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Hiorg Hamburg

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Oliver Tessloff

unread,
Nov 20, 1996, 3:00:00 AM11/20/96
to

Info:

Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen beteiligten
Organisation gekuendigt!!!
Was passiert nun?

Hat jemand mehr Infos?

--
Oliver Tessloff

Jost Huebner

unread,
Nov 23, 1996, 3:00:00 AM11/23/96
to

Aus dem Hamburger Abendblatt habe ich entnommen, dass die Juhus, die
Samariter und die Malteser sich vom DRK trennen und nur noch ganz harmlose
KBF machen wollen (Also auch keine dringenden Einweisungen). Das DRK ist
davon etwas ueberrascht worden und weiss noch nicht, wie es weitergehen
soll. Bisher haben das DRK auf der einen und der Rest auf der anderen Seite
je die haelfte des Budgets der Leitstelle getragen.
Die Hiorgs werfen dem DRK vor, die ELS u.A. auch fuer den eigenen
Hausnotruf zu benutzen ohne dessen Kosten in der Abrechnung auszuweisen.
Gruss
Jost


Va...@bitsmart.com

unread,
Nov 23, 1996, 3:00:00 AM11/23/96
to

On Wed, 20 Nov 1996 22:41:07 +0100, oliver....@hamburg.netsurf.de
(Oliver Tessloff) wrote:

>Info:
>
>Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen beteiligten
>Organisation gekuendigt!!!
>Was passiert nun?

Das wuerde ich auch gerne wissen. Mich wuerde mal interessieren, was
Ihr davon haltet.
>
>Hat jemand mehr Infos?
Im Hamburger Abendblatt vom 22.11.96 stand darueber ein Bericht.
Es sieht wohl so aus, dass ASB, MHD und JUH den Vertrag gekuendigt
haben weil sich das DRK zu viel erlaubt hat. Die Drei wollen jetzt
wohl selber eine eigene Lei(d)tstelle aufbauen.

CU
Michael


Kai-Kristian Steiner

unread,
Nov 24, 1996, 3:00:00 AM11/24/96
to

Hallo!

:>Info:


:>
:>Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen
:>beteiligten Organisation gekuendigt!!!
:>Was passiert nun?
:Das wuerde ich auch gerne wissen. Mich wuerde mal interessieren, was
:Ihr davon haltet.

AFAIK liegen die Dinge keineswegs so, dass das DRK (Leitstelle)
gekuendigt hat, sondern der laufende Vertrag von den "kleinen"
HiOrgs nicht verlaengert wurde.

:>Hat jemand mehr Infos?


:Im Hamburger Abendblatt vom 22.11.96 stand darueber ein Bericht.
:Es sieht wohl so aus, dass ASB, MHD und JUH den Vertrag gekuendigt
:haben weil sich das DRK zu viel erlaubt hat. Die Drei wollen jetzt
:wohl selber eine eigene Lei(d)tstelle aufbauen.

Auch die Beschraenkung auf die "risikolose KBF" (was fuer ein
abqualifizierender Begriff) scheint so nicht geplant zu sein.
Vielmehr scheint es geplant zu sein, dass die RTW von ASB, JUH und
MHD zukuenftig von der neuen FEZ (Einsatzzentrale der BF Hamburg)
disponiert werden, waehrend die Leitung der KTW einer neu zu
gruendenden KBF-Leitstelle dann obliegt.

Wer sich in Zukunft die 19222 auf die Autos kleben darf (evtl.
auch Private wie GARD?), ist noch ungewiss.

Angeblich hat die BF einer Zusammenarbeit im Bereich der Notfall-
rettung mit den verbleibenden HiOrgs (gemaess der rechtlichen
Verpflichtung dazu...) zugestimmt. Was daraus allerdings wird,
steht in den Sternen. 112 fuer HiOrg-RTW??? Waere mal was Neues!

Gruss,

Sven und Kai

Paul Stiebeling

unread,
Nov 25, 1996, 3:00:00 AM11/25/96
to

Moin Kai, moin Sven,

nach einer internen Pressemitteilung des DRK-Landesverbands wird sich durch
die Vertragsprobleme "nichts aendern". Schade eigentlich, was? - Offiziell
ist der Leitstellen vertrag durch den DRK-Landesverband nur gekuendigt
worden, weil Unklarheiten ueber die Rechtsform der Leitstelle (Gesellschaft
buergerlichen/oeffentlichen Rechts usw.). Die Vertragsverhandlungen fuer den
neu abzuschliessenden Vertrag (das ist jetzt nicht mehr offiziell) sind dann
aber schlecht gelaufen bzw. nach Aussage von ASB-Mitarbeitern vom DRK
verschleppt/torpediert worden. Das DRK legte vermutlich anschliessend einen
Vertragsentwurf vor, der genau wie der alte aussah. Klar, dass dann die
Zeichen auf Sturm stehen. Es sind ja auch genuegend Streitpunkte da:
- das Verhaeltnis zur Feuerwehr
- die Wache in Neu-Allermoehe
- der 31 E u.v.m.

Ich haette mir gewuenscht, dass vor allem das DRK sich um
Qualitaetsverbesserungen bei den HiOrgs, vor allem bei sich selbst, bemueht.
Es muss ja einen Mittelweg geben zwischen hochprofitabler DRK-KBF mit
entsprechend mau ausgestatteten KTWs auf der einen und hochgeruestetem, aber
unwirtschaftlichem Supergeraet (siehe ASB) auf der anderen Seite. Ich meine:
Das DRK kann nicht einerseits die Wache Neu-Allermoehe beanspruchen und
andererseits Low-Cost-KTWs mit teilweise hilfloser Besatzung durch Hamburg
fahren lassen.

MfG, Paule

paul_st...@magicvillage.de,Internet

Va...@bitsmart.com

unread,
Nov 26, 1996, 3:00:00 AM11/26/96
to

On 25 Nov 1996 11:22:55 GMT, Paul_St...@magicvillage.de (Paul
Stiebeling) wrote:

>Ich haette mir gewuenscht, dass vor allem das DRK sich um
>Qualitaetsverbesserungen bei den HiOrgs, vor allem bei sich selbst, bemueht.
>Es muss ja einen Mittelweg geben zwischen hochprofitabler DRK-KBF mit
>entsprechend mau ausgestatteten KTWs auf der einen und hochgeruestetem, aber
>unwirtschaftlichem Supergeraet (siehe ASB) auf der anderen Seite. Ich meine:
>Das DRK kann nicht einerseits die Wache Neu-Allermoehe beanspruchen und
>andererseits Low-Cost-KTWs mit teilweise hilfloser Besatzung durch Hamburg
>fahren lassen.

Wenn sowieso gerade einiges in der Hamburger KBF im Umbruch ist, finde
ich auch, dass man sich ueber Dinge, wie Qualitaetsssteigerung
Gedanken machen sollte. (Vielleicht waehren KTW-Besatzungen, die auch
in der richtigen Rettung fahren nicht so 'hilflos' - schoenen Gruss
an's DRK und die BF)

Leider scheint die Hamburger BF nicht besonders erpicht darauf zu
sein, den HiOrgs & Co. Einsaetze abzugeben. Ich habe z.B. von Faellen
in Norderstedt und Neu Wulmstorf gehoert, in denen die ELZ der HH-BF
lieber ihre eigenen Rettungsmittel 20 Minuten anruecken liess, obwohl
einsatzbereite Fahrzeuge anderer Traeger einsatzbereit, keinen
Kilometer entfernt, standen! :-(

tschuess
Michael


Ralf Assmann

unread,
Nov 26, 1996, 3:00:00 AM11/26/96
to

> Leider scheint die Hamburger BF nicht besonders erpicht darauf zu
> sein, den HiOrgs & Co. Einsaetze abzugeben. Ich habe z.B. von Faellen
> in Norderstedt und Neu Wulmstorf gehoert, in denen die ELZ der HH-BF
> lieber ihre eigenen Rettungsmittel 20 Minuten anruecken liess, obwohl
> einsatzbereite Fahrzeuge anderer Traeger einsatzbereit, keinen
> Kilometer entfernt, standen! :-(
>

Komisch, dass das rechtlich ueberhaupt moeglich ist. Vielleicht klagt ja
mal bald ein Patient (wenn durch diese schwachsinnige
Fahrzeugstrategie einen Schaden erleidet) gegen die BF, dann duerfte das
hoffentlich eine Ende haben.

Warum muss eigentlich die BF nicht das am naehsten positionierte Fahrzeug
schicken, steht das nicht im RD-Gesetz von HH ??? Hier in Bayern z.B.
sind die RLSten verpflichtet, das naechste Fahrzeug zu schicken, wenn
noetig auch einen Privaten. Sicher funktioniert es hier auch nicht immer,
aber wohl immer besser (nachdem es schon mehrere Klagen gab) ...

Servus

Ralf

--
ł Ralf Assmann
ł Technische Informatik
ł Fachhochschule Ravensburg-Weingarten, Germany
ł e-Mail: ass...@fl-sun00.fbe.fh-weingarten.de

Guido Gabriel

unread,
Nov 27, 1996, 3:00:00 AM11/27/96
to

oliver....@hamburg.netsurf.de (Oliver Tessloff) wrote:

>Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen beteiligten
>Organisation gekuendigt!!!
>Was passiert nun?

Vermutlich wollen die einen neuen Vertrag mit mehr Geld... ;-)

Guido


Paul Stiebeling

unread,
Nov 27, 1996, 3:00:00 AM11/27/96
to

Hallo Ralf, halo Leute,

nach meiner Kenntnis haben auch Angehoerige Anzeige gegen die BF bzw. die FEZ
(Feuerwehr-Einsatzzentrale) erstattet. Der Fall wurde vor kurzem auch - unter
tatkraeftiger Mitwirkung der privaten Firma KBA aus Norderstedt, deren NEF
wohl guenstiger stand als die BF-NAWs - in Focus-TV ausgebreitet, natuerlich
in sehr reisserischer Form. Aber - bei Lichte betrachtet: das, was sich die
BF da so teilweise leistet, ist ein dicker Hund. Von daher tut denen eine
Klage auch mal ganz gut, denke ich.

