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Sonstige Ausrüstung KTWs/RTWs

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Philipp Lensing

unread,
May 20, 2006, 3:39:37 PM5/20/06
to
Hallo,

gibt es eine DIN-Liste oder eine Empfehlung oder auch Erfahrungswerte,
mit welchen Gegenständen ein KTW oder RTW neben der medizinischen
Ausrüstung beladen sein sollte?

Ich denke da z.B. an Gurtschneider, Warndreiecke,
Sicherheits-Warnblinkleuchten, Warnwesten, "Pöller-Killern",
Scheinwerfern, Taschenlampen, Signalgebern, Kellen, Klappschlaufeln,
Eiskratzern, Fensterschwämmen ... Sprich: Einfach alles. ;)

Phil

Simon Schäberle

unread,
May 21, 2006, 3:45:51 AM5/21/06
to
Moin Phil,

> gibt es eine DIN-Liste oder eine Empfehlung oder auch
> Erfahrungswerte, mit welchen Gegenständen ein KTW oder RTW neben der
> medizinischen Ausrüstung beladen sein sollte?

Was Du suchst ist die DIN EN 1789 (für KTW/RTW). Daneben ist es sicher
gut in den Einsatzfahrzeugen einen Dreikant zu haben -> vgl.
Absperrposten und etwas zum Zerschalgen von Scheiben (bei uns ein
Federkörner).
Auf unserem OV KTW haben wir z.B. viele Pinzetten mehr reingepackt,
weil im Sommer davon doch etliche bei einem San-Dienst benötigt werden.
Ebenso ein AED (im RTW gehört er zur Norm).

Ansonsten gibts in der Gruppe sicher noch mehr vorschläge.

Gruß
Simon

Ingo zum Felde

unread,
May 21, 2006, 5:47:11 AM5/21/06
to
Philipp Lensing schrieb:

> Hallo,
>
> gibt es eine DIN-Liste
EN 1789
*Reinigungs+ Desinfektionsmaterial
*einfaches Rettungswerkzeug
*Sicherheitsgurt-Durchtrenner
*2x Warndreieck/-lampen
*Handscheinwerfer
*Feuerlöscher
*Schutzhandschuhe
*Helme (wg. GUV mit Visir)
*2x Handfunkgeräte

in der DIN 75080 zusätzlich:
*Klapphackspaten (wenn sich der Wagen festgefahren hat geht nichts über
einen Spaten wie im KTW4)
*Abschleppseil
*Gleitschutzkette (Auf Wunsch des Bestellers)

Ansonsten fällt mir noch ein
* Eiskratzer
* Starthilfekabel
* Checkliste MANV+ Verletztenanhängekarten
* Wolldecke (zusätzlich zur Patientendecke)
* Tankkarte die auch außerhalb des Wachgebietes gilt
* Bolzenschneider
* Reserve Sicherungen
* Unfallaufnahme-Bogen
* Landkarten auch von größeren Umkreis+ Karte Deutschland 1:200.000

Gruß
Ingo


--
ingo . zum . felde at freenet . de

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 5:53:37 AM5/21/06
to
Ingo zum Felde schrieb:

> *einfaches Rettungswerkzeug

Wie ist das definiert?

Phil

Markus Machner

unread,
May 21, 2006, 5:58:11 AM5/21/06
to
Simon Schäberle schrieb:

> etwas zum Zerschalgen von Scheiben (bei uns ein
> Federkörner).

Hast Du auch einen Gesichtsschutz sowie passende Handschuhe?

Ich würde ungeschützt keine unbekannten Scheiben (Fenster sind oft
Doppelglas) zerschlagen, nicht alles ist aus Sicherheitsglas.
Hat man entsprechenden Schutz auf einem RTW?

Gruß,
Markus

Ingo zum Felde

unread,
May 21, 2006, 6:02:14 AM5/21/06
to
Philipp Lensing schrieb:

>> *einfaches Rettungswerkzeug

> Wie ist das definiert?
In der EN1789 genau so. Mehr steht da nicht. In der DIN75080 stand
"Universal-Rettungswerkzeug mit vereinigung der Funktionen von Beil,
Brecheisen, Haueisen, Meißel, Blechschere und Stütz
oder
Brecheisen, 600mm lang, kombiniert mit Schneidgerät und Geißfuß"

Mir persönlich würde eine Brechstange/ "Kuhfuß"/ Kistenbeitel ausreichen.
Zum Airbag Scanning ist übrigens ein gr. Schraubendreher oder ein
kleines Nageleisen sinnvoll. Aber irgend etwas in der Art wird die FW
bei Bedarf schon mitbringen.

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 6:06:02 AM5/21/06
to
Markus Machner schrieb:

> Hast Du auch einen Gesichtsschutz sowie passende Handschuhe?

Schutzhelm (inkl. Visier) + Schutzhandschuhe gehören zur PSA eines jeden
RD'ler. Sollte bei euch auch so sein. ;)

Phil

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 6:07:36 AM5/21/06
to
Ingo zum Felde schrieb:

> In der EN1789 genau so. Mehr steht da nicht. In der DIN75080 stand
> "Universal-Rettungswerkzeug mit vereinigung der Funktionen von Beil,
> Brecheisen, Haueisen, Meißel, Blechschere und Stütz
> oder
> Brecheisen, 600mm lang, kombiniert mit Schneidgerät und Geißfuß"

Hört sich teuer an. :/

Phil

Markus Machner

unread,
May 21, 2006, 6:39:58 AM5/21/06
to
Philipp Lensing schrieb:

Ähm, Theorie - Praxis?

Wer nur mit T-Shirt bekleidet eine Scheibe einschlagen will, hat ein kleines
Problem. Ich würde da jetzt nicht den Federkörner ansetzen, sondern mich
fragen, warum habe ich Idiot nicht den Helm, die Jacke und die Handschuhe
mitgenommen. Retoure zum Auto kostet jetzt mehr Zeit als durch die Scheibe
zum Patienten.

Warum denke ich überhaupt daran den Körner mitzunehmen, aber nicht die PSA?

Gruß,
Markus

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 6:43:28 AM5/21/06
to
Markus Machner schrieb:

> Ähm, Theorie - Praxis?

Ich weiß ja nicht, wie das bei dir oder generell bei euch abläuft; aber
bei entsprechenden Meldebildern wie VU oder Brand legt hier *jeder*
seine *komplette* PSA an.

Schließ nicht von euch auf andere ...

Phil

Markus Machner

unread,
May 21, 2006, 7:03:26 AM5/21/06
to
Ingo zum Felde schrieb:

> In der EN1789 genau so. Mehr steht da nicht. In der DIN75080 stand
> "Universal-Rettungswerkzeug mit vereinigung der Funktionen von Beil,
> Brecheisen, Haueisen, Meißel, Blechschere und Stütz
> oder
> Brecheisen, 600mm lang, kombiniert mit Schneidgerät und Geißfuß"

Was ziehst Du an, wenn Du das Hooligan-Tool benutzen mußt? Das sollte in der
Norm auch drinstehen, ansonsten ist sie fehlerhaft.

Das Ding ist schlimmer als eine Streitaxt.

Gruß,
Markus

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 7:19:05 AM5/21/06
to
Markus Machner schrieb:

> Was ziehst Du an, wenn Du das Hooligan-Tool benutzen mußt? Das sollte in der
> Norm auch drinstehen, ansonsten ist sie fehlerhaft.

PSA ...

Phil

Stefan Bruening

unread,
May 21, 2006, 7:46:21 AM5/21/06
to
Markus Machner schrieb:
> Ähm, Theorie - Praxis?

Nein. Brain 1.0 hilft auch im Einsatz - habe ich mir sagen lassen.

> Wer nur mit T-Shirt bekleidet eine Scheibe einschlagen will, hat ein kleines
> Problem. Ich würde da jetzt nicht den Federkörner ansetzen, sondern mich
> fragen, warum habe ich Idiot nicht den Helm, die Jacke und die Handschuhe
> mitgenommen. Retoure zum Auto kostet jetzt mehr Zeit als durch die Scheibe
> zum Patienten.

Tja. Wenn Du bei einem VU ohne deine PSA zum PKW läufst, dann bist Du
selber schuld. Von einem Rettungsdienstmitarbeiter kann man wohl
erwarten, dass er wenigstens die grundlegendsten Dinge beherrscht - das
schafft ja (meistens) sogar $Feuerwehrmann. ;-)

>
> Warum denke ich überhaupt daran den Körner mitzunehmen, aber nicht die PSA?

Gute Frage.


--

Stefan

Stefan Bruening

unread,
May 21, 2006, 7:47:21 AM5/21/06
to
Philipp Lensing schrieb:

> Hört sich teuer an. :/

Nein, sieht aber gefährlich aus. Solltest Du eigentlich auch A. kennen...

--

Gruss

Stefan

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 7:55:51 AM5/21/06
to
Stefan Bruening schrieb:

> Philipp Lensing schrieb:
>> Hört sich teuer an. :/
>
> Nein, sieht aber gefährlich aus. Solltest Du eigentlich auch A. kennen...

Ich kenn das Ding aus euren Fahrzeugen; aber als ich das Teil und den
Preis mal bei RecueTec im Katalog gesehen habe, war ich froh, dass ich
auf einem Stuhl saß ...

Phil

Heiko Aßmus

unread,
May 21, 2006, 9:36:24 AM5/21/06
to
Markus Machner wrote:

> Ähm, Theorie - Praxis?

Also genau Dein Problem.

> Wer nur mit T-Shirt bekleidet eine Scheibe einschlagen will, hat ein
> kleines Problem.

Wer sich ständig Gedanken über ungelegte Eier macht, hat offenbar zu
wenige (eigene Probleme).

Heiko

Heiko Aßmus

unread,
May 21, 2006, 9:40:46 AM5/21/06
to
Markus Machner wrote:

> Was ziehst Du an, wenn Du das Hooligan-Tool benutzen mußt? Das
> sollte in der Norm auch drinstehen, ansonsten ist sie fehlerhaft.

Eine Kloschüssel ist auch genormt und es steht wahrscheinlich nicht in
der Norm, daß man zur Benutzung den Deckel aufmachen muß. Mach Dich halt
mal kundig, wo der Unterschied zwischen Norm und Gebrauchsanweisung
liegt.
Nimm's bitte nicht zu persönlich, aber Deine vollkommen weltfremden
Spekulationen sind IMHO langsam sehr lästig.

Heiko

Heiko Aßmus

unread,
May 21, 2006, 9:42:31 AM5/21/06
to
Ingo zum Felde wrote:

> Ansonsten fällt mir noch ein

> (...)


> * Wolldecke (zusätzlich zur Patientendecke)

Hmm.. wozu den Dreckfänger?

> * Bolzenschneider

Schon mal gebraucht?

Ich wär für Regenschirm und statt Abschleppseil eine -stange.

Heiko

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 11:04:32 AM5/21/06
to
Folgendes gab *Philipp Lensing* vor mir zu Protokoll:

> Ich weiß ja nicht, wie das bei dir oder generell bei euch abläuft; aber
> bei entsprechenden Meldebildern wie VU oder Brand legt hier *jeder*
> seine *komplette* PSA an.

Wobei ich es nicht nachvollziehen kann, warum ich als RDler (nicht als
FFler) bei einem Wohnungsbrand oder einer Bereitstellung Feuer jedesmal
meinen Schutzhelm aufsetzen muß...

Sebastian

Erich Kirchmayer

unread,
May 21, 2006, 11:04:45 AM5/21/06
to
Hi,

=?iso-8859-15?Q?Heiko A=DFmus?= schrieb:

> > Ansonsten fällt mir noch ein

> > * Wolldecke (zusätzlich zur Patientendecke)
>
> Hmm.. wozu den Dreckfänger?

Eben. Wo es doch Einmaldecken (bzw. hygienischere wiederverwendbare
Decken) gibt....

> > * Bolzenschneider
>
> Schon mal gebraucht?

