in der Küche im Einfamilienhaus verstopft von Zeit zu Zeit der Abfluß.
Die Verstopfung scheint aber nicht auf den Siphon beschränkt zu sein,
sondern liegt wohl auch (?) in den nachfolgenden Rohrleitungen in der
Wand.
Beim letzten Mal gab mir ein Nachbar den Tip, durch eine Öffnung am
unteren Ende des Fallrohres im Keller einen Gartenschlauch
hochzuführen und mit recht hohem Druck den angesammelten Schlamm
auszuspülen. Hat auch ganz gut geklappt, obwohl nur relativ wenig
brauner Schlamm aus besagter Öffnung herauslief.
Jetzt habe ich aber nur wenig Bock, alle paar Monate die doch recht
aufwendige Prozedur zu wiederholen (es muß neben dem Öffnen des
Fallrohres noch die Waschmaschine beseite geräumt werden etc.).
Hat jemand einen Tip (gerne auch mehrere ;-)), wie man auch die
entfernter gelegenen Verstopfungen möglichst von der Küchenspüle aus
wirksam und einigermaßen dauerhaft entfernen kann und erneute
Ablagerungen verhindert?
Vielen Dank für die hoffentlich zahlreichen Antworten im voraus.
Gruß
Bernd
Hallo
ich liege vermutlich nicht falsch wenn ich glaube, dass die Leitungen
schon einige Jahrzehnte alt sind. Im Lauf der Zeit wachsen die Leitungen
durch Ablagerungen immer weiter zu. Der Querschnitt verengt sich, wenn
die Leitungen schlecht oder gar nicht bel�ftet werden, gluckert es und
aus anderen Abl�ufen wird das Siphon-Wasser rausgesaugt so dass es dann
aus den Abfl�ssen stinkt.
Da hilft keine Chemie, da sollte ein Fachmann ran. Eventuell kann man
die Leitungen fr�sen, das w�re eine L�sung die f�r l�ngere Zeit vorh�lt.
M�glich w�re aber auch, dass ein Austausch trotz Kosten und Baudreck die
vern�nftigere L�sung w�re.
> in der K�che im Einfamilienhaus verstopft von Zeit zu Zeit der Abflu�.
> Die Verstopfung scheint aber nicht auf den Siphon beschr�nkt zu sein,
> sondern liegt wohl auch (?) in den nachfolgenden Rohrleitungen in der
> Wand.
Mangelndes Gef�lle k�nnte die Ursache sein - unter anderem.
> Beim letzten Mal gab mir ein Nachbar den Tip, durch eine �ffnung am
> unteren Ende des Fallrohres im Keller einen Gartenschlauch
> hochzuf�hren und mit recht hohem Druck den angesammelten Schlamm
> auszusp�len.
F�r hartn�ckige F�lle sicher zweckm��ig.
> Hat jemand einen Tip (gerne auch mehrere ;-)), wie man auch die
> entfernter gelegenen Verstopfungen m�glichst von der K�chensp�le aus
> wirksam und einigerma�en dauerhaft entfernen kann und erneute
> Ablagerungen verhindert?
Mit derselben Prozedur vom anderen, oberen Ende aus? Na gut, dann darf
es nicht v�llig verstopft sein...
Einfach h�ufiger einen Schwall Hei�wasser hindurchzuschicken k�nnte
auch eine (einfachere) L�sung sein. Hat in meiner alten Bude gewirkt.
Ab und zu ne Ladung Rohrreiniger k�nnte es auch tun. Ansonsten
nat�rlich ein ordentliches Sieb vor den Abfluss. Das Entleeren ist
zwar l�stig, aber u.U. zweckm��ig.
Hast du diese Standardl�sungen denn gar nicht versucht?
F.
> Hi folks,
>
> in der K�che im Einfamilienhaus verstopft von Zeit zu Zeit der Abflu�.
> Die Verstopfung scheint aber nicht auf den Siphon beschr�nkt zu sein,
> sondern liegt wohl auch (?) in den nachfolgenden Rohrleitungen in der
> Wand.
Wie Frank schon geschrieben hat, kann hier ein mangeldes Gef�lle die
Ursache sein. Denkbar w�re auch das ein anderes Rohr zuweit in das
Abflussrohr gesteckt wurde und so den Querschnitt an einer Stelle
vermindert. Oder im Rohr hat sich etwas verkeilt bei dem der Dreck dann
h�ngen bleibt.
>
> Beim letzten Mal gab mir ein Nachbar den Tip, durch eine �ffnung am
> unteren Ende des Fallrohres im Keller einen Gartenschlauch
> hochzuf�hren und mit recht hohem Druck den angesammelten Schlamm
> auszusp�len. Hat auch ganz gut geklappt, obwohl nur relativ wenig
> brauner Schlamm aus besagter �ffnung herauslief.
Mit dem Gartenschlauch ist ja nicht schlecht, aber ich w�rde den von der
K�che aus sehr weit versuchen in das Rohr zu schieben und mit Hei�wasser
zu sp�len und dabei langsam den Schlauch rausziehen. Eventuell brauchst
du auch eine Spirale.
> Hat jemand einen Tip (gerne auch mehrere ;-)), wie man auch die
> entfernter gelegenen Verstopfungen m�glichst von der K�chensp�le aus
> wirksam und einigerma�en dauerhaft entfernen kann und erneute
> Ablagerungen verhindert?
