Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
Grüße
Michael Assenmacher
<rudolf...@raith-edv.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8df7r8$o5k$1...@nnrp1.deja.com...
Das ist eine freiwillge Selbstbeschränkung diverser Hersteller.
Der Hintergrund liegt in der Problematik Fahrwerke zu bauen, die auch bei
deutlich mehr als 250 km/h noch sicher auf der Strasse liegen und gleichzeitig
auch noch guten Fahrkomfort bieten.
Die Fahrzeuge von Porsche und Ferrari sind nicht abgeregelt, dafür sind die Fahrwerke
härter,
bei Porsche z.B. hängt die Fahrwerkshärte (und tiefe) von der erreichbaren
Geschwinfdigkeit ab.
Der Boxster (250 km/h) ist weicher als der Boxster S (260 km/h) der wiederum ist
weicher als der Carrera (280 km/h). Am härtesten sind GT3 und Turbo (> 300 km/h).
Bei BMW hatte man überlegt den Z8 (400PS) ohne Abregelung zu verkaufen.
Fahrversuche ergaben aber, daß das Fahrwerk dann hääte tiefer und härter, die
Fahrwerksgelenke hätten auch steifer ausfallen müssen.
Außerdem gab es noch aerodynamische Probleme, die einen Spoiler (ausfahrbar)
unabdingbar gemacht hätten (trotz DSC3 / ESP)
Für einen sicheres Fahren oberhalb von 250 km/h braucht man halt mehr als ein Satz Reifen.
Peter
[BS] würde sagen, höhere Geschwindigkeiten als 80 km/h sind ohnehin
"sozialunverträglich". ;-)
SCNR
--
MfG
Micha
Rudolf,
wenn Du wissen willst, wie man das Ding schnell und kostengünstig entfernt,
sag bescheid.
Roland
> Rudolf,
>
> wenn Du wissen willst, wie man das Ding schnell und kostengünstig
entfernt,
> sag bescheid.
Würde mich mal interesiseren!
Habe meine leider immer noch drin, ist manchmal schon nervig, wenn es einen
plötzlich in den Gurt wirft, wenn die Mühle bei 250 die Flügel hängen
läßt.... ;-)
>
> Roland
Ciao
Amando
Das liegt nur am Hersteller: Vor einigen Jahren hatten sich u.a. Audi, BMW,
MB usw. dazu entschlossen, dass bei 250 km/h Schluss ist; BMW haelt sich
noch immer dran, denn mein 740iA riegelt ebenfalls bei 250 ab und dreht
dabei gerademal ca. 4400U/Min......Die Reifen sind dabei IMHO bis 280km/h
zugelassen - von daher waer's also auch kein Problem.
Gruss,
DS
<rudolf...@raith-edv.de> schrieb in im Newsbeitrag:
Wobei die 286 PS vermutlich nicht fuer wesentlich mehr reichen. Ich habe
aber gehoert, dass der 740er bei 240 abgeriegelt wird, damit er zumindest
auf dem Papier einen Unterschied zum 750er liefert, der bei 250 abriegelt.
Denn fuer 250 reichen 286 PS allemal.
--
Alexander Wunderer
> Wobei die 286 PS vermutlich nicht fuer wesentlich mehr reichen. Ich habe
> aber gehoert, dass der 740er bei 240 abgeriegelt wird, damit er zumindest
> auf dem Papier einen Unterschied zum 750er liefert, der bei 250 abriegelt.
> Denn fuer 250 reichen 286 PS allemal.
Das war beim 740i E32 so, der 740i E38 "darf" 250 fahren...
Benjamin
Und: Wenn diese Abriegelung entfernt wird, erlischt dann nicht die ABE?
> Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, wieso diese Abriegelung gemacht
> wird.
Wie Michael Assenmacher bereits geschrieben hat: um dem Wettrüsten, wie man
es jetzt gut am Beispiel Motorrad (Hayabuza & Co.) beobachten kann, einen
Riegel vorzuschieben, wurde von Audi, BMW und Mercedes eine Übereinkunft
getroffen, die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge bei 250km/h zu begrenzen,
auch wenn Motorleistung und Fahrwerk höhere Geschwindigkeiten zulassen
würden. Man kam zu der Einsicht, daß eine künstliche Begrenzung der
Höchstgeschwindigkeit dem Charakter der Fahrzeuge nicht schadet, zumal diese
Hersteller keine Sportwagen bauen...
> Wieso hält sich z. B. Porsche nicht daran?
Weil Porsche wie z.B. auch Ferrari keine Luxuslimousinen baut, sondern
reinrassige Sportwagen, und eine Abregelung würde sich wohl auch im
Gegensatz zu einer Limousine mit dem Gedanken an einen Sportwagen irgendwie
beissen... ;-)
> Gab's da mal eine
> Diskussion darüber?
> Und: Wenn diese Abriegelung entfernt wird, erlischt dann nicht die ABE?
Warum sollte sie? Fahrwerk und Bremsen sind idR der Leistung angepasst.
Allerdings kann sich die Versicherung im Schadensfall quer stellen, wenn mal
was passiert...
