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Klinge von Haarschneider (Remington HC-900) selber nachschleifen?

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Andreas Borutta

unread,
Nov 5, 2016, 7:23:01 AM11/5/16
to
Moin.

Mein Haarschneider Remington HC-900 (mit Netzkabel, kein Akku)
funktionierte viele Jahre prima bis dann von einem Tag auf den anderen
die Haare nicht mehr geschnitten sondern "eingeklemmt" wurden. Ziepte
ein bißchen.

Erster Gedanke war natürlich: Klingen demontieren, alles reinigen,
wieder zusammenfügen.
Das brachte jedoch keinen Erfolg.

Meine Vermutung: die Klingenspitzen liegen aufgrund von Verschleiß
nicht mehr direkt ohne Spalt aufeinander. Sehen kann man das jedoch
nicht.

Hat jemand von Euch schonmal so einen Klingentyp mit Erfolg selber
nachgeschliffen?

Ich hatte an eine Glasplatte (für die Planheit) mit aufgelegtem
Nassschleifpapier gedacht.

So ähnlich sieht die Klinge übrigens aus:

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/G/01/aplusautomation/vendorimages/d253ba33-14fb-4d43-b6c0-ed16542a427c.jpg._CB270067330__SL220__.jpg

Andreas
--
http://borumat.de
http://fahrradzukunft.de

H.-P. Schulz

unread,
Nov 5, 2016, 8:36:04 AM11/5/16
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:

>Hat jemand von Euch schonmal so einen Klingentyp mit Erfolg selber
>nachgeschliffen?
>
>Ich hatte an eine Glasplatte (für die Planheit) mit aufgelegtem
>Nassschleifpapier gedacht.

Überlege dir, was im Misserfolgsfall maximal kaputt wäre.
Gäbe es denn diese Klinge auch als Ersatzteil (sollte mich wundern,
wenn nicht)?
Wenn also der Kauf eines Ersatzteils eine Option wäre, könnte man doch
unbeschwert den händischen Nachschliff versuchen.

Frank Möller

unread,
Nov 5, 2016, 9:22:59 AM11/5/16
to
Andreas Borutta schrieb:
Es könnte gut sein, daß das Problem nichts mit der Schärfe zu tun hat.
Solche Blätter sind normalerweise "selbstschärfend" während des Betriebs.
Insofern ist der Kopf halt einfach hin, Verschleiß eben. Wahrscheinlich
sind die Blätter schon so weit runter, daß eine Lücke dazwischen entstanden
ist. Ergo würde ich das gar nicht versuchen, sondern entweder einen neuen
Scherkopf oder (sollte es sowas nicht geben) halt doch ein neues Gerät
odern.

Wenn wir aber mal annehmen, daß ein Nachschleifen funktionierte, ist es
eben fraglich, ob der Schneider danach wieder tut. Es könnte durchaus sein,
daß die Lücke zwischen den Scherblättern (die durch das Schleifen ja
schließlich nur noch größer werden kann) dies verhindert. Dafür würde es
schon reichen, wenn eine Anpressfeder nicht mehr ganz taufrisch ist
und/oder sie für die geringergewordene Materialstärke halt nicht ausgelegt
ist.

Ergo würde ich das gar nicht versuchen, sondern entweder einen neuen
Scherkopf oder (sollte es sowas nicht geben) halt doch ein neues Gerät
odern.

--

Frank Möller

unread,
Nov 5, 2016, 9:36:18 AM11/5/16
to
Andreas Borutta schrieb:
Es könnte gut sein, daß das Problem nichts mit der Schärfe zu tun hat.
Solche Blätter sind normalerweise "selbstschärfend" während des Betriebs.
Insofern ist der Kopf halt einfach hin, Verschleiß eben. Wahrscheinlich
sind die Blätter schon so weit runter, daß eine Lücke dazwischen entstanden
ist. Ergo würde ich das gar nicht versuchen, sondern entweder einen neuen
Scherkopf oder (sollte es sowas nicht geben) halt doch ein neues Gerät
odern.

