(Verdachts-)Diagnose
> stimmen kann.
>
> Das grösste Problem ist fast immer, daß sehr viel niedergelassene Ärzte
keine
> Ahnung haben, wie der RD organsiert und aufgebaut ist, über welche
Fahrzeuge er
> verfügt, wie diese ausgestattet sind und welche Massnahmen die Besatzung
> durchführen kann und/oder darf.
ja leider ....
--
Mit freundlichen Grüßen
Viktor Zacek
"Manuel Schmidt" <ma....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87s36p$fhea$2...@fu-berlin.de...
> Das VU Klemmt in Normalfall eine NA - Indikation ist, ist klar. Ich
> sage der Leitstelle also "Hier sind drei Leute eingeklemmt." Was
> meinst du, was die LS sagt? "Beschreiben Sie die Verletzungen mal
> naeher".
Klar und ggf. auch "wie eingeklemmt??" Es ist durchaus nicht unüblich, daß
Laien bereits von "eingeklemmt" sprechen, wenn sich die Fahrzeugtür nicht
einfach und ohne Werkzeug öffnen lässt. So mancher "Eingeklemmte" konnte schon
mittels einem simplen Brecheisen befreit werden, manche stiegen auch schon mal
über die Beifahrertür einfach aus...... (jaja - und manche FWen setzen schon
mal den Spreizer an, statt einfach das "Knöpfchen" der Türverriegelung zu
ziehen)
Es gibt also viele "Kleinigkeiten", die man bei einem fachlich fundierten
Notruf berücksichtigen muss und je exakter man schildert, desto besser kann
sich der Mensch am anderen Ende der Telefonleitung ein Bild der Lage machen.
....gilt übrigens auch bei der Übergabe im KH: Eine möglichst genaue
Schilderung (Notfallprotokoll!) der Unfallsituation ("PKW Seitenaufprall links,
Patient = Fahrer") kann ebenso wichtig sein wie die Nennung der festgestellten
Verletzungen.
--
Hallo,
"Gerald Aller" <G.A...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87s435$mtq$8...@news02.btx.dtag.de...
> >Ich als Leitstellensisponent halte dieses vorgehen auf alle Fälle
> >falsch. Wenn ein vor Ort befindlicher Hausarzt einen Transport für
> >einen Herzinfarkt in die Klinik bestellt bekommt er zwar einen Notarzt
> >angeboten, wenn er diesen jedoch nicht für nötig erachtet, fährt auch
> >nur der RTW.
>
> Ich frage den Hausarzt dann, ob er bereit ist den Patienten ins
> Krankenhaus im RTW zu begleiten, tut er das nicht, kommt der Notarzt.
Sollte aber hinterfragt werden, WARUM der Arzt den Transport nicht begleiten
will. Entweder erscheint ihm aus ärztlicher Sicht eine Transportbegleitung für
unnötig (dann braucht man auch keinen NA) oder er hat nur "keine Zeit" (dann
NA, klar)
> Natürlich gibt es auch bei der Verdachtsdiagnose Herzinfarkt
> verschiedene Abstufungen, so würde ich zu einem offensichtlich alten,
> symptomfreien HI auch keinen NA entsenden (ausser, der Hausarzt verlangt
> einen).
Dann soll der Arzt verdammt noch mal das auch genau SO beschreiben! Ist wie
beim Apoplex: Hier reicht die wirklich benötigte Bandbreite der Rettungsmittel
von KTW bis NAW - je nach Ereignis. (x-ter Apo bei multi-morbiden, 98-jährigem
Patienten oder erster Apo bei einem 55-Jährigen). Es überfordert doch
niemanden, den "dummen Sanis in der Leitstelle" genau zu sagen, was der Patient
hat!
> Dennoch sollte man sich die Frage stellen, was denn für den
> Patienten das Beste ist. In einer Fortbildung wurde uns einmal gesagt:
> "Handeln sie immer so, als wenn der Patient ihre Frau bzw. ihr Mann oder
> ein sonstiger naher Verwandter wäre. Dann können sie nichts falsch
> machen"
Dann müsstest du zu JEDEM Notfall einen NA schicken. Denn nichts kann besser
sein, als eine RTW-Besatzung und ein Notarzt zusammen. (wobei es Gebiete geben
soll, in denen man lieber auf den NA verzichtet, wenn man weis wer fährt.....)
> >Auch wenn der Hausarzt einen "Krankenwagen" bestellt, meint er damit
> >(zumindest bei uns) meist nicht explizit den "Krankenwagen", sondern
> >eben ein geeignetes Rettungsmittel um den Erkrankten fachgerecht in
> >die Klinik zu befördern.
>
> Genau aus diesem Grunde müsste ich an der Kompetenz des anfordernden
> Arztes zweifeln, wenn er offenbar nicht in der Lage ist, ein adäquates
> Rettungsmittels korrekt anzufordern. Ich sehe darin nichts Überhebliches
> oder Unnötiges.
Man muss hier IMHO genau unterscheiden, ob der Arzt allgemein als inkompetent
eingestuft werden muss oder ob er zwar medizinisch absolut "top" ist, sich aber
"nur" mit den Rettungsmitteln nicht so ganz genau auskennt. Es ist ein altes
und leider sehr verbreitetes Problem, daß viele Ärzte keinerlei Bestreben
haben, sich mit ihren Assistenzdiensten (und dazu gehört auch der RD)
auseinanderzusetzen. Leider verfahren manche Ärzte nach dem Motto "ich Chef, du
nix" Eine vernünftige Zusammenarbeit wird nur dann gelingen, wenn sich BEIDE
Seiten (Arzt und RD) gegenseitig bzglk. ihres Fachgebietes kennen und über ihre
jeweiligen Möglichkeiten und Beschränkungen (Diagnosemöglichkeiten, Gesetz,
Wissen etc.) Bescheid wissen.
Wenn es nach mir ginge, müsste jeder (!) Arzt egal ob KH oder Niedergelassener
regelmässig (z.B. 4 Schichten/Jahr) Fortbildungsstunden im RD ableisten.
Umgekehrt müssten jeder RA regelmässig in einer Arztpraxis oder im KH Praktika
ableisten (z.B. 4 Tage/Jahr). Vieles, was aus Sicht eines z.B. RA "blödsinnig"
erscheint, klärt sich auf, wenn man den Tätigkeitsbereich der Ärzte kennenlernt
und umgekehrt können auch "die Sanis" (SB) Dinge leisten, die man als Arzt
vielleicht nie gedacht hätte.
Wir waren vor der gesetzlich angeordneten Zerstörung der eigenständigen RD in
Bayern in der glücklichen Lage, neben RTW und NEF auch den ABD (ärztl.
Bereitschaftsdienst) durchzuführen. Als Fahrer eines ABD-Arztes lernte man
meiner Ansicht nach unheimlich viel über die Arbeitsweisen, Möglichkeiten usw.
eines Arztes im Hausbesuchsdienst. Umgekehrt erfuhren die Ärzte viel über
Möglichkeiten und Organisation des RD. Eventuelle Unstimmigkeiten konnten
direkt nach dem Einsatz besprochen werden und unterm Strich ergab sich eine
hervorragend gute Zusammenarbeit.
Und es soll auch Gebiete geben, in denen man lieber auf die RTW-Besatzung
(o.ae.) verzichtet, wenn man weiss, wer faehrt ... ;-)
Ralf
Erich Kirchmayer schrieb:
> In der Entscheidung, ob ein NAW
> sein muss oder ein RTW ausreicht ist der Lst. mit einer möglichst exakten (aber
> knappen) Situationsbeschreibung am besten geholfen.
