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Hydrokatalytische Wasserenthärtung - Wirksamkeit?

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Lennart Blume

unread,
Jan 20, 2017, 1:05:03 PM1/20/17
to
Hallo,

die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten meist
nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb regelmäßig
Salz.

Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
vielversprechend klingt:

http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/

Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?

Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
Nachweis der Wirksamkeit gefunden. Das Verfahren scheint aber auch
noch relativ neu zu sein.

Bislang scheint es auch wenige Anwender zu geben.

Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.


Viele Grüße
Lennart

Werner Holtfreter

unread,
Jan 20, 2017, 1:28:35 PM1/20/17
to
Lennart Blume wrote:

> die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
> allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten
> meist nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb
> regelmäßig Salz.
>
> Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
> vielversprechend klingt:
>
>
http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>
> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>
> Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
> Nachweis der Wirksamkeit gefunden.

Und damit ist die Sache noch im Rennen?

Gut, wenn du es wirklich wissen willst:

Den täglich benutzten Wasserkocher vollständig entkalken. Benutzen,
bis sich deutlicher Kalkniederschlag zeigt, Strichliste über die
Benutzung führen, falls nicht sowieso eine sehr gleichmäßige
Nützung vorliegt. Dokumentieren, fotografieren.

Gerät einbauen lassen, aber vor dem Kauf Rückabwicklung bei
Nichtgefallen vereinbaren. Test in gleicher Weise wiederholen,
fotografieren und Fotos vergleichen.

Du kannst aber auch deine Testverfahren offenlegen. Wenn sie dann
zurückzucken weißt du, dass hier nur Kunden erwünscht sind, die
sich selbst betrügen, wie dies bei esoterischen Geräten üblich ist.
--
Gruß Werner

Wort des Jahres: Volksverräter
Reaktion: Wahrheitsministerium

Claus Maier

unread,
Jan 20, 2017, 2:31:37 PM1/20/17
to
Am 20.01.2017 um 19:05 schrieb Lennart Blume:
> Hallo,
>
> die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
> allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten
> meist nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb
> regelmäßig Salz.
>
> Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
> vielversprechend klingt:
>
> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>
>
>
>
Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?

Ich halte das für Bauernfängerei!
Ähnlich wirksam wie Magnet-Armbänder, Wasser-"Aktivierung" und derlei
esoterischer Kram.

Zugegeben, ich war nie ein Chemiecrack und habe dieses Fach in der
Schule - zugunsten von Physik - abgewählt, sobald dies möglich war.
(obgleich ich bis jetzt noch nicht verstehe, warum ich Chemie nicht
kapiert habe, Physik dagegen schon - schließlich ist, nach meinem
laienhaften Verständnis, Chemie nichts anderes als Physik auf atomarer
Ebene: die elektrischen Bindungskräfte der Atome/Moleküle - reine
Elektophysik) Aber sei's drum.

Zum Thema:
Auf der og. Webseite wird zur Erklärung des Verfahrens eine winzigkleine
Abbildung gezeigt, die sich im Firefox erst nach 10maligen Klicken auf
"Ansicht vergrößern" lesen läßt. Warum so verschämt, wenn das Verfahren
doch so sensationell ist?
Ich würde das doch mindestens in DIN A3 darstellen, wenn ich davon
überzeugt bin!

Die Wirkung des Verfahrens wird im wesentlichen mit dem Venturi-Effekt
erklärt. Dieser ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Und da muss erst der
Herr AQON kommen, um zu entdecken, daß man damit auch Wasser enthärten kann?

https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserenth%C3%A4rtung#Physikalische_Wasserenth.C3.A4rtung

> Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
> Nachweis der Wirksamkeit gefunden. Das Verfahren scheint aber auch
> noch relativ neu zu sein. Bislang scheint es auch wenige Anwender zu
> geben. Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.

Warum schreibst du nicht einfach die auf der Webseite von AQON unter
"Referenzen" genannten Firmen an (das lässt sich nach etwas Vorarbeit
mit einer Bulkmail erledigen) und fragst nach, ob sie schon ihr Wasser
mit dem sensationellen Verfahren enthärten oder noch hinter dem Mond leben?

mfg
Claus

Claus Maier

unread,
Jan 20, 2017, 3:02:44 PM1/20/17
to
Am 20.01.2017 um 20:31 schrieb Claus Maier:
> Am 20.01.2017 um 19:05 schrieb Lennart Blume:
>> Hallo,
>> die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
>> allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten
>> meist nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb
>> regelmäßig Salz.
>> Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
>> vielversprechend klingt:
>> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/

> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>
> Ich halte das für Bauernfängerei!
> Ähnlich wirksam wie Magnet-Armbänder, Wasser-"Aktivierung" und derlei
> esoterischer Kram.
> [...]

Nachtrag.
Eine genauere Erklärung des Verfahrens lautet (von der Webseite kopiert):

AQONpure® nutzt zur Wirkung den Druck in der Wasserleitung, in die es
integriert wird bzw. die hydrokatalytische Wirkung eines hochwertigen
Legierungskernes, mit unterschiedlichen elektrischen Standardpotentialen
und Strömungsgeometrien. Durch den Aufbau der AQONpure® Geräte kommt es
zu folgenden Effekten:
• Erzeugung hoher Turbulenzen / Scherkräfte
• Druck- und Fließgeschwindigkeitsdifferenzen
• Katalytische Herabsetzung der Aktivierungsenergie zur Reaktion des
Calciumhydrogencarbonates mit Kohlenstoffverbindungen
• Ausgasung von CO2 (Störung des Kalk-Kohlensäure Gleichgewichtes)
Die Reaktionen führen zum Ausgasen von freier Kohlensäure. Die
Verringerung der Konzentration dieser sauren Komponente erhöht
kurzfristig den pH-Wert des Wassers. Dieser pH-Anstieg löst Calcium aus
der Lösung und führt in Kombination mit Kohlenstoff zur kontrollierten
Bildung von Aragonit, einer amorphen Struktur des Calciumcarbonats (CaCO3).
Hydrokatalytisch behandeltes Wasser hat eine höhere Kapazität für
Calcium und Kohlenstoffverbindungen
• Der amorphe „Kalk“ ist fast gänzlich ungeeignet harte Kalkablagerungen
auszubilden, behindert die sogenannte Kalkseifenbildung, welche in
Kombination mit Seife, Shampoo, Wasch- und Reinigungsmitteln die
Reinigung erschwert und das unangenehme „Hartwassergefühl“ auf Haut,
Haar und Wäsche erzeugt. Je nach Alter und Zustand der Wasserleitungen
kommt es zu einer Lösung bereits bestehender Kalkablagerungen und
Ausbildung einer Schutzschicht gegen Rost und Korrosion. Die
hygienischen und energieeffizienten Zustände in der Installation werden
verbessert. Das so behandelte Wasser ist und bleibt ein wertvolles
Lebensmittel, da ihm keinerlei Mineralien entzogen werden, dem Wasser
nichts zugesetzt wird, insbesondere kein Salz und die natürlichen
Effekte das Wasser bekömmlicher machen.

Das räumt meine Zweifel nicht aus, ich halte es für zur Verwirrung
bestimmtes BlaBla.
Aber, siehe mein voriger Post, ich hab von Chemie keine Ahnung.

mfg
Claus

Marcel Mueller

unread,
Jan 20, 2017, 3:58:22 PM1/20/17
to
On 20.01.17 19.05, Lennart Blume wrote:
> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>
> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>
> Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
> Nachweis der Wirksamkeit gefunden.

Sei dir sicher, wenn es sie gäbe und sie das gewünschte Ergebnis liefern
würden, dann wären sie genannt worden.

Bleiben also zwei Optionen:
1. Der Anbieter weiß selber nicht, ob es wirkt.
2. Der Anbieter weiß, dass es nicht wirkt.


> Bislang scheint es auch wenige Anwender zu geben.
>
> Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.

Das Versuchskaninchen musst Du schon selber spielen, wenn es der
Anbieter nicht auf die Kette bekommt und Du es unbedingt wissen willst.
Warum sollte ich oder jemand anders das tun?


Marcel

Claus Maier

unread,
Jan 20, 2017, 3:59:26 PM1/20/17
to
Am 20.01.2017 um 21:26 schrieb Ludger Averborg:

>[...]
> Pseudowissenschaftlich verbrämter Unfug, um leichtgläubigen
> Kunden das Geld für Nichts aus der Tasche zu ziehen.
>
>> Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.
>
> Der ist genau so wie der von diesen Magnetfeldgeräten: sehr
> positiv. Papier ist ja geduldig.

Danke Ludger, für die Bestätigung meines Eindruckes!

mfg
Claus

Lennart Blume

unread,
Jan 20, 2017, 4:30:16 PM1/20/17
to
Am Fri, 20 Jan 2017 19:28:34 +0100 schrieb Werner Holtfreter:

>> Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
>> Nachweis der Wirksamkeit gefunden.
>
>Und damit ist die Sache noch im Rennen?

Ich suche noch nach seriösen Informationen.

>Gut, wenn du es wirklich wissen willst:
>
>Den täglich benutzten Wasserkocher vollständig entkalken. Benutzen,
>bis sich deutlicher Kalkniederschlag zeigt, Strichliste über die
>Benutzung führen, falls nicht sowieso eine sehr gleichmäßige
>Nützung vorliegt. Dokumentieren, fotografieren.

Ich wollte eigentlich nicht das Versuchskaninchen machen, sondern von
Erfahrungen anderer profitieren.

>Du kannst aber auch deine Testverfahren offenlegen. Wenn sie dann
>zurückzucken weißt du, dass hier nur Kunden erwünscht sind, die
>sich selbst betrügen, wie dies bei esoterischen Geräten üblich ist.

Der Hersteller macht zumindest auf den ersten Blick nicht den Eindruck
eines esoterischen Vereins.

Gruß
Lennart

Claus Maier

unread,
Jan 20, 2017, 4:49:04 PM1/20/17
to
Am 20.01.2017 um 19:05 schrieb Lennart Blume:
> Hallo, die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser
> dürften allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen
> arbeiten meist nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum
> Betrieb regelmäßig Salz. Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu
> geben, daß zumindest vielversprechend klingt:
> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>
>
>
>
>
Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?

Das weiss ich nicht, ich habe aber Zweifel, siehe auch meine Beiträge
zum Thema.

Aber:
Vielleicht kann ich dich für ein Gerät interessieren, welches die
bekanntermaßen gefährliche ionisierende Strahlung von Handys,
Rauchmeldern, Türklingeln, Kühlschränken, LEDs, Lavalampen,
Birkenstock-Sandalen, Kaffeemaschinen u.v.a.m. neutralisiert!
Es besteht aus einem Edelstahl-Kern, welcher mit hochaktiviertem Kupfer
nach einem speziellen, neuartigen Verfahren ummantelt wurde.
Der Anti-Ionenstrahlstab ist von so kleiner Dimension
(Länge 3cm, Durchmesser 1cm), daß er bequem in der
Hosentasche oder an einer Halskette mitzuführen ist - man muss also
nirgends auf diesen unerlässlichen Schutz verzichten, selbst in Sauna
oder Schwimmbad nicht!

Der Einführungspreis für dieses einzigartige Gerät beträgt nur knallhart
kalkulierte 149 Euro/Stück zzgl. 5,50 Euro Versandpauschale!
Bei Abnahme von 100 Geräten kann ich einen Rabatt von 15% plus
kostenfreiem Versand gewähren,
Bestellungen bitte per PM, e-mailAdresse funktioniert.

mfg
Claus

Lennart Blume

unread,
Jan 20, 2017, 5:03:16 PM1/20/17
to
Am Fri, 20 Jan 2017 21:58:21 +0100 schrieb Marcel Mueller:

>Das Versuchskaninchen musst Du schon selber spielen, wenn es der
>Anbieter nicht auf die Kette bekommt und Du es unbedingt wissen willst.
>Warum sollte ich oder jemand anders das tun?

Vielleicht gibt es ja jemanden, der es schon getan hat und berichten
möchte.

Gruß
Lennart

Lennart Blume

unread,
Jan 20, 2017, 5:03:16 PM1/20/17
to
Am Fri, 20 Jan 2017 21:26:42 +0100 schrieb Ludger Averborg:

>Pseudowissenschaftlich verbrämter Unfug, um leichtgläubigen
>Kunden das Geld für Nichts aus der Tasche zu ziehen.
>
>>Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.
>
>Der ist genau so wie der von diesen Magnetfeldgeräten: sehr
>positiv. Papier ist ja geduldig.

Ok, also lieber die Finger davon lassen.

Gruß
Lennart

Peter Becker

unread,
Jan 21, 2017, 12:58:36 AM1/21/17
to
"Lennart Blume" <usen...@arcor.de> schrieb...

> Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
> vielversprechend klingt:

Ohne vielversprechende Äußerungen läuft kein Scharlatangeschäft.

> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/

Kunden, die AqonPure lauften, kauften auch
http://www.nucleostop.de/
https://www.amazon.de/dp/B016Z3PO2E

]:-]


> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?

Für mich eindeutig Nepp. Zuerst habe ich die chemischen Behauptungen hinterfragt, mit dem Ergebnis "nicht stichhaltig".
Wenn das Aragonit schon im Gerät selbst ausfiele, wäre Kristallgries in der Wasserleitung, was Verkeimung und Korrosion begünstigt.
Wenn es gelöst bleibt, wovon ich ausgehe, sind das dieselben Ionen, wie vor der "Behandlung", und verhalten sich im Wasserkocher
genauso.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aragonit
https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumcarbonat

Dann habe ich nach dem Produkt gegoogelt und nur Seiten des Anbieters, vom Anbieter verfasste Artikel und einen Installateur
gefunden, der damit natürlich auch Geld verdient.


> Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
> Nachweis der Wirksamkeit gefunden.

Ich bin überzeugt, dass nie welche zu finden sein werden.


--
Gruß
Peter
http://www.peter-becker.de
http://www.lebensfreude-finden.de

Ralf S. Hellersen

unread,
Jan 21, 2017, 4:54:00 AM1/21/17
to
Das kommt alle 10 Jahre mal wieder auf den Markt. Vergiss es !
Keine Kosten, keine Betriebsmittel, kein Strom.... !?
.. und anschließend kann man das so behandelte Wasser in den
Tank schütten und Auto fahren ? Das haben sie vergessen zu schreiben.
Wie doof halten die mich ?

Gruß
Ralf


Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 21, 2017, 8:31:52 AM1/21/17
to
Am 20.01.2017 um 22:30 schrieb Lennart Blume:
> Am Fri, 20 Jan 2017 19:28:34 +0100 schrieb Werner Holtfreter:
> Ich suche noch nach seriösen Informationen.
>
>> Gut, wenn du es wirklich wissen willst:
>>
>> Den täglich benutzten Wasserkocher vollständig entkalken. Benutzen,
>> bis sich deutlicher Kalkniederschlag zeigt, Strichliste über die
>> Benutzung führen, falls nicht sowieso eine sehr gleichmäßige
>> Nützung vorliegt. Dokumentieren, fotografieren.
>
> Ich wollte eigentlich nicht das Versuchskaninchen machen, sondern von
> Erfahrungen anderer profitieren.

Und was meinst Du wieviele Menschen da valides Erfahrungsberichte, in
der Art wie Werner es angeführt hat, bringen können?

Allein um das valide zu machen muß man schon einiges über
Trinkwasserversorgung wissen. Nicht einmal der Kalkgehalt und die
Zudosierungen zum Kohlensäuregleichgewicht sind übers ja bzw. bei allen
Versorgern gleich.

>
>> Du kannst aber auch deine Testverfahren offenlegen. Wenn sie dann
>> zurückzucken weißt du, dass hier nur Kunden erwünscht sind, die
>> sich selbst betrügen, wie dies bei esoterischen Geräten üblich ist.
>
> Der Hersteller macht zumindest auf den ersten Blick nicht den Eindruck
> eines esoterischen Vereins.

Das widerrsprüchliche an der beschreibung ist das man von Maskierung
redet (was eigentlich ein chemischer Einschlußvorgang ist und damit
Chemiekalien braucht) und in der Grafik beschreibt das ldiglich
Hydrogencarbonat zersetzt würde und amit kleine Kalkkristalle mit dem
Wasser mitlaufen. Wo dann gleichfalls das (angeblich) katalytisch
entstanden CO2 bleibt bzw. warum es anschl. nicht wieder mit Wasser und
Kalkkristallen zum thermisch instabilem Hydrogencarbonat reagiert,
schreibt er nicht.


--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 21, 2017, 8:38:53 AM1/21/17
to
Am 20.01.2017 um 21:02 schrieb Claus Maier:
> Am 20.01.2017 um 20:31 schrieb Claus Maier:
>> Am 20.01.2017 um 19:05 schrieb Lennart Blume:

> Nachtrag.
> Eine genauere Erklärung des Verfahrens lautet (von der Webseite kopiert):
>
> AQONpure® nutzt zur Wirkung den Druck in der Wasserleitung, in die es
> integriert wird bzw. die hydrokatalytische Wirkung eines hochwertigen
> Legierungskernes, mit unterschiedlichen elektrischen Standardpotentialen
> und Strömungsgeometrien. Durch den Aufbau der AQONpure® Geräte kommt es
> zu folgenden Effekten:
> • Erzeugung hoher Turbulenzen / Scherkräfte
> • Druck- und Fließgeschwindigkeitsdifferenzen
> • Katalytische Herabsetzung der Aktivierungsenergie zur Reaktion des
> Calciumhydrogencarbonates mit Kohlenstoffverbindungen
> • Ausgasung von CO2 (Störung des Kalk-Kohlensäure Gleichgewichtes)

... und wo ist nun die kontinuierliche Entgasungseinrichtung zu sehen?

