ich brauche Informationen darüber wie lange eine Überweisung von Bank zu
Bank längstens Dauern darf.
Mein konkreter Fall liegt nun bereits 7 Kalendertage zurück. Der Bänker
blubberte etwas von "Verbuchung erfolgt erst nach vier Banktagen (was ist
den ein Banktag?) und Wertstellung kann erst nach Verbuchung erfolgen.
...und wegen der Feiertage würde sich das eben verzögern...". Problem ist
bloß bei der abgehenden Bank ist das Geld bereits am 12.04.2001 gebucht und
wertgestellt worden. Und seid wann kennen Rechenzentren Feiertage. Die
Systeme laufen doch wohl vollautomatisch, Rund um die Uhr, 86400 Sekunden am
Tag.Wer hat also mein Geld?
In diesem Zusammenhang interessieren mich auch die Begriffe Buchung und
Wertstellung auf den Kontoauszügen. Ich glaube mich erinnern zu können, dass
es da bei den meisten Banken Probleme gab, das Gutschriften gebucht und
später Wertgestellt wurden, Belastungen jedoch sofort Wertgestellt wurden.
Summary:
Wie lange darf die Überweisung längsten Dauern?
Wer ist für die Ausführung der Überweisung verantwortlich: abgebende oder
annehmende Bank?
Vielen Dank schon jetzt
Gruß Ralf Pott
"Hannes Birnbacher" <noema...@hannes-birnbacher.de> schrieb:
>> ich brauche Informationen darüber wie lange eine Überweisung
>> von Bank zu Bank längstens Dauern darf.
[...]
> Uns ist natürlich klar, dass Dein Geld zwischen Rechenzentrum und
> Rechenzentrum mit Lichtgeschwindigkeit entlanghuscht, wie das
> eben der elektrische Strom in metallischen Drähten so an sich
> hat.
Steht das wirklich in "Spektrum"?
> Das Phänomen Deiner Bank ist in diesem Sinne doch wohl am
> einfachsten mit lokalen Effekten, die die Impulsweiterleitung
> über die Verbindungen zwischen Banken auf Tage pro hundert
> Kilometer anstatt auf die berühmten 300.000
> Kilometer pro Sekunde verlangsamen, zu erklären. Denn es kann
> doch nicht sein, dass die Banken seit vier Jahrzehnten das Volk
> verarschen mit Märchengeschichten, als würden die Überweisungen
> unter Militärbedeckung in Form von Goldbarren von Filiale zu
> Filiale transportiert, oder?
<Ironie>
Und an dieser Stelle solltest Du Dich informieren, wer wann an
welcher Stelle welche Dinge macht, um eine Überweisung
durchzuführen. Dabei solltest Du so wichtige Begriffe wie
"Batch- Verarbeitung", "juristische Bestände", "Direktverrechnung",
"LZB- Abrechnung" etc. nicht nur überfliegen, sondern genau
lesen und versuchen, zu verstehen.
Wenn Du diesen Test erfolgreich absolviert hast, wirst Du die
Dir dann kurzzeitig aufstoßende Frage, warum Überweisungen auch
innerhalb von Sekunden durchführbar sind, anhand des soeben
erworbenen Wissens sicher schnell beantworten können (oder Du bist
ein schwerer Fall...).
</Ironie>
gruß aus berlin
der stef
Warum macht Ihr es dem Jungen, der die Frage gestellt hat, so schwer
bei Eurem Sachverstand?
Sagt ihm doch ganz einfach und verständlich, dass offenbar mal wieder
eine Bank Überweisungen übermässig lange zurückhält oder dass
der Frager möglicherweiser der Bank mal als schwacher Kunde aufgefallen
ist und hier jetzt übermässige Sicherheiten aufgebaut werden.
Ich denke nur an die Unsitte, Schecks Ev gutzuschreiben.
Dem Fragfer sei gesagt, falls er bei der Bank bisher nicht aufgefallen
ist,
falls der Vorfall sich wiederholt und falls er einen Bankwechsel
vornehmen
kann, sollte er das tun.
Gert Schmiechen schrieb:
>
> Ich denke nur an die Unsitte, Schecks Ev gutzuschreiben.
Warum ist das eine Unsitte? Wenn der Scheck sofort auf
dem Konto verbucht wird, obwohl die Einlösung des Schecks
nicht gesichert ist, dann kann ich nichts unsittliches dabei
erkennen.
Torsten
Hannes Birnbacher schrieb:
> Antwort auf die Message <9bl14p$9evid$2...@ID-3337.news.dfncis.de>
> vom 17 Apr 2001 von Stefan Krieg:
>
> >Und an dieser Stelle solltest Du Dich informieren, wer wann an
> >welcher Stelle welche Dinge macht, um eine Überweisung
> >durchzuführen. Dabei solltest Du so wichtige Begriffe wie
> >"Batch- Verarbeitung", "juristische Bestände",
> >"Direktverrechnung", "LZB- Abrechnung" etc. nicht nur
> >überfliegen, sondern genau lesen und versuchen, zu verstehen.
>
> Brauch ich nicht. Dafür bezahle ich meine Bänker.
Du willst dich mit der Problematik nicht befassen.......
> ............. kommt schon wieder meine alte
> Bänkerallergie (die sich in unkontrollierten Tobsuchtsanfällen zu
> äussern pflegt) hoch.
......und schreist halt lieber mal unqualifiziert Deinen Banker an.
Mit solchen Leuten diskutiert man immer gerne.
Torsten
Danke Christian, Ilona und dir Gert,
und den andern: "schön, das ihr auch dabei gewesen seid". Das scheint aber
ein allgemein gültiges Problem von Newsgroups zu sein, dass zu oft an der
eigentlichen Fragestellung vorbei salbadert wird. Entweder wird man mit
"Schau doch erstmal im Archiv!" oder "Das hab ich hier schon mehrmals
erklärt!" bedacht, als ob es einen Level gibt, den man vorweisen muß um hier
Fragen stellen zu dürfen.
Aber genug davon.
Dank Christian ist mir jetzt auch einiges verständlicher geworden.
Dennoch, wenn am 01. eine Überweisung bei der ausführenden Bank gebucht und
wertgestellt wird, hat die Bank des Begünstigten das Geld schon tatsächlich
auf einem Ihrer Konten oder nicht? Buchhaltärisch kann die ausführende Bank
den Betrag nur dann wertstellen, wenn er tatsächlich abgeflossen ist.
Dieser Überlegung nach, hätte die Bank des Begünstigten den Betrag schon am
02. zur Verfügung.
Oder nicht?
Gruß Ralf Pott
ja duwarst gemeint und ich habs jetzt verstanden. Die Page ist Klasse.
Bis dann
Ralf Pott
>Was Du aber verpasst hast, sind neueste Erkenntnisse, dass
>vielleicht sogar die Lichtgeschwindigkeit variabel ist. In
>nichtmetallischen Medien, also mit richtigem Licht, hat man wohl
>schon eine Geschwindigkeit von nur noch ein paar Metern pro
>Sekunde beobachtet.
Wenn man eine Taschenlampe nach dem Geräusch im Gebüsch wirft? ;-)
Lutz
--
http://www.netzwerkseite.de - das Portal rund um EDV-Netzwerke
regelmäßig neu: der 'Link der Woche' und 'News aus der Netzwerkwelt'
http://www.snmpview.de - kostenlose SNMP-Software zum Download!
>ich habe einen Beweis das es aber auch anders gehen kann.
>Am Mittwoch vor Ostern wurde in Sachsen um genau 16:15 eine
>Überweisung für einen Betrag direkt am Schalter einer Bank
>eingereicht. Am späten Abend ca 21:30 des gleichen Tages traf uns
>dann fast der Schlag. Beim Kontoauszug holen war das Geld einem
>Konto in Bayern bereits gut geschrieben.
hab schon immer geahnt, daß das Geld immer ganz schnell wieder im
Westen ist ... ;-)
"Hannes Birnbacher" <noema...@hannes-birnbacher.de> schrieb:
>> Und an dieser Stelle solltest Du Dich informieren, wer wann an
>> welcher Stelle welche Dinge macht, um eine Überweisung
>> durchzuführen.
[...]
> Brauch ich nicht. Dafür bezahle ich meine Bänker. Sie arbeiten,
> ich zahle die Dienstleistung. Und wenn sie wenigstens zugeben
> würden, dass sich die Banken 24 Zinsstunden oder mehr als
> Belohnung für ihre Tätigkeit krallen, würde ich sie ja wieder
> menschlich achten.
Da gibt es nun Millionen öffentlich zugänglicher Quellen, in
denen beschrieben wird, wie so eine ominöse Überweisung funktion-
niert und wer wann warum wieviel Geld hat; Kaufleute pauken
das in ihrer Lehre; Volkswirte erfahren etwas über Floatnutzen
aus (Matthias, für Dich:) passiver Giralgeldschöpfung, aber
ausgerechnet Dein Banker versucht, Dir darüber Märchen zu
erzählen? Und wer hat Dir erzählt, daß jedes Konto auf der
Welt mit jedem anderen Konto auf der Welt in direkter Licht-
geschwindigkeitsverbindung zueinander steht? Und wer hat Dir
erzählt, daß ein Verbuchungsvorgang keine Rechnerkapazitäten
beansprucht, die ggf. dazu führen könnten, daß man diese
Aktivitäten in einen Zeitraum verlagert, in dem die Kapazitäten
nicht anderweitig beansprucht werden?
> Ich hab noch nie kapiert, warum eine Differenz an
> Zinstagen zu verzeichnen ist, wenn alle diese Schritte vollzogen
> sind.
Toi toi toi ;-)
> Von der knappen Woche zwischen größeren Bankinstituten einerseits
> und dubiosen Banken, die angeblich kostenlos arbeiteten,
> andererseits, wie sie sich die Arbeiter des Betriebes teilweise
> hatten aufschwatzen lassen, ganz zu schweigen.
?? Die Arbeiter des Betriebes haben sich eine knappe Woche
aufschwatzen lassen? Oder haben sie sich eine dubiose Bankverbindung
aufschwatzen lassen?
>Da Du Dich gut auszukennen scheinst, kannst Du mir vielleicht
>folgenden Vorgang erklären. Ich habe ihn damals nicht verstanden:
>
>Tag 1: Meine Mutter hebt einen größeren Betrag von ihrem Sparbuch bei
>Bank A ab und zahlt diesen auf ihr Girokonto bei selbiger Bank ein.
