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Handbremse anziehen mit/ohne Knopf drücken

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Werner Holtfreter

unread,
Apr 17, 2017, 6:14:48 PM4/17/17
to
Hallo,

ich habe mir angewöhnt, die (mechanische) Handbremse mit gedrücktem
Knopf anzuziehen. Nebensache ist die Schonung der Sperrklinke und
die Geräuschlosigkeit. Hauptgrund ist ein Sicherheitsaspekt:

Ist man gezwungen, wegen Totalausfall der Fußbremse mit der
Handbremse zu bremsen und blockiert man dabei die Hinterräder,
beginnt sich das Fahrzeug *augenblicklich* um seine Hochachse zu
drehen. Die Handbremse muss also blitzschnell wieder gelöst werden.
Das geht schneller, wenn der Knopf schon gedrückt ist, weil man
sich das angewöhnt hat.

In der Betriebsanleitung des Chevrolet Aveo finde ich nun:

| Parkbremse immer ohne Betätigung des
| Entriegelungsknopfes fest anziehen

Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/03/12/viele-viele-bunte-einzelfaelle

René Marquardt

unread,
Apr 17, 2017, 10:12:21 PM4/17/17
to
On Monday, April 17, 2017 at 5:14:48 PM UTC-5, Werner Holtfreter wrote:

> In der Betriebsanleitung des Chevrolet Aveo finde ich nun:
>
> | Parkbremse immer ohne Betätigung des
> | Entriegelungsknopfes fest anziehen
>
> Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?

Mir fällt kein vernünftiger Grund ein, einen Chevy Aveo zu fahren.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 18, 2017, 3:39:28 AM4/18/17
to
Am Tue, 18 Apr 2017 00:14:48 +0200 schrieb Werner Holtfreter:

> Ist man gezwungen, wegen Totalausfall der Fußbremse mit der
> Handbremse zu bremsen und blockiert man dabei die Hinterräder,
> beginnt sich das Fahrzeug *augenblicklich* um seine Hochachse zu
> drehen. Die Handbremse muss also blitzschnell wieder gelöst werden.

Im Fahrsicherheitstraining haben wir so "Wenden auf der Stelle" geübt.
Damit bekommt man eine saubere Drehung um 180 Grad hin ("Kids don't try
this at home!").

> Das geht schneller, wenn der Knopf schon gedrückt ist, weil man
> sich das angewöhnt hat.
>
> In der Betriebsanleitung des Chevrolet Aveo finde ich nun:
>
>| Parkbremse immer ohne Betätigung des
>| Entriegelungsknopfes fest anziehen
>
> Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?

Ist das denn noch eine echte mechanische Feststellbremse? Es gibt auch
elektronische, bei denen die Verriegelung nur simuliert wird. Die kommen
nicht damit klar, wenn man gleichzeitig die "Handbremse" anzieht und wieder
löst.

Grüße,

Frank

Michael Bäuerle

unread,
Apr 18, 2017, 6:57:54 AM4/18/17
to
Frank Hucklenbroich wrote:
> Am Tue, 18 Apr 2017 00:14:48 +0200 schrieb Werner Holtfreter:
> >
> > Ist man gezwungen, wegen Totalausfall der Fußbremse mit der
> > Handbremse zu bremsen und blockiert man dabei die Hinterräder,
> > beginnt sich das Fahrzeug *augenblicklich* um seine Hochachse zu
> > drehen. Die Handbremse muss also blitzschnell wieder gelöst werden.
>
> Im Fahrsicherheitstraining haben wir so "Wenden auf der Stelle" geübt.
> Damit bekommt man eine saubere Drehung um 180 Grad hin [...]

Vermutlich auf nasser Straße und eingeschlagener Lenkung?

Auf trockener Straße und Lenkung geradeaus ist das bei meinen Versuchen
immer völlig unproblematisch gewesen (Heck bricht auch aus, fängt sich
aber augenblicklich, sobald sich die Räder wieder drehen).

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 18, 2017, 7:06:39 AM4/18/17
to

On 18 Apr 17 at group /de/etc/fahrzeug/auto in article od3eon$6g3$1...@news.albasani.net
<holtf...@gmx.de> (Werner Holtfreter) wrote:

> ich habe mir angewöhnt, die (mechanische) Handbremse mit gedrücktem
> Knopf anzuziehen. Nebensache ist die Schonung der Sperrklinke

Stympt, das ist wichtig, Sperrklinken und das Gegenstück (Zahnkranz) sind
extrem verschleißanfällig und müssen ständig bei der 3Mio km Wartung teuer
ersetzt werden.

> und die Geräuschlosigkeit.

Die armen Brummi Fahrer mit den Ratschenbremsen erleiden Höllenqualen und
Hörstürze. Das Ratschen Syndrom ist bei der BG in der Anerkennungsphase,
steht sicher schon auf Platz 451.

Gibts die Ratschenbremsen überhaupt noch?

> Hauptgrund ist ein Sicherheitsaspekt:

> Ist man gezwungen, wegen Totalausfall der Fußbremse mit der
> Handbremse zu bremsen

Totalausfälle kommen täglich vor, gut wenn man dann gewappnet ist.

> und blockiert man dabei die Hinterräder,

Das kommt ebenfalls immer vor, zumindest mit Asphalttrennscheiben...
oder bei Glatteis oder Schmierseife. Bei normaler Fahrbahn und
ordentlichem Fahrwerk ist das eher schwierig. Bei meinen heißgeliebten
Transaxles und MM ging das nicht.
Reifen zu breit und zu stark belastet.

> beginnt sich das Fahrzeug *augenblicklich* um seine Hochachse zu
> drehen.

Das ist allerdings richtig beobachtet. Aber Du hast dabei auch noch Zeit
zum Gegenlenken, so schnell schwenkt da nix, dass Du den maximalen
Lenkeinschlagswinkel überschreitest.

