habe ein Problem mit meiner Kelleraussentür (handelsübliche Stahltür
mit Stahlzarge ohne besondere Sicherheitstechnik) . Die Tür läßt sich
nicht mehr öffnen. Sie ist derzeit verschlossen.
Man kann mit dem Schlüssel das Sicherheitsschloss zwar etwa eine 1/3
Drehung drehen. Dann geht es aber nicht mehr weiter, ohne dass der
Schlüssel sich verformt.
Was kann man da tun? Ich vermute, dass der Schließriegelmechanismus
irgendwo hakt. Da die Tür nicht nur ins Schloss gefallen ist, sondern
abgeschlossen war, kann ich mir nun nicht mehr vorstellen, wo man am
Besten ansetzt:
a. Zylinder kaputtbohren und danach herumhakeln? Ggffls was braucht
man dafür an Werkzeug?
b. irgendwo unter dem Zylinder bohren?
c. irgendwo neben dem Zylinder bohren?
d. andere Lösung?
Habe beim besten Willen keine Ahnung und bin für jeden Tip
dankbar!!!!!
Gerhard
>Hallo Ihr Experten,
>
>habe ein Problem mit meiner Kelleraussentür (handelsübliche Stahltür
>mit Stahlzarge ohne besondere Sicherheitstechnik) . Die Tür läßt sich
>nicht mehr öffnen. Sie ist derzeit verschlossen.
Mein Tip: Weiter versuchen! Ohne Gewalt! Nur ein bisschen drücken oder
auch heben (an der Klinke) und "mit Safeknackergefühl" ran gehen.
Nicht ungeduldig werden. Schlüssel auch mal *ein ganz klein wenig*
raus ziehen (<< 1mm!), na und all so Sachen halt.
Vielleicht auch mal Graphitpulver rein prusten (Öl geht eigentlich
auch, aber ist aus anderen Gründen nicht ratsam; Ballistol geht im
Grunde auch) und das ganze gängig machen...
Will sagen: Es ist *sehr, sehr* unwahrscheinlich, dass ein Zylinder
einfach so kaputt geht.
Wenn Du an die Bänder rankommst, könnte man versuchen, die Splinte
raus zu ziehen (raus zu treiben). Das erfordert aber Kraft und Geduld.
man muss sich einen Ansatz für einen großen Schraubendreher o.ä.
"schnitzen"; ein bisschen bohren hilft da natürlich. Und dann - wenn
der Ansatz da ist - mit Schraubendreher o.ä. und Hammer den Splint
nach oben raus treiben.
Aber das geht auch nicht überall.
Wenn kein Rankommen an die Bänder, hilft nur Materialzerstörung.
Ein Türöffnungsdienst oder einfach ein Schlosser kann helfen, den
Schaden so gering wie möglich zu halten.
Aber wie gesagt, ich würde erstmal noch 'ne ganze Weile probieren!
Ich habe nicht den Eindruck, dass der Zylinder kaputt ist. Er läßt
sich ja immerhin etwas drehen. Wenn der Zylinder etwa eine 1/3
Drehung gedreht ist, hört man ein Knarzen - und das wars. Der
Riegel scheint sich also nicht zu bewegen
>
> Wenn Du an die Bänder rankommst, könnte man versuchen, die Splinte
> raus zu ziehen (raus zu treiben). Das erfordert aber Kraft und Geduld.
> man muss sich einen Ansatz für einen großen Schraubendreher o.ä.
> "schnitzen"; ein bisschen bohren hilft da natürlich. Und dann - wenn
> der Ansatz da ist - mit Schraubendreher o.ä. und Hammer den Splint
> nach oben raus treiben.
> Aber das geht auch nicht überall.
>
> Wenn kein Rankommen an die Bänder, hilft nur Materialzerstörung.
> Ein Türöffnungsdienst oder einfach ein Schlosser kann helfen, den
> Schaden so gering wie möglich zu halten.
>
> Aber wie gesagt, ich würde erstmal noch 'ne ganze Weile probieren!
Was meinst du mit Bändern? Splinte?
Das Schloss ist außen umrahmt mit einem dünnen Blech - kann
man wegdrücken. Dahinter befindet sich ein Blech. Das scheint mit
Nieten o.ä. an der Tür befestigt zu sein.
Hilft das weiter?
Bänder = Scharniere
Der Splint ist der Stift im Scharnier, der das Tür-Teil und das
Rahmen-Teil verbindet.
Moderne Zimmertüren haben keinen Splint, sondern die drehen auf einem
Zapfen.
Aber große und/oder etwas ältere Türen haben 3-teilige Bänder: Da ist
der Splint extra. Wenn man so eine Tür aushebt, hebt man den Splint
aus dem Rahmen-Teil; wenn man eine (moderne) Zimmertür aushebt, hebt
man sie vom Zapfen runter.
