Gruß,
HK
"Handkees" (wie wäre es mit einem Realnamen?) schrieb:
> [...] Und die RAs sind auch oft viel bescheidener, als die RS, für
> die Blaulicht alles zu sein scheint. Diese Kluft ist unbegründet
> und muß geschlossen werden, damit der RS für den Patient so wertvoll
> wie der RA wird und präklinische Versorgung auch welche ist.
> Denkt mal drüber nach....
*nachdenknachdenknachdenkfieberhaftnachdenk* Hmm, dieser Beitrag
verdient IMO die Höchstpunktzahl für unsachliche, verallgemeindernde und
teilweise polemisierende Sicht- und Darstellungsweise.
Ich halte den Diskussionsanlaß für ebenso überflüssig wie sachlich _so_
nicht haltbar; wir können jetzt gerne eine Einzelfalldiskussion über
dieses "Thema" beginnen, dies ist aber wohl eher vergebliche Liebesmüh'.
Was Kompetenz angeht: Die Kompetenzen sind IMHO klar geregelt, wie es
_allgemein_ in der Praxis aussieht hängt von einer Vielzahl _sehr_
weitgefaßter Variablen ab. Und eine Diskussion über die angebliche
_allgemeine_ Inkompetenz von RS zu beginnen kann doch wohl nicht Sinn
und Zweck dieser NG sein. Oder sollen wir hier auch wieder über
Anerkennungsregelungen zum RA diskutieren? Wieviel Prozent der RA's in
diesem Lande haben denn über die berüchtigten Übergangsregelungen das
Recht zum Führen der Berufsbezeichnung zugestanden bekommen? Wo also
ziehst Du denn die Grenze?
Wie dem auch sei: Über diesen Beitrag kann man sich höchstens ein wenig
wundern, aber keinesfalls eine ernstgemeinte Diskussion auf der von Dir
gelieferten Basis beginnen...
BTW: Jetzt komm' mir nicht wieder mit "...diesen Beitrag habe ich
absichtlich polemisch formuliert um eine interessante Diskussion zu
entfachen..." oder ähnlichen Sprüchen. ;o)
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Ingmar Matthias Bolle - Kaulbachstr. 44 - 60596 Frankfurt/Main
Fachbereich Humanmedizin der J. W. Goethe-Universitaet
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Fon: +49 (0)69 611280 | GSM: +49 (0)177 2335431 | ICQ: 5173021
>Ich frage mich wirklich, wieso sich hier im Forum immer so viele
>Rettungssanitäter für so furchtbar (notfall)kompetent halten. Bestimmt 50%
>aller Rettungssanis, die ich kennengelernt habe, erfassen oft die Tragweite
>eines kranken Patienten und sind nicht mal fähig verlässlich RR zu messen.
>EKG,
>korrekte Lagerung, Beschriftung und Dokumentation von allem was i.v.
>reinläuft,
>sind oft Dinge, wo Sanis mehr zu wissen glauben, als sie tun.Richtige
>"Stehrumchen". Doch Blaulicht ist nicht alles.
>Anders dagegen sind sämtliche Rettungsassistenten, betone Assistenten
>hyperkompetent, routiniert und oft besser als der NEF-Dok selbst. Und die RAs
>sind auch oft viel bescheidener, als die RS, für die Blaulicht alles zu sein
>scheint.
>Diese Kluft ist unbegründet und muß geschlossen werden, damit der RS für den
>Patient so wertvoll wie der RA wird und präklinische Versorgung auch welche
>ist.
>Denkt mal drüber nach....
Würde ich ja gerne.
Ich verstehe nur nicht, was Du uns damit sagen willst...
Vielleicht kannst Du das noch ein klein wenig erläutern, etwas Struktur
hineinbringen, aufpassen, daß Du nicht versehentlich Worte vergißt und die
Satzbauregeln der verwendeten Sprache beherzigen (einschließlich Kommas; wenn
Du da nicht so fit bist, mach lieber kürzere Sätze, kein Problem).
Oli
>Ich frage mich wirklich, wieso sich hier im Forum immer so viele
>Rettungssanitäter für so furchtbar (notfall)kompetent halten.
erstens habe ich nicht den Eindruck, dass Leute hier mit ihrer
"Notfallkompetenz" prahlen und zweitens, woher weisst Du
so genau, wer jetzt RA, RS oder sonstwas ist?
>Bestimmt 50%aller Rettungssanis, die ich kennengelernt habe,
> erfassen oft die Tragweite eines kranken Patienten
??? Aussage dieses Satzes kapiere ich nicht
>und sind nicht mal fähig verlässlich RR zu messen.
>EKG, korrekte Lagerung, Beschriftung und Dokumentation von
>allem was i.v. reinläuft, sind oft Dinge, wo Sanis mehr zu
>wissen glauben, als sie tun.Richtige
>"Stehrumchen". Doch Blaulicht ist nicht alles.
Sicher gibt es im immer mal wieder _einzelne_, die sich fuer wunder
wie gut halten, wenn sie irgend etwas zu tun versuchen, was ihre
Kompetenzen und Faehigkeiten ueberschreitet und dabei die
Basismassnahmen vergessen oder auesserst mangelhaft ausfuehren.
Meiner Erfahrung nach tritt dieses Phaenomen aber "durch alle
Schichten hindurch" auf und ich wage zu behaupten, dass es
San.-Helfer gibt, bei denen ein Patient besser versorgt
wird als bei bestimmten hauptamtlichen RAs.
>Anders dagegen sind sämtliche Rettungsassistenten, betone Assistenten
>hyperkompetent, routiniert und oft besser als der NEF-Dok selbst. Und die RAs
>sind auch oft viel bescheidener, als die RS, für die Blaulicht alles zu sein
>scheint.
Meinst Du das ironisch? Andernfalls haette die Behauptung in etwa die Qualitaet
von: "alle Gynaekologen kann man im aerztlichen Notfalldienst vergessen,
wohingegen alle Internisten Spitze sind" oder "alle Kebap-Verkäufer braten
Ratten,
was bei Pizza-Baeckern nie vorkommt", also bitte keine plumpen
Verallgemeinerungen!
>Diese Kluft ist unbegründet und muß geschlossen werden, damit der RS für den
>Patient so wertvoll wie der RA wird und präklinische Versorgung auch welche
>ist.
auch hier: Aussage = ????
P.S.: ich wollte weder Gynaekologen, noch Kebap-Verkaeufer und schon
garnicht Pizzabaecker beleidigen!
P.P.S: kann es sein, dass Du dich einfach ueber einen bestimmten RS geaergert
hast und hier einfach nur "Luft ablassen willst?"
Gruß, Berti
(Berthold Reinle)
BeReinle <bere...@aol.com> schrieb im Beitrag
<199806142218...@ladder01.news.aol.com>...
> Im Artikel <199806132159...@ladder03.news.aol.com>,
hand...@aol.com
> (Handkees) schreibt:
> Erstmal ein grosses ???????? zu diesem Posting.
> Ich verstehe beim besten Willen nicht, was Du eigentlich
> sagen willst.
Da bist du nicht ganz alleine ;-)))
> Sicher gibt es im immer mal wieder _einzelne_, die sich fuer wunder
> wie gut halten, wenn sie irgend etwas zu tun versuchen, was ihre
> Kompetenzen und Faehigkeiten ueberschreitet und dabei die
> Basismassnahmen vergessen oder auesserst mangelhaft ausfuehren.
> Meiner Erfahrung nach tritt dieses Phaenomen aber "durch alle
> Schichten hindurch" auf und ich wage zu behaupten, dass es
> San.-Helfer gibt, bei denen ein Patient besser versorgt
> wird als bei bestimmten hauptamtlichen RAs.
Allerdings! Da kenne ich aus eigener Erfahrung Beispiele! Und zwar so
negative, daß ich inzwischen der Meinung bin, mich in einer bestimmten
Stadt/Gegend lieber von einem Jung-Sani von uns statt von dem dortigen,
regulären RD versorgen zu lassen!
> P.P.S: kann es sein, dass Du dich einfach ueber einen bestimmten RS
geaergert
> hast und hier einfach nur "Luft ablassen willst?"
Kann schon sein..... Vielleicht zielt der Artikel ja auf die mancherorts
inzwischen übliche Prxis der Ausbildung ab: RS im Schnellgang, weil es das
Gesetz so will, die "wahren Profis" sind die RA. Kann ich nur nicht ganz
nachvollziehen......
--
Gruß
Erich Kirchmayer
Dieser Beitrag gibt ausschliesslich meine persönliche Meinung zum Thema
wieder
--- Müllerstr. 48 --- 80469 München --- Tel. 089/231182-0, Fax:
089/231182-22
> Denkt mal drüber nach....
>
> Gruß,
> HK
HM!....Also, ich habe - zumindest kurz - ueber Deine Ausfuehrungen
nachgedacht und habe nicht dass Gefuehl, dass hier pauschal ueber
RettSan verbreitet wird, sie wuerden inkompetent handeln und nur
"Blaulichtgeil" sein oder dass RettAss immer hoechst qualifiziert
"oft besser als ein NA (...was aber mit Sicherheit manchmal auch nicht
schwer ist .-))" sind.
Es gibt - wie ueberall - sowohl bei den RettSan, wie auch bei den
RettAss sehr fitte und qualifizierte Kollegen, die auch auf eine
staendige Weiterbildung schauen; aber auch ziemliche pfeiffen.
(...Genauso aber auch bei den Notaerzten!!...)
Und auch "Blaulichtgeile" Kollegen gibt es wahrscheinlich bei beiden
ziemlich ausgewogen.
Grundsaetzlich ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass der
RettAss nunmal - seit 1989 - eine zweijaehrige Berufsausbildung
absolvieren muss, um das Berufsbild "Rettungsassistent" fuehren
zu duerfen. Der RettSan nicht!...Dementsprechend kann man - auch
wenn man es wie oben beschrieben nicht verallgemeinern kann - davon
ausgehen, dass man einem "Durchschnitts-RettAss" mehr zumuten und
zutrauen kann, als einem "Durchschnitts-RettSan". Oder?
Jetzt wirst Du sicherlich mit der Aussage "Aber ein umgeschriebener
RettAss ist doch auch nur ein RettSan" kommen. Dazu: Natuerlich hat
sich die damalige Ausbildung nicht viel - wenn zumindest bei uns schon
in einigen Punkten - unterschieden. Aber erstens haben die umge-
schriebenen RettAss inzwischen eine weitaus hoehere Einsatzerfahrung
als die danach gekommenen RettSan und die "neuen" und "frischen"
RettAss, und zweitens muss man bei einer Neueinfuehrung einer Berufs-
bezeichnung nunmal irgendwann einen Schlußstrich ziehen. Ein "guter"
und "gewissenhafter" RettAss (egal ob umgeschrieben oder nicht) wie
auch ein RettSan werden staendig auf Weiterbildung achten.
Also, denk doch auch mal darueber nach.
Gruss
Walter
RettAss (...der sich staendig fortbildet und nicht ueber seine
RettSann Kollegen herzieht.)
Hallo Handkees!
Am 13 Jun 1998 21:59:02 GMT schrieb Handkees in
<199806132159...@ladder03.news.aol.com>:
[dummes Geschwätz entsorgt]
Schade, dass jetzt sogar d.e.n. von Trollen heimgesucht wird.
*plonk*
Gerald
--
In 1968 it took the computing-Power of 2 C-64 to fly a rocket to the moon.
Now, 1998 it takes the Power of a Pentium 233 MMX to run Windows 98.
Something must have gone wrong.
Patientenübergabe nach 45 min. erfolgreicher
Rea bei einer 60 jährigen an die Intensiv-Station.
Intensiv-Pfleger WÖRTLICH !!!:
" Das gibt es ja wohl nicht. Jetzt kommen die hier
mit so was an. Das lohnt doch sowieso nicht mehr."
Kann sein, das der Pfleger einen stressigen Tag hatte.
Kann sein, das er einfach nicht gut drauf war.
Aber ich fand es echt den Hammer. Du siehst, auch unter
Deinen "Kollegen" gibt es schwarze Schafe, so wie
bei "uns" auch.
Gruss Tobias
zu allem Übel jetzt auch noch ein Spruch von meinereiner:
"Wer wirklich gut ist, IST einfach gut, und redet nicht ständig davon,
WIE gut er ist!"
So long,
Jörg Zacharias
> Im Artikel <om26...@germanynet.de>, 101.1...@germanynet.de (Walter jun.
> Kohlenz) schreibt: >Grundsaetzlich ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass
> der >RettAss nunmal - seit 1989 - eine zweijaehrige
> Berufsausbildung >absolvieren muss, um das Berufsbild "Rettungsassistent"
> fuehren >zu duerfen. Naja, seit einiger Zeit hat es sich auch auf den
> Arbeitsämtern 'rumgesprochen, daß es schneller geht und billiger ist, wenn man
> einen A'losen zum RS ausbilden läßt und ihn sofort anschließend zur
> Weiterbildung zum RA für RS schickt. Meines Erachtens geht das völlig am
> eigentlichen Willen des Gesetzgebers vorbei und ist dazu noch gefährlich. Und
> nützen tut es auch kaum was, denn der Markt für RA's ist auch einigermaßen
> dicht... Oli
Hallo Olli!
Mit Deinen Ausfuehrungen hast Du mit Sicherheit recht. Nichts desto
trotz widersprichst Du damit jedoch nicht im Geringsten meiner
Aussage. Ganz im Gegenteil ist es einem Arbeitgeber noch viel eher
moeglich, sich einen "guten" RA auszusuchen, denn es steht - wie
Du darlegst - eine grosse Auswahl an RA auf dem Markt zur Verfuegung.
Dass da auch wieder "pfeiffen" darunter sind ist - wie ueberall -
klar...Aber von einer guten Rettungsdienst-Fuehrungskraft muss ich
erwarten koennen, dass sie mir einen geeigneten Kandidaten einstellt
und dass duerfte wegen der grossen Angebots auch nach Deiner Aussage
kein alzu grosses Problem werden, selbst wenn ein paar Arbeitsamts-RA
auf dem markt herumschwirren (Und uns allen ist doch wohl klar, dass
das mit Sicherheit nicht die Mehrzahl ist, oder !?).
Also, bis denne.
Walter
Auch RA; aber ohne Arbeitsamt...(So´n Mist, kann man da Geld vom
Arbeitsamt dafuer bekommen ? :-)...Irgendwas mache ich da falsch!)
> Im Artikel <om26...@germanynet.de>, 101.1...@germanynet.de (Walter jun.
> Kohlenz) schreibt: >Grundsaetzlich ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass
> der >RettAss nunmal - seit 1989 - eine zweijaehrige
> Berufsausbildung >absolvieren muss, um das Berufsbild "Rettungsassistent"
> fuehren >zu duerfen. Naja, seit einiger Zeit hat es sich auch auf den
> Arbeitsämtern 'rumgesprochen, daß es schneller geht und billiger ist, wenn man
> einen A'losen zum RS ausbilden läßt und ihn sofort anschließend zur
> Weiterbildung zum RA für RS schickt. Meines Erachtens geht das völlig am
> eigentlichen Willen des Gesetzgebers vorbei und ist dazu noch gefährlich. Und
> nützen tut es auch kaum was, denn der Markt für RA's ist auch einigermaßen
> dicht... Oli
Hallo Oli! (...die 2.te)
Du sprichst (bzw. schreibst) hier so, als ob Du Dich im Bereich der
RettAss Ausbildung auskennen wuerdest. Ist Dir ueberhaupt klar, was
Ausbildungsinhalt dieser Berufsausbildung ist; und ist Dir auch bekannt,
inwieweit sich die Ausbildungszeit und der Lehrinhalt verkuerzt, wenn
Du als Quereinsteiger in diese Ausbildung gehst?....Weisst Du weiterhin,
was mutmasslicher Wille des Gesetzgebers war und ist und kannst Du mir
genauer erlaeutern, was bei der von Dir angesprochenen Regelung - die
mir in dieser Form etwas konstruiert vorkommt - so besonders
gefaehrlich ist? Gefaehrlicher als einen Heilpraktiker - ohne
Berufsausbildung - als Behandler taetig werden zu lassen oder
- bisher - einen Arzt als Notarzt einzusetzen, obwohl dieser noch nie
in seinem Leben unter Notfallbedingungen intubiert hat oder ein
Notfall-EKG ausgewertet hat?