> Die Handbremse muss also blitzschnell wieder gelöst werden.
> Das geht schneller, wenn der Knopf schon gedrückt ist, weil man
> sich das angewöhnt hat.

Das mag sein, aber die gefühlte 1/127stel Sekunde bringts dann wirklich.
Alle anderen Probleme bei Totalausfall der Bremse sind dagegen
unerheblich.

Hauptsache, Du hast sonst keine Probleme.

Ich frag mich gerade, ob ich einem Troll aufgesessen bin????


Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Sebastiaan Jeworowski

unread,
Apr 18, 2017, 7:18:38 AM4/18/17
to
Am 18.04.2017 um 00:14 schrieb Werner Holtfreter:
> Hallo,
>
> ich habe mir angewöhnt, die (mechanische) Handbremse mit gedrücktem
> Knopf anzuziehen. Nebensache ist die Schonung der Sperrklinke und
> die Geräuschlosigkeit. Hauptgrund ist ein Sicherheitsaspekt:
>
> [.....]
> Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?
>

Bei der mechanischen Hand öhm Feststellbremmse zieht man (frau auch?) eh
nur 2-3 Klicks hoch anstatt bis zum Anschlag.
Über die bis "zum Anschlag" Reisser freut sich dann ggf. die Werkstatt
wegen Längung der Seile bzw. ungleichmässiger Wirkung und Korrektur des
Ganzen.

Und Moin
-bas-


--

Im Norden zuhause:54° 47' 24.10"N, 9° 25' 45.70"E
Bitte nur in die Newsgroup antworten.Die Mailadressen
sind gültig werden aber selten gelesen!

Alfred Gemsa

unread,
Apr 18, 2017, 8:42:20 AM4/18/17
to
Am 18.04.2017 um 12:51 schrieb Wolfgang Allinger:

> Stympt, das ist wichtig, Sperrklinken und das Gegenstück (Zahnkranz) sind
> extrem verschleißanfällig und müssen ständig bei der 3Mio km Wartung teuer
> ersetzt werden.

> Die armen Brummi Fahrer mit den Ratschenbremsen erleiden Höllenqualen und
> Hörstürze. Das Ratschen Syndrom ist bei der BG in der Anerkennungsphase,
> steht sicher schon auf Platz 451.
>
> Gibts die Ratschenbremsen überhaupt noch?
>
> Totalausfälle kommen täglich vor, gut wenn man dann gewappnet ist.
>
> Das kommt ebenfalls immer vor, zumindest mit Asphalttrennscheiben...
> oder bei Glatteis oder Schmierseife. Bei normaler Fahrbahn und
> ordentlichem Fahrwerk ist das eher schwierig. Bei meinen heißgeliebten
> Transaxles und MM ging das nicht.
> Reifen zu breit und zu stark belastet.
>
> Das ist allerdings richtig beobachtet. Aber Du hast dabei auch noch Zeit
> zum Gegenlenken, so schnell schwenkt da nix, dass Du den maximalen
> Lenkeinschlagswinkel überschreitest.
>
> Das mag sein, aber die gefühlte 1/127stel Sekunde bringts dann wirklich.
> Alle anderen Probleme bei Totalausfall der Bremse sind dagegen
> unerheblich.
>
> Hauptsache, Du hast sonst keine Probleme.
>


> Ich frag mich gerade, ob ich einem Troll aufgesessen bin????

Wohl nicht, aber sonst: FACK

BTW: Ich brauche das brutale Geräusch (stöhn...), am besten so heftig,
dass aus dem Seilzug der Saft austritt!.

Alfred.

Werner Holtfreter

unread,
Apr 18, 2017, 8:46:49 AM4/18/17
to
Wolfgang Allinger wrote:

- Dummes Zeug -

> Ich frag mich gerade, ob ich einem Troll aufgesessen bin????

Du bist der Troll.

> Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
> Wolfgang
>
> Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker

Das schreibt der Richtige.
--
Gruß Werner

Werner Holtfreter

unread,
Apr 18, 2017, 8:52:08 AM4/18/17
to
René Marquardt wrote:

> Mir fällt kein vernünftiger Grund ein, einen Chevy Aveo zu fahren.

4.500 € für einen gepflegten, mit allen Extras ausgestatten 6 Jahre
alten Wagen mit 48.000 km sind ein Grund. Nach Einstellung des
Vertriebs in D sind die Preise günstig.

Die Radaufhängung ist verrostet. Da wird nun was gepinselt, damit es
nicht weiter rostet, sonst keine Mängel erkennbar.

Werner Holtfreter

unread,
Apr 18, 2017, 8:59:02 AM4/18/17
to
Michael Bäuerle wrote:

> Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am Tue, 18 Apr 2017 00:14:48 +0200 schrieb Werner Holtfreter:
>>>
>>> Ist man gezwungen, wegen Totalausfall der Fußbremse mit der
>>> Handbremse zu bremsen und blockiert man dabei die Hinterräder,
>>> beginnt sich das Fahrzeug *augenblicklich* um seine Hochachse
>>> zu drehen. Die Handbremse muss also blitzschnell wieder gelöst
>>> werden.
>>
>> Im Fahrsicherheitstraining haben wir so "Wenden auf der Stelle"
>> geübt. Damit bekommt man eine saubere Drehung um 180 Grad hin
>> [...]
>
> Vermutlich auf nasser Straße und eingeschlagener Lenkung?

Mit dem Lenkeinschlag kannst du die Richtung der Drehung bestimmen,
aber sie ist physikalisch zwangsläufig auch bei gerade gehaltener
Lenkung. Wer es nicht glaubt, lässt einfach ein Spielzeugauto mit
einer blockierten Achse auf einer schräge Ebene rutschen. Es dreht
sich immer so, dass die blockierte Achse vorn ist.