> Die Reaktionen führen zum Ausgasen von freier Kohlensäure. Die
> Verringerung der Konzentration dieser sauren Komponente erhöht
> kurzfristig den pH-Wert des Wassers. Dieser pH-Anstieg löst Calcium aus
> der Lösung und führt in Kombination mit Kohlenstoff zur kontrollierten
> Bildung von Aragonit, einer amorphen Struktur des Calciumcarbonats (CaCO3).

In einem industriellem Prozeß mit extremer Beladung könnte ich mir das
sogar als mildernd vorstellen wenn tatsächlich kurzfristig soviel CO2
entsteht das man es direkt zu einem nennenswerten Teil abführen könnte.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 21, 2017, 8:53:44 AM1/21/17
to
Am 20.01.2017 um 21:26 schrieb Ludger Averborg:
> On Fri, 20 Jan 2017 19:05:01 +0100, Lennart Blume
> <usen...@arcor.de> wrote:
>
>> Hallo,
>>
>> die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
>> allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten meist
>> nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb regelmäßig
>> Salz.
>>
>> Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
>> vielversprechend klingt:
>>
>> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>>
>> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>>
> Das ist genau das gleiche Verfahren wie die Magnetische
> Wasserenthärtung, nur haben sie jetzt den Draht abgewickelt.
>
> Der geschilderte Prozess ist wie folgt angegeben:
>
> Ca++ , HCO3- ---> CaCO3 (Aragonit)
>
> Wenn man da mal linke und rechte Seite vergleicht, fehlt ein
> H und ein +.
> Nehmen wir mal an, links stände Ca++ + 2 HCO3- , dann müsste
> rechts stehen CaCO3 +H20 + CO2.
> Wir hätten also dann aus dem Gerät rausfließen ein saures
> Wasser (mit freiem gelösten CO2) und festem Ca-carbonat.
> Warum sollte das als Aragonit ausfallen? das tut es erst
> oberhalb ca 70 Grad. Wofür braucht man da einen Katalysator?
> Das sind nackte Ionenreaktionen, die auch völlig
> unkatalysiert ablaufen. Gesteuert wird die Lage des
> Gleichgewichtes Ca2+ + 2 HCO3- <-> CaCO3 + H20 + CO2
> ausschließlich durch das Massenwirkungsgesetz,

... durch die Reaktionsgeschwindigkeiten.

Es hat ja keiner geschrieben das Masse verloren geht. Wenn die Reaktion
nach rechts deutlich langsamer ist als nach Links ist es durchaus
denkbar bei hoher Konz. auf der linken Seite. So hoch das tatsächlich
der Partieldruck des gelösten CO2 die Sättigungskeitsgrenze beim gebeben
Leitungsdruck übersteigt und sich kleine Blasen zu großen akkumulieren
und an einem höchsten punkt ansammeln können. In einem kontinuierlichen
Proßez könnte damit tatsächlich eine Anreicherung erreicht werden.
CO2-Absammlungen müssen dann schneller abgegast werden wie sie wieder zu
HCO3-Reagieren können.

Nun noch über eine Querschnitsverengung den Fluß erhöhen und damit eine
Druckerniedrigung an der Stelle schaffen und CO2-Ausgasung hätte es
einfacher.

> irgendwelche
> Katalysatoren können das nicht verschieben.

Weswegen wir CO2 auch nicht über die Anwesenheit von biologischen
Katalysatoren ausatmen? (Vorsicht Ironie)

> Pseudowissenschaftlich verbrämter Unfug, um leichtgläubigen
> Kunden das Geld für Nichts aus der Tasche zu ziehen.

Vom Grundansatz schliesse ich die Möglichkeit nicht aus.

Skeptisch macht mich vorallem der vergleichsweise geringe
Kalk-/CO2-Gehalt in Trinkwässern und dem damit notwendigen niedrigen
Druck zur Ausgasung.

Das man aber auch mit fliessendem Wasser deutliche Unterdrücke erzeugen
kann haben doch zumindest wir beiden mal gelernt und erfahren - oder ;-)

Du halt ein paar Jahrzente früher wie ich.

Georg Wieser

unread,
Jan 21, 2017, 11:43:53 AM1/21/17
to
Am 20.01.2017 um 22:49 schrieb Claus Maier:
> Am 20.01.2017 um 19:05 schrieb Lennart Blume:
>> Hallo, die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser
>> dürften allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen
>> arbeiten meist nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum
>> Betrieb regelmäßig Salz. Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu
>> geben, daß zumindest vielversprechend klingt:
>> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>>
>>
>>
>>
>>
> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>
> Das weiss ich nicht, ich habe aber Zweifel, siehe auch meine Beiträge
> zum Thema.
>
> Aber:
> Vielleicht kann ich dich für ein Gerät interessieren, welches die
> bekanntermaßen gefährliche ionisierende Strahlung von Handys,
> Rauchmeldern, Türklingeln, Kühlschränken, LEDs, Lavalampen,
> Birkenstock-Sandalen, Kaffeemaschinen u.v.a.m. neutralisiert!
> Es besteht aus einem Edelstahl-Kern, welcher mit hochaktiviertem Kupfer
> nach einem speziellen, neuartigen Verfahren ummantelt wurde.
> Der Anti-Ionenstrahlstab ist von so kleiner Dimension
> (Länge 3cm, Durchmesser 1cm), daß er bequem in der
> Hosentasche oder an einer Halskette mitzuführen ist - man muss also
> nirgends auf diesen unerlässlichen Schutz verzichten, selbst in Sauna
> oder Schwimmbad nicht!

Ich dachte, die sind aus Pappe und die klebt man auf? So hat das
zumindest mal die Geschäftsführerin eines 2000 Mann Betriebs gemacht...
Bei der Mehrheit der Mitarbeiter war sie nach der Aktion von der
Glaubwürdigkeit Geschichte .....
>
> Der Einführungspreis für dieses einzigartige Gerät beträgt nur knallhart
> kalkulierte 149 Euro/Stück zzgl. 5,50 Euro Versandpauschale!
> Bei Abnahme von 100 Geräten kann ich einen Rabatt von 15% plus
> kostenfreiem Versand gewähren,
> Bestellungen bitte per PM, e-mailAdresse funktioniert.

zu günstig, wird nicht gescheid funktionieren :-)

Georg Wieser

unread,
Jan 21, 2017, 11:43:55 AM1/21/17
to
Am 20.01.2017 um 21:26 schrieb Ludger Averborg:


Mal abgesehen davon, daß ich das, wie Du für einen ziemlichen Hokuspokus
halte...



> irgendwelche
> Katalysatoren können das nicht verschieben.

Ist *das* Deine Theorie, irgendwie bewiesen, "Stand der Technik"
oder was? Was Katalysatoren alles ermöglichen hat man in den letzten
paar-zig Jahre oft mit Verwunderung entdeckt.
>
> Pseudowissenschaftlich verbrämter Unfug, um leichtgläubigen
> Kunden das Geld für Nichts aus der Tasche zu ziehen.
>
>> Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.
>
> Der ist genau so wie der von diesen Magnetfeldgeräten: sehr
> positiv. Papier ist ja geduldig.

Vermutlich leider....

Georg Wieser

unread,
Jan 21, 2017, 11:46:59 AM1/21/17
to
Keine Kosten, keine Betriebsmittel, kein Strom... hört sich an wie Dein
Auto-Kat. Der funktioniert aber nun nachgewiesenerweise ziemlich gut....


Dies ausschließlich als Statement zu Deiner obigen Aussage.

Nicht zur angeblichen Funktionsweise des Wunderentkalkers...

Lennart Blume

unread,
Jan 21, 2017, 1:10:57 PM1/21/17
to
Am Sat, 21 Jan 2017 06:58:07 +0100 schrieb Peter Becker:

>Für mich eindeutig Nepp. Zuerst habe ich die chemischen Behauptungen hinterfragt, mit dem Ergebnis "nicht stichhaltig".
>Wenn das Aragonit schon im Gerät selbst ausfiele, wäre Kristallgries in der Wasserleitung, was Verkeimung und Korrosion begünstigt.
>Wenn es gelöst bleibt, wovon ich ausgehe, sind das dieselben Ionen, wie vor der "Behandlung", und verhalten sich im Wasserkocher
>genauso.
>https://de.wikipedia.org/wiki/Aragonit
>https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumcarbonat

Das hat mir zumindest interessante Lektüre beschert.
Insbesondere:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserenth%C3%A4rtung#Physikalische_Wasserenth.C3.A4rtung
und
http://www.elektronikinfo.de/magnete/wasserenthaertung.htm

Da geht es aber um die magnetische Variante. Die versprochene Wirkung
gleicht erstaunlich der katalytischen Variante.

Damit ist für mich das Thema erstmal geklärt.

Gruß
Lennart

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 22, 2017, 10:51:02 AM1/22/17
to
Am 21.01.2017 um 19:21 schrieb Ludger Averborg:
> On Sat, 21 Jan 2017 14:53:35 +0100, Bodo Mysliwietz

>>> Gleichgewichtes Ca2+ + 2 HCO3- <-> CaCO3 + H20 + CO2
>>> ausschließlich durch das Massenwirkungsgesetz,
>>
>> ... durch die Reaktionsgeschwindigkeiten.

Sag mir was ich falsch geschrieben habe. ...

>> ... *So hoch das tatsächlich
>> der Partieldruck des gelösten CO2 die Sättigungskeitsgrenze beim gebeben
>> Leitungsdruck übersteigt*
>
> Wasser mit 20 ° dH enthält 3,5 mMol Ca(HCO3)2 pro l (wenn
> alle Härte temporär- als Karbonathärte vorliegt ind kein Mg
> beteiligt ist, also im worst case. Daraus würden bei der
> Ablagerung von CaCO3 3,5 mMol = 160 mg CO2 pro l entstehen.
> Selbst ohne Druck (also bei 1013 hP) lösen sich bei 10 °
> (Leitungswassertemperatur) 2,3 g, also das 14fache der
> entstandenen CO2-Menge. Da gast nichts aus.

Bei 20 °C würde schon ein Druckabfall bis an den Wasserdampfdruck
darunter liegen.

>> und sich kleine Blasen zu großen akkumulieren
>> und an einem höchsten punkt ansammeln können. In einem kontinuierlichen
>> Proßez könnte damit tatsächlich eine Anreicherung erreicht werden.
>> CO2-Absammlungen müssen dann schneller abgegast werden wie sie wieder zu
>> HCO3-Reagieren können.
>>
>> Nun noch über eine Querschnitsverengung den Fluß erhöhen und damit eine
>> Druckerniedrigung an der Stelle schaffen und CO2-Ausgasung hätte es
>> einfacher.
>>
>>> irgendwelche
>>> Katalysatoren können das nicht verschieben.
>>
>> Weswegen wir CO2 auch nicht über die Anwesenheit von biologischen
>> Katalysatoren ausatmen? (Vorsicht Ironie)
>>
>>> Pseudowissenschaftlich verbrämter Unfug, um leichtgläubigen
>>> Kunden das Geld für Nichts aus der Tasche zu ziehen.
>>
>> Vom Grundansatz schliesse ich die Möglichkeit nicht aus.
>>
> Na, dann musst du aber noch sehr intensiv an deinen
> chemischen Grundkenntnissen arbeiten.

Wenn schon, dann physikalischen!

Was hätte ich im Detail oben geschrieben? Hatte ich auf notwendige hohe
Konzentrationen, Industrieprozeß-like, hingewiesen?

Und dann kam noch der folgende Satz. ...

>> Skeptisch macht mich vorallem der vergleichsweise geringe
>> Kalk-/CO2-Gehalt in Trinkwässern und dem damit notwendigen niedrigen
>> Druck zur Ausgasung.

Damit habe ich nicht etwa prognostiziert das es mit normalen
Trinkwässern mit nennenswertem Erfolg funktioniert.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 22, 2017, 10:59:13 AM1/22/17
to
Am 21.01.2017 um 23:22 schrieb Ludger Averborg:
> On Sat, 21 Jan 2017 17:43:57 +0100, Georg Wieser
>>>
> Wikipedia formuliert es viel sauberer, als ich das gekonnt
> hätte:
> ========================
> Katalysator [...] bezeichnet in der Chemie einen Stoff, der
> die Reaktionsgeschwindigkeit durch die Senkung der
> Aktivierungsenergie einer chemischen Reaktion erhöht, ohne
> dabei selbst verbraucht zu werden. Er beschleunigt die Hin-
> und Rückreaktion gleichermaßen und ändert somit die Kinetik
> chemischer Reaktionen, nicht deren Thermodynamik.
> ===============================
>
> Ionenreaktionen wie im vorliegenden Falle sind sehr schnell,
> da ist kein Katalysator nötig, um sie noch zu beschleunigen.
> Wenn du eine Säure mi n/10 NaOH titrierst, geht die Reaktion
> auch sofort vonstatten und du brauchst keinen Katalysator.
> Umrühren (um die langsame Vermischung zu bescheunigen)
> reicht.

Dennoch gibt es zw. den unterschiedlichen Reaktionswegen stark
unterschiedliche Reaktionsgeschw. Die sind für die Gleichgewichtslage
verantwortlich. Wenn nicht, würden sich alle Salze mit gleichem bzw.
neutralem pH lösen. Das sie es nicht tun zeigt die unterschiedlichen
Reaktionsgeschwindigkeiten.

> Thermodynamik bedeutet die Lage des Gleichgewichtes bei
> gegebenen Konzentrationen.

... und Temperaturen.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 22, 2017, 12:07:42 PM1/22/17
to
<hehe> Nun, es gab da auch mal so Blenderfirmen ...

> Dies ausschließlich als Statement zu Deiner obigen Aussage.
>
> Nicht zur angeblichen Funktionsweise des Wunderentkalkers...

Also, Aqon anschreiben und nach einem Wirksamkeitsnachweis für
mindestens mittel bis hartes Wasser fragen. Explizit nach dem
Senkungsgrad von Hydrogencarbonat fragen.

Stutzig macht mich das ich nirgends eine Entlüftung sehe.
Ebenfalls stutzig macht mich das Aqon auch völlig renomierte, im Wirk-
und Funktionsprinzip, anerkannte Techniken zur Wasserbehandlung
vertreibt/Entwickelt. Auch die tatsache das sie als Kooperationspartner
u.a. zum Frainhofer IGB finfet.

Ina Koys

unread,
Jan 22, 2017, 12:23:44 PM1/22/17
to
Am 22.01.2017 um 18:07 schrieb Bodo Mysliwietz:

> Auch die tatsache das sie als Kooperationspartner
> u.a. zum Frainhofer IGB finfet.

Webseiten sind geduldig. Wer weiß, was das Fraunhofer IGB dazu sagen würde.

Ina
--
Es gibt wieder frisches Gemüse!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
In Wärme und Geschichte:
http://www.VonLuxorNachAbuSimbel.de

Werner Holtfreter

unread,
Jan 22, 2017, 1:01:55 PM1/22/17
to
Bodo Mysliwietz wrote:

> Also, Aqon anschreiben und nach einem Wirksamkeitsnachweis für
> mindestens mittel bis hartes Wasser fragen. Explizit nach dem
> Senkungsgrad von Hydrogencarbonat fragen.

Oder fragen, wie sie es mit der Rückabwicklung nach scheitern eines
objektiven Tests halten.

Die meisten Hersteller von Esoterik-Kram räumen bereitwillig
Rückgaberechte ein, denn die Kunden sind mit den Produkten oft hoch
zufrieden (Selbstsuggestion!). Die paar Rückläufer spielen bei den
gewaltigen Margen dieser Branche keine Rolle. Wenn man aber gleich
sagt, dass man objektiv testen wird, könnte das die Bereitschaft,
für den Deal mindern. Und dann ist die Sache klar.

Und hier berichten!

Reindl Wolfgang

unread,
Jan 22, 2017, 1:38:05 PM1/22/17
to
Am 20.01.17 22:49, schrieb Claus Maier:

> Aber:
> Vielleicht kann ich dich für ein Gerät interessieren, welches die
> bekanntermaßen gefährliche ionisierende Strahlung von Handys,
> Rauchmeldern, Türklingeln, Kühlschränken, LEDs, Lavalampen,
> Birkenstock-Sandalen, Kaffeemaschinen u.v.a.m. neutralisiert!

Und damit die Sammlung komplett wird biete ich einen Zwischenstecker an,
der schon an der Steckdose Elektronen aus AHWs zurückweist.
Nachdem diese also den Strohmzähler auch in der Gegenrichtung
durchlaufen ergibt sich daraus ein sehr hohes Geldsparpotential! Und die
AKW-Betreiber gehen leer aus!!!
Sinnvollerweise muß jede einzelne Steckdose im Haushalt mit dem
Anti-AKW-Strom-Filter bestückt sein, darum ist die kleinste
Standard-Packung 10 Stück.
Bis 10 Stück nur 500 € / Stück, Versand : 15 € Preisstaffeln bitte
erfragen. Sonderlieferungen für Kleinstwohnungen mit < 10 Steckdosen
sind auf Anfrage möglich.

Lösungen für E27 und E14 - Sockel sind in der Entwicklung.

W
R


--
If there were any Microsoft product that doesn's suck, it would be a
vacuum cleaner.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 22, 2017, 3:13:55 PM1/22/17
to
Am 22.01.2017 um 18:23 schrieb Ina Koys:
> Am 22.01.2017 um 18:07 schrieb Bodo Mysliwietz:
>
>> Auch die tatsache das sie als Kooperationspartner
>> u.a. zum Frainhofer IGB finfet.
>
> Webseiten sind geduldig. Wer weiß, was das Fraunhofer IGB dazu sagen würde.