Erlaeutere mir dies doch mal bitte ausfuehrlich. Bin gespannt!
Gruss
Walter
taetig in der medizinischen Rechtsabteilung "Grundsatz- und
Rechtsfragen" eines grossen Versicherungskonzernes und dort
federfuehrend zustaendig fuer Rettungsdienste, Notfall- und
Intensivmedizin....und unter anderem auch RettAss.
P.S.: Glaubst Du allen Ernstes auch, dass der Arbeitsmarkt fuer
RettAss gesaettigter ist, als der fuer studierte Humanmediziner ?
...Oh mann! Von was traeumst Du eigentlich nachts?
>Hallo Oli! (...die 2.te)
Hallo Walter jun. !
>Du sprichst (bzw. schreibst) hier so, als ob Du Dich im Bereich der
>RettAss Ausbildung auskennen wuerdest. Ist Dir ueberhaupt klar, was
>Ausbildungsinhalt dieser Berufsausbildung ist; und ist Dir auch bekannt,
>inwieweit sich die Ausbildungszeit und der Lehrinhalt verkuerzt, wenn
>Du als Quereinsteiger in diese Ausbildung gehst?....
Ich bin Lehrrettungsassistent und Ausbilder und denke schon, mich ein
wenig in der RA-Ausbildung auszukennen. Sonst würde ich soetwas nicht
schreiben.
BTW. Bist Du eigentlich im RD tätig oder entspringen Deine Kenntnisse mehr so
der Theorie?
>Weisst Du weiterhin,
>was mutmasslicher Wille des Gesetzgebers war und ist und kannst Du mir
>genauer erlaeutern, was bei der von Dir angesprochenen Regelung - die
>mir in dieser Form etwas konstruiert vorkommt - so besonders
>gefaehrlich ist?
Nun ja, in meiner Zeit als stud.jur. (okay, ich hab nach sechs Semestern dann
doch andere Interessen weiterverfolgt) hat man uns unter anderem beigebracht,
Gesetze auch unter diesem Aspekt zu sehen. Wenn ich mir die Doku des RettAssG
anschaue, ging es dem Gesetzgeber nicht darum, einen "Nebenweg" zu schaffen
für Leute, die von Null auf RA keine vollen zwei Jahre brauchen wollen. Die
Möglichkeit der Weiterbildung vom RS zum RA fußt auf der stillschweigenden
Annahme, daß der Azubi bereits als RS diverse Erfahrungen sammeln und
Kenntnisse erwerben konnte, die weitere Ausbildung dementsprechend verkürzt
werden kann.
In eben diesen Fällen stimme ich dem ja auch zu.
Aber in dem von mir geschilderten (in S-H real existenten) Fall geht es
wirklich nur
darum, Zeit zu sparen. Und die Gefahr dabei liegt doch auf der Hand: Wichtige
Ausbildungsinhalte (hier die Tätigkeit als RS) werden sozusagen auf einen
Zeitpunkt
verschoben, wo der Mann/die Frau bereits RA ist.
Ansonsten hätte ja die ganze RA-Ausbildung zB um ein halbes Jahr verkürzt
werden
können, man hätte mit dem RS-Lehrgang angefangen und dann gleich weitergemacht.
Hätte volkswirtschaftlich vielleicht sogar was gebracht, da die fertigen RA dem
Arbeitsmarkt (so er sie denn aufnehmen kann) früher zur Verfügung gestanden
hätten.
>Gefaehrlicher als einen Heilpraktiker - ohne
>Berufsausbildung - als Behandler taetig werden zu lassen oder
>- bisher - einen Arzt als Notarzt einzusetzen, obwohl dieser noch nie
>in seinem Leben unter Notfallbedingungen intubiert hat oder ein
>Notfall-EKG ausgewertet hat?
Sorry, hier wirst Du unsachlich. Von Ärzten und Heilpraktikern habe ich nichts
gesagt.
Das eine hat wohl mit dem anderen auch nix zu tun.
Sollte ich Dich vielleicht irgendwo getroffen haben? Vielleicht kannst Du das
mal
"ausführlich erläutern"?
>Erlaeutere mir dies doch mal bitte ausfuehrlich. Bin gespannt!
Ich auch.
>
>Gruss
>Walter
>taetig in der medizinischen Rechtsabteilung "Grundsatz- und
>Rechtsfragen" eines grossen Versicherungskonzernes und dort
>federfuehrend zustaendig fuer Rettungsdienste, Notfall- und
>Intensivmedizin....und unter anderem auch RettAss.
Gruß,
Oli
tätig in der medizinischen Notfallrettung (Rettungswache) eines
mittleren Landkreises und dort (während der Dienstzeit) federführend
zuständig für die Patientenversorgung auf dem RTW.... und unter
anderem auch für die Ausbildung von RA-Praktikanten.
Ferner tätig in einer Einsatzleitstelle einer großen internationalen Hilfs-
organisation in einer großen deutschen Stadt und dort (während der
Dienstzeit) zuständig für alle anfallenden Aufgaben.
Weitehin tätig am Fachbereich Mediensinformatik an der Fachhochschule
Wedel (S-H) und dort in erster Linie beschäftigt mit dem Aneignen von
Wissen.
>P.S.: Glaubst Du allen Ernstes auch, dass der Arbeitsmarkt fuer
>RettAss gesaettigter ist, als der fuer studierte Humanmediziner ?
Habe ich das behauptet?
[...]
>Und das passiert definitiv keinem RA, da geh ich jede Wette ein.
Was zu beweisen wäre.
Mir fallen auf Anhieb im hiesigen RD genug RA ein, auf die das nicht
zutrifft.
Erlebnis eines Kollegen (RS), als er mit dem KTW einen Notfall hatte:
Patientin ist hypertonisch, wird bewußtlos, Kollege zieht RTW und NEF
nach. RTW-Besatzung kommt rein, wird über die Situation informiert.
Anschließender Dialog (sinngemäß):
RTW-RA: (holt weiße Tabletten aus der Tasche) "geben wir ihr
doch mal ne Pille hiervon, dann geht der RR runter"
KTW-RS: "Wie willst Du die denn hineinbekommen?"
RTW-RA: "Mitm Glas Wasser geht das schon"
KTW-RS: "He, die Patientin ist bewußtlos, wie soll das denn
funktionieren?"
RTW-RA: "Wir haben doch da noch diese roten Kapseln..:"
RTW-RS: "Genau, die kann man vorne anstechen und dann ausdrücken"
...Kollege dreht fast durch...
RTW-RA: "Ach, der Doc ist gleich da, soll der doch entscheiden".
Soviel dann zu "das passiert definitiv keinem RA". Ich kenne (leider)
genug RA allein im hiesigen RD, die genau so inkompetent sind wie der
aus obigem Einsatz.
cu,
Ulf
Ulf Uhrmann
Solingen, Germany
EMail: u.uh...@gmx.net
> zu allem Übel jetzt auch noch ein Spruch von meinereiner:
>
> "Wer wirklich gut ist, IST einfach gut, und redet nicht ständig davon,
> WIE gut er ist!"
Oh ja, so einen Spruch kenne ich auch:
"es ist besser etwas zu tun als etwas zu sein."
Sascha
--
s...@gmx.de
Quote of Today :
Schneller als ein Knoellchen.
> <sorry, stromausfall... mag sein, da=DF du diese mail 2x
> bekommst - nix =
> f=FCr=0Aungut>
>
> Im Artikel <0h25...@germanynet.de>, 101.1...@germanynet.de
> (Walter jun. Kohlenz) schreibt:
>
Hallo Oli!
> Ich bin Lehrrettungsassistent und Ausbilder und denke schon, mich ein
> wenig in der RA-Ausbildung auszukennen. Sonst w=FCrde ich
> soetwas nicht=
> =0Aschreiben.
Das ist ja schoen!....Waerst in dieser Newsgroup nicht der Erste!
(...und bestimmt auch nicht der Letzte!)
> BTW. Bist Du eigentlich im RD t=E4tig oder entspringen Deine
> Kenntnisse m=
> ehr so
> der Theorie?
Ja, da kann ich Dich beruhigen. Ich bin taetig im Rettungs- und
Notarztdienst einer Landeshauptstadt und in einem
benachtbarten Landkreis (etwas laendlicher). Weiterhin jahrelang
- und so weit es meine Zeit noch zulaesst - sehr aktiv im
Interhospitaltransfer mit ITW und ITH.
..Nebenbei noch Einsatzleiter und Taktischer Leiter in DLRG und
BRK und leite seit Jahren eine SEG (Rettungsdienst und San-Sienst)
..Bin auch Ausbilder in den oben genannten Bereichen...Genug?...
Wenn nicht, dann bitte ueber e-mail, denn diesen Mist, zudem sich das
hier langsam entwickelt, sollte man aus der newsgroup raushalten.
> ...ging es dem Gesetzgeber nicht darum, einen "Nebenweg"
> zu schaff=
> en
> f=FCr Leute, die von Null auf RA keine vollen zwei Jahre
> brauchen wollen.=
Das stimmt, aber er hat es - in teilweise wirklich sehr bedenklichen
Faellen - zugelassen und tut dies immer noch....Der Gesetzgeber sieht
hier wohl - obwohl die Problematik hinlaenglich bekannt ist - noch
immer keinen Handlungsbedarf. (...Im uebrigen genauso bei der Regelung
der RettAss-Kompetenzen --> aber anderes Thema!)
> Die
> M=F6glichkeit der Weiterbildung vom RS zum RA fu=DFt auf der
> stillschweig=
> enden
> Annahme, da=DF der Azubi bereits als RS diverse Erfahrungen
> sammeln und
> Kenntnisse erwerben konnte, die weitere Ausbildung
> dementsprechend verk=
> =FCrzt
> werden kann.
Is ja auch oft so. Wie ueberall gibt es auch hier Ausnahmen.
> >Gefaehrlicher als einen Heilpraktiker - ohne
> >Berufsausbildung - als Behandler taetig werden zu lassen oder
> >- bisher - einen Arzt als Notarzt einzusetzen, obwohl dieser noch nie
> >in seinem Leben unter Notfallbedingungen intubiert hat oder ein
> >Notfall-EKG ausgewertet hat?
>
> Sorry, hier wirst Du unsachlich. Von =C4rzten und Heilpraktikern
> habe ich=
> nichts=0Agesagt.
Unsachlich ist das meines Erachtens ueberhaupt nicht. Ganz im
Gegenteil. Es soll hier nur aufzeigen, dass der Gesetzgeber in vielen
- teilweise noch viel sensibleren Bereichen - oftmals keinen
Handlungsbedarf sieht. Da sind einem nunmal die Haende gebunden und
damit muessen wir uns halt abfinden (...oder Politiker werden und
diese Mißstaende aendern :-)). Genauso ist es mit der RS zu RA
Problematik.
> Sollte ich Dich vielleicht irgendwo getroffen haben?
Auch hier kann ich Dich beruhigen. Du hast mich nicht im Entferntesten
getroffen. Ich finde mich in Deinen Ausfuehrungen ueberhaupt nicht
(...Wie denn auch?...und sollte ich?)...
> Ich auch.
..und? Spannung geloest?
> Gru=DF,
> Oli
> t=E4tig in der medizinischen Notfallrettung (Rettungswache) eines
> mittleren Landkreises und dort (w=E4hrend der Dienstzeit)
> federf=FChrend
> zust=E4ndig f=FCr die Patientenversorgung auf dem RTW.... und unter
> anderem auch f=FCr die Ausbildung von RA-Praktikanten.
> Ferner t=E4tig in einer Einsatzleitstelle einer gro=DFen
> internationalen =
> Hilfs-
> organisation in einer gro=DFen deutschen Stadt und dort (w=E4hrend der
> Dienstzeit) zust=E4ndig f=FCr alle anfallenden Aufgaben.
> Weitehin t=E4tig am Fachbereich Mediensinformatik an der
> Fachhochschule
> Wedel (S-H) und dort in erster Linie besch=E4ftigt mit dem
> Aneignen von
> Wissen.
..Nicht nur Aneignen....auch Anwenden!
Gruss
Walter
taetig u.a. wie oben beschrieben in mehreren HiOrg´s...bla bla bla
(ausfuehrlicher Lebenslauf wird gerne auf Stellenangebot, das meine
derzeitige Stelle weit uebertifft, und gegen Briefmarken im Wert von
20 DM zugesandt :-)....)
> KTW-RS: "He, die Patientin ist bewußtlos, wie soll das denn
> funktionieren?"
> RTW-RA: "Wir haben doch da noch diese roten Kapseln..:"
> RTW-RS: "Genau, die kann man vorne anstechen und dann ausdrücken"
> ...Kollege dreht fast durch...
> RTW-RA: "Ach, der Doc ist gleich da, soll der doch entscheiden".
>
> Soviel dann zu "das passiert definitiv keinem RA". Ich kenne (leider)
> genug RA allein im hiesigen RD, die genau so inkompetent sind wie der
> aus obigem Einsatz.
jaja das schlimme ist, das solchen Leuten eigentlich nie jemand an den
Karren fährt. Traurig aber wahr! ! Wäre es da nicht besser gewesen nur
das NEF nachzuziehen und den Job im KTW alleine zu fahren, bevor man sich
solche Leute holt :-) Nun ja man kann halt schlecht, nach dem man
erfahren hat, wer mit dem RTW kommt über BOS rufen " NEIN Leitstelle DER
nicht ! ! ! ;-)
Gruß
Marco
>..Nebenbei noch Einsatzleiter und Taktischer Leiter in DLRG und
>BRK und leite seit Jahren eine SEG (Rettungsdienst und San-Sienst)
>..Bin auch Ausbilder in den oben genannten Bereichen...Genug?...
>Wenn nicht, dann bitte ueber e-mail, denn diesen Mist, zudem sich das
>hier langsam entwickelt, sollte man aus der newsgroup raushalten.
Sorry, aber das ist sicher nicht OT, und vor allem wollte ich diese Frage schon
immer mal jemand so wichtigem stellen:
Was macht einer wie Du, der in so vielen wichtigen Positionen und Ämtern ist,
wenn jetzt die DLRG, das BRK und die SEG und alles was Du sonst noch so machst
gleichzeitig Alarm haben?
Kannst Du Dich dann teilen, oder müssen die meisten dann eben sehen, wie sie
zurechtkommen?
Oli
Hallo Oli!
1. Es ist sehrwohl moeglich diese Aufgaben wahrzunehmen, denn -wie Du als
angeblich "Allwissender in diesem Gebiet" auch wissen solltest- kann
man Führungspositionen temporaer besetzen, d.h. es muss nicht immer
die gleiche Person, sondern eine Person mit - moeglichst - gleich
hoher Qualifikation, diese Funktion im Einsatzfall uebernehmen.
(--> oder ist bei Euch z.B. der EL-RD nur durch eine Person besetzt,
die diese Stelle bis an ihr Lebensende inne hat?)
2. BRK, DLRG und SEG sind nicht drei verschiedene HIOrg´s, sondern
nur zwei (DLRG und BRK) --> auch das solltest Du wissen!! Die SEG
ist ein Teil einer HiOrg.
