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2 Fragen zu Gas-Wasserverbrauch bei Gastherme

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Peter Seiler

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Jan 10, 1999, 3:00:00 AM1/10/99
to
2 Fragen zu Gas-Wasserverbrauch bei Gastherme

Wir haben vor einem Jahr ein Haus mit einer ca. 16 Jahre alten Junkers
Gastherme gemietet. Die Therme gibt zeitweise laute Rappelgeräusche von sich, wie
wenn Steine aneinander reiben. Nachdem wir die erste Gas- und Wasserabrechnung
erhalten haben, haben wir einen weit über dem vergleichbarer Haushalte liegenden
Verbrauch bei Gas und Wasser, obwohl wir nicht täglich kochen oder stundenlang
duschen. Wir haben auch festgestellt, das durch die Fenster und Türen massiv Zug-
und Kaltluft eindringt.

Unsere Vermutung ist:
Der zu hohe Verbrauch liegt an der Therme. Der Thermostat für die Therme ist in
einer kalten zugigen Ecke installiert. Wir haben mal angefangen die
Raumtemperatur jetzt zu messen und erreichen trotz voll aufgedrehter
Heizkörperthermostate und max. Einstellung an der Therme nur ca. max. 18 Grad
Raumtemperatur, meistens eher weniger. Thermostat steht auf 20 Grad.

Unsere Frage:
Kann es sein, daß der hohe Energieverbrauch (Gas- und Wasser) durch die Lage des
Thermostates bedingt ist, der in der kalten Ecke montiert ist, und dadurch die
Therme dauernd arbeiten muß und somit dauernd unter Last steht, was dazu führen
könnte das sie dauernd Gas verbraucht, sowie permanent Wasser erhitzt wird, was
einfach nur verdunstet???

Vielen Dank für eure Hilfe im voraus!

Peter aus Frankfurt/Main

_____________________________________________________________
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Martin Kienass

unread,
Jan 10, 1999, 3:00:00 AM1/10/99
to
Am 10 Jan 1999 17:09:45 +0100, behauptete "Peter Seiler"
<star-...@t-online.de> :

>Unsere Frage:
>Kann es sein, daß der hohe Energieverbrauch (Gas- und Wasser) durch die Lage des
>Thermostates bedingt ist, der in der kalten Ecke montiert ist, und dadurch die
>Therme dauernd arbeiten muß und somit dauernd unter Last steht, was dazu führen
>könnte das sie dauernd Gas verbraucht, sowie permanent Wasser erhitzt wird, was
>einfach nur verdunstet???

Nein, der Wasserverbrauch richtet sich nur danach, was Ihr aus den
Zapfstellen entnehmt. Wasserverlust in der Heizungsanlage würde man
"von Hand" durch nachfüllen von Wasser korrigieren müssen. Welchen
Wasserdruck zeigt denn das Manometer an?

Der Montageort des Thermostates spielt keine Rolle für den
Energieverbrauch. Die Therme heizt ja nicht, damit dem Thermostaten
wohlig warm wird, sondern damit Ihr nicht frieren müßt. Wenn _Euch_ zu
warm würde, würdet Ihr ja den Thermostaten herunterdrehen, auch wenn
in "seiner Ecke" nur 18 °C wären.

>Die Therme gibt zeitweise laute Rappelgeräusche von sich, wie
>wenn Steine aneinander reiben.

Hört sich an als wäre Luft und/oder zuwenig Wasser in der Anlage.
Vielleicht ist auch der Wärmetauscher verkalkt, oder die Umwälzpumpe
fördert nicht mehr richtig......
....ich würde das mal einen Fachmann überprüfen lassen.

>Nachdem wir die erste Gas- und Wasserabrechnung
>erhalten haben, haben wir einen weit über dem vergleichbarer Haushalte liegenden
>Verbrauch bei Gas und Wasser

Haben die Haushalte, mit denen Ihr verglichen habt, auch ältere
Heizungsanlagen mit vergleichsweise einfacher Regelung und eine
schlechte Wärmedämmung (kalte Ecken) und undichte Außentüren und
Fenster? Daran wirds nämlich vermutlich maßgeblich liegen.