> Besser schon
> "Da ist ein Unfall, PKW frontal gegen Baum, eine Person, der Fahrer, ist
> wahrscheinlich eingeklemmt, d.h. ich bring die Tür nicht auf, die Person ist
> nicht mehr ansprechbar und reagiert auch nicht auf Schmerzreize, atmet aber
> noch" Beidesmal das selbe (angenommene) Bild. In welchem der Beispiele wird der
> Disponent wohl mehr über die tatsächliche Situation erfahren und entsprechend
> schnell und sicher das Benötigte alarmieren?
>
Genau das ist es doch, was ich zum Ausdruck bringen wollte.
( Wenn man mich auch nicht verstehen wollte )
Dein gedachter Notruf enthält genau das, was Du in einem solchen Fall erkennen und
beurteilen kannst.
"PKW gegen Baum, Person eingeklemmt, nicht ansprechbar, Atmung vorhanden."
In den vorangegangenen Postings geht es aber dann weiter: "Ich benötige hier RTW,
NEF, RTH, zwei Hilfeleistungssätze, FF mit RW2 oder was noch alles.
Diese Erweiterung ( ich muß der LS jetzt mitteilen das ich über Einsatztaktiken von
RD und FW und vor allem deren Abkürzungen, bestens bescheid weiß ) ist IMO völlig
überflüssig. Der Disponent ist sicher schon groß, und kann das ganz alleine
entscheiden.
Denn wie Du schon sagtest, kennt er die Verfügbarkeit der Rettungsmittel am besten.
mfG Michael
> > Nochmal die Frage, ist dann eher die Polizei zuständig oder der RD?
>
> Im Zweifelsfall der RD - es handelt sich ja um eine (mögliche) Gefährdung von
> Gsundheit und Leben, oder?
>
> > Meine Frage ist: Wie läßt sich der "stille Post"-Effekt verhindern?
>
> Garnicht. Du schilderst, was du siehst, der Disponent gibt das Meldebild als
> Alarmstichwort in den Rechner ein und der schlägt Fahrzeuge vor bzw. ein
> weiterer Disponent alarmiert dann.
Ok, ich habe verstanden.
Eine andere Frage noch, was tue ich?
Jemand rennt bei uns rein, ruft "rufen sie RD/FW/Pol/etc." und
verschwindet.
Ist es sinnvoller, demjenigen nachzulaufen und herauszufinden, was
passiert ist, oder erstmal einen unklaren Notruf abzusetzen (teilweise
weis ich in solchen Fällen nichtmal wer eigentlich zuständig ist RD -
Pol).
Es ist halt nicht sehr angenehm auf Nachfragen immer nur mit "weis ich
nicht" und "keine Ahnung, jemand hat nach dem RD/FW/Pol/etc. verlangt"
zu antworten.
Ich kann die verärgerten Telefonisten/Disponenten schon verstehen wenn
sie sich über "kommen Sie schnell"-Anrufe aufregen, nur was tue ich,
wenn jemand einen Notruf ohne nähere Angaben verlangt? Zeit verstreichen
lassen und selber nachschauen oder Notruf "Keine Ahnung was passiert
ist, aber irgendwas ist passiert"
"Michael Dasbach" <Michael...@de.bosch.com> schrieb im Newsbeitrag
news:38A28296...@de.bosch.com...
> "PKW gegen Baum, Person eingeklemmt, nicht ansprechbar, Atmung vorhanden."
>
> In den vorangegangenen Postings geht es aber dann weiter: "Ich benötige hier
RTW,
> NEF, RTH, zwei Hilfeleistungssätze, FF mit RW2 oder was noch alles.
> Diese Erweiterung ( ich muß der LS jetzt mitteilen das ich über
Einsatztaktiken von
> RD und FW und vor allem deren Abkürzungen, bestens bescheid weiß ) ist IMO
völlig
> überflüssig. Der Disponent ist sicher schon groß, und kann das ganz alleine
> entscheiden.
Der EINZIGE Fall, wo eine bestimmte Anforerung von Rettungsmitteln sinnvoll
sein KANN ist, wenn es sich nicht um Standardsituationen handelt. Aber auch das
lässt sich in der Beschreibung der Situation unterbringen und wird dann
zumindest zu weniger Rückfragen führen.
Sowas "nicht Standard" hatte ich z.B. mal im RD. Es ging um eine
Wohnungsöffnung. Standardmässig rückt hier in München ein ELW1 und die DL aus.
Anfahrt für die DL nicht möglich, aber im 2. Stock ein offenes Fenster an der
betreffenden Wohnung. Also brauchte ich ein FW-Auto, das eine entsprechend
lange Steck/Ausziehleiter an Bord hatte. Und das kam dann auch. (Muss
dazusagen, ich hatte keine Ahnung, welches FW-Fahrzeug so eine Leiter hat,
entsprechende Beschreibung der Lage an die Lst. reichte aber, damit sie mir das
Passende schickte)
> Der Disponent ist sicher schon groß, und kann das ganz alleine
> entscheiden.
Eben. Und um ihm das zu erleichtern beschreibt man eben alles, was man sieht.
Wobei Tipps (!) sicherlich hilfreich sein können (z.B. "2 Patienten könnte man
auch in einem RTW fahren, einer ist definitiv nur sitzend"). Eine definitive
Anforderung "schick mir nur einen RTW" soll das jedoch nicht sein!!
> Denn wie Du schon sagtest, kennt er die Verfügbarkeit der Rettungsmittel am
besten.
Jou, und so Manches, was man gerne am Einsatzort hätte ist halt einfach nicht
verfügbar. (oder man hat (München - GRINS) Rettungsmittel ohne Ende, dann kommt
halt auch mal ein wenig mehr, auch wenn man sparsam gedacht die RTW´s doppelt
belegt hätte.....)
"Ralf Assmann" <ralf.a...@writeme.com> schrieb im Newsbeitrag
news:87tq2v$h136$1...@fu-berlin.de...
> > sein, als eine RTW-Besatzung und ein Notarzt zusammen. (wobei es Gebiete
> geben
> > soll, in denen man lieber auf den NA verzichtet, wenn man weis wer
> fährt.....)
>
> Und es soll auch Gebiete geben, in denen man lieber auf die RTW-Besatzung
> (o.ae.) verzichtet, wenn man weiss, wer faehrt ... ;-)
Hm, und wenn beides zusammentrifft, dann besser garnix?? ;-))))
Wäre eine interessante Alternative in der akt. Diskussion "schicken sie mir
einen RTW, aber nur wenn A.W. und A.M. drauf sitzen, ansonsten lieber den NAW,
wenn´s der NA von der XY-Klinik ist. Kommt er vom ABC-KH, dann lieber doch nur
einen RTW, aber den auch nur wenn......... und wenn auf dem KTW X und Y sitzen,
dann reicht mir auch der.... Ach ja, und die FF A-Dorf braucht ihr mir garnicht
zu schicken, die haben heute Jubiläumsfeier und sind wahrscheinlich eh alle
besoffen, die FF B-Dorf wäre besser, aber nur, wenn der Kommandant auch mit
ausrückt, weil ansonsten C-Dorf noch besser wäre und auf alle Fälle noch
D-Dorf, denn die haben einen neuen RW1 der ganz geil ist....."
SCNR
Macht man das nicht immer so?
ansonsten: ist doch klasse, oder? bleibt nur zu hoffen, daß der mensch am telefon
schnell genug mitschreiben kann...
ciao
philipp
"Markus Machner" <Machner...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87u51d$3ho$1...@news08.btx.dtag.de...
> Eine andere Frage noch, was tue ich?
