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Wie Schmutzeinspülungen in Armaturen vermeiden?

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Wilhelm Wiegert

unread,
Jun 1, 2016, 2:06:07 PM6/1/16
to
Hallo zusammen,

unser Klempner hat uns im Sept. 2014 zwei Markenarmaturen eingebaut. Im
Februar 2015 kam eine dritte hinzu. Eine dieser Armaturen begann schon bald
von alleine zuzufallen, wenn sie weniger als zu 2/3 geöffnet war; die
beiden anderen zeigten inzwischen auch die Anfangssymptome dazu, obwohl
diese erst auf dem letzten Zentimeter des Hebelweges beim Schließen von
alleine zufielen, wenn das Wasser bereits abgestellt war. Dicht schlossen
alle Armaturen.

Kein Problem, dachte ich, ich habe ja noch Garantie darauf.

Leider habe ich mich da verrechnet: Heute war ein Techniker des Herstellers
da und fand in den Perlatoren harte Schmutzpartikel, die die Kartuschen
vermutlich beschädigt hatten. Wir werden den Einsatz wohl bezahlen müssen.
Der Techniker hat mir die dunklen, harten Partikel auf den Finger
gestreift: Die Teile hat er nicht erfunden, um sich um eine
Garantiereparatur zu drücken; sie waren wirklich vorhanden.

22 Jahre lang hatten wir vom gleichen Hersteller Armaturen ohne diese
Probleme in Betrieb. Wie kommt jetzt der Schmutz in die Leitungen? Wir
haben doch im Keller einen Dauerfilter installiert, der - zugegebenermaßen
unregelmäßig, aber trotzdem immer wieder mal - durchgespült wird (nebenbei:
Es sind dann kaum Partikel im Spülwasser). Ist der Schmutz vielleicht bei
der Installation der neuen Armaturen in diese oder in die Leitungen gelangt
oder gibt es andere Möglichkeiten? War der Schmutz bei den alten Armaturen
noch nicht in der Leitung und warum war er jetzt da? Und wie kann man die
Einspülung von Schmutz verhindern?

Ich erwarte von niemandem, dass er die Technik zum Auslesen einer
Kristallkugel beherrscht; aber vielleicht hat jemand von Euch schon
ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben.

Danke und viele Grüße
Wilhelm

Maik Koenig

unread,
Jun 1, 2016, 8:52:45 PM6/1/16
to
Am 01.06.2016 um 20:05 schrieb Wilhelm Wiegert:

> 22 Jahre lang hatten wir vom gleichen Hersteller Armaturen ohne diese
> Probleme in Betrieb. Wie kommt jetzt der Schmutz in die Leitungen?

"Schmutz" ist vermutlich einfach nur gelöster Kalk und Rost aus den
Wasserleitungen. Gerade bei Einhebelmischern gibt es nunmal Druckschläge
die schon genügen um diese von den Rohrwänden zu lösen. Auch sind die
fast unvermeidbaren Luftblassen nicht unschuldig.

> Wir
> haben doch im Keller einen Dauerfilter installiert, der - zugegebenermaßen
> unregelmäßig, aber trotzdem immer wieder mal - durchgespült wird (nebenbei:
> Es sind dann kaum Partikel im Spülwasser).

Der Filter verhindert das Einspülen von Sand aus der Stadtwasserleitung,
mehr kann er nicht, mehr soll er auch nicht. Denn Sand + im Wasser
gelöster Sauerstoff + metalisches Rohr = Loch.

> Ist der Schmutz vielleicht bei
> der Installation der neuen Armaturen in diese oder in die Leitungen gelangt
> oder gibt es andere Möglichkeiten? War der Schmutz bei den alten Armaturen
> noch nicht in der Leitung und warum war er jetzt da?

Der war schon immer da. Eure neuen Armaturen reagieren nur empfindlicher.

> Und wie kann man die
> Einspülung von Schmutz verhindern?

Kein Wasser benutzen... Sorry, ist wirklich so. Du kannst nicht
verhindern dass sich im Wasser gelöste Kleinststoffe an den Wänden
anlagern und irgendwann lösen.

> Ich erwarte von niemandem, dass er die Technik zum Auslesen einer
> Kristallkugel beherrscht; aber vielleicht hat jemand von Euch schon
> ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben.

Zukünftig die Perlatoren regelmässig (sprich: Immer bei Auftreten des
Problems) reinigen bzw gleich austauschen.

Greetz,
MK
--
Kopp-Verlag-Gläubige, Religionsdeppen, rechte Vollidioten
und ähnlicher Bio-Abfall werden ohne Hinweis ignoriert!

Lennart Blume

unread,
Jun 2, 2016, 5:08:09 AM6/2/16
to
Am Thu, 2 Jun 2016 02:39:02 +0200 schrieb Maik Koenig:

>Zukünftig die Perlatoren regelmässig (sprich: Immer bei Auftreten des
>Problems) reinigen bzw gleich austauschen.

Das bringt aber zum Schutz der Armatur nichts, denn der Dreck, der
sich im Perlator sammelt, ist durch die Armatur bereits durch.

