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Neumodische Blinkerbedienung inzwischen weit verbreitet?

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Burkhard Schultheis

unread,
Aug 9, 2007, 2:59:15 AM8/9/07
to
Zum ersten Mal habe ich beim Vectra davon gehört, dass die Bedienung der
Blinker geändert wurde (der Hebel rastet nicht mehr ein). Das wurde
teils heftig kritisiert.

Nun bin ich letzte Woche mal mit einem aktuellen 5-er BMW gefahren. Und
bei dem ist das auch so. Gibt's das inzwischen bei weiteren Marken?

Grüße,
Burkhard
--
A: Weil es die Lesbarkeit des Textes verschlechtert.
F: Warum ist TOFU so schlimm?
A: TOFU
F: Was ist das größte Ärgernis im Usenet?

Burkhard Schultheis

unread,
Aug 9, 2007, 3:05:31 AM8/9/07
to
Burkhard Schultheis schrieb:

> Zum ersten Mal habe ich beim Vectra davon gehört, dass die Bedienung der
> Blinker geändert wurde (der Hebel rastet nicht mehr ein). Das wurde
> teils heftig kritisiert.
>
> Nun bin ich letzte Woche mal mit einem aktuellen 5-er BMW gefahren. Und
> bei dem ist das auch so. Gibt's das inzwischen bei weiteren Marken?
>

Noch eine Anmerkung: Ich konnte mich schnell daran gewöhnen.

Klaus Sturm

unread,
Aug 9, 2007, 3:09:33 AM8/9/07
to
Servus,

Burkhard Schultheis schrieb:


[....]


>Gibt's das inzwischen bei weiteren Marken?

Das kann ich nicht beantworten.

Aber gleich auch noch eine Frage: Wann hört der Blinker denn wieder auf?
Sofort nach dem Loslassen des Hebels?


--

Viele Grüße
Klaus
Mails nur bitte hier:
http://free.pages.at/ksro/email_to_me.html

Radbert Grimmig

unread,
Aug 9, 2007, 3:16:21 AM8/9/07
to
Klaus Sturm schrieb:

>Aber gleich auch noch eine Frage: Wann hört der Blinker denn wieder auf?
>Sofort nach dem Loslassen des Hebels?

Wohl kaum. Dann müsste man den Hebel ja beim Abbiegen die ganze Zeit
festhalten. So was würde kein Hersteller der Welt einbauen (vielleicht
mit der möglichen Ausnahme von chinesischen Anbietern, die sich die
Rasterung für einen konventionellen Hebel sparen wollen =;-)

Da dürften Informationen von einem Sensor ausgewertet werden, der den
Lenkeinschlag registriert, und zusätzlich ein Timer drangekoppelt
sein.

--

Gruß
Radbert

Stefan Müller

unread,
Aug 9, 2007, 3:41:22 AM8/9/07
to
"Burkhard Schultheis" <burkhard....@web.de> schrieb

>
> Nun bin ich letzte Woche mal mit einem aktuellen 5-er BMW gefahren. Und
> bei dem ist das auch so. Gibt's das inzwischen bei weiteren Marken?
>

BMW hat ja sogar damit angefangen. Am Anfang fand ich das sehr ungewohnt,
aber habe mich inzwischen dran gewöhnt auch, wenn mir der Vorteil noch nicht
klar ist.

Bei anderen Dingen, bei denen es Sinn ergeben würde, gibt es diese
Rückstellung
nicht. z.B. beim Heckwischer. Der rastet ein und beim nächsten Start des
Autos
weiss man nicht, ob er eingeschaltet ist oder nicht, weil der Hebel nur eine
ganz
leichte Neigungsänderung hat. Man muss also raten und schaltet den Wischer
damit dann entweder an oder startet die Sprühfunktion vorne oder hinten.

Gruss
Stefan


Frank Hucklenbroich

unread,
Aug 9, 2007, 4:03:43 AM8/9/07
to
Am Thu, 9 Aug 2007 09:41:22 +0200 schrieb Stefan Müller:

> BMW hat ja sogar damit angefangen. Am Anfang fand ich das sehr ungewohnt,
> aber habe mich inzwischen dran gewöhnt auch, wenn mir der Vorteil noch nicht
> klar ist.

Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.

> Bei anderen Dingen, bei denen es Sinn ergeben würde, gibt es diese
> Rückstellung
> nicht. z.B. beim Heckwischer.

Den Schalter bedient man auch deutlich seltener als den Blinkerhebel.

Grüße,

Frank

Thorsten Ostermann

unread,
Aug 9, 2007, 4:14:44 AM8/9/07
to
Hallo Frank!

> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.

Glaubst du an den Weihnachtsmann? Wie oft hast du schon von
verschlissenen Blinkerhebeln gehört? Und wie oft von defekten Sensoren
und fehlerhaften Steuergeräten? Es kann nur einen Grund geben: Software
ist billiger als Mechanik.

Gruß
Thorsten
--
"Ich vermute in Deutschland hätte Edison für seine Glühbirne erstmal
ein Technologiefolge-Abschätzungsgutachten über verlorene
Arbeitsplätze in der Petroleum-Industrie vorlegen müssen, bevor
ihm die Einführung elektrischer Beleuchtung erlaubt worden wäre."
Rafael Deliano in News:de.sci.electronics zum Thema Innovation in DE

Michael Baeuerle

unread,
Aug 9, 2007, 4:31:00 AM8/9/07
to
Frank Hucklenbroich wrote:

>
> Stefan Müller wrote:
> >
> > BMW hat ja sogar damit angefangen. Am Anfang fand ich das sehr ungewohnt,
> > aber habe mich inzwischen dran gewöhnt auch, wenn mir der Vorteil noch nicht
> > klar ist.
>
> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.

Genau, statt nur einem Wackelkontakt am Schalter faellt der Sensor oder
das zugehoerige Steuergeraet dann komplett aus. Statt ein bisschen am
Hebel zu spielen bis es funktioniert kann man dann gar nichts mehr
machen oder es blinkt die ganze Zeit, ein Riesenfortschritt ... SCNR.


Micha

Radbert Grimmig

unread,
Aug 9, 2007, 6:04:47 AM8/9/07
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

>Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
>ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.

Ich hab schon reichlich alte Grotten gefahren, aber eine ausgeleierte
Blinkerhebelrastung hab ich noch nie erlebt.

Waren allerdings keine alten Opels dabei - da würde es mich irgendwie
nicht wundern =#-)


Mit freundlichem Gruß
Radbert Grimmig

Thomas Haug

unread,
Aug 9, 2007, 6:23:06 AM8/9/07
to

"Radbert Grimmig" schrieb:

> Ich hab schon reichlich alte Grotten gefahren, aber eine
> ausgeleierte Blinkerhebelrastung hab ich noch nie erlebt.

Bei meinem alten Escort ging der Blicker beim Zurückdrehen des Lenkrads
nicht mehr automatisch mit zurück.
War für mich recht schnell eine automatische Bewegung beim Zurückdrehen des
Lenkrads den Blinkerhebel mitzunehmen. Nur andere Leute, die mit meinem Auto
gefahren sind, sind öfters mit Dauerblinken unterwegs gewesen.

viele Grüße
Thomas

Ingo Böttcher

unread,
Aug 9, 2007, 7:00:19 AM8/9/07
to
Am Thu, 09 Aug 2007 10:14:44 +0200 schrieb Thorsten Ostermann:

> Glaubst du an den Weihnachtsmann? Wie oft hast du schon von
> verschlissenen Blinkerhebeln gehört?

Ich hatte schon einen. Blinkte dann spontan von alleine bei Bodenwellen.
War aber gar nicht so verkehrt, so kam damals dann ein Hebel mit
Tempomat-Funktion rein. ;-)

--
Und tschüß | Bitte nach Möglichkeit keine Rückfragen per Mail. Ich lese
Ingo | die Gruppen, in denen ich schreibe.
| Die E-Mail Adresse ist gültig, bitte nicht verstümmeln!

René

unread,
Aug 9, 2007, 7:35:54 AM8/9/07
to
On 2007-08-09 03:14:44 -0500, Thorsten Ostermann <Ne...@Ostermann-net.de> said:

> Hallo Frank!
>
>> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
>> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.
>
> Glaubst du an den Weihnachtsmann? Wie oft hast du schon von
> verschlissenen Blinkerhebeln gehört?

Hier, ich! Hat aber 18 Jahre gedauert und war dann in 10 Minuten gegen
ein Neuteil ausgetauscht.
(Mittelabdeckung des Lenkrades rausgezupft, Mutter gelöst, Lenkrad
abgezogen, alte Schalter rausgezogen, und das ganze zurück. Kostete nen
Fuffi, incl. Versand aus überseeischen Gefilden.)
War aber auch nicht die Blinkerfunktion, sondern die
Fernlicht-Einschalt-Funktion, die da versagte und im selben Hebel sitzt.


--
Boy, sure would be nice if we had some grenades, don't you think?

Stefan Müller

unread,
Aug 9, 2007, 8:35:01 AM8/9/07
to
"Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> schrieb

>
> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.
>
>> Bei anderen Dingen, bei denen es Sinn ergeben würde, gibt es diese
>> Rückstellung
>> nicht. z.B. beim Heckwischer.
>
> Den Schalter bedient man auch deutlich seltener als den Blinkerhebel.
>

Und? Es ist aber bei dem augenblicklichen Wetter bei jedem Start
einer Fahrt auf neue nervig.

Gruss
Stefan


Ralf Koenig

unread,
Aug 9, 2007, 8:44:44 AM8/9/07
to
Thorsten Ostermann wrote:
> Hallo Frank!
>
>> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
>> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.
>
> Glaubst du an den Weihnachtsmann? Wie oft hast du schon von
> verschlissenen Blinkerhebeln gehört? Und wie oft von defekten Sensoren
> und fehlerhaften Steuergeräten? Es kann nur einen Grund geben: Software
> ist billiger als Mechanik.

Bei einem Kollegen ist gerade erst der Blinkschalter (Polo 6N2 von 2002)
getauscht worden. Da hat es vorher aus der Lenkradnabe gequalmt, weil
der Schalter sehr lange auf "an" blieb und sich nicht mehr ausschalten
ließ. Wir haben dann die Sicherung für den Blinker rausgenommen und er
ist so direkt zur Werkstatt gefahren. Kostet ca. 120 EUR, wer's wissen will.

Such mal nach Lenkstockschalter, Blinkerschalter oder Blinkschalter in
den gängigen Foren, da findet man so einige Fälle. Oder nach Lenkrad und
Qualm/Rauch.

Außerdem kann man so evt. leichter Funktionen wie "Komfortblinken" (kurz
antippen -> blinkt 3x) implementieren. In dem Polo von 2007, den ich
neulich gefahren bin, gab es aber sowohl "Komfortblinken", man konnte
den Hebel aber auch einrasten.

Ralf

Frank Hucklenbroich

unread,
Aug 9, 2007, 9:17:10 AM8/9/07
to
Am Thu, 09 Aug 2007 10:14:44 +0200 schrieb Thorsten Ostermann:

> Hallo Frank!
>
>> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
>> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.
>
> Glaubst du an den Weihnachtsmann? Wie oft hast du schon von
> verschlissenen Blinkerhebeln gehört?