Benjamin
>Wie Michael Assenmacher bereits geschrieben hat: um dem Wettrüsten, wie man
>es jetzt gut am Beispiel Motorrad (Hayabuza & Co.) beobachten kann, einen
>Riegel vorzuschieben, wurde von Audi, BMW und Mercedes eine Übereinkunft
>getroffen, die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge bei 250km/h zu begrenzen,
>auch wenn Motorleistung und Fahrwerk höhere Geschwindigkeiten zulassen
>würden. Man kam zu der Einsicht, daß eine künstliche Begrenzung der
>Höchstgeschwindigkeit dem Charakter der Fahrzeuge nicht schadet, zumal diese
>Hersteller keine Sportwagen bauen...
Haette man dann nicht einfacher die Motorleistung auf z.B 150PS
begrenzen koennen? :-]
Ich denke mal das wurde gemacht um ein Wettruesten zu ermoeglichen,
naemlich ueber die stetige Leistungssteigerung. Ausserdem haben die
Leute die sich solche Autos kaufen zwar immer Geld, aber nicht immer
die Faehigkeiten damit umzugehen und eine Erhoehung der
Maximalgeschwindigkeit duerfte die Herstellungskosten exponentiel
ansteigen lassen und das fuer nur wenige Minuten Betrieb im Jahr wo
man mal 300 fahren kann?
Ausserdem kann man dann einige wenige Autos dann doch wieder so bauen
(tunen) das sie doch wieder schneller sind. Da kann man dann die Leute
mit wirklich zuviel Geld nochmal ordentlich abkassieren. Lediglich die
Leute mit normalen Autos knirschen dann immer mit den Zaehnen weil sie
ihre Potenz oder so gefaerdet sehen wenn sie ueberholt werden. Daher
sind die auch alle so sauer auf diese Motorraeder. :-) Die glauben
naemlich jetzt das niemand andereres schneller wie 250km/h fahren darf
bloss weil ihre eigene Muehle nicht mehr macht.
Ich finde das ja immer wieder lustig. :-)
>Weil Porsche wie z.B. auch Ferrari keine Luxuslimousinen baut, sondern
>reinrassige Sportwagen, und eine Abregelung würde sich wohl auch im
>Gegensatz zu einer Limousine mit dem Gedanken an einen Sportwagen irgendwie
>beissen... ;-)
Aber einen Drehzahlbegrenzer haben sie doch wenigstens damit der
50jaehrige Opa in der Midlivecrisis nicht einmal pro Monat einen neuen
Motor braucht oder? :-]
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
> Haette man dann nicht einfacher die Motorleistung auf z.B 150PS
> begrenzen koennen? :-]
Oder gleich Kleinwagen vorschreiben? ;-) (Uahhh, grauenhafte Vorstellung!)
Zumal eine Begrenzung der Motorleistung auf 150PS bei einer 2to-Limousine
auch keine Wunder in der Beschleunigung erwarten lässt...
> Ich denke mal das wurde gemacht um ein Wettruesten zu ermoeglichen,
> naemlich ueber die stetige Leistungssteigerung.
Wie denn das? Ein Wettrüsten über die Motorleistung wäre eher ohne
Begrenzung gegeben, da sich die untersch. Motorleistung auch in der
Höchstgeschwindigkeit zeigen würde. So aber fahren alle, egal ob ein
Mercedes 600SE W140 mit 408PS oder ein BMW 740i E38 mit 286PS, maximal
250...
> Ausserdem haben die
> Leute die sich solche Autos kaufen zwar immer Geld, aber nicht immer
> die Faehigkeiten damit umzugehen
So eine Pauschalaussage passt auf alle Fahrzeug-Klassen...
> und eine Erhoehung der
> Maximalgeschwindigkeit duerfte die Herstellungskosten exponentiel
> ansteigen lassen
Nicht zwangsläufig, eigentlich wäre es sogar billiger, da man sich die
Abregelungselektronik sparen würde...
> Ausserdem kann man dann einige wenige Autos dann doch wieder so bauen
> (tunen) das sie doch wieder schneller sind. Da kann man dann die Leute
> mit wirklich zuviel Geld nochmal ordentlich abkassieren.
Warum abkassieren? Jeder muss wohl für sich selbst entscheiden, was ob er
eine Erhöhung der Motorleistung und/oder der Höchstgeschwindigkeit möchte
und was ihm der Spass wert ist...
> Lediglich die
> Leute mit normalen Autos knirschen dann immer mit den Zaehnen weil sie
> ihre Potenz oder so gefaerdet sehen wenn sie ueberholt werden.
Wer in Anbetracht einer 300PS-Limousine mit den Zähnen knirschen muss, der
hat wohl wirklich ein therapiebedürftiges Problem...
> Daher
> sind die auch alle so sauer auf diese Motorraeder. :-) Die glauben
> naemlich jetzt das niemand andereres schneller wie 250km/h fahren darf
> bloss weil ihre eigene Muehle nicht mehr macht.
Vielleicht machen sich die Leute aber auch nur Gedanken, was passiert, wenn
ein 300km/h-Hayabuza-Fahrer plötzlich mal bremsen sollte. Oder es liegt
etwas auf der Strasse. Motorradfahrer sind schon prinzipiell weit höher
gefährdet als Autofahrer...
Wenn es Autohersteller schaffen, sich auf einen vernünftigen Grenzwert zu
einigen, dann sollten die Motorradhersteller IMHO das auch tun...
