wir haben vor einiger Zeit einen etwas aelteren
Neff-Gas-Einbauherd mit Elektrozuendung erworben. Im
Gegensatz zu dem in der Betriebsanleitung aufgefuehrten
Ausfall der Zuendung funktioniert diese blendend -
neuerdings leider ununterbrochen... D.h. sie zuendet und
zuendet und zuendet... Ist eigentlich kein Problem, den
Stecker herauszuziehen (das ist der einzige Zustand, in dem
sie nichts mehr tut), aber dann funktioniert auch das
Backofengeblaese nicht mehr.
1. Hat jemand eine Idee, wie ich diese Zuenderei in den
Griff bekomme?
2. Was passiert, wenn ich den Backofen ohne Geblaese
betreibe?
Waere prima, wenn eine/r von Euch eine Idee dazu haette...
Vielen Dank
Ines
Hallo
moderne Gasgeräte sind im Prinzip so sicher wie Elektrogeräte - solange
sie fachkundig gewartet und betrieben werden . das voraus geschickt. Die
Zündung wird nicht unterbrochen weil die Sicherheitsautomatik defekt
ist. Vielleicht ist ja ein Temperatur-Sensor defekt. Mit der
automatischen Zündung soll u.a. verhindert werden, dass Gas unbemerkt
ausströmt, den Raum füllen und zu schweren Explosionen führen kann.
Konztrolliere ob die Temp-Fühler auch von einer Gasflamme berührt
werden, reinige auch mal die Düsen falls der Flammenkranz ungleichmäßig
ist. Abgebrannte Brenner müssen durch Original-Ersatzteile ausgetauscht
werden. Wenn alles nichts hilf muß der Fachmann ran.
Gruß Lutz
--
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überprüfe doch mal die Schalter, die die Zündung betätigen.
Entweder es ist ein separater Schalter, oder (wahrscheinlicher) jeder
Drehregler der Flammen schaltet beim Hineindrücken die Elektrozündung.
Ein häufiger Fehler wäre: fettiger, zäher Schmier verhindert, daß der
Zündschalter wieder durch die Rückholfeder in die AUS Position gebracht
wird.
Abhilfe: Drehknöpfe abziehen, Sprühöl auf die Schalter sprühen, mehrfach
drücken und loslassen, abwischen, bis der betreffende Schalter wieder in
die AUS Position geht.
Gruß
NMS
> moderne Gasgeräte sind im Prinzip so sicher wie Elektrogeräte - solange
> sie fachkundig gewartet und betrieben werden . das voraus geschickt. Die
> Zündung wird nicht unterbrochen weil die Sicherheitsautomatik defekt
> ist.
Ich glaube, Ines spricht von der Piezo-Zündung für die Brenner ;-)
Ansonsten hast Du sicher recht.
Gruß
Christian
erstmal vielen Dank fuer die Antworten.
Ich hab mich glaub ich etwas undeutlich ausgedrueckt: Hinter
den Brennern gibt es jeweils einen "Fuehler" (den hatte Lutz
ja schon beschrieben), ausserdem einen Stift, der nach
Keramik aussieht, und beim Eindruecken des Gasreglers an dem
betreffenden Brenner den Zuendfunken in Gang setzt. D.h.
Regler drehen -> Gas stroemt, Regler eindruecken -> Funke
zuendet an betreffendem Brenner (ist wie gesagt ein aelteres
Modell, die von Lutz beschriebene Sicherheitsfunktion bei
unkontrolliert stroemendem Gas gibt's glaube ich nicht). Im
Moment zuendet es an _allen_ Brennern gleichzeitig, solange
der Stecker in der Dose ist.
Die Vermutung von NMS hoert sich recht plausibel an, ich
habe sowieso arge Probleme damit, diese Stiftchen richtig zu
reinigen, weil ich immer aengstlich bin, irgendwas zu
verbiegen - und mein Liebster laesst gern mal die Milch
ueberkochen...
Leider lassen sich die Drehknoepfe nicht richtig abziehen,
es gibt eine Art Manschette, die sich um etwa 1cm nach vorn
schieben laesst, wenn ich die Nase in diesen winzigen Spalt
stecke sieht's dort recht sauber aus (immerhin) - ich
wuesste gar nicht, wo ich mit dem Spruehoel dort landen
wuerde... trotzdem probieren?
Danke fuer das Bemuehen Eurer grauen Zellen
xxxInes
> Ich hab mich glaub ich etwas undeutlich ausgedrueckt:
war gut verständlich
> Hinter den Brennern gibt es jeweils einen "Fuehler" (den hatte Lutz ja
> schon beschrieben)
das ist der Thermofühler, der das Sperren des Gases veranlaßt, wenn die
Flamme erlöscht. Hier muß keine übertriebene Sauberkeit herrschen. Zur
Reinigung Rauhschwamm oder Stahlwolle. Die Teile sind auch robust.
