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Strukturvertrieb - ein Aussteiger packt aus

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Martin Steindor

unread,
Apr 30, 2002, 10:39:38 AM4/30/02
to
Aufschlußreiche Innenansichten über die Methoden von Strukturvertrieben
bietet das Buch von
Till Freiberg
Die Abzocker - ein Finanzberater packt aus
Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart
19,90 Euro

Rezension des Buches:
http://warp6.dva.de/sixcms/detail.php?id=111276&template_id=2342&_VID=2MQoEe
nIg4p4Nv8Z

Auszug zum Probelesen:
http://warp6.dva.de/sixcms_upload/media/26/abzock_s._1_42.pdf

Mit freundlichen Grüßen
M. Steindor


Peter Staudt

unread,
May 1, 2002, 2:53:55 AM5/1/02
to
Martin Steindor schrieb:

Hallo Martin,

Habe mir den PDF-Auszug mal angesehen. Überragende Beschreibung einer
Szene, die normalerweise so gut wie keine Einblicke in ihr "Geschäft"
gestattet. Werde mir das Buch kaufen.

Gruß

Peter

related pages:

please visit http://www.bankenkriminalitaet.de

http://www.immobetrug.de

Martin Sörgel

unread,
May 1, 2002, 4:32:23 AM5/1/02
to
Martin Steindor wrote:
>
> Auszug zum Probelesen:
> http://warp6.dva.de/sixcms_upload/media/26/abzock_s._1_42.pdf
>

Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

Auch wenn es viele Finanz-Vertreter es nicht wahrhaben wollen.
Ein Finanz-Vertreter verkauft immer zwei Dinge, seine Kunden, eigentlich
aber sich selbst für Geld.

Eigentlich müsste er seinen Kunden sagen:

1.) Sparen Sie monatlich mindestens 10% Ihres verfügbaren Nettoeinkommes
Wenn Sie das nicht können ist Ihr Lebensstandard zu hoch und Sie müssen
Ihre Konsumausgaben einschränken.

2.) Richten Sie ein Depot bei der Bundesschuldenverwaltung ein und kaufen
Sie monatlich Bundesschatzbriefe.

3.) Wenn Sie die ersten 10.000 EUR zusammen haben, verkaufen Sie ca. 1/3
und suchen Sie sich eine Direktbank Ihres Vertrauens. Richten Sie dort ein
Depot ein und kaufen Sie DAX-Zertifikate. Orentieren Sie sich langfristig
an einem Verhältnis 70/30 Schatzbriefe zu DAX-Zertifikate.

4.) Sie werden sich jederzeit am Kontostand Ihres Depots erfreuen können
und Sie werden keinen Finanzberater auf der Welt finden, der jemals besser
Ihr Geld für Sie verwalten könnte.

5.) Schließen Sie eine private Haftplichtversicherung ab. Schließen Sie
eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ab. Sie werden sicherlich in der Lage
sein Preis, Service und in einer ruhigen Minute die Versicherungs-
bedingungen vergleichen zu können.

6.)Wenn Sie sich dann immer noch unsicher fühlen, schließen Sie noch eine
Hausratversicherung und eine Rechtsschutzversicherung ab.

Leider kann man damit kein Geld verdienen.

Deshalb meine Empfehlung an die, die unbedingt Dienstleister sein wollen:

1.) Warum gründen Sie keinen Frühstücksbrötchen-Service.
2.) Oder einen Hundefrisier-Salon für die ältere Dame mit Niveau.
3.)Oder gar einen Bewachungsservice für die Villa Ihres Vorgesetzten, wenn
der gerade sein Winterdomizil in Mallorca bewohnt.

Nix für ungut

--
Viele Grüße

Martin Sörgel

Oliver Langer

unread,
May 1, 2002, 6:54:29 AM5/1/02
to
Hallo NG,

ich möchte gerne 3 Aspekte (Unabhängige Beratung, Strukturvertrieb und
Provisionen) der offenen Diskussion Preisgeben. Bitte unterlasst
pauschalisierte Meinungen ("sind doch eh nur Strukkis"). Vielmehr
wünsche ich persönliche Erfahrungsberichte sowohl aus der länger
zurückliegenden Vergangenheit, als auch neueren Datums.

Der Bezug auf einzelne Textpassagen ist, zumindest zu Beginn des
Threads, nicht unbedingt erforderlich.

Teilnehmer dieser Diskussion sollen ganz bewusst auch Kunden von
Maklern, Finanzoptimierern und Vermögensberatern sein. Sowohl positive
als auch negative Erfahrungsberichte sind ausdrücklich erwünscht.

AN DIE PROFIS: Bitte keinerlei persönliche Wertung zu bestimmten
Personen. Es werden *ausschliesslich* sachliche Diskussionsbeiträge und
persönliche, informative Erfahrungsberichte gewünscht.

Einen schönen 1. Mai und eine anregende Diskussion

Oliver Langer

UNABHÄNGIGE BERATUNG
====================

Der Bericht macht Appetit auf mehr. Allerdings zwängt sich mir der
Eindruck auf, dass Herr Brot offenischtlich das schwärzeste der
schwarzen Schafe erwischt hat... .

Ich finde den Hinweis zu Beginn des Buches sehr gut: Sowohl
Versicherungsvertreter, Finanzberater, Makler, Bankkaufleute usw. leben
vom Verkauf. Sie alle leben von ihren Provisionseinnahmen.

Eine unabhängige Beratung ist nur dann gewährleistet, wenn der Berater
vollkommen unabhängig von irgendwelchen Gesellschaften ist und vom
Kunden direkt für seine Dienstleistung, die Beratung, bezahlt wird.

Leider sind die meisten Kunden hierzu nicht bereit. Als Kunde, der eine
individuelle Beratung und Betreuung wünscht und für eine Beratung nicht
gerne 100,- Euro pro Stunde bezahlt, bleibt dann nur noch, sich einen
Verkäufer mit einer möglichst großen Zahl von Partnern herauszusuchen,
sich also an einen Makler oder Finanzplaner (AWD?) zu wenden.


IST NICHT JEDE UNTERNEHMUNG EIN STRUKTURVERTRIEB?
=================================================

Ist der Strukturvertrieb nicht einfach nur eine Form der
Unternehmensform, in der die Mitarbeiter eines Unternehmens selbst in
höchstem Maße unternehmerisch handeln?

Nehmen wir ein Lebensmittelfachgeschäft (also nicht Aldi), wo der Kunde
noch eine Beratung erhält. Der Kunde bezahlt, wenn er kauft, sowohl den
Produzenten wie auch das Handelsgeschäft und alle dazwischen liegenden
Dienstleister (z.B. Bank) und sonstigen Unternehmen. Im Kaufpreis sind
alle Kosten und Gewinne, die die einzelnen Mitwirkenden erhalten,
enthalten.

An der Spitze einer Unternehmung steht der Geschäftsführer. Er erhält,
genau wie bei einem klassischen Strukturvertrieb, den größten Anteil am
Gewinn. Er hat mehrere Abteilungsleiter, die einen kleineren Anteil am
Gewinn bekommen und die wiederum haben unterschiedliche Fachberater,
die eigentlich Verkäufer sind, unterstellt, die den kleinsten Anteil am
Gewinn haben. (Vereinfachte, schmatische Darstellung)

Der Unterschied zu den 3-und-4-oder-mehr-Buchstaben-Finanzdienstleister
ist nur, dass in einer klassischen Unternehmung der Anteil am Gehalt,
der durch Provisionen (oder Leistungszulagen) finanziert wird, bei den
Finanzdienstleistern i.d.R. bei 100% liegt, wohingegen der
Fachverkäufer im Einzelhandel zu 95% ein Festgehalt erzielt - egal
wieviel er verkauft hat.

Ein weiterer Unterschied: Die Karriereleiter ist in einer klassischen
Unternehmung schwieriger zuerklimmen. Du kannst als Fachverkäufer (oder
Fachberater, der ja auch nur verkaufen soll) so viel verkaufen wie Du
möchtest - Du hast keinen Einfluss, ob Du zum Abteilungsleiter
befördert wirst oder nicht.

In Strukturvertrieben wird gefeuert, wer seine Leistung nicht erbringt.
In einer klassischen, gut geführten Unternehmung, wird der Fachberater,
der nicht genügend verkauft, ebenfalls gefeuert (oder gemobbt). Jede
Unternehmung hat ein eigenes Interesse daran, nur Mitarbeiter zu
beschäftigen, die profitabel sind bzw. der Gewinnerzielung dienlich.
Jeder Mitarbeiter, der nicht direkt oder indirekt dem Unternehmensziel,
der Gewinnerzielung, dienlich ist, muss entfernt werden. Das ist die
Grundlage unserer Wirtschaftordnung.

In einer klassischen Unternehmung hingegen wird dem Mitarbeiter, soweit
dem Unternehmensziel dienlich, eine soziale Absicherung in Form eines
Festgehaltes (teilw. um eine Leistungsabhängige Vergütung erweitert)
und der Sozialversicherungen gewährt.

Beim klassischen Strukturvertrieb lebt der Mitarbeiter ausschliesslich
von seinen Leistungen und nimmt seine Absicherung selbst in die Hand.

In einer klassischen Unternehmung sind die Verdienstmöglichkeiten
begrenzt. Sobald der Fachverkäufer sein Leistungssoll erfüllt hat,
bekommt er die vertraglich vereinbarte Leistungsvergütung und sein
Grundgehalt. Mehr kann er nicht erreichen. Im Gegenteil, sowohl Gehalt
wie auch Leistungszulagen sind voll steuerpflichtig. Eine Verrechnung
mit finanziellen Aufwendungen für den Beruf sind nur eingeschränkt
möglich (Einkommenssteuererklärung).

Im Gegensatz hierzu der Geschäftsführere einer klassischen
Unternehmung. Alles, was der Fachverkäufer mehr an Gewinn für die
Unternehmung erzielt, kommt ihm zugute. Allein sein Verdienst ist
nahezu unbegrenzt (Ausnahme AG, wo der Aufsichtsrat das Gehalt der
Geschäftsführung genehmigt).

Die Verdienstmöglichketen des Mitarbeiters eines Strukturvertriebes
sind nur durch seine eigene Leistung begrenzt. Er selbst kann, um sein
Einkommen zu erhöhen, produktive Mitarbeiter gewinnen und einstellen.
Der Gewinn, der aus dem Verkauf erfolgt, wird auf verschiedene
Instanzen verteilt. In welcher Instanz der einzelne Mitarbeiter steht,
richtet sich ausschliesslich an seinem Beitrag zum Gesamtgewinn des
Unternehmens. Der Mitarbeiter, der in der höchsten Instanz sitzt,
erhält den größten Teil des Gewinnes - genau so wie der Geschäftsführer
einer klassischen Unternehmung.


WIE HOCH IST DIE PROVISON BEI 100 GRAMM BUTTER?
===============================================

"Strukkis sind nur Geil auf die Provision", so eine weit verbreitete
Meinung über Mitarbeiter von Strukturvertrieben. Im Sinne des
vorhergehenden Abschnittes zählen hierzu auch Versicherungsvertreter
und Bankangesteltte, auch Makler, sofern sie keine
Einzelpersongesellschaft sind.

Jedes Unternehmen hat Kosten und will Gewinne erzielen.

Der Kunde, der 100 Gramm Butter bei Aldi kauft, zahlt einen Preis.
Dieser Preis setzt sich zusammen aus den Kosten und Gewinnen der
unterschiedlichsten Produzenten und Dienstleistern, die mit Aldi
zusammen arbeiten (Bauern, Molkereien, Banken, Spediteure usw). Weißt
Du, wieviel Gewinn Aldi an den 80 Cent erzielt? Von den 80 Cent wird
also der die Bank, der Bauer, die Molkerei, der Geschäftsführer von
Aldi, die Kassierer usw. bezahlt.

Die Versicherung hat ebenfalls einen Preis. Von diesem Preis, genannt
Abschlußkosten, wird die Verwaltung, Risikoprämien, der Vertrieb usw.
bezahlt.

Beide, Aldi und die Versicherungsgesellschaft, finanzieren sich und
ihre Dienstleister durch den Verkaufspreis.

Im Gegensatz zu dem Festangestellten, der einen festen Lohn bezieht,
lebt der selbstständige Finanzidienstleister (Makler oder
Handelsvertreter) von seinem Anteil am Gewinn.

Sofern der Finanzberater ein Einzelunternehmer ist, der eigene
Courtageverträge mit seinen "Produzenten" (Versicherungsgesellschaften,
Fondsgesellschaften, Banken usw) abgeschlossen hat, muß er sich den
erzielten Gewinn (=Provision, sein Anteil am Gewinn den der Produzent
erzielt) mit niemandem Teilen. Hat der Finanzberater mehere Berater
eingestellt, teilt er sich seine Provision mit ihnen. Die Teilung kann
auf 2 Arten erfolgen:

1) Festanstellung der Verkäufer, der Verkäufer erhält Gehalt und
ggfs. Leistungszulage
2) Verkäufer arbeitet als Handelsvertreter und bekommt einen
prozentualen Anteil an der Provision desjenigen, der ihn eingestellt
hat.

Der Vorteil bei 1 ist, dass der Verkäufer ein Grundgehalt erhält.
Nachteilig ist, dass sein Einkommen in der Höhe begrenzt ist. Im 2.
Fall verhält es sich gerade umgekehrt - das Einkommen ist nicht
begrenzt, dafür gibt es kein Grundgehalt (in schlecht laufenden
Monaten).

Der 2. Fall nennt sich Strukturvertrieb.


PERSÖNLICHE WERTUNG
===================

Beide Formen der Unternehmung haben Vor- und Nachteile, sagen aber
nichts über die Qualität einer Beratung nach. Der Strukturvertrieb
enthält für den einzelnen Mitarbeiter höhere Chancen in Bezug auf
Einkommen, aber auch höhere Risiken. Die Risiken sind im
Strukturvertrieb jedoch geringer, als wenn sich der zukünftige
Finanzberater als Einzelunternehmer selbstständig macht, u.a. aufgrund
der Ausbildung, die durch den Strukturvertrieb (=Dachverband) erfolgt.
So kann der Einzelunternehmer neue Mitarbeiter einstellen, ohne Kosten
für die Ausbildung und das Gehalt des Mitarbeiters befürchten zu
müssen. Durch das Einstellen von neuen Mitarbeitern, kann er
Provisionen erzielen, auch ohne selbst Tätig zu sein (Eigenproduktion).

Wesen des Strukturvertriebes ist es, dass ein Mitarbeiter in
verschiedene Leistungsstufen eingruppiert wird, die sich durch seine
Leistung darstellt. Ein selbstständiger Handelsvertreter wird also
immer auch selbst Tätig sein, wie der Einzelunternehmer auch. Ansonsten
würde er in der Hierarchie überholt werden. Hier gleichen sich also der
Einzelunternehmer und der Strukki. Würde der Einzelunternehmer keine
neuen Kunden gewinnen und vorhandene pflegen, könnte er seinen Laden
ebenfalls sehr schnell dichtmachen. Es sei denn, er stellt Mitarbeiter
ein, wie ein Strukki auch, und teilt sich die Provisionen mit den
Mitarbeitern, z.B. durch Provisionsbeteiligung (wie ein Strukki) oder
Festgehalt (nicht wie ein Strukki).

EINE FRAGE DER QUALITÄT: Wie gut ein Verkaufsgespräch wirklich ist
(Beratungsgespräche gibt es ja eigentlich nicht, höchstens bei
Honorarberatern), hängt von der _Person_ ab. Wie gut ist seine
Ausbildung, seine Fachkenntnis und wie gut ist die "Chemie" (=Soft
Skills) zwischen mir und dem Verkäufer?

Der Einzelunternehmer nimmt seine Ausbildung selbst in die Hand. Ein
Handelvsertreter einer Finanzdienstleistungs-Organisation (=Dachverband
selbstständiger Finanzdienstleister=AWD, DVAG & Co.) bekommt hingegen
Unterstützung von seiner Dachorganisation. Hierfür nimmt der "Strukki"
in Kauf, dass er sich die erzielte Provision mit der Dachorganisation
teilt, der Einzelunternehmer hingegen bekommt die volle Summe.

Die Frage ist: Wird der nicht fertig ausgebildete Unternehmer bereits
auf die Kunden losgelassen oder erst, nachdem die wichtigsten
Grundlagen vorhanden sind?

Der Einzelunternehmer wird in jedem Fall zunächst eine Ausbildung
absolvieren und dann selbst entscheiden, wann er den Sprung in die
Selbstsändigkeit wagt.

Zur Qualität der Ausbildung: Soweit ich weiss, bilden sowohl AWD als
auch DVAG mittlerweile ihre Mitarbeiter nach IHK-Kriterien aus. Die
Frage ist also, ab wann wird der Mitarbeiter auf "den Kunden
losgelassen"?. Wünschenswert wäre, wenn während der Ausbildung der
Mitarbeiter nicht alleine zum Kunden geht, sondern von einem fertig
ausgebildeten Mitarbeiter begleitet wird. Das würde nach meiner Ansicht
die Qualität enorm verbessern. Aber das wird vermutlich in 2-3 Jahren
sowieo Gesetz und dann sind alle glücklich - auch die Makler, nicht?
;-)

Ich möchte gerne Eure Erfahrungen mit AWD, DVAG, Plansecur usw. lesen.
Bitte: Nur Erfahrungen, keine Meinungen von Menschen, die keinerlei
Erfahrungen mit ihnen gemacht haben. Bitte mit Hinweis auf das Jahr, in
dem die Erfahrungen gemacht wurden.