>Das Geld verläßt die Bank also nicht. Anschließend gibt sie mir einen
>Scheck über eben jenen Betrag.
>Tag 2: Ich reiche den Scheck bei Bank B zur Gutschrift ein. Die
>Wertstellung erfolgt unter Vorbehalt am selben Tag.
>Tag 3: Der Scheck wird dem Girokonto bei Bank A belastet.
>Tag 4 - 6: Wochenende und ein Feiertag
>Tag 7: Wertstellung der Einzahlung auf dem Girokonto bei Bank A
>
>Beim nächsten Abschluß werden Überziehungszinsen für 4 Tage berechnet,
>die allerdings nach einer Beschwerde erstattet werden.
Der Fehler liegt am Tag 2:
Die Wertstellung erfolgt nicht an diesem Tag, sondern nur die Buchung.
Du schreibst ja selbst unter Tag 7, daß dann erst die Wertstellung
erfolgt.
Die Wertstellung ist normalerweise Buchungstag plus zwei
Bankenarbeitstage.
Insofern sind ÜZ von 4 Tagen gerechtfertigt.
Grüße aus der Printenstadt
Torsten Keller schrieb:
Unsitte deshalb, weil im Einzelfall, wie immer wieder bei ganz lustigen
Kassen
zu beobachten, übermässig lange Eingangsfristen aufgebaut werden.
War rein sachlich gemeint.
Wie bitte?
Weil die Bank nicht bereit ist, zeitgleich oder zumindest zeitnah die
Wertstellung für die Umbuchung vom bei ihr geführten Sparbuch auf das
bei ihr geführte Girokonto durchzuführen, ist der Kunde schuld und
sind somit Überziehungszinsen gerechtfertigt?
"Die Wertstellung ist normalerweise Buchungstag plus zwei Arbeitstage"
Das muß Banker-Logik sein. Ist so etwas eigentlich durch göttliche
Weisung festgelegt oder liegt es an den dressierten Rennschnecken, die
die Belege von einem Schreibtisch zum nächsten transportieren?
SCNR
Ulrich
P.S.: Meinem Vater ist ähnliches mit einer Bargeldeinzahlung am
Gründonnerstag und einer Bargeldabhebung am Dienstag nach Ostern
passiert. Die Sparkasse war der Meinung, sie hätte Geld von Donnerstag
bis Dienstag verliehen. Die Aussicht, einen Kunden zu verlieren hat
dann aber zu einem Verzicht auf die Zinsforderung und einer
Entschuldigung geführt. Das ganze passierte allerdings im finsteren
Bankenmittelalter vor ca. 35 Jahren.
Bei Devisen- oder Wertpapiergeschaeften mit physischer Lieferung unter
den Banken, ja. Heisst auch Spot Leg. Das duerfte aber mit den
Ueberweisungen, von denen wir hier sprechen, nichts zu tun haben. Das
Geld wird ja nicht physisch per Kurier geliefert.
Ich habe derzeit das zweifelhafte Vergnuegen, immer mal Betraege von
einem Schweizer auf ein deutsches Konto ueberweisen zu duerfen. Das geht
per SWIFT noch am selben Tag, d.h. die Empfaengerbank druckt noch am
selben Tag einen Brief an den Empfaenger, dass fuer ihn Geld von Bank
sowieso eingegangen ist. Das ist das Buchungsdatum. Zwischen diesem und
der Wertstellung auf dem dt. Konto vergehen bis zu 5 Tage. Begruendung
der Bank: Es ist so irre aufwendig zu pruefen, ob Kontoinhaber und
-nummer zusammenpassen. Diese Begruendung ist eigentlich nur noch dreist.
Das Geld IST eingegangen (genau dafuer gibt es ja einen Brief, der das
woertlich bestaetigt), man laesst das Geld trotzdem noch ein paar Tage
schmoren und kassiert ZUSAETZLICH fette Spesen. Das bloede ist nur, dass
ein Bankenwechsel hier wohl nicht hilft.
Gruss und ein schoenes WE,
Steffen
Konrad Wilhelm schrieb:
> Wobei wir Nicht-Banker nun freilich auf verlorenem Posten stehen, wenn
> wir die uns alle interessierenden Unterschiede zwischen Fall A und B
> aufdecken wollten. Leider.
> Für uns als Nichtgeweihte gilt eben nur: Augen zu, hoffen und durch.
Wo genau die Unterschiede liegen, kann ich natürlich auch nicht sagen.
Aber ich kann zumindest einige Möglichkeiten aufzählen.
Im günstigsten Fall können Überweisungen zwischen zwei Banken dann so
schnell gehen, wenn beide z.B. beim gleichen Rechenzentrum sind. Dann
erfolgt ja tatsächlich nur eine Verrechnung innerhalb eines EDV-Systems.
Der Betrag wird also quasi im gleichen Moment auf dem einen Konto
belastet und auf dem anderen Konto gutgeschrieben.
Im ungünstigsten Fall handelt es sich um Institute verschiedener
Bankengruppen, die in verschiedenen LZB-Gebieten liegen. Dann kann die
Überweisung halt auch ggf. mehrere Tage dauern, weil es eben
verschiedene "Übergabepunkte" gibt, an denen nur zu bestimmten Zeiten
die Daten ausgetauscht werden. Erst, wenn es an allen beteiligten
Stellen eine komplette Realtime-Verarbeitung gibt, ist eine
sekundeschnelle Buchung möglich.
Jan
Konrad Wilhelm schrieb:
> Im Gegensatz zur Post, die an ihre Briefkästen dranschreibt, wann die
> das nächste mal gelehrt werden, und die dann nahezu (besser als 95 %)
> garantiert, dass Standardbriefe am nächsten Tag beim Empfänger sind,
> hab ich diese Informationen bei Überweisungen nicht.
> Ich hab zu Ostern einen (elektronischen) Überweisungsauftrag von der
> Santander zu meinem BfG-Konto aufgegeben.
> Da war eben _nicht_ auf dem Bildschirm zu lesen "Dieser Auftrag wird
> am 17. 4. 08:00 an die ... weitergeleitet, von dort am ... um ... an
> die ... und wird am ... bei ihrer BfG verbucht.
Das gibt's nur einen Unterschied: Bei der Post handelt es sich quasi um
eine geschlossenes System. D.h., wenn Du eine Briefbeförderung bei der
Post in Auftrag gibst, dann bearbeitet das auch ein und dasselbe
Unternehmen bis zum Postkasten des Empfängers.
Das ist bei Überweisungen in vielen Fällen eben nicht so, sondern es
sind oftmals mehrere Unternehmen / Organisationen an dem Vorgang
beteiligt. Deshalb kann das Institut des Auftraggebers auch höchstens
eine Aussage dazu treffen, wann eine Überweisung ihr Haus verlässt, aber
nicht, wann sie nun tatsächlich beim Empfänger eintrifft. (Ausnahme:
Auftraggeber- und Empfägerinstitut sind gleich.)
Darüber hinaus gibt es beim Transfer von Geld, auch bei Buchgeld, nunmal
ein etwas größeres Sicherheitsbedürfnis als bei Briefen.
Ich will nicht behaupten, dass es nicht Verbesserungsmöglichkeiten gibt,
aber es ist alles auch nicht so einfach, wie Du es Dir vorstellst.
Jan
>Da Du Dich gut auszukennen scheinst, kannst Du mir vielleicht
>folgenden Vorgang erklären. Ich habe ihn damals nicht verstanden:
Da wir anscheinend aneinander vorbeigeredet haben, versuche ich es
noch mal. Ich sprach von der Wertstellung "Scheck" und Ihr von der
Wertstellung "BArgeld".
>Tag 1: Meine Mutter hebt einen größeren Betrag von ihrem Sparbuch bei
>Bank A ab und zahlt diesen auf ihr Girokonto bei selbiger Bank ein.
>Das Geld verläßt die Bank also nicht. Anschließend gibt sie mir einen
>Scheck über eben jenen Betrag.
Gutschrift der Transaktion und Wertstellung am ersten Tag (sofern
Deine Mutter eine Privatkundin ist). Achtung: z.B. auch ein
Mietkautionskonto kann ein Geschäftsgiro sein.
Bei Geschäftsgiro: Wertstellung ein Tag später.
>Tag 2: Ich reiche den Scheck bei Bank B zur Gutschrift ein. Die
>Wertstellung erfolgt unter Vorbehalt am selben Tag.
^^^^^^^^ ^ falsches Wort, es muß Buchung heißen. Die Wertstellung
geschieht zwei Bankarbeitstage später.
>Tag 3: Der Scheck wird dem Girokonto bei Bank A belastet.
OK, das ging schnell...
jetzt muß das Geld erst von B nach A "überwiesen" bzw. bestätigt
werden.
>Tag 4 - 6: Wochenende und ein Feiertag
>Tag 7: Wertstellung der Einzahlung auf dem Girokonto bei Bank A
Das ist auch wieder richtig.
Ich sehe immer noch kein Problem!
Grüße aus der Printenstadt
>Ich habe derzeit das zweifelhafte Vergnuegen, immer mal Betraege von
>einem Schweizer auf ein deutsches Konto ueberweisen zu duerfen. Das geht
In dem Fall zuvor ging es nicht um eine Überweisung, sondern um eine
Scheckeinreichung.
>per SWIFT noch am selben Tag, d.h. die Empfaengerbank druckt noch am
SWIFT ist ein reines Informationssystem zwischen Banken. Da es ein
sicheres Informationssystem ist (von Hackern nicht eindringbar), ist
die empfangene Information (zB Eingang Überweisung X DM von Max
Mustermann) sofort verwertbar.
Das Geld geht aber seinen Weg über all die Zwischenkonten bei mehreren
Banken. Das Geld trifft dann tatsächlich erst 5 Tage später bei Deiner
Bank ein.
Grüße aus der Printenstadt
Hannes Birnbacher schrieb:
> Wo bleiben denn meine Kröten bei Überweisungen zwischen
> verschiedenen Bankenkreisen in der Zwischenzeit?
z.B. auf dem LZB-Konto ...
> Ich glaub, ich hab den Bänkern immer Unrecht getan. Die schnallen
> wirklich geistig nicht, worum's geht.
