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Aquaplaning durch Sportfahrwerk?

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Marius Köhler

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Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
Hallo Leute!

Was mich eigentlich schon lange interessiert:
Neigen Fahrzeuge mit Sportfahrwerk, die möglicherweise etwas härter als
Serie sind, eher zum Aquaplaning?

Dazu möchte ich einige Beispiele aus meiner Erfahrung einbringen:

Beispiel 1: Ich habe in meinem Astra ein Powertech-Fahrwerk. Ca. 60mm
tiefer gelegt und etwas härter (sportlich straff, nicht knüppelhart).
Letzten Sommer hatte ich Toyo Proxes T1plus in der Dimension 195/45VR15
aufgezogen. Bei einem heftigen Regenguß auf der A44 kam ich ganz schön
ins Schwimmen.

Beispiel 2: Gleiches Auto, andere Reifen, nämlich 155er Winterreifen.
Auf einer Landstraße, auf der sich gerne mal ein paar Pfützen bilden,
bemerke ich regelmäßig eine Aquaplaning-Neigung.

Beispiel 3: Der Wagen eines Freundes, ein Fiat Punto. Novitec 60/40
Federn drin, GoodYear Eagle F1 195/50ZR15. Der kann überall durchbraten,
ist im Regen meist der schnellste auf der Autobahn, das Auto liegt 100%
sicher in der Spur und auf der Straße.

Beispiel 4: Der ehemalige Wagen eines Freundes: Kadett GSi,
Koni-Fahrwerk, ziemlich hart. Reifen: Toyo Proxes T1 195/50VR15.
Aquaplaning: Fehlanzeige.

Beispiel 5: Gleiches Auto, Winterreifen in 185/60R14. Wie auf Glatteis.

Beispiel 6: VW Golf II, Gewindefahrwerk Marke "Schlaglochsuchgerät",
Dunlop SP Sport 2000 195/50R15. Kommentar: Unfahrbar.

Jetzt sagt mal was dazu. Ich kann da keine Regelmäßigkeit feststellen.
Keine wirkliche Abhängigkeit von den Reifen, aber auch nicht von der
Härte des Fahrwerks.

Ach ja: Wer hier nur wieder über getunte Fahrzeuge und deren Fahrer
ablästern möchte, ist von dieser Diskussion herzlichst AUSgeladen.


Ciao, Marius

http://www.car-creations.de

FBA Praktikant

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
ich fahr meinen e30 mit spax 60/40 komplettfahrwerk und dazu habe ich
bridgestone s02 pole position in 195/50 zr15. also ich habe selbst bei sehr
starkem regen keine anzeichen von aquaplaning. es kommt vieleicht auch auf
die qualität der reifen an. ich versteh nur noch nicht warum du mit den
toyo´s ins schwimmen kommst und dein kumpel nicht. der kleine
höhenunterschied wirds ja wohl nicht sein. und ob das am fahrwerk liegt kann
ich mir nicht vorstellen. ich denke mal eher, wenn die karre auch auf
trockener fahrbahn schon ins schwanken kommt ( ich liebe winterreifen) dann
kanns auch bei regen nciht besser werden. und beachte mal das profil. sofern
ich das richtig gesehen habe sind die laufrichtungsgebundenen besser drann.
oder zumindest die mit V profil.

marko großmann


Erik Meltzer

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
Moin!

Marius Köhler wrote:
> Was mich eigentlich schon lange interessiert:
> Neigen Fahrzeuge mit Sportfahrwerk, die möglicherweise etwas härter als
> Serie sind, eher zum Aquaplaning?

[...]


> Beispiel 1: Ich habe in meinem Astra ein Powertech-Fahrwerk. Ca. 60mm
> tiefer gelegt und etwas härter (sportlich straff, nicht knüppelhart).
> Letzten Sommer hatte ich Toyo Proxes T1plus in der Dimension 195/45VR15
> aufgezogen. Bei einem heftigen Regenguß auf der A44 kam ich ganz schön
> ins Schwimmen.

[...]