Oft, sehr oft! Hier ist es nämlich "modern", Sperrpfosten von FW-
Anfahrten etc. zusätzlich mit einem normalen Vorhängeschloss zu sichern.
Und da gilt eben "knack-und-weg" - hilft ja nix!

> Ich wär für Regenschirm und statt Abschleppseil eine -stange.

Der Wetterschutz der EN-Kleidung sollte reichen - ansonsten hat man ja
noch ´n Dach über dem Kopf ;-) Abschleppseil/Stange bringt der mit, der
abschleppt (bei uns der Schichtführer oder ggf. der
ADAC/Abschleppdienst)

Gruß

Erich


--
Wieviel Sauerstoff? "Je blau desto mehr"

Ingo zum Felde

unread,
May 21, 2006, 11:07:48 AM5/21/06
to
Heiko Aßmus schrieb:

>> * Wolldecke (zusätzlich zur Patientendecke)
> Hmm.. wozu den Dreckfänger?

Zum Unterlegen wenn ich mehr Patienten als Tragen habe, zum Abdecken von
ausgesägten Scheiben,...


>
>> * Bolzenschneider
> Schon mal gebraucht?

Ja

> Ich wär für Regenschirm
o.k.

und statt Abschleppseil eine -stange.

Das kommt auf das Gewicht des RTW an. Bei 3,5 to reicht ein Seil,
darüber sollte es eine Stange sein. Das seil stand in der DIN.

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 11:18:49 AM5/21/06
to
Sebastian Courvoisier schrieb:

> Wobei ich es nicht nachvollziehen kann, warum ich als RDler (nicht als
> FFler) bei einem Wohnungsbrand oder einer Bereitstellung Feuer jedesmal
> meinen Schutzhelm aufsetzen muß...

Die Tage ist in einer RTW-Schicht unserer Wache vorgekommen, dass der
RTW ersteintreffendes Fahrzeug war und Menschenleben in Gefahr waren.

Nach Abwägung aller Punkte ist die RTW-Besatzung dann wohl ins Haus
gegangen; ich war nicht dabei und kann die Situation (Stichwort
Eigenschutz) persönlich nicht bewerten.
Aber ich halte mal fest: Falls man in die Situation kommt, dass man sich
entschließt, jetzt schnell und offensiv vorzugehen, sollte man dann aber
doch seine PSA vollständig am Mann haben.

Ansonsten erinner ich mal allgemein an die "Gefahren an der
Einsatzstelle"; kannst ohne PSA viel Spaß mit diversen Versicherungen
bekommen wenn was passiert ... ;)

Phil

Henning Koch

unread,
May 21, 2006, 11:25:37 AM5/21/06
to
On Sun, 21 May 2006 17:04:32 +0200, Sebastian Courvoisier wrote:

>> Ich weiß ja nicht, wie das bei dir oder generell bei euch abläuft; aber
>> bei entsprechenden Meldebildern wie VU oder Brand legt hier *jeder*
>> seine *komplette* PSA an.
>
>Wobei ich es nicht nachvollziehen kann, warum ich als RDler (nicht als
>FFler) bei einem Wohnungsbrand oder einer Bereitstellung Feuer jedesmal
>meinen Schutzhelm aufsetzen muß...

Weil man vorher nie so genau weiss, wo der RD denn genau zum Einsatz
kommt und welche Gefahren es sonst noch gibt. Zum Auto zurücklaufen
und den Helm holen macht im Zweifelsfall eh keiner, also ist das die
einfachere und sicherere Methode.

Wobei ich mal davon ausgehe, dass eine nicht an der direkten E-Stelle
sondern im Bereitstellungsraum an oder gar im RTW wartende Besatzung
da jetzt nicht gemeint war, sondern die Leute, die mit Ausrüstung
irgendwo 'vorne' stehen?

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 11:52:04 AM5/21/06
to
Folgendes gab *Philipp Lensing* vor mir zu Protokoll:

>> Wobei ich es nicht nachvollziehen kann, warum ich als RDler (nicht als


>> FFler) bei einem Wohnungsbrand oder einer Bereitstellung Feuer jedesmal
>> meinen Schutzhelm aufsetzen muß...
>
> Die Tage ist in einer RTW-Schicht unserer Wache vorgekommen, dass der
> RTW ersteintreffendes Fahrzeug war und Menschenleben in Gefahr waren.

Nun, gerade Nachts sind wir als RDler, wenn es denn im selben Ort ist,
doch meist zuerst da.
Klar gibt es auch Situationen die eventuell einen Helm erforderlich
machen, aber ich schrieb ja auch "jedesmal".
Und bei unklaren Situationen nehme ich ihn auch schonmal mit, aber
gebraucht habe ich ihn bei Bränden noch nie.

> Ansonsten erinner ich mal allgemein an die "Gefahren an der
> Einsatzstelle"; kannst ohne PSA viel Spaß mit diversen Versicherungen
> bekommen wenn was passiert ... ;)

Ernsthafte Frage, weil ich befürchte gerade etwas zu übersehen, was
könnte mir als RDler bei einem Feuer passieren, wovor mich ein Helm
schützen könnte?

Sebastian

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 11:54:43 AM5/21/06
to
Folgendes gab *Henning Koch* vor mir zu Protokoll:

> On Sun, 21 May 2006 17:04:32 +0200, Sebastian Courvoisier wrote:
>
>>> Ich weiß ja nicht, wie das bei dir oder generell bei euch abläuft; aber
>>> bei entsprechenden Meldebildern wie VU oder Brand legt hier *jeder*
>>> seine *komplette* PSA an.
>>
>>Wobei ich es nicht nachvollziehen kann, warum ich als RDler (nicht als
>>FFler) bei einem Wohnungsbrand oder einer Bereitstellung Feuer jedesmal
>>meinen Schutzhelm aufsetzen muß...
>
> Wobei ich mal davon ausgehe, dass eine nicht an der direkten E-Stelle
> sondern im Bereitstellungsraum an oder gar im RTW wartende Besatzung
> da jetzt nicht gemeint war, sondern die Leute, die mit Ausrüstung
> irgendwo 'vorne' stehen?

Gut, aber was macht es in der Gefahrenlage für einen Unterschied, ob ich
50 m vom Brandort neben dem Maschinisten warte oder im
Bereitstellungsraum sitze?

Außerdem hieß es hier "Meldebilder", also da gehe ich von einem
grundsätzlichen Handeln aus.

Sebastian

Henning Koch

unread,
May 21, 2006, 12:03:55 PM5/21/06
to
On Sun, 21 May 2006 17:54:43 +0200, Sebastian Courvoisier wrote:

>>>> Ich weiß ja nicht, wie das bei dir oder generell bei euch abläuft; aber
>>>> bei entsprechenden Meldebildern wie VU oder Brand legt hier *jeder*
>>>> seine *komplette* PSA an.
>>>
>>>Wobei ich es nicht nachvollziehen kann, warum ich als RDler (nicht als
>>>FFler) bei einem Wohnungsbrand oder einer Bereitstellung Feuer jedesmal
>>>meinen Schutzhelm aufsetzen muß...
>>
>> Wobei ich mal davon ausgehe, dass eine nicht an der direkten E-Stelle
>> sondern im Bereitstellungsraum an oder gar im RTW wartende Besatzung
>> da jetzt nicht gemeint war, sondern die Leute, die mit Ausrüstung
>> irgendwo 'vorne' stehen?
>
>Gut, aber was macht es in der Gefahrenlage für einen Unterschied, ob ich
>50 m vom Brandort neben dem Maschinisten warte oder im
>Bereitstellungsraum sitze?

kein Unterschied, aber:

>Außerdem hieß es hier "Meldebilder", also da gehe ich von einem
>grundsätzlichen Handeln aus.

wenn du den Helm immer aufsetzt, hast du ihn auch immer dann auf, wenn
du ihn brauchst. Fehlerquellen wie "Bequemlichkeit", "Fehleinschätzung
der Lage", "unvorhersehbare Lageentwicklung" werden ausgeschaltet.

Bei Feuerwehrs trägt ja auch nicht nur der AT den Helm.

Heiko Aßmus

unread,
May 21, 2006, 12:25:07 PM5/21/06
to
Ingo zum Felde wrote:

> Das kommt auf das Gewicht des RTW an.

NACK. Stange ist immer vorzuziehen. Mach ich auch beim PKW nie anders.

> Bei 3,5 to reicht ein Seil,
> darüber sollte es eine Stange sein.

Du hast schonmal so ein Fahrzeug mit Seil abgeschleppt?

Heiko

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 12:41:41 PM5/21/06
to
Folgendes gab *Henning Koch* vor mir zu Protokoll:

> wenn du den Helm immer aufsetzt, hast du ihn auch immer dann auf, wenn


> du ihn brauchst. Fehlerquellen wie "Bequemlichkeit", "Fehleinschätzung
> der Lage", "unvorhersehbare Lageentwicklung" werden ausgeschaltet.
>
> Bei Feuerwehrs trägt ja auch nicht nur der AT den Helm.

Ack.

Nur sehe ich die Gefahr einer Notwendigkeit bei einem Brand als sehr
viel geringer an, als z.B. bei einem VU (aus meiner persönlichen
Rettungsdienst- und Feuerwehrsicht).


Aber sonst hast du grundsätzlich recht.


Sebastian

Andreas Plum

unread,
May 21, 2006, 12:40:36 PM5/21/06
to
Hi,
"Sebastian Courvoisier" <S.spam.Co...@firewarrior.de> schrieb im
Newsbeitrag news:44708CA...@news.firewarrior.de...

>
> Ernsthafte Frage, weil ich befürchte gerade etwas zu übersehen, was
> könnte mir als RDler bei einem Feuer passieren, wovor mich ein Helm
> schützen könnte?

Wie sieht`s mit platzenden Fensterscheiben oder herunterfallenden
Dachziegeln aus?

Gruß, Plumi


Andreas Plum

unread,
May 21, 2006, 12:45:26 PM5/21/06
to
Hi,
"Heiko Aßmus" <de.h...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e4pqqj$dba$1...@online.de...

> Ingo zum Felde wrote:
>
>
> > * Bolzenschneider
>
> Schon mal gebraucht?

Hätte ihn gebrauchen können: Person hatt in suizidaler Absicht die
Sperrkette vorgelegt, mit einem Schlüssel hatten wir die Tür bereits
geöffnet, konnten die Sperrkette aber nicht wegbekommen.
Das "Hooligan-Tool" (bei uns firmiert das Ding unter "Force-Rettungs-Axt")
hat auch nur ansatzweise geholfen, die Kette war lediglich verbogen.
Geöffnet haben wir die Tür dann schließlich, indem wir die kleine Scheibe in
der Tür zerdeppert und nach vorsichtigem Durchgreifen die Sperrkette
ausgehakt haben...

>
> Ich wär für Regenschirm und statt Abschleppseil eine -stange.

Also ich kenne RTWs, die `nen Regenschirm an Bord haben (ursprünglich aus
`nem Joke entstanden ;-)
Im Übrigen ist doch ab einer gewissen Gewichtsklasse ein Seil ohnehin nicht
mehr zulässig!? (IIRC ab 3,5to?)

Gruß, Plumi


Lars Ruebekeil

unread,
May 21, 2006, 12:55:47 PM5/21/06
to
Hallo.

Am 21.05.2006 schrieb Andreas Plum:

> Das "Hooligan-Tool" (bei uns firmiert das Ding unter "Force-Rettungs-Axt")

Das sind aber unterschiedliche Werkzeuge, auch wenn man beide vmtl. als
"einfaches Rettungswerkzeug" im Sinne der Norm bezeichnen könnte.

Gruß Lars

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 1:18:40 PM5/21/06
to
Folgendes gab *Andreas Plum* vor mir zu Protokoll:

>> Ernsthafte Frage, weil ich befürchte gerade etwas zu übersehen, was
>> könnte mir als RDler bei einem Feuer passieren, wovor mich ein Helm
>> schützen könnte?
>
> Wie sieht`s mit platzenden Fensterscheiben oder herunterfallenden
> Dachziegeln aus?

