Wie verteilt man am einfachsten das Leitgel gleichmäßig auf den
Defi-Paddles?
- Mit nem Spatel glattstreichen is wohl etwas zeitaufwendig :-)
- Paddles Aneinander reiben fällt weg, da dadurch die Metallplatten
beschädigt werden können (hat das jemand schriftlich?, bei unserem
Lifepak steht nix dazu in der Anleitung)
Weiterer Vorschlag war:
- Mit Einwegtuch drauf verreiben (habt ihr die dann in der Defi-Tasche
mit drin?)
Gruß
Till Borngesser
>- Paddles Aneinander reiben fällt weg, da dadurch die Metallplatten
>beschädigt werden können
Wieso sollten davon die Metallplatten _beschädigt_ werden?
Die Optik leidet vielleicht etwas, wenn man mit Kraft und Ausdauer die
Platten aufeinander scheuert. Ein echter Schaden entsteht dabei jedoch
nicht. Da kratzen die Federn zur Kontaktierung des internen
Lastwiderstands viel mehr an der Oberfläche.
Wenn man das Gel in Ruhe verteilt und nicht übermäßig kräftig drückt,
"schmimmen" die Paddles auf der dünnen Gelschicht, ohne sich
wesentlich dabei zu berühren.
Die Gefahr, daß punktuelle Verbrennungen am Patient entstehen, geht
nur von spitzen Erhebungen (=Graten) auf der Paddlefläche aus. Beim
Aufeinanderreiben der Paddles findet jedoch maximal ein Schleifeffekt
mit einer Verringerung der Oberflächenrauhigkeit statt.
MfG
Frank
> - Paddles Aneinander reiben fällt weg, da dadurch die Metallplatten
> beschädigt werden können (hat das jemand schriftlich?, bei unserem
> Lifepak steht nix dazu in der Anleitung)
>
Halte ich auch eher für unkritisch. Das Zeug ist ja schliesslich keine
Schleifpaste! :-)
> Weiterer Vorschlag war:
> - Mit Einwegtuch drauf verreiben (habt ihr die dann in der Defi-Tasche
> mit drin?)
Wenn du das nicht möchtest, könntest du die Paddels noch auf dem
Patienten vorher nen bischen hin und her reiben. Dann verteilt sich das
Gel auch.
Bis denn
Matthias
>>
> Halte ich auch eher für unkritisch. Das Zeug ist ja schliesslich keine
> Schleifpaste! :-)
>
Und selbst wenn, wäre es nicht schlimm! ;-)
Ich war an der Schule wo das unterricht wird nicht :-)
Ist eine in Mannheim und hat mir meine Freundin gestern erzählt.
Deswegen wollt ich mal hören was andere so dazu meinen :-)
Gruß
Till
>>>- Paddles Aneinander reiben fällt weg, da dadurch die Metallplatten
>>>beschädigt werden können
>
> Ich war an der Schule wo das unterricht wird nicht :-)
> Ist eine in Mannheim und hat mir meine Freundin gestern erzählt.
> Deswegen wollt ich mal hören was andere so dazu meinen :-)
Ich schon. Sooo wird das nicht unterrichtet.´Es wird darauf hingewiesen,
dass die Hersteller die Aussage treffen, dass die Paddels durch
aneinanderreiben beschädigt würden. Je nach Ausbilder ist die Ironie bei
"mit Kompresse auf Paddels verreiben" dann besser oder weniger gut
herauszuhören.
Gruß Sugus
--
Früher warb man mit Programmen, die man grundlegend beherschte,
vielleicht langt heute ja schon das fehlerfreie Aussprechen... :-((
Oliver Musch im fm.allg.
>> Weiterer Vorschlag war:
>> - Mit Einwegtuch drauf verreiben (habt ihr die dann in der Defi-Tasche
>> mit drin?)
>
>
> Wenn du das nicht möchtest, könntest du die Paddels noch auf dem
> Patienten vorher nen bischen hin und her reiben. Dann verteilt sich das
> Gel auch.
Das wäre als absoluter Defi-Laie (THW) auch meine Idee gewesen. Ob das
praktikabel ist, weiß ich natürlich nicht, aber es sollte schneller
gehen als das mit "Werkzeugen" zu verteilen.
Simon
Gelpads benutzen, auf den Patienten auflegen und Paddles da drauf
drücken. Problem: verrutschen gerne oder fallen runter, wenn man
mehrfach defibrilliert. Vielleicht gibt's die aber mittlerweile
auch schon etwas klebriger (wir haben noch welche für unser
altes LP10, das als Zweitgerät zum LP12 noch vorhanden ist).
Besser:
Defi-Elektroden (auch bei manueller Defibrillation) benutzen und gar
nix mehr aufpressen, wenn es das Gerät zulässt. Das ist die fehlerärmste
Variante. Man muss beim manuellen aufpressen nämlich einen relativ hohen
Druck ausüben, damit man das wirklich ideal (so vollständig und
widerstandsfrei wie möglich) hinbekommt.
Die Defi-Pads oder va. die Elektroden sind zwar ein Stück teurer aber
das Handling ist deutlich sicherer gegenüber den Problemen mit dem Gel
aus der Tube:
- Problem des Aufbringens, nicht nur wegen der Gefahr (?), dass
man die Defi-Paddles verkratzt, sondern vor allem wegen
des ungünstigen Handlings (je eine Hand für linke Elektrode,
rechte Elektrode, Tube und deren Schraubverschluss = vier Hände!?!?).
- ein unachtsamer Moment beim Auftragen und schon hat man das
Gel auf der Hose oder noch schlimmer: auf den Händen oder
auf der Isolation der Elektroden - mit anschließender Verbindung
Elektrode<->Helfer.
- verschmieren während der Herzdruckmassage: nicht nur auf der
Patientenbrust (Kurzschlussbrücken, Druckpunktverrutschen) sondern
auch auf den Pfoten - mit allen Problemen, die verschmierte/klebrige
Hände so mit sich bringen, zB. beim Herrichten von Material (plus der
elektrischen Gefahr oben)
Servus,
Bernhard
--
Bernhard Nowotny
85625 Glonn, Germany (PGP ID: 0x17B6F58C DSS/DH)
"Life was simple before World War II. After that, we had systems."
-- Rear Admiral Grace Murray Hopper
dafür gibt es doch extra das richtige Werkzeug ;-)
http://www.kkauf.de/product_info.php?products_id=95&products_model=0318SCH-W
> Gruß
> Till Borngesser
SCNR
gruß Jan
> Hallo!
>
> Wie verteilt man am einfachsten das Leitgel gleichmäßig auf den
> Defi-Paddles?
Hallo!
Bin ich irgendwie total unwissend?
Ich arbeite seit acht Jahren im RD und habe noch nicht einmal Defi-Paddles
benutzt. An unseren Defis (HP & Zoll) sind nichtmal Paddles dran! Ich klebe
meine Defi-Elektroden auf den Thorax und gut ist. Wie funktioniert denn der
Mega-Code ohne die Defi-Elektroden? Erst mühsam die Ableitung kleben,
Analyse fahren und dann mal defibrillieren? Oder die ganze Zeit die Paddles
auf den Thorax drücken? Das ist doch total unprakisch...
MfG
Florian Leu
>Ich arbeite seit acht Jahren im RD und habe noch nicht einmal Defi-Paddles
>benutzt. An unseren Defis (HP & Zoll) sind nichtmal Paddles dran!
Für die ständige Benutzung ist das ja eine feine Sache.
Wenn man es nur selten braucht und die Lagerbedingungen ungünstig
sind, können die Teile aber eintrocknen. Dann hat man ein ernsthaftes
Problem, das man mit Paddles/Geltube nicht hat.
>Wie funktioniert denn der
>Mega-Code ohne die Defi-Elektroden? Erst mühsam die Ableitung kleben,
Was ist an 3 kleinen Bapperln _mühsam_?
>Oder die ganze Zeit die Paddles
>auf den Thorax drücken?
Das war schon immer ein absolutes "No-No"!
>Das ist doch total unprakisch...
und zeigt außer Deinem eigenen Zittern gleich noch die Bodentemperatur
und die Lottozahlen der nächste Woche an...
MfG
Frank
> Wie verteilt man am einfachsten das Leitgel gleichmäßig auf den
> Defi-Paddles?
>
> - Paddles Aneinander reiben fällt weg, da dadurch die Metallplatten
> beschädigt werden können
Blödsinn. Gel drauf, leicht gegeneinanderdrücken, reiben, fertig.
Gleichmässiger bringst du das Gel nicht drauf. Du sollst beim verreiben
ja nicht so pressen, dass das Gel seitlich wieder komplett rausflutscht.
(btw. - die Kontaktflächen sind i.d.R. aus Edelstahl - da muss man schon
äusserst grobe Gewalt anwenden, um dort nennenswerte Kratzer zu
hinterlassen. Kratzer entstehen übrigens dadurch, dass etwas _Härteres_
mit dem Material in mechanische Berührung kommt - Paddel und Paddel sind
aber gleich hart und nochdazu ist "Gleitmittel" dazwischen......)
So machen wir das jedenfalls im RD seit ich dabei bin (1989) un dKratzer
gibt´s dadurch nicht mehr oder weniger wie beim normalen Einschieben der
Paddels in die Halterung, Aufsetzen der Kinder-Paddels etc. Erst seit
wir die LP12 haben, fällt das ja fast komplett weg. (Klebeelektroden)
Gruß
Erich
--
Wieviel Sauerstoff? "Je blau desto mehr"
Bernhard Nowotny schrieb:
> - Problem des Aufbringens, nicht nur wegen der Gefahr (?), dass
> man die Defi-Paddles verkratzt, sondern vor allem wegen
> des ungünstigen Handlings (je eine Hand für linke Elektrode,
> rechte Elektrode, Tube und deren Schraubverschluss = vier Hände!?!?).
Linke Hand Paddel, rechte Hand Tube, Tubenverschluss zwischen den Zähnen
Dann kräftig "Zeug" auf das eine Paddel, Tube weglegen, zweites Paddel
nehmen und die Paddels gegeneinaderreiben. Tubenverschluss irgendwann
ausspucken und nicht mehr wiederfinden ;-)
"Florian Leu" schrieb:
> > Wie verteilt man am einfachsten das Leitgel gleichmäßig auf den
> > Defi-Paddles?
> Bin ich irgendwie total unwissend?
> Ich arbeite seit acht Jahren im RD und habe noch nicht einmal
> Defi-Paddles benutzt. An unseren Defis (HP & Zoll) sind nichtmal
> Paddles dran! Ich klebe meine Defi-Elektroden auf den Thorax und gut
> ist.
Es gibt auch RD, die vor 8 Jahren noch zuviel Geld hatten ;-)
> Wie funktioniert denn der Mega-Code ohne die Defi-Elektroden?
> Erst mühsam die Ableitung kleben, Analyse fahren und dann mal
> defibrillieren?
"Mühsam"? Ich komme aus der (inzwischen) "alten Schule" und das EKG-
Kabel war bei "uns" stets in die Tasche gestopft (wie z.B. die
Rettungsleine im Leinenbeutel), am Gerät angesteckt und am Ende hingen
jeweils die EKG-Elektroden dran. Ein Griff, 3 Schutzfolien weg und schon
waren die Elektroden drauf (ohne Auskleiden des Patienten ca. 5-10
Sekunden - schneller bist du mit den Defi-Pads auch nicht, eher im
Gegenteil (je nach Hersteller/Modell).
Und "Analyse fahren" ging auch nicht langsamer als bei den damaligen
AED. "der flimmert!" "ja, sehe ich auch so!" "schon, oder?" "ja" "o.k. -
fiiiiiep...." Und da lernt man dann auch, im Multitaskingverfahren neben
der "Analyse" auch gleich die EKG-Paddel mit Gel zu beschmieren und den
Defi zu laden. Manche "Freaks" haben den Defi schon auf 200J geladen,
bevor sie in die Wohnung kamen. Entladen kann man ja immer noch.....
Man muss das nur trainieren, Arbeitsschritte beobachten und optimieren.
Und schon haben die "alten Hasen" mit ihrem Uralt-LP10 den ersten Schock
ausgelöst, während der Nachwuchs noch gespannt auf das Analyseergebnis
des AED wartet.....
Beim AED muss man auch trainieren und Handgriffe optimieren, die Zeit
zum Handeln gibt aber das Gerät vor, denn es arbeitet nunmal so wie es
programmiert wurde und es technisch machbar ist. Der AED wird selbst bei
"astreinem" Kammerflimmern keinen Deut schneller analysieren.
Ich habe mich schon mehrmals dabei ertappt, dem Gerät fiktiv einen Tritt
zu verpassen, wenn es mal wieder deutlich länger braucht als ich um ein
Kammerflimmern zu erkennen. Je nach praktiziertem AED-Algorhytmus
sieht´s ja so aus: RS/RA erkennt am EKG, dass Pat. flimmert. Nun "darf"
er den Analyse-Knopf drücken und das Gerät bestätigt ein paar endlos
erscheinende Sekunden später "Schock empfohlen". Naja, und so macht man
den Mist halt mit - wer hat schon Lust, auf dem Protokoll schriftlich zu
begründen, weshalb er vom AED-Modus in den Manuelle Modus gewechselt
hat...
Technisch wäre es wohl kein Problem, dass ein Defi im "Rea-Modus"
ständig auf 200J "vorgeladen" ist und schnellstmöglich nach einer
Analyse den Schock abgeben zu können. Aber nein, die mir bekannten AED
laden erst nach "Schock empfohlen" hoch. Sind zwar nur 3-5 Sekunden,
aber die müssten eigentlich nicht sein......
> Manche "Freaks" haben den Defi schon auf 200J geladen,
>bevor sie in die Wohnung kamen. Entladen kann man ja immer noch.....
Freaks ist das das richtige Wort... *kopfschüttel*
Ist schon hart sowas. Ich stelle mir das gepiepse des Defis sehr
nervig vor. Stressig wird auch das ständige wiederhochladen...
Ich glaub ich werd das nächste mal unseren Praktikant abstellen
dauernd den Defi hochzuladen... *g*
Grüße
Thomas
"Erich Kirchmayer" <e_kirc...@hotmail.com> writes:
> Technisch wäre es wohl kein Problem, dass ein Defi im "Rea-Modus"
> ständig auf 200J "vorgeladen" ist und schnellstmöglich nach einer
> Analyse den Schock abgeben zu können.
Doch. Die verwendeten Kondensatoren haben eine relativ hohe
Selbstentladungsrate und müssten daher permanent nachgeladen werden, und das
tut keiner der beteiligten Komponenten auf Dauer gut (vom Stromverbrauch mal
ganz abgesehen). Hinzu kommt noch, daß ich gar nicht erst wissen will, was
denn MedGV & Co zu AEDs sagen würden, die schon "scharf" sind, wenn sie noch
gar nicht am Patienten sind...
Schöne Grüße
Volker
--
* Volker Wegert * http://www.volker-wegert.de/contact *
* "Und was hat ein Berater mit einem Eunuchen gemeinsam? Beide wissen,
* wie es geht; aber keiner kommt in die Verlegenheit, es zu tun."
* (unbekannt)
Thomas D.
Oder so. Das hat den Nebeneffekt, dass auch noch kräftig Gel auf den
Teppichboden aus der offenen Tube tropft (oder spritzt: da steigt
man dann gerne drauf...).