Es gibt da ja noch verschiedene Ger�te die man ben�tzen k�nnte: ein
P�mpel, Luftdruck-Rohrreiniger,... kannst ja mal bei westfalia schauen
http://www2.westfalia.de/shops/werkzeug/werkzeuge_nach_gewerken/klempner/rohrreiniger/
Mit Chemie w�rde ich es nicht versuchen (au�er Sp�lmittel)
J�rgen
> Mit Chemie w�rde ich es nicht versuchen (au�er Sp�lmittel)
Sp�lmittel bringt absolut garnichts. Wenn man Chemie, also diese
Rohrreiniger anwenden will, auf keinen Fall das Pulver ins Rohr
sch�tten. Was sich von dem Zeug nicht komplett l�st, bildet steinharte
Krusten und macht alles noch schlimmer. Mit viel Vorsicht kann man
folgendes machen: Den Inhalt einer Pulle "Rohrfrei" nach und nach in
einem Kunststoffeimer aufl�sen (im Freien, D�mpfe nicht einatmen)
Aufpassen, nicht zuviel auf einmal damit die entstehende Hitze nicht den
Eimer zerst�rt. Dann das Zeug in den Abfluss gie�en und �ber Nacht
nichts mehr nachsp�len. Auf diese Weise entstehen wenigstens keine neuen
Krusten. (Schutzbrille/Gummihandschuhe sind PFLICHT)
IMO am sinnvollsten: fr�sen lassen wenn sichergestellt ist, dass es
keine Montagefehler sind die das Problem verurschen. Es wurde ja gerade
von zu tief in ein anderes Rohr hineinragende Leitungen geredet - sowas
ist fast der Klassiker. (gefolgt von der Entsorgung von Speiseresten,
�len und Fetten �ber den Ausguss)
>Mangelndes Gefälle könnte die Ursache sein - unter anderem.
Nein. Eine ordnungsgemäß verlegte Abwasserleitung läuft fast
waagerecht (1-2% Gefälle), und mündet dann in einem senkrechten
Fallrohr.
--
mfg markus
Die E-Mail Adresse ist gültig,wird aber nicht gelesen.
Sollte ausnahmsweise eine Antwort per E-Mail nötig sein:
vorna...@gmx.de
>>Mangelndes Gefälle könnte die Ursache sein - unter anderem.
>
> Nein. Eine ordnungsgemäß verlegte Abwasserleitung läuft fast
> waagerecht (1-2% Gefälle), und mündet dann in einem senkrechten
> Fallrohr.
Du möchtest mir weismachen, dass es keine Rohre gibt, die mit mehr
oder weniger als 1-2% Gefälle verlegt wurden? Komisch, in der Wohnung,
die ich bei der Wohnungssuche grade heute erst besichtigt habe,
mündete im Keller ein im 45-Grad-Winkel verlegtes Rohr in ein
senkrechtes Rohr.
Seltsam auch, dass ausgerechnet das flach verlegte Abflussrohr meiner
alten Küche, das ca. 4 Meter zur Seite lief, verstopfte...
Und woraus ergibt sich übrigens, dass es keine zu flach verlegten
Rohre geben kann, nur weil angeblich 1-2% üblich sind? Darf ich die
Erklärung dazu lesen?
Nicht, dass ich jetzt ums Verrecken unbedingt Recht behalten müsste,
aber es sollte wohl auch so jedem Normalintelligenten klar sein, dass
natürlich mehrere Bedingungen zusammenkommen: Übliche abgeführte
Wassermengen, Beimischungen, Rohrdurchmesser und -form... Bitte selbst
ergänzen.
Ich wage trotzdem dreist zu behaupten, dass ein steiler verlegtes
Abflussrohr weniger zum Verstopfen neigt als ein flacher verlegtes,
weil das Wasser schlicht mit mehr Bewegungsenergie hindurchschießt und
deshalb mehr wegspült, weil zudem die stärker angreifende Schwerkraft
eine höhere Chance hat, Reibungsenergien anhaftender Verstopfungen zu
überwinden. Man muss keine 30jährige Karriere als Klempner hinter sich
haben, um das zu kapieren. Schluss, Punkt, Aus.
Um auch gleich weitergehenden Unterstellungen durch unzulässsige
Umkehrschlüsse und Verallgemeinerungen vorzubeugen: Ich behaupte
übrigens nicht, dass eine möglichst steile Verlegung richtig wäre. Ich
sage nur, was jeder Mensch kapiert, der begriffen hat, was Schwerkraft
ist.
Dass evtl. manche Rohre aus bestimmten Gründen üblicherweise relativ
flach verlegt werden, steht dem, was ich gesagt habe, nicht im
Geringsten entgegen.
F.
>Ich wage trotzdem dreist zu behaupten, dass ein steiler verlegtes
>Abflussrohr weniger zum Verstopfen neigt als ein flacher verlegtes,
>weil das Wasser schlicht mit mehr Bewegungsenergie hindurchschie�t und
>deshalb mehr wegsp�lt
Dem haben die Abwasserrohrverleger auf meinem Hanggrundst�ck vehement
widersprochen. Meine Tochter hat am oberen Teil des Hanges ein Haus
gebaut, und das Abwasserrohr musste nach unten zur Stra�e verlegt
werden. Im ersten Teil betrug das Gef�lle rund 20 �, so wurde dort
auch das Rohr verlegt, dann folgte ein St�ck mit rund 40 �. So steil
durfte laut Kanalbauern das Rohr nicht verlegt werden, da das Wasser
zu schnell hindurchschie�en w�rde ohne die Feststoffe mitzurei�en; die
w�rden sich eher an der Wand festsetzen. Klingt f�r uns Laien nicht
logisch, ist aber Kanalbauerweisheit.
Es wurde also an der Knickstelle ein gut 3 m tiefer Fallschacht
gegraben, von dessen Boden aus das Rohr weiterl�uft. Das Abwasser
f�llt vom oberen (offenen) Rohr frei im Schacht nach unten und dort
wieder ins untere Rohr. Diese Abwasserkanalkonstruktion hat einen
eigenen Namen, der mir jetzt leider gerade nicht einf�llt.
Heinz
In diesem Falle handelt es sich um wohl zus�tzlich um das Problem
eines Rohrknies, in diesem speziellen Falle sogar um eines, bei dem
das Gef�lle ansteigt. Es versteht sich wohl von selbst, dass an
solchen Stellen nochmal besondere Bedingungen gelten. Aber ich wollte
dieses Thema nicht auch noch breittreten, und ehrlich gesagt kenne ich
mich da nat�rlich auch nicht aus.
