1. Die viel begangenen Verkehrsflächen wie z.B. Flure wird man wohl
mit Läufern versehen.
- Welches Material sollte man im Hinblick auf Pflegeleichtigkeit
und Langlebigkeit wählen?
2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
zu sein.
- Leidet Parkett durch Besucher trotz sorgfältigem
Schuheabstreichens sehr? Sind die Kratzer, die irgendwann so doch
entstehen, vielleicht garnicht so auffällig, wenn man nicht
eigens danach schaut?
- Wird die Pflegeleichtigkeit des Parketts durch Kratzer
beeinträchtigt?
3. Dass Tische und Stühle Filzgleiter erhalten, ist selbstverständlich.
Wie aber ist es mit schweren Stücken wie Bücherschränken, Betten,
Regalen?
- Ist es sinnvoll, hier vor dem Aufstellen dickeres Papier wie
Packpapier oder das Papier, das der Maler von der Rolle nimmt,
um das Parkett abzudecken, unterzulegen?
Es versteht sich wohl von selbst, dass auch Kommentare, die über unsere
Fragen hinausgehen, willkommen sind.
A. Mehl
--
Albrecht Mehl |
Schorlemmerstr. 33 |Tel. (06151) 37 39 92
D-64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - ungefähr 'Wir einsam im All'
http://www.phrenopolis.com/perspective/solarsystem/index.html
in de.etc.haushalt Albrecht Mehl <AlbrechtMe...@iesy.net> wrote:
> 2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
> wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
> bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
> Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
> zu sein.
Mich stört das auch als Besucher nicht, im Gegenteil. Ist in Fliz-
latschen doch viel netter.
Konflikte gibt's immer wenn eine Terrasse/Garten da ist... Raus ausse
Puschen, rein inne Puschen... Oder wenn man nur mal kurz...
Und die Filzlatschen machen, wenn ein Sandkorn hängen geblieben ist,
die gleichen Kratzer wie Straßenschuhe. D.h. in der "Wechselzone"
muss man auch aufpassen, wenn man im Winter Streusand mitschleppt,
Schuhe auszieht (3 Steinchen fallen dabei runter), Schlappen anzieht
(1 Steinchen bleibt hängen) und dann losläuft...
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Der Geldraum - unendliche Pleiten. Dies sind die Abenteuer des
Finanzministers Naseweis, der auf einem Schuldenberg sitzt, den
nie ein Mensch zuvor gesehen hat. (Randolf Boes <ZAR...@picca.ndh.com>)
Am 12.07.2010 06:52, schrieb Albrecht Mehl:
> In unserem Neubau, den wir hoffentlich bald beziehen können, liegt
> Mosaikparkett aus Hartholz Eiche gemäß EN 13488. Nun überlegen wir,
> welche Maßnahmen sinnvoll, welche übertrieben sind, damit das Parkett
> lange lebt, und bitten daher um Ratschläge.
>
> 1. Die viel begangenen Verkehrsflächen wie z.B. Flure wird man wohl
> mit Läufern versehen.
>
> - Welches Material sollte man im Hinblick auf Pflegeleichtigkeit
> und Langlebigkeit wählen?
vor allem muss da noch was drunter, damit es nicht zum Schlitten wird.
Irgend so ein Latex Unterteppich zum Beispiel
>
> 2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
> wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
> bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
> Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
> zu sein.
>
> - Leidet Parkett durch Besucher trotz sorgfältigem
> Schuheabstreichens sehr? Sind die Kratzer, die irgendwann so doch
> entstehen, vielleicht garnicht so auffällig, wenn man nicht
> eigens danach schaut?
Nöö. Wichtig ist ein guter Schuabstreifer. Wir haben vor der Tür einen
altmodischen Kokosschuhschrubber und im Windfang so eine Schmutzfangmatte.
> - Wird die Pflegeleichtigkeit des Parketts durch Kratzer
> beeinträchtigt?
Du solltest generell das Parkett möglichst trocken reinigen (nebelfeucht
heißt das immer). Von Mikrofaser wird abgeraten.
> 3. Dass Tische und Stühle Filzgleiter erhalten, ist selbstverständlich.
> Wie aber ist es mit schweren Stücken wie Bücherschränken, Betten,
> Regalen?
>
> - Ist es sinnvoll, hier vor dem Aufstellen dickeres Papier wie
> Packpapier oder das Papier, das der Maler von der Rolle nimmt,
> um das Parkett abzudecken, unterzulegen?
So lange die Möbel fest stehen, passiert da nix. Bei den Betten habe ich
auch ein Stückchen Latexmatte unter den Füßen.
Gruß
Schorsch
Hab mal in einer Bucht von e. Nobel-Architekten gewohnt mit Eiche London
als Fußboden.
Mit Teppichen hält das Parkett ewig.
Ohne:
Kann man Pflegemittel einreibein (hieß Emsal v. Erdal.)
Macken gabs aber (nach langer Zeit) nur am den Stellen um Schreibtisch.
Da kann man sich Schleifmaschinen billig ausleihen. (Falls man man d.
Parkett abschleifen kann, EN 13488 ist für mich nur eine Zahl).
Mein Tipp: erst mal sehen, erst mal abwarten.
(In Hoffnung auf e. Tipp für meine Lampe -- Kurbel)
> Ihr solltet nicht zu viel Angst haben. Man kann Pakett auch
> abschleifen und neu versiegeln lassen (hab ich nach ca. 15 Jahren
> Nutzung gemacht), der finanzielle Aufwand ist nicht sooo hoch.
Die Aussage ist aber recht allgemein. Lässt man das vom Fachbetrieb
machen und hat einiges an Quadratmetern ist das kein ganz billiges
Unterfangen. Habs letztes Jahr von einem befreundeten Fachmann gegen ein
paar Bier mit Leihgerät auf rund 80qm Uralt Eichenparkett machen lassen.
Selbst in Eigenregie hat der Spaß locker 600 Euro gekostet. Alleine die
zwei 12kg Kanister Zweikomponentenversiegelung haben knapp 400 Euro
gekostet. Ganz abgesehen vom Arbeitsaufwand. Sämtliche Möbel raus,
Sockelleisten ab und am besten Türen zu kleben. Die Schleiferei gibt
eine mordsmäßige Sauerei trotz Auffangsack. Dieser feine Staub verrteilt
sich durch sämtliche Ritzen im ganzen Haus und haftet hervorragend auch
auf Fenstern und Wänden, besonders gerne mag er Rauhfasertapeten. Man
darf danach also auch noch die Wände absaugen, die Decke hab ich mir mal
gespart.
Thomas
Oh, das ist mir neu. Wieso wird davon abgeraten?
Mikrofaser ist das einzige, mit dem ich bisher jeden Fleck oder Schmier
sofort, schnell, ohne Spuren zu hinterlassen, und vor allem ohne
Reinigungsmittel (nur leicht feucht) von unserem Parkett (Bambus)
wegbekommen habe.
Gruß
Klaus
Parkett mit Panzerglas abdecken... ;-)
zu scheuerig, zumindest meinte das der Schreiner, der bei uns das
Parkett abschliff und versiegelte.
er empfahl am besten einen traditionellen Putzlappen.
Naja, ob was dran ist? Keine Ahnung.
Gruß
Schorsch
> Ich bin nicht in einem Beduinenzelt und nicht in eine Marokkanischen
> Moschee sondern im westlichen Kulturkreis, und da behält man in
> Gebäuden seine Schuhe an.
Ich kenne es sowohl aus Schweden als auch aus Meck-Pomm, dass man die
Strassenschuhe am Eingang auszieht.
Ich habe mir angewöhnt, eine Tüte mit meinen Birkenst**-Schlappen
mitzunehmen und die Schuhe zu wechseln.
Bernd
>>> Von Mikrofaser wird abgeraten.
>> Wieso wird davon abgeraten?
> zu scheuerig, zumindest meinte das der Schreiner,
Dann würde man Mikrofaserlappen nicht für Kunststoff-Brillengläser
verwenden! Mikrofaser reinigt so gut durch seine hohe Zahl der
Mikrofasern, die mit der Fläche in Berührung kommen. Die einzelnen Fasern
sind aber außerordentlich weich und schonend zur Fläche.
--
Gruß Ludwig
http://info.kopp-verlag.de/video.html
Hallo Albrecht!
> 1. Die viel begangenen Verkehrsflächen wie z.B. Flure wird man wohl
> mit Läufern versehen.
> - Welches Material sollte man im Hinblick auf Pflegeleichtigkeit
> und Langlebigkeit wählen?
Am pflegeleichtesten sind da die Kristallläufer aus Kunststoff. Da musst
Du nur drauf achten, dass die unten nicht total glatt sind, weil sonst
eine Schlittenfahrt auf Parkett ansteht. Auch bei Teppichen musst Du
eine Antirutschmatte unterlegen.
>
> 2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
> wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
> bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
> Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
> zu sein.
Bei uns und im Freundeskreis ist es üblich, die Schuhe sofort
auszuziehen. Entweder die Hausschuhe werden mitgebracht oder sind bei
den Gastgebern vorhanden.
>
> - Leidet Parkett durch Besucher trotz sorgfältigem
> Schuheabstreichens sehr? Sind die Kratzer, die irgendwann so doch
> entstehen, vielleicht garnicht so auffällig, wenn man nicht
> eigens danach schaut?
