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Wasserleitungs-Sanierung

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Robert Lalla

unread,
Oct 30, 2001, 3:49:26 PM10/30/01
to
Hat jemand Erfahrung mit der Sanierung von verkalkten
Wasserleitungen nach dem System "Aqua Protect"?

Dabei werden die Rohre mit einer speziellen Schmirgel-
Flüssigkeit durchgeblasen und gereinigt. Anschließend
werden die Rohre innen mit Flüssig-Kunststoff beschichtet.

Was gibt es für Alternativen, abgesehen vom Aufklopfen
der Wände?

--
RL


Rainer Hey

unread,
Oct 30, 2001, 4:41:55 PM10/30/01
to
Robert Lalla schrieb:

>
> Hat jemand Erfahrung mit der Sanierung von verkalkten
> Wasserleitungen nach dem System "Aqua Protect"?
>
> Dabei werden die Rohre mit einer speziellen Schmirgel-
> Flüssigkeit durchgeblasen und gereinigt. Anschließend
> werden die Rohre innen mit Flüssig-Kunststoff beschichtet.

Ich habe mir gerade die Webseite der Firma angesehen. Klingt
faszinierend, fast wie Hexerei.

Ich spiele mal Bedenkenträger ;-)

Es sieht so aus, als ob die Firmenzentrale Lizenzen an örtliche
Handwerker vergibt (Franchising oder ähnliches). Der Erfolg steht und
fällt damit, wie gut der Handwerker mit dieser neuen Technik, mit der er
vermutlich noch keine Erfahrung hat, umgehen kann.

Man kann ja in die Rohre nicht hineinsehen. Gibt es Untersuchungen, wie
sich sanierte Rohre im Langzeittest verhalten? Materialprüfungsanstalten
können so etwas simulieren, falls das System noch nicht lange auf dem
Markt ist. 5 Jahre Garantie (die unterstelle ich einfach mal) wären mir
zu wenig. Was ist mit der Garantie, wenn nach der Sanierung die
Handwerksfirma pleite ist?

> Was gibt es für Alternativen, abgesehen vom Aufklopfen der Wände?

Was sagen denn die Installateure in Deiner Stadt dazu? Hast Du schon mal
bei den Statdwerken / Wasserversorgung nachgefragt? In der Regel sitzen
dort Fachleute, die über den Tellerrand eines Handwerkers hinaussehen
können.

Gruß

Rainer

Ina Dauer

unread,
Oct 31, 2001, 9:29:40 AM10/31/01
to
Robert Lalla schrieb am Tue, 30 Oct 2001 21:49:26 +0100 (MEZ):

>Hat jemand Erfahrung mit der Sanierung von verkalkten
>Wasserleitungen nach dem System "Aqua Protect"?

Sind Deine Wasserleitungen wirklich derart verkalkt, daß Du etwas
dagegen tun mußt oder ist die Werbung von Aqua Protect der Auslöser
des Gedankens?

In dem Haus, in dem ich lebe, sind die Trinkwasserleitungen schon
_sehr_ alt und teilweise noch aus Blei. Probleme mit dem Wasserdruck
haben wir keinen und die Inkrustationen schirmen das Wasser
tatsächlich so gut gegen die Rohre ab, daß trotz mehrmaliger
Untersuchungen (ich bin Chemieing.) kein Blei nachweisbar war.

Daher solltest Du gut überlegen, ob eine "Sanierung" Deiner
Wasserleitungen wirklich notwendig ist.

Ansonsten entnehme ich der Webseite besagter Firma viel Unsinn, vor
allem was die dargestellten Inkrustationen und deren Beseitigung
angeht.

>Dabei werden die Rohre mit einer speziellen Schmirgel-
>Flüssigkeit durchgeblasen und gereinigt. Anschließend
>werden die Rohre innen mit Flüssig-Kunststoff beschichtet.

Hmm, das wird nicht unbedingt eine erneute Inkrustierung durch Kalk
verhindern, auch wenn die Wände dadurch glatter werden und somit
weniger Kristallisationskeime gegeben sind.

Vor allem bedenke, daß es sich da um chemische Beschichtungen handelt,
die direkt mit dem Trinkwasser in Berührung kommen. Da würde ich mich
an Deiner Stelle sehr genau erkundigen - nicht nur beim Hersteller -
um welchen Kunststoff es sich handelt, wie er verarbeitet wird etc.