> Auf trockener Straße und Lenkung geradeaus ist das bei meinen
> Versuchen immer völlig unproblematisch gewesen (Heck bricht auch
> aus, fängt sich aber augenblicklich, sobald sich die Räder wieder
> drehen).

Eben: Es fängt sich erst dann, wenn sich die Räder wieder drehen!

Alfred Gemsa

unread,
Apr 18, 2017, 9:02:47 AM4/18/17
to
Am 18.04.2017 um 14:46 schrieb Werner Holtfreter:
> Wolfgang Allinger wrote:
>
> - Dummes Zeug -

Ich wiederhole Wolfgang:

Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie einen
Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein Inanspruchnehmen
der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.

Insofern: Halte mal einen Spiegel vor deine Bemerkung: "Dummes Zeug".

Alfred.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 18, 2017, 9:14:16 AM4/18/17
to
Am Tue, 18 Apr 2017 12:57:45 +0200 schrieb Michael Bäuerle:

> Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am Tue, 18 Apr 2017 00:14:48 +0200 schrieb Werner Holtfreter:
>>>
>>> Ist man gezwungen, wegen Totalausfall der Fußbremse mit der
>>> Handbremse zu bremsen und blockiert man dabei die Hinterräder,
>>> beginnt sich das Fahrzeug *augenblicklich* um seine Hochachse zu
>>> drehen. Die Handbremse muss also blitzschnell wieder gelöst werden.
>>
>> Im Fahrsicherheitstraining haben wir so "Wenden auf der Stelle" geübt.
>> Damit bekommt man eine saubere Drehung um 180 Grad hin [...]
>
> Vermutlich auf nasser Straße und eingeschlagener Lenkung?

Genau, und darum ging es ja auch bei der Übung. Der Wagen sollte sich ja
drehen. Auf trockenem Grund macht man sowas beim FST eher ungern, das geht
dann doch arg auf die Reifen.

Grüße,

Frank

Sebastiaan Jeworowski

unread,
Apr 18, 2017, 9:16:43 AM4/18/17
to
Am 18.04.2017 um 14:52 schrieb Werner Holtfreter:
> René Marquardt wrote:
>
>> Mir fällt kein vernünftiger Grund ein, einen Chevy Aveo zu fahren.
>
> 4.500 € für einen gepflegten, mit allen Extras ausgestatten 6 Jahre
> alten Wagen mit 48.000 km sind ein Grund. Nach Einstellung des
> Vertriebs in D sind die Preise günstig.

Günstig?
Für Bastelbuden die es ab 10 Riesen auf NEU gab?
Und wenn ich so bei autoscout mal eben blätter gibts jüngere Modelle im
Vergleich Billiger.

>
> Die Radaufhängung ist verrostet. Da wird nun was gepinselt, damit es
> nicht weiter rostet, sonst keine Mängel erkennbar.
>

Das kommt jetzt alles nach und nach.
Die Mechanik deines Feststellbremshebels dürfte eher nicht leiden im
Vergleich zu anderen Fahrzeugkomponenten.

Werner Holtfreter

unread,
Apr 18, 2017, 9:17:00 AM4/18/17
to
Alfred Gemsa wrote:

> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie
> einen Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein
> Inanspruchnehmen der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.

Ich weiß, dass Bremsen extrem selten ausfallen, ich weiß aber auch,
dass es möglich ist. Einfachste Möglichkeit: Bruch des Pedals.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 18, 2017, 9:19:44 AM4/18/17
to
Am Tue, 18 Apr 2017 06:51:00 -0400 schrieb Wolfgang Allinger:

> Die armen Brummi Fahrer mit den Ratschenbremsen erleiden Höllenqualen und
> Hörstürze. Das Ratschen Syndrom ist bei der BG in der Anerkennungsphase,
> steht sicher schon auf Platz 451.

Hey, Lärmschwerhörigkeit ist eine anerkannte BK! Gibt es aber nur 10% für,
insofern lohnt sich das finanziell nicht (erst ab 20% wird die Rente
ausbezahlt, da muß sich der Brummi-Fahrer dann vielleicht noch einen Finger
abschneiden).

Grüße,

Frank

Alfred Gemsa

unread,
Apr 18, 2017, 9:23:18 AM4/18/17
to
Am 18.04.2017 um 15:16 schrieb Werner Holtfreter:
> Alfred Gemsa wrote:
>
>> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie
>> einen Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein
>> Inanspruchnehmen der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.
>
> Ich weiß, dass Bremsen extrem selten ausfallen, ich weiß aber auch,
> dass es möglich ist. Einfachste Möglichkeit: Bruch des Pedals.

Jau,
und dann gab es noch den Fall, wo eine Familie mit Kindern und Haustier
(Schildkröte) in Urlaub gefahrene ist. Die Kröte krabbelte aus ihrer
Kiste und nistet sich unter dem Bremspedal ein....

Dafür trainiere ich täglich, die Handbremse zu ziehen nur mit gedrücktem
Knopf.

Es lebe die Realität!

Alfred.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 18, 2017, 9:26:33 AM4/18/17
to
Am Tue, 18 Apr 2017 15:02:46 +0200 schrieb Alfred Gemsa:

> Am 18.04.2017 um 14:46 schrieb Werner Holtfreter:
>> Wolfgang Allinger wrote:
>>
>> - Dummes Zeug -
>
> Ich wiederhole Wolfgang:
>
> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie einen
> Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein Inanspruchnehmen
> der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.

