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Haltbarkeit von Gelierzucker

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Wolfgang Schreiber

unread,
May 12, 2014, 3:29:16 AM5/12/14
to
Liebe Leute,

am Samstag im Hofladen 5 Pfund Erdbeeren "2. Wahl" gᅵnstig mitgenommen
und im Keller noch zwei Pakete Gelierzucker gefunden, die
Marmeladenversorgung der nᅵchsten Wochen scheint gesichert.

Der Gelierzucker ist laut Aufdruck bis Ende 2012 haltbar. Verwendet habe
ich ihn trotzdem; die Marmelade schmeckt super und hat genau die
richtige Konsistenz.

Die beste Ehefrau von allen wiegt jedoch bedenklich den Kopf. Aber was
soll bei Gelierzucker schon verderben? Das Zeug ist schlieᅵlich zum
Konservieren da, und Salz verdirbt ja auch nicht.

Muᅵ ich die Marmelade nun entsorgen, bevor sich jemand damit vergiftet?
Wenn nicht, wieso hat Gelierzucker ein Verfalldatum?

fragt sich
Wolfgang

Don Caron

unread,
May 12, 2014, 3:39:13 AM5/12/14
to
Am 12.05.2014 09:29, schrieb Wolfgang Schreiber:

> Wenn nicht, wieso hat Gelierzucker ein Verfalldatum?

hat es nicht, sondern ein Mindesthaltbarkeitsdatum!
... SInn macht das weder auf Zucker noch auf Salz


--
Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass man niemals sicher sein
kann, ob sie stimmen (Albert Einstein)

Don Caron

heinz tauer

unread,
May 12, 2014, 4:01:25 AM5/12/14
to
Am 12.05.2014 09:29, schrieb Wolfgang Schreiber:
> Liebe Leute,
>
> am Samstag im Hofladen 5 Pfund Erdbeeren "2. Wahl" g�nstig mitgenommen
> und im Keller noch zwei Pakete Gelierzucker gefunden, die
> Marmeladenversorgung der n�chsten Wochen scheint gesichert.
>
> Der Gelierzucker ist laut Aufdruck bis Ende 2012 haltbar.

Zucker in kristalliner Form ist bei richtiger Lagerung fast unbegrenzt
haltbar.

--
H.T.

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Wolfgang Schreiber

unread,
May 12, 2014, 4:14:39 AM5/12/14
to
> Zucker in kristalliner Form ist bei richtiger Lagerung fast unbegrenzt
> haltbar.

Das Pektin da drin auch?

heinz tauer

unread,
May 12, 2014, 4:40:16 AM5/12/14
to
Gute Frage. Ich wei� es nicht. :-(

--
H.T.

Lars Wilhelm

unread,
May 12, 2014, 5:14:48 AM5/12/14
to
Am Montag, 12. Mai 2014 09:29:16 UTC+2 schrieb Wolfgang Schreiber:
> Liebe Leute,
>
>
>
> am Samstag im Hofladen 5 Pfund Erdbeeren "2. Wahl" gï¿oenstig mitgenommen
>
> und im Keller noch zwei Pakete Gelierzucker gefunden, die
>
> Marmeladenversorgung der nï¿oechsten Wochen scheint gesichert.
>
>
>
> Der Gelierzucker ist laut Aufdruck bis Ende 2012 haltbar. Verwendet habe
>
> ich ihn trotzdem; die Marmelade schmeckt super und hat genau die
>
> richtige Konsistenz.
>
>
>
> Die beste Ehefrau von allen wiegt jedoch bedenklich den Kopf. Aber was
>
> soll bei Gelierzucker schon verderben? Das Zeug ist schlieï¿oelich zum
>
> Konservieren da, und Salz verdirbt ja auch nicht.
>
>
>
> Muï¿oe ich die Marmelade nun entsorgen, bevor sich jemand damit vergiftet?
>
> Wenn nicht, wieso hat Gelierzucker ein Verfalldatum?