3. Wie Du weiterhin wissen solltest, kommen sich die Bereiche DLRG
(Wasserrettung)und BRK (hier: Sanitaetsdienst/Rettungsdienst) selten
mit gleichen Einsaetzen des von Dir angesprochenen Ausmasses in die
Quere. Und wenn, dann gilt u.a. das in Punkt 1 Gesagte...Weitere
einsatztaktische Erlaeuterungen dann nicht mehr hier in dieser group
..(Wo ist hier der Unterschied zu einer Person im BRK die
gleichzeitig in der Wasserwacht oder Feuerwehr ist???)
4. Deine Polemik traegt zu dieser sonst eigentlich recht informativen
newsgroup ueberhaupt nichts bei. Es ist ein "kleiner" Unterschied, ob
man sich wichtig macht (--> denk Du doch mal darueber nach), oder ob
man eine Reihe von Schulungen und Ausbildungen absolviert hat und damit
in einigen Bereichen mit Sicherheit qualifizierter ist als manch anderer.
Diese Qualifikationen sollte man meines Erachtens so umfassend wie moeglich
zur Verfuegung stellen, damit moeglichst viele Patienten davon Nutzen haben.
Mir geht es hier primaer um den Patienten und nicht um einen Verein.
--> Das hat doch nichts mit "Wichtig Sein" zu tun, so wie Du es
angreifend verwendest.
Unter "sich wichtig machen" verstehe ich vielmehr jemanden, der im
Bereich des Rettungsdienstes und der Notfallmedizin noch -annaehernd-
keine Ausbildung absolviert hat und grosse Reden diesbezueglich schwingt.
Abschliessend bitte ich Dich, Dir jemand anderen und vor allem in einem
anderen Forum (--> nicht dieser newsgroup!) zu suchen, mit dem Du Dich
auf persoenliche Gerangel einlassen kannst. Mir ist hierzu die Zeit zu
Schade und zu knapp und ich moechte hier sinnvolle und zielfuehrende
Diskussionen zum newsgroup-Thema fuehren. Diese newsgroup heisst nicht:
de.etc.sinnlos-schwaezen-und-bloed-daherreden.
Bye
Walter
Hallo Ihr Streithähne,
ich kann dazu eigentlich nur meinen Spruch von neulich wiederholen:
"Die die gut sind, sind es einfach und reden nicht ständig drüber...."
DA solltet Ihr mal drüber nachdenken.
So long,
Jörg
>1. Es ist sehrwohl moeglich diese Aufgaben wahrzunehmen, denn -wie Du als
>angeblich "Allwissender in diesem Gebiet" auch wissen solltest- kann
>man Führungspositionen temporaer besetzen, d.h. es muss nicht immer
>die gleiche Person, sondern eine Person mit - moeglichst - gleich
>hoher Qualifikation, diese Funktion im Einsatzfall uebernehmen.
>(--> oder ist bei Euch z.B. der EL-RD nur durch eine Person besetzt,
>die diese Stelle bis an ihr Lebensende inne hat?)
Nein, natürlich nicht. Das war auch nicht Inhalt meines Postings; es ging mir
auch nicht darum, wie es hier ist, sondern ich habe auf Deine Äußerungen
geantwortet.
M.E. (siehe entsprechende eMail) sollte schon darauf geachtet werden, daß die
Verfügbarkeits-Wahrscheinlichkeit eines Einheitenführers nicht schon dadurch
gemindert wird, daß er noch anderweitig weitere wichtige Aufgaben wahrzunehmen
hat. Das gilt auch für Helfer, ist da nur nicht ganz so tragisch, weil die eben
leichter zu ersetzen sind als hochkompetente Führungskräfte.
(z.B. achtet die BF HH sehr darauf, daß ihre Mannen ihren Dienst abgeleistet
haben (BW oder Zivi, notfalls noch während sie schon zur BF gehören) und nicht
irgendwo KatS-Verpflichtet sind. Es wurde nämlich erkannt, daß jede
Einsatzkraft pro Zeiteinheit nur einmal verwendbar ist und die
"Doppelterfassung" in verschiedenen Einheiten bestenfalls die Statistik
schönt.)
>2. BRK, DLRG und SEG sind nicht drei verschiedene HIOrg´s, sondern
>nur zwei (DLRG und BRK) --> auch das solltest Du wissen!! Die SEG
>ist ein Teil einer HiOrg.
Ich habe nie behauptet, daß die SEG eine HiOrg ist. Bitte lies doch meine
Aussagen einfach, bevor Du darauf antwortest !
Gruß,
Oli
>3. Wie Du weiterhin wissen solltest, kommen sich die Bereiche DLRG
>(Wasserrettung)und BRK (hier: Sanitaetsdienst/Rettungsdienst) selten
>mit gleichen Einsaetzen des von Dir angesprochenen Ausmasses in die
>Quere. Und wenn, dann gilt u.a. das in Punkt 1 Gesagte...
Wenn Du das sagst, muß ich das glauben, weil ich den Bereich DLRG nicht
einschätzen kann und auch nichts weiter über Deine konkreten Einheiten weiß
(Größe, Aufgaben, Strukturen).
Als "Küstenländler" habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, daß gemeinsame
Einsätze von Wasserrettung und Rettungsdienst nicht so sehr selten sind, auch
in etwas größeren Dimensionen.
>Weitere
>einsatztaktische Erlaeuterungen dann nicht mehr hier in dieser group
Warum nicht?
>..(Wo ist hier der Unterschied zu einer Person im BRK die
>gleichzeitig in der Wasserwacht oder Feuerwehr ist???)
Keine. Ich halte auch das für nicht gut, denn (wie schon mehrfach ausgeführt)
macht es IMHO keinen Sinn, Helfer doppelt einzuplanen, und schon gar keine
Führungskräfte. Und je kompetenter die sind, desto wichtiger werden sie für
ihre Einheit und desto höher soll die Wahrscheinlichkeit sein, daß sie im
Einsatz auch zur Verfügung stehen.
Zur Not gibt es doch noch Tischtennis- und Taubenzüchterveieine, da kann man
auch tolle Führungsaufgaben übernehmen. Nur wenn's piept, kann man da dann auch
weggehen, ohne (lebens-)wichtige Aufgaben zu vernachlässigen.
Nur steht man da vielleichtnicht ganz so im Rampenlicht...?
Oli
>4. Deine Polemik traegt zu dieser sonst eigentlich recht informativen
>newsgroup ueberhaupt nichts bei. Es ist ein "kleiner" Unterschied, ob
>man sich wichtig macht (--> denk Du doch mal darueber nach), oder ob
>man eine Reihe von Schulungen und Ausbildungen absolviert hat und damit
>in einigen Bereichen mit Sicherheit qualifizierter ist als manch anderer.
>Diese Qualifikationen sollte man meines Erachtens so umfassend wie moeglich
>zur Verfuegung stellen, damit moeglichst viele Patienten davon Nutzen haben.
Ich verzichte jetzt darauf, hier ein Schwanzlängenmessen anzufangen. Nur
soviel: Ganz unbeschrieben bin auch ich nicht.
Und zum n-ten Mal: Je qualifizierter man ist, desto wichtiger wird man an der
Stelle, an der man steht, und desto höher sollte man die Wahrscheinlichkeit
halten, diese Funktion bei Bedarf auch selbst ausfüllen zu können.
Und kein Patient hat etwas davon, wenn zum MANV die SEG nur mit halber Stärke
ausrücken kann, weil die andere Hälfte außerdem noch in der FF ist und gerade
das Feuer im Chemiewerk löscht. (Das muß nämlich nebenbei auch gemacht werden,
weil sonst die Zahl der Verletzen noch weiter zunimmt, verstehst Du?)
Oli
>Abschliessend bitte ich Dich, Dir jemand anderen und vor allem in einem
>anderen Forum (--> nicht dieser newsgroup!) zu suchen, mit dem Du Dich
>auf persoenliche Gerangel einlassen kannst.
Ich bglaube kaum, daß ich mich von Dir aus dieser Group hinauskomplimentieren
lassen muß.
>Mir ist hierzu die Zeit zu
>Schade und zu knapp und ich moechte hier sinnvolle und zielfuehrende
>Diskussionen zum newsgroup-Thema fuehren. Diese newsgroup heisst nicht:
>de.etc.sinnlos-schwaezen-und-bloed-daherreden.
Sorry, aber würdest Du etwas mehr auf meine Argumente eingehen, statt mir Worte
in die Tasten zu legen, die ich nicht geschrieben habe, könnte das glatt eine
sinnvolle Diskussion werden.
Oli
Hegglander schrieb:
> >[...] (Wo ist hier der Unterschied zu einer Person im BRK die
> >gleichzeitig in der Wasserwacht oder Feuerwehr ist???)
>
> Keine. Ich halte auch das für nicht gut, denn (wie schon mehrfach
> ausgeführt) macht es IMHO keinen Sinn, Helfer doppelt einzuplanen,
> und schon gar keine Führungskräfte. [...]
Im DRK und AFAIK auch in anderen, an der Gefahrenabwehr und am KatS
beteiligten Organisationen ist (neben dem Aspekt des gesunden
Menschenverstandes) auch in der Dienstordnung festgelegt, daß eine
Mitwirkung in einer weiteren zur Mitarbeit im KatS verpflichteten
Organisation die Übernahme eines Führungs- und Leitungsamtes im DRK
ausschließt. Eine IMO sinnvolle Regelung.
Bis zur Umsetzung dieses Wortlautes durch die neuen DO für die
Bereitschaften gilt in vielen Landesverbänden noch der alte, der besagt,
daß eine Doppelmitgliedschaft generell nicht möglich ist.
Noch eine ganz private Anmerkung zu diesem Thema: Ich verstehe die Leute
nicht, die neben einer Tätigkeit als Gemeinschaftsleiter einer
Großbereitschaft des DRK auch noch als Zugführer in einer FFw tätig
sind. Und es gibt Leute, die noch dazu in der DLRG mitwirken.
Löblichlöblich, ja, aber irgendwie fällt es mir mitunter schwer, das
nachzuvollziehen.
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
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Comment: PGP-Key available @ www.rz.uni-frankfurt.de/~bolle/dhpub.asc
iQA/AwUBNY6/lecgQjr1g4VHEQLSiQCgm6nsxCL5HDoel3mMFvU+z/7YdWYAoPiH
QMhUyt3U3F6Yik1QXMWB6l1I
=Dqfl
Hallo Joerg,
da hast Du sehr recht. Wir haben schon viel zu viel Muell diesbezueglich in
diese group gesetzt. Ich werde daher diese sinnlose und leider in keiner
Weise ziehlfuehrende Diskussion nicht weiter fuehren.
Gruss
Walter
> Ich verzichte jetzt darauf, hier ein Schwanzlängenmessen anzufangen. Nur
> soviel: Ganz unbeschrieben bin auch ich nicht.
> Und zum n-ten Mal: Je qualifizierter man ist, desto wichtiger wird man an der
> Stelle, an der man steht, und desto höher sollte man die Wahrscheinlichkeit
> halten, diese Funktion bei Bedarf auch selbst ausfüllen zu können.
> Oli
>
Hallo Oli!
..auch hier gilt das bereits Gesagte....
Gruss
Walter
Hallo Oli!
..Siehe meine andere heutige mail....
Gruss
Walter
P.S.: Mit Rampenlicht hat diese Art von Arbeit (zumindest bei uns)
schon gleich ueberhaupt nichts zu tun.
> Im Artikel <yo22...@germanynet.de>, 101.1...@germanynet.de (Walter jun.
> Kohlenz) schreibt:
>
> >1. Es ist sehrwohl moeglich diese Aufgaben wahrzunehmen, denn -wie Du als
> >angeblich "Allwissender in diesem Gebiet" auch wissen solltest- kann
> >man Führungspositionen temporaer besetzen, d.h. es muss nicht immer
> >die gleiche Person, sondern eine Person mit - moeglichst - gleich
> >hoher Qualifikation, diese Funktion im Einsatzfall uebernehmen.
> >(--> oder ist bei Euch z.B. der EL-RD nur durch eine Person besetzt,
> >die diese Stelle bis an ihr Lebensende inne hat?)
>
> Nein, natürlich nicht. Das war auch nicht Inhalt meines Postings; es ging mir
> auch nicht darum, wie es hier ist, sondern ich habe auf Deine Äußerungen
> geantwortet.
> M.E. (siehe entsprechende eMail) sollte schon darauf geachtet werden, daß die
> Verfügbarkeits-Wahrscheinlichkeit eines Einheitenführers nicht schon dadurch
> gemindert wird, daß er noch anderweitig weitere wichtige Aufgaben wahrzunehmen
> hat. Das gilt auch für Helfer, ist da nur nicht ganz so tragisch, weil die eben
> leichter zu ersetzen sind als hochkompetente Führungskräfte.
Hallo Oli!
Da hast Du recht. Jedoch sind bei uns diese Fuehrungspositionen - wie bereits
beschrieben - temporaer (und durch Diensplan) durch verschiedene Fuehrungskraefte
besetzt und es ergibt sich die von Dir beschriebene Problematik
ueberhaupt nicht.
Ich hoffe, dass damit die "nicht ganz" ziehlfuehrende Disskussion beendet werden
kann.
Viel Spass noch
Gruss
Walter
> >Abschliessend bitte ich Dich, Dir jemand anderen und vor allem in einem
> >anderen Forum (--> nicht dieser newsgroup!) zu suchen, mit dem Du Dich
> >auf persoenliche Gerangel einlassen kannst.
>
> Ich bglaube kaum, daß ich mich von Dir aus dieser Group hinauskomplimentieren
> lassen muß.
>
Erstens: Das war auch nicht meine Ansicht. Nur diese persoenlichen Streitereien haben in
einer group wie dieser nichts zu suchen.
Zweitens: Ich habe keine Lust mich mit Dir zu streiten (zumal ich Dich ueberhaupt nicht
persoenlich kenne)
Drittens: Ich habe - wie bereits erwaehnt - nicht die Zeit fuer so ein
Bloedsinn.
> >Mir ist hierzu die Zeit zu
> >Schade und zu knapp und ich moechte hier sinnvolle und zielfuehrende
> >Diskussionen zum newsgroup-Thema fuehren. Diese newsgroup heisst nicht:
> >de.etc.sinnlos-schwaezen-und-bloed-daherreden.
>
> Sorry, aber würdest Du etwas mehr auf meine Argumente eingehen, statt mir Worte
> in die Tasten zu legen, die ich nicht geschrieben habe, könnte das glatt eine
> sinnvolle Diskussion werden.
>
> Oli
Ich habe versucht moeglichst die Dinge so zu verstehen wie Du sie geschrieben
und dann hoffnetlich auch so gemeint wie geschreiben hast. Wenn dem nicht so
ist, dann tut es mir sehr leid. Ich fuehre sehr gerne eine sinnvolle Diskussion,
aber ich habe keine Lust auf ein persoenliches "Messen" und "Gerangel" mit einem
anderen newsgroup-Teilnehmer, den ich nichtmal kenne. Dies ist auch nicht die
richtige group fuer do etwas.
Also, lass uns das nun beenden.
Gruss
Walter
>"es ist besser etwas zu tun als etwas zu sein."
Frei nach dem Motto: "Die Stoßstange ist aller Laster Anfang" :-))
> Sascha
MfG Thomas.
I1-I3 bedeutet wie es herr Shampera ausführte natürlich nicht nur profan
"leicht bis schwer", sondern man hat sich was dabei gedacht, was er als
angeblicher ICU-Leiter eigtl. wissen müsste:
Nichtsdestotrotz:
I1 = Intensivüberwachung (z.B. HI, instabile AP,stabile GIB)
I2 = Intensivtherapie MIT Katecholaminen
I3 = Intensiv-Beatmung
Fälschlicherweise wurde das mit Pflegaufwand verallgemeinert, da gibt es
selbstverständlich die Kategorien A bzw. S 1-3, aber nur auf Normalstation.
