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LKW-Reifen brennt - was tun?

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Dirk Schneïder

unread,
Dec 22, 2008, 6:01:01 AM12/22/08
to
Hallo zusammen,

ich bekam jetzt eine Diskussion mit, wie man sich am besten verhalten
würde, wenn an einem LKW-Hänger ein Reifen in Brand geraten würde, sagen
wir mal auf der Autobahn. Ich hätte jetzt naiv getippt, dass man sich so
verhalten würde, wie man es auch beim PKW machen würde, also versuchen,
störungsarm an den Fahrbahnrand zu fahren, alle Insassen aussteigen
lassen, Unfallstelle absichern, vielleicht noch Hänger abkuppeln, Notruf
absetzen und eigene Löschversuche unternehmen. Daraufhin wurde mir
gesagt, dass man das nur dann machen würde, wenn man keinen Wert mehr
auf den Zug legen würde, weil der nach der Aktion nämlich Schrott wäre,
sprich abgefackelt. Man würde vielmehr einfach weiterfahren und den
Reifen brennen lassen bis das Gummi verbrannt ist oder weggeflogen ist
und parallel die Feuerwehr verständigen, die einen dann ein paar
Ausfahrten weiter in Empfang nehmen würde. Stimmt das?

Dirk

Doppelbeitrag an de.etc.fahrzeug.auto und de.etc.notfallrettung
Antworten an de.etc.fahrzeug.auto

Radbert Grimmig

unread,
Dec 22, 2008, 7:25:29 AM12/22/08
to
Dirk Schneīder schrieb:

>sprich abgefackelt. Man würde vielmehr einfach weiterfahren

Wie das "einfach" in den Satz kommt, ist mir allerdings schleierhaft,
aber so wurde uns das beim Bund ausgebildet, ja.

--

Gruß
Radbert

Jens Fittig

unread,
Dec 22, 2008, 8:01:09 AM12/22/08
to

Dirk Schneïder schrieb:

> Hallo zusammen,
>
> ich bekam jetzt eine Diskussion mit, wie man sich am besten verhalten
> würde, wenn an einem LKW-Hänger ein Reifen in Brand geraten würde, sagen
> wir mal auf der Autobahn. Ich hätte jetzt naiv getippt, dass man sich so
> verhalten würde, wie man es auch beim PKW machen würde, also versuchen,
> störungsarm an den Fahrbahnrand zu fahren, alle Insassen aussteigen
> lassen, Unfallstelle absichern, vielleicht noch Hänger abkuppeln, Notruf
> absetzen und eigene Löschversuche unternehmen. Daraufhin wurde mir
> gesagt, dass man das nur dann machen würde, wenn man keinen Wert mehr
> auf den Zug legen würde, weil der nach der Aktion nämlich Schrott wäre,
> sprich abgefackelt.

Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
Fetzen davon geflogen ist.

Derartige "Schleuderspuren" sieht man oft auf der Autobahn über
mehrere hundert Meter entlang.

Nur Anfänger und Ahnungslose halten bei einem Reifenbrand an. Und
sofort schlagen die Flammen hoch in die Plane. Das Fahrzeg und die
ladung kann man dann meist vergessen.

Als Fahrer eines folgenden Fahrzeuges sollte man den von hinten
kommenden Verkehr warnen. Dazu mit Warnblinker weit links hinter dem
brennenden LKW bleiben. Auf keinen Fall überholen! Und per Handy die
Feuerwehr verständigen.

> Man würde vielmehr einfach weiterfahren und den
> Reifen brennen lassen bis das Gummi verbrannt ist oder weggeflogen ist
> und parallel die Feuerwehr verständigen, die einen dann ein paar
> Ausfahrten weiter in Empfang nehmen würde. Stimmt das?

ACK - absolut korrekt

Rainer Dahnke

unread,
Dec 22, 2008, 10:56:47 AM12/22/08
to
Jens Fittig schrieb:

>
> Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
> langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
> Fetzen davon geflogen ist.
>

Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.

Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Sind Ladung und LkW üblicherweise nicht eh versichert?

Grüße
Rainer

Wolfgang May

unread,
Dec 22, 2008, 11:06:31 AM12/22/08
to
In de.etc.fahrzeug.auto Rainer Dahnke <wo...@dahnke.com> wrote:
> Jens Fittig schrieb:
>
> >
> > Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
> > langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
> > Fetzen davon geflogen ist.
> >
>
> Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
> Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.

Wenn der sich nicht selbst dadurch gefaehrdet, dass er einen
offensichtlich schlingernden und rauchenden LKW noch versucht zu
ueberholen, und es damit gelingt, einen richtigen Brand zu vermeiden,
ist das sicherlich das geringere Uebel.

> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
> bedauerlich,

Bei einem LKW-Brand wird noch weit mehr in Mitleidenschaft gezogen.
Vollsperrung (mit Stau und damit auch erheblich erhoehter
Unfallgefahr), ueblicherweise platzt dabei der Tank und Diesel tritt
aus, evtl auch Schadstoffe durch die brennende Ladung (dazu muss es
sich garnicht um einen Gefahrtransporter oder sowas handeln),
ueblicherweise muss danach der Strassenbelag erneuert werden.

> insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
>
> Sind Ladung und LkW üblicherweise nicht eh versichert?

Es duerfte auch um die Minimierung des Gesamtschadens gehen.

Wolfgang

Radbert Grimmig

unread,
Dec 22, 2008, 11:44:26 AM12/22/08
to
Rainer Dahnke schrieb:

>Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
>Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.

Es hat niemand was von "mit voller Geschwindigkeit weiterfahren"
geschrieben.

Man kann da durchaus auch ein wenig vom Gas gehen.

--

Gruß
Radbert

Jens Fittig

unread,
Dec 22, 2008, 11:49:40 AM12/22/08
to

Rainer Dahnke schrieb:

> Jens Fittig schrieb:
>
> >
> > Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
> > langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
> > Fetzen davon geflogen ist.
> >
>
> Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
> Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.

Ein den "Reifen abschüttelnder LKW" ist für den fliessenden Verkehr
weniger gefährlich als wenn er rechts brennend steht! Und unzählige
Idioten ungestört gaffend dran vorbeifahren. Dabei dann womöglich den
nächsten Unfall auslösen oder durch eine große Verpuffung oder gar
Explosion geschädigt zu werden. Wenn du mal erlebt hast was allein ein
"explodierender" Reifen für eine Wucht hat wirst du an einem
brennenden LKW nicht mehr vorbeifahren!

Ausserdem können durch den Brand erhebliche Umweltschäden entstehen.
Je nach Ladung.



> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
> bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Wenn er das auf der BAB richtig macht gefährdet er niemand. Höchstens
die Idioten, die meinen sich an so einem LKW noch vorbeidrängen zu
müssen.



> Sind Ladung und LkW üblicherweise nicht eh versichert?

Na und? Auch wenn es versichert ist ist allein der Aufwand für den
Fahrer meist minimal wenn er nur den Reifen "abschüttelt". Aufbocken,
Reifen wechseln, weiterfahren. Oder den ganzen ausgebrannten Müll
entsorgen (lassen), -zig Stunden Ausfall und massig Zeit- und
Geldaufwendungen die keiner zahlt etc.

Jeder clevere LKW-Fahrer schüttelt so einen Reifen runter. Solche
Spuren findet man auf der BAB überall wenn man ein bischen die Augen
aufhält. Oft kilometerlang ziemlich in der Mitte und dann plötzlich
Spuren gegen den rechten Rand. Dort liegen dann meistens auch die
Reste des Reifens. Zumindest die, die noch bis zum Schluss dran waren.
Das Meiste liegt auf der BAB. Und man hört es im Radio als Warnung vor
Reifenteilen.

Peter Sieker

unread,
Dec 22, 2008, 11:49:51 AM12/22/08
to

"Jens Fittig" <nomor...@abwesend.de>

>
> Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
> langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
> Fetzen davon geflogen ist.

Profi im Sinne von "Mir sind schon des öfteren
Reifen am LKW abgefackelt und deswegen weiss ich welche
Reaktion falsch ist"?

Jens Fittig

unread,
Dec 22, 2008, 12:44:35 PM12/22/08
to

Peter Sieker schrieb:

Musst du eigentlich immer durch dumme Fragen auffallen? Ist das ein
besonderes Bedürfnis?

Peter Sieker

unread,
Dec 22, 2008, 1:35:31 PM12/22/08
to

"Jens Fittig" <nomor...@abwesend.de> schrieb >

>> >
>> > Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
>> > langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
>> > Fetzen davon geflogen ist.
>>
>> Profi im Sinne von "Mir sind schon des öfteren
>> Reifen am LKW abgefackelt und deswegen weiss ich welche
>> Reaktion falsch ist"?
>
> Musst du eigentlich immer durch dumme Fragen auffallen? Ist das ein
> besonderes Bedürfnis?

Warum so agressiv?
Mir hat man in meiner Jugend erklärt dass es keine dumme Fragen gibt.
Aber ich kann die Frage auch gerne etwas präzisieren:

"Ist Dir schon mal ein LKW Reifen abgebrannt, oder ist das eine
allgemein anerkannte Verhaltensweise wenn ein Reifen brennt?

BTW. Warum fangen Reifen eigentlich an zu brennen?
Ich könnte mir nur den Grund vorstellen dass der Luftdruck zu niedrig ist,
ich hoffe aber dass moderne LKWs denselbigen überwachen.

P.S. Ich habe den alten Führerschein 2 (LKWs > 7,5 t) keine Ahnung
wie der heute heisst. Falls man damals was über brennende Reifen gelernt
haben sollte, dann habe ich das wieder vergessen.

Jens Fittig

unread,
Dec 22, 2008, 2:10:26 PM12/22/08
to

Peter Sieker schrieb:

> > Musst du eigentlich immer durch dumme Fragen auffallen? Ist das ein
> > besonderes Bedürfnis?
>
> Warum so agressiv?

Weil mir deine Fragen und Argumente laufend negativ auffallen.

> Mir hat man in meiner Jugend erklärt dass es keine dumme Fragen gibt.

Es gibt sogar "saudumme" Fragen. Wobei ich deine jetzt nicht als
solche bezeichne. Ich will damit nur sagen, daß der zitierte Spruch
Blödsinn ist. Wie so viele Redensaten.

> Aber ich kann die Frage auch gerne etwas präzisieren:

> "Ist Dir schon mal ein LKW Reifen abgebrannt,

mir persönlich nicht. Aber ich habe ein paar solcher Fälle live als
Hinterherfahrer erlebt.

> oder ist das eine
> allgemein anerkannte Verhaltensweise wenn ein Reifen brennt?

Ack - das lernt IMHO jeder LKW-Faher in der Fahrschule. War zumindest
früher so.


> BTW. Warum fangen Reifen eigentlich an zu brennen?

Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.

> Ich könnte mir nur den Grund vorstellen dass der Luftdruck zu niedrig ist,
> ich hoffe aber dass moderne LKWs denselbigen überwachen.

manche vielleicht - aber das dürfte die Minderzahl sein.



> P.S. Ich habe den alten Führerschein 2 (LKWs > 7,5 t) keine Ahnung
> wie der heute heisst. Falls man damals was über brennende Reifen gelernt
> haben sollte, dann habe ich das wieder vergessen.

Ich nicht - mir sitzen viele Tips noch eingebrannt in Fleisch und
Blut. Was ich nur immer wieder vergesse sind so bestimmte
Zahlenregeln. Also z.B. wieviele Meter vor/nach Zebrastreifen oder
Kreuzungen man nicht parken darf.


Peter Sieker

unread,
Dec 22, 2008, 2:39:35 PM12/22/08
to

"Jens Fittig" <nomor...@abwesend.de> schrieb im
>
> Weil mir deine Fragen und Argumente laufend negativ auffallen.

Das betrachte ich jetzt einfach mal Auszeichnung....

Alexander Schreiber

unread,
Dec 22, 2008, 1:07:51 PM12/22/08
to
Rainer Dahnke <wo...@dahnke.com> wrote:
> Jens Fittig schrieb:
>
>>
>> Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
>> langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
>> Fetzen davon geflogen ist.
>>
>
> Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
> Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.
>
> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar

Das der LKW so friedlich brennt, wage ich mal sehr zu bezweifeln. Selbst
im Idealfall (Stahlmuldenanhaenger voller Sand) duerfte es noch genug
Probleme geben: Anruecken der Feuerwehr, Sperrung der Autobahn am
Brandort, Beschaedigung (und notwendige Reparatur) des Strassenbelags,
Entfernung des Wracks - und wenn es die Zugmaschine erwischt wird es
noch "lustiger": Auslaufender Diesel, diverse giftige Brandwolken
usw. Wenn dann noch eine brennbare Ladung dazukommt (Plastikteile, Farbe,
Moebel, weiss-der-Geier) kann das noch gut weiter eskalieren.

> bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Die einzigen, die gefaehrdet werden, sind die Idioten, den einen solchen
LKW unbedingt meinen ueberholen zu muessen. Um die ist es nicht schade.

> Sind Ladung und LkW üblicherweise nicht eh versichert?