Benjamin
--
Alexander Wunderer
Alexander Wunderer wrote:
Entweder der Tacho geht vor oder das Ding ist offen. Mit der Tiptronic hat das
nichts zu tun, die Handschaltfunktion ist nur ein Gimmick und imho überflüssig.
Der S8, den ich mal gefahren bin, ging knapp über 250. Die Abriegelung war
spürbar.
Grüße.
Guido
Stimmt. Da gibt es nach meiner Erfahrung eine Menge Leute mit solchen
Problemen.
>Wenn es Autohersteller schaffen, sich auf einen vernünftigen Grenzwert zu
>einigen, dann sollten die Motorradhersteller IMHO das auch tun...
Schon passiert. Ab 2001 max. 300 km/h.
Bis dann, Horst
>> Ausserdem haben die
>> Leute die sich solche Autos kaufen zwar immer Geld, aber nicht immer
>> die Faehigkeiten damit umzugehen
>So eine Pauschalaussage passt auf alle Fahrzeug-Klassen...
Natuerlich, aber das aendert nicht an der Aussage.
>> und eine Erhoehung der
>> Maximalgeschwindigkeit duerfte die Herstellungskosten exponentiel
>> ansteigen lassen
>Nicht zwangsläufig, eigentlich wäre es sogar billiger, da man sich die
>Abregelungselektronik sparen würde...
Du weisst nicht wovon du redest. Abregelelektronik bedeutet ein
kleines Programm im Steuercomputer, hoehere Geschwindigkeit als vom
Hersteller vorgesehen laesst die weitere Verwendung von
Originalbremsen, Fahrwerk und Reifen erstmal fraglich werden.
>Warum abkassieren? Jeder muss wohl für sich selbst entscheiden, was ob er
>eine Erhöhung der Motorleistung und/oder der Höchstgeschwindigkeit möchte
>und was ihm der Spass wert ist...
Ich bewerte das ja nicht moralisch. Es kostet nur Geld. Man konnte
natuerlich fragen ob das vernuenftig ist viel Geld auszugeben fuer
etwas was man nur seltenst mal nutzen kann. Aber es ist nicht
vernuenftig bei Autos von Vernunft zu reden. :-)
>Vielleicht machen sich die Leute aber auch nur Gedanken, was passiert, wenn
>ein 300km/h-Hayabuza-Fahrer plötzlich mal bremsen sollte.
Er wird dann langsamer. Aber da haettest du jetzt bestimmt auch selber
drauf kommen koennen.
>Oder es liegt
>etwas auf der Strasse. Motorradfahrer sind schon prinzipiell weit höher
>gefährdet als Autofahrer...
Was will mir diese Aussage sagen? Das man die Gefahr fuer
Motorradfahrer reduzieren muss indem man ihre Geschwindigkeit
begrenzt? Da waere es aber zuerst mal sinnvoll Autofahrer zu begrenzen
weil die fuer Motorraeder die groessere Gefahr darstellen.
>Wenn es Autohersteller schaffen, sich auf einen vernünftigen Grenzwert zu
>einigen, dann sollten die Motorradhersteller IMHO das auch tun...
Jemand sagte mir mal:
>Jeder muss wohl für sich selbst entscheiden, was ob er
>eine Erhöhung der Motorleistung und/oder der Höchstgeschwindigkeit möchte
>und was ihm der Spass wert ist...
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Bye,
Michael
--
Michael Neumayer
mailto:achtu...@gmx.de
Alexander Wunderer <A.Wun...@gmx.at> schrieb in im Newsbeitrag:
8edvah$1d0c$1...@www.univie.ac.at...
> Ich habe da mal was gehoert, was ich nicht glauben kann.
> Ein Verwandter von einem Freund hat einen S8. Also Leistung satt, aber
> Abriegelung bei 250. Dieses Auto hat Tipptronic, kann also entweder
> "handgeschalten" werden, oder als Automatik betrieben werden. Und, ich
habe
> mir leider nicht gemerkt in welchem Modus, entweder als handgeschaltenes
> oder als Automatikmodell wird die Abriegelung deaktivert und das Ding
rennt
> weit ueber 250.
Hai Horst,
>>Wenn es Autohersteller schaffen, sich auf einen vernünftigen Grenzwert zu
>>einigen, dann sollten die Motorradhersteller IMHO das auch tun...
> Schon passiert. Ab 2001 max. 300 km/h.
Naja, ob 300 km/h wirklich einen "vernünftigen" Grenzwert markiert...?
--
___
/ iao +-- - .
(___hristian | Kruemel Boks! - +49-431-3292929 - 56k analog & ISDN |
. - --+
... @->--->- @->--->-- a bunch of roses tagline. Watch for thorns.
> Ich habe da mal was gehoert, was ich nicht glauben kann.
> Ein Verwandter von einem Freund hat einen S8. Also Leistung satt, aber
> Abriegelung bei 250. Dieses Auto hat Tipptronic, kann also entweder
> "handgeschalten" werden, oder als Automatik betrieben werden. Und, ich
habe
> mir leider nicht gemerkt in welchem Modus, entweder als handgeschaltenes
> oder als Automatikmodell wird die Abriegelung deaktivert und das Ding
rennt
> weit ueber 250.
> Was meint ihr dazu?