A = allgemeine Pflege
S = spezielle Pflege
Und nun noch zu diesem Oli-Stehrumchen:
a) wenn Du meine mail veröffentlichst, dann bitte auch vollständig:
Ich bot ein Fallbeispiel an, um zu objektiv sehen wer hier wen wie kompetent
versorgen kann
b)wenn Du mein Profil ohne Zustimmung veröffentlichst, dann rechne mit
rechtlichen Konsequenzen
c)bin ich cand.med. was du kleiner unbedeutender Querulant ja nie warst/sein
kannst
d)gibt es im Bereich der Leitstelle Hanau Gottseidank nicht solche Pfeifen wie
dich
Gruß
Hans-Joachim
> I1-I3 bedeutet wie es herr Shampera ausführte natürlich nicht nur profan
> "leicht bis schwer", sondern man hat sich was dabei gedacht, was er als
> angeblicher ICU-Leiter eigtl. wissen müsste:
Schade.
Ich haette fast geglaubt, Du haettest uns alle auf den
Arm genommen mit Deinem "RS sind unfaehig"-Posting,
und wolltest nur mal gucken, was passiert. Ein Kollege
hatte diese Idee, und bis heute haette das auch gut sein
koennen.
Nun aber glaube ich das nicht mehr. Auch wenn eine Schulklasse
von "Klassenkaspern" lebt und "Stoerenfriede" normal sind,
in einer Newsgroup hat das nichts zu suchen.
Verkeife Dir doch einfach mal diese Seitenhiebe.
> Nichtsdestotrotz:
> I1 = Intensivüberwachung (z.B. HI, instabile AP,stabile GIB)
> I2 = Intensivtherapie MIT Katecholaminen
> I3 = Intensiv-Beatmung
Danke fuer die Info.
Und dahinter gleich: Na toll.
Wo ist der Unterschied zu "leicht" bis "schwer"?
Vergiss bitte nicht: Dies ist eine Newsgroup, in der nicht nur
Medizinstudenten, die auf einer Intensivstation arbeiten,
mitlesen. Die vorher genannte Klassifizierung ist IMHO voellig
ausreichend.
> Und nun noch zu diesem Oli-Stehrumchen:
> a) wenn Du meine mail veröffentlichst, dann bitte auch vollständig:
> Ich bot ein Fallbeispiel an, um zu objektiv sehen wer hier wen wie kompetent
> versorgen kann
Fallbeispiel. Toll. Ist was fuer Theoretiker.
Wie waere es, wenn Ihr beide am Wettbewerb in Bremen teilnehmt,
der (hoffentlich) wieder von Weinmann/Hortig/DRK Bellin
angeboten wird??
Dann koennte man (*eventuell*) einen Vergleich ziehen.
Alles andere ist Quatsch!
> b)wenn Du mein Profil ohne Zustimmung veröffentlichst, dann rechne mit
> rechtlichen Konsequenzen
*ROTFL*
Die Informationen aus AOL sind voellig frei zugaenglich.
Du musst schon selber wissen, was Du wo veroeffentlichst.
Versuchst Du hier einen Zwergenaufstand?
> c)bin ich cand.med. was du kleiner unbedeutender Querulant ja nie warst/sein
> kannst
*Das* ist *spaetestens* der Punkt, an dem Du Dich disqualifiziert hast.
Wie war das noch mit den Leuten, die mit weissem Kittel, goldenen
Knoepfen, EKG-Lineal und Pieper auf die Welt gekommen sind?
> d)gibt es im Bereich der Leitstelle Hanau Gottseidank nicht solche Pfeifen wie
> dich
Plonk --> ab in mein Kill-File
(damit hast Du die Ehre, der Erste zu sein, der dorthin wandert...)
kein Gruss,
-shv
--
----------------------------------------------------------------
Sven Hendrik Vorwerk MoMiFr idR. ab 15 Uhr
Servservice Enterprise Geom741, Tel. 4123-4980
Universitaet Hamburg, FB 15 bru...@geowiss.uni-hamburg.de
----------------------------------------------------------------
Es ist mal wieder soweit, denn...
Handkees wrote:
> I1-I3 bedeutet wie es herr Shampera ausführte natürlich nicht nur profan
> "leicht bis schwer", sondern man hat sich was dabei gedacht, was er als
> angeblicher ICU-Leiter eigtl. wissen müsste:
Du kannst es Dir einfach nicht verkneifen, oder? Was ist eigentlich mit
Dir los, daß Du alles und jede(n), der nicht Deiner Meinung ist oder
anerkennt, daß Du höherqualifiziert bist (zweifelzweifel...) auf derart
kleingärtnerische Weise angreifen mußt? Die von Dir genannte Einteilung
sagt letztendlich nichts anderes aus als "leicht" bis "schwer" - was
auch bei nur drei Unterteilungen gar nicht anders möglich ware. Zum
anderen ist diese Einteilung keineswegs allgemeingültig. Wenn ich jetzt
sage, daß ich von dieser Einteilung in HH noch nichts gehört habe, was
für eine Antwort bekomme ich dann von Dir? Ich gebe Dir zwei zur
Auswahl:
-"Dann bist Du halt noch nicht auf einer vernünftigen ICU (=ITS in D,
glaube ich) gewesen!"
-"Dann gibt es in HH wohl keine vernünftige ITS..." *Groll...*
> Nichtsdestotrotz:
> I1 = Intensivüberwachung (z.B. HI, instabile AP,stabile GIB)
> I2 = Intensivtherapie MIT Katecholaminen
> I3 = Intensiv-Beatmung
> Fälschlicherweise wurde das mit Pflegaufwand verallgemeinert, da gibt es
> selbstverständlich die Kategorien A bzw. S 1-3, aber nur auf Normalstation.
> A = allgemeine Pflege
> S = spezielle Pflege
Das passiert halt, wenn alles genormt ist. Ich habe auf unseren
Stationen weitaus mehr Abstufungen erlebt, als man in nur vier
Pflegeabstufungen eingruppieren könnte. Das ist aber die Entscheidung
der einzelnen Häuser.
> Und nun noch zu diesem Oli-Stehrumchen:
Frechheit. Ich fürchte fast, Du soltest in den FAQ für Neueinsteiger in
das Netz mal nachlesen, was es mit der Netiquette auf sich hat. Ein
Freund von mir brachte es in einem Telefonat auf den Punkt: Wegen Leuten
wie Dir könnte man fast den Wunsch nach einer moderierten Newsgroup
äußern.
> a) wenn Du meine mail veröffentlichst, dann bitte auch vollständig:
> Ich bot ein Fallbeispiel an, um zu objektiv sehen wer hier wen wie kompetent
> versorgen kann
Was willst DU bitte objektiv sehen?
> b)wenn Du mein Profil ohne Zustimmung veröffentlichst, dann rechne mit
> rechtlichen Konsequenzen
Dann stell`das Profil halt nicht offen ins Netz! (Polemik an) "Was, Herr
Polizist? Sie haben meinen Perso angesehen? Ich verklage Sie!!!"
(Polemik aus)
> c)bin ich cand.med. was du kleiner unbedeutender Querulant ja nie warst/sein
> kannst
Wenn man Dich so hört, sollte man denken, daß jeder ****** cand. med.
werden kann!
> d)gibt es im Bereich der Leitstelle Hanau Gottseidank nicht solche Pfeifen wie
> dich
Du tust mir leid, ehrlich. Du bist wirklich eine Schande für die Zunft
der Leute, die täglich um das Leben ihrer Patienten kämpfen und
liebevolle wie kompetente Pflege leisten. Wie willst DU das rein
menschlich eigentlich schaffen?
Außerdem: Ich denke, Du bist gar nicht im RD tätig? Was erlaubst Du Dir
eigentlich, solche Verallgemeinerungen auszutippen?
Ein Doktor Mabuse in spe mehr auf dieser Welt. *Schauder*
Grüße aus HH, KAI
> Und nun noch zu diesem Oli-Stehrumchen:
> a) wenn Du meine mail veröffentlichst, dann bitte auch vollständig:
> Ich bot ein Fallbeispiel an, um zu objektiv sehen wer hier wen wie kompetent
> versorgen kann
Ungenehmigte Veröffentlichung privater E-Mail ist ein absolutes Unding.
Ich hoffe, das weiß Olli (jetzt) auch.
> b)wenn Du mein Profil ohne Zustimmung veröffentlichst, dann rechne mit
> rechtlichen Konsequenzen
*lach* Dein Profil ist öffentlich. Wenn Du etwas gegen die
Veröffentlichung hast, lösch es.
Vielleicht solltest Du Dich erstmal ein wenig mit dem Thema Usenet
vertraut machen, bevor Du Dich hier so über andere ausläßt. Dann wüßtest
Du, daß die Angabe Deines Realnamens hier im allg. erwartet wird, und Du
wüßtest auch, daß es ziemlich sinn- und ahnungslos ist, einfach so quer
in einen Thread zu einem ganz anderen Thema reinzuposten. Der Artikel,
auf den Du offenbar antworten wolltest, steht ganz woanders.
Wie man Postings richtig beantwortet, kannst Du in de.test üben - so
lange, bis es klappt. Auf dem Weg nach dort solltest Du auch mal einen
Abstecher nach de.newusers.infos machen - kann nur helfen.
> c)bin ich cand.med. was du kleiner unbedeutender Querulant ja nie warst/sein
> kannst
Du hast vor allem eine große Klappe mit wenig dahinter. Insofern bin ich
mir auch sicher, nichts wesentliches von Dir zu verpassen.
*plonk*
Fup2 poster.
(Was der komische AOL-Newsreader nicht beherrscht, daher nochmal die
ausdrückliche Aufforderung, diesen Thread hier zu beenden und bei Bedarf
per Mail zu antworten.)
--
Thomas Hochstein ---> http://home.pages.de/~ThomasH/
JUH RV Weinstraße (DÜW - NW - LD) | ICQ: 9166080
Meine Postings geben meine Privatmeinung wieder, nicht die meiner Organisation.
To request PGP-public key, send email with subject "PGPkey".
> d)gibt es im Bereich der Leitstelle Hanau Gottseidank nicht solche Pfeifen wie
> dich
Und weil Du so ein toller Hecht bist, darfste am Wochenende auch bei
Eurem Oberarzt und der Stationsleitung den Rasen maehen.
--
[mailto:schr...@uni-freiburg.de]
>
>jaja das schlimme ist, das solchen Leuten eigentlich nie jemand an den
>Karren fährt.
>Traurig aber wahr! !
und hier noch so ein running gag aus dem wilden wilden Osten (ehemals
SMH) die betreffende Person ich nenne sie mal Mr.X ist schon vor der
Wende auf den damaligen SMH Fahrzeugen gefahren. Mr.X wurde nach der
Wende zum RS ausgebildet brauchte dafür schon 2 Anläufe(beim ersten
Mal durch die Prüfung gerauscht).Fährt nach der bestandenen Prüfung
als RS auf dem RTW nun die Story:
Mr.X hat mit dem RTW eine Verlegung in ein Krankenhaus einer
ostdeutschen Landeshauptstadt gefahren, gibt den Pat. dort ab (Sorry
aber eine richtige Übergabe kenne ich von Mr.X nicht) und fährt wieder
Richtung Heimat. Dabei kommt er an einer Bushaltestelle vorbei an der
eine bewußtlose Person OHNE Eigenatmung liegt.Passanten winken den RTW
heran Mr.X kann sich vor einer Hilfestellung nicht mehr retten und
steigt aus. Kurze Untersuchung und dann die Diagnose Pat. ist tot !!
Mr.X trottet mit seinem RTW von dannen. Der Pat. hat aber Glück und
die beherzten Passantn reanimieren weiter bis der richtige, für diese
Stadt zuständige RD auftacht. Der Pat. wird in das Reich der Lebenen
zurückgeholt und erfreut sich vielleicht auch heute noch bester
Gesundheit. Nun aufgrund der Beobachtungen der Passanten wird der
Notarzt hellhörig und forscht nach Mr.X und findet ihn auch. Frau X
ist Geschäftsführerin des Rettungsdienstes von Mr.X sie setzt alle
Hebel und gute Kontake (SEILSCHAFTEN) ein um Mr.X zu schützen.
anschließend wird Mr.X zum RA Lehrgang geschickt und besteht diesen
wiederum im 2.Anlauf.Jetzt ist er der Schichtführer und
notfaltechnisch gesehen Verantwortlicher seiner Pat. während seiner
Schichten (jedenfalls bis der NA vor Ort ist).
HIER hat man ja wohl den Bock zum Gärtner gemacht oder ?
Tja IMHO ist dies das Manko bei den meisten Hilforganisationen
Struktur und auswahl seiner "Führungskräfte" sollange es in den HiOrgs
noch wiechtiger ist welche Konfestion man hat anstatt nach der Eignung
der Bewerber zu gehen weiß ich nicht ob Deutschland mit Privaten
Rettungsdiensten vieleicht besser fährt.
read U Benny
Das hat nichts mit den HiOrgs allgemein zum tun, sondern mit MENSCHEN,
die an bestimmten Stellen tätig sind.
Bei uns im Ort entstand vor einiger Zeit ein privater KT, der intensiv
auf den Markt drängte. Nach sechs Monaten wurde ihm vom Landkreis die
Genehmigung entzogen, weil er total schlampig arbeitete, und die
Mitarbeiter (alles in "Familie") nicht ausreichend qualifiziere waren...
Schwarze Schafe gibt es eben überall, Leider.
So long
Jörg
....
| a) wenn Du meine mail veröffentlichst, dann bitte auch vollständig:
| Ich bot ein Fallbeispiel an, um zu objektiv sehen wer hier wen wie
kompetent
| versorgen kann
| b)wenn Du mein Profil ohne Zustimmung veröffentlichst, dann rechne mit
| rechtlichen Konsequenzen
| c)bin ich cand.med. was du kleiner unbedeutender Querulant ja nie
warst/sein
| kannst
| d)gibt es im Bereich der Leitstelle Hanau Gottseidank nicht solche
Pfeifen wie
| dich
tststs...
Jetzt streiten Pfeifen mit Pfeifenn - Wo ist denn ein guter Orgelbauer?
*** <Mittwoch Juni 24 1998, 02:08>, Handkees ---> All ***
H> c)bin ich cand.med. was du kleiner unbedeutender Querulant ja nie
H> warst/sein kannst
Ich habe ja im taeglichen Umgang mit Rettungsassistenten und -sanitaeter alle
Haende voll zu tun, die bestehenden Vorurteile hinsichtlich Ignoranz und
Arroganz der sogenannten Kollegen auszuraeumen, aber dass diese Geisteshaltung
jetzt schon bei unbedeutenden studiosi anzutreffen ist, gibt mir doch zu
denken.
Bleibt zu hoffen, dass solche akademischen Ausreisser den Patienten und
nichtapprobierten Mitarbeitern erspart bleiben; angesichts der derzeitigen
Arbeitsmarktlage ist ja die Wahrscheinlichkeit dafuer hoch...
Viele Gruesse,
(DN)
Die Wette gilt als verloren !
Erkundige Dich bitte, bevor Du auf eine derartige Weise durch Deine
unqualifizierten Verallgemeinerungen eine Menge RS zu unrecht
beschimpfst und alle anderen RA's in den Himmel hebst.
Ärger...
Matthias
Matthias Schuetz schrieb in Nachricht
<35936943...@Elektrotechnik.FH-Wolfenbuettel.de>...
Richtig, zumal viele heutige RA´s nach Einführung des RetAssGesetzes nur
durch ihre entsprechende Dienstzeit zu solchen wurden und vorher auch "nur"
RS waren.
Micha
*g*
Dazu kann ich mir folgendes nicht verkneifen...:
Was ist das schlimmste an Ärzten...?
Es sind alles ehemalige Medizinstudenten....
Grüße, Hauke
Protest !!! Wir sind doch auch nur Menschen ! Zugegebenermasen aber die
Gattung mit der geilsten Berufsbekleidung, es geht doch nichts über
einen wehenden Kittel, das Littmann Classic 2 um den Hals und 3
Klinikleitfäden in der Tasche.