MfG, Paule

paul_st...@magicvillage.de

Marco Reining

unread,
Nov 27, 1996, 3:00:00 AM11/27/96
to Oliver Tessloff

On Wed, 20 Nov 1996, Oliver Tessloff wrote:

> Info:


>
> Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen beteiligten
> Organisation gekuendigt!!!
> Was passiert nun?
>

> Hat jemand mehr Infos?

Ich wuerde mal darauf tippen, dass das ganze entweder die Feuerwehr oder
ein privater Anbieter uebernimmt. Oder die wollen mehr Kohle rausschlagen.
Dann gibt es bald einen (Fast) gleichlautenden Vertrag. Aber da ich nicht
aus der Ecke stamme, bin ich nicht genau informiert.

Marco Reining

E-Mail: rein...@goofy.zdv.uni-mainz.de
"Marco_Reining"@p38.f1490.n244.z2.schiele-ct.de

Fido: 2:244/1490.38


Oliver Tessloff

unread,
Nov 28, 1996, 3:00:00 AM11/28/96
to

In article <57i0hh$5...@darkwing.piro.net>, g...@koeln.netsurf.de wrote:

> oliver....@hamburg.netsurf.de (Oliver Tessloff) wrote:
>
> >Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen beteiligten
> >Organisation gekuendigt!!!
> >Was passiert nun?
>

> Vermutlich wollen die einen neuen Vertrag mit mehr Geld... ;-)
>
> Guido

Sicherlich wollen "die" mehr Geld bekommen. Dem ASB geht es ja bekanntlich
nicht besonders gut. Fakt ist, dass das DRK der alleiniger Gewinner des
Verbundes der vier Hiorgs war bzw. noch ist. Zum 1. Februar ist der
Vertrag nun unwiderruflich gekuendigt worden.
Das endgueltige Ende des Verbundes war ein neuer Vetragsvorschlag vom DRK.
Dieser Vertrag beinhaltete beinahe alle Punkte des alten Vertrags - nur
etwas anders verpackt. Es kann z.B. nicht angehen, dass das DRK einen
betraechtlichen Teil seines Hausnotrufes auf Kosten der drei anderen
Organistaionen abwickelt. Ein Mitbestimmungsrecht der drei kleinen gab es
praktisch nicht.
Ich denke, die Kuendigung des Vertrags birgt fuer alle Beteiligten
(besonders aber fuer das DRK) ein grosses Risiko.
Aber auch Chancen: Was meines Wissens schon fest steht ist, dass der ASB,
die Johanniter und die Malteser eine eigene neue KBF-Leistelle aufbauen
werden (und das bis zum 1. Februar - viel Spass!).
In Hamburg soll zukuenftig eine klare Trennung zwischen nicht dringlicher
KBF und dringlicher bzw. Notfaellen bestehen. Der dringliche Teil soll
ueber die FEZ abgewickelt werden. Der nicht dringliche ueber die neue
Leitstelle. D.h. einige RTW der drei kleinen Hiorgs werden kuenftig ueber
die FEZ disponiert.
Wenn alles so verlaeuft wie geplant, dann ist dies sicherlich ein Schritt
nach vorne. Gerade im Hinbick auf den Vernueftigen Einsatz von RTW
(naechst stehendes Fahrzeug!). Solche Kracher wie in Norderstedt sollten
dann nicht mehr passieren.
Unangenehm koennte es werden, wenn dies alles nicht klappt.
Was macht denn jetzt das DRK? Auch eine neue Leitstelle? Die 19222 wird es
ja nicht mehr geben (zumindest nicht fuer eine Hiorg alleine....).

Oliver

P.S.: Die Johanniter sollten sich nicht immer so anstellen!!!!
Eingeschmierte RTWs sind doch an der Tagesordung. Immer kraeftig zurueck
cremen - Jungs!
Spass muss sein! Man koennte fasst meinen, die Johanniter verstehen keinen
Spass...

--
Oliver Tessloff

Va...@bitsmart.com

unread,
Nov 28, 1996, 3:00:00 AM11/28/96
to

On Tue, 26 Nov 1996 15:40:19 -0800, Ralf Assmann
<ass...@fl-sun00.fbe.fh-weingarten.de> wrote:

>Komisch, dass das rechtlich ueberhaupt moeglich ist. Vielleicht klagt ja
>mal bald ein Patient (wenn durch diese schwachsinnige
>Fahrzeugstrategie einen Schaden erleidet) gegen die BF, dann duerfte das
>hoffentlich eine Ende haben.

In einer Focus-TV (Fakten, Fakten, Fakten;-) vor ein paar Wochen war
zu dem Thema ein Bericht. Es wurde von zwei Faellen im Norden von
Hamburg berichtet, bei denen die Hamburger BF nicht das
naechtsgelegene Rettungsmittel eingesetzt hat und bei denen Menschen
ums Leben kamen. Eigentlich schade, dass immer erst was passiert, wenn
es schon zu spaeht ist.

>Warum muss eigentlich die BF nicht das am naehsten positionierte Fahrzeug
>schicken, steht das nicht im RD-Gesetz von HH ??? Hier in Bayern z.B.

Die BF muesset eigendlich die naechste Wache alamieren, aber laut BF
haben die Beamten in der ELZ Rettungsmittel von anderen Traegern als
der Hamburger Feuerwehr nicht im Ueberblick. - Ausrede, oder sind die
wirklich so beschraenkt?

tschuess
Michael


Sven Hendrik Vorwerk

unread,
Nov 29, 1996, 3:00:00 AM11/29/96
to

Hallo Michael,

In article <329e19f9...@news.uni-hamburg.de> you wrote:

: >Komisch, dass das rechtlich ueberhaupt moeglich ist. Vielleicht klagt ja
: >mal bald ein Patient (wenn durch diese schwachsinnige
: >Fahrzeugstrategie einen Schaden erleidet) gegen die BF, dann duerfte das
: >hoffentlich eine Ende haben.
: In einer Focus-TV (Fakten, Fakten, Fakten;-) vor ein paar Wochen war
: zu dem Thema ein Bericht. Es wurde von zwei Faellen im Norden von

Habe ihn gesehen.

: Hamburg berichtet, bei denen die Hamburger BF nicht das


: naechtsgelegene Rettungsmittel eingesetzt hat und bei denen Menschen
: ums Leben kamen. Eigentlich schade, dass immer erst was passiert, wenn
: es schon zu spaeht ist.

Berichte ueber derartiges Verhalten der BF-Leitstelle (FEZ) gibt es
genuegend. (Um nicht missverstanden zu werden: _Jeder_ macht mal Fehler.
Doch scheinen sich in Hamburg diese Faelle zu haeufen, so dass sogar die
der mit der Feuerwehr sympathisierende Lokalpresse Artikel gegen diese
verfasst..)

: >Warum muss eigentlich die BF nicht das am naehsten positionierte Fahrzeug

: >schicken, steht das nicht im RD-Gesetz von HH ??? Hier in Bayern z.B.
: Die BF muesset eigendlich die naechste Wache alamieren, aber laut BF
: haben die Beamten in der ELZ Rettungsmittel von anderen Traegern als
: der Hamburger Feuerwehr nicht im Ueberblick. - Ausrede, oder sind die
: wirklich so beschraenkt?

Es ist die Frage, was man als "im Ueberblick" bezeichnet. Wenn der Beamte
in der FEZ nicht mal zur gegenueberliegenden Wand blickt, auf der die an ihren
Wachen einsatzbereiten RTW der Hilfsorganisationen mit (ich glaube gruenen)
Laempchen symbolisiert sind, dann ist das leider in der Tat kein Ueberblick.
Im Prinzip ist es jedenfalls so, dass die einsatzbereiten RTW und NAW der
HiOrgs staendig der FEZ bekannt sind. Also: Ausrede.
Selbst wenn die BF Hamburg ihre "Naechste-Wachen-Strategie" statt der
"Naechste-Fahrzeug-Strategie" _konsequent_ verfolgen wuerde, muessten
einige bestimmte HiOrg-Wachen wesentlich mehr Primaer-Einsaetze fahren
(in einer ueberregionalen Newsgroup jetzt auf Hamburger Stadtteile
eingehen wuerde jetzt wohl nicht viel bringen...)

Aber das alles soll sich ja vielleicht aendern. Die Geruechtekueche
brodelt, Verhandlungen werden gefuehrt, wer weiss, vielleicht ist ein
"friedliches Neben (oder besser: Mit-)einander" ja doch moeglich.

-----------------------------------------------------------------------------
Sven Hendrik Vorwerk Student of Medical Computer Science
3vor...@informatik.uni-hamburg.de University of Hamburg, Germany
-----------------------------------------------------------------------------
"Today people who own or can use electronic data processing equipment
are the new ruling class. Call them 'Datalords'." Michael E. Marotta

"Medicine is the art of amusing the patient - until nature cures." Saying


Kai-Kristian Steiner

unread,
Nov 29, 1996, 3:00:00 AM11/29/96
to g...@koeln.netsurf.de

Guido Gabriel wrote:
>
> oliver....@hamburg.netsurf.de (Oliver Tessloff) wrote:
>
> >Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen beteiligten
> >Organisation gekuendigt!!!
> >Was passiert nun?
>
> Vermutlich wollen die einen neuen Vertrag mit mehr Geld... ;-)
>
> Guido

Sicherlich geht es um das liebe Geld. Das Dumme ist nur, dass dieser
Punkt das einzige Argument der Feuerwehr gegen eine Einbindung der HiOrg
im RD ist (Stichwort "Jobkiller..."). Es steht nunmal fest, daß der RD
in der BF den einzigen wirklich profitablen Zweig darstellt. Wer will
sich da schon gerne vertreiben lassen? Auf der Strecke bleibt wieder
einmal der Buerger, der sich darauf verlaesst, dass im Notfall
unverzueglich Hilfe geschickt wird. Nur- Aufklärung tut not! Wie aber
soll man gegen eine recht starke BF-Lobby angehen? Berichte ueber die BF
in der Presse sind fast immer namentlich gekennzeichnet, kommen also am
ehesten aus der Pressezentrale der BF bzw. einem freien Mitarbeiter.
Zudem schrieb die "Bild" unlängst wieder von "unserer Feuerwehr"...
Nicht zu vergessen die doch eher zoegerliche Oeffentlichkeitsarbeit der
HiOrg! Die Feuerwehr wurschtelte also vor sich hin und fuehlte sich wohl
dabei; Gegenwind war bis jetzt ja auch weit und breit nicht
auszumachen!! Hoffen wir alle (in HH) auf eine vernuenftige Loesung,
denn man sollte eines nicht vergessen: Auf der Strasse sind
Auseinandersetzungen wie in den Chefetagen doch eher die Ausnahme.