Vielen Dank und einen schönen Tag noch

Oliver

Oliver Langer

unread,
May 1, 2002, 7:03:29 AM5/1/02
to

"Martin Sörgel" <martin....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aao8vv$c9928$1...@ID-118963.news.dfncis.de...

Hört sich gut an.

> Leider kann man damit kein Geld verdienen.

wäre nicht weiter schlimm.

> Deshalb meine Empfehlung an die, die unbedingt Dienstleister sein
wollen:
>
> 1.) Warum gründen Sie keinen Frühstücksbrötchen-Service.
> 2.) Oder einen Hundefrisier-Salon für die ältere Dame mit Niveau.
> 3.)Oder gar einen Bewachungsservice für die Villa Ihres Vorgesetzten,
wenn
> der gerade sein Winterdomizil in Mallorca bewohnt.

Weil

a) nicht alle Menschen diese NG lesen
b) viele Menschen selbst mit Deinen (guten) Vorschlägen überfordert
sind
c) viele Menschen es einfach bequem haben wollen.

> Nix für ungut

Kein Problem - ích wäre lieber klassischer Handwerker. Leider kann man
damit noch weniger verdienen (vor allem, wenn man 2 Hände hat).

Viele Menschen wollen einfach nicht selbst 10 oder 20 verschiedene
Angebote vergleichen. Ausserdem sind sie verwirrt, wenn sie
verschiedene Internet-Vergleichrechner bemühen und unterschiedliche
Ergebnisse herauskommen.

In der Regel ist es wirklich so, dass man, wenn man alles selbst macht,
viel Geld sparen kann. Die Dame mit Niveau kann ihren Hund selbst
betreuen, man kann seine Brötchen morgens selber holen und sein Domizil
selbst bewachen. Aber viele wollen das einfach nicht - und wenn sie
etwas nicht selbst machen wollen, müssen sie dafür bezahlen. Ist halt
so.

> --
> Viele Grüße
>
> Martin Sörgel

Oliver Langer

Joerg Daehn

unread,
May 1, 2002, 11:47:12 AM5/1/02
to
Hallo,

> Aufschlußreiche Innenansichten über die Methoden von Strukturvertrieben
> bietet das Buch von
> Till Freiberg
> Die Abzocker - ein Finanzberater packt aus
> Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart
> 19,90 Euro

Lest sich sehr gut und flüssig. Kauf' ich mir vielleicht auch.

Vielleicht ein Ersatz für das Buch »Beraten und Verkauft« von Wolfgang Dahm
über die DVAG , welches leider nicht wieder aufgelegt wurde.

Siehe auch:
http://verbraucherschutz.wtal.de/dvag-03.htm

Hoffen wir, dass diesem Buch und seinem Autor das Schicksal von "Beraten
und Verkauft" erspart bleibt und es viele Leser findet.

Gruss,

Jörg

Martin Gerken

unread,
May 1, 2002, 4:39:24 PM5/1/02
to
On Wed, 01 May 2002 08:53:55 +0200, Peter Staudt
<Peter....@t-online.de> wrote:

>Habe mir den PDF-Auszug mal angesehen. Überragende Beschreibung einer
>Szene, die normalerweise so gut wie keine Einblicke in ihr "Geschäft"
>gestattet. Werde mir das Buch kaufen.

Der Auszug hat mir auch gefallen - aber wenn das Buch auch so groß
gedruckt ist wie der Auszug finde ich 20 EUR etwas teuer (oder lese ich
zu schnell ;-)


cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!

Thomas Hoppe

unread,
May 1, 2002, 10:46:54 AM5/1/02
to
"Martin Sörgel" <martin....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aao8vv$c9928$1...@ID-118963.news.dfncis.de...
> Martin Steindor wrote:

> 5.) Schließen Sie eine private Haftplichtversicherung ab. Schließen Sie
> eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ab. Sie werden sicherlich in der Lage
> sein Preis, Service und in einer ruhigen Minute die Versicherungs-
> bedingungen vergleichen zu können.

Meinst du wirklich eine Erwerbsunfähigkeitsabsicherung? Oder doch eher die
Berufsunfähigkeit?

> 1.) Warum gründen Sie keinen Frühstücksbrötchen-Service.
> 2.) Oder einen Hundefrisier-Salon für die ältere Dame mit Niveau.
> 3.)Oder gar einen Bewachungsservice für die Villa Ihres Vorgesetzten, wenn
> der gerade sein Winterdomizil in Mallorca bewohnt.

Martin - man kann alles einzelne selber machen, nur nicht alles auf einmal.
Unsere Welt ist heute in einem hohem Maße auf Dienstleistung angewiesen.
Jeder entscheidet, welchen Part er se´lber macht und welchen er machen
lässt...

> Nix für ungut

Was machst du beruflich? Könnte ich das auch selbst?

> Viele Grüße
>
> Martin Sörgel

MfG Thomas

Thomas Hoppe

unread,
May 1, 2002, 5:48:34 PM5/1/02
to
"Oliver Langer" <oliver...@dienart.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaohk7$ggo$1...@newsread1.arcor-online.net...
> Hallo NG,

Hallo Oliver!

> ich möchte gerne 3 Aspekte (Unabhängige Beratung, Strukturvertrieb und
> Provisionen) der offenen Diskussion Preisgeben. Bitte unterlasst
> pauschalisierte Meinungen ("sind doch eh nur Strukkis"). Vielmehr
> wünsche ich persönliche Erfahrungsberichte sowohl aus der länger
> zurückliegenden Vergangenheit, als auch neueren Datums.

Dein Artikel hat mir gut gefallen. Ich bin - wie schon in mehreren anderen
Threads geschrieben - seit etwas über 10 Jahren für das Unternehmen AWD
tätig. Also auf...

> UNABHÄNGIGE BERATUNG
> ====================
>
> Der Bericht macht Appetit auf mehr. Allerdings zwängt sich mir der
> Eindruck auf, dass Herr Brot offenischtlich das schwärzeste der
> schwarzen Schafe erwischt hat... .
>
> Ich finde den Hinweis zu Beginn des Buches sehr gut: Sowohl
> Versicherungsvertreter, Finanzberater, Makler, Bankkaufleute usw. leben
> vom Verkauf. Sie alle leben von ihren Provisionseinnahmen.
>
> Eine unabhängige Beratung ist nur dann gewährleistet, wenn der Berater
> vollkommen unabhängig von irgendwelchen Gesellschaften ist und vom
> Kunden direkt für seine Dienstleistung, die Beratung, bezahlt wird.
>
> Leider sind die meisten Kunden hierzu nicht bereit. Als Kunde, der eine
> individuelle Beratung und Betreuung wünscht und für eine Beratung nicht
> gerne 100,- Euro pro Stunde bezahlt, bleibt dann nur noch, sich einen
> Verkäufer mit einer möglichst großen Zahl von Partnern herauszusuchen,
> sich also an einen Makler oder Finanzplaner (AWD?) zu wenden.

> Vielen Dank und einen schönen Tag noch

In unserer Marktwirktschaft muss ein jedes Unternehmen Gewinn erzielen. Dies
muss auch ich, um z.B. auch meine sozialversicherungspflichtigen
Angestellten zu bezahlen. Hat ein Unternehmer keinen Gewinn, haben Arbeiter
und Angestellte keine Jobs.

Zum Thema Honorarberatung : Gibt es Ansätze, diese Form der Beratung für ein
normalverdienendes Klientel zu etablieren und daraus ein profitables
Geschäftsmodell zu entwickeln? Ich spreche jetzt nicht vom Familiy Office
für Vermögen ab 5 Mio ? aufwärts oder Beratungsdienste der kleinen und
feinen Privatbanken.

> Oliver

MfG Thomas


Andre Averdiek

unread,
May 2, 2002, 2:30:28 AM5/2/02
to

"Joerg Daehn" <joerg...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aap29e$cjse6$1...@ID-74186.news.dfncis.de...

> Hallo,
>
> > Aufschlußreiche Innenansichten über die Methoden von Strukturvertrieben
> > bietet das Buch von
> > Till Freiberg
> > Die Abzocker - ein Finanzberater packt aus
> > Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart
> > 19,90 Euro
>
>
> > Auszug zum Probelesen:
> > http://warp6.dva.de/sixcms_upload/media/26/abzock_s._1_42.pdf
>
> Lest sich sehr gut und flüssig. Kauf' ich mir vielleicht auch.
>

Ich werde es mir mit Sicherheit nicht zulegen. Und ich halte es auch sehr
fragwürdig ob es Sinn macht mit solchen Büchern an die Öffentlichkeit zu
gehen.
Zur Erklärung siehe weiter unten.

> Vielleicht ein Ersatz für das Buch »Beraten und Verkauft« von Wolfgang
Dahm
> über die DVAG , welches leider nicht wieder aufgelegt wurde.
>
> Siehe auch:
> http://verbraucherschutz.wtal.de/dvag-03.htm
>
> Hoffen wir, dass diesem Buch und seinem Autor das Schicksal von "Beraten
> und Verkauft" erspart bleibt und es viele Leser findet.

Hoffen wir, das es wenn es denn viele Leser findet, nur solche findet die es
richtig deuten können.

Was ist denn eigentlich passiert. Da ist jemand aus einem Strukturvertrieb
ausgestiegen, war dort mehr oder weniger erfolgreich. Ich vermute mal
letzteres denn warum sollte man sonst vom lieben Geld abschied nehmen.
Stellt sich jetzt als Retter da und verurteilt die Methoden die er selber
lange angewandt hat. Sorry aber kennen wir da nicht parallelen von Namen wie
Dahm, Ogger, H.D. Meier und anderen.

Mir stellt sich die Frage: Haben denn Bücher von obigen Vorgängern wirklich
für die breite Masse der Kunden spürbare Verbesserungen gebracht? Wohl eher
nicht.
Mir erscheint das obige Buch als ein neuer Versuch auf einem anderen Gebiet
Kohle machen zu wollen. Besonders wenn ich mir die Leserschaft ansehe.

Nur mal so als Frage: Kann es sein, das sich diese Bücher auch prima als
Anleitung zum "Wie ziehe ich meine Kunden über den Tisch" anwenden lassen.
Auf einen Verkäufer der es liest fallen mindestens zehn Kunden die es nicht
lesen werden geschweige denn kennen. Die eine Seite hat nun ein prima
Handbuch, mit langerprobten erfolgreichen Methoden von AWD, DVAG etc. zur
Kundenmanipulation - die andere Seite hat immer noch nichts.

Nein Danke, das ist nicht meine Art mit Kunden umzugehen.

Nicht umsonst werden in Reportagen, z.B. zum Thema Autoklau, die genauen
Verfahren zum Türschlossknacken etc. nicht genannt. In Berichten über
Sprengstoffattentate wird keine Bauanleitung zum Bombenbasteln gegeben. Und
wenn wir in der Tagespresse lesen, dass sich mal wieder jemand mit Tabletten
umgebracht hat finden wir dort auch keinen Hinweis wie denn das exakte
Mischungsverhältnis aus Spalt und Co aussah. Das alles macht Sinn. Aber oben
genanntes Buch liefert eine prima Anleitung zum Trittbrettfahren, jetzt auch
für Einfirmenvertreter und die ganze andere Riege angeblich so seriöser
Verkäufer und Berater. Ein sehr erfolgreiches
Telefonterminvereinbarungsgespräch findet sich bereits auf den ersten
Seiten. Es kann sicher leicht auch auf Bereiche wie Autoverkauf und sonstige
umgemünzt werden.

Gruss

Andre Averdiek


Christian Hilk

unread,
May 2, 2002, 3:31:13 AM5/2/02
to
In article <aaqmci$5es$04$1...@news.t-online.com>, Andre Averdiek wrote:

> Nur mal so als Frage: Kann es sein, das sich diese Bücher auch prima
> als Anleitung zum "Wie ziehe ich meine Kunden über den Tisch" anwenden
> lassen. Auf einen Verkäufer der es liest fallen mindestens zehn
> Kunden die es nicht lesen werden geschweige denn kennen. Die eine
> Seite hat nun ein prima Handbuch, mit langerprobten erfolgreichen
> Methoden von AWD, DVAG etc. zur Kundenmanipulation - die andere Seite
> hat immer noch nichts.

Die Leute, die die Methoden anwenden, kennen sie aber schon oder kriegen
sie beigebracht. Und das wahrscheinlich viel ausfuehrlicher als in dem
Buch beschrieben.

> Nicht umsonst werden in Reportagen, z.B. zum Thema Autoklau, die
> genauen Verfahren zum Türschlossknacken etc. nicht genannt. In
> Berichten über Sprengstoffattentate wird keine Bauanleitung zum
> Bombenbasteln gegeben.

Man kann sich auch nicht dadurch schuetzen, dass man weiss wie ein
Türschloss geknackt wird oder wie die Bombe aufgebaut war, die neben dir
hoch geht.

Man kann sich aber sehr wohl schuetzen, wenn man in einem Gespraech
weiss, mit welchen Tricks der Gespraechspartner versucht dich zu
koedern.

Vor einiger Zeit hat mir ein Bekannter einen "unabhaengigen" Berater
empfohlen, der allein durch Vermittlungsprovisionen bezahlt wird. Ich
hatte da noch keine Ahnung solchen Maschen. Und fuer mich, als
unerfahrenen hat es sich sehr gut angehoert. (Ich war aber im Endeffekt
nie bei ihm).

> Aber oben genanntes Buch liefert eine prima Anleitung zum
> Trittbrettfahren, jetzt auch für Einfirmenvertreter und die ganze
> andere Riege angeblich so seriöser Verkäufer und Berater. Ein sehr
> erfolgreiches Telefonterminvereinbarungsgespräch findet sich bereits
> auf den ersten Seiten. Es kann sicher leicht auch auf Bereiche wie
> Autoverkauf und sonstige umgemünzt werden.

Deine Argumentation erinnert mich an die von einigen Softwarekonzernen:
Moeglichst viel von den Internas und Unsauberheiten Verschweigen, damit
ja keine Sicherheitsloecher bekannt werden.

Es funktioniert aber auch anders: bei sog. freier Software werden alle
Internas offengelegt und Angriffsmoeglichkeiten detailiert beschrieben.
Die Folge: Kurz darauf sind die Sicherheitsluecken gestopft.

Wer faellt hinten runter? Die Admins, die sich nicht informieren und
Patches nicht einspielen. Das ist das Risiko, wenn mit offenen Karten
gespielt wird.

Wenn jemand zu einem ihm unbekannten Vertreter rennt und ihm sein Geld
anvertraut, ohne sich zu informieren, faellt auch er hinten runter. So
einfach ist das. Aber der, der sich Informieren will, hat dazu die
Moeglichkeit.

Bei uns an der Fachhochschule rennen auch die Vertreter von MLP rum und
sprechen Studenten an. Als ich diese Gruppe noch nicht gelesen hatte,
wirkten die durchaus serioes. Jetzt bin ich vorsichtiger geworden und
habe beschlossen, dass bevor ich irgendwelche Versicherungen, Sparplaene
oder sonstwas abschliesse, mich vorher durch Buecher und Internet
informiere. Und ich bin froh, dass ich diese Lektion gelernt habe, ohne
Lehrgeld bezahl zu muessen.

Gruss,
Christian

Peter Leibold

unread,
May 2, 2002, 3:38:00 AM5/2/02
to

"Oliver Langer" <oliver...@dienart.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaoi24$hba$1...@newsread1.arcor-online.net...
>


> Kein Problem - ích wäre lieber klassischer Handwerker. Leider kann man
> damit noch weniger verdienen (vor allem, wenn man 2 Hände hat).

Wenn du nicht hinter deinem Job stehst - dann las es!!!

Und wie war das noch vor einiger Zeit - du machts das nicht wegen der
Provision?

Gruss

Peter


Hans-Peter Popowski

unread,
May 2, 2002, 4:12:43 AM5/2/02
to

"Andre Averdiek" <an...@averdiek.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaqmci$5es$04$1...@news.t-online.com...

Hallo Andre,

> Ich werde es mir mit Sicherheit nicht zulegen. Und ich halte es auch
> sehr fragwürdig ob es Sinn macht mit solchen Büchern an die
> Öffentlichkeit zu gehen.
> Zur Erklärung siehe weiter unten.

[...] Erklärung

Deine "Erklärung" kann ich überhaupt nicht nachvollziehen; IMHO tut
richtige Aufklärung über solche Praktiken not, auch müsste viel mehr von
der Exekutive in dieser Richtung getan werden, aber Strukturvertriebe
mit solchen Praktiken haben eben eine sher gute Lobby bei unseren
Politkern. Vielleicht ändert dies sich ja auch einmal.