Am ärgsten litt unser Parkett unter unserem Hund. Dem kann man keine
Hausschuhe anziehen, und wenn es läutete und er mit full speed startete,
gab es durch die Krallen feine Kratzer, die sich im Laufe der Jahre
natürlich summierten.
- Wird die Pflegeleichtigkeit des Parketts durch Kratzer
> beeinträchtigt?
Ja, weil an diesen Stellen Feuchtigkeit eindringen kann.
beste Grüße
Waltraut
Oh ja, das macht Sinn: Man investiert in einen schönen Parkettboden und
versteckt ihn dann unter Läufern. Im Ernst: ich habe auch mal erlebt,
wie 2 Restauratoren einen Holzboden mit Schablonenmalerei (Ende
17.Jahrhundert) in wochenlanger Arbeit restaurierte. Dann hatte man
anschließend eine Schicht dickes Papier drübergelegt und Verlegeplatten
(Spanplatten) darauf verschraubt um auf diesen wiederum PVC zu
verkleben. Kein WITZ!
> - Welches Material sollte man im Hinblick auf Pflegeleichtigkeit
> und Langlebigkeit wählen?
Einen guten Lack
> 2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
> wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
> bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
> Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
> zu sein.
Wenn Du ständig unangenehmen Besich bekommst, ist das ein Argument. In
allen anderen Fällen hilft es, wenn man einfach billigste Filzpantoffeln
anbietet die die Gäste entweder *statt* ihrer Schuhe oder *über* ihre
Schuhe anziehen. Ich kenne sehr viele Leute bei denen man das so macht
und das sind nicht nur "Ausländer"...wenn Du weißt, was ich meine.
>
> - Leidet Parkett durch Besucher trotz sorgfältigem
> Schuheabstreichens sehr? Sind die Kratzer, die irgendwann so doch
> entstehen, vielleicht garnicht so auffällig, wenn man nicht
> eigens danach schaut?
irgendwann gibt es Kratzer und es gibt sichtbare Laufflächen. Das ist
bei Teppichböden und anderen Belägen nicht anders, bei Holz gehört es
einfach mit dazu. Ich z.B. würde Böden und Treppen, denen man ihr Alter
ansieht, steril "kataloggleichen" Böden vorziehen.
> - Wird die Pflegeleichtigkeit des Parketts durch Kratzer
> beeinträchtigt?
Nein
>
> 3. Dass Tische und Stühle Filzgleiter erhalten, ist selbstverständlich.
> Wie aber ist es mit schweren Stücken wie Bücherschränken, Betten,
> Regalen?
Wie oft schiebst Du die umher?
>
> - Ist es sinnvoll, hier vor dem Aufstellen dickeres Papier wie
> Packpapier oder das Papier, das der Maler von der Rolle nimmt,
> um das Parkett abzudecken, unterzulegen?
Ja, das schon denn so kann man "böse" Kratzer vermeiden.
>
> Es versteht sich wohl von selbst, dass auch Kommentare, die über unsere
> Fragen hinausgehen, willkommen sind.
Ok: Meiner Ansicht nach machst Du Dir zuviel Sorgen, vielleicht bist Du
ja auch zu pinibel und eher "ungeeignet" für Naturmaterialien. (meine
ich nicht abwertend!) Aber denke auch mal daran: Selbst wenn man nicht
mit Laufspuren und ausgetretenen Treppenstufen leben will, Parkett kann
man abschleifen und neu lackieren, das gehört sozusagen zu dieser Art
des Bodens.
--
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>
> Mich würde das als Besucher aber ganz gewaltig stören. Vielleicht auch
> noch so Reinraum-Anzüge überziehen, damit die Tapeten nicht so schnell
> verstauben?
Vielleicht denkst Du da einfach (wie so oft) sehr egoistisch. Auf jeden
Fall denkst Du aber nicht z.B. an BesucherInnen mit Pfennigabsätzen.
Bemühe mal einen Taschenrechner und errechne, wieviel Druck eine
wohlgenährte Dame mit ihren Absätzen auf den Boden ausübt. Jetzt kommt
es auf die Art des Parketts und des Holzes an, denn PVC gibt an der
Stelle recht früh auf und es gibt Eindrücke.
Ein hochwertiger, moderner Einkomponentenlack oder einer der
aufwändiger zu verarbeitenden 2-Komponentenlacke, sind da härter im
Nehmen....solange das Holz darunter nicht nachgibt. Ok, Lindenholz wäre
wenig geeignet)
> Ich bin nicht in einem Beduinenzelt und nicht in eine Marokkanischen
> Moschee sondern im westlichen Kulturkreis, und da behält man in
> Gebäuden seine Schuhe an.
Ach, so einer bist Du. Ich würde sagen, ich habe soviel Erziehung
genossen, dass ich die Wohnungen anderer Menschen und die Wünsche der
dort lebenden Menschen respektiere. Wenn mich also jemand bittet, ich
möge die Schuhe ausziehen, ist das für mich dann selbstverständlich.
Selbstherrliche Stoffel lade ich nicht ein, ich wäre auch nicht
unglücklich, wenn sie dann wieder gingen.
--
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macht man heute kaum noch. Es gibt extrem robuste Einkomponentenlacke
die sich kinderleicht verarbeiten lassen. Wichtig ist nur das gründliche
Schleifen und fast noch wichtiger: das sehr gründliche Entstauben der
Böden vor dem Auftrag des Lackes (mit der Rolle)
Bei uns im Ort wurde so z.B. der Saal des Pfarrhofes noch am Vormittag
das 3. und letzte Mal beschichtet und am Abend schon genutzt. Kein Problem!
Der Schreiner hat Recht, hat es nur ungeschickt ausgedrückt. Bei
Holzböden die unbeschichtet oder nicht gerade frisch beschichtet sind,
gibt es immer mikrofeine Fasern, die etwas erhaben sind. Während ein
normaler Putzlappen einfach drüberwischt, bleibt ein Mikrofasertuch
wegen der feineren Struktur daran hängen und reißt die Fasern ab oder
richtet sie weiter auf.
Mikrofaser reinigt so gut durch seine hohe Zahl der
> Mikrofasern, die mit der Fläche in Berührung kommen. Die einzelnen Fasern
> sind aber außerordentlich weich und schonend zur Fläche.
Nein, lass Dir das mal von einem Fachmann erklären, hier in der NG wrd
das nichts ;)
--
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> On Mon, 12 Jul 2010 06:38:32 +0000 (UTC), hi...@gmx.de (Gernot Zander)
> wrote:
>
>>Hi,
>>
>>in de.etc.haushalt Albrecht Mehl <AlbrechtMe...@iesy.net> wrote:
>>> 2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
>>> wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
>>> bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
>>> Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
>>> zu sein.
>>
>>Mich stört das auch als Besucher nicht, im Gegenteil. Ist in Fliz-
>>latschen doch viel netter.
>
> Mich würde das als Besucher aber ganz gewaltig stören. Vielleicht auch
> noch so Reinraum-Anzüge überziehen, damit die Tapeten nicht so schnell
> verstauben?
> Ich bin nicht in einem Beduinenzelt und nicht in eine Marokkanischen
> Moschee sondern im westlichen Kulturkreis, und da behält man in
> Gebäuden seine Schuhe an.
... und zum rauchen nach dem Dinner wechselt man in den Smoking...
oder so.
Inzwischen ist die Sitte, in der Wohnung nicht mit Straßenschuhen
'rumzulaufen so üblich, daß es IMHO eher unhöflich ist, vom Gegenteil
auszugehen. Die Sitte, als Gast in Straßenschuhen 'rumzulaufen war
übrigens auf dem Lande nie verbreitet - da von draußen kommende Schuhe dort
meist doch ziemlich dreckig sind - oder zumindest waren... In
gesellschaftlichenKreisen, in denen körperliche (und meist schmutzige)
Arbeit üblich und Dienstboten die die Putzerei übernehmen eher selten
sind, dürfte das Schuhe anbehalten anbehalten auch eher nie die Norm
gewesen sein...
Just my 2¢
Tilman
Mich stört es auch. Natürlich ziehe ich die Schuhe aus, wenn es jemand
gerne will. Aber gerne geh ich dort nicht mehr hin.
Überlegt mal, eine Frau (nicht wirklich ich) denkt darüber nach, welche
Schuhe zu ihrem heutigen Outfit passen, kommt dann dorthin und kann
irgendwelche billigen Filzschlapfen anziehen zu ihrem eleganten Outfit.
Für mich hat es etwas wirklich kleinkarriertes, das zu verlangen.
Wir haben (nicht bei mir,- wir haben Cottoböden, da erübrigt sich das
Problem,- aber bei meiner Tochter in Wien in einer Altbauwohnung)
Parkettböden, die sind z.T. etwa hundert Jahre alt, es fehlen schon
etliche kleine Ecken, man hebt die Stückchen fürsorglich auf, klebt sie
dann wieder mühsam rein, wenn man sie findet, der Boden wölbt sich
stellenweise, aber er ist ein heißgeliebter Sternparkett und der wird
noch viele Jahre dort bleiben.
Für mich ist meine Wohnung, meine Einrichtung, um bewohnt zu werden. Ich
bin nicht für sie da, sie ist für mich da, um bewohnt zu werden. Ich
möchte auch keine Tische, auf denen ich für jedes Glas einen Untersetzer
brauche, damit das Glas keinen Rand auf der Politur hinterläßt. Solche
Tische wünsche ich nicht, und ich hab keine solchen Tische. Ich bin
nicht der Sklave meiner Wohnung.
