Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Haushaltsstrom - 1/4Stunden-Leistungsmessung

140 views
Skip to first unread message

Joern Cohrs

unread,
Jul 6, 2002, 11:23:53 AM7/6/02
to
Hallo,

ich möchte in meinem Haus die 1/4-Stunden Leistung erfassen. (Das ist das Maximum der lekktr. Leistung innerhalb von 15 Minuten). Im
Prinzip wird dies elektrisch über ein normalen Wirkleistungszähler (der Stromzähler)gemacht, in dem man die innerhalb der 15 Minuten
gemessenen kWh mit 4 multipliziert (eigentlich durch 1/4 teilt), das Ergebnis ist dann das Wirkleistungsmaximun innerhalb der 1/4
Stunden.
Da man aber so im Jahr 35.040 Messungen erhält und ich nicht das ganze Jahr vor meinen Haushaltsstromzähler sitzen möchte,
suche ich ein Möglichkeit das zu automatisieren.
Eine Möglichkeit ist der Einbau eines 1/4-Stunden-Leistungszählers oder ein "normaler" Stromzähler mit Impulsausgang, an den ich
dann einen Meßspeicher hängen kann.

Hat das schon jemand realisiert. Ich bin für jeden Tipp dankbar. Vielleicht ist mein Ansatz auch zu kompliziert....

Danke im voraus.
Jörn


Lutz Bojasch

unread,
Jul 6, 2002, 4:48:58 PM7/6/02
to
Joern Cohrs schrieb:

>
> Hallo,
>
> ich möchte in meinem Haus die 1/4-Stunden Leistung erfassen.

Hallo
wozu soll das gut sein, mal so interessehalber gefragt. Langfristige
Messprotokolle lassen sich prima mit Messgeräten erreichen die eine
Schnittstelle zu einem Rechner haben. Dieser kann dann die einzelnen
Werte speichern.
Gruß Lutz

Manuel

unread,
Jul 7, 2002, 4:30:22 AM7/7/02
to

"Lutz Bojasch" <lu...@cyborgs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D2757BA...@cyborgs.de...
> Joern Cohrs schrieb:

> Hallo
> wozu soll das gut sein, mal so interessehalber gefragt. Langfristige
> Messprotokolle lassen sich prima mit Messgeräten erreichen die eine
> Schnittstelle zu einem Rechner haben. Dieser kann dann die einzelnen
> Werte speichern.

Ich glaub' du hast nicht ganz verstanden, was Joern vorhat.
Aber eines steht fest: Als Tippgeber in Sachen Elektro fällst du raus.

Erstens will der OP die Drehstromleistung direkt am Hausanschluß erfassen
und zwar wahrscheinlich die Wirkleistung, weil er die nämlich bezahlen muß.

Dies ist zweitens nicht mit einem einfachen DMM mit ser. Schnittstelle
machbar, da der Hausanschlußwert mit Sicherheit die 20A des DMM um min.
15-30A überschreitet.

Der Sinn wird klarer, wenn man sich die Tarifmöglichkeiten bei den EVU
anschaut. Dort können z.B. Betriebe sich bestimmte 1/4h-Leistungen
einkaufen. Zu einem guten Preis; teuer wird'S dann aber, wenn man diese
Leistung übersteigt. Dafür gibt es dann aber entspr. Geräte, die sobald man
sich dem kritischen Bereich nähert einzelne Verbraucher abschalten.
Für Privat ist das aber eigentlich nicht rentabel und aufgrund zu geringer
pro Jahr abgenommener Leistung wird das EVU das für Privat nicht anbieten.

Vielleicht will der OP aber auch nur einen Überblick haben, wann er wieviel
Strom verbraucht.

Und jetzt zum OP:

IMHO wird das glaube ich eine teure Angelegenheit, wenn du einen Zähler mit
Ausgang brauchst.
Allerdings (Geisteblitz?!) könnte man doch probieren mit einer guten
Reflexlichtschranke die Segmentscheibe am Zähler optisch abzutasten (den
Zähler darf man ja nicht öffnen) und dann darüber 15min lang die Umdrehungen
zu zählen und in kWh umzurechnen.