Ich auch nicht. Mir ist allerdings mal bei einem 2 Tonnen-Chrysler auf
einer abschüssigen Paßstraße der Motor einfach so ausgegangen, so daß
Bremskraftverstärkung und Servolenkung plötzlich weg waren, und das in
einer steilen Haarnadelkurve auf Schnee. Nicht lustig. Hat aber trotzdem
noch gut gegangen (ohne Handbremse). Bin danach aber erst mal rechts ran
und musste sehr tief durchatmen.

Übrigens ein einmaliger, nicht reproduzierbarer Fehler, danach lief der
Wagen noch 1000e von Kilometern ohne derartige Faxen. Wahrscheinlich war's
zu kalt für das Ding.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 18, 2017, 9:30:20 AM4/18/17
to
Am Tue, 18 Apr 2017 15:23:17 +0200 schrieb Alfred Gemsa:

> Am 18.04.2017 um 15:16 schrieb Werner Holtfreter:
>> Alfred Gemsa wrote:
>>
>>> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie
>>> einen Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein
>>> Inanspruchnehmen der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.
>>
>> Ich weiß, dass Bremsen extrem selten ausfallen, ich weiß aber auch,
>> dass es möglich ist. Einfachste Möglichkeit: Bruch des Pedals.
>
> Jau,
> und dann gab es noch den Fall, wo eine Familie mit Kindern und Haustier
> (Schildkröte) in Urlaub gefahrene ist. Die Kröte krabbelte aus ihrer
> Kiste und nistet sich unter dem Bremspedal ein....

Dazu braucht es keine Schildkröte, da reicht ein Tennisball, der im Auto
rumkullert. Und bei Kindern im Auto kein so ganz unwahrscheinliches
Szenario.

Grüße,

Frank

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 18, 2017, 9:49:05 AM4/18/17
to

On 18 Apr 17 at group /de/etc/fahrzeug/auto in article od52pm$m0q$1...@news.albasani.net
<ge...@gmx.de> (Alfred Gemsa) wrote:

> Am 18.04.2017 um 14:46 schrieb Werner Holtfreter:
>> Wolfgang Allinger wrote:
>>
>> - Dummes Zeug -

> Ich wiederhole Wolfgang:

> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie einen
> Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein Inanspruchnehmen
> der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.

Doch, ich schon, fahre ja auch schon viel viel länger (52 a :p)

Vogesen (etwa 1979), sportliche Abfahrt von Le Markstein. Bremspedal wurde
länger :(
Ich etwas vorsichtiger und vor (gottseidank) etwas weiteren Kurve dann das
Pedal bis aufs Bodenblech durchgefallen, Pumpen nutze auch nix. Ging
gerade noch mal gut, da Kurve weiter war und ich die Gegenfahrbahn frei
hatte. Normalerweise bleibe ich konsequent auf meiner Seite, denn ich
könnte mir ja entgegenkommen :)

Dampfblasenbildung in der Bremsflüssigkeit (2a alt). Seitdem fuhr ich dann
immer mit der besten Bremsflüssigkeit für den sportlichen Einsatz (keine
Renn-Flüssigkeit, die hat IIRC irgendwelche Korrosionsprobleme) und hab
sie jährlich gewechselt.

Der 924 hatte damals 2 Kreise über Kreuz, lange vor ABS. VL HR und VR HL
war je ein Kreis. Eigentlich mitsamt negativen Lenkrollradius ganz
brauchbar, aber in meinem Sonderfall eben 100% Ausfall :(
Beide vorderen Bremsen heiß, somit beide Kreise Ausfall. Bei vorne/hinten
2 Kreis, wäre es hinten noch etwas gegangen. Jedoch bergab kommt auf die
HR kaum was an Bremskraft an und hätte nicht viel genutzt. Nö Handbremse
hab ich garnicht erst probiert. Für solche Experimente war keine Zeit. Ich
war gut beschäftigt, keinen Knautschlack zu produzieren.

Gemächlich weitergefahren mit Motorbremse und im Tal angekommen war alles
soweit abgekühlt, dass nach ein paar Bremsstößen die Blasen raus waren.

Ruhig nach Hause gefahren und ab in die Werkstatt. Und keine Talfahrten
mehr im Grenzbereich :)

> Insofern: Halte mal einen Spiegel vor deine Bemerkung: "Dummes Zeug".

FACK :)


Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

Helmut Schellong

unread,
Apr 18, 2017, 10:03:51 AM4/18/17
to
On 04/18/2017 00:14, Werner Holtfreter wrote:
> Hallo,
>
> ich habe mir angewöhnt, die (mechanische) Handbremse mit gedrücktem
> Knopf anzuziehen. Nebensache ist die Schonung der Sperrklinke und
> die Geräuschlosigkeit. Hauptgrund ist ein Sicherheitsaspekt:

Ich mache das schon immer.
Weil es genauer und schohnender ist.

Die Fußbremse hat ja auch keine Rastung oder eine Stufung!
Ohne Rastung spürt man doch genau, ab wann die Bremse packt
und wie stark sie packt.
Mit Rastung spürt man fast nichts; die Auflösung ist stark reduziert.
Mit Rastung fühle ich mich total unsicher!

Bei der Handbremse ist die Rastung doch nur vorhanden, weil es eine
*Feststellbremse* ist, die auch im AUS-Zustand funktionieren soll!


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong v...@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 18, 2017, 10:06:10 AM4/18/17
to

On 18 Apr 17 at group /de/etc/fahrzeug/auto in article 1mm8cu2bstx0h.f1r38414cjpj$.d...@40tude.net
<Hucklen...@aol.com> (Frank Hucklenbroich) wrote:

> Am Tue, 18 Apr 2017 15:02:46 +0200 schrieb Alfred Gemsa:

>> Ich wiederhole Wolfgang:
>>
>> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie einen
>> Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein Inanspruchnehmen
>> der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.

