Als geborener "Schwobasäggl" wollte ich neulich mal meine Spätzle selber
machen. Hab dazu so eine Presse aus Gußeisen verwendet und sie danach in die
Spülmaschine gepackt. Seit dem ist die Oberfläche total stumpf und wenn man
mit nem Tuch drüberwischt, löst sich ein schwarzes, rußartiges Pulver.
Wie bekommt man das Teil mit einem "Hausfrauentrick" wieder halbwegs
glänzend???
Vielen Dank für eure Tips!
Jörg Rössler
Ist die Presse wirklich aus Gusseisen? Üblicherweise ist das Aluminium,
das mit dem alkalischen Spülmaschinenreiniger reagiert hat. Als Abhilfe
empfehle ich Aluminium-Recycling und einen Neukauf oder möchtest du
deine Spätzle mit Alu-Beilage?
http://www.dr-walser.ch/aluminium.htm
Jürgen
> Als geborener "Schwobasäggl" wollte ich neulich mal meine Spätzle selber
> machen. Hab dazu so eine Presse aus Gußeisen verwendet und sie danach in
die
> Spülmaschine gepackt. Seit dem ist die Oberfläche total stumpf und wenn
man
> mit nem Tuch drüberwischt, löst sich ein schwarzes, rußartiges Pulver.
>
> Wie bekommt man das Teil mit einem "Hausfrauentrick" wieder halbwegs
> glänzend???
Mir ist vor kurzem was ähnliches passiert mit einer der berühmten,
futuristisch aussehenden Saftpressen von Zanussi. Wird wohl eine
Aluminium-Legierung sein...
Wieder wie neu bekommen habe ich die, indem ich sie mit einer ausrangierten
elektrischen Zahnbürste und einer sehr empfehlenswerten
Aluminium-Politur-Paste poliert habe: "P21S" von "Dr.O.K. Wack Chemie". Eine
andere Alu-Politur von der Tankstelle hat jämmerlich versagt, sprich
überhaupt nichts gebracht ("Sonax Chrom & AluPaste").
Leider ist die "P21S" nicht an jeder Ecke zu bekommen, der
Motorrad-Ausstatter "Hein Gericke" hat sie vor einem Jahr aus dem Programm
genommen (angeblich weil sie vielen zu teuer war). Meine Tube habe ich IIRC
von "Autoteile Unger". Halte ggf. nach einer grünen Verpackung Ausschau!
Nach meinen Recherchen mit groups.google.de gibt es auch diverse
Möglichkeiten, die Oxidation (oder ist es eine Reduktion?) auf ganz andere
Art und Weise wieder rückgängig zu machen, wie z.B. Einwickeln des
"Patienten" in Aluminiumfolie und Einlegen in eine Lösung von Soda oder
einem anderen Salz in Wasser (sieh' selbst mal nach).
Viel Glück und "May the Schpätzle be with you!"
;-)
Sebastian
Von Alessi sind die Dinger, nicht von Zanussi.
;-)
In der heutigen Zeit neige ich dazu, alles, was nicht spuelmaschinenfest
ist, schlicht der Muelltonne anzuvertrauen. Ich weiss, das ist jetzt
keine Hilfe. Aber ueberleg, ob Du das Theater jedesmal mitmachst.
Mit den besten Gruessen eines begeisterten Spaetzleessers :-)
Peter
--
_____________________________________________________________________________
Microsoft has been doing a really bad job on their OS.
Linus Torvalds
_____________________________________________________________________________
> In der heutigen Zeit neige ich dazu, alles, was nicht spuelmaschinenfest
> ist, schlicht der Muelltonne anzuvertrauen. Ich weiss, das ist jetzt
> keine Hilfe. Aber ueberleg, ob Du das Theater jedesmal mitmachst.
Typisch Überflussgesellschaft ;-) Außerdem: _Das_ Theater macht man nur
einmal mit, ab dann spült man direkt nach dem Kochen von Hand, was bei einem
Teil keine echte Anstrengung ist. (Wem das schon zu viel ist, bei dem möchte
ich nicht wissen, wie das Essen schmeckt...)
Eine echte "Spätzlesschwob" aus Aluminiumguss ist jedenfalls Gold wert,
solange man keinen mindestens genauso stabilen Ersatz hat (aus 100%
Edelstahl z.B., mit stabilen Scharnieren!). Meine Mutter hat es irgendwann
bereut, ihre hergegeben zu haben, weil ihr eine der (teuren!) modernen
Plastik-Nachbauten beim Durchdrücken eines etwas festeren Teigs zerbröselt
ist. (Typisch Konsumgesellschaft ;-) Zum Glück hab' ich auf einem Flohmarkt
eine "neue" alte gefunden. Meine wollte ich jedenfalls nicht (wieder)
hergeben!
Und zum Thema Alzheimer und Aluminium: Da würde ich mir bei Spätzlesteig
keine Sorgen machen. - Erstens kommt der Teig mit der Presse nur ganz kurz
in Kontakt, zweitens glaube ich, dass Spätzlesteig wegen seines pH-Werts bei
Aluminium nicht besonders reaktionsfreudig ist und drittens ist der Teig
relativ kühl, wenn er durchgedrückt wird, was mögliche Reaktionen mit dem
Aluminium weiter erschwert.
Da macht es eher Sinn, auf ein Aluminium-freies Deo zu achten (weil man sich
das direkt in die Schweißdrüsen sprüht ;-), in unbeschichteten Alu-Flaschen
keine sauren Früchtsäfte aufzubewahren und seine Rindersteaks nicht in einer
Alu-Pfanne auf dem Gasherd zu braten.
Es gibt sie noch die guten Dinge! Man muss sie nur zu schätzen wissen...
Gruß,
Sebastian