> Beispiel 4: Der ehemalige Wagen eines Freundes: Kadett GSi,
> Koni-Fahrwerk, ziemlich hart. Reifen: Toyo Proxes T1 195/50VR15.
> Aquaplaning: Fehlanzeige.
>
> Beispiel 5: Gleiches Auto, Winterreifen in 185/60R14. Wie auf Glatteis.

Beispiel 4 und 5 suggerieren, was der gesunde Menschenverstand
vermutet: in erster Linie reifenabhängig. Wie sollte auch
das Fahrwerk merklich Einfluß nehmen?

> Ach ja: Wer hier nur wieder über getunte Fahrzeuge und deren Fahrer
> ablästern möchte, ist von dieser Diskussion herzlichst AUSgeladen.

Ich verkneif's mir.

MfG,
Erik.
--
So you say you can't find the time to do it right.
But then how will you find the time to do it again?

I don't reply? Check message headers for hints.

Marius Köhler

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
Erik Meltzer schrieb:

> Beispiel 4 und 5 suggerieren, was der gesunde Menschenverstand
> vermutet: in erster Linie reifenabhängig. Wie sollte auch
> das Fahrwerk merklich Einfluß nehmen?

Naja, der Wagen verhält sich ja völlig anders, z.B. bei Bodenwellen oder in
Kurven.
Ich erinnere mich an eine amsTV Sendung vor einigen Jahren, als Christian
Danner Sport- und Serienfahrwerke bei nasser und trockener Fahrbahn
verglichen hat (nur im Kurvenverhalten). Dort stellte sich das Serienfahrwerk
als besser geeignet bei Nässe heraus.


Ciao, Marius

http://www.car-creations.de

Marius Köhler

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
FBA Praktikant schrieb:

Naja, diesen Sommer werd ich's merken. Geplant sind Toyo Proxes T1-S (die mit
dem V-Profil), die hat ja sogar der ADAC für gut befunden. Angeblich sollen sich
die Dinger nur leider sehr schnell abfahren....


Ciao, Marius

http://www.car-creations.de

Peter Sieker

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to

"Marius Köhler" <marius....@materna.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3872041F...@materna.de...

> Toyo Proxes T1plus in der Dimension 195/45VR15
> aufgezogen. Bei einem heftigen Regenguß auf der A44 kam ich ganz schön
> ins Schwimmen.
>
> Beispiel 2: Gleiches Auto, andere Reifen, nämlich 155er Winterreifen.
> Auf einer Landstraße, auf der sich gerne mal ein paar Pfützen bilden,
> bemerke ich regelmäßig eine Aquaplaning-Neigung.
>
> Beispiel 3: Der Wagen eines Freundes, ein Fiat Punto. Novitec 60/40
> Federn drin, GoodYear Eagle F1 195/50ZR15. Der kann überall durchbraten,
> ist im Regen meist der schnellste auf der Autobahn, das Auto liegt 100%
> sicher in der Spur und auf der Straße.

Die Härte des fahrwerks spielt für Aquaplaning keine Rolle.
Wichtig ist das Spur und Sturz stimmen, da sonst die Reifen sich zu schnell
oder schief abnutzen.

In Deinem Fall würde ich sagen, daß Deine Reifen nichts taugen.
Messe mal das profil nach, unterhalb von 4 mm steigt die Aquaplaningneigung
massiv an.

Peter

Oliver Sprenger

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
Marius Köhler wrote:
>
> Hallo Leute!

>
> Was mich eigentlich schon lange interessiert:
> Neigen Fahrzeuge mit Sportfahrwerk, die möglicherweise etwas härter als
> Serie sind, eher zum Aquaplaning?

Meine Erfahrungen (H&R Gewinde, ca -50 mm v/h, eher komfortabel):

Fulda Carat Extremo 215/40-ZR17:
absolut wasserscheu, schwimmt bei der kleinsten Spurrille schon auf,
auf der Autobahn sehr anstrengend zu fahren

Pirelli P7000 235/40-R17 90W:
beginnt erst bei sehr hoher Geschwindigkeit aufzuschwimmen, gut
kontrollierbar, gleichmäßige Spurführung, auch (gerade) beim Bremsen
und Beschleunigen

Der nächste Reifen wird der Bridgestone Potenza (was'n blöder Name :-)
S 02 Pole Position sein, in 245/40-R17 91Y. Mal sehen, wie der sich
fährt. Von allen Reifen, die ich bisher gefahren bin, war der Fulda
im Regen der schlechteste, und der Pirelli der absolut beste.
Wie gesagt, diese Erfahrung gilt für MEIN Auto. Es kann sein, daß
es sich auf nem anderen Wagen gerade anders herum verhält.