Gruss, Kai

Kai-Kristian Steiner

unread,
Nov 29, 1996, 3:00:00 AM11/29/96
to

Moin!

Heute kam mir zu Ohren, dass der MHD einen Emil-RTW in HH-Volksdorf
besetzen soll. (Fuer die Nicht-Hamburger: Emil-RTW = BF-disponierter
RTW, der einsam an einer Aussenwache steht, Volksdorf = RD-maessig
unterversorgter Stadtteil Hamburgs.) Hat irgenjemand Infos?

Gruss, Kai

Frank Specker

unread,
Nov 30, 1996, 3:00:00 AM11/30/96
to

Hallo Ihr,

> nach vorne. Gerade im Hinbick auf den Vernueftigen Einsatz von RTW
> (naechst stehendes Fahrzeug!). Solche Kracher wie in Norderstedt sollten
> dann nicht mehr passieren.

es war gerade eben leider nicht mehr Norderstedt, sondern schon immerhin
0,1 km in Hamburg (oder vielleicht 0,2) Aber woher soll der freundliche
Feuerwehr Dispatcher das schon wissen :-(

Gruss Frank

Frank Specker

unread,
Nov 30, 1996, 3:00:00 AM11/30/96
to

Andreas Leister wrote:
>
> Ihr seit echt zu bloed.
>
> Der naechste Strafantrag wird dann wohl die Polizei treffen,
> weil bei einem Bankraub mit Geiselnahme nicht der oertliche
> Schuetzenverein alarmiert wurde, - um das Blutbad anzurichten.
>
> :-(

Nicht sehr konstruktiv, aber richtig. Interessant waere es doch auch,
den Nicht-Sanis mal deutlich zu machen, dass auch Hilfe da ist, wenn ein
RTW (oder 2-5) vor Ort sind, nicht erst wenn der Eine, der wahre
Approbierte da ist, oder reissen die sofort alles raus?

Gruss Frank

Christian van der Linde

unread,
Nov 30, 1996, 3:00:00 AM11/30/96
to

Andreas Leister <Leist...@sni.de> wrote:

> Ihr seit echt zu bloed.

Netter ton hier :-(

> Der naechste Strafantrag wird dann wohl die Polizei treffen,
> weil bei einem Bankraub mit Geiselnahme nicht der oertliche
> Schuetzenverein alarmiert wurde, - um das Blutbad anzurichten.

Witzig. Aber erkläre doch mal bitte, was Du damit in Bezug auf die
Diskussion sagen möchtest.

Gehst Du davon aus, daß die Feuerwehr Rettungsassistenten einsetzt und
alle andern HiOrg oder Unternehmer Gärtner losschicken?
--
Christian van der Linde Mail:Gustav-Freytag-Strasse 14
Dipl.-Komm. Dipl. Verwaltungswirt (FH) 46325 Borken, Germany

Thomas Ohlow

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

Frank Specker <spe...@uke.uni-hamburg.de> schrieb:

>Nicht sehr konstruktiv, aber richtig. Interessant waere es doch auch,
>den Nicht-Sanis mal deutlich zu machen, dass auch Hilfe da ist, wenn ein
>RTW (oder 2-5) vor Ort sind, nicht erst wenn der Eine, der wahre
>Approbierte da ist, oder reissen die sofort alles raus?

Das bei FocusTV gezeigte Beispiel bezog sich sicherlich auf einen NAW.
In dem speziellen Fall war aber angezeigt, daß schnellstmöglich ein
Arzt an der Einsatzstelle anwesend ist. Egal, welches Wappen er am Arm
trägt!

Gruß, Thomas

---------------------------------
EMail: ***NEU*** Thomas...@on-line.de
WWW: http://www.t-online.de/home/thomas_ohlow


Jost Huebner

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to


Frank Specker <spe...@uke.uni-hamburg.de> schrieb im Beitrag
<329F83F9...@uke.uni-hamburg.de>...


> Andreas Leister wrote:
> >
> > Ihr seit echt zu bloed.

Wer den Rettungsdienst und das Personal des Deutschen Roten Kreuzes in
Norderstedt mit einem oertlichen Schuetzenverein vergleicht, muss sich
beschuldigen lassen duemmste polemik zu betreiben!
Will sagen: Selber bloed!

> > Der naechste Strafantrag wird dann wohl die Polizei treffen,
> > weil bei einem Bankraub mit Geiselnahme nicht der oertliche
> > Schuetzenverein alarmiert wurde, - um das Blutbad anzurichten.

Gruss,
Jost

Sven Hendrik Vorwerk

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

Hallo!

Frank Specker wrote:
>
> Andreas Leister wrote:
> >
> > Ihr seit echt zu bloed.
> >

> > Der naechste Strafantrag wird dann wohl die Polizei treffen,
> > weil bei einem Bankraub mit Geiselnahme nicht der oertliche
> > Schuetzenverein alarmiert wurde, - um das Blutbad anzurichten.
> >

> > :-(


>
> Nicht sehr konstruktiv, aber richtig. Interessant waere es doch auch,
> den Nicht-Sanis mal deutlich zu machen, dass auch Hilfe da ist, wenn ein
> RTW (oder 2-5) vor Ort sind, nicht erst wenn der Eine, der wahre
> Approbierte da ist, oder reissen die sofort alles raus?

Das kommt eben drauf an.
Wer die Ausstattung der meisten BF-RTW in Hamburg kennt, ist froh, wenn er
weiss: "In wenigen Augenblicken ist der NAW da". Abgesehen davon hat das
Personal, das zusammen mit dem Notarzt auf dem NAW sitzt, idR. eine
eine interne Zusatzausbildung gegenueber dem RS/RA auf dem RTW! Insofern
kann das TEAM schon einiges rausreissen. Gerade bei einem Verkehrsunfall
mit mehreren Polytraumatisierten ist es schon recht nett, wenn man wenigstens
einen Doc innerhalb weniger (z. B. 2!!) Minuten am Einsatzort hat, der
intubieren, narkotisieren oder Thjoraxdrainagen legen kann und darf.
Notkompetenz in Hamburg ist naemlich ein Thema fuer sich, daher intubiert
praktisch kein RA, und Zugaenge sind auch auesserst selten...

Gruss,

Sven H.

Thomas Ohlow

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

Andreas Leister <Leist...@sni.de> schrieb:

>Ihr seit echt zu bloed.
>
>Der naechste Strafantrag wird dann wohl die Polizei treffen,
>weil bei einem Bankraub mit Geiselnahme nicht der oertliche
>Schuetzenverein alarmiert wurde, - um das Blutbad anzurichten.

Soll ich Dich so verstehen, daß es besser ist, einen Arzt über 15
Minuten anfahren zu lassen, anstatt einen organisationsfremden Arzt
einzusetzen, der in weniger als 5 Minuten an der Einsatzstelle sein
kann.

In diesem Fall ging es um einen Verkehrsunfall mit 3
Schwerstverletzten (inzwischen alle tod), bei dem die Feuerwehr eben
ihren eigenen Notarztwagen zwischen 15 und über 20 Minuten anrücken
ließ, den <5 Minuten entfernten Notarztwagen des Vereins KBA aber
nicht eingesetzt hat. Begründung: wir hatten ausreichend
Rettungsmittel zur Verfügung.

Guido Gabriel

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

Marco Reining <rein...@berlioz.zdv.Uni-Mainz.DE> wrote:

>> Die Leitstelle der Hamburger Hiorgs hat den Vertrag mit allen beteiligten
>> Organisation gekuendigt!!!
>> Was passiert nun?
>>

>> Hat jemand mehr Infos?

>Ich wuerde mal darauf tippen, dass das ganze entweder die Feuerwehr oder
>ein privater Anbieter uebernimmt. Oder die wollen mehr Kohle rausschlagen.
>Dann gibt es bald einen (Fast) gleichlautenden Vertrag. Aber da ich nicht
>aus der Ecke stamme, bin ich nicht genau informiert.

Moment mal... es gibt in Hamburg ja verschiedene Verträge: Zum einen gibt es
einen Vertrag der Hilfsorganisationen mit dem Senat, der da sinngemäß lautet:
Die HiOrgs übernehmen im Rahmen des öffentlichen Rettungsdienstes den
Krankentransport und sorgen für eine Bereitstellung an Fahrzeugen im Umfang
von X, außerdem betreiben sie eine Leitstelle.

Und dann gibt es einen Vertrag unter den HiOrgs darüber, wer die Leitstelle
betreibt. So wie ich das verstanden habe, ist dieser zweite Vertrag gekündigt
worden, aber nicht die Vereinbarung mit dem Hamburger Senat.

Guido


Guido Gabriel

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

Kai-Kristian Steiner <Kai_Kristi...@public.uni-hamburg.de> wrote:

>Sicherlich geht es um das liebe Geld. Das Dumme ist nur, dass dieser
>Punkt das einzige Argument der Feuerwehr gegen eine Einbindung der HiOrg
>im RD ist (Stichwort "Jobkiller..."). Es steht nunmal fest, daß der RD
>in der BF den einzigen wirklich profitablen Zweig darstellt. Wer will
>sich da schon gerne vertreiben lassen?