Wenn wir aber mal annehmen, daß ein Nachschleifen funktionierte, ist es
eben fraglich, ob der Schneider danach wieder tut. Es könnte durchaus sein,
daß die Lücke zwischen den Scherblättern (die durch das Schleifen ja
schließlich nur noch größer werden kann) dies verhindert. Dafür würde es
schon reichen, wenn eine Anpressfeder nicht mehr ganz taufrisch ist
und/oder sie für die geringergewordene Materialstärke halt nicht ausgelegt
ist.

--

Andreas Borutta

unread,
Nov 5, 2016, 10:00:28 AM11/5/16
to
Frank Möller schrieb:

>> https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/G/01/aplusautomation/vendorimages/d253ba33-14fb-4d43-b6c0-ed16542a427c.jpg._CB270067330__SL220__.jpg
>
> Es könnte gut sein, daß das Problem nichts mit der Schärfe zu tun hat.
> Solche Blätter sind normalerweise "selbstschärfend" während des Betriebs.

Ist auch meine Vermutung.

> Insofern ist der Kopf halt einfach hin,

Das ist die Frage.

Das bewegliche Teil des Scherkopf gleitet auf zwei Flächen auf dem
feststehenden entlang.
Die hintere Fläche könnte sich stärker abgerieben als die vordere (an
den Klingen).

http://borumat.de/+bilder/scherkopf-hc-900.jpg

Nun könnte also entweder der vordere Teil manuell soweit
heruntergeschliffen werden, bis die Klingen wieder spaltlos (genauer
ohne Winkelversatz) aufeinanderliegen.

Oder der hintere Teil müsste erhöht werden. Was sich aber nicht geht,
weil eine solch feine Zwischenlage ruckzuck wieder durchgeschliffen
wäre.

> [...], sondern entweder einen neuen
> Scherkopf

Remingtons Kundensservice konnte mir dazu nichts sagen.

Auch nicht, ob die Klingen von aktuellen Modellen kompatibel sind.

Hätte ja sein können, dass hier jemand schonmal vor so einer kleinen
Aufgabe stand.

> Dafür würde es
> schon reichen, wenn eine Anpressfeder nicht mehr ganz taufrisch ist
> und/oder sie für die geringergewordene Materialstärke halt nicht ausgelegt
> ist.

Eine Anpressfeder gibt es nicht.

Oliver Wache

unread,
Nov 5, 2016, 5:07:02 PM11/5/16
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:

>Moin.
>
>Mein Haarschneider Remington HC-900 (mit Netzkabel, kein Akku)
>funktionierte viele Jahre prima bis dann von einem Tag auf den anderen
>die Haare nicht mehr geschnitten sondern "eingeklemmt" wurden. Ziepte
>ein bißchen.
>
>Erster Gedanke war natürlich: Klingen demontieren, alles reinigen,
>wieder zusammenfügen.
>Das brachte jedoch keinen Erfolg.

Hmmmm schärfen die sich nicht normal selber?
Schon mal mit einem Tropfen Feinmechanik oder Fahrradöl Harzfrei geöl?
Sollt man regelmäßig machen.
<https://www.fahrradgigant.de/fahrradzubehoer/hanseline-flasche-100ml-fahrrad-l.html?gclid=COWM2cbCktACFQw4Gwod1KkCyQ>
sowas meine ich.

CU, Oliver

Ole Harms

unread,
Nov 5, 2016, 7:44:16 PM11/5/16
to
Am 05.11.2016 um 22:07 schrieb Oliver Wache:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:
>
>> Moin.
>>
>> Mein Haarschneider Remington HC-900 (mit Netzkabel, kein Akku)
>> funktionierte viele Jahre prima bis dann von einem Tag auf den anderen
>> die Haare nicht mehr geschnitten sondern "eingeklemmt" wurden. Ziepte
>> ein bißchen.

> Hmmmm schärfen die sich nicht normal selber?
> Schon mal mit einem Tropfen Feinmechanik oder Fahrradöl Harzfrei geöl?
>

...damit werden die Klingen wieder scharf?