Das ist normal. Mein A8 zeigt mir bei 250 auch um die 260 an, und die
Abregelung ist trotzdem spürbar. Mit der Tiptronic hat das absolut nix zu
tun. Genauso war´s auch bei den anderen A8/S8, die ich gefahren bin. Alle
regeln bei 250km/h ab...
Benjamin
> >Nicht zwangsläufig, eigentlich wäre es sogar billiger, da man sich die
> >Abregelungselektronik sparen würde...
>
> Du weisst nicht wovon du redest.
Aber Du, richtig? ;-)
> Abregelelektronik bedeutet ein
> kleines Programm im Steuercomputer,
nicht immer, bei MB gab´s anscheinend dafür spezielle Module...
Zudem muss dieses Programm auch erst erstellt werden, was vielleicht nicht
viel kosten mag, aber trotzdem nicht gratis ist...
> hoehere Geschwindigkeit als vom
> Hersteller vorgesehen laesst die weitere Verwendung von
> Originalbremsen, Fahrwerk und Reifen erstmal fraglich werden.
Da weisst Du wohl nicht, wovon Du redest. Zumindest bei MB, BMW und Audi
sind bis jetzt die Bremsen, Reifen und Fahrwerk der Motorleistung mehr als
angemessen, egal ob abgeregelt oder nicht. Die Abregelung wird von den
Herstellern nicht genutzt, um an diesen Elementen zu sparen, zudem dürfte
sowas der Kundenkreis nicht akzeptieren...
Zudem dürfte der Anteil der Käufer, die die Abregelung entfernen lässt, wohl
nicht allzu groß sein...
> >Vielleicht machen sich die Leute aber auch nur Gedanken, was passiert,
wenn
> >ein 300km/h-Hayabuza-Fahrer plötzlich mal bremsen sollte.
>
> Er wird dann langsamer. Aber da haettest du jetzt bestimmt auch selber
> drauf kommen koennen.
Jau, allerdings beachte man das "plötzlich" in dem von mir geschriebenen
Text. Ganz sicher gibt es einen Unterschied zw. einem Motorrad und einem
Auto bei einer starken Bremsung...
> >Oder es liegt
> >etwas auf der Strasse. Motorradfahrer sind schon prinzipiell weit höher
> >gefährdet als Autofahrer...
>
> Was will mir diese Aussage sagen? Das man die Gefahr fuer
> Motorradfahrer reduzieren muss indem man ihre Geschwindigkeit
> begrenzt? Da waere es aber zuerst mal sinnvoll Autofahrer zu begrenzen
> weil die fuer Motorraeder die groessere Gefahr darstellen.
Es geht nicht darum, ob Motorradfahrer für Autos oder Autos für
Motorradfahrer eine größere Gefahr darstellen, sondern darum:
- Motorradfahrer sind wesentlich schlechter zu erkennen als Autos
- Motorradfahrer sind einer höheren Gefahr als Autofahrer ausgesetzt, da ich
Vehikel auf die beim Auto üblichen Sicherheitselemente (Deformationszone,
Seitenaufprallschutz, Gurte, Airbags, meist sogar ABS) verzichten muss
- Motorräder reagieren wesentlich sensibler auf Fahrbahneigenschaften
(Schlaglöcher, schlechte Fahrbahninstandsetzung, Ölspuren, Fremdkörper) und
Witterungseinflüsse (Nässe, Glätte) und sind in solchen Situationen oft
genug deutlich schwerer zu beherrschen
Trotz der wesentlich höheren Gefährdung von Motorradfahrern gab es bis jetzt
keine freiwillige Geschwindigkeitsbegrenzung seitens der Hersteller. Im
Gegenteil, es wurden immer wieder noch stärkere und schnellere Bikes
angekündigt, mit Leistungen über 200PS. Lt. der aktuellen AutoBILD haben
sich einige Hersteller aber endlich auf eine freiwillige Begrenzung von
299km/h geeinigt. Aber auch damit liegt diese Grenze trotz der höheren
Gefährung noch 50km/h höher als beim Auto...
> >Wenn es Autohersteller schaffen, sich auf einen vernünftigen Grenzwert
zu
> >einigen, dann sollten die Motorradhersteller IMHO das auch tun...
>
> Jemand sagte mir mal:
>
> >Jeder muss wohl für sich selbst entscheiden, was ob er
> >eine Erhöhung der Motorleistung und/oder der Höchstgeschwindigkeit
möchte
> >und was ihm der Spass wert ist...
Jup, und wenn´s das eigene Leben und das der Anderen ist...
Benjamin
Hallo !
Wer ist Horst Pieder ?
>>>Wenn es Autohersteller schaffen, sich auf einen vernünftigen
>>>Grenzwert zu einigen, dann sollten die Motorradhersteller IMHO
>>>das auch tun...
>> Schon passiert. Ab 2001 max. 300 km/h.
>
>Naja, ob 300 km/h wirklich einen "vernünftigen" Grenzwert markiert...?
"Vernünftig" und "Geschwindigkeits-Grenzwert Motorrad" wirst du wohl kaum
zueinander bringen. Im übrigen ist der Grenzwert sogar politisch blitzblank
mit "299 km/h" angegeben. Bürgerberuhigung.
Angesichts der Tatsache, daß garantiert jede Boulevard-Redaktion
Deutschlands gierig auf jeden Hayabusa bzw. ZX 12 R-Toten wartet, tut die
Medienruhe die sich um dieses Thema bildet richtig gut.
