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Schlagschlüssel

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Stefan Heinrich

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Jul 7, 2014, 11:54:26 AM7/7/14
to
Hallo,

vor ein paar Wochen habe ich einen Bericht ᅵber Schlagschlᅵssel im TV
gesehen.
Schlagschlᅵssel? Bis dahin vᅵllig unbekannt.
Damit kann man die gᅵngigsten Zylinderschlᅵsser ᅵffnen ohne zu zerstᅵren.
Und das in Sekunden:
Schlᅵssel einstecken, etwas seitlcih auf Spannung halten, mit einem
kleinen Gegenstand (Holz, Lᅵffel etc.) draufschlagen, offen.
Kann man sich bei youtube anschauen oder hier:
http://www.schlagschluesselshop.de/produktvideos/
Und auch gleich kaufen.
Ich kann's immer noch nicht fassen.
Habt ihr schon Erfahrungen mit Schlagschlᅵsseln gemacht???
(Am Liebsten wᅵrde ich alle Schlᅵsser im Haus austauschen gegen Zylinder
fᅵr Schlᅵssel mit seitlichen Bohrungen).


Ralph Aichinger

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Jul 7, 2014, 12:37:56 PM7/7/14
to
Stefan Heinrich <mosek...@gmx.net> wrote:
> Damit kann man die gängigsten Zylinderschlösser öffnen ohne zu zerstören.

Ohne zu zerstören ist relativ. Das Schloß wird sicher
nicht besser dadurch, wird eventuell hakeln nachher,
und die Manipulation ist von Forensikern nachweisbar
(z.B. wenn die Versicherung daran zweifelt daß eingebrochen
worden ist).

> Habt ihr schon Erfahrungen mit Schlagschlüsseln gemacht???

Nein.

> (Am Liebsten würde ich alle Schlösser im Haus austauschen gegen Zylinder
> für Schlüssel mit seitlichen Bohrungen).

Achtung: Wenn du Bohrmuldenzylinder meinst,
dafür gibt es teilweise auch Schlagschlüssel,
AFAIK (z.B. für viele Abus Fahrradschlösser).

Wer einen Zylinder will der gegen Schlagen
resistent ist, der muß schon auf etwas mehr
als die seitlichen Bohrungen achten.

Sinnvoll ist wohl die Kombination von nicht
einfach mit Schlagschlüsseln zu öffnen und
mit Kernziehschutz. Denn das Ziehen des Kerns
ist bei Kriminellen mindestens so beliebt
wie das Aufschlagen und dauert nur geringfügig
länger. Der Ziehschutz muß nicht im Zylinder
sein, er kann auch im Türbeschlag integriert
sein.

/ralph
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Don Caron

unread,
Jul 7, 2014, 2:42:22 PM7/7/14
to
Am 07.07.2014 17:54, schrieb Stefan Heinrich:
> Hallo,
>
> vor ein paar Wochen habe ich einen Bericht ᅵber Schlagschlᅵssel im TV
> gesehen.
> Schlagschlᅵssel? Bis dahin vᅵllig unbekannt.
> Damit kann man die gᅵngigsten Zylinderschlᅵsser ᅵffnen ohne zu zerstᅵren.

allerdings brauchtst du fᅵr jeden Schloᅵtyp /modell einen eigenen
Schlagschlussel (die Rillen mᅵssen halt stimmen.

Es gibt fᅵr mehr Geld Zylinderschlᅵssel mit "Fᅵngern" fᅵr Schlagschlᅵssel

schau mal hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lockpicking
Schlᅵse ᅵffen hat sich zu einem Sport entwickelt


--
Es kommen hᅵrtere Tage.
Die auf Widerruf gestundete Zeit
wird sichtbar am Horizont.
(Ingeborg Bachmann)

Don Caron

Horst Stolz

unread,
Jul 8, 2014, 4:46:57 AM7/8/14
to
Am Mon, 07 Jul 2014 17:54:26 +0200 schrieb Stefan Heinrich:

> Hallo,
>
> vor ein paar Wochen habe ich einen Bericht �ber Schlagschl�ssel im TV
> gesehen.