Na na na, wir wollen ja nicht gleich beleidigend werden....
> Wie soll bei einer
> Überweisung in einen anderen Kreis denn die Gutschrift auf dem
> Konto der einen Bank bei der Clearingstelle zu einem anderen Tag
> erfolgen als die Belastung auf dem Konto der anderen Bank, wenn
> es sich um dieselbe Buchung, einmal Soll und einmal Haben,
> handelt?!
Es handelt sich nicht um dieselbe Buchung, sondern um eine Kette von
mehreren Soll- und Haben-Buchungen, bis das Geld beim Empfänger
gutgeschrieben wird.
Jan
>>Tag 7: Wertstellung der Einzahlung auf dem Girokonto bei Bank A
>Das ist auch wieder richtig.
>Ich sehe immer noch kein Problem!
Uuuupppss!
Jetzt sehe ich erst das Problem, das Geld der Bareinzahlung ist erst 6
Tage später wertmäßig gutgeschrieben. Ich hatte die Wertstellung an
Tag 7 auf den Scheck bezogen.
Dieser Sachverhalt ist natürlich falsch!!!
Grüße aus der Printenstadt
Bautz Bautz schrieb:
Das hat aber nichts mit der Tatsache zu tun, dass der Scheck Ev
gutgeschrieben wurde.
Torsten
Hannes Birnbacher schrieb:
> Sag ich doch. Und dazwischen darf sich jeder ein Weilchen an dem
> Umsatz bedienen.
Letztlich handelt es sich für Banken ganz eindeutig um eine zusätzliche
Ertragsquelle. Die Alternative wären höhere Kontoführungspreise.
Insofern verstehe ich die Aufregung nicht wirklich.
Wenn Du etwas auf Rechnung kaufst, überweist Du die Rechnung doch auch
erst zum letztmöglichen Termin, so dass Dir daraus Zinsgewinne
entstehen. Das ist doch ein ganz normaler Vorgang ?!
Jan
Hannes Birnbacher schrieb:
> Nein, insbesondere schinde ich nicht Fristen heraus, die nicht
> vereinbart sind.
Es ist aber ein Unterschied, ob eine Vereinbarung besteht und diese
nicht eingehalten wird, oder ob (wie bei Überweisungen) hinsichtlich der
Frist gar nichts vereinbart ist.
> Und mir ist ein klares Wort (wie kürzlich von meiner Bank: "ab
> 1.4. kostet eine Überweisung DM 2.60 Gebühren") doch lieber als
> eine Lüge ("bei uns ist die Kontoführung vollkommen kostenlos"),
Okay, stelle Dir vor, ich veranlasse bei meinem Arbeitgeber, dass wir ab
sofort für jede Dienstleistung, insbesondere im Zahlungsverkehr,
mindestens die Kosten in Rechnung stellen, die auch anfallen. Ich glaube
kaum, dass Du zu dem Preis dann die Dienstleistung in Anspruch nehmen
wirst.
> wenn die Bank auf die Dummheit oder Un-Informiertheit ihrer
> Kunden setzt und sich dann durch Zinsschneiderei refinanziert.
Wenn Du nicht möchtest, dass psychologische Effekte im Wirtschaftsleben
ausgenutzt werden, dann musst Du ab sofort jegliche Werbung verbieten.
Glaubst Du z.B. auch, dass Dir ein Mobilfunkbetreiber ein Handy für 1 DM
einfach so schenkt ? Beschwerst Du Dich bei denen auch, dass die
"Dummheit" der Kunden ausgenutzt wird ?
> Strafrechtlich ist so ein Vorgehen irgendwo zwischen Betrug, d.h.
> die Ahnungslosigkeit anderer Leute rechtswidrig zu eigenem
> Vorteil auszunutzen, und Unterschlagung, z.B. erhaltenes Geld für
> Dritte ein paar Tage behalten, einzuordnen.
Mit solchen Bemerkungen wäre ich ein wenig vorsichtig. Was soll hier
genau rechtswidrig sein ?
Jan
>Okay, stelle Dir vor, ich veranlasse bei meinem Arbeitgeber, dass wir ab
>sofort für jede Dienstleistung, insbesondere im Zahlungsverkehr,
>mindestens die Kosten in Rechnung stellen, die auch anfallen. Ich glaube
>kaum, dass Du zu dem Preis dann die Dienstleistung in Anspruch nehmen
>wirst.
Anmerkung: Gemäß des Controllings kostet ein normal geführtes
Girokonto einer Privatperson ca. 400 DM pro Jahr. Einnahmen je nach
Bank bis zu 200 DM.
Grüße aus der Printenstadt
>Letztlich handelt es sich für Banken ganz eindeutig um eine zusätzliche
>Ertragsquelle. Die Alternative wären höhere Kontoführungspreise.
>Insofern verstehe ich die Aufregung nicht wirklich.
Hallo Herr Kollege!
Daß es teilweise eine Ertragsquelle ist, je nach dem bei welcher Bank
Deine Überweisung abends landet und als Übernachtfazilität für 3,75%
bei der LZB zwischengeparkt werden kann, bestreite ich nicht.
Aber: Der Weg auf den Verrechnungskonten ist recht lang und somit auch
nicht gewollt, daß die Überweisungen so lange kursieren.
Kunde schmeißt Überweisung A bei SpK Aachen ein, soll zu VoBank
München. Dann wird innerhalb der SpK mehrmals verrechnet, bis die
Überweisung zur WestLB gelangt. Von da geht sie dann weiter innerhalb
des Sparkassengironetzes zur Bayrischen LB. Von da wird sie in das
Gironetz der Volksbanken gespeist. Von der bayrischen Volksbankmutter
geht die Überweisung dann irgendwann zur Volksbank München, bei der
nach mehreren Zwischenkonten dann das endgültige Konto des Empfängers
angesprochen werden kann.
>Wenn Du etwas auf Rechnung kaufst, überweist Du die Rechnung doch auch
>erst zum letztmöglichen Termin, so dass Dir daraus Zinsgewinne
>entstehen. Das ist doch ein ganz normaler Vorgang ?!
Die Banken dürfen gemäß BGH-Urteil keine Überweisungen aufhalten und
damit Gewinne erzielen. Einzige Ausnahme: wenn abends die Überweisung
zB bei der WestLB ankommt und an diesem Tag keine weitere Verrechnung
mit der in der weiteren Kette nachfolgenden Bank vorgenommen wird.
Frag mich aber jetzt nicht nach irgendwelchen §§§.
Grüße aus der Printenstadt
"Konrad Wilhelm" <wil...@onlinehome.de> schrieb:
>> Wenn ich am Donnerstag vor einem Wochenende und zwei Feiertagen einem
>> Kurierdienst einen Brief gebe und ich weiß, daß die nur MO-FR arbeiten,
>> darf ich mich dann wirklich beschweren, daß der Brief während der
>> Feiertage nicht weiterbewegt wird?
> Damit hast du das Problem eigentlich sehr gut geschildert:
> Im Gegensatz zum Kurierdienst (sagen wir mal "Post" dazu) weiß ich bei
> der/den Banken eben _nicht_ wann sie arbeiten.
[...]
> Im Gegensatz zur Post, die an ihre Briefkästen dranschreibt, wann die
> das nächste mal gelehrt werden, und die dann nahezu (besser als 95 %)
> garantiert, dass Standardbriefe am nächsten Tag beim Empfänger sind,
> hab ich diese Informationen bei Überweisungen nicht.
Wenn man den Post- Vergleich auf eine Überweisung bezieht: Klar kann man
das mit 95%iger Wahrscheinlichkeit voraussagen. Um es aber mit
Inlandsbriefen der Post vergleichen zu können, darf man für die
Überweisungen auch nur die heranziehen, die innerhalb desselben Institutes
bleiben. Für einen Brief, den die Empfangspost nur bis zu einer
gewissen Zeit behält, um ihn danach durch eine andere Post weiter-
befördern und letztendlich durch die begünstige Post ausliefern
zu lassen, gibt AFAIK die Deutsche Post auch keine Laufzeitgarantie
ab, oder? Und einlesen muß die Post die Briefe auch nicht ;-)
BTW: Es _gibt_ auch im innerdeutschen Zahlungsverkehr Laufzeitgarantien
(auch institutsübergreifend). Wahrscheinlich genau so eine Garantie,
für die Du bei der Post/UPS etc. einen satten Aufschlag zahlen darfst
(wenn es nicht im eigenen "Netz" bleibt).
Schau mal auf der Website der Bundesbank nach "ELS", dann wirst Du
sehen, was ich meine. Allerdings verlangt allein die BuBa für die
Garantie so zwischen 5 und 10 DEM (pro Auftrag). Wenn Dir das eine
Überweisung nicht wert ist, dann mußt Du eben damit leben, daß die
Banken sich die kostengünstigste Möglichkeit der Abwicklung heraus-
suchen (oder bei den Banken Dein Konto führen, wo Du weißt -oder das
Gefühl hast-, daß sie schneller buchen als andere)...
[...]
> einem einigermaßen intelligenten Computer ja auch zutrauen könnte. Der
> Computer der deutschen Bahn weiß jedenfalls sehr genau, wann ich in in
> Berlin Rathaus Steglitz ankomme, wenn ich um 09:32 in Havixbeck
> Bahnhof anfahre).
Wann denn? Ich hol' Dich ab, ist gleich um die Ecke ;-))
> Auch da fehlt ihm ja jede Information dazu. Die Aussage "wir liefern
> (zu mehr als 95 %) Überweisungen, die bis ... Uhr eines
> Bankarbeitstages eingehen noch am gleichen Tag bei der ... ab" fehlt,
> und die ist auch nicht/kaum zu kriegen.
Och - einfach nachfragen. Ob 'rielteim' oder im 'bätsch' gebucht wird,
werden sie Dir doch sagen können. Und wenn Batchverbuchung, werden
sie Dir sicher auch sagen können, wann ihr Buchungsschnitt ist. Und
ob sie Belege (sofern Du so etwas altertümliches benutzt...) vor Ort
für die maschinelle Weiterverarbeitung einscannen (auf der Zahlungs-
verkehr-FAQ "verdaten" genannt) und wann sie das machen bzw. ob die
Dinger gesammelt von einem Kurier zu einer Erfassungsstelle gebracht
werden, auch.