Dies ist ja falsch. Die Feuerwehr als öffentliche Einrichtung kann außerhalb
des RD ja gar keine Einnahmen im nennenswerten Umfang erzielen, man kann dies
also nicht vergleichen. Die meisten Feuerwehren zahlen aber auch auf den
Rettungsdienst drauf. Da könnte ein Outsourcing durchaus einen
Einsparungseffekt bringen, aber die schlanke Verwaltung ist ja noch Theorie,
Ansehen, Macht und Einkommen eines Amtsleiters bestimmen sich eben immer noch
nach der Anzahl der Mitarbeiter.

"Jobkiller" ist ebenfalls falsch. Die Jobs, die bei der BF Hamburg verloren
gehen würden, entstehen ja bei den HiOrgs neu, und zwar als marktorientierte,
effiziente und damit zukunftssichere Arbeitsplätze. Schau Dir mal den neuen
Tarifvertrag des ASB Hamburg an und vergliche ihn mit den verstaubten
Besoldungsgruppen der Beamten.

>Auf der Strecke bleibt wieder
>einmal der Buerger, der sich darauf verlaesst, dass im Notfall
>unverzueglich Hilfe geschickt wird.

Das glaube ich nicht. Auf der Strecke bleibt eher der Steuerzahler, der auch
weiterhin ineffektive und damit viel zu teure öffentliche Verwaltungen
bezahlt. In den meisten Bereichen gehört das Beamtentum ganz einfach
abgeschafft. Der Rettungsdienst wäre ein guter Anfang.

>Nicht zu vergessen die doch eher zoegerliche Oeffentlichkeitsarbeit der
>HiOrg!

Richtig! Die Hilfsorganisationen betreiben eine absolut schlechte
Öffentlichkeitsarbeit. Sie haben sich viel zu lange auf die Alimentation aus
den öffentlichen Töpfen verlassen und jahrzehntelang funktionierte das ja
auch.

>Hoffen wir alle (in HH) auf eine vernuenftige Loesung,
>denn man sollte eines nicht vergessen: Auf der Strasse sind
>Auseinandersetzungen wie in den Chefetagen doch eher die Ausnahme.

Ich hatte noch nicht das Vergnüngen, dies in Hamburg erleben zu dürfen, aber
sei Dir sicher, daß der Konflikt nicht auf die Chefetagen beschränkt bleibt.
Wenn da ein Privater daherkommt, bei dem die Mitarbeiter leistungsabhängig
(nach der Anzahl der Fahrten) bezahlt werden, dann hat das irgendwo eine
Grenze.

Guido


Guido Gabriel

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

oliver....@hamburg.netsurf.de (Oliver Tessloff) wrote:

>Sicherlich wollen "die" mehr Geld bekommen. Dem ASB geht es ja bekanntlich
>nicht besonders gut.

Nach der Sanierung steht der ASB Landesverband Hamburg e. V. in Sachen
Rentabilität, Liquidität und Wirtschaftlichkeit gar nicht so schlecht dar. Der
Schuldenstand ist natürlich weiterhin unangenehm hoch, aber durch Bürgschaften
des ASB Bundesverbands abgesichert.

Einzelheiten dazu finden sich zum Beispiel in: Spieker, Stefan:
Wirtschaftliche Problematik und Strukturwandel der freien Wohlfahrtsverbände
am Beispiel des Arbeiter-Samariter-Bundes in Hamburg, Hamburg, 1996
(Diplomarbeit im Fach BWL).

>Aber auch Chancen: Was meines Wissens schon fest steht ist, dass der ASB,
>die Johanniter und die Malteser eine eigene neue KBF-Leistelle aufbauen
>werden (und das bis zum 1. Februar - viel Spass!).

Ja, da kann man wirklich viel Spaß wünschen. Ich kenne aus meiner eigenen
Tätigkeit die Lieferzeiten z. B. von Einsatzleittischen... (KBF heißt übrigen
Krankenbeförderungen, als Hinweis für die Nicht-Hamburger, wie ich gerade im
Abkürzungsverzeichnis der o. g. Diplomarbeit feststelle).

>In Hamburg soll zukuenftig eine klare Trennung zwischen nicht dringlicher
>KBF und dringlicher bzw. Notfaellen bestehen. Der dringliche Teil soll
>ueber die FEZ abgewickelt werden. Der nicht dringliche ueber die neue
>Leitstelle. D.h. einige RTW der drei kleinen Hiorgs werden kuenftig ueber
>die FEZ disponiert.

Sehr vernünftig. Allerdings würde ich mir wünschen, daß die Einsatzzentrale
Zugriff auf alle Fahrzeuge hätte.

>Unangenehm koennte es werden, wenn dies alles nicht klappt.
>Was macht denn jetzt das DRK? Auch eine neue Leitstelle? Die 19222 wird es
>ja nicht mehr geben (zumindest nicht fuer eine Hiorg alleine....).

Mir ist im Moment noch recht unklar, nach welchen Kriterien die Telekom diese
Rufnummer an wen vergibt. Eigentlich steht diese Rufnummer dem öffentlichen
Rettungsdienst zu. Die Frage ist, wer dies in Zukunft sein wird, eigentlich ja
nun alle drei (FW, DRK und die Arbeitsgemeinschaft aus ASB, JUH, MHD).

Guido


Guido Gabriel

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

Andreas Leister <Leist...@sni.de> wrote:

>Der naechste Strafantrag wird dann wohl die Polizei treffen,
>weil bei einem Bankraub mit Geiselnahme nicht der oertliche
>Schuetzenverein alarmiert wurde, - um das Blutbad anzurichten.

Der Schützenverein ist keineswegs genauso qualifiziert wie die Polizei. Die
Besatzung eines RTW ist hingegen immer gleich qualifiziert, da es dazu
gesetzliche Vorschriften gibt.

Guido


Thomas Mielen

unread,
Dec 1, 1996, 3:00:00 AM12/1/96
to

Paul Stiebeling schreibt:
Moin Kai, moin Sven,

nach einer internen Pressemitteilung des DRK-Landesverbands wird sich durch
die Vertragsprobleme "nichts aendern". Schade eigentlich, was? - Offiziell
ist der Leitstellen vertrag durch den DRK-Landesverband nur gekuendigt
worden, weil Unklarheiten ueber die Rechtsform der Leitstelle (Gesellschaft
buergerlichen/oeffentlichen Rechts usw.). Die Vertragsverhandlungen fuer den
neu abzuschliessenden Vertrag (das ist jetzt nicht mehr offiziell) sind dann
aber schlecht gelaufen bzw. nach Aussage von ASB-Mitarbeitern vom DRK
verschleppt/torpediert worden. Das DRK legte vermutlich anschliessend einen
Vertragsentwurf vor, der genau wie der alte aussah. Klar, dass dann die
Zeichen auf Sturm stehen. Es sind ja auch genuegend Streitpunkte da:
- das Verhaeltnis zur Feuerwehr
- die Wache in Neu-Allermoehe
- der 31 E u.v.m.

Das mit dem 31E solltest du wohl mal genauer erklŠren !!!!
Wieso gibt es hier Streitpunkte ???
Der 31 E ist vom DRK eingesetzt ist ist bei der Feuerwehr Hamburg voll
integriert.
Sonst wŸrde er ja nicht 31Emil hei§en. Die Zusammenarbeit zwischen DRK
Harburg und der BF lŠuft gut.

Ralf Assmann

unread,
Dec 2, 1996, 3:00:00 AM12/2/96
to

> Hoffen wir alle (in HH) auf eine vernuenftige Loesung,
> denn man sollte eines nicht vergessen: Auf der Strasse sind
> Auseinandersetzungen wie in den Chefetagen doch eher die Ausnahme.

Da wirst Du wohl recht haben: Der BF-RTW bzw. dessen Besatzung wird wohl
auch mit einem anderen ("privaten") Notarzt zusammenarbeiten und
umgekehrt. Die Idioten (tut mir leid, dies so audruecken zu muessen,
anders kann ich die Situation in Hamburg aber nicht bezeichnen) sitzen
wohl wirklich weiter oben, profilneurotische Schreibtischtaeter, die die
Entscheidungen treffen. Vielleicht muesste jeder Buerger in Zukunft die
BF umgehen, aber leider blickt der Patient (in einer solchen Situation
natuerlich zu recht) nicht so recht durch, bzw. denkt, dass fuer ihn eh
nur das beste gewollt wird. Wenn die wuessten ...

Servus

Ralf


--
ł Ralf Assmann
ł Technische Informatik
ł Fachhochschule Ravensburg-Weingarten, Germany
ł e-Mail: ass...@fl-sun00.fbe.fh-weingarten.de

* BRK-Rettungsdienst Lindau (B)

Oliver T.

unread,
Dec 3, 1996, 3:00:00 AM12/3/96
to

In article <57s5g0$3...@darkwing.piro.net>, g...@koeln.netsurf.de wrote:


>
> Sehr vernünftig. Allerdings würde ich mir wünschen, daß die Einsatzzentrale
> Zugriff auf alle Fahrzeuge hätte.
>

Die BF-Leitstelle wird sicherlich Zugriff auf alle Fahrzeuge haben. Man
denke an den Fall der Katastrophe...


>
> Mir ist im Moment noch recht unklar, nach welchen Kriterien die Telekom diese
> Rufnummer an wen vergibt. Eigentlich steht diese Rufnummer dem öffentlichen
> Rettungsdienst zu. Die Frage ist, wer dies in Zukunft sein wird, eigentlich ja
> nun alle drei (FW, DRK und die Arbeitsgemeinschaft aus ASB, JUH, MHD).

Ob das DRK in Zukunft auch (noch RTW 31E) von der BF disponiert wird ist
fuer mich sehr fraglich....