Ciao Karsten
P.S. So, jetzt werden wieder alle auf die blöden Stud. med.´s meckern.
Selber schuld, was laßt ihr euch denn auch ärgern!
>"Die die gut sind, sind es einfach und reden nicht ständig drüber...."
Ein weiser Spruch, und ein wahrer noch dazu :-)
So long
Ralf
RGHi...@aol.com
Sehnde OT Haimar-->schönstes Dorf im östlichen LK Hannover :-)
>
>Das hat nichts mit den HiOrgs allgemein zum tun, sondern mit MENSCHEN,
>die an bestimmten Stellen tätig sind.
>
>Bei uns im Ort entstand vor einiger Zeit ein privater KT, der intensiv
>auf den Markt drängte. Nach sechs Monaten wurde ihm vom Landkreis die
>Genehmigung entzogen, weil er total schlampig arbeitete, und die
>Mitarbeiter (alles in "Familie") nicht ausreichend qualifiziere waren...
>Schwarze Schafe gibt es eben überall, Leider.
>
Ebend genau das meine ich ! Bei einem Privaten Unternehmen wachen die
Augen aller beteildigten Behörden inkl. der "lieben" Mitbewerber. Die
HiOrgs exestieren schon seit "Urzeiten" da wird gemauschelt und
geschoben was das Zeug hält (Man kennt sich ebend und weiß inwieweit
man dem Partner vertrauen kann).
Bevor es hier jetzt wieder zum Massenposting kommt und der ein oder
andere am Herzkasper vor seinem Rechner anfängt ein kardiales
Lungenödem aufzubauen. ES SIND SICHERLICH NICHT ALLE HIORG'S SO NUR
GANZ UND GAR KOREKT WIE SIE SICH IMMER GANZ ENTRÜSTET GEBEN MIT EINER
SO SUPERWEISSEN WESTE SIND SIE NUNMAL DOCH NICHT !
Sicherlich tritt dieses Phänomen im Osten Deutschlands etwas häufiger
auf als im Westen. Ich jedenfalls bin davon recht überzeugt. Es ist
hier auch sicher etwas einfacher da sich die Wendehälse des Ostens
rechtzeitig in entsprechende Positionen gemogelt bzw. gegenseitig
gelobt haben.
>So long
>Jörg
read U Benny
> ES SIND SICHERLICH NICHT ALLE HIORG'S SO, NUR
> GANZ UND GAR KOREKT WIE SIE SICH IMMER GANZ ENTRÜSTET GEBEN MIT EINER
> SO SUPERWEISSEN WESTE SIND SIE NUNMAL DOCH NICHT !
Kein Grund zu schreien, Du hast ja recht. In manchen (vielen?) HiOrgs
sind die lokalen "Führungs"strukturen, sofern man davon überhaupt
sprechen kann, nicht annähernd den Erfordernissen entsprecht.
Qualifikation wird ersetzt durch langjährige (ehrenamtliche) Tätigkeit
und "Connections".
Da muß noch einiges geschehen.
Gruß
Thomas
*** <Montag Juni 29 1998, 18:22>, Hauke Speth ---> All ***
HS> Was ist das schlimmste an Aerzten...?
HS> Es sind alles ehemalige Medizinstudenten....
Bitte keine Verallgemeinerungen, sonst erzaehl' ich mal ein paar Stories von
Rettungsassistenten... ;^)
Thomas Hochstein wrote:
> be...@advis.de (Holger Bennmann) schrieb:
>
> > ES SIND SICHERLICH NICHT ALLE HIORG'S SO, NUR
> > GANZ UND GAR KOREKT WIE SIE SICH IMMER GANZ ENTRÜSTET GEBEN MIT EINER
> > SO SUPERWEISSEN WESTE SIND SIE NUNMAL DOCH NICHT !
>
> Kein Grund zu schreien, Du hast ja recht. In manchen (vielen?) HiOrgs
> sind die lokalen "Führungs"strukturen, sofern man davon überhaupt
> sprechen kann, nicht annähernd den Erfordernissen entsprecht.
> Qualifikation wird ersetzt durch langjährige (ehrenamtliche) Tätigkeit
> und "Connections".
>
> Da muß noch einiges geschehen.
>
Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt von mancher Seite erschossen werde :-),
aber:
Um wirklich effektiv arbeiten zu koennen, muessen andere Strukturen her - das
heisst weg vom "Ehrenamt" in wichtigen Fuehrungspositionen. Es kann ja wohl nicht
angehen, dass Herr X. oder Frau Y., beide in beliebigen Berufen taetig (die von
ihnen nicht viele Entscheidungen verlangen), ploetzlich abends die grossen Macher
sein wollen, wenn es um riesige Betraege von HiOrgs geht (und je nach
Kreisverbaenden kann das in die Millionen gehen), wenn sie Entscheidungen treffen
sollen, von denen sie ueberhaupt keine Ahnung haben (woher auch, schliesslich
machen sie den ganzen Tag etwas anderes) und die oftmals auch ihren "Horizont"
uebersteigen (die Zusammenhaenge werden halt immer komplexer). Sicher gibt es auch
hier Ausnahmen, aber manchmal habe ich das Gefuehl (vielleicht ist es auch nur bei
uns so), dass entsprechende Personen in diesem Ehrenamt etwas machen wollen, was
sie in ihrem Beruf nicht duerfen oder koennen: sich richtig ausleben, zeigen, dass
sie jemand sind und dabei oftmals vergessen, dass sie davon keine Ahnung haben und
vor allem ihre eigenen Grenzen nicht erkennen.
Vielleicht noch zu Klarstellung: es geht natuerlich nicht darum, dass Ehrenamt als
solches abzuschaffen, ehrenamtliche Bereitschaftsfuehrer etc. sind natuerlich
sinnvoll und sollten auch gar nicht geaendert werden, aber in den Vorstaenden muss
sich einiges tun. Hier gehoeren hauptamtliche Betriebswirte o.ae. eingestellt, die
diese Aufgaben wahrnehmen und mit Geld (da mangelt es bei den meisten HiOrgs)
umgehen koennen und den ganzen Tag dafuer Zeit haben, wichtige Entscheidungen zu
treffen. Es kann ja wohl nicht angehen, dass Wirtschaftsunternehmen (und die
meisten HiOrgs kann man wohl in diese Kategorie einstufen) als "eingetragener
Verein" (e.V.) gefuehrt werden, und die Kreisgeschaeftsfuehrung von ehrenamtlichen
Hobby-Vorstaenden abhaengig ist ...
So, jetzt schiesst los ... :-))
Ralf
Hallo Ralf!
Am Wed, 01 Jul 1998 09:36:13 +0200 schrieb Ralf Assmann in
<3599E6EC...@ti-voyager.fbe.fh-weingarten.de>:
[Forderung nach professionellem Management in HiOrgs]
*unterschreib*
Schon Hobby-Vorstände in anderen Vereinen verwalten nicht selten einen
5-6-stelligen Jahresetat und sind damit oftmals überfordert. Viel
schlimmer ist da noch die Vereinsmeierei bei HiOrgs, die den
Rettungsdienst durchführen. Bei solchen Umsätzen, die hier getätigt
werden, ist ein professionelles Management unabdingbar. Allerdings
wird auch hier sehr oft von einem ehrenamtlichen, nicht
sachverständigen und oft andere Interesse verfolgenden Vorstand der
Geschäftsführung Steine in den Weg gelegt. Die Kontrollfunktion, die
vom Vorstand ausgeübt werden soll, artet IMHO oft in eine
"Vorschreibfunktion" aus.
Schönen Gruss
Gerald
Übrigens ist auch nur so das Demokratieprinzip in einer Organisation
sinnvoll durchzusetzen. Nicht umsonst kommen die Vereine
geistesgeschichtlich gesehen aus einer Epoche, als man versuchte, mit
selbstbestimmten und selbstverwalteten Gliederungen politischer und
wirtschaftlicher Fremdbestimmung ein Gegengewicht entgegenzusetzen. Die
von Dir gebrachten Argumente gehen aber genau in die Richtung,
wirtschaftliche Effizienzgesichtspunkte zu verabsolutieren und
Gesichtspunkte gesellschaftlicher Partizipation und innerverbandlicher
Demokratie zu vernachlässigen.
Kurz und gut - eine Gliederungsform, die besser als der Verein
oder aber die Genossenschaft (vielleicht möglicherweise noch die
Stiftung, obwohl diese sehr stark vom Stifterwillen abhängt und eine
Weiterentwicklung nur ungenügend fördert) diese
gesellschaftliche/bürgerschaftliche Partizipation fördert, ja geradezu
verlangt, ist mir nicht bekannt.
Einem Verein stifte ich Geld und Arbeitskraft - einem kommerziellen
Unternehmen würde ich keine Spenden zukommen lassen (oder hast Du der
Firma SIEMENS zum Beispiel schon einmal Geld gespendet oder für die
DEUTSCHE BANK ehrenamtlich gearbeitet? - siehste!)!
> So, jetzt schiesst los ... :-))
Bereits geschehen - s.o.!
mfg Christoph Brodesser
--
----------------------------------------------------------
Christoph Brodesser Merschkamp 13 D-48356 Nordwalde
e-Mail: christoph...@t-online.de
Dringend? dann mailto: brod...@telmi.de (only subject)
PGP-Sig: 8CA4 0175 EF92 501F 36F7 F78D E6F0 E81B 7CD3 29EB
----------------------------------------------------------
> Um wirklich effektiv arbeiten zu koennen, muessen andere Strukturen her - das
> heisst weg vom "Ehrenamt" in wichtigen Fuehrungspositionen.
Kommt darauf an, was da geführt werden soll. Hauptamtliche
Dienstbereiche wie der Rettungsdienst (oder generell die Fahrdienste)
bedürfen selbstverständlich auch einer hauptamtlichen Leitung,
traditionell ehrenamtliche Bereiche (KatS, Sanitätsdienst, auch
Ausbildung) können durchaus auch ehrenamtlich suffizient geleitet
werden. In der Führung des Gesamtverbandes sollten Haupt- *und* Ehrenamt
beteiligt sein.
> Vielleicht noch zu Klarstellung: es geht natuerlich nicht darum, dass Ehrenamt als
> solches abzuschaffen, ehrenamtliche Bereitschaftsfuehrer etc. sind natuerlich
> sinnvoll und sollten auch gar nicht geaendert werden, aber in den Vorstaenden muss
> sich einiges tun.
Scheinbar sind wir einer Meinung. :-)
> Hier gehoeren hauptamtliche Betriebswirte o.ae. eingestellt, die
> diese Aufgaben wahrnehmen und mit Geld (da mangelt es bei den meisten HiOrgs)
> umgehen koennen und den ganzen Tag dafuer Zeit haben, wichtige Entscheidungen zu
> treffen.
"Die Vorstände der Kreisverbände bestehen aus zwei oder drei
Mitgliedern, von denen mindestens eins ehrenamtlich tätig sein muß."
(Satzung der JUH, § 5.4) Der andere / die anderen können demzufolge
hauptamtlich sein und sind es auch in allen mir bekannten Gliederungen.
Das ist IMHO schonmal ein wichtiger Schritt. [Wobei man berücksichtigen
muß, daß die Landes-, Kreis- und Regionalverbände der JUH nicht
eigenständig sind, sondern nur Untergliederungen des einen
Bundesverbandes darstellen.)
Leider ist ein Teil (IMHO ein zu großer Teil) dieser Hauptamtlichen für
seine Tätigkeit eben (noch) *nicht* ausreichend qualifiziert. Da wurde
offenbar einfach mal ein "Langgedienter" eingestellt, den man dann nicht
mehr los wird. Wenn sich das ändert, finde ich das Konzept der JUHn
durchaus zukunftsträchtig.
> Es kann ja wohl nicht angehen, dass Wirtschaftsunternehmen (und die
> meisten HiOrgs kann man wohl in diese Kategorie einstufen) als "eingetragener
> Verein" (e.V.) gefuehrt werden, und die Kreisgeschaeftsfuehrung von ehrenamtlichen
> Hobby-Vorstaenden abhaengig ist ...
Ack.
<vollundganzzustimm>
Ein voll motivierter "Ehrenamtlicher" mit entsprechender Ausbildung
und evtl. dazupassendem Hauptberuf kann sicher viel bewegen. Auf jeden
Fall besser als ein unmotivierter "Verwaltungsbeamter" der einen
Verein bzw. eine Körperschaft betreuen muß.
Nebenbei: wer soll den einen hauptamtlichen Verwalter bezahlen? Gerade
bei kleineren Feuerwehren bleibt dafür ganz sicher kein Geld mehr
übrig.
Grüße
Günther Lazelsberger
FF St. Marien / OÖ
>Thomas Hochstein wrote:
>
>> be...@advis.de (Holger Bennmann) schrieb:
>>
[..]
>Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt von mancher Seite erschossen werde :-),
>aber:
Ganz so weit will ich es dann doch nicht treiben.... :-)
>Um wirklich effektiv arbeiten zu koennen, muessen andere Strukturen her - das
>heisst weg vom "Ehrenamt" in wichtigen Fuehrungspositionen. Es kann ja wohl nicht
>angehen, dass Herr X. oder Frau Y., beide in beliebigen Berufen taetig (die von
>ihnen nicht viele Entscheidungen verlangen), ploetzlich abends die grossen Macher
>sein wollen, wenn es um riesige Betraege von HiOrgs geht (und je nach
>Kreisverbaenden kann das in die Millionen gehen), wenn sie Entscheidungen treffen
>sollen, von denen sie ueberhaupt keine Ahnung haben (woher auch, schliesslich
>machen sie den ganzen Tag etwas anderes) und die oftmals auch ihren "Horizont"
>uebersteigen (die Zusammenhaenge werden halt immer komplexer). Sicher gibt es auch
>hier Ausnahmen, aber manchmal habe ich das Gefuehl (vielleicht ist es auch nur bei
>uns so), dass entsprechende Personen in diesem Ehrenamt etwas machen wollen, was
>sie in ihrem Beruf nicht duerfen oder koennen: sich richtig ausleben, zeigen, dass
>sie jemand sind und dabei oftmals vergessen, dass sie davon keine Ahnung haben und
>vor allem ihre eigenen Grenzen nicht erkennen.
>
>Vielleicht noch zu Klarstellung: es geht natuerlich nicht darum, dass Ehrenamt als
>solches abzuschaffen, ehrenamtliche Bereitschaftsfuehrer etc. sind natuerlich
>sinnvoll und sollten auch gar nicht geaendert werden, aber in den Vorstaenden muss
>sich einiges tun. Hier gehoeren hauptamtliche Betriebswirte o.ae. eingestellt, die
>diese Aufgaben wahrnehmen und mit Geld (da mangelt es bei den meisten HiOrgs)
>umgehen koennen und den ganzen Tag dafuer Zeit haben, wichtige Entscheidungen zu
>treffen. Es kann ja wohl nicht angehen, dass Wirtschaftsunternehmen (und die
>meisten HiOrgs kann man wohl in diese Kategorie einstufen) als "eingetragener
>Verein" (e.V.) gefuehrt werden, und die Kreisgeschaeftsfuehrung von ehrenamtlichen
>Hobby-Vorstaenden abhaengig ist ...
>
>So, jetzt schiesst los ... :-))
Eine Hilfsorganisation ist keine Aktiengesellschaft.
An eine HO kann ich nicht die gleichen Maßstäbe (Maximierung des
Gewinnes) stellen wie an eine AG.
Würde ich das tun, würden einige Betätigungsfelder in den HOs vor
allem im sozialen Bereich (z.B. Kinderbetreuung,
Krankenhausbvesuchsdienst aber vermutlich auch große Teile der
Breitenausbildung) ersatzlos wegfallen.