Vermutlich, nur: Bis die Versicherung zahlt, geht Zeit ins Land. In der
Zeit fehlen Fahrzeug und Einnahmen aus dem Transport der Ladung, das kann
bei manch kleinem Spediteur verdammt eng werden. Zudem wird vermutlich
keiner die unfallbedingten Zusatzkosten uebernehmen.

Man liest sich,
Alex.
--
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison

Message has been deleted

Wolfgang May

unread,
Dec 22, 2008, 5:23:48 PM12/22/08
to
In de.etc.fahrzeug.auto Tobias Richter <gar...@nurfuerspam.de> wrote:
> "Dirk Schneïder" <spam_...@gmx.de> schrieb:

> > Daraufhin wurde mir
> > gesagt, dass man das nur dann machen würde, wenn man keinen Wert mehr
> > auf den Zug legen würde, weil der nach der Aktion nämlich Schrott wäre,
> > sprich abgefackelt. Man würde vielmehr einfach weiterfahren und den
> > Reifen brennen lassen bis das Gummi verbrannt ist oder weggeflogen ist
> > und parallel die Feuerwehr verständigen, die einen dann ein paar
> > Ausfahrten weiter in Empfang nehmen würde. Stimmt das?
>
> Leider hat der Fahrer des mit soweit ich weiß Butter und Mehl beladenen
> LKW, der im Mont Blanc Tunnel Feuer fing, dies nicht gewußt. Gutachten
> sollen ergeben haben, dass der Luftfilter durch eine weg geworfenen
> Zigarette gebrannt hat und der LKW den Weg bis zum Tunnelausgang sehr
> wahrscheinlich geschafft hätte.

Das Gutachten lag ihm wahrscheinlich zum Unfallzeitpunkt noch nicht vor.

Davon abgesehen:
in dem Thread geht es darum, wenn ein Reifen Feuer gefangen hat.
In dem gegebenen Fall wusste der Fahrer, dass *das*
nicht der Fall ist, sondern dass etwas am Motor brennt.
Aber auch wenn es nur ein Reifen gewesen waere, ist auch die
Situation in einem Tunnel mit Gegenverkehr (!) gaenzlich
anders als auf der AB - rausschlingern mit einem brennenden
Reifen ist da nicht.

Wolfgang

Tim Landscheidt

unread,
Dec 22, 2008, 5:47:07 PM12/22/08
to
Jens Fittig <nomor...@abwesend.de> wrote:

>> > Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
>> > langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
>> > Fetzen davon geflogen ist.

>> Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
>> Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.

> Ein den "Reifen abschüttelnder LKW" ist für den fliessenden Verkehr
> weniger gefährlich als wenn er rechts brennend steht! Und unzählige
> Idioten ungestört gaffend dran vorbeifahren. Dabei dann womöglich den
> nächsten Unfall auslösen oder durch eine große Verpuffung oder gar
> Explosion geschädigt zu werden. Wenn du mal erlebt hast was allein ein
> "explodierender" Reifen für eine Wucht hat wirst du an einem
> brennenden LKW nicht mehr vorbeifahren!

> [...]

Dank des InterNets kann man ja heutzutage aus den Fehlern
anderer lernen:
<URI:http://www.youtube.com/watch?v=IiUo-EOg-hs>.

Tim

Message has been deleted

Harald Hengel

unread,
Dec 22, 2008, 1:10:46 PM12/22/08
to
Dirk Schneïder schrieb:

> ich bekam jetzt eine Diskussion mit, wie man sich am besten
> verhalten würde, wenn an einem LKW-Hänger ein Reifen in Brand
> geraten würde, sagen wir mal auf der Autobahn. Ich hätte jetzt naiv
> getippt, dass man sich so verhalten würde, wie man es auch beim PKW
> machen würde,

Das macht man mit dem PKW genau so wie mit dem LKW.

Weiterfahren!
Zusehen irgendwo hinzukommen wo Löschmittel verfügbar ist.
Per Notruf absprechen wo die beste Möglichkeit ist.

> also versuchen, störungsarm an den Fahrbahnrand zu
> fahren, alle Insassen aussteigen lassen, Unfallstelle absichern,
> vielleicht noch Hänger abkuppeln,

Klar, inzwischen kann sich das Feuer kräftig ausbreiten.

> Notruf absetzen

Das brauchst du nicht mehr, wenn du es in der Reihenfolge machst, das
haben längst andere getan. ;-)
Dein Fahrzeug wird ohnehin ausbrennen.

> und eigene
> Löschversuche unternehmen.

Hast du was dabei.
Nur dann wäre anhalten richtig.

> Daraufhin wurde mir gesagt, dass man das
> nur dann machen würde, wenn man keinen Wert mehr auf den Zug legen
> würde, weil der nach der Aktion nämlich Schrott wäre, sprich
> abgefackelt. Man würde vielmehr einfach weiterfahren und den Reifen
> brennen lassen bis das Gummi verbrannt ist oder weggeflogen ist und
> parallel die Feuerwehr verständigen, die einen dann ein paar
> Ausfahrten weiter in Empfang nehmen würde. Stimmt das?

Das ist das einzig vernünftige.

Harald
--
Für eine korrekte Antwortadresse den Bindestrich entfernen.


Patrick Gerhard Stößer

unread,
Dec 22, 2008, 8:07:34 PM12/22/08
to

Auf jeden Fall hat Franz Meersdonk [1] das auch so gemacht: Den
brennenden Reifen abgefahren.

[1] Manfred Krug in "Auf Achse".

mfg, pgs

--
Camp David 1978 - ein haltbarer Friede?
<http://texte.pgs-info.de>

Harald Hengel

unread,
Dec 22, 2008, 10:37:55 PM12/22/08
to
Jens Fittig schrieb:

> mir persönlich nicht. Aber ich habe ein paar solcher Fälle live als
> Hinterherfahrer erlebt.

ROTFL.
Ein Reifen brennt derart selten, dass kaum jemand in den Genuss kommt
überhaupt einen Reifenbrand zu erleben.

> Ack - das lernt IMHO jeder LKW-Faher in der Fahrschule. War
> zumindest früher so.

Ich weiss nicht, glaube es auch nicht, ich erinneres auch nicht, ist
zu lange her.
Ich kenne 2 Leute mit frischem 2er, werde mal fragen.

>> BTW. Warum fangen Reifen eigentlich an zu brennen?
>
> Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
> blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.

ROTFL
Festsitzende Bremsen führen kaum zum Reifenbrand, zumindest nicht
solange noch gefahren wird.
Blockierende Räder kann ich dir aus eigene Erfahrung sagen, die
schleifen eine ordentliche Fläche ins Gummi, zum Brennen reicht es
lange nicht.

>> Ich könnte mir nur den Grund vorstellen dass der Luftdruck zu
>> niedrig ist, ich hoffe aber dass moderne LKWs denselbigen
>> überwachen.
>
> manche vielleicht - aber das dürfte die Minderzahl sein.

Stimmt.

Harald Hengel

unread,
Dec 22, 2008, 10:30:46 PM12/22/08
to
Jens Fittig schrieb:

>> Profi im Sinne von "Mir sind schon des öfteren
>> Reifen am LKW abgefackelt und deswegen weiss ich welche
>> Reaktion falsch ist"?
>
> Musst du eigentlich immer durch dumme Fragen auffallen? Ist das ein
> besonderes Bedürfnis?

Deine Antwort war ausgesprochen dumm.
Passt aber zu dir.

Harald Hengel

unread,
Dec 22, 2008, 10:25:43 PM12/22/08
to
Jens Fittig schrieb:

> Jeder clevere LKW-Fahrer schüttelt so einen Reifen runter. Solche
> Spuren findet man auf der BAB überall wenn man ein bischen die Augen
> aufhält.

ROTFL, du redest wie wenn ständig irgendwo Reifen in brand geraten.

> Oft kilometerlang ziemlich in der Mitte und dann plötzlich
> Spuren gegen den rechten Rand. Dort liegen dann meistens auch die
> Reste des Reifens.

Mit Brandspuren?

> Zumindest die, die noch bis zum Schluss dran
> waren. Das Meiste liegt auf der BAB. Und man hört es im Radio als
> Warnung vor Reifenteilen.

Ja, aber das sind ganz gewöhnliche Plattfüsse, die nicht rechtzeitig
bemerkt wurden, bei den 3-achs Aggregaten der Sattelauflieger tragen
die anderen beiden Reifen und der Fahrer merkt den Palttfuss nicht
unbedingt.
Der Reifen wird heiss, das Gummi wird schmierig und hinterläst eine
schwarze Spur auf der Fahrbahn, dabei brennt noch lange nichts.

Harald Hengel

unread,
Dec 22, 2008, 10:30:05 PM12/22/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Profi im Sinne von "Mir sind schon des öfteren
> Reifen am LKW abgefackelt und deswegen weiss ich welche
> Reaktion falsch ist"?

Ne, Wolfganghens ist völlig ahnungslos.
Ein Reifenbrand ist äusserst selten, die schwarzen Spuren die
Wolgangjens gesehen hat sind Spuren von Alienlandungen. ;-)

Harald

PS: in einem anderen PÜostung von mir ist die Erklärung.

Harald Hengel

unread,
Dec 22, 2008, 10:19:51 PM12/22/08
to
Rainer Dahnke schrieb:

> Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
> Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.

Welche Gefährdung?

Stell dir vor das lichterloh brennende Fahrzeug steht am Strassenrand,
es kommt zum Stau oder zum Unfall, neben dem brennden Fahrzeug kommen
weitere zum Stehen, das Feuer schlägt über.

> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
> bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Das sehe ich nicht, der brennend fahrende gefährdet nichts, wenn die
hinter ihm fahrenden vernünftig bleiben.

> Sind Ladung und LkW üblicherweise nicht eh versichert?

Ach, deshalb riskiert man ein Großfeuer, statt den Schaden möglichst
minimal zu halten?

Harald

Rainer Dahnke

unread,
Dec 23, 2008, 5:05:02 AM12/23/08
to
Harald Hengel schrieb:

>
>> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
>> bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
>> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
>
> Das sehe ich nicht, der brennend fahrende gefährdet nichts, wenn die
> hinter ihm fahrenden vernünftig bleiben.
>

Insgesamt verstehe ich schon, warum es Sinn machen kann mit dem
brennenden Fahrzeug weiter zu fahren.

Andererseits muss man aber bedenken das andere Verkehrsteilnehmer
die Situation nicht einschätzen können / wollen / usw. und es dann
doch zu Unfällen kommt.

WENN alle einsichtig sind und den brennenden LKW seinen Schlingerkurs
fahren lassen, dann ist es wohl besser.

Aber in Wirklichkeit ist immer alles anders. :)

Grüße
Rainer

Jens Fittig

unread,
Dec 23, 2008, 5:13:49 AM12/23/08
to

Rainer Dahnke schrieb:

> Harald Hengel schrieb:
>
> >
> >> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
> >> bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
> >> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
> >
> > Das sehe ich nicht, der brennend fahrende gefährdet nichts, wenn die
> > hinter ihm fahrenden vernünftig bleiben.
> >
>
> Insgesamt verstehe ich schon, warum es Sinn machen kann mit dem
> brennenden Fahrzeug weiter zu fahren.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^



> Andererseits muss man aber bedenken das andere Verkehrsteilnehmer
> die Situation nicht einschätzen können / wollen / usw. und es dann
> doch zu Unfällen kommt.
>
> WENN alle einsichtig sind und den brennenden LKW seinen Schlingerkurs

^^^^^^^^^^^^^^^^


> fahren lassen, dann ist es wohl besser.
>
> Aber in Wirklichkeit ist immer alles anders. :)

Und um klarzustellen: Es geht nicht um einen brennenden LKW sondern
einen brennenden Reifen. Solange der noch rollt ist es mehr Qualm als
Flamme. Richtig feurig wird es erst bei Stillstand. Siehe Video dass
am Anfang des Threads gelinkt wurde.


Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Dec 23, 2008, 5:14:54 AM12/23/08
to
On 23.12.2008 Rainer Dahnke wrote:
> Andererseits muss man aber bedenken das andere Verkehrsteilnehmer die
> Situation nicht einschätzen können / wollen / usw. und es dann doch
> zu Unfällen kommt.

Und wenn der brennend steht, meinst du tatsächlich, dass das die
Unfallgefahr minimieren würde? Stichwort: Gaffer.

Hardy

--
Man muss gut überlegen, was man will. Es könnte passieren,
dass man es bekommt. (Meat Loaf)

Jens Fittig

unread,
Dec 23, 2008, 5:19:57 AM12/23/08
to

Harald Hengel schrieb:

> Jens Fittig schrieb:
>
> > mir persönlich nicht. Aber ich habe ein paar solcher Fälle live als
> > Hinterherfahrer erlebt.
>
> ROTFL.

Lach du nur. Das ist typisch für Dumme die nix verstehen. Und zu
dieser Sorte gehörst du ja schon lange.

> Ein Reifen brennt derart selten, dass kaum jemand in den Genuss kommt
> überhaupt einen Reifenbrand zu erleben.

Ach ne - wenn du es als selten kennst, dann zeigt es, dass du noch
sehr jung bist und nicht viel unterwegs warst.



> > Ack - das lernt IMHO jeder LKW-Faher in der Fahrschule. War
> > zumindest früher so.