--
Gruß
Ole

Marcel Mueller

unread,
Nov 5, 2016, 7:53:49 PM11/5/16
to
On 05.11.16 12.23, Andreas Borutta wrote:
> Erster Gedanke war natürlich: Klingen demontieren, alles reinigen,
> wieder zusammenfügen.
> Das brachte jedoch keinen Erfolg.
>
> Meine Vermutung: die Klingenspitzen liegen aufgrund von Verschleiß
> nicht mehr direkt ohne Spalt aufeinander. Sehen kann man das jedoch
> nicht.

Hmm, Klingen immer schön brav geölt?

Ich habe das Teil auch hier, und das scheidet noch wie eine eins, und
das schon seit vielen Jahren.

> Hat jemand von Euch schonmal so einen Klingentyp mit Erfolg selber
> nachgeschliffen?

Da kann man nicht viel Schleifen. Wenn dann müsstest du zwischen den
Zinken schleifen und nicht auf der Fläche.

Gucke Dir mal die Kanten unter der Lupe an, ob sie wirklich irgendwie
abgerundet sind.


Marcel

Andreas Borutta

unread,
Nov 6, 2016, 3:25:39 AM11/6/16
to
Marcel Mueller schrieb:

> On 05.11.16 12.23, Andreas Borutta wrote:
>> Erster Gedanke war natürlich: Klingen demontieren, alles reinigen,
>> wieder zusammenfügen.
>> Das brachte jedoch keinen Erfolg.
>>
>> Meine Vermutung: die Klingenspitzen liegen aufgrund von Verschleiß
>> nicht mehr direkt ohne Spalt aufeinander. Sehen kann man das jedoch
>> nicht.
>
> Hmm, Klingen immer schön brav geölt?

Klar.

>> Hat jemand von Euch schonmal so einen Klingentyp mit Erfolg selber
>> nachgeschliffen?
>
> Da kann man nicht viel Schleifen. Wenn dann müsstest du zwischen den
> Zinken schleifen und nicht auf der Fläche.

Nein, dass denke ich nicht.
Durch Abtrag in der Fläche bleibt/werden die Kanten/Schneiden der
Zinken scharf.

> Gucke Dir mal die Kanten unter der Lupe an, ob sie wirklich irgendwie
> abgerundet sind.

Nichts derartiges zu sehen. Dagegen spricht auch der Effekt, dass sie
gar nicht mehr schneiden und das Haar nur festklemmt.
Meine Vermutung ist daher, dass ein Spalt besteht.

Wie auch immer:
Es hat offenbar noch kein Mitleser so einen Effekt versucht durch
Schleifen abzustellen.

Marcel Mueller

unread,
Nov 6, 2016, 4:17:11 AM11/6/16
to
On 06.11.16 09.25, Andreas Borutta wrote:
>>> Hat jemand von Euch schonmal so einen Klingentyp mit Erfolg selber
>>> nachgeschliffen?
>>
>> Da kann man nicht viel Schleifen. Wenn dann müsstest du zwischen den
>> Zinken schleifen und nicht auf der Fläche.
>
> Nein, dass denke ich nicht.

Soso.

> Durch Abtrag in der Fläche bleibt/werden die Kanten/Schneiden der
> Zinken scharf.

Schon mal eine Heckenschere geschliffen? Die ticken genauso. Da muss man
zwischen drin rein.


>> Gucke Dir mal die Kanten unter der Lupe an, ob sie wirklich irgendwie
>> abgerundet sind.
>
> Nichts derartiges zu sehen. Dagegen spricht auch der Effekt, dass sie
> gar nicht mehr schneiden und das Haar nur festklemmt.

Das würde sogar dafür sprechen.
Wenn die Kanten nicht scharf sind, findet eine Kraftumlenkung statt, die
die Scherblätter auseinander drückt - besser bekannt als Klemmen.

> Meine Vermutung ist daher, dass ein Spalt besteht.

Die Frage ist, ob vorher schon oder erst, wenn sich ein Haar verklemmt
hat. Das kann man mit einem dünnen Papier testen. Lässt es sich seitlich
rein schieben, besteht ein Spalt. In dem Fall ist entweder irgendwo ein
Krümel dazwischen geraten oder die Andruckfeder aus einem anderen Grund
nicht wirksam. Wobei, so sonderlich viel konnte man da beim Zusammenbau
bei dem Rmmington AFAIR nicht falsch machen. Ich hatte meinen auch schon
mal zwecks Reinigung auseinander. Einzig der Überstand des oberen
Scherblatts wollte mit etwas Fingerspitzengefühl eingestellt werden.