Auch könnte man die Kosten einer HO auch noch wie folgt minimieren:
Die Anzahl der RTW/KTW Fahrzeuge minimieren und diese unnütz lange
Zeit die 3 Leute einen Patienten in seiner Wohnung versorgen einfach
verbieten.
Mein Vorschlag:
Einfach nur einen Taxifahrer und einen Arzt auf einen NAW. Bei einem
Einsatz trägt der Fahrer und der Arzt den Verletzten unverzüglich aus
seiner Wohnung in den NAW, der Fahrer fährt dann direkt ins KH während
der Arzt hinten den Patienten versorgt (in einem RTW ist sowieso in
der Regel alles was der Arzt braucht in Griffweite).
Aber nun mal Spaß beiseite:
Leider wird der Weg der Kommerziallisierung vielerorts als das
Allheilmittel für die HOs angepriesen.
Vielerorts wird dabei IMHO leider der Grundgedanke der HOs vergessen.
Auch bei einigen hauptamtlichen Geschäftsführern von HOs habe ich
manchmal den Eindruck, daß es ihnen nicht so sehr um die HO geht,
sondern mehr darum, im Vergleich mit anderen KVs als der dazustehen,
der am meisten Überschuß "erwirtschaftet" hat.
Leider bleibt da vielerorts der Gedanke des selbstlosen Helfens auf
der Strecke. Es wird dabei höchstens noch versucht, noch mehr Arbeit
an die Ehrenamtlichen zu verteilen, weil diese ja nichts kosten.
Ein Geschäftsführer, besonders in einer HO, muß aber IMO über mehr als
"nur" über eine Betriebswirtschaftliche Ausbildung verfügen.
Ich könnte mich vielleicht noch gerde mit Dir auf -fachlich
kompetente Führungskräfte müssen her- einigen :-)
>Ralf
Gruß
Jürgen
--
Jürgen Stawartz
91056 Erlangen
Christoph Brodesser <Christoph...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6ndmv3$r97$1...@news02.btx.dtag.de>...
> > Um wirklich effektiv arbeiten zu koennen, muessen andere Strukturen her
- das
> > heisst weg vom "Ehrenamt" in wichtigen Fuehrungspositionen.
> Das Märchen, dass Ehrenamtlichkeit und Professionalität sich
> ausschließen, wird vom häufigen Wiederholen nicht richtiger. Es gibt
> sicherlich genauso häufig hochprofessionelle Ehrenamtliche wie es -
Stimmt. Ich kenne einen Verein (hat nichts mit RD zu tun), dessen
ehrenamtlicher Vorsitzender und Geschäftsführer ein Spitzenmanager im
Ruhestand ist. Ich habe mich mit diesem Mann mal unterhalten - alle
Achtung! War Geschäftsführer/Vorstandsvorsitzender in mehreren Unternehmen
in USA und BRD u.v.m. - und nochdazu menschlich absolut Spitze!
--
Gruß
Erich Kirchmayer
Dieser Beitrag gibt ausschliesslich meine persönliche Meinung zum Thema
wieder
--- Müllerstr. 48 --- 80469 München --- Tel. 089/231182-0, Fax:
089/231182-22
Thomas Hochstein <THoch...@gmx.net> schrieb im Beitrag
<35a16d58...@ancalagon.rhein-neckar.de>...
> In manchen (vielen?) HiOrgs
> sind die lokalen "Führungs"strukturen, sofern man davon überhaupt
> sprechen kann, nicht annähernd den Erfordernissen entsprecht.
> Qualifikation wird ersetzt durch langjährige (ehrenamtliche) Tätigkeit
> und "Connections".
>
> Da muß noch einiges geschehen.
Viele Private machen es ja vor: Vollblut BWL´er, Kaufleute, Juristen usw. -
was sich da so alles an Geschäftsführern der privaten RD/KTP-Unternehmen
tummelt, würde in jedem anderen Wirtschaftszweig auch eine gute Figur
machen. Und alle haben das erklärte Ziel, wirtschaftlich und mit Gewinn zu
arbeiten. Und dies gelingt auch - bei trotzdem guter Qualität der
RD-Arbeit. Klar, auch da gibt es schwarze Schafe, die mehr den Gewinn als
die qualitativ hochwertige Arbeit sehen, aber diese Anbieter bleiben
erfahrungsgemäss nicht sonderlich lange auf dem Markt. Zudem gibt es
dagegen in wohl jedem Landesrettungsgesetz ausreichend Möglichkeiten, hier
schnell den "Hahn zuzudrehen".
Thomas Hochstein wrote:
> [...]
> "Die Vorstände der Kreisverbände bestehen aus zwei oder drei
> Mitgliedern, von denen mindestens eins ehrenamtlich tätig sein muß."
> (Satzung der JUH, § 5.4) Der andere / die anderen können demzufolge
> hauptamtlich sein und sind es auch in allen mir bekannten Gliederungen.
> Das ist IMHO schonmal ein wichtiger Schritt. [Wobei man berücksichtigen
> muß, daß die Landes-, Kreis- und Regionalverbände der JUH nicht
> eigenständig sind, sondern nur Untergliederungen des einen
> Bundesverbandes darstellen.)
>
Dann seid ihr ja richtig fortschrittlich. Im BRK duerfen Hauptamtliche _nicht_ Mitglied
des Vorstandes sein (Ausnahmen einmal weggelassen), in den Vorstandssitzungen beruht die
Anwesendheit vom Kreisgeschaeftsfuehrer, Leiter Rettungsdienst etc. nur auf "den Gnaden"
der anderen Vorstaende - wenn sie es nicht wollen, darf der KGF etc. nicht kommen. Und
genau hier hoert eben mein Verstaendnis auf - "Hobbys", die ueber irgendetwas
entscheiden (von dem sie oft nicht einmal eine Ahnung haben) und die anderen (KGF etc.),
die diese (teilweise unsinnigen) Entscheidungen ausführen müssen. Genauso ist es doch
bei der Personaleinstellung, aber dazu moechte ich mich jetzt lieber nicht aeussern ...
> Leider ist ein Teil (IMHO ein zu großer Teil) dieser Hauptamtlichen für
> seine Tätigkeit eben (noch) *nicht* ausreichend qualifiziert. Da wurde
> offenbar einfach mal ein "Langgedienter" eingestellt, den man dann nicht
> mehr los wird. Wenn sich das ändert, finde ich das Konzept der JUHn
> durchaus zukunftsträchtig.
>
Richtig, auch hier muessen Aenderungen her - naemlich das Recht, jemanden einfacher
entlassen zu koennen (was im oeffentlichen Dienst, wo zumindest das BRK mehr oder
weniger dazugehoert, recht schwierig ist). Wenn ein Hauptamtlicher Mist baut (gibt es
natuerlich auch), dann macht er das im Normalfall nur ein- oder zweimal, denn dann ist
er seinen Job los (wenn es so laufen wuerde, siehe erster Satz). Ein Ehrenamtlicher
macht Mist und tut dann beleidigt, wenn man in kritisiert oder wirft seinen Job hin,
"schliesslich macht er es ja nur ehrenamtlich" ist ein oft gemachte Aussage. Wohin wir
dann kommen, kann sich ja wohl jeder denken ...
Ralf
Juergen Stawartz wrote:
> Eine Hilfsorganisation ist keine Aktiengesellschaft.
>
> An eine HO kann ich nicht die gleichen Maßstäbe (Maximierung des
> Gewinnes) stellen wie an eine AG.
Richtig, aber die gleichen Masstaebe zur Vermeidung von roten Zahlen :-)
> Leider wird der Weg der Kommerziallisierung vielerorts als das
> Allheilmittel für die HOs angepriesen.
> Vielerorts wird dabei IMHO leider der Grundgedanke der HOs vergessen.
>
Ich kann mich wirklich nur wiederholen: Kommerzialisierung ist sicher nicht alles, aber
schwarze Zahlen (oder zumindest plus/minus Null) muesen her, damit ich die guten und
sinnvollen Aufgaben von HiOrgs erfuellen kann. Ohne Geld geht halt heute leider nicht
mehr sehr viel :-(
> Auch bei einigen hauptamtlichen Geschäftsführern von HOs habe ich
> manchmal den Eindruck, daß es ihnen nicht so sehr um die HO geht,
> sondern mehr darum, im Vergleich mit anderen KVs als der dazustehen,
> der am meisten Überschuß "erwirtschaftet" hat.
Kann ich Dir leider nicht widersprechen :-( ***Ironie ein*** Realistisch gesehen geht
es aber eher darum, einen kleineren Schuldenberg als der andere zu haben *** Ironie aus
***
> Ein Geschäftsführer, besonders in einer HO, muß aber IMO über mehr als
> "nur" über eine Betriebswirtschaftliche Ausbildung verfügen.
Zustimmung, war vielleicht etwas ungluecklich ausgedrueckt. Er sollte von der Arbeit,
die er macht, natuerlich eine Ahnung haben, aber eben auch von Betriebswirtschaft ...
Und oftmals fehlt es leider an beiden (wie in einem frueheren Posting von jemanden
geschrieben wurde, wird oftmals nicht derjenige eingestellt, der am geeignetsten ist,
sondern derjenige, der am laengsten dabei ist) ...
> Ich könnte mich vielleicht noch gerde mit Dir auf -fachlich
> kompetente Führungskräfte müssen her- einigen :-)
Das ist ja immerhin etwas :-)
Ralf
Christoph Brodesser wrote:
> [...]Nee, nee, erschossen wirste nich, aber:
> > Um wirklich effektiv arbeiten zu koennen, muessen andere Strukturen her - das
> > heisst weg vom "Ehrenamt" in wichtigen Fuehrungspositionen.
>
Danke :-)
> Das Märchen, dass Ehrenamtlichkeit und Professionalität sich
> ausschließen, wird vom häufigen Wiederholen nicht richtiger. Es gibt
> sicherlich genauso häufig hochprofessionelle Ehrenamtliche wie es -
> leider - auch immer wieder dilettantische Hauptamtliche gibt. Die
> Qualität der Aufgabenerfüllung hat primär nunmal nichts mit der
> arbeitsrechtlichen Stellung desjenigen zu tun, der sie erfüllt, sondern
> mit dessen Qualifikation - und auch mit dessen Engagement für die Sache.
>
Natuerlich, habe ich ja auch gar nicht bestritten - und dennoch gibt es halt
unterschiede (siehe mein vorheriges Posting als Antwort auf Thomas Hochstein) ...
> Die gehören nicht in die Vorstände, sondern in die Geschäftsführung, wo
> sie - in der Tat - diese Aufgaben zu erfüllen haben.
>
Ja, aber was sollen sie dann tun, wenn sie bei jedem Arbeitsschritt irgendeinen "Hobby"
um Erlaubnis fragen sollen und u.U. deren schwachsinnigen, weil auf Unwissen beruhenden
Anweisungen folgen muessen ? Ich kann es nur betonen, es ist sicher nicht immer so (und
es gibt wirklich auch gute ehrenamtliche Vorstaende), aber viele Probleme der HiOrgs
(auch im Umgang mit Geld) beruhen auf diesen Fehlern ...
> [...](Übrigens - die Kategorie "Wirtschaftsunternehmen" für eine
> Hilfsorganisation bestreite ich; sie ist für mich bereits die
> Manifestation einer Fehlentwicklung!) Nur die Struktur des _Vereins_ gibt
> nämlich die Chance zur demokratischen Partizipation der Mitglieder an [...]
Wirtschaftlichkeit bedeutet ja nicht, dass ich riesige Gewinne einfahren muss -
Wirtschaftlichkeit bedeutet auch, dass ich die roten Zahlen moeglichst gering halte ...
Und die meisten HiOrgs haben einfach zu wenig als zu viel Geld (zumindest hoert man von
ueberall her nur Jammern).
> [...]Vordergrund steht. Dieses - und zwar _genau_ dieses - zu beurteilen ist
> die Aufgabe eines Vorstandes, nicht dagegen das "Hereinreden" in die
> wirksamste Aufgabenerfüllung. Letztere hat in der Tat die
> Geschäftsführung zu leisten.
Wenn es so ist, dann habe ich kein Problem damit - oftmals ist es aber nicht so ...
Schliesslich haben doch einige Vorstaende die Meinung, wie bei uns einmal ein Vorstand
gesagt hat: "Jetzt bin ich Vorstand und _Euer_ Chef" - die Betonung lag wirklich so :-(
> [...]von Dir gebrachten Argumente gehen aber genau in die Richtung,
> wirtschaftliche Effizienzgesichtspunkte zu verabsolutieren und
> Gesichtspunkte gesellschaftlicher Partizipation und innerverbandlicher
> Demokratie zu vernachlässigen.
>
Nein, aber was nuetzt mir die beste Demokratie, wenn ich kein Geld habe, um damit die
sinnvollen Aufgaben des Vereins zu erfuellen ? Die Idealform ist die Parallelitaet aus
beiden, wirtschaftlich arbeiten und gesellschaftlich denken ...
> Einem Verein stifte ich Geld und Arbeitskraft - einem kommerziellen
> Unternehmen würde ich keine Spenden zukommen lassen (oder hast Du der
> Firma SIEMENS zum Beispiel schon einmal Geld gespendet oder für die
> DEUTSCHE BANK ehrenamtlich gearbeitet? - siehste!)!
>
Natuerlich nicht - aber ich spende z.B. auch nicht dem Rettungsdienst Geld, denn er wird
ueber die Krankenkassen o.ae. finanziert (von ehrenamtlicher Taetigkeit einmal
abgesehen) - und teilweise diletantisch geleitet ;-(
Ralf
Guenther Lazelsberger wrote:
> [...]Ein voll motivierter "Ehrenamtlicher" mit entsprechender Ausbildung
>
> und evtl. dazupassendem Hauptberuf kann sicher viel bewegen. Auf jeden
> Fall besser als ein unmotivierter "Verwaltungsbeamter" der einen
> Verein bzw. eine Körperschaft betreuen muß.
OK, bei Beamten gebe ich Dir Recht, denn auch sie blicken oftmals nicht
ueber den Tellerrand hinaus und haben mangelnden Weitblick (woher auch,
denn ihr Dienstherr wuenscht das ja oft auch nicht) ...
> Nebenbei: wer soll den einen hauptamtlichen Verwalter bezahlen? Gerade
> bei kleineren Feuerwehren bleibt dafür ganz sicher kein Geld mehr
> übrig.
Fuer die Feuerwehr kann ich nicht sprechen, da ich davon keine Ahnung
habe. Aber warum muss z.B. jede kleine Feuerwehr separat verwaltet werden,
"Verwaltungsgemeinschaften" bei Feuerwehren koennten doch u.U. sinnvoll
sein ...
Ralf
Erich Kirchmayer wrote:
> [..]
> Stimmt. Ich kenne einen Verein (hat nichts mit RD zu tun), dessen
> ehrenamtlicher Vorsitzender und Geschäftsführer ein Spitzenmanager im
> Ruhestand ist. Ich habe mich mit diesem Mann mal unterhalten - alle
> Achtung! War Geschäftsführer/Vorstandsvorsitzender in mehreren Unternehmen
> in USA und BRD u.v.m. - und nochdazu menschlich absolut Spitze!
Das ist ja nur positiv - wie oft werden Vorstaende aber danach ausgesucht,
welches politische Amt sie erfuellen oder welchen (guten) Namen sie haben (ohne
dabei auf die Qualifikation zu achten) ? Zugegeben, das liegt dann aber an den
Mitgliedern, die die Vorstaende ja waehlen, "und Fuehrungskraefte sind nur ein
Abbild der Intelligenz der Waehler" :-(
Ralf
Liebe Netzgemeinde in d.e.n,
zuerst einmal möchte ich mich dem Posting von Christoph Brodesser
bezüglich Stakeholder-Value- und Partizipationsprinzip in der
Vereinsleitung der HiOrg anschließen.
Leider habe ich seinerzeit das Managementtraining für
Vorstandsmitglieder (ja, auch so etwas gibt es im Kreuz) nicht besuchen
können, aber wofür hat man eine Freundin ;o) .
