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Re: Kein Bargeld mehr in Dänemark

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Erik Heinz

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May 29, 2015, 4:54:41 AM5/29/15
to
* Ludger Averborg wrote:
> "Tankstellen, Restaurants und kleine Läden müssen in
> Dänemark bald kein Bargeld mehr annehmen. " schreibt die
> Frankfurter Allgemeine heute.
>
> Die Folge: für die Bürger der Euro-Länder wird es teuer.

Hmm. Ist das dann nicht ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz
in der EU?

Gruß,
Erik

Matthias Hanft

unread,
May 29, 2015, 6:27:45 AM5/29/15
to
Erik Heinz schrieb:
>
> Hmm. Ist das dann nicht ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz
> in der EU?

Hmm². Dänen und Deutsche *werden* doch gleich behandelt:
*Keiner* kann dann mehr mit Bargeld zahlen :-)

Gruß Matthias.

Andreas M. Kirchwitz

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May 29, 2015, 9:41:46 AM5/29/15
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:

> "Tankstellen, Restaurants und kleine Läden müssen in
> Dänemark bald kein Bargeld mehr annehmen. " schreibt die
> Frankfurter Allgemeine heute.
>
> Die Folge: für die Bürger der Euro-Länder wird es teuer.

Na ja, sie "müssen" Bargeld nicht mehr annehmen, können es natürlich
weiterhin, wenn sie keine Kunden verlieren wollen. In UK muss auch
niemand Euro annehmen, aber in England kann ich eher mit einem
Euro-Schein bezahlen als mit einer schottischen Pfund-Note.

> Ich habe jedenfalls noch keine Karte gefunden, die im
> bargeldlosen Einsatz _keine_ zusätzlichen Kosten (z. B.
> 1,75% vom Umsatz) aufschlägt.

Consorsbank bietet kostenloses Bezahlen und kostenloses Abheben
im Ausland an mit der kostenlosen Kreditkarte (beim kostenlosen
Girokonto).

Das Angebot schlägt sogar die beliebte DKB. :-)

> Und zumindest bei meinem letzen Dänemark-Besuch vor 2 Jahren
> schlägt der Einzelhandel bei Kreditkarten oft noch mal 2 %
> oder so auf.

Das wird wohl die spannende Frage sein, ob "bargeldlos" heißt,
dass dann die Kreditkarte zum allgemein akzeptierten Zahlungsmittel
wird (ohne extra Aufschläge) oder irgendeine obskure inländische
Karte, die normalerweise kein Tourist hat.

Keine Ahnung, ob das beim Tanken in Frankreich immer noch so ist,
früher konnte man an vielen Säulen nur mit so einer französischen
Karte bezahlen.

> Bisher geh ich dort mit meiner DKB-Visa zum Geldautomaten,
> zieh mir Bargeld ohne Zusatzkosten und bezahl damit.

Obwohl es immer heißt, dass außer in Deutschland überall
bargeldloses Zahlen die Norm wäre, kann ich das so nicht
nachvollziehen. Bargeld ist auch in anderen Ländern meist
das problemloseste und günstigste Zahlungsmittel für den
normalen Kleinkram im Alltag.

Allerdings habe ich von kleinen Händler schon öfters gehört,
dass sie trotz der Zusatzkosten lieber bargeldlose Zahlung
hätten, weil Bargeld leider Verbrecher anlockt, die es einem
mit Gewalt wegnehmen wollen. Wusste nicht, dass dies tatsächlich
so ein großes Problem geworden ist. Werden kleine Läden so häufig
überfallen?

Grüße, Andreas

Florian Laws

unread,
May 29, 2015, 10:43:46 AM5/29/15
to
On 2015-05-29, Andreas M. Kirchwitz <a...@spamfence.net> wrote:
>
> > Und zumindest bei meinem letzen Dänemark-Besuch vor 2 Jahren
> > schlägt der Einzelhandel bei Kreditkarten oft noch mal 2 %
> > oder so auf.
>
> Das wird wohl die spannende Frage sein, ob "bargeldlos" heißt,
> dass dann die Kreditkarte zum allgemein akzeptierten Zahlungsmittel
> wird (ohne extra Aufschläge) oder irgendeine obskure inländische
> Karte, die normalerweise kein Tourist hat.

Meine Wette lautet auf die obskure inlaendische Karte
namens Dankort.


> > Bisher geh ich dort mit meiner DKB-Visa zum Geldautomaten,
> > zieh mir Bargeld ohne Zusatzkosten und bezahl damit.
>
> Obwohl es immer heißt, dass außer in Deutschland überall
> bargeldloses Zahlen die Norm wäre, kann ich das so nicht
> nachvollziehen. Bargeld ist auch in anderen Ländern meist
> das problemloseste und günstigste Zahlungsmittel für den
> normalen Kleinkram im Alltag.

Ueberall ausser in Deutschland vielleicht nicht, aber
in Daenemark ist bargeldloses Zahlen wirklich sehr populaer.
se,

Florian

Georg Schwarz

unread,
May 29, 2015, 4:50:30 PM5/29/15
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:

> Ich habe jedenfalls noch keine Karte gefunden, die im
> bargeldlosen Einsatz _keine_ zusätzlichen Kosten (z. B.
> 1,75% vom Umsatz) aufschlägt.

such mal nach gebuhrenfrei.com von der Advanzia Bank.

>
> Und zumindest bei meinem letzen Dänemark-Besuch vor 2 Jahren
> schlägt der Einzelhandel bei Kreditkarten oft noch mal 2 %
> oder so auf.

wenn er kein anderes Zahlungsmittel anbietet, wird er nichts aufschlagen
können.



--
Georg Schwarz http://home.pages.de/~schwarz/
georg....@freenet.de +49 176 91313874
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Matthias Hanft

unread,
May 30, 2015, 6:36:16 AM5/30/15
to
Martin Theodor Ludwig schrieb:
>
[Tanken in Frankreich]
> Seit ein paar Jahren geht es oft auch mit nichtfranzösischen Karten,
> wenn diese einen bestimmten(?) Chip haben.

Der Chip muss vom Kartenherausgeber so programmiert werden, dass in
der Liste der "Cardholder Verification Methods" (CVM) irgendwo "Plain-
text PIN verified by ICC" vorkommt. Auf deutsch: Der Herausgeber muss
in der Karte die "Offline-PIN" freischalten, d.h. er muss der Karte
(bzw. dem Chip) erlauben, die PIN rein lokal selber zu prüfen (also
ohne Online-Verbindung zu irgendeinem Server).

Es liegt also nicht an einem bestimmten Chip, sondern am jeweiligen
Herausgeber (und dessen Chip-Programmierung).