Ich hatte mal sowas in einem recht neuen Peugeot 206. Ob das jetzt
Verschleiß war kann ich nicht sagen, jedenfalls mußte der Blinkerschalter
(das Teil in den Hebel) ausgetauscht werden.

Grüße,

Frank

Peter Stotz

unread,
Aug 9, 2007, 1:53:37 PM8/9/07
to
Hi Stefan,

Stefan Müller wrote:

> auch, wenn mir der Vorteil noch nicht klar ist.

der Grund und auch der Vorteil, warum die Blinkerhebel nicht mehr einrasten,
ist das sogenannte Komfortblinken! Man tippt z.b. auf der Autobahn den
Blinkerhebel nur einmal kurz an und der Blinker blinkt selbstständig
dreimal. Das geht aber nur, wenn es die Einrastfunktion nicht gibt, da der
Blinkerhebel dafür nicht einrasten darf!

Bye Peter


Message has been deleted

Jos Bernard

unread,
Aug 9, 2007, 2:30:16 PM8/9/07
to

Also bei den Autos die ich kenne, Ford Mondeo(2006) und VW Polo(9N3),
gibt es ne Komfortblinkfunktion und die Hebel rasten ein wenn man ein
wenig weiter drückt. Sehr schön gelöst wie ich finde, hab mich sehr
schnell dran gewöhnt und vermisse es an meinem Fiesta.

Gruß Jos

Heiko Aßmus

unread,
Aug 9, 2007, 2:39:45 PM8/9/07
to
Peter Stotz wrote:

> der Grund und auch der Vorteil, warum die Blinkerhebel nicht mehr
> einrasten, ist das sogenannte Komfortblinken! Man tippt z.b. auf der
> Autobahn den Blinkerhebel nur einmal kurz an und der Blinker blinkt
> selbstständig dreimal.

Da muß ich widersprechen. VW (u.ä.) verbaut schon seit ein paar Jährchen
einrastende Blinkerhebel /mit/ Komfortblinkfunktion. Letztere nutzt man,
indem man den Hebel nur antippt, nicht einrastet.
Läßt sich auch nachrüsten, man muß nur die Verkabelung ein bißchen
umstricken. Hab ich vor ein paar Wochen gemacht.

Heiko

René

unread,
Aug 9, 2007, 3:13:01 PM8/9/07
to

Albern. Meine Blinker blinken auch auf der Autobahn, solange ich den
Hebel festhalte, auch wenn ich ihn nicht einrasten lasse.


--
Ich werde diesen Faden nicht lesen, er ist zerkratzt!

Heiko Aßmus

unread,
Aug 9, 2007, 3:15:39 PM8/9/07
to
René wrote:

> Albern. Meine Blinker blinken auch auf der Autobahn, solange ich den
> Hebel festhalte, auch wenn ich ihn nicht einrasten lasse.

Das ist wohl bei jedem Auto so. Aber in die Komfortblinkfunktion habe
ich mich sofort verliebt, schon nach der ersten Benutzung (IIRC war das
damals ein Touran). Natürlich ist das reine Spielerei und es
rechtfertigt sicher auch nicht, daß man für eine Nachrüstung das halbe
Armaturenbrett zerpflückt.
Aber mir gefällt's und ich vermisse diese Funktion jetzt bei jedem Auto
ohne. Für einen Spurwechsel einfach eine feine (wenn auch sicher nicht
notwendige) Sache.

Heiko

Ralf Kiefer

unread,
Aug 9, 2007, 3:32:10 PM8/9/07
to
Thomas Haug wrote:

> Bei meinem alten Escort ging der Blicker beim Zurückdrehen des Lenkrads
> nicht mehr automatisch mit zurück.

Das hatte ich auch mal an einem CX Serie 1. Im Gegenzug hat sich das
Lenkrad alleine zurückgedreht.

SCNR, Ralf

Alexander Doetsch

unread,
Aug 9, 2007, 3:35:18 PM8/9/07
to
Frank Hucklenbroich wrote:
> Am Thu, 9 Aug 2007 09:41:22 +0200 schrieb Stefan Müller:
>
>> BMW hat ja sogar damit angefangen. Am Anfang fand ich das sehr ungewohnt,
>> aber habe mich inzwischen dran gewöhnt auch, wenn mir der Vorteil noch nicht
>> klar ist.
>
> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.
>

Ach deswegen blinken viele nicht, bzw unzureichend. Die wollen bloss den
Mechnismus schonen. Mensch, dass ich da noch nicht drauf gekommen bin.

Jetzt mal im Ernst. Vernuenftig konstruierte Blinkerhebel sollten samt
Mechanismus in der Regel ein Autoleben lang halten (1).
Ausserdem, seit wann machen sich Automobilhersteller (vor allem Opel
oder BMW) Gedanken um die Langzeithaltbarkeit ihrer Produkte?

>> Bei anderen Dingen, bei denen es Sinn ergeben würde, gibt es diese
>> Rückstellung
>> nicht. z.B. beim Heckwischer.
>
> Den Schalter bedient man auch deutlich seltener als den Blinkerhebel.
>

Kommt auf den Autofahrer an;-)

Alexander


(1) Ich wollte gerade schreiben, dass ich noch nie von einem versagenden
Blinkerhebel gehört habe, bis mir der 307sw in der Verwandschaft wieder
eingefallen ist. Dessen Mechnismus ist tatsächlich schon bei 130Mm im
Eimer.;-)

Alexander Doetsch

unread,
Aug 9, 2007, 3:51:11 PM8/9/07
to
Ralf Koenig wrote:
> Thorsten Ostermann wrote:
>> Hallo Frank!
>>
>>> Evtl. weniger Verschleiß? Das Teil was einrastet ist irgendwann
>>> ausgeleiert, ein Sensor vielleicht nicht.
>>
>> Glaubst du an den Weihnachtsmann? Wie oft hast du schon von
>> verschlissenen Blinkerhebeln gehört? Und wie oft von defekten Sensoren
>> und fehlerhaften Steuergeräten? Es kann nur einen Grund geben:
>> Software ist billiger als Mechanik.
>
> Bei einem Kollegen ist gerade erst der Blinkschalter (Polo 6N2 von 2002)
> getauscht worden. Da hat es vorher aus der Lenkradnabe gequalmt, weil
> der Schalter sehr lange auf "an" blieb und sich nicht mehr ausschalten
> ließ. Wir haben dann die Sicherung für den Blinker rausgenommen und er
> ist so direkt zur Werkstatt gefahren. Kostet ca. 120 EUR, wer's wissen
> will.
>

Okay, Kontakte zu schwach dimensioniert, das kann in der Tat vorkommen.
Abhilfe würde hier eine simple Relaisunsterstützung, die dann aber über
denselben Hebel bedient werden könnte, bringen.

> Such mal nach Lenkstockschalter, Blinkerschalter oder Blinkschalter in
> den gängigen Foren, da findet man so einige Fälle. Oder nach Lenkrad und
> Qualm/Rauch.
>
> Außerdem kann man so evt. leichter Funktionen wie "Komfortblinken" (kurz
> antippen -> blinkt 3x) implementieren. In dem Polo von 2007, den ich
> neulich gefahren bin, gab es aber sowohl "Komfortblinken", man konnte
> den Hebel aber auch einrasten.
>

Siehste, geht also auch ohne.

Alexander

Alexander Doetsch

unread,
Aug 9, 2007, 3:52:55 PM8/9/07
to

Wo kommt denn diese falsche Weisheit her?

Alexander

Alexander Doetsch

unread,
Aug 9, 2007, 4:20:01 PM8/9/07
to

Ich frage mich, wofür dieses kurze Blinken eigentlich gut sein soll.
Nicht dass ich es auch hin und wieder mache, dann koennte ich es aber
eigentlich auch weglassen, weil es eh keiner sieht.

Wenn ich die Spur wechseln will, kündige ich das vorher an, mit dem
Blinker. Ist dann frei oder ich werde reingelassen wechsele ich. Für
diesen ganzen Vorgang sind drei Blinksignale zu kurz.

Blinke ich dagegen erst einen Sekundenbruchteil bevor ich das Lenkrad
drehe, mag die Dauer des Komfortblinkens reichen, aber dann sieht das
Blinken eh keiner (weil keiner da, siehe oben) oder der Hintermann sieht
nur, dass ich es tatsächlich ernst meine (mit dem Spurwechsel) und nicht
etwa besoffen bin. Kann also auch nicht im Sinne der StVO sein.

Was also soll das Komforblinken?

Alexander

Frank Kemper

unread,
Aug 9, 2007, 4:26:34 PM8/9/07
to
René wrote:

> Albern. Meine Blinker blinken auch auf der Autobahn, solange ich den
> Hebel festhalte, auch wenn ich ihn nicht einrasten lasse.

Nicht alles, von dem man selbst glaubt, dass man es nicht braucht, ist
albern. Man tippt einmal an und das Auto blinkt oft genug, damit es für
einen Spurwechsel reicht. Natürlich kriegen wir alle das auch mit der
Hand hin, keine Frage. Aber das gilt auch für die elektrischen
Fensterheber, dennoch schätze ich an meinem Auto sehr, dass die Scheibe
in einem Zug hoch oder runter fährt, wenn ich den Schalter nur einmal
kurz anfasse. Keine große Sache, aber etwas, was ich besser finde als
blaue Tachobeleuchtung;-)

Frank


--
Auch Menschen mit Sturmgewehren müssen Medienkompetenz lernen

Burkhard Schultheis

unread,
Aug 9, 2007, 4:30:30 PM8/9/07
to
Alexander Doetsch schrieb:

>
> Ich frage mich, wofür dieses kurze Blinken eigentlich gut sein soll.
> Nicht dass ich es auch hin und wieder mache, dann koennte ich es aber
> eigentlich auch weglassen, weil es eh keiner sieht.
>
> Wenn ich die Spur wechseln will, kündige ich das vorher an, mit dem
> Blinker. Ist dann frei oder ich werde reingelassen wechsele ich. Für
> diesen ganzen Vorgang sind drei Blinksignale zu kurz.
>
> Blinke ich dagegen erst einen Sekundenbruchteil bevor ich das Lenkrad
> drehe, mag die Dauer des Komfortblinkens reichen, aber dann sieht das
> Blinken eh keiner (weil keiner da, siehe oben) oder der Hintermann sieht
> nur, dass ich es tatsächlich ernst meine (mit dem Spurwechsel) und nicht
> etwa besoffen bin. Kann also auch nicht im Sinne der StVO sein.
>
> Was also soll das Komforblinken?

Genauso sehe ich das auch!

Grüße,
Burkhard
--
A: Weil es die Lesbarkeit des Textes verschlechtert.
F: Warum ist TOFU so schlimm?
A: TOFU
F: Was ist das größte Ärgernis im Usenet?

