Hammi schrieb:
> Na Elektrowerkzeuge halt. Was man so hat. Bohrmaschine,
> Sägen, Schleifer... das dickste wäre vorerst mal
> vermutlich die Kettensäge, ich glaub, die hat so 1800 bis
> 2000 Watt... oder vielleicht auch mal Häcksler.
Die Kettensäge läuft auch mit weniger und braucht bei
Überlastung auch mal deutlich mehr, soweit sie keine
Begrenzung eingebaut hat.
Einen 2,2 kw Winkelschleifer habe ich mit einem 600/800 Watt
Aggregat betrieben, allerding musste ich die Sicherung 2-3
mal wieder hineindrücken, bis er auf Touren war.
Beim Arbeiten musste ich dann aufpassen ihn nicht zu hoch zu
belasten, aber als Notbehelf ging es, es dauerte nur etwas
länger.
Beim Häcksler, Kettensäge dürfte es ähnlich sein.
> Kann ja
> sein, dass es das alles auch mit Benzinmotor oder Akku
> gibt, aber ich will ja nicht deswegen alle Geräte neu
> kaufen. Wär halt schon praktisch, einfach mal so 230V im
> Auto zu haben.
Die Frage ob für dich der Aufwand lohnt musst du dir selbst
beantworten.
2000 Watt bedeutet auch nicht, dass ein 2000 Watt
Elektromotor daran anläuft, denn die haben einen sehr hohen
Einschaltstrom, wenn keine Elektronik es begenzt.
Du musst dicke Kabel legen und dir Gedanken über die max.
Dauerlast deiner Batterie machen.
Der Starter braucht etwa ebenso viel, aber in der Regel
weniger als 1 Sekunde. Welche Dauerlast deine Batterie
verträgt musst du selbst ergoogeln.
Hinzu kommt, wer gibt Gas?
Wenn du den Motor mit einer Bastellösung auf 2000 U/min.
einstellst, wird er bei Last sofort einbrechen, da muss
jemand nachregeln, das klappt nicht so einfach.
Starterakkus sollten langzeitig nicht höher als mit 1/10 der
Nennkapazität gefordert werden.
Das sind bei 60Ah 6A, gerade einmal 72 Watt, weit weg von
deinen 2000, nicht einmal 0,5%.
>> Ansonsten wie schon vorgeschlagen, ein Aggragat wäre wohl
>> besser.
>
> Mag sein. Aber warum? Wo sind die Vorteile?
Dass es funktioniert.
> Mir fallen bis jetzt fast nur Nachteile ein:
> - Lauter
> - Größer
> - Schwerer
> - Teurer?
Die Lautstärke ist vor allem eine Preisfrage.
Ausserdem, der Winkelschleifer macht auch Lärm, der
Häcksler.....
Größer als dein PKW?
Den kannst du unabhängig betreiben.
Schwerer?
Ok, zum Mitschleppen ist es mehr, als der reine Inverter,
der Rest ist ja weitgehend vorhanden.
> Gut, wahrscheinlich verbraucht es auf Dauer weniger
> Sprit.
Das wird nicht viel ausmachen, die kleinen Motore sind
reltiv starke Spritfresser, haben einen schlechten
Wirkungsgrad.
Teurer?
Ja, aber auch geeignet Elektromotoren anlaufen zu lassen.
Was macht der Inverter kurzfristig mit?
Ein 2kw E-Motor ohne Regelung nimmt gern mal 10kw im ersten
Moment, da könnte dein Inverter in die Notabschaltung gehen.
> Aber es geht ja nicht drum, dass ständig die ganze
> Nacht die Stromversorgung läuft.
Du hast keine 100 Watt Dauerlast verfügbar, du willst 2kw
ziehen.
Da muss jemand im PKW sitzen und per Gaspedal nachregeln
oder du baust eine Drehzahlregelung ein.
> Und man riskiert keinen Kabelbrand im Auto. Aber das
> Risiko könnte man minimieren, denk ich, und wenn man sich
> das Kabel in den Innenraum "offiziell" von einer
> Fachwerkstatt legen lässt.
Du sprachst etwas von teurer. ;-)
Was meinst du wohl, was das fachgerechte Legen der Kabel
kostet, das ist einiges an Aufwand, falls es überhaupt
vernünftig geht.
> Die größte Gefahr ist vermutlich finanzieller Art - dass
> einem der Inverter kurz nach Ende der Garantie abraucht.
Vermutlich wird der gegen Überlast abgesichert sein, weshalb
sich stark vermute, dass du E-Motoren ohne eigene
Strombegrenzung damit nicht zum Anlaufen bekommst.
> Kann mit nem Aggregat aber auch passieren. Oder dass es
> vielleicht die Lima oder den Regler oder irgendwas im
> Auto zu stark beansprucht. Deswegen frag ich ja.
Erst einmal überlastet du die Batterie, die kann so hohe
Ströme nur kurzzeitig liefern.
Entleeren der Starterbatterie geht sehr auf deren
Lebensdauer.
Wer bedient das Gaspedal, um wenigstens die Batterie zu
entlasten.
Was bringt deine Lima max. wie lange schafft sie das ohne
Belüftung durch den Fahrtwind?
>> Deine Idee, es im Kofferraum zu betreiben ist auch nicht
>> das Wahre, lange Kabel, die bringen bei der niedrigen
>> Spannung durchaus Verluste.
>
> Kofferraum muss ja nicht sein - Innenraum halt.
Wo willst du das rumfliegen haben?
> Es ging
> in der Anleitung wohl vor allem um Wärme, Nässe und
> Belüftung wegen der Kühlung. Und in den Innenraum sind es
> von der Batterie aus, je nachdem nur ein halber Meter
> oder so.
Du wirst das Kabel um ein paar Ecken legen müssen.
> Und Batteriekabel hab ich schon mit 50mm²
> Querschnitt gesehen, da kann der Verlust doch nicht so
> riesig sein.
Das geht aber wie sicherst du ab?
Der Starter ist in der Regel ohne Sicherung, dafür das Kabel
weitgehend sicher verlegt und wenn es schmort meist in einem
Bereich der selten zu einem Brand führt.
In den Innenraum gelegt sieht es anders aus.
Das ist aber lösbar.
> Am liebsten hätt ich es direkt im Motorraum, aber das
> dürfte zu warm werden, beziehungsweise nicht ausreichend
> vor Nässe geschützt - vor allem wenn man die Haube auf
> stehen lassen muss, um die Geräte einzustöpseln.
Nässeschutz sehe ich als das geringste Problem.
Grüße Harald