> Die Tatsache, dass das (hier) immer wieder diskutiert wird, ist doch
> ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es da erheblichen
> Verbesserungsbedarf gibt.
...weswegen womöglich im letzten Jahr ein "Überweisungsgesetz"
beschlossen wurde?
Wobei ich das für Jammern auf hohem Niveau halte. Ohne genaue Daten
zu kennen, würde ich vermuten, daß weniger als 5% aller Überweisungen
länger als 3 Bankarbeitstage bis zum Empfänger brauchen (inländische
Überweisungen, die formal und materiell in Ordnung sind). Wer seine
Aufträge elektronisch vor Buchungsschnitt aufgibt, dürfte damit noch
weniger Probleme haben. Daß dieser "Verbesserungsbedarf" in den
letzten Jahren durchaus für Verbesserungen gesorgt hat, ist doch
auch unstreitig, oder (möglicherweise diskutabel ist der Umfang der
Verbesserungen)?
Von Banken zu verlangen, daß sie mit jeder Bank in diesem Land eine
Direktverrechnung betreiben und gleichzeitig Überweisungen weiterhin
im Pfennigbereich abrechnen, ist da m.E. übertrieben (aber ich
bin auch befangen...). Für eine angemessene Aufwandsentschädigung
kannst Du schon heute grundsätzlich jeden Betrag innerhalb von Minuten
um den gesamten Globus jagen.
[...Aufruf einer Internetseite...]
> Natürlich wären solche Strukturen (mit gehörigen Sicherheitssystemen)
> auch für Bankgeschäfte möglich. Klar, kostet Geld.
Die Sicherheitssysteme sind das kleinste Problem (sowas macht man
seit den 70ern realtime). Als zu meiner Zeit als "Electronic Banker"
(lang ist's her...) mal ein Versuch der Umstellung der eigenen (also
noch nicht der institutsübergreifenden) Buchungen auf realtime-
Verarbeitung gemacht wurde, benötigte das die Installation eines
zusätzlichen Großrechners mit Anschaffungskosten im mehrfachen
Millionenbereich. Der mußte nämlich dafür sorgen, daß die tagsüber
anderweitig benötigten Ressourcen nicht durch das permanente Datenbank-
aktualisieren (es waren knapp 4? Millionen Buchungen täglich) in die
Knie gezwungen wurden (bei realtime- Verbuchung muß nach jeder Einzel-
transaktion ein neuer "juristischer Bestand" erzeugt werden).
Man hatte lange überlegt, ob man solch eine Anschaffung ohne wirklich
meßbaren Mehrwert wirklich tätigt; hat das aber dann doch gemacht
(da es ja auch den Vorteil brachte, daß man "gefährliche" Verfügungen
selbst ein paar Stunden früher erkennen konnte).
Auch im hochmodernen Interbankenhandel werden die in Sekundenschnelle
getätigten Geschäfte immer noch 2 Tage später abgerechnet (und da
geht's nicht um 50Mark- Überweisungen)...
"Sigrid Wörsdörfer" <use...@sw55.de> schrieb:
>> Warum wurde denn das das Geld
>> nicht vom Sparbuch abgehoben und dann bei der Bank B bar eingezahlt?
> Weil Bank B sich an einem anderen Ort als Bank A befindet und meine
> Mutter - was ich für sehr vernünftig halte - nicht mit soviel Bargeld
> durch die Gegend laufen wollte.
Nachvollziehbar.
Andere Frage: Warum wurde das Geld überhaupt bar abgehoben und gleich
wieder auf das eigene (Giro-)Konto eingezahlt und nicht einfach unbar
übertragen?
Michael Heiden schrieb:> Hallo Herr Kollege!
> Daß es teilweise eine Ertragsquelle ist, je nach dem bei welcher Bank
> Deine Überweisung abends landet und als Übernachtfazilität für 3,75%
> bei der LZB zwischengeparkt werden kann, bestreite ich nicht.
> Aber: Der Weg auf den Verrechnungskonten ist recht lang und somit auch
> nicht gewollt, daß die Überweisungen so lange kursieren.
Was ich damit sagen wollte: Diese Erträge sind halt mit einkalkuliert,
auch wenn sie nur nebenbei mit abfallen.
> Die Banken dürfen gemäß BGH-Urteil keine Überweisungen aufhalten und
> damit Gewinne erzielen. Einzige Ausnahme: wenn abends die Überweisung
> zB bei der WestLB ankommt und an diesem Tag keine weitere Verrechnung
> mit der in der weiteren Kette nachfolgenden Bank vorgenommen wird.
Klar, ich wollte aber deutlich machen, dass es nicht verwerflich ist,
wenn man den Rahmen des Zulässigen auch ausnutzt.
Jan
Hannes Birnbacher schrieb:
> Irgendwie find ich es ja Scheisse, dass seit Jahrzehnten nur
> Mutter Theresa gelobt wurde und keiner die Mildtätigkeit der
> Banken erwähnt hat.
Damit ist nun klar, dass es Dir offenbar nicht um eine sachliche
Diskussion geht. Somit können wir den Thread an dieser Stelle beenden.
Jan
Sigrid Wörsdörfer schrieb:
> Hannes mag das ja etwas polemisch formuliert haben, aber es will doch
> wohl niemand ernsthaft behaupten, daß den 400 DM Kosten nur die bis zu
> 200 DM Einnahmen im Jahr gegenüber stehen. Ich glaube kaum, daß die
> Banken aus reiner Menschenfreundlichkeit mit den Girokonten Verluste
> einfahren.
Nein, natürlich nicht. Das hat auch - glaube ich - niemand behauptet.
> Es wäre ehrlicher, wenn der Kunde erführe, wie die
> Differenz (und mehr) wieder hereingeholt wird.
Kennst Du Unternehmen, die ihre interne Kalkulation veröffentlichen ?
Ich nicht.
> BTW mich ärgert ganz einfach, wie die Banken immer wieder mit
> kostenlosen Angeboten auf Kundenfang gehen und dann an der
> Preisschraube drehen. So wurde z. B. zunächst dafür gesorgt, daß ohne
> ein Girokonto nichts mehr geht und dann fiel auf einmal auf, daß das
> auch Kosten verursacht. Dann wurden die Kunden in Investmentdepots bei
> der hauseigenen Fondsgesellschaft gelockt. Nachdem es nun wohl
> genügend Depots gibt, werden Depotgebühren eingeführt.
> Das ist natürlich in anderen Branchen nicht unbedingt anders,
Eben ! Und woran mag das wohl liegen, dass es in anderen Branchen aus
so ist ? Ganz einfach: Das in unserem Wirtschaftssystem ein ganz
normaler Vorgang. Wer glaubt, dass Wirtschaftsunternehmen ohne Grund
irgendetwas verschenken, der hat wohl in der Schule nicht richtig
aufgepasst. Wem das nicht gefällt, der muss halt auswandern oder das
Wirtschaftssystem ändern.
> aber in
> dieser Newsgroup geht es nun einmal um Banken und Broker. ;-)
Nur (s.o.) ist das eben keine bankspezifische Frage, sondern eine
allgemein-wirtschaftliche.
Jan
Bei der Sparkasse, bei der ich Kunde bin, läuft das genauso. Das
Geld wird vom Sparbuch "abgehoben", dann sofort auf dem Girokonto
als Baeinzahlung verbucht.
Grüße
Ulrich
>Hannes mag das ja etwas polemisch formuliert haben, aber es will doch
>wohl niemand ernsthaft behaupten, daß den 400 DM Kosten nur die bis zu
>200 DM Einnahmen im Jahr gegenüber stehen. Ich glaube kaum, daß die
>Banken aus reiner Menschenfreundlichkeit mit den Girokonten Verluste
Hat ja auch keiner behauptet, daß das aus Menschenfreundlichkeit
geschieht. So hat jeder Verkäufer irgendwo ein Topangebot, genau so
wie Versicherungen, die meist mit der Privathaftpflicht Verluste
einfahren oder der Einkaufsmarkt nebenan, der eine preisgünstige
Wursttheke hat, dafür aber bei Brot die Verluste wieder reinfährt.
Dies ist Marketing.
Und da Kunden bei Kosten kritischer sind als bei Gewinnen, werden also
die Girokosten möglichst weit gedrückt.
>einfahren. Es wäre ehrlicher, wenn der Kunde erführe, wie die
>Differenz (und mehr) wieder hereingeholt wird.
Schau in die Gewinn+Verlustrechnung der einzelnen Bank hinein, dann
erfährst Du es.
Grüße aus der Printenstadt
> > BTW mich ärgert ganz einfach, wie die Banken immer wieder mit
> > kostenlosen Angeboten auf Kundenfang gehen und dann an der
> > Preisschraube drehen. So wurde z. B. zunächst dafür gesorgt, daß ohne
> > ein Girokonto nichts mehr geht und dann fiel auf einmal auf, daß das
> > auch Kosten verursacht. Dann wurden die Kunden in Investmentdepots bei
> > der hauseigenen Fondsgesellschaft gelockt. Nachdem es nun wohl
> > genügend Depots gibt, werden Depotgebühren eingeführt.
> > Das ist natürlich in anderen Branchen nicht unbedingt anders,
> Eben ! Und woran mag das wohl liegen, dass es in anderen Branchen aus
> so ist ? Ganz einfach: Das in unserem Wirtschaftssystem ein ganz
> normaler Vorgang. Wer glaubt, dass Wirtschaftsunternehmen ohne Grund
> irgendetwas verschenken, der hat wohl in der Schule nicht richtig
> aufgepasst. Wem das nicht gefällt, der muss halt auswandern oder das
> Wirtschaftssystem ändern.
Es ist nur so, ohne das geschenkte Handy kann ich leben. Auch die
meisten anderen irgendwann geschenkten und mittlerweile
kostenpflichtigen Dinge (irgendwie faellt mir da nichts mehr ein) sind
vermutlich verzichtbar. Aber geh mal irgendwo Arbeit suchen und
erzaehle denen, dass Du Barzahlung wuenschst, weil Du kein Konto
hast. Da geht nichts mehr - kein Telefon, kein Fernsehen, keine
Zeitungsabonnements, kein Verein nimmt Dich auf, keine Versicherung
kennt Dich und den Job wirst Du auch nicht kriegen.