> Ich weiss nicht,

Das wissen alle hier, dass du nie was richtig weisst, sondern nur dumm
klugscheissen kannst!

> glaube es auch nicht, ich erinneres auch nicht, ist
> zu lange her.
> Ich kenne 2 Leute mit frischem 2er, werde mal fragen.
>
> >> BTW. Warum fangen Reifen eigentlich an zu brennen?
> >
> > Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
> > blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.
>
> ROTFL

Lach nur du ahnungsloser Depp!

> Festsitzende Bremsen führen kaum zum Reifenbrand, zumindest nicht
> solange noch gefahren wird.

Gerade dann. Erst glüht die Trommel, dann die Felge.

Oder die Trommel blockiert, dann radiert eben der Reifen. Bei ein paar
hundert PS merkt man das als Fahrer nicht unbedingt wenn ein Rad nur
noch radiert.

> Blockierende Räder kann ich dir aus eigene Erfahrung sagen, die
> schleifen eine ordentliche Fläche ins Gummi, zum Brennen reicht es
> lange nicht.

Du und Erfahrung? Mit dem Kinderdreirad?


> >> Ich könnte mir nur den Grund vorstellen dass der Luftdruck zu
> >> niedrig ist, ich hoffe aber dass moderne LKWs denselbigen
> >> überwachen.
> >
> > manche vielleicht - aber das dürfte die Minderzahl sein.
>
> Stimmt.
>
> Harald

^^^^^^^^^^ - der ahnungsose Schwätzer!

Rainer Dahnke

unread,
Dec 23, 2008, 5:22:01 AM12/23/08
to
Hartmut 'Hardy' Schiszler schrieb:

> On 23.12.2008 Rainer Dahnke wrote:
>> Andererseits muss man aber bedenken das andere Verkehrsteilnehmer die
>> Situation nicht einschätzen können / wollen / usw. und es dann doch zu
>> Unfällen kommt.
>
> Und wenn der brennend steht, meinst du tatsächlich, dass das die
> Unfallgefahr minimieren würde? Stichwort: Gaffer.
>

Nein, selbstverständlich nicht minimieren. Beide Varianten
können sonstwie enden.

Eigentlich müsste der LKW-Fahrer in der Situation die
Kristall-Kugel auspacken und mal nachfragen was besser
ist. :)

Grüße
Rainer

Oliver Musch

unread,
Dec 23, 2008, 6:59:45 AM12/23/08
to
Dirk Schneïder schrieb:
> ich bekam jetzt eine Diskussion mit, wie man sich am besten verhalten
> würde, wenn an einem LKW-Hänger ein Reifen in Brand geraten würde, sagen
> wir mal auf der Autobahn.

> Stimmt das?

Muß denn immer gleich alles am praktischen Beispiel ausprobiert werden? ;-)

(heute morgen A9, München-Nürnberg, brennender LKW mit
Sylvesterfeuerwerk beladen...)

Oliver

Johann v. Piverling

unread,
Dec 23, 2008, 7:19:24 AM12/23/08
to

Ralf Jeworowski

unread,
Dec 23, 2008, 7:28:48 AM12/23/08
to
Dirk Schneïder schrieb:
> Hallo zusammen,

>
> ich bekam jetzt eine Diskussion mit, wie man sich am besten verhalten
> würde, wenn an einem LKW-Hänger ein Reifen in Brand geraten würde, sagen
> wir mal auf der Autobahn. [...]

Es kommt auf die Situation an bzw. ob Gliederzug oder Auflieger.
Es wurde ja bereits geschrieben,durch "schlingernde Fahrweise" den
brennenden Reifen abzureissen.
Wenn das nicht gelingt koennte man evtl. noch einen leeren BAB Parkplatz
anfahren(im Sommer=leer=unwahrscheinlich) und versuchen wenigstens "die
Maschine" zu retten.
Bei einem Auflieger wenn der schon Feuer gefangen hat(Plane) wuerde ich
anhalten,rausspringen,die Verriegelung oeffenen und einfach so
rausfahren(sofern es kein Actros ist,der hat die Batteriekisten hinten
und der Koenigszapen wuerde alles zertruemmern).
Bruch gibt es sowieso,es sei denn man kann die Stuetzen noch
runterfahren oder kurbeln.
Beim Gliederzug ist es wieder die Frage ob die gelenkte oder starre
Achse "brennt".
Sollte es die "gelenkte" sein,duerfte abkuppeln recht heiss&gefaehrlichsein.
Die Besonderheit einen Gliedern vom Fuehrerhaus abkuppeln zu koennen ist
eher bei tiefgekuppelten Zuegen moeglich.

-ralf-

--
Im Norden zuhause:54° 47' 24.10"N, 9° 25' 45.70"E
Bitte nur in die Newsgroup antworten.Die Mailadressen
sind gültig werden aber selten gelesen!

Ralf Jeworowski

unread,
Dec 23, 2008, 7:47:22 AM12/23/08
to
Johann v. Piverling schrieb:

> Oliver Musch wrote:
>> Dirk Schneïder schrieb:
>>> [...]

>>
>> (heute morgen A9, München-Nürnberg, brennender LKW mit
>> Sylvesterfeuerwerk beladen...)
>>
>> Oliver
>
> Der hat den Ratschlag "weiterfahren" aber nicht beherzigt und hat
> angehalten.
> http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Feuerwerkskoerper-_arid,1430548_regid,2_puid,2_pageid,4293.html
>
"Der" war wohl so Naiv und glaubte mit den laut ADR mitzufuehrenden
2*6KG Loeschern waere es ein Kinderspiel einen Reifenbrand zu loeschen.
Den Feuerwehrmaennern duerfte sowas nur mehr als ein Kopfschuetteln
entlocken.

Otto Adam

unread,
Dec 23, 2008, 7:56:53 AM12/23/08
to
Harald Hengel schrieb:

> Ich weiss nicht, glaube es auch nicht, ich erinneres auch nicht, ist
> zu lange her.

Ich kann mich noch gut an die sehr bildlich vorgetragene Geschichte vom
Fahrlehrer erinnern. Obwohl es schon bald 25 Jahre her ist hat sich
lustigerweise genau diese Sache bei mir gut eingepraegt. Anderes leider
nicht so (bin auch nie LKW gefahren, mit meinem damals erworbenen Schein).

mfg
otto

Ralf Jeworowski

unread,
Dec 23, 2008, 8:03:11 AM12/23/08
to
Harald Hengel schrieb:
> Jens Fittig schrieb:
>
[...]

>
>> Ack - das lernt IMHO jeder LKW-Faher in der Fahrschule. War
>> zumindest früher so.
>
> Ich weiss nicht, glaube es auch nicht, ich erinneres auch nicht, ist
> zu lange her.
> Ich kenne 2 Leute mit frischem 2er, werde mal fragen.

Es gibt schon lange keinen 2er mehr.
C,C1,C1E oder CE welcher weitestgehend dem alten 2er entspricht jedoch
nicht mehr das Busfahren beinhaltet.[das waere mit D}


>
>>> BTW. Warum fangen Reifen eigentlich an zu brennen?
>> Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
>> blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.
>
> ROTFL
> Festsitzende Bremsen führen kaum zum Reifenbrand, zumindest nicht
> solange noch gefahren wird.
> Blockierende Räder kann ich dir aus eigene Erfahrung sagen, die
> schleifen eine ordentliche Fläche ins Gummi, zum Brennen reicht es
> lange nicht.

Auch bei 4/5 Achsen und mehr wie 400 PS sollte man das "vorne"
irgendwann mitbekommen.
Ich wuerde auch nicht festsitzende Bremse nehmen sonder eher
"heissgelaufene Steckachse" aufgrund von Wartungsmaengeln.
Einen Luftverlust der Bremsanlage kriegste entweder "knallhart" zu
spueren wenn die Vorratsleitung zum Anhaenger/Auflieger abreisst.
Geht nur die Breimsleitung floten entweich spaetestens beim (Ab)Bremsen
Luft und irgendwann steht man auch.
Schleichenden Luftverlust erkennt man spaetestens dann wenn ein
Bremskreis auf Sicherungsdruck abgefallen ist.
man Luftdruckbremse.>


>>> Ich könnte mir nur den Grund vorstellen dass der Luftdruck zu
>>> niedrig ist, ich hoffe aber dass moderne LKWs denselbigen
>>> überwachen.
>> manche vielleicht - aber das dürfte die Minderzahl sein.

Millitaer und Bau LKWs sind mit Reifenfuellanlagen etc. ausgestattet,da
sollte das nicht zum "Luftmangel" kommen.

Otto Adam

unread,
Dec 23, 2008, 8:04:42 AM12/23/08
to
Harald Hengel schrieb:
> Dirk Schneïder schrieb:

>> ich bekam jetzt eine Diskussion mit, wie man sich am besten
>> verhalten würde, wenn an einem LKW-Hänger ein Reifen in Brand
>> geraten würde, sagen wir mal auf der Autobahn. Ich hätte jetzt naiv
>> getippt, dass man sich so verhalten würde, wie man es auch beim PKW
>> machen würde,
> Das macht man mit dem PKW genau so wie mit dem LKW.
> Weiterfahren!
> Zusehen irgendwo hinzukommen wo Löschmittel verfügbar ist.

Tankstellen haben gerne grosse Feuerloescher *eg*
[...]


>> und eigene
>> Löschversuche unternehmen.
> Hast du was dabei.
> Nur dann wäre anhalten richtig.

Ungefaehr niemand, ausser einem Tankloeschfahrzeug duerfte ausreichend
ausgeruestet sein, einen LKW-Reifenbrand mit Bordmitteln loeschen zu
koennen.
Bei einem Tanlkloeschfahrzeugfahrer rechne ich aber nicht mit einer
derartigen Frage im usenet.

mfg
otto

Ralf Jeworowski

unread,
Dec 23, 2008, 8:22:30 AM12/23/08
to
Peter Sieker schrieb:

>
> "Jens Fittig" <nomor...@abwesend.de>
>>
>> Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
>> langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
>> Fetzen davon geflogen ist.
>
> Profi im Sinne von "Mir sind schon des öfteren
> Reifen am LKW abgefackelt und deswegen weiss ich welche
> Reaktion falsch ist"?
Ich haette dann wohl eher den Luftdruck der Reifen regelmaessig
ueberprueft,notfalls mit der "Hammer Methode",dann sollte ein
Reifenbrand keine Chance haben.

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Dec 23, 2008, 4:10:45 PM12/23/08
to
Johann v. Piverling schrieb:

Ja isses denn schon Silvester?

Hardy
--
Wussten sie schon, dass Betreffzeilen bis zu 255 Zeichen fassen
und dass dort ohne Mühe kürzere Mitteilungen verfasst werden können,
ohne den eigentlichen Mailkörper unnötig aufzublähen?

Ralf König

unread,
Dec 23, 2008, 5:56:37 PM12/23/08
to
Johann v. Piverling schrieb:

Aber immerhin: Keine Verletzten, keine Toten, nur Sachschaden und 1h
Autobahn gesperrt. Wenn der mit der Ladung weiterfährt, und während der
Fahrt gehen die Dinger hinten hoch, dürfte das so manchen Autofahrer
mind. irritieren oder blenden, oder erschrecken gerade nachts. Durch
Ausweichmanöver der Pkw sind dann auch schnell mal Dritte betroffen.

Ich würde sagen: Nach dem Ergebnis zu urteilen, hätte er es nicht viel
besser machen können. Ich hätte aber gedacht, dass man auf Lkw mit
solcher Ladung mehr Feuerlöschkapazität an Bord (ja, diesmal richtig
geschrieben) hat. Oder den Laderaum besser gegen Feuer schützt.

Ralf

Rolf Magnus

unread,
Dec 23, 2008, 6:23:39 PM12/23/08
to
Peter Sieker wrote:

> Mir hat man in meiner Jugend erklärt dass es keine dumme Fragen gibt.

Das wird denen erzählt, die Angst haben, eine Frage zu stellen, weil sie
meinen, es könnte eine dumme Frage sein. Das ist sie in so einem Fall aber
fast nie. Ganz anders sieht es aber bei denen aus, die überzeugt davon sind,
daß es keine dummen Fragen gibt.

Werner Schmidt

unread,
Dec 23, 2008, 6:57:53 PM12/23/08
to
Hallo Ralf König, Du schriebst am 23.12.2008 23:56

>> Der hat den Ratschlag "weiterfahren" aber nicht beherzigt und hat
>> angehalten.
>> http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Feuerwerkskoerper-_arid,1430548_regid,2_puid,2_pageid,4293.html
>
>
> Aber immerhin: Keine Verletzten, keine Toten, nur Sachschaden und 1h
> Autobahn gesperrt. Wenn der mit der Ladung weiterfährt, und während der
> Fahrt gehen die Dinger hinten hoch,

halt!

Genau das würde ja eben nicht passieren, wenn er weiterführe. Weil ja
dann das Fahrzeug (abgesehen vom eben schon brennenden Reifen) nicht
weiter in Brand geriete.

> Ich würde sagen: Nach dem Ergebnis zu urteilen, hätte er es nicht viel
> besser machen können.