Prinzipiell richtig, allerdings wahre ich von der Rettungsdienstseite
aus doch einen recht großen Abstand, alleine schon um die Arbeit meiner
Feuerwehrkameraden nicht zu behindern.

Selbiges gilt für Eternitdächer ;)

Sollte ich, aus welchen Gründen auch immer, doch mal näher ranmüssen,
gehts natürlich mit Helm vorwärts.


Sebastian

Heiko Aßmus

unread,
May 21, 2006, 1:39:40 PM5/21/06
to
Erich Kirchmayer wrote:

> Eben. Wo es doch Einmaldecken (bzw. hygienischere wiederverwendbare
> Decken) gibt....

Es gäbe sicherlich Anwendungen: Sichtschutz, Unterlage bei Reifenpanne,
usw.
Aber so wirklich überzeugt wär ich davon nicht.
Außerdem: braucht Platz.

> Der Wetterschutz der EN-Kleidung sollte reichen - ansonsten hat man
> ja noch ´n Dach über dem Kopf ;-)

Ist richtig, aber das Einmalmaterial trägt in aller Regel keine
Schutzkleidung nach EN 343. :)
Hat sich einfach ab und zu als hilfreich erwiesen, der Schirm. Und
wenn's nur außerhalb vom Einsatz ist und man dann gar nicht erst die
klatschnassen Klamotten wieder trocknen muß.

> Abschleppseil/Stange bringt der
> mit, der abschleppt (bei uns der Schichtführer oder ggf. der
> ADAC/Abschleppdienst)

Wir haben auch nur Seile dabei, allerdings das ausdrücklich aus
Kostengründen.

Heiko

Ingo zum Felde

unread,
May 21, 2006, 1:40:53 PM5/21/06
to
Henning Koch schrieb:

> Bei Feuerwehrs trägt ja auch nicht nur der AT den Helm.

Bei der FW wird ja auch bein Straßefegen oder als Straßenposten ein Helm
getragen. IMHO ist der da nicht nötig.
Das wirkliche Leben im RD ist hier zu sehen :-(
http://www.florian-zusa.de/berichte/bericht.php?ID=5492

Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 2:16:42 PM5/21/06
to
Lars Ruebekeil schrieb:

> Das sind aber unterschiedliche Werkzeuge, auch wenn man beide vmtl. als
> "einfaches Rettungswerkzeug" im Sinne der Norm bezeichnen könnte.

Haligan Tool, Force Rescue Unit, Hooligan Tool ... Was es da nicht alles
gibt.

Phil

Andreas Plum

unread,
May 21, 2006, 2:24:27 PM5/21/06
to
Hi,
"Ingo zum Felde" <ingo.zu...@nospam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4470a632$0$20981$9b62...@news.freenet.de...

> Henning Koch schrieb:
>
> > Bei Feuerwehrs trägt ja auch nicht nur der AT den Helm.
> Bei der FW wird ja auch bein Straßefegen oder als Straßenposten ein Helm
> getragen. IMHO ist der da nicht nötig.
> Das wirkliche Leben im RD ist hier zu sehen :-(
> http://www.florian-zusa.de/berichte/bericht.php?ID=5492

Aufgrund eines ähnlichen Pressefotos hat`s hier im RD schon mal ein "böses"
Schreiben der Feuerwehr (die hier in DO auch für den RD zuständig ist)
gegeben...

Gruß, Plumi


Andreas Plum

unread,
May 21, 2006, 2:22:29 PM5/21/06
to
Hi,
"Sebastian Courvoisier" <S.spam.Co...@firewarrior.de> schrieb im
Newsbeitrag news:4470A0F0...@news.firewarrior.de...

> Folgendes gab *Andreas Plum* vor mir zu Protokoll:

> > Wie sieht`s mit platzenden Fensterscheiben oder herunterfallenden


> > Dachziegeln aus?
>
> Prinzipiell richtig, allerdings wahre ich von der Rettungsdienstseite
> aus doch einen recht großen Abstand, alleine schon um die Arbeit meiner
> Feuerwehrkameraden nicht zu behindern.

Naja, ich teile da die Meinung von Henning:
wenn`s hektisch wird kann man den Helm halt nicht mehr holen ohen wertvolle
Zeit zu verlieren, außerdem kann man sich bei verdeckten Feuern nie sicher
sein, wo möglicherweise irgendwas rumfliegt...

Gruß, Plumi


Philipp Lensing

unread,
May 21, 2006, 2:33:02 PM5/21/06
to
Andreas Plum schrieb:

> Aufgrund eines ähnlichen Pressefotos hat`s hier im RD schon mal ein "böses"
> Schreiben der Feuerwehr (die hier in DO auch für den RD zuständig ist)
> gegeben...

Wenn man ehrlich ist: Völlig zu Recht ...

Phil

Manuel Schmidt

unread,
May 21, 2006, 4:23:11 PM5/21/06
to
Henning Koch wrote:


> Bei Feuerwehrs trägt ja auch nicht nur der AT den Helm.

Bei der Feuerwehr wird der Helm sehr oft IMHO nur deshalb getragen, weil wir
bei der Feuerwehr sind.


Manuel

Markus Machner

unread,
May 21, 2006, 5:27:39 PM5/21/06
to
Sebastian Courvoisier schrieb:

> Ernsthafte Frage, weil ich befürchte gerade etwas zu übersehen, was
> könnte mir als RDler bei einem Feuer passieren, wovor mich ein Helm
> schützen könnte?

Es könnte wummsen.
Du könntest wohinwollen, wo Du nicht hinsollst. Normalerweise arbeitet der
RD ja außerhalb des Gefahrenbereichs. Aber schon bei einem VU bist Du eher
im Auto als die Feuerwehr. Wenn die Feuerwehr jetzt die Schere ansetzt
sollte man schon einen Gesichtsschutz haben.

Die Feuerwehr hat jetzt ein ernsthaftes Problem, sie muß nicht nur eine
Person schützen sondern zwei oder mehr. Der Zeitvorteil, daß der RD vor der
Feuerwehr eingetroffen ist, ist weg.

Helme braucht man nur in den seltensten Fällen, es passiert kaum, daß einem
was auf den Kopf fällt, aber wenns wummst braucht man sie ganz dringend.
Das sind Erfahrungen aus über hundert Jahren der modernen Helmentwicklung.
Die Modernen fangen im WKI an.
Aber Helme ansich gibt es ja schon wesentlich länger, quasi seitdem es
Menschen gibt. Und die Leute werden schon gewußt haben, warum sie Helme
tragen.
Warum sollte man also heutzutage aufeinmal keine Helme tragen?

Gruß,
Markus

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 6:04:54 PM5/21/06
to
Folgendes gab *Markus Machner* vor mir zu Protokoll:

>> Ernsthafte Frage, weil ich befürchte gerade etwas zu übersehen, was
>> könnte mir als RDler bei einem Feuer passieren, wovor mich ein Helm
>> schützen könnte?
>
> Es könnte wummsen.

Dann habe ich aber ganz andere Sorgen, außer ich habe einen
Vollkörperhelm...

> Du könntest wohinwollen, wo Du nicht hinsollst. Normalerweise arbeitet der
> RD ja außerhalb des Gefahrenbereichs. Aber schon bei einem VU bist Du eher
> im Auto als die Feuerwehr. Wenn die Feuerwehr jetzt die Schere ansetzt
> sollte man schon einen Gesichtsschutz haben.

Ich entscheide schon ganz gut selber, wo ich hin will.
Und ich bezog mich ausdrücklich auf Feuer, nicht auf Verkehrsunfälle...

> Die Feuerwehr hat jetzt ein ernsthaftes Problem, sie muß nicht nur eine
> Person schützen sondern zwei oder mehr. Der Zeitvorteil, daß der RD vor der
> Feuerwehr eingetroffen ist, ist weg.

Hmm...?

> Helme braucht man nur in den seltensten Fällen, es passiert kaum, daß einem
> was auf den Kopf fällt, aber wenns wummst braucht man sie ganz dringend.
> Das sind Erfahrungen aus über hundert Jahren der modernen Helmentwicklung.
> Die Modernen fangen im WKI an.
> Aber Helme ansich gibt es ja schon wesentlich länger, quasi seitdem es
> Menschen gibt. Und die Leute werden schon gewußt haben, warum sie Helme
> tragen.
> Warum sollte man also heutzutage aufeinmal keine Helme tragen?

Aus demselben Grunde warum ich auch keine Ritterrüstung trage?

Sebastian

Henning Koch

unread,
May 21, 2006, 6:57:20 PM5/21/06
to

dann soll der RD das bitteschön auch tun, wenn er mitspielen will :-))

Erich Kirchmayer

unread,
May 21, 2006, 7:34:51 PM5/21/06
to
Hi,

Sebastian Courvoisier schrieb:

> > Ich weiß ja nicht, wie das bei dir oder generell bei euch abläuft;
> > aber bei entsprechenden Meldebildern wie VU oder Brand legt hier
> > *jeder* seine *komplette* PSA an.
>
> Wobei ich es nicht nachvollziehen kann, warum ich als RDler (nicht
> als FFler) bei einem Wohnungsbrand oder einer Bereitstellung Feuer
> jedesmal meinen Schutzhelm aufsetzen muß...

Weil man das Ding u.U. schneller braucht, als man es aufsetzen kann bzw.
dann daran denkt? "He Sani, schnell, da vorne haben´s gerade einen
rausgeholt....!!" - und schon ist man "mittendrin statt nur dabei".

Erich Kirchmayer

unread,
May 21, 2006, 7:43:48 PM5/21/06
to
Hi,

=?iso-8859-15?Q?Heiko A=DFmus?= schrieb:

> > Das kommt auf das Gewicht des RTW an.
>
> NACK. Stange ist immer vorzuziehen. Mach ich auch beim PKW nie
> anders.

Ich mag Stangen nicht. Je nach schleppendes oder zu ziehendes Fahrzeug
passt das nämlich "hinten&vorne" nicht, wenn das eine Auto die Öse links
udn das Andere die Öse rechts hat. Dann müssen die beiden Fahrzeuge
entweder versetzt fahren oder die Stange läuft stark diagonal und wirkt
dabei nicht vernünftig bzw. belastet die Abschleppösen seitlich.

Zudem lässt sich ein Seil auch mal an Punkten befestigen, wo man mit der
Stange nicht hinkommt (z.B. Blattfedernaufnahme, zur kurzfristigen
Bergung/"Rausziehen") oder auch dort befestigen, wo der Kopf der Stange
nicht passt (z.B. AHK). Zudem ist gerade beim "Rausziehen" ein etwas
grösserer Abstand zwischen den Fahrzeugen manchmal sinnvoll (damit das
ziehende Fahrzeug nicht auch in den Dreck muss)


> > Bei 3,5 to reicht ein Seil,
> > darüber sollte es eine Stange sein.
>
> Du hast schonmal so ein Fahrzeug mit Seil abgeschleppt?

Ausschliesslich. Am Liebsten mit möglichst dünnen Seilen - die sind
nämlich schnell auch mal ganz bewusst abgerissen, wenn z.B. das
geschleppte Fahrzeug "Blödsinn macht"

Erich Kirchmayer

unread,
May 21, 2006, 7:51:44 PM5/21/06
to
Hi,

Sebastian Courvoisier schrieb:

> Ernsthafte Frage, weil ich befürchte gerade etwas zu übersehen, was
> könnte mir als RDler bei einem Feuer passieren, wovor mich ein Helm
> schützen könnte?

...es können div. Dinge von Oben herunterfallen: Dachziegel/-Teile,
Glassplitter einer gerade berstenden Fensterscheibe, heisse Asche- oder
Glut, Putz/Mörtel der Aussenwand, $Gegenstand des FW-Mannes (SB) auf der
DL ;-) , ´n Ast eines Baumes (den die DL gerade gestreift hat) usw.