> Es wurde also an der Knickstelle ein gut 3 m tiefer Fallschacht
> gegraben, von dessen Boden aus das Rohr weiterl�uft. Das Abwasser
> f�llt vom oberen (offenen) Rohr frei im Schacht nach unten und dort
> wieder ins untere Rohr. Diese Abwasserkanalkonstruktion hat einen
> eigenen Namen, der mir jetzt leider gerade nicht einf�llt.
Wie gesagt: Es kommt auf die Gesamtbedingungen an. In einem dickeren
Rohr verteilt sich eine gleich gro�e Wassermenge nat�rlich mehr in die
Breite, umso geringer wird die M�glichkeit des Wassers, etwas
mitzunehmen.
Zugegebenerma�en kann man ein Abwasserrohr nur bedingt mit einem
Wasserlauf vergleichen, denn das Abwasserrohr f�llt ja immer wieder
trocken. Kann nat�rlich sein, dass man manches flach verlegt, damit
dort die Feststoffe nicht eintrocknen. Das w�re eine vern�nftige
Erkl�rung, aber ob das tats�chlich so ist, wei� ich nicht. Davon
abgesehen ist dein Beispiel mit 20-40 Grad aber weit von den zuvor
erw�hnten 1-2% entfernt.
Ich bin ja gern bereit, etwas hinzuzulernen und muss nicht auf meiner
Meinung beharren, nur weil ich einmal was gesagt habe; nur sehe ich
nicht ein, wieso ein Rohr grunds�tzlich nicht zu flach verlegt sein
k�nnte.
F.
[...]
> Ich bin ja gern bereit, etwas hinzuzulernen und muss nicht auf meiner
> Meinung beharren, nur weil ich einmal was gesagt habe; nur sehe ich
> nicht ein, wieso ein Rohr grunds�tzlich nicht zu flach verlegt sein
> k�nnte.
Es kann vor allem auch mit Gef�lle in die falsche Richtung verlegt
sein. Das nennt sich dann Kontergef�lle.
Um Eure Spekulationen bez�glich des "richtigen" Gef�lles mal ein
bisschen mit Fachwissen aufzuhellen:
F�r den Hausgebrauch gilt f�r das Maximalgef�lle einer Abwasserleitung:
Leitungen im Geb�ude bis DN 80: 5%
Leitungen im Erdreich ab DN 100: Kehrwert der Nennweite
F�r Leitungen im Geb�ude bis DN 50 soll ausserdem ein Mindestgef�lle
von 2% nicht unterschritten werden.
Diese Werte stammen aus der alten Entw�sserungs-DIN 1986, sind aber im
Wesentlichen in die EU-Normen �bertragen worden.
Der Grund f�r die Maximalbegrenzung des Gef�lles wurde hier schon
genannt: Bei zu starkem Gef�lle fliesst das "Schwemmwasser" zu schnell
ab und die Feststoffe bleiben liegen.
Die Firma Geberit betreibt in Pfullendorf einen "Abwasserturm" mit
transparenten Abwasserleitungen. Da kann man die Auswirkungen aller
m�glichen und unm�glichen Installationsfehler im h�uslichen Kanalsystem
sehr gut beobachten.
--
____________
/sch�������� Martin Kiena�
Hamburg (Germany)
Hm. Fragt sich dann, warum das Rohr in dem Haus, das ich gestern
besichtigt habe, im 45-Grad-Winkel verlegt war. Der Dicke nach (ca.
20cm Durchmesser) m�sste es schon ein "Sammelrohr" gewesen sein, das
Abwasser aus mehreren Quellen abf�hrt. Aber ich wei� es nicht definitiv.
F.
> Für den Hausgebrauch gilt für das Maximalgefälle einer
> Abwasserleitung: Leitungen im Gebäude bis DN 80: 5%
...
> Für Leitungen im Gebäude bis DN 50 soll ausserdem ein
> Mindestgefälle von 2% nicht unterschritten werden.
Also 2...5% im Haus. Sind die 1...2% falsch oder überholt?
--
Gruß Werner
http://www.manndat.de/fileadmin/Dokumente/Plakat_Genitalverst_mmelung.pdf
http://www.intact.ca/video.html <--VORSICHT HART
http://www.sextra.de/main.html?page=2198
> Um Eure Spekulationen bez�glich des "richtigen" Gef�lles mal ein
> bisschen mit Fachwissen aufzuhellen:
> [...]
> Der Grund f�r die Maximalbegrenzung des Gef�lles wurde hier schon
> genannt: Bei zu starkem Gef�lle fliesst das "Schwemmwasser" zu schnell
> ab und die Feststoffe bleiben liegen.
> [...]
> Die Firma Geberit betreibt in Pfullendorf einen "Abwasserturm" mit
> transparenten Abwasserleitungen. Da kann man die Auswirkungen aller
> m�glichen und unm�glichen Installationsfehler im h�uslichen Kanalsystem
> sehr gut beobachten.
Gut, �berredet! Danke!
Frank
>F�r den Hausgebrauch gilt f�r das Maximalgef�lle einer Abwasserleitung:
>Leitungen im Geb�ude bis DN 80: 5%
>Leitungen im Erdreich ab DN 100: Kehrwert der Nennweite
Da habe ich jetzt ein Verst�ndnisproblem.
Das Maximalgef�lle einer DN-100-Leitung im Erdreich kann doch nicht
1/100 sein, also 1 %?
Ich nehme an, Du meinst hier Mindestgef�lle.
Heinz
>Du möchtest mir weismachen, dass es keine Rohre gibt, die mit mehr
>oder weniger als 1-2% Gefälle verlegt wurden?
Nein. Irgendwo wird immer gepfuscht.