Eben doch. Er hätte die Ladung und den Anhänger retten können. Bei
vergleichbarem Risiko für den übrigen Verkehr (daß auch so wie er's
gemacht hat sonst niemandem was passiert ist ist letztlich ebenfalls nur
Glück).

> Ich hätte aber gedacht, dass man auf Lkw mit

> solcher Ladung mehr Feuerlöschkapazität an Bord hat.

Wie hier auch schon zu lesen war hast Du mit tragbaren Löschmitteln
gegen einen brennenden LKW-Reifen kaum eine Chance. Und besserer Schutz
gegen Brand wird gar nicht benötigt, wenn weitergefahren und der Reifen
abgestreift wird.

Gruß
Werner

Ralf König

unread,
Dec 23, 2008, 9:17:15 PM12/23/08
to
Werner Schmidt schrieb:

> Hallo Ralf König, Du schriebst am 23.12.2008 23:56
>
>>> Der hat den Ratschlag "weiterfahren" aber nicht beherzigt und hat
>>> angehalten.
>>> http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Feuerwerkskoerper-_arid,1430548_regid,2_puid,2_pageid,4293.html
>>
>> Aber immerhin: Keine Verletzten, keine Toten, nur Sachschaden und 1h
>> Autobahn gesperrt. Wenn der mit der Ladung weiterfährt, und während der
>> Fahrt gehen die Dinger hinten hoch,
>
> halt!
>
> Genau das würde ja eben nicht passieren, wenn er weiterführe. Weil ja
> dann das Fahrzeug (abgesehen vom eben schon brennenden Reifen) nicht
> weiter in Brand geriete.

Was macht dich da so sicher? Es gibt ja unterschiedlich leicht
entzündbare Ladung. Denn der Tipp "Immer weiterfahren." scheint mir ein
bisschen pauschal. Es könnte ja sein, dass er für schwer entzündliche
Ladung so gilt, für leicht entzündliche aber nicht.

Und es gibt mehrere Reifen. Es mag sein, dass sich die pauschale
Empfehlung "Immer weiterfahren." auch ändert, je nachdem welcher Reifen
betroffen ist.

Dazu kommt: Wenn so ein Reifen "abgestreift" wird, inwiefern stört das
die Balance des Lkw (wieder ja nach Reifen) und inwiefern
irritieren/behindern/gefährden die "Reste" die anderen
Verkehrsteilnehmer, z.B. auch bei Ausweichmanövern?

Wie empfehlenswert ist es denn, einen der vordersten zwei Reifen der
Zugmaschine bei Brand "abzuschütteln"?

Es mag sein, dass die Regel auch in diesen Fällen begründet werden kann.
Aber: Die Erfahrung zeigt, dass allzu pauschale Regeln eben acuh nicht
immer richtig sind. Sondern teilweise deshalb pauschalisiert werden,
damit sich der Fahrer die Regeln besser einprägt.

Denn die wirklich optimale Reaktion für jeden unterschiedlichen Fall
kann er sich sowieso nicht merken.

Ralf

Harald Hengel

unread,
Dec 23, 2008, 9:07:15 PM12/23/08
to
Rainer Dahnke schrieb:

> Andererseits muss man aber bedenken das andere Verkehrsteilnehmer
> die Situation nicht einschätzen können / wollen / usw. und es dann
> doch zu Unfällen kommt.

Ich sehe keinen Unterschied zum stehenden Fahrzeug.
Eher im Gegenteil, wie der Youtube Film zeigte hatten Neugierige auf
der Gegenfahrbehan gehalten, sie interviewt. Das passiert nicht bei
einem fahrenden Fahrzeug.
Dazu der Reifenplatzer, vermutlich trauen sich nur wenige zu
überholen, im gegensatz zum stehenden Fahrzeug an dem alle
vorbeifahren.

> WENN alle einsichtig sind und den brennenden LKW seinen
> Schlingerkurs fahren lassen, dann ist es wohl besser.

Schlingern war zwar eine hier vorgebrachte Idee, ich halte es für
untauglich.
Einen schlauchlosen Stahlgürtelreifen reisst du damit kaum von der
Felge.
Das mag noch gestimmt haben als Schlauchreifen auf mehrteiligen Felgen
montiert waren, die Sprengringe flogen weg und der Reifen war frei zum
Ablaufen.
Gibt es noch Schlauchreifen bei LKW?

> Aber in Wirklichkeit ist immer alles anders. :)

Es macht Sinn weiterzufahren, das steht denke ich ausser frage.
Das Feuer kann sich nicht oder nur schlecht ausbreiten, du kannst
halten wo Löschmittel zur Verfügung stehen.
Auch der Youtube Film hat deutlich gezeigt, dass es vermutlich
einfacher gewesen wäre sich mit der Feuerwehr an der nächsten Zufahrt
zu treffen.

Harald Hengel

unread,
Dec 23, 2008, 9:15:27 PM12/23/08
to
Jens Fittig schrieb:

>> ROTFL.
>
> Lach du nur. Das ist typisch für Dumme die nix verstehen. Und zu
> dieser Sorte gehörst du ja schon lange.

Im Gegenstatz zu die weiss ich wovon ich rede.

>> Ein Reifen brennt derart selten, dass kaum jemand in den Genuss
>> kommt überhaupt einen Reifenbrand zu erleben.
>
> Ach ne - wenn du es als selten kennst, dann zeigt es, dass du noch
> sehr jung bist und nicht viel unterwegs warst.

ROTFL.
Du meinst jeder Reifen der ein wenig Qualmt, weill platt und
heisgelaufen, brennt auch?

>> Ich weiss nicht,
>
> Das wissen alle hier, dass du nie was richtig weisst, sondern nur
> dumm klugscheissen kannst!

Ach Gerber, wir wissen alle, dass du dir ein neues Pseudonym zugelegt
hast, du kannst nicht aus deiner Haut, daher ist es gleich wie du sich
nennst, du bist nicht intelligent genug dich nicht schnell zu outen.

>>> Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
>>> blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.
>>
>> ROTFL
>
> Lach nur du ahnungsloser Depp!

Danke Gerber.

>> Festsitzende Bremsen führen kaum zum Reifenbrand, zumindest nicht
>> solange noch gefahren wird.
>
> Gerade dann. Erst glüht die Trommel, dann die Felge.

ROTFL
Da ist so viel Luft zwischen, so heiss wird es nicht, dass es auf die
Felge glühen könnte.

> Oder die Trommel blockiert, dann radiert eben der Reifen. Bei ein
> paar hundert PS merkt man das als Fahrer nicht unbedingt wenn ein
> Rad nur noch radiert.

Und dabei kommt ein Reifen nicht in Brand, die Wärme reicht nicht.
Dass ein Fahrer es bei leerem Zug eventuell nicht merkt, da hast du
durchaus recht.

>> Blockierende Räder kann ich dir aus eigene Erfahrung sagen, die
>> schleifen eine ordentliche Fläche ins Gummi, zum Brennen reicht es
>> lange nicht.
>
> Du und Erfahrung? Mit dem Kinderdreirad?

Ne, ich brauchte immer ein Vierrad. ;-)

>>> manche vielleicht - aber das dürfte die Minderzahl sein.
>>
>> Stimmt.
>>
>> Harald
> ^^^^^^^^^^ - der ahnungsose Schwätzer!

Ach Gerber lass es dir fehlt zu vieles.

Harald Hengel

unread,
Dec 23, 2008, 9:28:52 PM12/23/08
to
Ralf Jeworowski schrieb:

>> Profi im Sinne von "Mir sind schon des öfteren
>> Reifen am LKW abgefackelt und deswegen weiss ich welche
>> Reaktion falsch ist"?
> Ich haette dann wohl eher den Luftdruck der Reifen regelmaessig
> ueberprueft,notfalls mit der "Hammer Methode",dann sollte ein
> Reifenbrand keine Chance haben.

Plattfüsse und schleichenden Luftverlust, der während der Fahrt
auftritt gibt es nicht mehr?

Harald Hengel

unread,
Dec 23, 2008, 9:27:24 PM12/23/08
to
Ralf Jeworowski schrieb:

>> Ich weiss nicht, glaube es auch nicht, ich erinneres auch nicht,
>> ist zu lange her.
>> Ich kenne 2 Leute mit frischem 2er, werde mal fragen.
>
> Es gibt schon lange keinen 2er mehr.
> C,C1,C1E oder CE welcher weitestgehend dem alten 2er entspricht
> jedoch nicht mehr das Busfahren beinhaltet.[das waere mit D}

Ich weiss, nur sind die neuen Klassen so undurchsichtig, die habe ich
mir nicht eingeprägt.

Der 2er allein reichte auch nicht zum Busfahren, ich wüsste aber
nicht, dass du für einen leeren Buss einen anderen Schein brauchst als
für von der Tonnage gleiches anderes Fahrzeug.

Lediglich zur Personenbeförderung brauchst du eine Ergänzung.
IMHO darfst du aber mit einem reinen Busschein, den es wohl neuerdings
gibt, keinen LKW fahren, ganeu weiss ich das allerdings nicht.
Es ändert sich auch aller paar Stunden. ;-)

>> ROTFL
>> Festsitzende Bremsen führen kaum zum Reifenbrand, zumindest nicht
>> solange noch gefahren wird.
>> Blockierende Räder kann ich dir aus eigene Erfahrung sagen, die
>> schleifen eine ordentliche Fläche ins Gummi, zum Brennen reicht es
>> lange nicht.
>
> Auch bei 4/5 Achsen und mehr wie 400 PS sollte man das "vorne"
> irgendwann mitbekommen.

Nein, wenn der Auflieger leer ist dann ist die Last auf den 6 Rädern
äusserst gering, wenn da ein Rad blockiert merkst du das nicht
zwingend, die Bremswirkung ist sehr gering.
Wenn der Wagen voll ist wirst du es sicher deutlich merken.

> Ich wuerde auch nicht festsitzende Bremse nehmen sonder eher
> "heissgelaufene Steckachse" aufgrund von Wartungsmaengeln.

Wie kommst du den auf die Idee.
Du weisst was eine Steckachse ist?
Erklär wie die heisslaufen kann, ich halte es für unmöglich.

> Einen Luftverlust der Bremsanlage kriegste entweder "knallhart" zu
> spueren wenn die Vorratsleitung zum Anhaenger/Auflieger abreisst.

Dann bremsen alle Räder, das ist eine andere Sache.

> Geht nur die Breimsleitung floten entweich spaetestens beim
> (Ab)Bremsen Luft und irgendwann steht man auch.
> Schleichenden Luftverlust erkennt man spaetestens dann wenn ein
> Bremskreis auf Sicherungsdruck abgefallen ist.
> man Luftdruckbremse.

Zu einem unbemerkten blockieren kommt es wenn eine Bremse klemmt, das
kann schon mal vorkommen.

>>> manche vielleicht - aber das dürfte die Minderzahl sein.
>
> Millitaer und Bau LKWs sind mit Reifenfuellanlagen etc.
> ausgestattet,da sollte das nicht zum "Luftmangel" kommen.

Dazu musst du den Luftmangel erst einmal bemerken.

Harald Hengel

unread,
Dec 23, 2008, 9:39:01 PM12/23/08
to
Ralf Jeworowski schrieb:

> Bei einem Auflieger wenn der schon Feuer gefangen hat(Plane) wuerde
> ich anhalten,rausspringen,die Verriegelung oeffenen und einfach so
> rausfahren(sofern es kein Actros ist,der hat die Batteriekisten
> hinten

Und andere haben eine Traverse an der der Königszapfen hängen bleibt.
Du wirst so den Auflieger nicht los, weder die Traverse wirst
durchreissen noch den Königszapfen abbrechen.

> und der Koenigszapen wuerde alles zertruemmern).

Und an der Traverse hängen bleiben.

> Bruch gibt es sowieso,es sei denn man kann die Stuetzen noch
> runterfahren oder kurbeln.

Ohne würde ich es nicht versuchen.
Es mag in einzelnen Fällen möglich sein, dass der Auflieger später
abfällt, dass der Königszapfen nicht an der Traverse hängen bleibt,
aber dazu muss man das Fahrzeug konkret kennen.

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Dec 24, 2008, 3:18:51 AM12/24/08
to
On 24.12.2008 Werner Schmidt wrote:
> Eben doch. Er hätte die Ladung und den Anhänger retten können. Bei
> vergleichbarem Risiko für den übrigen Verkehr (daß auch so wie er's
> gemacht hat sonst niemandem was passiert ist ist letztlich ebenfalls
> nur Glück).

Nun, ich gestehe dem Fahrer schon zu, dass er unter besonderer
Anspannung stand. Es ist sicherlich ein Unterschied, ob über dem
brennenden Reifen Kanthölzer oder eine hochexplosive Fracht ist.
Dass er da sein Heil in der Flucht, weg vom Gefährt gesucht hat,
möglicherweise gegen besseres Wissen kann ich gut verstehen.