Und wenn, nach 30 Jahren, mein Boden etwas zerkraztz sein sollte, lasse
ich ihn abschleifen und neu versiegeln. Aber in der Zwischenzeit möchte
ich dort wohnen, ohne mir über jeden kleinen Kratzer den Kopf zu zerbrechen.
Gruß, Monika
--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
(bitte, die Ziffer in der Adresse weglassen)
Nope. Jedenfalls nicht dort, wo man auf ein Mindestmaß an gutem Benehmen
Wert legt.
So ist es. Grundsätzlich gehört es sich ganz einfach nicht. Es ist
ausgesprochen schlechter Stil und ein gesellschaftliches no-go, von
seinen Gästen zu verlangen, die Schuhe auszuziehen.
Davon abgesehen gilt andererseits auch hier wie fast überall sonst
auch, dass alles in Ordnung geht, was alle Beteiligten in Ordnung
finden.
> So ist es. Grundsätzlich gehört es sich ganz einfach nicht. Es ist
> ausgesprochen schlechter Stil und ein gesellschaftliches no-go, von
> seinen Gästen zu verlangen, die Schuhe auszuziehen.
*Verlangen* sollte man von seinen Gästen überhaupt nichts. Es sind
Gäste, und der Gast ist König.
Es ist natürlich eine andere Frage ob sie ein zweites Mal eigeladen
werden wenn sie sich nicht so verhalten wie man es *erwartet*.
> Davon abgesehen gilt andererseits auch hier wie fast überall sonst
> auch, dass alles in Ordnung geht, was alle Beteiligten in Ordnung
> finden.
Eben. Und da gelten für den Antrittsbesuch beim Bundespräsidenten
andere Regeln als beim Fernsehabend mit Tante Erna. Was beim einen
Pflicht, ist beim anderen 'völlig daneben' und umgekehrt.
Die Schuhe beim Besuch auszuziehen ist völlig selbstveständlich.
Oder absolut unmöglich. Es kommt darauf an, wen man wann warum
besucht, und wer sonst noch so alles da ist.
Gruß
Jochen
> macht man heute kaum noch. Es gibt extrem robuste Einkomponentenlacke
> die sich kinderleicht verarbeiten lassen.
Verarbeitung war kein Thema, dass Zeug lies sich kinderleicht mit der
Rolle streichen und ist schön homogen verlaufen. Interessanterweise gabs
da keine zwei Komponenten, die erst gemischt werden mussten, war alles
fertig im Kanister. Der Kleister war übrigens vom Parkett und Laminat
Fachhandel, den die auch selbst verwenden. Extra belastbar für
Sporthallenböden und Ähnliches laut Kanisteraufdruck. Mein Bekannter,
der auch die Schleifarbeiten machte, empfahl mir zwar dieses Zeugs auf
Wasserbasis, aber diese ganzen Ökolacke auf Wasserbasis sind nix Halbes
und nix Ganzes. Stinken zwar nicht, funktioniert aber meist auch nicht
immer zufriedenstellend. So zumindest meine Erfahrung und die einiger
Maler und Lackierer.
> Wichtig ist nur das gründliche
> Schleifen und fast noch wichtiger: das sehr gründliche Entstauben der
> Böden vor dem Auftrag des Lackes (mit der Rolle)
Haben wir gemacht. Alles gründlichst gesaugt und nochmal gaaanz leicht
feucht übergefeudelt.
Thomas
Eben darum mein "grundsätzlich". Die Schuhe anzubehalten ist im
Normalfall die default-Einstellung, alles andere optional.
> Mich stört es auch. Natürlich ziehe ich die Schuhe aus, wenn es jemand
> gerne will. Aber gerne geh ich dort nicht mehr hin.
>
> Überlegt mal, eine Frau (nicht wirklich ich) denkt darüber nach, welche
> Schuhe zu ihrem heutigen Outfit passen, kommt dann dorthin und kann
> irgendwelche billigen Filzschlapfen anziehen zu ihrem eleganten Outfit.
>
> Für mich hat es etwas wirklich kleinkarriertes, das zu verlangen.
Hallo
Menschen sind zum Glück unterschiedlich, ich finde es z.B. eher
kleinkariert und vor allem verräterisch oberflächlich wenn man das
ausgesuchte Outfit über den persönlichen Kontakt stellt. Mir scheinen
die Werte durcheinander gekommen zu sein, aber eigentlich wundert mich
das schon lange nicht mehr.
> Für mich ist meine Wohnung, meine Einrichtung, um bewohnt zu werden.
Und genau wie Du über Deine Wohnung bestimmst, dürfen das andere
genauso. Und es gibt viele Lebensmodelle in denen Straßenschuhe in der
Wohnung "unrein" und maximal unhöflich sind. Wenn Du dann dort nicht
mehr hingehen willst, nenne ich das eine Art Filter. Die Menschen dort
sind Dir die "Unbequemlichkeit" nicht wert, also ist es für sie sicher
auch kein allzu schlimmer Verlust wenn Du dort nicht mehr hin gehst.
Bitte: Nicht als Angriff gegen Dich auffassen, nur als Kommentar für
diesen (Filter)Vorgang
"Grundsätzlich" ist hier ein Begriff der nur beweist, dass Du weder
weltoffen noch tolerant bist und *Deine* Werte als das Maß aller Dinge
ansiehst.
Wie immer macht der Ton die Musik, das ist klar. Ob "es" im barschen Ton
oder mit Androhung von Konsequenzen verlangt wurde, wurde nicht
berichtet, die Behauptung sollte man deshalb so nicht "verstärken".
> Die Schuhe beim Besuch auszuziehen ist völlig selbstveständlich.
> Oder absolut unmöglich. Es kommt darauf an, wen man wann warum
> besucht, und wer sonst noch so alles da ist.
>
> Gruß
> Jochen
Genau so ist es!
Ja, tatsächlich. Knallhart mit Spanplattenschrauben. Tja, die Kirche hat
ja genug Geld zum verschwenden (es handelte sich um die Restaurierung
eines Pfarrhofes bei dem es durchaus noch mehr schräger Pannen gab)
> Ich vermute, Ölen alleine wäre ja nicht verkehrt. Aber einfach nur Orwo
> Holzöl taugt nix - das zog nicht tief genug ein und sieht schon nach
> einem Jahr arg mitgenommen aus.
Ich kenne mich mit geölten Parketts nicht aus, bin aber ziemlich sicher,
das man dieses bestimmt 1-2x pro Jahr behandeln sollte. Bei geölten
Möbeln ist es jedenfalls so.
> Abschleifen ist sicher möglich - aber leider schliessen da unmittelbar
> Fliesen an. Das wird wahrscheinlich ziemlich übel, wenn man wirklich
> deutlich Nutzschicht abträgt.
Das macht die Sache auf jeden Fall etwas komplizierter aber nicht
unmöglich. Die Ränder muss man sowieso mit einer kleinen Maschine "von
Hand" schleifen.
> 2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
> wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
> bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
> Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
> zu sein.
Beschaffe einfach "Schlosspantoffeln" in hinreichender Anzahl. Das sind
Filzpantoffeln, die Besucher über ihre Straßenschuhe ziehen können
> 3. Dass Tische und Stühle Filzgleiter erhalten, ist selbstverständlich.
> Wie aber ist es mit schweren Stücken wie Bücherschränken, Betten,
> Regalen?
Auch für die großen Teile gibt es Filzgleiter.
Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss
Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht
Ja, genau das ist es
Die Menschen dort
> sind Dir die "Unbequemlichkeit" nicht wert, also ist es für sie sicher
> auch kein allzu schlimmer Verlust wenn Du dort nicht mehr hin gehst.
Weder für sie noch für mich ist das dann ein besonderer Verlust. Ich
weiß, das klingt wahnsinnig arrogant, aber wir passen dann halt nicht
zusammen. Ich habe keine Freunde, bei denen ich Filzschlapfen anziehen
muss, und bei weitem nicht alle meine Freunde sind von den "gehobeneren
Kreisen", ich habe Freunde in allen Schichten, (noja, in den höchsten
eher nicht.) Aber es ist eine Einstellungssache. Ist mir das Materielle,
nämlich der Parkettboden, so viel wert, dass ich keine Straßenschuhe
ertrage? Oder sind mir meine Freunde mehr wert als mein Parkettboden?
Darum gehts mir nämlich. Und diese Einstellungssache bezieht sich dann
auf so viele andere Dinge auch noch, dass da eine wirkliche Freundschaft
eh nicht möglich wäre.
> Bitte: Nicht als Angriff gegen Dich auffassen, nur als Kommentar für
> diesen (Filter)Vorgang
Ich sehe das wirklich nicht als Angriff auf mich, keine Sorge, und ich
hoffe, du verstehst, was ich meine. Es ist so schwierig, solche Sachen
nur schriftlich zu besprechen, könnte ich dir mein Haus und meinen
Garten zeigen, würdest du es sofort verstehen.
> So ist es. Grundsätzlich gehört es sich ganz einfach nicht. Es ist
> ausgesprochen schlechter Stil und ein gesellschaftliches no-go, von
> seinen Gästen zu verlangen, die Schuhe auszuziehen.