Oliver

--
Oliver Tessloff

Paul Stiebeling

unread,
Dec 3, 1996, 3:00:00 AM12/3/96
to

Hallo Leute,

der Krach um den 31 Emil spielt sich m.E. nicht zwischen BF und DRK ab,
sondern hat sich DRK-intern ergeben: Der KV 10 (Mitte) hatte zuerst seine
Finger im Spiel und durfte auf dem 31 Emil Schichten mit seinen Leuten
besetzen. Soweit kein Problem, und ich glaube, dass auch die dort heimischen
70er sich nicht beschweren konnten. Doch vornehmlich das Personal des AK
Harburg hat immer wieder gemeckert wegen angeblich fehlender Ortskenntnisse
von Mitte-Mitarbeitern im Harburger Wachgebiet (das ist ja auch nicht
undenkbar). Die Harburger Kollegen haben natuerlich dann auch nichts dagegen
gehabt, als sie die Wache dann in Eigenregie uebernahmen. Fuer uns in Mitte
war das allerdings ein harter Schlag...

MfG, Paule

paul_st...@magicvillage.de

Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 3, 1996, 3:00:00 AM12/3/96
to de.etc.notfallrettung

Andreas Leister wrote:
>
> Ihr seit echt zu bloed.
>
> Der naechste Strafantrag wird dann wohl die Polizei treffen,
> weil bei einem Bankraub mit Geiselnahme nicht der oertliche
> Schuetzenverein alarmiert wurde, - um das Blutbad anzurichten.


Ich muss schon sagen... wenn ich solche Beitraege lese, stellen sich mir
unvermittelt die Nackenhaare auf. Lieber Essener, da ich davon ausgehen
muss, dass Du die "Hamburger Problematik" noch nie aus der Naehe
beobachtet hast - geschweige denn betroffen warst, halte Dich doch bitte
zurueck.
Hier in HH sind in den letzten Jahren so unglaubliche Dinge passiert,
dass es sicher etwas laenger dauert, sich in die Thematik einzufuchsen.
Und dabei hilft Bloedheit leider nicht!

Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 3, 1996, 3:00:00 AM12/3/96
to

Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 3, 1996, 3:00:00 AM12/3/96
to

Thomas Mielen wrote:


> Das mit dem 31E solltest du wohl mal genauer erklaeren !!!!


> Wieso gibt es hier Streitpunkte ???
> Der 31 E ist vom DRK eingesetzt ist ist bei der Feuerwehr Hamburg voll
> integriert.

> Sonst wuerde er ja nicht 31Emil heissen. Die Zusammenarbeit zwischen
> DRK Harburg und der BF laeuft gut.

Moin,Thomas!

Tja, wenn es so waere! Die besagten Schwierigkeiten zwischen BF und
DRK-Harburg treten natuerlich nicht an die Oeffentlichkeit - in
beidseitigem Interesse! Dennoch stehen ein paar Kleinigkeiten fest:
- Obwohl der 31E im Wachgebiet die erste Alarmfolge darstellt, wurden
mehrfach BF-RTW der Wachen 31 und 36 eingesetzt, die am Krankenhaus
Harburg standen. (Jetzt zu sagen: "Ist doch toll, endlich wird mal das
erste Fahrzeug eingesetzt!" wäre falsch. Einsaetze des 31E
seinerseits in benachbarten Wachgebieten sind sehr, sehr selten!)
- Vor einiger Zeit wurden die Besatzungen des 31E in einer internen
Zeitschrift der BF aufs Uebelste diffamiert.
- Mit sehr merkwuerdigen Methoden wurde dem DRK klargemacht, es moege
doch auf den MB 510 als RTW verzichten, ein Kinderarzt habe sich
beschwert. Mhh. Ich vermute eher, dass es die BF nicht verknusen
konnte, dass jemand groessere Autos faehrt als sie selbst! :-)

Im Vegleich zu anderen DRK-Wachen kommt die 31E-Wache aber gut weg, da
hast Du zweifellos recht...

Gruss, Kai

Oliver T.

unread,
Dec 4, 1996, 3:00:00 AM12/4/96
to

> Moment mal... es gibt in Hamburg ja verschiedene Verträge: Zum einen gibt es
> einen Vertrag der Hilfsorganisationen mit dem Senat, der da sinngemäß lautet:
> Die HiOrgs übernehmen im Rahmen des öffentlichen Rettungsdienstes den
> Krankentransport und sorgen für eine Bereitstellung an Fahrzeugen im Umfang
> von X, außerdem betreiben sie eine Leitstelle.
>
> Und dann gibt es einen Vertrag unter den HiOrgs darüber, wer die Leitstelle
> betreibt. So wie ich das verstanden habe, ist dieser zweite Vertrag gekündigt
> worden, aber nicht die Vereinbarung mit dem Hamburger Senat.

Es gibt schon zwei Vertraege. Aber durch die Kuendigung des internen
Vertrages zwischen den Hiorgs wird automatisch der Vertrag mit dem Senat
hinfaellig bzw. die Bf nutzt die Gelegenheit diesen neu zu verhandeln. Das
ist auch ihr gutes recht.

Oliver

--
Oliver Tessloff

Michael Oestreich

unread,
Dec 8, 1996, 3:00:00 AM12/8/96
to

Friedemann Wachsmuth (friedemann...@on-line.de) wrote:
: Kai-Kristian Steiner <Kai_Kristi...@public.uni-hamburg.de> wrote:

: > Witzig
: > auch, dass die BF im Falle der noch recht neuen Flughafenwache des DRK
: > (naja, "Wache"... :-)))

Hi Leute,
"neue Flughafenwache"?!?
Ich wuerde mich freuen, wenn mir jemand etwas ueber diese neue Wache
erzaehlen koennte. Z.B. wieviele Leute bzw. fahrzeuge vorgehalten werden,
wo sich die Unterkunft auf dem Flughafengelaende befindet,
ob der Betrieb rund um die Uhr laeuft, oder welche Art von Einsaetzen
erledigt werden (und wer sie vor Eroeffnung der neuen Wache erledigte).
Ich denke z.B. an die Bereiche Krankenbefoerderung (Passagiere in
Hamburger Krankenhaeuser) oder an den Bereich der Notfallrettung in der
Lufthansawerft oder in den Terminals oder auch auf dem Rollfeld.


Schon jetzt vielen Dank fuer eure Antworten,


Michael


__
F | FEUERWEHR
|___| Retten - loeschen - bergen - schuetzen
>>>>> Michael Oestreich, 21129 Hamburg, 040/7429103, mich...@malihh.hanse.de

Christian Joost

unread,
Dec 9, 1996, 3:00:00 AM12/9/96
to

Tach !

Gings hier nicht neulich um die Vertragsauflšsung der Hamburger
Hilfsorganisationen? Als frŸherer Rettungs-/KBF-Zivi interessiert mich das.
Warum ist die 19222 geplatzt? Und wie geht's weiter? Jeder fŸr sich und alle
gegen alle? Oder ab zur Feuerwehr? Oder wie?

Wei§ wer was?
C.

Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 10, 1996, 3:00:00 AM12/10/96
to

Michael Oestreich wrote:
> Hi Leute,
> "neue Flughafenwache"?!?
> Ich wuerde mich freuen, wenn mir jemand etwas ueber diese neue Wache
> erzaehlen koennte. Z.B. wieviele Leute bzw. fahrzeuge vorgehalten werden,
> wo sich die Unterkunft auf dem Flughafengelaende befindet,
> ob der Betrieb rund um die Uhr laeuft, oder welche Art von Einsaetzen
> erledigt werden (und wer sie vor Eroeffnung der neuen Wache erledigte).
> Ich denke z.B. an die Bereiche Krankenbefoerderung (Passagiere in
> Hamburger Krankenhaeuser) oder an den Bereich der Notfallrettung in der
> Lufthansawerft oder in den Terminals oder auch auf dem Rollfeld. __

Moin zurueck...

Die "Flughafenwache" traegt die Nummer 44 und wird im Regelfall mit
einem Fahrzeug besetzt (teils KTW, teils RTW). Die Wache ist als
Krankenbefoerderungswache ausgelegt und bislang weder in das Geschehen
auf dem Flughafen noch in den Rettungsdienst integriert. Wie gesagt:
Die BF behauptet, die Wache aus technischen Gruenden nicht einbinden zu
koennen. Doch wie wir wissen, gibt es immer einen Weg, zu bestaunen in
der unrechtmaessig betriebenen, da nicht ueber oeffentliche
Ausschreibung zugeteilten BF-Wache an der Pol-Kaserne am
Husarendenkmal. Ausserdem gibt es ja noch DME`s... Im Extremfall rettet
die BF also am DRK-RTW vorbei - eigentlich nichts neues :-/ ...
AFAIK gibt es noch eine Kuriositaet zu vermelden: Selbst die DRK-eigene
FH-Wache hat keinen Kontakt zur "Rettungswache", was wirklich ein
starkes Stueck ist. Du siehst also: Noch gibt es nicht viel zu
berichten...

> F | FEUERWEHR
> |___| Retten - loeschen - bergen - schuetzen

Nanu? Du bist direkt beteiligt? Dann kannst Du ja mal Deine alsterdorfer
Kollegen fragen, vielleicht wissen die was!

Gruss, Kai

Guido Gabriel

unread,
Dec 11, 1996, 3:00:00 AM12/11/96
to

Frank Specker <spe...@uke.uni-hamburg.de> wrote:

>> Besatzung eines RTW ist hingegen immer gleich qualifiziert, da es dazu
>> gesetzliche Vorschriften gibt.

>Oh waere das schoen! Es gibt jedoch auch unter des RAs sonne und solche,
>wie in jedem anderen Beruf auch, vom Traeger bis zum Hochleistungs-RA
>ist ja wohl alles drin, oder?!

"Sonne und solche" kann man bei der Einsatzdisposition nicht berücksichtigen.
Man muß immer davon ausgehen, daß sogar der am schlechtesten qualifizierte RA
allen Einsatzsituationen gewachsen ist.