Hardy

--
Das Repraesentieren des Staates erledigt der Bundespraesident
waehrend Schoenheitskoeniginnen sich eher um das Praesentieren von
Badeanzuegen kuemmern. Wir alle sollten froh sein, dass diese
Aufgaben nicht andersrum verteilt sind.(Mirko Liss)

Peter Sieker

unread,
Dec 24, 2008, 3:35:21 AM12/24/08
to

"Ralf König" <ralfk...@gmx.de> schrieb im

>> Genau das würde ja eben nicht passieren, wenn er weiterführe. Weil ja
>> dann das Fahrzeug (abgesehen vom eben schon brennenden Reifen) nicht
>> weiter in Brand geriete.
>
> Was macht dich da so sicher? Es gibt ja unterschiedlich leicht entzündbare Ladung. Denn der Tipp
> "Immer weiterfahren." scheint mir ein bisschen pauschal. Es könnte ja sein, dass er für schwer
> entzündliche Ladung so gilt, für leicht entzündliche aber nicht.

In diesem Fall ging es um Feuerwerkskörper.
Ich würde die unter "Leichtentzündlich" einordnen.

Christian Bieler

unread,
Dec 24, 2008, 3:47:01 AM12/24/08
to
Harald Hengel schrieb:

> Es mag in einzelnen Fällen möglich sein, dass der Auflieger später
> abfällt, dass der Königszapfen nicht an der Traverse hängen bleibt,
> aber dazu muss man das Fahrzeug konkret kennen.

Hier passierts gleich 2x:
http://de.youtube.com/watch?v=8IV12eoyUmM
8:25 und 8:55
Ist ein ERF, http://de.wikipedia.org/wiki/ERF_(Lkw)
Ansonsten ist der Rest der Folge auch sehenswert :-)

VG
-Christian

--
Meine Mailadresse ist gültig, wird aber nicht gelesen.
PM bitte an usenet-antwort [at] bieler-online [dot] de

Erich Kirchmayer

unread,
Dec 24, 2008, 4:53:09 AM12/24/08
to
Hi,

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb:

> > Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
> > Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.

> Stell dir vor das lichterloh brennende Fahrzeug steht am
> Strassenrand, es kommt zum Stau oder zum Unfall, neben dem brennden
> Fahrzeug kommen weitere zum Stehen, das Feuer schlägt über.

Dazu kommt noch das grosse Feuerwehraufgebot, das anrücken muss. Deren
Anfahrt ist auch nicht ohne Risiko, die Arbeit an einem brennenden
LKW/Anhänger (evtl. unbekannte Ladung oder Gefahrgut) sowieso nicht.

Je nach Strecke besteht auch grosse Gefahr von Busch- und Waldbrand,
denn so ein brennender LKW/Anhänger erzeugt Einiges an Hitze und
umliegende Vegetation fackelt mit ab - bei sehr trockenem Wetter auch
mal in grösserem Stil. Von möglichen Schäden am Fahrbahnbelag wurde ja
schon gesprochen - auch das trifft zu.

> > Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
> > bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
> > mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
>
> Das sehe ich nicht, der brennend fahrende gefährdet nichts, wenn die
> hinter ihm fahrenden vernünftig bleiben.

LKW brennen nicht "friedlich" Wie die div. Youtube-Videos auch zeigen,
gibt es da eine z.T. extreme Rauchentwicklung doie je nach Windstärke
und -Richtung auch mal schnell alle(!) Spuren der BAB dicht macht. Udn
wie das eine Video schön gezeigt hat - auch bishe rintakte Reifen können
bei einem Brand "davonfliegen" - nicht schwer vorzustellen was passiert,
wenn so ein explodierender Reifen (oder Teile davon) dann einen
vorbeifahrenden PKW, Motorradfahrer etc. treffen. Gleiches gilt für
Ladung, die auf stärkste Hitze "komisch" reagiert - muss noch nicht
einmal ausgewiesenes Gefahrgut sein!

Und man kann nicht darauf vertrauen, dass alle Autofahrer zu einem am
Standsteifen brennenden LKW ausreichend Abstand halten bzw. weit vor dem
LKW stehenbleiben und _nicht_ daran vorbeifahren.


Der LKW-Fahrer sollte das tun, was er kann. Er wird am Besten wissen, ob
er sein Fahrzeug/Zug noch im Griff hat und einen qualmenden/brennenden
Reifen "abschütteln" kann. Er wird auch wissen, wieviel Verkehr gerade
auf der BAB ist und Schlingermanöver nicht durchführen, wenn links neben
ihm 2 Spuren "dicht" sind.

Stehenbleiben und abbrennen lassen bleibt jedenfalls die schlechteste
Variante, die man aber je nach Fahrkönnen, Verkehrslage usw. durchaus
auch mal wählen muss um nicht sich und andere noch mehr in Gefahr zu
bringen.

> > Sind Ladung und LkW üblicherweise nicht eh versichert?
>
> Ach, deshalb riskiert man ein Großfeuer, statt den Schaden möglichst
> minimal zu halten?

Die Versicherung könnte sich sogar weigern, den vollen Schadensersatz zu
leisten. Immerhin hat in wohl jedem Versicherungsverhältnis der
Versicherungsnehmer auch eine Mitwirkungspflicht, einen Schaden so
gering wie möglich zu halten.

Gruß

Erich


--
Lebe heute und freue dich auf morgen.

Ralf Jeworowski

unread,
Dec 24, 2008, 5:11:08 AM12/24/08
to
Harald Hengel schrieb:

> Ralf Jeworowski schrieb:
>
>> Bei einem Auflieger wenn der schon Feuer gefangen hat(Plane) wuerde
>> ich anhalten,rausspringen,die Verriegelung oeffenen und einfach so
>> rausfahren(sofern es kein Actros ist,der hat die Batteriekisten
>> hinten
>
> Und andere haben eine Traverse an der der Königszapfen hängen bleibt.

Kann


> Du wirst so den Auflieger nicht los, weder die Traverse wirst
> durchreissen noch den Königszapfen abbrechen.

Die Traverse reisst irgenwann weg,so stabil sind die nicht.
Hier in Flens hats ne Spedition die anscheinend nur "nachlaessige
Fahrer" eingestellt hat.
Wie ich das letzte Mal dort auf dem Hof war hats einen LKW (MB 18xx)mit
abgerissener Traverse gehabt und einen wo der der Zapfen wohl Tank und
Leiter zerstoert hat.(MAN)
Wenn Du mal irgendwo einen DAF XF siehst der unverkleidet ist dann schau
mal auf die Traverse.
Scheint mehr ein Montageblech zu sein.;-)


>
>> und der Koenigszapen wuerde alles zertruemmern).
>
> Und an der Traverse hängen bleiben.

immer noch kann,insbesondere wenn Du nen Auflieger ohne diese nervigen
Stauboxen hast.


>
>> Bruch gibt es sowieso,es sei denn man kann die Stuetzen noch
>> runterfahren oder kurbeln.
>
> Ohne würde ich es nicht versuchen.
> Es mag in einzelnen Fällen möglich sein, dass der Auflieger später
> abfällt, dass der Königszapfen nicht an der Traverse hängen bleibt,
> aber dazu muss man das Fahrzeug konkret kennen.

Soweit richtig.
Allerdings es gibt schon Auflieger bei denen das Kurbeln entfaellt,da
werden die Stuetzen hydraulisch aus und eingefahren.
Besser man kommt nie in die Situation durch Reifenbrand den Auflieger
loswerden zu muessen.
>
> Harald

Peter Sieker

unread,
Dec 24, 2008, 5:38:58 AM12/24/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de>

>
> Und andere haben eine Traverse an der der Königszapfen hängen bleibt.
> Du wirst so den Auflieger nicht los, weder die Traverse wirst
> durchreissen noch den Königszapfen abbrechen.

Was ist denn eine Traverse an einem Sattelschlepper?
Wo ist die montiert, und wofür ist die konstruiert?

Google schmeisst nur Treffer raus, sie augenscheinlich nichts
mit dem hier diskutierten zu tun haben.

Dirk Schneïder

unread,
Dec 24, 2008, 6:07:07 AM12/24/08
to
Erich Kirchmayer schrieb am 24.12.2008 10:53:

> Und man kann nicht darauf vertrauen, dass alle Autofahrer zu einem am
> Standsteifen brennenden LKW ausreichend Abstand halten bzw. weit vor dem
> LKW stehenbleiben und _nicht_ daran vorbeifahren.

Da würde ich als Autofahrer ehrlich gesagt auch sehen, dass ich Land
gewinne, auch wenn ich im Viedeo gesehen habe, dass das nicht harmlos ist.
Außerdem gehe ich mal davon aus, wenn die Ordnungskräfte wollten, dass
keiner dran vorbei fährt, würden sie doch die Straße sperren oder nicht?
Ich kann doch als Autofahrer nicht einfach "vernünftig sein", stehen
bleiben und meinen Fahrstreifen sperren und auf dem anderen Fahrstreifen
sehen dann sicher einige keine Notwendigkeit und fahren einfach weiter.

Dirk

Ralf Jeworowski

unread,
Dec 24, 2008, 7:08:32 AM12/24/08
to
Peter Sieker schrieb:

>
> "Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de>
>>
>> Und andere haben eine Traverse an der der Königszapfen hängen bleibt.
>> Du wirst so den Auflieger nicht los, weder die Traverse wirst
>> durchreissen noch den Königszapfen abbrechen.
>
> Was ist denn eine Traverse an einem Sattelschlepper?

Wir reden hier von der Maschine

> Wo ist die montiert, und wofür ist die konstruiert?

http://www.kleyn.com/product_foto/11/f_175466_HLA.jpg
Hier kann der Koenigszapfen tatsaechlich erhebliche Schaeden anrichten
und evtl. haengenbleiben.


>
> Google schmeisst nur Treffer raus, sie augenscheinlich nichts
> mit dem hier diskutierten zu tun haben.

Google mal nach z.B [Leiter]rahmen+lkw etc.

Henning Koch

unread,
Dec 24, 2008, 7:45:17 AM12/24/08
to
On Wed, 24 Dec 2008 11:38:58 +0100, Peter Sieker wrote:

>> Und andere haben eine Traverse an der der Königszapfen hängen bleibt.
>> Du wirst so den Auflieger nicht los, weder die Traverse wirst
>> durchreissen noch den Königszapfen abbrechen.
>
>Was ist denn eine Traverse an einem Sattelschlepper?
>Wo ist die montiert, und wofür ist die konstruiert?

Eine Querverbindung zwischen den Rahmenlängsträgern, die am hinteren
Rahmenende kann man bei Sattelzugmaschinen i.d.R. gut sehen.

Bei LKW ist an dieser Traverse die ggf. vorhanden Anhängekupplung
montiert (dann muss aber eine stabilere Version verbaut sein).

Manuel Schmidt

unread,
Dec 24, 2008, 10:01:34 AM12/24/08
to
Ralf Jeworowski schrieb:

> "Der" war wohl so Naiv und glaubte mit den laut ADR mitzufuehrenden
> 2*6KG Loeschern waere es ein Kinderspiel einen Reifenbrand zu loeschen.
> Den Feuerwehrmaennern duerfte sowas nur mehr als ein Kopfschuetteln
> entlocken.

Wirklich löschen wird man einen brennenden Reifen mit dem Löschmittel
Pulver nicht können.
Dafür ist das Metall im Gummi zu schnell ausreichend aufgeheizt um immer
wieder zu Rückzündungen zu führen.

Was durchaus geht ist es das Feuer relativ lang in Schach zu halten.
Mit einer Pulverwolke die Flammen ausschlagen -> warten, bei einer
Rückzündung wieder ovn vorne anfangen.
Solange der Reifen nur glimmt und qualmt ist jeder Pulverstoß
Munitionsverschwendung.
Das zählt jedohc nicht zum üblichen Wissen durch den ungeübten
Feuerlöscher benutzer. Außerdem muss man die Nerven dazu erstmal haben :)

Sehr anschaulich mal selbst erlebt:
Gemeldet: LKW-Brand auf der Autobahn.
Neben diversen Feuerwehrkräften ist bei sowas auch ein Rettungswagen mit
dabei.
Als der Rettungswagen zuerst eintraf waren bereits 4x6kg Löschpulver auf
den Reifen abgeblasen worden. Jetzt kein Löschmittel mehr vorhanden.
Mit dem Feuerlöscher vom RTW war es kein Problem die Rückzündungen
jeweils kurz "auszuschlagen" bis dann der größe Feuerlöscher auf 14t
Fahrgestell anrückte.

Manuel

Harald Hengel

unread,
Dec 24, 2008, 12:04:47 PM12/24/08
to
Ralf Jeworowski schrieb:

> Harald Hengel schrieb:
>> Ralf Jeworowski schrieb:
>>
>>> Bei einem Auflieger wenn der schon Feuer gefangen hat(Plane)
>>> wuerde ich anhalten,rausspringen,die Verriegelung oeffenen und
>>> einfach so rausfahren(sofern es kein Actros ist,der hat die
>>> Batteriekisten hinten
>>
>> Und andere haben eine Traverse an der der Königszapfen hängen
>> bleibt.
>
> Kann

Ja, kann.
Es kommt auf verschiedene Faktoren an.
Im Wesentlichen Länge der Zugmaschine, daraus resultiert der
Sattelpunkt und Überhang vom Königszapfen nach vorn beim Auflieger.

>> Du wirst so den Auflieger nicht los, weder die Traverse wirst
>> durchreissen noch den Königszapfen abbrechen.
>
> Die Traverse reisst irgenwann weg,so stabil sind die nicht.