>
>Das Schloss ist außen umrahmt mit einem dünnen Blech - kann
>man wegdrücken. Dahinter befindet sich ein Blech. Das scheint mit
>Nieten o.ä. an der Tür befestigt zu sein.
>
>Hilft das weiter?
Nein. Natürlich kannst Du versuchen, das alles auf zu graben. Aber der
Schlosser kennt vielleicht doch eine Methode, die Tür zu öffnen,
*ohne* Tür *und* Schloss zu beenden.
Aber ich empfehle: weiter versuchen! "Wit Gefühl un Wellenschlag"! Das
ist kein Schnack, sondern beruht auf eigener Erfahrung.
Kommt man denn nicht auf anderem Weg auf die *andere* Seite der Tür?
Und könnte es mal von dort aus probieren? Das hilft *meistens*!
> habe ein Problem mit meiner Kelleraussentür (handelsübliche Stahltür
> mit Stahlzarge ohne besondere Sicherheitstechnik) . Die Tür läßt sich
> nicht mehr öffnen. Sie ist derzeit verschlossen.
> Man kann mit dem Schlüssel das Sicherheitsschloss zwar etwa eine 1/3
> Drehung drehen. Dann geht es aber nicht mehr weiter, ohne dass der
> Schlüssel sich verformt.
Ja das haben wir auch regelmäsig.
Ich drücke einfach die Tür nochmals *kräftig* zu. Dann gehts.
Thomas
--
Stuttgart liegt in Kansas!
http://stuttgart-kansas.de
> d. andere Lösung?
> Habe beim besten Willen keine Ahnung und bin für jeden Tip
> dankbar!!!!!
Der Schließzylinder könnte innerlich total verdreckt sein.Also erstmal
reinigen.
Man nehme ein leeres Autotürschloßenteiserspray und und fülle es mit
Spiritus.Damit spritze man so lange in den Schließzylinder bis die
herauslaufende Flüssigkeit hell ist.
Wenn die Tür jetzt nicht aufgeht ev. verschieden abgenutzte passende
Schlüssel ausprobieren.
Wenn das nicht geht hilft wohl bloß die Bohrmaschine mit 3mm HSS-Bohrer.
Viel Glück Wolfgang
ich würde zunächst mal zu einem Schlosser/Schlüsseldienstladen gehen und
dort für teures Geld ein Spezialschmiermittel kaufen. Das ist meistens
auf Silikonbasis, von Asus gibt es so etwas.
Wenn Du den Zylinder sowieso auswechseln möchtest (klingt so, als wäre
das eine gute Idee) kannst Du auch WD40 oder ähnliches Zeug nehmen.
Gut sind Spraydosen mit einem kleinen Röhrchen.
Der Tip mit dem Türschlschlosseenteiser ist auch sehr gut:
>
> Man nehme ein leeres Autotürschloßenteiserspray und und fülle es mit
> Spiritus.Damit spritze man so lange in den Schließzylinder bis die
> herauslaufende Flüssigkeit hell ist.
>
Aber warum Spiritus? Besser wäre ein Lösungsmittel, das zugleich auch
schmiert. Oder erst reinigen und dann schmieren?
Die Zylinder sind nie völlig exakt gearbeitet, also immer etwas hakelig.
Sie laufen sich dann unter Umständen ein, den Rest macht die Schmierung.
Wenn sie wenig betätigt werden, dann können sie sich durchaus festsetzen.
Bei Dir scheint sich der Zylinder ja noch zu drehen. Aber auch der kann
ja auf Hindernisse stoßen.
Ein andere Variante wäre, dass es gar nicht der Zylinder ist, sondern
dass das Problem im Schloss liegt. Hier muss die Nase im Zylinder den
Riegel zurücksetzen. Wenn der Riegel aus irgendwelchen Gründen
festsitzt, dann könnte das so ähnlich sich anfühlen.
Im Prinzip ist auch dann Schmieren ein guter Ansatz. Allerdings kommt
man nun schlecht ran. Eine Möglichkeit wäre es vielleicht, die Drücker
abzubauen. Dann kannst Du durch das Loch den Schlosskasten von außen
sehen. Ordentlich Schmiere reinsprühen und hoffen, dass auch was ins
innere kriecht.
Oder Schlosser holen. Der kriegt das auf ohne die Tür zu beschädigen.
Viel Glück
Schorsch
> Aber warum Spiritus? Besser wäre ein Lösungsmittel, das zugleich auch
> schmiert. Oder erst reinigen und dann schmieren?
Ein Schließzylinder muß nicht geschmiert werden da die beweglichen Teile
aus Messing sind.Messing wirkt hier selbstschmierend.Schon mal einen
Schließzylinder quitschen gehört? - Eben!!
Das Dümmste was man machen kann ist etwas auf Ölbasis reinzuspritzen.Öl
ist ein idealer Dreckmagnet und wird irgentwann für eine Blockade sorgen.
Da kann man doch gleich Sekundenkleber nehmen - wirkt schneller.