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 7:58:59 PM5/21/06
to
Folgendes gab *Erich Kirchmayer* vor mir zu Protokoll:

> Weil man das Ding u.U. schneller braucht, als man es aufsetzen kann bzw.
> dann daran denkt? "He Sani, schnell, da vorne haben´s gerade einen
> rausgeholt....!!" - und schon ist man "mittendrin statt nur dabei".

Bisher haben sie die Verletzten auch noch 20 m weitertragen können ;)

Ernsthaft, legen die Feuerwehrkameraden bei euch die Verletzten in der
Nähe des Gefahrenbereiches ab?


Sebastian

Sebastian Courvoisier

unread,
May 21, 2006, 8:00:01 PM5/21/06
to
Folgendes gab *Erich Kirchmayer* vor mir zu Protokoll:

>> Ernsthafte Frage, weil ich befürchte gerade etwas zu übersehen, was


>> könnte mir als RDler bei einem Feuer passieren, wovor mich ein Helm
>> schützen könnte?
>

> ....es können div. Dinge von Oben herunterfallen: Dachziegel/-Teile,

> Glassplitter einer gerade berstenden Fensterscheibe, heisse Asche- oder
> Glut, Putz/Mörtel der Aussenwand, $Gegenstand des FW-Mannes (SB) auf der
> DL ;-) , ´n Ast eines Baumes (den die DL gerade gestreift hat) usw.

Irgendwie geht ihr alle weiter an die Schadensstelle als ich...


Sebastian

Erich Kirchmayer

unread,
May 21, 2006, 8:11:52 PM5/21/06
to
Hi,

Sebastian Courvoisier schrieb:

> Prinzipiell richtig, allerdings wahre ich von der Rettungsdienstseite
> aus doch einen recht großen Abstand, alleine schon um die Arbeit
> meiner Feuerwehrkameraden nicht zu behindern.

> Sollte ich, aus welchen Gründen auch immer, doch mal näher ranmüssen,


> gehts natürlich mit Helm vorwärts.

...wenn du dann noch daran denkst.

Wie schon geschrieben - das kann schnell gehen. Du stehst mit der Trage
und Koffer neben dem RTW und wartest. Da kommt ein FW-Mann angelaufen
"schnell, da vorne, im Vorgarten, da haben sie gerade einen rausgezogen
und reanimieren!" "Vorgarten" klingt sicher, oder? Aber siehe anderes
Posting - auch da kann´s Glassplitter, Dachteile etc. geben, die von
oben kommen. Denkst du an deinen Helm?

o.k. - es ist jetzt mal nicht der Vorgarten, sondern die
gegenüberliegende Strassenseite unter einem Vordach. Da kann nun
wirklich nichts mehr herunterfallen. Helm dabei? Du bist zwar 100%
sicher dort, aber jetzt kommt dann doch die Sache mit dem Vorgarten. RTW
"weit weg" (liegt da der Helm drin?), noch ein Rea-Patient, diesmal im
Garten vor´m Haus. Und nun?

Heiko Aßmus

unread,
May 22, 2006, 1:22:52 AM5/22/06
to
Erich Kirchmayer wrote:

> Ich mag Stangen nicht. Je nach schleppendes oder zu ziehendes
> Fahrzeug passt das nämlich "hinten&vorne" nicht, wenn das eine Auto
> die Öse links udn das Andere die Öse rechts hat. Dann müssen die
> beiden Fahrzeuge entweder versetzt fahren oder die Stange läuft
> stark diagonal und wirkt dabei nicht vernünftig bzw. belastet die
> Abschleppösen seitlich.

Das stimmt zwar, stellt aber in der Praxis kein unüberwindbares Problem
dar, zumal Abschleppen ja eh nur ne kürzere Sache sein sollte.
Ich finde, daß der Vorteil einer vernünftigen Stange (in der Öse
klemmbar) eindeutig überwiegen. Vor allem natürlich dann, wenn das
abgeschleppte Fahrzeug nicht vernünftig mitbremsen kann. Und das kann es
ja meistens nicht.

> Zudem lässt sich ein Seil auch mal an Punkten befestigen, wo man mit
> der Stange nicht hinkommt (z.B. Blattfedernaufnahme, zur
> kurzfristigen Bergung/"Rausziehen") oder auch dort befestigen, wo
> der Kopf der Stange nicht passt (z.B. AHK).

Stimmt auch, sowas macht man aber nicht, wenn einem das Material auch
nur irgendwie am Herzen liegt.

Heiko

Manuel Schmidt

unread,
May 22, 2006, 3:44:14 AM5/22/06
to
Henning Koch wrote:

Welchen Grund hat es, einen PAtienten in seiner (normalen) Wohnung die er
bis kurz vorher ganz normal bewohnte mit Helm-auf zu reanimieren?

Das war ein extrem...


Manuel

Stefan Bruening

unread,
May 22, 2006, 4:57:49 AM5/22/06
to
Manuel Schmidt schrieb:
> Das war ein extrem...

Wer macht das denn?

--

Gruss

Stefan

Guido Lobermann

unread,
May 22, 2006, 3:06:29 PM5/22/06
to
Am Sun, 21 May 2006 20:16:42 +0200 schrieb Philipp Lensing:

> Haligan Tool, [...] Hooligan Tool ... Was es da nicht alles gibt.

Was ist da der Unterschied?

(btw: haligan bar)

Erich Kirchmayer

unread,
May 22, 2006, 3:40:20 PM5/22/06
to
Hi,

Heiko Aßmus schrieb:

> > Ich mag Stangen nicht. Je nach schleppendes oder zu ziehendes
> > Fahrzeug passt das nämlich "hinten&vorne" nicht, wenn das eine Auto
> > die Öse links udn das Andere die Öse rechts hat. Dann müssen die
> > beiden Fahrzeuge entweder versetzt fahren oder die Stange läuft
> > stark diagonal und wirkt dabei nicht vernünftig bzw. belastet die
> > Abschleppösen seitlich.
>
> Das stimmt zwar, stellt aber in der Praxis kein unüberwindbares
> Problem dar, zumal Abschleppen ja eh nur ne kürzere Sache sein
> sollte.

Naja, etwas eingeschränkt ist man damit schon (z.B. enge Fahrspuren,
enge Kurven etc.)

> Ich finde, daß der Vorteil einer vernünftigen Stange (in der
> Öse klemmbar) eindeutig überwiegen. Vor allem natürlich dann, wenn
> das abgeschleppte Fahrzeug nicht vernünftig mitbremsen kann. Und das
> kann es ja meistens nicht.

Darum fährt man auch langamer als normal ;-) Und es ist nicht ganz
ungefährlich, wenn man sich darauf verlässt, dass die Stange (und damit
das ziehende Fahrzeug) das Bremsen alleine übernehmen kann. (schon
garnicht, wenn die Stange nicht optimal in Zugrichtung verläuft) Zudem
sind viele heckseitigen Abschleppösen mehr auf Zug als auf Druck
ausgelegt.

btw. die Abschlepp-Profis vom ADAC und anderen Automobilclubs sehe ich
hier auch nur immer mit Seil herumfahren...

> > Zudem lässt sich ein Seil auch mal an Punkten befestigen, wo man
> > mit der Stange nicht hinkommt (z.B. Blattfedernaufnahme, zur
> > kurzfristigen Bergung/"Rausziehen") oder auch dort befestigen, wo
> > der Kopf der Stange nicht passt (z.B. AHK).
>
> Stimmt auch, sowas macht man aber nicht, wenn einem das Material auch
> nur irgendwie am Herzen liegt.

Na gut, "irgendwelche" Fixpunkte, die keine Abschleppösen sind, wird man
nur im Ausnahmefall zum Freischleppen verwenden, wenn man an
"planmässigen" Ösen nicht anschlagen kann, eine AHK hingegen ist der
ideale Fixpunkt für Abschlepp-Anschlagmittel, das die AHK "von Natur
aus" für Zug bis zum Gewicht des eigenen Fahrzeugs und "Druck" bis
i.d.R. 750-900kg ("ungebremster Anhänger") ausgelegt ist (inkl. entspr.
Sicherheitsreserve)

Erich Kirchmayer

unread,
May 22, 2006, 3:46:24 PM5/22/06
to
Hi,

Sebastian Courvoisier schrieb:

> > ....es können div. Dinge von Oben herunterfallen:

> Irgendwie geht ihr alle weiter an die Schadensstelle als ich...

Nur soweit, wie es nötig ist und von der FW angewiesen bzw. als
"sicher" erachtet wird. Bei Letzterem kann der zuständige FW-
Einsatz-/Abschnittsleiter davon ausgehen, dass das RD-Personal eine
entsprechende Schutzausrüstung trägt (Helm, Jacke, Stiefel)

Andreas Hirschberg

unread,
May 22, 2006, 3:53:04 PM5/22/06
to

"Guido Lobermann" <lobe...@gmx.de> schrieb:

> > Haligan Tool, [...] Hooligan Tool ... Was es da nicht alles gibt.
> Was ist da der Unterschied?

Der Name? ;-)

SCNR,
Andi

Heiko Aßmus

unread,
May 22, 2006, 3:56:46 PM5/22/06
to
Erich Kirchmayer wrote:

> Darum fährt man auch langamer als normal ;-) Und es ist nicht ganz
> ungefährlich, wenn man sich darauf verlässt, dass die Stange (und
> damit das ziehende Fahrzeug) das Bremsen alleine übernehmen kann.

So ein kleines bißchen Mitdenken darf man aber durchaus.

> Zudem sind viele heckseitigen Abschleppösen mehr auf Zug
> als auf Druck ausgelegt.

Druck ist bei solchen Bauteilen eher unkritisch. Außerdem ist die
Verwendung eine Abschleppstange ausdrücklich vorgesehen.

> eine AHK hingegen ist der
> ideale Fixpunkt für Abschlepp-Anschlagmittel, das die AHK "von Natur
> aus" für Zug bis zum Gewicht des eigenen Fahrzeugs und "Druck" bis
> i.d.R. 750-900kg ("ungebremster Anhänger") ausgelegt ist (inkl.
> entspr. Sicherheitsreserve)

Wo nimmst Du die Gewissheit her? Eine Anhängerkupplung ist nicht dafür
gedacht, das Fahrzeug irgendwo daran aufhängen zu können. Die
Beschaffenheit läßt allerdings vermuten, daß man da mit wenig
Bauchschmerzen anschlagen kann.
Dir sagen D-Wert, DC-Wert und V-Wert etwas? [1]

Heiko

[1]: Ich krieg deren Aussagekraft auswendig grad auch nicht mehr 100%ig
auf die Reihe. :)

Erich Kirchmayer

unread,
May 22, 2006, 4:08:51 PM5/22/06
to
Hi,

Sebastian Courvoisier schrieb:

> > kann bzw. dann daran denkt? "He Sani, schnell, da vorne haben´s
> > gerade einen rausgeholt....!!" - und schon ist man "mittendrin
> > statt nur dabei".
>
> Bisher haben sie die Verletzten auch noch 20 m weitertragen können ;)
> Ernsthaft, legen die Feuerwehrkameraden bei euch die Verletzten in
> der Nähe des Gefahrenbereiches ab?

i.d.R. nein. Allerdings definiert sich "Gefahrenbereich" anders, wenn
man ohne Helm und dergl. herumrennt. Ich habe schon Einsätze erlebt, bei
denen selbst der Gehweg der gegenüberliegenden Strassenseite noch voller
Glassplitter war.

Allerdings sorgt hier die FW schon dafür, dass "die Sanis" möglichst
weit weg bleiben. Eine gute Erstversorgung in einem evtl.
Gefahrenbereich können auch die RA der BF übernehmen und dann den
Patienten zum RD-RTW transportieren.

Aber ich hatte auch schon einen Einsatz (Zimmerbrand), bei dem wir wie
uns von einem GF der BF angewiesen wurde, etwa 20m vor dem Haus mit
Trage und Notfallkoffer warteten (Auto parkte noch weiter entfernt, da
die ganze Strasse voll mit roten Autos war) und dann kam genau das, was
ich beschrieben habe "schnell, da vorne....." Und schon standen wir am
Hauseingang, schräg über uns das brennende Zimmer... Es ist mir nix auf
den Helm gefallen und eigentlich war die Anweisung, dass wir direkt
dorthin kommen sollten, nur ein Missverständnis oder Fehleinschätzung
unter den FW-Leuten. Der Rettungstrupp, der den Verletzten brachte,
hätte uns nämlich beinahe übersehen und wollte schon dorthin laufen, wo
wir vorher gestanden hatten....

