ich habe mir letzte Woche bei ALdi den neuen Brotbackautomaten gekauft.
Eigentlich bin ich mit Geschmack und Konsistenz des Brotes sehr
zufrieden. Nur das sich oben anstelle einer auch nur ansatzweisen Kruste
nur eine helle "Haut" bildet, die wirklich nicht auch nur im
entferntesten knusprig ist, gefällt mir garnicht. Ich habe schon
verschiedene Programme und Brotsorten probiert, immer mit dem gleichen
Ergebnis.
Ein Anruf bei der Hotline brachte mich auch nicht weiter, Antwort: "Das
ist immer so". Stimmt das? Dann würde ich den Automaten nämlich sofort
umtauschen. Oder liegt es an diesem speziellen Modell, gibt es
Automaten, die so etwas ähnliches wie eine Kruste produzieren, und wenn
ja, welche Marke? Berichtet mir doch mal von Euren Erfahrungen,
eigentlich finde ich so einen Britbackautomaten nämlich sehr praktisch
und gebrauchen kann ich ihn auch (siehe Sig)
Vielen Dank
Nicole
--
Mich kann nichts erschüttern.
Ich habe Drillinge.
Wir haben zuhause auch einen Brotbackautomaten. Du hast recht. Bei uns
bildet sich oben auch keine Kruste. Wir haben oben an dem Backautomaten eine
kleine Glasscheibe im Deckel und an dieser Stelle ist das Brot total weich
und bleich. Das liegt daran, daß die Brotbackautomaten, die ich kenne, nur
an der Seite Heizstäbe haben. Das wird bei Deinem auch so sein. Oben ist
kein Heizstab - folglich wird das Brot da auch nicht richtig braun gebacken.
Mit der Zeit gewöhnst du dich da aber dran. So ging es mir zumindest. Wegen
sowas würde ich den Automaten nicht gleich zurückgeben, da er Dir noch viel
Arbeit abnehmen kann. Du kannst zum Beispiel auch Kuchenteig darin kneten
lassen ohne das Backprogramm einschalten zu müssen u.s.w.
Mfg
Ralf Pantel
hi ihr zwei,
leider bin ich kein koch,. sodass ich euch keine "richtige" antwort
geben kann. beim normalen backen ist es doch so, dass man eine
form in den ofen schiebt, und dann den *ofen* zumacht, niemals
(ausser vielleicht für spezialefekte!) die form selber zudeckt.
mein vorschlag wäre nun, den deckel von dem automaten abzuheben
bzw. wenigstens über eine weite strecke des backens anzuheben
(zB mit kochlöffel?!).
vielleicht meldet sich ja noch ein koch/konditor/bäcker zu wort ;-)
angelika
PS: hast du nicht ein "kochbuch/backbuch aus oma's zeiten" zur hand?
Das ist beim Brotbackautomaten ja auch nicht der Fall. Die
Form selber wird ja nicht abgedeckt!
> mein vorschlag wäre nun, den deckel von dem automaten abzuheben
> bzw. wenigstens über eine weite strecke des backens anzuheben
> (zB mit kochlöffel?!).
Dann wird es wahrscheinlich noch weniger Kruste geben, weil
zuviel Hitze entweicht. Oder das Brot wird zu trocken, weil zu
viel Feuchtigkeit entweicht.
Mein LeCaf produziert eigentlich eine recht akzeptable Kruste.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich immer recht kleine
Brote backe, keine 750g sondern nur knapp 500g. Die Form ist
dann bis zur Haelfte gefuellt und der Heizstab laueft so
ziemlich um die Mitte der Form.
> angelika
Gruss, Bettina
--
Alle Köche sind beschissen,
die sich nicht zu helfen wissen !
http://www.maximegalon.com/webkochbuch
ich habe mir letzte Woche auch einen Primera 300 gekauft.
Vom Prinzip her fehlt dem Backautomat die Oberhitze, wie in einem normalen Backofen.
Beim Backen eines Weissbrots ist dadurch das Ergebnis wirklich nicht zufriedenstellend.