Die Fa. ist auf deren Seiten selbst mehrfach als Kooperationspartner
gelistet.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 22, 2017, 3:19:18 PM1/22/17
to
Am 22.01.2017 um 19:01 schrieb Werner Holtfreter:
> Bodo Mysliwietz wrote:
>
>> Also, Aqon anschreiben und nach einem Wirksamkeitsnachweis für
>> mindestens mittel bis hartes Wasser fragen. Explizit nach dem
>> Senkungsgrad von Hydrogencarbonat fragen.
>
> Oder fragen, wie sie es mit der Rückabwicklung nach scheitern eines
> objektiven Tests halten.

Zumindest bieten Sie wohl 60 Tage Rückgaberecht an ...

> Die meisten Hersteller von Esoterik-Kram räumen bereitwillig
> Rückgaberechte ein, denn die Kunden sind mit den Produkten oft hoch
> zufrieden (Selbstsuggestion!).

Sowas von.

> Die paar Rückläufer spielen bei den
> gewaltigen Margen dieser Branche keine Rolle. Wenn man aber gleich
> sagt, dass man objektiv testen wird, könnte das die Bereitschaft,
> für den Deal mindern. Und dann ist die Sache klar.
>
> Und hier berichten!

Womit wir wieder bei Deinem Posting vom 20. sind. Nur mach das erstmal
belastbar @ home. So ganz ohne Autosuggestion und so deutlich das da
auch nichts mehr im Rauschen und Jahresgang der Wasserquali untergeht.

Lennart Blume

unread,
Jan 22, 2017, 5:47:13 PM1/22/17
to
Eigentlich hatte ich das Thema ja schon abgehakt, aber ich habe jetzt
doch noch ein Dokument gefunden, daß die Funktionsweise genauer
beschreibt.
http://docplayer.org/11919276-Die-naturwissenschaftlichen-grundlagen-zur-entstehung-von-hartem-wasser-testverfahren-und-alternativer-wasserbehandlung.html

Hier ein paar Auszüge:
>Warum soll es nicht möglich sein in einem Gerät Prozesse zu realisieren,
>die zur zielgerichteten Ausfällung kalkabscheidender Wasserinhaltsstoffe
>in fließendem Wasser, an einem gewollten Ort führen, also:
> Ca(HCO3)2 wieder in CaCO3 + H2O + CO2 umwandeln?

>Grundlage zum Funktions- und Wirkungsprinzip von Aqon Pure mit Wasser:
>Bringt man Wasser in ein elektrisches Feld, so kann man sich den Dipolcharakter
>von Wasser zu Nutze machen und das Sauerstoffatom zur elektrisch positiven Seite
>ausrichten und die Wasserstoffatome zur elektrisch negativen Seite, was u.a. ein
>Aufbrechen des Wasserkäfiges um die Kalk Ionen ermöglicht. Durch die
>Beeinflussung von Druck und Fließgeschwindigkeit kann das
>Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht gestört werden.

>Die elektrokinetische Komponente erzeugt durch die unterschiedlichen
>elektrischen Standardpotentiale der Metalle ein elektrisches Feld zur Beeinflussung
>des Wasserkäfigs um die Ionen - im fließenden Wasser. Die hydrodynamische
>Komponente bewirkt durch Venturi Effekte eine örtliche Veränderung von Druck
>und Fließgeschwindigkeit, wodurch CO2 ausfällt bzw. ausgast. Das Ergebnis:
>Aus Ca(HCO3)2 wird in fließendem Wasser CaCO3 + H2O + CO2.
>Nicht mehr und nicht weniger.

Offen bleibt dabei die Frage, warum es anschließend nicht wieder zur
Auflösung der Kristalle in der kohlensäurehaltigen Umgebung kommt.

Weiter schreiben Sie noch:

>Das sollten Sie noch Wissen:
>Aqon Pure ist kein Wasserenthärter. Er erzeugt also kein chemisch weiches Wasser,
>sondern Wasser, das sich durch die „haftlosen“ Kalkkristalle und Reduzierung der
>Kalkseifenbildung weich anfühlt.


Die Etklärung klingt schon mal nicht schlecht. Ob sie auch stichhaltig
ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Gruß
Lennart

Werner Holtfreter

unread,
Jan 23, 2017, 3:24:01 AM1/23/17
to
Bodo Mysliwietz wrote:

> Womit wir wieder bei Deinem Posting vom 20. sind. Nur mach das
> erstmal belastbar @ home. So ganz ohne Autosuggestion und so
> deutlich das da auch nichts mehr im Rauschen und Jahresgang der
> Wasserquali untergeht.

Ich habe mal einen Filter lang einen geschenkten
Haushalt-Wasserfilter in Betrieb, den ich eigentlich für
überflüssig halte: Das Ausbleiben der Verkalkung des Wasserkochers
war überdeutlich.

Ina Koys

unread,
Jan 23, 2017, 4:28:43 AM1/23/17
to
Am 22.01.2017 um 21:19 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 22.01.2017 um 19:01 schrieb Werner Holtfreter:
>> Bodo Mysliwietz wrote:
>>
>>> Also, Aqon anschreiben und nach einem Wirksamkeitsnachweis für
>>> mindestens mittel bis hartes Wasser fragen. Explizit nach dem
>>> Senkungsgrad von Hydrogencarbonat fragen.
>>
>> Oder fragen, wie sie es mit der Rückabwicklung nach scheitern eines
>> objektiven Tests halten.
>
> Zumindest bieten Sie wohl 60 Tage Rückgaberecht an ...

Womit sie aus jeder rechtlichen Beanstandung für irgendwas raus sind.
Hat der BGH mal entschieden bei irgendwas mit Wunderwirkung und
Geld-zurück-Garantie. Solange dieses Geld auf Verlangen wirklich gezahlt
wird, ist das in Ordnung. Das Erfolgsmodell dieser Angebote beruht
allerdings darauf, dass nur einstellige Prozente der Käufer das
tatsächlich tun.

> Womit wir wieder bei Deinem Posting vom 20. sind. Nur mach das erstmal
> belastbar @ home. So ganz ohne Autosuggestion und so deutlich das da
> auch nichts mehr im Rauschen und Jahresgang der Wasserquali untergeht.

Vor allem, wenn es sich um "gefühlte Wasserhärte" handelt.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 23, 2017, 11:57:23 AM1/23/17
to
Am 23.01.2017 um 10:28 schrieb Ina Koys:
> Am 22.01.2017 um 21:19 schrieb Bodo Mysliwietz:
>> Womit wir wieder bei Deinem Posting vom 20. sind. Nur mach das erstmal
>> belastbar @ home. So ganz ohne Autosuggestion und so deutlich das da
>> auch nichts mehr im Rauschen und Jahresgang der Wasserquali untergeht.
>
> Vor allem, wenn es sich um "gefühlte Wasserhärte" handelt.

YMMD ---> suggestive Wasserhärte.

Jeder der vom Beckenrand springt weiß das Wasser weich ist. Die Jungs
die von der Golden Gate Bridge springen wollen mir immer das Gegenteil
erzählen ;-)

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 23, 2017, 12:26:51 PM1/23/17
to
Am 22.01.2017 um 23:47 schrieb Lennart Blume:
> Am Sat, 21 Jan 2017 14:53:35 +0100 schrieb Bodo Mysliwietz:
>
>> Nun noch über eine Querschnitsverengung den Fluß erhöhen und damit eine
>> Druckerniedrigung an der Stelle schaffen und CO2-Ausgasung hätte es
>> einfacher.
>
> Eigentlich hatte ich das Thema ja schon abgehakt, aber ich habe jetzt
> doch noch ein Dokument gefunden, daß die Funktionsweise genauer
> beschreibt.
> http://docplayer.org/11919276-Die-naturwissenschaftlichen-grundlagen-zur-entstehung-von-hartem-wasser-testverfahren-und-alternativer-wasserbehandlung.html

Erstmal nichts zus. belastbares im Vergleich zum ersten link zu
entnehmen. Die Euphorie hält ishc in Grenzen.

> Offen bleibt dabei die Frage, warum es anschließend nicht wieder zur
> Auflösung der Kristalle in der kohlensäurehaltigen Umgebung kommt.

Eben. Das CO2-Wird ja scheinbar nicht direkt am Entstehungsort ausgegast
sondern verbleibt im Rohrsystem. Nach dem "Kat" steigt der Druck, je
nach Fluß, wieder an. Bei niedrigem Fluß bzw. stehendem Wasser ist der
Druck gleich dem vor dem "Kat". Damit hätte ausgegastes CO2 also wieder
Zeit sich zu lösen und mit teilen der Kristalle wieder zu löslichem
Calciumhydrogencarbonat zu reagieren --> Sprich es bildet sich wieder
hitzeempfindliche Härte zurück.

> Weiter schreiben Sie noch:
>
>> Das sollten Sie noch Wissen:
>> Aqon Pure ist kein Wasserenthärter. Er erzeugt also kein chemisch weiches Wasser,
>> sondern Wasser, das sich durch die „haftlosen“ Kalkkristalle und Reduzierung der
>> Kalkseifenbildung weich anfühlt.

Das war (mir) soweit klar. Stand ja schon beim ersten Link.

> Die Etklärung klingt schon mal nicht schlecht. Ob sie auch stichhaltig
> ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Dieses "sich nicht schlecht" lesen findet man doch auch bei
Spritsparmagneten etc.. Davon muß man sich frei machen. Man muß ja
irgendwelche Fachkenntnisse haben um es beurteilen zu können. Wenigstens
im Bereich der Plausibilität verschieben zu können. Ok, meine
physikochemischen Fachkenntnisse bzw. Gedankensätze wurden ja hier klar
in Frage gestellt. ich bin also mit Dir ;-)

Bei sehr hartem Wasser sehe ich die Möglichkeit einer teilweisen Senkung
der "thermischen Härte". Ich mag aber bezweifeln das das System in der
Lage ist sämtliche "thermische Härte" (Ca-Hydrogencarbonat) in kleine
Kistalle zu überführen die dann nicht mehr an Oberflächen von
Rohren/Heizelementen Ausfallen sondern qausi ultrafein auch durch den
Perlator gespült werden.

Schon konterkarierend finde ich folgendes Aussage aus dem aktuellen
Doc-Link:
"Bei jeder Wasserentnahme werden die frei schwimmenden Kalkkristalle
ausgeschwemmt. Durch das im Prozess freiwerdende Kohlenstoffdioxid
werden vorhandene mineralische und organische Ablagerungen
kontinuierlich abgebaut. Achtung: Je nach Zustand der Installation
kann dieser Vorgang mehrere Monate oder auch Jahre dauern. In
dieser Zeit wirddas freigesetzte CO2 zum Abbau der vorhandenen
organischen und anorganischen Ablagerungen genutzt.".

Will man das Überhaupt? Eigentlich will man - imho - eine dünne
Kalkschutzschicht auf Kuperrohren haben. Auch will man nicht wirklich
das freigesetzte CO2 als "frische" Kohlensäure zum ph-Senken haben. Die
Wasserversorger setzen Mühen daran den ph eben leicht alkalisch zu
halten. Damit sich eben keine Schwermetalle lösen können, damit kein
"Bestandskalk" zurück gelöst wird.

Im Klartext: Selbst wenn die gebildeten Kristalle so lange "stabil"
bleiben bis sie Waschbecken rauskommen, bedeutet freie Kohlensäure nun
Bestandskalk im geringem Maße wieder aufzulösen - als "thermische Härte"
zurück zu bilden.

Um auf Dein Eröffnungsposting zurück zu kommen. Es ist höchst
unwahrscheinlich das sich hier, gleich mehrere Leute, mit positiven
Erfahrungsberichten zurück melden und das wenigstens mit
nachvollziehbaren Erfolgsschilderungen belegen.

Da fällt mir gleich noch eine Formulierung ins Auge:
"Aqon Pure ist kein Wasserenthärter. Er erzeugt also kein chemisch
weiches Wasser, sondern Wasser, das sich durch die „haftlosen“
Kalkkristalle und Reduzierung der Kalkseifenbildung weich anfühlt".

"Chemisch weiches Wasser" impliziert eigentlich das vorliegen _gelöster_
bei niedriger Konzentration. Würde man die sich angeblich gebildeten
Kristaller über einen Mikrofilter herausfiltern, müßte das Wasser
nachher chemisch Weicher sein!

Ich sag es mal so. Für den kleinen Privathaushalt würde ich, bis keine
belastbaren Wirksamkeitsnachweise gefunden werden, Abstand davon nehmen.

Georg Wieser

unread,
Jan 23, 2017, 12:50:25 PM1/23/17
to
Am 23.01.2017 um 17:57 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 23.01.2017 um 10:28 schrieb Ina Koys:
>> Am 22.01.2017 um 21:19 schrieb Bodo Mysliwietz:
>>> Womit wir wieder bei Deinem Posting vom 20. sind. Nur mach das erstmal
>>> belastbar @ home. So ganz ohne Autosuggestion und so deutlich das da
>>> auch nichts mehr im Rauschen und Jahresgang der Wasserquali untergeht.
>>
>> Vor allem, wenn es sich um "gefühlte Wasserhärte" handelt.
>
> YMMD ---> suggestive Wasserhärte.
>
> Jeder der vom Beckenrand springt weiß das Wasser weich ist. Die Jungs
> die von der Golden Gate Bridge springen wollen mir immer das Gegenteil
> erzählen ;-)
>


Dusche mal in "hartem" und danach in "weichem" Wasser.

MIT Shampoo. Und danach erzählst Du mir Du hättest keinen UNterschied
gemerkt....

Nur am klaren Wasser alleine dürften unsere Bio-Sensoren vermutlich
scheitern.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 23, 2017, 1:59:15 PM1/23/17
to
Am 23.01.2017 um 18:50 schrieb Georg Wieser:
> Am 23.01.2017 um 17:57 schrieb Bodo Mysliwietz:
>> Am 23.01.2017 um 10:28 schrieb Ina Koys:
>>> Vor allem, wenn es sich um "gefühlte Wasserhärte" handelt.
>>
>> YMMD ---> suggestive Wasserhärte.
>>
>> Jeder der vom Beckenrand springt weiß das Wasser weich ist. Die Jungs
>> die von der Golden Gate Bridge springen wollen mir immer das Gegenteil
>> erzählen ;-)
>>
>
>
> Dusche mal in "hartem" und danach in "weichem" Wasser.

Muß ich da einen Helm aufsetzen?
SCNR

> MIT Shampoo. Und danach erzählst Du mir Du hättest keinen UNterschied
> gemerkt....

Den merke ich, wenn überhaupt, eigentlich erst wenn ich zur klassischen
Rasierseife greife. Bei den Syndets merke ich in der Regel keine
Unterschiede. Das liegt aber oft auch daran das ich in div. Hotel ja
nichtmal meine eigenen verwenden muß/tue - da hängen ja oft Spender im
Bad oder stehen "Pröbchen" rum. Da ist dann auch der Vergleich nicht
gegeben.

Wenn ich es dann bei Rasieren etwas merke denke ich zwar auch das es an
der Wasserhärte liegt, sicher bin ich aber nicht. Hab ja kein
Härtebestimmungstest mit ;-)

> Nur am klaren Wasser alleine dürften unsere Bio-Sensoren vermutlich
> scheitern.

Also rein vom Hautgefühl unter der Dusche konnte ich bisher nicht sagen
ob ich hart oder weich dusche.

Reindl Wolfgang

unread,
Jan 23, 2017, 5:15:44 PM1/23/17
to
Am 23.01.17 19:59, schrieb Bodo Mysliwietz:

> Also rein vom Hautgefühl unter der Dusche konnte ich bisher nicht sagen
> ob ich hart oder weich dusche.

Ans Duschen kann ich mich jetzt nicht mehr im Detail erinnern (war in
meiner Kindheit *tatter* ja auch nicht unbedingt wichtig), aber ans
Händewaschen. Das Wasser in der Stadt meiner Kindheit ist ziemlich hart
(nach 2 Jahren ist ein Perlator ohne Entkalkung dicht, wie ich aus der
Beschwerde von einem Mieter weiß, Kalkschotter-Einzugsgebiet). Im Dorf
meiner Oma ist das Wasser extrem weich (granitisches Einzugsgebiet).
Daheim war das Seifengefühl nach dem Händewaschen innert Sekunden
weggespült, bei der Oma hats Minuten gedauert.

Wolfgang
OK, das ist "gefühlte Wasserhärte", aber nicht i.S. "Enthärter"-Anbieter

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 24, 2017, 11:47:05 AM1/24/17
to
Am 23.01.2017 um 23:15 schrieb Reindl Wolfgang:
> Am 23.01.17 19:59, schrieb Bodo Mysliwietz:
>
>> Also rein vom Hautgefühl unter der Dusche konnte ich bisher nicht sagen
>> ob ich hart oder weich dusche.
>
> Ans Duschen kann ich mich jetzt nicht mehr im Detail erinnern (war in
> meiner Kindheit *tatter* ja auch nicht unbedingt wichtig), aber ans
> Händewaschen. Das Wasser in der Stadt meiner Kindheit ist ziemlich hart
> (nach 2 Jahren ist ein Perlator ohne Entkalkung dicht, wie ich aus der
> Beschwerde von einem Mieter weiß, Kalkschotter-Einzugsgebiet). Im Dorf
> meiner Oma ist das Wasser extrem weich (granitisches Einzugsgebiet).
> Daheim war das Seifengefühl nach dem Händewaschen innert Sekunden
> weggespült, bei der Oma hats Minuten gedauert.