Peter Sieker

unread,
Aug 9, 2007, 4:45:27 PM8/9/07
to
Peter Stotz wrote:
>
> der Grund und auch der Vorteil, warum die Blinkerhebel nicht mehr
> einrasten, ist das sogenannte Komfortblinken! Man tippt z.b. auf der
> Autobahn den Blinkerhebel nur einmal kurz an und der Blinker blinkt
> selbstständig dreimal. Das geht aber nur, wenn es die Einrastfunktion
> nicht gibt, da der Blinkerhebel dafür nicht einrasten darf!
>
>

Ich fahre einen Mercedes, bei dem gibt es aber beides.
Wenn man leicht antippt blinkt er dreimal, wenn man fester drückt
rastet er ein.

Für mich ist das im übrigen kein Komfortmerkmal, sondern ich empfinde
das als fürchterlich lästig. Ich schaue und blinke um die Fahrbahn zu wechseln,
plotzlich sehe ich dass von hinten ein sehr viel schnellerer kommt,
der darf dann eine Vollbremsung machen da mein Auto fröhlich noch 3 mal blinkt.

Heiko Aßmus

unread,
Aug 9, 2007, 4:47:09 PM8/9/07
to
Alexander Doetsch wrote:

> Ich frage mich, wofür dieses kurze Blinken eigentlich gut sein soll.
> Nicht dass ich es auch hin und wieder mache, dann koennte ich es aber
> eigentlich auch weglassen, weil es eh keiner sieht.
>
> Wenn ich die Spur wechseln will, kündige ich das vorher an, mit dem
> Blinker. Ist dann frei oder ich werde reingelassen wechsele ich. Für
> diesen ganzen Vorgang sind drei Blinksignale zu kurz.

Wenn die Lücke so groß ist, daß man eh gefahrlos die Spur wechseln kann,
ist das kurze Blinken vollkommen ausreichend. Dann sieht nachfolgender
Verkehr auf die Entfernung den Blinker und gut is'.
Oder anstandshalber Blinken beim Abbiegen auf irgendwelchen
Nebenstraßen, wenn's nicht drauf ankommt, daß ein hinter mir fahrendes
Fahrzeug ewig vorher vor dem "riskanten Manöver" gewarnt werden müßte.
Natürlich taugt der Komfortblinker nicht für jede Situation, aber für
viele. Hätte ich vorher auch nicht gedacht. Und es hindert mich ja
keiner daran, den Blinker "ganz normal" zu nutzen. Diese Funktion ist ja
nach wie vor da.

Heiko

Heiko Aßmus

unread,
Aug 9, 2007, 4:51:08 PM8/9/07
to
Peter Sieker wrote:

> Ich schaue und blinke um die Fahrbahn
> zu wechseln, plotzlich sehe ich dass von hinten ein sehr viel
> schnellerer kommt, der darf dann eine Vollbremsung machen da mein Auto
> fröhlich noch 3
> mal blinkt.

Mir würde es auch besser gefallen, wenn man den Blinker einfach
irgendwie "abwürgen" könnte. Aber man kann halt nicht alles haben.
Das "Dankeschön!"-Blinken (also mal kurz rechts und links blinken) is
damit auch gestorben.

Heiko

René

unread,
Aug 9, 2007, 5:13:15 PM8/9/07
to
On 2007-08-09 15:26:34 -0500, Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> said:

> René wrote:
>
>> Albern. Meine Blinker blinken auch auf der Autobahn, solange ich den
>> Hebel festhalte, auch wenn ich ihn nicht einrasten lasse.
>
> Nicht alles, von dem man selbst glaubt, dass man es nicht braucht, ist albern.

Das habe ich auch nicht gemeint mit "albern", sondern die Behauptung,
daß des Komfortblinkens wegen die Hebel nicht mehr rastern.


--
You cannot view video on a Macintosh.
Linksys Customer Support, 12/17/2006

Ralf Koenig

unread,
Aug 9, 2007, 5:11:03 PM8/9/07
to

Also richtiges Spurwechseln lernt man schon in der Fahrschule:

1) Schauen (auf der Autobahn: über die Innen- und Außenspiegel) und
warten bis *sicher frei* ist.

2) Blinken (jetzt kommt auch kein schneller, du hast ja geschaut)
Dieses Blinken dient als Signal an andere Verkehrsteilnehmer, z.B. an
den, der in der gleichen Spur hinter einem fährt und vielleicht auch
schon überlegt, einen zu überholen. Und auch als Signal an den
Vordermann. Da macht 3x Blinken schon Sinn.

3) Spur wechseln

Die Spur "freiblinken" und dann Spur wechseln ist nicht nett.

1) und 2) kann man höchstens in dichtem (Stadt-)Verkehr mal vertauschen,
wenn man sich an einer Ampel in eine andere Spur einordnen muss und
erreichen möchte, dass ein anderer einen "reinlässt".

Das Problem der stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten verschiedener
Verkehrsteilnehmer auf den Abschnitten deutscher Autobahnen ohne
Tempolimit (z.B. 210 ganz links, 90 ganz rechts) werden wir nur durch
andere Maßnahmen los.

Ralf

Andreas Karrer

unread,
Aug 9, 2007, 5:44:38 PM8/9/07
to
* Ralf Kiefer <R.Kief...@gmx.de>:

Bemerkenswert ist beim CX vor allem auch die Form der
Blinkerbetätigung: ein flacher Wippenschalter. Fällt aber keinem auf,
weil alle auf den Personenwaage-Tacho und -Drehzahlmesser gucken.

Citroën hat bis ca. 1985 keine Blinker mit automatischer Rückstellung
verbaut. Mein SM/DS hatte/hat sowas nicht und ich finde es komplett
unproblematisch, den Blinker von Hand zurückzustellen; mach ich ja beim
Motorrad auch (wobei man schon sagen muss, dass BMW das *viel* besser
als andere Motorradhersteller gelöst hat).

Bei Autos mit automatischer Rückstellung passiert es mir unselten, dass
ich den Hebel zwei- oder dreimal stellen muss, z.B. beim Rausfahren aus
einer Parklücke.

- Andi

Alexander Doetsch

unread,
Aug 9, 2007, 7:00:51 PM8/9/07
to
Heiko Aßmus wrote:
> Alexander Doetsch wrote:
>
>> Ich frage mich, wofür dieses kurze Blinken eigentlich gut sein soll.
>> Nicht dass ich es auch hin und wieder mache, dann koennte ich es aber
>> eigentlich auch weglassen, weil es eh keiner sieht.
>>
>> Wenn ich die Spur wechseln will, kündige ich das vorher an, mit dem
>> Blinker. Ist dann frei oder ich werde reingelassen wechsele ich. Für
>> diesen ganzen Vorgang sind drei Blinksignale zu kurz.
>
> Wenn die Lücke so groß ist, daß man eh gefahrlos die Spur wechseln kann,
> ist das kurze Blinken vollkommen ausreichend. Dann sieht nachfolgender
> Verkehr auf die Entfernung den Blinker und gut is'.

Dann wär's verkehrstechnisch aber auch gut gewesen, wenn gar nicht
geblinkt worden wäre. Daß die Spur gewechselt wurde, merkt man ja
offensichtlich auch ohne Blinker. Dient das kurze Blinken also nur dazu,
den anderen zu zeigen, daß man selbst ganz korrekt fährt? Bitte nicht
falsch verstehen, ich mache das mitunter selbst auch, z.B. beim
Verlassen von idiotischen oder leeren Kreisverkehren oder Spurwechseln
auf mensch^Hautoleeren Strassen. Nur, richtig sinnvoll ist es IMO nicht.

> Oder anstandshalber Blinken beim Abbiegen auf irgendwelchen
> Nebenstraßen, wenn's nicht drauf ankommt, daß ein hinter mir fahrendes
> Fahrzeug ewig vorher vor dem "riskanten Manöver" gewarnt werden müßte.

Und schon wieder. Da würde IMO auch ein einmaliges Aufblitzen genügen
umd den Hilfssherrif im Gebüsch zu besänftigen.

> Natürlich taugt der Komfortblinker nicht für jede Situation, aber für
> viele. Hätte ich vorher auch nicht gedacht. Und es hindert mich ja
> keiner daran, den Blinker "ganz normal" zu nutzen. Diese Funktion ist ja
> nach wie vor da.
>

Sicher, aber sie kostet Geld und, schlimmer, sie könnte (1) viele zu
falschem Verhalten animieren.

Alexander

(1) ich fürchte gar, daß es real passiert

Alexander Doetsch

unread,
Aug 9, 2007, 7:04:05 PM8/9/07
to

Das ist ein trauriger Effekt der häufig verbreiteten Unsitte, sich
mittels Blinken einen Persilschein zum merkbefreiten Spurwechsel
auszustellen. Ich blinke meist auch wenn Schnellere auf der linken Spur
nahen links, versuche aber durch eindeutiges Verhalten klarzumachen,
dass ich nicht planlos rüberziehen werde. Da klappt sogar recht gut.

Alexander

Alexander Doetsch

unread,
Aug 9, 2007, 7:05:55 PM8/9/07
to

ACK

> 1) und 2) kann man höchstens in dichtem (Stadt-)Verkehr mal vertauschen,
> wenn man sich an einer Ampel in eine andere Spur einordnen muss und
> erreichen möchte, dass ein anderer einen "reinlässt".
>

Verstehe ich nicht. Warum muß man hierfür vorher uninformiert über den
Zustand auf der gewünschten Spur sein?

> Das Problem der stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten verschiedener
> Verkehrsteilnehmer auf den Abschnitten deutscher Autobahnen ohne
> Tempolimit (z.B. 210 ganz links, 90 ganz rechts) werden wir nur durch
> andere Maßnahmen los.
>

In der Tat.

Alexander

Ingo Böttcher

unread,
Aug 9, 2007, 7:29:21 PM8/9/07
to
Am Fri, 10 Aug 2007 01:00:51 +0200 schrieb Alexander Doetsch:

>> Wenn die Lücke so groß ist, daß man eh gefahrlos die Spur wechseln kann,
>> ist das kurze Blinken vollkommen ausreichend. Dann sieht nachfolgender
>> Verkehr auf die Entfernung den Blinker und gut is'.
>
> Dann wär's verkehrstechnisch aber auch gut gewesen, wenn gar nicht
> geblinkt worden wäre. Daß die Spur gewechselt wurde, merkt man ja
> offensichtlich auch ohne Blinker.

So?
Also ich finde es nachts schon sehr sinnvoll, wenn weit vor mir Fahrzeuge
durch ihre Lichter zu erkennen sind, aber man noch nicht feststellen kann,
auf welcher Spur sie sind und dort dann trotzdem zum Spurwechsel geblinkt
wird.

> falsch verstehen, ich mache das mitunter selbst auch, z.B. beim
> Verlassen von idiotischen oder leeren Kreisverkehren oder Spurwechseln
> auf mensch^Hautoleeren Strassen. Nur, richtig sinnvoll ist es IMO nicht.

Nur weil du niemanden siehst, muss das nicht heißen, dass nicht doch jemand
da ist, der möglicherweise dein Blinksignal sieht und hilfreich findet.

Ich hab es mir einfach angewöhnt, immer dann zu blinken, wann man blinken
sollte und damit ist das eh einmal drin.

--
Und tschüß | Bitte nach Möglichkeit keine Rückfragen per Mail. Ich lese
Ingo | die Gruppen, in denen ich schreibe.
| Die E-Mail Adresse ist gültig, bitte nicht verstümmeln!