Das hängt von der Gesellschaft ab, in der du dich bewegst. Natürlich
gibt es nach wie vor Reservate, in denen es üblich ist, mit
Strassenschuhen in der Wohnung rumzugehen. Das sind beispielsweise
Gesellschaftsschichten, in denen es sehr auf das Image ankommt; ein
Bank-Manager in Anzug und Krawatte, aber ohne Schuhe, wirkt in dieser
Sicht etwas lächerlich. Wenn der Manager Kunstsammler ist und seine
Wohnung im Halbjahresrhythmus neu behängt und dann ausgewählte
Geschäfts- und andere Freunde zur Hausvernissage lädt, wäre es
tatsächlich ein Stilbruch, wenn diese die Schuhe zu Dinner-Jacket und
Cocktailkleid auszögen.
Aber ich kenne durchaus Leute, die es als Affront empfinden, wenn jemand
ihre Wohnung mit Strassenschuhen betritt. Diese Leute haben eher die
Weltsicht, dass einem Bankdirektor in Anzug und Krawatte an sich ein
Aspekt der Lächerlichkeit anhaftet, egal ob mit Schuhen oder ohne. Das
Ausziehen der Schuhe ist (neben den rein praktischen Gründen) auch ein
intimer Akt; man lässt sich auf die Hausregeln ein und entblösst sich
ein kleines bisschen. Ich kenne zb einen Schriftsteller, der nur Leute
in sein Haus hereinlässt, die er duzen mag, und die gewillt sind,
ihn auch zu duzen (abgesehen von rein geschäftsmässigen Besuchern,
Handwerkern usw natürlich).
Ausserdem haben sich die Gebräuche gewandelt. Vor 20, 30 Jahren war es
tatsächlich weithin unüblich, die Schuhe auszuziehen. In
Mehrfamilienhäusern gab es einen Blockwart-Typ, der streng darauf
achtete, dass vor der Wohnungstür nur ein Türvorleger und eventuell
noch ein Schirmständer steht. Heute ist es zumindest hier (Zürich)
recht üblich oder die Regel, dass ein Schuhregal oder 5 bis 10 Paar
Schuhe vor der Wohnungstür stehen. Gäste ziehen die Strassenschuhe
draussen vor der Wohnungstür aus. Das ist bereits so akzeptiert, dass
beispielsweise ein Elektriker, der in der Wohnung etwas reparieren
muss, schon gar nicht mehr fragt, ob er die Schuhe anbehalten kann,
sondern die Wohnung wie selbstverständlich in Socken betritt.
Ich kenne übrigens beides: Ich bin in einer Umgebung vom Bankmanger-Typ
aufgewachsen und pflege nun mit meiner eigenen Familie die
Socken-und-Filzpantoffeln-Kultur. Meine Mutter darf in Strassenschuhen rein.
Einmal ist wirklich was Blödes passiert: wir haben eine Freundin, die
oft recht aufgebrezelt und in Stilettos rumlatscht und einen mir nicht
so gut bekannten Arbeitskollegen eingeladen. Die Freundin ist den
ganzen Abend in Feinstrümpfen rumgelaufen; leider hat sich der Kollege
als Fussfetischist entpuppt und hat unablässig auf ihre
feinbestrumpften Füsse gestarrt. Ich war nahe dran, ihr noch einmal
Pantoffeln anzubieten, obwohl sie die zuvor abgelehnt hatte.
- Andi
Nicht im Geringsten.
Ganz ohne Frage - genau deshalb auch die Betonung auf "grundsätzlich".
Tendenziell gilt dabei in der Tat auch, dass die Schuhe umso eher
ausgezogen werden, je "gröber" das Umfeld ist, in dem man sich bewegt,
einfach weil das Schuhwerk dann mit größeren Mengen Schmutz behaftet
ist. Ein Bauer oder Bauarbeiter wird - und sollte - mit seinen
Arbeitsschuhen nicht einfach in ein sauberes Haus eintreten. Was ich
meine, sind allerdings die ganz normalen Straßenschuhe, die
normalerweise keiner besonderen Verschmutzung ausgesetzt sind und die
ganz einfach Bestandteil der Kleidung sind.
Gut angezogen zu sein ist übrigens mitnichten ein Privileg von
"Bankdirektoren" - und zu einem vollständigen Outfit gehören zunächst
mal immer auch Schuhe. Unvollständig angezogen zu sein, sollte deshalb
zumindest dem engeren Bekanntenkreis vorbehalten bleiben.
Dann verarscht Du uns hier mit Deinen Statements, die Aussagen darin
sind ganz klar.
>> Und genau wie Du über Deine Wohnung bestimmst, dürfen das andere
>> genauso. Und es gibt viele Lebensmodelle in denen Straßenschuhe in der
>> Wohnung "unrein" und maximal unhöflich sind. Wenn Du dann dort nicht
>> mehr hingehen willst, nenne ich das eine Art Filter.
>
> Ja, genau das ist es
>
> Die Menschen dort
>> sind Dir die "Unbequemlichkeit" nicht wert, also ist es für sie sicher
>> auch kein allzu schlimmer Verlust wenn Du dort nicht mehr hin gehst.
>
> Weder für sie noch für mich ist das dann ein besonderer Verlust. Ich
> weiß, das klingt wahnsinnig arrogant, aber wir passen dann halt nicht
> zusammen.
"Arrogant" ist ja nicht per se ein Schimpfwort, es bezeichnet nur eine
charakterliche Haltung. "wir passen dann halt nicht zusammen" ist eine
Feststellung, die ich z.B. so lange als Erkenntnis hinnehme, solange
daran keine Schuldzuweisungen geknüpft sind.
> Aber es ist eine Einstellungssache. Ist mir das Materielle,
> nämlich der Parkettboden, so viel wert, dass ich keine Straßenschuhe
> ertrage? Oder sind mir meine Freunde mehr wert als mein Parkettboden?
> Darum gehts mir nämlich. Und diese Einstellungssache bezieht sich dann
> auf so viele andere Dinge auch noch, dass da eine wirkliche Freundschaft
> eh nicht möglich wäre.
Es geht bei vielen Menschen ja nicht nur um das Materielle wenn von
Gästen erwartet wird, keine Straßenschuhe in der Wohnung zu tragen.
Irgendwie verschwimmt das in der Diskussion weil schon pauschale Urteile
abgegeben wurden.
> Ich sehe das wirklich nicht als Angriff auf mich, keine Sorge, und ich
> hoffe, du verstehst, was ich meine. Es ist so schwierig, solche Sachen
> nur schriftlich zu besprechen, könnte ich dir mein Haus und meinen
> Garten zeigen, würdest du es sofort verstehen.
>
> Gruß, Monika
Alles kloa, würde ich sagen.
> Ist mir das Materielle,
> nämlich der Parkettboden, so viel wert, dass ich keine Straßenschuhe
> ertrage?
Einerseits ist mir das Materielle (meine Straßenschuhe) nicht so viel
wert, dass ich deshalb auf die Bequemlichkeit von Socken oder Pan-
toffeln verzichten mag. Andererseits ist mir das Materielle anderer
(fremde Parkett- und Teppichböden) so viel wert, dass ich in aller
Regel die Straßenschuhe ausziehe, wenn ich beruflich anderer Leute
Wohnungen betrete. Wenn ich Freunde besuche sowieso.
Es gibt aber in der Tat auch Wohnngen die derart versifft sind dass
ich die Schuhe dort lieber anbehalte...
> Oder sind mir meine Freunde mehr wert als mein Parkettboden?
Mir sind Freunde mehr wert als farblich auf die Manschettenknöpfe
abgestimmte Schnürsenkel.
Freunde fühlen sich bei mir zu Hause, und zum Hause trägt man
Hausschuhel. Straßenschuhe sind... wie der Name schon sagt.
Das hat für mich alles weniger mit Wert oder Unwert zu tun, sondern
mit Bequemlichkeit. Gemütlichkeit. Willommen und zu Hause fühlen.
Straßenschuhe schaffen (für mich gefühlte) Distanz. Es mag Gewohn-
heit sein, aber wenn jemand Straßenschuhe anhat sieht er so aus
als wolle er gleich wieder gehen, anstatt länger auf meinem Sofa zu
verweilen. Da kann man dann Hut und Mantel auch gleich anbehalten ;-)
Gruß
Jochen
Gruß
Jochen
Nicht im Geringsten.
> die Aussagen darin sind ganz klar
Selbstverständlich sind sie das.
Hierzuland würde ich schon erwarten, dass der Gastgeber, wenn er denn
meint, ich darf meine Schuhe in seinem Refugium nicht tragen, die
Filzlatschen bereitstellt. Sollte ich irgendwann dazu kommen, das
heimische Parkett abschleifen zu lassen, dann schaffe ich mir
postwendend diese grausigen überdimensionierten Filzlatschen mit den
vielen Filzlatschen im Latschen an.
Nebenbei, nicht nur der Dreck unter den Schuhen kann für Parkett
problematisch werden. High Heels sind auch recht wirkungsvoll.
Frauke
Frauke
> Mir sind Freunde mehr wert als farblich auf die Manschettenknöpfe
> abgestimmte Schnürsenkel.
> Freunde fühlen sich bei mir zu Hause, und zum Hause trägt man
> Hausschuhel. Straßenschuhe sind... wie der Name schon sagt.
>
> Das hat für mich alles weniger mit Wert oder Unwert zu tun, sondern
> mit Bequemlichkeit. Gemütlichkeit. Willommen und zu Hause fühlen.
