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Re: Herstellung Konserven mit Twist-off-Verschluss

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Jochen Kriegerowski

unread,
Aug 2, 2012, 1:43:01 AM8/2/12
to
Am 02.08.2012 00:29, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> Falls diese Annahmen zutreffen, könnte man TO-Gläser auch selbst als
> billigen Ersatz für Einmachgläser verwenden.

Kann man.

> Immer wird es aber wohl nicht zutreffen: Ich glaube nicht, daß
> milchsauer eingemachte Konserven (z. B. saure Gurken) überhaupt
> autoklaviert werden.

Aber die Gläser und Deckel sind gleich. Außer die von dir erwähnten
mit Bördelrand - aber die habe ich bisher nur bei essigsauren, und
nie bei milchsauren Konserven gesehen.

Gruß
Jochen

Frank Müller

unread,
Aug 2, 2012, 3:55:10 AM8/2/12
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin Thread

Denkst du da� User das nicht selbst merkt da� hier der Thread beginnt?

> Wei�(!) zuf�llig jemand, wie industriell Konserven mit
> Twist-off-Verschl�ssen hergestellt werden?
>
> Meine Vermutung: �hnlich wie Konserven in Einmachgl�sern - das
> Konservierungsgut wird - m�glicherweise bereits hei� - eingef�llt und
> die Deckel (maschinell) aufgesetzt, anschlie�end werden die bef�llten
> Gebinde autoklaviert.

"autoklaviert" werden eigentlich nur Konservendosen.

> Wenn das stimmt, m��ten zwei Voraussetzungen zutreffen:
> 1. m��te der Twist-off-Deckel einen Ventileffekt haben, also �berdruck
> aus dem Beh�lter herauslassen, sich aber anschlie�end beim Abk�hlen
> dicht an das Glas anlegen, und

Genau das brauchen sie im Autoklav nicht, der baut selbst einen
Gegendruck auf damit die Konserven nicht platzen.

> 2. mu� der Kunststoffbelag im Deckel nat�rlich ausreichend
> temperaturbest�ndig f�r das Autoklavieren sein.

Bi�chen �ber 100�C solle das schon aushalten.

> Falls diese Annahmen zutreffen, k�nnte man TO-Gl�ser auch selbst als
> billigen Ersatz f�r Einmachgl�ser verwenden.

Nehmen wir seit Jahren daf�r. Allerdings werden, wenn man sie
immer wieder nimmt, mit der Zeit die Deckel undicht.

Frank

Werner Gammel

unread,
Aug 2, 2012, 5:24:15 AM8/2/12
to
>
> Wenn das stimmt, m��ten zwei Voraussetzungen zutreffen:
> 1. m��te der Twist-off-Deckel einen Ventileffekt haben, also �berdruck
> aus dem Beh�lter herauslassen, sich aber anschlie�end beim Abk�hlen
> dicht an das Glas anlegen,

Ventileffekt ist gegeben.
Beispiel: Heisse Marmelade in Twist-Off Gl�ser, noch 1 min in Microwelle.
Deckel hebt sich, Dampf bl�st ab. Nach abk�hlen Deckel nach innnen gebogen,
knackt beim �ffnen.

Werner


Harry Hirsch

unread,
Aug 2, 2012, 5:47:01 AM8/2/12
to
Am 02.08.2012 00:29, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> Meine Vermutung: �hnlich wie Konserven in Einmachgl�sern - das
> Konservierungsgut wird - m�glicherweise bereits hei� - eingef�llt und
> die Deckel (maschinell) aufgesetzt, anschlie�end werden die bef�llten
> Gebinde autoklaviert.
>
> Wenn das stimmt, m��ten zwei Voraussetzungen zutreffen:
> 1. m��te der Twist-off-Deckel einen Ventileffekt haben, also �berdruck
> aus dem Beh�lter herauslassen, sich aber anschlie�end beim Abk�hlen
> dicht an das Glas anlegen, und
> 2. mu� der Kunststoffbelag im Deckel nat�rlich ausreichend
> temperaturbest�ndig f�r das Autoklavieren sein.
>
> Falls diese Annahmen zutreffen, k�nnte man TO-Gl�ser auch selbst als
> billigen Ersatz f�r Einmachgl�ser verwenden.