Ingo Böttcher

unread,
Aug 9, 2007, 7:34:49 PM8/9/07
to
Am Fri, 10 Aug 2007 01:04:05 +0200 schrieb Alexander Doetsch:

> auszustellen. Ich blinke meist auch wenn Schnellere auf der linken Spur
> nahen links, versuche aber durch eindeutiges Verhalten klarzumachen,
> dass ich nicht planlos rüberziehen werde. Da klappt sogar recht gut.

Woher weißt du das?

Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt. Also muss man
eigentlich immer damit rechnen, dass jemand, der auf der rechten Spur links
blinkt, auch sofort und eben ohne Rücksicht auf Verluste rauszieht.

Die zweite Möglichkeit ist, dass irgendwelche ganz netten Zeitgenossen
deinen Blinker als Signal sehen, noch schnell die Lücke zuzumachen.

Sinnvoll ist dein "ich möchte gern raus, kann aber grad noch nicht so
richtig" Blinken also m.E. nicht ganz.

Matthias Wiehl

unread,
Aug 9, 2007, 7:44:47 PM8/9/07
to
Burkhard Schultheis <burkhard....@web.de> schreibt:
> Nun bin ich letzte Woche mal mit einem aktuellen 5-er BMW gefahren.

Wie sieht's mit einem Erfahrungsbericht aus (besonders falls es sich
um das Facelift handelte)?

Radbert Grimmig

unread,
Aug 9, 2007, 8:09:51 PM8/9/07
to
Andreas Karrer schrieb:

>Motorrad auch (wobei man schon sagen muss, dass BMW das *viel* besser
>als andere Motorradhersteller gelöst hat).

Total krank. Drei Schalter an zwei verschiedenen Stellen für EINE
Funktion. Ergonomisch sinnloser gehts echt nicht.


Mit freundlichem Gruß
Radbert Grimmig

Siegfrid Breuer

unread,
Aug 9, 2007, 8:29:00 PM8/9/07
to
Tach Frank!

sampl...@googlemail.com (Frank Kemper) schrieb:

> Nicht alles, von dem man selbst glaubt, dass man es nicht braucht,
> ist albern. Man tippt einmal an und das Auto blinkt oft genug, damit
> es für einen Spurwechsel reicht.

Und wenn ich nur einmal blinken will? - Einer der Gründe, warum ich
das sogenannte 'Komfort'-Blinken SOFORT deaktiviert habe.
Warum man _einmal_ blinken wollen sollte? - Hat was mit dem Erhalten
eines zügigen Verkehrsflusses zu tun:
Wenn ich mich im Überholvorgang befinde, schaue ich - wie meist -
in kurzen Abständen in den Rückspiegel. Sehe ich dort ein deutlich
schnelleres Fahrzeug sich nähern, blinke ich genau einmal, wenn ich
mich neben dem Fahrzeug befinde, vor dem ich einzuscheren gedenke. Das
bringt den neben mir befindlichen Verkehrsteilnehmer nicht aus der
Fasson, meist merkt er es garnicht, wird aber von so gut wie allen
Schnelleren richtig interpretiert. Die können dann, wenn überhaupt
nötig, so dosiert vom Gas gehen, daß sie mich zügig überholen können,
was mir wiederum hilft, ohne groß vom Gas zu gehen, wieder
auszuscheren, um weiter zu überholen.
Mir ist klar, daß sowohl das in-den-Rückspiegel-Schauen, wie auch
das Unterbrechen eines Überholvorgangs heutzutage völlig unübliche
Verhaltensweisen sind, aber ich bin nach wie vor der Überzeugung, daß,
wenn jeder den anderen so wenig wie möglich behindert, dies dem
Verkehrsfluß insgesamt - also auch mir - zugute kommt.

Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelmäßig gelesen <--

Burkhard Schultheis

unread,
Aug 10, 2007, 1:40:27 AM8/10/07
to
Matthias Wiehl schrieb:

Dafür war die Fahrt etwas kurz (nur 20 km, Landstraße und Stadt).

Message has been deleted

Frank Kemper

unread,
Aug 10, 2007, 2:25:35 AM8/10/07
to
Ingo Böttcher wrote:

> Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
> der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
> bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt.

Exakt da kommen wir aber zu dem Punkt, der in dieser NG unüberbrückbare
Widersprüche auslöst: Wie hoch ist das Recht eines langsamer Fahrenden
auf einen ungestörten Spurwechsel zu werten gegenüber dem Recht eines
deutlich schneller Fahrenden auf ungestörte Fortsetzung seiner schnellen
Fahrt?

Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass ein Autofahrer, der ca. 130
auf der AB fährt, einen höheren Anspruch darauf besitzt, seine
Geschwindigkeit halten zu können, als einer, der z.B. 200 fährt. Der
muss dann eben bremsen, ausweichen oder sich in Luft auflösen - wobei
sich in der Praxis Bremsen als das Mittel der Wahl herausgestellt hat.
Lichthupen hilft jedoch in den allermeisten Fällen nichts.

Laurent Wirmer

unread,
Aug 10, 2007, 2:28:40 AM8/10/07
to
Am Fri, 10 Aug 2007 02:09:51 +0200 schrieb Radbert Grimmig:
>
> Total krank. Drei Schalter an zwei verschiedenen Stellen für EINE
> Funktion. Ergonomisch sinnloser gehts echt nicht.

Reine Gewohnheitsfrage. Ich kam damir bisher immer gut klar.

--
Grüße Laurent Wirmer

This posting is a natural product. The slight variations in
spelling and grammar enhance its individual character and
beauty and in no way are to be considered flaws or defects.

Laurent Wirmer

unread,
Aug 10, 2007, 2:33:08 AM8/10/07
to
Am Thu, 09 Aug 2007 23:11:03 +0200 schrieb Ralf Koenig:
>
> Die Spur "freiblinken" und dann Spur wechseln ist nicht nett.

In manchen Situationen ist es aber gar nicht anders möglich zu wechseln.
Außerdem ist der Blinker nur ein Zeichen um meinen Wunsch zu kommunizieren
- keiner muss deswegen eine Vollbremsung einleiten.

Laurent Wirmer

unread,
Aug 10, 2007, 2:34:54 AM8/10/07
to
Am Fri, 10 Aug 2007 01:34:49 +0200 schrieb Ingo Böttcher:
>
> Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
> der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
> bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt. Also muss man
> eigentlich immer damit rechnen, dass jemand, der auf der rechten Spur links
> blinkt, auch sofort und eben ohne Rücksicht auf Verluste rauszieht.

Kommt vor, aber ist längst nicht immer so.

> Die zweite Möglichkeit ist, dass irgendwelche ganz netten Zeitgenossen
> deinen Blinker als Signal sehen, noch schnell die Lücke zuzumachen.

Auch das kann passieren, ist aber nicht die Regel.

> Sinnvoll ist dein "ich möchte gern raus, kann aber grad noch nicht so
> richtig" Blinken also m.E. nicht ganz.

Ich nutze es meist so und es funktioniert prächtig.

Message has been deleted
Message has been deleted

Marc Gerges

unread,
Aug 10, 2007, 2:40:36 AM8/10/07
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>>
>> Das hatte ich auch mal an einem CX Serie 1. Im Gegenzug hat sich das
>> Lenkrad alleine zurückgedreht.
>
> Bemerkenswert ist beim CX vor allem auch die Form der
> Blinkerbetätigung: ein flacher Wippenschalter. Fällt aber keinem auf,
> weil alle auf den Personenwaage-Tacho und -Drehzahlmesser gucken.

Das Bedienkonzept mit den Satelliten war beim CX (und den anderen damit
ausgestatteten Citroën) eigentlich recht praktisch und angenehm. Wenn
man die Badezimmerwaagen durch digitale Anzeigen ersetzt, würde mich
sowas im C4 zum Beispiel nicht vom Kauf abhalten.

> Citroën hat bis ca. 1985 keine Blinker mit automatischer Rückstellung
> verbaut. Mein SM/DS hatte/hat sowas nicht und ich finde es komplett
> unproblematisch, den Blinker von Hand zurückzustellen; mach ich ja beim
> Motorrad auch (wobei man schon sagen muss, dass BMW das *viel* besser
> als andere Motorradhersteller gelöst hat).

Das einzige (Fahrschul)-Motorrad, das mir bis jetzt unterkam, ist eine
BMW. Links blinken, rechts blinken, draufhauen für Ruhe. Wie machen
andere das denn?

cu
.\\arc

Stefan Müller

unread,
Aug 10, 2007, 3:40:01 AM8/10/07
to

"Peter Stotz" <Peter...@T-Online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f9flce$e97$03$1...@news.t-online.com...
> Hi Stefan,
>
> Stefan Müller wrote:
>
>> auch, wenn mir der Vorteil noch nicht klar ist.

>
> der Grund und auch der Vorteil, warum die Blinkerhebel nicht mehr
> einrasten, ist das sogenannte Komfortblinken! Man tippt z.b. auf der
> Autobahn den Blinkerhebel nur einmal kurz an und der Blinker blinkt
> selbstständig dreimal. Das geht aber nur, wenn es die Einrastfunktion
> nicht gibt, da der Blinkerhebel dafür nicht einrasten darf!

Der Hebel hat trotzdem zwei Stufen. Komfortblinken nur, wenn man
ihn berührt, aber wenn man ihn mehr bewegt (über eine Raste hinweg),
dann ist der Blinker richtig angeschaltet. Der Hebel springt nur wieder
in die Mittelstellung zurück.

Das ist also kein Argument. ;)

Gruss
Stefan


Hans Friedlaender

unread,
Aug 10, 2007, 3:43:32 AM8/10/07
to
Am Fri, 10 Aug 2007 08:40:36 +0200 schrieb Marc Gerges:

> Das einzige (Fahrschul)-Motorrad, das mir bis jetzt unterkam, ist eine
> BMW. Links blinken, rechts blinken, draufhauen für Ruhe. Wie machen
> andere das denn?

Ein Hebel links. Nach links schieben - blinken links. Nach rechts schieben
- blinken rechts. Draufdrücken - aus.

Hans
--

%file:D:\programme\randtag\sign.txt%

Lars Krieger

unread,
Aug 10, 2007, 5:34:11 AM8/10/07
to
Siegfrid Breuer schrieb:

> Das
> bringt den neben mir befindlichen Verkehrsteilnehmer nicht aus der
> Fasson, meist merkt er es garnicht, wird aber von so gut wie allen
> Schnelleren richtig interpretiert.

Und wo ist da jetzt der Unterschied ob Du dreimal oder einmal blinkst?
Besonders wo die Handbewegung gie gleiche ist. Einmal blinken kann auch
leicht als "ich fahre jetzt rechts rüber, hupps, ach nee doch nicht, ich
bleib mal links und überhole weiter" gedeutet werden.

-lk-

Lars Krieger

unread,
Aug 10, 2007, 5:38:50 AM8/10/07
to
Frank Kemper schrieb:

> Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass ein Autofahrer, der ca. 130
> auf der AB fährt, einen höheren Anspruch darauf besitzt, seine
> Geschwindigkeit halten zu können, als einer, der z.B. 200 fährt. Der
> muss dann eben bremsen, ausweichen oder sich in Luft auflösen - wobei
> sich in der Praxis Bremsen als das Mittel der Wahl herausgestellt hat.

