>ein paar meinungen von tatsaechlichen verwendern aktueller
>nachtspeicher-systeme wuerde mir sehr weiterhelfen.
Ich bin zwar kein Anwender, aber den IMHO wesentlichsten Aspekt hast du
vergessen: Die Kosten.
Als wir dereinstens eine Wohnung suchten, wurde uns auch eine sehr
schöne angeboten, 85m², Nachtspeicher. Hätten wir auch gerne genommen,
da günstig gelegen und gerade noch bezahlbar. Laut Vermieter würde der
Stromverbrauch für die Heizung beim Vormieter bei gut 100 DM gelegen
haben, von einem Bekannten mit nur etwas größerer Wohnung wurde uns aber
auch schon der beinahe dreifache Betrag genannt.
Mit diesen Aussichten wurde uns die Wohnung dann doch zu teuer. Was so
eine Anlage nun genau an Kosten verursacht, weiss ich nun zwar auch
nicht, und es dürfte zu vermuten sein, dass neuere Geräte deutlich
weniger schlucken, aber da muss man schon vorher Klarheit schaffen.
> akzeptieren. die frage ist halt, ob man bzgl. gesundheit und
> wohnkomfort damit leben kann, was staub und reaktionsprodukte sowie
> geraeuschenticklung durch luefter anbelangt.
Die technische Weiterentwicklung kenne ich bei den Geräten nicht, aber
eins steht fest:
Ein Nachtspeichergerät hat im Prinzip die gleiche Funktionsweise wie ein
elektrischer Heizlüfter: es wird kalte Luft über eine heiße Fläche
geleitet un die Luft erwärmt sich. Daß sich der Staub dabei gut
verteilt, ist offensichtlich.
> den "elektrosmog"
> betrachte ich mit nachts runden 1.000 watt bei ausreichenden abstand
> inzwischen von schlafstaetten nicht mehr als allzu problematisch.....
Davon verstehe ich zu wenig. Sicher ist aber, daß die Heizleistung,
gemessen in Watt, nichts über die Belastung durch Elektrosmog aussagt.
> also, moegen mir doch bitte, bitte ein paar leute sagen, dass alles ok
> ist... ;-)
Das Problem aller Speicherheizungen ist, daß niemand weiß, wie morgen
das Wetter wird. Gerade die letzten Wochen mit den schnell wechselnden
Temperaturen sind das Paradebeispiel:
Temperaturfühler stellt Nachtfrost fest --> viel Speichern. Am Tag kommt
die Sonne und sind (in der Sonne) 20 Grad. Ergebnis: zu viel
gespeichert, unnötige Abstrahlung von Wärme.
Umgekehrt: relativ warme Nacht, danach Kälteeinbruch --> zu wenig
gespeichert, Du bekommst die Bude nicht warm.
Wenn Speicherheizung, dann Pufferung über einen großen isolierten
Warmwassertank, der ein gleichmäßigeres Speichern ermöglicht und als
Heizkörper die üblichen (Niedrigtemperatur)Konvektoren.
Meine Erfahrungen sind jedenfalls derart, daß ich in eine Wohnung mit
Elektrospeicherheizung nicht einziehen würde.
Gruß
Rainer
Selbst bei optimaler, entsprechender Funktion haben sie systembedingt
ein paar Nachteile:
- sie heizen nachts auf, in einer Schlafphase, wo ich's gerne kuehler
habe
- sie kuehlen tagsueber aus - heizen die Wohnung also in einer
Zeit, wo ich ueberhaupt nicht daheim bin
- sie sind abends kalt, wenn ich nach Hause komme
(ausser, ich heize sie noch staerker auf)
- sie verbraten die edelste Energieform, Strom
(subventionierter Atom-Strom-Verbraucher)
- sie heizen sehr traege oder sehr teuer, naemlich
kurzfristig als Heizluefter mit teurem Tag-Strom.
Ich kann nur sagen: Finger weg. Nachtspeicher sind gut fuer den
Stromverkaeufer und fuer den Vermieter (der Null Aerger mit Installation
und Wartung hat), aber mies fuer den Nutzer.
Schoenen Gruss
Martin
vor 18 Jahren habe ich in meinem Haus eine Elektroheizung installiert
und bin immer noch ganz zufrieden damit. Die reinen Heizkosten sind zwar
etwas höher, aber dafür habe ich keine Ausgabe für den Schornsteinfeger,
die Wartungskosten der Heizung beliefen sich bei mir in den vergangen 18
Jahren auf etwa 250 DM (nicht pro Jahr, sondern gesamt!).