Fast alle LM in Fertigpackungen müssen ein Verfallsdatum tragen. Aber: Erstens ist das kein "Verfallsdatum", sondern ein "Mindesthaltbarkeitsdatum". Das bedeutet, dass der Hersteller bis zu diesem Datum (vorgeschriebene Lagerung vorausgesetzt) die einwandfreie Beschaffenheit garantiert. Danach ist das LM sehr oft immer noch vezehrbar.
Ausnahme Hack und so, die tragen ein Verbrauchsdatum und dürfen danach nicht mehr verkauft werden, auch wird davon abgeraten, so etwas noch zu verwenden.


Warum wir Verbraucher immer wieder Panikattacken erleiden, bloß weil dieses Datum überschritten wurde, kann ich nicht nachvollziehen und regt mich regelmäßig auf.
Das einzige gültige Kriterium, ob etwas genießbar ist oder nicht, kann der Durchschnittsmensch mit seinen Sinnen locker erfassen- wie hätte denn die Menschheit sonst bis heute überlebt?
Und zu Deinem Gelierzucker:
Der braucht aufgrund seines Pektingehalts ein MHD. Allerdings wüsste ich auch nicht, was Pektine verderblich macht. Im Zweifel verlieren sie ihre Fähigkeit zu gelieren.
Gesundheitliche Risiken gibt es nicht. Falls Deine Ehefrau sich diesen Argumenten nicht beugt, darfst Du gerne die Marmelade über mich entsorgen. ( reply-to funktioniert) :)


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Don Caron

unread,
May 12, 2014, 5:41:28 AM5/12/14
to
Am 12.05.2014 10:14, schrieb Wolfgang Schreiber:

> Das Pektin da drin auch?

was soll damitz passieren, von Bakterien kanns nicht angegriffen werden
(zu viel Zucker) das Licht d�rfte nicht schaden ob der Luftsauerstoff
das oxydieren kann... keine ahnung.

Lars Wilhelm

unread,
May 12, 2014, 6:13:36 AM5/12/14
to
Am Montag, 12. Mai 2014 11:21:37 UTC+2 schrieb Martin Τrautmann:
> On Mon, 12 May 2014 02:14:48 -0700 (PDT), Lars Wilhelm wrote:
>
> > Und zu Deinem Gelierzucker:
>
> > Der braucht aufgrund seines Pektingehalts ein MHD. Allerdings w�sste ich auch nicht, was Pektine verderblich macht. Im Zweifel verlieren sie ihre F�higkeit zu gelieren.
>
>
>
> Du meinst, das beruhigt?
>
>
>
> Geld zum Fenster rauswerfen f�r Obst, das dann als Marmelade nicht mehr
>
> geliert? Genau das ist doch die Frage...


Nein. Die Frage war, ob das Verwenden von abgelaufenen Gelierzucker bedenklich sei, oder nicht. Himmi ist es denn so schwer das OP zu lesen?
Der OP hat berichtet, dass seine Marmelade gelungen sei. Sie schmeckt und ist fest geworden.
Seine Gattin ist halt datumsgläubig und meldete Zweifel an.
Es bleibt also höchstens ein potenzieller gesundheitlicher Schaden. Diesen halte ich für ausgeschlossen.
Daraus erweitert habe ich geschrieben, dass mMn das Pektin höchstens nicht mehr geliert. Damit hat man flüssiges Zeug. Es bleibt aber unschädlich. Das kann man eben so verwenden, oder in Joghurt rühren oder einfach mit frischem Geliermittel nochmals kochen.
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Wolfgang Schreiber

unread,
May 13, 2014, 5:28:53 AM5/13/14
to
> Ich will diese komplizierte Arbeit wohl für dich übernehmen,
> musst mir die Marmelade blos hierher schicken :-)

Leider ist kaum noch was übrig. Die Familie stürzt sich drauf,
einschließlich Frau... :-)