>Komisch, in der Wohnung,
>die ich bei der Wohnungssuche grade heute erst besichtigt habe,
>mündete im Keller ein im 45-Grad-Winkel verlegtes Rohr in ein
>senkrechtes Rohr.
S.o.
>Und woraus ergibt sich übrigens, dass es keine zu flach verlegten
>Rohre geben kann, nur weil angeblich 1-2% üblich sind? Darf ich die
>Erklärung dazu lesen?
Das Wasser fliesst zu schnell ab und reisst Feststoffe nicht mit.
>Ich wage trotzdem dreist zu behaupten, dass ein steiler verlegtes
>Abflussrohr weniger zum Verstopfen neigt als ein flacher verlegtes,
>weil das Wasser schlicht mit mehr Bewegungsenergie hindurchschießt und
>deshalb mehr wegspült, weil zudem die stärker angreifende Schwerkraft
>eine höhere Chance hat, Reibungsenergien anhaftender Verstopfungen zu
>überwinden. Man muss keine 30jährige Karriere als Klempner hinter sich
>haben, um das zu kapieren. Schluss, Punkt, Aus.
Du irrst. Die meisten kapieren das schon während der Ausbildung.
>>Und woraus ergibt sich übrigens, dass es keine zu flach verlegten
>>Rohre geben kann, nur weil angeblich 1-2% üblich sind? Darf ich die
>>Erklärung dazu lesen?
>
> Das Wasser fliesst zu schnell ab und reisst Feststoffe nicht mit.
Das ist keine Erklärung zu dem Problem.
> Du irrst. Die meisten kapieren das schon während der Ausbildung.
Ausbildung zum Kanalreiniger? Ich erblasse vor Sozialneid...
F.
>> Das Wasser fliesst zu schnell ab und reisst Feststoffe nicht mit.
>
> Das ist keine Erklärung zu dem Problem.
"Reißt Feststoffe nicht mit" scheint mir in der Tat keine gute
Erklärung, da schneller fließendes Wasser natürlich mehr "reißt".
Ich würde meinen, es kommt darauf an, dass das Wasser hinter den
Ablagerungen möglichst lange stehen bleibt und die Ablagerungen
feucht und glitschig hält, damit sie beim nächsten Wasserschwall
ein Stückchen weiter transportiert werden. Wenn das Wasser erst
abgelaufen und die Rückstände angetrocknet sind, hilft auch
schnellerer fließendes Wasser nicht mehr.
Nein, Du hast richtig verstanden: 1% Maximalgef�lle w�re
f�r eine DN 100-Leitung im Erdreich vorschriftenkonform.
> "Reißt Feststoffe nicht mit" scheint mir in der Tat keine gute
> Erklärung, da schneller fließendes Wasser natürlich mehr "reißt".
>
> Ich würde meinen, es kommt darauf an, dass das Wasser hinter den
> Ablagerungen möglichst lange stehen bleibt und die Ablagerungen
> feucht und glitschig hält, damit sie beim nächsten Wasserschwall
> ein Stückchen weiter transportiert werden. Wenn das Wasser erst
> abgelaufen und die Rückstände angetrocknet sind, hilft auch
> schnellerer fließendes Wasser nicht mehr.
Das ist eine schlüssige Erklärung. Das hatte ich sinngemäß bereits so
angedeutet, als ich sagte, dass das Rohr ja immer wieder trocken fällt
und deshalb nicht mit einem oberirdischen Wasserlauf vergleichbar ist.
Um nochmal das scheinbar Selbstverständliche zu erwähnen: Kommt
natürlich drauf an, *was* da mitgenommen werden soll. Ein Abflussrohr
ist ja per se kein Feststoff-Entsorgungsloch. Im Übrigen: Sch**ße
schwimmt oben und zerlegt sich irgendwann, viele Beimengungen sind
eher organisch, daher weich und nicht so schwer. Außerdem gibt's an
den meisten Stellen Siebe.
Der Witz ist offenbar, es stark genug zu neigen, dass auch größere
schwerere Sachen nicht lange hängen bleiben, es aber nur so stark zu
neigen, dass das Wasser den Dreck feucht hält (bzw. wieder anfeuchten
kann) und der ankommende Wasserschwall es noch mitnehmen kann.
Grüße
Frank
>Werner Holtfreter schrieb:
>
>> "Rei�t Feststoffe nicht mit" scheint mir in der Tat keine gute
>> Erkl�rung, da schneller flie�endes Wasser nat�rlich mehr "rei�t".
>>
>> Ich w�rde meinen, es kommt darauf an, dass das Wasser hinter den
>> Ablagerungen m�glichst lange stehen bleibt und die Ablagerungen
>> feucht und glitschig h�lt, damit sie beim n�chsten Wasserschwall
>> ein St�ckchen weiter transportiert werden. Wenn das Wasser erst
>> abgelaufen und die R�ckst�nde angetrocknet sind, hilft auch
>> schnellerer flie�endes Wasser nicht mehr.
>
>Das ist eine schl�ssige Erkl�rung. Das hatte ich sinngem�� bereits so
>angedeutet, als ich sagte, dass das Rohr ja immer wieder trocken f�llt
>und deshalb nicht mit einem oberirdischen Wasserlauf vergleichbar ist.
>
>Um nochmal das scheinbar Selbstverst�ndliche zu erw�hnen: Kommt
>nat�rlich drauf an, *was* da mitgenommen werden soll. Ein Abflussrohr
>ist ja per se kein Feststoff-Entsorgungsloch. Im �brigen: Sch**�e
>schwimmt oben und zerlegt sich irgendwann, viele Beimengungen sind
>eher organisch, daher weich und nicht so schwer. Au�erdem gibt's an
>den meisten Stellen Siebe.
>
>Der Witz ist offenbar, es stark genug zu neigen, dass auch gr��ere
>schwerere Sachen nicht lange h�ngen bleiben, es aber nur so stark zu
>neigen, dass das Wasser den Dreck feucht h�lt (bzw. wieder anfeuchten
>kann) und der ankommende Wasserschwall es noch mitnehmen kann.