Meine Bank will jetzt Gebuehren fuer handschriftlich ausgefuellte
Ueberweisungen - warum stellen die nicht ehrlich ein Schild auf und
sagen, 'wir wollen hier keine Kunden sehen, lasst uns in Ruhe, macht
alles uebers Internet - und Menschen ohne Internet wollen wir schon
gar nicht'. Das waelzt die Kosten fuer das Lesen der handschriftlichen
Auftraege natuerlich geschickt auf die Telefonrechnung des
Kunden...
Nichts gegen gesundes Gewinnstreben eines Unternehmens, dafuer ist es
da. Deshalb kriegt es mein Geld fuer einen mickrigen Prozentsatz und
schlaegt gekonnt zu, wenn ich mal ueberziehe oder einen Kredit brauche
- ist schon in Ordnung. Aber Dienste ueber Dumping de facto
'lebensnotwendig' machen in dieser Gesellschaft und dann dafuer
abkassieren, ist etwas anderes.
Hinnerk
--
Dipl.-Inf. H. Hagenah LFT, FAU Erlangen h...@lft.uni-erlangen.de
"Committee for the Liberation and Integration of Terrifying Organisms,
and their Rehabilitation Into Society. Just one drawback with that -
the abbreviation is Clitoris." (Arnold J. Rimmer, Red Dwarf)
Hinnerk Hagenah schrieb:
> Es ist nur so, ohne das geschenkte Handy kann ich leben. Auch die
> meisten anderen irgendwann geschenkten und mittlerweile
> kostenpflichtigen Dinge (irgendwie faellt mir da nichts mehr ein) sind
> vermutlich verzichtbar. Aber geh mal irgendwo Arbeit suchen und
> erzaehle denen, dass Du Barzahlung wuenschst, weil Du kein Konto
> hast. Da geht nichts mehr - kein Telefon, kein Fernsehen, keine
> Zeitungsabonnements, kein Verein nimmt Dich auf, keine Versicherung
> kennt Dich und den Job wirst Du auch nicht kriegen.
Du kannst einem Unternehmen doch nicht ernsthaft vorwerfen, dass es
unternehmerisch handelt. So funktioniert nunmal unsere Wirtschaft:
Bedürfnisse / Nachfrage erzeugen und dann damit Geld verdienen. Und in
diesem Fall hat es - zugegebenermaßen - gut und vor allem nachhaltig
funktioniert.
> Meine Bank will jetzt Gebuehren fuer handschriftlich ausgefuellte
> Ueberweisungen - warum stellen die nicht ehrlich ein Schild auf und
> sagen, 'wir wollen hier keine Kunden sehen, lasst uns in Ruhe, macht
> alles uebers Internet - und Menschen ohne Internet wollen wir schon
> gar nicht'. Das waelzt die Kosten fuer das Lesen der handschriftlichen
> Auftraege natuerlich geschickt auf die Telefonrechnung des
> Kunden...
Ich verstehe das nicht: In einem anderen Beitrag wurde gefordert, dass
eine Bank seine Preise möglichst transparent gestaltet und jeweils den
Preis verlangt, der im Vergleich zu den Kosten angebracht ist. Nun macht
Deine Bank das und es ist auch wieder nicht richtig. Wie man's macht,
ist es falsch....
Aber der Hintergrund ist ja auch ein ganz anderer: Hast Du schon mal
überlegt, warum Direktbanken (mit denen traditionelle Filialbanken heute
im direkten Wettbewerb stehen) so günstige Girokonten anbieten können ?
Genau, weil sie kostenträchtige Dienstleistungen gar nicht erst
anbieten. Da leider die Mehrzahl der Kunden hauptsächlich auf den Preis
schaut, der ganz oben in der Tabelle steht (nämlich den
Kontoführungs-Grundpreis) und heutzutage fast selbstverständlich dort
"0,00" erwartet, ist es für Filialbanken kaum zu vermeiden, die
kostenträchtigen Dienstleistungen mit den zur Kostendeckung notwendigen
Preisen zu belegen, um wenigstens ansonsten preismäßig mithalten zu
können.
> Nichts gegen gesundes Gewinnstreben eines Unternehmens, dafuer ist es
> da. Deshalb kriegt es mein Geld fuer einen mickrigen Prozentsatz und
> schlaegt gekonnt zu, wenn ich mal ueberziehe oder einen Kredit brauche
> - ist schon in Ordnung. Aber Dienste ueber Dumping de facto
> 'lebensnotwendig' machen in dieser Gesellschaft und dann dafuer
> abkassieren, ist etwas anderes.
s.o.
Jan
"Hinnerk Hagenah" <h...@lft.uni-erlangen.de> schrieb:
[...]
> Es ist nur so, ohne das geschenkte Handy kann ich leben. Auch die
> meisten anderen irgendwann geschenkten und mittlerweile
> kostenpflichtigen Dinge (irgendwie faellt mir da nichts mehr ein) sind
> vermutlich verzichtbar. Aber geh mal irgendwo Arbeit suchen und
> erzaehle denen, dass Du Barzahlung wuenschst, weil Du kein Konto
> hast. Da geht nichts mehr - kein Telefon, kein Fernsehen, keine
> Zeitungsabonnements, kein Verein nimmt Dich auf, keine Versicherung
> kennt Dich und den Job wirst Du auch nicht kriegen.
Der Wettbewerb im Bankenbereich ist IMHO hierzulande so groß, daß
ein "passendes" Girokonto (und sei es ein "kostenloses") im Rahmen
realistischer Vorstellungen ohne großen Aufwand zu finden sein
dürfte.
> Meine Bank will jetzt Gebuehren fuer handschriftlich ausgefuellte
> Ueberweisungen
Früher habe ich bei der Suche nach einer Telefonnummer 12 Pfennig
für die freundliche Dame bei der Telefonauskunft bezahlt. Heute
bin ich mit dem zehnfachen Betrag dabei. Hol' ich mir die Nummer
über Internet, kostet das außer Providergebühren nichts. Dafür
habe ich früher für Ferngespräche vergleichsweise hohe Beträge
zahlen dürfen - dank Wettbewerb und CbC sind diese Zeiten vorbei
(bei Ortsnetzgesprächen widerum ist's andersherum).
So ist das eben mit den Veränderungen in der Wirtschaft - auf
einmal entstehen "profit center", die alle unabhängig voneinander
zumindest kostendeckend arbeiten sollen und nicht mehr unter
dem Mäntelchen von "Konzerngesichtspunkten" mitgeschleift werden.
Da werden Produkte kalkuliert, mit denen man einen potentiellen
Kunden in sein Geschäft zu locken versucht, um ihm nebenbei dann
entweder auch das zu verkaufen, von dem man letztendlich lebt,
oder darauf hofft, er möge einen bei zukünftigen Ausgaben dieser
Art ob der guten Erfahrung berücksichtigen.
Mit entsprechender Mühewaltung sollten sich hunderte von
Produkten oder Dienstleistungen finden lassen, die in den letzten
50 Jahren eine Veränderung in ihrer Kalkulation/Preisgestaltung
erfahren haben.
> - warum stellen die nicht ehrlich ein Schild auf und
> sagen, 'wir wollen hier keine Kunden sehen, lasst uns in Ruhe, macht
> alles uebers Internet -
Vermutlich dürfte die Intention eine andere sein. Vielleicht liegt
das ja auch daran, daß mittlerweile 95% der Transaktionen bei
dieser Bank kostengünstig da beleglos abgewickelt werden und die
sich jetzt fragen, ob man die restlichen 5% wirklich weiterhin
kostenlos anbieten muß? Vielleicht wollen sie die teure Resource
Personal ja auch für gewinnbringendere Tätigkeiten einsetzen?
Ich kenne keine Bank, die selbst nur hinter vorgehaltener Hand
ein Interesse daran hat, keine Kunden mehr sehen zu wollen;
diese Schlußfolgerung ist einfach unlogisch.
> Aber Dienste ueber Dumping de facto 'lebensnotwendig' machen
> in dieser Gesellschaft und dann dafuer abkassieren, ist etwas
> anderes.
Für solchen Frevel gibt es das Kartellamt. Schon 'mal dort
nachgefragt, ob die das genauso sehen? ;-)
>Meine Bank will jetzt Gebuehren fuer handschriftlich ausgefuellte
>Ueberweisungen - warum stellen die nicht ehrlich ein Schild auf und
>sagen, 'wir wollen hier keine Kunden sehen, lasst uns in Ruhe, macht
Wenn die Banken fair nur die Kosten einspielen ohne noch einen Gewinn
zusätzlich einzusacken, dann kostet eine handschriftliche Überweisung
zwischen 2,80 - 3,40 DM. Zudem kommt hinzu, daß zumindest bei uns ca.
jede 30te Überweisung falsch ausgefüllt ist und wir dann dem Kunden
hinterhertelefonieren oder per Post zurück schicken. Noch mal
Kosten...
Daß sich diese Kosten in der heutigen fast schon vollelektronischen
Welt stark minimieren lassen und die Banken an diesen verminderten
Kosten partizipieren möchten, wenn sie schon nicht weiter an der
"Teurungsschraube" drehen möchten, ist doch wohl klar.
Grüße aus der Printenstadt
"Konrad Wilhelm" <wil...@onlinehome.de> schrieb:
>> Letztlich handelt es sich für Banken ganz eindeutig um eine zusätzliche
>> Ertragsquelle. Die Alternative wären höhere Kontoführungspreise.
>> Insofern verstehe ich die Aufregung nicht wirklich.
> Es gibt da schon noch andere Alternativen. Z. B. niedrigere Gewinne
Ist das eine ernst zu nehmende Alternative?
"Konrad Wilhelm" <wil...@onlinehome.de> schrieb:
[...]
>> Andere Frage: Warum wurde das Geld überhaupt bar abgehoben und gleich
>> wieder auf das eigene (Giro-)Konto eingezahlt und nicht einfach unbar
>> übertragen?
> Kann ich von Sparbüchern aus Überweisungen durchführen?
Nein, aber die Bank kann grundsätzlich unbare Überträge (vom Ergebnis
dasselbe wie eine eigenveranlaßte Überweisung) davon durchführen.
Ist ja nur eine ganz normale Soll-an-Haben- Buchung ;-)
"Konrad Wilhelm" <wil...@onlinehome.de> schrieb:
[...S.W.I.F.T. ...]