Mit dem Programm "Cardpeek" - http://pannetrat.com/Cardpeek/ - kann
man die CVM-Liste seiner Kreditkarte auch selber anschauen.

Bei deutschen Kreditkarten gibt es die Offline-PIN leider noch recht
selten (angeblich bei DAB und DKB und einigen anderen); siehe auch
den (damals von mir angestoßenen) Diskussions-Thread ab
https://wissen.consorsbank.de/t5/Girokonto-Zahlungsverkehr/Ich-m%C3%B6chte-in-Frankreich-mit-der-VISA-Karte-mit-PIN-bezahlen/td-p/17579

Selbst habe ich derzeit nur eine einzige Kreditkarte mit Offline-PIN,
nämlich die Plastikkarte, die man zur MyWallet-App dazubekommt, für
Terminals, die noch kein NFC können: http://www.my-wallet.com/

Dort steht die Offline-PIN sogar *vor* der Unterschrift in der CVM-
Liste, so dass auch in (vor allem französischen) Restaurants und
Supermärkten während des Bezahlvorgangs keine überraschende und
hektische Suche nach nicht vorhandenen Kugelschreibern losgeht :-)

Gruß Matthias, der Kartenversteher

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Matthias Hanft

unread,
May 31, 2015, 2:56:33 AM5/31/15
to
Martin Theodor Ludwig schrieb:
>
> Von meiner französischen Karte kenne ich es so, daß eine Online-
> Autorisierung eingeholt wird (einmal waren da aus dem Inneren der
> Tanksäule die Geräusche eines Modems zu hören ;-) - und wenn das nicht
> geht, gibt's auch (von seltenen Ausnahmen abgesehen) keinen Stoff, egal
> mit welchen und wievielen Karten man sich auf den Kopf stellt.

Ah, das ist interessant. Ja, das Analogmodem habe ich auch mal in
einem französischen Briefmarkenautomaten gehört, als ich mit meiner
Visa-Karte eine 85ct-Briefmarke gekauft habe :-)

Aber dass Tankautomaten (erkennbar) rausrufen, ist mir noch nicht
passiert. Im Gegenteil, ich hatte an einem Automaten mal eine Karte
probiert, die (außer Unterschrift) nur "Enciphered PIN verified
online" konnte, da hat der Apparat sofort "Carte refusée" gesagt.
Unmittelbar danach hab ich eine mit "Plaintext PIN verified by ICC"
genommen, die ging auf Anhieb.

Vielleicht machen die Dinger ja sogar *beides*, also zuerst offline
und dann online, nach dem Motto "wenn die PIN lokal schon nicht
stimmt, brauch' ich erst gar nicht für eine Autorisierungsanfrage
rausrufen" - wer weiß...

Im Restaurant und Supermarkt gibts bei Karten ohne Offline-PIN
jedenfalls sofort den Fallback auf Unterschrift (geht bei Tank-
automaten natürlich nicht) - auch die machen also ("nur" oder
"erst"?) die lokale PIN-Prüfung. Vermutlich könnte man da auf
dem Thermobeleg anhand der vielen kryptischen Zahlen sogar raus-
finden, ob zusätzlich noch eine Online-Autorisierung beteiligt
war, aber deren Entschlüsselns bin ich dann doch nicht mächtig.

Gruß Matthias.

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Matthias Hanft

unread,
Jun 1, 2015, 1:06:40 PM6/1/15
to
Frank Graf schrieb:
>
[Frankreich]
> Werden VPay oder Maestro an den Tankautomaten akzeptiert?

Das hängt theoretisch davon ab, wie der Tankautomat programmiert ist.
Rein technisch ginge es, aber in der Praxis hat es bei meinen (wenigen)
Versuchen nie funktioniert.

Auch an den Autobahnmautstellen gibt es große Schilder, auf die eine
durchgestrichene "EC-Karte" gemalt ist. Viel Akzeptanz haben die Dinger
also wohl eher nicht... (dafür gehen auf der Autobahn auch Visa/MC
ohne Offline-PIN: bei den geringen Beträgen einigen die sich dann
auf "No CVM required", also ganz ohne Cardholder Verification, wie
auch 3,50-EUR-Métro-Tickets in Paris o.ä.). Aber für die Autobahn
hat der geneigte Frankreichurlauber ja sowieso https://www.bipandgo.com/de/
und für Paris die Wochenkarte http://www.ratp.fr/de/ratp/c_21137/forfaits-navigo-mois-et-semaine/
wobei es mir leider noch nicht gelungen ist, die vor der Reise am
heimischen PC aufzuladen (was angeblich gehen soll, aber die Karte
wird im Kartenleser irgendwie nicht erkannt). Aber die Auflade-
automaten in Paris gehen da genauso wie bei der Autobahn auch mit
Kreditkarten ohne Offline-PIN (zumindest für 2 Zonen/1 Woche =
21,25 EUR; bei größeren Beträgen weiß ich nicht).

Gruß Matthias.

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Matthias Hanft

unread,
Jun 1, 2015, 3:09:08 PM6/1/15
to
Frank Graf schrieb:
>
[Frankreich]
> Ich hoffe daß ich mit einer Barclay New VISA, Targobak MC Select (ehemals
> Karstadt MC), einer VPay oder einer Maestro Karte an Tankautomaten und
> Mautstellen immer zahlen kann.

Also an Mautstellen gehen (alle) Visa und Mastercard. VPay und Maestro
nicht. BTDT.

An Tankautomaten: VPay/Maestro "eher nicht".
Visa und Mastercard nur mit Offline-PIN. Die alte Valovis-Premium-Master-
card (Karstadt) hatte eine, die Nachfolge-Mastercard von der Targobank
nicht mehr. Geht also definitiv nicht an Tankautomaten.

Barclay Visa müßte gehen, wenn man diesem Artikel glauben darf:
https://wissen.consorsbank.de/t5/Girokonto-Zahlungsverkehr/Ich-m%C3%B6chte-in-Frankreich-mit-der-VISA-Karte-mit-PIN-bezahlen/m-p/20607/highlight/true#M587

> In einigen Wochen werde ich schlauer sein.

Bitte hier berichten :-)

Gruß Matthias.

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Andreas M. Kirchwitz

unread,
Jun 1, 2015, 11:11:50 PM6/1/15
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:

> Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: es gibt auch in F noch
> genügend Tankstellen, wo man nach dem Tanken bei einer
> netten jungen Frau mit Bargeld oder mit KK bezahlen kann.

Schön wär's ja, aber in Frankreich machen Tankstellen außerhalb der
großen Städte vergleichsweise früh dicht und schließen mittags wie
die meisten Geschäfte für ein paar Stunden. Nix Frau. Nix Bargeld.