Gruß
Lennart

Thomas Einzel

unread,
Jun 2, 2016, 5:29:40 AM6/2/16
to
Am 01.06.2016 um 20:05 schrieb Wilhelm Wiegert:
> Hallo zusammen,
>
> unser Klempner hat uns im Sept. 2014 zwei Markenarmaturen eingebaut. Im
> Februar 2015 kam eine dritte hinzu. Eine dieser Armaturen begann schon bald
> von alleine zuzufallen, wenn sie weniger als zu 2/3 geöffnet war; die
> beiden anderen zeigten inzwischen auch die Anfangssymptome dazu, obwohl
> diese erst auf dem letzten Zentimeter des Hebelweges beim Schließen von
> alleine zufielen, wenn das Wasser bereits abgestellt war. Dicht schlossen
> alle Armaturen.
>
> Kein Problem, dachte ich, ich habe ja noch Garantie darauf.
>
> Leider habe ich mich da verrechnet: Heute war ein Techniker des Herstellers
> da und fand in den Perlatoren harte Schmutzpartikel, die die Kartuschen
> vermutlich beschädigt hatten. Wir werden den Einsatz wohl bezahlen müssen.

Preis ca?

> Der Techniker hat mir die dunklen, harten Partikel auf den Finger
> gestreift: Die Teile hat er nicht erfunden, um sich um eine
> Garantiereparatur zu drücken; sie waren wirklich vorhanden.

Vielleicht kannst du die Dreck diese "dunklen, harten Partikel" einem
Chemiker zur Analyse geben.

> 22 Jahre lang hatten wir vom gleichen Hersteller Armaturen ohne diese
> Probleme in Betrieb. Wie kommt jetzt der Schmutz in die Leitungen? Wir
> haben doch im Keller einen Dauerfilter installiert, der - zugegebenermaßen
> unregelmäßig, aber trotzdem immer wieder mal - durchgespült wird (nebenbei:
> Es sind dann kaum Partikel im Spülwasser).

Eine Idee wäre vielleicht in der Warmwasserbereitung ein Problem zu
suchen wo sich ausfällender Kalk bilden könnte, das sollte allerdings
ein Installateur auch wissen. Das könnte das Problem der sich nach dem
Filter bildenden Partikel eventuell erklären.
Was für einen Warmwasserbereitung hast du, welche Wasserhärte, welche
Warmwassertemperatur?

> Ist der Schmutz vielleicht bei
> der Installation der neuen Armaturen in diese oder in die Leitungen gelangt
> oder gibt es andere Möglichkeiten? War der Schmutz bei den alten Armaturen
> noch nicht in der Leitung und warum war er jetzt da? Und wie kann man die
> Einspülung von Schmutz verhindern?
>
> Ich erwarte von niemandem, dass er die Technik zum Auslesen einer
> Kristallkugel beherrscht; aber vielleicht hat jemand von Euch schon
> ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben.

Einen Filter im Keller hast du ja schon, dass nach ca. 2 Jahren bei -
offenbar Einhebel Mischbatterien - Armaturen Probleme auftreten kann man
IMO schwerlich "einfach mal so" auf Kalk und Rost schieben.
--
Thomas

Maik Koenig

unread,
Jun 2, 2016, 6:55:04 AM6/2/16
to
Ja, aber ich bin ziemlich sicher, dass das eigentliche Problem des OPs
der entsprechend niedrigere Durchfluss ist. Wenn der unter einen
bestimmten Wert absackt macht die Armatur zu.

Martin Kienass

unread,
Jun 2, 2016, 7:20:04 AM6/2/16
to
Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:
> Am 01.06.2016 um 20:05 schrieb Wilhelm Wiegert:
>> Hallo zusammen,
>>
>> unser Klempner hat uns im Sept. 2014 zwei Markenarmaturen eingebaut. Im
>> Februar 2015 kam eine dritte hinzu. Eine dieser Armaturen begann schon bald
>> von alleine zuzufallen, wenn sie weniger als zu 2/3 geöffnet war; die
>> beiden anderen zeigten inzwischen auch die Anfangssymptome dazu, obwohl
>> diese erst auf dem letzten Zentimeter des Hebelweges beim Schließen von
>> alleine zufielen, wenn das Wasser bereits abgestellt war. Dicht schlossen
>> alle Armaturen.
>>
>> Kein Problem, dachte ich, ich habe ja noch Garantie darauf.
>>
>> Leider habe ich mich da verrechnet: Heute war ein Techniker des Herstellers
>> da und fand in den Perlatoren harte Schmutzpartikel, die die Kartuschen
>> vermutlich beschädigt hatten. Wir werden den Einsatz wohl bezahlen müssen.
>
> Preis ca?
>
>> Der Techniker hat mir die dunklen, harten Partikel auf den Finger
>> gestreift: Die Teile hat er nicht erfunden, um sich um eine
>> Garantiereparatur zu drücken; sie waren wirklich vorhanden.
>
> Vielleicht kannst du die Dreck diese "dunklen, harten Partikel" einem
> Chemiker zur Analyse geben.

Er kann auch die Härte der Partikel in einem Werkstofflabor nachmessen
lassen.
SCNR

Schwarze "Brösel" in Perlatoren oder anderen Sieben sind fast immer
Überreste des Dichtungsmaterials eines Absperrventiles. Gut möglich,
dass der Armaturentausch und das Auftreten der schwarzen Partikel
zeitlich und ursächlich zusammenhängen. Es kommt relativ häufig vor,
dass nach längerer Betriebszeit (22 Jahre sind eine "längere
Betriebszeit") Absperrventile nicht mehr schließen, weil sich die
Dichtung am Ventilteller (oder -kolben) während des Betriebes oder beim
Schließen in ihre Bestandteile zerlegt hat.