Das Thema veranlasst mich zu einer Frage zum Schloss DPS, Seriennummer mit
VB beginnend.
Wurde im Mehrfamilien-Neubau installiert und wir wurden gewarnt, dass der
Aufwand beim versehentlichen Aussperren extrem hoch w�re.
Viellleicht liegt dies aber an den 3 Schliessen in der Zarge?
Im Internet konnte ich nicht so rech etwas �ber den Typ erfahren.
Kenn dies jemand?

Gru�, Horst


--
Die Mailadresse ist zwar lang, aber ohne �nderung g�ltig.
Durch die L�nge wurde Spam drastisch reduziert.

Ralph Aichinger

unread,
Jul 8, 2014, 5:00:55 AM7/8/14
to
Horst Stolz <hsgueltigeantwort...@kabelmail.de> wrote:
> Das Thema veranlasst mich zu einer Frage zum Schloss DPS, Seriennummer mit

DPS ist ein etwas besseres System von EVVA:

http://www.lockwiki.com/index.php/EVVA_DPS
http://www.lissy.at/index.asp?/produkte/key_evvadps.asp
http://www.evva.at/produkte/mechanische-schliesssysteme/schliesssystem-dpi/schliesszylinder/de/

DPS ist AFAIK eine Variante die über Schlüsseldienste vertrieben
wird, d.h. du kannst nur zu einem Händler gehen, der das Monopol
drauf hat.

> Wurde im Mehrfamilien-Neubau installiert und wir wurden gewarnt, dass der
> Aufwand beim versehentlichen Aussperren extrem hoch wäre.

Naja, DPS ist ein System bei dem man nicht ohne Codekarte
die Schlüssel oder den Zylinder nachbekommt. Wenn du daher
dich aussperrst, dann muß der Schlüsseldienst de facto
deinen Türzylinder zerstören (Picken dürfte zu lange
dauern, Schlagschlüssel geht eher nicht). Er wird dir
erst mal einen billigen Standardzylinder einbauen müssen,
weil ein passender Ersatz-DPS nicht da sein wird.

Dann mußt du den Ersatz-Zylinder über die Hausverwaltung
(bzw. deren Codekarte) bestellen. Das wird teuer (rechne
mit 100 oder 200 Euro nur für den Zylinder. Eventuell muß noch
ein verlorener Schlüssel ersetzt werden (50 bis 100 Euro),
geht auch nur mit Codekarte.

Dann rechne das alles zusammen: Provisorischer Zylinder,
Ersatz-DPS, Schlüssel, erster Schlüsseldienstbesuch,
eventuell zweiter Schlüsseldienstbesuch (fürs endgültige
Schloss), Wartezeiten, etc., und wenn du 500 Euro loswirst,
dann würde es mich nicht groß schockieren.

Dabei kann das noch Glück sein. Wenn du Pech hast und
einen Schlüssel "verloren" hast, eventuell nötigt man
dir sogar noch teurere Maßnahmen auf (keine Ahnung,
was da mietrechtlich gedeckt ist, technisch kann der
Wechsel der ganzen Anlage sinnvoll sein, denn dann
kann eventuell jeder ins Haus).

> Viellleicht liegt dies aber an den 3 Schliessen in der Zarge?

> Im Internet konnte ich nicht so rech etwas über den Typ erfahren.
> Kenn dies jemand?

Österreichische Standardware in Wohnanlagen. Zuverlässig, problemlos,
schwer manipulierbar, aber wie oben beschrieben: letztendlich teuer.
De facto würde ich das so sehen, daß die Vermieter wenig interesse
an einer für den Mieter günstigen Lösung haben, und lieber was
mit "full service" nehmen, was ihnen Aufwand erspart und dem
Schlüsseldienst eine stete Einnahmequelle sichert.