Du weisst aber, dass so eine Traverse häufig dafür konstruiert
ist eine Anhängerkupplung für mind. 22 Tonnen Zuglast aufzunehmen?

> Wie ich das letzte Mal dort auf dem Hof war hats einen LKW (MB
> 18xx)mit abgerissener Traverse gehabt und einen wo der der Zapfen
> wohl Tank und Leiter zerstoert hat.(MAN)
> Wenn Du mal irgendwo einen DAF XF siehst der unverkleidet ist dann
> schau mal auf die Traverse.
> Scheint mehr ein Montageblech zu sein.;-)

Es kommt darauf an.
Ich glaube nicht, dess es Regelfall ist, dass sie rausreisst wenn der
Königszapfen sich dahinter verhakt.

Werner Schmidt

unread,
Dec 24, 2008, 4:43:21 PM12/24/08
to
Hallo Ralf König, Du schriebst am 24.12.2008 03:17

> Werner Schmidt schrieb:


>> Genau das würde ja eben nicht passieren, wenn er weiterführe. Weil ja
>> dann das Fahrzeug (abgesehen vom eben schon brennenden Reifen) nicht
>> weiter in Brand geriete.
>
> Was macht dich da so sicher?

Der Fahrtwind. OK, es sollte schon etwas[tm] über Schrittgeschwindigkeit
gefahren werden.

> Es gibt ja unterschiedlich leicht
> entzündbare Ladung. Denn der Tipp "Immer weiterfahren." scheint mir ein
> bisschen pauschal. Es könnte ja sein, dass er für schwer entzündliche
> Ladung so gilt, für leicht entzündliche aber nicht.

IMO doch. Wenn Du Luft mit einem Sturm von 80 km/h über ein Feuer bläst,
wo sind dann die Flammen? Nicht oben, genau. Also nicht an der Ladung /
dem Aufbau.

> Und es gibt mehrere Reifen. Es mag sein, dass sich die pauschale
> Empfehlung "Immer weiterfahren." auch ändert, je nachdem welcher Reifen
> betroffen ist.
>
> Dazu kommt: Wenn so ein Reifen "abgestreift" wird, inwiefern stört das
> die Balance des Lkw (wieder ja nach Reifen) und inwiefern
> irritieren/behindern/gefährden die "Reste" die anderen
> Verkehrsteilnehmer, z.B. auch bei Ausweichmanövern?


In Brand geraten nach meiner Kenntnis ganz überwiegend Zwillingsreifen,
und zwar dann, wenn einer der beiden deutlich weniger Druck hat als sein
Nachbar, so daß es durch Walkarbeit und Verformung sowie dadurch
wechselnden reibenden Kontakt der beiden Nachbarreifen zur Erhitzung
kommt. Andere hier kolportierte Ursachen wie fressende Radlager oder
schleifende Bremsen, die auch einen Einzelreifen in Brand bringen
könnten sind IMO "Exoten".

> Wie empfehlenswert ist es denn, einen der vordersten zwei Reifen der
> Zugmaschine bei Brand "abzuschütteln"?

Vorderreifen wäre schon kritisch; allerdings: wenn der Reifen erst mal
brennt, ist auch bald kein Druck mehr drauf. Ich bezweifle, daß Du den
Brand vorher bemerken und anhalten können würdest. Wenn Du dann mit
brennendem , drucklosem Reifen über die Bahn eierst kannst Du im Grunde
nur hoffen, daß der dabei ganz abfliegt und deutlich hinter dem
(irgendwann ja zum Stehen gekommenen) Fahrzeug ausbrennt.

> Es mag sein, dass die Regel auch in diesen Fällen begründet werden kann.
> Aber: Die Erfahrung zeigt, dass allzu pauschale Regeln eben acuh nicht
> immer richtig sind. Sondern teilweise deshalb pauschalisiert werden,
> damit sich der Fahrer die Regeln besser einprägt.

Weshalb sie "in der Regel" eben auch befolgt werden sollten; :

> Denn die wirklich optimale Reaktion für jeden unterschiedlichen Fall
> kann er sich sowieso nicht merken.

... und vor allem kann er während der Fahrt wahrscheinlich ohnehin nicht
mehr feststellen als eben "da brennt ein Reifen". Ob im Falle *dieses*
*speziellen* Reifenbrandes ein Anhalten sinnvoller wäre wird er nicht
entscheiden können, da ihm dazu die Parameter fehlen dürften. Also
sollte er weiterfahren, wenn möglich via Funk / Handy die Feuerwehr
alarmieren und dafür sorgen, daß Reifenreste auf der Fahrbahn entfernt
werden.

Frohe Weihnachten

Werner

Werner Schmidt

unread,
Dec 24, 2008, 4:47:48 PM12/24/08
to
Hallo Hartmut 'Hardy' Schiszler, Du schriebst am 24.12.2008 09:18

> On 24.12.2008 Werner Schmidt wrote:
>> Eben doch. Er hätte die Ladung und den Anhänger retten können. Bei
>> vergleichbarem Risiko für den übrigen Verkehr (daß auch so wie er's
>> gemacht hat sonst niemandem was passiert ist ist letztlich ebenfalls
>> nur Glück).
>
> Nun, ich gestehe dem Fahrer schon zu, dass er unter besonderer
> Anspannung stand.

Allemal:

> Es ist sicherlich ein Unterschied, ob über dem
> brennenden Reifen Kanthölzer oder eine hochexplosive Fracht ist.

Eben. Daß er (IMO) falsch gehandelt hat ist aus dieser Tatsache heraus
verständlich. Aber:

> Dass er da sein Heil in der Flucht, weg vom Gefährt gesucht hat,
> möglicherweise gegen besseres Wissen kann ich gut verstehen.

Wenn ich das richtig gelesen habe hat der sogar noch Löschversuche
unternommen.

Weiterzufahren hätte ihn sinnnloser, gefährlicher Löschversuche
enthoben, sehr wahrscheinlich die Ladung gerettet, weitere Schäden
(z.B. an der Fahrbahn) weitgehend vermieden und für den übrigen Verkehr
auch kein effektiv größeres Gefahrenpotential dargestellt (denn daß ein
brennender LKW-Reifen so oder so ein deutliches Gefahrenpotential birgt
ist wohl unstrittig).

Frohe Weihnachten

Werner

Volker Neurath

unread,
Dec 25, 2008, 5:46:47 AM12/25/08
to
Harald Hengel wrote:

> Der 2er allein reichte auch nicht zum Busfahren,

War es nicht so, dass man den 2er plus Personenbeförderungsschein benötigte?

> Lediglich zur Personenbeförderung brauchst du eine Ergänzung.

heute nicht.

Für Fahrten zur Technischen Überprüfung reicht heute ein passender
LKW-Führerschein (C, CE, C1 C1E je nach Fahrzeug) irgendwo las ich mal,
dass das auch reicht, wenn der Bus überführt werden soll; es darf dann auch
ein weiterer Fahrer mitgenommen werden.
Das war früher[tm] anders, da benötigtes du den Personenbeförderungsschein
schon dann, wenn du in einem solch großen Fahrezug auch nur *eine* weitere
Person mitnehmen wolltest... alles IIRC natürlich, kanns nicht mehr
nachsehen.

Willst du allerdings Personen mitnehmen:

D1 = Fahrzeuge mit mehr als acht aber nicht mehr als 16 sitzplätzen außer
dem Fahrersitz.

D= Fahrzeuge mit mehr als 8 sitzpklätzen außer dem Fahrersitz, auch mit
anhänger bis 750kg.

D1E= Kombinationen aus einem Zugfahrzeug der Klasse D1 und einem Anhänger
über 750 kg zulässige Gesamtmasse, wobei die zulässige Gesamtmasse der
Kombination 12.000 kg sowie die zulässige Gesamtmasse des Anhängers die
Leermasse des Zugfahrzeugs nicht übersteigen darf

Quelle: ADAC Homepage

Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss

Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht

Message has been deleted

Florian Gross

unread,
Dec 25, 2008, 10:30:26 AM12/25/08
to
Rainer Dahnke wusste folgendes:
> Jens Fittig schrieb:
>
> >
> > Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
> > langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
> > Fetzen davon geflogen ist.
> >
>
> Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
> Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.
>
> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
> bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Vor ein paar Jahren ist hier in der Nähe auf der A6 bei einem LKW
ein oder mehrere Reifen in Brand geraten.
Die Ladung bestand aus Lackdosen.

Der hat sinnigerweise unter einer Brücke angehalten.

Ergebnis: LKW in größerem Umfeld verstreut und Brücke beschädigt.
Die AB konnte rechtzeitig in beiden Fahrtrichtungen gesperrt
werden, sonst hätte da mit Sicherheit auch Verletzte oder Tote
gegeben.

Je nach Ladung ist die Gefährdung deutlich größer, wenn der Fahrer
anhält.

Und bei einem brennenden Auflieger können sonst ungefährliche Güter
plötzlich brisant werden.
Mit Margarine wurde das schon vor 9 Jahren im Mont-Blanc-Tunnel
vorgeführt.

flo
--
Also ich finde, daß das Usenet das optimale Medium zu sein scheint,
in dem sich deine Selbstdemontage darstellen läßt.
[Robert Bar zu Gerrit Brodmann in drf,drm]

Florian Gross

unread,
Dec 25, 2008, 10:50:58 AM12/25/08
to
Dirk Schneïder wusste folgendes:

> Erich Kirchmayer schrieb am 24.12.2008 10:53:
>
> > Und man kann nicht darauf vertrauen, dass alle Autofahrer zu einem am
> > Standsteifen brennenden LKW ausreichend Abstand halten bzw. weit vor dem
> > LKW stehenbleiben und _nicht_ daran vorbeifahren.
>
> Da würde ich als Autofahrer ehrlich gesagt auch sehen, dass ich Land
> gewinne, auch wenn ich im Viedeo gesehen habe, dass das nicht harmlos ist.
> Außerdem gehe ich mal davon aus, wenn die Ordnungskräfte wollten, dass
> keiner dran vorbei fährt, würden sie doch die Straße sperren oder nicht?

Und wie schnell sind die vor Ort, wenn ein LKW- Fahrer einen
brennenden Reifen bemerkt? 5min? 10 min?

Der kann nicht mal eben auf einen Knopf drücken und Feuerwehr und
Polizei stehen bereit bis er angehalten hat.

Florian Gross

unread,
Dec 25, 2008, 10:52:48 AM12/25/08
to
Jens Fittig wusste folgendes:
> Peter Sieker schrieb:

> > BTW. Warum fangen Reifen eigentlich an zu brennen?


>
> Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
> blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.

Fressende Radlager sind da auch nicht schlecht.

Volker Neurath

unread,
Dec 25, 2008, 3:04:14 PM12/25/08
to
Frank Kemper wrote:

> Ich kann nur aus meiner Zeit als Lkw-Tester berichten (1997-1999).
> Damals hatte ich einen Klasse II-Führerschein und bin einmal im Rahmen
> einer Demonstrationsfahrt einen Reisebus gefahren (ZF, es ging um das
> Getriebe). Dort versicherte man mir, das sei mit Kl. II kein Problem,
> solange keine Fahrgäste im Sinne des Worts an Bord seien, also
> Passagiere, die ich befördere. Der Mann an Bord war ein Instruktor, und
> es wurde mir versichert, das sei völlig in Ordnung. Bei sonstigen
> Presse- und Testfahrten wurde immer sehr auf Gesetzestreue geachtet, so
> bin ich keinen Meter auf öffentlicher Straße gefahren, ohne eine
> gültige, auf meinen Namen ausgefüllte Tachoscheibe im Fahrtenschreiber
> zu haben.

Gut zu wissen.

Während des theoretischen Unterrichtes für meine Führerscheine (nein, ich
PKW und Motorrad NICHT zusammen gemacht) wurde erwähnt - weil auch
LKW-Fahrer im Unterricht saßen - dass schon das Mitnehmen eines zweiten
Fahrers an den Personenbeförderungsschein gebunden sei, da der zweite Mann,
solange er nicht selber fährt, als Passagier gewertet würde...
Obs stimmt? Keine ahnung.

Peter Sieker

unread,
Dec 25, 2008, 3:36:14 PM12/25/08
to

"Volker Neurath" <nean...@gmx.de> schrieb im

>
> Während des theoretischen Unterrichtes für meine Führerscheine (nein, ich
> PKW und Motorrad NICHT zusammen gemacht) wurde erwähnt - weil auch
> LKW-Fahrer im Unterricht saßen - dass schon das Mitnehmen eines zweiten
> Fahrers an den Personenbeförderungsschein gebunden sei, da der zweite Mann,
> solange er nicht selber fährt, als Passagier gewertet würde...
> Obs stimmt? Keine ahnung.

Nein das stimmt nicht.
Den Personenbeförderungsschein benötigte man nur wenn man gewerblich Personen
befördern wollte. Wenn Du als Taxifahrer unterwegs bist, benötigst Du ihn.
Wenn Du mit Deinem Nachbarn zum Weihnachtsbaum kaufen fährst, benötigst
Du ih nicht. Dabei ist es egal ob Du im PKW oder LKW fährst.