Wir nutzen seit eh und jeh gebrauchte TwistOff Gl�ser. Richtige
Einweckgl�ser haben wir noch nie welche gekauft. Man muss die Deckel
ebenso wie die Gl�ser vor dem Bef�llen wirklich hei� reinigen. Nur
selten schlie�t mal ein Deckel nicht mehr, was man nach 1 oder 2 Tagen
daran sieht, dass der Deckel nicht mehr nach innen gezogen ist.
Gurken z.B. werden kalt eingef�llt und erst dann eingekocht, anderes
kannst Du hei� einf�llen und sofort verschliessen. Ich habe auch schon
gesehen, dass man in ein hei� bef�lltes Glas ein paar Tropfen
irgendeines Mittels gibt,dann das Zeugs anz�ndet und sofort den Deckel
draufschraubt.
S�fte, z.B. Apfelsaft haben wir vor dem Abf�llen einige Zeit auf �ber
80Grad erhitzt und dann in leere Twist-Off Saftflaschen oder auch in
Mineralwasserflaschen hei� abgef�llt. Diese werden aber nicht mehr
erhitzt. Die Ausfalllquote ist sehr gering. Wir �ffnen nat�rlich neue
Gl�ser nicht indem wir den Deckel anstechen oder verbiegen.

Georg Sommer

unread,
Aug 2, 2012, 10:55:42 AM8/2/12
to

Werner Gammel schreib:
> Beispiel: Heisse Marmelade in Twist-Off Gläser, noch 1 min in Microwelle.

Und die Microwelle induziert keine Ströme in den Metalldeckel der dann
"Blitze" macht und irre heiss wird und die Kunststoffschicht verkokelt?

Immer wieder staunened
Georg

Reindl Wolfgang

unread,
Aug 2, 2012, 1:39:16 PM8/2/12
to
Am 02.08.12 11:24, schrieb Werner Gammel:


> Ventileffekt ist gegeben.
> Beispiel: Heisse Marmelade in Twist-Off Glᅵser, noch 1 min in
> Microwelle.

Metall in die Microwelle? Schlechte Idee! GANZ schlechte Idee!

> Deckel hebt sich,

Hebt sich oder wᅵlbt sich auf?


> Dampf blᅵst ab.

Kannst Du den abblasenden Dampf irgendwie erkennen? Oder schlieᅵt Du das
nur aus:


> Nach abkᅵhlen Deckel nach
> innnen gebogen, knackt beim ᅵffnen.

Es genᅵgt, kochend heiᅵe Marmelade in die Glᅵser zu fᅵllen und
zuzuschrauben. Nach dem auskᅵhlen ist der Deckel nach innen gezogen und
(wenn entsprechend konstruiert) knackt es auch beim Aufschrauben. Fᅵr
diesen Effekt braucht es keine nachtrᅵgliche zweite Erwᅵrmung.

Schnellversuch: kochendes H2O in ein TO-Glas, sofort zuschrauben und
auskᅵhlen lassen.

Wolfgang
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Reindl Wolfgang

unread,
Aug 2, 2012, 1:43:01 PM8/2/12
to
Am 02.08.12 11:47, schrieb Harry Hirsch:

> Ich habe auch schon
> gesehen, dass man in ein heiᅵ befᅵlltes Glas ein paar Tropfen
> irgendeines Mittels gibt,dann das Zeugs anzᅵndet und sofort den Deckel
> draufschraubt.

Irgendein brennbares Mittel mit Ausnahme von reinem Etanol wᅵrde ich
nicht verwenden, wenn der Glasinhalt irgendwann noch gegessen werden soll.