> Straßenschuhe schaffen (für mich gefühlte) Distanz. Es mag Gewohn-
> heit sein, aber wenn jemand Straßenschuhe anhat sieht er so aus
> als wolle er gleich wieder gehen, anstatt länger auf meinem Sofa zu
> verweilen. Da kann man dann Hut und Mantel auch gleich anbehalten ;-)
Entschuldige, dass ich mich jetzt an dein Posting dranhänge, irgendwie
passt es nirgends so richtig, irgendwie kommt es mir dauernd in den Sinn.
Oder er, nämlich mein Exgatte, der ein gewaltiges Geruchsproblem hatte
bezüglich seiner Füße. Niemand hätte gewollt, dass dieser Mann seine
Schuhe auszieht und dann womöglich noch auf Strümpfen die
Gastgeberwohnung kontaminiert.
Ich weiß nicht, wie verbreitet derartige Probleme sind. Mein Herr Papa
roch auch nicht angenehm am unteren Ende, aber außer diesen beiden
Personen ist mir nie jemand begegnet, der dergleichen Aromaproblem
gehabt hätte. Dennoch: Wenn ich mir vorstelle, wie ich mich fühlen
würde, hätte ich ein Fußgeruchsproblem und würde aufgefordert, meine
Schuhe auszuziehen, dann frage ich mich, ob es nicht unhöflich ist,
dergleichen von einem Gast zu verlangen.
Frauke, die trotzdem die Filzpantoffelfilzpantoffelhalter anschaffen
wird, ist das Parkett erst abgeschliffen.
> Entschuldige, dass ich mich jetzt an dein Posting dranhänge, irgendwie
> passt es nirgends so richtig, irgendwie kommt es mir dauernd in den Sinn.
Du bist mit diesem Gedanken allerdings definitiv nicht alleine gewesen.
Es gibt mehr davon als die zwei, die Du kennst.
--
Allein die Dunkelheit ist real, das Licht scheint nur so.
Insbesondere die Naegel in deren Absaetzen, ja. Deswegen hat man fuer
Parkettboeden, auf denen konsequent High-Heels getragen werden, auch
spezielle Vorkehrungen getroffen:
<http://www.atelier-katia.de/shopnew/catalog/images/Absatzschoner%20f.%20flare%20u.%20cuban%20Absatz.jpg>
Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike
Stefan darf mehr als Freude machen!
(Sloganizer)
Watt nicht allet jibt. Oder so.
Erstaunte Grüße
Frauke
> 1. Die viel begangenen Verkehrsflächen wie z.B. Flure wird man wohl
> mit Läufern versehen.
Ich habe Eiche Massivholzdielen nur geölt und gewachst. Seit etwa 5
Jahren. Ich würde doch um Gottes Willen dieses herrliche Holz nicht
mit Teppichen zudecken. Klar, Geschmacksache.
Wir ziehen zwar fast immer Hausschuhe an, aber Gäste können machen was
sie wollen (später mehr). Die Verkehrsflächen zeigen eignetlich keine
größere Abnutzungen als der Rest.
> - Welches Material sollte man im Hinblick auf Pflegeleichtigkeit
> und Langlebigkeit wählen?
Ich bin mit der Eiche super zufrieden, ohne Lack. Das ist sehr viel
Geschmacksache. Kratzer bekommst du früher oder später sowieso. Aber
das weiß man bevor man sich für ein Material entscheidet. Wenn du
ewige Schönheit willst, bedarf es Mamor oder Granit, aber auch da
nutzt sich mitunter was ab.
> 2. Wir sind uns einig, dass wir selbst beim Nachhausekommen die Schuhe
> wechseln. Darum auch die Besucher zu bitten, Schuhe dafür
> bereitzuhalten, schafft vielleicht Ungemütlichkeit beim Beginn eines
> Besuchs, vermindert den Eindruck, in einem offenen Haus willkommen
> zu sein.
Wie die anderen Posts zeigen, ist das Ansichtssache. Im Osten ist es
gang und gäbe Gästepantoffel zu nutzen. Ich persönlich bekomme
Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle in Filzpantoffeln zu schlüpfen, die
schon hundert andere Leute vollgeschwitzt haben (ist halt eine
Phobie). Ich lehne meist dankend ab und laufe in Socken herum.
> - Leidet Parkett durch Besucher trotz sorgfältigem
> Schuheabstreichens sehr? Sind die Kratzer, die irgendwann so doch
> entstehen, vielleicht garnicht so auffällig, wenn man nicht
> eigens danach schaut?
Meines Wissens nicht. Wir haben hauptsächlich unterm Esstisch richtig
verkratzte Stellen, weil wir anscheinend zu viel mit den Füßen
scharren ;-). Und das, obwohl wir Hausschuhe tragen. Die Flecken
fallen aber immer nur auf, wenn der Tisch verstellt wird oder man dort
putzt und genau hin sieht.
Man gewöhnt sich an Macken und Kratzer. Mir ist schon vor dem Einzug
ein schwerer scharfkantiger Gegenstand heruntergefallen und hat ein
etwa daumennagelgroßes Loch (2-3mm tief) geschlagen. Ich habe fast
geheult. Mittlerweile müsste ich suchen um das Loch zu finden.
> - Wird die Pflegeleichtigkeit des Parketts durch Kratzer
> beeinträchtigt?
Nicht dass ich wüsste. Wir wischen das Parkett alle 2-3 Monate mit
einer spezioellen Emulsion, um "rückzufetten" (so hat es zumindest der
Dielenmann erklärt). Funktioniert ganz gut. Bisher keine bleibenden
Flecken. Normalerweise wird nur gesaugt.
> 3. Dass Tische und Stühle Filzgleiter erhalten, ist selbstverständlich.
> Wie aber ist es mit schweren Stücken wie Bücherschränken, Betten,
> Regalen?
>
> - Ist es sinnvoll, hier vor dem Aufstellen dickeres Papier wie
> Packpapier oder das Papier, das der Maler von der Rolle nimmt,
> um das Parkett abzudecken, unterzulegen?
Ich wüsste nicht wozu. Die großen Möbel werden kaum verstellt. Je nach
Holz hast du so oder so helle Flecken, wenn du neu einrichtest.
Noch was: Auch die Filzgleiter verhindern nicht alle Kratzer. Wenn in
dem Filz ein Sandkorn hängt, krazt es auch. Plastikgleiter sind IMO
genau so gut.
> Es versteht sich wohl von selbst, dass auch Kommentare, die über unsere
> Fragen hinausgehen, willkommen sind.
Wenn du die Möglichkeit hast, verlege das Parkett selbst. Es war die
schönste und sinnlichste Arbeit, die ich jeh gemacht habe. ZUmal es
der krönende Abschluss des stressigen Umbaus war. Klingt schwülstig,
aber es war wirklich so.
> Tendenziell gilt dabei in der Tat auch, dass die Schuhe umso eher
> ausgezogen werden, je "gröber" das Umfeld ist, in dem man sich bewegt,
> einfach weil das Schuhwerk dann mit größeren Mengen Schmutz behaftet
> ist.
Genauso ist es. Wenn jemand irgendwo im tiefen Wald wohnt, oder in den
Bergen, wo es oft matschig ist oder oft Schnee liegt, dann ist es
selbstverständlich, daß man da nicht mit Schuhen ins Haus geht. Denn da
trägt man grobe, wetterfeste Schuhe, mit denen man Schmutz ins Haus tragen
würde.
Andererseits ist es an einem warmen Sommertag in der Stadt nicht unbedingt
nötig, ein paar leichte Mokassins oder Sandalen auszuziehen, wenn man eine
fremde Wohnung betritt. Weil die Schuhe dann eigentlich "sauber" sind.
Wobei sich wohl zumindest bei Kindern durchgesetzt hat, daß die Schuhe
draußen bleiben. Jedenfalls beobachte ich das immer, wenn mein Sohn
Schulkameraden zu Besuch hat. Die ziehen ausnahmslos ungefragt(!) ihre
Schuhe aus, bevor sie in die Wohnung kommen. Ich kann mich nicht erinnern,
daß das vor gut 30 Jahren auch schon so üblich war.
Grüße,
Frank
Vielleicht ist es wirklich ein Generationsproblem. Ich bin 72. In meiner
Jugend, und auch später in meinem Leben (das 20 Jahre USA beinhaltet)
wäre es unmöglich gewesen, Leute aufzufordern, die Schuhe auszuziehen,
wenn sie deine Wohnung betreten. Bei den Bauern in meiner Jugend kann
ich mich erinnern, die trugen draußen zum Großteil Holzschuhe, die sie
dann vor der Tür stehen ließen. Aber in einer Wohnung oder einem
Privathaus sicher nicht.
So ist es.
Auch das ist einer der Gründe, weshalb es grundsätzlich nicht zum guten Ton
gehört, seine Schuhe in fremder Leute Wohnungen auszuziehen.
Hat sich wohl einfach so ergeben. Die Erwachsenen durften ihre
Schuhe selbstverstaendlich anbehalten, die Kinder und deren Freunde
mussten ihre hingegen ausziehen - irgendwann sind die Kinder dann
erwachsen und haben das unter ihresgleichen schlicht so beibehalten.
Fuer meine naehere Umgebung kommt das ganz gut hin.
Servus,
Stefan
--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike
Freude in allen Herzen. Mit Stefan. Ein duftiges Vergnügen!
(Sloganizer)
Was hat denn das mit Benimm zu tun? Ist es
schlechtes Benehmen, zu bitten, die Schuhe
auszuziehen, wenn man welche zur Verfügung stellt?