> Wie auch immer:
> Es hat offenbar noch kein Mitleser so einen Effekt versucht durch
> Schleifen abzustellen.

Das wiederum überrascht mich nicht.


Marcel

Oliver Wache

unread,
Nov 6, 2016, 5:45:54 AM11/6/16
to
Ole Harms <oleh...@t-online.de> schrieb:

>...damit werden die Klingen wieder scharf?

Wenn Du Glück hast und sie noch nicht so verhunzt sind, dann ja.
Deshalb liegt jedem Gerät normalerweise eine kleine Ölflasche bei.
Ausser diesem Geräten mit Keramikklinge. Also alle paar Rasuren ein
paar Tropfen auf die Scherfläche,diese Zacken geben, laufen lassen und
den Rest aussen abwischen. Wenn er nur noch gezießt hat, dann rasiert
er danach wieder wie neu.

CU, Oliver

Oliver Wache

unread,
Nov 6, 2016, 5:49:56 AM11/6/16
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> schrieb:

>Das würde sogar dafür sprechen.
>Wenn die Kanten nicht scharf sind, findet eine Kraftumlenkung statt, die
>die Scherblätter auseinander drückt - besser bekannt als Klemmen.

Was mir grad noch einfällt ist, das sich die Scherfläche fast nicht
mehr hin und her bewegt, weil mit dem Antrieb was nicht stimmt.
Ausgeleiert oder so. Sowas hatte ich mal. Gerät ist dann natürlich
Müll.

CU, Oliver

Georg Wieser

unread,
Nov 6, 2016, 5:58:46 AM11/6/16
to
Wenn kein günstiges E-Teil zu haben ist und der Rasierer sonst eh für
die Tonne ist gilt wie so oft....

Versuch macht kluch :-)

Kaputter als kaputt gibt's in der Regel nicht.

Frank Möller

unread,
Nov 6, 2016, 11:53:32 AM11/6/16
to
Andreas Borutta schrieb:
> Frank Möller schrieb:

>>> https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/G/01/aplusautomation/vendorimages/d253ba33-14fb-4d43-b6c0-ed16542a427c.jpg._CB270067330__SL220__.jpg

>> Es könnte gut sein, daß das Problem nichts mit der Schärfe zu tun hat.
>> Solche Blätter sind normalerweise "selbstschärfend" während des Betriebs.

> Ist auch meine Vermutung.

>> Insofern ist der Kopf halt einfach hin,

> Das ist die Frage.

> Das bewegliche Teil des Scherkopf gleitet auf zwei Flächen auf dem
> feststehenden entlang.
> Die hintere Fläche könnte sich stärker abgerieben als die vordere (an
> den Klingen).

> http://borumat.de/+bilder/scherkopf-hc-900.jpg

> Nun könnte also entweder der vordere Teil manuell soweit
> heruntergeschliffen werden, bis die Klingen wieder spaltlos (genauer
> ohne Winkelversatz) aufeinanderliegen.

> Oder der hintere Teil müsste erhöht werden. Was sich aber nicht geht,
> weil eine solch feine Zwischenlage ruckzuck wieder durchgeschliffen
> wäre.

Na ja, probieren kannst Du's ja, wenn Du das Gerät nicht ohne einen solchen
Versuch wegschmeißen möchtest. Ich würde zum Schleifen jedoch kein
Schleifpapier verwenden, sondern mittelfeine und feine Schleifsteine;
Normalschliff so ab Körnung 1000 bis 1500, Feinschliff ab ca. 6000.
Vielleicht kennst Du ja einen Messerschleifer.

>> Dafür würde es
>> schon reichen, wenn eine Anpressfeder nicht mehr ganz taufrisch ist
>> und/oder sie für die geringergewordene Materialstärke halt nicht ausgelegt
>> ist.

> Eine Anpressfeder gibt es nicht.

Irgendeine Art von Anpressung wird es schon geben, vielleicht ist sie über
den Schwinger realisiert.

--
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