Ich habe nicht den Eindruck, daß das Sportfahrwerk die Aquaplaining-
Gefahr erhöht, verringert oder sonstwie ändert.

--
Vorsprung durch Technik,
Oliver Sprenger
http://www.audi80.com -- Der Audi 80 im Internet & AudiForum

'79 Audi 80 GLS Typ 81, 1.6, 55 KW
'88 Audi 80 Typ 89, 1.8T, 175 KW

Ralf G. Pysny (Garfield)

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
Marius Köhler schrieb:

> Ach ja: Wer hier nur wieder über getunte Fahrzeuge und deren Fahrer
> ablästern möchte, ist von dieser Diskussion herzlichst AUSgeladen.

<schmoll>

Ach Mensch, nicht mal mehr rumlästern darf man.

</schmoll>

Aber solange der Pontiac-Fritze oder ein ähnlicher verhinderter Manni
nicht wieder auftaucht bleib ich mal ruhig. Könnte ja ein interessanter
Thread werden.

--
Mit freundlichen Gruessen, Ralf G. Pysny (Garfield)

Autofahren ist in vielen Ländern ein Luxus, in den USA ein Grundrecht
und in Deutschland eine Straftat.

Thilo Schmid

unread,
Jan 4, 2000, 3:00:00 AM1/4/00
to
Marius Köhler <marius....@materna.de> wrote in message
news:3872041F...@materna.de...

> Hallo Leute!
>
> Was mich eigentlich schon lange interessiert:
> Neigen Fahrzeuge mit Sportfahrwerk, die möglicherweise etwas härter als
> Serie sind, eher zum Aquaplaning?
>
Ich würde auch in erster Linie auf die Reifen tippen. Was ich mir allerdings
vorstellen kann, ist, daß ein hart ausfedernder Reifen auf einer unebenen
Fahrbahn (die wir ja mittlerweile fast überall haben) eher wegschwimmt, als ein
weicher ausfedernder Reifen. Der Effekt müßte der gleiche sein, als wenn man mit
der flachen Hand hart und weniger Hart auf eine Wasserfläche haut. Ist erst
einmal die Grenze der Wasserverdrängung überschritten und das Wasser fließt
unter dem Reifenprofil nicht mehr weg, wird der Reifen wohl eine ganze Strecke
weiter schwimmen.

FBA Praktikant

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to

Der Effekt müßte der gleiche sein, als wenn man mit
>der flachen Hand hart und weniger Hart auf eine Wasserfläche haut. Ist erst
>einmal die Grenze der Wasserverdrängung überschritten und das Wasser fließt
>unter dem Reifenprofil nicht mehr weg, wird der Reifen wohl eine ganze
Strecke
>weiter schwimmen.


gutes argument, daran habe ich auch schon gedacht. ich seh ja auch immer
wieder wie ich am rumspringen bin, wenn mal wieder super hügel auf der
straße sind.
ach ja oliver, ich kann dir die reifen echt nur empfehlen. haben echt nen
super grip müssen halt nur ein wenig warm gefahren werden eh es richtig
losgehen kann. und winterreifen sind auch schon recht früh eine
pflichtdiszziplin. die mögen kälte nicht so richtig . aber wer sich den
reifen kauft wird das ja sicher wissen und eher den anderen effekt haben
wollen. das einzige was ich bemängeln muß ist die reichweite. sie kommen
leider nicht so weit wie mein fulda y3000.
aber was macht das schon ? den spaß den man dafür mit den dingern hat ist
riesig.

marko großmann


Rui-Paulo Moskopp

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Also ich hatte schön öfters das Gefühl, daß seit ich bei meinem B-Corsa ein
PowerTech 60/40 Fahrwerk reingemacht hab mein Auto bei Regen auf der
Autobahn um einiges schlechter liegt.