Die Franzosen sind natürlich nicht dumm und haben erkannt, dass die
Treibstoffversorgung damit zu einem ernsten Problem würde, also kann
man oft an wenigstens einer Zapfsäule mit dieser französchen Karte
bezahlen, die aber außer den Franzosen niemand hat. Die Akzeptanz
von Kreditkarten oder anderen Plastikkarten für bargeldlose Zahlung
ist Glücksspiel. Bargeld wirst Du natürlich an so einer Zapfsäule
erst recht nicht los.

Die Niederländer haben erst in der zweiten Hälfte 2014 in ihren
Supermärkten Zahlung mit Kreditkarten eingeführt. Vorher ging das
nur mit irgendwelchen hiesigen Karten, die sonst niemand hat.

Und ausgerechnet den Deutschen wird nachgesagt, Nachholbedarf bei
elektronischer Zahlung zu haben. In kaum einem anderen europäischen
Land kann man so gut bargeldlos zahlen wie in Deutschland. Ist für
die Touristen. Wir sind ja nicht dumm. :-)

Grüße, Andreas

Matthias Hanft

unread,
Jun 2, 2015, 3:22:58 AM6/2/15
to
Andreas M. Kirchwitz schrieb:
>
> Die Franzosen sind natürlich nicht dumm und haben erkannt, dass die
> Treibstoffversorgung damit zu einem ernsten Problem würde, also kann
> man oft an wenigstens einer Zapfsäule mit dieser französchen Karte
> bezahlen, die aber außer den Franzosen niemand hat. Die Akzeptanz
> von Kreditkarten oder anderen Plastikkarten für bargeldlose Zahlung
> ist Glücksspiel. Bargeld wirst Du natürlich an so einer Zapfsäule
> erst recht nicht los.

Das mit "nur französische Karten" und "Glücksspiel" dachte ich bis
vor kurzem auch - bin ich das mit der "Offline-PIN" erfahren habe
(siehe Parallelposting). Grundsätzlich ist das mit der PIN hier
http://www.zahlungsverkehrsfragen.de/kartenzahlung/pin-eingabe-bei-kreditkarten
erläutert (allerdings noch ohne Unterscheidung Online-/Offline-PIN).

Bis jetzt stimmen nach meinen eigenen (langjährigen, ausgiebigen
und teilweise leidvollen) Erfahrungen Theorie und Praxis perfekt
überein:

- ob eine Karte geht oder nicht, liegt nicht an "französisch oder
nicht", sondern an "Offline-PIN oder nicht" - das gilt also auch
für deutsche Karten (wobei französische Karten wohl zu 100%
Offline-PIN haben, deutsche dagegen nur zu 10%; daher denkt
Otto Normalkartenbenutzer immer, es hätte was mit dem Heraus-
gabeland der Karte zu tun)

- seit man vorab am PC selber auslesen kann, ob die Karte Offline-
PIN hat oder nicht, ist es auch kein Glücksspiel mehr, sondern
man weiß ganz genau vorher, ob sie am Tankautomat gehen wird
oder nicht (und ob man im Supermarkt einen Kugelschreiber braucht).

Hier ein paar Beispiele für CVM-Listen auf Mastercards (die Offline-
PIN wird vom Programm "Cardpeek" als "Plaintext PIN verification
performed by ICC" bezeichnet):

A) die ehemalige "Valovis Premium Mastercard", die man als ehemaliger
Karstadt-Happy-Digits-Kunde bekommen hatte:

1. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Enciphered PIN verified online - If purchase with cashback
2. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Signature (paper) - If terminal supports the CVM
3. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Enciphered PIN verified online - If terminal supports the CVM
4. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Plaintext PIN verification performed by ICC - If terminal supports the CVM
5. Fail cardholder verification if this CVM is unsuccessful: No CVM Required - If terminal supports the CVM

Da stand die Offline-PIN an 4. Stelle, d.h. die Karte funktionierte
an Tankautomaten. Da aber vorher (an 2. Stelle) schon die Unterschrift
kam, musste an Supermarktkassen und in Restaurants hektisch nach dem
nie vorhandenen Kugelschreiber gesucht werden.

B) die Nachfolgekarte "Targobank Mastercard Select", die man automatisch
nach Ablauf von A) bekommen hat:

1. Fail cardholder verification if this CVM is unsuccessful: Signature (paper) - If terminal supports the CVM
2. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Enciphered PIN verified online - If terminal supports the CVM
3. Fail cardholder verification if this CVM is unsuccessful: No CVM Required - If terminal supports the CVM

Hier geht nur Unterschrift und Online-PIN, funktioniert also nicht an
Tankautomaten. Aufgrund von 3. kann man aber wenigstens an Métro-Auto-
maten seine 3,50-EUR-Fahrscheine ganz ohne PIN oder Unterschrift bezahlen.

C) die Plastikkarte, die man zu http://www.my-wallet.com dazubekommt:

1. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Enciphered PIN verified online - If unattended cash
2. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Plaintext PIN verification performed by ICC - If terminal supports the CVM
3. Fail cardholder verification if this CVM is unsuccessful: Signature (paper) - If terminal supports the CVM
4. Apply succeeding CV rule if this rule is unsuccessful: Enciphered PIN verified online - If terminal supports the CVM
5. Fail cardholder verification if this CVM is unsuccessful: No CVM Required - If terminal supports the CVM

Hier steht die Offline-PIN bereits an 2. Stelle (also *vor* der Unter-
schrift an 3. Stelle), d.h. der Tankautomat funktioniert, und aufgrund
der Reihenfolge darf man (wie alle anderen Franzosen auch) im Supermarkt
und Restaurant die PIN eingeben, und die hektische Kugelschreibersuche
entfällt.

Ich habe das alles vielfach im "Real Life" ausprobiert, und das Verhalten
der Karten am Terminal hat immer zu den aus den Karten ausgelesenen CVM-
Listen gepasst. Bingo!

Das einzige "Glücksspiel" bleibt also nur die Frage "wenn ich von einer
neuen Bank eine neue Kreditkarte bestelle, welche CVMs stehen dort wohl
in welcher Reihenfolge in der Liste?". Aber jetzt, wo ich das Know-How
habe, werde ich neue Banken, die mir neue Karten "verkaufen" wollen,
immer erst mal vorab nach der CVM-Liste fragen... (und nur noch neue
Karten à la C) "kaufen").