Message has been deleted

Laurent Wirmer

unread,
Dec 25, 2008, 5:25:28 PM12/25/08
to
Am Thu, 25 Dec 2008 22:06:03 +0100 schrieb Frank Kemper:
>
> Ehrlich gesagt, es wäre auch etwas albern, wenn man mir mit einem
> Pkw-Führerschein die Mitnahme von bis zu acht Personen erlauben würde,
> mit Lkw-Führerschein dagegen nicht.

Zumindest derzeit geht es AFAIK um Fahrgäste, bzw. Fahrgastplätze im
Fahrzeug. Ein zweiter Fahrer oder arbeitendes Personal (z.B. Essen und
Getränke verteilen) sind keine Fahrgäste - schließlich fahren sie ja nicht
mit um ans Ziel zu gelangen, sondern weil sie im Bus einen Job haben.

--
Grüße Laurent Wirmer

This posting is a natural product. The slight variations in
spelling and grammar enhance its individual character and
beauty and in no way are to be considered flaws or defects.

Alexander Schreiber

unread,
Dec 25, 2008, 4:47:09 PM12/25/08
to
Florian Gross <usenet-spam-g...@grossing.de> wrote:
> Rainer Dahnke wusste folgendes:
>> Jens Fittig schrieb:
>>
>> >
>> > Ack - deshalb hält ein Profi nicht an, sondern fährt meist sogar
>> > langsam und gezielt schlingernd solange weiter bis der Reifen in
>> > Fetzen davon geflogen ist.
>> >
>>
>> Wobei ich mich frage was wichtiger ist .... Die Ladung oder die
>> Vermeidung der Gefährdung des fließenden Verkehrs.
>>
>> Wenn der LKW rechts am Rand friedlich daher brennt ist das zwar
>> bedauerlich, insgesamt aber evtl. besser als durch das "schlingern"
>> mit brennendem Reifen andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
>
> Vor ein paar Jahren ist hier in der Nähe auf der A6 bei einem LKW
> ein oder mehrere Reifen in Brand geraten.
> Die Ladung bestand aus Lackdosen.

Oh, oh ..

> Der hat sinnigerweise unter einer Brücke angehalten.

Oje. Na dann ist die Katastrophe ja perfekt. Feuer mit intensiver
Hitze unter Bruecke, dazu giftige Rauchgase und, des Feuerwehrmannes
besonderer Liebling: BLEVE[0] aufgrund der Lackdosen.

> Ergebnis: LKW in größerem Umfeld verstreut und Brücke beschädigt.

Das zu erwartende Ergebnis :-(

> Die AB konnte rechtzeitig in beiden Fahrtrichtungen gesperrt
> werden, sonst hätte da mit Sicherheit auch Verletzte oder Tote
> gegeben.
>
> Je nach Ladung ist die Gefährdung deutlich größer, wenn der Fahrer
> anhält.

Allerdings. Wenn das nicht gerade ein fast nur aus Stahl bestehender und mit
Sand gefuellter Auflieger ist, dann duerfte anhalten in den meisten Faellen
das Problem drastisch verschlimmern.

> Und bei einem brennenden Auflieger können sonst ungefährliche Güter
> plötzlich brisant werden.
> Mit Margarine wurde das schon vor 9 Jahren im Mont-Blanc-Tunnel
> vorgeführt.

Praktisch alles, was bei hinreichender Hitzezufuhr gut brennt und sich
idealerweise auch noch in eine Gasphase ueberfuehren laesst.

Man liest sich,
Alex.
[0] Boiling Liquid Expanding Vapour Explosion
--
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison

Harald Hengel

unread,
Dec 25, 2008, 12:55:57 PM12/25/08
to
Volker Neurath schrieb:

> Das war früher[tm] anders, da benötigtes du den
> Personenbeförderungsschein schon dann, wenn du in einem solch
> großen Fahrezug auch nur *eine* weitere Person mitnehmen
> wolltest... alles IIRC natürlich, kanns nicht mehr nachsehen.

IMHO durftest du 6 Personen mitnehmen, wie auch maxmimal im PKW,
vorhandensein von Plätzen vorausgesetzt.

Der Personenbeförderungsschein war an 2 Dingen festgemacht.
Gewerbliche Beförderung.
Überschreiten einer bestimmten Personenzahl auch bei nichtgewerblicher
Beförderung.

Harald Hengel

unread,
Dec 25, 2008, 7:35:32 PM12/25/08
to
Florian Gross schrieb:

>> Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
>> blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.
>
> Fressende Radlager sind da auch nicht schlecht.

Eine Idee von dir, mal davon gehört oder selbst erlebt?
Das dürfte nur schwer einen Brand auslösen.

Harald Hengel

unread,
Dec 25, 2008, 7:34:51 PM12/25/08
to
Werner Schmidt schrieb:

> In Brand geraten nach meiner Kenntnis ganz überwiegend
> Zwillingsreifen, und zwar dann, wenn einer der beiden deutlich
> weniger Druck hat als sein Nachbar, so daß es durch Walkarbeit und
> Verformung sowie dadurch wechselnden reibenden Kontakt der beiden
> Nachbarreifen zur Erhitzung kommt.

Das reicht nicht um ihn so weit zu erhitzen, dass er anfängt zu
brennen.
Dazu müssen weitere Faktoren hinzukommen, z.B. q Reifen ganz platt,
der andere viel zu wenig Luft.

> Andere hier kolportierte
> Ursachen wie fressende Radlager oder schleifende Bremsen, die auch
> einen Einzelreifen in Brand bringen könnten sind IMO "Exoten".

Richtig, beim frssenden Radlager halte ich es für eine absolute
Ausnahme, auch die Bremse kann zumindest nicht während der Fahrt genug
Wärme bits zum Reifen bringen, dass er anfängt zu brennen.

>> Wie empfehlenswert ist es denn, einen der vordersten zwei Reifen
>> der Zugmaschine bei Brand "abzuschütteln"?
>
> Vorderreifen wäre schon kritisch; allerdings: wenn der Reifen erst
> mal brennt, ist auch bald kein Druck mehr drauf.

Einen Vorderreifenbrand halte ich für ziemlich ausgeschlossen, bevor
der sich durch Walkarbeit so weit erhitzt, dass er er brennen könnte
wird es der Fahrer lange gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt.
Er müsste schon eine längere Strecke mit höherer Geschwindigkeit und
total plattem Vorderreifen fahren.

> Ich bezweifle, daß
> Du den Brand vorher bemerken und anhalten können würdest.

Bei Vorderrad bezweifle ich, dass selbst der größte Volldepp schafft
so lange damit zu fahren, bis sich der Reifen durch die Wärme
entzündet.

Laurent Wirmer

unread,
Dec 26, 2008, 3:57:11 AM12/26/08
to
Am Thu, 25 Dec 2008 18:55:57 +0100 schrieb Harald Hengel:
>
> IMHO durftest du 6 Personen mitnehmen, wie auch maxmimal im PKW,
> vorhandensein von Plätzen vorausgesetzt.
>
> Der Personenbeförderungsschein war an 2 Dingen festgemacht.
> Gewerbliche Beförderung.
> Überschreiten einer bestimmten Personenzahl auch bei nichtgewerblicher
> Beförderung.

Und das Befördern von Fahrgästen in KOM (Kraftomnibus). Mit meinem C/CE
darf ich auch KOM fahren, aber nur ohne Fahrgäste.

Florian Gross

unread,
Dec 26, 2008, 8:20:14 AM12/26/08
to
Harald Hengel wusste folgendes:

> Florian Gross schrieb:
>
> >> Meistens festsitzende Bremsen und dadurch glühende Felgen. Oder
> >> blockierende Räder, die sich dann "wund" reiben.
> >
> > Fressende Radlager sind da auch nicht schlecht.
>
> Eine Idee von dir, mal davon gehört oder selbst erlebt?

War in der Zeitung schon mehrmals als Grund für einen Reifenbrand
zu lesen. Die Kompetenz desjenigen, der diese Auskunft gab, kann
ich natürlich nicht überprüfen.

Ich hab es jedoch geschafft, mir an meinem leichten 2er Polo dank
verschlissener und fressender Radlager eine Felge soweit
aufzuheizen, daß es bei dem Werkstattmenschen zu einer sichtbaren
Verbrennung gereicht hat. (Daß er meine Warnung "Vorsicht heiß"
ignoriert hat war nicht meine Schuld).

Und bei einem LKW mit deutlich mehr Gewicht und deutlich längerer
Fahrzeit/Fahrstrecke dürften da schon interessante Temperaturen
zusammenkommen. Ob es für einen Brand ausreicht, weiß ich nicht.

> Das dürfte nur schwer einen Brand auslösen.

Das hab ich bisher zu ziemlich allem gelesen. Trotzdem kommt es
immer wieder vor.

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Dec 26, 2008, 8:56:51 AM12/26/08
to
On 25.12.2008 Volker Neurath wrote:
> Während des theoretischen Unterrichtes für meine Führerscheine (nein,
> ich PKW und Motorrad NICHT zusammen gemacht) wurde erwähnt - weil
> auch LKW-Fahrer im Unterricht saßen - dass schon das Mitnehmen eines
> zweiten Fahrers an den Personenbeförderungsschein gebunden sei, da
> der zweite Mann, solange er nicht selber fährt, als Passagier
> gewertet würde... Obs stimmt? Keine ahnung.

Der Fahrlehrer muss hinterlaufen?

Hardy
--
Die europäischen Finanzminister haben beschlossen,
das Eurosymbol durch das Viagra-Markenzeichen zu ersetzen.
Dies soll eine harte Währung symbolisieren...

Volker Neurath

unread,
Dec 26, 2008, 8:50:53 AM12/26/08
to
Harald Hengel wrote:

> Volker Neurath schrieb:
>
>> Das war früher[tm] anders, da benötigtes du den
>> Personenbeförderungsschein schon dann, wenn du in einem solch
>> großen Fahrezug auch nur *eine* weitere Person mitnehmen
>> wolltest... alles IIRC natürlich, kanns nicht mehr nachsehen.
>
> IMHO durftest du 6 Personen mitnehmen, wie auch maxmimal im PKW,
> vorhandensein von Plätzen vorausgesetzt.

Das ist ein großer Irrtum. Eine Beschränkung der Personenzahl im PKW auf die
Zahl der vorhandenen Plätze gibt es erst seit kurzem in der StVO.

> Überschreiten einer bestimmten Personenzahl auch bei nichtgewerblicher
> Beförderung.

Ja, aber nur dergestalt, dass du den schein benötigtest, wolltest du in
einem Fahrzeug mit mehr als 8 Stitzplätzen außer dem Fahrersitz Personen
mitnehmen. Dann aber war die Notwendigkeit des Personenbeförderungsscheines
*unabhängig* von der Anzahl der zu Befördernden Personen.

Umgekehrt: wenn du in deinem privaten VW Bulli 10 Personen reingequtscht
hast (eingetragen waren in dem meines Vaters 8 sitzplätze) hat das
niemanden wirklich interessiert, es war vollkommen legal, solange der
Fahrer nicht behindert war und das Fahrzeug sicher führen konnte -- und das
zGG nicht überschritten war.
Und einen Personenbeförderungsschein war auch nicht nötig.

Volker Neurath

unread,
Dec 26, 2008, 9:03:08 AM12/26/08
to
Peter Sieker wrote:

> Nein das stimmt nicht.
> Den Personenbeförderungsschein benötigte man nur wenn man gewerblich
> Personen befördern wollte. Wenn Du als Taxifahrer unterwegs bist,
> benötigst Du ihn. Wenn Du mit Deinem Nachbarn zum Weihnachtsbaum kaufen
> fährst, benötigst Du ih nicht. Dabei ist es egal ob Du im PKW oder LKW
> fährst.

Es ging nicht um P'KW und LKW und auch nicht ums Weihnachtsbaumkaufen.

Es ging einfach um die *alte* Regelung bezüglich Personenbeförderungsschein,
Fahrzeuge mit mehr als 8 eingetragenen Sitzplätzen und die Frage, ab wann
der Fahrer eines solchen Fahrzeugs den Personenbeförderungsschein
benötigte.

Und wie ich ich schon schrieb, hiess es damals in der Fahrschule:

1. wenn du ein Fahrzeug mit mehr als 8 eingetragenen Sitzplätzen
fährst, benötigst du schon dann einen Personenbeförderungs-
schein, wenn auch nur eine Person mitfährt.

2. obiges gilt auch dann, wenn es sich bei der zweiten Person um einen
weiteren Fahrer handelt, der den ersten Fahrer ablösen soll.

Ich erinnere mich auch noch daran, dass wir in meiner Berufsschulzeit eine
klassenfahrt machen wollten und uns überlegt hatten, zwei kleinbusse zu
mieten - Personen die die Fahren durften gab es genug und ein
Klassenkamerad wäre günstig an die Busse gekommen.

Unser Klassenlehrer hat sich damals erkundigt und erhielt die Auskunft: geht
nicht, eben wegen Regelung 1, die nur hinfällig war, wenn zwischen den
transportierten Personen ein Verwandtschaftverhältnis bestand - sprich:
z.B. Großfamilie.