Weswegen ich oben (nicht ziert) auch von Syndets und (Rasier-)seife
schrieb. Mit den Syndets mekrt man das i.d.R. nicht da (meist) keine
Seifenbestandteile enthalten. Rasierseife, wie ich sie benutze, ist
allerdings eine echte Seife.
Message has been deleted

Bodo Mysliwietz

unread,
Feb 24, 2017, 4:10:33 PM2/24/17
to
Am 24.02.2017 um 14:19 schrieb Norbert Kliw:

... tippe jetzt mal das man den Nachnamen rückwärts lesen sollte und der
Vorname eigentlich mit Ma... anfängt.

> Seit Ihr denn alle DVGW hörig?

Nein - produktkritisch. Genauer gesagt hat es jemand zur Diskussion
gestellt. Insofern wurde diskutiert und hypothetisiert. Das darf man in
D zum Glück noch.

> Kalk fällt als Calcit aus,
> wenn das Wasser mit Calcium- und Carbonationen übersättigt ist
> - also beim erwärmen, Veränderung von Druck und Fließgeschwindigkeit
> oder wenn cO2 ausgetrieben wird. Wohl deswegen war der DVGW 512 Test
> so aufgabaut, das das Prüfwasser drucklos und entgast
> (CO2 wurde ausgetrieben) in einem offenen Speicherbehälter im
> Calcitabscheidenden Bereich lag. Aber so ein Wasser oder
Wasserinstallation
> gibt es nirgends auf der Welt.

Doch, im Test entsprechend dem Arbeitsblatt DVGW 512.

Im Klartext. Ein 4-facher, paraleller Prüfaubau bei dem 2 Stränge mit
dem zu zertifizierenden Gerät versehen sundund 2 ohne. Parallel heißt
hier somit auch zeitgleicher Betrieb mit exakt gleich hartem Wasser aus
einem Reservoir. Hierbei ist festzuhalten das das Prüfwasser so hart
sein muß das es schon bei 20 °C zu Steinbildung neigt - also übersättigt
ist. Dieses Prüfwasser wird nun auf 80 °C erwärmt - idealer geht es doch
schon gar nicht. Der Test läuft nun 2x 21 Tage (Kreuztausch) bei jeweils
130L Tagesentnahme. Mit dem Prüfaufbau muß die gelöste Resthärte auf
mind. 20% gesunken sein.

So unrealistisch ist der test also nicht.

Wie im thread schon andiskutiert ist es nötig dem System das CO2 zu
entziehen damit es stehend nicht wieder zum löslichen und thermisch
instabilem Hydrogencarbonat zurückreagieren kann.


> Was AQON macht ist naturwissenschaft pur,

Dann kann Aqon sicher auch belastbare Meßdaten und Infos zum Testaufbau
zur verfügung stellen so dass es reproduzierbar ist.

Wenn ein zu prüfendes System schon unter den obigen, extremen
Testbedingungen keine signifikante Senkung der gelösten Carbonathärte
erzielen kann, dann kann es, wie hier andiskutiert, bei deutlich
niedrigeren Konzentrationen, weit weg von Mineral- und CO2-Sättigungen,
aus meiner Sicht keine signifiknaten Ergebnisse erzielen.

> nämlich durch Störung der hydraulischen Parameter und Katalyse eine>
> Aragonitabscheidung zu realisieren und dazu braucht man nur druckhaltiges
> Wasser im natürlichen Kalk Kohlensäure Gleichgewicht. www.aqon-pure.com

Punkt 1: Das beschriebene Wirkprinzip war wohl eine Intermediäre
Drucksenkung durch eine Düse.
Punkt 2: natürliches Kalk-Kohlensäuregleichgewicht heißt für mich
gesättigt. Und je höher der Druck, desto höher die mögliche
CO2-Sättigung, damit höhere mögliche Hydrogencarbonatlöslichlichkeit -
bei den paar bar Netzdruck. Im Klartext. mit der Aussage kann ich nicht
wirklich etwas anfangen.

... kurzum. Die Usenetwelt will nicht nur namen zu Referenzen lesen, sie
will Fakten lesen. Sowas wie 75% Senkung der temporärhärte bei 8/12/14
.. °dH. Vielleicht noch bei verschiedenen Trinkwasserbedingungen wie ><
pH-7,7 (wegen Calcilöslichkeit)
Message has been deleted

Bodo Mysliwietz

unread,
Feb 27, 2017, 12:11:53 PM2/27/17
to
Am 26.02.2017 um 12:38 schrieb Rainer Raschke:

From: Rainer Raschke *<m.w...@aqon-gmbh.com>*
Injektion-IP: 79.199.3.127

>> Am 24.02.2017 um 14:19 schrieb Norbert Kliw:

From: Norbert Kliw *<m.w...@aqon-gmbh.com>*
Injektion-IP: 79.199.6.54

> Ruf doch mal bei AQON an, die stellen Dir ungläubigen sicher ein Gerät zu verfügung

[wegen wiederholt, gänzlich fehlendem Zeilenumbruch keinen Beitrag zur
Sache mehr> ....

... ich könnte aber mal dort anrufen und fragen wer wohl obige
eMail-Adresse, die ja offensichtlich zu einem Herr Marian Wilk
(Geschätfsführer der Aqon GmbH), gehört, nutzt.

Sicher nur ganz zufällig liegen die vergebenen IP's nur unweit von 64625
Bensheim.

Mal schauen welcher Name als nächstes verwendet wird.

Lennart Blume

unread,
Feb 28, 2017, 7:14:10 AM2/28/17
to
Am Mon, 27 Feb 2017 18:11:49 +0100 schrieb Bodo Mysliwietz:

>Am 26.02.2017 um 12:38 schrieb Rainer Raschke:
>
>From: Rainer Raschke *<m.w...@aqon-gmbh.com>*
>Injektion-IP: 79.199.3.127
>
>>> Am 24.02.2017 um 14:19 schrieb Norbert Kliw:
>
>From: Norbert Kliw *<m.w...@aqon-gmbh.com>*
>Injektion-IP: 79.199.6.54
>
>> Ruf doch mal bei AQON an, die stellen Dir ungläubigen sicher ein Gerät zu verfügung
>
>[wegen wiederholt, gänzlich fehlendem Zeilenumbruch keinen Beitrag zur
>Sache mehr> ....
>
>... ich könnte aber mal dort anrufen und fragen wer wohl obige
>eMail-Adresse, die ja offensichtlich zu einem Herr Marian Wilk
>(Geschätfsführer der Aqon GmbH), gehört, nutzt.
>
>Sicher nur ganz zufällig liegen die vergebenen IP's nur unweit von 64625
>Bensheim.

Danke für die schöne Zusammenstellung.

Damit ist für mich die Frage nach der Seriösität der Aqon GmbH
eindeutig geklärt. Eine bessere Negativwerbung kann man nicht machen.

Gruß
Lennart
Message has been deleted

Bodo Mysliwietz

unread,
Feb 28, 2017, 11:33:44 AM2/28/17
to
Am 28.02.2017 um 16:40 schrieb Marian Wilk:
> Sorry Leute,
>
> da ist über meine Mailadresse einges Schief gelaufen. Sollte aber keine Täuschung der Gruppe sein.

Das liest sich schon viel besser ;-)

> Wer will so ein Gerät mal in der Trinkwasserleitung seines EFH testen?
> Gibt es für 3 Monate kostenlos. Bitte melden und dann klären wir die
Einzelheiten.
> Vielleicht Bodo Mysliwietz?

Würde ich gerne machen, aber ich wohne in einem Mietshaus und kann da
nichts installieren. Ebenfalls habe ich eh schon weiches Wasser. Da kann
ich selbst nach 3 Monaten keine belastbare Aussage treffen.
Durchlauferhitzer, Waschmaschiene und Spülmaschine stört es seit 20
Jahren nicht (Hint: Ionentauscher in der SpüMA) und das bischen Kalk im
Wasserkocher und der Kaffeemaschine ist auch nicht für belastbares
heranzuziehen.

Das wäre eher eine Option für die jenigen die wirklich regelmässig mit
Härte zu kämpfen haben.

Vielleicht meldet sich ja einer der Probanden die alle 2 Wochen die
temporärhärte aus dem Wasserkocher kloppen müssen oder an andere Stellen
regelmässig, in kurzen Intervallen, "Hand anlegen" müssen.

> Da mein Opa aus Oberschlesien den gleichen Namen hatte - sind wir
evtl. sogar irgend wie verwandt?

Der Name kommt aus der Ecke - soviel weiß ich auch noch. Ansonsten ist
mir nichts bekannt. Auch die Eltern erzählen nichts über "verschollene"
bzw. Seitenableger.

Bodo Mysliwietz

unread,
Feb 28, 2017, 11:38:38 AM2/28/17
to
Die Frage ist nun ob das angebot von Marian Wilk, zu testen, für Dich
interessant ist.

Dazu solle man natürlich auch irgendwie belastbare
vorher/nachher-Vergleiche machen können.

Bei mir selbst eine Foto alle 2 Monate aus dem inneren des Wasserkochers
keine wirkliche Aussagekraft. Da sehe ich immer noch mehr Blech als
festen kalk.

Bodo Mysliwietz

unread,
Feb 28, 2017, 11:42:01 AM2/28/17
to
Am 28.02.2017 um 16:40 schrieb Marian Wilk:

Anmerkung der Readaktion: Den Newsreader auf 78 bis 80 Zeichen für den
Zeilenumbruch einstellen wäre sehr hilfreich.

Spätestens am Zitieren/Antworten freut sich der Antwortende sonst über
unzählige einzupflegende Zeilenumbrüche und "Quotezeichen".

aqon...@gmail.com

unread,
Mar 29, 2017, 9:34:08 AM3/29/17
to
Am Freitag, 20. Januar 2017 19:05:03 UTC+1 schrieb Lennart Blume:
> Hallo,
>
> die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
> allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten meist
> nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb regelmäßig
> Salz.
>
> Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
> vielversprechend klingt:
>
> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>
> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>
> Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
> Nachweis der Wirksamkeit gefunden. Das Verfahren scheint aber auch
> noch relativ neu zu sein.
>
> Bislang scheint es auch wenige Anwender zu geben.
>
> Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.
>
>
> Viele Grüße
> Lennart

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge zu unserem Produkt AQON Pure und der hydrokatalytischen Wasseraufbereitung. Wir verstehen die Skepsis vieler Personen zu neuartigen und innovativen Technologien im Bereich der Wasseraufbereitung. In der Vergangenheit gab es eine Vielzahl an Technologien, die die Unwissenheit der Verbraucher ausgenutzt haben.
Daher ist es uns umso wichtiger, möglichst transparent und umfangreich Interessenten über unser Produkt und unser Unternehmen zu informieren. Hierfür haben wir eigens eine neue Website erstellt: www.aqon-pure.com
Vorherigen Beiträgen dieses Forums konnten wir entnehmen, dass wir (noch) keine Referenzen präsentieren. Diese können nun auf der Website eingesehen werden. Auch haben wir anschaulich dargestellt, wie sich AQON Pure im Haushalt auswirkt.

Wir freuen uns mit Ihnen persönlich in Kontakt zu treten und offene Fragen mit Ihnen gemeinsam zu klären.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr AQON Pure Team

Peter Becker

unread,
Mar 30, 2017, 1:11:04 AM3/30/17
to
<aqon...@gmail.com> schrieb

> vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge zu unserem Produkt AQON Pure und der hydrokatalytischen Wasseraufbereitung.
> Wir verstehen die Skepsis vieler Personen zu neuartigen und innovativen Technologien im Bereich der Wasseraufbereitung.
> In der Vergangenheit gab es eine Vielzahl an Technologien, die die Unwissenheit der Verbraucher ausgenutzt haben.

In der Gegenwart offensichtlich auch noch.

> Daher ist es uns umso wichtiger, möglichst transparent und umfangreich Interessenten über unser Produkt und unser Unternehmen zu
> informieren.

Transparent vom Anbieter?

> Vorherigen Beiträgen dieses Forums konnten wir entnehmen, dass wir (noch) keine Referenzen präsentieren.
> Diese können nun auf der Website eingesehen werden.

Wer damit (auch) Geschäfte macht, wird sich selbst wohl kaum durch Kritik das Wasser abgraben.
Referenzen sind keine wissenschaftlichen Nachweise.
Wissenschaftliche Untersuchungen zum Nachweis der Wirksamkeit habe ich immer noch nicht gefunden.
Ich bin überzeugt, dass nie welche zu finden sein werden.

Die Sache ist für mich eindeutig Nepp. Zuerst habe ich die chemischen Behauptungen hinterfragt, mit dem Ergebnis "nicht
stichhaltig".
Wenn das Aragonit schon im Gerät selbst ausfiele, wäre Kristallgries in der Wasserleitung, was Verkeimung und Korrosion begünstigt.
Wenn es gelöst bleibt, wovon ich ausgehe, sind das dieselben Ionen, wie vor der "Behandlung", und verhalten sich im Wasserkocher
genauso.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aragonit
https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumcarbonat

Dann habe ich nach dem Produkt gegoogelt und nur Seiten des Anbieters, vom Anbieter verfasste Artikel und einen Installateur
gefunden, der damit natürlich auch Geld verdient.


--
Gruß
Peter
http://www.peter-becker.de
http://www.lebensfreude-finden.de

aqon...@gmail.com

unread,
Mar 30, 2017, 5:37:37 AM3/30/17
to
Am Donnerstag, 30. März 2017 07:11:04 UTC+2 schrieb Peter Becker:
> <aqon...@gmail.com> schrieb
>
> > vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge zu unserem Produkt AQON Pure und der hydrokatalytischen Wasseraufbereitung.
> > Wir verstehen die Skepsis vieler Personen zu neuartigen und innovativen Technologien im Bereich der Wasseraufbereitung.
> > In der Vergangenheit gab es eine Vielzahl an Technologien, die die Unwissenheit der Verbraucher ausgenutzt haben.
>
> In der Gegenwart offensichtlich auch noch.
>
> > Daher ist es uns umso wichtiger, möglichst transparent und umfangreich Interessenten über unser Produkt und unser Unternehmen zu
> > informieren.
>
> Transparent vom Anbieter?

Mit Transparenz ist gemeint, dass der Kunde auf unserer Seite alles über die Funktionsweise, die Unternehmensgeschichte sowie die Auswirkungen auf das Wasser erfahren kann.
>
> > Vorherigen Beiträgen dieses Forums konnten wir entnehmen, dass wir (noch) keine Referenzen präsentieren.
> > Diese können nun auf der Website eingesehen werden.
>
> Wer damit (auch) Geschäfte macht, wird sich selbst wohl kaum durch Kritik das Wasser abgraben.
> Referenzen sind keine wissenschaftlichen Nachweise.
> Wissenschaftliche Untersuchungen zum Nachweis der Wirksamkeit habe ich immer noch nicht gefunden.
> Ich bin überzeugt, dass nie welche zu finden sein werden.
Referenzen dienen dazu, Ihnen anschaulich zu verdeutlichen, welche Ergebnisse mit AQON Pure erzielt werden. Da Sie sich anscheinend genauer mit dem Thema Wasseraufbereitung in Deutschland auskennen, ist Ihnen vermutlich auch bekannt, dass es vor dem Hintergrund der DVGW Thematik sehr schwer ist Institutionen zu finden, die neue Kalkschutztests entwickeln und durchführen. Nichtsdestotrotz haben wir im vergangenen Jahr eine renommierte Institution gefunden, mit der wir ein Testverfahren entwickelt haben. Die Ergebnisse dazu werden noch dieses Jahr veröffentlicht. Gerne informieren wir Sie hierzu persönlich.
>
> Die Sache ist für mich eindeutig Nepp. Zuerst habe ich die chemischen Behauptungen hinterfragt, mit dem Ergebnis "nicht
> stichhaltig".
> Wenn das Aragonit schon im Gerät selbst ausfiele, wäre Kristallgries in der Wasserleitung, was Verkeimung und Korrosion begünstigt.
> Wenn es gelöst bleibt, wovon ich ausgehe, sind das dieselben Ionen, wie vor der "Behandlung", und verhalten sich im Wasserkocher
> genauso.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Aragonit
> https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumcarbonat
>
Der Funktionsbeschreibung auf der Seite http://www.aqon-pure.com/funktion.php können Sie entnehmen, dass Aragonit nicht im Gerät ausfällt. Dies geschieht erst im weiteren Prozess.
> Dann habe ich nach dem Produkt gegoogelt und nur Seiten des Anbieters, vom Anbieter verfasste Artikel und einen Installateur
> gefunden, der damit natürlich auch Geld verdient.
Da der Vertrieb unseres Produktes erst am Anfang steht, ist es wohl kaum ein Wunder, dass unser Produkt noch kaum auf anderen Internetseiten vertreten ist. Diese ersten (rudimentären) PR Maßnahmen dienten dazu, ersten online Content zu generieren.

aqon...@gmail.com

unread,
Mar 30, 2017, 5:56:11 AM3/30/17
to
Am Samstag, 21. Januar 2017 10:54:00 UTC+1 schrieb Ralf S. Hellersen:
> Am Fri, 20 Jan 2017 19:05:01 +0100 schrieb Lennart Blume:
>
> > Hallo,
> >
> > die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
> > allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten meist
> > nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb regelmäßig
> > Salz.
> >
> > Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
> > vielversprechend klingt:
> >
> > http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
> >
> > Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
> >
> > Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
> > Nachweis der Wirksamkeit gefunden. Das Verfahren scheint aber auch noch
> > relativ neu zu sein.
> >
> > Bislang scheint es auch wenige Anwender zu geben.
> >
> > Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.
> >
> >
> > Viele Grüße Lennart
> Das kommt alle 10 Jahre mal wieder auf den Markt. Vergiss es !
> Keine Kosten, keine Betriebsmittel, kein Strom.... !?
> .. und anschließend kann man das so behandelte Wasser in den
> Tank schütten und Auto fahren ? Das haben sie vergessen zu schreiben.
> Wie doof halten die mich ?
>
> Gruß
> Ralf

Hallo Herr Hellersen,

uns ist bewusst, dass die Funktionsmerkmale auf den ersten Blick ungewöhnlich klingen. Gerade wenn man unsere Technologie mit herkömmlichen Produkten (z.B. Wasserenthärter) vergleicht, werden die Unterschiede deutlich. Wir verstehen, dass grundsätzlich innovative Produkte vorerst mit Skepsis betrachtet werden. Daher versichern wir Ihnen, dass wir höchstes Interesse an einer stichhaltigen Erklärung unseres Produktes haben und Ihnen noch dieses Jahr die Ergebnisse eines renommierten Instituts zu unserer Funktionsweise präsentieren werden.