> , ausserdem einen Stift, der nach Keramik aussieht, und beim
> Eindruecken des Gasreglers an dem
> betreffenden Brenner den Zuendfunken in Gang setzt.
Hier muß immer trockene Sauberkeit herrschen, damit der Zündfunke
überspringen kann. Beim Reinigen zärtliche Vorsicht walten lassen, damit
die Keramik Isolatoren nicht zerbrechen.
> D.h. Regler drehen -> Gas stroemt, Regler eindruecken -> Funke zuendet
> an betreffendem Brenner (ist wie gesagt ein aelteres Modell, die von
> Lutz beschriebene Sicherheitsfunktion bei unkontrolliert stroemendem
> Gas gibt's glaube ich nicht).
Doch, s.o.
> Im Moment zuendet es an _allen_ Brennern gleichzeitig, solange der
> Stecker in der Dose ist.
Ich mutmaße, daß auch bei intakter Zündung beim Drücken eines Schalters
alle vier Zündungen gleichzeitig ausgelöst würden (Was ja auch nicht
schadet) Hier gilt es also den schuldigen Schalter, der nicht mehr in
Ausgangsstellung zurückkommt, wenn man losläßt, zu identifizieren. Am
besten eben alle Drehknöpfe abziehen und darunter die Mechanik reinigen.
> Die Vermutung von NMS hoert sich recht plausibel an, ich
> habe sowieso arge Probleme damit, diese Stiftchen richtig zu reinigen
ist aber nicht schwer (s.o.), aber bei den Stiften ist der Fehler nicht
zu vermuten.
> , weil ich immer aengstlich bin, irgendwas zu
> verbiegen - und mein Liebster laesst gern mal die Milch
> ueberkochen...
Holt Euch doch mal einen Simmertopf, dann passiert das nicht mehr so
schnell
> Leider lassen sich die Drehknoepfe nicht richtig abziehen,
zieh Gummihandschuhe an, damit Du den richtigen Griff hast und nicht
abrutschst.
> es gibt eine Art Manschette, die sich um etwa 1cm nach vorn schieben
> laesst
das ist vermutlich nur eine Abdeckung, da brauchst Du eher nichts zu
machen.
> , wenn ich die Nase in diesen winzigen Spalt stecke sieht's dort recht
> sauber aus (immerhin) - ich wuesste gar nicht, wo ich mit dem
> Spruehoel dort landen wuerde... trotzdem probieren?
nein, hier nicht, sondern nur um die Achse des Drehknopfes herum, wo
m.E. auch die Rückholfeder sitzen müßte.
> Danke fuer das Bemuehen Eurer grauen Zellen
Gern geschehen. Berichte doch mal weiter.
Gruß
NMS
vielen Dank fuer Deine ausfuehrlichen Erklaerungen. Mal
gucken, ob ich es heute noch schaffe, ich werd mir auf jeden
Fall schon mal die Gummihandschuhe parat legen...
NMS wrote:
>
[ueberkochende Milch]
>
> Holt Euch doch mal einen Simmertopf, dann passiert das nicht mehr so
> schnell
:) Das ist ein anderes Problem - ich habe anscheinend gerade
einen unguten Einfluss auf Elektrogeraete und die arme
Pavoni-Espressomaschine, die ansonsten fuer die
aufgeschaeumte Milch zustaendig ist, beim Entkalken
gekillt... (die ist zur Zeit in Reparatur, und von dem
auseinandergefallenen Anrufbeantworter erzaehle ich lieber
gar nicht erst...)
> > Danke fuer das Bemuehen Eurer grauen Zellen
>
> Gern geschehen. Berichte doch mal weiter.
>
> Gruß
> NMS
Das werde ich machen, wenn es neue Erkenntnisse gibt :)
Nochmals vielen Dank!
xxxInes
> ich werd mir auf jeden Fall schon mal die Gummihandschuhe parat legen...
Wenn sich die Drehschalter nicht durch einfachen, beherzten Zug von der
Achse ziehen lassen wollen, schau doch mal nach, ob es am Schaltknopf eine
kleine Bohrung für eine Madenschraube gibt. Die müßte dann zuerst mit
einem Fein-Schraubendreher gelöst werden.
> NMS wrote:
> >
> [ueberkochende Milch]
> >
> > Holt Euch doch mal einen Simmertopf, dann passiert das >nicht mehr so
> schnell
>
> :) Das ist ein anderes Problem - ich habe anscheinend gerade einen
> unguten Einfluss auf Elektrogeraete
umso besser ist der Tip. Ein Simmertopf oder bain-marie oder Wasserbad
Topf ist schließlich kein Elektrogerät! :-))
Bis dann...
NMS