Wäre toll, wenn ihr Tips, Erfahrungsberichte oder Hilfe beisteuern kann..
Zwei in 2005 abgeschlossene LVs ("Pro-Vorsorge-Plus 4U") bei Liberty Europe
verschaffen mir einige Bauchschmerzen.
Abgeschlossen wurden diese über einen selbstständigen Berater, der mir 2004
ein Angebot machte und zahlreiche Auskünfte erteilte. Der Schriftverkehr
erfolgte fast ausschließlich telefonisch und per e-Mail.
Versicherer ist Liberty Europe in Irland. Liberty ist NICHT rechtlich
selbstständig, sitzt im 5ten Stock irgendeines Bürogebäudes. Liberty ist
eine Niederlassung der Seguros Genesis in Spanien, bei der mein Vertrag
offensichtlich geführt wird. Die Seguros Genesis ist eine rechtlich
selbstständige Tochter der Liberty Mutual Group, Boston.
Die große LV (1) soll meiner Altersvorsorge dienen, eine kleinere (2)
meinem Sohn. Beide LVs sind fondsgebunden:
(1) 200 EUR monatl., 10 % Dynamik, 35 Jahre, 50400 EUR garant.
Todesfallleistung nach 3 Jahren Wartezeit bzw. Deckungssumme soweit höher.
Antrag ist auf den 17.12.04 datiert. V-Beginn März 2005.
V-Beginn wurde am 31.08.05 aus "steuerrechtlichen Gründen" (?; siehe unten)
auf Februar 2005 geändert.
(2) 40 EUR, monatl., 10 % Dynamik, 73 Jahre, bei Tod mind. die gezahlten
Beträge bzw. Deckungssumme falls Höher. Bei Tod vor dem 7. Lebensjahr
jedoch max. 8000 EUR. Antrag ist auf den 17.12.04 datiert. V-Beginn März
2005.
V-Beginn wurde am 31.08.05 aus "steuerrechtlichen Gründen" (?; siehe unten)
auf Februar 2005 geändert.
Am 03.07.05 erhielt ich eine e-Mail von meinem Berater, dass der
Versicherungsbeginn aus "technischen Gründen" vorverlegt werden müsse.
Telefonisch wurde dies mit der Steuerfreiheit in Verbindung gebracht. Kurze
Zeit später erhielt ich von Liberty ein Schreiben, dass ich zur Nutzung der
steuerlichen Vorteile meinen Änderungswunsch bitte schriftlich mitteilen
soll. Dieses Schreiben liegt mir nicht mehr vor.
PROBLEMSTELLUNG:
Die auf 23.03.06 datierten Informationsschreiben zum Stand der
Deckungssummen weichen vom damaligen Angebot meines Beraters ab. Die
Schreiben habe ich im Mai erhalten. Nachdem ich mich in den letzten Wochen
mit allen Dokumenten auseinander gesetzt habe, komme ich zum Schluss, dass
die Verteilung der Abschlusskosten geändert wurde (alt: über die ersten 7
Jahre, neu: über ersten 5 Jahre).
Diese Änderung wurde mir in unverständlichem Deutsch in einer Anlage des
ersten Versicherungsscheins mitgeteilt. Nach Änderung des
Versicherungsbeginns im August 05 auf Februar 2005 erhielt ich neue V-
Scheine mit der selben Anlage, diesmal in verständlichem Deutsch. Die neuen
V-Scheine sind auf den 31.12.2004 rückdatiert.
Leider sind die Anlagen zu den V-Scheinen nicht eindeutig zuordbar, da kein
Bezug zu den V-Scheinen abgedruckt ist (Formulierung "..zum V-Schein XYZ
vom ..." fehlt).
Neben der Frage, ob die Änderung der Abschlusskosten überhaupt Gültigkeit
hat, beschäftigen mich nun viele Fragen bezüglich der Steuerfreiheit und
der (Rechts)Verbindlichkeit der bisherigen Auskünfte.
Um entscheiden zu können, ob und wie es mit dieser LV weitergehen soll,
benötige ich eine Beratung und rechtsverbindliche Klärung meiner Fragen.
Auszug aus meinen Fragen:
- Sind die LVs nach der Änderung des V-Beginns überhaupt noch steuerfrei?
- Durfte Liberty die Abschlusskosten ändern?