Wolfgang

Jochen Kriegerowski

unread,
Aug 2, 2012, 3:13:36 PM8/2/12
to
Am 02.08.2012 19:43, schrieb Reindl Wolfgang:

> Irgendein brennbares Mittel mit Ausnahme von reinem
> Etanol wᅵrde ich nicht verwenden

Hochprozentiger Rum geht hervorragend!

Gruᅵ
Jochen
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Reindl Wolfgang

unread,
Aug 2, 2012, 5:51:37 PM8/2/12
to
Am 02.08.12 23:08, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> X-No-Archive: Yes

Lötzinn

> begin quoting, Reindl Wolfgang schrieb:

Seltsame Einleitungszeile.

>> Es genügt, kochend heiße Marmelade

>> (wenn entsprechend konstruiert) knackt es auch beim Aufschrauben. Für
>> diesen Effekt braucht es keine nachträgliche zweite Erwärmung.
>
> Marmelade ist was anderes, weil die sich durch den Zuckergehalt
> konserviert. Eiweißhaltige Sachen müssen hingegen unter Luftabschluß
> bei hohen Temperatuen sterilisiert werden

Es ging (hast du freundlicherweise nicht mitzitiert) darum, daß sich in
der Microwelle ein TO-Deckel aufwölbt und dann nach dem Erkalten
eindellt, weil angeblich der TO-Deckel Überdruck abläßt.
Der Unterdruck in einem heiß abgefüllten Glas ist jedenpfalz kein Beweis
dafür.


>> Schnellversuch: kochendes H2O in ein TO-Glas, sofort zuschrauben und
>> auskühlen lassen.
>
> Braucht nicht zu kochen - ca. 60° C reicht zum Vorführen.

Ebent, nichtmal kochen muß das Wasser für einen sauberen Unterdruck,
geschweigedenn "Dampf ablassen in der Micro".

Wolfgang

Jochen Kriegerowski

unread,
Aug 3, 2012, 2:03:24 AM8/3/12
to
Am 02.08.2012 22:24, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> Interessanterweise hatte ich gestern bei einem Glas S�lze der Anhalter
> Fleischwaren GmbH (geh�rt wie B�klunder Plumrose zur
> zur-M�hlen-Gruppe, die sich gerade der Schalke-AR-Chef gegriffen hat)
> auch einen B�rdelranddeckel gefunden

Richtig! S�lze in Gl�sern! Die hat meist auch B�rdel-Deckel

Gru�
Jochen

Harry Hirsch

unread,
Aug 3, 2012, 3:46:15 AM8/3/12
to
Am 02.08.2012 11:24, schrieb Werner Gammel:
>>
>> Wenn das stimmt, müßten zwei Voraussetzungen zutreffen:
>> 1. müßte der Twist-off-Deckel einen Ventileffekt haben, also Überdruck
>> aus dem Behälter herauslassen, sich aber anschließend beim Abkühlen
>> dicht an das Glas anlegen,
>
> Ventileffekt ist gegeben.
> Beispiel: Heisse Marmelade in Twist-Off Gläser, noch 1 min in Microwelle.
> Deckel hebt sich, Dampf bläst ab. Nach abkühlen Deckel nach innnen gebogen,
> knackt beim Öffnen.
>
> Werner

Marmelade kann man auch schon mit Einmachfolien verschliessen. Die
werden nach dem Befüllen der Gläser nur auf den gesäuberten, noch
feuchten Rand des Glases gelegt- fertig. Allerdings trocknet der Inhalt
schneller aus und nach 3-4 Jahren befindet sich ein Klumpen im Glas, das
doch sehr an Gummibärchen erinnert. Als Kind mochte ich die
eingetrockneten Marmeladen und Gelees lieber als frische.