> Ich kapier die Unterscheidung von "Geld" und "Information" nicht so
> richtig.
Und das scheint das ganze Problem zu sein ;-)
Um Informationen übertragen zu können, müssen eben keine Guthaben
und Verrechnungskonten untereinander geführt werden, die (ggf. nicht
rund um die Uhr aus ressourcentechnischen Gründen) nach den
Soll- _und_ Haben- Buchungen "glatt" sein müssen.
Vielleicht kann Dich ja
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3441031733/o/qid=987972073/sr=8-1/302-4497322-3640041
erleuchten...
Nach meiner Information werden bei einem Swift die Informationen unter
den Banken in einem besonders geschützten System (Swift) ausgetauscht.
Das Geld steht der empfangenen Bank am selben Tag zur Verfügung
http://www.bundesbank.de/de/presse/faq/bic.htm
http://www.aspect-online.de/prodinfo/abc_bank/swift.htm
http://www.wgz-bank.de/produktion/wgz-bank/WebSite/Kunden/k2/k2_1/k2_1_2/k2_1_2_4/k2124.jsp
http://www.sk-koeln.de/SKK/External_Front_Door/0,1645,1921,00.html
http://www.bbbank.de/Homepage/Produkte/Kontoservice/Auslandszahlungsverkehr/Informationen_2.htm
http://www.credit-suisse.ch/en/firmenkunden/handel/devisen/media/pdf/zahlunge.pdf
Ganz genau unter
http://www.dresdner-bank.com/knowhow/hintergruende/euro/euro_unternehmen/pub_download/zahlungsauftrag.pdf
Historie
http://www.cowo.de/archiv.cfm?path=http://www.cowo.de/archiv/1975/39/7539c047.html
--
Ewald Bauder - Friedrichstr. 8 - 72667 Schlaitdorf - Germany
http://www.bauder-ewald.de - Homepage
http://www.bauder-ewald.de/makler.htm - Info Versicherungsmakler
---
Email: mailto:EBa...@t-online.de - Standart Emailadresse
mailto:in...@bauder-ewald.de - Anfrage Versicherungen
mailto:e...@bauder-ewald.de - Private EMail
> > Es ist nur so, ohne das geschenkte Handy kann ich leben. Auch die
> > meisten anderen irgendwann geschenkten und mittlerweile
> > kostenpflichtigen Dinge (irgendwie faellt mir da nichts mehr ein) sind
> > vermutlich verzichtbar. Aber geh mal irgendwo Arbeit suchen und
> > erzaehle denen, dass Du Barzahlung wuenschst, weil Du kein Konto
> > hast. Da geht nichts mehr - kein Telefon, kein Fernsehen, keine
> > Zeitungsabonnements, kein Verein nimmt Dich auf, keine Versicherung
> > kennt Dich und den Job wirst Du auch nicht kriegen.
> Du kannst einem Unternehmen doch nicht ernsthaft vorwerfen, dass es
> unternehmerisch handelt. So funktioniert nunmal unsere Wirtschaft:
> Bedürfnisse / Nachfrage erzeugen und dann damit Geld verdienen. Und in
> diesem Fall hat es - zugegebenermaßen - gut und vor allem nachhaltig
> funktioniert.
Aha. Irgendwann muss die Gesellschaft dann ev. durch ihre gewaehlten
Vertreter (aka 'der Staat') zur Gegenwehr ansetzen. Bei den Medizinern
hat das ja noch besser funktioniert als bei den Banken - aber die
duerfen nicht so kassieren, wie sie vermutlich koennten. Auch die
Telekom und die deutsche Post durften und duerfen ihre Monopole nicht
so ausnutzen, wie sie es vermutlich koennten. Die einzigen Ausnahmen
sind anscheinend Banken, Versicherungen und Tankstellen... Es ist ein
Merkmal sozialer Marktwirtschaft, dass nicht alles gemacht wird, was
man ev. machen koennte.
> > Meine Bank will jetzt Gebuehren fuer handschriftlich ausgefuellte
> > Ueberweisungen - warum stellen die nicht ehrlich ein Schild auf und
> > sagen, 'wir wollen hier keine Kunden sehen, lasst uns in Ruhe, macht
> > alles uebers Internet - und Menschen ohne Internet wollen wir schon
> > gar nicht'. Das waelzt die Kosten fuer das Lesen der handschriftlichen
> > Auftraege natuerlich geschickt auf die Telefonrechnung des
> > Kunden...
> Ich verstehe das nicht: In einem anderen Beitrag wurde gefordert, dass
> eine Bank seine Preise möglichst transparent gestaltet und jeweils den
> Preis verlangt, der im Vergleich zu den Kosten angebracht ist. Nun macht
> Deine Bank das und es ist auch wieder nicht richtig. Wie man's macht,
> ist es falsch....
>
> Aber der Hintergrund ist ja auch ein ganz anderer: Hast Du schon mal
> überlegt, warum Direktbanken (mit denen traditionelle Filialbanken heute
> im direkten Wettbewerb stehen) so günstige Girokonten anbieten können ?
Aha, also doch das 'Kunden raus'-Schild.
> Genau, weil sie kostenträchtige Dienstleistungen gar nicht erst
> anbieten.
Das weiss ich dann aber auch, wenn ich dort Kunde werde. Die werben
mich nicht erst mit Service-Blabla, um die Konditionen dann zu
aendern.
> Da leider die Mehrzahl der Kunden hauptsächlich auf den Preis
> schaut, der ganz oben in der Tabelle steht
Jammerjammer - wie war das mit der Wirtschaft und den Interessen?
> > Nichts gegen gesundes Gewinnstreben eines Unternehmens, dafuer ist es
> > da. Deshalb kriegt es mein Geld fuer einen mickrigen Prozentsatz und
> > schlaegt gekonnt zu, wenn ich mal ueberziehe oder einen Kredit brauche
> > - ist schon in Ordnung. Aber Dienste ueber Dumping de facto
> > 'lebensnotwendig' machen in dieser Gesellschaft und dann dafuer
> > abkassieren, ist etwas anderes.
> s.o.
dito.
> > Es ist nur so, ohne das geschenkte Handy kann ich leben. Auch die
> > meisten anderen irgendwann geschenkten und mittlerweile
> > kostenpflichtigen Dinge (irgendwie faellt mir da nichts mehr ein) sind
> > vermutlich verzichtbar. Aber geh mal irgendwo Arbeit suchen und
> > erzaehle denen, dass Du Barzahlung wuenschst, weil Du kein Konto
> > hast. Da geht nichts mehr - kein Telefon, kein Fernsehen, keine
> > Zeitungsabonnements, kein Verein nimmt Dich auf, keine Versicherung
> > kennt Dich und den Job wirst Du auch nicht kriegen.=20
> Der Wettbewerb im Bankenbereich ist IMHO hierzulande so gro=DF, da=DF
> ein "passendes" Girokonto (und sei es ein "kostenloses") im Rahmen
> realistischer Vorstellungen ohne gro=DFen Aufwand zu finden sein
> d=FCrfte.
Zeit, Muehe und Gebuehren fuer die Aufloesung meiner Konten bei Bank A
und Umstellung aller Vertraege etc auf Bank B demotivieren da
gewaltig. Es ist ja nicht so, dass man einfach sein Geld nimmt und
geht.
> Ich kenne keine Bank, die selbst nur hinter vorgehaltener Hand
> ein Interesse daran hat, keine Kunden mehr sehen zu wollen;
> diese Schlu=DFfolgerung ist einfach unlogisch.
Banken sind an Geschaefts- und Grosskunden interessiert, nicht an
Privatkunden, die Muehe machen und vergleichsweise wenig Geld
bringen.
> > Aber Dienste ueber Dumping de facto 'lebensnotwendig' machen
> > in dieser Gesellschaft und dann dafuer abkassieren, ist etwas
> > anderes.
> F=FCr solchen Frevel gibt es das Kartellamt. Schon 'mal dort
> nachgefragt, ob die das genauso sehen? ;-)
Siehe Tankstellen/Mineraloelkonzerne, die sich auch nie absprechen,
aber immer gleichzeitig erhoehen. Denen ist vermutlich keine Absprache
nachzuweisen...
Hinnerk
--
Dipl.-Inf. H. Hagenah LFT, FAU Erlangen h...@lft.uni-erlangen.de
The human race has one really effectiv weapon, and that is laughter!
(Mark Twain)
> >Meine Bank will jetzt Gebuehren fuer handschriftlich ausgefuellte
> >Ueberweisungen - warum stellen die nicht ehrlich ein Schild auf und
> >sagen, 'wir wollen hier keine Kunden sehen, lasst uns in Ruhe, macht
> Wenn die Banken fair nur die Kosten einspielen ohne noch einen Gewinn
> zusätzlich einzusacken, dann kostet eine handschriftliche Überweisung
> zwischen 2,80 - 3,40 DM. Zudem kommt hinzu, daß zumindest bei uns ca.
> jede 30te Überweisung falsch ausgefüllt ist und wir dann dem Kunden
> hinterhertelefonieren oder per Post zurück schicken. Noch mal
> Kosten...
<rant>
Die armen Banken - ich sollte schnell mein Geld holen, bevor die alle
bankrott sind... Wo die ueberall und staendig draufzahlen! Da muessen
ja wohl nur Idioten am Werk sein, dass die das ueberhaupt machen.
</rant>
Ich kann es nicht mehr hoeren
Hinnerk
--
Dipl.-Inf. H. Hagenah LFT, FAU Erlangen h...@lft.uni-erlangen.de
"Hinnerk Hagenah" <h...@lft.uni-erlangen.de> schrieb:
[...]
>>> Meine Bank will jetzt Gebuehren fuer handschriftlich ausgefuellte
>>> Ueberweisungen - warum stellen die nicht ehrlich ein Schild auf und
>>> sagen, 'wir wollen hier keine Kunden sehen, lasst uns in Ruhe, macht
>>> alles uebers Internet - und Menschen ohne Internet wollen wir schon
>>> gar nicht'.
>> Ich kenne keine Bank, die selbst nur hinter vorgehaltener Hand
>> ein Interesse daran hat, keine Kunden mehr sehen zu wollen;
>> diese Schlußfolgerung ist einfach unlogisch.