Guido


Dieter Thiesing

unread,
Dec 11, 1996, 3:00:00 AM12/11/96
to

In article <32ADC1...@public.uni-hamburg.de>, Kai-Kristian Steiner
<Kai_Kristi...@public.uni-hamburg.de> wrote:


> > Da diese "Straszenraeumer" immer noch nicht zur allgemeinen Verwendung
> > zugelassen sind, duerfen ohne Einzelgenehmigung diese auch nicht
> > verwendet werden (erloeschen der Zulassung usw).
>
> Nicht zu bestreiten ist die BF-Loesung mit dem mittlerweile 5 Jahre
> dauernden "Feldversuch", ohne Einzelgenehmigungen. Unbestritten auch der
> Nutzen. Wenn es wirklich so einfach gewesen waere, eine Genehmigung zu
> bekommen, erklaert das nicht, weshalb die HiOrg erst seit ca 1994/5
> zaghaft damit beginen, welche anzuschrauben.

Wenn das DRK in Hamburg nicht in der Lage ist sich entsprechende
Genehmigungen zu verschaffen, so kannst Du wohl kaum dem Mitarbeiter der
Feuerwehr, der nur die RTW als solche im Auftrag der Gewerbeaufsicht
ueberprueft, die Schuld geben, wenn er den illegalen Gebrauch verbietet.
Die JUH Hamburg hat vor einigen Jahren bei einem Motorrad entsprechende
Blitzleuchten im Verkehrsamt Winsen eintragen lassen, nachdem in Hamburg
dieses verweigert wurde. Diese Genehmigung ist gueltig fuer Nieders., SH.
und ... Hamburg.

> >...
> > keine Pflicht aus der Norm fuer RTWs ein EKG mitzufuehren. Aber ich
> > kann
> > gerne mal einen der Oberorganisatoren des Rettungsdienstes bei uns
> > fragen.
>
> Wer sie erteilt hat, weiss ich auch nicht. Von der Order ist in div.
> Werbeblaettern der BF de Rede ("Flaechendeckende (!) Einf. der
> Fruehdefi."). Der Hinweis auf die (langsamen) NAW widerspricht dem
> Prinzip der FRUEHdefibrillation gewaltig!!! Ausserdem haben sich
> EKG-Geraete im Einsatz bewaehrt. Und zwar ueberall- unabhaengig davon,
> ob der Bereich durch NAW oder NEF versorgt wird.

Wie Du schon sagst: "Einfuehrung der flaechendeckenden
Fruehdefibrillation", nicht sofortiges Vorhandensein.
Auch die tatsaechliche Einfuehrung der Fruehdefibrillation ist erst vor
einigen Monaten auf politischer Ebene entschieden worden. Bis vor kurzem
wurde diese nur auf der Basis einer bundesweiten Studie durchgefuehrt.
Das zuerst, wenn eine Einfuehrung nicht ueberall gleichtzeitig moeglich
ist, zuerst NAW-maeszig schlechter versorgte Bereiche ausgeruestet werden
ist wohl sinnvoll. Unsere Wache wuerde nach heutigen Maszstaeben auch nicht
mehr erstrangig mit Halbautomaten ausgestattet werden, da der NAW sehr oft
gleichzeitig mit unseren RTW eintrifft.
Ueber den Sinn eines EKGs auf einem RTW, mit einer Besatzung, die nicht
faehig oder bereit ist mit dem EKG auch den DEFI zu gebrauchen, koennen wir
uns gerne in einem anderen Thread auseinandersetzen. Ebenfalls koennten wir
uns ueber die Konsequenzen bei der Verwendung des EKGs bei ernsthaft
erkrankten Patienten durch "Nichtaerzte" streiten.

> > Da die Beschaffung (das kleinere Problem) und die Ausbildung
> > (zeitaufwendig!!!) sowie die regelmaeszigen Ueberpruefungen (alle 6
> > Monate)
> > durchgefuehrt werden muessen, koennen nicht alle Wachen gleichzeitig
> > ausgeruestet werden.
> Interessant. Wie haben es denn bloss andere Grossstaedte geschafft?? Und
> nochmals: Die Stuetze eines Rettungsdienstes sind die RTW- unter
> kraeftiger Unterstuetzung der Notaerzte! Nicht andersherum.
>
> MfG, Kai

Mindestens eine Groszstadt hat es auch nicht geschafft. In Mainz wurde die
Studie vor einigen Jahren abgebrochen, da die Fallzahl je Mitarbeiter zu
gering und die Motivation dadurch zu schlecht war (ob sie jetzt wieder im
Programm aufgenommen wurde, nachdem die BAEK ihre Stellungnahme gemacht
hat, weisz ich nicht).
Wir reden bei Aus- und Fortbildung in der BF Hamburg ueber mind. 1000
Mitarbeiter (bis zu 1500) an 16 Wachen und auf drei Wachabteilungen, die
erst ausgebildet und dann laufend ueberprueft werden muessen.

Grusz
Dieter

Michael Oestreich

unread,
Dec 11, 1996, 3:00:00 AM12/11/96
to

___
: > F | FEUERWEHR


: > |___| Retten - loeschen - bergen - schuetzen

: Nanu? Du bist direkt beteiligt? Dann kannst Du ja mal Deine alsterdorfer
: Kollegen fragen, vielleicht wissen die was!

: Gruss, Kai
Hi Kai,
danke fuer deine Muehe!!!
Na ja, direkt beteiligt? Vielleicht spaeter einmal, im Moment bin ich
in der JF in Hamburg Neuenfelde. Seit September bin ich als Deligierter
im Landesjugendfeuerwehrausschuss. Nebenbei gehe ich auch noch zur Schule.
Auch ohne bei der BF zu sein hab ich also genug zu tun :-)
Aber abgesehen davon ist der Vater einer Freundin an der Wache in
Alsterdorf-ich werde da mal nachfragen.

Viele Gruesse,

Michael


--
___


F | FEUERWEHR
|___| Retten - loeschen - bergen - schuetzen

Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 16, 1996, 3:00:00 AM12/16/96
to

Dieter Thiesing wrote:
>
> In article <32ADC1...@public.uni-hamburg.de>, Kai-Kristian Steiner

> > Wer sie erteilt hat, weiss ich auch nicht. Von der Order ist in div.


> > Werbeblaettern der BF de Rede ("Flaechendeckende (!) Einf. der

> > Fruehdefi."). (K.Steiner)

> Wie Du schon sagst: "Einfuehrung der flaechendeckenden
> Fruehdefibrillation", nicht sofortiges Vorhandensein.

Die Prospekte wurden auch an Buerger verteilt, denen zudem vor zwei
Jahren in zwei Hamburger Einkaufszentren erklaert wurde, ein Lifepak 10
sei Standerdausstattung eines BF-RTW. Das Geraet lag dann auch bei den
sonstigen Auruestungsgegenstaenden. Auch auf wiederholtes Nachfragen
blieb der jeweilige Beamte vor Ort bei seiner Behauptung, jeder RTW
(ausdruecklich NICHT NAW) verfuege ueber ein solches Geraet. Auf die
Feststellung, dass die EKG`s erst nach und nach eigefuert wuerden,
schien man hier keinen Wert zu legen...

> Ueber den Sinn eines EKGs auf einem RTW, mit einer Besatzung, die
> nicht
> faehig oder bereit ist mit dem EKG auch den DEFI zu gebrauchen,
> koennen wir
> uns gerne in einem anderen Thread auseinandersetzen. Ebenfalls
> koennten wir
> uns ueber die Konsequenzen bei der Verwendung des EKGs bei ernsthaft
> erkrankten Patienten durch "Nichtaerzte" streiten

Mhhh. Ich gehe mal davon aus, dass Du Angehoerige der HiOrg meinst.
Falls es so ist, moechte ich Dich daran erinnern, dass die Mehrzahl der
HiOrg-RTW schon lange ueber EKG verfuegen, schon zu Zeiten, als man bei
der BF noch lange nicht ueber entsprechende Geraete nachdachte. Wie also
"nicht faehig"? Als Beleg zwei Originalzitate von BF-RA, mit dem wir
zusammen einen Einsatz hatten und die stolz ihren Halbautomaten
mitbrachten: "Wo ist denn das dritte Kabel??" und "wozu denn ein EKG
dranhaengen- der Puls ist doch 40!"... Kein Scherz!
Zu Punkt zwei... hast Du denn schon wirklich sooo viele Fehlbedienungen
von Defis erlebt, wo doch die meisten RTW, mit denen Du arbeitest, ueber
gar keins verfuegen??? :-(

Gruss, Kai

Dieter Thiesing

unread,
Dec 16, 1996, 3:00:00 AM12/16/96
to

In article <32B4B2...@public.uni-hamburg.de>, Kai-Kristian Steiner
<Kai_Kristi...@public.uni-hamburg.de> wrote:

> Dieter Thiesing wrote:
>...


> Die Prospekte wurden auch an Buerger verteilt, denen zudem vor zwei
> Jahren in zwei Hamburger Einkaufszentren erklaert wurde, ein Lifepak 10
> sei Standerdausstattung eines BF-RTW. Das Geraet lag dann auch bei den
> sonstigen Auruestungsgegenstaenden. Auch auf wiederholtes Nachfragen
> blieb der jeweilige Beamte vor Ort bei seiner Behauptung, jeder RTW
> (ausdruecklich NICHT NAW) verfuege ueber ein solches Geraet. Auf die
> Feststellung, dass die EKG`s erst nach und nach eigefuert wuerden,
> schien man hier keinen Wert zu legen...

Klar, die Behauptung, die RTWs wuerden ueber Lifepak 10 verfügen ist
Blödsinn. Leute, die unsere "Firma" bei solchen Veranstalltungen vertreten,
sollten informiert sein und nicht zu den "Profilneurotikern" gehören.