Harry Hirsch

unread,
Aug 3, 2012, 3:49:54 AM8/3/12
to
Am 02.08.2012 19:43, schrieb Reindl Wolfgang:
> Am 02.08.12 11:47, schrieb Harry Hirsch:
>
>> Ich habe auch schon
>> gesehen, dass man in ein heiß befülltes Glas ein paar Tropfen
>> irgendeines Mittels gibt,dann das Zeugs anzündet und sofort den Deckel
>> draufschraubt.
>
> Irgendein brennbares Mittel mit Ausnahme von reinem Etanol würde ich
> nicht verwenden, wenn der Glasinhalt irgendwann noch gegessen werden soll.
>
> Wolfgang

Das wird vermutlich auch Äthanol gewesen sein....nur eben in kleinen
Fläschen abgepackt und irgendwas mit "Einmachtropfen" darauf.
Es soll auch Folien geben, die man direkt auf die Marmelade legt Früher
nahm man wohl Pergamentpapier dazu auf das man einige Tropfen Rum
träufelte. Marmelade muss man nur vor Schimmelbildung schützen, ist also
leicht zu konservieren
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Schorsch Mildenberger

unread,
Aug 3, 2012, 8:38:35 AM8/3/12
to
Am 03.08.2012 14:20, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Jochen Kriegerowski schrieb:
>
>> Richtig! Sülze in Gläsern! Die hat meist auch Bördel-Deckel
>
> Und wenn Du mir jetzt noch verraten könntest, wie die eigentlich
> hergestellt wird...
>
> (Habe leider keine passende Sendung mit der Maus dazu gefunden.)

wie jede andere Sülze auch vermutlich. Einlage ins Glas, Bouillon mit
Gelatine draufgießen und kalt werden lassen.
In dem Sülzeimglasfall halt noch sterilisieren vor dem Abkühlen.

Gruß
Schorsch

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Schorsch Mildenberger

unread,
Aug 3, 2012, 9:45:26 AM8/3/12
to
Am 03.08.2012 15:24, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Schorsch Mildenberger schrieb:
>
>> In dem Sülzeimglasfall halt noch sterilisieren vor dem Abkühlen.
>
> Das ist der entscheidende Punkt: Wie geht das?
>
> (Nicht abstrakt, sondern konkret mit dem Bördeldeckel.)

Genau so, wie ich halt Kompott mache. Da weden die Deckel auch fest
aufgeschraubt und wie der Unterdruck entsteht ist ein großes Mysterium,
um das ich mich nicht mehr kümmere, weil es halt funktioniert.

Also:
Fleisch rein, Brühe mit Gelatine drauf, Deckel draufbördeln und ab in
den Ofen.

Fertig ist die S ü l z e i m g l a s !

Schorsch
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Werner Gammel

unread,
Aug 4, 2012, 3:21:13 PM8/4/12
to
NEIN, auch wenn das auch immer behauptet wird.
Warum nicht einfach ausprobieren.
2 Metallteile die sich berühren: es bltzt. (Strom fließ reichlich)
1 Metallteil: bleibt sogar kalt. (Wenn es dick genug ist)
Innenwiederstand ist viel zu gering.
Löffel im Becher: Kein Problem.
Metalldeckel: Kein Problem.

Es gab (oder gibt) TK Pommes mit einer Metallfolie unten, damit die dann
braun werden.
Wenn da was blitzen oder explodieren oder sonst etwas ganz schreckliches
passieren würde, gäbs die Dinger nicht.

Werner

Werner Gammel

unread,
Aug 4, 2012, 3:26:47 PM8/4/12
to

>> Deckel hebt sich,
>
> Hebt sich oder wᅵlbt sich auf?
>
>
>> Dampf blᅵst ab.
>
> Kannst Du den abblasenden Dampf irgendwie erkennen? Oder schlieᅵt Du das
> nur aus:
>
>
>> Nach abkᅵhlen Deckel nach
>> innnen gebogen, knackt beim ᅵffnen.