Gruß Matthias.
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Andreas M. Kirchwitz

unread,
Jun 2, 2015, 8:44:13 AM6/2/15
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote:

> - ob eine Karte geht oder nicht, liegt nicht an "französisch oder
> nicht", sondern an "Offline-PIN oder nicht" - das gilt also auch
> für deutsche Karten (wobei französische Karten wohl zu 100%
> Offline-PIN haben, deutsche dagegen nur zu 10%; daher denkt
> Otto Normalkartenbenutzer immer, es hätte was mit dem Heraus-
> gabeland der Karte zu tun)

Über die verschiedenen "PIN-Varianten" lese ich hier immer wieder
mit Interesse, bin selbst aber noch nicht "Opfer" davon geworden,
was allerdings mehr Zufall als spezielle Vorausplanung gewesen ist.

Was ich in Frankreich meine, ist etwas anderes, nämlich die haben
normale Kreditkarten gar nicht akzeptiert, sondern irgendeine
"blaue Karte" gehabt. Okay, ist schon ein paar Jahre her, dass
ich dort etwas mit Karte bezahlt habe, aber klassische
Visa/Mastercard und ec/Maestro wurde schlicht nicht akzeptiert.

Da stand ich dann abends an der Tankstelle (ich glaube, etwa 18-19
Uhr war die letzte Chance, eine Person anzutreffen, der man Bargeld
geben konnte) mit leerem Tank und hab aus dieser Zapfsäule mit all
meinen Zahlungsmitteln keinen Tropfen Sprit rausbekommen.

Wie ich gerade lese, hat sich das vor ein paar Jahren geändert,
die olle Karte gibt's nicht mehr und normale Kreditkarten werden
erheblich besser akzeptiert. Vive la France!

Aber wie gesagt, das gleiche Spiel letztes Jahr in den Niederlanden.
Es war keine Frage der PIN-Eingabe, sondern normale Kreditkarten
wurden einfach nicht akzeptiert in den großen Supermarktketten
(Plus, MCD, C1000, Albert Heijn, Dirk usw.) Das war 2014. Da hab
ich nicht schlecht gestaunt.

Grüße, Andreas

Matthias Hanft

unread,
Jun 2, 2015, 9:22:16 AM6/2/15
to
Andreas M. Kirchwitz schrieb:
>
> Was ich in Frankreich meine, ist etwas anderes, nämlich die haben
> normale Kreditkarten gar nicht akzeptiert, sondern irgendeine
> "blaue Karte" gehabt. Okay, ist schon ein paar Jahre her, dass
> ich dort etwas mit Karte bezahlt habe, aber klassische
> Visa/Mastercard und ec/Maestro wurde schlicht nicht akzeptiert.

Ja, das ist die "Carte Bleue". Wie die genau funktioniert(e), weiß
ich leider auch nicht, außer dass es eine Debitkarte ist (d.h. die
Umsätze werden sofort - und nicht etwa einmal monatlich - vom Konto
abgebucht) und dass seit (mindestens) 1990 herum eigentlich überall,
wo man mit der CB zahlen kann, auch Visa/Mastercard akzeptiert wird
(und gleichzeitig wurde die Abkürzung "CB" für "Carte bleue" auch
auf "Carte bancaire" verallgemeinert). Meines Wissens ist die Carte
Bleue da irgendeine "strategische Partnerschaft" (oder wie das diese
Woche heißt) mit Visa eingegangen oder so ähnlich. Also wenns irgend-
wo einen CB-Aufkleber am Schaufenster gibt, kann man ganz normal
mit Visa/Mastercard bezahlen, auch mit deutschen. Je nach Konfiguration
der Karte muss man dann an der personenbedienten Kasse entweder unter-
schreiben (bei deutschen Karten häufiger) oder die PIN eingeben (bei
deutschen Karten seltener), und an Automaten (Benzin, Fahrscheine,
Eintrittskarten etc.) gehen gefühlte 90% der deutschen Karten mangels
Offline-PIN eben gar nicht.

ec/Maestro/VPay habe ich im Ausland nie probiert - da kann ich also
gar nix dazu sagen.

> Aber wie gesagt, das gleiche Spiel letztes Jahr in den Niederlanden.
> Es war keine Frage der PIN-Eingabe, sondern normale Kreditkarten
> wurden einfach nicht akzeptiert in den großen Supermarktketten
> (Plus, MCD, C1000, Albert Heijn, Dirk usw.) Das war 2014. Da hab
> ich nicht schlecht gestaunt.

Ups. Ja, in den Beneluxländern gibts wohl etliche "lokale" Karten-
systeme (so wie es auch in Deutschland Läden gibt, die nur Girocards,
aber keine Kreditkarten nehmen - wohl eine Frage der Provision). Kann
mich nur erinnern, dass ich in den Niederlanden in den letzten 20 Jahren
gelegentlich in Restaurants mit Visa bezahlt habe, das ging (mit Unter-
schrift) problemlos. Supermärkte habe ich nicht ausprobiert :-)

Gruß Matthias.

PS: Auf http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=Carte_bleue steht wohl
einiges dazu, ich habs mir aber nicht komplett durchgelesen. Neben
der "Carte Bleue"-Kontokarte (die anscheinend sogar in Frankreich
nicht überall akzeptiert wird) gibt es wohl auch noch die "Carte
Bleue Visa", die sich wie eine Kreditkarte verhält. Akzeptanzstellen
nehmen wohl beide Varianten, so dass auch ausländische Kreditkarten
mit demselben System funktionieren können...

Marc Haber

unread,
Jun 2, 2015, 10:38:53 AM6/2/15
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote:
>Aber jetzt, wo ich das Know-How
>habe, werde ich neue Banken, die mir neue Karten "verkaufen" wollen,
>immer erst mal vorab nach der CVM-Liste fragen... (und nur noch neue
>Karten à la C) "kaufen").

Du bist garstig. Das ist ja ungefähr so fies wie die Bitte doch kurz
den Fingerprint des SSL-Zertifikats vom Onlinebanking abgleichen zu
wollen.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Matthias Hanft

unread,
Jun 2, 2015, 1:02:32 PM6/2/15
to
Marc Haber schrieb:
>
[CVM-Liste von Kreditkarten]
> Du bist garstig. Das ist ja ungefähr so fies wie die Bitte doch kurz
> den Fingerprint des SSL-Zertifikats vom Onlinebanking abgleichen zu
> wollen.