Juergen Stawartz schrieb:
> [...] Eine Hilfsorganisation ist keine Aktiengesellschaft.
>
> An eine HO kann ich nicht die gleichen Maßstäbe (Maximierung des
> Gewinnes) stellen wie an eine AG.
>
> Würde ich das tun, würden einige Betätigungsfelder in den HOs vor
> allem im sozialen Bereich (z.B. Kinderbetreuung,
> Krankenhausbvesuchsdienst aber vermutlich auch große Teile der
> Breitenausbildung) ersatzlos wegfallen.
[...]
> Leider wird der Weg der Kommerziallisierung vielerorts als das
> Allheilmittel für die HOs angepriesen.
> Vielerorts wird dabei IMHO leider der Grundgedanke der HOs vergessen.
Und genau da möchte ich einhaken: Ich stimme Dir vom Gedanken her zu,
muß aber fragen, was denn Deiner Meinung nach der "Grundgedanke der
HiOrg" ist? Die Grundgedanken der Organisation, in der mitzuwirken ich
die Ehre habe, sind mir klar und geläufig. Aber wie sieht es bei den
anderen aus? Sind auch dort die Hemmnisse für eine strikte
Kommerzialisierung so einleuchtend wie im DRK?
Klar, nun werden wieder einige Spott und Hohn über dieser Aussage
ausgießen, aber Fakt bleibt, daß folgender Leitsatz nach wie vor über
der gesamten Tätigkeit des DRK steht:
"Wir vom Roten Kreuz sind Teil einer weltweiten Gemeinschaft von
Menschen in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, die
Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie anderen hilfsbedürftigen
Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not.
Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die
Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben
und die Würde aller Menschen ein."
Daran muß der Verein sich selber messen und sich vor allem auch messen
lassen _können_. Welche Grundprinzipien _in dieser Stärke_ gelten in den
anderen Organisationen, welche Grundgedanken sind es denn, von denen man
anderswo durch Kommerzialisierung zu entfernen meint?
Auf eure Antworten bin ich sehr neugierig und harre interessiert und
gespannt der Dinge, die da kommen sollen...
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: PGPfreeware 5.5.3i for non-commercial use <http://www.pgpi.com>
Comment: PGP-Key available @ www.rz.uni-frankfurt.de/~bolle/dhpub.asc
iQA/AwUBNZrqmecgQjr1g4VHEQLjCgCdFdX3ONcpRw9R8pzdOPEG4j9FQTEAn3Zo
yvkKHxdgCV39//GWm9gK82C0
=o/m/
-----END PGP SIGNATURE-----
--
Ingmar Matthias Bolle - Kaulbachstr. 44 - 60596 Frankfurt/Main
Fachbereich Humanmedizin der J. W. Goethe-Universitaet
Homepage: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~bolle/
Fon: +49 (0)69 611280 | GSM: +49 (0)177 2335431 | ICQ: 5173021
>-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
>Hash: SHA1
>
>Liebe Netzgemeinde in d.e.n,
>
>zuerst einmal m=F6chte ich mich dem Posting von Christoph Brodesser
>bez=FCglich Stakeholder-Value- und Partizipationsprinzip in der
>Vereinsleitung der HiOrg anschlie=DFen.
>
>Leider habe ich seinerzeit das Managementtraining f=FCr
>Vorstandsmitglieder (ja, auch so etwas gibt es im Kreuz) nicht besuchen
>k=F6nnen, aber wof=FCr hat man eine Freundin ;o) .
>
>Juergen Stawartz schrieb:
>
>> [...] Eine Hilfsorganisation ist keine Aktiengesellschaft.
>> =
>
>> An eine HO kann ich nicht die gleichen Ma=DFst=E4be (Maximierung des
>> Gewinnes) stellen wie an eine AG.
>> =
>
>> W=FCrde ich das tun, w=FCrden einige Bet=E4tigungsfelder in den HOs vor=
>
>> allem im sozialen Bereich (z.B. Kinderbetreuung,
>> Krankenhausbvesuchsdienst aber vermutlich auch gro=DFe Teile der
>> Breitenausbildung) ersatzlos wegfallen.
>[...]
>> Leider wird der Weg der Kommerziallisierung vielerorts als das
>> Allheilmittel f=FCr die HOs angepriesen.
>> Vielerorts wird dabei IMHO leider der Grundgedanke der HOs vergessen.
>
>Und genau da m=F6chte ich einhaken: Ich stimme Dir vom Gedanken her zu,
>mu=DF aber fragen, was denn Deiner Meinung nach der "Grundgedanke der
>HiOrg" ist? Die Grundgedanken der Organisation, in der mitzuwirken ich
>die Ehre habe, sind mir klar und gel=E4ufig. Aber wie sieht es bei den
>anderen aus? Sind auch dort die Hemmnisse f=FCr eine strikte
>Kommerzialisierung so einleuchtend wie im DRK?
ICh glaube, die Grundgedanken "den Menschen in Not unterschiedslos
zu helfen" ist in so ziemlich jeder Hilfsorganisation in der Satzung
verankert.
>Klar, nun werden wieder einige Spott und Hohn =FCber dieser Aussage
>ausgie=DFen, aber Fakt bleibt, da=DF folgender Leitsatz nach wie vor =FCb=
>er der gesamten T=E4tigkeit des DRK steht:
Leider stehen in der heutigen Zeit solche Sachen wie dem anderen
UNENTGELTLICH helfen bzw. etwas ohne Bezahlung für die Gesellschaft
zu machen nicht mehr allzu hoch im Kurs.
Auch ich ernte des öfteren unverständliche Blicke, wenn ich erzähle,
wieviel Stunden ich im Jahr ehrenamtlich beim BRK tätig bin.
>"Wir vom Roten Kreuz sind Teil einer weltweiten Gemeinschaft von
>Menschen in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, die
>Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie anderen hilfsbed=FCrftigen
>Menschen unterschiedslos Hilfe gew=E4hrt, allein nach dem Ma=DF ihrer Not=
>=2E
>
>Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns f=FCr das Leben, die
>Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben
>und die W=FCrde aller Menschen ein."
Diese Gedanken sollte sich so mancher mal genauer durchlesen.
Leider haben wir (damit meine ich alle Ehrenamtlichen), meiner Meinung
nach, es in den letzten Jahren versäumt unsere Tätigkeit und den
Grundgedanken der dahinter steht der Öffentlichkeit näher zu bringen.
Für viele Leute aus der Öffentlichkeit besteht das Rote Kreuz nur aus
Rettungsdienst (besonders bei uns in Bayern) und Essen auf Rädern.
Über die vielen anderen Tätigkeitsfelder wissen nur die wenigsten
Bescheid.
Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und versuchen das
Informationsdefizit in der Bevölkerung zu beheben.
>Daran mu=DF der Verein sich selber messen und sich vor allem auch messen
>lassen _k=F6nnen_. Welche Grundprinzipien _in dieser St=E4rke_ gelten in =
>den
>anderen Organisationen, welche Grundgedanken sind es denn, von denen man
>anderswo durch Kommerzialisierung zu entfernen meint?
>
>Auf eure Antworten bin ich sehr neugierig und harre interessiert und
>gespannt der Dinge, die da kommen sollen...
>
[..]
>
>Ingmar Matthias Bolle - Kaulbachstr. 44 - 60596 Frankfurt/Main
> Fachbereich Humanmedizin der J. W. Goethe-Universitaet
> Homepage: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~bolle/
>Fon: +49 (0)69 611280 | GSM: +49 (0)177 2335431 | ICQ: 5173021
>
PS: Wer sich näher für die Entstehungsgeschichte und die Grundsätze
des Roten KReuzes interessiert, dem kann ich einen Besuch des
Rot-Kreuz-Museums in Genf nur empfehlen.
Gruß
Jürgen
Das war natürlich nur meine persönliche Meinung und nicht die Meinung
irgend einer Organisation !
===> Vergiß nicht das Schulterhalfter fürs Laryngoskop......
Das halte ich nicht für allzu sinnvoll, da geht bei den
Abstimmungsarbeiten mehr Zeit verloren, als durch Synergien gewonnen
wird. Und so arg ist der Verwaltungsaufwand bei einer Feuerwehr
(zumindestens bei uns in OÖ) nicht, das läßt sich vom
Schriftführer/Kassier/Kommandanten jeweils in ein, zwei Stunden pro Woche
erledigen.
Ralf Assmann schrieb:
> [...] Ja, aber was sollen sie dann tun, wenn sie
> bei jedem Arbeitsschritt irgendeinen "Hobby" um
> Erlaubnis fragen sollen und u.U. deren
> schwachsinnigen, weil auf Unwissen beruhenden
> Anweisungen folgen muessen ?
Hmm, meine bisherige Auffassung der Vorstandsarbeit war die, daß ein
Vorstand im Sinne der Verbandsziele richtungsweisende Entscheidungen
trifft und das Tagesgeschäft _kontrolliert_, was nicht heißt, daß er
stets direkt in dieses eingreift. Auch ging ich bisher davon aus, daß
ehrenamtliche Leitungskräfzte froh über jeden Handschlag sind, bei dem
sie nicht direkt involviert sind.
> Ich kann es nur betonen, es ist sicher nicht immer
> so (und es gibt wirklich auch gute ehrenamtliche
> Vorstaende), aber viele Probleme der HiOrgs
> (auch im Umgang mit Geld) beruhen auf diesen
> Fehlern ...
Ich denke, der Fehler liegt dann in einem Mißverhältnis zwischen
Vorstand und Geschäftsführung. Normalerweise liefert jene Zahlen und
Fakten, mit denen (und deren Folgen) sich ein Vorstand im Allgemeinen
befaßt. Ich habe es bislang jedenfalls nicht erlebt, daß ein Vorstand in
_direkter_ Einflußnahme Belange der täglichen Geschäfte regelt.
Ausnahmen (in Ausnahmesituationen) bestätigen die Regel und haben meist
den Charakter des korrigierenden Eingreifens bei Fehlentwicklungen.
> [...] Wirtschaftlichkeit bedeutet auch, dass
> ich die roten Zahlen moeglichst gering halte
> ... Und die meisten HiOrgs haben einfach zu
> wenig als zu viel Geld (zumindest hoert man
> von ueberall her nur Jammern).
Wirtschaftlichkeit bei einer humanitären HiOrg bedeutet IMO, daß man in
der Lage ist, mit den vorhandenen Mitteln seine Aufgaben im Sinne der
innerverbandlichen Ziele zu erfüllen. Daß gerade in Zeiten knapper
Kassen Schwierigkeiten auftreten, ist nun wirklich nichts Neues. Ich
sehe aber kein Problem darin, weitergehende und aufgrund des Fehlens
öffentlicher Zuschüsse teuer gewordene Sozialdienstleistungen
einzustellen - solange die Ziele und das Profil des Verbandes nicht
darunter leiden.
> [...] Schliesslich haben doch einige Vorstaende
> die Meinung, wie bei uns einmal ein Vorstand
> gesagt hat: "Jetzt bin ich Vorstand und _Euer_
> Chef" - die Betonung lag wirklich so :-(
Tja, soviel zum Thema Fehlentwicklungen... Nur: Dieser Satz läßt auf ein
Leitungsverhalten schließen, welches _eigentlich_ eine Wiederwahl
signifikant erschweren sollte. Leider sind aber in vielen Verbänden die
demokratischen Strukturen und der Wille zur Inanspruchnahme derselben
etwas unterentwickelt.
> [...] Die Idealform ist die Parallelitaet aus
> beiden, wirtschaftlich arbeiten und
> gesellschaftlich denken ...
Und genauso sehen es AFAIK die meisten Satzungen vor: Geschäftsführung
und Vorstand arbeiten Hand in Hand für die Strategiefestlegung und
- -umsetzung, das Tagesgeschäft als solches ist Aufgabe der
Geschäftsführung.
[Subject angepaßt]
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--
Christoph Brodesser wrote:
> Was sagt denn die Geschäftsordnung dazu? Ich glaube kaum, dass ein Verein
> sich einen (hoffentlich qualifizierten und daher gutbezahlten)
> Geschäftsführer leistet, wenn er eigentlich nur einen Bürovorsteher oder
> (noch schlimmer) einen besseren "Schreibstubenunteroffizier" haben will.
Zumindest bei uns ist es so, dass der KGF bei Vorschlaegen teilweise ignoriert wird und die
Vorstandschaft Entscheidungen trifft, die beim KGF nur kopfschuetteln hervorrufen ...
> Ausserdem stammen sehr viele Vorstände glücklicherweise aus Bereichen, in
> denen sie gelernt haben, mit Delegationsprinzipien umzugehen. Und wenn
> nicht - die Amtszeit _aller_ Vorstände beträgt zB beim DRK max. drei
> Jahre. Danach entscheidet die Basis über die weitere Besetzung der Ämter.
Delegation setzt aber die Kenntniss voraus, dass ich weiss, welche Arbeit die von mir
delegierte Person tun muss und entsprechende Personen einsetze. Die Amtszeit betraegt im
uebrigen beim BRK vier Jahre - und ich hoffe wirklich, dass bei uns die Mitglieder endlich
aufwachen und reagieren ! Aber wie in einem frueheren Posting von mir geschrieben, auch hier
muss man noch viel mehr tun - denn viele Mitglieder kennen ja z.B. nicht die Aufgabenbereiche
von Kreisgeschaeftsfuehrung und Vorstandschaft, es fehlt eklatant an der internen
Oeffentlichkeitsarbeit (und oftmals habe ich den Eindruck, dass diese Unkenntnis von der
Vorstandschaft gewollt wird).
Ralf
Ingmar Matthias Bolle wrote:
> Hmm, meine bisherige Auffassung der Vorstandsarbeit war die, daß ein
> Vorstand im Sinne der Verbandsziele richtungsweisende Entscheidungen
> trifft und das Tagesgeschäft _kontrolliert_, was nicht heißt, daß er
> stets direkt in dieses eingreift. Auch ging ich bisher davon aus, daß
> ehrenamtliche Leitungskräfzte froh über jeden Handschlag sind, bei dem
> sie nicht direkt involviert sind.
Das sollte eigentlich auch der normale Ablauf sein, aber je nachdem, welche
"Profilneurotiker" in den entsprechenden Vorstaenden sitzen, sieht es anders
aus. Vielleicht bin ich auch nur durch "meinen" Kreisverband beeinflusst,
aber ich weiss von anderer Stelle, dass es dort aehnlich aussieht ...
> Ich denke, der Fehler liegt dann in einem Mißverhältnis zwischen
> Vorstand und Geschäftsführung. Normalerweise liefert jene Zahlen und
> Fakten, mit denen (und deren Folgen) sich ein Vorstand im Allgemeinen
> befaßt. Ich habe es bislang jedenfalls nicht erlebt, daß ein Vorstand in
> _direkter_ Einflußnahme Belange der täglichen Geschäfte regelt.
> Ausnahmen (in Ausnahmesituationen) bestätigen die Regel und haben meist
> den Charakter des korrigierenden Eingreifens bei Fehlentwicklungen.
Siehe oben, das ist nicht immer der Ist-Zustand, sondern der Soll-Zustand.
Und oftmals ist es auch ein Wunsch-Zustand :-( Der normale Ablauf ist ja
auch der, dass der Vorstand ein paar Mal im Jahr tagt, die Richtlinien
vorgibt, die Kreisgeschaeftsfuehrung kontrolliert (ohne "1984" zu spielen
:-)) und sich ansonsten aus der taeglichen Arbeit heraushaelt. Aber in
Kreisverbaenden, in denen gute "Projekte" (die sich auch finanziell tragen
wuerden) etc. massgeblich an der Selbstueberschaetzung und Unfaehigkeit von
Vorstaenden scheitern, ist es wirklich nur ein Wunsch-Zustand.