Reindl Wolfgang

unread,
Mar 30, 2017, 7:32:53 AM3/30/17
to
Am 30.03.17 11:37, schrieb aqon...@gmail.com:
> Am Donnerstag, 30. März 2017 07:11:04 UTC+2 schrieb Peter Becker:


>> Wenn das Aragonit schon im Gerät selbst ausfiele, wäre Kristallgries
>> in der Wasserleitung, was Verkeimung und Korrosion begünstigt. Wenn
>> es gelöst bleibt, wovon ich ausgehe, sind das dieselben Ionen, wie
>> vor der "Behandlung", und verhalten sich im Wasserkocher genauso.

> Der Funktionsbeschreibung auf der Seite http://www.aqon-pure,blablub
> können Sie entnehmen, dass Aragonit nicht im Gerät ausfällt. Dies
> geschieht erst im weiteren Prozess.

Und wie unterscheidet sich jetzt gelöster Aragonit von gelöstem Calcit?
Letzteres sind hydrierte Ca++ und CH3-- Ionen, ersteres?
Wenn ich mich richtig an mein Geologie-Studium erinnere, dann hängt es
von den Bedingungen bei der Fällung ab, ob aus Ca++ und CH3-- Ionen
Calcit oder Aragonit wird (Mollusken haben die Möglichkeit, beim
Schalenbau diese Fällungsbedingungen kleinräumig zu steuern).
Bei "Normalbedingungen" ist Aragonit nur metastabil und wird nicht gefällt.

Oder bekommen die Ionen in ihr 'Gedächtnis' eingeprägt, ob sie als Ara
oder CC auszufallen haben? So wie im Grander-Geheimkästchen das
'Gedächtnis' vom Wasser beeinflußt wird?


W
R


--
If Microsoft produces anything that doesn't suck it will be a vacuum cleaner

aqon...@gmail.com

unread,
Apr 4, 2017, 10:57:48 AM4/4/17
to
Hallo Herr Reindl,

Eine sehr gute Frage, die wir voll umfänglich beatworten wollen:
Gelösten Aragonit oder gelösten Calcit gibt es eigentlich nicht. Im gelösten Zustand ist beides gleich, erst wenn es auskristallisiert entstehen die unterschiedlichen Formen Aragonit oder Calcit, je nach Randbedingung.
Ein „Gedächtnis“ haben Aragonit und Calcit natürlich nicht, es handelt sich um chemisch-physikalische Prozesse, die den Gesetzen der Thermodynamik unterliegen. Vor allem die Temperatur, der Druck und Löslichkeitsgleichgewichte bzw. Konzentrationsgradienten spielen hier eine entscheidende Rolle. Zudem ist die Ausbildung der Art der Kristallisationskeime entscheidend.

Viele Grüße
Ihr AQON Pure Team

Bodo Mysliwietz

unread,
Apr 5, 2017, 11:02:40 AM4/5/17
to
Am 30.03.2017 um 11:37 schrieb aqon...@gmail.com:
> Am Donnerstag, 30. März 2017 07:11:04 UTC+2 schrieb Peter Becker:

>> Wer damit (auch) Geschäfte macht, wird sich selbst wohl kaum durch Kritik das Wasser abgraben.
>> Referenzen sind keine wissenschaftlichen Nachweise.
>> Wissenschaftliche Untersuchungen zum Nachweis der Wirksamkeit habe ich immer noch nicht gefunden.
>> Ich bin überzeugt, dass nie welche zu finden sein werden.

> Referenzen dienen dazu, Ihnen anschaulich zu verdeutlichen, welche Ergebnisse
> mit AQON Pure erzielt werden. Da Sie sich anscheinend genauer mit dem
Thema
> Wasseraufbereitung in Deutschland auskennen, ist Ihnen vermutlich
auch bekannt,
> dass es vor dem Hintergrund der DVGW Thematik sehr schwer ist
Institutionen
> zu finden, die neue Kalkschutztests entwickeln und durchführen.

Was mir, bei einem seriösem Anbieter (vorausgesetzt) nicht einleuchtet
ist die Feststellung das man ein solches Produkt doch nicht auf "blauen
Dunst" entwickelt und zum Verkauf frei gibt ohne selbst *irgendwelche*
praktischen Test gemacht zu haben.

Natürlich könnte ein solches Produkt unter einem reinem
Lebensmittelgesichtspunkt nicht nach Kriterien der Trinkwasserverordnung
Wasser als entkalkt erzeugen, da sich ja letztendlich - gemäß ihren
Angaben - ja nur aus einem Einphasensystem (ionische Lösung) ein
Zweiphasensystem (Schwebstoff-Wasser) bildet. D.h. ohne
Feststoffilterung würde ja der Kalk wieder aufgenommen. Bei sauer
zubereiteten Gerichten z.B. hieße es das der Kalkgehalt de facto
unverändert ist. Gleiche Betrachtung würde für chemisches Prozeßwasser
zutreffen wenn es, ohne Filterung, noch angesäuert würde. Calcium wäre
sofort wieder in Lösung.

Ein echte Reduktion der Calciumfracht würde sich also nur ergeben wenn
eine (ausspülbare) Filter-Sedimentationsfalle verbaut würde.

Die beschriebene Funktionsweise voraussgesetzt, würde das Aqonprodukt,
allerdings in der Bereitung von heißen (Prozeß-)Wasser seine Wirkung in
den Erhitzungsanlagen an den Heizflächen entfallten. Weshalb ...

> Nichtsdestotrotz haben wir im vergangenen Jahr eine renommierte
Institution
> gefunden, mit der wir ein Testverfahren entwickelt haben. Die Ergebnisse
> dazu werden noch dieses Jahr veröffentlicht. Gerne informieren wir Sie
> hierzu persönlich.

... nur verstehe ich halt nicht warum man vorab keine eigenen Ergebnisse
präsentieren kann? Wie ein solch, realtiv simpler Testaufbau aussehen
könnte, war im Thread schon skizziert worden.

Mit der erneuten Betrachtung der (überarbeiteten) Website erschließt
sich mir folgendes nicht:
- "Ideal zur neutralen und natriumarmen Zubereitung von Speisen und
Getränken" --> braucht man bei hartem Wasser etwa mehr Kochsalz (Natrium)?
- "Lebensmittel, Kalt -und Warmgetränke behalten ihren unverfälschten,
natürlichen Geschmack" --> A) Ich spüle mir nun das Aragonit in den
Sodastreamer, drücke CO2 rein und das Aragonit geht nicht wieder in
Lösung? B) andere säurehaltige Zubereitungen sind nicht in der Lage
Aragonit zu lösen?

Die einzige "faßbare" Information auf der Website von Aqon-pure für mich
ist die zahlenmässige Hochrechnung das 200m² Wasser bei 7 °dH rund 25kg
Calciumcarbonat enthält (oder 75kg bei 22 °dH).

Was aber jeder wissen will ist (zum thermischen Verkalkungsschutz)
wieviel nach dem HydroKat davon noch in Lösung ist?! Um wieviel sich
also die Standzeit bzw. das Wartungsintervall erhöht? Genau dazu findet
man NICHTS.

Hätte ich nun einen Warmwasserspeicher würde ich mich jetzt sogar fragen
wie lange es dauert bis dieser mit Aragonit-Sediment zugesetzt ist oder
wie oft ich nun die Perlatoren reinigen muß.

Ich bin gespannt. Das Jahr wird herrum gehen und wir bis dahin sicher
faßbare Informationen aus dem oben erwähnten Prüfzeugnissen lesen dürfen
- natürlich unter Nennung des prüfenden "Instituts".

Bodo Mysliwietz

unread,
Apr 6, 2017, 7:34:50 AM4/6/17
to
Am 05.04.2017 um 17:02 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 30.03.2017 um 11:37 schrieb aqon...@gmail.com:

oder mal ganz kurz:

Ein Produkt ohne Spezifikation ist für mich kein Produkt. Ich würde es
nicht kaufen.

aqon...@gmail.com

unread,
Apr 6, 2017, 8:31:53 AM4/6/17
to
Hallo Herr Mysliwietz,

vielen Dank für Ihre Antwort. Wir werden Ihnen schnellstmöglich Rückmeldung auf Ihre Schilderungen geben.

Claus Maier

unread,
Apr 6, 2017, 12:52:54 PM4/6/17
to
Am 06.04.2017 um 14:31 schrieb aqon...@gmail.com:

> Hallo Herr Mysliwietz,
>
> vielen Dank für Ihre Antwort. Wir werden Ihnen schnellstmöglich Rückmeldung auf Ihre Schilderungen geben.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Ihr AQON Pure Team

Noch schöner wäre es, sie würden es endlich unterlassen,
diese NG mit ihrer Bauernfängerei zuzuspammen!

Ihre Erklärung der Wirkungsweise (Venturidüse):
Einlauf: hoher Druck, niedrige Fließgeschwindigkeit
Düse: niedriger Druck, hohe Fließgeschwindigkeit
Auslauf: hoher Druck, niedrige Fließgeschwindigkeit

Dieser physikalische Sachverhalt ist seit Jahrzehnten,
wenn nicht Jahrhunderten wohlbekannt.
Warum das nun Kalk ausfällen solte, erschließt sich nicht.
Und was hat es nun mit dem ominösen "katalytischen Wirkmodul" auf sich?
Woraus besteht es und wie wirkt es?

Meine - natürlich subjektive - Meinung dazu ist:
Ihr Gelaber ist noch nicht mal pseudowissentschaftlich, es ist einfach
nur reiner Bullshit. Damit können sie nur ganz, ganz unterbelichtete
Zeitgenossen, also nahezu Hirntote, hinter die Fichte führen.
Aber selbst mit der Prämisse: "Jeden Morgen steht ein Dummer auf" dürfte
sich ihr Erfolg in Grenzen halten. Sonst hätten sie es nicht nötig, hier
so verzweifelt zu spammen!
Wowereit!

Claus


Bodo Mysliwietz

unread,
Apr 6, 2017, 2:49:21 PM4/6/17
to
Am 06.04.2017 um 19:27 schrieb Ludger Averborg:
> On Thu, 6 Apr 2017 13:34:44 +0200, Bodo Mysliwietz
> <druidef...@gmx.de> wrote:
>
>> Am 05.04.2017 um 17:02 schrieb Bodo Mysliwietz:
>>> Am 30.03.2017 um 11:37 schrieb aqon...@gmail.com:
>>
>> oder mal ganz kurz:
>>
>> Ein Produkt ohne Spezifikation ist für mich kein Produkt. Ich würde es
>> nicht kaufen.
>
> Ach

ne

aqon...@gmail.com

unread,
Apr 18, 2017, 2:47:19 PM4/18/17
to
Sehr geehrte Damen und Herren,

da in der Zwischenzeit noch eine neue Antwort hinzugekommen ist, die wir so leider nicht bestätigen können, möchten wir an dieser Stelle nur noch allgemein auf die Funktionsweise eingehen. Uns ist bewusst, dass jeder in diesem Forum seine eigene Meinung vertreten darf, und dies respektieren wir auch.

Die Diskussion in einem Forum soll dem Wissenstransfer dienen ohne Einzelheiten bekannt zu geben, die für dritte, hier andere Unternehmen, Einblick in die Grundlagen gewähren.
Gerade weil neue, innovative Technologien auf den ersten Blick fragwürdig erscheinen und deswegen einige Zeit benötigen um ihren Weg in den Markt zu finden, so ist es zu einfach zu sagen, es handelt sich bei unserer Technologie um "Blaudunst". Wir nehmen uns an dieser Stelle auch nicht die Freiheit akademische oder naturwissenschaftliche Ausbildungen als „Blaudunsttitel“ zu bezeichnen, wenn bei einigen Aussagen oder Fragen der Tiefgang fehlt.
Jedem der sich mit dem Thema Katalyse und Arragonit befasst können wir folgenden Artikel vom MIT empfehlen:
https://www.researchgate.net/profile/Leonard_Tijing/publication/256693213_Assessing_the_effect_of_catalytic_materials_on_the_scaling_of_carbon_steel/links/02e7e5391429c04eb4000000.pdf?inViewer=0&pdfJsDownload=0&origin=publication_detail

Hier wird wissenschaftlich verdeutlicht, wie es zur Aragonit Bildung kommt.

Ansonsten verweisen wir gerne auf das Erklärungsmodell auf unserer Homepage.

Klaus Meinhard

unread,
Apr 19, 2017, 3:08:02 AM4/19/17
to
Hallo aqon...@gmail.com,

> Jedem der sich mit dem Thema Katalyse und Arragonit befasst können wir folgenden Artikel vom MIT empfehlen:
> https://www.researchgate.net/profile/Leonard_Tijing/publication/256693213_Assessing_the_effect_of_catalytic_materials_on_the_scaling_of_carbon_steel/links/02e7e5391429c04eb4000000.pdf?inViewer=0&pdfJsDownload=0&origin=publication_detail
>
> Hier wird wissenschaftlich verdeutlicht, wie es zur Aragonit Bildung kommt.

Na, das ist doch mal tolle Werbung für Euch. Eine Reduktion der
Verkalkung und Korrosion von ca. 1,2 bis 20,7%. Da hat der Kunde im
besten Fall den Ärger mir seinem Wasserboiler erst nach 5 statt nach 4
Monaten.

Sofort kaufen!

Martin Kienass

unread,
Apr 19, 2017, 4:10:01 AM4/19/17
to
aqon...@gmail.com <aqon...@gmail.com> schrieb:
> Am Donnerstag, 6. April 2017 20:49:21 UTC+2 schrieb Bodo Mysliwietz:
>> Am 06.04.2017 um 19:27 schrieb Ludger Averborg:
>> > On Thu, 6 Apr 2017 13:34:44 +0200, Bodo Mysliwietz
>> > <druidef...@gmx.de> wrote:
>> >
>> >> Am 05.04.2017 um 17:02 schrieb Bodo Mysliwietz:
>> >>> Am 30.03.2017 um 11:37 schrieb aqon...@gmail.com:
>> >>
>> >> oder mal ganz kurz:
>> >>
>> >> Ein Produkt ohne Spezifikation ist für mich kein Produkt. Ich würde es
>> >> nicht kaufen.
>> >
>> > Ach
>>
>> ne
>> --
>> Glück Auf - Bodo Mysliwietz
>> ----------------------------------------
>> http://www.labortechniker.de/
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> da in der Zwischenzeit noch eine neue Antwort hinzugekommen ist, die wir so leider nicht bestätigen können, möchten wir an dieser Stelle nur noch allgemein auf die Funktionsweise eingehen. Uns ist bewusst, dass jeder in diesem Forum seine eigene Meinung vertreten darf, und dies respektieren wir auch.
>
> Die Diskussion in einem Forum

Dies ist kein Forum, dies ist eine Gruppe im usenet.
Es gilt hier als höflich, die Zeilenlänge auf ca. 80
Zeichen zu begrenzen.
Es gilt als unhöflich, das usenet als Werbeplattform zu
benutzen.
Und es gilt als unhöflich, die anderen Teilnehmer zu
siezen oder keinen keinen richtigen Namen zu benutzen.

Stellt Ihr Euch eigentlich auch ungefragt in der
nächstbesten Kneipe auf den Tisch und preist lautstark
euer Produkt an? Und was sagt der Kneipenwirt dazu?
Genau, der schmeißt euch raus! Und womit?
Mit Recht.

> soll dem Wissenstransfer dienen ohne Einzelheiten bekannt zu geben,

Das gelingt Euch gut, das mit dem verschweigen von
Einzelheiten.

> die für dritte, hier andere Unternehmen, Einblick in die Grundlagen gewähren.

Hier lesen keine anderen Unternehmen mit, die wissen gar
nicht mehr, was usenet ist. So wie ihr. Keine Ahnung, in
welchem Umfeld ich mich bewege, aber erstmal
Aufmerksamkeit heischen.
Nicht gut.

> Gerade weil neue, innovative Technologien auf den ersten Blick fragwürdig erscheinen

Und auch auf den zweiten und den dritten Blick.
Vor einigen Jahren (25?) war "physikalische Wasserbehandlung"
schon einmal großes Thema und höchst innovativ. Die Firma Maitron war der
Marktführer und viele andere Hersteller sind auf den Zug
aufgesprungen.
Soweit ich weiß, ist bis heute nicht wissenschaftlich
erwiesen, dass das "Maitron"-Prinzip funktioniert.
Dementsprechend sind einige Maitron-Anwender hellauf
begeistert und andere aber zutiefst enttäuscht. Ob die
Begeisterten einer Art Placebo-Effekt unterliegen kann
niemand so genau sagen, weil der Effekt der "physikalischen
Wasserbehandlung" eben nicht mit den üblichen
Wasseranalysemethoden messbar / nachweisbar ist.

Mein Eindruck ist, dass hier alter Wein in neue Schläuche
gefüllt wird.