Haupts�chlich nicht, haupts�chlich geht es darum, dass bei geringer
Neigung ein langsamer, optimierter Fluss zustande kommt, in dem die
Feststoffe mitschwimmen k�nnen (Feststoffe mit einer Dichte deutlich
gr��er als Wasser sind immer problematisch und geh�ren nicht ins
Abwasser). Bei hoher Geschwindigkeit (=turbulenter Str�mung bzw.
�bergangsbereich) ist viel mehr Wasser erforderlich, da die
beschleunigende Kraft auf den Feststoff und der Schwimmeffekt im
Verh�ltnis kleiner wird, als bei langsamer (laminarer) Str�mung.
Wenn man die Rohrsteigung mit einbezieht, wird es kompliziert - ich
versuche es mal anschaulich ohne zu erkl�ren: stell Dir ein
durchsichtiges gering geneigtes Rohr vor, in dem ein St�ck F�kal
liegt. Jetzt bekommst Du von mir einen Liter Wasser: Was machst Du?
Wenn Du denn Liter Wasser mit Schwung durchkippst, wird das F�kal
stark beschleunigt (bleibt aber deutlich unter der
Wassergeschwindigkeit), ein St�ck mitgetrieben, knallt st�ndig gegen
die Wandung, verliert dort Kraft und bleibt nach kurzer Strecke
liegen. L��t Du das Wasser mit einer gewissen, optimalen
Mindestgeschwindigkeit flie�en, treibt das F�kal gerade auf, wird
langsam auf fast die Wassergeschwingkeit beschleunigt und schwimmt
viel weiter im Strom mit.
Man darf sich das ganze nat�rlich auch nicht mit einem glatten, neuen
Rohr vorstellen - so ein Rohr bekommt mit der Zeit eine deutlich
h�here Reibung, einen kleineren Querschnitt und verschmutzte Stellen
an denen Feststoffe hackeln k�nnen.
Grusz,
Dirk
:-)
Wer sagt denn, dass man im Netz nix dazulernen k�nnte
und sich nur mit Boj�rschen rumschlagen muss?
:-P
Um aber auf das urspr�ngliche Anliegen zur�ckzukommen: Man verhindert
es wohl am effektivsten, wenn man einerseits Beimengungen entweder
m�glichst aufl�st und gut durchsp�lt oder andererseits zu Grobes und
zu Schweres ausfiltert. Fertich.
Ich vermute einfach mal, dass �brigens Fett seinen Eigenschaften nach
einen ganz erheblichen Anteil am Zusetzen von K�chenabfl�ssen haben
k�nnte. Das haftet n�mlich wirklich wie die Pest und bildet feste Massen.
So, nu is' aber gut.
Gr��e
Frank
> Die Firma Geberit betreibt in Pfullendorf einen "Abwasserturm" mit
> transparenten Abwasserleitungen. Da kann man die Auswirkungen aller
> möglichen und unmöglichen Installationsfehler im häuslichen Kanalsystem
> sehr gut beobachten.
Das klingt interessant.
Gibt es dazu etwas im Netz zu lesen oder anzusehen?
--
Hilf mit die WP besser zu machen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Adminwiederwahl
http://lmgtfy.com/?q=abwasserturm+geberit
>> Das klingt interessant.
>> Gibt es dazu etwas im Netz zu lesen oder anzusehen?
>
> http://lmgtfy.com/?q=abwasserturm+geberit
Lol, geile Seite. :)
Aber Google habe ich schon selber bemüht.
Gibt es etwas über diesen Turm im Netz zum Nachlesen, Geberit verweist
da nur auf mögliche Führungen und das scheinbar hauptsähclich für Leute
die damit beruflich zu tun haben.
Es gibt scheinbar eine pro7 Doku über diesen Turm aber auch die ist
nicht aufzutreiben.
Hallo
Tipp von mehreren Fachleuten: Rohrreiniger 'kann' man anwenden aber auf
keinen Fall so, wie es auf den Dosen drauf steht, also *nicht* das
Pulver in den Ausguss kippen. Was dort nicht gleich aufgel�st wird,
bildet steinharte Krusten die schlimmer sind als die �blichen
Ablagerungen aus Fett, Seifenresten usw.
Besser im Notfall eine halbe oder eine ganze Pulle Rohreiniger nach
und nach in Wasser aufl�sen (Kunststoffeimer) und erst dann in den
Ausguss gie�en. Mit der n�tigen Vorsicht nat�rlich und das Zeug im
Freien ansetzen (Gasbildung). Ich muss sagen, das klappt wirklich gut.
Rohrreiniger brauche ich nur selten, ich hole dann aber nicht das
Supermarkt-Zeug mit allerlei Zus�tzen sondern die einfachen (meist vom
Installateur in der N�he)
Bitte nicht vorbeugend st�ndig Chemie in den Ausguss kippen, das
schadet Deinem Geldbeutel und die Kl�ranlagen
ASO
Bei Schlecker und Netto, diesen "Sklavenhaltern" w�rde ich erst mal
gar nichts mehr kaufen.
> Alfred Weidlich schrieb:
>> Ich habe beim Schlecker
>
> ASO
> Bei Schlecker und Netto, diesen "Sklavenhaltern" würde ich erst mal
> gar nichts mehr kaufen.
soso, aber bei Aldi, wa?
Bernd Nomi wrote:
>Tipp von mehreren Fachleuten: Rohrreiniger 'kann' man anwenden aber auf
>keinen Fall so, wie es auf den Dosen drauf steht, also *nicht* das
>Pulver in den Ausguss kippen.
Das steht �blicherweise auch nicht so in der Anleitung. Dort steht,
man soll eine _geringe Menge einsp�len_ bzw. eine _kleine Menge (30g)
einrieseln lassen_ und _einsp�len_. Wenn man da ein paar Tassen NaOH
mit Schwung reinkippt ist es klar, dass es verklumpt.