Seh ich anders. Es wesentlich sinnvoller wenn der mit 130 seine
Geschwindigkeit auf 110 reduziert um nach dem Passieren des Schnelleren
wieder 20 km/h zu beschleunigen als denn mit 200 auf 130 runterzubremsen
der dann nachher wieder 70 km/h beschleunigen muß.

-lk-

Marc Gerges

unread,
Aug 10, 2007, 5:41:18 AM8/10/07
to
Hans Friedlaender <use...@hans.friedlaender.org> wrote:
>
>> Das einzige (Fahrschul)-Motorrad, das mir bis jetzt unterkam, ist eine
>> BMW. Links blinken, rechts blinken, draufhauen für Ruhe. Wie machen
>> andere das denn?
>
> Ein Hebel links. Nach links schieben - blinken links. Nach rechts schieben
> - blinken rechts. Draufdrücken - aus.

Ja, genau so ist das bei der BMW.

cu
.\\arc

Michael Baeuerle

unread,
Aug 10, 2007, 4:38:27 AM8/10/07
to
Siegfrid Breuer wrote:
>
> [...]

> Warum man _einmal_ blinken wollen sollte? - Hat was mit dem Erhalten
> eines zügigen Verkehrsflusses zu tun:
> Wenn ich mich im Überholvorgang befinde, schaue ich - wie meist -
> in kurzen Abständen in den Rückspiegel. Sehe ich dort ein deutlich
> schnelleres Fahrzeug sich nähern, blinke ich genau einmal, wenn ich
> mich neben dem Fahrzeug befinde, vor dem ich einzuscheren gedenke. Das
> bringt den neben mir befindlichen Verkehrsteilnehmer nicht aus der
> Fasson, meist merkt er es garnicht, wird aber von so gut wie allen
> Schnelleren richtig interpretiert. Die können dann, wenn überhaupt
> nötig, so dosiert vom Gas gehen, daß sie mich zügig überholen können,
> was mir wiederum hilft, ohne groß vom Gas zu gehen, wieder
> auszuscheren, um weiter zu überholen.

So mache ich das prinzipiell auch oefters (Speziell bei einzelnen
Fahrzeugen wo einem nachher niemand die Tuer zumacht). Ich verstehe
allerdings nicht, warum es dabei essentiell sein soll nur _einmal_ zu
blinken. Derjenige vor dem ich einschere hat IMHO auch bei mehrmaligem
blinken kein Problem, ich war/bin ja schneller als er, d.h. er kommt
nicht in Bedraengnis weil ihm der Platz ausgeht. Und der schnellere
sieht in jedem Fall, dass er vorbeilgelassen werden soll.

> Mir ist klar, daß sowohl das in-den-Rückspiegel-Schauen, wie auch
> das Unterbrechen eines Überholvorgangs

Und der Ueberholvorgang mancher Leute endet leider erst dann, wenn bis
zum Horizont kein anderes Fahrzeug mehr zu sehen ist.

> heutzutage völlig unübliche
> Verhaltensweisen sind, aber ich bin nach wie vor der Überzeugung, daß,
> wenn jeder den anderen so wenig wie möglich behindert, dies dem
> Verkehrsfluß insgesamt - also auch mir - zugute kommt.

Full ACK.


Micha
--
http:/micha.freeshell.org

Michael Baeuerle

unread,
Aug 10, 2007, 5:19:05 AM8/10/07
to
Frank Kemper wrote:
>
> Ingo Böttcher wrote:
> >
> > Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
> > der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
> > bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt.
>
> Exakt da kommen wir aber zu dem Punkt, der in dieser NG unüberbrückbare
> Widersprüche auslöst: Wie hoch ist das Recht eines langsamer Fahrenden
> auf einen ungestörten Spurwechsel zu werten gegenüber dem Recht eines
> deutlich schneller Fahrenden auf ungestörte Fortsetzung seiner schnellen
> Fahrt?
>
> Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass ein Autofahrer, der ca. 130
> auf der AB fährt, einen höheren Anspruch darauf besitzt, seine
> Geschwindigkeit halten zu können, als einer, der z.B. 200 fährt.

130 ist Richtgeschwindigkeit, sogesehen stimme ich dir zu. Ich wuerde
allerdings bei 130 nicht auf diesem Recht bestehen wenn es jemand anders
noch vorbeireicht wenn ich nur kurz vom Gas gehe. Genauso aergert es
mich, wenn jemand viel frueher rauszieht als noetig und es mir genau
deswegen nicht mehr vorbeireicht.

Der schnellere hat den besseren Ueberblick (nach vorne statt nach
hinten) und wird die Situation eher richtig einschaetzen. Im Spiegel die
Geschwindigkeit anderer Leute einzuschaetzen ist viel schwieriger. Der
schnelle hat es also in der Hand die Sache so einzurichten, dass niemand
in Bedraengnis kommt und bremsen muss. Wenn der langsame dann mittels
Blinker noch zeigt was er vorhat - und zwar rechtzeitig - ist das
meistens auch gar kein Problem _wenn_beide_es_wollen_.


Micha
--
http:/micha.freeshell.org

Marc Gerges

unread,
Aug 10, 2007, 6:15:45 AM8/10/07
to

Das hängt ja wohl von den jeweiligen Autos ab :)

Wobei ich die Richtgeschwindigkeit auch in der Art und Weise
interpretierte, dass man, umso mehr man sich davon entfernt, desto
kompromissbereiter sein muss.

Ich würde zwar auch immer danach trachten, Platz für jeden zu schaffen
und einem schnellen nicht unnötig vors Auto fahren (einfach schon wegen
der Gefahr), aber wenn ich mit 130 eine Schlange Laster überhole, dann
muss der Hintermann, der mit 200 aufläuft halt bremsen. Ob der
bremsunterstützend die Photonenbremse mit dazu nimmt, ist mir dann recht
egal.

Wenn ich natürlich ohne nennenswerte Geschwindigkeitsreduktion durch
einen Schlenker nach rechts Platz machen kann, dann lass ich ihn
vorbei. Dann soll er aber auch hinmachen - wer's dann mit den Gängen
nicht gebacken kriegt, bleibt noch ne Runde hinten dran ;-)

cu
.\\arc

Jan van Beers

unread,
Aug 10, 2007, 8:52:25 AM8/10/07
to
marc....@gmail.com (Marc Gerges) wrote:

Aber nur bei F650.
Die eigentlich gemeinten BMW haben einen grossen Taster rechts, einen
grossen Taster links und noch nen Rueckstelltaster, aber bei dem frag
mich bitte nicht wo der ist.

>cu
> .\\arc
Cu
Jan
--
wings and claws

Heiko Aßmus

unread,
Aug 10, 2007, 8:52:25 AM8/10/07
to
Jan van Beers wrote:

> Die eigentlich gemeinten BMW haben einen grossen Taster rechts, einen
> grossen Taster links und noch nen Rueckstelltaster, aber bei dem frag
> mich bitte nicht wo der ist.

Der ist an der rechten Armatur und läßt sich schwachsinnigerweise nur
durch Druck von unten betätigen. Wer sich das ausgedacht hat, muß ein
richtig fieser Witzbold sein.

Heiko

Alexander Doetsch

unread,
Aug 10, 2007, 9:01:04 AM8/10/07
to
Ingo Böttcher wrote:
> Am Fri, 10 Aug 2007 01:00:51 +0200 schrieb Alexander Doetsch:
>
>>> Wenn die Lücke so groß ist, daß man eh gefahrlos die Spur wechseln kann,
>>> ist das kurze Blinken vollkommen ausreichend. Dann sieht nachfolgender
>>> Verkehr auf die Entfernung den Blinker und gut is'.
>> Dann wär's verkehrstechnisch aber auch gut gewesen, wenn gar nicht
>> geblinkt worden wäre. Daß die Spur gewechselt wurde, merkt man ja
>> offensichtlich auch ohne Blinker.
>
> So?
> Also ich finde es nachts schon sehr sinnvoll, wenn weit vor mir Fahrzeuge
> durch ihre Lichter zu erkennen sind, aber man noch nicht feststellen kann,
> auf welcher Spur sie sind und dort dann trotzdem zum Spurwechsel geblinkt
> wird.
>

Mag sein. Im Endeffekt zählt aber wo sich das Auto befindet und das
siehst du eh erst, wenn du näher dran bist. Das Dumme ist ja, dass du
dich nicht darauf verlassen kannst, dass sich alle so verhalte, wie du
es erwartest.

>> falsch verstehen, ich mache das mitunter selbst auch, z.B. beim
>> Verlassen von idiotischen oder leeren Kreisverkehren oder Spurwechseln
>> auf mensch^Hautoleeren Strassen. Nur, richtig sinnvoll ist es IMO nicht.
>
> Nur weil du niemanden siehst, muss das nicht heißen, dass nicht doch jemand
> da ist, der möglicherweise dein Blinksignal sieht und hilfreich findet.
>

Habe ich nicht bestritten.

> Ich hab es mir einfach angewöhnt, immer dann zu blinken, wann man blinken
> sollte und damit ist das eh einmal drin.
>

Mache ich auch, und zwar so wie oben beschrieben.


Alexander

Siegfrid Breuer

unread,
Aug 10, 2007, 8:49:00 AM8/10/07
to
Tach Lars!

lkr...@arcor.de (Lars Krieger) schrieb:

> Und wo ist da jetzt der Unterschied ob Du dreimal oder einmal
> blinkst? Besonders wo die Handbewegung gie gleiche ist.

Für mich macht das keinen Unterschied. Da ich aber meist schon blinke,
wenn ich im toten Winkel oder neben dem zu Überholenden bin, denkt der

> "ich fahre jetzt rechts rüber, hupps, ach nee doch nicht, ich bleib mal

> links und überhole weiter",

während er vieleicht den Herzkasper kriegt, wenn ich länger blinke,
und in die Böschung fährt, um mir Platz zu machen ;)

Nach meinem Dafürhalten interpretieren die meisten Schnelleren hinter
mir das einmalige Blinken durchaus, als 'hab Dich gesehen, mache
gleich Platz', und wenn nicht, ist das das kleinere Übel ggü. einem
neben mir fahrenden, der vieleicht meint, ich würde jetzt
rücksichtslos reinziehen wollen.

Alexander Doetsch

unread,
Aug 10, 2007, 9:17:00 AM8/10/07
to
Ingo Böttcher wrote:
> Am Fri, 10 Aug 2007 01:04:05 +0200 schrieb Alexander Doetsch:
>
>> auszustellen. Ich blinke meist auch wenn Schnellere auf der linken Spur
>> nahen links, versuche aber durch eindeutiges Verhalten klarzumachen,
>> dass ich nicht planlos rüberziehen werde. Da klappt sogar recht gut.
>
> Woher weißt du das?
>

Keine Unfälle, keine merklichen hektischen Reaktionen, keine Anzeigen.

> Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
> der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
> bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt. Also muss man
> eigentlich immer damit rechnen, dass jemand, der auf der rechten Spur links
> blinkt, auch sofort und eben ohne Rücksicht auf Verluste rauszieht.
>

Du meinst, weil viele Idioten ihre Blinker nicht korrekt einsetzen,
sollte ich das auch nicht (mehr) tun?


> Die zweite Möglichkeit ist, dass irgendwelche ganz netten Zeitgenossen
> deinen Blinker als Signal sehen, noch schnell die Lücke zuzumachen.
>

Wenn die Lücke so klein ist, dass noch schnell zugemacht werden kann,
dann ist die eigentlich für einen ordnungsgemässen Spurwechsel eh zu klein.
Sollte ich aber tatsächlich darauf aus sein, in eine solche Lücke
hineinzuwollen und bestünde Verdacht auf Anwesenheit "netter"
Zeitgenossen, wäre langes Anzeigen von Spurwechselvorgängen in der Tat
kontraproduktiv.


> Sinnvoll ist dein "ich möchte gern raus, kann aber grad noch nicht so
> richtig" Blinken also m.E. nicht ganz.
>

Das steht dir frei.

Alexander

Robert Latest

unread,
Aug 10, 2007, 9:40:53 AM8/10/07
to
Alexander Doetsch wrote:

>> Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
>> der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
>> bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt. Also muss man
>> eigentlich immer damit rechnen, dass jemand, der auf der rechten Spur links
>> blinkt, auch sofort und eben ohne Rücksicht auf Verluste rauszieht.
>>
>
> Du meinst, weil viele Idioten ihre Blinker nicht korrekt einsetzen,
> sollte ich das auch nicht (mehr) tun?

Nun kann es ja sein, dass man mir in der Fahrschule was Falsches beigebracht
hat, aber da hieß es, man dürfe erst dann blinken, wenn man auch wirklich
die Spur wechseln *kann*. Die StVO sieht das ähnlich:

§5 StVO (4a): "Das Ausscheren zum Überholen und das Wiedereinordnen sind
rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger
zu benutzen."

Der Blinker ist also als Ankündigung eines tatsächlich bevorstehenden
Spurwechels zu interpretieren und nicht nur als Absichtserklärung. Macht
auch mehr Sinn so.

robert

Andreas Karrer

unread,
Aug 10, 2007, 10:20:19 AM8/10/07
to
* Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de>:

> Andreas Karrer schrieb:
>
>>Motorrad auch (wobei man schon sagen muss, dass BMW das *viel* besser
>>als andere Motorradhersteller gelöst hat).
>
> Total krank. Drei Schalter an zwei verschiedenen Stellen für EINE
> Funktion. Ergonomisch sinnloser gehts echt nicht.

Also *ich* find das schon recht ergonomisch, wenn die mit Abstand am
häufigsten genutzten Schalter in unmittelbarer Nähe der Daumen-Ruhelage
angeordnet sind. Aus diesem Grund haben ja die F1-Fahrer die Schaltung
als Tasten aufm Steuerrad.

Bei der Honda und der Vespa, die ich vorher hatte, musste man die
Kupplungshand etwas vom Griff lösen, damit man mit dem Daumen an den
klitzekleinen Schalter rankam; das kanns ja nicht sein. Mit dicken
Handschuhen war die Bedienung nahezu unmöglich. Vielleicht haben die in
der Zwischenzeit dazugelernt, ist schon ein paar Jährchen her.

- Andi

Andreas Karrer

unread,
Aug 10, 2007, 10:27:41 AM8/10/07
to
* Jan van Beers <t...@gmx.ch>:

> Aber nur bei F650.
> Die eigentlich gemeinten BMW haben einen grossen Taster rechts, einen
> grossen Taster links und noch nen Rueckstelltaster, aber bei dem frag
> mich bitte nicht wo der ist.

Rechts, den muss man zum Rückstellen mit dem Daumennagel nach hinten
drücken.

Die entsprechende Taste links ist die Hupe, *das* ist krank. Für mich
spielt das insofern keine Rolle, als ich die Hupe ohnehin für das
entbehrlichste Teil an Kraftfahrzeugen halte. Wenn man noch hupen kann,
war's nicht wirklich gefährlich.

- Andi

Alexander Doetsch

unread,
Aug 10, 2007, 10:31:34 AM8/10/07
to
Robert Latest wrote:
> Alexander Doetsch wrote:
>
>>> Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
>>> der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
>>> bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt. Also muss man
>>> eigentlich immer damit rechnen, dass jemand, der auf der rechten Spur links
>>> blinkt, auch sofort und eben ohne Rücksicht auf Verluste rauszieht.
>>>
>> Du meinst, weil viele Idioten ihre Blinker nicht korrekt einsetzen,
>> sollte ich das auch nicht (mehr) tun?
>
> Nun kann es ja sein, dass man mir in der Fahrschule was Falsches beigebracht
> hat, aber da hieß es, man dürfe erst dann blinken, wenn man auch wirklich
> die Spur wechseln *kann*. Die StVO sieht das ähnlich:
>
> §5 StVO (4a): "Das Ausscheren zum Überholen und das Wiedereinordnen sind
> rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger
> zu benutzen."
>

Ich erkenne keinen Widerspruch.

> Der Blinker ist also als Ankündigung eines tatsächlich bevorstehenden
> Spurwechels zu interpretieren und nicht nur als Absichtserklärung. Macht
> auch mehr Sinn so.
>

Wenn die Absicht besteht, steht der Wechsel doch bevor.


Alexander

Marc Gerges

unread,
Aug 10, 2007, 11:32:54 AM8/10/07
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>
> Für mich spielt das insofern keine Rolle, als ich die Hupe ohnehin für
> das entbehrlichste Teil an Kraftfahrzeugen halte. Wenn man noch hupen
> kann, war's nicht wirklich gefährlich.

:-)

Otto Adam

unread,
Aug 10, 2007, 11:58:58 AM8/10/07
to
Frank Kemper schrieb:

> Exakt da kommen wir aber zu dem Punkt, der in dieser NG unüberbrückbare
> Widersprüche auslöst: Wie hoch ist das Recht eines langsamer Fahrenden
> auf einen ungestörten Spurwechsel zu werten gegenüber dem Recht eines
> deutlich schneller Fahrenden auf ungestörte Fortsetzung seiner schnellen
> Fahrt?

IMO gleich Null. Wer die Spur wechseln will, hat zu warten, bis frei
ist, oder ihn jemand laesst.

Jemand anderen seine Gewschwindigkeit aufzwingen zu wollen ist doch
Noetigung, oder?

mfg
otto

Jens Arne Maennig

unread,
Aug 10, 2007, 12:06:32 PM8/10/07
to
Thorsten Ostermann schrieb:
> Glaubst du an den Weihnachtsmann? Wie oft hast du schon von
> verschlissenen Blinkerhebeln gehört?

Hier auch. Mercedes 207, damals ca. sechs Jahre alt.

Jens


Radbert Grimmig

unread,
Aug 10, 2007, 12:30:08 PM8/10/07
to
Andreas Karrer schrieb:

>> Total krank. Drei Schalter an zwei verschiedenen Stellen für EINE
>> Funktion. Ergonomisch sinnloser gehts echt nicht.
>
>Also *ich* find das schon recht ergonomisch, wenn die mit Abstand am
>häufigsten genutzten Schalter in unmittelbarer Nähe der Daumen-Ruhelage
>angeordnet sind.

Genau das trifft auf den ganz normalen "japanische" Schalter zu.

Die BMW-Krankheit hingegen ist an DREI Orten in der Nähe von ZWEI
Daumen angebracht.

Von meinem Ski-Daumen, der auf so nem Hobel nach zehn Minuten in der
Stadt zu schmerzen anfängt, will ich gar nicht erst anfangen, das ist
vielleicht mein persönliches Pech (der normale BMW-Fahrer wär bei
diesem Abflug sicher nicht so lange am Gas geblieben wie ich und hätte
diese Verletzung dadurch wohl von vornherein vermieden =8-)))

--

Gruß
Radbert

Peter Sieker

unread,
Aug 10, 2007, 1:27:28 PM8/10/07
to
Hauke Hagenhoff wrote:
>
> Bei BMW wohl nicht selten.
> Meine Mutter hat die früher reihenweise gekillt... Lag aber an der
> Dauerlichthupe und Freiräum-Blinker-links-Fahrerei....

Du solltest das Verhalten Deiner Mutter nicht als symptomatisch
für einen normalen BMW Fahrer betrachten.

Peter Sieker

unread,
Aug 10, 2007, 1:38:19 PM8/10/07
to
Ralf Koenig wrote:

>> plotzlich sehe ich dass von hinten ein sehr viel schnellerer kommt,
>> der darf dann eine Vollbremsung machen da mein Auto fröhlich noch 3
>> mal blinkt.
>
> Also richtiges Spurwechseln lernt man schon in der Fahrschule:

* Viel BlaBla über Spurwechseln gelöscht *

Ich weiss wie man eine Fahrspur wechselt, was aber nichts daran ändert
dass ich vielleicht mal einen Fehler mache, oder ich plötzlich feststelle
dass während ich von rechts zur Mitte auch einer von links zur Mitte
zieht.

Wie dem auch sei, es ging mir lediglich darum zu erwähnen dass *ich*
diesen Komfortblinker für gefährlich und nicht für wirklich nutzvoll halte.

Peter Sieker

unread,
Aug 10, 2007, 1:41:55 PM8/10/07
to
Alexander Doetsch wrote:
>>
>> Für mich ist das im übrigen kein Komfortmerkmal, sondern ich empfinde
>> das als fürchterlich lästig. Ich schaue und blinke um die Fahrbahn zu
>> wechseln,

>> plotzlich sehe ich dass von hinten ein sehr viel schnellerer kommt,
>> der darf dann eine Vollbremsung machen da mein Auto fröhlich noch 3
>> mal blinkt.
>
> Das ist ein trauriger Effekt der häufig verbreiteten Unsitte, sich
> mittels Blinken einen Persilschein zum merkbefreiten Spurwechsel

> auszustellen. Ich blinke meist auch wenn Schnellere auf der linken
> Spur nahen links, versuche aber durch eindeutiges Verhalten
> klarzumachen, dass ich nicht planlos rüberziehen werde. Da klappt
> sogar recht gut.

1. Wenn ich mir die Spur freiblinken wollte, dann wäre es mir doch vollkommen
egal ob der Blinker einmal oder dreimal blinkt.

2. Halte ich es für ziemlich gefährlich nach links zu blinken während
noch ein Fahrzeug überholen möchte, da dieses Fahrzeug evtl.
schreckhaft nach links zieht.
Gerade bei Motorradfahrern kann so was tödlich enden.

Andreas Arnold

unread,
Aug 10, 2007, 3:34:43 PM8/10/07
to

hm. ich hätte genau das gegenteil angenommen...

Peter Sieker

unread,
Aug 10, 2007, 4:54:37 PM8/10/07
to

Man soll das Verhalten eines normalen BMW Fahrers nicht als
symptomatisch für das Verhalten seiner Mutter betrachten?

Tom Nossil

unread,
Aug 10, 2007, 5:39:20 PM8/10/07
to
Otto Adam schrieb:

> Jemand anderen seine Gewschwindigkeit aufzwingen zu wollen ist doch
> Noetigung, oder?