> Ich auch nicht. Mir ist allerdings mal bei einem 2 Tonnen-Chrysler auf
> einer abschüssigen Paßstraße der Motor einfach so ausgegangen, so daß
> Bremskraftverstärkung und Servolenkung plötzlich weg waren,

Normalerweise ist im Bremsservo noch genügend Unterdruck für 1-2
Bremsungen. IIRC ist das Vorschrift. Servoausfall wird nicht abgefangen.

> und das in
> einer steilen Haarnadelkurve auf Schnee. Nicht lustig. Hat aber trotzdem
> noch gut gegangen (ohne Handbremse). Bin danach aber erst mal rechts ran
> und musste sehr tief durchatmen.

Auf Schnee bergab ist eh kaum Bremswirkung vorhanden. Angepasster fahren
rulez. Und auf Schnee sollte die Lenkung auch ohne Servo einigermassen
leicht gehen.

> Übrigens ein einmaliger, nicht reproduzierbarer Fehler, danach lief der
> Wagen noch 1000e von Kilometern ohne derartige Faxen. Wahrscheinlich war's
> zu kalt für das Ding.

US-Shitbox eben.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

Michael Bäuerle

unread,
Apr 18, 2017, 10:08:05 AM4/18/17
to
Werner Holtfreter wrote:
> Alfred Gemsa wrote:
> >
> > Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie
> > einen Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein
> > Inanspruchnehmen der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.
>
> Ich weiß, dass Bremsen extrem selten ausfallen, ich weiß aber auch,
> dass es möglich ist. Einfachste Möglichkeit: Bruch des Pedals.

Oder ein Problem am Hauptbremszylinder - den Fall hatten wir doch hier
erst kürzlich.

René Marquardt

unread,
Apr 18, 2017, 10:10:28 AM4/18/17
to
On Tuesday, April 18, 2017 at 8:02:47 AM UTC-5, Alfred Gemsa wrote:

> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie einen
> Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein Inanspruchnehmen
> der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.

Einmal, ca 1992, trat ich bei einem Trabant ins Leere statt langsamer zu
werden. Handbremse tat auch nix, Gang wieder reinwuergen und Motor abhoppeln
lassen tat es dann.

Ralf Kiefer

unread,
Apr 18, 2017, 11:36:50 AM4/18/17
to
Alfred Gemsa wrote:
> Ich fahre seit 45 (fünfundvierzig) Jahren Auto, und habe noch nie einen
> Totalausfall der Bremse erlebt, noch nicht einmal ein Inanspruchnehmen
> der zweiten Bremskreises als Rettungsanker.

Ich fahre nicht ganz so lange, hatte aber schon Bremsprobleme in einem
Golf 3, bei dem das ABS regelte, obwohl ich gar nicht auf dem Bremspedal
stand. Das war zweimal jeweils bei Geschwindigkeiten unter 10km/h auf
einem Supermarktparkplatz. Der Griff zur software-losen "Handbremse"
geübt im Winterbetrieb regelte :-)

Meine Vorbehalte gegen Software im Fahrzeug haben Gründe.

Gruß, Ralf

Gerald Gruner

unread,
Apr 18, 2017, 1:29:45 PM4/18/17
to
Werner Holtfreter schrieb am 18.04.17:

> Hallo,
>
> ich habe mir angewöhnt, die (mechanische) Handbremse mit gedrücktem
> Knopf anzuziehen. Nebensache ist die Schonung der Sperrklinke und
> die Geräuschlosigkeit. Hauptgrund ist ein Sicherheitsaspekt:
>
> Ist man gezwungen, wegen Totalausfall der Fußbremse mit der
> Handbremse zu bremsen und blockiert man dabei die Hinterräder,
> beginnt sich das Fahrzeug *augenblicklich* um seine Hochachse zu
> drehen. Die Handbremse muss also blitzschnell wieder gelöst werden.
> Das geht schneller, wenn der Knopf schon gedrückt ist, weil man
> sich das angewöhnt hat.
>
> In der Betriebsanleitung des Chevrolet Aveo finde ich nun:
>
>| Parkbremse immer ohne Betätigung des
>| Entriegelungsknopfes fest anziehen
>
> Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?

Wenn es sich der Satz nicht auf den von dir beschriebenen Notfall des
Bremsenausfalls bezogen hat, sondern aufs Parken, dann gibt es einen sehr
einfache Grund: 99% der Fahrer außerhalb von defa sind eben keine
unfehlbaren und allwissenden Piloten, die ein Auto völlig problemlos bei
Vollgas auf den gefährlichsten Ralleystrecken der Welt mit einem Finger und
verbundenen Augen fahren und grundsätzlich in jeder Situation perfekt
gewachsen sind. ;-)

Im Ernst: Wenn "Otto und Erna Normalfahrer" die Handbremse zum Parken
anziehen wollen, ist die primäre Fehlermöglichkeit wohl, dass sie sie zu
schwach anziehen und das Auto doch wegrollen kann.
Eine Variante davon ist, dass sie sie zwar fest genug anziehen, aber den
Knopf gedrückt halten und beim Loslassen bereits mit dem Zug nachlassen und
so die Bremse ein oder zwei Zähne später einrastet. Zwei Dinge zugleich zu
tun (kräftig ziehen und Knopf loslassen), sind für manchen eins zuviel.
Und die Kombination von beidem, zu schwach ziehen und zu spät loslassen,
ist dann doppelt schlecht.
Da ist der Rat in der BDA, den Knopf lieber gar nicht zu drücken,
eigentlich ganz sinnvoll. Und die Sperrklinke wird das auch überleben.
Zumindest würde ich das als Grund vermuten...

Beim Handbremsen wegen defekter Hauptbremse würde ich dagegen den Knopf
gedrückt halten, um die Bremse halbwegs dosieren zu können. Ein
ausbrechendes Heck ist im regulären Straßenverkehr eine ganz schlechte
Sache, wie andere hier schon festgestellt haben.