- Wo is Gerichtsstand? Geltendes Recht?
- Welche Verbindlichkeit hat das damalige Angebot?
Kann mein Berater für falsche Auskünfte haftbar gemacht werden?
- Ist eine Beitragsherabsetzung/Freistellung möglich?
Wenn ja, ist sie steuerschädlich?
Reduzieren sich hierduch die Abschlusskosten?
- Kann der VN / VP geändert werden?
Welche Auswirkungen hat dies (steuerlich u. a.)?
- ...
Wer kann mir diese und ähnliche Auskünfte erteilen? Sind diese Auskünfte
dann rechtsverbindlich?
Versicherungsrecht ist durch meine Rechtsschutzversicherung abgedeckt, eine
"Beratung" jedoch nicht. :-(
Tausend Dank an alle, die es bis hierher geschafft haben!!! 8]
Viele Grüße
Max
Eigentümlicher Name...
Aber geschenkt.
> Hallo everybody!
>
> Wäre toll, wenn ihr Tips, Erfahrungsberichte oder Hilfe beisteuern kann..
>
> Zwei in 2005 abgeschlossene LVs ("Pro-Vorsorge-Plus 4U") bei Liberty Europe
> verschaffen mir einige Bauchschmerzen.
Hmm...
> Abgeschlossen wurden diese über einen selbstständigen Berater, der mir 2004
> ein Angebot machte und zahlreiche Auskünfte erteilte.
Lass mich raten: Der kam von UNED/Zülpich?
> Der Schriftverkehr
> erfolgte fast ausschließlich telefonisch und per e-Mail.
Kein schriftliches Beratungsprotokoll?
> Versicherer ist Liberty Europe in Irland. Liberty ist NICHT rechtlich
> selbstständig, sitzt im 5ten Stock irgendeines Bürogebäudes. Liberty ist
> eine Niederlassung der Seguros Genesis in Spanien, bei der mein Vertrag
> offensichtlich geführt wird. Die Seguros Genesis ist eine rechtlich
> selbstständige Tochter der Liberty Mutual Group, Boston.
Letzteres ist eher zweitrangig.
> Die große LV (1) soll meiner Altersvorsorge dienen, eine kleinere (2)
> meinem Sohn. Beide LVs sind fondsgebunden:
>
> (1) 200 EUR monatl., 10 % Dynamik, 35 Jahre, 50400 EUR garant.
> Todesfallleistung nach 3 Jahren Wartezeit bzw. Deckungssumme soweit höher.
> Antrag ist auf den 17.12.04 datiert. V-Beginn März 2005.
> V-Beginn wurde am 31.08.05 aus "steuerrechtlichen Gründen" (?; siehe unten)
> auf Februar 2005 geändert.
Wie alt warst Du zum Zeitpunkt der Antragstellung?
Du hast einen Mindestschutz "eingebaut" (60% der Summe der gezahlten
Beiträge, ohne Berücksichtigung der Dynamik). Das ist ja schon mal
nicht verkehrt. Andererseits hätte Dir eine reine Fondspolice und eine
Risikoleben vielleicht mehr gebracht. Das Kapitalmarktrisiko trägst Du
so oder so.
Ist das Deine einzige Altersvorsorge?
> (2) 40 EUR, monatl., 10 % Dynamik, 73 Jahre, bei Tod mind. die gezahlten
> Beträge bzw. Deckungssumme falls Höher. Bei Tod vor dem 7. Lebensjahr
> jedoch max. 8000 EUR. Antrag ist auf den 17.12.04 datiert. V-Beginn März
> 2005.
> V-Beginn wurde am 31.08.05 aus "steuerrechtlichen Gründen" (?; siehe unten)
> auf Februar 2005 geändert.
73 Jahre?!?!? Wie alt ist denn Dein Sohn?
[Beginnverlegung]
> Um entscheiden zu können, ob und wie es mit dieser LV weitergehen soll,
> benötige ich eine Beratung und rechtsverbindliche Klärung meiner Fragen.
>
> Auszug aus meinen Fragen:
> - Sind die LVs nach der Änderung des V-Beginns überhaupt noch steuerfrei?
> - Durfte Liberty die Abschlusskosten ändern?
> - Wo is Gerichtsstand? Geltendes Recht?