Jeder der nicht aufgeklärt ist und sich mit "Vertretern" einlässt spielt
IMHO "russisch Roulett", nur dass die Chancen dass einem übel
mitgespielt wird, bei den Vertretern viel höher liegen.

Über die Praktiken von Strukturvertrieben gibt es genügend Literautur,
mit der sich eigentlich jeder vorher beschäftigen sollte, auch (und vor
allem) diejenigen, die in einen Strukturvertrieb einsteigen wollen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter


Oliver Langer

unread,
May 2, 2002, 4:24:10 AM5/2/02
to

"Peter Leibold" <p.le...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaqqf6$gkh$07$1...@news.t-online.com...

>
> "Oliver Langer" <oliver...@dienart.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:aaoi24$hba$1...@newsread1.arcor-online.net...
> >
>
>
> > Kein Problem - ích wäre lieber klassischer Handwerker. Leider kann
man
> > damit noch weniger verdienen (vor allem, wenn man 2 Hände hat).
>
> Wenn du nicht hinter deinem Job stehst - dann las es!!!

Wer sagt denn, dass ich hinter meinem Job nicht stehe?

Ich darf aus meinem Beitrag, auf den Du Dich beziehst, zitieren:

>>In der Regel ist es wirklich so, dass man, wenn man alles selbst
macht,
viel Geld sparen kann. Die Dame mit Niveau kann ihren Hund selbst
betreuen, man kann seine Brötchen morgens selber holen und sein Domizil
selbst bewachen. Aber viele wollen das einfach nicht - und wenn sie
etwas nicht selbst machen wollen, müssen sie dafür bezahlen. Ist halt
so.<<

a) Wenn jeder alles selbst erledigt, kann er sparen.
b) Nicht jeder kann alles (ich bin kein Handwerker)
c) Jeder arbeitet dass, was er am besten kann

Somit folgt: a) ich wäre lieber Handwerker b) ich kann nicht handerken
c) ich kann besser Finanzdienstleistern d) ich tue
finanzdienstleistern.

Das ganze sind die Grundlagen der Volkswirtschaft -> Stichwort
Arbeitsteilung.

Ich stehe hinter diesem Job, weil ich weiss, dass ich den Menschen
helfen kann in dem Dschungel der Finanzen zurecht zukommen (Klingt
heroisch, nicht?) :-)


> Und wie war das noch vor einiger Zeit - du machts das nicht wegen der
> Provision?

Falsch: Ich stelle in der Beratung meine Provision nicht in den
_Vordergrund_. Ein bisserl leben muss ich ja auch noch.

Tatsache ist aber auch, dass ich momentan von den erzielten Provisionen
nicht meinen Lebensunterhalt bestreiten kann und mir deswegen
vermutlich noch einen weiteren Job als Sachbearbeiter suchen werde
(evtl. Teilzeit, mal sehen), weil ich nicht aus finanziellen Gründen
meinen Kunden mit Nachdruck etwas verkaufen zu müssen, auch wenn es für
sie nicht die beste Lösung ist.

Alles klar?

Oliver

PS: Könnt Ihr Euch eine Gesellschaft (nicht Firma, sondern Gemeinschaft
der Bevölkerung) vorstellen, in der jeder das Wohl der gesamten
Gemeinschaft vor Augen hat und um das zu erreichen jeder sich bemüht,
die Bedürfnisse des Nächsten in den Vordergrund zu stellen? Nicht das
mir das gelingt oder so. Aber könnt Ihr Euch das als ein _Ziel_
vorstellen und darauf hinarbeiten? Nix antworten hier, ist Off Topic
und gehört in irgendeine Philosophie, Religions oder Star Trek NG.

Andre Averdiek

unread,
May 2, 2002, 4:47:34 AM5/2/02
to

"Hans-Peter Popowski" <LStH-V...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaqsdh$9pn$06$1...@news.t-online.com...

>
> "Andre Averdiek" <an...@averdiek.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:aaqmci$5es$04$1...@news.t-online.com...
>
> Hallo Andre,
>
> > Ich werde es mir mit Sicherheit nicht zulegen. Und ich halte es auch
> > sehr fragwürdig ob es Sinn macht mit solchen Büchern an die
> > Öffentlichkeit zu gehen.
> > Zur Erklärung siehe weiter unten.
>
> [...] Erklärung
>
> Deine "Erklärung" kann ich überhaupt nicht nachvollziehen; IMHO tut
> richtige Aufklärung über solche Praktiken not, auch müsste viel mehr von
> der Exekutive in dieser Richtung getan werden, aber Strukturvertriebe
> mit solchen Praktiken haben eben eine sher gute Lobby bei unseren
> Politkern. Vielleicht ändert dies sich ja auch einmal.

Solange dort über viel Geld verfügt wird ändert sich kaum das Verhältnis zu
den Politikern. Und schon gar nicht solange Spitzensportler wie Schumi und
Co entsprechende Reklame machen. Das ändert sich sicherlich nicht.

>
> Jeder der nicht aufgeklärt ist und sich mit "Vertretern" einlässt spielt
> IMHO "russisch Roulett", nur dass die Chancen dass einem übel
> mitgespielt wird, bei den Vertretern viel höher liegen.

Kann ich so nicht nachvollziehen, ist aber sicherlich auch von persönlichen
Erfahrungen abhängig.

>
> Über die Praktiken von Strukturvertrieben gibt es genügend Literautur,
> mit der sich eigentlich jeder vorher beschäftigen sollte, auch (und vor
> allem) diejenigen, die in einen Strukturvertrieb einsteigen wollen.

Das hat aber in all den Jahren nichts daran geändert, daß sie immer größer
und "salonfähiger" wurden.
Was interessieren den den Aktionär die Praktiken von AWD und Co wenn seine
Rendite stimmt. Wenn es stimmt, daß die Struckivertriebe alle so schlimm
sind wie hier viele schreiben und meinen, dann dürfte doch eigentlich keiner
deren Aktien kaufen.

Mir ging es in meiner Stellungnahme hauptsächlich darum, daß bisher gewisse
"unsaubere" Methoden lediglich vertriebsintern angewendet wurden. Durch
Veröffentlichungen sind vielmehr zahlreiche Trittbrettfahren ebenfalls auf
den Zug gesprungen, einen Rückgang betrogener Bürger konnte ich durch solche
Bücher noch nicht erkennen.

Man sieht aber immer wieder

Gier frisst Hirn.

>
> Mit freundlichen Grüßen
> Hans-Peter
>
>


Andre Averdiek

unread,
May 2, 2002, 5:00:14 AM5/2/02
to

"Christian Hilk" <mh...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaqq01$g9o$07$1...@news.t-online.com...

> In article <aaqmci$5es$04$1...@news.t-online.com>, Andre Averdiek wrote:
>
> > Nur mal so als Frage: Kann es sein, das sich diese Bücher auch prima
> > als Anleitung zum "Wie ziehe ich meine Kunden über den Tisch" anwenden
> > lassen. Auf einen Verkäufer der es liest fallen mindestens zehn
> > Kunden die es nicht lesen werden geschweige denn kennen. Die eine
> > Seite hat nun ein prima Handbuch, mit langerprobten erfolgreichen
> > Methoden von AWD, DVAG etc. zur Kundenmanipulation - die andere Seite
> > hat immer noch nichts.
>
> Die Leute, die die Methoden anwenden, kennen sie aber schon oder kriegen
> sie beigebracht. Und das wahrscheinlich viel ausfuehrlicher als in dem
> Buch beschrieben.

Aber nicht in so schöner komprimierter Form, und auch nicht als kleiner
Verkäufer in einer Ausschließlichkeit.

>
> > Nicht umsonst werden in Reportagen, z.B. zum Thema Autoklau, die
> > genauen Verfahren zum Türschlossknacken etc. nicht genannt. In
> > Berichten über Sprengstoffattentate wird keine Bauanleitung zum
> > Bombenbasteln gegeben.
>
> Man kann sich auch nicht dadurch schuetzen, dass man weiss wie ein
> Türschloss geknackt wird oder wie die Bombe aufgebaut war, die neben dir
> hoch geht.
>
> Man kann sich aber sehr wohl schuetzen, wenn man in einem Gespraech
> weiss, mit welchen Tricks der Gespraechspartner versucht dich zu
> koedern.

Ich würde mich ja freuen wenn Du Recht hättest, aber die Realität sieht doch
leider anders aus. Trotz zig Büchern und Fachlektüre z.B. zum Thema
Immobilie werden immer noch jeder AJhr zig Käufer in den Ruin gerissen.
Durch dubiose Banken, Verkäufer und Vertriebe. Jemand der sich nicht einmal
die Mühe macht vor der Ausgabe von 100.000 Euro und mehr ein 5 Euro Buch zu
lesen, wird für Bücher mit dubiosen Praktiken erst recht kein Geld ausgeben.
Es regiert die Einstellung, ich bin klug, mir passiert soetwas doch nicht.

>
> Vor einiger Zeit hat mir ein Bekannter einen "unabhaengigen" Berater
> empfohlen, der allein durch Vermittlungsprovisionen bezahlt wird. Ich
> hatte da noch keine Ahnung solchen Maschen. Und fuer mich, als
> unerfahrenen hat es sich sehr gut angehoert. (Ich war aber im Endeffekt
> nie bei ihm).

Siehe oben

>
> > Aber oben genanntes Buch liefert eine prima Anleitung zum
> > Trittbrettfahren, jetzt auch für Einfirmenvertreter und die ganze
> > andere Riege angeblich so seriöser Verkäufer und Berater. Ein sehr
> > erfolgreiches Telefonterminvereinbarungsgespräch findet sich bereits
> > auf den ersten Seiten. Es kann sicher leicht auch auf Bereiche wie
> > Autoverkauf und sonstige umgemünzt werden.
>
> Deine Argumentation erinnert mich an die von einigen Softwarekonzernen:
> Moeglichst viel von den Internas und Unsauberheiten Verschweigen, damit
> ja keine Sicherheitsloecher bekannt werden.

OK, es ist sicher ein schmaler Grad. Aber obwohl jeder über die Macken und
Sicherheitslücken von eben einem diesem Betriebssystem weiss, ist es doch
marktbeherrschend.
Passt doch irgendwie nicht zusammen.

>
> Es funktioniert aber auch anders: bei sog. freier Software werden alle
> Internas offengelegt und Angriffsmoeglichkeiten detailiert beschrieben.
> Die Folge: Kurz darauf sind die Sicherheitsluecken gestopft.

Auch ich habe meine Suse Distribution seit den ersten Versionen, aber vor
neuen Bugs und Sicherheitslücken siehe gerade die aktuelle Version schütz
auch das nicht.

>
> Wer faellt hinten runter? Die Admins, die sich nicht informieren und
> Patches nicht einspielen. Das ist das Risiko, wenn mit offenen Karten
> gespielt wird.

Ein Admin wird dafür bezahlt aufzupassen, ein Kunde nicht.

>
> Wenn jemand zu einem ihm unbekannten Vertreter rennt und ihm sein Geld
> anvertraut, ohne sich zu informieren, faellt auch er hinten runter. So
> einfach ist das. Aber der, der sich Informieren will, hat dazu die
> Moeglichkeit.

Hoffentlich hat er auch die Zeit.

>
> Bei uns an der Fachhochschule rennen auch die Vertreter von MLP rum und
> sprechen Studenten an. Als ich diese Gruppe noch nicht gelesen hatte,
> wirkten die durchaus serioes. Jetzt bin ich vorsichtiger geworden und
> habe beschlossen, dass bevor ich irgendwelche Versicherungen, Sparplaene
> oder sonstwas abschliesse, mich vorher durch Buecher und Internet
> informiere. Und ich bin froh, dass ich diese Lektion gelernt habe, ohne
> Lehrgeld bezahl zu muessen.

Wie beurteilst Du das Verhältnis von MLPler die solche Bücher lesen zu
allgemeinen Studenten die sich so informieren.

>
> Gruss,
> Christian

Gruß

Andre Averdiek


Stefan Krieg

unread,
May 2, 2002, 6:20:27 AM5/2/02
to
Hallo Oliver,

"Oliver Langer" <oliver...@dienart.de> schrieb:
[...]


> PS: Könnt Ihr Euch eine Gesellschaft (nicht Firma, sondern Gemeinschaft
> der Bevölkerung) vorstellen, in der jeder das Wohl der gesamten
> Gemeinschaft vor Augen hat

Das konnte sich schon vor 150 Jahren jemand vorstellen und hat darüber
(und auch über andere Dinge) jede Menge Bücher geschrieben.
Du findest sie in der Bibliothek Deiner Wahl (sofern Du nicht in Bayern
wohnst, da sind sie bestimmt indiziert...<g>) unter "MEW".

Achja - der Typ hieß Karl Marx.

gruß aus berlin
der stef

Andre Averdiek

unread,
May 2, 2002, 6:51:31 AM5/2/02
to

"Stefan Krieg" <Stefan...@GMX.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aar46k$cvebn$1...@ID-3337.news.dfncis.de...

Tja, vorstellen konnten sich das viele. In der Praxis hats aber nie
längerfristig funktioniert.

Manche sind eben gleicher als andere.


>
> gruß aus berlin
> der stef
>

Gruß aus Hagen a.T.W.

Andre Averdiek


Lutz Schulze

unread,
May 2, 2002, 4:45:42 PM5/2/02
to
On 02 May 2002 18:27:41 +0200, Hinnerk Hagenah
<h...@lft.uni-erlangen.de> wrote:

>In der Praxis waren die von Marx geforderten Voraussetzungen noch nie
>gegeben. Die bisherigen Experimente mit der bisher realisierten Form
>dieser Idee wurden an den schlechtest moeglichen Standorten mit
>absolut untauglichen Voraussetzungen gemacht.
>Ich bin kein Marxist - aber der realexistierende Sozialismus hat mit
>dem Marxismus nicht viel zu tun.

Da stellt sich mir die Frage, ob du bereit wärst, deine Lebenszeit für
ein weiteres Experiment zu opfern. Wenn nicht, wer sollte es dann
sein? Wenn D-Ost ein schlechtest möglicher Standort war, erinnere ich
daran, daß es dort früher auch einmal Industrie gab.

Ich halte diese gesellschaftlichen Massenexperimente für vergleichbar
mit dem Perpetuum mobile: wünschenswert, aber nicht machbar.

Die im System enthaltene Gleichmacherei läßt jeden Leistungswillen
erlöschen. Wohin Eigentum führt, was allen und keinem zuzuordnen ist,
konnte man auch plastisch sehen.

Bei mir läuten schon die Alarmglocken, wenn andere der Meinung sind zu
wissen, was gut für mich ist, da ich das in meiner Einfalt ja nicht
selber erkennen kann. Das führt dann dazu, daß ich vor mir selbst
beschützt werden muß und damit immer in die Diktatur.

Lutz


--
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Gerald Dickinger

unread,
May 2, 2002, 1:36:33 PM5/2/02
to
Andre Averdiek <an...@averdiek.de> wrote:

> Hoffen wir, das es wenn es denn viele Leser findet, nur solche findet die es
> richtig deuten können.

- Da will ich mich doch mal an Grundsaetzlichem versuchen:

Die Moenche hatten unrecht, als sie das Volk lesen und schreiben
lehrten.

Die Maechtigen wollten ein ungebildetes Volk.
Es ist 'pflegeleichter'.


MfG Gerald Dickinger


Harald Friis

unread,
May 3, 2002, 1:46:21 AM5/3/02
to
"Hinnerk Hagenah" <h...@lft.uni-erlangen.de> schrieb:

Hallo Hinnerk,

> Ich bin kein Marxist -

das hat KM auch mal gesagt. Es ist ein berühmtes Zitat von ihm.

Er war kein Anhänger dessen, was andere unter dem Thema Marxismus zu
vermarkten glauben. Deshalb hätte er dir auch einen "ACK" gegeben.

Gruß

Harald Friis

Hans-Peter Popowski

unread,
May 3, 2002, 2:56:56 AM5/3/02
to

"Lutz Schulze" <lsch...@netzwerkseite.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6373du07rrgupc775...@4ax.com...

Hallo Lutz,

> Bei mir läuten schon die Alarmglocken, wenn andere der Meinung sind zu
> wissen, was gut für mich ist, da ich das in meiner Einfalt ja nicht
> selber erkennen kann. Das führt dann dazu, daß ich vor mir selbst
> beschützt werden muß und damit immer in die Diktatur.

diese Deine Aussage ist IMHO sehr relativ, was meinst Du wieviele
Menschen man nicht nur vor anderen, sondern auch vor sich selbst
schützen muss? Und dies ist auch ein gesellschaftliches Problem.
Nimm nur mal das Beispiel des Erfurter Gymnasiasten.
Oder die vielen Strukkis, die an das glauben, was ihnen per Gehirnwäsche
beigebracht wird. Möchtest Du nur unter Menschen leben, die keinerlei
Gewissen haben und den Mammon über alles stellen? Denen Existenzen
anderer Menschen völlig uninteressant sind, nur um "ihres" Vorteil
willens.
Und ist so eine Gesellschaft, in der solche Menschen eine Lobby haben
nicht auch veränderungswürdig?
Schau Dir einmal die Kriminalstatistik 2001(ist gerade veröffentlicht
worden) an und vergleiche sie einmal mit der von vor 20 Jahren und
beachte, wieviele "Straftaten" überhaupt nicht erfassst werden, entweder
weil sie so nicht eingeordnet bzw. einfach ignoriert von der Exekutive
werden oder innerhalb der Dunkelziffer liegen. Tja, wenn sich jeder
Politiker mit allen kriminellen Handlungen profilieren anstatt davon
profitieren könnte ...