Beim Backen von Mehrkornbroten (dunklere Sorten) kann man mit dem Ergebnis
mehr oder weniger zufrieden sein.
Bei einem Preis von DM 99.- kann man eigentlich von dem Gerät auch nicht eine
rundum perfekte Kruste erwarten.
Bei meinem 2. Weissbrot habe ich deshalb den Backautomaten mit Menü 2 das Brot
zubereiten lassen und bevor er das Backen anfängt (Zeit - 60 Min) einfach den Einsatz des Automaten in den Backofen gestellt (nach
Vorheizen) und im Backofen bei 200 Grad gebacken.
Vom Arbeitsaufwand akzeptabel 2 Min. Arbeit für Füllen des Backautomaten und 2 Min.
für das Reinstellen in den Backofen. Das Ergebnis war höchst erfreulich.
Klaus
Wenn ich mir das Backprogramm anschaue dann macht der Automat für mich die schwere Arbeit ohne einen Kochlöffel zu schwingen und
irgendwelche vorhandenen "Rührpotte" zu verschmutzen gesteuert durch einen Mikrocontroller zeitgenau für mich folgende Schritte :
- Kneten 1 5 min
- Ruhen 5 min
- Kneten 2 20 min
- Gehen 1 39 min
- Kneten 3 10 sec
- Gehen 2 25 min
- Kneten 4 15 sec
- Gehen 3 49 min
- Backen 50 min
Während dieser Zeit kann ich ohne Stress gemütlich Foren wie diese oder de.alt.fan.al** oder andere (elektronik ,Software) lesen
oder andere in der Freizeit knapp bemessene Dinge tun. Beim Herausnehmen aus der Form bleibt diese dank AntiHaftbeschichtung sauber
und der Kochlöffel und der "Rührpott" ist natürlich sauber noch im Schrank. Die Spülmaschine hat durch diesen Backvorgang nichts zu
tun.
Da stellt sich für mich Deine Variante für _meine_ Bedürfnisse als ungeeignet dar.
Trotzdem habe ich Respekt vor denjenigen, die vielleicht sogar noch ganz ohne
elektrische Maschine, wie früher meine Mutter (deshalb weiss ich wie die anderen Varianten aussehen und welchen Aufwand sich
dahinter verbirgt), ihr Brot heute noch auf diese traditionelle Art backen.
_Tauschen_ möchte ich aber auf _keinen_ Fall.
Klaus
> ich habe mir letzte Woche bei ALdi den neuen Brotbackautomaten gekauft.
> Eigentlich bin ich mit Geschmack und Konsistenz des Brotes sehr
> zufrieden. Nur das sich oben anstelle einer auch nur ansatzweisen Kruste
> nur eine helle "Haut" bildet, die wirklich nicht auch nur im
> entferntesten knusprig ist, gefällt mir garnicht. Ich habe schon
> verschiedene Programme und Brotsorten probiert, immer mit dem gleichen
> Ergebnis.
Bei unserem Brotbackautomat kann man verschiedenen Bräunungsgrade
einstellen. Kann man das nicht mit Deinem?
Matthias
Das nimmt aber dann einige Zeit mehr in Anspruch und ist auf mit
körperlichem Aufwand verbunden, der mir seit über 10 Jahren nichts ausmacht.
schön das sich auch jemand mit der entsprechenden Kompetenz (Erfahrung!)
hier beteiligt. Kannst Du uns vielleicht noch ein paar Tips (Kruste) geben
oder gar gute Brotrezepte ?
Klaus
>
> Bei unserem Brotbackautomat kann man verschiedenen Bräunungsgrade
> einstellen. Kann man das nicht mit Deinem?
>
> Matthias
Doch, und rundherum ist es ja auch ok. Nur oben ist das Brot eben so
blass und latschig
Also das Ding mit der Kruste ist wohl wirklich nur zu regeln, in dem man das
Brot in einem normal Backofen backt und das Gerät nur zum Kneten benutzt.