Thilo Schmid schrieb in Nachricht <84tood$5gc$1...@news01.btx.dtag.de>...


>Marius Köhler <marius....@materna.de> wrote in message
>news:3872041F...@materna.de...
>> Hallo Leute!
>>
>> Was mich eigentlich schon lange interessiert:
>> Neigen Fahrzeuge mit Sportfahrwerk, die möglicherweise etwas härter als
>> Serie sind, eher zum Aquaplaning?
>>
>Ich würde auch in erster Linie auf die Reifen tippen. Was ich mir
allerdings
>vorstellen kann, ist, daß ein hart ausfedernder Reifen auf einer unebenen
>Fahrbahn (die wir ja mittlerweile fast überall haben) eher wegschwimmt, als
ein

>weicher ausfedernder Reifen. Der Effekt müßte der gleiche sein, als wenn

Marius Köhler

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Peter Sieker schrieb:

> "In Deinem Fall würde ich sagen, daß Deine Reifen nichts taugen.
> Messe mal das profil nach, unterhalb von 4 mm steigt die Aquaplaningneigung
> massiv an.

Die Sommerreifen waren eigentlich noch ganz gut, die Winterreifen sind neu.
Das mit den Reifen ist es ja: Mein Kumpel hatte genau die gleichen drauf und
keine Probleme!

Was könnten den noch für Faktoren entscheidend sein?


Ciao, Marius

http://www.car-creations.de

Stefan Hölldampf

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Marius Köhler schrieb:

> Beispiel 1: Ich habe in meinem Astra ein Powertech-Fahrwerk. Ca. 60mm
> tiefer gelegt und etwas härter (sportlich straff, nicht knüppelhart).

> Letzten Sommer hatte ich Toyo Proxes T1plus in der Dimension 195/45VR15


> aufgezogen. Bei einem heftigen Regenguß auf der A44 kam ich ganz schön
> ins Schwimmen.
>
> Beispiel 2: Gleiches Auto, andere Reifen, nämlich 155er Winterreifen.
> Auf einer Landstraße, auf der sich gerne mal ein paar Pfützen bilden,
> bemerke ich regelmäßig eine Aquaplaning-Neigung.

Vielleicht hat das Auto ein zu geringes Gewicht / einen zu geringen
Abtrieb, um ausreichend Haftung zu haben.

Aber warum sollen Winterreifen denn immer so schmal wie möglich sein?
Je schmaler, desto mehr Kraft pro Fläche ==>> höherer Anpreßdruck, um auch
noch die so geringste Reibung auf Glatteis zu erreichen.
Das kann man dann wohl auch auf normale Reifen und Aquaplaning übertragen,
wodurch dann mehr Wasser vor dem Reifen hergeschoben werden muß, bis es
aufschwimmt.

Stefan

--
Stefan Hölldampf
st...@gmx.net

Frank Bombien

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Hallo!

Marius Köhler schrieb:


>
> Hallo Leute!
>
> Was mich eigentlich schon lange interessiert:
> Neigen Fahrzeuge mit Sportfahrwerk, die möglicherweise etwas härter als
> Serie sind, eher zum Aquaplaning?
>

> Dazu möchte ich einige Beispiele aus meiner Erfahrung einbringen:
>

[verschiedene Beispiele gesnipt]

>
> Jetzt sagt mal was dazu. Ich kann da keine Regelmäßigkeit feststellen.
> Keine wirkliche Abhängigkeit von den Reifen, aber auch nicht von der
> Härte des Fahrwerks.
>

1. Um Regelmäßigkeiten festzustellen, sind viel zu viele Parameter im
Spiel.

Verschiedene Autos, verschiedene Reifen und Dimensionen, verschiedene
Sportfahrwerke (SPF).