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter


Manfred Borchard

unread,
May 3, 2002, 6:19:03 AM5/3/02
to

"Andre Averdiek" <an...@averdiek.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaqmci$5es$04$1...@news.t-online.com...

> Hoffen wir, das es wenn es denn viele Leser findet, nur solche findet die
es
> richtig deuten können.

Man soll von sich nicht unbedingt auf Andere schließen...

> Was ist denn eigentlich passiert. Da ist jemand aus einem Strukturvertrieb
> ausgestiegen, war dort mehr oder weniger erfolgreich. Ich vermute mal
> letzteres denn warum sollte man sonst vom lieben Geld abschied nehmen.
> Stellt sich jetzt als Retter da und verurteilt die Methoden die er selber
> lange angewandt hat. Sorry aber kennen wir da nicht parallelen von Namen
wie
> Dahm, Ogger, H.D. Meier und anderen.

Der Begriff "erfolgreich" ist in diesem Zusammenhang vollkommen deplaziert.
"Erfolgreich" sein heißt in Wirklichkeit unter dem Deckmantel individueller,
"maßgeschneiderter" Finanzplanung diejenigen Finanzprodukte (u.a. LV´s in
allen Variationen, außer Risiko-LV) zu verkaufen, die die höchsten
Provisionen bringen. Wer in Finanzvertrieben, um es mit deinen Worten zu
sagen, "weniger erfolgreich" ist, ist dies vielleicht auch deshalb, weil er
versucht hat (natürlich in solchen Vertriebssystemen vergeblich) seinen
Kunden wenigstens ansatzweise bedarfsgerechte Produkte zu verkaufen.

Und von "Methoden die er selber lange angewandt hat" kann schon gar keine
Rede sein. Die meisten Verkäufer sind spätestens im 2. Jahr nicht mehr dabei
und wußten zu Beginn ihrer Tätigkeit nicht worauf Sie sich einließen!

Übrigens: Wolfgang Dahm war in der Tat "erfolgreich". Er hatte irgendwann
von den Methoden genug, wie Mitarbeiter benutzt und Kunden ausgenutzt
wurden. Dahm schreibt auch etwas zur Tilgungsaussetzung mit LV´s bei der
Immobilienfinanzierung. Dessen Lektüre sei dir zur qualitativen Steigerung
deiner postings in diesem Bereich empfohlen!

> Mir stellt sich die Frage: Haben denn Bücher von obigen Vorgängern
wirklich
> für die breite Masse der Kunden spürbare Verbesserungen gebracht? Wohl
eher
> nicht.
> Mir erscheint das obige Buch als ein neuer Versuch auf einem anderen
Gebiet
> Kohle machen zu wollen. Besonders wenn ich mir die Leserschaft ansehe.

"Kohle" macht man mit LV´s und windigen-:) geschlossenen Fonds. Mit
Sicherheit nicht mit Büchern, wenn man Aufwand und Ertrag ins Verhältnis
setzt. Wenn einen 20 Euro für ein Buch davor bewahren, 20 000 Euro und mehr
als Kunde oder "Berater" in den Sand zu setzen, halte ich Sie für gut
investiert.

> Nicht umsonst werden in Reportagen, z.B. zum Thema Autoklau, die genauen
> Verfahren zum Türschlossknacken etc. nicht genannt. In Berichten über
> Sprengstoffattentate wird keine Bauanleitung zum Bombenbasteln gegeben.
Und

> wenn wir in der Tagespresse lesen, daß sich mal wieder jemand mit


Tabletten
> umgebracht hat finden wir dort auch keinen Hinweis wie denn das exakte
> Mischungsverhältnis aus Spalt und Co aussah. Das alles macht Sinn.

Es gibt Vergleiche die hinken, der kriecht noch nicht einmal...

> genanntes Buch liefert eine prima Anleitung zum Trittbrettfahren, jetzt
auch
> für Einfirmenvertreter und die ganze andere Riege angeblich so seriöser
> Verkäufer und Berater. Ein sehr erfolgreiches
> Telefonterminvereinbarungsgespräch findet sich bereits auf den ersten
> Seiten. Es kann sicher leicht auch auf Bereiche wie Autoverkauf und
sonstige
> umgemünzt werden.

"Trittbrettfahren"... ha ha. Da versucht aber einer die Fahne des ehrlichen
Maklers hochzuhalten. In jedem Vertrieb werden intensive Telefontrainings
durchgeführt, gerade auch bei den "braven" Einfimenvertretern. Das nennt
sich dann z.B. "QTV" ("Qualifizierte telefonische Terminvereinbarung") oder
"TTV" ("Telefonische Terminvereinbarung"). In jeder größeren Buchhandlung
finden sich ein große Anzahl von Verkaufsbüchern, in denen Anleitungen zur
Terminvereinbarung gegeben werden.
Allerdings ohne auf die möglicherweise verheerenden Konsequenzen
hinzuweisen, wie Till Freiberg in seinem Buch "Die Abzocker".

Gruß Manfred


Christian Hilk

unread,
May 3, 2002, 12:38:45 PM5/3/02
to
In article <aaqv5a$d2p$04$1...@news.t-online.com>, Andre Averdiek wrote:
>
> "Christian Hilk" <mh...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:aaqq01$g9o$07$1...@news.t-online.com...
>> In article <aaqmci$5es$04$1...@news.t-online.com>, Andre Averdiek wrote:
>> Man kann sich aber sehr wohl schuetzen, wenn man in einem Gespraech
>> weiss, mit welchen Tricks der Gespraechspartner versucht dich zu
>> koedern.
>
> Ich würde mich ja freuen wenn Du Recht hättest, aber die Realität sieht doch
> leider anders aus. Trotz zig Büchern und Fachlektüre z.B. zum Thema
> Immobilie werden immer noch jeder AJhr zig Käufer in den Ruin gerissen.
> Durch dubiose Banken, Verkäufer und Vertriebe. Jemand der sich nicht einmal
> die Mühe macht vor der Ausgabe von 100.000 Euro und mehr ein 5 Euro Buch zu
> lesen, wird für Bücher mit dubiosen Praktiken erst recht kein Geld ausgeben.
> Es regiert die Einstellung, ich bin klug, mir passiert soetwas doch nicht.

Da hast du recht. Auch damit, dass vielleicht auch ein unserioeser
Verkaeufer Tipps aus dem Buch erhaelt. Obwohl ich nicht glaube, dass er
aus solch einem Buch viel erfaehrt, was er sowieso nicht schon weiss.

Aber was willst du machen? Nur weil die breite Masse nicht bereit ist,
sich zu informieren saemtliche solche Buecher vom Markt nehmen? Das kann
es doch auch nicht sein. Ich bin davon ueberzeugt, das der solche
Buecher einem informationwilligen Investor mehr bringen, als den
Verkaeufern.

>> > Aber oben genanntes Buch liefert eine prima Anleitung zum
>> > Trittbrettfahren, jetzt auch für Einfirmenvertreter und die ganze
>> > andere Riege angeblich so seriöser Verkäufer und Berater. Ein sehr

>> Deine Argumentation erinnert mich an die von einigen Softwarekonzernen:
>> Moeglichst viel von den Internas und Unsauberheiten Verschweigen, damit
>> ja keine Sicherheitsloecher bekannt werden.
> OK, es ist sicher ein schmaler Grad. Aber obwohl jeder über die Macken und
> Sicherheitslücken von eben einem diesem Betriebssystem weiss, ist es doch
> marktbeherrschend.
> Passt doch irgendwie nicht zusammen.

Dafuer gibt es sicher andere Gruende.

>> Es funktioniert aber auch anders: bei sog. freier Software werden alle
>> Internas offengelegt und Angriffsmoeglichkeiten detailiert beschrieben.
>> Die Folge: Kurz darauf sind die Sicherheitsluecken gestopft.
> Auch ich habe meine Suse Distribution seit den ersten Versionen, aber vor
> neuen Bugs und Sicherheitslücken siehe gerade die aktuelle Version schütz
> auch das nicht.

SuSE ist nicht gleich "frei Software". z.B. Debian sind immer schnell
mit Patches. Oder OpenBSD - seit drei oder vier Jahren ohne
bekanntgewordenes Sicherheitsloch.

>> Wer faellt hinten runter? Die Admins, die sich nicht informieren und
>> Patches nicht einspielen. Das ist das Risiko, wenn mit offenen Karten
>> gespielt wird.
>
> Ein Admin wird dafür bezahlt aufzupassen, ein Kunde nicht.
>>
>> Wenn jemand zu einem ihm unbekannten Vertreter rennt und ihm sein Geld
>> anvertraut, ohne sich zu informieren, faellt auch er hinten runter. So
>> einfach ist das. Aber der, der sich Informieren will, hat dazu die
>> Moeglichkeit.
>
> Hoffentlich hat er auch die Zeit.

Wenn ich 100.000 Euro investiere muss ich mir entweder die Zeit nehmen,
mich zu informieren oder jemand bezahlen, der sich wirklich unabhaengig
ist. Aber das will ja auch wieder keiner.

Wenn ich mich in die Lage von einem Berater versetze, der selbst
Schulden hat und jemand stundenlang beraten hat und zu dem Schluss
kommt, dass sein Geld besser bei der Konkurenz aufgehoben ist, kann ich
durchaus nachvollziehen, dass er es dem Kunden nicht sagt. Auf den
Gedankengang sollte jeder selbst kommen koenne.

> Wie beurteilst Du das Verhältnis von MLPler die solche Bücher lesen zu
> allgemeinen Studenten die sich so informieren.

Gerade MLPler lernern wohl aus solchen Buecher nichts neues. Und die
Zahl der sich informierenden Studenten ist sicher gering. Aber denen,
die sich informieren, nutzen die Buecher mehr als den MLPlern.

Und wenn es mehr solche Buecher gaebe und mehr darueber in den Medien
berichtet wuerde, wuerden vielleicht auch mehr Leute raffen, dass die,
die Eduard Zimmermann vor 10 Jahren in Nepper, Schlepper, Bauernfaenger
vorgestellt hat heutzutage nicht mehr nur alte Damen ausnehmen.

Gruss,
Christian

Lutz Schulze

unread,
May 3, 2002, 1:07:26 PM5/3/02
to
On Fri, 3 May 2002 08:56:56 +0200, "Hans-Peter Popowski"
<LStH-V...@t-online.de> wrote:

>
>"Lutz Schulze" <lsch...@netzwerkseite.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:6373du07rrgupc775...@4ax.com...
>
>Hallo Lutz,
>
>> Bei mir läuten schon die Alarmglocken, wenn andere der Meinung sind zu
>> wissen, was gut für mich ist, da ich das in meiner Einfalt ja nicht
>> selber erkennen kann. Das führt dann dazu, daß ich vor mir selbst
>> beschützt werden muß und damit immer in die Diktatur.
>
>diese Deine Aussage ist IMHO sehr relativ, was meinst Du wieviele
>Menschen man nicht nur vor anderen, sondern auch vor sich selbst
>schützen muss? Und dies ist auch ein gesellschaftliches Problem.
>Nimm nur mal das Beispiel des Erfurter Gymnasiasten.

Ein Extrembeispiel, das auch aufgrund seiner einzigartigen Brutalität
derzeit in aller Munde ist. Kein Argument für eine
Gesellschaftsordnung, die von vornherein für ihre Bürger annimmt, daß
sie nur durch Kontrolle zu disziplinieren sind.

>Oder die vielen Strukkis, die an das glauben, was ihnen per Gehirnwäsche
>beigebracht wird. Möchtest Du nur unter Menschen leben, die keinerlei
>Gewissen haben und den Mammon über alles stellen? Denen Existenzen
>anderer Menschen völlig uninteressant sind, nur um "ihres" Vorteil
>willens.

Nein, möchte ich nicht, obwohl ich selbst davon einige kenne. Muß ich
auch nicht, denn hierzulande wie schon damals in der DDR kann man
solchen und ähnlichen Machenschaften entgegentreten. Ganz persönlich
dort, wo man selbst darauf stößt. Wer erwartet, dass das immer 'der
Staat' richten muß, macht es sich IMHO ein wenig zu einfach.
Glücklicherweise gibt es auch noch den einen oder anderen, der nicht
nur an seinen eigenen Vorteil denkt.

>Und ist so eine Gesellschaft, in der solche Menschen eine Lobby haben
>nicht auch veränderungswürdig?

Klar.

>Schau Dir einmal die Kriminalstatistik 2001(ist gerade veröffentlicht
>worden) an und vergleiche sie einmal mit der von vor 20 Jahren und
>beachte, wieviele "Straftaten" überhaupt nicht erfassst werden, entweder
>weil sie so nicht eingeordnet bzw. einfach ignoriert von der Exekutive
>werden oder innerhalb der Dunkelziffer liegen. Tja, wenn sich jeder
>Politiker mit allen kriminellen Handlungen profilieren anstatt davon
>profitieren könnte ...

Das ist wahrscheinlich die Kehrseite der 'Freiheit', womit ich nicht
sagen will, daß es mir gefallen würde. Irgendwie kann es aber auch
nicht sein, deswegen die ganze Bevölkerung in Sippenhaft zu nehmen,
und das Recht dazu davon abzuleiten, daß man meint, zu den
Weltverbesserern zu gehören.

Wenn jeder erstmal sein Stück in Ordnung hielte, wäre IMHO schon viel
erreicht. Dann würden die 'dunklen Flecken' und 'Dreckecken' auch viel
mehr auffallen, da sie dann in der Minderheit wären. Der einzige Weg,
der wirklich funktionieren könnte, denke ich. Erziehen heißt vorleben,
meinte wohl schon Pestalozzi.

Sorry, wenn ich etwas allergisch reagiere. Ich habe mir aber in den
vergangenen Jahren zu oft ansehen müssen, wie knappes Mittelmaß
versuchte, das große Rad zu drehen, indem es das richtige Parteibuch
in die Tasche steckte. Und wie gleichzeitig Leute, die nicht ins
Konzept paßten oder als Konkurrenz störten, aufgrund von Kriterien wie
Westverwandschaft oder fehlender Parteimitgliedschaft ins Abseits
gestellt wurden. War ja auch so einfach, weil man ja auf der Seite der
Weltverbesserer war. Daß die sich damit ihre Feinde selbst
herangezogen haben, spielte anscheinend keine Rolle.

Was anderes konnte aber auch nicht rauskommen, wenn man nüchtern
betrachtet, auf welchem Fundament von Lügen und Verbrechen das ganze
System aufgebaut war. Wer es wissen wollte, konnte es wissen. Es gab
auch in DDR-Bibliotheken einige Bücher, die die Zustände recht genau
beschrieben. Ich kann mich beispielsweise an Konstantin Simonow
erinnern, den ich beim Trampen viel gelesen habe. Wird jetzt aber
wirklich OT.

Christian Ammermüller

unread,
May 3, 2002, 1:23:13 PM5/3/02
to

"Hans-Peter Popowski" <LStH-V...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aatcd8$tdl$03$3...@news.t-online.com...

[Für den ganzen Beitrag Full ACK]

Hallo Hans-Peter,

> Und ist so eine Gesellschaft, in der solche Menschen eine Lobby haben
> nicht auch veränderungswürdig?

Noch schlimmer ist, daß solche Menschen überhaupt eine solche Lobby aufbauen
konnten.

Viele Grüße,
Christian

Andre Averdiek

unread,
May 4, 2002, 2:34:53 AM5/4/02
to

"Christian Hilk" <mh...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aaueek$ov0$00$1...@news.t-online.com...

> In article <aaqv5a$d2p$04$1...@news.t-online.com>, Andre Averdiek wrote:

> Aber was willst du machen? Nur weil die breite Masse nicht bereit ist,
> sich zu informieren saemtliche solche Buecher vom Markt nehmen? Das kann
> es doch auch nicht sein. Ich bin davon ueberzeugt, das der solche
> Buecher einem informationwilligen Investor mehr bringen, als den
> Verkaeufern.

Leider habe ich zuoft die Erfahrung gemacht, das es Informationswillige
Investoren nur ganz selten gibt.
Welcher Kunde liest sich denn schon seine Vertragsbedingungen in den
Sparplänen, egal ob Fonds, FLV KLV oder Bausparplan durch.
Die meisten Kunden freuen sich leider über eine Hilfe beim Abheften mehr als
über Performancezahlen von Vergleichsprodukten.

gruß

Andre Averdiek

Stefan Krieg

unread,
May 3, 2002, 2:20:16 PM5/3/02
to
Hallo Lutz,

"Lutz Schulze" <lsch...@netzwerkseite.de> schrieb:
[...]