Ina
--
Selbstmord ist die beste und endgültigste Form der Selbstkritik.
(Robert Johnen in detebe)

Ingo Riediger

unread,
Oct 31, 2001, 3:29:41 PM10/31/01
to

Hallo Robert,

Robert Lalla schrieb:

Versuche es mal bei http://www.casatron.de/
oder http://www.syr.de/Die_Produkte/Highlights/MultiSafe/multisafe.htm
oder http://www.hga.honeywell.de/counter/index.asp

Dies sind Seiten von Firmen, die Wasserbehandlungsgeräte anbieten, die
auf elektrolytischem Wege Kalk zumindest verhindern oder gar mit der
Zeit abbauen sollen. Auf jeden Fall ohne Chemie.

Gruß Ingo

Ina Dauer

unread,
Nov 1, 2001, 3:37:51 AM11/1/01
to
Ingo Riediger schrieb am Wed, 31 Oct 2001 21:29:41 +0100:

>> Was gibt es für Alternativen, abgesehen vom Aufklopfen
>> der Wände?
>
>Versuche es mal bei http://www.casatron.de/

Als ich dies sah:

<zitat>
CASATRON löst alte Inkrustationen im Rohrleitungssystem an und trägt
diese langsam ab. Dieser Effekt entsteht durch die erhöhte
Lösungsfähigkeit des Wassers nach Bildung vieler Kristallite im
behandelten Wasser.
</>

habe ich nicht mehr weitergelesen, da totaler Quatsch.

>oder http://www.syr.de/Die_Produkte/Highlights/MultiSafe/multisafe.htm

Hier wird die Wirkungsweise aus offensichtlichen Gründen nicht näher
erläutert.

>oder http://www.hga.honeywell.de/counter/index.asp

Dieses Prinzip könnte zumindest funktionieren, genaue Angaben werden
allerdings nicht gemacht, es wird von "aktivierten
Kunststoffkügelchen" gesprochen.

>Dies sind Seiten von Firmen, die Wasserbehandlungsgeräte anbieten, die
>auf elektrolytischem Wege Kalk zumindest verhindern oder gar mit der
>Zeit abbauen sollen. Auf jeden Fall ohne Chemie.

Es gibt auch noch Geräte, die mit Magnetfeldern arbeiten, sowie eine
Reihe von Produkten, die mit rein esoterischen Mitteln, wie Heilerde,
Orgonenenergie(?) u.ä. funktionieren sollen.

Im Rahmen einer Diplomarbeit hier an der FH wurden einige der
angeblich physikalisch arbeitenden Wasserverbesserungsanlagen getestet
- nachgewiesen wurde in keinem Fall eine effektive Wirksamkeit.

Jörg Krause

unread,
Nov 1, 2001, 4:06:05 AM11/1/01
to
On Thu, 01 Nov 2001 09:37:51 +0100, Ina Dauer <da...@fh-luebeck.de>
wrote:


>Im Rahmen einer Diplomarbeit hier an der FH wurden einige der
>angeblich physikalisch arbeitenden Wasserverbesserungsanlagen getestet
>- nachgewiesen wurde in keinem Fall eine effektive Wirksamkeit.
>

Irgendwann in den letzten 1- 1 1/2 Jahren gabs dazu auch mal was im
ARD Ratgeber (Haus und Garten glaube ich).
Da wurde davon gesprochen, dass das meiste Humbug sei, dass es aber
ein oder zwei vom TÜV (?) geteste Systeme gäbe, die was bringen
sollten.
Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass dort irgendein Bundesverband
für Nachfragen genannt wurde.
Jörg

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Jörg Krause

unread,
Nov 1, 2001, 7:02:33 AM11/1/01
to

>ACK. Sehr gut beschrieben auch unter:
>
><http://www.ccinfo.de/technik/magnete/wasserenthaertung.htm>
>
Interessante Sache.
Wobei mir einfällt, der Opa meiner Freundin hat hinter der Wasseruhr
so ein Teil, wo er "schwerlösliche Phosphate" (sehen aus wie Steine)
reinschmeissen muss, angeblich soll das gut für die Leitungen sein.
Schon mal was davon gehört ?
Jörg
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Robert Lalla

unread,
Nov 2, 2001, 7:22:27 AM11/2/01
to
On Wed, 31 Oct 2001 15:29:40 +0100, Ina Dauer wrote:

>Sind Deine Wasserleitungen wirklich derart verkalkt, daß Du etwas
>dagegen tun mußt oder ist die Werbung von Aqua Protect der Auslöser
>des Gedankens?

Es handelt sich nicht um mein Haus, sondern um das meiner Eltern,
die mich um Rat gefragt haben.
In deren 15 Jahre alten Reihenhaus ist die Zuleitung zu einer
(nicht täglich genutzten) Dusche praktisch zu. Das Wasser ist
in dem Ort sehr hart. Die benachbarten Reihenhäuser haben
allerdings noch kein Problem.

--
RL


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