> Jemand rennt bei uns rein, ruft "rufen sie RD/FW/Pol/etc." und
> verschwindet.
> Ist es sinnvoller, demjenigen nachzulaufen und herauszufinden, was
> passiert ist, oder erstmal einen unklaren Notruf abzusetzen (teilweise
> weis ich in solchen Fällen nichtmal wer eigentlich zuständig ist RD -
> Pol).
> Es ist halt nicht sehr angenehm auf Nachfragen immer nur mit "weis ich
> nicht" und "keine Ahnung, jemand hat nach dem RD/FW/Pol/etc. verlangt"
> zu antworten.
> Ich kann die verärgerten Telefonisten/Disponenten schon verstehen wenn
> sie sich über "kommen Sie schnell"-Anrufe aufregen, nur was tue ich,
> wenn jemand einen Notruf ohne nähere Angaben verlangt? Zeit verstreichen
> lassen und selber nachschauen oder Notruf "Keine Ahnung was passiert
> ist, aber irgendwas ist passiert"
Da du etwas mehr "medizinisch bewandert" bist (auch als engangierter
Ersthelfer) sehe ich kein Problem darin, wenn du dir die Sache erst mal selbst
ansiehst wenn nicht eine "höhere Person" (z.B. selbst RD-Mitarbeiter) dich zum
telefonieren auffordert. Ich (RS) würde jedenfalls mir zunächst selbst ein Bild
der Lage machen und dann den RD (Pol. etc.) rufen. I.d.R. wird das mit einem
nur geringen Zeitnachteil verbunden sein. (vorallem im Zeitalter der Handys)
Stimmt - und vielleicht wird die Ueberlebenswahrscheinlichkeit des Patienten
dadurch um einen Faktor x (wobei x groesser als 1) erhoeht :-))))
Ralf
>
>Klar und ggf. auch "wie eingeklemmt??" Es ist durchaus nicht unüblich, daß
>Laien bereits von "eingeklemmt" sprechen, wenn sich die Fahrzeugtür nicht
>einfach und ohne Werkzeug öffnen lässt.
Diese Definition wurde bei uns so in der Ausbildung gelehrt.
Sobald jemand das Fahrzeug nicht auf dem ueblichen Weg verlassen kann,
gilt er als eingeklemmt.
>So mancher "Eingeklemmte" konnte schon
>mittels einem simplen Brecheisen befreit werden,
ja, aber so manche 'nur etwas verklemmte' Tuer hat sich dem Brecheisen
auch schon heftigst wiedersetzt.
Wie soll das vom Ersthelfer beurteilt und vom ELS-Menschen erfragt
werden?
vorsichtshalber sollte man sich solche Vorlieben aber noch auf den
Thorax taetowieren lassen, falls man mal nicht mehr sprechen kann :-))
> >Macht man das nicht immer so?
> >
> >ansonsten: ist doch klasse, oder? bleibt nur zu hoffen, daß der mensch am telefon
> >schnell genug mitschreiben kann...
>
> vorsichtshalber sollte man sich solche Vorlieben aber noch auf den
> Thorax taetowieren lassen, falls man mal nicht mehr sprechen kann :-))
aber auch einen kleinen hinweis ins gesicht, man stirbt ja nicht immer "oben ohne"...
Die DRK rettungswache Neuss Süd (und alle anderen wie MHD, JUH wohl auch)
Hatten bis vor kurzem noch eine Standleitung zur Leitstelle. Da konnte man
nur telefonieren. Aus Kostengründen (ca. 300 DM im Monat die das Kreuz
tragen musste) wurde dann auf einen extra ISDN Anschluss mit Geheimnummer
umgestellt.
Gruß Daniel
P.S. Die Einsätze kommen auch fast ausschlieslich über DMEs.
Henning Koch schrieb:
> >Klar und ggf. auch "wie eingeklemmt??" Es ist durchaus nicht unüblich, daß
> >Laien bereits von "eingeklemmt" sprechen, wenn sich die Fahrzeugtür nicht
> >einfach und ohne Werkzeug öffnen lässt.
>
> Diese Definition wurde bei uns so in der Ausbildung gelehrt.
> Sobald jemand das Fahrzeug nicht auf dem ueblichen Weg verlassen kann,
> gilt er als eingeklemmt.
Ist auch besser so. In Zusammenarbeit mit dem RD haben wir schon etliche
Autos zerlegt, bei denen der Verletzte nicht echt eingeklemmt war. d.h.
man hätte die Person über Beifahrersitz oder so rausziehen können. Aber
nicht immer ist der einfachste Weg der richtige. Und uns macht es nix
aus für umme rauszufahren.
--
Thorsten Hermes
Feuerwehr Schwetzingen, http://mitglied.tripod.de/FF_Schwetzingen/
"Firefighting is a hard job, but someone has to do it!"
4 teilige Steckleiter
TSF-W, LF8, LF8(/6), LF16(/12), LF24
TLF16/24, TLF16/25, RW2
8,4m
3 teilige Schiebeleiter
LF16(/12), LF24
12m
Manuel
Eben. Und dann mache ich eine möglichst effiziente Notfallmeldung mit
Beschreibung der Verletzungen, meiner Verdachtsdiagnose und den
Rettungsmitteln, die meiner Ansicht nach gebraucht werden.
Manuel
>3 teilige Schiebeleiter
> LF16(/12), LF24
> 12m
14 Meter.
LF16TS hat die Leitern wie LF16(/12)
> LF16TS hat die Leitern wie LF16(/12)
War ja klar. Irgendetwas musste ich doch vergessen ;-)
Manuel
auch ich muß noch mal kurz eingreifen :-)
In Hessen gehört (mitlerweile) eine 4-tlg. Steckleiter zur Beladung eines
TSF.
Übrigens gibt es das eine oder andere Fahrzeug Deiner Aufzählung in der
Norm nicht mehr. ( Hast Du aber sicher auch selbst gewußt )
Aber Dein TLF 16/24 heißt richtig TLF 16/24-Tr
Ciao ciao MD
Michael Dasbach wrote:
> In Hessen gehört (mitlerweile) eine 4-tlg. Steckleiter zur Beladung eines
> TSF.
gelten in Hessen andere Normen, oder sind da die Häuse höher ?
> Aber Dein TLF 16/24 heißt richtig TLF 16/24-Tr
nicht dass ich irgendwie Fachmann bin (nur sanni)
aber ich dachte bisher:
TLF 16/24: Besatzung 3 FM (Trupp), Pumpe 16 l/min, Tank 2400l
TLF 16/25 dito nur Besatzung 9 FM (Gruppe)
Gibt ws übrigens irgedwo eine Übersichtsseite über die wesentlichen
Leistungsmerkmale von TSF, LF und TLF (Besatzung, Pumpe(n), Schläuche,
Wasser, Schaum, Leitern, PA, Licht, TH,....)
Gruß
Ingo
>
> gelten in Hessen andere Normen, oder sind da die Häuse höher ?
Die Normung für Feuerwehrfahrzeuge ist natürlich bundeseinheitlich.
Die Norm für das TSF (DIN 14 520 Teil 16) sieht eine 2-tlg. Steckleiter vor,
und
weitere 2 Teile als Sonderausstattung (Wunsch des Bestellers).
Diese 'Sonderausstattung' wird in Hessen grundsätzlich mitbestellt.
> nicht dass ich irgendwie Fachmann bin (nur sanni)
> aber ich dachte bisher:
> TLF 16/24: Besatzung 3 FM (Trupp), Pumpe 16 l/min, Tank 2400l
Zunächst hat das TLF 16/24-Tr eine Pumpe die mind. 1600l/min fördert.