> und deswegen einige Zeit benötigen um ihren Weg in den Markt zu finden, so ist es zu einfach zu sagen, es handelt sich bei unserer Technologie um "Blaudunst". Wir nehmen uns an dieser Stelle auch nicht die Freiheit akademische oder naturwissenschaftliche Ausbildungen als „Blaudunsttitel“ zu bezeichnen, wenn bei einigen Aussagen oder Fragen der Tiefgang fehlt.
> Jedem der sich mit dem Thema Katalyse und Arragonit befasst können wir folgenden Artikel vom MIT empfehlen:
> https://www.researchgate.net/profile/Leonard_Tijing/publication/256693213_Assessing_the_effect_of_catalytic_materials_on_the_scaling_of_carbon_steel/links/02e7e5391429c04eb4000000.pdf?inViewer=0&pdfJsDownload=0&origin=publication_detail
>
> Hier wird wissenschaftlich verdeutlicht, wie es zur Aragonit Bildung kommt.

Und das MIT hat Euer Gerät getestet? Nein? Schade.
Ein positives Wirksamkeits-Testergebnis vom MIT wäre sicher
ein Argument, das Gerät einmal auszuprobieren.

> Ansonsten verweisen wir gerne auf das Erklärungsmodell auf unserer Homepage.

Ja. Sind halt schöne bunte Bildchen und blumige
Werbeaussagen.
Kann ich nichts mit anfangen. Ganz unwissenschaftlich
ausgedrückt.


--
______________
/schüüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)

raiho...@googlemail.com

unread,
Jul 27, 2017, 4:02:30 PM7/27/17
to
Hallo alle zusammen,

also jetzt bin ich verwirrt.

Auf der einen Seite soll man ja kein Gerät kaufen, das nach dem Prinzip des Ionenaustauschs arbeitet (mit Salz usw.), weil das ungesund ist. Ich habe so ein Gerät. Aus Erfahrung weiß ich: Es reduziert tatsächlich wirkungsvoll den Kalk im Wasser. Und es hinterlässt Salz im Wasser. Da mir dies nie negativ aufgefallen ist, denke ich, dass es unerheblich ist. Es ABER: mittlerweile stinkt unser Leitungswasser total modrig. Schuld ist wohl ein Hygieneproblem in Gerät. Unser Sanitä-Fritze hat uns auch nicht gesagt, dass man das Teil Jedes Jahr einer aufwändigen Wartung unterziehen muss - also noch mehr Kosten.

Auf der anderen Seite soll ich mir aber auf keinen Fall ein Katalysator-Prinzip-Gerät kaufen, weil alle Chemiker und Physiker (für deren Expertiese ich in keinem der Beiträge einen Beleg gefunden habe) hier ganz genau wissen, dass es nicht funktionieren kann. Aber können denn die nicht alle von den bekannten Herstellern von "Ionenaustauschern" (engagiert worden) sein, um ihre Beiträge zu posten.

Dass die Firma AQON, von denen ich, ebenso wie von Maitron ein Angebot habe, hier offensichtlich in kognito ihr System verteidigen, hat schon a G'schmäckle. Das war für die Glaubwürdigkeit nicht sehr hilfreich.

Fazit: Hier steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.

Was kaufe ich nun? Wieder einee Ionenaustauscher, der wirklich entkalkt und wieder verkeimt oder einen Katalysator, der nicht entkalkt, sondern nur den Kalk wandelt, was mir ja reichen würde, wenn ich den Kalk dann leichter abwischen kann?

Lösung: Ich frage bei Aqon nach, ob sie mir so ein Teil schenken, damit ich es ausprobieren kann. Wenn ich nach einem Jahr zufrieden bin, schenke ich der der Fa. Aqon das Geld, das es gekostet hat. Wen nicht, dann baue ich das Teil aus und schenke es zurück.

Ich wundere mich nur, dass nirgends im Internet Beiträge von Nutzen zu finden sind, nicht mal negative...

Beste Grüße

Rainer

Peter Becker

unread,
Jul 28, 2017, 12:47:11 AM7/28/17
to

<raiho...@googlemail.com> schrieb

> Auf der anderen Seite soll ich mir aber auf keinen Fall ein Katalysator-Prinzip-Gerät kaufen,
> weil alle Chemiker und Physiker (für deren Expertiese ich in keinem der Beiträge einen Beleg gefunden habe)

Wieviel Expertise steckt denn in der Schleichwerbung von Aquon?

> hier ganz genau wissen, dass es nicht funktionieren kann.

Dazu genügt schon, wenn man im Schulunterricht in Chemie aufgepasst hat.

> Was kaufe ich nun?

Nichts von beiden?

Wasch- und Spülmaschinen haben ihre eigenen Ionenaustauscher.
Andere Geräte wie Wasserkocher kann man ab und zu entkalken.
Und für das menschliche Herz-Kreislaufsystem ist zu weiches Wasser eh ungünstig.

Wilhelm Ernst

unread,
Jul 28, 2017, 6:18:20 AM7/28/17
to
Am Fri, 28 Jul 2017 06:47:12 +0200hat "Peter Becker"
<alba...@peter-becker.de> richtiggestellt:
>
>> hier ganz genau wissen, dass es nicht funktionieren kann.
>
>Dazu genügt schon, wenn man im Schulunterricht in Chemie aufgepasst hat.

ACK

>> Was kaufe ich nun?
>
>Nichts von beiden?

ACK
>Wasch- und Spülmaschinen haben ihre eigenen Ionenaustauscher.
>Andere Geräte wie Wasserkocher kann man ab und zu entkalken.
>Und für das menschliche Herz-Kreislaufsystem ist zu weiches Wasser eh ungünstig.

Zusatz:
Trinkwasser ist in Deutschland das am besten untersuchte und gesicherte
Lebensmittel (bis jetzt jedenfalls...).
Warum will man das verschlimmbessern?
Kann ich nicht nachvollziehen.
Spende das Geld den Gesellschaften, die in Afrika Brunnen bohren oder in
Südost-Asien Kläranlagen errichten.
Oder der "Partei", die sichert, dass die Pläne zur Privatisierung der
öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland nicht durchsetzbar werden.

Willi

Frank Müller

unread,
Jul 28, 2017, 7:24:33 AM7/28/17
to
Wilhelm Ernst schrieb:
> Am Fri, 28 Jul 2017 06:47:12 +0200hat "Peter Becker"
> <alba...@peter-becker.de> richtiggestellt:
>>
>>> hier ganz genau wissen, dass es nicht funktionieren kann.
>>
>>Dazu genügt schon, wenn man im Schulunterricht in Chemie aufgepasst hat.
>
> ACK

Mit Chemie hat das auch nichts zu tun, um zu versthen wie Kristalle
wachsen sollte man besser in Physik aufpassen.

> Spende das Geld den Gesellschaften, die in Afrika Brunnen bohren oder in
> Südost-Asien Kläranlagen errichten.
> Oder der "Partei", die sichert, dass die Pläne zur Privatisierung der
> öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland nicht durchsetzbar werden.

Wie kann man gegen die Privatisierung der Wasserversorgung in
Deutschland sein?
Wenn ich sehe was ich hier bezahle, und im Nachbarort sind die
Preise rund 1/3 günstiger, würde ich lieber heute als
irgendwann den Anbieter, so wie bei Gas, Strom und DSL, wechseln.
Warum sollte man da eine Partei die das aktiv verhindern will
unterstützen?

Frank

John Reimers

unread,
Jul 28, 2017, 11:40:24 AM7/28/17
to
Am 28.07.2017 um 13:20 schrieb Frank Müller:

> Wie kann man gegen die Privatisierung der Wasserversorgung in
> Deutschland sein?

Weil die Erfahrungen gezeigt haben, dass das schlecht ist (s. Berlin).

> Wenn ich sehe was ich hier bezahle, und im Nachbarort sind die
> Preise rund 1/3 günstiger, würde ich lieber heute als
> irgendwann den Anbieter, so wie bei Gas, Strom und DSL, wechseln.

Das geht aber nicht so einfach wie bei Energie, weil die Wassernetze in
sich abgeschlossen sind, Gas- und Stromnetze aber nicht.

> Warum sollte man da eine Partei die das aktiv verhindern will
> unterstützen?

- Weil es ökonomisch sinnvoll ist, natürliche Monopole als solche zu
belassen.

- Weil es sinnvoll ist, lebensnotwendige Versorgungseinrichtungen in
Gemeinschaftseigentum zu belassen, also in öffentlicher Hand.

- Weil Wasser in meinen Augen Allgemeineigentum ist, an dem sich kein
Aktienkonzern bereichern sollte.

Gerade bei Wasser wünsche ich mir das besonders. Es gibt ausreichend
Beispiele in der Welt, wo privatisierte Wasserversorgung zu Problemen
führte. Nestlé spielte da eine unrühmliche Rolle, IIRC.

Ich möchte weiterhin sauberes, kontrolliertes Trinkwasser haben und kein
auf Profit getrimmtes.

Der Bond-Film ist da gar nicht so weit weg von der Wirklichkeit.

Gruß, John.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 28, 2017, 11:49:18 AM7/28/17
to
Am 28.07.2017 um 06:47 schrieb Peter Becker:
>
> <raiho...@googlemail.com> schrieb
>
>> Auf der anderen Seite soll ich mir aber auf keinen Fall ein
>> Katalysator-Prinzip-Gerät kaufen,
>> weil alle Chemiker und Physiker (für deren Expertiese ich in keinem
>> der Beiträge einen Beleg gefunden habe)
>
> Wieviel Expertise steckt denn in der Schleichwerbung von Aquon?

Wo bleiben die Gegenargumente. ....

>> hier ganz genau wissen, dass es nicht funktionieren kann.

.... dennn Du hast ja genau ...

>
> Dazu genügt schon, wenn man im Schulunterricht in Chemie aufgepasst hat.


Hmm, da lernt man auch das Stickstoff nicht brennt und Edelgase deshalb
so heißen weil sie keine verbindungen eingehen.

Tatsächlich diskutieren wir heute mehr den je über Stickoxide. Es gibt
vermutlich mehr Edelgasverbindungen wie man im normalem Chemieunterricht
Verbindungsnamen kennengelernt hat und Feuerwehrleute lernen heute
schnell das man mit Stickstoff längst nicht jeden Brand löschen kann.

>> Was kaufe ich nun?
>
> Nichts von beiden?
>
> Wasch- und Spülmaschinen haben ihre eigenen Ionenaustauscher.

Wieviel WaMa's haben einen Ionentauscher verbaut?

> Andere Geräte wie Wasserkocher kann man ab und zu entkalken.

und wie war das jetzt mit anderen Heißwassergeräten die bei höher Härte
recht schnell zu sind bzw. sie an Effektivität verlieren? Den harten
Kalrändern ier und da etc.?

> Und für das menschliche Herz-Kreislaufsystem ist zu weiches Wasser eh
> ungünstig.

... das war bestimmt im LK Bio ein Thema.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 28, 2017, 11:53:43 AM7/28/17
to
Am 28.07.2017 um 13:20 schrieb Frank Müller:
> Wilhelm Ernst schrieb:
>> Am Fri, 28 Jul 2017 06:47:12 +0200hat "Peter Becker"
>> <alba...@peter-becker.de> richtiggestellt:
>>>
>>>> hier ganz genau wissen, dass es nicht funktionieren kann.
>>>
>>> Dazu genügt schon, wenn man im Schulunterricht in Chemie aufgepasst hat.
>>
>> ACK
>
> Mit Chemie hat das auch nichts zu tun, um zu versthen wie Kristalle
> wachsen sollte man besser in Physik aufpassen.

Was hast Du den für eine Schule besucht wo man im Physikunterricht etwas
über Kristallstrukturen und deren Korrelationen lernt?

Ich würde sagen hier und da hängt mal einer einen Bindfaden in eine
Salzlösung und züchtet dann ein paar größere Kristalle. Ja, da guckt man
dann mal auf die Form und freut sich wenn es ein großer wird. Für mehr
wird es wohl auch heute nicht reichen.

Wolfgang Kynast

unread,
Jul 28, 2017, 12:07:01 PM7/28/17
to
On Fri, 28 Jul 2017 13:20:27 +0200, "Frank Müller" posted:
Du möchtest dich über das Thema "Nestle und Wasser" informieren.

Ein Beispiel:
http://www.huffingtonpost.de/2017/06/04/nestle-wasser-ausbeutung_n_16944450.html

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Frank Müller

unread,
Jul 28, 2017, 4:00:46 PM7/28/17
to
Wolfgang Kynast schrieb
> On Fri, 28 Jul 2017 13:20:27 +0200, "Frank Müller" posted:

>>Wie kann man gegen die Privatisierung der Wasserversorgung in
>>Deutschland sein?
>>Wenn ich sehe was ich hier bezahle, und im Nachbarort sind die
>>Preise rund 1/3 günstiger, würde ich lieber heute als
>>irgendwann den Anbieter, so wie bei Gas, Strom und DSL, wechseln.
>>Warum sollte man da eine Partei die das aktiv verhindern will
>>unterstützen?
>
> Du möchtest dich über das Thema "Nestle und Wasser" informieren.
>
> Ein Beispiel:
> http://www.huffingtonpost.de/2017/06/04/nestle-wasser-ausbeutung_n_16944450.html

Was hat das mit Wasser aus dem Wasserleitungsnetz zu tun,
wenn in USA eine Firma Wasser in Flaschen füllt?

Frank

Frank Müller

unread,
Jul 28, 2017, 4:00:46 PM7/28/17
to
John Reimers schrieb:
> Am 28.07.2017 um 13:20 schrieb Frank Müller:
>
>> Wie kann man gegen die Privatisierung der Wasserversorgung in
>> Deutschland sein?
>
> Weil die Erfahrungen gezeigt haben, dass das schlecht ist (s. Berlin).
>
>> Wenn ich sehe was ich hier bezahle, und im Nachbarort sind die
>> Preise rund 1/3 günstiger, würde ich lieber heute als
>> irgendwann den Anbieter, so wie bei Gas, Strom und DSL, wechseln.
>
> Das geht aber nicht so einfach wie bei Energie, weil die Wassernetze in
> sich abgeschlossen sind, Gas- und Stromnetze aber nicht.

Die EU hat da sicher auch ein Lösung, schließlich sind die für
die Privatisierung.

>
>> Warum sollte man da eine Partei die das aktiv verhindern will
>> unterstützen?
>
> - Weil Wasser in meinen Augen Allgemeineigentum ist, an dem sich kein
> Aktienkonzern bereichern sollte.

Warum sind dann die Preise für Wasser und Abwasser nicht Bundesweit
einheitlich wenn es ein "Allgemeineigentum" ist?

> Ich möchte weiterhin sauberes, kontrolliertes Trinkwasser haben und kein
> auf Profit getrimmtes.

Und dafür bezahlst du auch gerne das doppelte, damit die Stadt-
Beamten sich ihre Bezüge regelmäßig erhöhen können...

Frank

Wolfgang Kynast

unread,
Jul 28, 2017, 4:52:41 PM7/28/17
to
On Fri, 28 Jul 2017 22:00:38 +0200, "Frank Müller" posted:

...
>Warum sind dann die Preise für Wasser und Abwasser nicht Bundesweit
>einheitlich wenn es ein "Allgemeineigentum" ist?

Weil der nötige Aufwand überall anders ist. Beispiel: in Niedersachsen
und Schleswig-Holstein ist das Grundwasser zunehmend mit Gülle
verseucht und muss aufwändiger als anderswo trinkbar gemacht werden.

Du solltest mal ein Wasserwerk besichtigen. Sehr lehrreich.

>> Ich möchte weiterhin sauberes, kontrolliertes Trinkwasser haben und kein
>> auf Profit getrimmtes.
>
>Und dafür bezahlst du auch gerne das doppelte, damit die Stadt-
>Beamten sich ihre Bezüge regelmäßig erhöhen können...

Geht's noch? Geh in den nächsten Drogeriemarkt und kauf dir ein paar
Dosen Niveau.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Wolfgang Kynast

unread,
Jul 28, 2017, 4:53:01 PM7/28/17
to
On Fri, 28 Jul 2017 21:45:31 +0200, "Frank Müller" posted:
Erstens ging es um Privatisierung und zweitens macht die das weltweit.

Informier dich einfach
https://www.google.de/search?site=&source=hp&q=nestle+und+wasser&oq=Nestle+und+Wasser
und stänker nicht nur rum.

Robert Waldner

unread,
Jul 29, 2017, 3:42:17 AM7/29/17
to
Frank Müller <dw...@hotmail.com> wrote:
> John Reimers schrieb:
>> Ich möchte weiterhin sauberes, kontrolliertes Trinkwasser haben und kein
>> auf Profit getrimmtes.

> Und dafür bezahlst du auch gerne das doppelte, damit die Stadt-
> Beamten sich ihre Bezüge regelmäßig erhöhen können...

Also ich bezahl lieber die mickrigen Bezuege von ein paar Beamten als
Millionen-Praemien von CEOs und Vorstandsvorsitzenden plus Dividenden.
Nebenbei, die Beamten wollen in ein paar Jahren auch noch ihren Job
haben und entsprechend schauen dass das Werkl nicht eingeht, waehrend
die CEOs die Zitrone fuer den schnellen Reibach ausquetschen und dann
verschwinden (mit den Millionen-Praemien).

cheers,
&rw
--
-- Renting airplanes is like renting sex: It's difficult to arrange
-- on short notice on Saturday, the fun things always cost more, and
-- someone's always looking at their watch. - Paul Tomblin, asr

John Reimers

unread,
Jul 29, 2017, 3:43:12 AM7/29/17
to
Am 28.07.2017 um 22:00 schrieb Frank Müller:
> John Reimers schrieb:

>> Das geht aber nicht so einfach wie bei Energie, weil die Wassernetze in
>> sich abgeschlossen sind, Gas- und Stromnetze aber nicht.
>
> Die EU hat da sicher auch ein Lösung, schließlich sind die für
> die Privatisierung.