Wie gesagt - normalerweise ist der RD weit entfernt vom Gefahrenbereich,
aber das kann sich (s.o.) auch mal ganz schnell ändern...

Nun gut, ich bin auch nicht der Typ, der 100m entfernt vom (Brand-)
Einsatzort immer mit Helm herumsteht, aber der "Blechdeckel" ist
zumindest stets griffbereit "am Mann" und nicht irgendwo im Auto
versteckt....

Philipp Lensing

unread,
May 22, 2006, 4:28:41 PM5/22/06
to
Erich Kirchmayer schrieb:

> Nun gut, ich bin auch nicht der Typ, der 100m entfernt vom (Brand-)
> Einsatzort immer mit Helm herumsteht, aber der "Blechdeckel" ist
> zumindest stets griffbereit "am Mann" und nicht irgendwo im Auto
> versteckt....

[ x ] Ich wollte mir noch einen Karabinerhaken bestellen.

:)

Phil

Stefan Bruening

unread,
May 22, 2006, 4:35:35 PM5/22/06
to
Erich Kirchmayer schrieb:

> Nun gut, ich bin auch nicht der Typ, der 100m entfernt vom (Brand-)
> Einsatzort immer mit Helm herumsteht, aber der "Blechdeckel" ist
> zumindest stets griffbereit "am Mann" und nicht irgendwo im Auto
> versteckt....

Mal ehrlich: Der tut ja auch nicht weh, oder?

Gruss

Stefan

Stefan Bruening

unread,
May 22, 2006, 4:36:12 PM5/22/06
to
Philipp Lensing schrieb:

> [ x ] Ich wollte mir noch einen Karabinerhaken bestellen.

Und dann? Den Helm an die Hose? Um himmels Willen, sowas lästiges...

Gruss

Stefan

Erich Kirchmayer

unread,
May 22, 2006, 4:35:09 PM5/22/06
to
Hi,

Manuel Schmidt schrieb:

> >>Bei der Feuerwehr wird der Helm sehr oft IMHO nur deshalb
> >>getragen, weil wir bei der Feuerwehr sind.

> > dann soll der RD das bitteschön auch tun, wenn er mitspielen will
> > :-))

> Welchen Grund hat es, einen PAtienten in seiner (normalen) Wohnung
> die er bis kurz vorher ganz normal bewohnte mit Helm-auf zu
> reanimieren?

> Das war ein extrem...

Davon gibt´s mehrere, wenn man FW-Besatzungen zu reinen RD-Einsätzen
schickt ;-)

Einsatz "Rettungszelle" (Absetzkipper mit RTW-ähnlichem Container, für
übergewichtige Patienten). FW-Besatzung kommt tatsächlich komplett mit
Helm in die Wohnung....

"First Responder" in einer SAN-Wache - BF-Besatzung kommt ebenfalls
komplett mit Helm hereingestürmt.....

"Die" haben das so im Blut, dass Einsatz=Helm wohl nur schwer auszureden
ist.....

Aber auch wenn es manchmal nur noch lächerlich aussieht, das hat schon
irgendwie seinen Sinn. Nur wenn man sich ebenso gewohnheitsmässig wie
Schuhe, Jacke usw. auch den Helm anzieht, dann hat man ihn _immer_ mit
dabei und es gibt keine Fälle, bei denen man ihn "vergessen" kann. Und
auch ein "mit voller PSA rein, ablegen kann man nach Lagebeurteilung
immer noch" ist ja soo verkehrt nun auch wieder nicht!

Man mag über solche fast schon "automatischen" Handlungsweisen lächeln,
aber auch im RD schadet es nicht, sich gewisse standartisierte
Handlungsweisen anzugewöhnen. Klar lächeln wir auch über die Amis, die
(mancherorts) bei jedem(!) Trauma ´nen Stifneck anlegen (auch bei ´nem
gebrochenen Fuss nach Sturz), aber damit ist zumindest sichergestellt,
dass keine HWS-Verletzung übersehen wird. Ist jedenfalls besser, als
"dem tut am Hals ja nix weh" darauf zu verzichten und dann eine HWS-
Verletzung zu übersehen. Ich nehme z.B. trotz der Schlepperei auch beim
Meldebild "verletzt" immer Atmungskoffer, Kreislaufkoffer und EKG mit.
In 99,5% aller Fälle sind min. zwei Teile davon nicht nötig. Für den
Rest erweist sich das EKG und/oder der Atmungskoffer dann doch als
hilfreich - bei einem Fall war der Patient auch "verletzt", er blutete
aus einer kl. Wunde am Kinn, die er sich bei einem Sturz zugezogen
hatte. "Gestürzt" war er allerdings auf Grund eines
Kreislaufstillstands.... (Ergebnis: erfolgreiche Reanimation - wäre
ohne "alles dabei" wahrscheinlich anders ausgegangen...)

Erich Kirchmayer

unread,
May 22, 2006, 4:43:07 PM5/22/06
to
Hi,

Stefan Bruening schrieb:

> > Das war ein extrem...
>
> Wer macht das denn?

u.a. die BF München, wenn Einheiten des Löschzuges zu RD-Notfällen
ausrücken. Geht natürlich auch anders, aber man kann - so jedenfalls
mein Eindruck - recht gut abschätzen, was die BF-Kollegen von RD
verstehen/können, wenn sie mit oder ohne Helm zum reinen RD-Einsatz in
eine normale Wohnung (als FR oder Tragehilfe) kommen.

Sebastian Courvoisier

unread,
May 22, 2006, 4:53:20 PM5/22/06
to
Folgendes gab *Erich Kirchmayer* vor mir zu Protokoll:

> Nun gut, ich bin auch nicht der Typ, der 100m entfernt vom (Brand-)


> Einsatzort immer mit Helm herumsteht, aber der "Blechdeckel" ist
> zumindest stets griffbereit "am Mann" und nicht irgendwo im Auto
> versteckt....

Damit kann ich schon eher leben ;)

Sebastian

Stefan Bruening

unread,
May 22, 2006, 4:55:03 PM5/22/06
to
Erich Kirchmayer schrieb:

> u.a. die BF München, wenn Einheiten des Löschzuges zu RD-Notfällen
> ausrücken. Geht natürlich auch anders, aber man kann - so jedenfalls

Dann sollte dem zuständigen GF mal der Kopf gewaschen werden - so ein
Unsinn - oder existiert gar eine Dienstanweisung zu dem Thema?

gruss

Stefan

Simon Schäberle

unread,
May 22, 2006, 4:53:50 PM5/22/06
to
Markus Machner wrote:

> Simon Schäberle schrieb:
>
> > etwas zum Zerschalgen von Scheiben (bei uns ein
> > Federkörner).
>
> Hast Du auch einen Gesichtsschutz sowie passende Handschuhe?
>
> Ich würde ungeschützt keine unbekannten Scheiben (Fenster sind oft
> Doppelglas) zerschlagen, nicht alles ist aus Sicherheitsglas.
> Hat man entsprechenden Schutz auf einem RTW?

Wie schon geschriebe gehört das zur PAS, und ist bei uns auch auf dem
RTW vorhanden.

Gruß
Simon

Stefan Bruening

unread,
May 22, 2006, 4:59:40 PM5/22/06
to
Erich Kirchmayer schrieb:

> "Die" haben das so im Blut, dass Einsatz=Helm wohl nur schwer auszureden
> ist.....
>
> Aber auch wenn es manchmal nur noch lächerlich aussieht, das hat schon
> irgendwie seinen Sinn. Nur wenn man sich ebenso gewohnheitsmässig wie
> Schuhe, Jacke usw. auch den Helm anzieht, dann hat man ihn _immer_ mit
> dabei und es gibt keine Fälle, bei denen man ihn "vergessen" kann. Und
> auch ein "mit voller PSA rein, ablegen kann man nach Lagebeurteilung
> immer noch" ist ja soo verkehrt nun auch wieder nicht!

Jain. Auf der einen Seite hast Du Recht. Aber es ist ja nunmal so, dass
gerade in den letzten Jahren (OK, die BF M hat sich ja erfolgreich
dagegen gewehrt...) z.B. sehr warme Überhosen und weitere sehr warme
Schtzkleidung für besondere Einsätze Einzug gehalten hat. Und auch hier
wird nunmal abgewogen, dass zB bei einem VU nicht mit Überhose,
Überjacke, Flammschutzhaube losgelegt werden muss.

Gerade bei Feuerwehren, die auch um RD tätig sind, kann man eigentlich
eine solche Abwägung erwarten.

Gruss

Stefan

Peter Reindl

unread,
May 22, 2006, 5:13:57 PM5/22/06
to
Philipp Lensing wrote:

> Hallo,
>
> gibt es eine DIN-Liste oder eine Empfehlung oder auch Erfahrungswerte,
> mit welchen Gegenständen ein KTW oder RTW neben der medizinischen
> Ausrüstung beladen sein sollte?
>
> Ich denke da z.B. an Gurtschneider, Warndreiecke,
> Sicherheits-Warnblinkleuchten, Warnwesten, "Pöller-Killern",
> Scheinwerfern, Taschenlampen, Signalgebern, Kellen, Klappschlaufeln,
> Eiskratzern, Fensterschwämmen ... Sprich: Einfach alles. ;)

Ein kleines (Ab)Seilset kann nicht schaden, im einfachsten Fall bestehend
aus:

Kletter/Statikseil ~40m: auf keinen Fall zum Abschleppen etc. verwenden, bei
Statikseilen darf man nicht ins Seil fallen -> kann bei 2m Sturzhöhe schon
tödlich sein!
lange und kurze Bandschlinge (40cm / 100cm): Als Verankerung per Ankerstick
um Pfosten, Bäume etc.
2 Schraubkarabiner: Einhängen in der Verankerung / am Gurt
1 Abseilachter
1 Gurt (je nach Vorliebe was feuerwehrartiges oder Rettungsdreieck)

Servus

Peter Reindl

Stefan Bruening

unread,
May 22, 2006, 5:29:11 PM5/22/06
to
Peter Reindl schrieb:

> Kletter/Statikseil ~40m: auf keinen Fall zum Abschleppen etc. verwenden, bei
> Statikseilen darf man nicht ins Seil fallen -> kann bei 2m Sturzhöhe schon
> tödlich sein!
> lange und kurze Bandschlinge (40cm / 100cm): Als Verankerung per Ankerstick
> um Pfosten, Bäume etc.
> 2 Schraubkarabiner: Einhängen in der Verankerung / am Gurt
> 1 Abseilachter
> 1 Gurt (je nach Vorliebe was feuerwehrartiges oder Rettungsdreieck)

Ich halte das für nicht praktikabel, weil da schon in Bereiche kommt, wo
man nicht nur mit rumspielen sollte, sondern ordentlich ausegbildet und
ausgestattet werden muss.

Gruss

Stefan

Patrick Hündgen

unread,
May 22, 2006, 6:07:11 PM5/22/06
to
"Guido Lobermann" <lobe...@gmx.de> schrieb

> > Haligan Tool, [...] Hooligan Tool ... Was es da nicht alles gibt.
> Was ist da der Unterschied?
> (btw: haligan bar)

btw: Halligan tool
http://www.googlefight.com/index.php?lang=en_GB&word1=halligan+tool&word2=haligan+tool

Das witzige daran ist ja auch, daß die Amis selber nicht wissen, wie sie
es nun nennen wollen. Ich habe lange vehement die Meinung vertreten, es
müsse 'halligan tool' heißen, weil es in der amerikanischen
Ausbildungsbibel unter "forcible entry" nur so bezeichnet wird... bis
ich es auf einer Herstellerseite in den US unter 'hooligan tool' sah...
*andenkopfpoch* Die spinnen, die Röm^WAmis!
--
mkG
Patrick Hündgen
FF Brühl ( http://www.feuerwehr-bruehl.de )
Ich gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder!