> - Welche Verbindlichkeit hat das damalige Angebot?
> Kann mein Berater für falsche Auskünfte haftbar gemacht werden?
> - Ist eine Beitragsherabsetzung/Freistellung möglich?
> Wenn ja, ist sie steuerschädlich?
> Reduzieren sich hierduch die Abschlusskosten?
> - Kann der VN / VP geändert werden?
> Welche Auswirkungen hat dies (steuerlich u. a.)?
> - ...
>
> Wer kann mir diese und ähnliche Auskünfte erteilen? Sind diese Auskünfte
> dann rechtsverbindlich?
Suche einen _gerichtlich_ zugelassenen Versicherungsberater auf. Kostet
zwar Geld, bringt aber letztendlich Gewissheit.
Grundsätzlich würde ich keinen Vertrag, schon garnicht in dieser
Höhe abschließen, der nicht der deutschen Versicherungsaufsicht
unterliegt (in Deinem Fall unterliegt er der spanischen und da gibt es
schon Unterschiede).
GK
> Max Mustermann schrieb:
>
> Eigentümlicher Name...
>
> Aber geschenkt.
Ist natürlich kein Realname. :-)
> Lass mich raten: Der kam von UNED/Zülpich?
Natürlich. Liberty hat ja nur die UNED in Deutschland.
> Kein schriftliches Beratungsprotokoll?
Leider nicht...
>> (1) 200 EUR monatl., 10 % Dynamik, 35 Jahre, 50400 EUR garant.
>> Todesfallleistung nach 3 Jahren Wartezeit bzw. Deckungssumme soweit
>> höh
> er.
>> Antrag ist auf den 17.12.04 datiert. V-Beginn März 2005.
>> V-Beginn wurde am 31.08.05 aus "steuerrechtlichen Gründen" (?; siehe
>> un
> ten)
>> auf Februar 2005 geändert.
>
> Wie alt warst Du zum Zeitpunkt der Antragstellung?
29
> Du hast einen Mindestschutz "eingebaut" (60% der Summe der gezahlten
> Beiträge, ohne Berücksichtigung der Dynamik). Das ist ja schon mal
> nicht verkehrt. Andererseits hätte Dir eine reine Fondspolice und eine
> Risikoleben vielleicht mehr gebracht. Das Kapitalmarktrisiko trägst Du
> so oder so.
>
> Ist das Deine einzige Altersvorsorge?
Ja, die einzige. LV deshalb, da ich die Steuerfreiheit Nutzen möchte.
>> (2) 40 EUR, monatl., 10 % Dynamik, 73 Jahre, bei Tod mind. die
>> gezahlten Beträge bzw. Deckungssumme falls Höher. Bei Tod vor dem 7.
>> Lebensjahr jedoch max. 8000 EUR. Antrag ist auf den 17.12.04 datiert.
>> V-Beginn März 2005.
>> V-Beginn wurde am 31.08.05 aus "steuerrechtlichen Gründen" (?; siehe
>> un
> ten)
>> auf Februar 2005 geändert.
>
> 73 Jahre?!?!? Wie alt ist denn Dein Sohn?
Jetzt 3 Jahre alt.
>> Wer kann mir diese und ähnliche Auskünfte erteilen? Sind diese Ausk
> ünfte
>> dann rechtsverbindlich?
>
> Suche einen _gerichtlich_ zugelassenen Versicherungsberater auf.
> Kostet zwar Geld, bringt aber letztendlich Gewissheit.
Danke, das ist die Auskunft, die ich brauche. Kannst du mir sagen, wie
teuer eine Beratung in etwa werden wird?
> Grundsätzlich würde ich keinen Vertrag, schon garnicht in dieser
> Höhe abschließen, der nicht der deutschen Versicherungsaufsicht
> unterliegt (in Deinem Fall unterliegt er der spanischen und da gibt es
> schon Unterschiede).
Ich wollte Nägel mit Köpfen machen, daher auch die Dynamik. Dummerweise
war ich mit einem Umzug beschäftigt und habe daher manches Detail
übersehen. Im nachhinein kann ich nur den Kopf schütteln aber was bringt
das. Was ich jetzt brauche, ist Klarheit. Danke für deinen Beitrag dazu!