Tja, an solche Problemchen denken die lieben Medicopter-Helden
nichtmal im Traum...
Sorry das wir keine Klebeelektroden haben.
> Wie wärs mit der Group "Erschaffung künstlicher Probleme"?
>
> Thomas D.
Musst du nicht mir sagen sondern dem entsprechenden Ausbilder.
Kann ich was dazu das jemand so wissen in die Welt setzt?
Gruß
Till
>Musst du nicht mir sagen sondern dem entsprechenden Ausbilder.
>Kann ich was dazu das jemand so wissen in die Welt setzt?
Wir wissen natürlich nicht, was der betreffende Hersteller in der
Bedienungsanleitung so vorschreibt.
Da könnte es natürlich eine Überraschung geben, besonders bei
amerikanischen Herstellern.....
MfG
Frank
Till Borngesser schrieb:
> Sorry das wir keine Klebeelektroden haben.
Echt? Habt ihr auch keinen externen Schrittmacher? Ich dachte, dass wäre
mitlerweile überall zu bekommen.
--
MfG
Stefan
http://www.feuerwehr-alpen.de
http://den.th-h.de/profil.php?id=45
>und zeigt außer Deinem eigenen Zittern gleich noch die Bodentemperatur
>und die Lottozahlen der nächste Woche an...
Yeah! Endlich, _die_ Methode, reich zu werden!
regards - Ralph
--
Want to get in touch? http://www.radio-link.net/whereisralph.txt
>Doch. Die verwendeten Kondensatoren haben eine relativ hohe
>Selbstentladungsrate
Das wird eher vom Sicherheits-Entladewiderstand kommen, denke ich.
Den haben wir *g*
Gruß
Till Borngesser
Also die hab ich gewälzt und nix gefunden dazu.
Gruß
Till Borngesseer
Thomas
Dann habt ihr vermutlich auch die Elektroden... n'est-ce pas?
>Doch. Die verwendeten Kondensatoren haben eine relativ hohe
>Selbstentladungsrate und müssten daher permanent nachgeladen werden, und das
>tut keiner der beteiligten Komponenten auf Dauer gut (vom Stromverbrauch mal
>ganz abgesehen).
2 Dinge:
- Die Kondensatoren werden nach einer gewissen Zeit absichtlich
entladen. Nachladen muss man in dieser Zeit nichts.
- Ein Verschleiß findet durch das Laden und Entladen nicht statt.
>Hinzu kommt noch, daß ich gar nicht erst wissen will, was
>denn MedGV & Co zu AEDs sagen würden, die schon "scharf" sind, wenn sie noch
>gar nicht am Patienten sind...
Ich bin mir recht sicher, dass so ein Defi keine Zulassung bekommt.
Ist übrigens MPG.
Grüße
Thomas
Nö. LP10 mit Pacer = keine Klebeelektroden für die "richtige" Defi.
Matu rulez!
^^^^
Für Liebhaber historischer Rettungstechnik.
"Volker Wegert" <ma...@volker-wegert.de> schrieb im Newsbeitrag
Thomas Kronawitter schrieb:
> > Manche "Freaks" haben den Defi schon auf 200J geladen,
> >bevor sie in die Wohnung kamen. Entladen kann man ja immer noch.....
>
> Freaks ist das das richtige Wort... *kopfschüttel*
Naja, "zeitoptimiert" eben.
> Ist schon hart sowas. Ich stelle mir das gepiepse des Defis sehr
> nervig vor. Stressig wird auch das ständige wiederhochladen...
Och, so´n Defi hält die Energie ganz gut und selbst wenn er sich langsam
entlädt - er ist schneller von 150 auf 200 wie von 0 auf 200.....
> Ich glaub ich werd das nächste mal unseren Praktikant abstellen
> dauernd den Defi hochzuladen... *g*
Was ich mir aus diesen alten Zeiten behalten habe ist, dass ich das EKG
bei Entnahme (und entspr. Meldebild wie "bewusstlos/Rea" etc.) aus dem
Fahrzeug einschalte. Damit habe ich die exakte Zeit der Ankunft an der
Einsatzadresse und später die Zeit der ersten EKG-Ableitung. Ist im
Protokoll festgehalten und manchmal ganz interessant. (ausgeschalten
wird das Teil dann nach der Übergabe in der Klinik - auch diese Zeit ist
im Protokoll dann manchmal ganz nützlich.
Insgesamt hat man dann:
- Ankunft Notfalladresse
- 1. EKG-Ableitung
- ggf. Schocks
- Übergabe in Klinik
Und das Alles, ohne auf die Uhr zu sehen oder die Zeiten von Status 3
und 8 nachzufragen.
Meine Letzte Rea war z.B. (den Ausdruck habe ich noch hier) fast exakt
50 Minuten ab Eintreffen beim Patienten bis Übergabe Klinik. Eine IMHO
ganz gute Zeit.
- Erste Analyse nach 30 Sekunden (d.h. Pat. entkleiden, Pads aufkleben)
- Erste Herzfrequenz nach 6 Analysen und 3 Schocks nach 5 Minuten
- Stabile Frequenz nach 4 weiteren Analysen und 3 Schocks nach 10 Min.
Allerdings - und das müsste man besprechen - ab erster stabiler Frequenz
etwas über 30 Minuten bis zur Klinik.... Gut, die DL wurde nachgefordert
zum Transport, Zuteilung Intensivbett dauerte etc. Evtl. kann man aber
noch ein paar Minuten sparen (z.B. DL früher anfordern - das Treppenhaus
sieht man schon beim Hochlaufen, "Rea" ist auch gleich erkannt = das
wäre vielleicht der beste Zeitpunkt, die DL zu holen - egal ob die Rea
"was wird" oder nicht.)
Stefan Bruening schrieb:
> > Sorry das wir keine Klebeelektroden haben.
>
> Echt? Habt ihr auch keinen externen Schrittmacher? Ich dachte, dass
> wäre mitlerweile überall zu bekommen.
Zu bekommen JA, aber zu bezahlen? Bis zur Einführung der "Bayern-LP12"
war ein Schrittmacher hierzulande jedenfalls nur auf NEF/NAW bzw.
"Luxus" bei selbstbeschafften Geräten.
Bernhard Nowotny schrieb:
> [Schrittmacher]
> > Dann habt ihr vermutlich auch die Elektroden... n'est-ce pas?
>
> Nö. LP10 mit Pacer = keine Klebeelektroden für die "richtige" Defi.
Stimmt. Wir hatten auch nur EIN Gerät mit der Option, Defi-Elektroden
anzuschliessen. Allerdings hatten fast alle anderen LP10 einen
Schrittmacher.
>- Die Kondensatoren werden nach einer gewissen Zeit absichtlich
>entladen. Nachladen muss man in dieser Zeit nichts.
Die niedrige Impedanz der verwendeten Kondensatoren bedingt einen
_relativ_ hohen Leckstrom und müssen daher in gewissen Abständen
nachgeladen werden. Je höher die Ladespannung, desto größer die
Verluste, desto öfter muß ein Brikett nachgelegt werden.
>- Ein Verschleiß findet durch das Laden und Entladen nicht statt.
Das Aufladen des DEFIs ist zeitoptimiert und durchaus stressig für die
Akkus.
MfG
Frank
>Naja, "zeitoptimiert" eben.
*g*
>Och, so´n Defi hält die Energie ganz gut und selbst wenn er sich langsam
>entlädt - er ist schneller von 150 auf 200 wie von 0 auf 200.....
Der Defi entläd sich doch nach ein paar Sekunden (ich glaube 30s)
wieder aus Sicherheitsgründen.
>Was ich mir aus diesen alten Zeiten behalten habe ist, dass ich das EKG
>bei Entnahme (und entspr. Meldebild wie "bewusstlos/Rea" etc.) aus dem
>Fahrzeug einschalte. Damit habe ich die exakte Zeit der Ankunft an der
>Einsatzadresse und später die Zeit der ersten EKG-Ableitung. Ist im
>Protokoll festgehalten und manchmal ganz interessant. (ausgeschalten
>wird das Teil dann nach der Übergabe in der Klinik - auch diese Zeit ist
>im Protokoll dann manchmal ganz nützlich.
Das wiederum hört sich nicht schlecht an.
*Reabeschreibung*
Hört sich richtig gut an.
Leider funktionierts manchmal nicht so perfekt.
z.B. wenn ein blöder NA auftaucht.
Grüße
Thomas
>Die niedrige Impedanz der verwendeten Kondensatoren bedingt einen
>_relativ_ hohen Leckstrom und müssen daher in gewissen Abständen
>nachgeladen werden. Je höher die Ladespannung, desto größer die
>Verluste, desto öfter muß ein Brikett nachgelegt werden.
Impedanz? Ist doch kein Wechselstrom.
Du meinst vielleicht den Isolationswiderstand des Kondensators?
Dazu muss ich sagen, dass selbst niederwertige Kondesatoren ca. 1000s
zum entladen brauchen. Gute Kondensatoren schaffen bis zu 10000s.
Da der Defi nach 20-30s eh wieder entladen wird fällt das IMHO nicht
allzu arg ins Gewicht.
>Das Aufladen des DEFIs ist zeitoptimiert und durchaus stressig für die
>Akkus.
OK. Allerdings ist ein Akku eh nach 1 Jahr fertig.
Grüße
Thomas
Thomas Kronawitter schrieb:
> >Was ich mir aus diesen alten Zeiten behalten habe ist, dass ich das
> >EKG bei Entnahme (und entspr. Meldebild wie "bewusstlos/Rea" etc.)
> >aus dem Fahrzeug einschalte. Damit habe ich die exakte Zeit der
> >Ankunft an der Einsatzadresse und später die Zeit der ersten
> >EKG-Ableitung. Ist im Protokoll festgehalten und manchmal ganz
> >interessant. (ausgeschalten wird das Teil dann nach der Übergabe in
> >der Klinik - auch diese Zeit ist im Protokoll dann manchmal ganz
> >nützlich.
>
> Das wiederum hört sich nicht schlecht an.
> Hört sich richtig gut an.
> Leider funktionierts manchmal nicht so perfekt.
>
> z.B. wenn ein blöder NA auftaucht.
..oder man ein "Simpel-Gerät" hat, so dass der NA sein "High-End-Gerät"
anschliessen _muss_ . Wir haben LP12 auf den RTW und NAW/NEF haben auch
LP12. Klappt also fast immer ganz gut - es sei denn, der Pat. wir dmit
dem NAW transportiert.
>..oder man ein "Simpel-Gerät" hat, so dass der NA sein "High-End-Gerät"
>anschliessen _muss_ . Wir haben LP12 auf den RTW und NAW/NEF haben auch
>LP12. Klappt also fast immer ganz gut - es sei denn, der Pat. wir dmit
>dem NAW transportiert.
Verstehe ich nicht ganz. Wenn ihr gleiche Monitore auf den Autos habt
muss man sie doch nicht tauschen.
Grüße
Thomas
Thomas Kronawitter schrieb:
> >..oder man ein "Simpel-Gerät" hat, so dass der NA sein
> >"High-End-Gerät" anschliessen _muss_ . Wir haben LP12 auf den RTW
> >und NAW/NEF haben auch LP12. Klappt also fast immer ganz gut - es
> >sei denn, der Pat. wir dmit dem NAW transportiert.
>
> Verstehe ich nicht ganz. Wenn ihr gleiche Monitore auf den Autos habt
> muss man sie doch nicht tauschen.
Ich hätte gerne mein LP12 wieder, wenn der NAW mit dem Patienten
verschwindet ;-)
Es gibt RD-Bereiche, da werden NUR-AED mit Minimal-EKG verwendet. Das
macht dann keinen Sinn, wenn der NA "mehr" will. Hier bei und ist das
kein grosses Problem, ausser der 12k-Ableitung mit Auswertung und Kapno
sind die LP12 von RTW und NA weitgehend gleich und entsprechend kann das
RTW-EKG dranbleiben wenn auch im RTW transportiert wird.
>Das Aufladen des DEFIs ist zeitoptimiert und durchaus stressig für die
>Akkus.
Und auch für die Kondensatoren; ein hochkapazitiver
Hochspannungskondensator kann schon mal versagen, und die Wahl
hochwertiger Bauelemente ist auch gerade dort sehr kritisch.
Mit welchen Spannungen an den Elektroden arbeitet ein Defi?
>Impedanz? Ist doch kein Wechselstrom.
Na und? Dann sag Innenwiderstand dazu. Der muß niedrig sein, damit ein
hoher Ausgangsstrom erzielt werden kann; dies wird durch bestimmte
Elektrolyten und die Elektrodenform des Kondensators erreicht, und
dadurch sinken auch die Leckwiderstände. Dazu werden die Kondensatoren
ordentlich gestreßt durch das schnelle Laden und Entladen. Sicher
sollten diese den Defi allemal überleben, aber ein Ausfall ist eben
durchaus wahrscheinlicher als bei einem 100nF-C am NF-Eingang eines
FuG8 :)
Bernhard Nowotny schrieb:
> Nö. LP10 mit Pacer = keine Klebeelektroden für die "richtige" Defi.
Achso. Ich kenne aus der LP Familie nur das LP5 und 501. Mit den
neueren, größeren Geräte hab ich noch nicht gearbeitet. Bei uns sind
entweder COrpuls 08/16 oder Marquette Responder 3000 im Einsatz. Bei
beiden Geräten kann man mit den Elektroden sowohl Defibrillieren als
auch Pacern.
>
> Matu rulez!
> ^^^^
> Für Liebhaber historischer Rettungstechnik.
Klär mich mal auf. Vielleicht bin ich noch nicht alt genug... ;-)
Ja. OK. Er ist nunmal Teil der EN1789 - wobei ich ja weiss, dass das
gerade in BY nicht unbedingt etwas heißen muss...
> Was ich mir aus diesen alten Zeiten behalten habe ist, dass ich das EKG
> bei Entnahme (und entspr. Meldebild wie "bewusstlos/Rea" etc.) aus dem
> Fahrzeug einschalte. Damit habe ich die exakte Zeit der Ankunft an der
> Einsatzadresse und später die Zeit der ersten EKG-Ableitung. Ist im
> Protokoll festgehalten und manchmal ganz interessant. (ausgeschalten
> wird das Teil dann nach der Übergabe in der Klinik - auch diese Zeit ist
> im Protokoll dann manchmal ganz nützlich.
>
> Insgesamt hat man dann:
>
> - Ankunft Notfalladresse
> - 1. EKG-Ableitung
> - ggf. Schocks
> - Übergabe in Klinik
>
> Und das Alles, ohne auf die Uhr zu sehen oder die Zeiten von Status 3
> und 8 nachzufragen.
Muss ich dir nicht sagen, aber potentielle Nachahmer deiner
Zeitdoku-Methode sollte man vielleicht nochmal daran erinnern ;-)
Eingebaute Uhren in medizinischen Geräten scheinen meiner Erfahrung nach
ein ausgesprochenes Eigenleben zu führen. Nicht nur, dass Sie Wochen oder
gar Monate den Wechsel von Sommer- auf Winterzeit (und wieder zurück)
verschlafen... Ob man jetzt bei jedem Schichtbeginn Uhrzeit und Datum in
EKGs, Defis, Pulsoxys, Monitoren,... prüfen sollte, bleibt natürlich jedem
selber überlassen...