Allerdings habe ich noch nie davon gehört, dass durch diese Gummi- oder
Kunststoffbrösel das Innenleben einer Armatur beschädigt werden kann.



--
______________
/schüüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)

Harry Hirsch

unread,
Jun 2, 2016, 10:51:53 AM6/2/16
to
Am 01.06.2016 um 20:05 schrieb Wilhelm Wiegert:
. Wie kommt jetzt der Schmutz in die Leitungen? Wir
> haben doch im Keller einen Dauerfilter installiert, der - zugegebenermaßen
> unregelmäßig, aber trotzdem immer wieder mal - durchgespült wird

Hallo
was sich da ansammelt sind abgelöste Teile aus der Hausinstallation.
Wenn Du Glück hast sind es nur Teilchen von der Schicht aus Ablagerungen
die sich in den Leitungen bildet. Bei Druckschwankungen lösen sich die
dann. Sowas passiert häufig wenn man das Wasser abstellt. Das zieht dann
oft andere Störungen nach sich, verstopfte Perlatoren, nicht mehr
funktionierende Spülkästen usw. Heftige Druckschwankungen lösen z.B.
Einhebelmischer aus wenn man diese schnell schliesst. Wenn Du dann kein
Schutzventil im System hast, gibt es einen richtigen "Schlag" der die
Leitungen zum erzittern bringt. Dabei kann es auch zu Rohrbrüchen kommen.
Eine andere Ursache für die bröselnden Anlagerungen kann die Änderung
der "Chemie des Wassers" sein. Im Lauf der Jahre bilden sich
Ablagerungen in den Rohren, das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass
sich diese Ablagerungen auch "umbauen" können. Bei uns gab es mal einen
Großversuch bei dem geringste Mengen irgendeiner Phosphatverbindung
beigemischt wurden. Tatsächlich war zu merken, dass sich Kalk nicht mehr
so schnell ablagerte. der Nachteil, in den ersten Monaten waren ständig
die Perlatoren dicht.
Wenn Du kein Glück hast, kann die Ursache von gehäuft auftretenden
Krümelchen auch sein, dass die Leitungen aus unterschiedlichen Metallen
bestehen. "Beliebt" ist die Kombination aus Eisenrohren und Kupfer.
Früher oder später gibt das Probleme. Wenn bei Leitungsarbeiten nicht
sorgfälig gespült wurde und winzige Stahlkrümel zurückbleiben, setzen
die sich gerne in den Kupferleitungen fest und dort beginnt eine heftige
Korrosion, LOCHFRASS!

Am besten schraubst Du mal die Perlatoren ganz raus, legst einen Lappen
als Spritzschutz um den Auslauf und drehst mal voll auf. Etwas warten
bis alles rausgespült wurde. So mit jeder Leitung verfahren

Wilhelm Wiegert

unread,
Jun 2, 2016, 12:55:15 PM6/2/16
to
Am Thu, 2 Jun 2016 12:47:50 +0200 schrieb Maik Koenig:

> Ja, aber ich bin ziemlich sicher, dass das eigentliche Problem des OPs
> der entsprechend niedrigere Durchfluss ist. Wenn der unter einen
> bestimmten Wert absackt macht die Armatur zu.

Nein, soweit war der Perlator nicht zugesetzt. Im Perlator der jüngeren
Armatur im Erdgeschoss z.B. befand sich genau eine kleine Kalkkugel, die
sich zwischen den Fingern zu einem Schmierfilm zerreiben ließ, und 5 bis 6
kleine dunkle Teilchen. Bei den anderen Armaturen im 1. Stock gab es 3 bis
4 Kalkkörnchen und mehr als 5 von den anderen Teilchen. Auch dort lief das
Wasser noch genauso stark heraus wie nach der Reparatur. Die Perlatoren
(nicht nur speziell diese) reinige ich ungefähr einmal im Jahr.

Danke für die Informationen und viele Grüße
Wilhelm

Wilhelm Wiegert

unread,
Jun 2, 2016, 12:55:15 PM6/2/16
to
Am Thu, 02 Jun 2016 13:17:10 +0200 schrieb Martin Kienass:

> Schwarze "Brösel" in Perlatoren oder anderen Sieben sind fast immer
> Überreste des Dichtungsmaterials eines Absperrventiles. Gut möglich,
> dass der Armaturentausch und das Auftreten der schwarzen Partikel
> zeitlich und ursächlich zusammenhängen. Es kommt relativ häufig vor,
> dass nach längerer Betriebszeit (22 Jahre sind eine "längere
> Betriebszeit") Absperrventile nicht mehr schließen, weil sich die
> Dichtung am Ventilteller (oder -kolben) während des Betriebes oder beim
> Schließen in ihre Bestandteile zerlegt hat.
>
> Allerdings habe ich noch nie davon gehört, dass durch diese Gummi- oder
> Kunststoffbrösel das Innenleben einer Armatur beschädigt werden kann.

Dicht waren alle Mischbatterien, sowohl die alten als auch die neuen. Im
Zulauf der alten Batterien hat sich ein Loch gebildet, so dass wir sie
komplett getauscht hatten. Das Problem der neuen war ja, dass sie sich von
alleine schlossen.