Christian Wallau

unread,
May 22, 2006, 6:08:04 PM5/22/06
to
Hallo,

Heiko Aßmus schrieb:
>> * Bolzenschneider
>
> Schon mal gebraucht?

leider ja. Vor Dienstantritt. :)

Leider brach mein Spintschlüssel im Schloss ab. Musste daher mir
gewaltsam Zutritt zu meiner Dienstkleidung verschaffen. ^^

Gruß,
christian

Henning Koch

unread,
May 22, 2006, 7:41:05 PM5/22/06
to
On Mon, 22 May 2006 22:55:03 +0200, Stefan Bruening wrote:

>> u.a. die BF München, wenn Einheiten des Löschzuges zu RD-Notfällen
>> ausrücken. Geht natürlich auch anders, aber man kann - so jedenfalls
>
>Dann sollte dem zuständigen GF mal der Kopf gewaschen werden - so ein
>Unsinn - oder existiert gar eine Dienstanweisung zu dem Thema?

Grad gestern hab ich noch einen rund 30 Jahre alten Krimi gesehen, in
dem eine Münchener NAW-Besatzung mit Helm gerettet hat, und IIRC ist
das in diesen Filmen auch der Regelfall. Ich glaube nicht, dass der
Drehbuchautor sich das so ausgedacht hat.

Genau genommen konnte ich leider nur die erste Hälfte von dem Krimi
sehen, während die zweite Hälfte lief waren wir dann beim
internistischen Notfall.

ohne Helm auf dem Kopf ;-)

Andreas Plum

unread,
May 23, 2006, 12:08:51 AM5/23/06
to

"Stefan Bruening" <stefan....@rwth-aachen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4delhkF...@news.dfncis.de...

Aber die Frisur ist hinterher völlig im Ar... <SCNR>

Gruß, Plumi


Heiko Aßmus

unread,
May 23, 2006, 3:22:31 AM5/23/06
to
Andreas Plum wrote:

> Aber die Frisur ist hinterher völlig im Ar... <SCNR>

Sofern man eine hat. :)

Heiko

Sebastian Courvoisier

unread,
May 23, 2006, 3:54:54 AM5/23/06
to
Folgendes gab *Heiko Aßmus* vor mir zu Protokoll:

>> Aber die Frisur ist hinterher völlig im Ar... <SCNR>
>
> Sofern man eine hat. :)

Nachtdiensttaugliche 4-5 mm ;)

Sebastian

Heiko Aßmus

unread,
May 23, 2006, 4:02:55 AM5/23/06
to
Sebastian Courvoisier wrote:

> Nachtdiensttaugliche 4-5 mm ;)

Dito an den Stellen vom Kopf, wo noch was wächst. :)

Heiko

R. Kieselmann

unread,
May 23, 2006, 6:43:00 AM5/23/06
to
Stefan Bruening wrote:

> Peter Reindl schrieb:
> [...]


>> lange und kurze Bandschlinge (40cm / 100cm): Als Verankerung per
>> Ankerstick

-stich ;-) Dann aber die Festigkeitsreduzierung wegen des Ankerstichs
nicht vergessen :-))

>> um Pfosten, Bäume etc.
>> 2 Schraubkarabiner: Einhängen in der Verankerung / am Gurt
>> 1 Abseilachter
>> 1 Gurt (je nach Vorliebe was feuerwehrartiges oder Rettungsdreieck)

Meinst Du mit Rettungsdreieck so was wie den KONG-Sitz (Windelartiger
Rettungssitz mit drei Ösen)?
http://www.kong.it/pr_prot_new.htm (unter Pegasus 873)

> >
> Ich halte das für nicht praktikabel, weil da schon in Bereiche kommt, wo
> man nicht nur mit rumspielen sollte, sondern ordentlich ausegbildet und
> ausgestattet werden muss.

Ausgebildet muss man sicher sein und - aus Bergwachtsicht - finde ich es
nicht gut, wenn jemand meint, er muss im absturzgefährlichem Gelände den
Helden spielen.

Wenn der Betreffende sich aber mit dem Seilkram auskennt
(Hobbykletterer), kann das durchaus sinnvoll sein (z.B. Bus stürzt
Abhang runter, der steil, aber noch unter Konzentration begehbar ist;
anfänglich eintreffendes $RD-Fahrzeug kommt an, $Besatzungsmitglied kann
mit einer kleinen Sicherung den schrägen Hang bequem abseilen und eine
Grobsichtung/Lageerkundung vornehmen).

So ein Vorgehen kann natürlich nur auf der Eigenverantwortung des
Abseilenden basieren (so wie ein Runterlaufen in einem steilen Hang ohne
Sicherung ebenfalls auf der Eigenverantwortung basiert - evtl. ergänzt
durch Anweisungen eines Einsatzleiters...).

Grüßle, René

Bernhard Nowotny

unread,
May 23, 2006, 6:48:12 AM5/23/06
to
Erich Kirchmayer wrote:
> Sebastian Courvoisier schrieb:

>>Irgendwie geht ihr alle weiter an die Schadensstelle als ich...
> Nur soweit, wie es nötig ist und von der FW angewiesen bzw. als
> "sicher" erachtet wird. Bei Letzterem kann der zuständige FW-
> Einsatz-/Abschnittsleiter davon ausgehen, dass das RD-Personal eine
> entsprechende Schutzausrüstung trägt (Helm, Jacke, Stiefel)

Es gibt einen Grund, warum ich mir von anderen nicht in meine
Sicherheit hineinreden lasse. Die von der Fw vorgegebene Sicherheits-
grenze wird zwar nicht unter- aber gerne überschritten.

Vor allem, wenn ich mir die Sicherheitsbekleidung der Fw oft so
ansehe: Jeans/kurze Hose, Turnschuhe, Mütze, kein PA im Rauch...

Da schwindet das Vertrauen. Und solche Dinge wie Schlagschatten
und Hitzestrahlung etc. sind auch mir ein Begriff. Meist bieten
die RTW-Sitze ein geeignetes Ambiente um auf den Einsatz zu
warten, und derweil ungetrübt von Witterungs- oder Schadenseinflüssen
dem bunten Treiben zuzusehen.

Ja, ich lass' mir gerne die Patienten bringen.

Servus,


Bernhard

Bernhard Nowotny

unread,
May 23, 2006, 6:49:16 AM5/23/06
to
Henning Koch wrote:
> On Sun, 21 May 2006 22:23:11 +0200, Manuel Schmidt wrote:
>>>Bei Feuerwehrs trägt ja auch nicht nur der AT den Helm.

>>Bei der Feuerwehr wird der Helm sehr oft IMHO nur deshalb getragen, weil wir
>>bei der Feuerwehr sind.
> dann soll der RD das bitteschön auch tun, wenn er mitspielen will :-))

Eben: wir spielen nicht, wir haben ernsthafteres zu tun.
Spielen kann die Feuerwehr gerne alleine...

Servus,


Bernhard

Bernhard Nowotny

unread,
May 23, 2006, 6:52:17 AM5/23/06
to
Erich Kirchmayer wrote:
> Stefan Bruening schrieb:

>>Wer macht das denn?
> u.a. die BF München, wenn Einheiten des Löschzuges zu RD-Notfällen
> ausrücken.

ACK: auf dem Oktoberfest, nachmittags, schöner sonniger Tag, vor dem
noch lange nicht gefüllten Festzelt auf der Bierbank ein kollabierter
älterer Herr. San-Trupp des BRK fordert RTW nach, die RTW-Besatzung der
BFM kommt...mit Helm auf dem Kopf.

Servus,


Bernhard

Markus Machner

unread,
May 23, 2006, 7:13:36 AM5/23/06
to
Stefan Bruening schrieb:

> Philipp Lensing schrieb:
>> [ x ] Ich wollte mir noch einen Karabinerhaken bestellen.
>
> Und dann? Den Helm an die Hose? Um himmels Willen, sowas lästiges...

Aufmerk, zwei Klipps für das Koppel und zwei Karabiner, kann man prima den
Helm einhängen + die Maskentasche, Tasche mit den dafür vorgesehenen Ösen
in die beiden Klipps, und den Helmgurt durch beide Karabiner ziehen.

Hau, hau, hau, Aua, aua, aua.

Ok, ich gehe ja auch schon wieder.

Gruß,
Markus

Henning Koch

unread,
May 23, 2006, 7:19:01 AM5/23/06
to
On Tue, 23 May 2006 12:48:12 +0200, Bernhard Nowotny wrote:

>>>Irgendwie geht ihr alle weiter an die Schadensstelle als ich...
>> Nur soweit, wie es nötig ist und von der FW angewiesen bzw. als
>> "sicher" erachtet wird. Bei Letzterem kann der zuständige FW-
>> Einsatz-/Abschnittsleiter davon ausgehen, dass das RD-Personal eine
>> entsprechende Schutzausrüstung trägt (Helm, Jacke, Stiefel)
>
>Es gibt einen Grund, warum ich mir von anderen nicht in meine
>Sicherheit hineinreden lasse.

du scheinst ein Problem damit zu haben, dich in vorgegebene
Führungsstrukturen einzugliedern...

Heiko Aßmus

unread,
May 23, 2006, 7:31:45 AM5/23/06
to
Henning Koch wrote:

> du scheinst ein Problem damit zu haben, dich in vorgegebene
> Führungsstrukturen einzugliedern...

Würd ich nicht vermuten. Ich würd mir eher Gedanken um die Sicherheit
meiner Leute machen, für die ist man schließlich verantwortlich.
Was anderes les' ich da nicht raus.

Heiko

Henning Koch

unread,
May 23, 2006, 7:58:04 AM5/23/06
to

Innerhalb einer vorgegebenen Führungsstrukur(*) kann nicht jeder
selbst entscheiden, welches Risiko er gerade eingehen will und welches
nicht, er hat sich schlichtweg der Entscheidung seiner vorgesetzten
Führungskraft unterzuordnen. Diese entscheidet, welchem Risiko die
Einheiten ausgesetzt werden. Andernfalls würden die Einheiten
unführbar.
Ausnahmen in Form der Befehlsverweigerung müssen sich auf seltene
Einzelfälle offensichtlicher grober Fehlentscheidungen beschränken.

(*) für das Zusammenwirken von Feuerwehr und Rettungsdienst gilt das
dementsprechend natürlich nur dort, wo sie in die selbe Hierarchie
eingebaut sind...

Markus Boehmer

unread,
May 23, 2006, 8:02:34 AM5/23/06
to
Henning Koch wrote:
> Innerhalb einer vorgegebenen Führungsstrukur(*) kann nicht jeder
> selbst entscheiden, welches Risiko er gerade eingehen will und welches
> nicht, er hat sich schlichtweg der Entscheidung seiner vorgesetzten
> Führungskraft unterzuordnen. Diese entscheidet, welchem Risiko die
> Einheiten ausgesetzt werden. Andernfalls würden die Einheiten
> unführbar.
> Ausnahmen in Form der Befehlsverweigerung müssen sich auf seltene
> Einzelfälle offensichtlicher grober Fehlentscheidungen beschränken.
>
> (*) für das Zusammenwirken von Feuerwehr und Rettungsdienst gilt das
> dementsprechend natürlich nur dort, wo sie in die selbe Hierarchie
> eingebaut sind...

Nun, zum einen ist der Bernhard der Feuerwehr nicht wirklich unterstellt
, diese kann dem RD nicht befehlen sich in eine Gefahrenzone zu begeben.

Wäre auch unsinn. Wenn der RD sich in eine Gefahrenzone begibt, wofür er
nicht ausgebildet ist, die FW aber schon, und es passiert etwas, dann
kanns von den Führungskräften des RD (sprich Wachenleiter,
Fahrdienstleiter) einen über den Sack geben.

der Markus

Henning Koch

unread,
May 23, 2006, 8:27:32 AM5/23/06
to
On Tue, 23 May 2006 14:02:34 +0200, Markus Boehmer wrote:

>Nun, zum einen ist der Bernhard der Feuerwehr nicht wirklich unterstellt

was am jeweiligen Landesrecht liegt.