Manuel

Bernd Löffler

unread,
Jul 7, 2002, 5:56:44 AM7/7/02
to
Tach

Manuel schrieb:

>
> Und jetzt zum OP:
>
> IMHO wird das glaube ich eine teure Angelegenheit, wenn du einen Zähler mit
> Ausgang brauchst.
> Allerdings (Geisteblitz?!) könnte man doch probieren mit einer guten
> Reflexlichtschranke die Segmentscheibe am Zähler optisch abzutasten (den
> Zähler darf man ja nicht öffnen) und dann darüber 15min lang die Umdrehungen
> zu zählen und in kWh umzurechnen.
>

es gibt statische Drehstromzähler mit Impulsausgang für Hutschienenmontage
ca 300- 400 DM
siehe NZR.de

MfG


Ulrich Krenn

unread,
Jul 7, 2002, 6:59:43 AM7/7/02
to
Joern Cohrs wrote:
>Elektroproblem geschnippt

Du kannst mal versuchen diese Frage in de.sci.ing.elektrotechnik zu stellen.
Dort sitzen die wirklich kompetenten Leute was dieses Thema angeht. Mal
davon abgesehen, daß es dort auch besser hinpaßt.

mfg Ulrich


Theo Rybak

unread,
Jul 7, 2002, 7:51:24 AM7/7/02
to
Am Sun, 07 Jul 2002 11:56:44 +0200, Bernd =?iso-8859-1?Q?L=F6ffler?=
schrob:

>es gibt statische Drehstromzähler mit Impulsausgang für Hutschienenmontage
>ca 300- 400 DM

gibts bei den Dingern Unterschiede in Qualität und langfristiger
Zuverlässigkeit? Habe bei etwa gleichen Daten Preisunterschiede >100 EUR
gefunden.
Worin liegt der genaue Unterschied unbeglaubigt/beglaubigt/geeicht?

mfg
Theo

Juergen Hannappel

unread,
Jul 7, 2002, 11:22:50 AM7/7/02
to
"Joern Cohrs" <Joern...@web.de> writes:

> Hallo,
>
> ich möchte in meinem Haus die 1/4-Stunden Leistung erfassen. (Das ist
> das Maximum der lekktr. Leistung innerhalb von 15 Minuten). Im Prinzip
> wird dies elektrisch über ein normalen Wirkleistungszähler (der
> Stromzähler)gemacht, in dem man die innerhalb der 15 Minuten
> gemessenen kWh mit 4 multipliziert (eigentlich durch 1/4 teilt), das
> Ergebnis ist dann das Wirkleistungsmaximun innerhalb der 1/4 Stunden.

Nein. Das ist die mittlere Wirkleistung in den 15 Minuten. Die
Maximale Leistung kann die ueber 15 Minuten gemittelte Leitung ganz
extrem ueberschreiten, z.B. bei einem Kurzschluss sollte eine Maximale
Leistung von > 100kW kein Problem sein, obwohl die Mittlere Leistung
in einer Viertelstunde in der ausser dem Kurzschluss nichts passiert
nur 1 Watt ist, da der Kurzschuss in 10ms vorbei sein sollte.

[...]

> eines 1/4-Stunden-Leistungszählers oder ein "normaler" Stromzähler mit
> Impulsausgang, an den ich dann einen Meßspeicher hängen kann.

Der Zehler mit Impulsausgang und Auswerteelektronik ist sicher das
Interessanteste.

Gruss,
Juergen
--
Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Genève 23

Lutz Bojasch

unread,
Jul 7, 2002, 12:18:31 PM7/7/02
to
Manuel schrieb:

> Ich glaub' du hast nicht ganz verstanden, was Joern vorhat.
> Aber eines steht fest: Als Tippgeber in Sachen Elektro fällst du raus.

a) deshalb fragte ich nach
b) jetzt wissen wir ja, wer der Fachmann ist ;)

> Dies ist zweitens nicht mit einem einfachen DMM mit ser. Schnittstelle
> machbar, da der Hausanschlußwert mit Sicherheit die 20A des DMM um min.
> 15-30A überschreitet.

c) habe ich ein einziges Wort über ein DMM verloren? Ströme lassen sich
auch mit Zangenamperemetern messen, sagt Dir der Laie.