> Wirtschaftlichkeit bei einer humanitären HiOrg bedeutet IMO, daß man in
> der Lage ist, mit den vorhandenen Mitteln seine Aufgaben im Sinne der
> innerverbandlichen Ziele zu erfüllen. Daß gerade in Zeiten knapper
> Kassen Schwierigkeiten auftreten, ist nun wirklich nichts Neues. Ich
> sehe aber kein Problem darin, weitergehende und aufgrund des Fehlens
> öffentlicher Zuschüsse teuer gewordene Sozialdienstleistungen
> einzustellen - solange die Ziele und das Profil des Verbandes nicht
> darunter leiden.
Wuerde ich auch machen (die Einstellung von Dienstleistungen), aber zuerst
wuerde ich mich bemuehen, andere Finanzierungsformen zu bekommen (und die
liegen manchmal direkt vor der Tuer, man muss sie nur sehen und handeln
wollen). Das meinte ich mit roten Zahlen: oftmals resigniert man vor ihnen
(obwohl man sie oft direkt mitverschuldet hat) anstatt sich von ihnen
anspornen zu lassen auf der Suche nach neuen Finanzierungsquellen ...
> Tja, soviel zum Thema Fehlentwicklungen... Nur: Dieser Satz läßt auf ein
> Leitungsverhalten schließen, welches _eigentlich_ eine Wiederwahl
> signifikant erschweren sollte. Leider sind aber in vielen Verbänden die
> demokratischen Strukturen und der Wille zur Inanspruchnahme derselben
> etwas unterentwickelt.
Volle Zustimmung !!! Was die demokratischen Strukturen betrifft, sind sie
zwar gegeben (Wahlen etc.), allerdings laesst die Wahlbeteiligung dann doch
_sehr_ zu wuenschen uebrig - und oftmals gibt es auch nur einen Kandidaten.
Das ist sicher nicht direkt ein Problem des Vorstandes (wenn niemand zur
Wahl geht und sich auch keine geeigneten Personen finden), aber ich habe die
Erfahrung gemacht (und die ist ziemlich aequivalent der grossen Politik),
dass die Leute keine Lust haben, jemanden zu waehlen, von dem sie hinterher
nie mehr etwas ueber ihre Arbeit hoeren (sprich: Oeffentlichkeitsarbeit der
Vorstaende, Informationen ueber Vorstandsentscheidungen, Offenlegung von
Maßnahmen und finanziellen Dingen (im gewissen Rahmen) fuer die Mitglieder
...) !
Ralf
Juergen Stawartz wrote:
> Leider haben wir (damit meine ich alle Ehrenamtlichen), meiner Meinung
> nach, es in den letzten Jahren versäumt unsere Tätigkeit und den
> Grundgedanken der dahinter steht der Öffentlichkeit näher zu bringen.
>
> Für viele Leute aus der Öffentlichkeit besteht das Rote Kreuz nur aus
> Rettungsdienst (besonders bei uns in Bayern) und Essen auf Rädern.
> Über die vielen anderen Tätigkeitsfelder wissen nur die wenigsten
> Bescheid.
> Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und versuchen das
> Informationsdefizit in der Bevölkerung zu beheben.
Gute Oeffentlichkeitsarbeit kostet - je nach Art und Weise - aber Geld, Geld
das Kreisverbaende aus mangelndem Wissen betreffend den Vorteilen von guter
Oeffentlichkeitsarbeit aber nicht ausgeben. Und keine Oeffentlichkeitsarbeit
gibt keine Spenden und keine "Achtung" vor den Taetigkeiten der entsprechenden
HiOrg.
Ralf
Ralf Assmann schrieb:
> [...], aber ich habe die Erfahrung gemacht (und die
> ist ziemlich aequivalent der grossen Politik), dass
> die Leute keine Lust haben, jemanden zu waehlen,
> von dem sie hinterher nie mehr etwas ueber ihre
> Arbeit hoeren (sprich: Oeffentlichkeitsarbeit der
> Vorstaende, Informationen ueber Vorstands-
> entscheidungen, Offenlegung von Maßnahmen und
> finanziellen Dingen (im gewissen Rahmen) fuer die
> Mitglieder...) !
Das Stichwort heißt TRANSPARENZ, und ist leider in der Tat in den
Verbänden extrem unterentwickelt. Viele (vielleicht die meisten)
Vorstände behandeln ihre Arbeit wie "Geheime Kommandosache", und wehe,
es "plaudert" einer! In meinem Heimat-OV war der Stimmungswandel sofort
spürbar, als der neue Vorsitzende eben die erforderliche Transparenz
umsetzte.
Man war im OV-Vorstand erstaunt darüber, wieviel Schriftverkehr bislang
immer an einem vorbei ging, was im Kreisvorstand so alles besprochen
wurde und vor allem darüber, mit welcher Selbstherrlichkeit in der
Vergangenheit Entscheidungen ohne Konsultation des Vorstandes einfach
nur von der alten OV-Vorsitzenden getroffen wurden. Der neue Vorsitzende
brachte _sein_ Verständnis von Transparenz und Partizipation ein und
strukturierte den Informationsfluß (der vorher eher ein Rinnsal war)
neu.
Seitdem herrscht zwischen Vorstand und Gemeinschaft ein völlig anderes,
problemfreieres Arbeitsklima, das sich positiv auf die RK-Arbeit vor Ort
auswirkt. Im Kreisvorstand wird diese Einsicht wohl noch Jahre auf sich
warten lassen...
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bbrdmSyfxafabu0/7GHoq0He
=RAKO
>>
>> Hauke Speth wrote:
>> > Was ist das schlimmste an Ärzten...?
>> > Es sind alles ehemalige Medizinstudenten....
>> >
>> > Grüße, Hauke
>>
>> Protest !!! Wir sind doch auch nur Menschen ! Zugegebenermasen aber die
>> Gattung mit der geilsten Berufsbekleidung, es geht doch nichts über
>> einen wehenden Kittel, das Littmann Classic 2 um den Hals und 3
>> Klinikleitfäden in der Tasche.
>>
>
>===> Vergiß nicht das Schulterhalfter fürs Laryngoskop......
"So es wird mal kurz hell im Hals..."
>>
>> P.S. So, jetzt werden wieder alle auf die blöden Stud. med.´s meckern.
>> Selber schuld, was laßt ihr euch denn auch ärgern!
Ob ich das dann noch studiern soll ???
p.s.: Obwohl ein weißer Kittel Wehend gefaäält mir auch besser als eine
Schwarze Robe, die nur windstill nach unten zeigt.
;-))
Grüße aus Hannover
Björn Wuttig
--
eMail: Bjoern...@stud.uni-hannover.de
http://www.stud.uni-hannover.de/~wuttig
> es geht doch nichts über
>einen wehenden Kittel, das Littmann Classic 2 um den Hals und 3
>Klinikleitfäden in der Tasche.
Es gibt eben doch so ein paar Cand. Med., die so was brauchen :-)
aber jetzt wirds dann off topic???
So long
Ralf
RGHi...@aol.com
Sehnde OT Haimar-->schönstes Dorf im östlichen LK Hannover :-)
>Wirtschaftlichkeit bei einer humanitaeren HiOrg bedeutet IMO, dass man
>in der Lage ist, mit den vorhandenen Mitteln seine Aufgaben im Sinne der
>innerverbandlichen Ziele zu erfuellen.
Das heißt es meiner Meinung nach nicht mehr. Es kommt heute mehr denn je
darauf an, auch am Markt agieren zu können, neue Geschäftsfelder zu
erschließen und neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Einnahmen als gegeben
zu betrachten und innerhalb dieser Rahmenbedingungen arbeiten zu wollen heißt
Stagnation, Abbau von Arbeitsplätzen und Einschränkung von Leistungen.
Guido
>Leider wird der Weg der Kommerziallisierung vielerorts als das
>Allheilmittel für die HOs angepriesen.
>Vielerorts wird dabei IMHO leider der Grundgedanke der HOs vergessen.
Hier verwechselst Du Wirtschaftlichkeit und Kommerzialisierung.
Wirtschaftlichkeit heißt nicht, sich von den Grundsätzen und den Zielen zu
verabschieden, sondern es heißt, die Mittel möglichst wirtschaftlich
einzusetzen, um möglichst vielen Menschen zu helfen.
Es kann doch nicht sein, daß ein Krankenpflegedienst einer Hilfsorganisation
durch Spenden und Mitgliedsbeiträge subventioniert werden muß, aber seine
Leistung keinen Deut besser ist als die der privaten Konkurrenz.
Guido
Oh je, wie peinlich, das schmückt Dich aber gar nicht ... cand.med. ... da muß
ich wohl jetzt Hochachtung haben, was???
Ojojoj...
Markus (war bloß aufe Arztschule, son Kurs gemacht)
Guido Gabriel schrieb:
> [...] Es kommt heute mehr denn je darauf an, auch
> am Markt agieren zu können, neue Geschäftsfelder
> zu erschließen und neue Einnahmequellen zu
> erschließen. Die Einnahmen als gegeben zu
> betrachten und innerhalb dieser Rahmenbedingungen
> arbeiten zu wollen heißt Stagnation, Abbau von
> Arbeitsplätzen und Einschränkung von Leistungen.
Ich redete ja auch nicht davon, daß man als Verband einer HiOrg keine
neuen Geschäftsfelder angehen sollte. Nur habe ich die Erfahrung
gemacht, daß die Erschließung neuer Geschäftsfelder a) die Gefahr der
Entfernung von eigenen Zielen und Idealen und b) großes
Investitionsrisiko in sich birgt.
Auf Teufel komm raus zu versuchen, neue Nischen im hart umkämpften
Bereich der Sozialdienstleistungen zu suchen und evtl. eben _dabei_ den
Bach runter zu gehen und nach einem Jahr die Leute entlassen zu müssen -
das kann es doch wohl auch nicht sein, oder?
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=/zSJ
Guido Gabriel wrote:
> [...]
> Dann habt Ihr in Eurem Kreisverband die falschen Leute in den Vorstand
> gewählt. Ich sehe die Rolle des Vorstands so wie die des Aufsichtsrates in
> einer Aktiengesellschaft. Diese Leute vertreten in der Regel auch die
> Interessen der Aktionäre sehr effektiv, obwohl sie nur einen ganz kleinen Teil
> ihrer Arbeitszeit dafür einsetzen. In den Aufsichtsrat einer
> Aktiengesellschaft werden aber auch nicht die in ihrem eigentlichen Beruf
> gescheiterten Kleinaktionäre gewählt, sondern Leute, die woanders wichtige
> Aufgaben ausüben und besonders kompetent erscheinen.
> [...]
"Kompetent erscheinen" tun sie vielleicht auch - zumindest auf einen grossen Teil der
Mitglieder - ob sie es aber auch sind ? Aber ich gebe Dir Recht, das ist natuerlich ein
Problem eines einzelnen Kreisverbandes (und davon gibt es aber mehrere) und es muss
wohl noch viel Ueberzeugungsarbeit fuer die naechste Wahl geleistet werden, bevor auch
die Mehrzahl der Mitglieder einsieht, dass es so nicht weitergehen kann ...
Und damit fuer mich EOT ...
Ralf
>Ich redete ja auch nicht davon, da=DF man als Verband einer HiOrg keine
>neuen Gesch=E4ftsfelder angehen sollte. Nur habe ich die Erfahrung
>gemacht, da=DF die Erschlie=DFung neuer Gesch=E4ftsfelder a) die Gefahr d=
>er
>Entfernung von eigenen Zielen und Idealen und b) gro=DFes
>Investitionsrisiko in sich birgt.
>
>Auf Teufel komm raus zu versuchen, neue Nischen im hart umk=E4mpften
>Bereich der Sozialdienstleistungen zu suchen und evtl. eben _dabei_ den
>Bach runter zu gehen und nach einem Jahr die Leute entlassen zu m=FCssen -
>das kann es doch wohl auch nicht sein, oder?
Nein, ganz sicher nicht. Was ich nur meinte: Es besteht ja auch bei den
Sozialdienstleistungen ein ganz erheblicher Rationalisierungsdruck, dem man
sich auch nicht entziehen kann. Ohne Ausweitung des Geschäftsbetriebs führt
dies zwangsläufig zu einem Arbeitsplatzabbau.
Guido
Du meintest am 02.07.98, zum Thema Vorstaende in HiOrg [War: Krit:
IMB> Auch ging ich bisher davon aus, dass
IMB> ehrenamtliche Leitungskraefzte froh ueber jeden Handschlag sind, bei dem
IMB> sie nicht direkt involviert sind.
Ich gehe mal davon aus, dass es "Leute" gibt, die sich nichts aus der Hand
nehmen lassen wollen. Gerade wenn es um Strategie (Anweisungen) geht.
Da gibt es dann wieder das uralte Problem "Qualifikation kontra Funktion".
Bis bald
/
Andre
Diese Nachricht stellt meine private Meinung dar.
Du meintest am 01.07.98, zum Thema Kritische Bemerkungen zu u:
GL> > Es gibt
GL> > sicherlich genauso haeufig hochprofessionelle Ehrenamtliche wie es -
GL> > leider - auch immer wieder dilettantische Hauptamtliche gibt.
GL> <vollundganzzustimm>
GL> Ein voll motivierter "Ehrenamtlicher" mit entsprechender Ausbildung
GL> und evtl. dazupassendem Hauptberuf kann sicher viel bewegen.
Wenn man ihn laesst...
Du meintest am 02.07.98, zum Thema Kritische Bemerkungen zu u:
RA> Schliesslich haben doch einige Vorstaende die Meinung, wie
RA> bei uns einmal ein Vorstand gesagt hat: "Jetzt bin ich Vorstand und _Euer_
RA> Chef" - die Betonung lag wirklich so :-(
Ooooch, das kann schon bei Funktionen weit darunter stattfinden :-(
Du meintest am 03.07.98, zum Thema Vorstaende in HiOrg [War::
RA> Was die demokratischen Strukturen betrifft, sind sie
RA> zwar gegeben (Wahlen etc.), allerdings laesst die Wahlbeteiligung dann
RA> doch _sehr_ zu wuenschen uebrig - und oftmals gibt es auch nur einen
RA> Kandidaten. Das ist sicher nicht direkt ein Problem des Vorstandes (wenn
RA> niemand zur Wahl geht und sich auch keine geeigneten Personen finden),
RA> aber ich habe die Erfahrung gemacht (und die ist ziemlich aequivalent der
RA> grossen Politik), dass die Leute keine Lust haben, jemanden zu waehlen,
RA> von dem sie hinterher nie mehr etwas ueber ihre Arbeit hoeren (sprich:
RA> Oeffentlichkeitsarbeit der Vorstaende, Informationen ueber
RA> Vorstandsentscheidungen, Offenlegung von Massnahmen und finanziellen Dingen
RA> (im gewissen Rahmen) fuer die Mitglieder ...) !
Es gibt leider auch den Fall, dass Du nicht faehig bist, selber zu waehlen.
Ich kenne da eine Satzung, die kennt nur (relativ wenige) Delegierte als
Waehler (Stimmberechtigte).
Achja Oeffentlichkeitsarbeit, ein wirklich interessantes Thema...
Du meintest am 10.07.98, zum Thema Vorstaende in HiOrg [War::
GG> Was ich nur meinte: Es besteht ja auch bei den
GG> Sozialdienstleistungen ein ganz erheblicher Rationalisierungsdruck, dem
GG> man sich auch nicht entziehen kann. Ohne Ausweitung des Geschaeftsbetriebs
GG> fuehrt dies zwangslaeufig zu einem Arbeitsplatzabbau.
Dazu kommt es auf jeden Fall. Entweder in Deiner oder der anderen "Firma".
(posted und ausnahmsweise auch mal gemailt)
So long,
Bjorn
--
"The most incompetent people get systematically moved to the place where
they can do the least damage - management" - The Dilbert principle
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Life sucks and then u die!