> Kein Argument für eine Gesellschaftsordnung, die von vornherein
> für ihre Bürger annimmt, daß sie nur durch Kontrolle zu
> disziplinieren sind.

IIRC ist das nicht, was KM über "seine" potenzielle Gesellschaftsordnung
als Bedingung schrieb, sondern etwas, das realsozialistische
Experimentierer als Axiom zur Wegbeschreitung dorthin mißinterpretierten.
Und ursprünglich ging's ja auch "nur" um die Frage, ob sich jemand
eine Gesellschaft vorstellen könne, die...

> Wird jetzt aber wirklich OT.

Isses schon lange - deshalb ja das "[OT]" (als Filterkriterium) ;-)
Läuft sich aber bekanntlich relativ schnell tod.

Stefan Lapenat

unread,
May 4, 2002, 1:24:34 PM5/4/02
to
hallo oliver,

ich habe in dieser newsgroup schon mehrfach fuer schmunzeln gesorgt
weil ich zuerst mit der dvag und anschliessend mit mlp "erfahrungen"
gemacht habe - aber ich arbeite an der lernkurve.

x) dvag
der berater stammt aus dem naeheren persoenlichen umfeld - ich kenne
ihn noch aus seiner "vor-dvag"-zeit.
er ist sehr sympathisch und hat ausgezeichnete
kommunikationsfaehigkeiten - allerdings wuerde ich sein
betriebswirtschaftliches hintergrundwissen als nicht sehr stark
bezeichnen.
in schulungen von dvag erlernte er argumentationsketten auf spezielle
fragen ( so mein eindruck ) und eben das haendchen wie man mit den
kunden umgehen sollte.
sowohl ich als auch meine freundin haben ein dvag-"standardpaket" mit
flv´s etc. erhalten - unterschied war dass meine beitraege hoeher
waren weil ich mehr verdiene.
groesstes problem meiner meinung nach war dass mein gesamter freier
etat ( den ich eingeschaetzt hatte ) vollstaendig verplant wurde - und
ich hatte mich natuerlich vollkommen ueberschaetzt. ein fehler vor dem
ein erfahrener berater mich wohl bewahrt haette. ich habe jedoch
fruehzeitig mit nachforschen und nachlesen und nachhaken begonnen und
konnte somit den ganzen kram stoppen. die dvag-beratung war "nett"
jedoch nicht individuell - den fehler bzgl. des verplanens gestehe ich
einem einsteiger zu - sein strukturboss der jedoch dabei sass mit mehr
erfahrung ( und mercedes ;o) ) haette hier jedoch einschreiten
muessen. als es dann zu aenderungen und "gerangel" kam wurde ich mit
einer eingeschnappten reaktion konfrontiert - wenn ich nur den
"kleinkram" wie standardversicherungen machen moechte und keine lv
dann kann ich es gleich sein lassen - was ich auch getan habe.
resuemee : die dvag geht massiv mit vielen beratern in den markt, die
als hobby-feierabends-vermoegensberater natuerlich hier ihr umfeld
abklappern sollen und muessen. ich sehe keine ausreichende ausbildung
als die beratung statt fand - man sollte sich fragen warum nicht
ZUERST eine ihk-pruefung abgelegt werden sollte ( wo dvag ja hinschult
) bevor man beraten darf. schliesslich darf ja ein arzt auch nicht
"nebenbei" praktizieren solange er in ausbildung ist.

x) mlp
mit diesen schlechten erfahrungen bzgl. "lv-reingedruecke" und
"struktur-vertrieb" bin ich zu mlp gegangen. mich hat als informatiker
der professionellere umgang etwas geblendet - ordentliche software und
arbeitsablaeufe vermitteln ein besseres bild als bei der dvag.
desweiteren wurde ich nicht wie bei der dvag an einem abend nach der
analyse zur unterschrift gedraengt ( sorry - den punkt hab ich oben
vergessen ) sondern ich habe meinen berater sehr lange und sehr viele
loecher in den bauch gefragt. nun muss ich es mir anrechnen dass ich
irgendwie schon wieder 3 flv´s hatte - wenigstens war nun ein
vernuenftiger etat angesetzt. ich habe diese 3 flv´s auf eine
reduziert und bin nun endlich ( meiner meinung nach ) bei einem
sinnhaften paket angekommen.

was mir bei beiden anbietern auffiel war das vehemente verteidigen der
sinnhaftigkeit von lebensversicherungen ( warum wohl ? ) - meine
bedenken dass ich ja garniemanden abzusichern habe wurden beiseite
gewischt.
desweiteren wurden fonds und fondsparen in einem massiv schlechten
bild gezeigt - die renditen seien viiiiel unsicherer - alles muesste
massiv versteuert werden - und meinen freibetrag haette ich bereits
nach 2-3 jahren komplett ausgeschoepft ( ich bin berufseinsteiger ! ).
von beiden seiten wurde mir gesagt dass die fondsgewinne zu versteuern
sind - erst als ich mit der info meines steuerberaters kam dass
kurszuwaechse nach einem jahr nicht mehr zu versteuern sind und ich
direkt darauf angesprochen habe wurde kleinlaut zugegeben dass dies
wohl so sei - aber in der praxis das viel zu kompliziert waere und
daher eine schoene flv viel praktischer sei.

am ende faellt mir auf dass alle gesellschaften lv´s druecken wollen
"ohne sinn und verstand". da werden einzelziele ( hausbau / auto /
etc. ) am besten jeweils mit einer eigenen flv bedacht ( bei mir
geschehen ) so dass man schon massiv den eindruck bekommt dass es nur
noch um die anzahl der flv´s wegen der provisionen geht.

jeder sollte seine provision fuer eine gute arbeit bekommen -
schliesslich ist mein gehalt auch eine art provision. aber in einem
bereich wo es um eine ordentliche menge geld geht, sind schlecht
ausgebildete berater fuer den kunden eher eine gefahr als eine
unterstuetzung.

ich bin gespannt auf andere erfahrungen ...

ciao
stefan

Martin Sörgel

unread,
May 5, 2002, 4:32:14 AM5/5/02
to
Stefan Lapenat wrote:

> hallo oliver,
>
> ich habe in dieser newsgroup schon mehrfach fuer schmunzeln gesorgt
> weil ich zuerst mit der dvag und anschliessend mit mlp "erfahrungen"
> gemacht habe - aber ich arbeite an der lernkurve.
>
> x) dvag

>...die dvag geht massiv mit vielen beratern in den markt, die


> als hobby-feierabends-vermoegensberater natuerlich hier ihr umfeld
> abklappern sollen und muessen. ich sehe keine ausreichende ausbildung
> als die beratung statt fand - man sollte sich fragen warum nicht
> ZUERST eine ihk-pruefung abgelegt werden sollte ( wo dvag ja hinschult
> ) bevor man beraten darf. schliesslich darf ja ein arzt auch nicht
> "nebenbei" praktizieren solange er in ausbildung ist.
>

Ich wäre da vorsichtig mit der Aussage, dass uns irgendwelche Prüfungen
hier wesentlich weiter bringen. Wenn man mal etwas im Internet sucht findet
man diverse "Verbände von Finanzberatern" wie Pilze aus dem Boden schießen.
Sinn und Zweck dieser Vebände ist aber nicht der Schutz der Verbraucher
sondern Lobbyarbeit bei der Politik zu machen.
Was ist es denn was diese Leute erreichen möchten?
Verbraucherschutz? Ich denke sicher nicht.

Sich möchten den Marktzugang im eigentlichen (Prüfungszulassung) sowie die
Markteintrittsschwelle (Prüfungsgebühren) regeln. Dahinter stehen die
gleichen alten Bekannten die sich eh schon im Markt tummeln.

http://www.bundesverband-finanz-planer.de
http://www.devfp.de/index.html

Da soll z.B. eine ebs " european business school" zum Standard erhoben
werden.
Kostenpunkt des Studiums über 10.000 EUR.
Was steht im Lehrplan? Natürlich Fondspolicen etc.

Wie das ganze dann funktioniert?

z.B Gerling Private Risk Management verspricht seinen Beratern eine
Ausbildung bei der ebs. Natürlich nur wenn der Umsatz stimmt. Die meisten
werden das eh nicht erleben. Aber die, die besonders fleißig Schrott
verkauft haben sollen dann mit einen Art Exclusiv-Marktzutritt belohnt
werden.

Leute die sich Jahrelang mit Finanzmathematik und dem Lesen diverser
Fachpublikationen beschäftigt haben evtl. vieleicht ein Studium bei der VWA
zum Betriebswirt (Kostet keine 10.000 EUR sondern nur Sitzfleisch beim
lernen) mit Spezialzweig Investition und Finanzierung absolviert haben
würden da vollkommen lehr ausgehen bzw. Prüfungsrelevante Informationen
vorenthalten bekommen oder gar von den Finanzdiestleistern als zum beraten
nicht Qualifiziert abgekanzelt werden können.

Denn eines ängstigt die Finanzdienstleister mehr als den Teufel das Licht.
"Der wirklich unabhängige Berater."

Das gleiche wurde mal probiert mit dem angeblichen Qualitätsmerkmal
"Vermögensschadenhaftpflicht".
Für die eigenen Leute haftet man mit Tonnenweise vorhandenen Eigenkapital,
dem Rest verkauft man das für 5000 EUR im Jahr. Natürlich mit Rabatt bei
entsprechenden Umsatz für das Unternehmen.

Ein Berater der seine Kunden zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld
anleitet benögt sowas nicht, weil er keine Produkte verkauft die den Kunden
übervorteilen. Und wenn eine Kunde meint er muss in Optionen auf
argentinische Schweinebäuche investieren dann sicherlich nicht auf anraten
eines Beraters. Es sei denn er verdient am Depot mit oder wird von der
Depotbank na sagen wir etwas unterstützt.

Karsten Junge

unread,
May 5, 2002, 9:24:13 AM5/5/02
to
On Sun, 5 May 2002 10:32:14 +0200, Martin Sörgel
<martin....@gmx.de> wrote:

>Sich möchten den Marktzugang im eigentlichen (Prüfungszulassung) sowie die
>Markteintrittsschwelle (Prüfungsgebühren) regeln. Dahinter stehen die
>gleichen alten Bekannten die sich eh schon im Markt tummeln.
>
>http://www.bundesverband-finanz-planer.de
>http://www.devfp.de/index.html
>
>Da soll z.B. eine ebs " european business school" zum Standard erhoben
>werden.

Die von Dir charmant in Gänsefüßchen gesetzte ebs ist nun mal eine
wirklich seriöse und akademisch gut besetzte private Uni im Bereich
Wirtschaft.

Ferner setzt diese Uni keinen wie auch immer gearteten Standard. Der
Standard kommt vom DEVFP - einem mitglied des CFP Councils. Der
Certified Financial Planner ist im Heimatland USA ein durchaus
anerkannter Titel und ein wirkliches Gütesiegel.

Die ebs bereitet Kandidaten gegen Honorar auf die Verbandsprüfung vor.
Dies tut übrigens auch die HfB (Hochschule für Bankwirtschaft) in FFM.

>Kostenpunkt des Studiums über 10.000 EUR.
>Was steht im Lehrplan? Natürlich Fondspolicen etc.

Ja. Die gíbt es nun mal. Dafür steht auch eine ganze Menge mehr auf
dem Lehrplan. Hiwer siehe auch

http://www.hfb.de/Templates/simple/Financial_Planner_Studienkonzept

Und die Verbandsprüfung selbst ist schon gar nicht trivial. Der CFP
ist mithin ein echtes Gütesiegel.

http://www.devfp.de/de/bewerber/CFPCurriculum.pdf

>Wie das ganze dann funktioniert?
>z.B Gerling Private Risk Management verspricht seinen Beratern eine
>Ausbildung bei der ebs. Natürlich nur wenn der Umsatz stimmt. Die meisten
>werden das eh nicht erleben. Aber die, die besonders fleißig Schrott
>verkauft haben sollen dann mit einen Art Exclusiv-Marktzutritt belohnt
>werden.

Polemik. Mag in Fall so sein, ist aber nicht zu verallgemeinern.
Außerdem ist an dem Marktzutritt gar nichts exklusiv. Es kann sich ja
jeder lizensieren lassen. Ist ja so ein wenig wie mit dem TÜV - die
Abnahme kostet nun mal was.

>Leute die sich Jahrelang mit Finanzmathematik und dem Lesen diverser
>Fachpublikationen beschäftigt haben evtl. vieleicht ein Studium bei der VWA
>zum Betriebswirt (Kostet keine 10.000 EUR sondern nur Sitzfleisch beim
>lernen) mit Spezialzweig Investition und Finanzierung absolviert haben
>würden da vollkommen lehr ausgehen bzw. Prüfungsrelevante Informationen
>vorenthalten bekommen oder gar von den Finanzdiestleistern als zum beraten
>nicht Qualifiziert abgekanzelt werden können.

Quatsch. Der so talentierte Kandidat kann ja das sog. Challenge Exam
machen
http://www.devfp.de/de/bewerber/challenge.html
und sich so lizensieren lassen. Die Anforderungen sind offen und
transparent. Ist übrigens das gleiche Verfahren die die Lizensierung
zum CFA - da kann man den Weg über die DVFA gehen oder sich selber
vorbereiten. Alles eine Frage der persönlichen Neigung.

Die Argumentation geht ja in die Richtung "Menno, ich bin
Krankenpfleger und habe dazu noch ganz viele Bücher über Operationen
gelesen, warum darf ich denn nicht operieren!"

>Denn eines ängstigt die Finanzdienstleister mehr als den Teufel das Licht.
>"Der wirklich unabhängige Berater."

Wieso? Fee only planners gibt es doch in D schon. Angst machen einem
eher die aggregators wie etwas Sineus.

>Das gleiche wurde mal probiert mit dem angeblichen Qualitätsmerkmal
>"Vermögensschadenhaftpflicht".
>Für die eigenen Leute haftet man mit Tonnenweise vorhandenen Eigenkapital,
>dem Rest verkauft man das für 5000 EUR im Jahr. Natürlich mit Rabatt bei
>entsprechenden Umsatz für das Unternehmen.

Herzlich willkommen in der freien Marktwirtschaft. Wesentlich ist
doch, daß der entsprechend hoher Versicherungsschutz besteht. Auch der
von Dir im nächsten Absatz zitierte Berater kann einen Beratungsfehler
machen - da reicht schon leichte Fahrlässigkeit. Ein Produktverkauf
braucht man nunmal nicht. Da würde ich schon verlangen, daß ene
entsprechende Haftpflicht vorliegt.

Die Tatsache, daß jemand unabhängig ist, macht ihn ja nicht zu einem
guten Berater. Da halte ich es ganz mit dem DEVFP: Ausbildung, Ethik,
Erfahrung und eine Prüfung. Das CFP Sigel gibt mir mehr Sicherheit als
eine wie auch immer geartete Unabhängigkeit.


>Ein Berater der seine Kunden zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld
>anleitet benögt sowas nicht, weil er keine Produkte verkauft die den Kunden
>übervorteilen. Und wenn eine Kunde meint er muss in Optionen auf
>argentinische Schweinebäuche investieren dann sicherlich nicht auf anraten
>eines Beraters. Es sei denn er verdient am Depot mit oder wird von der
>Depotbank na sagen wir etwas unterstützt.

Fazit: Wenn der Gesetzgeber j´keine Mindeststandards schafft, ist also
das Verbandswesen gefordert. Nach mehreren Anläufen scheint sich nun
die CFP/CEP Schiene zu behaupten. Eine Verbindung zu irgendwelchen
nebulösen Vertrieben gibt es hier keineswegs.

Karsten
Karsten.junge(at)web.de
Karsten Junge
Karsten.Junge(at)web.de

Martin Sörgel

unread,
May 5, 2002, 4:11:33 PM5/5/02
to
Karsten Junge wrote:

> On Sun, 5 May 2002 10:32:14 +0200, Martin Sörgel
> <martin....@gmx.de> wrote:
>
>>Sich möchten den Marktzugang im eigentlichen (Prüfungszulassung) sowie die
>>Markteintrittsschwelle (Prüfungsgebühren) regeln. Dahinter stehen die
>>gleichen alten Bekannten die sich eh schon im Markt tummeln.
>>
>>http://www.bundesverband-finanz-planer.de
>>http://www.devfp.de/index.html
>>
>>Da soll z.B. eine ebs " european business school" zum Standard erhoben
>>werden.
>
> Die von Dir charmant in Gänsefüßchen gesetzte ebs ist nun mal eine
> wirklich seriöse und akademisch gut besetzte private Uni im Bereich
> Wirtschaft.

Hier ist man auch akademisch gut besetzt.

http://www.gwdg.de/~ifbg/ifbgheim.html/ifbgheim.html
http://www.wiso.uni-erlangen.de/WiSo/BWI/BuB/

Vor allem muss man sich dort nicht von Leuten mit zweifelhaften Interessen
die versuchen Pseudo-Standards zu setzten , die Vorlesungen füllen lassen.

>
> Ferner setzt diese Uni keinen wie auch immer gearteten Standard. Der
> Standard kommt vom DEVFP - einem mitglied des CFP Councils. Der
> Certified Financial Planner ist im Heimatland USA ein durchaus
> anerkannter Titel und ein wirkliches Gütesiegel.