> Banken sind an Geschaefts- und Grosskunden interessiert, nicht an
> Privatkunden, die Muehe machen und vergleichsweise wenig Geld
> bringen.
Mir kommen die Tränen.
Und weil das so ist, wie Du sagst, hat das hiesige
Bankgewerbe mehr Filialen ("Bankdichte") als anderswo in
Europa (1.725 Einwohner pro Bankstelle) - Luxembourg außen
vor. Und weil das so ist, betreiben sie das Geschäft aus
purem Zeitvertreib weiter (Filialen könnte man innerhalb
kürzester Zeit schließen, dann würde man wirklich keinen
Privatkunden mehr sehen bzw. nur noch "auserwählte"...). [*1]
Kredite an Unternehmen machen 13% des Geschäftsvolumens
der deutschen Banken aus; an unselbständige Privatpersonen
15%. Einlagen von Unternehmen stellen 10% des Volumens
dar; von unselbständigen Privatpersonen 18%. Soviel
zum Interesse.
Daß man (egal, ob Bank oder jedes andere gewinnorientierte
Unternehmen) nicht an langfristigen Kundenbeziehungen (egal,
ob nun Privatkunde, Geschäftskunde, institutioneller Kunde
o.ä.), die auf Dauer nur Mühe machen und nichts bringen, nicht
interessiert ist, dürfte so neu für einen hier aufgewachsenen
Menschen nicht sein. Diesem Dilemma kann man auf zweierlei
Wegen begegnen: (a) man trennt sich von solchen Geschäfts-
beziehungen; (b) man versucht, bpsw. durch Kosteneinsparungs-
maßnahmen, die Geschäftsbeziehung in eine ertragreiche solche
zu verwandeln.
Das zuoberst Zitierte ist immer noch unlogisch.
[...konzertierte Aktion des Frühstückskartelles deutscher
Banken zur Marktpenetration mit Girokonten...]
> Siehe Tankstellen/Mineraloelkonzerne, die sich auch nie absprechen,
> aber immer gleichzeitig erhoehen. Denen ist vermutlich keine Absprache
> nachzuweisen...
Oh ja, endlich driften wir in diesem Thread in die unschlagbare
Argumentation mit fundierten Fakten ab.
Was kommt als nächstes - die anstehende Weltherrschaft der
Illuminaten? ;-)
gruß aus berlin
der stef
[*1]
Konträr - die Zukunft der Universalbank:
http://62.67.192.231/html/detail.asp?id=390&issue=012001
Strukturwandel im deutschen Bankengewerbe:
http://www.bdb.de/html/01_presse/sub_02_vortraege/03-01/presse_0244.asp
>Nach meiner Information werden bei einem Swift die Informationen unter
>den Banken in einem besonders geschützten System (Swift) ausgetauscht.
>Das Geld steht der empfangenen Bank am selben Tag zur Verfügung
Du hast ein paar viele Links reinkopiert, ich habe mir mal ein paar
angeschaut und wichtige Inhalte jetzt mal eingefügt:
>http://www.aspect-online.de/prodinfo/abc_bank/swift.htm
S.W.I.F.T.
Zur Beschleunigung des internationalen Zahlungsverkehrs arbeiten
Banken aus rund 50 Ländern in der Society for Worldwide Interbank
Financial Telecommunication -kurz S.W.I.F.T. genannt - zusammen. Mit
diesem Nachrichtenübermittlungssystem werden unter anderem
Auslandsüberweisungen soweit wie möglich in einem
EDV-Verbundnetz übermittelt. Ein S.W.I.F.T.-Code - die
computergerechte Bankadresse - ermöglicht es, die Zahlungsaufträge und
andere Finanznachrichten auf dem schnellsten Wege an die Empfängerbank
zu leiten.
>http://www.credit-suisse.ch/en/firmenkunden/handel/devisen/media/pdf/zahlunge.pdf
Zahlungen ins Ausland
über Korrespondenzbanken
Zahlungen, welche nicht über SIC oder
euroSIC abgewickelt werden, erfolgen über
so genannte Korrespondenzbanken. Die
CREDIT SUISSE erteilt die Zahlungsinstruktio-nen
an eine Bank, mit der sie eine Kontover-bindung
unterhält (Nostrokonto). Diese Bank
leitet dann die Zahlung an die Bank des
Empfängers weiter. Dies geschieht entweder
über die nationalen Clearingsysteme oder über
eine Bank, mit der eine Kontoverbindung
besteht.
>Ganz genau unter
>http://www.dresdner-bank.com/knowhow/hintergruende/euro/euro_unternehmen/pub_download/zahlungsauftrag.pdf
Dieser Link ist ziemlich schlecht....
Zusammengefaßt ist die Hauptaussage fast aller LINKS der von
ASPECT-ONLINE. Auch dort wird nur von einem
Nachrichtenübermittlungsverfahren geschrieben. Das einzige Dokument,
in dem das hinter dem SWIFT liegende Zahlungsgeschäft in sehr groben
Zügen erklärt wird, war das der CreditSwiss.
Dieses SWIFT-Verfahren wurde eingeführt, damit die Zahlungsinformation
(daß jemand überhaupt irgendwas bezahlt hat) möglichst schnell über
den Globus verteilt wird. Früher war es oft noch der Fall gewesen, daß
Überweisungen über einen Monat bis ins entfernteste Land gingen. Damit
im Außenhandelsgeschäft zB der Exporteur seine Fracht im Wert von
einigen zig Millionen möglichst zeitnah verschiffen kann, wurde das
Informationssystem SWIFT installiert, damit er sicher gehen kann, daß
demnächst X DM kommt.
Auch heute ist es noch üblich, daß Überweisungen zu asiatischen oder
afrikanischen BAnken ohne Probleme 3 Wochen dauern. :-((
Grüße aus der Printenstadt
>> Ich kenne keine Bank, die selbst nur hinter vorgehaltener Hand
>> ein Interesse daran hat, keine Kunden mehr sehen zu wollen;
>> diese Schlu=DFfolgerung ist einfach unlogisch.
>Banken sind an Geschaefts- und Grosskunden interessiert, nicht an
>Privatkunden, die Muehe machen und vergleichsweise wenig Geld
>bringen.
Diese Aussage hinkt, da dann der Geschäftszweck der Sparkassen und
Volksbanken ad absurdum geführt wird. Diese beiden Kreditinstitute
erwirtschaften den Großteil der Gewinne in der Bevölkerung. Großkunden
und Individualkunden sind größtenteils mit Bank- und
Versciherungsprodukten ge- und übersättigt.
Der kleine Mann auf der Straße besitzt oft nicht mal eine
Privathaftpflicht. Wenn die Laufkundschaft mal richtig angesprochen
wird und Bedürfnisse konkret am Schalter angesprochen werden, lassen
sich prima Kundenbeziehungen aufbauen.
Grüße aus der Printenstadt
http://members.surfeu.de/awin/bielefeld.html
Hinnerk
--
Dipl.-Inf. H. Hagenah LFT, FAU Erlangen h...@lft.uni-erlangen.de
If a trainstation is where a train stops, what is a workstation?
"Konrad Wilhelm" <wil...@onlinehome.de> schrieb:
[...]
> Da kannst du recht haben. Was aber eben dann das ganze Problem von
> irgendwelchen technischen Begründungen wegbringt
Nein. Die technischen Begründungen sind einem System geschuldet,
welches -auch- aus Kostengründen (und damit potentiellen Gewinnen)
installiert ist.
Du kannst die Nachteile des Systems ganz einfach überwinden; wurde
hier mehrfach angesprochen.
> und dort ansiedelt, wo z. B. Hannes es schon lange angesiedelt hatte:
Wenn Du den Thread zurückverfolgst, wirst Du sehen, daß bereits
am Tag des ersten Postings die technischen Gründe in den Zusammenhang
mit der Kostenfrage gebracht wurden.
> Ich -als Außenseiter- war mir da noch nicht so sicher.
Diese Blauäugigkeit nehme ich Dir nicht ab.
Da kenn ich aber keine, die das macht, jedenfalls nicht beim Übertrag
vom Sparbuch zum Girokonto. Das hat bisher noch jede als Barabhebung/
-einzahlung gebucht. Vermutlich weils einfacher bei der Eingabe in den
Computer ist?!
Direkte "Lastschriften" aufs Sparbuch kenne ich nur von Depot- und
anderen Gebühren, Aktienkäufen u.ä.
Gruß Matthias.
>> Nein, aber die Bank kann grundsätzlich unbare Überträge (vom Ergebnis
>> dasselbe wie eine eigenveranlaßte Überweisung) davon durchführen.
>Da kenn ich aber keine, die das macht, jedenfalls nicht beim Übertrag
>vom Sparbuch zum Girokonto. Das hat bisher noch jede als Barabhebung/
>-einzahlung gebucht. Vermutlich weils einfacher bei der Eingabe in den
>Computer ist?!
Sparbücher sind im Sinne des des Gesetzes Urkunden (Inhaberpapiere)
und der Vorleger dieser Urkunde kann sich den darin befindlichen
Betrag auszahlen lassen. Aus diesem Grund müssen Sparbücher an der
Kasse abgegeben werden zur Umbuchung.
Ob der Transfer buchungstechnisch bar oder unbar ist, das ist egal.
Grüße aus der Printenstadt
Und wie verhält sich das mit Sparbüchern in Kartenform? Gibt's z.B.
bei der Citi- und bei der Postbank. Ist da die Karte die Urkunde?
Muß ich deswegen die Karte bei der Bank vorzeigen? Anscheinend
schon, denn ich kann ja z.B. bei der Postbank nichts telefonisch
von meiner SparCard auf mein Postgirokonto "überweisen". Anderer-
seits: Bei Santander geht das (da gibts allerdings noch nicht mal
eine Karte fürs Sparkonto, sondern einen Ordner, in den man die
Kontoauszüge einheftet, was dann angeblich als "Gesamtpaket" die
"Urkunde" sein soll). Verwirrend...
Gruß Matthias.
>Und wie verhält sich das mit Sparbüchern in Kartenform? Gibt's z.B.
>bei der Citi- und bei der Postbank. Ist da die Karte die Urkunde?