( die 16 war wohl nur ein Versehen )
Die Besatzung ist 1:2 (3), das ist ein Trupp _richtig_ und daher die
Bezeichnung '-Tr'
> TLF 16/25 dito nur Besatzung 9 FM (Gruppe)
Eine Gruppe findet man nur auf Löschgruppenfahrzeugen (LF).
Das TLF 16/25 hat eine Staffelbesatzung (1:5)
Beide TLF's haben einen Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 2400l
(+4%).
Wenn Du mir Deine Fax-Nr. zukommen läßt, kann ich dir einen Übersichtsplan
(herausgegeben von der Hessischen Landesfeuerwehrschule) zufaxen.
mfG MD
>Uups.
>*schaem*
>Naja, fuer aus dem Kopf obwohl wir keine Schiebeleiter haben bestimmt
>nicht alzu schlecht.
...
>War ja klar. Irgendetwas musste ich doch vergessen ;-)
ich wollt auch nur was fuer mein Image tun, nicht das Hauke das
naechste Mal wieder den Haarspalter-Wanderpokal bekommt :-))
JA, ist gut. So stehts in der Norm.
Aber ob mit oder ohne -Tr das 16/24 hat halt 1/2
Manule
Besorg die mal einen Katalog von Zielger (viele bunte Bilder von
Fahrzeugen) und einen Katalog vom GFD (Gemeinschaft
Feuerwehrfachhandel Deutschland).
Ist auch mal interessant.
An einer genauen Norm - Austattung haette ich auch interesse, da ich
diese auf meiner HP (noch offline) gerner veroeffentlichen wuerde.
Gruesse Manuel
Gibt's dafuer einen Preis ??
Gut, dass ich das jetzt auch weiss ;-)
Manuel
Ich darf sie hiermit aufmerksam machen, dass "Haarspalter" ein ehrenwerter
Beruf ist und nicht von was weiß ich nicht wem ausgeübt werden darf.
Nicht umsonst sind Barbiere, Friseure und Chirurgen aus dem Beruf des
Haarspalters hervorgegangen!
Siehe o. Thread über Steinigungsunternehmen.
Da ich meinen Betriebszweig Steinigungen leider schließen mußte habe ich in
Haarspalterei expandiert.
Als staatlich geprüfter Haarspalter und Korintenkakker sowie Erbsenzähler
verwahre ich mich gegen die Vergabe von Preisen für Laien im Haare spalten.
Sollte so etwas noch einmal angedroht werden passiert auch wieder nichts
;-)))
MFG Walter.B...@t-online.de
--
Homepage: http://home.t-online.de/home/walter.bingemann
--
Manuel Schmidt schrieb in Nachricht <88buc9$10ssj$1...@fu-berlin.de>...
Hi Manuel!
MS> Anweisungen an die LS:
MS> Auf wenn ich sage:"Alarmieren Sie,..." stellt das im juristischen
MS> Sinne nur eine Empfehlung fuer den Disponenten dar.
Mag sein, aber in der Leitstelle sind auch nur Menschen und die moegen
es
garantiert nicht wenn Ihnen jemand unbekanntes etwas vorschreiben will!
MS> Neue Version des Notrufes also:
MS> Hallo , VU da und da, drei Personen eingeklemmt. Kommen Sie ganz
MS> schnell.
MS> Oder waere das jetzt etwa zu wenig ??
Wenn Ihr als FM (SB) vernuenftig in Erster-Hilfe ausgebildet seid (was
ich
gar nicht bezweifeln will) dann koennt ihr auch einen Notruf absetzen:
Telefon: 112
Was? (ist passiert)
Wo? (ist es passiert)
Wieviele? (Verletzte)
Welche? (Verletzungen)
Warten! (auf Rueckfragen)
Wird so in jedem Erste-Hilfe-Kurs gelehrt und ist so auch richtig. Vor
allem mit Warten macht man nichts falsch.
Und was den Zeitvorteil angeht: Der Unterschied zwischen "Du schicken
NAW
nach XY" und dem normalen Notruf ist gering - und relativ unnuetz. Denn
die Besatzung wird trotzdem zum Fahrzeug gehen und nicht rennen... :-)
--
Ciao
Moritz eMail:
mo...@kolbenfresser.fido.de
[ ] du hast meine anderen Postings und die Andworten zu diesem Thema
gelesen.
>
> MS> Neue Version des Notrufes also:
> MS> Hallo , VU da und da, drei Personen eingeklemmt. Kommen Sie ganz
> MS> schnell.
> MS> Oder waere das jetzt etwa zu wenig ??
Dieser Notruf war Absichtlich kurz gehalten, da in einem
vorhergehenden Posting erwaehnt wurde, dass VU Klemmt grundsaetzlich
NAW Indikation ist. Also waere eine genauere Beschreibung der
Verletzungen wohl irrelevant.
Lies doch bitte mal, wie ich einen Notruf absetzen wuerde.
> Wenn Ihr als FM (SB) vernuenftig in Erster-Hilfe ausgebildet seid
(was
> ich
> gar nicht bezweifeln will)
Nun ja, wir machen zwar alle zwei Jahre einen EH - Kurs, jedoch haengt
es bei ca. 33% (zumindest in unserer Wehr) doch stark mit EH. Der Rest
ist zwar Aufmerksam, jedoch fehlt ganz einfach etwas wie ein EH -
Training an realistichen Beispielen.
Letztens wurde noch eine andere FF von ihrer FEZ _aufgefordert_ bei
einem VU ueber Funk eine Rueckmeldung an die RD - LS zu geben. Diese
Rueckmeldung war IMO auesserst subotimal. Hoffentlich ein Einzelfall.
> dann koennt ihr auch einen Notruf absetzen:
>
> Telefon: 112
na gut, bei uns 19222
Bezogen auf obigen, mit absicht etwas kurzen, Notruf
> Was? (ist passiert)
VU
> Wo? (ist es passiert)
Hab ich gesagt.
> Wieviele? (Verletzte)
3
> Welche? (Verletzungen)
Klemmt also NAW. Laut Michael "Die LS wird dir einen NA schicken. Da
'VU mit
eingklemmter Person' aber sowieso eine NA-Indikation ist".
> Warten! (auf Rueckfragen)
Das bei einem solch kurzen Notruf Rueckfragen kommen, ist natuerlich
klar.
> Wird so in jedem Erste-Hilfe-Kurs gelehrt und ist so auch richtig.
Vor
> allem mit Warten macht man nichts falsch.
Ich wuerde mir wuenschen, wenn die EH - Ausbilder hierrauf staerkeren
Wert legen wuerden (sofern ist mit eventuellen Vorschriften vereinbar
ist). Ein paar Fallbeispiele waeren ganz nett.
> Und was den Zeitvorteil angeht: Der Unterschied zwischen "Du
schicken
> NAW
> nach XY" und dem normalen Notruf ist gering - und relativ unnuetz.
Denn
> die Besatzung wird trotzdem zum Fahrzeug gehen und nicht rennen...
:-)
Ist mir schon klar. Doch hoffentlich gehen die zuegig ;-)
Manuel
Wobei ich wohl nie verstehen werde, wieso zur JUH-Wache eine Standleitung
gemietet wurde, statt einfach 20m Kabel für eine Nebenstelle rüberzuziehen...
