Am 18.11.2015 um 23:17 schrieb Thorsten Klein:
Merinowolle ist auch Schurwolle, sofern sie direkt vom lebenden
Merinoschaf geschoren wurde. Tatsächlich ist es nach
Textilkennzeichnungsgesetz nicht zulässig, ein Produkt mit 100% Merino
zu kennzeichnen. Man könnte höchstens 100% Schurwollle (vom Merinoschaf)
oder ähnliches draufschreiben.
(
https://www.shopanbieter.de/news/archives/5947-wenn-der-merinofaden-zum-haar-in-der-suppe-wird-textilkennzeichnungsverordnung.html)
Was für den Verbraucher aber im allgemeinen ziemlich doof ist, weil der
Begriff "Schurwolle" alles sein kann, von Heidschnucke mit Faserstärken
>40 µm bis zu Merino extrafein mit <17µm.
Du kannst also vom Begriff Schurwolle alleine nichts ableiten. Wenn es
allerdings noch dabei steht, dass es Merinowolle ist, dann weisst Du
immerhin, dass sie vom Merinoschaf ist.
Im allgemeinen liefern Merinoschafe feine bis sehr feine Fasern, was
ihre Wolle besonders weich macht. Allerdings nicht unbedingt wärmer als
andere Wolle.
Wenn Du kratzempfindlich bist, nimm die Merinomütze. Wenn nicht, ist es
eher davon abhängig, wie dick die Mütze ist, ob sie warm hält oder
nicht. Das hat aber eher mit der Verarbeitung der Faser in der Spinnerei
und anschliessend der Strickerei zu tun als damit, von welcher
Schafsrasse die Faser stammte.
Wenn Du es besonders warm möchtest könntest Du Dir auch eine suchen, die
mit Thinsulate gefüttert ist. Und einer Klimamembrane.