Am 25.09.2023 um 09:05 schrieb Martin Eckel:
> Am 25.09.2023 um 00:41 schrieb Ralf Koenig:
>> Naja, oder das konkrete Exemplar eines Leicht-Kfz nicht ganz so alt
>> und verschlissen auszusuchen (bis ein Getriebe verschleißt, muss ja
>> schon einiges passieren) und - wenn die Lebenserwartung dieses
>> Wägelchens mal überschritten sind - mal über ein jüngeres
>> Ersatzfahrzeug nachzudenken.
>
> Naja, es gibt auf dem Markt fast nur praktisch neue Exemplare für
> teilweise über 20000 EUR (dann natürlich mit Klima, Rückfahrkamera etc.
> pp.) und ziemlich alte Exemplare.
Ist das wirklich so?
Es wäre eine sehr komische Verteilung, wo praktisch 15 Jahre (z.B.
2006-2021) keine solcher Fahrzeuge verkauft worden wären.
Nur dann gäbe es nur neue - oder recht alte.
Aber die Hersteller überleben ja seit gut 30 Jahren. GGf. muss man dann
Quellen im Ausland mit anzapfen auf der Suche nach "mittelalten"
Gebrauchten: Niederlande, Belgien, Frankreich, Italien.
In Amsterdam z.B. habe ich doch so einige dieser Leicht-Kfz gesehen.
> Unser Aixam ist von 2005 und hat 2500,- EUR gekostet. Ist natürlich im
> Vergleich zu einem "normalen" Auto ein Wahnsinnspreis, da könnte man
> einen schönen Gebrauchten für einen Fahranfänger bekommen.
Der aber deutlich höhere Folgekosten hätte bei Sprit, Versicherung,
Regelverschleißteile, Reparaturen, Steuer. Etwa in dieser Reihenfolge
für Fahranfänger.
> Aber so ist
> der Markt und man kann es später auch jederzeit wieder für solche Preise
> verkaufen.
Jupp, glaub ich. Wenn er ordentlich fährt. Was nun die Motivation für
diese Reparatur ist. Finde ich an sich gut.
> Als wir es gekauft haben, hat alles funktioniert. Daß es eine Bastelbude
> ist, war klar. Die gebrochenen Motor-Getriebe-Halter sind leider
> Standardprobleme bei dem Fahrzeug.
>
> Warum das Getriebe nach (nur 35.000 km) zerbröselt ist, ist unklar. Öl
> war noch drin.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass 35 TKM (um 1000-1500
Betriebsstunden), 18 Jahre im Bereich der konstruktorischen
Dimensionierung wesentlicher Teile des Antriebsstrangs ist. Sagen wir
12-15 Lebensjahre mal 2000-2500 km im Jahr. Alternativ gern als
Betriebsstunden betrachtet.
Hier zum Beispiel steht zu kleineren Außenbordern in Booten: "Kleinere
Außenborder haben eine Standzeit von rund 800 und mehr Stunden, das sind
rund 10 bis 15 Jahre, dann haben sie ihr Rentenalter erreicht."
https://www.ibn-online.de/artikel/33/Tipps
Naja, vielleicht werdet ihr ja dann die lokale Auskenner-Familie mit den
Fahrzeugen, und dann den Motoren und Getrieben, die denen ein zweites
Leben geben. Denn wer sich da reinknieht und dann fast schon seine
eigenen Reparaturanleitungen schreibt, Schaltpläne nochmal neu und
ordentlich zeichnet, und Teilekataloge sammelt, hat bestimmt auch ein
schönes Hobby.
> Wenn mein Sohn 18 ist und dann hoffentlich einen normalen Führerschein
> hat, ist meine Tocher 14 1/2 und kann mit dem AM-Führerschein anfangen.
> Bislang ist das auch ihr Plan. Es ist also durchaus möglich, daß das
> Fahrzeug noch länger bei uns bleibt. Und bis dahin vermutlich
> durchrepariert...
>
>
>> Sorry, das geht jetzt alles weg von der Reparatur des Fahrzeugs, aber
>> die Sachen häuften sich ja letztlich. Soll dich aber nicht abhalten.
>> Nur wer fleißig repariert, hält Autos auch lange am Leben.
>
> Tja, ich hatte eigentlich aufgehört an Autos zu schrauben und den Job
> abzugeben... aber an den Aixam will ja keiner ran oder nur zu
> astronomischen Preisen.
Mal so Alternativen:
Krause Duo => brächte dich zu den Simson Schwalbe-Schraubern und es
bleibt bei Simpeltechnik. Und diese Schrauber sind im Osten ja durchaus
häufiger. Nur die Fahrzeuge sind selten geworden und genügten schon
damals nur extrem geringen Ansprüchen. Gerade die Abgase des Zweitakters
und die Geräusche sind heute eine ziemliche Zumutung. Und ggf. kommt das
ganze etwas "zu simpel" daher.
https://www.youtube.com/watch?v=xfCPiclOQGE
BEV
* Renault Twizy 45 (gibt es von jung bis relativ abgehangen)
* Citroen Ami, Opel Rocks-e, neuer Fiat Topolino - da habe ich neulcih
39 EUR/Monat im Leasing gehört, allerdings plus Anzahlung 2582 EUR. Und
eben in Italien, wo es noch die dicke staatliche Förderung auch auf L7e
dazu gibt.
https://www.electrive.net/2023/09/21/fiat-topolino-fuer-9-890-euro-in-italien-bestellbar/
* ARI Motors hier in Borna hat auch so kleine elektrische
China-Wägelchen in L6e bis 45 km/h. Das wird nicht die höchste Qualität
sein, aber mancher Taler kann ja für Reparaturen zurückgelegt werden.
Die sind auch alle *deutlich* billiger als 20.000 EUR.
Und falls Kinder in die Richtung *Technische* Berufsschule gehen, kann
man dem Aixam ggf. eine BEV-Konvertierung angedeihen lassen. Dann
verschwinden der kleine Kubota-Dieselmotor und das Riemen-CVT-Getriebe
(?) sowieso, und man plant da eine Festübersetzung, einen E-Motor rein,
und natürlich den Rest wie Batterie, Ladeport, E-Motor-Controller,
kleiner Scheiben-Defroster.
Holt man sich das aus einem alten Twizy, hat man sogar gleich Grundteile
mit Zulassung in Quad-Qualität aus dem Automotive-Sektor und dann kaum
Zulassungsprobleme.
Nur so eine Idee, falls die weitere Getriebereparatur zur
Herausforderung werden sollte und falls ggf. auch der kleine Dieselmotor
nicht mehr das ewige Leben haben sollte.
Grüße, Ralf