Privatisierung wird immer gern mit höherer Effizienz begründet. Das ist
aber so pauschal Unsinn. MMn sollte sich der Staat aus Sachen
raushalten, die nicht zwingend in staatliche Hand gehören und sich auf
die Sachen konzentrieren, die entweder natürliche Monopole darstellen
(insbesondere Netze) oder in staatlicher Hand besser aufgehoben sind.
Also Dinge wie Landesverteidigung, Bildung, Infrastruktur.


> Warum sind dann die Preise für Wasser und Abwasser nicht Bundesweit
> einheitlich wenn es ein "Allgemeineigentum" ist?

Das hat Wolfgang schon gut erklärt.

>> Ich möchte weiterhin sauberes, kontrolliertes Trinkwasser haben und kein
>> auf Profit getrimmtes.
>
> Und dafür bezahlst du auch gerne das doppelte, damit die Stadt-
> Beamten sich ihre Bezüge regelmäßig erhöhen können...

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ja, der staatliche Unternehmen
neigen bisweilen zu Ineffizienz. Das ist aber nicht zwingend, sondern
schlechter Führung und Inkompetenz geschuldet. Ein staatliches
Unternehmen kann ebenso betriebswirtschaftlich geführt werden, wenn
entsprechende Kontrollen (wie in der freien Wirtschaft der Aufsichtsrat)
existieren. Es gehen übrigens auch immer wieder Unternehmen der freien
Wirtschaft zugrunde...

Und ja: Wenn das Wasser dann etwas teurer ist, aber dafür in der Hand
des Staates, dann finde ich das okay. Ich habe dafür die Sicherheit,
dass meine Gesundheit nicht der Profitgier geopfert wird, dass dafür
gesorgt wird, dass die Preise stabil bleiben und nicht je nach
momentaner Weltlage schwanken und dass der Zugang zu Wasser für alle
gewährleistet ist und es nicht plötzlich heißt "Sie wohnen zu weit weg,
da lohnt sich eine Leitung nicht."

Gruß, John.

Wolfgang Kynast

unread,
Jul 29, 2017, 4:54:13 AM7/29/17
to
On Sat, 29 Jul 2017 09:43:13 +0200, "John Reimers" posted:

...
>Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ja, der staatliche Unternehmen
>neigen bisweilen zu Ineffizienz. Das ist aber nicht zwingend, sondern
>schlechter Führung und Inkompetenz geschuldet. Ein staatliches
>Unternehmen kann ebenso betriebswirtschaftlich geführt werden, wenn
>entsprechende Kontrollen (wie in der freien Wirtschaft der Aufsichtsrat)
>existieren. Es gehen übrigens auch immer wieder Unternehmen der freien
>Wirtschaft zugrunde...

Eben. Und mangels Millionengehältern und Prämien kann das staatliche
Unternehmen prinzipiell günstiger arbeiten, auch ohne seine
Mitarbeiter auszuquetschen zu Billiglöhnen.

>Und ja: Wenn das Wasser dann etwas teurer ist, aber dafür in der Hand
>des Staates, dann finde ich das okay. Ich habe dafür die Sicherheit,
>dass meine Gesundheit nicht der Profitgier geopfert wird, dass dafür
>gesorgt wird, dass die Preise stabil bleiben und nicht je nach
>momentaner Weltlage schwanken und dass der Zugang zu Wasser für alle
>gewährleistet ist und es nicht plötzlich heißt "Sie wohnen zu weit weg,
>da lohnt sich eine Leitung nicht."

Was Firmen wie Nestle anstreben ist ein Brauchwassernetz - Trinkwasser
liefern sie dann kanisterweise frei Haus.


--
Schöne Grüße,
Wolfgang

John Reimers

unread,
Jul 29, 2017, 5:47:10 AM7/29/17
to
Am 29.07.2017 um 10:54 schrieb Wolfgang Kynast:
> Was Firmen wie Nestle anstreben ist ein Brauchwassernetz - Trinkwasser
> liefern sie dann kanisterweise frei Haus.

Jo. So wie in Spanien. Fand ich auf Urlaubsreisen immer sehr nervig,
dass man die 8-l-Einweg-Kanister nach Hause schleppen muss und nicht mal
Teewasser aus der Leitung nehmen sollte.

Will ich nicht haben, das.

Gruß, John.

Klaus Dahlwitz

unread,
Jul 29, 2017, 7:12:06 AM7/29/17
to
Am 28.07.2017 um 22:52 schrieb Wolfgang Kynast:
> Geht's noch? Geh in den nächsten Drogeriemarkt und kauf dir ein paar
> Dosen Niveau.

Bei Ross und Reiter auch in der praktischen Tube.

Klaus

Frank Schletz

unread,
Jul 29, 2017, 8:34:09 AM7/29/17
to
On Fri, 28 Jul 2017 22:00:38 +0200, Frank Müller wrote:

> John Reimers schrieb:
<snip>
>> - Weil Wasser in meinen Augen Allgemeineigentum ist, an dem sich kein
>> Aktienkonzern bereichern sollte.
>
> Warum sind dann die Preise für Wasser und Abwasser nicht Bundesweit
> einheitlich wenn es ein "Allgemeineigentum" ist?
>

Es gibt da so öffentliche Einrichtungen, Hochschulen genannt, die
erklären Dir das gerne. Meistens sogar kostenfrei, wenn Du keinen
"Schein" für das Lernen haben möchtest :D


>> Ich möchte weiterhin sauberes, kontrolliertes Trinkwasser haben und kein
>> auf Profit getrimmtes.
>
> Und dafür bezahlst du auch gerne das doppelte, damit die Stadt-
> Beamten sich ihre Bezüge regelmäßig erhöhen können...
>

In Berlin wurde mit der (inzwischen zurückgenommenen) Privatisierung
der Wasserwerke wieder mal bewiesen, das Infrastruktur in den Händen
von Privatwirtschaftlichen (Groß)Firmen dazu führt, das die Qualität
sinkt und die Preise steigen.

Das sieht man auch an vielen anderen Beispielen und wg. Wasser auch
in anderen Ländern.

Das "Die Privatwirtschaft" Infrastruktur *wirtschaftlicher* macht als
der Staat ist schon seit Jahrzehnten durch die Praxis widerlegt.

Frank

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 29, 2017, 8:42:42 AM7/29/17
to
Am 28.07.2017 um 22:00 schrieb Frank Müller:
> John Reimers schrieb:
>> Am 28.07.2017 um 13:20 schrieb Frank Müller:
>>
>>> Wie kann man gegen die Privatisierung der Wasserversorgung in
>>> Deutschland sein?
>>
>> Weil die Erfahrungen gezeigt haben, dass das schlecht ist (s. Berlin).
>>
>>> Wenn ich sehe was ich hier bezahle, und im Nachbarort sind die
>>> Preise rund 1/3 günstiger, würde ich lieber heute als
>>> irgendwann den Anbieter, so wie bei Gas, Strom und DSL, wechseln.
>>
>> Das geht aber nicht so einfach wie bei Energie, weil die Wassernetze in
>> sich abgeschlossen sind, Gas- und Stromnetze aber nicht.
>
> Die EU hat da sicher auch ein Lösung, schließlich sind die für
> die Privatisierung.
>
>>
>>> Warum sollte man da eine Partei die das aktiv verhindern will
>>> unterstützen?
>>
>> - Weil Wasser in meinen Augen Allgemeineigentum ist, an dem sich kein
>> Aktienkonzern bereichern sollte.
>
> Warum sind dann die Preise für Wasser und Abwasser nicht Bundesweit
> einheitlich wenn es ein "Allgemeineigentum" ist?

Weil Stadtwerke lokale *Unternehmen* der öffentlichen Hand sind und
keine (Bundes-)Behörden. Kosten für Gewinnung, Entsorgung und Verteilung
von Wasser sind aus lokalen Gründen stark unterscheidlich.

>> Ich möchte weiterhin sauberes, kontrolliertes Trinkwasser haben und kein
>> auf Profit getrimmtes.
>
> Und dafür bezahlst du auch gerne das doppelte, damit die Stadt-
> Beamten sich ihre Bezüge regelmäßig erhöhen können...

Die wahrscheinlichkeit bei einem Stadtwerk heute noch Beamte zu finden
dürfte gegen Null gehen. Wenn da über haupt jemals *Beamte* gearbeitet
haben.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 29, 2017, 9:27:33 AM7/29/17
to
Am 29.07.2017 um 09:43 schrieb John Reimers:
> Am 28.07.2017 um 22:00 schrieb Frank Müller:

>> Die EU hat da sicher auch ein Lösung, schließlich sind die für
>> die Privatisierung.
>
> Privatisierung wird immer gern mit höherer Effizienz begründet. Das ist
> aber so pauschal Unsinn. MMn sollte sich der Staat aus Sachen
> raushalten, die nicht zwingend in staatliche Hand gehören und sich auf
> die Sachen konzentrieren, die entweder natürliche Monopole darstellen
> (insbesondere Netze) oder in staatlicher Hand besser aufgehoben sind.
> Also Dinge wie Landesverteidigung, Bildung, Infrastruktur.

Da mag es wohl Ansichtssache sein ob man Kommunikation, Energie- und
Wasserversorgung, ÖPNV und Sparkassen zur Infrastruktur zählt.

Dennoch sind Sparkassen, Stadtwerke und Verkehrsbetriebe i.d.R. keine
Staatsbetriebe - zumindest sehe ich sie als solche nicht an. Bei z.B.
Landesbetrieben für Straßenbau ist das anders.

> Und ja: Wenn das Wasser dann etwas teurer ist, aber dafür in der Hand
> des Staates, dann finde ich das okay. Ich habe dafür die Sicherheit,
> dass meine Gesundheit nicht der Profitgier geopfert wird, dass dafür
> gesorgt wird, dass die Preise stabil bleiben

tun sie nicht.

> und nicht je nach
> momentaner Weltlage schwanken und dass der Zugang zu Wasser für alle
> gewährleistet ist und es nicht plötzlich heißt "Sie wohnen zu weit weg,
> da lohnt sich eine Leitung nicht."

letzteres kennt man doch auch so hier und da.

Vielleicht mal interessant:
https://www.derwesten.de/staedte/essen/wie-die-stadtwerke-essen-beim-wasserpreis-tricksen-wollen-id10496617.html

Klaus Meinhard

unread,
Aug 12, 2017, 6:04:12 PM8/12/17
to
Hallo,
>> Andere Geräte wie Wasserkocher kann man ab und zu entkalken.
> und wie war das jetzt mit anderen Heißwassergeräten die bei höher Härte
> recht schnell zu sind bzw. sie an Effektivität verlieren? Den harten
> Kalrändern ier und da etc.?

>> Und für das menschliche Herz-Kreislaufsystem ist zu weiches Wasser eh
>> ungünstig.

> .... das war bestimmt im LK Bio ein Thema.


Wenn es nach John Ellis <http://johnellis.com/> geht, seid ihr auf der
falschen Fährte!

Der wahre Verursacher allen Übels ist Deuterium! Und das kann man
offenbar durch schnelles Erhitzen und Abkühlen des Wassers
rausdestillieren. Oder war es die Änderung des Hydrogen-Bindungswinkels
von 104° auf 114°? Ich hab nicht alles gelesen, aber es hilft sogar
gegen Ebola.

Und das mit einer Kaffeemaschine!!!

--
Herzliche Grüße,

* Klaus Meinhard *

Bodo Mysliwietz

unread,
Aug 13, 2017, 6:09:30 AM8/13/17
to
Am 13.08.2017 um 00:07 schrieb Klaus Meinhard:
> Hallo,
>>> Andere Geräte wie Wasserkocher kann man ab und zu entkalken.
>> und wie war das jetzt mit anderen Heißwassergeräten die bei höher Härte
>> recht schnell zu sind bzw. sie an Effektivität verlieren? Den harten
>> Kalrändern ier und da etc.?
>
>>> Und für das menschliche Herz-Kreislaufsystem ist zu weiches Wasser eh
>>> ungünstig.
>
>> .... das war bestimmt im LK Bio ein Thema.
>
>
> Wenn es nach John Ellis <http://johnellis.com/> geht, seid ihr auf der
> falschen Fährte!

uhhh ....

Nun, die Preise erklären auch das über 400ha große Anwesen. Und wenn man
nun beider Produkte miteinander kombiniert sieht es in Zukunft auch
innen nicht mehr so
http://www.healthenlightenment.com/energized-water.shtml aus.

Und bei dem preis von den "Wasserfläschchen" müsste man erwarten das die
glatt mit D2O gefüllt sind.

Jetzt wissen wir auch warum zu Zeiten des WW2 in Norwegen D2O
angereichert wurde. A.H. war ein Gesundheitsfanatiker der nur in
extraleichtem Wasser Baden wollte.

> Der wahre Verursacher allen Übels ist Deuterium! Und das kann man
> offenbar durch schnelles Erhitzen und Abkühlen des Wassers
> rausdestillieren.

Jetzt wissen wir auch warum zu Zeiten des WW2 in Norwegen D2O
angereichert wurde. A.H. war ein Gesundheitsfanatiker der nur in
extraleichtem Wasser Baden wollte.

> Oder war es die Änderung des Hydrogen-Bindungswinkels
> von 104° auf 114°? Ich hab nicht alles gelesen, aber es hilft sogar
> gegen Ebola.
>
> Und das mit einer Kaffeemaschine!!!

Boiler!

Also, ich sollte doch mal überlegen mein geld mit völlig anderen Dingen
zu verdienen als die die ich (halbwegs) verstehen kann.

Das fragt man sich doch glatt ob ein Rezendent/Fragender bei Amazon bei
der Frage "What is a PH degree?" wirklich nicht weiß was es ist oder ob
er damit ein Anspielung fallen lassen wollte ;-)

l.die...@gmx.de

unread,
Jan 3, 2018, 3:58:19 AM1/3/18
to
Am Freitag, 20. Januar 2017 19:05:03 UTC+1 schrieb Lennart Blume:
> Hallo,
>
> die Probleme mit Kalkablagerungen aus dem Leitungswasser dürften
> allgemein bekannt sein. Herkömmliche Enthärtungsanlagen arbeiten meist
> nach dem Ionenaustauschverfahren und benötigen zum Betrieb regelmäßig
> Salz.
>
> Hier scheint es jetzt ein neues Verfahren zu geben, daß zumindest
> vielversprechend klingt:
>
> http://www.aqon-gmbh.com/Produkte/Hydrokatalytische-Wasserenthartung/
>
> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>
> Leider habe ich noch keine wissentschaftlichen Untersuchungen zum
> Nachweis der Wirksamkeit gefunden. Das Verfahren scheint aber auch
> noch relativ neu zu sein.
>
> Bislang scheint es auch wenige Anwender zu geben.
>
> Ich wäre jedenfalls an Erfahrungsberichten interessiert.
>
>
> Viele Grüße
> Lennart

Guten Morgen zusammen,

ich bin durch ein Forum auf der Seite Haustechnik Dialog auf diese Diskussionsrunde hier aufmerksam geworden. Mit liegt unter anderem auch ein Angebot über ein AQON Pure Kalkschutzsystem vor.
Soweit ich die Diskussion hier verfolgt habe ging es auch darum, dass das AP System eine Art Wirksamkeitsnachweis hat/bekommt.
Ich habe mir ein Angebot von der Firma geben lassen, da ich einen Nachweis auf der Homepage finden konnte: http://aqon-pure.com/wirksamkeitsnachweis.php

In dem Testverfahren der GSA wurde der Heizkessel über 18 Monate kalkfrei gehalten. So ein Langzeittest ist aus meiner Sicht recht vielversprechend.

Kann mir jemand weitere Meinungen über den Nachweis und das Aquon Pure geben?

Danke!

DonCaron

unread,
Jan 3, 2018, 4:16:04 AM1/3/18
to
halte ich für nicht funktionierend, ähnliches wird oft mit allen
seltsamen wirkmechanismen angeboten (Magnete und was weiß ich sonst noch)
also, Finger weg


--
Don Caron

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 3, 2018, 1:51:37 PM1/3/18
to
Zumindest ist ein Hauptbelastungspunkt das der verlinkte
"Wirksamkeitsnachweis" sich nicht auf ein Produkt von Fa. Aqon bezieht
sondern auf eines der Fa. Fluid Dynamics in England (-->
www.treatwater.com ).

Man findet keinen Hinweis dazu das beide zusammenarbeiten bzw. der eine
Vertriebler des anderen ist. Produktabbildungen sehen unterschiedlich
aus so dass man nicht davon ausgehen muss das technisches Design und
chemisch-katalytische Auslegung und damit Funktion gleich sein müssen.

Wäre zu überlegen ob man die Fa. Fluid Dynamics nicht mal anschreibt und
nachfragt ob das Ok ist das da ein "Mitbewerber" quasi mit
http://aqon-pure.com/pdf/GSA_Fluid_Dynamics_Wirksamkeitsnachweis.pdf wirbt.

Wer mehr über den Test zum System von *Fluid Dynamics U.K.* wissen will
liest sich vielleicht den 36-Seiten langen Vollreport (englisch) durch:
https://www.gsa.gov/governmentwide-initiatives/sustainability/gpg-program/published-findings/water/nonchemical-water-treatment



... hm, ich stelle mir gerade vor BMW argumentiert bei der
Typenzulassung eines Neufahrzeugs vor dem KBA damit das es doch bei Audi
auch geht weil die auch (irgend)einen Katalysator (etc.) einsetzen :-)

l.die...@gmx.de

unread,
Jan 3, 2018, 4:05:32 PM1/3/18
to
Hallo Bodo,

danke für die genaue Analyse. Habe mich auch mal schlau gemacht. AQON scheint wirklich ein Händler von Fluid Dynamics zu sein: http://www.limetron.co.uk/resellers.html
Hat meiner Meinung nach schon alles seine Richtigkeit.