Wilhelm Wiegert

unread,
Jun 2, 2016, 12:55:15 PM6/2/16
to
Hallo Harry,

Am Thu, 2 Jun 2016 16:51:47 +0200 schrieb Harry Hirsch:

> Hallo
> was sich da ansammelt sind abgelöste Teile aus der Hausinstallation.
> Wenn Du Glück hast sind es nur Teilchen von der Schicht aus Ablagerungen
> die sich in den Leitungen bildet. Bei Druckschwankungen lösen sich die
> dann. Sowas passiert häufig wenn man das Wasser abstellt. Das zieht dann
> oft andere Störungen nach sich, verstopfte Perlatoren, nicht mehr

Einen Ansatz zur Verstopfung (soweit habe ich es aber nie kommen lassen)
hatten schon die Perlatoren der alten Armaturen. Dort sah ich auch schon
mal dunkle härtere Teilchen, dachte aber, die hätten sich erst auf den
Perlatoren gebildet. Die habe ich dann abgespült. Danach habe ich die
Perlatoren anfangs (nicht lachen!) in Filmdöschen mit Essigessenz gelegt.
Nach mehreren solcher Prozeduren hatten sich dann mit den weniger gut
erreichbaren Kalkteilchen zwischen den Gittern auch die Metallgiter
(Kupfer?) aufgelöst. Nach dem Wechsel der Perlatoren (die neuen hatten
einen höheren Kunststoffanteil) habe ich dann entweder Antikal oder
Zitronensäure für Kaffeemaschinen oder Milizid (ein Badreiniger) genommen.
Die neueren zeigten auch eine geringere Tendenz zum Verstopfen.

> funktionierende Spülkästen usw. Heftige Druckschwankungen lösen z.B.
> Einhebelmischer aus wenn man diese schnell schliesst. Wenn Du dann kein
> Schutzventil im System hast, gibt es einen richtigen "Schlag" der die
> Leitungen zum erzittern bringt. Dabei kann es auch zu Rohrbrüchen kommen.

Solche Schläge hatte unsere alte Spülmaschine verursacht. Keiner aus
unserer Familie ist allerdings auf die Idee gekommen, die Armaturen
ruckartig zu schließen. Die Schwimmer in den Spülkästen schließen
allerdings auch recht flott. Mit dem Schutzventil meinst Du jetzt aber
nicht einen Druckminderer, der in Kombination mit dem Filter im Keller
sitzt, oder?

> Wenn Du kein Glück hast, kann die Ursache von gehäuft auftretenden
> Krümelchen auch sein, dass die Leitungen aus unterschiedlichen Metallen
> bestehen. "Beliebt" ist die Kombination aus Eisenrohren und Kupfer.

Wir haben tatsächlich Kupferleitungen. Die Teile mit den kleinen
Absperrventilen unter den Waschbecken sind dann vermutlich
Edelstahlleitungen oder verchromte Eisenleitungen. Die Zuleitung über das
Grundstück ins Haus müsste Eisen sein.

> Früher oder später gibt das Probleme. Wenn bei Leitungsarbeiten nicht
> sorgfälig gespült wurde und winzige Stahlkrümel zurückbleiben, setzen
> die sich gerne in den Kupferleitungen fest und dort beginnt eine heftige
> Korrosion, LOCHFRASS!

O je! Über unsere Klempner bei der Erstinstallation hatte ich hier ja schon
mal geschrieben. Denen traue ich alles zu.
>
> Am besten schraubst Du mal die Perlatoren ganz raus, legst einen Lappen
> als Spritzschutz um den Auslauf und drehst mal voll auf. Etwas warten
> bis alles rausgespült wurde. So mit jeder Leitung verfahren

Das kann ich natürlich machen; aber Waschbeckenarmaturen, Duscharmaturen
und die Ventile in den Spülkästen sind doch fast immer voll aufgedreht bei
der Benutzung. Oder bieten die Perlatoren dem Wasser so viel Widerstand,
dass der Durchfluss dann merkbar behindert wird und somit der Spüleffekt
unterbleibt?

Was immer noch in mir nagt, ist, dass die alten Armaturen ihr ganzes Leben
lang keine solchen Probleme verursacht haben.

Wilhelm Wiegert

unread,
Jun 2, 2016, 12:55:15 PM6/2/16
to
Am Thu, 2 Jun 2016 11:29:50 +0200 schrieb Thomas Einzel:

>> Leider habe ich mich da verrechnet: Heute war ein Techniker des Herstellers
>> da und fand in den Perlatoren harte Schmutzpartikel, die die Kartuschen
>> vermutlich beschädigt hatten. Wir werden den Einsatz wohl bezahlen müssen.
>
> Preis ca?

Wenn Du den Reparaturpreis meinst, kann ich den nicht nennen. Das wird über
unseren Klempner abgerechnet, weil er wohl der Auftragsgeber war. Der Preis
der beim Klempner gekauften Armaturen lag bei ca. 75,- € pro Stück ohne
Einbau.
>
>> Der Techniker hat mir die dunklen, harten Partikel auf den Finger
>> gestreift: Die Teile hat er nicht erfunden, um sich um eine
>> Garantiereparatur zu drücken; sie waren wirklich vorhanden.
>
> Vielleicht kannst du die Dreck diese "dunklen, harten Partikel" einem
> Chemiker zur Analyse geben.