Mit nem Porsche fährt auf öffentlichen Straßen auch praktisch keiner 280
km/h. Trotzdem ist die Vmax ein wichtiges Kaufargument. Denn weil jeder weiß
wie schnell die Dinger sind lassen sich auch sture Linksfahrer dazu herab,
mal nach rechts zu gehen wenn hinter denen ein 911er auftaucht. Das ist auch
auf einem Mototrrad ein willkommener Effekt.
Bis dann, Horst
> Angesichts der Tatsache, daß garantiert jede Boulevard-Redaktion
> Deutschlands gierig auf jeden Hayabusa bzw. ZX 12 R-Toten wartet,
tut die
> Medienruhe die sich um dieses Thema bildet richtig gut.
>
> Mit nem Porsche fährt auf öffentlichen Straßen auch praktisch keiner
280
> km/h. Trotzdem ist die Vmax ein wichtiges Kaufargument.
Die Hayabusa ist doch demnächst nur noch ein kleines Spielzeug.
Friedel Münch bringt jetzt seine Münch Mammut 2000 heraus.
Das Motorrad wird in einem eigens dafür gebauten Werk in Polen
hergestellt. Sie wird einen 2 ltr Turbomotor mit 260 PS haben und ca.
350 kg wiegen. Die Auflage soll auf etwa 200 Stück begrenzt werden zu
einem Stückpreis von !!! 175000 DM. Das besondere daran ist, das an
jede der 200 Maschinen ein Laptop angeschlossen werden kann und der
zuständige Ingenieur hat per Internet die gesamten Telemetriedaten der
Maschine zur verfügung. Also Exclusivität pur für jeden Käufer.
Fragt sich nur wann alle Anderen wieder Nachziehen und 2 ltr
Motorräder mit 260 PS überall zu kaufen sein werden. Die 1. Münch ist
ja auch nichts besonderes mehr.
gruß
Rainer
> Wenn es Autohersteller schaffen, sich auf einen vernünftigen Grenzwert zu
> einigen, dann sollten die Motorradhersteller IMHO das auch tun...
Die Muench Mammuth 2000 (260 PS) ist auf 250 limitiert. Das Ding ist
aber nicht repraesentativ ;-)
Ciao
Martin
--
***********************************************************
Martin Schulte Moenting eMail mar...@schultemoenting.de
Alle Geruechte auch zum Mitnehmen.
Gottseidank, ich schaue nicht ständig in die Rückspiegel.
Das dürfte ein Motorrad sein, was erst gar nicht zu sehen ist und im
nächsten Moment schon da ist ;-))
Für alle, die es interessiert, hier ist die offizielle Website.
http://www.muench-mammut-2000.com/d/sites/home.html
Man oh man 295 Nm schon bei 2450 U/min
gruß
Rainer
Rainer Eggert schrieb:
>
> Die Hayabusa ist doch demnächst nur noch ein kleines Spielzeug.
> Friedel Münch bringt jetzt seine Münch Mammut 2000 heraus.
>
Zum einen wird sich so ein Motorrad der Otto-Normalverbraucher eh nicht
leisten können. Und ausserdem riegelt die Maschine auch bei 250 ab - und
das krieg ich mit ner 98PS Maschine auch hin.
--
Viele Gruesse
Tobias Frank
Nehmen wir an, Du beschleunigst voll und klammerst Dich an die Griffe, dass
Du nicht nach hinten runterfaellst. Bei 250 setzt der Begrenzer ein und es
wirft Dich nach vorne ab ;-))
--
Alexander Wunderer
Benjamin Gawert schrieb:
> Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> FtrKp...@criseis.ruhr.de...
>
> > >Nicht zwangsläufig, eigentlich wäre es sogar billiger, da man sich die
> > >Abregelungselektronik sparen würde...
> >
> > Du weisst nicht wovon du redest.
>
> Aber Du, richtig? ;-)
>
> > Abregelelektronik bedeutet ein
> > kleines Programm im Steuercomputer,
>
> nicht immer, bei MB gab´s anscheinend dafür spezielle Module...
>
> Zudem muss dieses Programm auch erst erstellt werden, was vielleicht nicht
> viel kosten mag, aber trotzdem nicht gratis ist...
>
*schnipp*
Das Programm kostet aber nur bei der Erstellung, dann nicht mehr. Die Elektronik
besteht aus mehreren Bauelementen, die kosten alle einzeln. Außerdem muß die
Elektronik auch entwickelt und getestet werden (EMV...).
Programm:
if (v>250kmh)
{
spritmenge=konstant
}
Ende Programm.
Sollte man als Interrupt machen.
MfG
Ralf
Das ist schon lange her. Die aktuelle E, C-Klasse SLK, CLK haben den
motorischen Hoechstgeschwindigkeitsbegrenzer mit im
Motorsteuergeraet (jedenfalls die 4Zylinder 2 und 2,3 liter
maschinen).
>> Zudem muss dieses Programm auch erst erstellt werden, was
vielleicht nicht
>> viel kosten mag, aber trotzdem nicht gratis ist...
Aber auf die Stueckzahlen (mehrere hunderttausend) gerechnet ist es
ein verschwindend geringer Betrag.