(Für Ortsunkundige: Die JUH-Wache befindet sich direkt hinter der Feuerwache,
in der auch die Leitstelle untergebracht ist; gemeinsame/angrenzende Hoffläche,
Luftlinie dementsprechend geeignet zum Rüberspucken.)
cu,
Ulf
--
Ulf Uhrmann
Solingen, Germany
u.uh...@gmx.net
> Wobei ich wohl nie verstehen werde, wieso zur JUH-Wache eine Standleitung
> gemietet wurde, statt einfach 20m Kabel für eine Nebenstelle rüberzuziehen...
> (Für Ortsunkundige: Die JUH-Wache befindet sich direkt hinter der Feuerwache,
> in der auch die Leitstelle untergebracht ist; gemeinsame/angrenzende Hoffläche,
> Luftlinie dementsprechend geeignet zum Rüberspucken.)
Es ist verboten, Leitungen ueber die Grundstuecksgrenze hinaus zu
verlegen. Da die Feuerwehr sich nicht in Schwierigkeiten bringen moechte,
hat sie wahrscheinlich den offiziellen Weg einer Standleitung genommen.
Wenn jemand privat ne Leitung zu seinem Nachbar rueberzieht, ist das IMHO
etwas voellig anderes. Zwar auch verboten, aber... ;-)
Gruss, Chris
--
Christian Seitz <ch...@lightning.owl.de> http://home.owl.de/~chris/
PGP-Public-Key-request: Mail an ch...@devnull.owl.de mit Subject: get pgp
"Ulf Uhrmann" <u.uh...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:38B1818B...@gmx.net...
> > Hatten bis vor kurzem noch eine Standleitung zur Leitstelle. Da konnte man
> > nur telefonieren. Aus Kostengründen (ca. 300 DM im Monat die das Kreuz
> > tragen musste) wurde dann auf einen extra ISDN Anschluss mit Geheimnummer
> > umgestellt.
>
> Wobei ich wohl nie verstehen werde, wieso zur JUH-Wache eine Standleitung
> gemietet wurde, statt einfach 20m Kabel für eine Nebenstelle rüberzuziehen...
> (Für Ortsunkundige: Die JUH-Wache befindet sich direkt hinter der Feuerwache,
> in der auch die Leitstelle untergebracht ist; gemeinsame/angrenzende
Hoffläche,
> Luftlinie dementsprechend geeignet zum Rüberspucken.)
Es war lange Zeit verboten, Grundstücke mittels eigener Fernmeldeleitungen zu
verbinden (Postmonopol). Inzwischen ist´s IMHO zulässig.
christian
Hallo,
dann könnte ich auch eine Telefonleitung bis zur Firma ziehen (100 m),
in der ich arbeite, und ISDN kostenlos nutzen? *g*
Gruß
Holger
"Holger Knecht (ICQ 48048142)" schrieb:
> dann könnte ich auch eine Telefonleitung bis zur Firma ziehen (100 m),
> in der ich arbeite, und ISDN kostenlos nutzen? *g*
Entsprechende Vereinbarung mit dem Telefonbetreiber (Firmeninhaber)
vorausgesetzt - ja.
... - gibt schon Funkübertragungsstrecken oder einfach ein Mobilteil, -
brauchst keine Leitung. :-)
Beste Grüße ... Werner
Moritz Loges schrieb:
> MS> Letztens wurde noch eine andere FF von ihrer FEZ _aufgefordert_ bei
> MS> einem VU ueber Funk eine Rueckmeldung an die RD - LS zu geben.
> Diese
> MS> Rueckmeldung war IMO auesserst subotimal. Hoffentlich ein
> Einzelfall.
>
> Das Problem der Freiwilligen Feuerwehren (zumindest hier) am Funk ist
> dass
> sie ANGST haben etwas FALSCH zu machen.
Dann sind sie wohl eher schlecht ausgebildet. Wer Angst vor Fehlern hat
ist meistens nicht richtig ausgebildet, und weis deshalb nicht, wie er
es richtig machen soll.
Gruss
--
Thorsten Hermes
FFW Schwetzingen http://mitglied.tripod.de/FF_Schwetzingen/
> Da wird dann erstmal
> stundenlang
> ueberlegt wie man der Leitstelle sagt das man funkbesetzt da und da
> hinfaehrt oder sonstwas.
Die Standarddinge funktionieren (fast) einwandfrei.
> Man kann dann natuerlich immer nur sagen was man weiss
> und
> wenn das nicht viel ist, ist das nicht eure Schuld, denn Ihr seit FM
> und keine RS/RA.
Aber eine qualifizierte Beschreibung der Situation, aehnlich meiner
vorhergehenden Notrufbeispiele (die laengeren Versionen ;-) ) sollte
wohl zu erwarten sein.
> Ein paar Fallbeispiele waeren ganz nett.
> Ich mache das. Letzte Doppelstunde Fallbeispiele (natuerlich mit
> Notruf).
Finde ich gut.
> Je nach Organistation kann man da auch mehr ueben (wenn man selbst
das
> Wissen hat) - z.B. Funk Rueckmeldung, Einweisung etc. Das ist auch
so
> in
> den Richtlinien vorgesehen nur dass die insgesamt eher theoretisch
> ausgelegt sind. Ich weiche da etwas ab und mache mehr praktisch.
> Bringt meiner Meinung nach mehr.
Volle Zustimmung
> Oft sind die Ausbilder aber Hausfrauen und die haben weniger Ahnung
von
> der Materie (des Rettungsdienstes, Feuerwehr)...
Wir machen von der FW - Seite aber IMO auch zu wenig, um uns beim RD,
DRK "anzupreisen".
Manuel
Moritz Loges wrote:
> Oft sind die Ausbilder aber Hausfrauen und die haben weniger Ahnung von
>
> der Materie (des Rettungsdienstes, Feuerwehr)...
Besprechung zwischen der HA-Ausbildungsabteilung (mit HA/NA-Kräften und
Ausbildern auf honorarbasis) und EA- Ausbildern:
O-Ton einer Ausbilderin "Mann sollte uns einmal sagen, was in der Praxis so
vorkommt"
Unverständnis auf Seiten der anwesenden EA-Ausbilder (Alle als RS/RA auch
im RD tätig) :-((
Gruß
Ingo
P.S. Es ist nicht Notwendig, dass alle Ausbilder auch RD machen. Aber mann
sollte sich schon ein wenig umtun, z.B. durch eineige Schichten im RD.
> Ach, voellig schnurz (behaupte ich mal).
> Auf dem Handy ist es immer 112 und in den Erste-Hilfe Richtlinien wird
> auch 112 unterrichtet. Und ganz falsch ist es nicht. Bei uns ist die
> 19222 fuer Krankentranstporte und die 112 fuer Notfaelle. 112 geht aber
> immer.
Ja, bspw. zur Polizei. Die kann dann ab und an noch nicht mal
weiterverbinden und macht dann "stille Post" ...
-thh
--
Thomas Hochstein * THoch...@gmx.de * http://www.th-h.de/
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - RV Weinstraße
(Bad Dürkheim - Neustadt/Wstr. - Landau)
LV Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar
"Thomas Hochstein" <expire...@usenet.th-h.de> schrieb im Newsbeitrag
news:den.2000030...@dragon.akallabeth.de...
> > Ach, voellig schnurz (behaupte ich mal).
> > Auf dem Handy ist es immer 112 und in den Erste-Hilfe Richtlinien wird
> > auch 112 unterrichtet. Und ganz falsch ist es nicht. Bei uns ist die
> > 19222 fuer Krankentranstporte und die 112 fuer Notfaelle. 112 geht aber
> > immer.
>
> Ja, bspw. zur Polizei. Die kann dann ab und an noch nicht mal
> weiterverbinden und macht dann "stille Post" ...