Die Marmelade fᅵngt nach ein paar Sekunden heftig zu kochen an, Blasen
steigen auf.
Ich gehe mal davon aus, dass wenn etwas kocht und der Dampf nicht
entweichen kann, irgendwann etwas passiert. Es passiert aber nichts,
auch nach Minuten nicht.
Der Deckel ist nach dem Auskᅵhlen stark nach innnen gebogen. Das
bedeutet, etwas ist vorher aus dem Glas verschwunden. Wird wohl nicht
gebeamt worden sein.

Werner

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Matthias Kohrs

unread,
Aug 5, 2012, 1:56:48 AM8/5/12
to
Am 03.08.2012 14:38, schrieb Schorsch Mildenberger:
> Am 03.08.2012 14:20, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> wie jede andere Sülze auch vermutlich. Einlage ins Glas, Bouillon mit
> Gelatine draufgießen und kalt werden lassen.

Die Gelatine zum versulzen stammt in der Regel aus der enthaltenen
Schwarte. Das ganze Zeug wird eintopfmässig gekocht und komplett abgefüllt.

> In dem Sülzeimglasfall halt noch sterilisieren vor dem Abkühlen.

Die Gläser sind wahrscheinlich eh warm, weil sie vorher heiß ausgespült
werden, wenn die noch fast kochende Sülze eingefüllt wird und dann der
Deckel draufkommt wird der sowieso noch ein Weilchen über 80°C heiß.

> Gruß
> Schorsch
>


--
http://schraubensack.blogspot.de


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ds_Dieter_Schultheis

unread,
Aug 7, 2012, 4:00:53 AM8/7/12
to
Am 04.08.2012 23:22, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Werner Gammel schrieb:
>
>>> >>Und die Microwelle induziert keine Ströme in den Metalldeckel der dann
>>> >>"Blitze" macht und irre heiss wird und die Kunststoffschicht verkokelt?
>>> >>Immer wieder staunened
>> >NEIN, auch wenn das auch immer behauptet wird.
> Richtig.
>
>> >Warum nicht einfach ausprobieren.
>> >2 Metallteile die sich berühren: es bltzt. (Strom fließ reichlich)
> Die brauchen sich nicht zu berühren. Die können durchaus über einen
> gewissen Abstand Funken springen lassen.
>
>> >1 Metallteil: bleibt sogar kalt. (Wenn es dick genug ist)
> Jein - je nach Anordnung können Funken zur Wand überspringen.
>
>> >Innenwiederstand
> Immer wieder...
>
>> >ist viel zu gering.
> Nee, zu hoch.
>
>> >Löffel im Becher: Kein Problem.
>> >Metalldeckel: Kein Problem.
> Stimmt.
>
> Man darf im übrigen nicht übersehen, daß Metallhüllen das Innere
> natürlich abschirmen: Wenn man einen Eiswürfel in Alufolie einwickelt,
> dann wird der in der Mikrowelle natürlich nicht geschmolzen. Die
> Metallfolie wird auch mitnichten heißt.
>
>
> Gruß aus Bremen
> Ralf

Da werden die Mikrowellen/Funkstealen/elektromagnetischen Wellen durch
den Faraday Effekt ausgesperrt.

Dieser Effekt sorgt auch dafür, das man in einem Auto mit
Metallkarosserie keinen Blitzschlag abbekommen kann.

--

MfG
Dieter

ds_Dieter_Schultheis

unread,
Aug 7, 2012, 3:50:12 AM8/7/12
to
Am 02.08.2012 00:29, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin Thread
>
>
> Moin!
>
> 2. muß der Kunststoffbelag im Deckel natürlich ausreichend
> temperaturbeständig für das Autoklavieren sein.


Statt "Kunststoff" ist das idR Gummi. Und der bekommt seine
Eigenschaften erst durch das heiße Vulkanisieren (backen).

Bei Autoreifen ist nur die mit Ruß versetzte Gummimischung eine andere.

Und bei den Einweck/Einkoch Gläsern legt man ja auch einen Gummiring
zwischen Glasgefäß und Glasdeckel.

Meines Wissens ist die Ausfallrate (wg Undichtigkeit) von recycelten TO
Gläsern (mit Metalldeckel) höher als die der Einweck/Einkoch Gläsern
(mit Glasdeckel).