>Besser im Notfall eine halbe oder eine ganze Pulle Rohreiniger nach
>und nach in Wasser aufl�sen (Kunststoffeimer) und erst dann in den
>Ausguss gie�en. Mit der n�tigen Vorsicht nat�rlich und das Zeug im
>Freien ansetzen (Gasbildung).
Der Wasserstoff ist kein gro�es Problem, sondern die nicht gerade
d�nne Natronlauge (min. 5%, eher 10%, mit weniger Wasser h�her...),
die Du da ansetzen willst, und die durch die Alugranalien auch noch
sprudelt. Das soll bitte kein Laie nachmachen - wenn man nicht weiss,
was man da macht, ist das h�chstgef�hrlich! Ein Spritzer ins Auge und
das ist irreversibel hin - der Vorgang ist relativ schmerzlos und wird
oft erst bemerkt, wenn es schon zusp�t ist. Bei Ver�tzungen der
Haut/anderer Gewebe verh�lt es sich �hnlich und Laugenver�tzungen sind
i.A. tiefer und gef�hrlicher als S�urever�tzungen. Das NaOH erhitzt
sich stark beim l�sen und die L�sung neigt zu Siedeverz�gen.
Selbst wenn man das kann, macht man sowas nur mit dichtschlie�ender
Schutzbrille, Laborkittel/-sch�rze, Handschuhen und einem sicheren
Transportbeh�ltnis. Ein schwankender Eimer Natronlauge ist nicht sehr
lustig.
Ganz abgesehen davon, kommt ein guter Teil der Wirkung durch die
Mechanik (L�sen der Alugranalien unter Wasserstofffreisetzung
/Sprudeln) und Erw�rmung zustande, das verhindert man nat�rlich, wenn
man vorher l�st.
>Ich muss sagen, das klappt wirklich gut.
>Rohrreiniger brauche ich nur selten, ich hole dann aber nicht das
>Supermarkt-Zeug mit allerlei Zus�tzen sondern die einfachen (meist vom
>Installateur in der N�he)
Das ist sehr sicher genau das gleiche: NaOH, ein paar Alugranalien f�r
die Mechanik + ein klein wenig Nitrat. Gibt es unter Zig verschiedenen
Markennamen.
>Bitte nicht vorbeugend st�ndig Chemie in den Ausguss kippen, das
>schadet Deinem Geldbeutel und die Kl�ranlagen
F�r die Kl�ranlagen ist normales Rohrfrei nicht sonderlich schlimm.
Grusz,
Dirk
Sicher, aber genau das machen viele. (Motto: viel hilft viel)
> Selbst wenn man das kann, macht man sowas nur mit dichtschlie�ender
> Schutzbrille, Laborkittel/-sch�rze, Handschuhen und einem sicheren
> Transportbeh�ltnis. Ein schwankender Eimer Natronlauge ist nicht sehr
> lustig.
Klaro dass man sowas nur mit gr��ter Vorsicht machen sollte. Unser
Klemptner hat es trotzdem auch ohne Laborkittel und ABC-Anzug bis zur
Altersrente und dar�ber hinaus geschafft.
>
> Ganz abgesehen davon, kommt ein guter Teil der Wirkung durch die
> Mechanik (L�sen der Alugranalien unter Wasserstofffreisetzung
> /Sprudeln) und Erw�rmung zustande, das verhindert man nat�rlich, wenn
> man vorher l�st.
Die Reiniger, die ich meinte, haben diese Alu-Spielereien nicht,
funktionieren aber trotzdem. Mit den anderen Pulvern kann man daf�r auch
Rohre auftauen.
>>Bitte nicht vorbeugend st�ndig Chemie in den Ausguss kippen, das
>>schadet Deinem Geldbeutel und die Kl�ranlagen
> F�r die Kl�ranlagen ist normales Rohrfrei nicht sonderlich schlimm.
Naja, nicht wenn es nur wenige so machen. Stell Dir mal vor in einer
Satellitenstadt kippt nur jeder 5 das Zeug rein und das alles am Samstag
in der Werbepause ;)
warum kannst Du nicht lesen? Ich schrieb extra von "einfachen" Pulvern
die keine zusätzlichen Spielereien enthalten. Auch wenn Deine Theorie
sich gut liest, ich kann aus der Praxis sagen (und reiche mal die
50jährige Berufserfahrung eines Bekannten mit weiter) das es mit der
flüssigen Methode besser funktioniert als mit der Pulvermethode.
Wieso hältst Du eigentlich alle anderen im Usenet für blöd und
ahnungslose Theoretiker? Das einfache Pulver, von dem Du sprichts ist
zu 99% schlichtes NaOH. Dein Klempner hatte schlicht Glück. Bloß weil
manche Leute 50 Jahre ohne Führerschein und unangeschnallt keinen
Unfall hatte, heißt das nicht, das unangeschnalltes Fahren harmlos
ist.
Es ist sinnvoll, NaOH zum Reinigen und freihalten des Abflusses
einzusetzen, da es Fett und Haare auflöst, duie Hauptsubstanzen des
Abflussverstopfungskniest. Wenn man klassisches Abfluss frei nimmt,
dann sollte man sich ganz genau an die Anweisung halten:
a) das Pulver löst sich am Ort des geschehens, weit weg vom
menschlichen Körper.
b) wenn sich Natronlauge löst, wird die resultierende Lösung warm,
sehr warm. Das wiederum ist gut für das Wirken
c) Alugries ist keineswegs "Spielerei", sondern sorgt für ein munteres
Schäumen.
Das haben dir 2 Fachleute versucht zu erklöären, aber wier immer
akzeptierst Du ja nur das Bojasche gesetz.