Meine grundsätzlichen Bedenken gegen die doch recht allgemein
gehaltene Aussage von Bernhard gelten aber völlig unabhängig davon,
welche Farbe die jeweiligen Teile der Hierarchie haben. Also auch
innerhalb der selben Organisation.

>, diese kann dem RD nicht befehlen sich in eine Gefahrenzone zu begeben.

Je nach Bundesland kann sie das.

Stefan Bruening

unread,
May 23, 2006, 8:47:45 AM5/23/06
to
Markus Boehmer schrieb:

> Nun, zum einen ist der Bernhard der Feuerwehr nicht wirklich unterstellt
> , diese kann dem RD nicht befehlen sich in eine Gefahrenzone zu begeben.

Das ist eine recht gewagte Aussage. In den meisten BL kann sie das.

> Wäre auch unsinn. Wenn der RD sich in eine Gefahrenzone begibt, wofür er

Nein. Diese Führungsstruktur mit der Tatsache, dass es nur einen EL gibt
(auch wenn sich z.B. in BY auch noch andere Leute so nennen) ist schon
recht sinnvoll.

> nicht ausgebildet ist, die FW aber schon, und es passiert etwas, dann
> kanns von den Führungskräften des RD (sprich Wachenleiter,
> Fahrdienstleiter) einen über den Sack geben.

Damit muss dann mit leben - so ist das los einer Führungskraft, dass sie
für ihre Entscheidungen gerade stehen muss, oder?

Es wird im Übrigen keine Feuerwehrführungskraft auf die Idee kommen, den
RD neben dem Trupp unter CSA oder PA arbeiten zu lassen. Das der
Sani(SB) entsprechend geschützt mal durch den Trümmerschatten läuft, ist
wohl nicht zu viel verlangt, oder?

gruss

Stefan

Markus Boehmer

unread,
May 23, 2006, 9:09:11 AM5/23/06
to
Henning Koch wrote:
>>, diese kann dem RD nicht befehlen sich in eine Gefahrenzone zu begeben.
>
>
> Je nach Bundesland kann sie das.
>

Nun, um welches Bundesland und unter welchen Umständen kann sie das?
Ich persönlich bezeichne mich auch gerne und voller Stolz als Angsthast
und halte mich von Gefahrenzonen für die ich nicht ausgebildet bin fern.

Da gibt es doch sicher ein Gesetz zu, oder?

der Markus

Erich Mathild

unread,
May 23, 2006, 9:45:23 AM5/23/06
to
Markus Boehmer <boeh...@gmx.de> wrote:

>Da gibt es doch sicher ein Gesetz zu, oder?

>der Markus

Ach ja, gibt es da jetzt auch nur noch einen?

Gruß
ein Erich

Stefan Bruening

unread,
May 23, 2006, 9:47:45 AM5/23/06
to
Markus Boehmer schrieb:

> Nun, um welches Bundesland und unter welchen Umständen kann sie das?

Wir können jetzt fröhlich Haare Spalten, aber streng genommen kann/muss
der RD des öfteren im Gefahrenbereich tätig werden. (und wenn es nur die
08/15 Unfallstelle ist)

Die Sache mit "nicht ausgebildet" ist da wieder ein Thema. Nur weil
$Sani (damit keine Misverständnisse aufkommen: Ich bin auch einer.)
keine Lust hat, sich in einen Gefahrenbereich (gem. Definition DV100)
zu begeben, ist er dadurch nicht im Recht.
Wenn man natürlich den Fall eines GSG-Einsatzes heranzieht, wo man
*natürlich* als $Sani so ohne weiteres nichts im Gefahrenbereich zu
suchen hat, dann wird auch kein EL auf die Idee kommen, das zu fordern.

Gruss

Stefan

Markus Boehmer

unread,
May 23, 2006, 9:48:15 AM5/23/06
to
Erich Mathild wrote:
>>der Markus
>
>
> Ach ja, gibt es da jetzt auch nur noch einen?
>
> Gruß
> ein Erich


Es gibt nur einen wahren Markus.

der Markus

Markus Boehmer

unread,
May 23, 2006, 10:02:27 AM5/23/06
to
Stefan Bruening wrote:
> Die Sache mit "nicht ausgebildet" ist da wieder ein Thema. Nur weil
> $Sani (damit keine Misverständnisse aufkommen: Ich bin auch einer.)
> keine Lust hat, sich in einen Gefahrenbereich (gem. Definition DV100) zu
> begeben, ist er dadurch nicht im Recht.
> Wenn man natürlich den Fall eines GSG-Einsatzes heranzieht, wo man
> *natürlich* als $Sani so ohne weiteres nichts im Gefahrenbereich zu
> suchen hat, dann wird auch kein EL auf die Idee kommen, das zu fordern.
>
> Gruss
>
> Stefan

Hallo Stefan,

in der DV100 habe ich aber nicht den Passus gefunden wo steht, dass ich
beliebige Helfer in den Gefahrenbereich (Definition laut DV100: "Der
Gefahrenbereich ist der Bereich, in dem Gefahren für Leben, Gesundheit,
Umwelt und Sachen erkennbar sind oder aufgrund fachlicher Erfahrungen
vermutet werden") entsenden kann.

Als Einsatzleiter, oder auch Teileinheitsführer ist es aber meine
Pflicht meine Leute keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.
Wenn also die Ausrüstung und Ausbildung meiner Männer und Frauen nicht
ausreicht für eine Bestimmte Schadenslage, so werde ich diese dort auch
nicht hin entsenden und der Rettungsdienst, wenn er vor Ort ist hat
nicht die Aufgabe Verletzte aus dem Schadensgebiet zu holen.

Aber wie gesagt, ich lasse mich von Gesetzestexten oder
Dienstvorschriften gerne eines anderen belehren.

Meine Äußerungen beziehen sich hier auch auf die DV 100 des Landes
Rheinland Pfalz in der Fassung von 2000

Gruß
der Markus

Stefan Bruening

unread,
May 23, 2006, 10:19:08 AM5/23/06
to
Mahlzeit.

Markus Boehmer schrieb:


> in der DV100 habe ich aber nicht den Passus gefunden wo steht, dass ich
> beliebige Helfer in den Gefahrenbereich (Definition laut DV100: "Der
> Gefahrenbereich ist der Bereich, in dem Gefahren für Leben, Gesundheit,
> Umwelt und Sachen erkennbar sind oder aufgrund fachlicher Erfahrungen
> vermutet werden") entsenden kann.

Nein. Dabei ging es mir erstmal um die Definition von Gefahrenbereich,
damit da schonmal keine unklarheiten aufkommen.

> Als Einsatzleiter, oder auch Teileinheitsführer ist es aber meine
> Pflicht meine Leute keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.
> Wenn also die Ausrüstung und Ausbildung meiner Männer und Frauen nicht
> ausreicht für eine Bestimmte Schadenslage, so werde ich diese dort auch
> nicht hin entsenden und der Rettungsdienst, wenn er vor Ort ist hat
> nicht die Aufgabe Verletzte aus dem Schadensgebiet zu holen.

Nein. Es ging sich doch u.a. um die Aussage, dass (sinngemäß) der RD
nicht der Feuerwehr untersteht und der EL derselbigen den RD da nicht
hinschicken darf. So pauschal stimmt das IMHO nicht.
Das es außer Frage steht, dass man die Leute nicht unnötig gefährdet und
dass ... (du schriebst es) ändert nix ander Tatsache, dass auch der RD
sind (natürlich entsprechend Geschützt) in Gefahrenbereiche begeben kann
und auf Anweisung auch muss.

Meine wenigkeit hatte z.B. bereits mehrfach das Vergnügen (und ich mache
das wirklich gerne!;-)) gemeinsam mit der Grubenwehr, Notarzt, Steiger,
usw. in ein Bergwerg einzufahren, um dort einen "Kumpel" zu retten.
Sicherlich wird die Grubenwehr auf uns aufpassen, aber Du kannst nicht
abstreiten, dass es sich hierbei um einen Gefahrenbereich handelt.

Ich muss aber dazu sagen, dass uns niemand dazu gezwungen hat. Es war
selbstverständlich.

> Aber wie gesagt, ich lasse mich von Gesetzestexten oder
> Dienstvorschriften gerne eines anderen belehren.

Das der Rettungsdienst dem Einsatzleiter (wer das auch immer ist)
untersteht, stellst Du nicht in Frage?

> Meine Äußerungen beziehen sich hier auch auf die DV 100 des Landes
> Rheinland Pfalz in der Fassung von 2000

Und da steht drin, dass der RD nicht dem EL (bzw. seinen EAL) untersteht?

gruss

Stefan

Markus Boehmer

unread,
May 23, 2006, 10:22:53 AM5/23/06
to
Stefan Bruening wrote:
>> Meine Äußerungen beziehen sich hier auch auf die DV 100 des Landes
>> Rheinland Pfalz in der Fassung von 2000
>
>
> Und da steht drin, dass der RD nicht dem EL (bzw. seinen EAL) untersteht?
>

Hallo Stefan,

da steht nichts darüber drin, aber das steht ja auch im Feuerwehr und
Katastrophenschutzgesetz, wenn es diesen Passus so gibt.

Nur da werde ich mich heute nicht druchwühlen.

Bis morgen

der Markus

Heiko Aßmus

unread,
May 23, 2006, 10:46:58 AM5/23/06
to
Markus Boehmer wrote:

> Es gibt nur einen wahren Markus.

... und vor allem gibt's nur einen wirklich dämlichen und überflüssigen
Erich.

ein Heiko ;)

Bernhard Nowotny

unread,
May 23, 2006, 11:36:25 AM5/23/06
to

Nein, ich habe ein Problem damit, nicht selbst mitzudenken. Oder
auch die Verantwortung für meine Leute nach oben wegzudelegieren.
- Wenn wer sagt: "Da ist sicher", und ich glaube ihm das nicht,
dann bleib ich da weg.
- Wenn wer sagt: "Da ist unsicher" , dann werde ich ihm das eher
mal glauben. Hat nur noch nie jemand.

Dazu kommt die Erfahrung mit der fachlichen Relevanz hiesiger
"Sicherheitsexperten".

BTW, von "vorgegebenen Führungsstrukturen" kann hier noch gar keine
Rede sein, der "zuständige FW-Einsatz-/Abschnittsleiter" ist dem
RD-Personal hierzulande nicht per se (sondern erst auf Weisung des OrgL,
da setzt man aber lieber einen eigenen Abschnittsleiter ein)
weisungsbefugt. Und das ist gut so, da kämen seltsame Sachen raus.
Am Sonntag halte ich diesbezüglich einen Vortrag vor Fw-Führungs-
kräften... :)

Servus,


Bernhard

Stefan Bruening

unread,
May 23, 2006, 11:40:47 AM5/23/06
to
Bernhard Nowotny schrieb:

> Nein, ich habe ein Problem damit, nicht selbst mitzudenken. Oder
> auch die Verantwortung für meine Leute nach oben wegzudelegieren.
> - Wenn wer sagt: "Da ist sicher", und ich glaube ihm das nicht,
> dann bleib ich da weg.
> - Wenn wer sagt: "Da ist unsicher" , dann werde ich ihm das eher
> mal glauben. Hat nur noch nie jemand.
>
> Dazu kommt die Erfahrung mit der fachlichen Relevanz hiesiger
> "Sicherheitsexperten".

Du scheinst kein großes Vertrauen in eure Feuerwehr zu haben.