Mit der Heizleistung bin ich auch zufrieden, das Problem, dass bei
kalten Nächten einem nachfolgenden sonnigen Tag zuviel aufgeladen wird
stimmt, laue Nächte mit nachfolgendem Kälteeinbruch bereiten bei mir
allerdings kein Problem, in solchen Fällen genehmigt sich die Heizung
auch schon mal ein paar kw Tagstrom - ist zwar teurer aber bevor mir der
A..... abfriert... Dies ist allerdings von der Art der Heizungssteuerung
abhängig.
Mein Haus ist gut 70 Jahre alt, dementsprechend sind es ziemlich
schlecht isolierte Wände, die Fenster wurden allerdings erneuert.
Wohnfläche etwa 75qm. Für den kompletten Strom (Haushalt, Heizung und
Warmwasser per Durchlauferhitzer) zahle ich etwa 150 EUR im Monat.
Mit einer vermehrten Staubbelastung habe ich keine Probleme, die Gebläse
der Öfen sind sehr leise (auch noch nach dieser Zeit), laufen mit
ziemlich niedriger Drehzahl und sauch nicht stetig. Auch wenn der
Thermostat ausgeschaltet ist, kühlt es kaum unter 14 Grad ab, da die
Öfen trotz dicker Isolierung einiges an Wärme über die Oberfläche
abgeben. Angenehm ist das besonders dann, wenn man mal richtig
durchgefroren ist und sich auf den Ofen draufsetzen kann :-) was die
Dinger problemlos mitmachen. Durch das Gebläse steigt die Raumtemparatur
ziemlich schnell - ich muß mir nicht (wie wohl bei Fußbodenheizungen)
drei Tage vorher überlegen, ob ichs wärmer will. Unterscheidet sich
alles in allem doch erheblich vom Heizlüfter.
Verstärkte Geruchsprobleme kann ich auch nicht bemängeln. Nach der
Sommerpause riecht es zwar 1-2 Tage etwas nach erhitztem Staub (wie beim
bügeln), aber das ist erstens nicht lange und zweitens auch nicht stark.
Auch bei einer Zentralheizung ist mir dieser Effekt bei Beginn der
Heizperiode schon aufgefallen.
Von Elektrosmog halte ich nichts - als Handy-Nutzer halte ich mir
täglich mehrfach einen gepulsten Mikrowellensender an die Birne, bisher
ohne Folgen...
Also einfach gesagt: ich bin zufrieden damit
Gruß Stefan Hofmann
Gruß Peter
Am Thu, 28 Feb 2002 18:18:10 +0100, schrieb Michael Fischer
<mich_f...@gmx.de>:
>Kosten:
>Wartungskosten sind gering, Anschaffung - naja.
warte mal bis du das Teil entsorgen musst 8-)))
MfG Jörg
Versteht jemand was von dem so genannten "Elektrosmog", der hier eine
Rolle spielen koennte?
Das interessiert mich schon!
mfg
Reinhard
Aus Erfahrung :
a) Teuer
b) Zur falschen Zeit aufgeheizt.
Na, dass Nachtstrom teuer ist, das wissen wir ja !?
Aber als ich Nachtstrom hatte, da war es so, dass ich in der Nacht
geschwitzt habe und dann
tagsüber, als die Kiste dann immer kälter wurde, gefroren habe.
Kann man von meiner Seite eben nicht empfehlen.
Olaf
P.S.
Einen Vorteil hat Nachtstrom :
Wenn man den anzapft, dann hat man nachts auch günstigen Normalstrom :-)
"mike holzer" <mik...@beschleuniger.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3c7d2222...@news.t-online.de...
Nein, davon versteht noch keiner wirklich was - es gibt massenhaft
Aengste und Ablehnung. Es git auch Untersuchungen, dass es tatsaechlich
Auswirkungen gibt. Aber es gibt noch keine saubere, wissenschaftliche
Datenbasis, was ob und wie schaedlich ist.
Nachtspeicheroefen sind aber tatsaechlich elektrische Grossverbraucher,
die je nach Installation nicht nur der Oefen, sondern auch der
Zuleitungen ueberdurschnittlich grosse elktromagnetische Felder
erzeugen, dies in einer Zeit, wo viele Leute eher Netzfreischalter
bevorzugen, die alle Leitungen im Schlafzimmer spannungslos schalten, wenn
kein Strom gebraucht wird.
Ein Grund mehr, warum ich bei der letzten Wohnungssuche kategorisch
Wohnungen mit Nachtspeicheroefen ausschloss.
Schoenen Gruss
Martin
Wenn man alle Kosten zusammen rechnet ist Nachtstrom die preiswerteste
Variante.
Durch eine optimal gedämmtes Haus lassen sich die Nachteile einer
Nachtstromheizung erheblich verinngern.
- Öfen können wesentlich kleiner dimensioniert werden
- durch den geringeren Wärmeverlust läuft der Lüfter im Ofen sehr selten
(die Geräuschentwicklung eines Lüfters ist eh vernachlässigbar gering) und
die Temperaturunterschiede zwischen Morgens und Abends sind kaum spürbar.