Das meinst Du nicht ernst, oder? Einen Chemiker, der das kostenlos machen
würde, kenne ich nicht - einen, der bezahlt werden muss, aber auch nicht.
>
>> 22 Jahre lang hatten wir vom gleichen Hersteller Armaturen ohne diese
>> Probleme in Betrieb. Wie kommt jetzt der Schmutz in die Leitungen? Wir
>> haben doch im Keller einen Dauerfilter installiert, der - zugegebenermaßen
>> unregelmäßig, aber trotzdem immer wieder mal - durchgespült wird (nebenbei:
>> Es sind dann kaum Partikel im Spülwasser).
>
> Eine Idee wäre vielleicht in der Warmwasserbereitung ein Problem zu
> suchen wo sich ausfällender Kalk bilden könnte, das sollte allerdings
> ein Installateur auch wissen. Das könnte das Problem der sich nach dem
> Filter bildenden Partikel eventuell erklären.
> Was für einen Warmwasserbereitung hast du, welche Wasserhärte, welche
> Warmwassertemperatur?
Warmwasserbehälter im Heizungskreislauf (davor sitzt Fernwärme), 25 Jahre
alt, Verzehranoden-Abo beim Klempner, der noch im Januar kontrolliert hat;
Wasserhärte 2, Temperatur 50 °C.

Dass Kalkablagerungen sich dort bilden, ist mir klar; die sind aber relativ
weich, sofern es dieselben sind, die ich im Perlator gefunden habe. Wenn
ich den Techniker richtig verstanden habe, liegt das Probelm bei den
dunklen Partikeln.
>
> Einen Filter im Keller hast du ja schon, dass nach ca. 2 Jahren bei -
> offenbar Einhebel Mischbatterien - Armaturen Probleme auftreten kann man
> IMO schwerlich "einfach mal so" auf Kalk und Rost schieben.

Danke für die Stellungnahme und viele Grüße
Wilhelm

Thomas Einzel

unread,
Jun 2, 2016, 2:07:03 PM6/2/16
to
Am 02.06.2016 um 13:17 schrieb Martin Kienass:
> Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:
...
>> Vielleicht kannst du die Dreck diese "dunklen, harten Partikel" einem
>> Chemiker zur Analyse geben.
>
> Er kann auch die Härte der Partikel in einem Werkstofflabor nachmessen
> lassen.
> SCNR
>
> Schwarze "Brösel" in Perlatoren oder anderen Sieben sind fast immer
> Überreste des Dichtungsmaterials eines Absperrventiles. Gut möglich,
> dass der Armaturentausch und das Auftreten der schwarzen Partikel
> zeitlich und ursächlich zusammenhängen. Es kommt relativ häufig vor,
> dass nach längerer Betriebszeit (22 Jahre sind eine "längere
> Betriebszeit") Absperrventile nicht mehr schließen, weil sich die
> Dichtung am Ventilteller (oder -kolben) während des Betriebes oder beim
> Schließen in ihre Bestandteile zerlegt hat.
>
> Allerdings habe ich noch nie davon gehört, dass durch diese Gummi- oder
> Kunststoffbrösel das Innenleben einer Armatur beschädigt werden kann.

Was wäre denn dein Tipp für den OP Martin? Du hast doch oft gute Tipps.

--
Thomas

Thomas Einzel

unread,
Jun 2, 2016, 2:34:52 PM6/2/16
to
Am 02.06.2016 um 18:55 schrieb Wilhelm Wiegert:
> Am Thu, 2 Jun 2016 11:29:50 +0200 schrieb Thomas Einzel:
...
>> Vielleicht kannst du die Dreck diese "dunklen, harten Partikel" einem
>> Chemiker zur Analyse geben.
>
> Das meinst Du nicht ernst, oder?

Eigentlich schon, ist narütlich eine Preisfrage.

> Einen Chemiker, der das kostenlos machen
> würde, kenne ich nicht - einen, der bezahlt werden muss, aber auch nicht.

Hätte ja sein können...

>>> 22 Jahre lang hatten wir vom gleichen Hersteller Armaturen ohne diese
>>> Probleme in Betrieb. Wie kommt jetzt der Schmutz in die Leitungen? Wir
>>> haben doch im Keller einen Dauerfilter installiert, der - zugegebenermaßen
>>> unregelmäßig, aber trotzdem immer wieder mal - durchgespült wird (nebenbei:
>>> Es sind dann kaum Partikel im Spülwasser).
>>
>> Eine Idee wäre vielleicht in der Warmwasserbereitung ein Problem zu
>> suchen wo sich ausfällender Kalk bilden könnte, das sollte allerdings
>> ein Installateur auch wissen. Das könnte das Problem der sich nach dem
>> Filter bildenden Partikel eventuell erklären.
>> Was für einen Warmwasserbereitung hast du, welche Wasserhärte, welche
>> Warmwassertemperatur?
> Warmwasserbehälter im Heizungskreislauf (davor sitzt Fernwärme), 25 Jahre
> alt, Verzehranoden-Abo beim Klempner, der noch im Januar kontrolliert hat;
> Wasserhärte 2, Temperatur 50 °C.