> BTW, von "vorgegebenen Führungsstrukturen" kann hier noch gar keine
> Rede sein, der "zuständige FW-Einsatz-/Abschnittsleiter" ist dem
> RD-Personal hierzulande nicht per se (sondern erst auf Weisung des OrgL,
> da setzt man aber lieber einen eigenen Abschnittsleiter ein)
> weisungsbefugt. Und das ist gut so, da kämen seltsame Sachen raus.
> Am Sonntag halte ich diesbezüglich einen Vortrag vor Fw-Führungs-
> kräften... :)

Was genau käme da raus? Ich habe eher die Erfahrungen gemacht, dass OHNE
diese Führung (von wem auch immer) merkwürdige Sachen rauskamen.

Gruss

Stefan

Bernhard Nowotny

unread,
May 23, 2006, 11:44:13 AM5/23/06
to
Henning Koch wrote:
> Innerhalb einer vorgegebenen Führungsstrukur(*) kann nicht jeder
> selbst entscheiden, welches Risiko er gerade eingehen will und welches
> nicht, er hat sich schlichtweg der Entscheidung seiner vorgesetzten
> Führungskraft unterzuordnen. Diese entscheidet, welchem Risiko die
> Einheiten ausgesetzt werden. Andernfalls würden die Einheiten
> unführbar.

Tja, das sehe ich leicht anders. Wenn die Führungskraft die Sache
im Griff hat, dann würde ich das fast unbesehen bejahen (und
dennoch nicht das Mitdenken verweigern).

Ich bin ein grosser Fan von
- mitdenkenden Untergebenen
- risikolosem Einsatz

Es ist so schon gefährlich genug. Ja, auch normale Sanitätswachdienste
können ausarten. BT.

> Ausnahmen in Form der Befehlsverweigerung müssen sich auf seltene
> Einzelfälle offensichtlicher grober Fehlentscheidungen beschränken.

Was dann regelmäßig bei solchen Anordnungen zutrifft, die die (Nicht-)
Sicherheit der eingesetzten Kräfte betreffen.

> (*) für das Zusammenwirken von Feuerwehr und Rettungsdienst gilt das
> dementsprechend natürlich nur dort, wo sie in die selbe Hierarchie
> eingebaut sind...

Das noch dazu.
Ich glaub', wäre ich nicht schon hier, ich würd' nach Bayern umziehen
müssen... :)

Servus,


Bernhard

Bernhard Nowotny

unread,
May 23, 2006, 12:13:26 PM5/23/06
to
Stefan Bruening wrote:
> Markus Boehmer schrieb:
>> Nun, zum einen ist der Bernhard der Feuerwehr nicht wirklich
>> unterstellt , diese kann dem RD nicht befehlen sich in eine
>> Gefahrenzone zu begeben.
> Das ist eine recht gewagte Aussage. In den meisten BL kann sie das.

In meinem kann sie das nicht.

>> Wäre auch unsinn. Wenn der RD sich in eine Gefahrenzone begibt, wofür er
> Nein. Diese Führungsstruktur mit der Tatsache, dass es nur einen EL gibt
> (auch wenn sich z.B. in BY auch noch andere Leute so nennen) ist schon
> recht sinnvoll.

BTW: Es gibt in Bayern "nur einen EL" (und der wird ÖEL genannt), der
ist aber de jure nicht von der Feuerwehr.

BZW2: "sich so nennen" klingt etwas seltsam. Die werden so genannt. Ua.
im Feuerwehrgesetz.

>> nicht ausgebildet ist, die FW aber schon, und es passiert etwas, dann
>> kanns von den Führungskräften des RD (sprich Wachenleiter,
>> Fahrdienstleiter) einen über den Sack geben.
> Damit muss dann mit leben - so ist das los einer Führungskraft, dass sie
> für ihre Entscheidungen gerade stehen muss, oder?

Eben - und als verantwortliche Führungskraft des RD lass ich mir
nicht von einer (nebenbei nicht für mich verantwortlichen)
Führungskraft eines anderen Fachdienstes irgendwas anschaffen, was ich
nicht selbst verantworten kann. So einfach ist das.

> Es wird im Übrigen keine Feuerwehrführungskraft auf die Idee kommen, den
> RD neben dem Trupp unter CSA oder PA arbeiten zu lassen. Das der

Ach, nicht? Ich würd' das dem ein oder anderen zutrauen. So ähnlich
kam das auch schon vor.

> Sani(SB) entsprechend geschützt mal durch den Trümmerschatten läuft, ist
> wohl nicht zu viel verlangt, oder?

Fragt sich nur, wozu. Was will er da? Ist es notwendig? Wer glaubt,
dass es notwendig ist? Das ist jedenfalls situationsbedingt und die
Entscheidung liegt nicht allein bei irgendeinem Führer eines nicht-
medizinischen Fachdienstes. Ich würde so einem Ansinnen vermutlich eher
ablehnend gegenüberstehen.

Der Fall, dass ein ausgebildeter Feuerwehrmann (!) (vermutlich ohne
Not, die Frage ist aber strittig, er behauptet "zur Warnung anderer") in
den Trümmerschatten eines brennenden Gebäudes lief und von diesem
verschüttet wurde (schwerstverletzt, u.a. traumatische Beinamputation),
war hierzulandkreis.

Und wenn ich sehe, wie hier regelmäßig FM(SB) von ihren für sie auch
verantwortlichen Einsatzleitern in brennende Gebäude zum Innenangriff
geschickt werden, obwohl es meinem Dafürhalten nicht notwendig ist,
dann glaube ich nicht, dass diese FW-EL da besonders schützend ihre
Hand über ein paar Sanis halten würden. Natürlich kann ich nicht
beurteilen, ob der Innenangriff in lichterloh brennende Scheunen nun
wirklich state of the Art ist, ich versorge die dabei verletzten
Feuerwehrkameraden dann aber gerne in etwas Abstand. Gleiches mit
FM(SB), die zuviel Rauch schlucken, weil sie da ohne PA eine
rauchende Restruine einreissen. Etc. pp. BTDT. Mein Vertrauen in
die "Verantwortung" eines solchen EL ist jedenfalls gering.

Servus,


Bernhard

Peter Reindl

unread,
May 23, 2006, 12:23:13 PM5/23/06
to
R. Kieselmann wrote:

> Stefan Bruening wrote:
>
>> Peter Reindl schrieb:
>> [...]
>>> lange und kurze Bandschlinge (40cm / 100cm): Als Verankerung per
>>> Ankerstick
>
> -stich ;-) Dann aber die Festigkeitsreduzierung wegen des Ankerstichs
> nicht vergessen :-))

bei richtigen Rettungskugeln natürlich ein sehr wichtiger Punkt :-)

>>> um Pfosten, Bäume etc.
>>> 2 Schraubkarabiner: Einhängen in der Verankerung / am Gurt
>>> 1 Abseilachter
>>> 1 Gurt (je nach Vorliebe was feuerwehrartiges oder Rettungsdreieck)
>
> Meinst Du mit Rettungsdreieck so was wie den KONG-Sitz (Windelartiger
> Rettungssitz mit drei Ösen)?
> http://www.kong.it/pr_prot_new.htm (unter Pegasus 873)

Ja, kann aber jetzt nicht sagen, ob das als Ausrüstung des Helfers zulässig
wäre, oder ob dafür wieder ein Prüfsiegel etc. benötigt wird. Vorteil ist
halt gegeüber "großen" Gurten die einfache und übersichtliche Handhabung.

>> >
>> Ich halte das für nicht praktikabel, weil da schon in Bereiche kommt, wo
>> man nicht nur mit rumspielen sollte, sondern ordentlich ausegbildet und
>> ausgestattet werden muss.
>
> Ausgebildet muss man sicher sein und - aus Bergwachtsicht - finde ich es
> nicht gut, wenn jemand meint, er muss im absturzgefährlichem Gelände den
> Helden spielen.

was auch für uns eine wichtige Feststellung ist.

> Wenn der Betreffende sich aber mit dem Seilkram auskennt
> (Hobbykletterer), kann das durchaus sinnvoll sein (z.B. Bus stürzt
> Abhang runter, der steil, aber noch unter Konzentration begehbar ist;
> anfänglich eintreffendes $RD-Fahrzeug kommt an, $Besatzungsmitglied kann
> mit einer kleinen Sicherung den schrägen Hang bequem abseilen und eine
> Grobsichtung/Lageerkundung vornehmen).

bei uns war es schon der Fall, dass bei einem entsprechenden Verkehrsunfall
neben der Feuerwehr auch wir von der Bergwacht ausgerückt sind. Was
natürlich richtig ist, besonders wenn es um den gesicherten Transport im
Gelände etc. geht.
Da dann aber die 2-3 mit Leitstellenpiepser oft nicht ausreichen, dauert es
leicht 10-15min bis unsere Leute mit Material vor Ort sind. Wenn weitere
Kräfte erst angefordert werden wenn der RD breits vor Ort ist, kann es für
die erste Sichtung schon zu spät sein.

Ein weiterer Punkt wäre die Sicherung des Materials. Der Notfallrucksack
dankt es sicherlich, wenn er an einem kleinen baum etc. angebunden wurde
anstatt 15m weiter unten zu liegen.

> So ein Vorgehen kann natürlich nur auf der Eigenverantwortung des
> Abseilenden basieren (so wie ein Runterlaufen in einem steilen Hang ohne
> Sicherung ebenfalls auf der Eigenverantwortung basiert - evtl. ergänzt
> durch Anweisungen eines Einsatzleiters...).
>
> Grüßle, René

Servus

Peter

Bernhard Nowotny

unread,
May 23, 2006, 12:25:33 PM5/23/06
to
Stefan Bruening wrote:
> Bernhard Nowotny schrieb:
>> Nein, ich habe ein Problem damit, nicht selbst mitzudenken. Oder
>> auch die Verantwortung für meine Leute nach oben wegzudelegieren.
>> Dazu kommt die Erfahrung mit der fachlichen Relevanz hiesiger
>> "Sicherheitsexperten".
> Du scheinst kein großes Vertrauen in eure Feuerwehr zu haben.

Sagen wir's so: Es gibt ein paar, denen ich in bestimmten Dingen
vertraue.

>> BTW, von "vorgegebenen Führungsstrukturen" kann hier noch gar keine
>> Rede sein, der "zuständige FW-Einsatz-/Abschnittsleiter" ist dem
>> RD-Personal hierzulande nicht per se (sondern erst auf Weisung des OrgL,
>> da setzt man aber lieber einen eigenen Abschnittsleiter ein)
>> weisungsbefugt. Und das ist gut so, da kämen seltsame Sachen raus.
>> Am Sonntag halte ich diesbezüglich einen Vortrag vor Fw-Führungs-
>> kräften... :)
> Was genau käme da raus? Ich habe eher die Erfahrungen gemacht, dass OHNE
> diese Führung (von wem auch immer) merkwürdige Sachen rauskamen.

Was dabei rauskommen würde? Fachliche Fehleintscheidungen am laufenden
Band. Ich weiss das, weil die FW gerne in den RD/SanD/BtD
hineinentscheidet und dann fachliche Fehleintscheidungen am laufenden
Band herauskommen. Deshalb der Vortrag... :)

BTW: In Bayern gibt's einen Highlander-EL, wenn notwendig. Aber nicht de
jure von der Feuerwehr. Und mit wohldefinierten fachdiensteigenen
Verantwortlichen (inkl. ihrem Fachwissen), denen er nicht in die Suppe
spucken soll, sondern sie im Rahmen der Auftragstaktik führt. Dh. auch
da kann ich als fachdiensteigener Verantwortlicher mein Veto einlegen
bzw. meinen Auftrag nach meinen Vorstellungen (und in meiner gesetzlich
zugewiesenen Verantwortung) erfüllen.

Achja, im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern gibt es in Bayern
kein "ohne Führung". Auch nicht im Rettungsdienst, selbst für jede
einzelne RD-Besatzung ist ein gesetzlich definiertes und taktisch
entscheidungsbefugtes Führungsinstrument festgelegt: die
Rettungsleitstelle. Die damit bei Problemen auch vor Ort jemanden
bestimmen kann. Es gibt damit tatsächlich keinen führungsfreien Raum.
Aber das hatten wir hier schon mehrfach.

Servus,


Bernhard

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