Tja, das ist halt das Problem. Je nach Bundesland (oder Kreis usw.) "landet"
man mit der GSM "112" quasi "überall", d.h. Pol, FW-EZ oder RLSt. In Bayern ist
die GSM-900 "112" zur Polizei geroutet (auch in München), die GSM 1800 "112"
landet bei der Feuerwehr-EZ (sofern vorhanden). In Karlsruhe (da war ich
neulich mal wieder) kommen alle GSM "112" in der BF-Leitstelle raus, med.
Notrufe müssen über nur eine (!!) Standleitung zur DRK-RLSt. oder über 2
Standleitungen zur Pol-EZ weiterverbunden werden.
Es ist und bleibt mir unerklärlich, warum so massiv an einer einzigen
Notrufnummer (auch im Festnetz) europaweit festgehalten wird. Ich finde
nachwievor die Lösung mit drei verschiedenen (aber dann auch europaweit
einheitlichen) Notrufnummern besser. (Vorschlag für den RD in .de war ja mal
die 115, IMHO Ex-DDR-Nummer). Je nach lokaler Struktur der landesüblichen
Leidstellen könnten diese drei Nummern entweder in einer grossen gemeinsamen
Leitstelle auflaufen oder eben in 2 oder 3 verschiedenen Leitstellen der
jeweiligen Fachbereiche. Ob Leitstellen nun in Form einer "integrierten
Leitstelle" arbeiten (z.B. RD und FW) oder jeweils autarke Systeme sind spielt
dabei keine Rolle, im Gegenteil. Das 3-Nummern-System liesse sich in _allen_
bestehenden und geplanten Lst-Formen umsetzen. Sinnvoll wäre sogar noch eine
vierte Rufnummer für den Krankentransport.
Sollte der Anrufer versehentlich eine "falsche" (=nicht passender Dienst)
Rufnummer wählen, besteht imme rnoch die Möglichkeit, ihn an den zuständigen
Dienst weiterzuvermitteln. (ist heute ja nicht anders).
Die Propaganda um die "112" halte ich für eine Art der Volksverarschung, da die
Nummer schon beworben wird, obwohl keineswegs unter dieser Rufnummer zumindest
FW und RD überall in einer Leitstelle erreichbar sind (und dies wird sich in
den nächsten 3-4 Jahren auch nicht ändern). So bleibt es wohl noch länger bei
der bisherigen Situation: Je nach Bundesland und/oder Telefonie-Netz gelten die
unterschiedlichsten Rufnummern für die Dienste Polizei, Feuerwehr und
Rettungsdienst. Während man in Karlsruhe aus dem Festnetz und aus dem
Mobilfunknetz mit der "112" nur die FW erreicht, kommt man im nur 300km
entfernten München zur Polizei. Woanders bekommt man mit der "112" (je nach
Netz) auch den RD, in Bayern benötigt man aus dem Mobilfunknetz die
Ortsvorwahl+19222 der zuständigen Leitstelle, nur im Festnetz geht´s auch ohne
Ortsvorwahl. In anderen Bundesländern ist auch im Festnetz die
Ortsvorwahl+19222 für den RD nötig, woanders reicht wieder die vorwahlfreie
112. Fähr tman ein wenig in Europa herum (Nachbarländer wie Österreich, Schweiz
etc.), kann man sich schon wieder andere Rufnummern merken.
Einerseits werden sogar Rettungswachen so geplant und gebaut, daß die Fahrzeuge
auf die Sekunde optimiert schnell ausrücken können, andererseits blockiert eine
IMHO völlig schwachsinnige Rufnummernregelung schon von vornherein eine
schnelle Alarmierung der passenden Kräfte. Fehlende Technik (dig. Funk, GPS
etc.) sorgt für den Rest und manchmal möchte man sich die Frage stellen, wozu
man überhaupt noch mit Blaulicht fährt, wenn schon per Gesetz oder anderen
Bestimmungen eine schnelle Annahme von Notrufen und deren Umsetzung verhindert
wird.
btw. "integrierte Leitstelle"..... Der Sturm "Lothar" hat es mal wieder
gezeigt, wie schnell eine Leitstelle unter der "112" überlastet sein kann. In
KA fiel ein Teil der Leitstellentechnik aus, zusätzliche Notrufannamhmeplätze
(5 Stück) konnten nicht wie geplant besetzt werden. Ob nun eine Strasse 10
Minuten früher oder später von umgestürzten Bäumen geräumt wird ist noch
relativ egal, für einen HI-Patienten kann diese Zeitspanne den Tod
bedeuten........ Niemand will aber verstehen, daß bei solchen besonderen Lagen
eine einzige Notrufnummer nicht ausreicht, um die Dringlichkeit der Anrufe zu
differenzieren. Unter nur einer Rufnummer (eben der 112) laufen dann extrem
viele Anrufe auf, die "nur" (einfache) technische Hilfeleistung fordern. Anrufe
mit med. Problemen landen dann schon mal in der Warteschleife, da
logischerweise nicht mit vertretbaren Kosten wirklich ausreichend Personal
und/oder Leitungen zur Abfrage verfügbar sein können. Wir (priv. RD) hatten
früher mehrere Rufnummern, die alle aber in der selben EZ abgefragt wurden.
Anhand der Leitung konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit die Dringlichkeit des
Anrufes festgestellt werden: 777777 wurde als Notrufnummer beworben, 19224 als
KTP-Nummer und eine weitere Rufnummer für den ärztl. Bereitschaftsdienst. Bei
zeitgleichen Anrufen hatte die als Notrufnummer beworbene 777777 _immer_
Vorrang in der Abfrage, da dort mit der höchsten Wahrscheinlichkeit (gezielte
Werbung) dringende med. Notrufe anstanden.
Leider sehen das die Europapolitiker ganz anders. Unter nur einer einzigen
Nummer sollen alle Dienste erreichbar sein. Wie die einzelnen Länder das dann
lösen, ist deren Problem
>Ich finde
>nachwievor die Lösung mit drei verschiedenen (aber dann auch europaweit
>einheitlichen) Notrufnummern besser. (Vorschlag für den RD in .de war ja mal
>die 115, IMHO Ex-DDR-Nummer). Je nach lokaler Struktur der landesüblichen
>Leidstellen könnten diese drei Nummern entweder in einer grossen gemeinsamen
>Leitstelle auflaufen oder eben in 2 oder 3 verschiedenen Leitstellen der
>jeweiligen Fachbereiche. Ob Leitstellen nun in Form einer "integrierten
>Leitstelle" arbeiten (z.B. RD und FW) oder jeweils autarke Systeme sind spielt
>dabei keine Rolle, im Gegenteil. Das 3-Nummern-System liesse sich in _allen_
>bestehenden und geplanten Lst-Formen umsetzen.
extra nochmal nachgeschaut:
>From: "Erich Kirchmayer" <Kirch...@gmx.de>
auf den ersten Blick haette das auch von mir sein koennen ;-)
>Die Propaganda um die "112" halte ich für eine Art der Volksverarschung, da die
>Nummer schon beworben wird, obwohl keineswegs unter dieser Rufnummer zumindest
>FW und RD überall in einer Leitstelle erreichbar sind
nochmal meine Standard-Frage:
wie weit ist es bei der Abfrage der 112 mit der Dreisprachlichkeit
gediehen, IIRC sollte das doch mal Europaweit eingefuehrt werden?
>btw. "integrierte Leitstelle"..... Der Sturm "Lothar" hat es mal wieder
>gezeigt, wie schnell eine Leitstelle unter der "112" überlastet sein kann.
da wuerde ich aber befuerchten, dass der bei 112 nicht durchkommende
Tln. spaetestens nach der 110 auch die 115 waehlen wuerde; angeblich
sind ja bei einem privaten RD-Anbieter in M frueher auch solche Anrufe
aufgelaufen, das wird sicher nicht besser, wenn ein Anrufer weiss,
dass beide Nummern bei der selben Behoerde auflaufen...