HTH,

_____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
--
Hamburg (Germany)
Martin_...@csi.com
PGPKeys: wwwkeys.de.pgp.net

Juergen Kamm

unread,
Jan 10, 1999, 3:00:00 AM1/10/99
to
Am 10 Jan 1999 17:09:45 +0100 schrieb "Peter Seiler"
<star-...@t-online.de> zum Thema "2 Fragen zu Gas-Wasserverbrauch bei
Gastherme":

>Wir haben auch festgestellt, das durch die Fenster und Türen massiv Zug-
>und Kaltluft eindringt.

Daher wird der hohe Verbrauch kommen. Sicherheitshalber könnt ihr die
Therme ja mal warten lassen und den Abgasverlust messen lassen. Fragt
den Monteur oder sonst jemanden, der Ahnung hat, ob der Wert okay ist.

>Der zu hohe Verbrauch liegt an der Therme. Der Thermostat für die Therme ist in
>einer kalten zugigen Ecke installiert.

Das ist doch grundsätzlich okay. Was soll es bringen, den Thermostat an
der wärmsten Stelle anzubringen? Dann friert ihr!

Wo habt ihr die 18 Grad gemessen. Wie soll der Thermostat abschalten,
wenn die gewünschten 20 Grad nicht erreicht werden?

cu.

Hans Hoelscher

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Martin Kienass:

>Hört sich an als wäre Luft und/oder zuwenig Wasser in der Anlage.

Gibt es eigentlich mittlerweile Gasboiler, die den Wasserstand der Anlage
automatisch auffüllen? Eigentlich sollte das kein großes Problem sein.

Martin Kienass

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Am Mon, 11 Jan 1999 10:02:13 GMT, behauptete hoel...@gmx.de (Hans
Hoelscher) :

>Gibt es eigentlich mittlerweile Gasboiler, die den Wasserstand der Anlage
>automatisch auffüllen? Eigentlich sollte das kein großes Problem sein.

Das ist technisch gesehen kein Problem und bei großen Anlagen wird das
auch realisiert. Bei kleinen Heizungsanlagen wären die Kosten für eine
solche automatische Nachspeisung jedoch unverhältnismäßig hoch.

Wenn Du mehr als 2-3 mal im Jahr Wasser in eine Heizung für ein Ein-
oder Zweifamilienhaus nachfüllen mußt, kannst Du davon ausgehen, daß
mit der Anlage irgendetwas nicht stimmt. Normalerweise sollte eine
Kontrolle im Zuge der jährlichen Wartung völlig ausreichen.

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Martin Kienass schrub am Sun, 10 Jan 1999 18:06:39 GMT:

> Hört sich an als wäre Luft und/oder zuwenig Wasser in der Anlage.
> Vielleicht ist auch der Wärmetauscher verkalkt, oder die Umwälzpumpe
> fördert nicht mehr richtig......
> .....ich würde das mal einen Fachmann überprüfen lassen.

Man sollte generell auch Gasthermen gelegentlich mal eine Wartung
zukommen lassen, auch wenn die Geräte relativ wartungsarm sind. Die
Kosten dürften im Normalfall bei ca. 150 DM liegen, aber das kann
man auch vor Auftragserteilung an einen Fachbetrieb klären.


> Haben die Haushalte, mit denen Ihr verglichen habt, auch ältere
> Heizungsanlagen mit vergleichsweise einfacher Regelung und eine
> schlechte Wärmedämmung (kalte Ecken) und undichte Außentüren und
> Fenster? Daran wirds nämlich vermutlich maßgeblich liegen.

Die ältere Heizanlage muß nicht unbedingt Schuld sein, wenn sie
einigermaßen in Schuß ist. Von der Markteinführung der Brennwert-
technik abgesehen hat sich in den letzten 15 Jahren technisch so
sehr viel nicht getan.

Im übrigen kann man sich in solchen Fällen mal die Ergebnisse
der letzten Immissionsmessung durch den Bezirksschornsteinfeger
ansehen. Die Ergebnisse im Jahr 1997 spielen dabei eine besondere
Rolle, da in diesem Jahr sogenannte Einstufungsmessungen stattfanden.
Eingestuft wurde dabei, bis zu welchem Jahr die Heizanlage ggfs.
zu erneuern ist, wenn gewisse Schwellenwerte bei Wirkungsgrad oder
bei den Abgasen überschritten wurden.

Gruß - Wolfgang

--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Mon, 11 Jan 1999 11:08 +0100 ***

Frank Spreer

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to

Martin Kienass schrieb in Nachricht
<3699d85...@personalnews.de.uu.net>...