Hier geht's ja sicherlich nicht um eine
Cocktailparty, wo ich von der Dame im "kleinen
Schwarzen" erwarte, ihr sorgfältig ausgesuchten
Pumps gegen Filzlatschen zu tauschen.
--
Beste Grüße,
Ilka
Oder umgekehrt.
Interessanter Weise fragen die meisten unserer
Gäste, ob sie die Schuhe ausziehen sollen oder
machen es sogar von ganz alleine.
Vermutlich ist auch das eine Sitte, die sich
langsam einbürgert, und die ich persönlich für gut
halte. Und nur weil es hier nicht üblich ist/war,
heißt es noch lange nicht, dass es sich nicht
durchsetzen könnte/sollte. Man kann auch Sitten
aus anderen Kulturen übernehmen, wenn sie sinnvoll
sind.
--
Beste Grüße,
Ilka
Ja. Ich empfinde es regelrecht als Nötigung.
Ja.
>> Eben darum mein "grundsätzlich". Die Schuhe anzubehalten ist im
>> Normalfall die default-Einstellung, alles andere optional.
ACK
> Oder umgekehrt. Interessanter Weise fragen die meisten unserer Gäste,
> ob sie die Schuhe ausziehen sollen oder machen es sogar von ganz
> alleine.
Würde ich das bemerken, würde ich mich fragen, was da bei mir falsch läuft.
Aha, du unterstellst dann einfach mal, dass sie
das deswegen tun, weil ich sie vorher immer dazu
"genötigt" habe. Sehr interessant.
Statt einfach mal zu fragen, ob es nicht
vielleicht eine Menge Leute gitb, die das für
normal halten.
Wir leben vermutlich einfach in verschiedenen
Welten. ;-)
--
Beste Grüße,
Ilka
>>>>> Inzwischen ist die Sitte, in der Wohnung nicht mit
>>>>> Straßenschuhen 'rumzulaufen so üblich, daß es IMHO eher
>>>>> unhöflich ist, vom Gegenteil auszugehen
>>>>
>>>> Nope. Jedenfalls nicht dort, wo man auf ein Mindestmaß an gutem
>>>> Benehmen Wert legt.
>>>>
>>> Ich frage mich schon, ob mein Benimmunterricht veraltet ist. Ich
>>> sehe es genauso.
>>
>> Was hat denn das mit Benimm zu tun? Ist es schlechtes Benehmen, zu
>> bitten, die Schuhe auszuziehen, wenn man welche zur Verfügung
>> stellt?
>
> Ja. Ich empfinde es regelrecht als Nötigung.
Wie gesagt, Menschen gibt es verschiedene. Die einen leben extrem
ichbezogen in ihrer eigenen Welt, andere haben gelernt Mitmenschen und
deren Wünsche und Lebensweise zu tolerieren. Wenn bei Dir eine Bitte als
Straftat rüberkommt.... naja, eigentlich muss man dazu nichts mehr
sagen, das war ein deutliches Outing
-
>
> Mir sind Freunde mehr wert als farblich auf die Manschettenknöpfe
> abgestimmte Schnürsenkel.
Das hast Du wunderschön treffend ausgedrückt!
Was ist schon "normal"?
Und hast du dich schon mal gefragt, ob es nicht eine Menge Leute gibt,
die das unmöglich finden?
>
> Wir leben vermutlich einfach in verschiedenen
> Welten. ;-)
So wird's sein, oder eben in verschiedenen Generationen?
> Entschuldige, dass ich mich jetzt an dein Posting dranhänge, irgendwie
> passt es nirgends so richtig, irgendwie kommt es mir dauernd in den Sinn.
>
> Oder er, nämlich mein Exgatte, der ein gewaltiges Geruchsproblem hatte
> bezüglich seiner Füße. Niemand hätte gewollt, dass dieser Mann seine
> Schuhe auszieht und dann womöglich noch auf Strümpfen die
> Gastgeberwohnung kontaminiert.
Äh ja....Bromadrosis, Stink-Foot....
Man kann was dagegen tun, es ist kein Schicksal stinkige Füße und Socken
zu haben. (ich will das hier nicht ausführen) Ich kenne sogar Leute, die
auch mit angezogenen Schuhen heftigen Fußgeruch verbreiten weil die
Schuhe schon längst durch und durch miefen.
> Frauke, die trotzdem die Filzpantoffelfilzpantoffelhalter anschaffen
> wird, ist das Parkett erst abgeschliffen.
Da gibt es übrigens einen einzelnen Filzlatschen in dem mehrere Paare
normaler Filzlatschen stecken. Ganz einfache Ware, nichts gutes, für
Gäste aber angenehmer als auf Socken oder in deutlich benutzten
Hausschuhen. Also diese Billigdinger wirklich öfter tauschen
Vielleicht hätte ich das anders betonen sollen? ^^
Es gibt eine Menge Leute, die _das_ für normal
halten. Warum soll ich mir dann die Frage stellen,
was bei _mir_ falsch läuft? In meinem Dunstkreis
ist _das_ eben "normal".
> Und hast du dich schon mal gefragt, ob es nicht eine Menge Leute gibt,
> die das unmöglich finden?
Bis zu dieser Diskussion, nein.
Ich finde eigentlich auch nur einige Aussagen wie
"Nötigung" oder "Menschen, mit denen ich nichts zu
tun haben will" für total überzogen.
Natürlich zieht man nicht immer seine Schuhe aus,
natürlich verlange ich das nicht von allen meinen
Gästen, natürlich muß man differenzieren nach dem
Anlaß. Aber, hallo, man kann die Kirche auch im
Dorf lassen.
>> Wir leben vermutlich einfach in verschiedenen
>> Welten. ;-)
>
> So wird's sein, oder eben in verschiedenen Generationen?
Ja, möglicherweise. Aber ich kann dir sagen, dass
mein 81-jähriger Verwandter das auch für völlig
normal hält. Auch für meine Oma (die jetzt 90
geworden wäre) war das keiner Diskussion würdig.
Also ehrlich, ich halte es für eher unnormal, wenn
man sich aus irgendeinem Grund "genötigt" fühlt
oder da so ein Brimborium draus macht. Und dann zu
sagen, man passe mit den Menschen dann eben nicht
zusammen, halte ich auch für Humbug. Den möchte
ich sehen, der sich aus so einem lächerlichen
Grund von einer Freundschaft distanziert.
Und mal ne andere Frage: Was mache ich bitte schön
mit meinem zerkratzen Laminat nach ein paar
Jahren, wenn da dicke Winterstiefel mit kleinen
Steinchen drunter drübergetappt sind? Das kann ich
nämlich nicht abschleifen. Und die Antwort: Verleg
doch Parkett! zieht nicht.
--
Beste Grüße,
Ilka
Mal ehrlich, gehst du deswegen dort nicht mehr
hin? Egal, wie nett die Menschen sind?
--
Beste Grüße,
Ilka
Völlig richtig. Genau das ist der Grund, weswegen es dem Gast überlassen
sein sollte.
Eine Bitte, welche den Gast möglicherweise zu etwas nötigt was er
eventuell gar nicht möchte, ist nichts weiter als schlechtes Benehmen.
Es ist der Versuch, explizit herauszukehren, wer hier der "Herr im
Hause" ist. Das der Gastgeber der Herr im Hause ist, das versteht sich
von selber; es ist überflüssig, das nochmal extra zu betonen.
Wenn es nicht zwingend notwendig ist, dann gehe ich dort nicht wieder hin.
> Egal, wie nett die Menschen sind?
Sorry, diese Menschen sind nicht "nett".
Mir auch. Ich hab weder Manchettenknöpfe noch Schnürsenkel, schon gar
nicht farblich abgestimmte.
> Freunde fühlen sich bei mir zu Hause, und zum Hause trägt man
> Hausschuhel. Straßenschuhe sind... wie der Name schon sagt.
Wir tragen auch zuhause keine Hausschuhe, außer vielleicht am Abend,
wenn man weiß, dass man heut nicht mehr weggeht. Und dann entweder
Crocks, oder Gummischlapfen im Sommer, oder diese Doktorlatschen
vielleicht, aber diese typischen Filzpantoffel sind für mich einfach
grauenhaft.
>
> Das hat für mich alles weniger mit Wert oder Unwert zu tun, sondern
> mit Bequemlichkeit. Gemütlichkeit. Willommen und zu Hause fühlen.
Ich fühl mich aber nicht willkommen und zuhause, wenn ich dort die
Schuhe ausziehen muss und solche grauen Filzpantoffel anziehen soll.
Ganz im Gegenteil.
> Straßenschuhe schaffen (für mich gefühlte) Distanz. Es mag Gewohn-
> heit sein, aber wenn jemand Straßenschuhe anhat sieht er so aus
> als wolle er gleich wieder gehen, anstatt länger auf meinem Sofa zu
> verweilen. Da kann man dann Hut und Mantel auch gleich anbehalten ;-)
Ich glaube, mit der Gewohnheit hast du völlig recht. Meine Gewohnheit
war immer und ist heute noch, bei Tag trag ich Straßenschuhe, abends
eventuell..... aber wenn ich bei jemandem auf Besuch bin, geh ich dann
ja wieder weg. Da brauch ich ja die Straßenschuhe noch. Anders ist es
natürlich, wenn es draußen völlig matschig ist oder Schnee liegt, und
man weiß, dass man jetzt den Dreck wirklich reinträgt, da ist es völlig
verständlich, aber wann und wo ist denn das schon?