>*schnipp*
>
>Das Programm kostet aber nur bei der Erstellung, dann nicht mehr.
Die Elektronik
>besteht aus mehreren Bauelementen, die kosten alle einzeln.
Außerdem muß die
>Elektronik auch entwickelt und getestet werden (EMV...).
>
>Programm:
>
>if (v>250kmh)
>{
> spritmenge=konstant
>}
>
>Ende Programm.
>
>Sollte man als Interrupt machen.
>
>MfG
>
>Ralf
So einfach ist es auch nicht. Ein Regler ist da schon drin. Der ist
mit dem Regler für den Variablen Geschwindikeitsbegrenzer zusammen
realisiert. Zudem wurden noch einige Funktionen eingebaut die die
unterschiedlichen Geschwindigkeitssensoren an jedem Rad
berücksichtigen. Das sind 5 Stück. An jedem Rad einen plus einen 5.
vorne links. Das ist nötig damit niemand manipulieren kann. Stell
Dir mal vor wenn nur ein v-Sensor ueberprueft werden wuerde koennte
man den einfach abtrennen und haette so den Begrenzer ueberlistet
(bei einem defekten V-Sensor geht das Steuergeraet nicht gleich in
den Notlauf oder schaltet sich ab). Geht so natuerlich nicht. Wenn
man alle 5 v-Sensoren abtrennt steht die Kiste und das Steuergeraet
schaltet ab. Den Wert fuer die Abregelgeschwindigkeit wird durch den
Datensatz eingestellt. Selbst durch tuning desselben (was eh nicht
so einfach ist, diverse Sicherheitsmechanismen) kann man nicht ueber
255 km/h kommen weil ich ein byte verwendet habe was als 0...255
mit der auflösung 1 km/h interpretiert wird. Man kann also nicht
mehr als 255 einstellen, es sei den man programmiert das
entsprechende Modul und alle involvierten Programmteile um und
uebersetzt die komplette Software neu.
So ich hoffe das hat ein bischen klarheit geschaffen.
MfG, Joerg.
Joerg Winges schrieb:
*schnipp*
> >Das Programm kostet aber nur bei der Erstellung, dann nicht mehr.
> Die Elektronik
> >besteht aus mehreren Bauelementen, die kosten alle einzeln.
> Außerdem muß die
> >Elektronik auch entwickelt und getestet werden (EMV...).
> >
> >Programm:
> >
> >if (v>250kmh)
> >{
> > spritmenge=konstant
> >}
> >
> >Ende Programm.
> War auch mehr ironisch gemeint, mir ist auch klar, daß die das nicht
> primitiv machen, es wäre aber eine Möglichkeit, mir ist aber noch
> eingefallen, daß eine UND-Verknüpfung mit Vollgas mit rein muß.
:-)
> Der ist
> mit dem Regler für den Variablen Geschwindikeitsbegrenzer zusammen
> realisiert.
*schnipp*
Das wird schon stimmen. Woher weißt Du das so genau?
Ralf
nochmal *schnipp*
>Das wird schon stimmen. Woher weißt Du das so genau?
>
>Ralf
>
Ich habe das softwareseitig in den aufgelisteten Modellen
implementiert.
MfG, Joerg
Joerg Winges schrieb:
[IMHO sehr interessante Sachen]
> Ich habe das softwareseitig in den aufgelisteten Modellen
> implementiert.
Kannst (darfst) Du noch mehr darüber erzählen? Würde mich echt mal
interessieren, was da so softwaremäßig alles abgeht. Hast Du vielleicht
einen Link dazu oder sowas?
Ralf
Einen Link habe ich leider nicht. Bei sowas hält man sich sehr
bedeckt. Allzuviel darf man natuerlich nicht erzaehlen aber schreib
mir halt mal privat wenn Du dich dafuer interssierst.
MfG, Joerg.
>berücksichtigen. Das sind 5 Stück. An jedem Rad einen plus einen 5.
>vorne links. Das ist nötig damit niemand manipulieren kann. Stell
Und wenn man einfach die Frequenz von jedem Rad durch 1.5 teilt? So
schwer waer das ja auch nicht. :)
>Datensatz eingestellt. Selbst durch tuning desselben (was eh nicht
>so einfach ist, diverse Sicherheitsmechanismen) kann man nicht ueber
>255 km/h kommen weil ich ein byte verwendet habe was als 0...255
>mit der auflösung 1 km/h interpretiert wird. Man kann also nicht
>mehr als 255 einstellen, es sei den man programmiert das
>entsprechende Modul und alle involvierten Programmteile um und
>uebersetzt die komplette Software neu.
>So ich hoffe das hat ein bischen klarheit geschaffen.
Genau! Jetzt wissen wir endlich wieso es gerade 250km/h waren, weil
die Programmierer knausrige Saecke sind die jedes Byte sparen
wollen. :-]
BTW: Wo wir mal gerade einen am Draht haben, zwei Fragen...
Programmiert ihr die Steuersoft in Assembler oder C?