>Am Mon, 11 Jan 1999 10:02:13 GMT, behauptete hoel...@gmx.de (Hans
>Hoelscher) :
>
>>Gibt es eigentlich mittlerweile Gasboiler, die den Wasserstand der
Anlage
>>automatisch auffüllen? Eigentlich sollte das kein großes Problem sein.
>
>Das ist technisch gesehen kein Problem und bei großen Anlagen wird das
>auch realisiert. Bei kleinen Heizungsanlagen wären die Kosten für eine
>solche automatische Nachspeisung jedoch unverhältnismäßig hoch.
>
Technisch ist es kein Problem, meines Wissens aber rechtlich. Eine
Heizungsanlage _darf_ keine dauernde, feste Verbindung zum
Trinkwassernetz haben. Und was anderes hast du wohl auch nicht zur
Verfügung :-(

MfG Frank


Klaus Schneider

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
On 10 Jan 1999 17:09:45 +0100, "Peter Seiler" <star-...@t-online.de>
wrote:

>2 Fragen zu Gas-Wasserverbrauch bei Gastherme
>

>Wir haben vor einem Jahr ein Haus mit einer ca. 16 Jahre alten Junkers

>Gastherme gemietet. Die Therme gibt zeitweise laute Rappelgeräusche von sich, wie
>wenn Steine aneinander reiben. Nachdem wir die erste Gas- und Wasserabrechnung

>erhalten haben, haben wir einen weit über dem vergleichbarer Haushalte liegenden

>Verbrauch bei Gas und Wasser, obwohl wir nicht täglich kochen oder stundenlang

>duschen. Wir haben auch festgestellt, das durch die Fenster und Türen massiv Zug-
>und Kaltluft eindringt.

Durschnittverbrau soweit ich weiss Wasser: 140 Liter pro Person und
Tag

Heizenergie:

Zaehlerstand (Gas) neu minus Zaeherstand alt = Verbrauch in Kubikmeter

kubikmeterverbrauch mal 10,5 und geteilt durch die beheizten
Quadratmeter der Wohnung:
Einstufung der Werte:

sehr gering bis 50
gering bis 80
mittel bis 150
hoch bis 220 (hier liegt meine Wohnung leider !)
sehr hoch ueber 220 kilowattstunden pro Jahr und qm

Bei meiner Wohnung (Altbau, Zweifachverglasung, Holzfensterrahmen, 40
cm Ziegelwand ohne Isolierung) ist allerdings das Warmwasser auch
schon mit in der Gasrechnung mit drin.

Wenn du oben genannte Zahlenwerte bereits gekannt hast, so vergiss
einfach diese Posting.

Tschuess Klaus

Martin Kienass

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Am Mon, 11 Jan 1999 19:01:42 +0100, behauptete Frank...@t-online.de
(Frank Spreer) :

>
>Martin Kienass schrieb in Nachricht
><3699d85...@personalnews.de.uu.net>...

>>Das ist technisch gesehen kein Problem und bei großen Anlagen wird das


>>auch realisiert. Bei kleinen Heizungsanlagen wären die Kosten für eine
>>solche automatische Nachspeisung jedoch unverhältnismäßig hoch.
>>
>Technisch ist es kein Problem, meines Wissens aber rechtlich. Eine
>Heizungsanlage _darf_ keine dauernde, feste Verbindung zum
>Trinkwassernetz haben.
>

Hallo Frank,
genau diese Vorschrift muß bei einer solchen Nachspeisung eingehalten
werden. Und das (und der zusätzliche Aufwand an Regelungstechnik)
verursacht die von mir erwähnten unverhältnismäßig hohen Kosten.

> Und was anderes hast du wohl auch nicht zur
>Verfügung :-(

Oh, mir fiele da schon einiges ein:
-Einbau von Rohrtrenner in die TW-Zuleitung
-Vorlagebehälter mit freiem TW-Auslauf
-Nachspeisung über Brunnen- oder Regenwasser
-.....

Alles rechtlich erlaubt, bei großen Anlagen durchaus so ausgeführt,
aber eben für eine Gasthermenheizung viel zu preisintensiv. Und für
maximal 3x heizungsauffüllen im Jahr lohnt sich der technische Aufwand
wohl auch kaum.

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