>Muß ich deswegen die Karte bei der Bank vorzeigen? Anscheinend
>schon, denn ich kann ja z.B. bei der Postbank nichts telefonisch
>von meiner SparCard auf mein Postgirokonto "überweisen". Anderer-
>seits: Bei Santander geht das (da gibts allerdings noch nicht mal
>eine Karte fürs Sparkonto, sondern einen Ordner, in den man die
>Kontoauszüge einheftet, was dann angeblich als "Gesamtpaket" die
>"Urkunde" sein soll). Verwirrend...
Wir müssen unterscheiden zwischen dem klassischen Sparbuch (da, wo die
einzelnen Beträge gelistet werden und ein Endstand zu sehen ist). Dies
ist und bleicbt eine Urkunde.
Die neuartigen Sparkonten mit Kartenfunktion haben keine Urkunde in
Form des klassischen Sparbuchs. Rein technisch ist das Konto zu
vergleichen wie ein Girokonto (sogar mit Kontoauszügen). Daß die
Santander dies mit Telefontransfer (ähnlich Tagesgeldkonto) anbietet
ist lediglich eine technische Dienstleistung, die die beiden anderen
Institute vermutlich aus Kostengründen nicht anbietet.
Grüße aus der Printenstadt
>> Wir müssen unterscheiden zwischen dem klassischen Sparbuch (da, wo
>> die einzelnen Beträge gelistet werden und ein Endstand zu sehen ist).
>> Dies ist und bleicbt eine Urkunde.
>> Die neuartigen Sparkonten mit Kartenfunktion haben keine Urkunde in
>> Form des klassischen Sparbuchs. Rein technisch ist das Konto zu
>Du mußt vor allem unterscheiden, ob eine Einlage nur "Spar-irgendwas"
>heißt oder auch eine Spareinlage im Sinne der Vorschriften (Aeh, ich
>glaube Rechnungslegungsverordnung?) ist.
Bei "Spar" gibt es etliche Kriterien, die ich hier noch anführen
könnte (zB 3000 DM pM Verfügung).
In diesem Teilthread ging es aber darum, warum die Sparbücher an der
Kasse zum Barabheben vorgelegt werden müssen und warum andere Banken
mit den Sparkarten dies nicht müssen...
Grüße aus der Printenstadt
Hinnerk Hagenah schrieb:
> Aha. Irgendwann muss die Gesellschaft dann ev. durch ihre gewaehlten
> Vertreter (aka 'der Staat') zur Gegenwehr ansetzen. Bei den Medizinern
> hat das ja noch besser funktioniert als bei den Banken - aber die
> duerfen nicht so kassieren, wie sie vermutlich koennten. Auch die
> Telekom und die deutsche Post durften und duerfen ihre Monopole nicht
> so ausnutzen, wie sie es vermutlich koennten. Die einzigen Ausnahmen
> sind anscheinend Banken, Versicherungen und Tankstellen... Es ist ein
> Merkmal sozialer Marktwirtschaft, dass nicht alles gemacht wird, was
> man ev. machen koennte.
Es hat m.E. in den letzten Jahren ziemlich viele Veränderungen in
rechtlicher Hinsicht gegeben (s. BGH-Urteile), auf die von Bankenseite
entsprechend zu reagieren ist. Weiterhin gibt es ein eigenes
Aufsichtsamt nur für Banken. Warum trägst Du dort nicht einfach Deine
Beschwerden vor ?
> Aha, also doch das 'Kunden raus'-Schild.
????
> Das weiss ich dann aber auch, wenn ich dort Kunde werde. Die werben
> mich nicht erst mit Service-Blabla, um die Konditionen dann zu
> aendern.
D.h. also, Du willst jedem Unternehmen, das einmal ein Angebot gemacht
hat, verbieten, im Nachhinein, wenn sich Rahmenbedingungen ändern, die
Spezifikationen des Angebots (z.B. den Preis) zun ändern ?
> > Da leider die Mehrzahl der Kunden hauptsächlich auf den Preis
> > schaut, der ganz oben in der Tabelle steht
> Jammerjammer - wie war das mit der Wirtschaft und den Interessen?
Ich jammere nicht, sondern stelle dieses einfach fest und will damit
deutlich machen, dass es sich lediglich um eine Reaktion auf das
veränderte Kundenverhalten handelt.
Jan
Hinnerk Hagenah schrieb:
> Die armen Banken - ich sollte schnell mein Geld holen, bevor die alle
> bankrott sind... Wo die ueberall und staendig draufzahlen! Da muessen
> ja wohl nur Idioten am Werk sein, dass die das ueberhaupt machen.
> Ich kann es nicht mehr hoeren
Wir hören sofort damit auf, wenn Du diese Tatsachen endlich mal zu
Kenntnis nimmst und nicht ständig mit Polemik reagierst. Da doch einige
Leute hier übereinstimmende Aussagen getroffen haben, solltest Du Dir
mal überlegen, ob es sich dabei nicht vielleicht einfach um die Wahrheit
handelt....
Jan
Konrad Wilhelm schrieb:
> Wenn dir sowieso klar war, dass es unsinnig ist, den Girosektor
> getrennt zu betrachten, warum hast du denn dann diese unsinnig
> rausgeschnittenen Angaben gemacht? Für mich bekommen solche ganz
> offenbar unsinnigen (und von dir jetzt plötzlich auch als unsinnig
> erkannten) tatsächlich nur dann einen Sinn wenn sie eben doch nur
> gemacht werden um die reine Menschenfreundlichkeit rauszukehren (das
> Mutter-Theresa-Verhalten, das Hannes völlig zu Recht ins Lächerliche
> gezogen hat).
Wenn es um Fragen zu einzelnen Geschäftsfeldern geht (s. Ausgangsfrage
des Threads), dann antworte ich auch erstmal zu diesem Bereich. Die
Diskussion hat sich erst im Verlauf auf das Gesamtgeschäft ausgeweitet;
insofern bin ich auch erst später darauf eingegangen.
Das einzig Unsinnige, was ich hier erkennen kann, sind Deine Vorwürfe
(s.o.). Ich habe überhaupt keine Veranlassung, irgendetwas hier zu
rechtfertigen, sondern ich versuche, die Sichtweise einer Bank zu
verdeutlichen, weil ich eigentlich mal dachte, dass es die Teilnehmer
dieser Newsgroup interessieren könnte. Dies scheint - zumindest
teilweise - nicht der Fall zu sein, sondern es geht offenbar mehr um ein
gemeinschaftliches Klagen über die "bösen Banken", von dem man sich auch
nicht abbringen lassen will. Wer ein Feindbild braucht, der soll es eben
behalten; ansonsten bin ich zu SACHLICHEN Diskussionen gerne bereit.
> Mir ist völlig einfühlsam dass die Banken das tun und da mit gezinkten
> Karten spielen, wer möchte sich nicht besser hinstellen als er
> wirklich steht. Aber wenn man erwischt wird, sollte man doch nicht
> noch tausend Zeilen unsinnige Rechtfertigung aus den Tasten saugen.
Ich kann nur wiederholen, was auch einige andere schon geschrieben
haben: Es gehört zu unserem Wirtschaftssystem, sich besser hinzustellen,
als man ist. Das nennt man Marketing.
> Wir wissen alle, dass die meisten Banken hervorragende Gewinne
> einfahren. Wenn da dann jemand kommt und verteidigt die komischen
> Valuta-Praxen mit dem Hinweis es müsste sonst teurer werden, dann ist
> das schon weit hergeholt.
Das ist nicht weit hergeholt, sondern eine einfache Anwendung der
Rechenregeln. Wenn Du etwas subtrahierst und das Ergebnis mindestens
gleich bleiben soll, dann musst Du halt an anderer Stelle wieder etwas
addieren.
Jan
Hm, alles, was ich hier verglichen habe, hatte die Randbedingungen des
"Sparbuchs mit gesetzlicher Kündigungsfrist" (Zinsgutschrift 1x pro
Jahr, ungekündigte Abhebung bis 3kDM/Monat, sonst 3 Monate Kündigung,
vorzeitige Abhebung mit Vorschußzinsen etc.). Das gilt für das Post-
bank Sparbuch, die Postbank SparCard, das Santander Premium-Sparkonto,
das Citibank-Wie-heißt-es-diese-Woche-Karten-Sparkonto etc...
Bei der Citibank haben sie mal das SparBUCH meiner Frau automatisch
in ein Kartenkonto umgewandelt. Als wir dann mit dem SparBUCH ange-
kommen sind, hat es der Schaltermensch sofort und ungefragt zerrissen
und vernichtet, da es ja eigentlich gar nicht mehr existieren hätte
dürfen...
Gruß Matthias.
Da steht aber auch:
"Über euroSIC und die SECB ist zusätzlich der
Anschluss an die europäischen Zahlungssysteme
in den EU-Ländern sichergestellt. So
besitzt die SECB einen direkten Zugang zu
EAF (Euro-Access Frankfurt), ELS (Euro Link
Settlement) und TARGET (Trans European
Automated Real-Time Gross Settlement Ex-press
Transfer System)."
... wobei euroSIC die Verrechnung in Echtzeit anbietet und keine
weiteren Zwischenbanken im Spiel sind.
In meinem Fall ist die Quellbank auch tatsaechlich die Credit Suisse,
so dass man deren Statements wohl hernehmen kann. Fraglich ist jetzt
noch, ob die Empfaengerbank (Hypovereinsbank) an das euroSIC-System
angeschlossen ist. Eigentlich will sie ja europaeische Grossbank sein...
Die Begruendung in der HVB-Filiale fuer die langen Laufzeiten war
ja auch nicht, dass das Geld Zeit braucht, um ueber Zwischenbanken
den Weg zur HVB zu gehen, sondern dass die HVB _intern_ so lange braucht,
um Zahlungsempfaenger und Kontonummer abzugleichen (das Geld selbst sei
tatsaechlich am Tag der SWIFT-Meldung in der HVB verfuegbar).
Diese beiden Aussagen passen fuer mich nicht zusammen.
Selbst wenn es stimmen sollte, dass das Geld ueber Zwischenbanken
ein paar Tage bis zur HVB braucht, ist es dann richtig anzunehmen,
dass die Geldbewegung taggleich erfolgen wird, sobald beide teilnehmenden
Banken an das CLS-System (Continuous Linked Settlement) angeschlossen
sind? Die Credit Suisse ist dort schon angeschlossen, aber ob es auch
die HVB hinbekommt???
Schoene Gruesse,
Steffen