Wieso verwendet fast jeder Hersteller Controller von Motorola? Nicht
das ich die schlecht finde, wundert mich nur etwas.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Bitte nicht boese sein, aber eine naive Eeinstellung. Weist Du wo
die Geschwindikeit ueberall eingeht. Aktuelles Beispiel ist die
Fahrdyanmikregelung oder auch ESP benannt. Was denkst Du wie toll
das kommt die Berechnungen fuer 100 durchgefuehrt werden statt fuer
150. Das Rad wird dann auch nicht mehr exakt abgebremst etc.
> >Datensatz eingestellt. Selbst durch tuning desselben (was eh
nicht
> >so einfach ist, diverse Sicherheitsmechanismen) kann man nicht
ueber
> >255 km/h kommen weil ich ein byte verwendet habe was als 0...255
> >mit der auflösung 1 km/h interpretiert wird. Man kann also nicht
> >mehr als 255 einstellen, es sei den man programmiert das
> >entsprechende Modul und alle involvierten Programmteile um und
> >uebersetzt die komplette Software neu.
> >So ich hoffe das hat ein bischen klarheit geschaffen.
>
>Genau! Jetzt wissen wir endlich wieso es gerade 250km/h waren, weil
>die Programmierer knausrige Saecke sind die jedes Byte sparen
>wollen. :-]
Hast schon recht, wir sparen wo wir koennen, aber gerade hier habe
ich extra nachgefragt ob wir nicht ein Byte mehr (oder einfacher
eine Aufloesung von 2 km/h) nutzen sollen. Aber die
Funktionsentwicklung bestand auf oben erwaehnten werten. War
vermutlich eine Anforderung von Daimler
>BTW: Wo wir mal gerade einen am Draht haben, zwei Fragen...
>
>Programmiert ihr die Steuersoft in Assembler oder C?
Gemischt. Die Basicsoftware (also BIOS-Funktion, schnittstelle zur
Hardware) benutzt teils assembler und C, die ASW (application
software, also motrorfunktionssoftware) wird rein in C geschrieben,
andernfalls waere der mittlerweile sehr komplexe Code nich mehr zu
"handeln" und zu warten. Der Trend geht wohl auch in Zukunft zu
Codegeneratoren hin.
>
>Wieso verwendet fast jeder Hersteller Controller von Motorola?
Nicht
>das ich die schlecht finde, wundert mich nur etwas.
Also die meisten Projekte die ich kenne nutzen verschiedene derivate
des Siemens C167. BMW setzt wohl auf Motorola (zumindest in einigen
Projekten)wenn ich mich nicht irre. DaimlerChrysler setzt auf die
gute deutsch technik von Siemens, einige Peugot Diesel Projekte
ebenfalls unter anderem auch der jetzt bald in Serie gehende Peugeot
Common Rail Diesel mit den brandneuen Piezo Aktuatoren.
Wie es im 32-bit Controller Bereich aussieht weiss ich noch nicht so
genau. Der Motorola ist schon raus muss aber extreme Probleme
bereiten durch hardwareprobleme. Der Siemens Tricore ist jetzt wohl
auch raus aber das derivat fuer die Automobiltechnik der "audo" wird
wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen obwohl wir ihn
sehnsüchtig erwarten, da die ressourcen der 16-bit controller vor
allem was die Laufzeiten betrifft immer geringer werden. Teilweise
werden schon zwei Prozessor Konzepte favorisiert.
MfG, Joerg.
Joerg Winges schrieb:
[schnipp]
> Bitte nicht boese sein, aber eine naive Eeinstellung. Weist Du wo
> die Geschwindikeit ueberall eingeht. Aktuelles Beispiel ist die
> Fahrdyanmikregelung oder auch ESP benannt. Was denkst Du wie toll
> das kommt die Berechnungen fuer 100 durchgefuehrt werden statt fuer
> 150. Das Rad wird dann auch nicht mehr exakt abgebremst etc.
[die meisten meiner Fragen inzwischen beantwortet]
Eines wollte ich zum ABS schon immer mal wissen: Wenn bei einer
Vollbremsung mal ganz kurz alle 4 Räder stehen (wenn's überhaupt geht).
Wie merkt dann die Steuerung, ob den Wagen wirklich schon zum Stehen
gekommen ist, oder ob er einfach nur rutscht? Wird da noch die erste
Ableitung der Geschwindigkeit mit überwacht und bei zu hohen
Verzögerungen einfach mal an einem Rad locker gelassen oder wie geht
das? Und wie hoch liegen die Regelfrequenzen bei ABS, ASR und solchen
Sachen.
Funktioniert das ASR so, daß die Drehzahl zwischen angetriebenen Rädern
und nicht angetriebenen verglichen wird und daraus Schlüsse gezogen
werden. Wird dann die Motorleistung nur über die Drosselklappe
zurückgenommen oder auch über den Zündzeitpunkt und eventuell über die
Bremse das durchdrehende Rad abgebremst?
Vielen Dank für die Beantwortung.
Ralf
>Ralf Künzel wrote
>[die meisten meiner Fragen inzwischen beantwortet]
>
>Eines wollte ich zum ABS schon immer mal wissen: Wenn bei einer
>Vollbremsung mal ganz kurz alle 4 Räder stehen (wenn's überhaupt
geht).
>Wie merkt dann die Steuerung, ob den Wagen wirklich schon zum
Stehen
>gekommen ist, oder ob er einfach nur rutscht? Wird da noch die
erste
>Ableitung der Geschwindigkeit mit überwacht und bei zu hohen
>Verzögerungen einfach mal an einem Rad locker gelassen oder wie
geht
>das? Und wie hoch liegen die Regelfrequenzen bei ABS, ASR und
solchen
>Sachen.