Und ich kann Dirks Warnung nur nocheinmal wiederholen: Rohrfrei ist
gefährlich und in seiner Wirkung keineswegs mit Salzsäure zu
vergleichen. Salzsäure ist relativ zu konzentrierten Laugen wirklich
als harmlos zu bezeichnen. Laugenverätzungen sind tief und verursachen
böse Wunden. Auch das ist nicht theoretisch:
http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dssid=4170&dsmid=72712&dspaid=564043
Auch Möbelbeize ist nichts anderes als NaOH. Manchmal ist es echt
nicht schlecht, Haushaltschemikalien auch theoretisch zu kennen.
Ein Theoretiker weiß warum das so ist: Lauge löst im Gegensatz zu
Säuren viel schneller und gründlicher Fett. Damit kommt die Lauge auf
menschlichen Gewebe viel schneller in die Tiefe und kann so das Gewebe
gründlich schädigen. So nebenbei und theoretisch: Beim Einsatz von
Kernseife bildet sich auch Lauge, wenn auch nur schwach konzentriert.
Deshalb brennt sie im Auge und deshalb kriegt man damit seine
fettverschmierten Pranken wieder sauber.
Und trotz aller Gefahren ist Rohrfrei eine sinnvolle Methode und
schadet in der Kläranlage keineswegs, denn obwohl lokal angewendet,
hochkonzentriert, wird sie auf dem Weg soweit runterverdünnt, dass
weder die Abwasserrohre leiden, noch die Flora in der Kläranlage.
Nicht wahr!? <G>
> Aber Google habe ich schon selber bem�ht.
> Gibt es etwas �ber diesen Turm im Netz zum Nachlesen, Geberit verweist
> da nur auf m�gliche F�hrungen und das scheinbar haupts�hclich f�r Leute
> die damit beruflich zu tun haben.
> Es gibt scheinbar eine pro7 Doku �ber diesen Turm aber auch die ist
> nicht aufzutreiben.
Auch nicht per Direktanfrage bei pro7?
Ich glaube nicht, dass Nachlesen im Netz in diesem Fall eine sinnvolle
Informationsquelle w�re. Der Sinn dieses Abwasserturms ist ja gerade,
dass man die Installationsfehler und ihre Auswirkungen direkt sehen
kann. Was theoretisch passiert, wenn man eine Fallleitung ohne
Bel�ftung betreibt, ein Abflussrohr mit zu viel, zu wenig oder mit
Kontergef�lle verlegt usw. kann ich Dir hier auch hinschreiben.
Aber es zu sehen, das ist deutlich beeindruckender.
�brigens kann man dort auch sehen, dass die meisten "Abflussfrei"-Mittel
nur Wirkung entfalten, wenn die Verstofung unmittelbar hinter der
Ablaufstelle (also z.B. im Siphon) liegt. An weiter entfernte im
Abflussrohr gelegene Verstopfungen kommt man mit "Abflussfrei" gar
nicht heran. Und die im Siphon befindliche Verstopfung kann man auch
einfach mechanisch (abschrauben, reinigen, dranschrauben, fertig)
beheben.
"Abflussfrei" ist m.E. ein h�chst �berfl�ssiges Produkt und schadet in
den meisten F�llen mehr, als es n�tzt.
>> ASO
>> Bei Schlecker und Netto, diesen "Sklavenhaltern" würde ich erst mal
>> gar nichts mehr kaufen.
>
> soso, aber bei Aldi, wa?
Er hat nicht ganz unrecht.
So wie man hört weden AN bei Aldi/Hofer besser bezahlt und behandelt wie
bei den meisten anderen Ketten.
> Hallo
> Tipp von mehreren Fachleuten: Rohrreiniger 'kann' man anwenden aber auf
> keinen Fall so, wie es auf den Dosen drauf steht, also *nicht* das
> Pulver in den Ausguss kippen. Was dort nicht gleich aufgelöst wird,
> bildet steinharte Krusten die schlimmer sind als die üblichen
> Ablagerungen aus Fett, Seifenresten usw.
Dieses Natriumhydroxid habe ich schon lange nimmer gesehen.
Bei uns gibt es einerseits welche auf Enzymbasis und dann noch die mit
Natriumhypochlorid.
In welchem MArkt bekommt man denn noch die Pulver?
> Bitte nicht vorbeugend ständig Chemie in den Ausguss kippen, das
> schadet Deinem Geldbeutel und die Kläranlagen
Ab und zu beugt es aber Ablagerungen vor und alle genutzen Sachen werden
von der Kläranlage abgebaut.
> Naja, nicht wenn es nur wenige so machen. Stell Dir mal vor in einer
> Satellitenstadt kippt nur jeder 5 das Zeug rein und das alles am Samstag
> in der Werbepause ;)
Dann wird es eh durch ein paar km³ Wasser verdünnt. :)
> warum kannst Du nicht lesen? Ich schrieb extra von "einfachen" Pulvern
> die keine zusätzlichen Spielereien enthalten. Auch wenn Deine Theorie
> sich gut liest, ich kann aus der Praxis sagen (und reiche mal die
> 50jährige Berufserfahrung eines Bekannten mit weiter) das es mit der
> flüssigen Methode besser funktioniert als mit der Pulvermethode.
Was soll mit Fett und Natronlauge passieren?
Es entsteht Seife die auch wasserlöslich ist.
Bei Wärme noch viel schneller.
> Einfach häufiger einen Schwall Heißwasser hindurchzuschicken könnte
> auch eine (einfachere) Lösung sein. Hat in meiner alten Bude gewirkt.
> Ab und zu ne Ladung Rohrreiniger könnte es auch tun. Ansonsten
> natürlich ein ordentliches Sieb vor den Abfluss. Das Entleeren ist
> zwar lästig, aber u.U. zweckmäßig.
Man kann den kochenden Wasser etwas Maschinenspülmittel zusetzen.
Das löst dann besser organisches Material.
> Auch nicht per Direktanfrage bei pro7?
Ich werde mal anmeilen.