Durch das SPF änderst Du die komplette Aufhänungsgeometrie, nicht nur
statisch durch die Teiferlegung, sondern auch dynamisch durch geänderte
Feder/ Dämpferkennlinien. Damit ändern sich beim Ein-/ Ausfedern Spur
und Sturz unterschiedlich. Zusammen mit unterschiedlichen Reifenbreiten
kann das schon erhebliche Differenzen in der Aufstandsfläche geben. Dazu
kommt noch ein unterschiedliches Feder-/ Dämpferverhalten des Reifens an
sich, die auch noch innerhalb einer Reifenserie nach Produktionsdatum
schwanken kann.

2. In der Formel1 werden nicht nur Regenreifen aufgezogen, sondern
zusätzlich noch Flügel und Fahrwerk verändert. Das bestätigt eine
Abhängigkeit.

3. Fahrgefühl ist sehr subjektiv

4. Mach doch einfach mal Tests, z.B. mit dem Astra, wie sich das
Fahrverhalten auf unterschiedliche Fahrwerke reagiert, indem Du den
Serienastra mit Deinen Reifen mit Deinem Astra und Deinen Reifen
vergleichst.

Frank

Raphael Pilarczyk

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Abs: st...@gmx.net (Stefan Hölldampf)
Bet: "Re: Aquaplaning durch Sportfahrwerk?"

> Aber warum sollen Winterreifen denn immer so schmal wie möglich sein?
> Je schmaler, desto mehr Kraft pro Fläche ==>> höherer Anpreßdruck,

:D Was war das denn jetzt ?? 'Comedy Quatsch' oder was ?


--

PIK

Markus Bauks

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Raphael Pilarczyk wrote:

Ist doch klar: Je weniger Fläche, desto mehr kg/cm^2. Das ist NATÜRLICH
besser für den Grip - auch bei Sommerreifen. Einzigst bei trockener
Fahrbahr bieten Breitreifen Vorteile...

Stefan Hölldampf

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Raphael Pilarczyk schrieb:

> > Aber warum sollen Winterreifen denn immer so schmal wie möglich sein?
> > Je schmaler, desto mehr Kraft pro Fläche ==>> höherer Anpreßdruck,
>
> :D Was war das denn jetzt ?? 'Comedy Quatsch' oder was ?

Das ist eine rein physikalische Betrachtung des Problems ;)

Stefan Hölldampf

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Markus Bauks schrieb:

> > > Aber warum sollen Winterreifen denn immer so schmal wie möglich sein?
> > > Je schmaler, desto mehr Kraft pro Fläche ==>> höherer Anpreßdruck,

> > :D Was war das denn jetzt ?? 'Comedy Quatsch' oder was ?

> Ist doch klar: Je weniger Fläche, desto mehr kg/cm^2. Das ist

Eher dann doch N/cm^2, Druck ist _Kraft_ pro Fläche ;)

(Sorry, bin physikgeschädigt)

Thilo Schmid

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Markus Bauks <Markus...@icn.siemens.de> wrote in message
news:387434F9...@icn.siemens.de...

> Raphael Pilarczyk wrote:
>
> > Abs: st...@gmx.net (Stefan Hölldampf)
> > Bet: "Re: Aquaplaning durch Sportfahrwerk?"
> >
> > > Aber warum sollen Winterreifen denn immer so schmal wie möglich sein?
> > > Je schmaler, desto mehr Kraft pro Fläche ==>> höherer Anpreßdruck,
> >
> > :D Was war das denn jetzt ?? 'Comedy Quatsch' oder was ?
> >
> > --
> >
> > PIK
>
> Ist doch klar: Je weniger Fläche, desto mehr kg/cm^2. Das ist NATÜRLICH
> besser für den Grip - auch bei Sommerreifen. Einzigst bei trockener
> Fahrbahr bieten Breitreifen Vorteile...
>
Bei einer homogenen Fläche bleibt die resultierende Kraft aber die gleiche. Wenn mehr Fläche da
ist nimmt zwar die Reibung pro Flächeneinheit ab, aber da insgesamt mehr Reibfläche vorhanden
ist, gleicht sich das wieder aus. Das wurde auch kürzlich in einem anderen Thread ausführlich
erörtert. Das Problem bei der vereinfachten physikalischen Betrachtung ist jedoch, daß der
Reifen keine homogene Fläche darstellt und das Profil der Reifen auch an den Kanten zur Traktion
beiträgt. Da ein breiterer Reifen eine größere Aufstandfläche hat, hat er auf dieser zahlenmäßig
auch mehr solcher Kanten. Die bessere Seitenführung der Breitreifen resultiert aus einer in der
Regel niedrigeren Reifenwand, welche sich gegenüber der Felge weniger "verbiegt" und damit eine
sicherere Aufstandfläche bietet.