> nochmal meine Standard-Frage:
> wie weit ist es bei der Abfrage der 112 mit der Dreisprachlichkeit
> gediehen, IIRC sollte das doch mal Europaweit eingefuehrt werden?
Für BAT VIb (Aufstieg nach Vc) spreche *ich* keine drei Sprachen!
Abgesehen, daß mein Englisch ganz passabel ist, müsste ich mein ohnehin
gnadenlos schlechtes Französisch wieder auffrischen.
Mal ganz realistisch gedacht:
Ein Leitstellendisponent, der in einer integrierten Leitstelle die 112
anfragt soll:
* sich in medizinischen Belangen auskennen (RA)
* sich in feuerwehrtechnischen Belangen auskennen (Minimalforderung GF)
* sich in leitstellentechnischen Belangen auskennen
(Zusatzqualifikation)
* sich in Gesprächsführung/Psychologie auskennen
*und*
* drei Sprachen sprechen
--> wobei hier neben den "üblichen Schulkenntnissen" auch ein
medizinischer Grundwortschatz gefragt ist und darüberhinaus erschwerend
hinzukommt, daß der fremdsprachliche Anrufer auch noch aufgeregt ist...
Wow, das wird teuer...
Uli
--
Ulrich Meier | |
Seestraße 98 | Fon +49 8051 968765 | Notausgang ==>
D-83209 Prien/Chiemsee | Fax +49 8051 969243 |
For public PGP-Key send Email with "send PGP-Key" as subject
"M. Seyfried" <M.Sey...@T-Online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:89rl05$ii8$1...@news05.btx.dtag.de...
> Schöner langer Bericht. Trotzdem finde ich es nicht sinnvoll noch mehr
> Notrufnummern einzurichten. Die meisten Leute haben schon das Problem das
> sie nicht einmal zwischen den beiden heutigen Nummern unterscheiden können.
> Erst recht wenn sie sich in einer Streßsituation befinden. Wir hatten denn
> fall das bei einem Wohnungsbrand die Nachbarn um das Feuerwehrgerätehaus
> herum rannten und um Hilfe schrien.
Ich halte das ganze Gerede bezüglich der angeblichen "Verwirrung" der Leute für
einen Blödsinn. Es ist doch letztendlich völlig egal, _welche_ Rufnummer
gewählt wird, man erreicht immer direkt oder indirekt (Weitervermitteln,
Weitergeben etc.) den richtigen Dienst. Je nach Organisation der Leitstelle
laufen dabei verschiedene Nummern in der selben Leitstelle auf. Ich kann mir
beim besten Willen nicht vorstellen, daß ein normal denkender Mensch völlig
hilflos vor 3 verschiedenen Nummern sitzt und nicht weis, welche er nun bei
einem Zimmerbrand, bei einer bewusstlosen Person oder bei einem VU anrufen soll
und deshalb lieber überhaupt nichts anruft und stattdessen vor ein
Feuerwehrhaus läuft und "Hilfe" ruft. Wenn ein Mensch _keine_ Notrufnummer
kennt, so ist ihm weder mit einer einzigen Nummer noch mit vielen verschiedenen
Nummern geholfen!
Wir hatten früher in unserer EZ einen wahren Rufnummernurwald von 11 (!!)
verschiedenen Rufnummern auflaufen, die jeweils unterschiedlich beworben
wurden. (Notfallrettung/Notarzt, Krankentransport, Haus-/Seniorennotruf, Med.
Data-Bank (ein Abfragesystem für Med. Daten eines Mitglieds), ärztl.
Bereitschaftsdienst (2 Nummern, es wurde eine ältere Nummer übernommen) ,
ärztl. Hotelbesuchsdienst, ärztl. Bereitschaftsdienst für Privatpatienten,
Heilpraktikerbereitschaftsdienst, Interhospital/Intensivtransport,
Drogennotruf) Und, oh Wunder (1): Es riefen tatsächlich Leute an. Und Wunder
(2): weit überwiegend wählten sie auch die richtige Nummer für den von ihnen
benötigten Dienst. Oft war es sogar die auf spezielle Zielgruppen ausgerichtete
Werbung, die diese überhaupt zum Anruf ermutigten (insbes. beim Drogennotruf
und beim Heilpraktikerbereitschaftsdienst). Selbstverständlich gab es unter der
"Notrufnummer" Anrufe, die nur einen ärztl. Bereitschaftsdienst beötigten oder
Anrufe auf der ABD-Leitung, die echte NA-Einsätze waren. Hierbei konnte jedoch
der Vorteil der absoluten Integration aller med. relevanten Dienste in einer
Leitstelle voll ausgespielt werden. Egal ob Kopfplatzwunde, HI, Grippe, VU,
Drogenabusus etc. - der Anrufer erreichte _EINE_ Leitstelle, die alle
relevanten Dienste koordiniert hatte und somit direkten Zugriff auf
entsprechende Fahrzeuge und Personal hatte.
Unser Beispiel mag besonders extrem sein, aber Bayern hatte schon lange die
wirklich wichtige Integration von med. relevanten Diensten (19222)
durchgezogen. RD, KTP und ABD unter _einer_ Rufnummer. Egal welches
gesundheitliche Problem man hat, mit der 19222 liegt man immer richtig.
Ausnahme wa rund ist immer schon München-Stadt. Hier gab und gibt es immer noch
für den ärztl. Bereitschaftsdienst eine eigene Rufnummer und eine eigene
Einsatzzentrale, auch die Feuerwehr wird unter zwei Nummern (Stadt 112 und
Landkreis 662023) erreicht. Die von manchen Kreisen so hoch gelobte
"Integrierte Leitstelle" änderte dabei überhaupt nichts. Der ABD hat imme rnoch
seine eigene EZ, der Landkreis München immer noch seine sog. "Notrufnummer"
662023 für die FW. Einzig eins ist nun Wirklichkeit: Unter der 112 erreicht man
sowohl FW als auch RD (wobei ich hierbei immer noch keinen Vorteil erkennen
kann - eher Nachteile! (siehe Sturm, Hochwasser etc.). Der Krankentransport hat
abe rimme rnoch "die gute alte" 19222. Läuft auch in der ILSt. auf. In BaWü
sieht es ähnlich aus, getrennte Leitstellen für RD und FW, ggf. zusätzlich
getrennte EZ für den ärztl. Bereitschaftsdienst. Auch in den nördlicheren
Bundesländern, die traditionsgemäss (nach WW2, Besatzungstruppen) unter der 112
RD und FW vereinen gibt es oftmals eigenständige Rufnummern und/oder
Einsatzzentralen für den Krankentransport und für den ärztl.
Bereitschaftsdienst. Der hilfesuchende Bürger muss also auch dort schon
ziemlich genau wissen, was er will: Den RD, den ABD, einen Krankentransport
oder die Feuerwehr weil´s brennt.
> Außerdem muß man mal ganz ernst darauf
> hinweisen, daß die Nummer 19222 kein Offizielle Notrufnummer ist.
"Offiziell" bzw. technische Gegebenheiten hin oder her, hier in Bayern
erreichst du damit (ausser München natürlich) aus dem Festnetz vorwahlfrei
direkt alle med. relevanten Dienste (RD, KTP und ABD). Und genau DAS stelle ich
mir unter einer für alle med. Belange mindestens erforderlichen Integration
vor.