Auf den Seiten von AQON PURE wird ja auch oft von Fluid Dynamics gesprochen. Man will wohl aber die eigene Marke in den Vordergrund schieben, vermute ich mal.

Liebe Grüße

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 4, 2018, 12:57:19 PM1/4/18
to
Am 03.01.2018 um 22:05 schrieb l.die...@gmx.de:

> Hallo Bodo,

Hallo Vornamenloser :-p

... bitte keine fullquotes

> danke für die genaue Analyse. Habe mich auch mal schlau gemacht. AQON scheint wirklich ein Händler von Fluid Dynamics zu sein: http://www.limetron.co.uk/resellers.html
> Hat meiner Meinung nach schon alles seine Richtigkeit.

Ok, versteckt im eMail-Kontakt. Da braucht man schon Trüffelschweine um
das zu finden.

> Auf den Seiten von AQON PURE wird ja auch oft von Fluid Dynamics gesprochen. Man will wohl aber die eigene Marke in den Vordergrund schieben, vermute ich mal.

Wenn ich lese "Die Funktion der AQON Kalkschutzsysteme beruht auf der FD
Technologie" wirkt das für mich eher wie eine Verschleierung. Das ist
schürt doch eher Assoziationen an die Verwendung einer "Neudeutschen"
Fachterminologie. Korrekt müsste man verweisen auf die "Fluid Dynamics
International Ltd. - UK". Aber OK, das mag rein kosmetische Diskussion sein.

Zu den Fakten: Das was die GSA da in den 36 Seiten Dokumentiert ist
nicht von der Hand zu weisen. Das sie Freunde von levitiertem Wasser und
Pendeln gegen Netzwerkeindringlinge sind ist nicht anzunehmen.

Als hoch wissenschaftlich ist es nicht anzusehen, eher als pragmatischer
Testansatz um die lohnende Anwendbarkeit bei der großen Gebäudesubstanz
zu prüfen bzw. um Grenzen zu erkennen. Das als Fake abzutun wäre schon
äußerst gewagt. Das Pamphlet muß nun im englischen lesen können und dazu
noch zwischen den Zeilen.

A) der Katalyteinsatz muß auf die typischen Flußrate (L/min) angepasst
sein. Ersichtlich auf Seite 35. Wenn man im wesentlich Dursatzraten hat
die deutlich über und unter dem gewählten Kat-Einsatz liegen bricht die
Effektivität ein. Mittelwerte interessieren den Kat halt nicht.

B) Da das System nur in einem optimalen Flußbereich funktioniert ist
eine Vorausplanung wichtig. Entstehendes Aragonit das sich anschl.
aufgrund kleiner Entnahmemengen in kalten Leitungen absetzt wird sich
mit der zeit wieder auflösen. Also kein Schutz zwingender Schutz mehr
für die Kaffeemaschine oder Wasserkocher die 20m entfernt vom Kat
aufgefüllt werden.
Bei Heizkesseln muß der Kat-Querschnitt auch auf die Zulaufvolumenrate
abgestimmt sein, darf also auch nicht um mehr als Faktor 1,3 bis 5 (je
nach Kat) variieren. Wird Warmwasser nur im Pulsbetrieb entnommen (mal
duschen, mal Hände waschen) setzt sich Aragonit am Boden ab. Sitzt da
keine Entnahmestelle muß ab und an irgendwie der Bodensatz entfernt
werden. gegebenenfalls muß man in den Systemen eine spülbare Absetzfalle
einplanen.

Kurz um: Der Feind der Technik ist sind falsche Flußratenabstimmung,
Diskontinuität und lange Verweilzeiten in nachfolgenden Kaltwasserbereichen.

l.die...@gmx.de

unread,
Jan 22, 2018, 11:51:27 AM1/22/18
to
Am Donnerstag, 4. Januar 2018 18:57:19 UTC+1 schrieb Bodo Mysliwietz:
Hallo Bodo,

danke für deine Analyse! Mit dem Fluid Dynamics finde ich jetzt nicht so schlimm. Gibt ja auch viele Computer Hersteller die schreiben "Intel Inside".
Mir ist nur wichtig ob das jetzt funktioniert oder nicht. Natürlich ist es eine "Herausforderung" die richtige Dimensionierung zu finden beim Einbau des Produktes, aber dafür ist doch der Hersteller/Installateur verantwortlich? Sofern da genügend Erfahrungen vorhanden sind, sollte das doch klappen?
Nur wenn so eine Vereinigung wie die GSA oder dieses Labor (Oak Ridge National Laboratory) eine Wirksamkeit von 18 Monaten attestieren, muss da doch was dran sein? Ich glaube nicht dass man solche Institutionen hinters Licht führen kann.
Du scheinst dich ja im Bereich Wasser ganz gut auszukennen - Kennst du auch jemanden, der Erfahrungen speziell mit dem Produkt hat?
Danke für deine Hilfe!!

Bodo Mysliwietz

unread,
Jan 22, 2018, 12:59:22 PM1/22/18
to
Am 22.01.2018 um 17:51 schrieb l.die...@gmx.de:
> Am Donnerstag, 4. Januar 2018 18:57:19 UTC+1 schrieb Bodo Mysliwietz:
>
> Hallo Bodo,
>
> danke für deine Analyse! Mit dem Fluid Dynamics finde ich jetzt nicht so schlimm. Gibt ja auch viele Computer Hersteller die schreiben "Intel Inside".

... und dann ist auch ein Intelprozessor verbaut und keiner von AMD.

> Mir ist nur wichtig ob das jetzt funktioniert oder nicht. Natürlich ist es eine "Herausforderung" die richtige Dimensionierung zu finden beim Einbau des Produktes, aber dafür ist doch der Hersteller/Installateur verantwortlich? Sofern da genügend Erfahrungen vorhanden sind, sollte das doch klappen?

Den Installateur (Sanitärbetrieb) der damit in Kleindimension, also der
Küchenzapfstelle, belastbare Erfahrungen hat dürfte man nur schwerlich
finden.

> Nur wenn so eine Vereinigung wie die GSA oder dieses Labor (Oak Ridge National Laboratory) eine Wirksamkeit von 18 Monaten attestieren, muss da doch was dran sein? Ich glaube nicht dass man solche Institutionen hinters Licht führen kann.

Die haben doch scheinbar unter ganz anderen Voraussetzungen getestet.
Also deutlich größere Um- und durchsätze.

> Du scheinst dich ja im Bereich Wasser ganz gut auszukennen - Kennst du auch jemanden, der Erfahrungen speziell mit dem Produkt hat?

Ich bin kein Wasserfachmann, bin halt nur chemisch-technisch vorbelastet
und theoretisiere über das Produkt auch nur. Was die Amis getestet haben
wird wohl in der Größenordnung von "Boilern für Gruppenduschen" gelegen
haben .... oder Großküchenanwenung etc. pp.. Deren Empirik spreche ich
denen nicht ab. Das aber auf Küchenanwendung in einem Einfamlienhaus
runter zu brechen scheint mir zu gewagt.

> Danke für deine Hilfe!!

Ich würde den Hersteller Kontaktieren und fragen ob sie ein
Kooperierendes Sanitärunternehmen in Deinem Postleitzahlenbereich
empfehlen können.

jurica....@gmail.com

unread,
Mar 6, 2018, 3:58:11 AM3/6/18
to
Am Montag, 22. Januar 2018 18:59:22 UTC+1 schrieb Bodo Mysliwietz:

> Ich würde den Hersteller Kontaktieren und fragen ob sie ein
> Kooperierendes Sanitärunternehmen in Deinem Postleitzahlenbereich
> empfehlen können.

Was ist den aus dem Angebot geworden, dass Gerät mal ein Jahr bei jemanden kostenlos zu verbauen?

Ich bin mit meiner Familie vor fast einem Jahr in unsere Neubau gezogen und wir haben durchaus mit Kalkrückständen zu kämpfen. Unser Wasser hat laut Behörde eine Wert von 12,5, allerdings habe ich bei meiner Prüfung mit einer Titrierlösung den Wert 14-15 gemessen.

Dadurch funktioniert unsere Regendusche nach kurzer Zeit nicht mehr, da die Düsen schon nach 2-3 Anwendungen dicht sind. Auch haben wir graue und schwarze Badfließen / Feinsteinzeug. Dort liegt nun immer dieser weise Schleier, was einfach nicht schön aussieht. Es wäre schön wenn man den einfach wegwischen könnte.

Ich sehe kein Grund für einen Ionentauscher, da ich nur diese Symptome bekämpfen will. Deshalb liebäuglich ich mit einer Judo i-Balance...

Ich frag mich halt wie sich das Aqon Produkt gegenüber der Judo schlägt. Aber anscheinend hat das noch keiner in einem EFH verbaut, oder?

DonCaron

unread,
Mar 6, 2018, 5:33:32 AM3/6/18
to
Am 06.03.2018 um 09:58 schrieb jurica....@gmail.com:

> Ich bin mit meiner Familie vor fast einem Jahr in unsere Neubau gezogen und wir haben durchaus mit Kalkrückständen zu kämpfen. Unser Wasser hat laut Behörde eine Wert von 12,5, allerdings habe ich bei meiner Prüfung mit einer Titrierlösung den Wert 14-15 gemessen.


mittlerer Wert braucht kein Kalk entfernt werden, mit kalk isses eh gesunder
>
> Dadurch funktioniert unsere Regendusche nach kurzer Zeit nicht mehr, da die Düsen schon nach 2-3 Anwendungen dicht sind. Auch haben wir graue und schwarze Badfließen / Feinsteinzeug. Dort liegt nun immer dieser weise Schleier, was einfach nicht schön aussieht. Es wäre schön wenn man den einfach wegwischen könnte.

war die schon drin?

> Ich sehe kein Grund für einen Ionentauscher, da ich nur diese Symptome bekämpfen will. Deshalb liebäuglich ich mit einer Judo i-Balance...
>
> Ich frag mich halt wie sich das Aqon Produkt gegenüber der Judo schlägt. Aber anscheinend hat das noch keiner in einem EFH verbaut, oder?

Geräte die behaupen den Kalk umzukristalisieren, also drinlassen, sind
Betrug, weil das schon Physikalisch nicht funktionieren kann. In der
Regel verschwinden solche Firmen schnell vom Markt und machen anderswo
wieder auf. Gutachten die mitgliefert werden bescheinigen nicht die
Funktion sondern die Verträglichkeit mit dem Trinkwasser. Ich hatte mal
so eine gutachterfirma angerufen, denen war der missbrauch bekannt




--
Don Caron
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hans_im...@web.de

unread,
May 2, 2020, 11:03:15 AM5/2/20
to
Hallo,
ich bin neu hier im Forum! Habe Ende Februar ein Aqon Pure installieren lassen (hörte sich für mich gut an).
Am 1.4. dann eine erste Leckage an einem Kupferrohr und am 25.4. eine 2. Leckage. Bin jetzt voll in Panik ob das so weitergeht, ob da ein Zusammenhang mit dem Aron Pure besteht. Hat jemand schon mal so etwas gehört oder hat jemand eine Erklärung für 2 so kurzfristig aufeinander folgende Korrosionslöcher???

Adam Golatofski

unread,
May 2, 2020, 11:33:27 AM5/2/20
to
Am 02.05.2020 um 16:46 schrieb hans_im...@web.de:
>> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?

Du hast es selbst gesagt...

Kluger, Gerd

unread,
May 2, 2020, 12:32:17 PM5/2/20
to
Am 02.05.20 um 17:33 schrieb Adam Golatofski:
> Am 02.05.2020 um 16:46 schrieb hans_im...@web.de:
>>> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?
>
> Du hast es selbst gesagt...

Naaaaa, ich weiß nicht ... hatte ich zuerst auch mal gedacht. Das
Prinzip der physikalischen Enthärtung wird mittlerweile aber auch
durchaus von renomierten Firmen der *klassischen* Enthärteranlagen
(Ionentauscher) verfolgt (z.B. Judo, Grünbeck, BWT)
Konkret zu AQON weiß ich nichts, würde mich aber auch interessieren.

Das Ganze hat übrigens nichts mit irgendwelchem Magnetschnickschnack
zu tun. Das ist ganz klar Mumpitz.

Gruß
Gerd

Peter Becker

unread,
May 2, 2020, 12:55:07 PM5/2/20
to
"Kluger, Gerd" <geka...@freenet.de> schrieb> Am 02.05.20 um 17:33 schrieb Adam Golatofski:
>> Am 02.05.2020 um 16:46 schrieb hans_im...@web.de:
>>>> Was ist davon zu halten? Hilft das wirklich oder ist das nur Nepp?

Letzteres..
Davon hab ich gefühlt vor 10 Jahren schon mal gehört und hab es damals schon zerrissen.


> Konkret zu AQON weiß ich nichts, würde mich aber auch interessieren.

Bin gerade auf deren Seite.
"ein fixierter, unbeweglicher schraubenförmiger Einsatz, der aus einer urheberrechtlich geschützten Legierung besteht."
Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. "urheberrechtlich" betrifft Werke aus Kunst und Wissenschaft.
Stünde dort "patentrechtlich", könnte man sich ja das Patent ansehen, um die Technik zu beurteilen.
Aber "urheberrechtlich" im Zusammenhang mit Technik ist reine Schaumschlägerei.



Kluger, Gerd

unread,
May 3, 2020, 6:07:20 AM5/3/20
to
Am 02.05.20 um 18:55 schrieb Peter Becker:
Guter Punkt. Ich hatte damals, als ich mich mit Alternativen zu den
klassischen Ionentauschern beschäftigt hatte, AQON auch schonmal auf
dem Schirm, kam mir aber auch schon etwas suspekt vor. Es gab zwar
ein paar Referenzen (auch eine Großküche), aber so richtig überzeugt
hat mich das nicht.

Im Prinzip sollte man bei den ganzen *ungewöhnlichen* Verfahren darauf
achten, dass man eine Rückgabemöglichkeit hat. Und auch da sollte man
auf Fallstricke im Kleingedruckten achten.

Gruß
Gerd

Bodo Mysliwietz

unread,
May 3, 2020, 10:41:11 AM5/3/20
to
ja, die Beschreibung der Leckagestellen und die Fotos die Du verlinkt
hast zeigen eindeutig das da (k)ein Zusammenhang besteht.

Dein erster Ansprechpartner ist der Sanitärbetrieb der es eingebaut hat
... vor allem wenn die Lecks nah am Einbauort sind.

hans_im...@web.de

unread,
May 4, 2020, 3:36:50 PM5/4/20
to
Die Leckagestellen liegen am entferntesten Punkt von der Einbaustelle - das Aquon Pure ist im Keller gleich hinter der Wasseruhr installiert, die Leckagen sind im 1. Stock im Bad.
Gruß
Hannes

Bodo Mysliwietz

unread,
May 5, 2020, 11:15:11 AM5/5/20
to
Am 04.05.2020 um 21:36 schrieb hans_im...@web.de:
> Die Leckagestellen liegen am entferntesten Punkt von der Einbaustelle - das Aquon Pure ist im Keller gleich hinter der Wasseruhr installiert, die Leckagen sind im 1. Stock im Bad.


Dann sehe ich nicht wie ein bischen Kalkgries, sofern er wirklich
entsteht, da für ein Leck sorgen sollte.

m.t...@gmx.net

unread,
May 5, 2020, 11:25:06 AM5/5/20
to
Hallo Leute,
gleich vorab : ich betreibe seit 17 Jahren einen Wasserladen in Lübeck.
"Alternativen" Verfahren zur energetischen Aufbereitung von gefiltertem Wasser, sowie den diversen Verfahren, Kalk auszufällen, bin ich einerseits aufgeschlossen gegenüber, andererseits ebenso skeptisch wie viele, die hier gepostet haben.
Nach vielen Versuchen mit unterschiedlichen Geräten bin ich auf Elisa gekommen (www.wasserforschung.de). Da die eine sehr esoterische Firmenpräsentation haben (was nicht so mein Ding ist), habe ich damals ein einjähriges Rückgaberecht eingeräumt mit der Option, dass ich mich zusätzlich mit 200 € am Ausbau beteilige. Bis heute hat keiner (!!) ein Gerät zurückgegeben.
Nun bin ich auf aqon gekommen. Das Verfahren ist ganz ähnlich. Neugierig gemacht
hat mich die Hydrokatalyse. Das Gerät ist auch kleiner als Elisa und lässt sich in
jeder Position einbauen. Ich biete dieses Gerät derzeit mit einem Nachlass von 5% an
und ebenfalls einem einjährigen Rückgaberecht. Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen.

Was mich in diesem Forum verwundert, sind die vielen nahezu hämischen Kommentare, die meist auf Nichtwissen, unsubstantiierten Meinungen, Voreingenommenheit und Abneigungen beruhen.
Wenn alles erklärbar wäre, bräuchten wir keine Wissenschaft - und Voraussetzung für Forschung ist gerade Neugier und Offenheit.
Und noch ein Nachtrag zu Ionentauschern:
Die Entkalkung funktioniert nachweislich, aber : dafür wird das Reinwasser ebenso wie das Abwasser mit Natrium versetzt, die Anlage muss je nach Kalkgehalt ca alle 6 Monate mit bis zu 25 kg Salz reaktiviert werden, sie muss regelmäßig entkeimt und neu eingestellt werden und - was selten mitgeteilt wird - nach einigen Jahren sind meist umfangreiche Reparaturen erforderlich, die an eine Neuanschaffung denken lassen.
Ich verkaufe solche Anlagen seit vielen Jahren nicht mehr.
Beste Grüße aus Lübeck
Martin Teich
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