Tschüß und Gruß
Martin
--
Martin Dehler - Ludwigshafen - Pfalz - Germany
mailto:martin...@gmx.de
http://www.martin-dehler.de
>Mit welchen Spannungen an den Elektroden arbeitet ein Defi?
Ich habe hier noch Reste der Innereien von DEFIs aus den 80er Jahren
rumliegen.
Aus einem ODAM kommen 2 22µF, 5kV Elkos (die haben zumindest eine "+"
Kennzeichnung), aus einem S&W stammt ein 42µF, 5kV Kondensator
(ungepolt). Beide haben 7,5kV Prüfspannung.
Mittlerweile geht man wohl _etwas_ sanfter an's Werk (Stichwort
biphasischer Impuls) und schaltet mit Leistungstransis und nicht mehr
mit faustgroßen Relais;-)
MfG
Frank
>Impedanz? Ist doch kein Wechselstrom.
Ist aber auch kein rein ohmscher Widerstand. Spielt hier aber auch
keine Rolle.
Bei NiCd-Akkus gibt es einen ähnlichen Effekt. Je hochstromfähiger der
Akku, desto kleiner die Kristalle im Innern, desto größer die
Oberfläche, desto geringer der Innenwiderstand. Also erstmal Prima.
Allerdings bewirkt die große Oberfläche auch eine höhere
Selbstentladungsrate.
>Du meinst vielleicht den Isolationswiderstand des Kondensators?
Nein, den meine ich damit nicht, der ist aber auch ungünstig niedrig,
da durch die Bauweise, die die niedrige Impedanz hervorbringt leider
auch der Isolationswiderstand leidet. s.o.
>Dazu muss ich sagen, dass selbst niederwertige Kondesatoren ca. 1000s
>zum entladen brauchen. Gute Kondensatoren schaffen bis zu 10000s.
Eine Bildröhre kann ihre Ladung mehrere Tage lang halten. Alle
Bastler, die schonmal quer durch die Hütte geflogen sind, weil sie den
Hochspannungsstecker ohne vorheriges Entladen demontieren wollten,
kennen die hervorragenden Qualitäten dieses "Kondensators". BTDT;-))
>OK. Allerdings ist ein Akku eh nach 1 Jahr fertig.
Das liegt manchmal auch an einer etwas rückständige Ladetechnik. Ob
das zur Erzielung höherer Umsätze im Zubehörbereich (=Ersatzakkus) mal
nicht so gewollt ist?
MfG
Frank
Das LP10 ist der Nachfolger des LP5 (Neuerungen WIMRE: drei Akkus,
EKG/Defi als eine kompakte Einheit). Von "neu" kann man da heute
auch nicht mehr sprechen, es gibt wohl noch Restbestände im RD,
weil das mal sehr weit verbreitet war. Bei uns ist es noch auf dem
NEF und eben unser altes aus früheren HvO-Zeiten auf dem MTW (seit
wir ein LP12 für den HvO haben).
>> Matu rulez!
>> ^^^^
>> Für Liebhaber historischer Rettungstechnik.
> Klär mich mal auf. Vielleicht bin ich noch nicht alt genug... ;-)
Ja. Leider habe ich kein Bild davon (ich weiss nicht mal, welcher
Hersteller das war), aber stell Dir ein mittelprächtiges gerade noch
tragbares altes Oszilloskop vor, ca. kniehoch. In einer massiven
Metallhülle.
Elend schwer aber unkaputtbar und hochwasserfest (ungelogen, in ca.
40cm tiefe Pfützen konnte man das unbeschadet betriebsfertig
reinstellen, bei geschlossenem Deckel vermutlich sogar Druckdicht bis
in den Marianengraben hinein).
Die Defi-Elektroden waren ergonomisch im Deckel untergebracht,
Ein lichtschwacher Monitor und Kassettendoku statt Ausdruck.
Der Stolz des Notarztdienstes...stand direkt neben dem
Narkosekreisteil im NAW. :)
Aber nur ein kleiner Teil, nämlich nur beim Fahrzeug Typ C.
Und in der alten DIN75080 war kein Defi vorgeschrieben,
deshalb gab es in Bayern keinen vom Land. Jetzt gibt es
sie immerhin (weil in der DIN).
> wobei ich ja weiss, dass das
> gerade in BY nicht unbedingt etwas heißen muss...
Ein Fahrzeug Typ B gibt IMHO einen brauchbaren RTW ab. In
Bayern sind die RTW von der Fahrzeugtechnik her Typ C,
von der med. Ausstattung Typ B. Reicht aus.
Viel bedenklicher finde ich die Typ A-DIN. Selbst ein
KTW braucht da IMHO mehr, als die DIN vorschreibt.
>Ja. Leider habe ich kein Bild davon (ich weiss nicht mal, welcher
>Hersteller das war),
Das war die Fa. Inform aus Planegg.
Irgendeine Würmtalstraße schwebt mir da auch noch im Hinterkopf rum.
Die sind IIRC kurz vor dem Ende nochmal umgezogen.
Erst vor ein paar Wochen habe ich die letzten Ersatzteile (Frontblende
für einen Akkupack, Frontfolie für ein Ladegerät, Adapterkabel für
externen Schrittmacher) entsorgt.
Das waren noch Zeiten....
MfG
Frank
Bei uns ist Regel, dass das LP12 mit Eintreffen am Patienten
eingeschaltet wird.
Die Zeit "Fahrzeug am Einsatz" hat die Leitstelle, da liegt aber immer
noch ein gutes Stück Zeit bis zum Patienten. Und für die Doku "wie
lange haben wir gebraucht, bis der erste Stromstoß kam" ist die
Zeit ab Eintreffen "am Patient" interessant.
Alternative, die mir gerade spontan einfällt: beim Herausnehmen ein-
und gleich wieder ausschalten. Die Doku hat man dann im Archiv.
Die Bemerkung von Martin zum Thema Zeituhren in med. Geräten treffen
aber leider nur allzusehr zu. Am Anfang habe ich unser LP12 mal
nach der RLSt- bzw. Funkuhr gestellt. Das hat keinen Monat gebraucht,
bis die Abweichung wieder mehrere Minuten war. Das sieht dann auf
dem Defi-Protokoll verdammt langsam aus, wenn man die Eintreffzeit
von der LSt bekommt und auf dem Ausdruck die Eintreffzeit beim
Patienten hat. Die 12 Minuten bei Rea auf der Strasse direkt neben
dem RTW haben mich mal ganz schön stutzig gemacht...
> Allerdings - und das müsste man besprechen - ab erster stabiler Frequenz
> etwas über 30 Minuten bis zur Klinik.... Gut, die DL wurde nachgefordert
> zum Transport, Zuteilung Intensivbett dauerte etc. Evtl. kann man aber
> noch ein paar Minuten sparen (z.B. DL früher anfordern - das Treppenhaus
> sieht man schon beim Hochlaufen, "Rea" ist auch gleich erkannt = das
> wäre vielleicht der beste Zeitpunkt, die DL zu holen - egal ob die Rea
> "was wird" oder nicht.)
Im Sinne der optimalen Versorgung und Zeitminimierung sicher, ja. Ob
das so als Standard-Einsatz-Regel praktikabel ist, ist fraglich. Die
bay. Feuerwehr (AKA BayIMist) hat den RD mal ziemlich eingebremst, als
die Anforderung von "technischer Hilfe" überhand nahm (und stellt
mittlerweile zu Recht Rechnungen für Tragehilfe bei Krankentransporten).
>Na und? Dann sag Innenwiderstand dazu.
Impedanz und Isolationswiderstand sind einfach nicht das Gleiche.
>Der muß niedrig sein, damit ein
>hoher Ausgangsstrom erzielt werden kann; dies wird durch bestimmte
>Elektrolyten und die Elektrodenform des Kondensators erreicht, und
>dadurch sinken auch die Leckwiderstände.
Ich nehme mal nicht an, dass es ein einziger grosser Kondensator ist.
Wenn ich mehrere Kondensatoren parallel schalte kann man auch einen
grossen Strom erzeugen. Da dann auch kein so grosser
Ladungsunterschied besteht ist die Entladung auch geringer.
Die alternative wäre ein "refresh" des Kondensators. Das stelle ich
mir relativ aufwendig vor. Wenn sowas natürlich in einem Defi gemacht
wird geb ich dir recht.
>Dazu werden die Kondensatoren
>ordentlich gestreßt durch das schnelle Laden und Entladen.
Gibt es tatsächlich Verschleiss beim Laden und Entladen eines Elkos?
Wenn er nicht ausserhalb der Spezifikationen betrieben wird (besonders
hohe Spannungen oder hohe Temp) sollte er das locker wegstecken.
Grüße
Thomas
>Ist aber auch kein rein ohmscher Widerstand. Spielt hier aber auch
>keine Rolle.
Sag ich doch... Da wir hier ja keinen Wechselstrom haben hat der
Kondensator den ohmschen Widerstandes des Dielektikums.
Das ist aber keine Impedanz.
Dass der ohmsche Widerstand eine Größe bei der Impedanz ist natürlich
klar.
>Das liegt manchmal auch an einer etwas rückständige Ladetechnik. Ob
>das zur Erzielung höherer Umsätze im Zubehörbereich (=Ersatzakkus) mal
>nicht so gewollt ist?
Geb ich dir recht. Gut ist auch nicht die Teile dauernd zu laden.
Grüße
Thomas
Na gut. Das LP5 fand ich persönlich immer schon gräßlich, schon allein
wegen der bescheidenen Fahrzeughalterungen. Ist das beim LP10 auch nicht
besser?
> Ja. Leider habe ich kein Bild davon (ich weiss nicht mal, welcher
> Hersteller das war), aber stell Dir ein mittelprächtiges gerade noch
> tragbares altes Oszilloskop vor, ca. kniehoch. In einer massiven
> Metallhülle.
Ich hab gerade ein Gerät in einem Austellungsschrank eines benachbarten
KH im Augo. Da hat die Anästhesie ein paar sehr alte Geräte ausgestellt.
>
> Elend schwer aber unkaputtbar und hochwasserfest (ungelogen, in ca.
> 40cm tiefe Pfützen konnte man das unbeschadet betriebsfertig
> reinstellen, bei geschlossenem Deckel vermutlich sogar Druckdicht bis
> in den Marianengraben hinein).
Und die Kiste habt ihr dann zu Zweit in die Wohnung (10000 Etage oder
so) getragen?
>
> Die Defi-Elektroden waren ergonomisch im Deckel untergebracht,
> Ein lichtschwacher Monitor und Kassettendoku statt Ausdruck.
Na, das kenn ich noch aus dem Corpuls 300...
> Der Stolz des Notarztdienstes...stand direkt neben dem
> Narkosekreisteil im NAW. :)
Selbst die kenne auch nur noch aus Erzählungen...
Bernhard Nowotny schrieb:
> Aber nur ein kleiner Teil, nämlich nur beim Fahrzeug Typ C
Ja.
> Und in der alten DIN75080 war kein Defi vorgeschrieben,
> deshalb gab es in Bayern keinen vom Land. Jetzt gibt es
> sie immerhin (weil in der DIN).
Schlimm genug.
> Ein Fahrzeug Typ B gibt IMHO einen brauchbaren RTW ab. In
> Bayern sind die RTW von der Fahrzeugtechnik her Typ C,
> von der med. Ausstattung Typ B. Reicht aus.
Das Problem in unserer Gegend ist, dass man auch schonmal den Arzt
mitnimmt und dann als NAW fährt. Da muss die Ausstattung nunmal
entsprechend sein.
> Viel bedenklicher finde ich die Typ A-DIN. Selbst ein
> KTW braucht da IMHO mehr, als die DIN vorschreibt.
Naja. Ein KTW Typ A2 ist für den KTP auch absolut brauchbar.
Ihr habt echt keine 12K-Ableitung? Ich dachte, das wär Standard bei
den Bayern-LP12?
Wir (HvO) haben immerhin noch ein altes Gebraucht-LP12 bekommen
und werden regelmäßig um das inkludierte Pulsoxy, den echten
Dreikanal-Ausdruck und die 12K-Ableitungstaste beneidet. :)
> weitgehend gleich und entsprechend kann das
> RTW-EKG dranbleiben wenn auch im RTW transportiert wird.
Bei uns war letztens der nahezu-Extremfall...(der Einsatz hätte aber
auch so für drei Einsatzberichte gereicht, hier nur die Ganzkurzform
[1]):
1. Unser (HvO) LP12 als erstes dran.
2. RTW des RD kommt, natürlich auch mit LP12. Wir kuppeln um, weil
der RTW ja irgendwann transportieren will.
3. NEF des RD kommt, mit LP12.
NA will "sein" LP12 dran haben (warum auch immer, aber er bestand
drauf), deshalb erfüllen wir ihm den Wunsch.
Irgendwann wird der Patient dummerweise reanimationspflichtig, nach
kurzer solcher haben wir ihn wieder, der Rhytmus sieht aber schwer
nach Defibrillationsgefahr aus. Deshalb wollen wir ihn ständig
in Defi-Bereitschaft haben. Beste Möglichkeit: Defielektroden
aufkleben.
Das kann aber wiederum das LP12 vom NEF nicht, weil das nur Paddles
hat. Also kommt wieder unserer dran, weil der grad günstig steht [2].
Zum Transport wird dann wieder das LP12 vom RTW angeschlossen.
<oldtimer>
Früher hätt's das nicht gegeben, da waren wir froh, wenn wir
überhaupt ein EKG hatten. Oder überhaupt ein NEF.
</oldtimer>
<zukunft>
In diesem Ort wird jetzt bei der Feuerwehr ein Billig-AED angeschafft.
Wäre der Einsatz ein halbes Jahr später gelaufen, hätte gut
sein können, dass noch ein Gerät mitspielt, falls zufällig ein
Feuerwehrler in der Nähe ist (zum FR reicht's noch nicht)... :)
</zukunft>
Servus,
Bernhard
[1] Stichpunkte (2:00 Uhr nachts):
- HvO, RTW und NEF zu gemeldeter Atemnot, auf der Anfahrt neue
Meldung "jetzt Bewusstlos"
- Patient 60J mit bek. Pneumonie (der Hausarzt hatte eine
KHS-Einweisung nicht für notwendig gehalten)
- Erster Eindruck: schwerste Atemnot, kaum mehr ansprechbar
- Erstmaßnahme: Oberkörper aufrecht, 02 maximum 10l/min
- Diagnostik, dabei fällt auf: deutliche Hautverfärbung, rötliche
Flecken, Anamnestisch fing das an, nachdem der Patient auf telef.
Anraten des HA Paracetamol gegen das Fieber einnahm - das erste
Mal in seinem Leben.
- Verdachtsdiagnose: bestehende Pneumonie, anaphylaktoide
Reaktion auf Medikament, akute Atemnot, zunehmende Erschöpfung.
- Weitere Maßnahmen, nach dessen Eintreffen zusammen mit dem RTW:
EKG, iv.-Zugang, weitere Anamnese, Betreuung der Ehefrau, die
der Situation nicht gewachsen ist und fast kollabiert.
- Eintreffen NEF: Behandlung der Anaphylaxie und der Atemnot,
Anaphylaktische Reaktion spricht sofort drauf an und geht
zurück, der Atemnot hilfts nix.
- SpO2 < 65. Der NA entschliesst sich widerstrebend zur
Intubation.