Max
meines Erachtens ist die Liberty Europe ein Betrüger Verein
habe 2 Jahre monatlich 400 .- Euro einbezahlt
und zum 31.12.06 gekündigt
0.- euro rückzahlung !!!! über 8000.- euro in Jahren venichtet
lasst die Finger von dem Verein !!! kann ich euch nur Empfehlen
gruss
S.H
--
ludwigsburger
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ludwigsburger's Profile: http://www.aktienboard.com/vb/member.php?userid=22876
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ich habe im November 2003 den Pro-VorsorgePlus 4U abgeschlossen und
m�chte ihn nun k�ndigen. Habe monatlich 52,50 � einbezahlt und laut
Kontoauszug betr�gt der derzeitige Stand nur 877,84 �.
Hat jemand Erfahrungen damit wieviel oder ob man �berhaupt was wieder
bekommt?
Wie sind die K�ndigungsfristen? Laut Infobrosch�re jederzeit.
An wen muss die K�ndigung erfolgen? Habe sie damals �ber einen Berater
abgeschlossen.
W�re lieb wenn mir jemand weiter helfen k�nnte.
Lg blacky
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blacky31
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blacky31's Profile: http://www.aktienboard.com/vb/member.php?u=34638
ich m�chte hier mal meine Erfahrungen mit dem oben genannten Produkt
abgeben.
Anfang Dezember habe ich mich f�r das Produkt entschieden, weil ich es
f� die bessere Alternative zum Fondssparplan hielt. Die erste
Entt�uschung bestand darin, dass die Police nicht, wie gew�nscht, zum
15.12.2003, sondern erst zum 15.01.2004 gestartet wurde. Das konnte auch
nicht nachtr�glich r�ckg�ngig gemacht werden. Im folgenden musste ich
feststellen, dass die j�hrlichen Ausz�ge nicht automatisch kamen,
sondern dass ich diese �ber meine Beraterin anfordern musste.
Schlie�lich stellte ich fest, dass das Produkt total intransparent war,
also es gab keine Abrechnung �ber Provisionen, Kosten von
Versicherungsleistungen, tats�chlich angespartes Geld. Ich finde, dass
sie zuviel Vertrauen von ihren Kunden verlangen, dass sie mit dem Geld
schon das richtige machen und einen nicht beschei�en. W�re im
Zweifelsfall auch kaum nachweisbar. Nach nun �ber 6 Jahren Einzahlung
von 100 � monatlich sind gut 45 % Verlust angelaufen. Dies entsprich
keinesfalls der Marktentwicklung. Hinzu kommt, dass meine Beraterin mich
im Stich lie� und ich monatelang umschichten wollte, sie aber in Urlaub
war und ich keine Ansprechperson hatte. Als ich dann einen neuen Berater
bekam, der direkt bei uned in K�ln sitzt, hatte ich die Erwartung, dass
er mir kurz das Fondsangebot vorstellt. Die Analyse der Einzelfonds und
die Fondsauswahl habe ich dann selber vorgenommen, da ich in
Finanzsachen nicht ganz unbedarft bin. Ich sollte ein nicht ganz einfach
zu verstehenden Vordruck ausf�llen. Der Berater teilte mir zugleich mit,
dass er ab dem �bern�chsten Arbeitstag an 2 Wochen in Urlaub sei, ich
solle also nochmal 3 Wochen warten. Das wollte ich nicht, also faxte ich
ihm das Formular zu und versuchte danach einen halben Tag ihn zu
erreichen, um herauszufinden, ob meine Angaben dem entsprachen, was ich
wollte. Er meinte im Verlauf des kurzen Gespr�chs, ich sei nicht sein
einzioger Kunde, er k�nne sich nicht den ganzen Tag um mich k�mmern. Das
fand ich total unversch�mt! Da haben sie ein beratungsintensives
Produkt, aber mit Beratung ist Fehlanzeige. Fazit: Ich werde da noch die
Mindestzeit von insgesamt 8 Jahren Einzahlung und 12 Jahre das Guthaben
liegen lassen durchziehen, dann ist Schluss. Mein Rat: Finger weg von
Liberty Europe, es sei denn der Berater ist aus der Familie oder ein
wirklich enger Freund! Aber Transparenz kann auch der nicht herstellen!
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hola3000
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hola3000's Profile: http://www.aktienboard.com/forum/member.php?u=35844
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