Am Wed, 13 Mar 2013 12:27:07 +0100
schrieb Heinz Schmitz <
HeinzS...@gmx.net>:
>
> >> Du läßt Dich gerne betrügen?
>
> >Nein. Pushen allerdings ist kein Betrug. Versuch mal, Deine These vor
> >Gericht durchzusetzen... Kleines bisschen Phantasie aber reicht,und
> >Du siehst selbst, dass Du nie und nimmer einen Betrug nachweisen
> >wirst.
>
> Es ist mir neu, daß ein Tatbestand kein Tatbestand mehr ist, wenn man
> ihn nicht nachweisen kann. Entsprechend dürfte man nicht vom perfekten
> Verbrechen reden, denn nach Deiner Meinung wäre es ja keins.
>
Deine Argumente gewinnen nicht schon deshalb an Gewicht, weil Du immer
mehr krude Thesen heranziehst und auch noch Meinungen unterstellst, die
überhaupt nicht geäußert wurden. Mach Dich schlau, was Betrug bedeutet
(als Einstieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Betrug_%28Deutschland%29).
>
> Es geht aber darum, allen klarzumachen, daß es BETRUG IST, und dann
> wenigstens die größeren Fälle abzustellen. Da kann man durch längere
> Beobachtung schon einiges herausfinden, z.B. über die Zahl der Gebote
> bei diesem Anbieter.
> Ergänzend würde neben der Zahl der erhaltenen Bewertungen die Zahl
> der abgeschlossenen Transaktionen helfen, denn intensivere Pusher
> werden ihre Komplizen gerne geheimhalten und sie nicht bewerten.
>
Mit Statistiken kannst Du überhaupt nichts herausfinden, sondern nur
etwas sehen - und das möchtest Du nach Deinem Gusto interpretieren.
>
> Du meinst wirklich, man solle nicht gegen ein Übel vorgehen, solange
> man selber nicht betroffen ist? Erscheint es Dir rechtens, Dumme von
> ihrem Geld zu trennen :-)?
>
Natürlich nicht. Beim Pushen geht es aber um ein Spielchen mit Geiz
und Gier, an dem sich sowohl Käufer, als Verkäufer beteiligen.
Anders als beim Zocken aber verlieren Käufer absolut nichts. Werden
Maximalpreise überboten, behalten sie ihr Geld. Werden sie es nicht und
durch Pushen nur die Verkaufspreise hochgetrieben, sind ohnehin die
Einsätze der Käufer betroffen, mit denen sie in die Spielchen
einsteigen. Wer dabei Geld verliert, sind höchstens Verkäufer, die
Verkaufsprovisionen an ebay abführen müssen.
> >> Lebst Du gerne in einem Land, in dem Trickserei und Gaunerei als
> >> legitime Wege zum Erfolg gesehen werden?
>
> >Du wirst ja immer grundsätzlicher. Halt mal den Ball flach und schau
> >Dir nüchtern an, worum es beim Pushen geht..
>
> In diesem Satz kann ich kein Argument erkennen.
>
Das Argument ist: Du verrennst Dich. Wenn ich Dir widerspreche, heißt
es weder, dass ich glaube, in einem Land zu leben, wo Milch und Honig
fließt, noch, dass ich meine, in einem zu leben, wo kriminelles
Verhalten erwünscht oder gar eine Erfolgsphilosophie ist.
> >> Gaunereien fangen immer klein an. Ich sehe im Pushen eines der
> >> größten Probleme für "Auktions"-Plattformen.
>
> >Ach Du meine Güte... Ich halte einige andere für erheblich größer und
> >das Pushen für "Pille Palle". Meistens, wenn ich mich für etwas
> >interessiere, merke ich es nicht mal, weil ich gar keine Zeit habe,
> >zu ergründen, warum ich überboten werde.
>
> Eine sehr schöne Ermutigung für Pusher :-).
>
Nochmals: Mich interessiert das Pushen nicht - geschweige denn, dass
ich auch nur einen Fingerhut voll Energie daran verschwenden würde,
vermeintlichem Pushen nachzugehen. Lass sie, wenn sie meinen, damit
glücklicher oder erfolgreicher zu sein. Da ich schon richtig betrogen
wurde (Geld weg und keine Ware), weiß ich allerdings wie sich so etwas
anfühlt. Schon deshalb halte ich die Gleichsetzung von Pushen mit Betrug
für einen Witz.