> > Ueber den Sinn eines EKGs auf einem RTW, mit einer Besatzung, die
> > nicht
> > faehig oder bereit ist mit dem EKG auch den DEFI zu gebrauchen,
> > koennen wir
> > uns gerne in einem anderen Thread auseinandersetzen. Ebenfalls
> > koennten wir
> > uns ueber die Konsequenzen bei der Verwendung des EKGs bei ernsthaft
> > erkrankten Patienten durch "Nichtaerzte" streiten
>
> Mhhh. Ich gehe mal davon aus, dass Du Angehoerige der HiOrg meinst.
> Falls es so ist, moechte ich Dich daran erinnern, dass die Mehrzahl der
> HiOrg-RTW schon lange ueber EKG verfuegen, schon zu Zeiten, als man bei
> der BF noch lange nicht ueber entsprechende Geraete nachdachte. Wie also
> "nicht faehig"? Als Beleg zwei Originalzitate von BF-RA, mit dem wir
> zusammen einen Einsatz hatten und die stolz ihren Halbautomaten
> mitbrachten: "Wo ist denn das dritte Kabel??" und "wozu denn ein EKG
> dranhaengen- der Puls ist doch 40!"... Kein Scherz!
> Zu Punkt zwei... hast Du denn schon wirklich sooo viele Fehlbedienungen
> von Defis erlebt, wo doch die meisten RTW, mit denen Du arbeitest, ueber
> gar keins verfuegen??? :-(

Es ging mir bei meiner Aussage nicht um evtl. "technische"
Fehlbedienungen, diese sind laut MedGV verboten (;-).
Ich habe aber den Eindruck, daß sich nicht alle RDler darüber im klaren
sind, daß z.B. bei einem "HI-Verdächtigen" ein EKG am Notfallort durch den
RTW, auch wenn keine Infarktzeichen zu erkennen sind, keinerlei Auswirkung
auf die Nachforderung des Notarztes haben darf.
Außerdem nützt ein Defi bei Kammerflimmern überhaupt nichts, wenn die
Bediener sich die Anwendung nicht trauen. Oder hast Du (und natürlich die
ganzen anderen Kollegen, die mit diesen Geräten herumfahren) von dem
ärztlichen Leiter der Organisation ein Zeugniss, in dem deine Sachkunde zur
Anwendung bestätigt wird und hast Du in der letzten Zeit eine entsprechende
Fortbildung belegt und/oder diese Maßname im Einsatz selbstständig
durchgeführt?
Übrigens,.. die RTWs, auf denen ich arbeite, haben jeweils einen
Halbautomaten und die haben mal zwei und mal drei Kabel (;-)).

Leider konnte ich schon vor einigen Jahren beobachten, daß (damals noch im
wesentlichen bei HIORGs, da unser Ausrüstungsstandart auf den noch RTWs
besch... war) alle möglichen Geräte vorgehalten wurden, daß aber die
sinnvolle Anwendung nicht immer beherscht wurde.
Dieses "Syndrom", daß erstmal alle Gerätetechnik ausgenutzt wird, und am
Ende der Diagnosekette erst der Patient richtig angesehen und behandelt
wird (im wörtlichen Sinne), tritt leider auch bei uns inzwischen auf.

Da liegt auch mein Hauptkritikpunkt an einigen RA/RS (auch wieder
unabhängig von Organisation/Firma/Behörde):
Zwar wird ein Patient mit einer deutlich sichtbaren Zyanose perfekt
verkabelt, aber leider wird erst verzögert Sauerstoff verabreicht oder die
richtige Lagerung durchgeführt.
Statt zuerst Maßnahmen durchzuführen, die einen wesentlichen Effekt für
den Patienten haben und die man sofort(!) ohne weitere zeitaufwendige
Diagnostik und ohne Beanspruchung der Notkompetenz durchführen kann, wird
zuerst ein venöser Zugang gelegt und ein EKG abgeleitet, durch das aber
meist keine Änderung in den weiteren Maßnahmen der RTW-Besatzung eintritt.
Ich habe grundsätzlich nichts gegen erweiterte Maßnahmen und die dazu
gehörigen diagnostischen Maßnahmen durch RA/RS, aber diese müssen dann auch
wirklich kompetent und in der Reihenfolge der Wichtigkeit und mit dem
Wissen um Kontraindikationen durchgeführt werden.
Wenn man dann auch noch den tatsächlichen (nicht den eingebildeten)
Ausbildungsstand einiger RD-Mitarbeiter sieht, ... .


Tschüß
Dieter

Sven Hendrik Vorwerk

unread,
Dec 17, 1996, 3:00:00 AM12/17/96
to

Hallo Dieter,

In article <Dieter_Thiesing-ya023...@news.roka.net> you wrote:

: > > Ueber den Sinn eines EKGs auf einem RTW, mit einer Besatzung, die

: > > nicht
: > > faehig oder bereit ist mit dem EKG auch den DEFI zu gebrauchen,
: > > koennen wir
: > > uns gerne in einem anderen Thread auseinandersetzen. Ebenfalls
: > > koennten wir
: > > uns ueber die Konsequenzen bei der Verwendung des EKGs bei ernsthaft
: > > erkrankten Patienten durch "Nichtaerzte" streiten


-----> Thread: EKG im RTW? (was: Hiorg Hamburg)

Gruss,

Sven H.

-----------------------------------------------------------------------------
Sven Hendrik Vorwerk Student of Medical Computer Science
3vor...@informatik.uni-hamburg.de University of Hamburg, Germany
-----------------------------------------------------------------------------
"Today people who own or can use electronic data processing equipment
are the new ruling class. Call them 'Datalords'." Michael E. Marotta

"Medicine is the art of amusing the patient - until nature cures." Saying


Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 19, 1996, 3:00:00 AM12/19/96
to

Moinmoin, liebe Kollegen,

Nun also der letzte Stand der Dinge in Hamburg. Schon jetzt muss ich
sagen: Wenn es wirklich so kommt, wie es geplant ist, dann sehe ich
schwarz! Alle Bemuehungen seitens der HiOrg (vielleicht ausser DRK), den
Rettungsdienst in HH effektiver zu gestalten, waeren umsonst gewesen.

Geplant ist:

1) ASB, JUH und MHD machen im Februar 1997, vorlaeufig in den Raeumen
des ASB, eine eigene Leitstelle auf.
2) Die Leitstelle des DRK bleibt bestehen.

Schon mal unsinnig. Das soll billiger werden als die bisherige Loesung??

3) Die Notrufnummer 19222 wird der Innenbehoerde uebergeben. Somit
wird eine noch einzurichtende Stelle bei der BF die Anrufe annehmen,
um sie dann gerecht an die Leitstellen der HiOrg zu verteilen...

Das ist doch ein Ding! In Zukunft wird es also vermutlich 4 (vier!!!)
Leitstellen in HH geben: BF -> RD, BF -> KBF, DRK und ASB usw. Das also
soll Kosten sparen... Zusaetzlich haette es die BF damit geschafft: Die
Verteilung aller Einsaetze wuerde ihr wieder obliegen. Keiner kann mehr
ueberpruefen, ob die BF unerlaubterweise KBF faehrt... Und da der
Bettennachweis ja auch im Hause der neuen BF-Leitstelle residieren soll,
steht wohl fest, dass die HiOrg auch keine Einweisungen mehr fahren
werden, zu Lasten der schnellen Hilfe bei Notfaellen. Hauptsache, die BF
-RTW sind ausgelastet. Brrrr! Ich kann nur hoffen, dass die
Verantwortlichen auf beiden Seiten ganz schnell merken, was sie da
anzurichten gedenken! Von Fortschritt in Richtung Rettungsdienst, wie
besonders von JUH`lern gefordert, kann also keine Rede sein.
Hoffen wir, dass es anders kommt.

Mit traurigen Gruessen, KAI

Guido Gabriel

unread,
Dec 21, 1996, 3:00:00 AM12/21/96
to

Dieter_...@magicvillage.de (Dieter Thiesing) wrote:

> Es ging mir bei meiner Aussage nicht um evtl. "technische"
>Fehlbedienungen, diese sind laut MedGV verboten (;-).
>Ich habe aber den Eindruck, daß sich nicht alle RDler darüber im klaren
>sind, daß z.B. bei einem "HI-Verdächtigen" ein EKG am Notfallort durch den
>RTW, auch wenn keine Infarktzeichen zu erkennen sind, keinerlei Auswirkung
>auf die Nachforderung des Notarztes haben darf.
>Außerdem nützt ein Defi bei Kammerflimmern überhaupt nichts, wenn die
>Bediener sich die Anwendung nicht trauen. Oder hast Du (und natürlich die
>ganzen anderen Kollegen, die mit diesen Geräten herumfahren) von dem
>ärztlichen Leiter der Organisation ein Zeugniss, in dem deine Sachkunde zur
>Anwendung bestätigt wird und hast Du in der letzten Zeit eine entsprechende
>Fortbildung belegt und/oder diese Maßname im Einsatz selbstständig
>durchgeführt?

Vielerorts wurde schon durch das nichtärztliche Personal defibrilliert, bevor
sich die Bundesärztekammer überhaupt auf Richtlinien geeinigt hatte. Und es
wurde defibrilliert, bevor überhaupt das erste Konzept zur
Notkompetenzausbildung erfunden war. Und dennoch wurde dort gute Arbeit
geleistet.

Das diese Rettungsdienste jetzt nicht hinter den einmal erreichen Standard
zurückfallen wollen, bloß weil der Haushaltsplan keine 30 Halbautomaten auf
einmal hergibt und weil die Notkompetenz-Schulung nur langsame Fortschritte
macht, ist doch wohl mehr als verständlich.

>Leider konnte ich schon vor einigen Jahren beobachten, daß (damals noch im
>wesentlichen bei HIORGs, da unser Ausrüstungsstandart auf den noch RTWs
>besch... war) alle möglichen Geräte vorgehalten wurden, daß aber die
>sinnvolle Anwendung nicht immer beherscht wurde.
>Dieses "Syndrom", daß erstmal alle Gerätetechnik ausgenutzt wird, und am
>Ende der Diagnosekette erst der Patient richtig angesehen und behandelt
>wird (im wörtlichen Sinne), tritt leider auch bei uns inzwischen auf.

Das liegt aber nicht an den Geräten, sondern das liegt am Personal. Es gibt
auch genug Beispiele, wo Leute das Auto voller Geräte haben und nichts davon
einsetzen, sich aber trotzdem nicht um den Menschen kümmern.