Thomas Ziegler

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Stefan Hölldampf schrieb in <84tmdf.3...@stfn.ddns.org>:

>Aber warum sollen Winterreifen denn immer so schmal wie möglich sein?

>Je schmaler, desto mehr Kraft pro Fläche ==>> höherer Anpreßdruck, um auch
>noch die so geringste Reibung auf Glatteis zu erreichen.

Nur dass Wasser unter erhöhtem Druck schmilzt. Dadurch ergäbe sich auf
Eis ein Gleitfilm. Schmale Reifen habe/hatten Vorteile bei Regen und
Schnee, nicht auf Eis.

thomas

Stefan Hölldampf

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Thomas Ziegler schrieb:

> >Je schmaler, desto mehr Kraft pro Fläche ==>> höherer Anpreßdruck, um auch
> >noch die so geringste Reibung auf Glatteis zu erreichen.
>
> Nur dass Wasser unter erhöhtem Druck schmilzt. Dadurch ergäbe sich auf
> Eis ein Gleitfilm. Schmale Reifen habe/hatten Vorteile bei Regen und
> Schnee, nicht auf Eis.

Mal ganz realistisch:
Ich habe noch keine Wasserspur bei Glatteis und negativen Temperaturen
hinter einem Auto gesehen. Bei Schlittschuhen mag das vielleicht etwas
anderes sein.
155er gegenüber 195er haben nur rund 80% Prozent Breite
Das soll gleich soviel ausmachen? Oder schmilzt das Eis auch schon bei
breiteren Reifen?

Torben Taeffner

unread,
Jan 7, 2000, 3:00:00 AM1/7/00
to
Marius Köhler gab am Tue, 04 Jan 2000 15:30:55 +0100 folgendes von sich:

>Was mich eigentlich schon lange interessiert:
>Neigen Fahrzeuge mit Sportfahrwerk, die möglicherweise etwas härter als
>Serie sind, eher zum Aquaplaning?

Bei meinem Fahrzeug, ja. Ich hab nen Kadett und der liegt bei Regen oder
feuchter Fahrbahn in Kurven schlechter, seit ich H&R Federn mit ca 35mm
Tieferlegung drin hab. Reifen sind die selben drauf, wie vorher,
Stossdämpfer sind auch geblieben.

Gruß, Torben.
--
"Lebe jeden Tag so, als wäre es Dein letzter! Irgendwann wird es die Wahrheit sein."

Rui-Paulo Moskopp

unread,
Jan 7, 2000, 3:00:00 AM1/7/00
to
Du kannst doch nur weil du andere Federn rein hast net von nem Sportfahrwerk
reden!! Dann mußt schon die Stoßdämpfer gegen Gasdruckdämpfer tauschen.

Deine alten Dämpfer werden wohl die 35mm Tieferlegung net ganz verkraften
daher hast ein schlechteres Fahrverhalten.

Torben Taeffner schrieb in Nachricht <853h54.3...@taeffner.de>...

Markus Bauks

unread,
Jan 7, 2000, 3:00:00 AM1/7/00
to
Rui-Paulo Moskopp wrote:

> Du kannst doch nur weil du andere Federn rein hast net von nem Sportfahrwerk
> reden!! Dann mußt schon die Stoßdämpfer gegen Gasdruckdämpfer tauschen.
>
> Deine alten Dämpfer werden wohl die 35mm Tieferlegung net ganz verkraften
> daher hast ein schlechteres Fahrverhalten.

Bis ca. 40mm geht das problemlos! Diese Art der Federn sind sogar extra auf
Seriendämpfer abgestimmt (zumindest wenn's vernünftige Federn sind).
Den Ausdruck "Sportfahrwerk" finde ich zwar dadurch auch nicht angemessen, aber
is in Katalogen so üblich.