Nein.
> Statt einfach mal zu fragen, ob es nicht vielleicht eine Menge Leute
> gitb, die das für normal halten.
Nein. Womöglich kommt er als nächstes auf die Idee und zieht seine Hose aus.
> Wir leben vermutlich einfach in verschiedenen Welten. ;-)
Ich hoffe, Du bleibst in Deiner.
Es kommt, wie immer, auf den Einzelfall an. Aber Menschen, die jeden
Besucher dazu nötigen, sich eines Teils seiner Bekleidung zu
entledigen, sind zunächst mal ganz einfach *nicht* nett.
ack. Unser Haus - und insbesondere der Fußboden darin - ist weder eine
Moschee noch ein unter Naturschutz stehendes Ausstellungsstück, sondern ein
Gebrauchsgegenstand. Und, man kann es nicht oft genug wiederholen, Schuhe
gehören im westlichen Kulturkreis schlicht und einfach zu einer vollständigen
Bekleidung.
Udo Jürgens, der in seiner Züricher Wohnung einen extrem hellen Teppich
liegen hat, hat übrigens sinngemäß auch mal gesagt, dass Besucher
*selbstverständlich* darauf mit Schuhen gehen dürfen. Würde er das nicht
wollen, hätte er sich keinen solchen Teppich legen lassen dürfen.
Ich besuche hin und wieder auch Menschen, die ich nicht als "Freunde"
bezeichnen würde. Dort aufgefordert zu werden, die Schuhe auszuziehen,
wäre in allerhöchstem Maße unangemessen. Ich denke überhaupt nicht
daran, bei Menschen, die ich nicht besonders gut kenne, einen Teil
meiner Bekleidung abzulegen.
> Und mal ne andere Frage: Was mache ich bitte schön
> mit meinem zerkratzen Laminat nach ein paar
> Jahren, wenn da dicke Winterstiefel mit kleinen
> Steinchen drunter drübergetappt sind?
Wegschmeißen. Ernsthaft: Ein Fußboden hat Belastungen dieser Art
auszuhalten, sonst taugt er nichts. In "öffentlichen" Bereichen muss
der Fußboden zur Benutzung mit Schuhen ausgelegt sein, sonst stimmt was
nicht.
Hach, Du glaubst gar nicht, was Leute alles so für "normal" halten.
> Warum soll ich mir dann die Frage stellen, was bei _mir_ falsch
> läuft?
Weil man die eigene "Normalität" auch mal reflektieren sollte?
> In meinem Dunstkreis ist _das_ eben "normal".
Kann ja alles sein. Aber, was sagt das aus?
>> Und hast du dich schon mal gefragt, ob es nicht eine Menge Leute
>> gibt, die das unmöglich finden?
>
> Bis zu dieser Diskussion, nein.
Siehst Du.
> Ich finde eigentlich auch nur einige Aussagen wie "Nötigung" oder
> "Menschen, mit denen ich nichts zu tun haben will" für total
> überzogen.
Welten brechen zusammen... :)
> Natürlich zieht man nicht immer seine Schuhe aus, natürlich verlange
> ich das nicht von allen meinen Gästen, natürlich muß man
> differenzieren nach dem Anlaß.
Na bitte, geht doch.
> Also ehrlich, ich halte es für eher unnormal, wenn man sich aus
> irgendeinem Grund "genötigt" fühlt oder da so ein Brimborium draus
> macht.
Es war 1 Satz, in dem ich schrieb, das ich mich dadurch genötigt fühlen
würde. Wer macht eigentlich das Brimborium?
> Und dann zu sagen, man passe mit den Menschen dann eben nicht
> zusammen, halte ich auch für Humbug. Den möchte ich sehen, der sich
> aus so einem lächerlichen Grund von einer Freundschaft distanziert.
Ne. Das Dumme ist, das es dann vermutlich gar nicht erst zu einer
Freundschaft kommen wird.
> Und mal ne andere Frage: Was mache ich bitte schön mit meinem
> zerkratzen Laminat nach ein paar Jahren, wenn da dicke Winterstiefel
> mit kleinen Steinchen drunter drübergetappt sind? Das kann ich
> nämlich nicht abschleifen. Und die Antwort: Verleg doch Parkett!
> zieht nicht.
Ich kann Laminat eh' nicht leiden.
Genau. Vermutlich ist das einfach mein Grund.
Ich kann einfach mit Dingen, die keine Gebrauchsspuren tragen, nicht
viel anfangen. Eine Sache mit Gebrauchsspuren, die ist irgendwie
individuell, die hat "Persönlichkeit", die kann eine Geschichte erzählen.
Wenn ich dagegen die Sterilität mancher Wohnungen sehe - puh, furchtbar.
Frage mich dann immer, wer oder was wohnt hier eigentlich?
> Udo Jürgens, der in seiner Züricher Wohnung einen extrem hellen
> Teppich liegen hat, hat übrigens sinngemäß auch mal gesagt, dass
> Besucher *selbstverständlich* darauf mit Schuhen gehen dürfen. Würde
> er das nicht wollen, hätte er sich keinen solchen Teppich legen
> lassen dürfen.
Recht hat er.
Lars, bist du wirklich Deutscher? Mit dem Namen Gebauer bist du aus
Salzburg.
Kann es sein, dass es auch ein kulturelles Problem ist? Ich weiß, es
gibt hier in AT inzwischen auch Leute, die das Schuheausziehen an der
Wohnungstür erwarten. In den USA, wo ich immerhin 20 Jahre gelebt habe,
kam das Thema überhaupt nie zur Sprache. Zumindest nicht bei meinen
Freunden. Ich kann mich nicht erinnern, jemals irgendwo aufgefordert
worden zu sein, die Schuhe auszuziehen.
Vielleicht war ich zu lange weg, vielleicht hat sich die Welt hier
inzwischen so geändert, aber das war in meiner Jugend nicht, das war in
den 20 Jahren nicht, und vielleicht bin ich jetzt einfach zu alt, mich
daran zu gewöhnen. Mir ist es jedenfalls unangenehm und ungemütlich.
Die gleiche absurde Argumentationsmethode wie beim "Rauchverbot": Die
Raucher, also die Verursacher von "Schmutz" fordern Toleranz von den
Nichtrauchern. Nur den Sinn verdrehen ist keine Argumentation, das ist
kindisch
> Mal ehrlich, gehst du deswegen dort nicht mehr
> hin? Egal, wie nett die Menschen sind?
Wenn mir jemand derartig deutlich zu verstehen gibt, daß sein Parkett
ihm wichtiger ist, dann finde ich diese Person nicht nett.
Wenn es um schwere Stiefel oder wirklich verdreckte Schuhe geht, würde
ich das mit Ausziehen verstehen und von mir aus auch schon selbst
machen. Aber normale Strassenschuhe bei normalen Wetter auf einer
normalen Straße? Sorry, das muß ein Fußboden (und dessen Besitzer)
aushalten können.
Volker aka darkon
Nicht mal ansatzweise.
"Toleranz" ist eines der am Meisten mißinterprtierten Worte überhaupt.
Und sehr häufig hat der, der das Wort in die Diskussion einführt,
überhaupt keinen Plan von dessen Bedeutung.
Toleranz ist grundsätzlich keine Einbahnstraße sondern beruht immer auf
Gegenseitigkeit. Es geht also prinzipiell nicht darum, Toleranz zu
fordern sondern darum, Toleranz vorzuleben. Schon hier haperts es bei
mehr als 90 % der Verwender des Wortes gewaltig.
Zu einem vernünftigen Miteinander gehört es nun einmal, das man den
"Schmutz" des Anderen - sicher nur in gewissen Grenzen aber dennoch -
erduldet [sic].
Wer das nicht kapiert, der sollte zu den Taliban konvertieren. Bei
diesem seinen Brüdern im Geiste wird er sich mit Sicherheit wohler
fühlen. Vielleicht nicht gleich und sofort aber mittel- bis langfristig
schon.
Und genau diese Aussagen in ihrer Absolutheit
halte _ich_ nicht für normal.
--
Beste Grüße,
Ilka
"Eines Teils ihrer Bekleidung" klingt auch schon
wieder so provokativ. Es sind *Schuhe*. Im Winter
dreckverschmiert, im Herbst gerne nass und auch
sonst gerne mal höchst ungesund für einen Fussboden.
Was macht ihr eigentlich mit weißen Teppichen? Ist
es euch da auch egal?
--
Beste Grüße,
Ilka
Ich verstehe durchaus, wenn man seine Schuhe nicht
immer ausziehen will. Mir geht es nur um diese
absoluten Aussagen.
Und ich verwahre mich dagegen, angeblich nicht
nett zu sein, nur weil dieses Verhalten in meinem
Umfeld "normal" ist.
Ich persönlich und scheinbar auch viele andere
empfinden es als viel gemütlicher, die Schuhe
asuzuziehen. Aber das gilt natürlich nicht für
fremde Leute.
--
Beste Grüße,
Ilka
Nicht wahr? Wo ist denn deine Toleranz?
> Zu einem vernünftigen Miteinander gehört es nun einmal, das man den
> "Schmutz" des Anderen - sicher nur in gewissen Grenzen aber dennoch -
> erduldet [sic].
Und wer setzt die Grenze?
Wenn du gar nicht bereit bist, deine Schuhe
auszuziehen, dann verlasse ich mich auch nicht auf
deine Toleranz bzgl. meines Parketts oder meines
neuen hellen Wollteppichs.