Das Gummi zwischen Deckel und Gefäß ist so eine Art Überdruckventil.
Leider funktioniert es als Unterdrucksperre/-verschluss nicht immer zu
100%. Aber das merkt man ja dadurch, das es sehr leicht öffnen lässt.

--

MfG
Dieter

Harry Hirsch

unread,
Aug 7, 2012, 8:26:00 AM8/7/12
to
Am 07.08.2012 09:50, schrieb ds_Dieter_Schultheis:

> Meines Wissens ist die Ausfallrate (wg Undichtigkeit) von recycelten TO
> Gl�sern (mit Metalldeckel) h�her als die der Einweck/Einkoch Gl�sern
> (mit Glasdeckel).

Mag sein, aber das ist nur f�r Statistik-Freaks und industrielle
Gro�abf�ller wichtig. Wir haben bestimmt 2o Jahre lang Apfelsaft und
"Tomatenmatsche" (eingekochte T. ohne jede Zutaten) in Twist-Off Gl�sern
und Flaschen abgef�llt. Die gesch�tzte Ausfallrate lag vielleicht bei
2-3 %. Das bischen "Schwund" werfe ich halt weg, der deutliche
Mehraufwand bei den klassischen Einmachgl�sern lohnt sich einfach nicht.
(Gl�ser, Gummis, Federn)

> Das Gummi zwischen Deckel und Gef�� ist so eine Art �berdruckventil.
> Leider funktioniert es als Unterdrucksperre/-verschluss nicht immer zu
> 100%. Aber das merkt man ja dadurch, das es sehr leicht �ffnen l�sst.

Man muss die Twist-Off Deckel genau anschauen und auch mal mit dem
Finger �ber die Dichtungsfl�che streichen, ebenso bei den Gl�sern. Wenn
die schon eine "Macke" haben, wegwerfen. Mit den Weckgl�sern ist es
genau das Gleiche, die Gummis sollte man jedes mal neu nachkaufen


Schorsch Mildenberger

unread,
Aug 7, 2012, 11:28:05 AM8/7/12
to
Am 07.08.2012 09:50, schrieb ds_Dieter_Schultheis:
> Am 02.08.2012 00:29, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
>> X-No-Archive: Yes
>>
>> begin Thread
>>
>>
>> Moin!
>>
>> 2. mu� der Kunststoffbelag im Deckel nat�rlich ausreichend
>> temperaturbest�ndig f�r das Autoklavieren sein.
>
>
> Statt "Kunststoff" ist das idR Gummi. Und der bekommt seine
> Eigenschaften erst durch das hei�e Vulkanisieren (backen).
>
> Bei Autoreifen ist nur die mit Ru� versetzte Gummimischung eine andere.
>
> Und bei den Einweck/Einkoch Gl�sern legt man ja auch einen Gummiring
> zwischen Glasgef�� und Glasdeckel.
>
> Meines Wissens ist die Ausfallrate (wg Undichtigkeit) von recycelten TO
> Gl�sern (mit Metalldeckel) h�her als die der Einweck/Einkoch Gl�sern
> (mit Glasdeckel).
>
> Das Gummi zwischen Deckel und Gef�� ist so eine Art �berdruckventil.
> Leider funktioniert es als Unterdrucksperre/-verschluss nicht immer zu
> 100%. Aber das merkt man ja dadurch, das es sehr leicht �ffnen l�sst.
>

daf�r kann man die Deckel recht g�nstig auch nachkaufen. Gebrauchte
haben doch oftmals Schw�chen.
Die Standarddeckel beim hiesigen Raiffeisen passen zum Beispiel exakt
auf viele Gurkengl�ser.

Gru�
Schorsch

Frank Müller

unread,
Aug 7, 2012, 11:32:35 AM8/7/12
to
Schorsch Mildenberger schrieb:
> daf�r kann man die Deckel recht g�nstig auch nachkaufen. Gebrauchte
> haben doch oftmals Schw�chen.
> Die Standarddeckel beim hiesigen Raiffeisen passen zum Beispiel exakt
> auf viele Gurkengl�ser.