Guter Vergleich :-) <fiesGrins>Mir ist schon klar, daß das kein normal-
sterblicher Bankmitarbeiter beantworten kann</fiesGrins> (zumindest auf
Anhieb nicht)

Aber wenn sie schon immer in den höchsten Tönen ihre Karten anpreisen
mit "damit können sie überall zahlen", muss ihnen ja irgendjemand das
Gegenteil beweisen. Ich hab' schon oft genug als erster/einziger in
Deutschland irgendwelche Bank-Bugs gefunden (und gemeldet); die meisten
Bugs wurden durch irgendwelche Updates später stillschweigend korrigiert,
einzig die Sparda-Bank Berlin hat sich herzlich bedankt und mir einen
Ledergeldbeutel geschickt :-)

Aber im Ernst, jetzt, wo ich weiß, daß es auch anders geht, will ich
wirklich keine Karten mehr, mit denen ich in Frankreich an Automaten
weder Benzin noch Fahrscheine noch Eintrittskarten kriege und bei denen
im Supermarkt und im Restaurant beim Bezahlen immer die überraschende
und hektische Suche nach einem funktionierenden Kugelschreiber losgeht.
Das geht inzwischen schließlich besser :-)

Gruß Matthias.

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Jens Bock

unread,
Jun 2, 2015, 4:00:00 PM6/2/15
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote:
>
> Aber im Ernst, jetzt, wo ich weiß, daß es auch anders geht, will ich
> wirklich keine Karten mehr, mit denen ich in Frankreich an Automaten
> weder Benzin noch Fahrscheine noch Eintrittskarten kriege und bei denen
> im Supermarkt und im Restaurant beim Bezahlen immer die überraschende
> und hektische Suche nach einem funktionierenden Kugelschreiber losgeht.

Workaround zu Fall zwei: Eigenen Kugelschreiber mitführen.

Gruß,
Jens

Artur Kawa

unread,
Jun 2, 2015, 6:58:28 PM6/2/15
to
"Ludger Averborg" schrieb im Newsbeitrag
news:958gmaleb1p8l7gkg...@4ax.com...

[Bargeldverbot]

Hat schon jemand sich Gedanken gemacht, wie wir leben
werden, wenn es kein Bargeld mehr gibt?

Wie leicht dann unsere Sparguthaben für alles mögliches
verwendet werden können? Wir können ja dann kein
Bargeld mehr abheben.

Und die Systemkritischen Stimmen werden verstummen wie
in China. Einfach Konto auf "off" stellen und Derjenige
kann sich kein Brot mehr kaufen.

Habe mich viel mit dem Thema Bargeldverbot befasst.

Es wird wohl darauf hingearbeitet. Stichwort negative
Guthabenzinsen für die Tilgung der Schulden von Staaten z.B.

Natürlich alles wieder unter dem Deckmantel der
Terrorismusbekämpfung, Schwarzgeldbekämpfung, Drogen-
Kriminalitätsbekämpfung, etc.

Wenn es so weit ist, ist alles vorbei. Dann leben wir in
einer Diktatur. Wer nicht pariert, dessen Geld wird eingezogen
und Konto eingefroren.

In so einer Welt möchte ich nicht leben.

Paypal hat schon gezeigt wie das geht.

Gruss
Artur

Matthias Hanft

unread,
Jun 3, 2015, 2:41:53 AM6/3/15
to
Martin Theodor Ludwig schrieb:
>
> Und mit dem Verfügungsrahmen muß man ggf. aufpassen: so ein Tankautomat
> autorisiert sich typischerweise 69 EUR ("400 FF" steht dann irgendwo auf
> dem Beleg) oder manchmal (und heutzutage vielleicht zunehmend) auch noch
> mehr - wenn man nur ca. 20 EUR auf einmal in den Tank bekommt, das aber
> dreimal am Tag braucht, dann sind die 700 EUR Verfügungsrahmen nach drei
> Tagen aufgebraucht (obwohl der tatsächlich getätigte Umsatz kaum über
> 100 EUR liegt) und erst nach Ablauf einer Woche wieder da ...

Soweit ich weiß, ist das ein (weitverbreiteter) Bug, weil die Zapfsäule
nach der endgültigen Belastung die vorläufige Blockierung nicht mehr
freigibt - oder ist das wirklich so gedacht?

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Jun 3, 2015, 2:42:23 AM6/3/15
to
jb11...@gmx.de (Jens Bock) schrieb:
>
> Workaround zu Fall zwei: Eigenen Kugelschreiber mitführen.

Gute Idee! Daß ich da noch nicht selber draufgekommen bin... :-)

Gruß Matthias.

Marc Haber

unread,
Jun 3, 2015, 7:20:50 AM6/3/15
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote:
>Marc Haber schrieb:
>[CVM-Liste von Kreditkarten]
>> Du bist garstig. Das ist ja ungefähr so fies wie die Bitte doch kurz
>> den Fingerprint des SSL-Zertifikats vom Onlinebanking abgleichen zu
>> wollen.
>
>Guter Vergleich :-) <fiesGrins>Mir ist schon klar, daß das kein normal-
>sterblicher Bankmitarbeiter beantworten kann</fiesGrins> (zumindest auf
>Anhieb nicht)

Auf diese Art und Weise kann man sowohl die Motivation des konkreten
Beraters (fragt nach / wirft selbst Nebelkerzen / lässt es sich vom
Kunden erklären) als auch die Kundenorientiertheit der
Gesamtorganisation (Fachabteilung gibt sinnvolle (gar richtige?)
Antwort / wirft Nebelkerzen / lehnt Antwort "aus rechtlichen Gründen"
ab).

>Aber wenn sie schon immer in den höchsten Tönen ihre Karten anpreisen
>mit "damit können sie überall zahlen", muss ihnen ja irgendjemand das
>Gegenteil beweisen. Ich hab' schon oft genug als erster/einziger in
>Deutschland irgendwelche Bank-Bugs gefunden (und gemeldet); die meisten
>Bugs wurden durch irgendwelche Updates später stillschweigend korrigiert,
>einzig die Sparda-Bank Berlin hat sich herzlich bedankt und mir einen
>Ledergeldbeutel geschickt :-)

Respekt. Ich hätte jetzt gedacht dass du auf breiter Fleche ignoriert
wurdest.

>Aber im Ernst, jetzt, wo ich weiß, daß es auch anders geht, will ich
>wirklich keine Karten mehr, mit denen ich in Frankreich an Automaten
>weder Benzin noch Fahrscheine noch Eintrittskarten kriege und bei denen
>im Supermarkt und im Restaurant beim Bezahlen immer die überraschende
>und hektische Suche nach einem funktionierenden Kugelschreiber losgeht.
>Das geht inzwischen schließlich besser :-)

Ich freue mich überall, wo ich per Unterschrift bezahlen kann. Dann
brauche ich mir keine Sorgen über kompromittierte Lesegeräte mit zehn
Jahre alter Firmware machen.