/ralph

Jupp Schmitz

unread,
Jul 8, 2014, 5:58:25 AM7/8/14
to
Stefan Heinrich wrote:


> vor ein paar Wochen habe ich einen Bericht über Schlagschlüssel im TV
> gesehen.
> Schlagschlüssel? Bis dahin völlig unbekannt.

Wieso, gehörst Du zu den uninformierten die blind auf die Uniformierten
hören?


> Habt ihr schon Erfahrungen mit Schlagschlüsseln gemacht???

Zum Glück noch nicht - denn der Ärger mit der Versicherung ist wohl gewiß
... wenn Die Polizei keine Aufhebelspuren an Fenster/Terassentür bescheinigt
hat.


> (Am Liebsten würde ich alle Schlösser im Haus austauschen gegen Zylinder
> für Schlüssel mit seitlichen Bohrungen).

Bring' Dich vorher mal auf aktuellen Stand, nein nicht bei den
uninformierten Uniformierten, wie schnell die zu öffnen sind.

Gruß -J.-

Jupp Schmitz

unread,
Jul 8, 2014, 6:04:35 AM7/8/14
to
Ludger Averborg wrote:


>>vor ein paar Wochen habe ich einen Bericht über Schlagschlüssel im TV
>>gesehen.
>>Schlagschlüssel? Bis dahin völlig unbekannt.
>>Damit kann man die gängigsten Zylinderschlösser öffnen ohne zu zerstören.
>>Und das in Sekunden:

> Der Schaden ist weitaus niedriger, wenn deine Tür ohne
> Beschädigung geöffnet wird, als wenn man Balkontür/Fenster
> mit einem Kuhfuß aufbricht.

Ein gutes Argument um die Tür garnicht erst abzuschließen - und mit etwas
Glück zieht $Ede wieder ab, da er die nicht abgeschlossene Tür nicht
aufgesperrt bekam. :-)


Gruß -J.-

Ralph Aichinger

unread,
Jul 8, 2014, 6:08:53 AM7/8/14
to
Jupp Schmitz <SchmitzJu...@nurfuerspam.de> wrote:
> Zum Glück noch nicht - denn der Ärger mit der Versicherung ist wohl gewiß
> ... wenn Die Polizei keine Aufhebelspuren an Fenster/Terassentür bescheinigt
> hat.

Man kann das "Aufschlagen" am Zylinder forensisch nachweisen.

/ralph

Jupp Schmitz

unread,
Jul 8, 2014, 7:47:44 AM7/8/14
to
Radio Eriwan meint: "Theoretisch ja"!

Aber wenn Du Dir die diversen Videos anschaust, wie leicht das gehen kann -
Das ist schon kein "Aufschlagen" mehr das grenzt schon an "Aufpusten". Und
ob das zweifelsfrei von jahr(zehnte)langen Gebrauchsspuren zu unterscheiden
ist?
Dann ist noch die Frage des Aufwandes und der Kosten und der
Verhältnismäßigkeit.
Wenn Du der Versicherung sagst: "eigentlich lege ich meine Geldbörse immer
auf das Schränkchen in der Diele - aber heut morgen war es nicht da. Da
müssen so knapp 100 € drin gewesen sein." ... dann möchte ich deren Rhetorik
garnicht erst hören müssen.


Gruß -J.-

Ralph Aichinger

unread,
Jul 8, 2014, 8:19:24 AM7/8/14
to
Jupp Schmitz <SchmitzJu...@nurfuerspam.de> wrote:
> Radio Eriwan meint: "Theoretisch ja"!

Nicht nur theoretisch.

> Aber wenn Du Dir die diversen Videos anschaust, wie leicht das gehen kann -
> Das ist schon kein "Aufschlagen" mehr das grenzt schon an "Aufpusten".