Sieht für mich eher nicht als Gründe für starken Kalkablagerungen nach 2
Jahren aus.
>
> Dass Kalkablagerungen sich dort bilden, ist mir klar; die sind aber relativ
> weich, sofern es dieselben sind, die ich im Perlator gefunden habe. Wenn
> ich den Techniker richtig verstanden habe, liegt das Probelm bei den
> dunklen Partikeln.

Mir kommt das Ganze eben etwas komisch vor.

Halt dich mal z.B. an Martin Kienass hier im Thread, vielleicht hat er
einen Tipp (er ist vom Fach)

--
Thomas

Harry Hirsch

unread,
Jun 3, 2016, 2:35:40 AM6/3/16
to
Am 02.06.2016 um 18:55 schrieb Wilhelm Wiegert:
> Nach dem Wechsel der Perlatoren (die neuen hatten
> einen höheren Kunststoffanteil) habe ich dann entweder Antikal oder
> Zitronensäure für Kaffeemaschinen oder Milizid (ein Badreiniger) genommen.
> Die neueren zeigten auch eine geringere Tendenz zum Verstopfen.

An Armaturen durch die meistens viel Wasser fliessen soll, an
Badewannen usw. würde ich gar keine Perlatoren verwenden sondern nur
Strahlformer-Einsätze. Die verhindern das Spritzen ohne den Durchfluss
sonderlich zu behindern und haben keine feinen Siebe die verstöpfen
können. Entkalken muss man die gelegentlich auch oder eben austauschen.

> Mit dem Schutzventil meinst Du jetzt aber
> nicht einen Druckminderer, der in Kombination mit dem Filter im Keller
> sitzt, oder?

Nein, da gibt es im Installationsbedarf extra Lösungen, ich glaube,
Druckschlagdämpfer heißen die auch. Wenn jemand nach dem Waschen einfach
mit der Hand auf den Einhebelmischer haut oder, wie Du schriebst, eine
Maschine plötzlich ein Ventil schliesst, gibt das Druckspitzen...ich
hörte man was von 50bar...

> Wir haben tatsächlich Kupferleitungen. Die Teile mit den kleinen
> Absperrventilen unter den Waschbecken sind dann vermutlich
> Edelstahlleitungen oder verchromte Eisenleitungen. Die Zuleitung über das
> Grundstück ins Haus müsste Eisen sein.

Das ist ja bei vielen so. Solange die Ablagerungen in den Rohren
vorhanden sind, schützen sie auch vor Lochfraß...
Wir hatten bei uns eine Kupferleitung die einige Zeit nach dem erwähnten
"Großversuch" mit der "Trinkwasser-Inhibierung" (gegen Kalkablagerungen)
undicht wurde. Die Leitung war nach einer Stahl-Leitung angeschlossen
und wurde dann gegen eine moderne mehrschichtleitung ausgetauscht. Die
alte Kupferleitung hatte an 2 Stellen winzige Löcher aus denen Wasser
noch nicht rausspritzte aber sozusagen "schwitzte".. Glück im Unglück,
ich hatte das zufällig bemerkt weil das Leitungsstück sichtbar verlegt
war. (schlimme Installation, ohne Isolierung...60er Jahre Murks

> Das kann ich natürlich machen; aber Waschbeckenarmaturen, Duscharmaturen
> und die Ventile in den Spülkästen sind doch fast immer voll aufgedreht bei
> der Benutzung. Oder bieten die Perlatoren dem Wasser so viel Widerstand,
> dass der Durchfluss dann merkbar behindert wird und somit der Spüleffekt
> unterbleibt?

Ja, die bremsen gewaltig. Wenn Du schon dabei bist, drehe mal an den
Eckventilen vor dem Spülkasten und den Waschbecken. Oft sind die schon
zugekalkt und lassen sich nicht mehr bewegen (austauschen).

> Was immer noch in mir nagt, ist, dass die alten Armaturen ihr ganzes Leben
> lang keine solchen Probleme verursacht haben.
Vielleicht auch ein bisschen Pech dabei. Wir haben hier einen
Kaltwasser-Handwaschbecken im WC, dort befindet sich ein klassischer
Wasserhahn. Bei dem habe ich in etwa 20 Jahren 3 neue Oberteile
gebraucht weil die Dichtungen kaputt waren obwohl ich beim Wechsel den
Ventilsitz mit so einem kleinen Gerät gesäubert hatte.
Dann haben wir 3 alte Einhebelmischer die noch aus den 60ern stammen
und inzwischen nicht mehr richtig blank sind und an den kanten sogar
Messing durchschimmern lassen. (kommt vom putzen über die Jahre). Die
sind technisch aber in Ordnung. Richtig oft Probleme macht aber eine
teure (einhebel)Markenarmatur in der Küche, sie ist schwergängig und das
System wird immer wieder mal undicht oder es "drillt" aus dem Gelenk des
schwenkbaren Hahnes heraus. Na, was will man für ca 300Euro auch
erwarten....3 teure Reparaturen in 12 Jahren
Eine Armatur haben wir ausgebaut und durch eine mit 2 Knebeln ersetzt,
es war eine Thermostat-Armatur in einer Dusche neben der Sauna. (ca
800Euro) Bei der versagte immer wieder das Thermostat und die
Reparaturen gehen richtig ins Geld...