"Henning Koch" <Hennin...@studserver.uni-dortmund.de> schrieb im Newsbeitrag
news:38c1990...@news.uni-dortmund.de...
> >Die Propaganda um die "112" halte ich für eine Art der Volksverarschung, da
die
> >Nummer schon beworben wird, obwohl keineswegs unter dieser Rufnummer
zumindest
> >FW und RD überall in einer Leitstelle erreichbar sind
>
> nochmal meine Standard-Frage:
> wie weit ist es bei der Abfrage der 112 mit der Dreisprachlichkeit
> gediehen, IIRC sollte das doch mal Europaweit eingefuehrt werden?
Sollte tja...... - Ich glaube, ich finde auf Anhieb min. 20 Disponenten einer
beliebigen Grosstadt-112-Lst., die mit so weit verbreiteten Sprachen wie
französisch oder italienisch/spanisch/portugisisch (ähnl. Sprachraum)
hoffnungslos überfordert sind. Wahrscheinlich gelingt es auch problemlos, 10
Disponenten einer einzelnen Leitstelle zu finden, die schon mit Englisch grosse
Schwierigkeiten haben. Ich halte die europäische Dreisprachigkeit in
Leitstellen für eine Utopie (ausser in Ländern wie z.B. der Schweiz). Wer schon
mal versucht hat, mit seinem Schulenglisch eine flüssige Unterhaltung mit einem
Briten (am Besten ein Waliser, Schotte oder auch nur einer aus Glasgow) zu
führen, der weis was ich meine....... Bekommen doch schon Hamburger mit dem
niederbayrischen Dialekt so gewisse Probleme (und umgekehrt)......
> >btw. "integrierte Leitstelle"..... Der Sturm "Lothar" hat es mal wieder
> >gezeigt, wie schnell eine Leitstelle unter der "112" überlastet sein kann.
>
> da wuerde ich aber befuerchten, dass der bei 112 nicht durchkommende
> Tln. spaetestens nach der 110 auch die 115 waehlen wuerde; angeblich
> sind ja bei einem privaten RD-Anbieter in M frueher auch solche Anrufe
> aufgelaufen, das wird sicher nicht besser, wenn ein Anrufer weiss,
> dass beide Nummern bei der selben Behoerde auflaufen...
Stimmt, bei uns im priv. RD liefen damals zu den "Jahrhundertstürmen"
Vivien/Wibke tatsächlich Anrufe auf, die umgestürzte Bäume etc. melden wollten.
Das Ganze passierte aber nur, weil die 112 so massiv überlastet war, daß sogar
(habe ich selbst probiert!) das Belegtzeichen kam. Bei einer
Rufnummerntrennung lässt sich - auch innerhalb der selben Leitstelle - jedoch
eine gewisse Auswahl nach Wahrscheinlichkeit der Dringlichkeit des Anrufes
festlegen. Sehr wahrscheinlich wird bei solchen Situationen unter der "112" das
"Übliche", nämlich umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer usw. gemeldet. Ebenso
sehr wahrscheinlich laufen unter der RD-Rufnummer vorwiegend med. Notfälle auf.
Ich würde hier den Med.-Anruf vorrangig bearbeiten. (klar, unter der 112 kommen
auch Brandmeldungen, die ein sofortiges Eingreifen zur Menschenrettung
erfordern, doch Brandalarme sind im Vergleich zu RD-Einsätzen auch im
"Normalfall" statistisch deutlich weniger! Und ganz ehrlich, ich würde
wahrschenlich fast Amok laufen, wenn mein Vater/Mutter nur deshalb an einem HI
stirbt, weil gerade zufällig ein gr. Sturm war und die Lst. der BF "etwas"
überlastet war.......
Wir haben jedenfalls sehr gute Erfahrungen damit gemacht, med. Anrufe auf
verschiedene Rufnummern und somit Leitungen aufzuteilen. Die
Wahrscheinlichkeit, daß auf der KTP-Rufnummer ein "echter" Notruf ankam war
eben deutlich geringer als auf der "Notrufnummer" und entsprechend mit dieser
Priorität wurden die Leitungen auch abgefragt. Eine 100% Unterscheidung
dringend/nicht dringend lässt sich auch mit unterschiedlichen Rufnummern nicht
treffen, eine gewisse Vorauswahl anhand der Wahrscheinlichkeit jedoch schon.
Erich Kirchmayer wrote:
> Hm, und wenn beides zusammentrifft, dann besser garnix?? ;-))))
dann wäre da noch der RTH ... :-)))
>Ein Leitstellendisponent, der in einer integrierten Leitstelle die 112
>anfragt soll:
>...
>*und*
>
>* drei Sprachen sprechen
mir persoehnlich wuerde es ja reichen, wenn er anhand passender Karten
in englisch und franzoesisch eine minimal-Notrufabfrage hinbekommt.
Kennt denn jemand die genauen Forderungen, die da offensichtlich mal
im Gespraech waren, aber nie umgesetzt wurden?
>
>btw. "integrierte Leitstelle"..... Der Sturm "Lothar" hat es mal wieder
>gezeigt, wie schnell eine Leitstelle unter der "112" überlastet sein kann. In
>KA fiel ein Teil der Leitstellentechnik aus, zusätzliche Notrufannamhmeplätze
>(5 Stück) konnten nicht wie geplant besetzt werden. Ob nun eine Strasse 10
>Minuten früher oder später von umgestürzten Bäumen geräumt wird ist noch
>relativ egal, für einen HI-Patienten kann diese Zeitspanne den Tod
>bedeuten........ Niemand will aber verstehen, daß bei solchen besonderen
>Lagen
>eine einzige Notrufnummer nicht ausreicht, um die Dringlichkeit der Anrufe zu
..und dann muss die Leitstellenverstärkung auch erstmal zur Leitstelle kommen.
Während dem Orkan war praktisch im Raum Karlsruhe jeder Ort eine kleine Oase
für sich. Man ist weder rein noch rausgekommen, weil überall Bäume lagen. AFAIK
war z.T. nicht mal möglich nach KA reinzukommen (über 4 spurige Strassen !!!).
Wir sind mit Patienten teilweise bis zu 2 Stunden rumgekurvt, weil wir kein KH
anfahren konnten wegen umgestürzter Bäume.
Gruß
Lutz
Lutz Zöller, Ettlingen ****** e-mail: Lutz.Z...@gmx.de
>>Ein Leitstellendisponent, der in einer integrierten Leitstelle die 112
>>anfragt soll:
>>...
>>*und*
>>
>>* drei Sprachen sprechen
> mir persoehnlich wuerde es ja reichen, wenn er anhand passender Karten
> in englisch und franzoesisch eine minimal-Notrufabfrage hinbekommt.
Das ist IMHO nicht ausreichend. Damit könnte man zwar eine Frage
stellen, mit der Antwort dann aber doch nichts anfangen.
> Kennt denn jemand die genauen Forderungen, die da offensichtlich mal
> im Gespraech waren, aber nie umgesetzt wurden?
Örx. Muß mal nachschauen...
Im Gespräch ist es wohl schon, aber die Umsetzung ist nicht
unproblematisch, da gerade bei einer komplexen Tätigkeit wie der
Notrufabfrage IMHO durchaus fundierte Sprachkenntnisse erforderlich
sind. Unabhängig davon, daß es sicher keine schlechte Sache wäre.
Evtl. sollte man sich erst mal auf Englisch beschränken, dies richtig
schulen und dann Erfahrungen sammeln.
Zudem ich persönlich ganz erhebliche Zweifel hege, ob ich z.B. in (F)
mit Deutsch eine Chance hätte...