Und der Schnellere zwingt mir die Geschwindigkeit meines langsamen
Vordermanns auf, wenn er mich nicht rausziehen lässt, so what?

Ausserdem müsstest du dann *sämtliche* Autofahrer vor dir wegen Nötigung
anzeigen.

Christian Joosten

unread,
Aug 10, 2007, 8:06:30 PM8/10/07
to

Moin Andreas.

Am 10 Aug 2007 14:27:41 GMT schrieb Andreas Karrer:

> Die entsprechende Taste links ist die Hupe, *das* ist krank.

Nö, das ist das einzig praktische an diesem Vielsschaltergeblinke. Immer
wenn es beim Blinker links wieder ausschalten auf einmal hupt weiß ich,
dass es dringend Zeit für eine Pause ist da die Konzentration gen Null
tendiert.

Tschüß, Christian

Message has been deleted

Ingo Böttcher

unread,
Aug 10, 2007, 8:57:10 PM8/10/07
to
Am Fri, 10 Aug 2007 15:17:00 +0200 schrieb Alexander Doetsch:

>> Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
>> der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
>> bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt. Also muss man
>> eigentlich immer damit rechnen, dass jemand, der auf der rechten Spur links
>> blinkt, auch sofort und eben ohne Rücksicht auf Verluste rauszieht.

> Du meinst, weil viele Idioten ihre Blinker nicht korrekt einsetzen,
> sollte ich das auch nicht (mehr) tun?

Wie auch Robert schrieb, sollst du blinken, wenn die Spur tatsächlich frei
ist und nicht in erwartungsvoller Hoffnung.

> Wenn die Lücke so klein ist, dass noch schnell zugemacht werden kann,
> dann ist die eigentlich für einen ordnungsgemässen Spurwechsel eh zu klein.

Was ebenfalls viele Leute nicht abhält

Andreas Cammin

unread,
Aug 11, 2007, 5:41:21 AM8/11/07
to
Peter Stotz schrieb:

> der Grund und auch der Vorteil, warum die Blinkerhebel nicht mehr einrasten,
> ist das sogenannte Komfortblinken! Man tippt z.b. auf der Autobahn den
> Blinkerhebel nur einmal kurz an und der Blinker blinkt selbstständig
> dreimal. Das geht aber nur, wenn es die Einrastfunktion nicht gibt, da der
> Blinkerhebel dafür nicht einrasten darf!

Wo ist das Problem? Man darf den Hebel einfach nicht über den Rastpunkt
drücken. Im Gegenteil, wie kann eine Komfortblinkfunktion funktionieren
wenn der Blinkerhebel nicht rastet? In jedem Fall muss eine zweistufige
Schaltfunktion realisiert sein.

Andreas

Ralf Kiefer

unread,
Aug 11, 2007, 7:03:27 AM8/11/07
to
Jan van Beers wrote:

> Die eigentlich gemeinten BMW haben einen grossen Taster rechts, einen
> grossen Taster links und noch nen Rueckstelltaster, aber bei dem frag
> mich bitte nicht wo der ist.

Wenn sie konsequent wären, dann wäre der Ausschalter in der Mitte, oder
jeweils ein Ausschalter rechts zum Rechtsblinker ausschalten und einer
links zum Linksblinker ausschalten. Damit wär auch das Einschalten einer
Warnblinkfunktion intuitiv.

Gruß, Ralf
--
Zweitakter SWM RS 250 GS ('81), 1010 Teile
Zweitakter KTM 250 GS ('84), einige Teile
Viertakter KTM LC4 Adventure R, 46/46Mm
Achttakter KTM LC8 Adventure S, 26/26Mm

Frank Kemper

unread,
Aug 11, 2007, 7:15:42 AM8/11/07
to
Andreas Karrer wrote:

> Die entsprechende Taste links ist die Hupe, *das* ist krank. Für mich
> spielt das insofern keine Rolle, als ich die Hupe ohnehin für das
> entbehrlichste Teil an Kraftfahrzeugen halte. Wenn man noch hupen kann,
> war's nicht wirklich gefährlich.

Ich habe festgestellt, dass ich mit dem Mopped etwas öfter hupen muss
als mit dem Auto. Insofern ist für mich das überflüssigste Bedienelement
an meiner Maschine der Lichthuphebel (noch nie benutzt), gefolgt vom
Killschalter (zweimal benutzt, davon einmal erst nach langem
Rätselraten, warum das Teil nicht startet) und der Lichtschalter (wozu
brauche ich den, wenn ich ohnehin nicht ohne Licht fahren darf).

Frank

--
Auch Menschen mit Sturmgewehren müssen Medienkompetenz lernen

Frank Kemper

unread,
Aug 11, 2007, 7:34:21 AM8/11/07
to
Peter Sieker wrote:

> Du solltest das Verhalten Deiner Mutter nicht als symptomatisch
> für einen normalen BMW Fahrer betrachten.

Mein BMW hat heute früh die 190.000er Marke überschritten. Der
Blinkerschalter ist immer noch der erste, was man nicht von allen
Komponenten der Bordelektrik behaupten kann.

Frank Kemper

unread,
Aug 11, 2007, 7:41:16 AM8/11/07
to
Alexander Doetsch wrote:

>> Der Blinker ist also als Ankündigung eines tatsächlich bevorstehenden
>> Spurwechels zu interpretieren und nicht nur als Absichtserklärung. Macht
>> auch mehr Sinn so.

> Wenn die Absicht besteht, steht der Wechsel doch bevor.


Ist auch eine der Fragen, über die innerhalb von d.e.f.a. keine
Einigkeit herzustellen ist: Darf ich mit Blinken ankündigen, dass ich
jetzt gerne bald mal die Spur wechseln möchte und dazu die nächste
Gelegenheit nutzen werde? Oder darf ich das nicht, weil Leute, die auf
der linken Spur mit hoher Geschwindigkeit angekachelt kommen, sich dabei
erschrecken, das Lenkrad verreißen und ihr Leben im Straßengraben
aushauchen könnten?

Meine Meinung dazu: Wer so schreckhaft ist, darf eben nicht so schnell
fahren. Und Paragrafen sind mir in diesem Fall egal, weil diejenigen,
die sich darüber aufregen, sich in der Regel gerade nicht ans
Rechtsfahrgebot halten.

Tja, das Leben ist kein Wunschkonzert;-)

Frank Kemper

unread,
Aug 11, 2007, 7:51:37 AM8/11/07
to
Marc Gerges wrote:

> Ich würde zwar auch immer danach trachten, Platz für jeden zu schaffen
> und einem schnellen nicht unnötig vors Auto fahren (einfach schon wegen
> der Gefahr), aber wenn ich mit 130 eine Schlange Laster überhole, dann
> muss der Hintermann, der mit 200 aufläuft halt bremsen. Ob der
> bremsunterstützend die Photonenbremse mit dazu nimmt, ist mir dann recht
> egal.

Exactamundo. Und einzelne, schnelle Autos sind selten ein Problem, eher
solche Tieffluggeschwader, die keinen Abstand halten, bloß damit ihnen
keiner reinzieht. Und die kriegen dan Angst, wenn einer von rechts
blinkt und mal ein bisschen zuckt;-)

Frank Kemper

unread,
Aug 11, 2007, 7:55:32 AM8/11/07
to
Hauke Hagenhoff wrote:

> Dort haben die Autos weder Rückspiegel noch Blinkerhebel. Da blinkt das
> Auto einfach ab einem gewissen Lenkradeinschlag.

Hä? Redest Du von dem Belgien, das für das "Be" in BeNeLux steht?

Hint: Dort gibt es inzwischen sogar Führerscheinpflicht und die Autos
haben keine gelben Scheinwerfer mehr.

Gerald Gruner

unread,
Aug 11, 2007, 9:43:38 AM8/11/07
to
Alexander Doetsch schrieb am Fri, 10 Aug 2007:

> Peter Sieker wrote:

> > Für mich ist das im übrigen kein Komfortmerkmal, sondern ich
> > empfinde das als fürchterlich lästig. Ich schaue und blinke
> > um die Fahrbahn zu wechseln,
> > plotzlich sehe ich dass von hinten ein sehr viel schnellerer
> > kommt, der darf dann eine Vollbremsung machen da mein Auto
> > fröhlich noch 3 mal blinkt.

Die Gefahr liegt dann wohl eher in seinem nicht richtig Gucken.
Die Situation kann nur passieren, wenn er mit dem Blinken sofort
rauszieht. Dann kannst er es sich auch ganz schenken. Der
Vorwarneffekt ist Null.


> Das ist ein trauriger Effekt der häufig verbreiteten Unsitte, sich
> mittels Blinken einen Persilschein zum merkbefreiten Spurwechsel
> auszustellen.

Das hat sich ohnehin erledigt. Die merkbefreiten Spurwechsler blinkt
eher gar nicht. Blinken ist mindestens so uncool wie der
Schulterblick... :-(

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Alexander Doetsch

unread,
Aug 11, 2007, 3:44:54 PM8/11/07
to
Ingo Böttcher wrote:
> Am Fri, 10 Aug 2007 15:17:00 +0200 schrieb Alexander Doetsch:
>
>>> Normalerweise kann man heute davon ausgehen, dass in der Mehrzahl der Fälle
>>> der Blinker als Signal "ich wechsle jetzt die Spur, sieh zu, dass du
>>> bremst, ausweichst oder dich in Luft auflöst" genutzt. Also muss man
>>> eigentlich immer damit rechnen, dass jemand, der auf der rechten Spur links
>>> blinkt, auch sofort und eben ohne Rücksicht auf Verluste rauszieht.
>
>> Du meinst, weil viele Idioten ihre Blinker nicht korrekt einsetzen,
>> sollte ich das auch nicht (mehr) tun?
>
> Wie auch Robert schrieb, sollst du blinken, wenn die Spur tatsächlich frei

Sagt wer?
Meinen Kommentar zu Robert hast du sicher gelesen, also bringe bitte
etwas neues.

> ist und nicht in erwartungsvoller Hoffnung.
>
>> Wenn die Lücke so klein ist, dass noch schnell zugemacht werden kann,
>> dann ist die eigentlich für einen ordnungsgemässen Spurwechsel eh zu klein.
>
> Was ebenfalls viele Leute nicht abhält

Ja, und?

Alexander

Alexander Doetsch

unread,
Aug 11, 2007, 3:49:29 PM8/11/07
to
Peter Sieker wrote:
> Alexander Doetsch wrote:
>>>
>>> Für mich ist das im übrigen kein Komfortmerkmal, sondern ich empfinde
>>> das als fürchterlich lästig. Ich schaue und blinke um die Fahrbahn zu
>>> wechseln,
>>> plotzlich sehe ich dass von hinten ein sehr viel schnellerer kommt,
>>> der darf dann eine Vollbremsung machen da mein Auto fröhlich noch 3
>>> mal blinkt.
>>
>> Das ist ein trauriger Effekt der häufig verbreiteten Unsitte, sich
>> mittels Blinken einen Persilschein zum merkbefreiten Spurwechsel
>> auszustellen. Ich blinke meist auch wenn Schnellere auf der linken
>> Spur nahen links, versuche aber durch eindeutiges Verhalten
>> klarzumachen, dass ich nicht planlos rüberziehen werde. Da klappt
>> sogar recht gut.
>
> 1. Wenn ich mir die Spur freiblinken wollte, dann wäre es mir doch
> vollkommen
> egal ob der Blinker einmal oder dreimal blinkt.
>

In der Tat.