Martin Kienass

unread,
Jun 5, 2016, 1:10:03 PM6/5/16
to
Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:
Da ich -wie geschrieben- den Fall noch nicht hatte, dass Armaturen von
diesen "Gummi"bröseln beschädigt werden (ich hatte aber auch noch keine
von selbst "zufallenden" Armaturen. Jedenfalls keine, die das nicht
sollten), kann ich diesmal leider keine besonders schlauen Tipps geben.

Ehrlich gesagt wundert mich der Aufwand etwas, den der Kollege da
anscheinend betreibt (Werkskundendienst, aufwändige Untersuchung durch
zerlegen der Armatur usw.).
Für Armaturen, die mehrere 100EUR wert wären, wäre das
nachvollziehbarer Aufwand, aber für 75EUR pro Stück lohnt es eigentlich
den Zeitaufwand nicht.


Um zu ergründen, wo die schwarzen Partikel herkommen, würde ich, wie
bereits angedeutet, bei den im Haus verbauten Absperrventilen beginnen
zu suchen: Entweder einzeln testen, ob sie noch schließen, oder besser:
Gesamte Anlage hinter dem Hauptzähler absperren, drucklos machen und
entleeren und dann die Oberteile der Ventile herausdrehen und sich die
Dichtflächen im Ventilinnenleben ansehen. Ggf. Eckventile und
Unterputz-Ventile ebenso begutachten. Ich bin mir recht sicher, dass
beim OP (dessen Anlage natürlich) die einen oder anderen
Auflösungserscheinungen festgestellt würden.

Je nach heimwerkerischem Talent (wir sind ja hier bei den Nachbarn, den
Haushältern) ist es allerdings empfehlenswert, zumindest zweitere
Aktion einem Fachmann zu überlassen. Der hat dann im Zweifelsfall auch
gleich passende Ersatz-Oberteile dabei oder kann sie zumindest zeitnah
und zielsicher besorgen.

Wilhelm Wiegert

unread,
Jun 7, 2016, 4:25:05 PM6/7/16
to
Am Sun, 05 Jun 2016 18:59:08 +0200 schrieb Martin Kienass:

> Da ich -wie geschrieben- den Fall noch nicht hatte, dass Armaturen von
> diesen "Gummi"bröseln beschädigt werden (ich hatte aber auch noch keine
> von selbst "zufallenden" Armaturen. Jedenfalls keine, die das nicht
> sollten), kann ich diesmal leider keine besonders schlauen Tipps geben.
>
> Ehrlich gesagt wundert mich der Aufwand etwas, den der Kollege da
> anscheinend betreibt (Werkskundendienst, aufwändige Untersuchung durch
> zerlegen der Armatur usw.).
> Für Armaturen, die mehrere 100EUR wert wären, wäre das
> nachvollziehbarer Aufwand, aber für 75EUR pro Stück lohnt es eigentlich
> den Zeitaufwand nicht.
Es war noch Garantie auf den Armaturen (Friedrich Grohe). Wäre es ein
Garantiefall gewesen, hätte es Grohe zahlen müssen (dieses Unternehmen hat
auch den Techniker gestellt, der die Armaturen überprüfte), jetzt muss ich
es zahlen. Meinen Installateur juckt das also nicht.
>
> Um zu ergründen, wo die schwarzen Partikel herkommen, würde ich, wie
> bereits angedeutet, bei den im Haus verbauten Absperrventilen beginnen
> zu suchen: Entweder einzeln testen, ob sie noch schließen, oder besser:

Das Problem ist für mich, dass ich an zwei der betroffenen Waschtische die
Halbsäulen nicht abbekomme, weil die Haltefedern so stramm sind. Vielleicht
gibt es ein passendes Werkzeug dazu; das besitze ich aber nicht. Am dritten
Waschtisch sind die Absperrventile tatsächlich schwergängig.

> Gesamte Anlage hinter dem Hauptzähler absperren, drucklos machen und
> entleeren und dann die Oberteile der Ventile herausdrehen und sich die
> Dichtflächen im Ventilinnenleben ansehen. Ggf. Eckventile und
> Unterputz-Ventile ebenso begutachten. Ich bin mir recht sicher, dass
> beim OP (dessen Anlage natürlich) die einen oder anderen
> Auflösungserscheinungen festgestellt würden.

Die Krümel waren sehr hart und spitz. Ich glaube zwar auch, dass die
Ventile nicht mehr in Ordnung sind, halte es aber für unwahrscheinlich,
dass es sich bei den Krümeln um Dichtungsteile gehandelt hat.
>
> Je nach heimwerkerischem Talent (wir sind ja hier bei den Nachbarn, den
> Haushältern) ist es allerdings empfehlenswert, zumindest zweitere
> Aktion einem Fachmann zu überlassen. Der hat dann im Zweifelsfall auch
> gleich passende Ersatz-Oberteile dabei oder kann sie zumindest zeitnah
> und zielsicher besorgen.

Ich muss auch nicht alles können. Meinst Du, dass es wirklich sinnvoll ist,
meinen Installateur die Dichtungen überprüfen zu lassen? Er ist am
Donnerstag sowieso wegen größerer Arbeiten (Umlegen einer Leitung) im Haus.
Für den Arbeitslohn zahle ich i.d.R. mehr als für das Material, und der
Zeitaufwand scheint mir recht groß zu sein.