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Olaf Zaplinski

unread,
Apr 18, 2017, 5:15:11 PM4/18/17
to
Am 18.04.2017 um 15:16 schrieb Werner Holtfreter:
> Ich weiß, dass Bremsen extrem selten ausfallen, ich weiß aber auch,
> dass es möglich ist. Einfachste Möglichkeit: Bruch des Pedals.

Oder die geplatzte Bremsleitung während des HU-Bremsentests. BTDT.

Olaf

Werner Holtfreter

unread,
Apr 19, 2017, 8:17:00 AM4/19/17
to
Gerald Gruner wrote:

> Werner Holtfreter schrieb am 18.04.17:
>
>> ich habe mir angewöhnt, die (mechanische) Handbremse mit
>> gedrücktem Knopf anzuziehen.

>> In der Betriebsanleitung des Chevrolet Aveo finde ich nun:
>>
>>| Parkbremse immer ohne Betätigung des
>>| Entriegelungsknopfes fest anziehen
>>
>> Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?

> Zwei Dinge zugleich zu tun (kräftig ziehen und Knopf
> loslassen), sind für manchen eins zuviel.

Das wird es wohl sein, nachdem niemand angeben konnte, was sonst
noch schlecht daran sein soll, den Knopf beim Anziehen zu drücken.

Ralf Koenig

unread,
Apr 23, 2017, 5:20:43 AM4/23/17
to
Am 19.04.2017 um 14:17 schrieb Werner Holtfreter:
> Gerald Gruner wrote:
>
>> Werner Holtfreter schrieb am 18.04.17:
>>
>>> ich habe mir angewöhnt, die (mechanische) Handbremse mit
>>> gedrücktem Knopf anzuziehen.
>
>>> In der Betriebsanleitung des Chevrolet Aveo finde ich nun:
>>>
>>> | Parkbremse immer ohne Betätigung des
>>> | Entriegelungsknopfes fest anziehen
>>>
>>> Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?

Ohne Begründung des Urhebers sind halt alle Begründungen Spekulation.

>> Zwei Dinge zugleich zu tun (kräftig ziehen und Knopf
>> loslassen), sind für manchen eins zuviel.

Ich finde die Antwort von Gerald auch irgendwie noch am plausibelsten.

> Das wird es wohl sein, nachdem niemand angeben konnte, was sonst
> noch schlecht daran sein soll, den Knopf beim Anziehen zu drücken.

Sonst: Wer den Knopf nicht drückt, sondern so klackern lässt, der hört
bei jedem Anziehen, ob und wieviele Rastgeräusche er hört. Das erlaubt
auch eine akustische Kontrolle des Anziehvorgangs und der Sperre.

Solange die Handbremsmechanik insgesamt gleich bleibt, wird auf diese
Art das "Prozessergebnis" in gleichen Auto einheitlicher, wenn jemand
immer bis zu gleichen Raste anzieht. Und der Fahrer bekommt
Veränderungen der mechanischen Handbremse aktiv mit, wenn es mehr oder
weniger Rastgeräusche werden sollten.

Grüße,
Ralf

Georg Wieser

unread,
Apr 23, 2017, 6:55:08 AM4/23/17
to
Oder der Birkenstock-Schlappen, der nach einem ungeplanten Bremsmanöver
unbemerkt nach vorn gerutscht... usw usw...

All das sind aber keine "Bremsausfälle" im wörlichen Sinn, sondern nur
im übertragenen. Gut, die Auswirkung ist ählich.

Verglichen mit der Anzahl der *tatsächlichen* Ausfälle der "Handbremse"
allerdings selbst dann Peanuts.
> Grüße,
>
> Frank
>

Ralf Koenig

unread,
Apr 23, 2017, 6:59:50 AM4/23/17
to
Am 18.04.2017 um 15:30 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Dazu braucht es keine Schildkröte, da reicht ein Tennisball, der im Auto
> rumkullert. Und bei Kindern im Auto kein so ganz unwahrscheinliches
> Szenario.

Oder eine Flasche, die da vorrollert.

Grüße,
Ralf

HC Ahlmann

unread,
Apr 23, 2017, 7:51:50 AM4/23/17
to
Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> wrote:

> Solange die Handbremsmechanik insgesamt gleich bleibt, wird auf diese
> Art das "Prozessergebnis" in gleichen Auto einheitlicher, wenn jemand
> immer bis zu gleichen Raste anzieht. Und der Fahrer bekommt
> Veränderungen der mechanischen Handbremse aktiv mit, wenn es mehr oder
> weniger Rastgeräusche werden sollten.

Sofern er nicht jedes Mal bis zur x-ten Raste, sondern mit ähnlicher
Kraft zieht und so den längeren Weg wegen mehr Rasten bemerkt. Wobei die
Ursache des längeren Wegs noch offen bleibt (Seillängung oder defekte
Nachstellung).
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Frank Kemper

unread,
Apr 23, 2017, 8:46:18 AM4/23/17
to
Ich nutze bei meinem Citroen C3 mit SensoDrive auch sehr häufig die
Handbremse mit gedrücktem Knopf.

Grund ist bei dem Auto die automatische Kupplung, die erst dann greift,
wenn man Gas gibt. Solche Geschichten, die man sich als Schaltwagenfahrer
angewöhnt, nämlich dass man manchmal mit der schleifenden Kupplung das Auto
am Zurückrollen hindert, das geht bei dem C3 nicht so ohne weiteres.
Deshalb benutze ich bei dem Auto relativ häufig die Handbremse, um
unerwünschtes Rollen zu unterbinden. Und da ziehe ich dann mit gedrücktem
Knopf, ist ja meistens ohnehin nur für eine Sekunde oder so. Eine
Alternative wäre vermutlich Linksbremsen, aber das habe ich mir nie
angewöhnt.