SCNR Wolfgang
Wolfgang Koch schrieb:
> Schorsch schrieb:
Eben noch etwas anderes, was für den Rest des Textes wichtig ist:
Wenn Du etwas anders zitiert hättest, dann wäre folgender Satz nicht
weggefallen:
"Wenn Du den Zylinder sowieso auswechseln möchtest (klingt so, als wäre
das eine gute Idee) kannst Du auch WD40 oder ähnliches Zeug nehmen."
>
>> Aber warum Spiritus? Besser wäre ein Lösungsmittel, das zugleich auch
>> schmiert. Oder erst reinigen und dann schmieren?
>
> Ein Schließzylinder muß nicht geschmiert werden da die beweglichen Teile
> aus Messing sind.Messing wirkt hier selbstschmierend.Schon mal einen
> Schließzylinder quitschen gehört? - Eben!!
Ja, ich habe schon Schließzylinder quietschen gehört. Und ja, auch denen
tut Schmierung gut.
Das wird ja auch mit Messinglagern gerne gemacht. Dir spukt etwas über
die Notlaufeigenschaften von Messing herum, aber da geht es ja wohl um
was anderes, als um Gleitflächen die wenig bewegt werden und geringe
Kräfte übertragen.
> Das Dümmste was man machen kann ist etwas auf Ölbasis reinzuspritzen.Öl
> ist ein idealer Dreckmagnet und wird irgentwann für eine Blockade sorgen.
> Da kann man doch gleich Sekundenkleber nehmen - wirkt schneller.
Und hier trifft zu, was ich bereits oben schrub. Falsch zitiert!
Warum schrieb ich wohl, er möge sich beim Schlüsseldienst das
Schmiermittel für Schließzylinder holen? Warum gibt es wohl so etwas?
Weil es völlig überflüssig ist?
Alles weitere war eben unter der Prämisse, dass es nur darum geht, den
Zylinder kurzfristig gängig zu machen, damit man die Tür öffnen kann.
Aber selbst langfristig tut es Zylindern durchaus gut, wenn sie
geschmiert werden. Man muss das eben mit dem richtigen Stoff machen und
es auch nicht übertreiben.
> SCNR
Vielleicht gelingt Dir das besser, wenn Du etwas genauer liest.
Abstraktes Besserwissen hilft niemand. Bei Deinem Posting scheint es
sich weniger um Lebenserfahrung oder Fachwissen als um Buchwissen zu
handeln.
Gruß
Schorsch
> Vielleicht gelingt Dir das besser, wenn Du etwas genauer liest.
> Abstraktes Besserwissen hilft niemand. Bei Deinem Posting scheint es
> sich weniger um Lebenserfahrung oder Fachwissen als um Buchwissen zu
> handeln.
In meinem ersten Posting habe ich Tips gegeben welche ich mir in der
Praxis selbst erarbeitet habe und welche funktionieren.
Damit habe ich schon diverse blockierte Auto,Fahrrad,Keller und
Wohnungstürzylinder aufbekommen.
Daß Schlüsselläden teuere Schmiermittel empfehlen ist klar da sie daran
gut verdienen.
Einerseits unterstellst Du mir falsches Zitieren andererseits
unterstellst Du mir daß ICH sowieso einen Zylinder auswechseln möchte.
Ich will garnix auswechseln da ich nicht der OP bin.
Gruß Wolfgang,der diesen Thread verläßt.
Das ist schön. Andere haben vielleicht weitere Erfahrungen gemacht, die
ebenfalls funktionierten. "Buchwissen" bezog sich auf Deine Ausführungen
zum angeblich selbstschmierenden Messing.
> Daß Schlüsselläden teuere Schmiermittel empfehlen ist klar da sie daran
> gut verdienen.
> Einerseits unterstellst Du mir falsches Zitieren andererseits
> unterstellst Du mir daß ICH sowieso einen Zylinder auswechseln möchte.
>
> Ich will garnix auswechseln da ich nicht der OP bin.
Das habe ich ja auch gar nicht behauptet. Da hast Du wieder nicht so
genau gelesen. Ich habe vielmehr nur den Satz nachgetragen, den ich an
den OP gerichtet hatte und den Du dann unter den Tisch hast fallen lassen.
>
> Gruß Wolfgang,der diesen Thread verläßt.
>
Na dann Tschüss!
Schorsch
> habe ein Problem mit meiner Kelleraussentür (handelsübliche Stahltür
> mit Stahlzarge ohne besondere Sicherheitstechnik) . Die Tür läßt sich
> nicht mehr öffnen. Sie ist derzeit verschlossen.
> Man kann mit dem Schlüssel das Sicherheitsschloss zwar etwa eine 1/3
> Drehung drehen. Dann geht es aber nicht mehr weiter, ohne dass der
> Schlüssel sich verformt.
Ich bleibe dabei: Der Türriegel klemmt. Kräftig ziehen/drücken/rütteln.