Viele Grüße
Wilhelm

Thomas Einzel

unread,
Jun 7, 2016, 5:15:00 PM6/7/16
to
Am 07.06.2016 um 22:24 schrieb Wilhelm Wiegert:
> Am Sun, 05 Jun 2016 18:59:08 +0200 schrieb Martin Kienass:
...
>> Gesamte Anlage hinter dem Hauptzähler absperren, drucklos machen und
>> entleeren und dann die Oberteile der Ventile herausdrehen und sich die
>> Dichtflächen im Ventilinnenleben ansehen. Ggf. Eckventile und
>> Unterputz-Ventile ebenso begutachten. Ich bin mir recht sicher, dass
>> beim OP (dessen Anlage natürlich) die einen oder anderen
>> Auflösungserscheinungen festgestellt würden.
...
>> Je nach heimwerkerischem Talent (wir sind ja hier bei den Nachbarn, den
>> Haushältern) ist es allerdings empfehlenswert, zumindest zweitere
>> Aktion einem Fachmann zu überlassen. Der hat dann im Zweifelsfall auch
>> gleich passende Ersatz-Oberteile dabei oder kann sie zumindest zeitnah
>> und zielsicher besorgen.
>
> Ich muss auch nicht alles können. Meinst Du, dass es wirklich sinnvoll ist,
> meinen Installateur die Dichtungen überprüfen zu lassen? Er ist am
> Donnerstag sowieso wegen größerer Arbeiten (Umlegen einer Leitung) im Haus.
> Für den Arbeitslohn zahle ich i.d.R. mehr als für das Material, und der
> Zeitaufwand scheint mir recht groß zu sein.

Auf Martins Fachmann-Meinung gebe ich was.
Warum fragst du eigentlich wenn du ohnehin nichts unternehmen oder
unternehmen lassen willst? Nein, eine rein rhetorische Frage...

--
Thomas

Wilhelm Wiegert

unread,
Jun 8, 2016, 2:32:44 PM6/8/16
to
Hallo Thomas!
Ich weiß jetzt nicht, in welche Ecke Du mich stecken willst: Meine Frage
war schon ernst gemeint. Martin schrieb nämlich zuerst, dass es ihm noch
nie untergekommen sei, dass Ventilbrösel eine Armatur zerstört hätten.

Wenn dann gesagt wird, dass sich bei Armaturen von ca. 75,- € der
Untersuchungsaufwand nicht lohnt, dann wäre ich jetzt eher geneigt, wenn
ich bemerke, dass Absperrventile schwergängig sind oder nicht richtig
schließen, diese ohne Untersuchung austauschen zu lassen.

Wenn morgen der Installateur wegen anderer Reparaturen und der Umlegung
einer Leitung für eine Außenzapfstelle kommt, lohnt es sich vermutlich,
Harrys Vorschlag zu folgen und nach Abschluss der Arbeiten die Leitungen
durchzuspülen. Dazu würde ich den Monteur fragen, ob jetzt ein Austausch
der Absperrventile ratsam ist.

Du siehst, dass ich nur nachgehakt habe, weil ich die o.g. Punkte logisch
nicht zusammenbekommen habe, vermutlich weil ich etwas falsch verstanden
hatte. Auch jetzt ist mir die Lage noch nicht ganz klar, so dass ich morgen
wie beschrieben vorgehen werde, wenn Ihr mir nicht davon abratet oder
andere Vorschläge macht. Ich wollte nicht meine Beratungsresistenz
demonstrieren, auch wenn ich inzwischen in einem Alter bin, in dem man
vermutlich etwas sturer und geistig unbeweglicher wird - man merkt es
selbst im Gegensatz zur Umgebung ja weniger.

Jetzt haben wir uns alle aber wieder lieb, ja? ;-)

Viele Grüße
Wilhelm

Thomas Einzel

unread,
Jun 8, 2016, 6:01:00 PM6/8/16
to
Am 08.06.2016 um 20:32 schrieb Wilhelm Wiegert:
> Hallo Thomas!
>
> Am Tue, 7 Jun 2016 23:15:12 +0200 schrieb Thomas Einzel:
---
>> Auf Martins Fachmann-Meinung gebe ich was.
>> Warum fragst du eigentlich wenn du ohnehin nichts unternehmen oder
>> unternehmen lassen willst? Nein, eine rein rhetorische Frage...
>
> Ich weiß jetzt nicht, in welche Ecke Du mich stecken willst

In gar keine...

: Meine Frage
> war schon ernst gemeint. Martin schrieb nämlich zuerst, dass es ihm noch
> nie untergekommen sei, dass Ventilbrösel eine Armatur zerstört hätten.

Wenn es dem Fachmann komisch bzw. unbekannt vorkommt, hätte mich das
aufmerksam werden lassen.
...
> Du siehst, dass ich nur nachgehakt habe, weil ich die o.g. Punkte logisch
> nicht zusammenbekommen habe, vermutlich weil ich etwas falsch verstanden
> hatte. Auch jetzt ist mir die Lage noch nicht ganz klar, so dass ich morgen
> wie beschrieben vorgehen werde, wenn Ihr mir nicht davon abratet oder
> andere Vorschläge macht. Ich wollte nicht meine Beratungsresistenz
> demonstrieren, auch wenn ich inzwischen in einem Alter bin, in dem man
> vermutlich etwas sturer und geistig unbeweglicher wird - man merkt es
> selbst im Gegensatz zur Umgebung ja weniger.

Viel Erfolg.

--
Thomas
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