Am 02.06.2016 um 18:55 schrieb Wilhelm Wiegert:
> Nach dem Wechsel der Perlatoren (die neuen hatten
> einen höheren Kunststoffanteil) habe ich dann entweder Antikal oder
> Zitronensäure für Kaffeemaschinen oder Milizid (ein Badreiniger) genommen.
> Die neueren zeigten auch eine geringere Tendenz zum Verstopfen.
An Armaturen durch die meistens viel Wasser fliessen soll, an
Badewannen usw. würde ich gar keine Perlatoren verwenden sondern nur
Strahlformer-Einsätze. Die verhindern das Spritzen ohne den Durchfluss
sonderlich zu behindern und haben keine feinen Siebe die verstöpfen
können. Entkalken muss man die gelegentlich auch oder eben austauschen.
> Mit dem Schutzventil meinst Du jetzt aber
> nicht einen Druckminderer, der in Kombination mit dem Filter im Keller
> sitzt, oder?
Nein, da gibt es im Installationsbedarf extra Lösungen, ich glaube,
Druckschlagdämpfer heißen die auch. Wenn jemand nach dem Waschen einfach
mit der Hand auf den Einhebelmischer haut oder, wie Du schriebst, eine
Maschine plötzlich ein Ventil schliesst, gibt das Druckspitzen...ich
hörte man was von 50bar...
> Wir haben tatsächlich Kupferleitungen. Die Teile mit den kleinen
> Absperrventilen unter den Waschbecken sind dann vermutlich
> Edelstahlleitungen oder verchromte Eisenleitungen. Die Zuleitung über das
> Grundstück ins Haus müsste Eisen sein.
Das ist ja bei vielen so. Solange die Ablagerungen in den Rohren
vorhanden sind, schützen sie auch vor Lochfraß...
Wir hatten bei uns eine Kupferleitung die einige Zeit nach dem erwähnten
"Großversuch" mit der "Trinkwasser-Inhibierung" (gegen Kalkablagerungen)
undicht wurde. Die Leitung war nach einer Stahl-Leitung angeschlossen
und wurde dann gegen eine moderne mehrschichtleitung ausgetauscht. Die
alte Kupferleitung hatte an 2 Stellen winzige Löcher aus denen Wasser
noch nicht rausspritzte aber sozusagen "schwitzte".. Glück im Unglück,
ich hatte das zufällig bemerkt weil das Leitungsstück sichtbar verlegt
war. (schlimme Installation, ohne Isolierung...60er Jahre Murks
> Das kann ich natürlich machen; aber Waschbeckenarmaturen, Duscharmaturen
> und die Ventile in den Spülkästen sind doch fast immer voll aufgedreht bei
> der Benutzung. Oder bieten die Perlatoren dem Wasser so viel Widerstand,
> dass der Durchfluss dann merkbar behindert wird und somit der Spüleffekt
> unterbleibt?
Ja, die bremsen gewaltig. Wenn Du schon dabei bist, drehe mal an den
Eckventilen vor dem Spülkasten und den Waschbecken. Oft sind die schon
zugekalkt und lassen sich nicht mehr bewegen (austauschen).
> Was immer noch in mir nagt, ist, dass die alten Armaturen ihr ganzes Leben
> lang keine solchen Probleme verursacht haben.
Vielleicht auch ein bisschen Pech dabei. Wir haben hier einen
Kaltwasser-Handwaschbecken im WC, dort befindet sich ein klassischer
Wasserhahn. Bei dem habe ich in etwa 20 Jahren 3 neue Oberteile
gebraucht weil die Dichtungen kaputt waren obwohl ich beim Wechsel den
Ventilsitz mit so einem kleinen Gerät gesäubert hatte.
Dann haben wir 3 alte Einhebelmischer die noch aus den 60ern stammen
und inzwischen nicht mehr richtig blank sind und an den kanten sogar
Messing durchschimmern lassen. (kommt vom putzen über die Jahre). Die
sind technisch aber in Ordnung. Richtig oft Probleme macht aber eine
teure (einhebel)Markenarmatur in der Küche, sie ist schwergängig und das
System wird immer wieder mal undicht oder es "drillt" aus dem Gelenk des
schwenkbaren Hahnes heraus. Na, was will man für ca 300Euro auch
erwarten....3 teure Reparaturen in 12 Jahren
Eine Armatur haben wir ausgebaut und durch eine mit 2 Knebeln ersetzt,
es war eine Thermostat-Armatur in einer Dusche neben der Sauna. (ca
800Euro) Bei der versagte immer wieder das Thermostat und die
Reparaturen gehen richtig ins Geld...