Ich finde, man sollte die "wir sind aber besser"-Diskussion einstellen. Ich
bin überzeugt davon, daß sowohl Berufsfeuerwehren wie auch Hilfsorganisationen
und sogar auch private Unternehmen eine gute Arbeit leisten können. Die Frage,
wer davon nur in den Rettungsdienst integriert wird, ist keine fachliche,
sondern eine politische, eine strategische und vor allem eine wirtschaftliche
Frage.

>Zwar wird ein Patient mit einer deutlich sichtbaren Zyanose perfekt
>verkabelt, aber leider wird erst verzögert Sauerstoff verabreicht oder die
>richtige Lagerung durchgeführt.

Sicherlich, kommt vor, sollte aber nicht vorkommen. Das ist aber kein Argument
gegen ein Pulsoxi, sondern ein Argument gegen die betreffende RTW-Besatzung.
Dafür gibt es auch viele Patienten ohne Zyanose, die früher nie Sauerstoff
bekommen hätten.

Guido


Dieter Thiesing

unread,
Dec 21, 1996, 3:00:00 AM12/21/96
to

In article <59gf1v$d...@darkwing.piro.net>, g...@koeln.netsurf.de wrote:

> Dieter_...@magicvillage.de (Dieter Thiesing) wrote:
> ...


> >Zwar wird ein Patient mit einer deutlich sichtbaren Zyanose perfekt
> >verkabelt, aber leider wird erst verzögert Sauerstoff verabreicht oder die
> >richtige Lagerung durchgeführt.
>
> Sicherlich, kommt vor, sollte aber nicht vorkommen. Das ist aber kein Argument
> gegen ein Pulsoxi, sondern ein Argument gegen die betreffende RTW-Besatzung.
> Dafür gibt es auch viele Patienten ohne Zyanose, die früher nie Sauerstoff
> bekommen hätten.
>
> Guido

Wie schön das wir alle einer Meinung sind. Übrigens,..ich habe nie
geschrieben , daß ich gegen eine gute Ausrüstung bei unserer Arbeit bin,
nur gegen eine falsche Reihenmfolge in der Anwendung und Gewichtung.

Dieter

Bjoern Roggensack

unread,
Dec 22, 1996, 3:00:00 AM12/22/96
to

Hi,
also nach allem was man hier so hoert sollte man am besten
wenn man zum Beispiel einen Vu hat sollte man wenn man noch
gehen,kriechen oder robben kann moeglichst die Stadtgrenze
erreichen um von einem RTW aus Schleswig-Holstein oder
Niedersachsen je nach dem was naeher ist.

Schlim..........

Ich hoffe ihr bekommt in Hamburg endlich mal wieder
Klar Schiff im RD.

Bjoern

Wir rennen da rein,wo andere rausrennen - Ihre Feuerwehr

Bei Fragen oder sowas Mail an:
El...@ThePentagon.com


Guido Gabriel

unread,
Dec 22, 1996, 3:00:00 AM12/22/96
to

Dieter_...@magicvillage.de (Dieter Thiesing) wrote:

>Wie schön das wir alle einer Meinung sind.

Hier sind ohnehin diejenigen Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst versammelt,
die auch mal gelegentlich über ihre eigene Arbeit nachdenken und nicht nach
dem Motto "haben wir schon immer so gemacht" verfahren.

Guido


Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 23, 1996, 3:00:00 AM12/23/96
to

Guido Gabriel wrote:

> Ich finde, man sollte die "wir sind aber besser"-Diskussion einstellen. Ich
> bin überzeugt davon, daß sowohl Berufsfeuerwehren wie auch Hilfsorganisationen
> und sogar auch private Unternehmen eine gute Arbeit leisten können. Die Frage,
> wer davon nur in den Rettungsdienst integriert wird, ist keine fachliche,
> sondern eine politische, eine strategische und vor allem eine wirtschaftliche
> Frage.

Halloele!

Das Thema ist in diesem Fall "HiOrg HH". Eine angeregte Diskussion
ergibt sich dadurch automatisch. Kritische Anmerkungen wurden nach
bestem Wissen gemacht. Das gilt ebenso fuer den Kollegen Thiesing als
auch fuer mich. (Behaupte ich einfach mal so.) Ich moechte hierin keine
"Wir-sind-aber-besser-Diskussion" sehen. Ich habe bereits hervorragend
mit Kollegen der BF HH zusammengearbeitet; dagegen habe ich allerhand
Negatives mit einem HiOrg-NAW erlebt. Wenn etwas aus meiner Tastatur
etwas hart klingt, hat das nur einen - niemals persoenlich
aufzufassenden - Grund: Politik im RD ist mir ******egal. Ich betrachte
alles aus dem Blickwinkel des potentiellen Patienten. Und wenn ich dann
hoere: "Dort muesste laengst ein RTW stehen, es ist aber kein Geld da -
und bevor Organisation Y dort etwas aufzieht, kommt eben gar keiner hin"
finde ich das ungeheuerlich - egal, ob die zustaendige "Firma" nun BF,
HiOrg oder Kreis ist !!!

Gruss, KAI

Guido Gabriel

unread,
Dec 24, 1996, 3:00:00 AM12/24/96
to

Kai-Kristian Steiner <Kai_Kristi...@public.uni-hamburg.de> wrote:

>Grund: Politik im RD ist mir ******egal. Ich betrachte
>alles aus dem Blickwinkel des potentiellen Patienten.

Diese beiden Sätze sind ein Widerspruch. Die Aussage "Politik ist mir
scheissegel, mir geht's um den Patienten" habe ich schon viel zu oft gehört,
die Politik bestimmt aber wie der Patient behandelt wird! Wer sagt "ich mache
meinen Job so gut wie möglich und alles andere interessiert mich nicht", der
wird eines Tages feststellen, daß dem Patienten gar nicht mehr geholfen wird
und er selbst arbeitslos (und/oder arbeitsunfähig) ist.

Nach den jüngsten Seehofer-Vorschlägen hat es in Bonn eine Großdemo der
Krankengymnasten gegeben - und wo waren die Rettungsdienstler?

Guido


Kai-Kristian Steiner

unread,
Dec 25, 1996, 3:00:00 AM12/25/96
to

Guido Gabriel wrote:


> >Grund: Politik im RD ist mir ******egal. Ich betrachte
> >alles aus dem Blickwinkel des potentiellen Patienten.
> Diese beiden Sätze sind ein Widerspruch. Die Aussage "Politik ist mir
> scheissegel, mir geht's um den Patienten" habe ich schon viel zu oft
> gehört,
> die Politik bestimmt aber wie der Patient behandelt wird! Wer sagt
> "ich mache
> meinen Job so gut wie möglich und alles andere interessiert mich
> nicht", der
> wird eines Tages feststellen, daß dem Patienten gar nicht mehr
> geholfen wird
> und er selbst arbeitslos (und/oder arbeitsunfähig) ist.

Moin!

Ich sehe in meiner Aussage KEINEN Widerspruch. Abgesehen davon wird wohl
etwas dran sein, wenn Du den Satz schon so oft gehoert hast...
Was bitte koennen wir speziell an der Gesundheitspolitik aendern? Selber
in die Politik gehen? Ich persoenlich habe die ach so dramatische Lage
bis jetzt nicht erkennen koennen. Wie gesagt, bis jetzt. Zudem hat
die "Hamburger Problematik" nichts mit Seehofer zu tun!!! Ich habe nur
sagen wollen, dass ich niemals die Politik benutzen werde, um fehlende
Betreuung zu begruenden.



> Nach den jüngsten Seehofer-Vorschlägen hat es in Bonn eine Großdemo
> der
> Krankengymnasten gegeben - und wo waren die Rettungsdienstler?

Vermutlich im Dienst, weil ihnen Politik ***egal war. ;-)

Tschau und guten Rutsch, KAI

Guido Gabriel

unread,
Dec 26, 1996, 3:00:00 AM12/26/96
to

Kai-Kristian Steiner <Kai_Kristi...@public.uni-hamburg.de> wrote:

>Was bitte koennen wir speziell an der Gesundheitspolitik aendern?

Der erste Schritt besteht darin, nicht durch eigenes Nachgeben und
Zurückweichen die Änderungen zu kompensieren, sondern ganz klar zu sagen: Das
und das geht eben nicht mehr, dank Seehofer. Also nicht die Einkommen der
Arbeitnehmer im Rettungsdienst so lange senken und die Arbeitszeit so lange
verlängern, bis der Krankentransport für 35,- DM durchgeführt werden kann, so
daß ihn die Patienten dann selbst bezahlen können.

>Ich persoenlich habe die ach so dramatische Lage
>bis jetzt nicht erkennen koennen. Wie gesagt, bis jetzt.

Wenn wirklich keine qualifizierten Krankentransporte von den Krankenkassen
mehr bezahlt würden (was ich im Moment nicht hoffe), dann würde sich folgendes
Szenario ergeben:

Der eine Teil der Fahrten würde sich auf den Selbstzahlerbereich verlagern, d.
h. Taxi und Krankenfahrten. Die Leute zahlen ja jetzt schon 20,- DM
Eigenanteil und müßten dann eben noch 10-20 DM drauflegen für ein Liegendtaxi
oder eine Krankenfahrt. Das bedeutet, daß alle Organisationen, die aus diesem
Geschäft nicht rausfliegen wollen, bei dem Preis mitgehen müssen. Das heißt:
Kündigungen oder Änderungskündigungen für die jetzigen, zu teuren Mitarbeiter
und Einstellung von ungelernten Kräften, die nur über Führerschein, P-Schein
und EH-Kurs verfügen.

Der andere Teil der Fahrten würde plötzlich zu Notfällen, die von RTW's
gefahren werden. Gleichzeitig werden vermutlich keine neuen Fahrzeugstandorte
genehmigt. Die Arbeitsbelastung steigt, die Eintreffzeiten für die echten
Notfallpatienten werden länger.

Guido


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