Matthias Hanft

unread,
Jun 3, 2015, 10:01:47 AM6/3/15
to
Marc Haber schrieb:
>
[Bankmensch nach CVM-Liste fragen]
> Auf diese Art und Weise kann man sowohl die Motivation des konkreten
> Beraters (fragt nach / wirft selbst Nebelkerzen / lässt es sich vom
> Kunden erklären) als auch die Kundenorientiertheit der
> Gesamtorganisation (Fachabteilung gibt sinnvolle (gar richtige?)
> Antwort / wirft Nebelkerzen / lehnt Antwort "aus rechtlichen Gründen"
> ab).

Hatte leider in letzter (und wohl auch nächster) Zeit keine Gelegenheit
für sowas. Vor ca. acht Jahren hat sich die Postbank zumindest (erfolg-
reich) bemüht, mir überhaupt eine Karte mit Chip zu besorgen - damals
waren die noch lange nicht Standard, und in Frankreich hatten sie in-
zwischen schon damit begonnen, die Magnetkartenleser in ihren Terminals
mit Tesafilm zuzukleben (bzw. überhaupt nur noch Kundenterminals ohne
Magnetkartenleser aufzustellen). Der Postbank-Chip war zwar damals (wie
auch heute) nicht Offline-PIN-fähig, aber zumindest konnte man die
Karte in die "bedienten" Terminals (und sogar manche "Billigfahrschein"-
Automaten) überhaupt reinstecken - das hat das Reisen sehr erleichtert.

> Ich freue mich überall, wo ich per Unterschrift bezahlen kann. Dann
> brauche ich mir keine Sorgen über kompromittierte Lesegeräte mit zehn
> Jahre alter Firmware machen.

Ja, das Argument gibts natürlich - das Terminal könnte Deine Karten-
nummer und PIN in die Ukraine übertragen, dort wird der Magnetstreifen
einer Kartendublette beschrieben und am Geldautomaten damit Bargeld
abgehoben (eigentlich betrifft das ja auch nur - ausländische - Geld-
automaten, denn an Handelskassen hast Du mit der Unterschrift auch
keine Sicherheit: da kann der deutsche Händler Deine Daten an den
Gemüsehändler Vijay Subramaniam in Bangalore durchtelefonieren, und
schon hast Du eine Belastung aus Indien auf Deinem Kartenkonto, der
Du natürlich widersprechen kannst, woraufhin Du vielleicht nach acht
Wochen, dreizehn Telefonaten und sieben bösen Briefen Dein Geld wieder
kriegst).

Bleibt also eigentlich wirklich nur der Fall "Bargeldabhebung an
einem ausländischen Geldautomaten mit einer vollfunktionsfähigen
Kartendublette, deren PIN auf einem kompromittierten Terminal
ermittelt wurde" - und da habe ich für mich entschieden, dass
die Wahrscheinlichkeit dafür so gering ist, dass ich auf die
"PIN-Vorteile" nicht verzichten will.

Abgesehen davon würde ich lieber eine Karte verlieren (bzw. mich
beklauen lassen), die an der Kasse die PIN fordert statt die
Unterschrift. Hast Du (ehrlich!) jemals gesehen, daß an einer
menschenbedienten Kasse die Unterschrift auf der Karte mit
Deiner soeben geleisteten verglichen wird? Normalerweise habe
ich die Karte schon längst wieder in der Hosentasche, wenn ich
unterschreibe. Kein Schw... schaut da die Unterschrift an. Damit
könnte ein Dieb oder Finder im Handel wesentlich mehr/einfacher/
leichter einkaufen als mit einer "PIN-Karte" (und die Handschrift
könnte er ja notfalls vorher sogar noch ein bißchen üben).

Und schließlich und endlich gibts da ja - vor allem in Bezug auf fran-
zösische Kassen und Automaten im Urlaub - auch noch <BillyJoel footnote=
"http://de.wikipedia.org/wiki/When_in_Rome">When in Rome, do as the
Romans do</BillyJoel> :-)

Gruß Matthias.

Marc Haber

unread,
Jun 3, 2015, 11:06:47 AM6/3/15
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote:
>Abgesehen davon würde ich lieber eine Karte verlieren (bzw. mich
>beklauen lassen), die an der Kasse die PIN fordert statt die
>Unterschrift. Hast Du (ehrlich!) jemals gesehen, daß an einer
>menschenbedienten Kasse die Unterschrift auf der Karte mit
>Deiner soeben geleisteten verglichen wird? Normalerweise habe
>ich die Karte schon längst wieder in der Hosentasche, wenn ich
>unterschreibe. Kein Schw... schaut da die Unterschrift an.

Ich lege die Karte, wenn ich sie aus dem Kartenleser gezogen habe,
immer extra mit der Unterschrift nach oben hin. Angucken tut es kaum
einer. Aber _das_ ist ja nicht mein Risiko.

Matthias Hanft

unread,
Jun 3, 2015, 12:07:45 PM6/3/15
to
Marc Haber schrieb:
>
> Ich lege die Karte, wenn ich sie aus dem Kartenleser gezogen habe,
> immer extra mit der Unterschrift nach oben hin. Angucken tut es kaum
> einer. Aber _das_ ist ja nicht mein Risiko.

Das hab ich früher auch gemacht, ja. Aber seit ich bemerkt habe, daß
NIE, NIE, NIE jemand da draufschaut, spare ich mir das inzwischen.
Geht schneller. Und falls es doch jemand mal machen will, kann ers
ja sagen. Aber das werde ich wohl nicht mehr erleben...

Gruß Matthias.

Marc Haber

unread,
Jun 3, 2015, 1:37:47 PM6/3/15
to
Das blöde ist, dass sich meine "hingerotzte" Unterschrift inzwischen
derartig von der "sauberen" auf der Karte unterscheidet, dass ich
insgeheim hoffe dass da keiner hinschaut ;-)

Matthias Hanft

unread,
Jun 3, 2015, 2:01:05 PM6/3/15
to
Marc Haber schrieb:
>
> Das blöde ist, dass sich meine "hingerotzte" Unterschrift inzwischen
> derartig von der "sauberen" auf der Karte unterscheidet, dass ich
> insgeheim hoffe dass da keiner hinschaut ;-)

LOL :-) Das kann man auch umgekehrt haben: Bei der Unterschrift auf
dem Formular für meinen Personalausweis musste ich am Schalter in
einem dermaßen ungünstigen Winkel unterschreiben, dass ich jetzt
zehn Jahre lang eine "hingerotzte" Unterschrift in meinem Ausweis
stehen habe :-)

Aber, wie gesagt, völlig unerheblich: Die CVM "Signature (paper)"
ist heutzutage (zumindest an personenbedienten Kassen) vollkompa-
tibel zu "No CVM Required" :-)

Gruß Matthias.