- Kurz nach Intubation: Herzstillstand.
- Reanimation. Erfolgreich nach ca. 5 Minuten. Teilweise sogar
Eigenatmung.
- Transport übers Treppenhaus in den RTW, Abtransport ins KHS
ca. 2 Stunden nach Einsatzbeginn.
- kurz noch Betreuung der Ehefrau (Sohn und Tochter treffen kurz
darauf ein und kümmern sich suffizient).
- Aufräumen/Klarmachen ca. 1 Stunde
- 7:00 Uhr Dienstbeginn reguläre KTW-Schicht. Gähn! Erster
Transport: schwere Atemnot (finales Lungenkarzinom),
KTP-Anweisung durch primär versorgenden NA zur Abklärung in
entfernter (behandelnder) Klinik. Zweiter Transport: Pneumonie
ins KHS, auf der Fahrt zunehmende Atemnot. Und ich huste auch
schon ein bisschen...
[2] Bei der Gelegenheit habe ich peinlicherweise das vermisste
Defi-Übungskabel von der Fortbildung kurz zuvor gefunden. Mein
Gesicht war vermutlich für Sekundenbruchteile unbeschreiblich
"ausdrucksstark", bis mir eingefallen ist, dass das ja auch nur
ein Adapter ist und unbeschadet abgezogen werden kann. Mir wäre
sonst keine gute Erklärung eingefallen...
[Matu]
> Ja. Leider habe ich kein Bild davon (ich weiss nicht mal, welcher
> Hersteller das war), aber stell Dir ein mittelprächtiges gerade noch
> tragbares altes Oszilloskop vor, ca. kniehoch. In einer massiven
> Metallhülle.
>
> Elend schwer aber unkaputtbar und hochwasserfest (ungelogen, in ca.
> 40cm tiefe Pfützen konnte man das unbeschadet betriebsfertig
> reinstellen, bei geschlossenem Deckel vermutlich sogar Druckdicht bis
> in den Marianengraben hinein).
In der Hauptrettungswache zu München haben wir das Ding "damals" nach
Erlöschen der Bauartzulassung als Hocker verwendet ;-)
Uli
--
Ulrich Meier * Keltenring 12 * D-82024 Taufkirchen
Fon +49 89 61469800 * GSM +49 172 5109109
>Sag ich doch... Da wir hier ja keinen Wechselstrom haben hat der
>Kondensator den ohmschen Widerstandes des Dielektikums.
Das mit dem ohmschen Widerstand des Dielektrikums solltest Du nochmal
nachlesen, bevor Dich dein Physiklehrer massakriert;-)
Der sollte idealerweise unendlich sein, legt aber bei einigen Megaohm,
daher auch die Leckströme.
Für den Innenwiderstand sind die Induktivität des Wickelkörpers und
der ohmsche Widerstand der Beläge maßgebend.
>Das ist aber keine Impedanz.
Du vergißt den induktiven Anteil des Innenwiderstands, der aus dem
gewickelten Aufbau des Kondensators resultiert und für die
_Stromanstiegsgeschwindigkeit_ beim Entladen eine große Rolle spielt.
>Dass der ohmsche Widerstand eine Größe bei der Impedanz ist natürlich
>klar.
Soweit sind wir uns einig ;-)
>Geb ich dir recht. Gut ist auch nicht die Teile dauernd zu laden.
Das war ein echtes Leiden mit den (eigentlich grundsoliden und
technisch wie ergonomisch ansprechenden) S&W-Geräten: Dauerladung mit
C/10.
Der letzte (DMS940) kam ~30.000 DM und konnte 5 Akkupacks gleichzeitig
ruinieren:-((
MfG
Frank
>Ich nehme mal nicht an, dass es ein einziger grosser Kondensator ist.
Bei den bisher von mir geöffneten Geräten (Matu, LP5, S&W, Odam,
Hellige,..) war es, bis auf einen Uralt-Odam (2*22µF), immer nur 1
großer Kondensator mit ~40µF.
Vom S&W habe ich einen vor mir stehen, der ist 190*95*60 mm groß.
Ein 30536 von http://www.maxwell.com/ mit 42µF und 5kV.
>Wenn ich mehrere Kondensatoren parallel schalte kann man auch einen
>grossen Strom erzeugen. Da dann auch kein so grosser
>Ladungsunterschied besteht ist die Entladung auch geringer.
Die Selbstentladung ist nur vom Leckwiderstand und der Ladespannung
abhängig. Der Leckwiderstand wiederum setzt sich aus dem
Isolationswiderstand des Dielektrikums und dem Isolationswiderstand
der Anschlüsse zusammen.
Ich würde daher behaupten, daß eine Kondensatorbatterie mit einer
Vielzahl von Anschlüssen einen wesentlich höheren Leckstrom hat, als
ein Einzelkondensator.
Allerdings hat die Kondensatorbatterie einen signifikant geringeren
"Innenwiderstand".
>Gibt es tatsächlich Verschleiss beim Laden und Entladen eines Elkos?
Die hohen Stromspitzen erzeugen magnetische Kraftfelder, die das
Wickelpaket auseinanderdrücken können.
Für Blitzgeräte gibt es z.B. speziell konstruierte "Blitzelkos", die
stoßentladungsfest sind.
Im "normalen" Betrieb spielt sowas aber keine Rolle.
In Schaltnetzteilen können Kondensatoren mit zu hohem
"Innenwiderstand" (aka ESR) jedoch warm/heiß werden und schnell
austrocknen. Wenn es gut berechnet ist, zeigen sich die ersten
anzeichen genau 2 Wochen nach Ende des Garantiezeitraums.
>Wenn er nicht ausserhalb der Spezifikationen betrieben wird (besonders
>hohe Spannungen oder hohe Temp) sollte er das locker wegstecken.
Gäbe es die Elkos nicht, würden viele Geräte ewig halten. Wer will das
schon, außer dem Kunden.
Suche im Repdata-Forum nach "Elko", gehe zum Elektronikentsorger
Deines Vertrauens und laß Dir die Giterboxen mit neuwertigen aber
defekten Mainboards zeigen, auf denen es sämtliche Elkos aufgebläht
hat und Du weißt, was ich meine.
Letzte Woche habe ich meinen Fernseher repariert. Ein 10µ/400V-Elko im
Netzteil, der sich liebevoll an einen NTC anschmiegt, von dessen
Abwärme sogar das umliegende Pertinax braun geworden ist.
Der ELKO war trocken wie die Wüste Gobi und die Glotze läuft wieder.
Soll ich jetzt glauben, daß diese Konstruktion ein "Versehen" ist?
MfG
Frank
>> Die Defi-Elektroden waren ergonomisch im Deckel untergebracht,
>> Ein lichtschwacher Monitor und Kassettendoku statt Ausdruck.
>
>Na, das kenn ich noch aus dem Corpuls 300...
Nee nee!
Der Matu hatte eine echt riesige Bildröhre mit ~15cm Diagonale und
konnte sogar schon diverse Symbole und die Herzfrequenz einblenden.
Dazu eine komplett abwischbare Folientastatur und einen Akkupack mit
4Ah bei 12V = 48Wh. Für seine Zeit ein wirklich geniales Gerät!!
Da war der LP5 eine echte Dreckskiste dagegen. Wenn ich nur an die
Dreckecken unterhalb dieser Fieselknöpfe denke, die man nie richtig
sauber bekam...
MfG
Frank
>Das mit dem ohmschen Widerstand des Dielektrikums solltest Du nochmal
>nachlesen, bevor Dich dein Physiklehrer massakriert;-)
Hab Physik damals abgewählt... Hab aber die LEN (lineare el. Netze)
Klausur auf Anhieb bestanden...
>Der sollte idealerweise unendlich sein, legt aber bei einigen Megaohm,
>daher auch die Leckströme.
Das meinte ich ja.
>Du vergißt den induktiven Anteil des Innenwiderstands, der aus dem
>gewickelten Aufbau des Kondensators resultiert und für die
>_Stromanstiegsgeschwindigkeit_ beim Entladen eine große Rolle spielt.
Nun gut daran hab ich wirklich nicht gedacht. Der spielt ja aber bei
der Selbstentladung keine Rolle. Beim Entladestrom natürlich schon.
>Der letzte (DMS940) kam ~30.000 DM und konnte 5 Akkupacks gleichzeitig
>ruinieren:-((
*g*
Grüße
Thomas
>Die Selbstentladung ist nur vom Leckwiderstand und der Ladespannung
>abhängig.
Eben. Wenn ich mehrere Kondensatoren parallel schalte brauche ich dann
auch weniger Spannung um den Gleichen Strom zu erzeugen, oder?
>Der Leckwiderstand wiederum setzt sich aus dem
>Isolationswiderstand des Dielektrikums und dem Isolationswiderstand
>der Anschlüsse zusammen.
An die Anschlüsse hab ich nicht gedacht. Wie gross kann man den
Wiederstand ansetzen (mal ne ordentliche Lötstelle vorrausgesetzt)
>Die hohen Stromspitzen erzeugen magnetische Kraftfelder, die das
>Wickelpaket auseinanderdrücken können.
Oder einfach Durchschlagen und den Kondensator beschädigen /
zerstören.
>In Schaltnetzteilen können Kondensatoren mit zu hohem
>"Innenwiderstand" (aka ESR) jedoch warm/heiß werden und schnell
>austrocknen. Wenn es gut berechnet ist, zeigen sich die ersten
>anzeichen genau 2 Wochen nach Ende des Garantiezeitraums.
:)
>Deines Vertrauens und laß Dir die Giterboxen mit neuwertigen aber
>defekten Mainboards zeigen, auf denen es sämtliche Elkos aufgebläht
>hat und Du weißt, was ich meine.
Hab schon mal ein Paar gehabt, die sogar das Elektolyt an die andere
Gehäusewand gespuckt haben.
Nun die Elkos auf einem Mainboard werden auch stark durch die hohe
Temp im Gehäuse belastet. Dazu kommt dann der Preisdruck auf die
Hersteller und der unterdimensionierte Elko geht kaputt.
Ich hoffe mal, dass die Elkos in Defis ein bisschen sorgfältiger
dimensioniert sind.
>Letzte Woche habe ich meinen Fernseher repariert. Ein 10µ/400V-Elko im
>Netzteil, der sich liebevoll an einen NTC anschmiegt, von dessen
>Abwärme sogar das umliegende Pertinax braun geworden ist.
Du kannst die doch nicht einfach trennen, die sind heiss vor Liebe
geworden... (liebevoll an einen NTC anschmiegt... *schmunzel*)
>Der ELKO war trocken wie die Wüste Gobi und die Glotze läuft wieder.
>Soll ich jetzt glauben, daß diese Konstruktion ein "Versehen" ist?
Natürlich ein "Versehen". *g*
Grüße
Thomas
>Eben. Wenn ich mehrere Kondensatoren parallel schalte brauche ich dann
>auch weniger Spannung um den Gleichen Strom zu erzeugen, oder?
Nein.
Du willst den Patienten ja mit einer definierten Energie
beaufschlagen.
Also legst Du eine definierte Spannung an, der Körperwiderstand
bestimmt den Strom und die Kapazität des Kondensators die Länge des
Stromflusses. Ergibt dann nach Adam Riese ~300J
Die ~40µF mit den IIRC 3,5 kV bei z.B. 300J waren wohl so gewählt, daß
der "ideale" Patient eben mit diesen 300J gekitzelt wurde. Irgendwo
fliegt hier noch ein Serviceordner für dieses Hellige/ODAM/BINZ
2000-Gerät rum. Wenn die einzelnen Spannungen von großem Interesse
sind, suche ich sie mal heraus.
Du mußt also sowohl die Ladespannung, als auch die Kapazität
einhalten, um den gewünschten Stromfluß über die gewünschte Zeit am
vorgegebenen Widerstand (=Patientenkörper) zu erreichen.
Natürlich könnte man bei 1,41 (=Wutzel 2) facher Ladespannung den
doppelten Strom fließen lassen und bräuchte nur noch die halbe
Kapazität.
Theoretischerweise könnte man eine 9V-Batterie an den Patienten
anschließen und käme nach emmzich Stunden auch auf 300J.
Man hat sich jedoch auf einen gewissen Strom festgelegt, der durch das
Myokard fließen soll und dabei geringstmögliche Schäden bei maximaler
Effizienz zu erreichen.
Mit dem ganzen biphasischen Zeuch und was es da heutzutage noch alles
gibt, kenne ich mich nicht mehr aus, dazu bin ich schon zu alt ;-))
Die Spitzenströme/abgegebenen Energien wurden jedoch deutlich
reduziert.
>An die Anschlüsse hab ich nicht gedacht. Wie gross kann man den
>Wiederstand ansetzen (mal ne ordentliche Lötstelle vorrausgesetzt)
Kai Neahnung.
Kommt darauf an.
;-)
Die Summe der einzelnen Leckstellen macht es halt aus.
An freiliegenden Oberflächen hast Du immer die Möglichkeit von
Leckströmen durch Verschmutzung und Luftfeuchtigkeit.
>Oder einfach Durchschlagen und den Kondensator beschädigen /
>zerstören.
Ein Durchschlag läge im Bereich des möglichen. Als Blitzelkos
verwendete Standardelkos verlieren wohl spontan die Fassung oder wie
man diese grandiose Sauerei so umschreiben möchte.
In den alten Defis waren jedoch hauptsächlich normale
Wickelkondensatoren eingebaut.
Ich würde mal spontan behaupten, daß es keine Elkos mit 7,5kV
Prüfspannung gibt. Bei 400V- ist bei den Standardteilen Schluß.
Der Faktor ~20 bei der Spannungsfestigkeit würde einen enormen
Platzbedarf erfordern, der mit simplen Kunststofffolien viel einfacher
und billiger zu haben ist. Wir reden ja auch von sehr
niedrigkapazitiven Kondensatoren. Die 40µF sind mit normalen
Kondensatoren kein Problem.
>Nun die Elkos auf einem Mainboard werden auch stark durch die hohe
>Temp im Gehäuse belastet.
In PCs und kommerziellen Schaltnetzteilen findet man in der Regel
105°C-Typen. 85°C ist der Consumer-Standard.
IIRC gilt, daß 10° Temperaturerhöhung die Lebensdauer halbieren.
Die 105°C sind auch nur für ~2000h spezifiziert, das sind gerade mal 3
Monate.
>Ich hoffe mal, dass die Elkos in Defis ein bisschen sorgfältiger
>dimensioniert sind.
Man hofft es.
Auf diversen Mainboards gab es Probleme, weil das Elektrolyt der Elkos
von minderer Qualität war und sich IIRC zersetzt hat. Es gibt
reichhaltige (englische) Fundstellen zu diesem Thema.
Solche Bauteile rutschen mühelos durch sämtliche Werkskontrollen
(Wareneingang, Fertigung, Endkontrolle), da der Defekt verzögert
auftritt. Aber spätestens beim n-ten Ausfall (wobei in diesem Bereich
gilt n<=10) hätte es eine Rückrufaktion der Hersteller gegeben.
>Du kannst die doch nicht einfach trennen, die sind heiss vor Liebe
>geworden... (liebevoll an einen NTC anschmiegt... *schmunzel*)
Diese Kruste unter dem Elko sah auch fast aus wie.....<hüstel>...