Nicht der Titel sondern das Wissen ist entscheidend. Ich glaube nicht das
die die Top-Verkäufer der Finanzdienstleister durch die Prüfung fallen
lassen.


>
> Die ebs bereitet Kandidaten gegen Honorar auf die Verbandsprüfung vor.
> Dies tut übrigens auch die HfB (Hochschule für Bankwirtschaft) in FFM.
>
>>Kostenpunkt des Studiums über 10.000 EUR.
>>Was steht im Lehrplan? Natürlich Fondspolicen etc.
>
> Ja. Die gíbt es nun mal. Dafür steht auch eine ganze Menge mehr auf
> dem Lehrplan. Hiwer siehe auch
>
> http://www.hfb.de/Templates/simple/Financial_Planner_Studienkonzept
>
> Und die Verbandsprüfung selbst ist schon gar nicht trivial. Der CFP
> ist mithin ein echtes Gütesiegel.
>
> http://www.devfp.de/de/bewerber/CFPCurriculum.pdf
>
>>Wie das ganze dann funktioniert?
>>z.B Gerling Private Risk Management verspricht seinen Beratern eine
>>Ausbildung bei der ebs. Natürlich nur wenn der Umsatz stimmt. Die meisten
>>werden das eh nicht erleben. Aber die, die besonders fleißig Schrott
>>verkauft haben sollen dann mit einen Art Exclusiv-Marktzutritt belohnt
>>werden.
>
> Polemik. Mag in Fall so sein, ist aber nicht zu verallgemeinern.

Das ist sehr wohl zu verallgemeinern. Die ebs dient heirbei dazu,
Verkäufern eine weiße Weste zu verschaffen.

> Außerdem ist an dem Marktzutritt gar nichts exklusiv. Es kann sich ja
> jeder lizensieren lassen. Ist ja so ein wenig wie mit dem TÜV - die
> Abnahme kostet nun mal was.

Naja bei 10.000 EUR kann man schon mal ein Auge zudrücken.
Wie geschaffen für die fleißigen Fondsverkäufer. Aber das ist ja der Sinn
des Spiels.

>
>>Leute die sich Jahrelang mit Finanzmathematik und dem Lesen diverser
>>Fachpublikationen beschäftigt haben evtl. vieleicht ein Studium bei der
>>VWA zum Betriebswirt (Kostet keine 10.000 EUR sondern nur Sitzfleisch beim
>>lernen) mit Spezialzweig Investition und Finanzierung absolviert haben
>>würden da vollkommen lehr ausgehen bzw. Prüfungsrelevante Informationen
>>vorenthalten bekommen oder gar von den Finanzdiestleistern als zum beraten
>>nicht Qualifiziert abgekanzelt werden können.
>
> Quatsch. Der so talentierte Kandidat kann ja das sog. Challenge Exam
> machen
> http://www.devfp.de/de/bewerber/challenge.html
> und sich so lizensieren lassen. Die Anforderungen sind offen und
> transparent. Ist übrigens das gleiche Verfahren die die Lizensierung
> zum CFA - da kann man den Weg über die DVFA gehen oder sich selber
> vorbereiten. Alles eine Frage der persönlichen Neigung.
>
> Die Argumentation geht ja in die Richtung "Menno, ich bin
> Krankenpfleger und habe dazu noch ganz viele Bücher über Operationen
> gelesen, warum darf ich denn nicht operieren!"

Hört sich so an als ständen deine Jungs im Mittelpunkt der Welt. Hier gehts
nicht darum Krankenpflegern das operieren zu erlauben, sondern Chirurgen
das operieren zu verbieten nur weil sie nicht das große Reifezeugnis zum
Vorzugspreis von 10.000 EUR ,geschaffen von irgendwelchen selbsternannten
Quatschverbänden, besitzten.

>
>>Denn eines ängstigt die Finanzdienstleister mehr als den Teufel das Licht.
>>"Der wirklich unabhängige Berater."
>
> Wieso? Fee only planners gibt es doch in D schon. Angst machen einem
> eher die aggregators wie etwas Sineus.

Fee you later aggregator?!

>
>>Das gleiche wurde mal probiert mit dem angeblichen Qualitätsmerkmal
>>"Vermögensschadenhaftpflicht".
>>Für die eigenen Leute haftet man mit Tonnenweise vorhandenen Eigenkapital,
>>dem Rest verkauft man das für 5000 EUR im Jahr. Natürlich mit Rabatt bei
>>entsprechenden Umsatz für das Unternehmen.
>
> Herzlich willkommen in der freien Marktwirtschaft.

freie Marktwirtschaft ??? ; Naja das wirst du auf der ebs sicher noch
lernen (hoffentlich); Das Fach nennt sich übrigens Volkswirtschaftslehre
und hat nichts mit Fondspolicen zu tun. Stichwort Kreisauer Kreis.

>Wesentlich ist
> doch, daß der entsprechend hoher Versicherungsschutz besteht. Auch der
> von Dir im nächsten Absatz zitierte Berater kann einen Beratungsfehler
> machen - da reicht schon leichte Fahrlässigkeit. Ein Produktverkauf
> braucht man nunmal nicht. Da würde ich schon verlangen, daß ene
> entsprechende Haftpflicht vorliegt.
>
> Die Tatsache, daß jemand unabhängig ist, macht ihn ja nicht zu einem
> guten Berater.

Jetzt kommen wir deinen eigentlichen Anliegen schon ein wenig näher.
Las das doch einfach den Kunden entscheiden. Oder hasst du Angst vor
Wettbewerb du freier Marktwirtschaftler.



>Da halte ich es ganz mit dem DEVFP: Ausbildung, Ethik,
> Erfahrung und eine Prüfung. Das CFP Sigel gibt mir mehr Sicherheit als
> eine wie auch immer geartete Unabhängigkeit.

Treue niemals Leuten die dir erzählen es gäbe eine wie auch immer geartete
Sicherheit. Und schon gar nicht wenn Sie dir etwas über Ethik erzählen
wollen.

>
>
>>Ein Berater der seine Kunden zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld
>>anleitet benögt sowas nicht, weil er keine Produkte verkauft die den
>>Kunden übervorteilen. Und wenn eine Kunde meint er muss in Optionen auf
>>argentinische Schweinebäuche investieren dann sicherlich nicht auf anraten
>>eines Beraters. Es sei denn er verdient am Depot mit oder wird von der
>>Depotbank na sagen wir etwas unterstützt.
>
> Fazit: Wenn der Gesetzgeber j´keine Mindeststandards schafft, ist also
> das Verbandswesen gefordert. Nach mehreren Anläufen scheint sich nun
> die CFP/CEP Schiene zu behaupten. Eine Verbindung zu irgendwelchen
> nebulösen Vertrieben gibt es hier keineswegs.

Das glaub ich dir aufs Wort.

>
> Karsten
> Karsten.junge(at)web.de
> Karsten Junge
> Karsten.Junge(at)web.de
>

--
Viele Grüße

Martin Sörgel

Karsten Junge

unread,
May 6, 2002, 2:01:24 AM5/6/02
to
On Sun, 5 May 2002 22:11:33 +0200, Martin Sörgel
<martin....@gmx.de> wrote:

>>>Da soll z.B. eine ebs " european business school" zum Standard erhoben
>>>werden.
>> Die von Dir charmant in Gänsefüßchen gesetzte ebs ist nun mal eine
>> wirklich seriöse und akademisch gut besetzte private Uni im Bereich
>> Wirtschaft.
>
>Hier ist man auch akademisch gut besetzt.
>
>http://www.gwdg.de/~ifbg/ifbgheim.html/ifbgheim.html
>http://www.wiso.uni-erlangen.de/WiSo/BWI/BuB/
>
>Vor allem muss man sich dort nicht von Leuten mit zweifelhaften Interessen
>die versuchen Pseudo-Standards zu setzten , die Vorlesungen füllen lassen.

Soll ich jetzt links zu 50 anderen WiWi Fakultäten posten oder was?
Jede beliebige Bildungseinrichtung kann Vorbereitungskurse zum CFP
anbieten, wenn sie gewisse Standards erfült. Dadurch, daß unsere Unis
nun mal wenig mit der Privatwirtschaft u tun haben, verzichten Sie
darauf. Damit ist der Weg den privaten Bildungsträgern vorbehalten.

Jetzt mal Butter bei die Fische:
Bring mir mal ein Beweis dafür, daß ebs und HfB keine seriösen
Bildungsstätten sind. Irgendwas.

>>
>> Ferner setzt diese Uni keinen wie auch immer gearteten Standard. Der
>> Standard kommt vom DEVFP - einem mitglied des CFP Councils. Der
>> Certified Financial Planner ist im Heimatland USA ein durchaus
>> anerkannter Titel und ein wirkliches Gütesiegel.
>
>Nicht der Titel sondern das Wissen ist entscheidend. Ich glaube nicht das
>die die Top-Verkäufer der Finanzdienstleister durch die Prüfung fallen
>lassen.

Auch hier ist (Dein) Glaube nicht Wissen. Bei der letzten
Verbandsprüfung gab es eine Bestehensquote von um die 50%. Nach Deiner
Meinung sind also nur die Klopper durchgekommen, und die armen und
anständigen haben verloren. Ist aber leider nicht so.

Jetzt mal im Ernst:
Nicht der Glaube sodern das Wissen ist entscheidend. Wenn Du Deine
Behauptung belegen kannst, dann tue das doch bitte.

>>
>>>Wie das ganze dann funktioniert?
>>>z.B Gerling Private Risk Management verspricht seinen Beratern eine
>>>Ausbildung bei der ebs. Natürlich nur wenn der Umsatz stimmt. Die meisten
>>>werden das eh nicht erleben. Aber die, die besonders fleißig Schrott
>>>verkauft haben sollen dann mit einen Art Exclusiv-Marktzutritt belohnt
>>>werden.
>>
>> Polemik. Mag in Fall so sein, ist aber nicht zu verallgemeinern.
>
>Das ist sehr wohl zu verallgemeinern. Die ebs dient heirbei dazu,
>Verkäufern eine weiße Weste zu verschaffen.

Das stimmt doch gar nicht. Die Anforderungen an den Berater steigen
nach der lizensierung ganz erheblich. Das CFP Sgnum dient dazu, einen
Qualitätsstandard zu schaffen. Ich gehe nochmal au den CFA ein - ein
Titel der zufälligerweise auch privat vergeben wird und entsprechend
anerkannt ist.


>> Außerdem ist an dem Marktzutritt gar nichts exklusiv. Es kann sich ja
>> jeder lizensieren lassen. Ist ja so ein wenig wie mit dem TÜV - die
>> Abnahme kostet nun mal was.
>
>Naja bei 10.000 EUR kann man schon mal ein Auge zudrücken.
>Wie geschaffen für die fleißigen Fondsverkäufer. Aber das ist ja der Sinn
>des Spiels.

Schau Dir doch nochma in Ruhe die Zahlen an. Challenge Exam = 2.000
EUR. Übrigens: In den CFP Kursen der HfB sind ausreichend viele ganz
unabhägige Berater "Fee only planners". In Berlin derzeit ca. 25% der
Teilnehmer.

>> Quatsch. Der so talentierte Kandidat kann ja das sog. Challenge Exam
>> machen
>> http://www.devfp.de/de/bewerber/challenge.html
>> und sich so lizensieren lassen. Die Anforderungen sind offen und
>> transparent. Ist übrigens das gleiche Verfahren die die Lizensierung
>> zum CFA - da kann man den Weg über die DVFA gehen oder sich selber
>> vorbereiten. Alles eine Frage der persönlichen Neigung.
>>
>> Die Argumentation geht ja in die Richtung "Menno, ich bin
>> Krankenpfleger und habe dazu noch ganz viele Bücher über Operationen
>> gelesen, warum darf ich denn nicht operieren!"
>
>Hört sich so an als ständen deine Jungs im Mittelpunkt der Welt. Hier gehts
>nicht darum Krankenpflegern das operieren zu erlauben, sondern Chirurgen
>das operieren zu verbieten nur weil sie nicht das große Reifezeugnis zum
>Vorzugspreis von 10.000 EUR ,geschaffen von irgendwelchen selbsternannten
>Quatschverbänden, besitzten.

Belege bitte Quatschverband! Der Mitgründer in D,, Rolf Tilmes, ist
wahrscheinlich einer der bekanntesten und auch anerkanntesten Autoren
in diesem Bereich. Was andere Fachleute (z.B. Bockhoff/Stracke in Der
Finanzplaner, Heidelberg, 1999) zum DEVFP/CFP schreiben, kannst Du
gerne nachlesen (in meiner Ausgabe ab Seite 52).

Auch hier:
Such mir doch mal einen objektiven Beleg für die unseriosität des
DEVFP. Keine diffusen Meinungen.

>>>Denn eines ängstigt die Finanzdienstleister mehr als den Teufel das Licht.
>>>"Der wirklich unabhängige Berater."
>>
>> Wieso? Fee only planners gibt es doch in D schon. Angst machen einem
>> eher die aggregators wie etwas Sineus.
>
>Fee you later aggregator?!

'schuldigung. Habe gedacht, daß Du vom Fach wärst. Ein (account)
aggregator verbindet dieverse assets des Kunden zu einer (online)
Gesamtansicht. Somit bieten diese Anbieter eine Art online Family
Office und schaffen eine erhebliche Transparenz in den
unterschiedlichen Vermögensarten der Kunden.

>>
>>>Das gleiche wurde mal probiert mit dem angeblichen Qualitätsmerkmal
>>>"Vermögensschadenhaftpflicht".
>>>Für die eigenen Leute haftet man mit Tonnenweise vorhandenen Eigenkapital,
>>>dem Rest verkauft man das für 5000 EUR im Jahr. Natürlich mit Rabatt bei
>>>entsprechenden Umsatz für das Unternehmen.
>>
>> Herzlich willkommen in der freien Marktwirtschaft.
>
>freie Marktwirtschaft ??? ; Naja das wirst du auf der ebs sicher noch
>lernen (hoffentlich); Das Fach nennt sich übrigens Volkswirtschaftslehre
>und hat nichts mit Fondspolicen zu tun. Stichwort Kreisauer Kreis.

1. ich bin nicht auf der ebs. Ich habe mein Studium (damals) an einer
ganz normalen Hochschule beendet.

2. Warum sollen Versicherungsprämien von Dir festgelegt werden) Selbst
das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen verzichtet
inziwischen auf eine Prämiengenehmigung

>>Wesentlich ist
>> doch, daß der entsprechend hoher Versicherungsschutz besteht. Auch der
>> von Dir im nächsten Absatz zitierte Berater kann einen Beratungsfehler
>> machen - da reicht schon leichte Fahrlässigkeit. Ein Produktverkauf
>> braucht man nunmal nicht. Da würde ich schon verlangen, daß ene
>> entsprechende Haftpflicht vorliegt.
>>
>> Die Tatsache, daß jemand unabhängig ist, macht ihn ja nicht zu einem
>> guten Berater.
>
>Jetzt kommen wir deinen eigentlichen Anliegen schon ein wenig näher.
>Las das doch einfach den Kunden entscheiden. Oder hasst du Angst vor
>Wettbewerb du freier Marktwirtschaftler.

Nein. Gar nicht.
Allerdings war das nicht wirklich mein Thema. Es ging mir darum, den
CFP als seriösen Titel darzustellen. Den Gegenbeweis hast Du nicht
geführt. Ferner ging es mir darum, die ebs vor Deine Verleumdungen in
Schutz zu nehmen. Substantielles hast Du übrigens auch nicht zur ebs
geschrieben.

Also nochmal:
Wenn Du irgendwelche Fakten liefern kannst, können wir gerne über die
diskutieren. Wenn Du weiter sagst: "Ich bin besser, alle anderen sind
Verbrecher und auserdem ist Gerling ganz schlimm" - kannst Du gerne
mit Dir selber reden - dann lassen wir den Markt wirklich entscheiden.



>>Da halte ich es ganz mit dem DEVFP: Ausbildung, Ethik,
>> Erfahrung und eine Prüfung. Das CFP Sigel gibt mir mehr Sicherheit als
>> eine wie auch immer geartete Unabhängigkeit.
>
>Treue niemals Leuten die dir erzählen es gäbe eine wie auch immer geartete
>Sicherheit. Und schon gar nicht wenn Sie dir etwas über Ethik erzählen
>wollen.

Spinoza? Egal. Hier wieder eine schwache Replik. Auch ein TÜV Siegel
gibnt keine 100% Sicherheit. Es geht nur um ein Mindestmaß an
Qualität. Mehr will der CFP auch nicht sein. Nur ist ein Mindestmaß
mehr als nichts.

>>
>> Fazit: Wenn der Gesetzgeber j´keine Mindeststandards schafft, ist also
>> das Verbandswesen gefordert. Nach mehreren Anläufen scheint sich nun
>> die CFP/CEP Schiene zu behaupten. Eine Verbindung zu irgendwelchen
>> nebulösen Vertrieben gibt es hier keineswegs.
>
>Das glaub ich dir aufs Wort.