Thomas Ziegler

unread,
Jan 8, 2000, 3:00:00 AM1/8/00
to
Stefan Hölldampf schrieb in <852kfk.3...@stfn.ddns.org>:

>[Thomas Ziegler schrieb]

>> Nur dass Wasser unter erhöhtem Druck schmilzt. Dadurch ergäbe sich auf
>> Eis ein Gleitfilm. Schmale Reifen habe/hatten Vorteile bei Regen und
>> Schnee, nicht auf Eis.

Den Gleitfilm sehe ich nicht als gesichert an (Konjunktiv beachten).
Er sollte nur meine Aussage untermauern, dass schmale Reifen auf Eis
keine Vorteile bieten, denn besser reinkrallen können sie sich ins Eis
nicht.

>
>Mal ganz realistisch:
>Ich habe noch keine Wasserspur bei Glatteis und negativen Temperaturen
>hinter einem Auto gesehen. Bei Schlittschuhen mag das vielleicht etwas
>anderes sein.

Die Wasserspur hinter Schlittschuhen sieht man aber i. a. auch nicht.

>155er gegenüber 195er haben nur rund 80% Prozent Breite
>Das soll gleich soviel ausmachen?

Ich glaube, es hat keine praktische Auswirkung. Beweisen kann ich's
natürlich nicht.

>Oder schmilzt das Eis auch schon bei
>breiteren Reifen?

Keine Ahnung, möglich wäre es schon. Habe mir eben noch mal das
Zustandsdiagramm angesehen: Bei der starken Steigung (d. h. Änderung
des Drucks gibt kleine Änderung der Schmelztemperatur) dürfte sich das
Eis bei entsprechender Temperatur unter beiden Reifen ähnlich
verhalten.

thomas
--
Note: For e-mail replies remove 2 from address.
Mail to ThZiegler2 will be discarded.

Torben Taeffner

unread,
Jan 8, 2000, 3:00:00 AM1/8/00
to
Rui-Paulo Moskopp gab am Fri, 7 Jan 2000 12:38:20 +0100 folgendes von sich:

>Du kannst doch nur weil du andere Federn rein hast net von nem Sportfahrwerk
>reden!! Dann mußt schon die Stoßdämpfer gegen Gasdruckdämpfer tauschen.

Gasdruck hatte ich schon vorher drin. Sind aber keine gekürzten, da bei
dieser Tieferlegung noch nicht notwendig.

Gruß, Torben.
--
"Imagination ist wichtiger, als Information."
(Albert Einstein)

Stefan Hölldampf

unread,
Jan 8, 2000, 3:00:00 AM1/8/00
to
Thomas Ziegler schrieb:

> Er sollte nur meine Aussage untermauern, dass schmale Reifen auf Eis
> keine Vorteile bieten, denn besser reinkrallen können sie sich ins Eis
> nicht.

Meine Überlegung beruhte darauf, daß man mit "normalen" Schuhen
schneller in Schnee einsackt als z.B. mit Skiern (große Fläche).

Thomas Ziegler

unread,
Jan 9, 2000, 3:00:00 AM1/9/00
to
Stefan Hölldampf schrieb in <857l1k.3...@stfn.ddns.org>:

>Meine Überlegung beruhte darauf, daß man mit "normalen" Schuhen
>schneller in Schnee einsackt als z.B. mit Skiern (große Fläche).

Ist schon richtig. Nur hast Du eben "Glatteis" geschrieben.

thomas1

Stefan Hölldampf

unread,
Jan 9, 2000, 3:00:00 AM1/9/00
to
Thomas Ziegler schrieb:

> >Meine Überlegung beruhte darauf, daß man mit "normalen" Schuhen
> >schneller in Schnee einsackt als z.B. mit Skiern (große Fläche).
>
> Ist schon richtig. Nur hast Du eben "Glatteis" geschrieben.

Es ist mir schon klar, daß es einen Unterschied zwischen Glatteis und
Schnee. Trotzdem läßt ein größerer Druck (bei gleicher Fläche) einen
Körper besser auf dem Untergrund haften, auch wenn dieser nachgeben
sollte.

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