Frank

--
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Sieghard Schicktanz

unread,
Apr 23, 2017, 4:13:09 PM4/23/17
to
Hallo Ralf,

Du schriebst am Sun, 23 Apr 2017 11:20:42 +0200:

> Sonst: Wer den Knopf nicht drückt, sondern so klackern lässt, der hört
> bei jedem Anziehen, ob und wieviele Rastgeräusche er hört. Das erlaubt

Hmm. Also, wenn ich das so rekapituliere, dann ist die Rastung bei Deinem
Auto entweder _extrem_ grob oder ich ziehe die Handbremse immer
"blitzartig" an - was ich da so normal an Rastgeräuschen höre, ist viel zu
schnell zum auch nur annähernden Mitzählen.
Mal nachrechnen: Rastung sowas um die 3, 4°, Anziehwinkel 30...40°,
Anziehdauer 0,1s oder noch kürzer -> Rastfrequenz ca. 10Hz.

> auch eine akustische Kontrolle des Anziehvorgangs und der Sperre.

Ne, da komm' _ich_ mit Zählen nichmehr mit...

> Solange die Handbremsmechanik insgesamt gleich bleibt, wird auf diese Art
> das "Prozessergebnis" in gleichen Auto einheitlicher, wenn jemand immer
> bis zu gleichen Raste anzieht. Und der Fahrer bekommt Veränderungen der

Dazu müßte der schon so gemächlich anziehen, daß er unter ca. 2Hz bleibt.

> mechanischen Handbremse aktiv mit, wenn es mehr oder weniger
> Rastgeräusche werden sollten.

Da verlaß' ich mich dann doch lieber weiter auf den Winkel, zu dem der
Hebel hochkommt, wenn ich mit einer halbwegs ähnlichen Kraft dran ziehe.
Oft brauchts ja auch nur ein, zwei Rasten, daß die Kiste nicht weiterrollt
(an einer Ampel, z.B.), da geht das dann noch, auch ohne richtiges Zählen.
Bei einer echten Steigung dauert mir das Zählen zu lange.

--
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Sieghard Schicktanz

unread,
Apr 23, 2017, 4:13:09 PM4/23/17
to
Hallo Ralf,

Du schriebst am Sun, 23 Apr 2017 12:59:49 +0200:
Komische Autos habt ihr alle. Bei meinen war und ist da überall 'ne
Trennwand unter den Vordersitzen, die genau das verhindert, daß da sich da
was von hinten durchmogelt und vorne für Verwirrung sorgt. Naja, waren und
sind ja auch alles keine deutschen Autos...

Ralf Koenig

unread,
Apr 23, 2017, 7:27:53 PM4/23/17
to
Am 23.04.2017 um 22:07 schrieb Sieghard Schicktanz:
> Hallo Ralf,
>
> Du schriebst am Sun, 23 Apr 2017 11:20:42 +0200:
>
>> Sonst: Wer den Knopf nicht drückt, sondern so klackern lässt, der hört
>> bei jedem Anziehen, ob und wieviele Rastgeräusche er hört. Das erlaubt
>
> Hmm. Also, wenn ich das so rekapituliere, dann ist die Rastung bei Deinem
> Auto entweder _extrem_ grob oder ich ziehe die Handbremse immer
> "blitzartig" an - was ich da so normal an Rastgeräuschen höre, ist viel zu
> schnell zum auch nur annähernden Mitzählen.
> Mal nachrechnen: Rastung sowas um die 3, 4°, Anziehwinkel 30...40°,
> Anziehdauer 0,1s oder noch kürzer -> Rastfrequenz ca. 10Hz.

Bist du auf der Flucht, oder was?

>> auch eine akustische Kontrolle des Anziehvorgangs und der Sperre.
>
> Ne, da komm' _ich_ mit Zählen nichmehr mit...
>
>> Solange die Handbremsmechanik insgesamt gleich bleibt, wird auf diese Art
>> das "Prozessergebnis" in gleichen Auto einheitlicher, wenn jemand immer
>> bis zu gleichen Raste anzieht. Und der Fahrer bekommt Veränderungen der
>
> Dazu müßte der schon so gemächlich anziehen, daß er unter ca. 2Hz bleibt.

Genau! In der Ruhe liegt die Kraft, Sieghard!

Grüße,
Ralf

Sieghard Schicktanz

unread,
Apr 24, 2017, 6:13:10 PM4/24/17
to
Hallo Ralf,

Du schriebst am Mon, 24 Apr 2017 01:27:52 +0200:

> > Mal nachrechnen: Rastung sowas um die 3, 4°, Anziehwinkel 30...40°,
> > Anziehdauer 0,1s oder noch kürzer -> Rastfrequenz ca. 10Hz.
>
> Bist du auf der Flucht, oder was?

Wieso? Das ist doch eine ganz normale Bewegungsgeschwindigkeit. Für einen
Menschen, meine ich, ich bin doch kein Faultier.
(BTW, ich hatte mich leider verrechnet: Die Rastfrequenz unter den
angegebenen Werten ist nicht 10Hz - das entspräche einer Anzugsdauer von 1s
[einer _ganzen_ geschlagenen Sekunde!], die wäre da 100Hz, und da zählt
keiner mehr mit.)

> > Ne, da komm' _ich_ mit Zählen nichmehr mit...
...
[Zum Mitzählen:]
> > Dazu müßte der schon so gemächlich anziehen, daß er unter ca. 2Hz
> > bleibt.
>
> Genau! In der Ruhe liegt die Kraft, Sieghard!

Ruhe? Das ist keine Ruhe mehr, das ist Apathie.