VG
Wolfgang

Georg Wieser

unread,
May 13, 2014, 5:32:30 AM5/13/14
to
Am 12.05.2014 09:29, schrieb Wolfgang Schreiber:
Wenn das Datum 1912 gewesen wᅵre, hᅵtte ich auch gestutz.
Bei 2012 nicht ;-)

ᅵbrigens schmecken so chinesische Fertignudelpᅵckchen drei Jahre nach
MHD nicht mehr so wie frisch. Sie schmecken, dann so wie es im Finanzamt
riecht, was auf die verwendete Grundmasse fᅵr die Nudeln Altpapier statt
Weizengries schleiᅵen lᅵsst ;-)

Egal. Den Hunger haben sie vertrieben und objektiv hats nicht geschadet.
Stuhlgang blieb normal ;-)

Bodo Mysliwietz

unread,
May 13, 2014, 10:53:17 AM5/13/14
to
Am 13.05.2014 11:01, schrieb Ludger Averborg:
. Die eingesetzen Frᅵchte bringen ja
> unterschiedliche Mengen eigene Pektine mit, und Gelierzucker
> ist auf Erdbeeren "geeicht". Wenn man nach dem einzigen
> aufgedruckten Standardrezept (kochende Hausfrauen sind ja zu
> dumm, mehrere Rezeptvarianten anzusehen) Johannisbeeren (mit
> viel mehr Pektin als Erdbeeren) verarbeitet werden, muss man
> das Produkt aus dem Glas rausmeiᅵeln und aufs Brᅵtchen
> krᅵmeln.

Zumindest kann man fᅵr's "Promidinner" (oder halt mit Freunden)
deckorative Wᅵrfel oder andere Formen zurecht schneiden.

--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Wolfgang May

unread,
May 13, 2014, 11:49:03 AM5/13/14
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:
> On Mon, 12 May 2014 09:21:37 +0000 (UTC), Martin ?rautmann
> <t-us...@gmx.net> wrote:
>
>>...wobei man zu flᅵssige Marmelade noch immer sehrt gut mit Naturjoghurt
>>als Fruchtjoghurt genieᅵen kann
> oder eben mit bisschen Pektin zusᅵtzlich noch mal aufkochen
> kann, damit sie fester wird.
>
> Kulinarisch weitaus schlimmer als zu flᅵssige Marmelade ist
> zu feste, die schmeckt nach nix mehr.

Da machst Du irgendetwas falsch. Zu billige Fruechte?

Quittenbrot, bzw "Dulce de membrillo" ist genau das, was Du als "zu
feste Marmelade" bezeichnest ("Marmelade" kommt auch von "Marmelo"=
Quitte, span/port -> Mermelata/Marmelata = Quittenmus). Im Original
mit Quitten, <http://de.wikipedia.org/wiki/Dulce_de_membrillo>, geht
aber gut auch mit Aepfeln oder Erdbeeren - mit allem was gutes
Fruchtmark hat.
Bei Quitten wahlweise nur mit normalem Zucker 2 Stunden ruehren,
oder mit Gelierzucker in 4 Minuten und ab aufs Blech; bei anderen
Fruechten habe ich es bisher nur mit Gelierzucker gemacht.

> Und da ist die Gefahr
> mit Gelierzucker und Einfachstrezepten groᅵ, sowas zu
> erzeugen. Die eingesetzen Frᅵchte bringen ja
> unterschiedliche Mengen eigene Pektine mit, und Gelierzucker
> ist auf Erdbeeren "geeicht". Wenn man nach dem einzigen
> aufgedruckten Standardrezept (kochende Hausfrauen sind ja zu
> dumm, mehrere Rezeptvarianten anzusehen) Johannisbeeren (mit
> viel mehr Pektin als Erdbeeren) verarbeitet werden, muss man
> das Produkt aus dem Glas rausmeiᅵeln und aufs Brᅵtchen
> krᅵmeln.