>Funktioniert das ASR so, daß die Drehzahl zwischen angetriebenen
Rädern
>und nicht angetriebenen verglichen wird und daraus Schlüsse gezogen
>werden. Wird dann die Motorleistung nur über die Drosselklappe
>zurückgenommen oder auch über den Zündzeitpunkt und eventuell über
die
>Bremse das durchdrehende Rad abgebremst?
>
>Vielen Dank für die Beantwortung.
>
>Ralf
Also ASR/ESP haben ein eigenes Steuergeraet das via CAN mit der
Motorsteuerung verbunden ist. Deswegen weiss ich auch nicht genau
wie die ASR/ESP Funktionen genau umgesetzt sind. Es werden jedoch
natuerlich relevante Daten von diesem Steuergeraet von der
Motorsteuerung verarbeitet. Kommt ein Brems request rein (beim
Daimler hing meines wissens der Bremschalter auch am CAN) und das
ASR interveniert dann wird natuerlich Moment weggenommen (wobei
heutzutage alle modernen Motorsteuerungen torque- also
Momentenbasiert sind). Das Drehmoment wird dann auf Drosselklappe
und Zuendwinkel bzw. beim Diesel auf Menge umgerechnet. Wobwei ich
noch anmerken moechte das ich kein Torque spezialist bin und sowieso
mit Motorfunktion so meine kleinen Problemchen habe. Ich bin halt
Softwareentwickler. Mein Wissen geht soweit, das ich wissen muss was
der Funktionsentwickler von mir will. Natuerlich habe ich auch mein
Spezialgebiete, aber in meinem Fall ist das eher das
Sicherheitskonzept des Steuergeraetes und frueher war das Temomat
etc..
So nun wieder zum Thema. Schlupf wird erkannt anhand der
unterschiedlichen Geschwindikeiten der einzelnen Raeder. Das setzt
natuerlich voaus das jedes Rad seinen eigenen v-sensor hat. Also
eigentlich ist es ein drezahl sensor. Die Geschwindigkeit wird
anhand des Reifenumfangs, der applizierbar im Datensatz vorliegt,
berechnet. Da haben wir uns uebrigens noch einige lustige sachen
fuer die SLK Fahrer ausdenken muessen. Da kann man hinten vom Umfang
her groessere Reifen draufziehen. Daraus resultiert natuerlich eine
geschwindigkeitsdifferenz zwischen vorder- und hinterachse die als
Schlupf interpretiert werden kann und unseren Tempomat deaktiviert
hat. Wir haben dann eine Reifenumfangsadaptionsfunktion entwickelt
die schrittweise den in einer variable gespeicherten Reifenumfang
erhoeht bis die Achsgeschwindigkeiten wieder uebereinstimmen. Hoert
sich jetzt einfach an war aber sehr schwer umzusetzen weil das ganze
ja auch noch mit schlupf und anderen varaiablen abgestimmt werden
musste.
Einen Bremseingriff hast Du nur wenn Du auch ESP hast. Wir waren
auch heilfroh das wir nix mit Bremseingriff realisieren mussten,
imho sehr gefaehrlich bei der komplexitaet heutiger
steuerungssoftware.
Zu den Regelfrequenzen kann ich nichts sagen. Ich weis nur das wenn
ein ASR request via CAN reinkommt, die involvierten Funktionen
segmentsynchron berechnet weden, wie halt alles was mit torque zu
tun hat. Ist ja klar das du da kein festes Zeitraster haben kannst,
weil bei hoheren Drehzahlen die Segmentzeiten kuerzer sind und die
torque Berechnungen muessen ja einmal pro Segment durchgefuehrt
werden. Ich vermute mal, dass die Berechnungen fuer die ASR funktion
in dem Steuergeraet auch "Segmentsynchron" durchgefuehrt werden.
Wobei ich hier Segmentsynchron auf die Raddrehzahl beziehe deswegen
das Segmentsynchron hier auch in anfuehrungszeichen. Aber wie gesagt
ist das nur eine Vermutung. Es ist auch durchaus wahrscheinlich das
bei der Schlupferkennung die Beschleunigung ueberwacht wird, wie Du
ja schon vermutet hast.
So und nun ist Wochenende, tiefer darf ich jetzt uebrigens nicht
mehr ins Detail gehen sonst krieg ich noch Aerger.
MfG, Joerg.
Joerg Winges schrieb:
[schnippel]
> So und nun ist Wochenende, tiefer darf ich jetzt uebrigens nicht
> mehr ins Detail gehen sonst krieg ich noch Aerger.
So weit wollen wir's nicht kommen lassen. Danke!
Ralf
[Infos über Rechner im Auto]
Ich fände es klasse, wenn Du die Informationen, die Du ohne Probleme
öffentlich machen darfst, auf einer Website zusammenfassen
könntest. Das interessiert sicher viele andere auch. Bei der
Aufbereitung kann ich Dich gerne unterstützen.
--
Wolfgang Mederle
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
http://www.mederle.de/
ICQ# 1435333
So und nun ist Wochenende, tiefer darf ich jetzt uebrigens nicht
mehr ins Detail gehen sonst krieg ich noch Aerger.
MfG, Joerg.