Für das man aber einen entsprechenden Rohling braucht. Was zuersteinmal
bedeutet, daß man allzu gebräuchliche Schlösser wie z.B. Abus C83
oder EVVA Normalprofil meiden sollte. IMHO.

> Und
> ob das zweifelsfrei von jahr(zehnte)langen Gebrauchsspuren zu unterscheiden
> ist?

Angeblich ja. Entsprechende Lockpickinganleitungen warnen immer
ausdrücklich davor, solche Sachen am tatsächlich verwendeten
Schloß zu machen, eben weil man dann nicht zweifelsfrei weiß
woher Spuren kommen.

> Dann ist noch die Frage des Aufwandes und der Kosten und der
> Verhältnismäßigkeit.

Wenn sowas erst mal mit Sachverständigen und allem Pipapo
abgehandelt wird, dann wird es sowieso teuer.

> Wenn Du der Versicherung sagst: "eigentlich lege ich meine Geldbörse immer
> auf das Schränkchen in der Diele - aber heut morgen war es nicht da. Da
> müssen so knapp 100 € drin gewesen sein." ... dann möchte ich deren Rhetorik
> garnicht erst hören müssen.

Bargeld ist in den meisten Versicherungen sowieso nicht abgedeckt.
IIRC im koksa-Forum hat jemand von einem Fall berichtet (persönlich
betroffener), bei dem nach forensischer Untersuchung die Versicherung
den Einbruch geglaubt hat, und bezahlt.

Es ist ja meist kein Einzelfall, sondern da nehmen sich Banden
vermutlich ganze Stadtteile vor, oder so. Genauso wie bei
Blitzsschäden wird da die Versicherung eher bei Häufungen zalen.

Der Gelegenheitsjunkie ist nicht so sophisticated, daß er
Schlagschlüssel hat, der nimmt ein altes Wasserleitungsrohr
oder seine Schuhe, und ist auch drin.

/ralph

Jupp Schmitz

unread,
Jul 8, 2014, 1:40:08 PM7/8/14
to
Ralph Aichinger wrote:


>> Aber wenn Du Dir die diversen Videos anschaust, wie leicht das gehen kann
>> - Das ist schon kein "Aufschlagen" mehr das grenzt schon an "Aufpusten".
>
> Für das man aber einen entsprechenden Rohling braucht. Was zuersteinmal
> bedeutet, daß man allzu gebräuchliche Schlösser wie z.B. Abus C83
> oder EVVA Normalprofil meiden sollte. IMHO.
>
>> Und
>> ob das zweifelsfrei von jahr(zehnte)langen Gebrauchsspuren zu
>> unterscheiden ist?
>
> Angeblich ja. Entsprechende Lockpickinganleitungen warnen immer
> ausdrücklich davor, solche Sachen am tatsächlich verwendeten
> Schloß zu machen, eben weil man dann nicht zweifelsfrei weiß
> woher Spuren kommen.

Hmm, tja, und dann gibt's auch noch weibliche Wesen die irgendwann zugeben
"nein das sind keine Schraubenzieher-Kratzspuren an der Haustür - da hatte
sich einer der Schlüssel von meinem dicken Schlüsselbund beim Zuziehen
dazwischengesetzt". :-(

Und evtl. Spuren vom "auf Spannung halten" der Schließstifte entstehen
wahrscheinlich genauso wenn frau kräftig dreht und dann merkt, daß das erst
funktionieren kann wenn der Schlüssel bis zum Anschlag im Schloß steckt.


>
> Es ist ja meist kein Einzelfall, sondern da nehmen sich Banden
> vermutlich ganze Stadtteile vor, oder so. Genauso wie bei
> Blitzsschäden wird da die Versicherung eher bei Häufungen zalen.

Nee, hier im Köln-Bonner-Raum ist in der Hinsicht immer "Gewitter". :-(


Gruß -J.-
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