>Natürlich ein "Versehen". *g*
Du solltest Pressesprecher bei Nokia werden!
MfG
Frank
Frank Scheffski schrieb:
> Da war der LP5 eine echte Dreckskiste dagegen.
Das ist - mit den jeweilig aktuellen- LP eigentlich immer so geblieben.
LP 10 mit genialen Fahrzeuhalterungen und Optimal angebrachtem Drucker
LP 12 mit abenteuerlichen Fahrzeughalterungen, zeitgemäßer
Stromversorgung und einer optimalen Möglichkeit die Akkus zu wechseln,
insbesondere wenn mann hinten die Tasche für die Softpdas hat.
Gruß
Ingo
>> Da war der LP5 eine echte Dreckskiste dagegen.
>Das ist - mit den jeweilig aktuellen- LP eigentlich immer so geblieben.
>LP 10 mit genialen Fahrzeuhalterungen und Optimal angebrachtem Drucker
Ja, auch so ein Stück Edelschrott.
Ist halt für amerikanische Verhältnisse konzipiert.
Schon die verschiedenen Bedienebenen, die alle brav im 90°-Winkel
zueinander stehen, sind in schmalen RTW eine absolute Katastrophe.
Daß es den Druckerstreifen nach hinten unten herausschiebt ist dann
nur noch der Gipfel von der Höhe.
Schade daß es vom Matu kein Bild im Netzt gibt.
Google findet zwar ~65.000 Bilder mit "matu" im Namen, diese zeigen
aber vorwiegend Sushi und Pilze;-)
MfG
Frank
>Nein.
>Du willst den Patienten ja mit einer definierten Energie
>beaufschlagen.
>Also legst Du eine definierte Spannung an, der Körperwiderstand
>bestimmt den Strom und die Kapazität des Kondensators die Länge des
>Stromflusses.
Nachdem ich jetzt daheim und geduscht bin macht deine Version auch
mehr Sinn.
>Du mußt also sowohl die Ladespannung, als auch die Kapazität
>einhalten, um den gewünschten Stromfluß über die gewünschte Zeit am
>vorgegebenen Widerstand (=Patientenkörper) zu erreichen.
>Natürlich könnte man bei 1,41 (=Wutzel 2) facher Ladespannung den
>doppelten Strom fließen lassen und bräuchte nur noch die halbe
>Kapazität.
Das meinte ich eigentlich. Auch wenn ich das jetzt gerade aus meinem
Geschreibsel von heute Mittag selbst auch nicht mehr rauslesen kann.
>In den alten Defis waren jedoch hauptsächlich normale
>Wickelkondensatoren eingebaut.
>Ich würde mal spontan behaupten, daß es keine Elkos mit 7,5kV
>Prüfspannung gibt. Bei 400V- ist bei den Standardteilen Schluß.
>Der Faktor ~20 bei der Spannungsfestigkeit würde einen enormen
>Platzbedarf erfordern, der mit simplen Kunststofffolien viel einfacher
>und billiger zu haben ist.
Stimmt auch wieder. Bei sowas merk ich dann wieder, dass man an der
Uni doch sehr zum Theoretiker ausgebildet wird.
>Du solltest Pressesprecher bei Nokia werden!
Dazu fehlt mir das schleimige Pressegrinsen. *schleimigpressegrins*
Grüße
Thomas
>> (z.B. DL früher anfordern - das Treppenhaus
>> sieht man schon beim Hochlaufen, "Rea" ist auch gleich erkannt = das
>> wäre vielleicht der beste Zeitpunkt, die DL zu holen - egal ob die Rea
>> "was wird" oder nicht.)
>
>Im Sinne der optimalen Versorgung und Zeitminimierung sicher, ja. Ob
>das so als Standard-Einsatz-Regel praktikabel ist, ist fraglich. Die
>bay. Feuerwehr (AKA BayIMist) hat den RD mal ziemlich eingebremst, als
>die Anforderung von "technischer Hilfe" überhand nahm (und stellt
>mittlerweile zu Recht Rechnungen für Tragehilfe bei Krankentransporten).
Das ist eine wesentlich zu allgemeine Formulierung! Dagegen muss ich
unsere Feuerwehren ausdrücklich in Schutz nehmen.
Erstens ist die Stellung von Rechnungen eine Sache von kommunalen
Kostensatzungen und unterliegt nicht einfach so der Weisungsbefugnis
des Innenministeriums. Zweitens sind Einsätze zur Menschenrettung
ausdrücklich kostenfrei. Eine Anforderung der DL zur Rettung des
Patienten nach Reanimation wird auch dann nicht in Rechnung gestellt,
wenn es zur Rettung gar nicht mehr kam, z.B. weil die Rea erfolglos
blieb. Wenn Du dafür ein konkretes Gegenbeispiel hast, dann ist da
wohl ein klärendes Gespräch mit der örtlichen Feuerwehr bzw. mit dem
zuständigen Kommunalbeamten notwendig. Stellen die auch eine
Rechnung, wenn sie zum Brandeinsatz gerufen wurden und dann nichts
mehr zu löschen ist, weil z.B. der Nachbar den brennenden Papier-
container mit dem Gartenschlauch gelöscht hat?
Was anderes ist es, wenn die Feuerwehr zur Tragehilfe angefordert
wird. Da hat es schon Begehrlichkeiten gegeben, aber ob das von
der Feuerwehr selbst oder vielmehr von der zuständigen Kommune
ausging, sei dahin gestellt. Aber da würde ich nicht mehr von
"technischer Hilfe" sprechen wollen. Die Rechnung selbst kommt
übrigens immer von der Gemeinde, nicht von der Feuerwehr selbst.
Gruß, Richard
Du musst sie nicht in Schutz nehmen. Sie machen das IMHO, wie es auch
oben steht, völlig zu Recht.
> Erstens ist die Stellung von Rechnungen eine Sache von kommunalen
> Kostensatzungen und unterliegt nicht einfach so der Weisungsbefugnis
> des Innenministeriums.
Der Schrieb kam aber über den Weg Innenministerium -> BRK-LG -> KV,
das IMist hat hierbei die Interessen der bay. Feuerwehren (und
Kommunen) auf oberster Ebene entsprechend kund getan. Das ist ua. sein
Job.
> Zweitens sind Einsätze zur Menschenrettung
> ausdrücklich kostenfrei. Eine Anforderung der DL zur Rettung des
> Patienten nach Reanimation wird auch dann nicht in Rechnung gestellt,
> wenn es zur Rettung gar nicht mehr kam, z.B. weil die Rea erfolglos
> blieb. Wenn Du dafür ein konkretes Gegenbeispiel hast, dann ist da
> wohl ein klärendes Gespräch mit der örtlichen Feuerwehr bzw. mit dem
> zuständigen Kommunalbeamten notwendig.
Habe ich nicht, deshalb habe ich oben auch ausdrücklich "Tragehilfe
bei Krankentransporten" geschrieben. Unter diese Tragehilfe fällt
für mich auch, aber nicht nur, der DL-Einsatz.
> Stellen die auch eine
> Rechnung, wenn sie zum Brandeinsatz gerufen wurden und dann nichts
> mehr zu löschen ist, weil z.B. der Nachbar den brennenden Papier-
> container mit dem Gartenschlauch gelöscht hat?
Diese Aussage brauchst Du mir nicht unterstellen und ich habe keine
Lust mich ständig für Sachen rechtzufertigen, die ich nicht
geschrieben habe. Ich werde wohl besser nicht mehr auf sowas antworten,
das ist ermüdend...
Ich habe die Ironie in deinem Posting erkannt!
PhysioControl hat mit seinen EKelGs immer nette Dinger gebaut,
die mir prinzipiell gut gefielen. Aber immer mit ein paar
Details, die völlig grausam waren...
Beim LP12 regt mich seit geraumer Zeit der völlig idiotische
Ladestecker für die Fahrzeugladung auf (hinten unten, werksseitig
so kurz, dass man das Ding nur unter groben Flüchen hineinbekommt).
Und vor allem, dass es keinen Schultertrageriemen dafür gibt.
Dann ist das auch ein NAW und kein RTW mehr.
Die Thoraxdrainagen etc. was dem B zum C fehlt, ist bei uns halt
auf dem NEF.
>> Viel bedenklicher finde ich die Typ A-DIN. Selbst ein
>> KTW braucht da IMHO mehr, als die DIN vorschreibt.
> Naja. Ein KTW Typ A2 ist für den KTP auch absolut brauchbar.
Kein Beatmungsbeutel, kein Blutdruckmeßgerät, keine iv.-Basisausrüstung,
kein Notfallkoffer AKA "erweiterte tragbare Wiederbelebungseinheit" (das
letztere hat der Typ B übrigens auch nicht, in Bayern die RTW aber
trotzdem) hältst Du für tolerabel?
Das halte ich für einen KTW für zu wenig. Klar, solange der wirklich
nur bisserl kranke Leute durch die Gegend schippert, denen garantiert
nix schlimmeres fehlt...aber dann stehe ich da und drehe Däumchen,
bis der nachgeforderte RTW kommt.
Bernhard Nowotny schrieb:
> >> Da war der LP5 eine echte Dreckskiste dagegen.
> > Das ist - mit den jeweilig aktuellen- LP eigentlich immer so
> > geblieben. LP 10 mit genialen Fahrzeuhalterungen und Optimal
> > angebrachtem Drucker LP 12 mit abenteuerlichen
> > Fahrzeughalterungen, zeitgemäßer Stromversorgung und einer
> > optimalen Möglichkeit die Akkus zu wechseln, insbesondere wenn
> > mann hinten die Tasche für die Softpdas hat.
>
> PhysioControl hat mit seinen EKelGs immer nette Dinger gebaut,
> die mir prinzipiell gut gefielen. Aber immer mit ein paar
> Details, die völlig grausam waren...
Vorallem EINES hat PhysioControl nie gekonnt und können es bis heute
nicht: Eine vernünftige Lademöglichkeit im Fahrzeug!
Ich war damals ziemlich erstaunt, wie einfach das mit dem Laden des
Corpuls 200 ist, die wir auf den NEF hatten. Einfach in die Halterung
reinstellen und gut. Bei LP´s ein bis heute unerfüllter Traum!
> Beim LP12 regt mich seit geraumer Zeit der völlig idiotische
> Ladestecker für die Fahrzeugladung auf (hinten unten, werksseitig
> so kurz, dass man das Ding nur unter groben Flüchen hineinbekommt).
s.o. - Scheinbar sind die Geräte dafür gebaut, sie wegzuwerfen, wenn die
Akkus leer sind ;-)
> Und vor allem, dass es keinen Schultertrageriemen dafür gibt.
??? Alle unsere LP12 ("Bayern") haben einen Trageriemen, mit dem man die
Dinger "auf der Schulter" tragen kann.
Gruß
Erich
--
Wieviel Sauerstoff? "Je blau desto mehr"
Bernhard Nowotny schrieb:
> >> Viel bedenklicher finde ich die Typ A-DIN. Selbst ein
> >> KTW braucht da IMHO mehr, als die DIN vorschreibt.
> > Naja. Ein KTW Typ A2 ist für den KTP auch absolut brauchbar.
>
> Kein Beatmungsbeutel, kein Blutdruckmeßgerät, keine
> iv.-Basisausrüstung, kein Notfallkoffer AKA "erweiterte tragbare
> Wiederbelebungseinheit" (das letztere hat der Typ B übrigens auch
> nicht, in Bayern die RTW aber trotzdem) hältst Du für tolerabel?
Darum gibt´s ja in manchen RD in .de die Einstellung, dass ein KTW nur
ein "Typ B" ist und ein RTW/NAW "Typ C". Dass der "Typ B" den alten DIN-
RTW ineinigen Punkten übertrifft ist egal, die Kassen werden´s schon
bezahlen, Europa will das ja so haben.
Mir fehlt auch ein "echter" KTW in der EN-Normung. Also ein Auto mit
Notfallkoffer inkl. Beutel etc., O2-Einheit und ein bischen anderes
Material - aber eben NICHT mit der kompletten B-Ausstattung.
"Martin Dehler" schrieb:
> > Was ich mir aus diesen alten Zeiten behalten habe ist, dass ich
> > das EKG bei Entnahme (und entspr. Meldebild wie "bewusstlos/Rea"
> > etc.) aus dem Fahrzeug einschalte. Damit habe ich die exakte Zeit
> > der Ankunft an der Einsatzadresse und später die Zeit der ersten
> > EKG-Ableitung. Ist im Protokoll festgehalten und manchmal ganz
> Muss ich dir nicht sagen, aber potentielle Nachahmer deiner
> Zeitdoku-Methode sollte man vielleicht nochmal daran erinnern ;-)
> Eingebaute Uhren in medizinischen Geräten scheinen meiner Erfahrung
> nach ein ausgesprochenes Eigenleben zu führen. Nicht nur, dass Sie
> Wochen oder gar Monate den Wechsel von Sommer- auf Winterzeit (und
> wieder zurück) verschlafen... Ob man jetzt bei jedem Schichtbeginn
> Uhrzeit und Datum in EKGs, Defis, Pulsoxys, Monitoren,... prüfen
> sollte, bleibt natürlich jedem selber überlassen...
Eigentlich ist die echte Uhrzeit egal - es würde ein Minutenzähler ab
Einschalten des Gerätes ausreichen.
btw. habe ich heute erfahren: die geschilderte Rea war erfolgreich: Kein
dauerhaftes neurologisches Defizit!!!
Bernhard Nowotny schrieb:
> > Zweitens sind Einsätze zur Menschenrettung
> > ausdrücklich kostenfrei. Eine Anforderung der DL zur Rettung des
> > Patienten nach Reanimation wird auch dann nicht in Rechnung
> > gestellt, wenn es zur Rettung gar nicht mehr kam, z.B. weil die
> > Rea erfolglos blieb. Wenn Du dafür ein konkretes Gegenbeispiel
> > hast, dann ist da wohl ein klärendes Gespräch mit der örtlichen
> > Feuerwehr bzw. mit dem zuständigen Kommunalbeamten notwendig.
>
> Habe ich nicht, deshalb habe ich oben auch ausdrücklich "Tragehilfe
> bei Krankentransporten" geschrieben. Unter diese Tragehilfe fällt
> für mich auch, aber nicht nur, der DL-Einsatz.
Wobei man das so pauschal nicht sehen kann. Wenn ein kranker Mensch
anlässlich eines Krankentransports (=kein Notfall) nicht auf dem
normalen Weg "Treppenhaus" transportiert werden KANN (z.B. liegender
Patient und Wendeltreppe), dann sehe ich es durchaus als Aufgabe der
Feuerwehren, hier mit tech. Unterstützung (Leiterhebel, DL, Kran)
kostenlos den RD zu helfen. Eine DL oder einen Kran etc. hat der RD
nunmal nicht und die Beauftragung einer Privatfirma mit Hebebhühne,
Gelenkmast etc. ist in wohl allen Fällen aus Zeitgründen nicht sinnvoll.
Was Anderes ist es, wenn dem RD nur Manpower (Heben, Tragen) fehlt. Die
kann sich der RD auch aus eigenen Strukturen (weitere Fahrzeuge etc.)
beschaffen und muss nicht die FW zur Hilfe holen. Wenn da die FW kommt,
dann kann sie (die Gemeinde) auch Geld dafür verlangen.
Eigentlich sollte das alles "auf dem kleinen Dienstweg" zu regeln sein.