> Wer das nicht kapiert, der sollte zu den Taliban konvertieren. Bei
> diesem seinen Brüdern im Geiste wird er sich mit Sicherheit wohler
> fühlen. Vielleicht nicht gleich und sofort aber mittel- bis langfristig
> schon.
Schon wieder sowas. Unsachlich und unangebracht
und gelinde gesagt, dämlich.
--
Beste Grüße,
Ilka
> "Eines Teils ihrer Bekleidung" klingt auch schon
> wieder so provokativ. Es sind *Schuhe*.
Was sollen Schuhe denn sonst sein, wenn nicht "Teil der Bekleidung"?
Lebensmittel? Haustiere? Pflanzen?
> Im Winter
> dreckverschmiert, im Herbst gerne nass und auch
> sonst gerne mal höchst ungesund für einen Fussboden.
Es gibt da so eine wunderbare Erfindung die nennt sich "Fußabtreter",
damit wird man ohne großen Aufwand den meisten Schmutz von den Schuhen los.
> Was macht ihr eigentlich mit weißen Teppichen? Ist
> es euch da auch egal?
Mit so einem unpraktischen Blödsinn fange ich erst gar nicht an. Wer
sich weiße Teppiche verlegt hat IMHO eh kein Interesse an jeglicher
Lebensform in seinen vier Wänden.
Volker aka darkon
fragt sich gerade ob seine Katze auch unhöflich ist wenn sie ihre Haare
verteilt... so ungesund wie das für weiße Teppiche ist...
Und wir werfen als erstes die Schuhe von den
Füßen, wenn wir nach Hause kommen. Sie wieder
anzuziehen, wenn man nochmal weggeht, ist ja nun
kein Ding.
> wenn man weiß, dass man heut nicht mehr weggeht. Und dann entweder
> Crocks, oder Gummischlapfen im Sommer, oder diese Doktorlatschen
> vielleicht, aber diese typischen Filzpantoffel sind für mich einfach
> grauenhaft.
Ich finde die Dinger auch schrecklich.
>> Das hat für mich alles weniger mit Wert oder Unwert zu tun, sondern
>> mit Bequemlichkeit. Gemütlichkeit. Willommen und zu Hause fühlen.
>
> Ich fühl mich aber nicht willkommen und zuhause, wenn ich dort die
> Schuhe ausziehen muss und solche grauen Filzpantoffel anziehen soll.
> Ganz im Gegenteil.
>> Straßenschuhe schaffen (für mich gefühlte) Distanz. Es mag Gewohn-
>> heit sein, aber wenn jemand Straßenschuhe anhat sieht er so aus
>> als wolle er gleich wieder gehen, anstatt länger auf meinem Sofa zu
>> verweilen. Da kann man dann Hut und Mantel auch gleich anbehalten ;-)
>
> Ich glaube, mit der Gewohnheit hast du völlig recht. Meine Gewohnheit
> war immer und ist heute noch, bei Tag trag ich Straßenschuhe, abends
> eventuell..... aber wenn ich bei jemandem auf Besuch bin, geh ich dann
> ja wieder weg. Da brauch ich ja die Straßenschuhe noch. Anders ist es
> natürlich, wenn es draußen völlig matschig ist oder Schnee liegt, und
> man weiß, dass man jetzt den Dreck wirklich reinträgt, da ist es völlig
> verständlich, aber wann und wo ist denn das schon?
Bei uns in Frühling, Herbst und Winter: immer!
--
Beste Grüße,
Ilka
>On Fri, 16 Jul 2010 11:02:14 +0200, Ilka Schröter
><il...@mante-online.de> wrote:
>
>>Was macht ihr eigentlich mit weißen Teppichen?
>
>Eine gute Möglichkeit wäre z. B., die nur im Schlafzimmer zu
>verwenden.
Dann müsste man dem nichtschuheausziehenwollenden Besuch aber das
Betreten des Schlafzimmers verbieten. Und alle, die mögen, können nun
noch eine Runde weiter diskutieren, ob das selbstverständlich, normal,
unhöflich oder Nötigung wäre.
;o)
Katharina
/Wenn/ ich mir einen solchen hinlegen /würde/: Ja.
Ein Teppich ist zum Benutzen, konkret: zum darauf Herumtrampeln, da. Das
man vermeidet, ihn _übermäßig_ oder gar absichtlich zu beschmutzen, das
ist klar. Aber normalen Gebrauch, auch mit Schuhen, muß er abkönnen.
Nun, ich komme der Aufforderung, meine Schuhe auszuziehen, wenn es gar
nicht anders geht, nach. Aber anschließend versuche ich die Wohnung zu
meiden.
>> Zu einem vernünftigen Miteinander gehört es nun einmal, das man
>> den "Schmutz" des Anderen - sicher nur in gewissen Grenzen aber
>> dennoch - erduldet [sic].
>
> Und wer setzt die Grenze?
Faszinierend. (Das Du als erstes nach der Grenze fragst. Läßt tief blicken.)
>> Wer das nicht kapiert, der sollte zu den Taliban konvertieren. Bei
>> diesem seinen Brüdern im Geiste wird er sich mit Sicherheit wohler
>> fühlen. Vielleicht nicht gleich und sofort aber mittel- bis
>> langfristig schon.
>
> Schon wieder sowas. Unsachlich und unangebracht und gelinde gesagt,
> dämlich.
Und möglicherweise zutreffend. Oder warum fragtest Du als erstes nach
der Grenze?
Nein. Es geht um ein *miteinander*. Da gibt's keine Einbahnstraßen.
Schuhe *sind* Bestandteil der Bekleidung. Zu einer kompletten Garderobe
gehören nun mal auch Schuhe.
> gerne mal höchst ungesund für einen Fussboden
Ein Fußboden hat das auszuhalten, dafür ist er da. Tut er das nicht,
ist er für seinen Einsatzweck ungeeignet.
> Was macht ihr eigentlich mit weißen Teppichen? Ist
> es euch da auch egal?
Jürgens. Und Wowereit.
Im Schlafzimmer zieht man ja auch nicht nur die Schuhe aus...
Die absolute Aussage lautet, wie an anderer Stelle bereits geschrieben:
"Grundsätzlich gehört es sich ganz einfach nicht. Es ist
ausgesprochen schlechter Stil und ein gesellschaftliches no-go, von
seinen Gästen zu verlangen, die Schuhe auszuziehen.
Davon abgesehen gilt andererseits auch hier wie fast überall sonst
auch, dass alles in Ordnung geht, was alle Beteiligten in Ordnung
finden."
Wenn du und deine Kumpels das also toll finden, spricht auch nichts
dagegen. So lange man das aber nicht weiß, tut man das auch nicht.
ACK
> Wenn du und deine Kumpels das also toll finden, spricht auch nichts
> dagegen. So lange man das aber nicht weiß, tut man das auch nicht.
ACK
> Udo Jürgens, der in seiner Züricher Wohnung einen extrem hellen Teppich
> liegen hat, hat übrigens sinngemäß auch mal gesagt, dass Besucher
> *selbstverständlich* darauf mit Schuhen gehen dürfen. Würde er das nicht
> wollen, hätte er sich keinen solchen Teppich legen lassen dürfen.
Udo Jürgens gehört geradezu prototypisch zu der Kategorie Mensch, für
die der schöne Schein den entscheidenen Teil der Persönlichkeit
ausmacht. Da gehört natürlich Anzug mit Fliege oder Krawatte dazu,
entprechende Schuhe, weisser oder gläserner Flügel, Rennomierwohnung in
Zürich oder Zumikon usw. In einem anderen Posting hatte ich als
Beispiel für Personen, deren Auftreten und Verhaltensweisen in
erheblichem Mass vom Beruf bestimmt wird, einen Bankmanager gewählt.
Solche Leute - auch Politiker, Werbemenschen oder Lifestyleberater -
bewegen sich weit ausserhalb meines Lebensbereichs, und ich kann nicht
im Ansatz einsehen, warum ich deren Standards als Vorbild nehmen soll.
Zwischen Jürgens und meiner Umgebung liegen wirklich Welten, aber
einmal gabs tatsächlich ein Berührungspünktchen. Vor etwa 7 Jahren
waren wir mal in der "Kronenhalle" essen, das ist ein traditionelles
Edelrestaurant in Zürich, wo wir alle paar Jahre mal hingehen. Jürgens
wohnt drei Häuser weiter, und tatsächlich kam er um etwa 10 mit seiner
Frau und noch einer blondierten Freundin an den Nebentisch. Er hat sich
genau so benommen, wie man sich das als Bunte-Leser so vorstellt, kein
Kratzer im Image.
Ausserdem ist er 75, und wir haben in diesem Thread herausgefunden,
dass das Schuhe-in-der-Wohnung--Anbehalten wohl eher bei der älteren
Generation noch üblich ist.
- Andi
Du erträgst meine Macken, ich ertrage Deine Macken. Im Ergebnis können
wir gleichberechtigt *miteinander* leben, z.Bsp. als Nachbarn, ohne uns
gegenseitig den Schädel einzuschlagen.
> Wo bleibt denn ein "Miteinander", wenn die deutsche Gesellschaft im
> großen und Ganzen die Neonazi toleriert?
Das bleibt Dir als Denkaufgabe überlassen. Tip: Es gibt kaum einen
Bereich, wo der Begriff "Toleranz" dermaßen falsch und irreführend
angewendet wird wie in diesem Fall.