> 2. Halte ich es für ziemlich gefährlich nach links zu blinken während
> noch ein Fahrzeug überholen möchte, da dieses Fahrzeug evtl.
> schreckhaft nach links zieht.

Dann sollte der Fahrer besser zu hause bleiben.

> Gerade bei Motorradfahrern kann so was tödlich enden.

Tja. Immer noch weitaus ungefährlicher, als wenn man ohne Blinken u.v.a.
ohne Gucken rüberzieht.
Abgesehen davon hast du, wie einige andere, offensichtlich ein Wort
übersehen.

Alexander

Marc Gerges

unread,
Aug 11, 2007, 4:32:07 PM8/11/07
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>
>> Aber nur bei F650.
>> Die eigentlich gemeinten BMW haben einen grossen Taster rechts, einen
>> grossen Taster links und noch nen Rueckstelltaster, aber bei dem frag
>> mich bitte nicht wo der ist.
>
> Rechts, den muss man zum Rückstellen mit dem Daumennagel nach hinten
> drücken.

Ich hab' mir das heute mal angekuckt.

Vom Prinzip her finde ich die Anordnung, dass mit rechts gefahren wird
(Gas/Bremse/Anlasser/Kill) und der Rest mit links geht, nicht blöd.
Andererseits sollte die BMW-Anordnung einen auch nicht for unlösbare
Rätsel stellen, oder?

cu
.\\arc

Marc Gerges

unread,
Aug 11, 2007, 4:34:54 PM8/11/07
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
>
> Hä? Redest Du von dem Belgien, das für das "Be" in BeNeLux steht?
>
> Hint: Dort gibt es inzwischen sogar Führerscheinpflicht und die Autos
> haben keine gelben Scheinwerfer mehr.

Gelbe Scheinwerfer hatte man in F - damit die eigenen Autos gegenüber
denen vom Feind erkennbar waren.

cu
.\\arc, der Madame mit gelben Weitstrahlern spazieren fährt.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/82/Citroen_Ds100.jpg

Ralf Koenig

unread,
Aug 11, 2007, 6:31:04 PM8/11/07
to
Andreas Cammin wrote:
> Peter Stotz schrieb:
>
>> der Grund und auch der Vorteil, warum die Blinkerhebel nicht mehr
>> einrasten, ist das sogenannte Komfortblinken! Man tippt z.b. auf der
>> Autobahn den Blinkerhebel nur einmal kurz an und der Blinker blinkt
>> selbstständig dreimal. Das geht aber nur, wenn es die Einrastfunktion
>> nicht gibt, da der Blinkerhebel dafür nicht einrasten darf!
>
> Wo ist das Problem? Man darf den Hebel einfach nicht über den Rastpunkt
> drücken.

Das stimmt, diese Meinung von Peter wurde ja schon von anderen Postings
wiederlegt.

> Im Gegenteil, wie kann eine Komfortblinkfunktion funktionieren
> wenn der Blinkerhebel nicht rastet? In jedem Fall muss eine zweistufige
> Schaltfunktion realisiert sein.

Das ist so aber auch nicht richtig, denn man könnte das auch
zustandsbehaftet machen: mit einer Schaltposition in Form eines Tasters,
einem Timer und einem Zustandsbit. Dafür sind in einem Steuergerät
allemal noch Ressourcen da.

Kurz tasten: Komfortblinken.

Lang tasten (also Taster eine gewisse Zeit halten): Dauerblinken.
Wieder tasten/Lenkraddrehsensor: Dauerblinken aus.

Für "Kurz" und "Lang" müsste man halt noch Zeiten festlegen, die man
intuitiv setzen oder aus einer kleinen Studie mit Probanden ermitteln kann.

Aber ob das für Fahrer noch intuitiv wäre? Z.B. beim Einsatz als
Leihwagen, wo man sich ziemlich direkt mit dem ganzen Kram zurecht
finden muss? Nicht umsonst haben wir hier diese Diskussion, käme mal auf
einen Versuch an. Ich denke, man gewöhnt sich an alles, aber die Frage
ist, ob man das will. Nicht umsonst gibt's Ergonomie (hier bezogen auf
das Auto) und Computer-Human-Interfaces als Forschungsrichtungen.

(Ich musste neulich bei dem geliehenen 2007'er Polo ewig suchen, bis der
Heckwischer wieder ausging, den mein Vorfahrer angelassen hatte.
Wenigstens war sonst (z.B. Lichtschalter) alles ungefähr so wie bei dem
95'er Golf, den ich sonst gelegentlich fahre.)

Ralf

PS. Alle obigen Aussagen pro Blinkrichtung. Für Rechts und Links sollte
man dann schon jeweils eine Taststufe vorsehen. Sonst gibt das Chaos. ;-)

Andreas Karrer

unread,
Aug 11, 2007, 8:05:05 PM8/11/07
to
* Marc Gerges <marc....@gmail.com>:

> .\\arc, der Madame mit gelben Weitstrahlern spazieren fährt.

Akzeptabler Kompromiss. Mit Gelb sieht man nachts nichts. Ein Sammler
hierzustadt fährt seine zirka 10 DS/ID/SMs nur mit gelb.

> http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/82/Citroen_Ds100.jpg

Kuckmal, fast die gleiche Farbe wie meiner! Aber *wo* sind die
Rückspiegel? Vorn auf dem Kotflügel sieht man doch genau nichts.

- Andi

Radbert Grimmig

unread,
Aug 12, 2007, 4:56:22 AM8/12/07
to
Marc Gerges schrieb:

>Andererseits sollte die BMW-Anordnung einen auch nicht for unlösbare
>Rätsel stellen, oder?

Es geht nicht um Rätsel, es geht einerseits um automatisierte
Bewegungsabläufe, Standards und Ergonomie. Drei Orte für eine Funktion
halte ich für unergonomisch. Und es bietet keinen praktischen Vorteil
- BMW macht das nur, um auch hier anders zu sein als die anderen.
Zudem krieg ich wie gesagt Schmerzen im Daumen vom Abschalten - und
finde nie rechtzeitig die Hupe, die ich auf dem Motorrad für eine
entscheidende Überlebenshilfe halte.

Die Harley-Variante hat schon eher was. Da gibts je einen Schalter auf
jeder Seite zum An- UND Ausschalten der jeweiligen Seite, verbunden
mit so was wie einer Komfort-Abschaltung (wobei ich keine Ahnung hab,
worauf die genau basiert - ich glaub Timer und zusätzlich Tachosignal,
so dass die Blinker nicht ausgehen, während man an der Ampel wartet
oder so was.)

Auf die Weise hat man auch gleich eine intuitive Warnblink-Funktion -
einfach beide Schalter gleichzeitig drücken.

--

Gruß
Radbert

Lothar Cezanne

unread,
Aug 12, 2007, 5:31:33 AM8/12/07
to
Tom Nossil wrote:
> Otto Adam schrieb:
>
>> Jemand anderen seine Gewschwindigkeit aufzwingen zu wollen ist doch
>> Noetigung, oder?
>
>
> Und der Schnellere zwingt mir die Geschwindigkeit meines langsamen
> Vordermanns auf, wenn er mich nicht rausziehen lässt, so what?

Nö. Die Geschwindigkeit hast du doch schon. Wenn du aber meinst
unberechtigt rausziehen zu müssen, dann zwingst *du* den schnelleren
Wagen deine Geschwindigkeit auf.

Abgesehen davon ist die StVO sehr eindeutig, was das angeht (§ 7 (5)).

lc#

Andreas Cammin

unread,
Aug 12, 2007, 10:58:22 AM8/12/07
to
Ralf Koenig schrieb:

> Aber ob das für Fahrer noch intuitiv wäre? Z.B. beim Einsatz als
> Leihwagen, wo man sich ziemlich direkt mit dem ganzen Kram zurecht
> finden muss? Nicht umsonst haben wir hier diese Diskussion, käme mal auf
> einen Versuch an. Ich denke, man gewöhnt sich an alles, aber die Frage
> ist, ob man das will. Nicht umsonst gibt's Ergonomie (hier bezogen auf
> das Auto) und Computer-Human-Interfaces als Forschungsrichtungen.

Eben. Die Autotechnik hat praktisch dasselbe Problem wie jede neue
Windows-Version: Sie muss bis zu einem gewissen Grade abwärtskompatibel
sein, um angenommen zu werden. Auch ein Blinkerhebel ohne Rasten muss
sich ähnlich wie ein konventioneller Blinkerhebel verhalten -
beispielsweise könnte man das Einrasten durch ein "Knack" simulieren
wenn der Blinkerhebel lange genug angetippt wird. Vielleicht würde die
"Bedienoberfläche" eines Autos heute komplett anders aussehen, wenn es
erst letztes Jahr erfunden worden wäre, ebenso wie Windows, wäre
Microsoft in der Lage, die gewohnten Bedienschemata von Windows 1.0 bis
XP aus den Köpfen der Anwender zu brennen...

> (Ich musste neulich bei dem geliehenen 2007'er Polo ewig suchen, bis der
> Heckwischer wieder ausging, den mein Vorfahrer angelassen hatte.
> Wenigstens war sonst (z.B. Lichtschalter) alles ungefähr so wie bei dem
> 95'er Golf, den ich sonst gelegentlich fahre.)

Es scheint einen gewissen Mindeststandard zu geben an den sich alle
Hersteller halten, zumindestens was die Bedienung von "Primärfunktionen"
wie Gas, Bremse, Lenkung, Schaltung und Blinker angeht. Muss ja auch, du
kannst ja nicht jedes Mal einen einwöchigen Einführungslehrgang machen,
wenn du in ein neues Auto steigst...

Andreas

Radbert Grimmig

unread,
Aug 12, 2007, 11:43:37 AM8/12/07
to
Andreas Cammin schrieb:

>erst letztes Jahr erfunden worden wäre, ebenso wie Windows, wäre
>Microsoft in der Lage, die gewohnten Bedienschemata von Windows 1.0 bis
>XP aus den Köpfen der Anwender zu brennen...

Ausgerechnet Microsoft gibt sich wirklich nicht besonders viel Mühe im
Hinblick auf Kontinuität, sondern glänzte immer wieder mal mit völlig
wilkürlichen Änderungen im Bedienkonzept.

Beispiel Tastenkürzel für die Zwischenablage, heute bekanntlich
Strg-V, -X und -C. Oder auch die Bezeichnungen für die verschiedenen
Felder in der Systemsteuerung, die noch mit jeder neuen Version
umbenannt wurden. Oder diese Krankheit, die sie in Office XP aus den
guten alten Word Formatvorlagen gemacht haben.

Bei M$ legt man doch geradezu WERT darauf, irgendwas zu verändern, nur
um der Veränderung willen, damit der Kunde auch merkt, dass es
wirklich ein neues Produkt ist.

SCNR

--

Gruß
Radbert

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