Lutz

Manuel

unread,
Jul 7, 2002, 2:22:56 PM7/7/02
to

"Lutz Bojasch" <lu...@cyborgs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D2869D7...@cyborgs.de...

Dann braucht er davon immer noch 3 Stück und muß die einzelnen Ströme je
Außenleiter zur Gesamtarbeit verrechnen.
Und bevor du mir jetzt auch noch erzählst man könnte es auch mit einem
Summenstromwandler erfassen und die daraus abgeleiteten Spannungen dann
messen:
Irgendwann bewegt man sich in dem Bereich, wo der 'Selbstbau' nicht mehr
lohnt. Mal ganz davon abgesehen, daß die Verschaltung auch noch den TAB
entsprechen muß.

Manuel


Bernd Löffler

unread,
Jul 7, 2002, 4:45:54 PM7/7/02
to
Tach

Theo Rybak schrieb:

> Am Sun, 07 Jul 2002 11:56:44 +0200, Bernd =?iso-8859-1?Q?L=F6ffler?=
> schrob:
>
> >es gibt statische Drehstromzähler mit Impulsausgang für Hutschienenmontage
> >ca 300- 400 DM
> gibts bei den Dingern Unterschiede in Qualität und langfristiger
> Zuverlässigkeit? Habe bei etwa gleichen Daten Preisunterschiede >100 EUR
> gefunden.

kommt auf den elektronischen Aufwand an.


>
> Worin liegt der genaue Unterschied unbeglaubigt/beglaubigt/geeicht?

unbeglaubigte ( geeichte ) Zähler darf man nicht zur Verrechnung benutzen
und ein paar Mark Gebühren kostet das Beglaubigen halt

Theo Rybak

unread,
Jul 8, 2002, 8:16:14 AM7/8/02
to
Am Sun, 07 Jul 2002 22:45:54 +0200, Bernd Loeffler schrob:

[Energiezähler, (Preis)unterschiede]


>
>kommt auf den elektronischen Aufwand an.

der würde mich genau interessieren. Der Hauptverwendungszweck für den
Privatmensch dürfte ja wohl Untervermietung sein. Dafür dürfte i.a.
folgender Typus infrage kommen:

Wirkenergiezähler Klasse 2 (IEC 1036, PTB), 4-Leiter 3x230/400V, direkt
5 (65) A. Die Dinger wiegen alle das gleiche (0,5kg), haben etwa gleiche
Variationstoleranz der Input-Grössen, die gleiche Leistungsaufnahme (je
Strompfad <=1 VA, je Spannungspfad <=1,5 VA) und die gleichen
Abmessungen (7TE). Trotzdem erhebliche Preisunterschiede.
Der einzige technische Unterschied den ich bisher gefunden habe: einige
haben noch Rollenzählwerk (vermutlich alles regenerierte?), die neueren
LCD/EEPROM.

>> Worin liegt der genaue Unterschied unbeglaubigt/beglaubigt/geeicht?
>
>unbeglaubigte ( geeichte ) Zähler darf man nicht zur Verrechnung benutzen
>und ein paar Mark Gebühren kostet das Beglaubigen halt

ist jetzt "eichen" = "beglaubigen" oder ist das was anderes?
Dann gibt es bei den unbeglaubigten welche die sind beglaubigungsfähig.
Wieso sind die anderen nicht beglaubigungsfähig? Weil sie technische und
papierene oder weil sie bloss papierene Spezifikationen nicht haben?

Und schliessich: Eichung ist normalerweise zeitlich begrenzt. Die
EVU-Zähler werden ja auch ausgewechselt (Losverfahren). Wenn ein
Vermieter gegenüber Dritten abrechnet, kauft er einmal einen
beglaubigten und rechnet damit dann ewig ab. Der entspricht technisch
nach meiner Vorstellung aber nach 5 oder 10 Jahren einem unbeglaubigten.


mfG
Theo

PS: zu meiner Zeit gabs son neumodischen Kram gar nicht. Da kriegte man
einen treubewährten, eingeschworenen Amtmann mit dem Zähler mitgliefert,
der saß mietfrei im Keller vor der Scheibe und zählte. Kriegte morgens n
Kaffe, sonst Wasser + Brot. Alle 5 Jahre gabs n Neuen, da kam der zur
Kur und wurde regeneriert.

0 new messages