Gut. Dann sind wir ja einer Meinung. Wie immer meine Aufforderung:
wenn Du solche Links entdecken kannst -> Poste dich mal die Quellen.

Karsten Junge
Karsten.Junge(at)web.de

Christian Ammermüller

unread,
May 6, 2002, 3:51:58 AM5/6/02
to

"Karsten Junge" <Karste...@web.de> schrieb

>
> 'schuldigung. Habe gedacht, daß Du vom Fach wärst. Ein (account)
> aggregator verbindet dieverse assets des Kunden zu einer (online)
> Gesamtansicht. Somit bieten diese Anbieter eine Art online Family
> Office und schaffen eine erhebliche Transparenz in den
> unterschiedlichen Vermögensarten der Kunden.

Da hättest Du noch "types of fortune" schreiben können.

Christian


Benjamin-Christof Wolf

unread,
May 6, 2002, 4:41:46 AM5/6/02
to
Hallo NG!

Ich will auch noch meinen Senf dazugeben... Damals wurde mir von einem
Arbeitskollegen ein Bekannter von ihm empfohlen der bei der DVAG
arbeitet. Naja, wieso nicht. Ich war so wie so völlig uninformiert, was
Versicherungen, Fonds, usw. an ging. Das war zu Beginn meiner
Berufsausbildung.

Ich vertraute ihm blind... nun, dann irgendwann wollte ich seine Arbeit
prüfen lassen von so einem Typ von der Euro-Finanz-Service Vermittlungs
AG (kennt die jemand?); der meinte "alles schlecht", hier sofort kaufen
"Kapitallebensversicherung"...
Dann kam er mir mit zweifelhaften Berechnungen und Laufzeiten von bis zu
55 Jahre(er arbeitete vorher bei der OVB)...
Er hielt mir einen Zettel zum Thema Fonds/ Fondspolice hin und sagte,
daß ich mir das mal durchlesen solle. Die Überschrift war
"Wissenschaftler wählen Fondspolice anstatt Fonds". Da ich das als
höchst unseriös empfand, gab es auch keinen Geschäftsabschluss, und es
wird auch keinen geben...

Das machte mich stutzig, ich informierte mich mehr und mehr und
irgendwann traf ich auf die Seite des Bund der Versicherten (
www.bundderversicherten.de ).

Jetzt weiß ich; ich berate mich selbst! Ich trenne Versicherung und
Vermögensaufbau. Die vermittelten Sachen der DVAG wurden sofort gekündigt.
Ich will mir jetzt auf Grund der Urteile des BGH vom 9. Mai 2001 mein
Geld zurückholen aus dieser Start-Ziel-Renten-Police (15 Monate
gelaufen). Im Zweifel werde ich wahrscheinlich auch einen Prozess
anstreben - ohne zahlt die A+M wahrscheinlich nicht, das erste "nein"
hab ich dazu schon erhalten.

Nun, bleibt es mir die Scherben bei Seite zu kehren und optimistisch in
die Zukunft zu blicken.

Herzliche Grüße


--
Benjamin-Christof Wolf


Peter Edinger

unread,
May 6, 2002, 4:56:04 AM5/6/02
to
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 06.05.2002, 08:01:24, schrieb Karsten Junge <Karste...@web.de> zum
Thema Re: Offene Diskussion über die Qualität von AWD, DVAG & Co.:


> On Sun, 5 May 2002 22:11:33 +0200, Martin Sörgel
> <martin....@gmx.de> wrote:

> >>>Da soll z.B. eine ebs " european business school" zum Standard erhoben
> >>>werden.

Na ja - die Interessen eines privatwirtschaftlichen Institutes kann man
hier wohl einfach mal so hinnehmen.

Hier nun aber so zu tun, als sei die ebs FINANZAKADEMIE GmbH (um die geht
es hier) das Paradebeispiel für vertriebsmanipulierte Einfachausbildung.
Das ist nun gerade nicht der Fall.

Aber im Übrigen geht es hier um mehr als um ein Institut oder einen
Abschluss. In dieser Diskussion vermischen sich einige Dinge zu einem
"Mindeststandard" und dazu wäre noch einiges anzumerken.

Zum Thema Qualifikation: Natürlich ist das Wissen und Können entscheidend
und nicht das "abwohnen" eines Lehrganges. Das ist auch ein wesentlicher
Punkt, der Verbänden wie unserem am Herzen liegt. Denn die wesentlichen
Schäden in der "Anlageberatung" werden nun mal durch die meist
gutwilligen, aber völlig Ahnungslosen verursacht. Und da dies so ist,
muss man ein Mindestmaß an Fertigkeiten und Kenntnissen fordern.

Eine Frage in der Diskussion lautet also: Was ist das Mindestmaß? Um
diese Frage für alle gültig zu beantworten, wollen Berufsverbände nun
gerade nicht warten, bis die Produktlieferanten hier die Maßstäbe setzen,
sondern sie wollen übergreifend und ohne eigene Interessen die Frage der
Mindeststandards beantworten. Hierzu wird eigens ein "Berufsbildungswerk
für Finanzdienstleister (BWF)" von uns unterhalten. Dies wird getragen
von Berufsverbänden. Um die Praktikabilität der Maßstäbe von vornherein
zu prüfen, sind auch Ausbildungsinstitute zur Mitarbeit zugelassen. Für
die Verbraucherinteressen können sich Verbraucherverbände als Mitglieder
einsetzen.

Das BWF will keinerlei Ausbildungen anbieten und hat auch deshalb kein
Interesse an einer besonderen Institutslösung. Es geht hier um die
Inhalte, die jemand, der existenzielle Produkte vermittelt oder darüber
berät, auch kennen/können muss. Eben damit nicht mehr die netten
Ahnungslosen über den Markt herfallen.

In jedem Fall ist ein Mindestmaß an Kenntnissen und Fertigkeiten etwas
niedriger anzusetzen, als der CFP und logischerweise auch als das Niveau
unserer Mitglieder. Der Bundesverband Finanz-Planer e.V. als Verband der
unabhängigen Finanz-Experten hat also für seine Mitglieder überhaupt
nichts von dieser Mindestqualifikation. Aber dennoch wissen wir, das man
nicht mehr die Ahnungslosen Hasardeure lospreschen lassen kann, wenn die
erst vorher Grundkenntnisse in den wirtschaftlichen und fachspezifischen
Dingen aufweisen müssen.

Frage zwei lautet: Wie sollen Fertigkeiten und Kenntnisse nachgewiesen
werden? Etwa gar nicht? Wie manche immer wieder argumentieren, könnte man
auf den Gedanken kommen. Aber es kann ja nicht im Ernst verlangt werden,
dass man die Kenntnis einfach nur behaupten soll. Was in diesem
Zusammenhang überlegenswert ist, ist doch, dass gerade diejenigen, die
viel in ihre fachlichen Kenntnisse investiert haben, ein Interesse daran
haben sollten, die "Schmalspur-Konkurrenz" hier zu fordern. Denn die
"Bunte-Murmel-Verkäufer" haben es immer noch leichter, den Kunden mit
Scheinlogiken zum Abschluss zu bekommen, als der kompetente Berater, der
doch über viele kleine Wenns und Abers informieren muss.

Man kann nun darüber streiten, ob der richtige Weg ist, eine besonder
Ausbildung zu absolvieren (i.d.R. mit Prüfung) oder ob es besser ist,
allein die Kenntnisse und Fertigkeiten zu prüfen. Was uns angeht, so
halten wir das Konzept der Prüfung des Wissens und Könnens für das
richtige. Mit der Prüfung, die von einer wirklich unabhängigen Stelle
durchzuführen ist, ist der Nachweis der Qualifikation möglich. Die
Unabhängigkeit kann man durch organisatorische Maßnahmen gewährleisten.

Gerade weil in der Gegenwart so viele unterschiedliche Ausbildungswege
angeboten werden (und es werden sicher noch mehr), muss eine offene
Zertifizierung auf gleichem Niveau für alle durchgesetzt werden.

Der nächste Schritt ist dann, über die Mindestqualifikation hinaus auch
Fachstandards für unterschiedliche Tätigkeiten zu verabschieden, die
Vergleichbarkeit unterstützen. Es geht also nicht darum, ob nun dieses
oder jenes Institut die "besten Ausbildungen" hat.

Wie dem auch sei - jedenfalls sollte in Zukunft keiner in der Gegend
rumberaten können, ohne zu wissen, was er tut. Dann bleiben uns nur noch
die wirklich gierigen oder kriminellen in der Branche (wie überall) und
das wäre erheblich weniger.

Grüße aus Bielefeld

Peter Edinger
pe...@edinger.org

im Vorstand des
Bundesverband Finanz-Planer e.V.
Verband der unabhängigen Finanz-Experten (BFP)
www.bundesverband-finanz-planer.de

Martin Sörgel

unread,
May 6, 2002, 1:32:29 PM5/6/02
to
Karsten Junge wrote:

> On Sun, 5 May 2002 22:11:33 +0200, Martin Sörgel
> <martin....@gmx.de> wrote:
>
>>>>Da soll z.B. eine ebs " european business school" zum Standard erhoben
>>>>werden.
>>> Die von Dir charmant in Gänsefüßchen gesetzte ebs ist nun mal eine
>>> wirklich seriöse und akademisch gut besetzte private Uni im Bereich
>>> Wirtschaft.
>>
>>Hier ist man auch akademisch gut besetzt.
>>
>>http://www.gwdg.de/~ifbg/ifbgheim.html/ifbgheim.html
>>http://www.wiso.uni-erlangen.de/WiSo/BWI/BuB/
>>
>>Vor allem muss man sich dort nicht von Leuten mit zweifelhaften
>>Interessen die versuchen Pseudo-Standards zu setzten , die Vorlesungen
>>füllen lassen.
>
> Soll ich jetzt links zu 50 anderen WiWi Fakultäten posten oder was?
> Jede beliebige Bildungseinrichtung kann Vorbereitungskurse zum CFP
> anbieten, wenn sie gewisse Standards erfült. Dadurch, daß unsere Unis
> nun mal wenig mit der Privatwirtschaft u tun haben, verzichten Sie
> darauf. Damit ist der Weg den privaten Bildungsträgern vorbehalten.
>
> Jetzt mal Butter bei die Fische:
> Bring mir mal ein Beweis dafür, daß ebs und HfB keine seriösen
> Bildungsstätten sind. Irgendwas.
>

Es steht dir frei dich dort zu bilden. Außerdem sind das nicht irgendwelche
Fakultäten. Prof. Dr. Gerke ist ein bundesweit anerkannter Fachmann mit
vielen Publikationen in der einschlägigen Fachzeitschriften. Ebenso Prof.
Dr. Wilckens.
Welches Renomee kann die ebs diesbzgl. vorweisen

>>>
>>> Ferner setzt diese Uni keinen wie auch immer gearteten Standard. Der
>>> Standard kommt vom DEVFP - einem mitglied des CFP Councils. Der
>>> Certified Financial Planner ist im Heimatland USA ein durchaus
>>> anerkannter Titel und ein wirkliches Gütesiegel.

Stimmt, die erforschen das was ist und verfälschen es nicht in irgendeinen
Pseudo-Standard. Dieses Wissen steht jederman frei der es sich aneignen
will.

>>
>>Nicht der Titel sondern das Wissen ist entscheidend. Ich glaube nicht das
>>die die Top-Verkäufer der Finanzdienstleister durch die Prüfung fallen
>>lassen.
>
> Auch hier ist (Dein) Glaube nicht Wissen. Bei der letzten
> Verbandsprüfung gab es eine Bestehensquote von um die 50%. Nach Deiner
> Meinung sind also nur die Klopper durchgekommen, und die armen und
> anständigen haben verloren. Ist aber leider nicht so.

Nun ja die Führerscheinprüfung schaffen mehr.



> Jetzt mal im Ernst:
> Nicht der Glaube sodern das Wissen ist entscheidend. Wenn Du Deine
> Behauptung belegen kannst, dann tue das doch bitte.

Ebenso könntest du deine Behauptungen beweisen.
Ich stimme dir zu das in meiner Argumentation das "Gütesiegel" für das
Wissen fehlt. Ich bestreite dir aber nachwievor, dass die von dir so
verteidigten Verbände i. V. mit der ebs dem Verbraucherschutz nützen
sondern der Marktregulierung dienen. Ich führe dafür drei Gründe an.

1.) Wo steht geschrieben das der Nachweis von Wissen nur an der ebs möglich
sein soll.
2.) Wo steht geschrieben das die Gebühren der ebs für den Nachweis von
Wissen notwendig sein sollen.
3.) Wieso sollen die Lehrpläne von Verbänden die sich jetzt noch schnell an
die Spitze einer Bewegung stellen wollen für alle verbindlich sein. Wurde
das irgendwann mal zur Diskussion gestellt?

Ich hab für meine Ausbildung keinen der genannten gebraucht. Und das wird
auch in Zukunft so bleiben. Allenfalls kann ich mir vorstellen an einer
Dikussion über transparente für jederman frei zugängliche Standards
mitzuwirken. Über die Umlage von Prüfungsgebühren auf die Prüflinge kann
man reden, dies muss aber tranparent sein. Nicht Geld sondern Wissen muss
entscheidend sein.

Dies alles kann ich in deiner Lösung nicht entdecken.

Unseriös ist ein hartes Wort; Ich würde dies niemanden unterstellen.
Dieser Verband vertritt nur nicht die Interessen der Verbraucher bzw. der
Allgmeinheit der Berater sondern versucht Marktregulierung für seine
Mitglieder zu betreiben. Er versucht eben nicht eine für alle offene
Wissenskultur der Berater zu begründen sondern betreibt kleinkarierte
lobbyarbeit.

>
>>>>Denn eines ängstigt die Finanzdienstleister mehr als den Teufel das
>>>>Licht. "Der wirklich unabhängige Berater."
>>>
>>> Wieso? Fee only planners gibt es doch in D schon. Angst machen einem
>>> eher die aggregators wie etwas Sineus.
>>
>>Fee you later aggregator?!
>
> 'schuldigung. Habe gedacht, daß Du vom Fach wärst. Ein (account)
> aggregator verbindet dieverse assets des Kunden zu einer (online)
> Gesamtansicht. Somit bieten diese Anbieter eine Art online Family
> Office und schaffen eine erhebliche Transparenz in den
> unterschiedlichen Vermögensarten der Kunden.

Wenn ich mehr davon brauche sag ich dir Bescheid.


>
>>>
>>>>Das gleiche wurde mal probiert mit dem angeblichen Qualitätsmerkmal
>>>>"Vermögensschadenhaftpflicht".
>>>>Für die eigenen Leute haftet man mit Tonnenweise vorhandenen
>>>>Eigenkapital, dem Rest verkauft man das für 5000 EUR im Jahr. Natürlich
>>>>mit Rabatt bei entsprechenden Umsatz für das Unternehmen.
>>>
>>> Herzlich willkommen in der freien Marktwirtschaft.
>>
>>freie Marktwirtschaft ??? ; Naja das wirst du auf der ebs sicher noch
>>lernen (hoffentlich); Das Fach nennt sich übrigens Volkswirtschaftslehre
>>und hat nichts mit Fondspolicen zu tun. Stichwort Kreisauer Kreis.
>
> 1. ich bin nicht auf der ebs. Ich habe mein Studium (damals) an einer
> ganz normalen Hochschule beendet.

Sag ich doch, es geht auch anders

Ich denke nicht das wir hier einer Meinung sind.

Karsten Junge

unread,
May 6, 2002, 1:35:04 PM5/6/02
to
On Mon, 6 May 2002 09:51:58 +0200, "Christian Ammermüller"
<Der_Kand...@gmx.net> wrote:

>"Karsten Junge" <Karste...@web.de> schrieb

>> Office und schaffen eine erhebliche Transparenz in den
>> unterschiedlichen Vermögensarten der Kunden.
>
>Da hättest Du noch "types of fortune" schreiben können.

Hätte ich. Wäre aber falsch gewesen.
Arten von Glück/Schicksal waren nicht gefragt.

Karsten Junge
Karsten.Junge(at)web.de

Christian Ammermüller

unread,
May 6, 2002, 2:10:58 PM5/6/02
to

"Karsten Junge" <Karste...@web.de> schrieb

> >> Office und schaffen eine erhebliche Transparenz in den
> >> unterschiedlichen Vermögensarten der Kunden.
> >
> >Da hättest Du noch "types of fortune" schreiben können.
>
> Hätte ich. Wäre aber falsch gewesen.
> Arten von Glück/Schicksal waren nicht gefragt.


-Fortune: Vermögen, Schicksal, Los, Heidengeld, Glück, Geschick

-modest fortune: Bescheidenes Vermögen

-narrow fortune: Knappes Vermögen

-hard-won fortune: mühsam erworbenes Vermögen

-to gain a fortune: Ein Vermögen erwerben

-to make a fortune: Ein Vermögen machen

-to amass a fortune: Ein Vermögen ansammeln

-usw.