Dazu muss man im uebrigen *viel* zu viel Gelierzucker nehmen (BTDT,
beim Versuch, standfaehiges Gelee ohne Goetterspeise/Gelatine zu
machen). Selbst Quittengelee (und die haben richtig viel Pektin)
steht bei 1:1 nicht stabil, von rausmeisseln mal ganz zu schweigen.
Da es dann zu suess wird, also besser 2:1-Gelierzucker, und davon
*viel*.

Wolfgang
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Bodo Mysliwietz

unread,
May 13, 2014, 12:38:28 PM5/13/14
to
Am 13.05.2014 18:22, schrieb Ludger Averborg:
> On Tue, 13 May 2014 16:53:17 +0200, Bodo Mysliwietz
> <druidef...@gmx.de> wrote:
>>> Johannisbeeren (mit
>>> viel mehr Pektin als Erdbeeren) verarbeitet werden, muss man
>>> das Produkt aus dem Glas rausmeiᅵeln und aufs Brᅵtchen
>>> krᅵmeln.
>>
>> Zumindest kann man fᅵr's "Promidinner" (oder halt mit Freunden)
>> deckorative Wᅵrfel oder andere Formen zurecht schneiden.
>
> Vielleicht lieᅵe sich ja auch sowas draus machen wie die
> Fettecke von Beuys? Irgendwie noch mit Ameisen und Filz?

Hmm, biologisch abbaubaure Antirutschmatte fᅵr's Auto?
Oder Gelblᅵcke die die Munitionstester nach getaner Arbeit essen kᅵnnen?
Die sind dann "red currant proofed"
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Wolfgang May

unread,
May 16, 2014, 7:31:42 AM5/16/14
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:
> On Tue, 13 May 2014 15:49:03 +0000 (UTC),
> m...@informatik.uni-goettingen.de (Wolfgang May) wrote:
>
>>Wenn man nach dem einzigen
>>> aufgedruckten Standardrezept (kochende Hausfrauen sind ja zu
>>> dumm, mehrere Rezeptvarianten anzusehen) Johannisbeeren (mit
>>> viel mehr Pektin als Erdbeeren) verarbeitet werden, muss man
>>> das Produkt aus dem Glas rausmeiᅵeln und aufs Brᅵtchen
>>> krᅵmeln.
>>
>>Dazu muss man im uebrigen *viel* zu viel Gelierzucker nehmen
>
> Hast du denn schon mal Johannisbeermarmelade nach
> Standardrezept gekocht?

Ja.
Und ich kann mich nicht erinnern, dass sie irgendwie ungewoehnlich
gewesen sein sollte.

> Ja, das kannst du als Quittenbrot verwenden, drauf kauen,
> dran lutschen. Aber eben nichts aufs Brᅵtchen.

Das in meinem Posting beschriebene Produkt aus Quittenmark
wird in Portugal/Spanien auch aufs Brot/Broetchen/Croissant
gegessen. BTDT.

> Die
> Geschmackspapillen nehmen eben nur Lᅵsungen war und nicht
> Krᅵmel.

Evtl stimmt mit Deinem Speichelfluss etwas nicht.
Und: nicht schlingen, sondern kauen.
Manche Leute essen sogar Kaese aufs Brot. Der ist noch viel
haerter.

> Opekta (flᅵssiges Apfelpektin in Flaschen) lieferte zur
> Flasche eine A3-Seite mit Rezepten fᅵr die verschiedensten
> Fruchtarten mit: soundsoviel Frucht, soundso viel Zucker,
> immer 1/2 Flasche Opekta, soundsoviel Zitronensᅵure.

> Aber das trauen die Marketingexperten heutigen Hausfrauen
> wohl nicht mehr zu.

Die Handhabung von Gelierzucker ist offensichtlich deutlich
einfacher.
Da kann man -ausser dass es nicht geliert, und man noch
nachwerfen muss- nicht viel falsch machen.

Wolfgang
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