... und sind fast so teuer wie ein Glas Gurken bei Aldi...

Schorsch Mildenberger

unread,
Aug 7, 2012, 11:52:30 AM8/7/12
to
Wo hast Du Deine Informationen her?

Gru�
Schorsch
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Siegfrid Breuer

unread,
Aug 8, 2012, 9:24:00 AM8/8/12
to
m...@privacy.invalid (Ralf . K u s m i e r z) schrieb:

> Warum gibt's eiegentlich keine Haushalts-Autoklaven? Sowas k�nnte man
> inzwischen eigentlich auch "idiotensicher" bauen.

Von Miele geschluckt und Produktion eingestellt:

http://www.kuechenstyling.at/produkte/imperial_neu.html

Zumindest die des grossen.

Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelm��ig gelesen <--

Schorsch Mildenberger

unread,
Aug 8, 2012, 9:55:02 AM8/8/12
to
Am 08.08.2012 14:42, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Schorsch Mildenberger schrieb:
>
>> daf�r kann man die Deckel recht g�nstig auch nachkaufen. Gebrauchte
>> haben doch oftmals Schw�chen.
>> Die Standarddeckel beim hiesigen Raiffeisen passen zum Beispiel exakt
>> auf viele Gurkengl�ser.
>
> Wie g�nstig sind die denn? (Im Vergleich zu den 10-30 Ct/Stk, die ein
> mehrfach verwendbares Einmachgummi neu kostet.)

ja, die liegen so bei 10-15 cent, je nach Gl�ck und Gr��e.
Man kann die allemal mehrfach verwenden, aber wie schon von anderen
gesagt wurde, geht mal einer kaputt, die Dichtung wird besch�digt. Und
insbesondere bei Gurken, Senf, Heringen etc. nehmen die Deckel schon
auch Aroma an. Da ist dann ein neuer attraktiv.

Den kann man dann auch wieder weiter verwenden.

> [snip]

> Habe �brigens heute zuf�llig mit einem Lebensmittel-Hersteller
> gesprochen (Anla� war, da� ich in einem Glas Dosenwurst einen
> Knochensplitter gefunden und gemault hatte - der hatte sich dann
> erkenntlich gezeigt), und dort wurde mir gesagt, da� die Gebinde mit
> Deckel autoklaviert werden. Ventileffekt brauchen die aber nicht: Die
> halten einfach den Druck au�en so hoch wie den Dampfdruck innen.
>
> Warum gibt's eiegentlich keine Haushalts-Autoklaven? Sowas k�nnte man
> inzwischen eigentlich auch "idiotensicher" bauen.
>

brauchst Du nicht. Das funktioniert ja auch im Backofen. Da platzt nix.
Zumindest hat mein Kompott bislang immer �berlebt.

Gru�
Schorsch

Günther Dietrich

unread,
Aug 8, 2012, 10:37:05 AM8/8/12
to
po...@tipota.de (Siegfrid Breuer) wrote:

>> Warum gibt's eiegentlich keine Haushalts-Autoklaven? Sowas könnte man
>> inzwischen eigentlich auch "idiotensicher" bauen.
>
> Von Miele geschluckt und Produktion eingestellt:
>
> http://www.kuechenstyling.at/produkte/imperial_neu.html

Ein Autoklav ist dann doch was ganz anderes.



Grüße,

Günther

Siegfrid Breuer

unread,
Aug 8, 2012, 11:47:00 AM8/8/12
to
gd.u...@spamfence.net (G�nther Dietrich) schrieb:

>> http://www.kuechenstyling.at/produkte/imperial_neu.html
>
> Ein Autoklav ist dann doch was ganz anderes.

Natuerlich! ;) - Aber als 'Haushalts-Autoklav' lass ich ihn gelten.
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