- die automatische aufladung habe ich abgeklemmt (nicht ganz legal gegenüber
den EVU) und regele die Aufladung per Hand an jeden Ofen einzeln. Was aber
nur bei grösseren Wetteränderungen nötig ist.
- dadurch das auch die Wände fast Raumtemperatur annehmen fühlt man sich bei
20°C Raumtemperatur noch wohl (auch meine Frau)
-im Schlafzimmer nutze ich den Ofen nur bei strengen Frost, wenn tagsüber
das Fenster geschlossen wird bleibt auch hier eine Temp. von ca. 15°C
Heizkosten für 130qm pro Jahr ca. 1200,-DM
Gruß Bernd.
> Durch eine optimal gedämmtes Haus lassen sich die Nachteile einer
> Nachtstromheizung erheblich verinngern.
Diese Bemerkung und Deine Spartipps gelten aber auch bei anderen
Heizsystemen. Ich bin sicher, daß mit einer
Niedrigtemperatur-Warmwasser-Heizung die Heizkosten deutlich unter
Deinen DM 1200.- liegen würden. Die Investitionen sind natürlich höher.
Gruß
Rainer
Warum ?
Martin Trautmann wrote:
> - sie heizen nachts auf, in einer Schlafphase, wo ich's gerne kuehler
> habe
Nein, früh morgens, so dass man es beim aufstehen warm hat.
Ich hasse es, in einem kalten Raum aus dem Bett zu kriechen.
> - sie kuehlen tagsueber aus - heizen die Wohnung also in einer
> Zeit, wo ich ueberhaupt nicht daheim bin
Passend ausgelegt halten sie die Temperatur tagsüber auf einem
angemessenem Niveau. Wohnung auskühlen lassen und abends wieder hoch
heizen kostet auch einiges an Energie.
> - sie sind abends kalt, wenn ich nach Hause komme
> (ausser, ich heize sie noch staerker auf)
Schlecht ausgelegt.
> - sie verbraten die edelste Energieform, Strom
> (subventionierter Atom-Strom-Verbraucher)
Dafür haben sie 100% Wirkungsgrad. Alles was durch Deinen
Stromzähler erfasst wird, wir auch an Wärme abgegeben
und nicht zum Teil durch den Kamin wieder rausgeblasen ;-)
> - sie heizen sehr traege oder sehr teuer, naemlich
> kurzfristig als Heizluefter mit teurem Tag-Strom.
>
> Ich kann nur sagen: Finger weg. Nachtspeicher sind gut fuer den
> Stromverkaeufer und fuer den Vermieter (der Null Aerger mit Installation
> und Wartung hat), aber mies fuer den Nutzer.
Lebe seit 27 Jahre mit Nachtspeicheheizung und hatte noch nie
Nutzungsprobleme. Selten, dass man mal mit Tagstrom nachheizen
muss. Nur bei ganztägiger Raumnutzung wird es abends mal
knapp mit der Wärmeabgabe...
Gerald
In meiner Altbauwohnung (Hamburg) habe ich Nachtspeicheröfen und ich
bin damit ausgesprochen zufrieden. Die Kosten halten sich im Rahmen
(wenn ich überlege was mir mein letzter Vermieter im Jahr an
Heizungsumlage abgezqackt hat, oioioi) da ich ausschliesslich
Nachtstrom brauche. In den 2 ZKB auf 56 qm läuft - ausser im
bitterkalten Winter - lediglich der grosse Speicher im Wohnzimmer. Die
Küche wird bei sehr kaltem Wetter ebenfalls beheizt, das Schlafzimmer
praktisch nie (ausser in dem Jahr in dem die Alster zufror...)
Das Raumklima (trockene Wärme) empfinde ich selbst als sehr angenehm;
am Tag gibt der Heizkörper einfach so seine Wärme in den Raum ab und
sollte es tatsächlich mal auskühlen, was ich nur selten erlebt habe,
muss halt mal das Gebläse ran.
Es ist richtig dass es ab und an mal nach gebratenem Staub riecht bzw.
das Gebläse im Zweifelsfall Staub in der Wohnung verteilt; dafür kann
man aber auch mal problemlos ein nasses Handtuch oder Küchentücher auf
dem Heizkörper trockenbraten *g*.
Ich würde bei einer neuen Wohnug vor allem abklären, wie es mit
Nachtstrom-Tarifen beim Stromanbieter aussieht. Zumindest muss man für
Nachtstrom weder Öl nachtanken noch Gasleitungen verlegen... und im
Zweifelsfall gönnt man sich noch ne Fussbodenheizung fürs Bad .. _sehr_
angenehm wie gerade bei Freunden bemerkt.
Liebe Grüsse
Petra
--
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