Der RD stellt seine Fahrzeuge der FW für Brandabsicherungen (=SAN-Dienst
für die FW!) zur Verfügung, die FW kommt zum Tragen.....
Waaaah! Das muss ich jetzt um 04:23 Uhr lesen und kann anstandshalber
(seiner Frau wegen, ihm würd' ich's ja gönnen!) nicht sofort den bei
uns Verantwortlichen anrufen, um ihm seine bis gerade eben glaubwürdige
Aussage "Sowas gibt's nicht, sagt der Hersteller/Vertrieb" um die Ohren
zu hauen?!elf!
Keines unserer Geräte hat sowas und ich habe das schon mehrfach bei
Besprechungen bemeckert, bis ich schliesslich mit dieser Aussage
bedient wurde und eine kurze eigene Recherche ebenfalls ein
negatives Ergebnis ergab. Seitdem schob ich die Schuld dem LP12 zu.
Dem Mann habe ich vertraut...
Sobald ich einen Trageriemen an unserem HvO-Gerät sehe, hast Du ein Bier
oä. Getränk frei. Das kann wegen Dienstweg zwar noch etwas dauern, aber
bis zur nächsten Biergartensaison sollte es klappen. Erinnere mich bei
Gelegenheit dran.
Danke,
Bernhard Nowotny schrieb:
> > Das macht dann keinen Sinn, wenn der NA "mehr" will. Hier bei und
> > ist das kein grosses Problem, ausser der 12k-Ableitung mit
> > Auswertung und Kapno sind die LP12 von RTW und NA
>
> Ihr habt echt keine 12K-Ableitung? Ich dachte, das wär Standard bei
> den Bayern-LP12?
Eine echte 12k-Ableitung braucht ein entsprechendes Kabel - hamma ned.
Und mit der "weissen Elektrode" die Brustwandableitugnen einzeln zu
schreiben ist ja doch irgendwie unsinnig.
> Wir (HvO) haben immerhin noch ein altes Gebraucht-LP12 bekommen
> und werden regelmäßig um das inkludierte Pulsoxy, den echten
> Dreikanal-Ausdruck und die 12K-Ableitungstaste beneidet. :)
Klar, HvO/FR haben ja oft Dinge, die sich "die Retter" nur erträumen
können. (vor DIN/EN 1789 hatten alle mir bekannten FR EKG/Defis an Bord,
per DIN hätten die RTW das nicht gehabt und manche FR protzten auch
gleich noch mit Medumat electronic und ähnlichen Dingen, die im RD nur
"Traum" waren..... Ganz zu schweigen von den Fahrzeugen. BF fuhr damals
Opel Astra als NEF, bestimmte FR "selbstverständlich" nur BMW....)
> > weitgehend gleich und entsprechend kann das
> > RTW-EKG dranbleiben wenn auch im RTW transportiert wird.
>
> Bei uns war letztens der nahezu-Extremfall...(der Einsatz hätte aber
> auch so für drei Einsatzberichte gereicht, hier nur die Ganzkurzform
> NA will "sein" LP12 dran haben (warum auch immer, aber er bestand
> drauf), deshalb erfüllen wir ihm den Wunsch.
> Irgendwann wird der Patient dummerweise reanimationspflichtig, nach
> kurzer solcher haben wir ihn wieder, der Rhytmus sieht aber schwer
> nach Defibrillationsgefahr aus. Deshalb wollen wir ihn ständig
> in Defi-Bereitschaft haben. Beste Möglichkeit: Defielektroden
> aufkleben.
> Das kann aber wiederum das LP12 vom NEF nicht, weil das nur Paddles
> hat. Also kommt wieder unserer dran, weil der grad günstig steht [2].
> Zum Transport wird dann wieder das LP12 vom RTW angeschlossen.
Padels und Pads haben den gleichen Stecker. Eure Pads hätten also auch
an das EKG des NEF gepasst (inkl. eurem Kabel)
> <zukunft>
> In diesem Ort wird jetzt bei der Feuerwehr ein Billig-AED
> angeschafft. Wäre der Einsatz ein halbes Jahr später gelaufen, hätte
> gut sein können, dass noch ein Gerät mitspielt, falls zufällig ein
> Feuerwehrler in der Nähe ist (zum FR reicht's noch nicht)... :)
Wenn eine FW/ein FR sinnvoll denkt, dann wird ein AED angeschafft, der
bei den Pads mit den RD-Geräten kompatibel ist (z.B. LP500, CR+ - Pads
kompatibel mit LP12) Blöderweise wird bis zum Krümmungsgrad einer Banane
in der EU jeder Sch... genormt und reglementiert, nur nicht die
Anschlusskabel für die Defi-Pads......
Ja.
> kostenlos den RD zu helfen. Eine DL oder einen Kran etc. hat der RD
^^^^^^^^^
Nein.
Das wär' Quersubventionierung und unsaubere Kostenstellenrechnung.
Erst recht bei einem nicht-ö-r Krankentransporteur...
> Was Anderes ist es, wenn dem RD nur Manpower (Heben, Tragen) fehlt. Die
> kann sich der RD auch aus eigenen Strukturen (weitere Fahrzeuge etc.)
> beschaffen und muss nicht die FW zur Hilfe holen. Wenn da die FW kommt,
> dann kann sie (die Gemeinde) auch Geld dafür verlangen.
Das erst recht.
> Eigentlich sollte das alles "auf dem kleinen Dienstweg" zu regeln sein.
> Der RD stellt seine Fahrzeuge der FW für Brandabsicherungen (=SAN-Dienst
> für die FW!) zur Verfügung, die FW kommt zum Tragen.....
Die Brandabsicherungen werden deshalb nicht in Rechnung gestellt, weil
die Kostensatzung des bay. RD dies eben nicht vorsieht, genauso wie
bei allen Einsätzen ohne Transport. Könnte man aber ändern, fragt sich
nur, ob das sinnvoll ist - welche Kosten entstehen denn durch die
Verlagerung der "Rettungswache ins Freie" im Gegensatz zur mit der DL
anrückenden FF mit Arbeitsausfallentschädigung? Minimalste km-Kosten
auf Seiten des RD, ein guter Stundensatz auf Seiten der FF/Kommune.
Wird ein Feuerwehrmann durch den absichernden RTW transportiert, wird
das ganz auch normal gem. Kostenvereinbarung dessen Krankenkasse in
Rechnung gestellt. Die ambulante Versorgung von FM(SB) lasse ich
bewusst raus, um das Pflasterchen wirst Du mit mir nicht streiten
wollen...
Bei einer BF ist das natürlich was anderes, da fehlt mir dieses
Argument. Die müsste demnach für ö-r Krankentransporte tatsächlich
nichts berechnen, ausser ggf. aus buchhalterischen Gründen. Das kommt
eh' in den großen öffentlichen Topf (allerdings eben extrem
unterschiedliche, deshalb die buchhalterischen Gründe).
Der "kleine Dienstweg" hat dabei IMHO nichts mit der Verrechnung zu tun,
sondern mit der schnellen Erreichbarkeit/Verfügbarkeit. Wenn man die
Kosten vorher kennt (und das war ja der Inhalt des innenministeriellen
Schreibens, das eben davor warnte, das Kosten gegenüber dem RD geltend
gemacht werden), dann ist das völlig in Ordnung. Es ist ja nicht so,
dass man nie die Wahl hätte. Manche Kollegen haben es halt übertrieben
und für jede etwas anstrengenderen 5.-Stock-Transport die FW geholt.
Das war mal ganz "modern" bei den heißspornigeren Typen.
In diesem Thread war es deine Aussage "auf Verdacht [Rea + schlechte
räumliche Situtation] gleich die DL anfordern" die ich für in diesem
Sinne diskussionswürdig halte und davor mahne, dass man eine ähnliche
Übertreibung mit nachfolgendem Ärger provoziert.
Und ich dachte, das wär überall drauf. Wir haben hier schließlich
Chirurgen als NAs und trotzdem 12K-Ableitungen auf den RTW. Da dachte
ich nicht, dass das freiwillig beschafft wurde.
>>Wir (HvO) haben immerhin noch ein altes Gebraucht-LP12 bekommen
>>und werden regelmäßig um das inkludierte Pulsoxy, den echten
>>Dreikanal-Ausdruck und die 12K-Ableitungstaste beneidet. :)
> Klar, HvO/FR haben ja oft Dinge, die sich "die Retter" nur erträumen
> können. (vor DIN/EN 1789 hatten alle mir bekannten FR EKG/Defis an Bord,
Das LP12 haben wir einem RD abgekauft, als die die neuen Landes-Geräte
zugeteilt bekamen. Der weint dem Ding jetzt noch nach. :)
> "Traum" waren..... Ganz zu schweigen von den Fahrzeugen. BF fuhr damals
> Opel Astra als NEF, bestimmte FR "selbstverständlich" nur BMW....)
Na gut, wir tragen die alten RTW des RD auf. Wir sind ja nicht bei
der FW.
>>>weitgehend gleich und entsprechend kann das
>>>RTW-EKG dranbleiben wenn auch im RTW transportiert wird.
>>Zum Transport wird dann wieder das LP12 vom RTW angeschlossen.
> Padels und Pads haben den gleichen Stecker. Eure Pads hätten also auch
> an das EKG des NEF gepasst (inkl. eurem Kabel)
Dann hat man mir das verschwiegen. Die Kollegen inkl. NEF-Fahrer
(dessen LP12 war das) haben alle einstimmig dem "EKG wechseln"
zugestimmt. Mangels Paddle-Gerät kann ich das hier im Landkreis
leider nicht nachprüfen - mal sehen, wenn ich beim nächsten
Einsatz mit dem Fremd-NEF (Perlach) dran denke.
>>In diesem Ort wird jetzt bei der Feuerwehr ein Billig-AED
>>angeschafft. Wäre der Einsatz ein halbes Jahr später gelaufen, hätte
>>gut sein können, dass noch ein Gerät mitspielt, falls zufällig ein
>>Feuerwehrler in der Nähe ist (zum FR reicht's noch nicht)... :)
> Wenn eine FW/ein FR sinnvoll denkt, dann wird ein AED angeschafft, der
^^^^^^^^
Das ist das Schlüsselwort...
Bisher konnten wir alle überzeugen, nur in diesem Fall läuft das
vermutlich schief. Umso schlimmer, als dass wir eigentlich eine gute
Verbindung zu dieser Wehr haben. -shrug-
Da die lieben Kollegen sowieso seit 10 Jahren von einem FR sprechen
(und uns damit sehr entlasten würden), aber das bisher nicht auf die
Reihe bekommen haben, frage ich mich sowieso, was dieser halbherzige
Versuch mit dem AED jetzt soll. Verschimmelt der halt zusammen mit der
Notfalltasche auf dem LF.
Aber irgendwie sind die da einem besonders geschicktem Vertreter auf
den Leim gegangen. Das ging IMHO über die politische Ebene.
> bei den Pads mit den RD-Geräten kompatibel ist (z.B. LP500, CR+ - Pads
> kompatibel mit LP12)
ACK.
> Blöderweise wird bis zum Krümmungsgrad einer Banane
> in der EU jeder Sch... genormt und reglementiert, nur nicht die
> Anschlusskabel für die Defi-Pads......
Schlimmer: die Anschlusskonen für Beatmungsbeutel sind auch nicht
einheitlich. Und Reservoirs. Und noch ein paar tausend andere
lebensrettende Dinge im RD. Von Tragehalterungen mal ganz abgesehen.
Servus,
Bernhard
Bernhard Nowotny schrieb:
>> Padels und Pads haben den gleichen Stecker. Eure Pads hätten also auch
>> an das EKG des NEF gepasst (inkl. eurem Kabel)
>
>
> Dann hat man mir das verschwiegen. Die Kollegen inkl. NEF-Fahrer
> (dessen LP12 war das) haben alle einstimmig dem "EKG wechseln"
> zugestimmt. Mangels Paddle-Gerät kann ich das hier im Landkreis
> leider nicht nachprüfen - mal sehen, wenn ich beim nächsten
> Einsatz mit dem Fremd-NEF (Perlach) dran denke.
Wir haben Paddel und Pads, es passt.
Gruß
Ingo
>>OK. Allerdings ist ein Akku eh nach 1 Jahr fertig.
>
>Das liegt manchmal auch an einer etwas rückständige Ladetechnik. Ob
>das zur Erzielung höherer Umsätze im Zubehörbereich (=Ersatzakkus) mal
>nicht so gewollt ist?
Seit ich alle Schrottladegeräte verbannt habe, halten Akkus in AEG
Teleport9 2.5 Jahre, in Motorola GP900/MTS2000 drei bis knapp vier
Jahre (da habe ich dieses Jahr die ersten Akkus verschenkt, da sie
zwar noch 75% Leistung hatten und eigentlich taugten, meinem erhöhten
Qualitätsanspruch nicht mehr genügten :-), die LiIos der GP1280 ebenso
lang (aus den gleichen Gründen hab ich da letztens welche verschenkt
:-), nur die Sorgendkinder Motorola Visar (NiMh, prismatische Zellen)
bekomme ich kaum über ein Jahr. Da hab ich aber seit einigen Wochen
ebenfalls einen neuen Lader, mal sehen, ob der besser taugt.
Ach ja, die Akkus in meinem Teledux9 sind 12 Jahre alt!!! Gemessene
4100 mAh, bei 4000 Sollwert :) Waren allerdings viele Jahre unbenutzt
eingelagert gewesen...
Mein persönliches Fazit in über 20 Jahren Akkunutzung, NiCd (bei
vernünftiger Leistungsdichte, nicht die überzüchteten Dinger) sind bei
richtiger Behandlung super-langlebig, NiMh sind empfindliche
Mimöschen, die die kleinste Mißhandlung gerne mit spontanem Tod
beantworten (wobei moderne Zellen etwas besser geworden sind) und auch
nicht mehr reanimierbar sind, moderne (!) LiIos sind bei guter
Ladetechnik robuste Alltagsakkus ordentlicher Lebensdauer, solange man
komplette Zyklen halbwegs vermeidet.
regards - Ralph
--
Want to get in touch? http://www.radio-link.net/whereisralph.txt
>Ich habe hier noch Reste der Innereien von DEFIs aus den 80er Jahren
>rumliegen.
>Aus einem ODAM kommen 2 22µF, 5kV Elkos (die haben zumindest eine "+"
>Kennzeichnung), aus einem S&W stammt ein 42µF, 5kV Kondensator
>(ungepolt). Beide haben 7,5kV Prüfspannung.
Boah, das ist ganz schön Dampf :) Ich wollte schon bemerken, daß bei
diesen Spannungen eher keine Elkos eingesetzt werden; das "+"
irritierte mich zunächst, kann aber auch wegen der Isolierung ggü. dem
Gehäuse dran sein, damit bei Falschpolung nicht das Gehäuse unter
Spannung steht oder zumindest höheres Durchschlagsrisiko besteht, weil
dann die außenliegende Elektrode Spannung gegen Masse führt.
>Mittlerweile geht man wohl _etwas_ sanfter an's Werk (Stichwort
>biphasischer Impuls) und schaltet mit Leistungstransis und nicht mehr
>mit faustgroßen Relais;-)
Jau, die Dinger werden eben auch moderner...
>MfG
>
>Frank
>Gibt es tatsächlich Verschleiss beim Laden und Entladen eines Elkos?