> Ich glaube nicht, dass Nachlesen im Netz in diesem Fall eine sinnvolle
> Informationsquelle wäre. Der Sinn dieses Abwasserturms ist ja gerade,
> dass man die Installationsfehler und ihre Auswirkungen direkt sehen
> kann. Was theoretisch passiert, wenn man eine Fallleitung ohne
> Belüftung betreibt, ein Abflussrohr mit zu viel, zu wenig oder mit
> Kontergefälle verlegt usw. kann ich Dir hier auch hinschreiben.
> Aber es zu sehen, das ist deutlich beeindruckender.
>
> Übrigens kann man dort auch sehen, dass die meisten "Abflussfrei"-Mittel
> nur Wirkung entfalten, wenn die Verstofung unmittelbar hinter der
> Ablaufstelle (also z.B. im Siphon) liegt. An weiter entfernte im
> Abflussrohr gelegene Verstopfungen kommt man mit "Abflussfrei" gar
> nicht heran. Und die im Siphon befindliche Verstopfung kann man auch
> einfach mechanisch (abschrauben, reinigen, dranschrauben, fertig)
> beheben.
> "Abflussfrei" ist m.E. ein höchst überflüssiges Produkt und schadet in
> den meisten Fällen mehr, als es nützt.
Finde ich nicht.
Mechanische Reinigung taugt nicht immer für Laien.
Oft genug kommt man eben nicht gut dazu ohne die Wand aufzustemmen oder
lange Federn zu verwenden.
Und die Methode mit Druckluft hat einen gefährlichen Nachteil.
Der Druck kann Verbindungen lösen.
Und DIESE Probleme sind sicher nicht mehr harmlos.
Da setze ich lieber Chemie ein.
Da starke Säuren (es gibt Rohrreiniger die mit SChwefelsäure arbeiten
oder gar Salpetersäure (25% Salpetersäure auf einem türkischen Produkt)
) die Kunststoffe angreifen können nehme ich halt leiber basische Mittel.
Also ich bekomme es von unserem Gas_Wasser_Schei�e_Mensch, der bekommt
es von irgendeinem Lieferanten.
> Dieses Natriumhydroxid habe ich schon lange nimmer gesehen.
Ist aber so ziemlich in jedem Drogeriemarkt oder Drogerieabteilung zu
finden. Die Flaschen/Dosen sind nur meist nicht so schᅵn bunt overdesigned.
> Bei uns gibt es einerseits welche auf Enzymbasis und dann noch die mit
> Natriumhypochlorid.
Reines Natriumhypochlorid kann ich mir als Abflussfrei nicht vorstellen.
Viel zu gross ist die Gefahr von Chlorgasfreisetzung.
Wenn dann taugt das Zeug als Schimmelentferner als Lᅵsung auf.
--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Naja oder bei unseren westlichen nachbarn als eau de javelle (sp?).
Etwa doppelt so hoch konzentriert.
Allerdings sollte man keineswegs mit Sauren Reinigern gleichzeitig
hantieren. Als im guten Domestos noch hypochlorid war, bildete sich in
manch Kloschüsseln Chlorgas in nicht unerheblichen Mengen, weil der
Hausmensch in guter Absicht erst Domestos zur strahlend reiner
Kloschüssel kippzte und anschließend den Urinstein mit Entkalker
killen wollte. :(
> Alfred Weidlich schrieb:
>
>> Dieses Natriumhydroxid habe ich schon lange nimmer gesehen.
>
> Ist aber so ziemlich in jedem Drogeriemarkt oder Drogerieabteilung zu
> finden. Die Flaschen/Dosen sind nur meist nicht so schön bunt overdesigned.
Ich werde mal sehen ob ich das nicht doch wo finde.
>
>> Bei uns gibt es einerseits welche auf Enzymbasis und dann noch die mit
>> Natriumhypochlorid.
>
> Reines Natriumhypochlorid kann ich mir als Abflussfrei nicht vorstellen.
> Viel zu gross ist die Gefahr von Chlorgasfreisetzung.
> Wenn dann taugt das Zeug als Schimmelentferner als Lösung auf.
Das flüssige Rohrfrei hier ist sowas.
Oft das einzige Produkt das man bekommt hier.
Enthält auch noch Tenside und ist gelartig.
>> Dieses Natriumhydroxid habe ich schon lange nimmer gesehen.
>> Bei uns gibt es einerseits welche auf Enzymbasis und dann noch die mit
>> Natriumhypochlorid.
>> In welchem MArkt bekommt man denn noch die Pulver?
>
> Also ich bekomme es von unserem Gas_Wasser_Scheiße_Mensch, der bekommt
> es von irgendeinem Lieferanten.
Gut, ich werde mal einen der Installateure hier in der Gegend fragen.
Ich habe zur Zeit weder volle noch leere Dosen von dem Zeug, ich h�tte
Dir sonst n�heres dazu sagen k�nnen. Das die Pullen orangefarben sind
und einen recht simpel aussehenden Aufdruck haben, n�tzt Dir sicher
enorm viel!? ;)
> In welchem MArkt bekommt man denn noch die Pulver?
Wenn nicht bei Neuber's Enkel in Wien auf der Wienzeile,
dann wuesst' ich nicht, wo sonst.
hth
fritz
>>> Dieses Natriumhydroxid habe ich schon lange nimmer gesehen.
>> Ist aber so ziemlich in jedem Drogeriemarkt oder Drogerieabteilung zu
>> finden. Die Flaschen/Dosen sind nur meist nicht so schᅵn bunt overdesigned.
>
> Ich werde mal sehen ob ich das nicht doch wo finde.
Es kᅵnnte z.B. folgender sein:
http://www.scjohnson.de/nqcontent.cfm?a_id=7075
*g*
Sobald man Chemikalien will landet man eh bei denen.
Habe letztens eine billigere alternative für Isopropanol gesucht und die
gibts nur wenn man es tankwagenweise bestellt.