Georg Schwarz

unread,
Jun 3, 2015, 2:12:50 PM6/3/15
to
Andreas M. Kirchwitz <a...@spamfence.net> wrote:

> Aber wie gesagt, das gleiche Spiel letztes Jahr in den Niederlanden.
> Es war keine Frage der PIN-Eingabe, sondern normale Kreditkarten
> wurden einfach nicht akzeptiert in den großen Supermarktketten
> (Plus, MCD, C1000, Albert Heijn, Dirk usw.) Das war 2014. Da hab
> ich nicht schlecht gestaunt.

an Automaten der Niederländischen Bahn konnte man vor ein paar Jahren
schon problemlos mit Maestro bezahlen.

--
Georg Schwarz http://home.pages.de/~schwarz/
georg....@freenet.de +49 176 91313874
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Matthias Hanft

unread,
Jun 4, 2015, 3:18:12 PM6/4/15
to
Michael Zink schrieb:
>
> Welche Anforderungen stellst Du an "verglichen"?

Dass die Kassenkraft einen Blick auf die Kartenunterschrift wirft
und danach (oder davor) einen Blick auf die soeben von mir gelei-
stete Unterschrift.

Wenn eins von beiden nicht stattfindet (was i.d.R. der Fall ist),
ist ein Vergleich technisch unmöglich.

> Also ich habe es öfters, daß die Karte vom Kassierer so hingelegt
> wird, daß zumindest theoretisch ein Prüfung möglich ist. Wie plump
> eine Fälschung sein müßte um aufzufallen oder ob nur "kontrolliert"
> wird weil das ja vorgeschrieben ist, kann ich nicht sagen.

Naja, in die meisten Terminals steckt der Kunde seine Karte
inzwischen ja selber rein. Wenn er sie dann nach dem Raus-
ziehen gleich wieder in seine Geldbörse steckt, hab ich noch
keinen Kassierer sagen hören "darf ich mal die Unterschrift
auf der Kartenrückseite sehen".

Gruß Matthias.

Wolfgang Kynast

unread,
Jun 4, 2015, 5:05:32 PM6/4/15
to
On Thu, 04 Jun 2015 20:22:44 +0200, "Michael Zink" posted:

>On Wed, 03 Jun 2015 16:01:44 +0200, Matthias Hanft wrote:
>
>>Unterschrift. Hast Du (ehrlich!) jemals gesehen, daß an einer
>>menschenbedienten Kasse die Unterschrift auf der Karte mit
>>Deiner soeben geleisteten verglichen wird? Normalerweise habe
>
>Welche Anforderungen stellst Du an "verglichen"?
>
>Also ich habe es öfters, daß die Karte vom Kassierer so hingelegt
>wird, daß zumindest theoretisch ein Prüfung möglich ist. Wie plump
>eine Fälschung sein müßte um aufzufallen oder ob nur "kontrolliert"
>wird weil das ja vorgeschrieben ist, kann ich nicht sagen.

Wobei ich derlei Kontrollen nicht so recht ernstnehme.

Damals[tm] hat an der D-AT-Grenze ein deutscher Grenzer meinen PA
ausgiebig betrachtet und mehrmals vergleichend vom Bild zu mir
geschaut.

Als er ihn mir zurückgab, merkte ich, dass ich ihm den versehentlich
auf dem Kopf gereicht hatte :-)

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Frank Kozuschnik

unread,
Jun 4, 2015, 5:32:55 PM6/4/15
to
Matthias Hanft:

> Michael Zink:
>
>> Also ich habe es öfters, daß die Karte vom Kassierer so
>> hingelegt wird, daß zumindest theoretisch ein Prüfung
>> möglich ist. Wie plump eine Fälschung sein müßte um
>> aufzufallen oder ob nur "kontrolliert" wird weil das ja
>> vorgeschrieben ist, kann ich nicht sagen.
>
> Naja, in die meisten Terminals steckt der Kunde seine Karte
> inzwischen ja selber rein. Wenn er sie dann nach dem Raus-
> ziehen gleich wieder in seine Geldbörse steckt, hab ich noch
> keinen Kassierer sagen hören "darf ich mal die Unterschrift
> auf der Kartenrückseite sehen".

Ich erlebe regelmäßig, dass ich die Karte in das Terminal stecke und den
Betrag per Taste bestätige. Dann zieht die Kassiererin die Karte heraus
und nimmt sie in die Hand. Während sie mir den Beleg zum Unterschreiben
gibt, blickt sie auf die Kartenrückseite. Ein grober Vergleich der
Unterschriften ist da zumindest möglich.

Marc Haber

unread,
Jun 4, 2015, 5:45:56 PM6/4/15
to
An der Grenze zur DDR (Transit Hamburg-Westberlin) musst man
regelmäßig auch die Brille abnehmen.

Matthias Hanft

unread,
Jun 5, 2015, 8:44:48 AM6/5/15
to
Frank Kozuschnik schrieb:
>
> Ich erlebe regelmäßig, dass ich die Karte in das Terminal stecke und den
> Betrag per Taste bestätige. Dann zieht die Kassiererin die Karte heraus
> und nimmt sie in die Hand. Während sie mir den Beleg zum Unterschreiben
> gibt, blickt sie auf die Kartenrückseite. Ein grober Vergleich der
> Unterschriften ist da zumindest möglich.

Wow. Glückwunsch! Regional unterschiedlich? Oder je nach Händlerschulung
des Kassenpersonals...

Aber ist ja beruhigend, dass sich auch noch irgendwo jemand an die Vor-
schriften hält...

Gruß Matthias.

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Frank Kozuschnik

unread,
Jun 8, 2015, 5:14:51 PM6/8/15
to
Matthias Hanft:

> Frank Kozuschnik:
>
>> Ich erlebe regelmäßig, dass ich die Karte in das Terminal stecke und den
>> Betrag per Taste bestätige. Dann zieht die Kassiererin die Karte heraus
>> und nimmt sie in die Hand. Während sie mir den Beleg zum Unterschreiben
>> gibt, blickt sie auf die Kartenrückseite. Ein grober Vergleich der
>> Unterschriften ist da zumindest möglich.
>
> Wow. Glückwunsch! Regional unterschiedlich? Oder je nach Händlerschulung
> des Kassenpersonals...