>Wenn er nicht ausserhalb der Spezifikationen betrieben wird (besonders
>hohe Spannungen oder hohe Temp) sollte er das locker wegstecken.
Diesen Verschleiß gibt es, und gerade bei hohen Lade/Entladeströmen.
Nicht umsonst sterben auch bei älteren Geräten die Elkos zuerst, und
zwar vor allem in Fernsehern, Schaltnetzteilen,
NF-Leistungsverstärkern u.Ä. (Belastung!); ein Elko ist eben auch
funktional "Chemie", da verändert sich was, da korrodiert was, da kann
es Undichtigkeiten geben; die anderen elektronischen Bauelemente sind
in der Funktion meist reine Physik, das ist was Anderes :)
> Ja. Leider habe ich kein Bild davon (ich weiss nicht mal, welcher
> Hersteller das war), aber stell Dir ein mittelprächtiges gerade noch
> tragbares altes Oszilloskop vor, ca. kniehoch. In einer massiven
> Metallhülle.^
in (für mich) hässlichem Rot ... und einem total beschissenen Griff - der
für das Gewichtr viel zu dünn war.
>
> Die Defi-Elektroden waren ergonomisch im Deckel untergebracht,
> Ein lichtschwacher Monitor und Kassettendoku statt Ausdruck.
> Der Stolz des Notarztdienstes...stand direkt neben dem
> Narkosekreisteil im NAW. :)
Der Nachteil war nur beim Patiententransport konnte man das Ding eigentlich
nicht tragen, da der Monitor nur sichtbar war wenn der Gerätedeckel
umgeklappt war, an dem wiederum der Griff befestigt war.
Aber während die FW eine Haustür aufgebrochen hat - konnte man bequehm daruf
sitzen :-)
--
LG
Viktor Zacek
DGuKP, SEF, NFS, LSD (C-EMD)
Bernhard Nowotny schrieb:
> > Wobei man das so pauschal nicht sehen kann. Wenn ein kranker Mensch
> > anlässlich eines Krankentransports (=kein Notfall) nicht auf dem
> > normalen Weg "Treppenhaus" transportiert werden KANN (z.B.
> > liegender Patient und Wendeltreppe), dann sehe ich es durchaus als
> > Aufgabe der Feuerwehren, hier mit tech. Unterstützung
> > (Leiterhebel, DL, Kran)
>
> Ja.
>
> > kostenlos den RD zu helfen. Eine DL oder einen Kran etc. hat der RD
> ^^^^^^^^^
> Nein.
> Das wär' Quersubventionierung und unsaubere Kostenstellenrechnung.
Man kann auch warten, bis der Patient zum Notfallpatient wird. Dann ist
es wieder (kostenlose) Aufgabe der FW ("Retten(!), Löschen.....")
> Erst recht bei einem nicht-ö-r Krankentransporteur...
Auch der wird sich für solche Fälle keine eigene DL beschaffen......
Wenn hier jemand eine Rechnung bekommen sollte, dann der Patient. Bei
Auswahl seiner Wohnung/Haus hätte er ja berücksichtigen können, dass er
über normale Wege (Treppenhaus etc.) zu transportieren sein muss. Er hat
das dann wohl als "vertretbares, sehr geringes Risiko" in Kauf genommen
und muss eben jetzt blechen.
In diesem Zusammenhang ärgere ich mich immer wieder über RH/EFH mit
hübschen, engen Wendeltreppen, die ganz platzsparenend ins Obergeschoss
führen (wo dann passenderweise ;-( auch meistens das Schlafzimmer ist)
> > Eigentlich sollte das alles "auf dem kleinen Dienstweg" zu regeln
> > sein. Der RD stellt seine Fahrzeuge der FW für Brandabsicherungen
> > (=SAN-Dienst für die FW!) zur Verfügung, die FW kommt zum
> > Tragen.....
>
> Die Brandabsicherungen werden deshalb nicht in Rechnung gestellt,
> weil die Kostensatzung des bay. RD dies eben nicht vorsieht, genauso
> wie bei allen Einsätzen ohne Transport. Könnte man aber ändern,
> fragt sich nur, ob das sinnvoll ist - welche Kosten entstehen denn
> durch die Verlagerung der "Rettungswache ins Freie" im Gegensatz zur
> mit der DL anrückenden FF mit Arbeitsausfallentschädigung?
> Minimalste km-Kosten auf Seiten des RD, ein guter Stundensatz auf
> Seiten der FF/Kommune.
Im RD braucht man je nach Häufigkeit und Dauer solcher
"Brandabstellungen" ggf. einen weiteren RTW, der dann die "normalen
Dinge" erledigt. (Vorallem nach Umsetzung von TRUST, wo in sehr vielen
Gebieten die RTW teilweise extrem reduziert wurden)
> Wird ein Feuerwehrmann durch den absichernden RTW transportiert, wird
> das ganz auch normal gem. Kostenvereinbarung dessen Krankenkasse in
> Rechnung gestellt. Die ambulante Versorgung von FM(SB) lasse ich
> bewusst raus, um das Pflasterchen wirst Du mit mir nicht streiten
> wollen...
Die Versorgung vor Ort kann auch die FW leisten - EH (bei BFen auch RS
und RA) gehört zur Ausbildung und entspr. Material zur Ausstattung.
Durch die Verwendung des RD "kostenlos" als Brandabstellung spart sich
die FW Personal, Ausbildung usw. und die GUV evtl. höhere Zahlungen
wegen nicht schnell genug erfolgter Hilfe - warum muss das der RD
bezahlen?
Wenn du eine DL zum KTP als Quersubventionierung ablehnst, dann muss das
im Fall "Brandabstellung" auch für den RD gelten! Die BF-M hat ihre
eigenen "SAN-Kräfte" (BF-Zug-RTW) dabei und manche FF´s holen sich eine
benachbarte SEG für Sowas. Dann passt´s ja.
> Der "kleine Dienstweg" hat dabei IMHO nichts mit der Verrechnung zu
> tun, sondern mit der schnellen Erreichbarkeit/Verfügbarkeit. Wenn
> man die Kosten vorher kennt (und das war ja der Inhalt des
> innenministeriellen Schreibens, das eben davor warnte, das Kosten
> gegenüber dem RD geltend gemacht werden), dann ist das völlig in
> Ordnung.
Entsprechend müsste dannauch der RD die Feuerwehren "warnen", dass die
Verwendung des RD als "SAN-Dienst für FW-Leute" ebenso kostenpflichtig
ist. (und das natürlich vorher auch so in der RD-Finanzierung festlegen)
Hätte die BF Münchenkeine Zug-RTW, ich denke, min. eine komplette RD
RTW-Planstelle wäre nur für div. "Brandabsicherungen" notwendig.
> Es ist ja nicht so, dass man nie die Wahl hätte. Manche
> Kollegen haben es halt übertrieben und für jede etwas
> anstrengenderen 5.-Stock-Transport die FW geholt. Das war mal ganz
> "modern" bei den heißspornigeren Typen.
Ganz klar, so geht´s nicht. Das reine Tragen ist (auch) eine originäre
Aufgabe des RD und darum hat er sich mit seinen eigenen Kräften zu
kümmern. (was i.d.R.[1] mit einem weitern RTW oder KTW auch problemlos
zu bewältigen ist)
Gruß
Erich
[1] ....und wenn der´s selbst macht: HO-RTW fordert Tragehilfe an, wir
kommen. Vor Ort eine gut 80kg schwere Patientin mit Hüftlux. Treppenhaus
riesig, die beiden Leute des anfordernden RTW eher nicht ;-) Wir haben
dann beschlossen, dass wir alleine die Pat. zum anderen RTW tragen (was
problemlos ging) - die beiden "Kräfte" dort haben wir nicht gebraucht,
die konnten in Ruhe ihre Koffer runtertragen.....
Kann man. Wie man das dann aber dem Richter erklären will, kann man
sich in der Zeit ja überlegen.
>>Erst recht bei einem nicht-ö-r Krankentransporteur...
> Auch der wird sich für solche Fälle keine eigene DL beschaffen......
Eben. Weil es günstiger ist, sich fallbezogen eine DL zu holen.
Auch wenn man die dann bezahlen muss.
Weil die bezahlt werden muss, holt man sich die nächstgünstigere
Version, nämlich ein weiteres RD-Fahrzeug. So ist allen geholfen:
- dem Patient, weil der transportiert wird
- mit Hilfe einer weiteren RD-Besatzung wenn es ausreicht.
- mit Hilfe einer DL, wenn sie benötigt wird.
- Der FW,
- weil die DL nur dann angefordert wird, wenn sie auch gebraucht
wird
- weil der Einsatz bezahlt wird
- Dem RD, weil die Sache klar ist.
> Wenn hier jemand eine Rechnung bekommen sollte, dann der Patient. Bei
Das sollte man aber im Zweifelsfall vorher klären (Kostenübernahme-
erklärung). Wohlgemerkt, wir sprechen hier immer noch vom
Krankentransport.
> Auswahl seiner Wohnung/Haus hätte er ja berücksichtigen können, dass er
> über normale Wege (Treppenhaus etc.) zu transportieren sein muss. Er hat
> das dann wohl als "vertretbares, sehr geringes Risiko" in Kauf genommen
> und muss eben jetzt blechen.
ACK.
>>fragt sich nur, ob das sinnvoll ist - welche Kosten entstehen denn
>>durch die Verlagerung der "Rettungswache ins Freie" im Gegensatz zur
>>mit der DL anrückenden FF mit Arbeitsausfallentschädigung?
>>Minimalste km-Kosten auf Seiten des RD, ein guter Stundensatz auf
>>Seiten der FF/Kommune.
> Im RD braucht man je nach Häufigkeit und Dauer solcher
> "Brandabstellungen" ggf. einen weiteren RTW, der dann die "normalen
> Dinge" erledigt. (Vorallem nach Umsetzung von TRUST, wo in sehr vielen
> Gebieten die RTW teilweise extrem reduziert wurden)
Das ist aber eine sehr theoretische Überlegung. Wo es so häufig brennt,
dass der RD kostensignifikant durch Brandabstellungen belegt ist, ist
was anderes faul.
>>Wird ein Feuerwehrmann durch den absichernden RTW transportiert, wird
>>das ganz auch normal gem. Kostenvereinbarung dessen Krankenkasse in
>>Rechnung gestellt. Die ambulante Versorgung von FM(SB) lasse ich
>>bewusst raus, um das Pflasterchen wirst Du mit mir nicht streiten
>>wollen...
> Die Versorgung vor Ort kann auch die FW leisten - EH (bei BFen auch RS
> und RA) gehört zur Ausbildung und entspr. Material zur Ausstattung.
Eben, deshalb brauchen wir uns da drum nicht zu streiten. Deshalb
steht der RTW nicht da.
> Durch die Verwendung des RD "kostenlos" als Brandabstellung spart sich
> die FW Personal, Ausbildung usw. und die GUV evtl. höhere Zahlungen
> wegen nicht schnell genug erfolgter Hilfe - warum muss das der RD
> bezahlen?
Muss er nicht. Deshalb steht er nicht da. Unsere RD-RTW haben nichtmal
einen Wundschnellverband dabei. Da wird der Feuerwehrmann mit seiner
kleinen Risswunde auch auf den nächsten KFZ-Verbandskasten verwiesen
(IMHO zwar ein Unding, aber isso).
> Wenn du eine DL zum KTP als Quersubventionierung ablehnst, dann muss das
> im Fall "Brandabstellung" auch für den RD gelten! Die BF-M hat ihre
> eigenen "SAN-Kräfte" (BF-Zug-RTW) dabei und manche FF´s holen sich eine
> benachbarte SEG für Sowas. Dann passt´s ja.
Exakt wegen der Kostenfrage kommt bei uns eben nicht die SEG. Ausser,
sie wird gebraucht - aber nicht zur einfachen Brandabstellung. Denn
die SEG kostet wesentlich mehr als der RD (Verdienstausfall etc.). Es
gibt hier eine entsprechende Kosten-Vereinbarung des BRK (nicht-RD) mit
der FW für solche Fälle, wenn ein RD-RTW nicht mehr notwendig ist (Ent-
scheidung des EL-RD bzw. der RLSt in Absprache mit dem EL-FW) aber die
FW gerne noch zur allgemeinen Eigensicherung einen Sanitätsdienst da
hätte.
Diese Kostenvereinbarung läuft zwar auf reinen Materialersatz hinaus
(und im Normalfall keine Helferkosten, die Helfer spenden ihre Zeit
freiwillig), aber immerhin gibt es eine solche Vereinbarung.
Der og. Fall ist zugegebenermaßen selten (bisher meines Wissens genau
zwei mal bei mehrtägigen Ablöscharbeiten), meist trifft das auf die
Versorgung der FW mit Getränken und Verpflegung zu, die der RD
natürlich sowieso nicht leisten kann.
>>Der "kleine Dienstweg" hat dabei IMHO nichts mit der Verrechnung zu
>>tun, sondern mit der schnellen Erreichbarkeit/Verfügbarkeit. Wenn
>>man die Kosten vorher kennt (und das war ja der Inhalt des
>>innenministeriellen Schreibens, das eben davor warnte, das Kosten
>>gegenüber dem RD geltend gemacht werden), dann ist das völlig in
>>Ordnung.
> Entsprechend müsste dannauch der RD die Feuerwehren "warnen", dass die
> Verwendung des RD als "SAN-Dienst für FW-Leute" ebenso kostenpflichtig
> ist. (und das natürlich vorher auch so in der RD-Finanzierung festlegen)
Klar. Wenn er kostenpflichtig wäre. Er ist es halt gewolltermassen
nicht. Wäre das ein erheblicher Anteil, würden die Krankenkassen
schon entsprechend meckern.
> Hätte die BF Münchenkeine Zug-RTW, ich denke, min. eine komplette RD
> RTW-Planstelle wäre nur für div. "Brandabsicherungen" notwendig.
Deshalb bleibt sie ua. vermutlich bei den Zug-RTW. Aber eine Großstadt
ist eine andere Klasse als das flache Land.
Du meinst, die funktionieren von Anfang an nicht?
SCNR,
Das Rot war das typische Merkmal dieses Klotzes, stimmt.
> Der Nachteil war nur beim Patiententransport konnte man das Ding
> eigentlich nicht tragen, da der Monitor nur sichtbar war wenn der
> Gerätedeckel umgeklappt war, an dem wiederum der Griff befestigt war.
Ja. Aber wenn man das Teil schleppt, hat man entweder sowieso keinen
Blick für den Monitor oder für den Patienten.
>
> Aber während die FW eine Haustür aufgebrochen hat - konnte man bequehm
> daruf sitzen :-)
Nein, weil die FW das Ding zum Aufbrechen benutzt hat. :)
Servus,
B.
> Am Mon, 14 Feb 2005 13:23:41 +0100, schrieb Till Borngesser
> <borng...@kaiserslautern.dlrg.de>:
>
>
>
>>Ich muss mit dem Leben was da ist.
>>Auf einem KTW ist was noch älteres (irgendsowas graues mit paar blauen
>>Streifen drauf und Deckel zum Wegklappen damit an an die Bedeinteile und
>>den Monitor kommt, Name fällt mir grad net ein jedenfalls noch älter wie
>>der LP10).
