ich habe eine ganze Menge Äpfel und möchte diese zu Apfelsaft
verarbeiten. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich frischgepressten
Apfelsaft aufbewahren bzw. einlagern kann, damit er nicht gärt oder
schlecht wird.
Könnt Ihr mir da weiter helfen. Ich bin dankbar für direkte Info's,
Internet-Seiten und Buchtips.
Danke!
Markus
>
Jacqueline schrieb:
Klingt nicht schlecht! Aber wie macht die Mosterei das mit der Haltbarkeit?
Ich will es selber machen.
Markus
Wir haben früher (vor ca. 15 Jahren) das selbst in einer
gemeindeeigenen Presse machen können. Man mußte das aber alles selbst
machen, und konnte nur die technischen Einrichtungen benutzen, gegen
eine geringe Gebühr. Man mußte die Äpfel, die sauberst (!) gespülten
Flaschen, die Verschlüsse (rote Gummihülsen), ein sauberes Leintuch
und Brennholz mitbringen. Die Äpfel haben wir gewaschen und dann in
einem Häcksler zerkleinert. Danach wurde das Leintuch in die Presse
gelegt, darauf dann den Apfelbrei (Maische?). Das wurde dann wiederum
mit Holzbohlen beschwert. Der erste Saft lief dann schon unten ab. Der
Rest wurde dann mit einer hydraulischen Presse herausgepresst. Den
Saft haben wir dann in einen "Durchlauferhitzer" gekippt, der mit Holz
beheizt wurde. Wenn ich mich recht erinnere, mußte eine Temperatur von
mindestens 75-80° gehalten werden, je mehr je besser, aber zuviel
(über 100°). Der Saft darf auch nicht zu schnell durch die Anlage
laufen, d.. er muß eine gewisse Zeit der Temperatur ausgesetzt sein.
Die Flaschen müssen bis zum Rand befüllt und sofort luftdicht
verschlossen werden. Durch das Abkühlen entsteht ein Unterdruck in der
Flasche, der den Gummi-Kronkorken abdichtet und den Saft vor
Sauerstoff (=Verfall) schützt.
Wie das heute modern von statten geht, weiß ich leider auch nicht so
genau. Wichtig ist, meines Wissens nach jedenfalls, der Unterdruck in
der Flasche. Wenn ich mich nicht täusche, wird in Molkereien die Milch
erst pasteurisiert, wieder abgekühlt, in die Flasche gefüllt und dann
der Freiraum, der oben noch bleibt, ganz kurz stark erhitzt, bevor
dann schnell der Twist-Off-Deckel draufgeschraubt wird. Jedenfalls ist
die Flasche schon kalt, wenn sie noch auf dem Band steht.
Ich denk' bei kleinen Mengen, koennte man das schon mal daheim mit
Trichter am Küchenherd versuchen, aber ich stell es mir doch sehr
aufwendig vor. Wie willst du die Aepfel denn auspressen? Hast du eine
kleine Haushaltspresse dafür?Wenn es nur ganz wenig ist, und Du noch
Platz in einer evt. vorhandenen Gefriertruhe hast, könntest Du etwas
einfrieren. Ob man mit Flaschen im Backofen einkochen kann, weiß ich
auch nicht. Es würden aber auch Weckgläser gehen. ...
Hoff dir ein paar Anregungen gegeben zu haben...
Viel Spaß beim mosten und beim trinken. ... :-)
Mirjam
>wie wärs mit einkochen ! die gefüllten flaschen (am besten alte
>fruchtsaftflaschen mit zip-deckel) bei 120 °c für 15 min in den
>backofen. oder den saft gleich kochend in die flaschen abfüllen
>(wichtig: den deckelrand mit rum oder so desinfizieren) das hält für
>monate
Ja, aber dann sind die ganzen Vitamine und viel Geschmack
verlorengegangen. Ich schlage vor, ihn einzufrieren
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\/\/olfgang
> wie macht die Mosterei das mit der Haltbarkeit?
heiß: im Prinzip also wie beim Einkochen, nur mit
Rückkühlung, damit der Zucker nicht karamelisiert.
Die Flaschen werden mit Dampf sterilisiert.
Die Verschlüsse sind neu und steril.
kalt: Hierbei durchläuft der Most einen extrem feinen
Filter, der alle relevanten Mikroben abtrennt. Die ganze
Füllstrecke muß vorher mit Dampf sterilisiert werden, und
luftdicht versiegelt bleiben.
Diese Technik ist sehr aufwendig und wird daher kaum für
Säfte eingesetzt. Das ist eher bei Wein üblich.
--
Bye Gerhard Brubacher GBrubacher ät t-online de
Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.
dazu brauchst du einen grossen edelstahltopf, einen deckel der etwas
kleiner ist als der topfdurchmesser, einen deckel der oben auf den topf
passt und öl.
saft in den topf, den kleineren deckel auf die saftoberfläche so dass er
schwuimmt, den zwischenraum zwischen deckel und topfwand jetzt mit öl
zuschuetten. das öl schwimmt oben und dichtet jetzt den schmalen rand
zwischen topf und deckel luftdicht ab. jetzt nur noch den großen deckel
ganz oben drauf und fertig.
Ciao by Lord Bee!
Den Apfelsaft in eine Plastikflasche füllen, diese nicht ganz voll
machen. Dann ab in den Gefrierschrank.
aeddi,
andreas
> > > Hallo Leute,
> > >
> > > ich habe eine ganze Menge Äpfel und möchte diese zu Apfelsaft
> > > verarbeiten. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich frischgepressten
> > > Apfelsaft aufbewahren bzw. einlagern kann, damit er nicht gärt oder
> > > schlecht wird.
> > > Könnt Ihr mir da weiter helfen. Ich bin dankbar für direkte Info's,
> > > Internet-Seiten und Buchtips.
Es gibt auch Edelstahl-Container in die du den Saft einfuellst, Oel obendrauf
gibst (das schliesst ihn vom Luftsauerstoff ab - einen schwimmenden Deckel
gibt's dazu) und dann laesst du unten bis zum Enden frischen Saft ab.
--
Martin
--
Martin Hans jun.
Webmasterteam Buergernetz Landshut e.V.
http://www.landshut.org/members/martin/index.html
Freiwillige Feuerwehr Landshut
http://www.landshut.org/members/martin/ffwla/index.html
>Andreas Mohr schrieb:
frischgepressten
> Apfelsaft aufbewahren bzw. einlagern kann, damit er nicht gärt oder
> schlecht wird.
Eine Möglichkeit ist noch, den Saft einzufrieren in portionsgerechten
Mengen - soweit genügend Platz vorhanden.
Oder man weckt den Saft ein Flaschen ein.
Iris
> dazu brauchst du einen grossen edelstahltopf,
Vorsicht!!! Nie bei Nickelallergikern versuchen. Säuren, also auch die
Fruchtsäure löst Nickel aus dem Edelstahl.
Lutz
wir machen es immer so: den Saft auf knapp 90 Grad erhitzen und in heiß
ausgespülte Saftflaschen mit Schraubdeckel abfüllen. Normalerweise
lagern wir so an die 100 Flaschen ein. Von denen gehen dann im Laufe des
Jahres schon aml welche "kaputt" aber höchstens 3 oder 4 bisher. Manche
Flaschen standen auch schon 4 oder 5 Jahre im Keller (dunkel)
Gruß Lutz