> oder gar gute Brotrezepte ?
Tja, mit Rezepten ist das so eine Sache.
Wenn man soviele Jahre Brot backt, schmeißt man alles in einen Topf knetet
und gut ist, da brauch man keinen Messbecher mehr oder eine Waage.
Aber ich werde versuchen mein Rezept zusammen zubringen.
Mit dem Wasser müßt ihr vorsichtig sein, weil das gebe ich immer nach Bedarf
rein.
Meinen Teig mache ich immer sehr weich und backe das Brot in einer Form,
dann ist es nicht so trocken und geht auch besser auf.
Ihr müßt also, was das angeht etwas experimentieren, so wie ich es zu Anfang
auch gemacht habe.
Das Brot ist sehr gut abwandlungsfähig. Man kann die Anteile des Mehls
variiren, auch schroten, wie es einem am besten schmeckt. Ich habe eine
Kornmühle und mahle das Korn mit den Gewürzen immer ganz frisch, dann ist es
noch ein bischen warm und geht besser auf.
Ich gebe, je nach Lust und Laune alles mögliche an Nüssen oder Körnern
hinein. Man kann auch Kräuter reingeben.
Die Formen bestreue ich nach dem Austreichen mit Margarine, immer mit was
anderem, Sesam, Sonnenblumenkerne oder einfach nur Haferflocken, also auch
nach Belieben.
So nun zu eigentlichen Rezept, daß für zwei große Kastenformen reicht:
Sauerteigansatz:
100 g Roggenvollkornmehl
100 ml lauwarme Buttermilch
beides zu einem dicken Brei verrühren. An einem warmen Ort stehen lassen.
Täglich gut umrühren. Nach ein paar Tagen hat der Teig kleine Bläschen und
riecht säuerlich, dann ist er fertig.
Wenn er zu dick wird mit lauwarmer Buttermilch etwas verdünnen.
Zum Aufbewahren in eine Plastiktüte in den Kühlschrank geben. Hält sich ca
eine Woche, aber vorsicht der Teig gärt weiter.
Ich hatte schon mal den ganzen Kühlschrank voller Sauerteig, als ich mal ein
paar Tage nicht da war.
In der Gefriertruhe läßt er sich sogar ein paar Monate aufbewahren.
Grundrezept:
600 g Dinkelvollkornmehl
400 g Roggenvollkornmehl
40 g frische Hefe
Sauerteig - man kann auch getrockneten nehmen -
ca. 600ml Wasser - erstmal weniger reingeben und dann gucken wie fest der
Teig ist -
1 Tl Honig
3 Tl Salz
8 El Sonnenblumenöl
2 Tl gemahlene Gewürze - Koriander, Kümmel, Fenchel und Anis - zusammen 2
Tl, sonst wird´s streng
Das Mehl in eine große Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken und die Hefe
hineinkrümeln. Dann den Honig mit dem Sauerteig und einem Teil des Wassers
zugeben, verrühren und ca. 20 Minuten stehen lassen. Das ganze muß Blasen
werfen.
Die restlichen Zutaten dazu geben und kräftig und lange kneten, damit alles
gut vermischt ist.
Wieder ca. 30 Minuten gehen lassen - ruhig länger, besser als zu kurz -.
Der Teig sollte sich ungefähr verdoppeln.
In der Zwischenzeit die Formen fetten und bestreuen.
Dann nochmals gut durcharbeiten und den Teig in die Formen verteilen, dort
nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
Wenn es schnell gehen soll, stelle ich den Backofen auf ca. 40 Grad und
lasse das Brot darin gehen und brauche nachher nur noch den Regler
hochzudrehen, geht dann echt schneller.
Ansonsten im vorgeheizten Backofen ca. 1 Stunde bei 200 Grad schön braun
werden lassen.
So, ich hoffe es gelingt und schmeckt euch, wenn ihr noch Fragen habt, die
ich nicht bedacht habe, bitte stellen.
So viel Spaß dabei, denn das macht es.
Bo