Peter Sieker

unread,
Dec 26, 2008, 12:46:14 PM12/26/08
to

"Volker Neurath" <nean...@gmx.de> schrieb

>
> Es ging nicht um P'KW und LKW und auch nicht ums Weihnachtsbaumkaufen.
>
> Es ging einfach um die *alte* Regelung bezüglich Personenbeförderungsschein,
> Fahrzeuge mit mehr als 8 eingetragenen Sitzplätzen und die Frage, ab wann
> der Fahrer eines solchen Fahrzeugs den Personenbeförderungsschein
> benötigte.
>
> Und wie ich ich schon schrieb, hiess es damals in der Fahrschule:
>
> 1. wenn du ein Fahrzeug mit mehr als 8 eingetragenen Sitzplätzen
> fährst, benötigst du schon dann einen Personenbeförderungs-
> schein, wenn auch nur eine Person mitfährt.
>
> 2. obiges gilt auch dann, wenn es sich bei der zweiten Person um einen
> weiteren Fahrer handelt, der den ersten Fahrer ablösen soll.

Ja das allles schriebst Du aus Deiner Erinnerung.

Ich bin mir aber ziemlich sicher dass man mit Klasse 2 auch
Busse fahren durften, in denen ein zweiter Fahrer mitfuhr.

Harald Hengel

unread,
Dec 26, 2008, 1:10:00 PM12/26/08
to
Florian Gross schrieb:

>>> Fressende Radlager sind da auch nicht schlecht.
>>
>> Eine Idee von dir, mal davon gehört oder selbst erlebt?
>
> War in der Zeitung schon mehrmals als Grund für einen Reifenbrand
> zu lesen. Die Kompetenz desjenigen, der diese Auskunft gab, kann
> ich natürlich nicht überprüfen.

Naja, in der Zeitung steht leider viel Unsinn oder Mutmassungen der
Reporter.
Es erinnert mich gerade an einen kürzlichen Bericht, wo drin stand,
dass die Bundesregierung beschlossen hat, dass in Zukunft Kinofilme
bereits nach 18 Monaten, statt bisher 24, im Fernsehen gezeigt werden
dürfen.
Wie ich dann erfahren habe ist es eine Regelung für mit Staatsgeldern
geförderte Filme.

> Ich hab es jedoch geschafft, mir an meinem leichten 2er Polo dank
> verschlissener und fressender Radlager eine Felge soweit
> aufzuheizen, daß es bei dem Werkstattmenschen zu einer sichtbaren
> Verbrennung gereicht hat. (Daß er meine Warnung "Vorsicht heiß"
> ignoriert hat war nicht meine Schuld).

Das wird auch beim LKW recht schwer, der Weg vom Radlager zum Reifen
ist weit und stark mit Luft umspült.
Das dünne Felgenblech kann nicht die Mengen an Wärme transprotieren um
den Reifen zu entzünden.
Das gleiche gilt für festsitzende Bremsen, die einen Reifenbrand erst
auslösen können wenn du anhälst.

> Und bei einem LKW mit deutlich mehr Gewicht und deutlich längerer
> Fahrzeit/Fahrstrecke dürften da schon interessante Temperaturen
> zusammenkommen. Ob es für einen Brand ausreicht, weiß ich nicht.

Ich habe Zweifel, das Lager wird sicher glühen, falls nicht völlig
festfrisst und den Reifen blockiert, wird der Simmerring zerstört,
Fett oder Öl wird auslaufen und evtl. Feuer fangen, solange du fährst
wird es aber einfach ábbrennen und den Reifen nicht ausreichend
erhitzen um ihn zu entzünden.
Hälst du an kann es allerdings auch den Reifen zum brennen bringen.

>> Das dürfte nur schwer einen Brand auslösen.
>
> Das hab ich bisher zu ziemlich allem gelesen. Trotzdem kommt es
> immer wieder vor.

Ein festgefressenes Radlager habe ich einmal bei einem PKW erlebt, es
hat einfach den den Aufnahmedorn abgedreht, das Rad ist abgefallen.

Harald Hengel

unread,
Dec 26, 2008, 12:47:43 PM12/26/08
to
Volker Neurath schrieb:

> Unser Klassenlehrer hat sich damals erkundigt und erhielt die
> Auskunft: geht nicht, eben wegen Regelung 1, die nur hinfällig war,
> wenn zwischen den transportierten Personen ein
> Verwandtschaftverhältnis bestand - sprich: z.B. Großfamilie.

Wann war das?
Ich kenne nur die Regel, dass du max. 7 Personen, also 8 mit Fahrer
mitnehmen darfst und die Fahrt nicht gerweblich sein darf.
Als Lehrer hätte ich allerdings rechtliche Bedenken, wenn so eine
Fahrt mit Privatfahrzeugen organisiert wird.

Harald Hengel

unread,
Dec 26, 2008, 12:48:44 PM12/26/08
to
Laurent Wirmer schrieb:

>> Der Personenbeförderungsschein war an 2 Dingen festgemacht.
>> Gewerbliche Beförderung.
>> Überschreiten einer bestimmten Personenzahl auch bei
>> nichtgewerblicher Beförderung.
>
> Und das Befördern von Fahrgästen in KOM (Kraftomnibus). Mit meinem
> C/CE darf ich auch KOM fahren, aber nur ohne Fahrgäste.

Habe ich irgendetwas anderes gesagt?

Harald Hengel

unread,
Dec 26, 2008, 12:57:21 PM12/26/08
to
Volker Neurath schrieb:

>> IMHO durftest du 6 Personen mitnehmen, wie auch maxmimal im PKW,
>> vorhandensein von Plätzen vorausgesetzt.
>
> Das ist ein großer Irrtum. Eine Beschränkung der Personenzahl im
> PKW auf die Zahl der vorhandenen Plätze gibt es erst seit kurzem in
> der StVO.

Ich meine, dass die Beschränkung uralt ist.
Aber darum geht es ohnehin nicht in dieser Diskussion.

>> Überschreiten einer bestimmten Personenzahl auch bei
>> nichtgewerblicher Beförderung.
>
> Ja, aber nur dergestalt, dass du den schein benötigtest, wolltest
> du in einem Fahrzeug mit mehr als 8 Stitzplätzen außer dem
> Fahrersitz Personen mitnehmen. Dann aber war die Notwendigkeit des
> Personenbeförderungsscheines *unabhängig* von der Anzahl der zu
> Befördernden Personen.

Nein, zumindest früher nicht.
Die Unterscheidung lag in der gewerblichen Beförderung.
Gewerblich erforderte *immer* einen Schein.
Privat galt die Personengrenze.

> Umgekehrt: wenn du in deinem privaten VW Bulli 10 Personen
> reingequtscht hast (eingetragen waren in dem meines Vaters 8
> sitzplätze) hat das niemanden wirklich interessiert,

Das erinnere ich anders, vielleicht hat niemand versucht nachzuzählen,
Polizisten sollen ja mathematisch nicht sehr begabt sein. ;-)

> es war
> vollkommen legal, solange der Fahrer nicht behindert war und das
> Fahrzeug sicher führen konnte -- und das zGG nicht überschritten
> war.

Das war das eine, du magst recht haben bezüglich der Behinderung des
Fahrers, früher hatten Fahrzeuge häufig auch vorne eine Sitzbank für 3
Personen.

> Und einen Personenbeförderungsschein war auch nicht nötig.

Der war ab einer bestimmten Personenzahl zwingend nötig, 7 oder 8
insgesamt oder eben bei gewerblicher Beförderung ab dem 1. Mitfahrer.

Werner Schmidt

unread,
Dec 26, 2008, 3:09:02 PM12/26/08
to
Hallo Harald Hengel, Du schriebst am 26.12.2008 01:34

> Werner Schmidt schrieb:
>
>> In Brand geraten nach meiner Kenntnis ganz überwiegend
>> Zwillingsreifen, und zwar dann, wenn einer der beiden deutlich
>> weniger Druck hat als sein Nachbar, so daß es durch Walkarbeit und
>> Verformung sowie dadurch wechselnden reibenden Kontakt der beiden
>> Nachbarreifen zur Erhitzung kommt.
>
> Das reicht nicht um ihn so weit zu erhitzen, dass er anfängt zu
> brennen.
> Dazu müssen weitere Faktoren hinzukommen, z.B. q Reifen ganz platt,
> der andere viel zu wenig Luft.

dazu noch mal nachgefragt: ist dann genau dies die häufigste Ursache für
Reifenbrände bei LKW oder was ist die häufigste Ursache?

> Einen Vorderreifenbrand halte ich für ziemlich ausgeschlossen, bevor
> der sich durch Walkarbeit so weit erhitzt, dass er er brennen könnte
> wird es der Fahrer lange gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt.
> Er müsste schon eine längere Strecke mit höherer Geschwindigkeit und
> total plattem Vorderreifen fahren.
>
>> Ich bezweifle, daß
>> Du den Brand vorher bemerken und anhalten können würdest.
>
> Bei Vorderrad bezweifle ich, dass selbst der größte Volldepp schafft
> so lange damit zu fahren, bis sich der Reifen durch die Wärme
> entzündet.

Ich ja auch. Aber wenn er dann mal brennt ist (so meine Vermutung) auch
nicht mehr lange richtig Druck drauf. Jedenfalls nicht, nachdem der
Brand denn endlich bemerkt wurde. So daß es dann mehr oder weniger egal
wäre, ob das Gummi noch lose auf der Felge rumeiert oder ganz weg ist.

Frohe Weihnachten

Werner

Harald Hengel

unread,
Dec 26, 2008, 7:05:39 PM12/26/08
to
Werner Schmidt schrieb:

>> Dazu müssen weitere Faktoren hinzukommen, z.B. q Reifen ganz platt,
>> der andere viel zu wenig Luft.
>
> dazu noch mal nachgefragt: ist dann genau dies die häufigste
> Ursache für Reifenbrände bei LKW oder was ist die häufigste Ursache?

Die häufigste Ursache dürfte ein nicht bemerkter Plattfuss sein.
Auf der Vorderachse kann man das praktisch ausschliessen, bei
Zwillingsreifen passiert das, aber der andere Reifen trägt
ausreichend, dass die Erwärmung des platten Reifen nicht zum Brand
führt.
Bei den üblichen einfach bereiften 3-achs Aggregaten der
Sattelauflieger kann das passieren, dasse in Plattfuss unbemerkt
bleibt und der Reifen sich durch die starke Walkarbeit so überhitzt,
dass er anfängt zu brennen. Meist jedoch lösen sich vorher Teile des
Gummis und fliegen weg und der Fahrer bemerkt es lange bevor es zum
Brand kommt.
Eine glühende Bremse kann auch eine Reifenbrand auslösen, aber erst
wenn man damit anhält und die Hitze sich
ausbreiten kann.
Vorher verhindert der Fahrtwind, dass der Reifen zu heiss werden kann.

>> Bei Vorderrad bezweifle ich, dass selbst der größte Volldepp
>> schafft so lange damit zu fahren, bis sich der Reifen durch die
>> Wärme entzündet.
>
> Ich ja auch. Aber wenn er dann mal brennt ist (so meine Vermutung)
> auch nicht mehr lange richtig Druck drauf.

Stimmt, aber nur zu wenig Druck reicht nicht um den Reifen bis zum
Entzünden aufzuheizen, da muss der Druck schon so stark abgefallen
sein, dass du es mit Sicherheit stark in der Lenkung spürst.
Ein halbwegs erfahrerner Fahrer bemerkt bereits eine Druckdifferen von
0,5 Bar.

> Jedenfalls nicht,
> nachdem der Brand denn endlich bemerkt wurde. So daß es dann mehr
> oder weniger egal wäre, ob das Gummi noch lose auf der Felge
> rumeiert oder ganz weg ist.

Ich habe Zweifel, dass derartige Volldeppen gibt, die lange Strecken
mit stark einseitig ziehender Lenkung mit hoher Geschwindigkeit
weiterfahren, so dass ein Reifen sich ausreichend erhitzen kann bis er
brennt.

Kann jemand von einem Vorderreifenbrand berichten, der während des
Fahrens entstanden ist?

Werner Schmidt

unread,
Dec 28, 2008, 6:43:29 PM12/28/08
to
Hallo Harald Hengel, Du schriebst am 27.12.2008 01:05

> Werner Schmidt schrieb:


>> dazu noch mal nachgefragt: ist dann genau dies die häufigste
>> Ursache für Reifenbrände bei LKW oder was ist die häufigste Ursache?
>
> Die häufigste Ursache dürfte ein nicht bemerkter Plattfuss sein.
> Auf der Vorderachse kann man das praktisch ausschliessen, bei
> Zwillingsreifen passiert das, aber der andere Reifen trägt
> ausreichend, dass die Erwärmung des platten Reifen nicht zum Brand
> führt.

hätt' ich nicht gedacht, aber wenn Du's so sagst, glaub' ich das mal.
Könnt' man ja auch rechnen, wenn man's kann (ich kann's nicht).

> Eine glühende Bremse kann auch eine Reifenbrand auslösen, aber erst
> wenn man damit anhält und die Hitze sich
> ausbreiten kann.
> Vorher verhindert der Fahrtwind, dass der Reifen zu heiss werden kann.

Das wiederum hätte ich auch so erwartet.

Gruß
Werner

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