>
>
> S&W DMS 730 bzw DMS 750 mit eingebautem Schrittmacher.
Genau, S&W.
Ist aber glaube ich auch ganz gut zum Tür öffnen geeignet. *g*
Gruß
Till
>Der Schrieb kam aber über den Weg Innenministerium -> BRK-LG -> KV,
>das IMist hat hierbei die Interessen der bay. Feuerwehren (und
>Kommunen) auf oberster Ebene entsprechend kund getan. Das ist ua. sein
>Job.
Aber der Erlass von kommunalen Kostensatzungen nicht. Und ohne eine
solche kann eine Feuerwehr gar keine Rechnung stellen. Natürlich
dürfte es inzwischen kaum noch Gemeinden mit einer DL-ausgerüsteten
Feuerwehr geben, die keine solche Kostensatzung erlassen haben.
Trotzdem haben wir im Bereich, den ich überblicke, bisher keinerlei
Schwierigkeiten mit Rechnungsstellungen durch Gemeinden nach solchen
Feuerwehr-Einsätzen.
>Habe ich nicht, deshalb habe ich oben auch ausdrücklich "Tragehilfe
>bei Krankentransporten" geschrieben. Unter diese Tragehilfe fällt
>für mich auch, aber nicht nur, der DL-Einsatz.
Genau da liegt aber unser Dissens. Es muss IMHO sehr wohl zwischen
"DL-Einsatz zur Menschenrettung" und einer "normalen" Tragehilfe
unterschieden werden. Unter Letzterer verstehe ich das Hinzuziehen
von Manpower, ohne dass es zum Einsatz von speziellen Geräten oder
technischer Unterstützung kommt, also das, was der Rettungsdienst
auch aus eigener Kraft durch Hinzuziehen weiterer Besatzungen in
den Griff kriegen kann, sofern er sie denn hat. TRUST hin oder
her, auf dem Land kriegst Du nicht ohne Weiteres zeitgerecht zusätzliche
Fahrzeuge her. Ob man allerdings dann die Feuerwehr anfordert oder
ein paar kräftige Bauernburschen aus der Nachbarschaft zusammen
trommelt, muss im Einzelfall entschieden werden.
In Erichs OP ging es aber explizit um die Anforderung technischer
Rettung (= DL) und nicht um reine "Tragehilfe".
>ich habe keine
>Lust mich ständig für Sachen rechtzufertigen, die ich nicht
>geschrieben habe. Ich werde wohl besser nicht mehr auf sowas antworten,
>das ist ermüdend...
Ich wollte Dir wirklich nicht persönlich zu nahe treten! Ich habe wohl
Deine Aussage
>>Die bay. Feuerwehr (AKA BayIMist) hat den RD mal ziemlich eingebremst
ein wenig zu wörtlich genommen und bin dabei vor allem über die Gleich-
setzung Feuerwehr = Innenministerium gestolpert.
Gruß, Richard
>Ich muss mit dem Leben was da ist.
>Auf einem KTW ist was noch älteres (irgendsowas graues mit paar blauen
>Streifen drauf und Deckel zum Wegklappen damit an an die Bedeinteile und
>den Monitor kommt, Name fällt mir grad net ein jedenfalls noch älter wie
>der LP10).
S&W DMS 730 bzw DMS 750 mit eingebautem Schrittmacher.
Ganz nette Geräte, IMHO
Der Akkupack muße zwar auf Grund ständiger Überladung
sicherheitshalber jährlich gewechselt werden, hatte dafür aber ~3Ah,
was Probleme mit "Akku leer" quasi ausschloß.
MfG
Frank
> Stefan Bruening schrieb:
>
>> Till Borngesser schrieb:
>
> [Schrittmacher]
>
>>> Den haben wir *g*
>>
>> Dann habt ihr vermutlich auch die Elektroden... n'est-ce pas?
>
>
> Nö. LP10 mit Pacer = keine Klebeelektroden für die "richtige" Defi.
*g*
richtig.
Genau den.
Und zwar 3 mal wnen mich nicht alles täuscht (1 RTW und 2 KTW).
Und deshalb kann ich auch nur einen Satz Elektroden bieten.
(Falls zur Zeit überhaupt einen).
Wir fahren hauptsächlich Rückholdienst oder SanDienste und keine
öffentlich-rechtliche Rettung.
Ich muss mit dem Leben was da ist.
Auf einem KTW ist was noch älteres (irgendsowas graues mit paar blauen
Streifen drauf und Deckel zum Wegklappen damit an an die Bedeinteile und
den Monitor kommt, Name fällt mir grad net ein jedenfalls noch älter wie
der LP10).
Zum Glück hat unser neuestes Fahrzeug jetzt einen Zoll M&-Monitor und
einen Zoll AED plus.
Gruß
Till
Frank Scheffski schrieb:
> S&W DMS 730 bzw DMS 750 mit eingebautem Schrittmacher.
> Ganz nette Geräte, IMHO
> Der Akkupack muße zwar auf Grund ständiger Überladung
> sicherheitshalber jährlich gewechselt werden, hatte dafür aber ~3Ah,
> was Probleme mit "Akku leer" quasi ausschloß.
Kommt darauf an, wie man seine Akkus pflegt und rechtzeitig
austauscht..... Ein Gerät für den RD muss meiner Ansicht nach die
Möglichkeit bieten, eine volle Funktionalität auch mit ext.
Spannungsversorgung (12/24V und 230V) zu gewährleisten. Ich hatte schon
Rea´s, bei denen die Akkus schwächelten. Mal schnell das Netzkabel in
die Steckdose (gibt´s in jeder Wohnung) und alles wäre kein Problem mehr
(geht z.B. bei ZOLL) Auch im Fahrzeug muss nicht immer der Akku belastet
werden . 12/24V sind vorhanden, warum also nicht nutzen?
Gruß
Erich
Till Borngesser schrieb:
> > S&W DMS 730 bzw DMS 750 mit eingebautem Schrittmacher.
>
> Genau, S&W.
> Ist aber glaube ich auch ganz gut zum Tür öffnen geeignet. *g*
Lieber extrem robust und einfach, als 1000 Tasten und Menueebenen....
z.B. LP12 ./. LP5: Das "Piepsen" lässt sich beim LP12 nur über ein Menue
erreichen - beim uralten LP5 reicht dazu ein simpler Drehknopf. Und was
ist nun besser?
Drehknopf nach links oder rechts drehen, bis Cursor bei der
Frequenzanzeige ist. Dann Drücken und mit Rechtsdrehen Lautstärke
wählen. Mit Drücken bestätigen.
oder:
Knopf nach rechts drehen und gut.
oder auch:
LP12: Drehknopf drehen, Drücken, Ableitung Wählen, Drücken zur
Bestätigung. ("wollen sie wirklich....")
LP5: Schalter auf gewünschte Ableitung drehen und gut.
Oder:
LP5: Taste drücken um EKG-Bild anzuhalten "das will ich mal genauer
ansehen"
LP12: ???????
Sch... moderne Technik!
Till Borngesser schrieb:
> > S&W DMS 730 bzw DMS 750 mit eingebautem Schrittmacher.
>
> Genau, S&W.
> Ist aber glaube ich auch ganz gut zum Tür öffnen geeignet. *g*
Lieber extrem robust und einfach, als 1000 Tasten und Menueebenen....
> die Beauftragung einer Privatfirma mit Hebebhühne,
> Gelenkmast etc. ist in wohl allen Fällen aus Zeitgründen nicht sinnvoll.
Wir brauchten mal in der Firma einen Autokran, um den Pylon umzulegen, zu
reinigen und wieder aufzustellen. Telefonbuch blätter, ah, Kranvermietung.
Guten Tag, ich hätte gerne für morgen einen Kran. Der Typ am Telefon hat
wohl die Muschel abgedeckt, daß man sein Lachen nicht hört - Kurze Zeit
später: Also, so in vier bis sechs Wochen könnte ich ihnen einen Kran für
einen Tag geben.
Die Aktion musste dann halt über einen Monat verschoben werden.
Da ist es doch nett, daß manche Feuerwehren einen eigenen Kran vorhalten.
Aber warum sollen die den plus Bedienpersonal kostenlos im Krankentransport
(Also kein Notfall) zur Verfügung stellen? Die Krankentransportfirma
arbeitet doch auch nicht kostenlos.
Gruß,
Markus
> Erich Kirchmayer schrieb:
>
> > die Beauftragung einer Privatfirma mit Hebebhühne,
> > Gelenkmast etc. ist in wohl allen Fällen aus Zeitgründen nicht sinnvoll.
>
> Wir brauchten mal in der Firma einen Autokran, um den Pylon umzulegen, zu
> reinigen und wieder aufzustellen. Telefonbuch blätter, ah, Kranvermietung.
> Guten Tag, ich hätte gerne für morgen einen Kran. Der Typ am Telefon hat
> wohl die Muschel abgedeckt, daß man sein Lachen nicht hört - Kurze Zeit
> später: Also, so in vier bis sechs Wochen könnte ich ihnen einen Kran für
> einen Tag geben.
> Die Aktion musste dann halt über einen Monat verschoben werden.
ich habe das Ursprungsposting nicht, aber man _kann_ Kräne auch in
kürzerer Zeit bekommen. "Neulich" beim Unfall auf der A61/Meckenheim
war der Autokran (von einem Bauunternehmen, nicht von der FW) in ca.
2-4 Stunden da. Als Notfall deklariert kommen die recht Fix - bei
entsprechendem Aufpreis natürlich. Um allerdings ein M neu gold zu
polieren, werden sie wohl kaum einen Notfalleinsatz aufmachen :)
> Da ist es doch nett, daß manche Feuerwehren einen eigenen Kran vorhalten.
> Aber warum sollen die den plus Bedienpersonal kostenlos im Krankentransport
> (Also kein Notfall) zur Verfügung stellen? Die Krankentransportfirma
> arbeitet doch auch nicht kostenlos.
Das ist natürlich eine andere Frage. Das Bauunternehmen wird den
Einsatz sicher gut berechnet haben, die Versicherung des Verursachers
muss ja zahlen.
Viele Grüße,
Sascha
> Um allerdings ein M neu gold zu
> polieren,
Das ist kein M, sondern zwei goldene Bögen (Golden Arches), die sich daraus
ergeben:
http://static.userland.com/images/SusansSperiment/mcDarch1206sm.jpg
(Auf die Schnelle nur diesen Link gefunden)
In Oberursel gibt es ein Restaurant, das an die Ursprünge anlehnt.
Schmoll,
Markus
> ich habe das Ursprungsposting nicht, aber man _kann_ Kräne auch in
> kürzerer Zeit bekommen. "Neulich" beim Unfall auf der A61/Meckenheim
> war der Autokran (von einem Bauunternehmen, nicht von der FW) in ca.
> 2-4 Stunden da. Als Notfall deklariert kommen die recht Fix - bei
> entsprechendem Aufpreis natürlich. Um allerdings ein M neu gold zu
> polieren, werden sie wohl kaum einen Notfalleinsatz aufmachen :)
Es wäre ja nicht so, das bei der BF in Bonn ein Feuerwehr-Kran steht
(inkl. Fw-Personal), der die A61/Meckenheim in deutlich weniger als 1h
erreichen könnte... (steht vis-a-vis der Autobahnauffahrt Richtung
Meckenheim, Fahrstrecke ca. 22 km)
Aber mit der Anforderung überörtlicher Hilfe tun sich ja manche EL schwer...
Gruß,
Michael
>Und sollte eine FW das anders sehen - ich würde empfehlen, dass der RD
>dann dieser FW auch eine saftige Rechnung stellt, wenn mal wieder ein
>RD-RTW zur Einsatzabsicherung eines FW-Einsatzes alarmiert wird.
Ich unterstelle, dass sowohl FW als auch RD-Organisationen auf der
Grundlage von Gesetzen arbeiten. Für die Frage des Kostenersatzes
besteht nur in wenigen Fällen ein Ermessensspielraum für die
Feuerwehr.
Gibt es in BY die rechtliche Möglichkeit, einen "auf Verdacht"
bestellten RTW bzw. nach AAO fest vorgesehenen RTW abzurechnen, wenn
kein Transport notwendig wurde?
Hierzulande kann ich als FW - rein formal - nicht einmal einen RTW
bestellen, zuständig ist allein die RLtS. Sie entscheidet auch allein,
wie viele und welche Rettungsmittel notwendig sind.
Sascha Wostmann schrieb:
> > Da ist es doch nett, daß manche Feuerwehren einen eigenen Kran
> > vorhalten. Aber warum sollen die den plus Bedienpersonal kostenlos
> > im Krankentransport (Also kein Notfall) zur Verfügung stellen? Die
> > Krankentransportfirma arbeitet doch auch nicht kostenlos.
>
> Das ist natürlich eine andere Frage. Das Bauunternehmen wird den
> Einsatz sicher gut berechnet haben, die Versicherung des Verursachers
> muss ja zahlen.
Im Fall Krankentransport: Welche Versicherung? Die Krankenversicherung?
Die wird sich totlachen! Der Patient selbst? Da kann man lange drauf
warten. Die KTP-Firma/HO? Die auch nicht, denn die bekommt das Geld ja
auch weder von Krankenkasse und vermutlich auch nicht vom Patienten.
Und "Kran beim Krankentransport" ist nicht so abwegig wie´s klingt. Hier
in M-Stadt war die BF schon mal mit Kran und "Rettungszelle" am
arbeiten, um einen besonders schweren Patienten nach unten zu befördern.
(Rettungszelle = Container mit RTW-Ausstattung und KH-Bett)
Und "ist ja nur ein Krankentransport" gilt nicht. Wenn ein normaler KTP
"technisch" nicht möglich ist, dann wird der Patient vermutlich früher
oder später zum Notfallpatienten. Vielleicht erst in Tagen, vielleicht
auch schon in einer Stunde. Kommt erst dann die FW kostenlos mit
Kran/DL/etc. zur Rettung?
"Retten, Löschen, Bergen, Schützen" ist das Motto der Feuerwehr. Eine
eingeklemmte Person, einen Brand, eine abgestürzte Person oder
Gefahrstoffe "erledigt" die FW ganz selbstverständlich im Rahmen ihres
Auftrags und gemäss ihres Mottos. Selbst "Katze auf Baum" oder "Wespen
vor´m Fenster" sind da mit drin und ein verletzter Schwan etc. wird
schon mal kostenlos gerettet und das Ganze dann medienwirksam
dargestellt. Nur für "nur" kranke Menschen fühlt sich die FW nicht so
selbstverständlich zuständig und wedelt bei Inanspruchnahme ihrer Hilfe
gleich mit der Rechnung?
Ganz klar - es gibt Fälle, in denen die Manpower der FW als bequeme
Tragehilfe missbraucht wird, obwohl sie nicht nötig gewesen wäre. Wenn
der RD (oder KTP) an seine technischen und personellen Grenzen kommt,
dann halte ich es eigentlich für selbstverständlich, auf die FW
zurückgreifen zu können. Kostenlos für den Betroffenen und den
Anforderer. Wie auch bei "Katze im Baum" oder "verletzter Schwan".
Und sollte eine FW das anders sehen - ich würde empfehlen, dass der RD
dann dieser FW auch eine saftige Rechnung stellt, wenn mal wieder ein
RD-RTW zur Einsatzabsicherung eines FW-Einsatzes alarmiert wird.
Gruß