Richtig zuverlässig kann ich es nur von zwei Tankstellen unserer
Heimatstadt bestätigen - hier aber unabhängig vom Personal, das gerade
Dienst hat. Im Ausland (Italien, Schweiz) habe ich eher den Eindruck,
dass die Unterschrift oft *noch* genauer geprüft wird. Dort ist es
vielleicht aber schon eine Besonderheit, dass die Zahlung mit
Unterschrift statt per PIN autorisiert wird.
Message has been deleted

Matthias Hanft

unread,
Jun 20, 2015, 12:32:15 PM6/20/15
to
Frank Graf schrieb:
>
> An POS Terminals mit Personal (Restaurant, Geschäfte, Tankstelle) mußte
> ich unterschreiben und an Automaten die PIN eingeben. Ich habe an drei
> Automaten bezahlt:
> - SNCF (Zugticket)
> - Parkgebühr in einem Parkhaus
> - Tankautomaten

Oh, Donnerwetter. Da die Targobank-"Mastercard Select"-Karten nur Online-
PIN unterstützen (ich weiß das, weil ich den Chip ausgelesen habe), scheinen
jetzt doch auch manche Terminals online zu gehen. Vielleicht hat sich das
in den letzten Jahren geändert? 2010 habe ich mit so einer (Online-PIN-only)
Karte jedenfalls noch keinen Sprit gekriegt. Interessante Info, danke!

Das mit der Unterschrift an "Personalkassen" ist natürlich (in Frankreich)
nur die zweitbeste Lösung (wegen der erwähnten hektischen Kugelschreiber-
suche bzw. Herbeirufen der Kassenaufsicht an SB-Kassen im Supermarkt).
Neue Karten würde ich mir so nicht mehr aktiv kaufen, aber wenn man
sonst keine hat mit Offline-PIN an erster Stelle der CVM-Liste, kann
man zumindest damit bezahlen.

> An Mautstellen mußte ich weder PIN noch eine Unterschrift leisten (auch
> an Kassen mit Personal nicht).

Ja, die verwenden aus Geschwindigkeitsgründen "No CVM required" (und sowohl
PIN als auch Unterschrift wäre aus dem Autofenster raus ja irgendwie schwie-
rig). Sind ja i.d.R. auch keine allzu hohen Beträge.

Gruß Matthias.

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Matthias Hanft

unread,
Jun 20, 2015, 4:47:54 PM6/20/15
to
Frank Graf schrieb:
>
> Nach dem Reinschieben der Kreditkarte am Tankautomaten war die
> Benutzerführung komfortabel in Deutscher Sprache. Der Automat wertet wohl
> z. B. die ausgebende Bank o. ä. aus. Der Automat hatte ein kleines
> Touchdisplay wo man die Spritsorte usw. auswählen konnte.

Oh, nett, das hatte ich noch nicht. Das höchste der Gefühle ist gelegent-
lich ein Anfangsmenü am Terminal, wo man französisch oder englisch aus-
wählen kann (deutsch war da glaub ich noch nie dabei).

> Einmal mußte der Mitarbeiter einen Kugelschreiber holen, sonst war das
> kein Problem. In einem Restaurant konnte ich beobachten daß am
> Nachbartisch ein Gast ebenfalls unterschreiben mußte. Banken in anderen
> Ländern geben wohl Kreditkarten mit ähnlichen Eigenschaften wie die
> Deutschen Banken heraus.

Es gibt nichts, was es nicht gibt :-) Das Unterschreiben ist ja soweit
OK, aber an SB-Kassen in Supermärkten muss man dann halt die Kassen-
aufsicht herbeirufen, was die Zeitersparnis (keine Kassenschlange)
wieder ziemlich zunichte macht. (Jaja, ich weiß schon, Kunden scannen
eh zehnmal so langsam wie die Kassenkräfte, so dass es an SB-Kassen
insgesamt ohnehin nicht schneller geht. Aber man hat was zu tun statt
nur dumm rumzustehen, so dass die gefühlte Kassierzeit doch eher kurz
ist.)

> Zwei mal (gleicher Laden) mußte ich weder PIN eingeben noch
> unterschreiben weil die Mitarbeiterin nicht gemerkt hat daß ich
> unterschreiben muß. Sie händigte mir das mobile POS Terminal aus mit der
> Erwartung daß ich nun meine PIN eingebe. Das Terminal druckte ohne mein
> Zutun die Quittung aus (mit dem Hinweis man möge unterschreiben),
> daraufhin bedankte und verabschiedete Sie sich. Sie hat mich nicht
> beobachtet was ich an dem POS Terminal mache. Sonst hat das Personal
> immer die Hinweise des POS Terminals abgewartet.

Ja, das kenne ich auch, sowas kommt durchaus öfters vor :-)

Gruß Matthias.

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Matthias Hanft

unread,
Jun 21, 2015, 3:51:11 PM6/21/15
to
Frank Graf schrieb:
>
> Dazu habe ich eine Verständnisfrage. Wird die Kreditkarte am POS Terminal
> der SB-Kassen komplett abgelehnt?

Nein, da findet intern so ein Dialog zwischen Karte und Terminal statt wie
auf http://www.zahlungsverkehrsfragen.de/kartenzahlung/pin-eingabe-bei-kreditkarten
beschrieben. Die erste CVM, auf die sie sich dann einigen können, ist Unter-
schrift. Dann erscheint im Terminal-Display "SIGNATURE" und an der SB-Kasse
geht oben ein großes gelbes Blinklicht an, ungefähr wie das auf
http://mypromedia.de/out/pictures/generated/product/1/900_900_75/3farben_p1.jpg

> Wie wickelt die Kassenaufsicht den Bezahlvorgang dann ab?

Tja, die Kassenaufsicht sieht irgendwann das Blinklicht (vielleicht geht ja
in ihrem Häuschen noch eine Tröte an) und kommt herbeigeeilt, weil das wohl
irgendwelche Probleme signalisiert, dann sieht sie, dass es wegen der Unter-
schrift ist, dann rennt sie wieder in ihr Kassenhäuschen, einen Kugelschreiber
holen, dann kommt sie wieder her...

Deswegen bin ich sehr froh, mit http://www.my-wallet.com eine Karte entdeckt
zu haben, bei der die Offline-PIN in der Reihenfolge VOR der Unterschrift
im Chip gespeichert ist - da lässt mich das Terminal die PIN eintippen und
fertig. DKB und einige andere sollen auch solche Karten haben (weiß ich
aber nur vom Hörensagen).

> Werden in Supermärkten Maestro bzw. VPay Karten akzeptiert?

Das weiß ich nicht (noch nie probiert).

> Wobei ich
> nicht weiß wie bei diesen Karten die Autorisierung erfolgt (offline/
> online).

Nur online.

> Vielleicht wurde in den vergangenen Jahren mit der Einführung
> von VPay Änderungen an den POS Terminals vorgenommen, und es gibt dadurch
> auch weniger Probleme mit den Kreditkarten.

Das könnte tatsächlich sein. Vielleicht probiere ich meine V-Pay-Karte
mal irgendwo aus (wenn nicht grad hundert Leute in der Schlange hinter
mir stehen).

Gruß Matthias.

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