Christian

Karsten Junge

unread,
May 6, 2002, 2:35:40 PM5/6/02
to
On Mon, 6 May 2002 19:32:29 +0200, Martin Sörgel
<martin....@gmx.de> wrote:

[ganz viel gekürzt]

Im Grundsatz erstmal den Hinweis auf das Posting von Peter Edinger -
ich wundere mich ja auch, warum ich eigentlich auf Deine absurden
Vorwürfe in Bezug auf die CFPs und ebs eingehe.

Ferner hast Du erneut _keine_ Fakten gebracht. Ich hatte Dich mehrfach
gebeten, Deine Behauptungen zu belegen. Das konntest Du leider nicht.
Insofern gibt es kein Grund hier noch bis zur Sehnenscheidenentzündung
zu tippen.

Ach so, ich habe übrigens noch schnell - wahrscheinlich zusammen mit
irgendwelchen nebulösen Strukturvertrieben und anderen dunkelen
Gestalten (Barschel?, Bin Laden?) diese Links gefälscht:

http://www.ftd.de/bm/ga/2704465.html?nv=rs
http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2001/05/21/ak-wi-fi-446387.html
http://www.manager-magazin.de/geld/rente/0,2828,140709,00.html
http://www.din.de/aktuelles/pressemitteilungen/pi0301.html
http://www.bundderversicherten.de/Tips/Druecker.htm
http://www.investment-info.com/artikela03.htm
http://www.jobpilot.de/content/channel/studium/zukunft/anlageberater.html
http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/60039.html

Kommt überall CFP vor - meistens auch gar nicht so schlecht. Hmmm.
Alle von der DVAGAWDGerling gekauft?

Besonder spannend finde ich, daß das DIN auf den CFP Standards
aufbauen möchte. Aber da haben die die Rechnung ohne Martin Soergel
gemacht!

>Es steht dir frei dich dort zu bilden. Außerdem sind das nicht irgendwelche
>Fakultäten. Prof. Dr. Gerke ist ein bundesweit anerkannter Fachmann mit
>vielen Publikationen in der einschlägigen Fachzeitschriften. Ebenso Prof.
>Dr. Wilckens.
>Welches Renomee kann die ebs diesbzgl. vorweisen

http://www.ebs-finanzakademie.de/kontaktstudium/main/dozentenspiegel.htm

Was die ebs angeht empfehle ich mal ein Blick auf auf die Homepage.
Frau Prof. Achleitner ist schon allein ein Zugpferd.

Und warum immer ebs? CFP kann man auch bei der HfB lernen. Da tauchen
so Namen wie Prof. Seeger (Steuern), Prof. Löchel (VWL), Dr. Peter
Balzer (Recht), Prof. Heidorn (Mathe) et. al. auf. Alles Gerken, ähh
Gurken?


>>>> Ferner setzt diese Uni keinen wie auch immer gearteten Standard. Der
>>>> Standard kommt vom DEVFP - einem mitglied des CFP Councils. Der
>>>> Certified Financial Planner ist im Heimatland USA ein durchaus
>>>> anerkannter Titel und ein wirkliches Gütesiegel.
>
>Stimmt, die erforschen das was ist und verfälschen es nicht in irgendeinen
>Pseudo-Standard. Dieses Wissen steht jederman frei der es sich aneignen
>will.

Liest Du eigentlich das was ich schreibe? Jetzt stimmst Du mir auf mal
zu

>>>Nicht der Titel sondern das Wissen ist entscheidend. Ich glaube nicht das
>>>die die Top-Verkäufer der Finanzdienstleister durch die Prüfung fallen
>>>lassen.
>>
>> Auch hier ist (Dein) Glaube nicht Wissen. Bei der letzten
>> Verbandsprüfung gab es eine Bestehensquote von um die 50%. Nach Deiner
>> Meinung sind also nur die Klopper durchgekommen, und die armen und
>> anständigen haben verloren. Ist aber leider nicht so.
>
>Nun ja die Führerscheinprüfung schaffen mehr.

Eben. Die Prüfung ist also mitnichten ein Ritterschlag für
Diplomdrücker, sondern eine ziemlcihe schwierige Angelegenheit. Und
was nutzt schon eine Prüfung, die jeder besteht.

>Ich bestreite dir aber nachwievor, dass die von dir so
>verteidigten Verbände i. V. mit der ebs dem Verbraucherschutz nützen
>sondern der Marktregulierung dienen. Ich führe dafür drei Gründe an.

>1.) Wo steht geschrieben das der Nachweis von Wissen nur an der ebs möglich
>sein soll.

Nirgendwo. Habe ich auch nie behauptet. Die DEVFP Prüfung zum CFP kann
im Rahmen des Challenge Exam jeder machen.

Jetzt nochmal zum genauen mitlesen:

M a n m u s s n i c h t a n d i e ebs
M a n m u s s n i c h t a n d i e ebs

So. Geschafft. Jetzt kannst Du ebs gedanklich (stack overflow?) durch
HfB ersetzen und das Ganze erneut lesen.

>2.) Wo steht geschrieben das die Gebühren der ebs für den Nachweis von
>Wissen notwendig sein sollen.

Sie die Antwort zu 1.

>3.) Wieso sollen die Lehrpläne von Verbänden die sich jetzt noch schnell an
>die Spitze einer Bewegung stellen wollen für alle verbindlich sein. Wurde
>das irgendwann mal zur Diskussion gestellt?

Sollen sie nicht. Werden sie auch nicht. Es ist nur zimlich einfach:
die Natur hasst ein Vakuum. Deswegen kommen viele Verbände an und
wollen dieses Vakuum füllen - siehe hier auch die Mail von Peter
Edinger. Und jetzt kann es vorkommen, daß es irgendwo auf der Welt
schon ein Standard gibt der sich durchgesetzt hat. Warum sollte man
nicht versuchen, diesen auch hierzulande zu implementieren.

So - und ich verweise hier mal auf das Posting von Peter
Zitat on:


In jedem Fall ist ein Mindestmaß an Kenntnissen und Fertigkeiten etwas
niedriger anzusetzen, als der CFP und logischerweise auch als das
Niveau unserer Mitglieder. Der Bundesverband Finanz-Planer e.V. als
Verband der unabhängigen Finanz-Experten hat also für seine Mitglieder
überhaupt nichts von dieser Mindestqualifikation. Aber dennoch wissen
wir, das man nicht mehr die Ahnungslosen Hasardeure lospreschen lassen
kann, wenn die erst vorher Grundkenntnisse in den wirtschaftlichen und
fachspezifischen Dingen aufweisen müssen.

Zitat off

Also ist der CFP weit mehr als eine Minimalanforderung. Was Peter da
so scheibt ist übrigens auch meine Meinung. Man wird in der täglichen
Praxis mit lauter Dunnbrett-Finanzberatern konfrontiert, daß es einem
schon Angst und Bange wird. _Das_ muss reguliert werden. Am besten
staatlich. Was den CFP angeht - es handelt sich hier um ein
Spezialgebiet - nämlich der Finanzplanerstellung für vermögende
Privatkunden. Da ist es IMO sinnvoll, den internationalen Standard zu
übernehmen.

>Ich hab für meine Ausbildung keinen der genannten gebraucht. Und das wird
>auch in Zukunft so bleiben. Allenfalls kann ich mir vorstellen an einer
>Dikussion über transparente für jederman frei zugängliche Standards
>mitzuwirken. Über die Umlage von Prüfungsgebühren auf die Prüflinge kann
>man reden, dies muss aber tranparent sein. Nicht Geld sondern Wissen muss
>entscheidend sein.
>Dies alles kann ich in deiner Lösung nicht entdecken.

Es freut mich sehr, daß Du mit Deiner Hübris so weit gekommen bist.
Ich werde Dir jetzt ein kleines Geheimnis offenbaren. OK?
.
.
.
.
Es interessiert sich keiner so wirklich für Deine Menung. Wo hast Du
publiziert? Wie sieht es mit Deiner Marktmacht als Anbieter aus? Wie
ist es um Deine politische Lobby bestellt?

Transparente Standards gibt es in den allermeisten Verbänden. Es gibt
sie auf jeden Fall beim CFP. Da u ja schon gesehen hast, daß da nicht
jeder besteht, kann es ja auch nichts mit Geld zu tun haben - sonst
würde ja jeder bestehen der Teilnimmt!

Wissen ist entscheidend. Frage ist nur, wie ich dieses Wissen belegen
möchte. Durch eine Behauptung wie Du es tust? Oder über eine Prüfung?

An dieser Stelle nochmals ein Verweis auf Peter. Er hat in
bemerkenswerter Eloquenz alles gesagt, was zu sagen ist:

"Frage zwei lautet: Wie sollen Fertigkeiten und Kenntnisse
nachgewiesen werden? Etwa gar nicht? Wie manche immer wieder
argumentieren, könnte man auf den Gedanken kommen. Aber es kann ja
nicht im Ernst verlangt werden, dass man die Kenntnis einfach nur
behaupten soll. Was in diesem Zusammenhang überlegenswert ist, ist
doch, dass gerade diejenigen, die viel in ihre fachlichen Kenntnisse
investiert haben, ein Interesse daran haben sollten, die
"Schmalspur-Konkurrenz" hier zu fordern. Denn die
"Bunte-Murmel-Verkäufer" haben es immer noch leichter, den Kunden mit
Scheinlogiken zum Abschluss zu bekommen, als der kompetente Berater,
der doch über viele kleine Wenns und Abers informieren muss.

Man kann nun darüber streiten, ob der richtige Weg ist, eine besonder
Ausbildung zu absolvieren (i.d.R. mit Prüfung) oder ob es besser ist,
allein die Kenntnisse und Fertigkeiten zu prüfen. Was uns angeht, so
halten wir das Konzept der Prüfung des Wissens und Könnens für das
richtige. Mit der Prüfung, die von einer wirklich unabhängigen Stelle
durchzuführen ist, ist der Nachweis der Qualifikation möglich. Die
Unabhängigkeit kann man durch organisatorische Maßnahmen
gewährleisten."

>> Auch hier:
>> Such mir doch mal einen objektiven Beleg für die unseriosität des
>> DEVFP. Keine diffusen Meinungen.
>
>Unseriös ist ein hartes Wort; Ich würde dies niemanden unterstellen.
>Dieser Verband vertritt nur nicht die Interessen der Verbraucher bzw. der
>Allgmeinheit der Berater sondern versucht Marktregulierung für seine
>Mitglieder zu betreiben. Er versucht eben nicht eine für alle offene
>Wissenskultur der Berater zu begründen sondern betreibt kleinkarierte
>lobbyarbeit.

Kleinkariert ist das nicht. Es ist aber Lobbyarbeit. Und das, um ein
bekanntes Wort abzuwandeln, ist gut so. Jetzt noch ein kleines
Geheimnis: Ein Verband vertritt zunächst die Interessen seiner
Mitglieder. Da unterschiedliche Verbände unterschiedliche Mitglieder
haben entsteht ein Wettbewerb um die besten Ideen und Lösungen. Der
DEVFP ist ein Verband. Es gibt auch andere - wo D Dich heimisch
fühlst ist Dir überlassen. Nur eines gilt nicht - ein Jamern darüber,
daß keiner Dich fragt (siehe oben) - engagiere Dich halt, schaffe Dir
Durchsetzungsfähigkeit!

Und was das unseriös angeht: lies Deine alten Mails nochmal. Da
wimmelt es nur so von Unterstellungen.

>Ich denke nicht das wir hier einer Meinung sind.

Sind wir sicherlich nicht. der Unterschied ist, daß Du leider keine
Fakten bringst. Ich fasse mal Dein Argument zusammen:

"Ich habe ganz viel gelernt. Ich bin schlau. Ich bin ein guter
Berater. Jetzt kommt jemand und setzt einen Standard fest. Dieser
Jemand hat 40.000 Mitglieder. Ich bin allein. Er hat mich nicht
gefragt. Zudem kostet eine Weiterbildung Geld. Der Preis ist mir zu
hoch. Das ist ungerecht. Warum fragt mich keiner?"

Karsten Junge
Karsten.Junge(at)web.de

Karsten Junge

unread,
May 6, 2002, 2:39:02 PM5/6/02
to
On Mon, 06 May 2002 20:35:40 +0200, Karsten Junge
<Karste...@web.de> wrote:

>Im Grundsatz erstmal den Hinweis auf das Posting von Peter Edinger -
>ich wundere mich ja auch, warum ich eigentlich auf Deine absurden
>Vorwürfe in Bezug auf die CFPs und ebs eingehe.

Äh - hier ist natürlich nicht das Posting von Peter gemeint. Die
Vorwürfe usw. beziehen sich auf Martin. Sorry. Ich hatte gemeint:
Lieber Martin, lies doch zunächst mal den Post von Peter.

Ich bin nämlich mit Peter ziemlich einer Meinung :-)


Karsten Junge
Karsten.Junge(at)web.de

Karsten Junge

unread,
May 6, 2002, 2:42:44 PM5/6/02
to
On Mon, 6 May 2002 20:10:58 +0200, "Christian Ammermüller"
<Der_Kand...@gmx.net> wrote:

>"Karsten Junge" <Karste...@web.de> schrieb


>> >Da hättest Du noch "types of fortune" schreiben können.
>>
>> Hätte ich. Wäre aber falsch gewesen.
>> Arten von Glück/Schicksal waren nicht gefragt.
>
>-Fortune: Vermögen, Schicksal, Los, Heidengeld, Glück, Geschick
>
>-modest fortune: Bescheidenes Vermögen
>
>-narrow fortune: Knappes Vermögen
>
>-hard-won fortune: mühsam erworbenes Vermögen
>
>-to gain a fortune: Ein Vermögen erwerben
>
>-to make a fortune: Ein Vermögen machen
>
>-to amass a fortune: Ein Vermögen ansammeln

Gilt aber trotzdem nicht als "Art des Vermögens". Fortune ist im
Wortsinn das gesamte Vermögen - es gibt kein money fortune
(Geldvermögen) oder real estate fortune (Immobilienvermögen). s gibt
nur a fortune. Nicht weiter untergliederbar. Es ginge nur: "a fortune
in ..."

Karsten Junge
Karsten.Junge(at)web.de

Lutz Schulze

unread,
May 6, 2002, 3:23:21 PM5/6/02
to
On 06 May 2002 09:52:02 +0200, Hinnerk Hagenah
<h...@lft.uni-erlangen.de> wrote:

>Du weisst, dass Marx von einer zu Ende industrialisierten Gesellschaft
>mit extrem wenigen Monopolisten und einer absolut ausreichenden bis
>Ueberversorgung mit allen Guetern ausging, um die Diktatur des
>Proletariats auszurufen? Du moechtest nicht wirklich behaupten, dass
>irgendwo in D nach dem 2. Weltkrieg (oder 1917 in Russland oder in
>Kuba oder China oder wo auch immer) eine derart extrem gut
>funktionierende Industrie vorhanden war, oder?

Das ebenfalls wünschenswerte Perpetuum mobile funktioniert
wahrscheinlich, sobald die Schwerkraft aufgehoben ist und die Reibung
negative Werte annimmt. Leider ist es bis jetzt noch nicht so weit,
aber seine Stunde kommt.

>Diese Situation ist bis heute nicht gegeben. Wir muessen keine
>'Experimente' mit irgendwelchen Leben starten

Wer ist denn jetzt 'wir'? Und die 'irgendwelchen Leben' waren mir sehr
nahestehende, unter anderem mein eigenes. Danke, beim nächsten Mal
lasse ich gern anderen den Vortritt.

>(btw, z.Z. laufen die
>Experimente ueber die Langzeitschaeden durch Zuckerersatzstoffe,
>beteiligst Du Dich?).

Ist der Zucker denn knapp, daß man zu Ersatzstoffen greifen müßte? Ist
doch gar kein Sozialismus ;-) Insofern: nein, hier wird noch das
Original verwendet

>Man muss abwarten und sehen, ob dieser Zustand
>irgendwann erreicht wird.

Dann bin ich ja jetzt beruhigt, wird sobald nicht sein. Hoffentlich
kommt nicht vorher wieder jemand auf die grandiose Idee.

>Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn
>jedermann ist ueberzeugt, dass er genug davon habe.
> (Rene Descartes, frz. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)

Meiner langt jedenfalls, mein eigenes Leben und das näherer
Angehöriger in vernünftigen Bahnen zu regeln. Ich gebe zu, dass ich
ihn nicht als so mächtig einschätze, über das anderer besser Bescheid
wissen zu wollen, als diese es selbst tun.

Lutz


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Martin Sörgel

unread,
May 6, 2002, 4:08:42 PM5/6/02
to
Karsten Junge wrote:

> Ich habe ganz viel gelernt. Ich bin schlau. Ich bin ein guter
> Berater. Jetzt kommt jemand und setzt einen Standard fest. Dieser
> Jemand hat 40.000 Mitglieder. Ich bin allein. Er hat mich nicht
> gefragt. Zudem kostet eine Weiterbildung Geld. Der Preis ist mir zu
> hoch. Das ist ungerecht. Warum fragt mich keiner?"
>

Schmunzel.

Doch schon 40.000; mit oder ohne dich?

By the way.

Wieviel Öko-Siegel von Öko-Verbanden gibt es derzeit im Markt? 40.000 oder
mehr.

Genau das wirst du erreichen.

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