Ralf Koenig

unread,
Apr 25, 2017, 7:56:32 AM4/25/17
to
Am 25.04.2017 um 00:12 schrieb Sieghard Schicktanz:
> Hallo Ralf,
>
> Du schriebst am Mon, 24 Apr 2017 01:27:52 +0200:
>
>>> Mal nachrechnen: Rastung sowas um die 3, 4°, Anziehwinkel 30...40°,
>>> Anziehdauer 0,1s oder noch kürzer -> Rastfrequenz ca. 10Hz.
>>
>> Bist du auf der Flucht, oder was?
>
> Wieso? Das ist doch eine ganz normale Bewegungsgeschwindigkeit. Für einen
> Menschen, meine ich, ich bin doch kein Faultier.
> (BTW, ich hatte mich leider verrechnet: Die Rastfrequenz unter den
> angegebenen Werten ist nicht 10Hz - das entspräche einer Anzugsdauer von 1s
> [einer _ganzen_ geschlagenen Sekunde!], die wäre da 100Hz, und da zählt
> keiner mehr mit.)

Also ich will mal sehen, wie du in einer Sekunde den Hebel 5x hochziehst
und 5x wieder runtermachst. Oder eben: 10x hochziehst in 1 Sekunde, um
auf eine Anziehdauer von 100 ms zu kommen.

Ich glaube dein Zeitgefühl ist da etwas optimistisch. :-)

Deine Rastfrequenz von 10 Hz war da eher passend. Und dann 0,5 Sekunden
als Anziehdauer für 5 Rasten.

>>> Ne, da komm' _ich_ mit Zählen nichmehr mit...
> ...
> [Zum Mitzählen:]
>>> Dazu müßte der schon so gemächlich anziehen, daß er unter ca. 2Hz
>>> bleibt.
>>
>> Genau! In der Ruhe liegt die Kraft, Sieghard!
>
> Ruhe? Das ist keine Ruhe mehr, das ist Apathie.

Tick, tick, tick, tick => Handbremse fest. 1 Sekunde vorbei. Und man
konnte gut mitzählen. Bei 4 Herz.

Grüße,
Ralf

Helmut Schellong

unread,
Apr 25, 2017, 8:47:46 AM4/25/17
to
On 04/25/2017 13:56, Ralf Koenig wrote:

>> (BTW, ich hatte mich leider verrechnet: Die Rastfrequenz unter den
>> angegebenen Werten ist nicht 10Hz - das entspräche einer Anzugsdauer von 1s
>> [einer _ganzen_ geschlagenen Sekunde!], die wäre da 100Hz, und da zählt
>> keiner mehr mit.)
>
> Also ich will mal sehen, wie du in einer Sekunde den Hebel 5x hochziehst und
> 5x wieder runtermachst. Oder eben: 10x hochziehst in 1 Sekunde, um auf eine
> Anziehdauer von 100 ms zu kommen.
>
> Ich glaube dein Zeitgefühl ist da etwas optimistisch. :-)
>
> Deine Rastfrequenz von 10 Hz war da eher passend. Und dann 0,5 Sekunden als
> Anziehdauer für 5 Rasten.

Ein mehrfacher Vorgang für 1 Zeitnahme ist aber ungültig.

Ich höre es bewußt schon etwa 45 Jahre lang, wenn Leute ihre Handbremse
anziehen.
Das war stets ein kurzes 'Ratsch'.
Ich schätze 0,2 s bis 0,5 s höchstens.
(0,1 s ist wohl übertrieben schnell.)
Ein mitzählbares 'Ratsch' habe ich vielleicht in 5 Fällen von 1000 gehört.

> Tick, tick, tick, tick => Handbremse fest. 1 Sekunde vorbei. Und man konnte
> gut mitzählen. Bei 4 Herz.

Bei mir sind es eher 10 Zähne.

Sieghard Schicktanz

unread,
Apr 26, 2017, 6:13:10 AM4/26/17
to
Hallo Ralf,

Du schriebst am Tue, 25 Apr 2017 13:56:29 +0200:

[Anziehdauer Handbremse]
> >> Bist du auf der Flucht, oder was?
> >
> > Wieso? Das ist doch eine ganz normale Bewegungsgeschwindigkeit. Für
> > einen Menschen, meine ich, ich bin doch kein Faultier.
...
> Also ich will mal sehen, wie du in einer Sekunde den Hebel 5x hochziehst
> und 5x wieder runtermachst. Oder eben: 10x hochziehst in 1 Sekunde, um
> auf eine Anziehdauer von 100 ms zu kommen.

Wird ein wenig eng, wegen der Richtungswechsel und dem Knopfdrücken im
ersten und wegen dem 10-fachen Wagenwechsel im zweiten Fall...

> Ich glaube dein Zeitgefühl ist da etwas optimistisch. :-)

Dann schlag' halt 'n Faktor 2 drauf.

> Deine Rastfrequenz von 10 Hz war da eher passend. Und dann 0,5 Sekunden
> als Anziehdauer für 5 Rasten.

Nee, so langsam is' nich. Allenfalls kurz vorm Einschlafen auf dem
Parkplatz...

> > [Zum Mitzählen:]
> >>> Dazu müßte der schon so gemächlich anziehen, daß er unter ca. 2Hz
> >>> bleibt.
> >>
> >> Genau! In der Ruhe liegt die Kraft, Sieghard!
> >
> > Ruhe? Das ist keine Ruhe mehr, das ist Apathie.
>
> Tick, tick, tick, tick => Handbremse fest. 1 Sekunde vorbei. Und man
> konnte gut mitzählen. Bei 4 Herz.

Hmmm. Ich hör' da immer nur ein "krrrk", mit unterschiedlich "vielen 'r'",
d.h. unterschiedlich langem Schnarren. Machst Du das _wirklich_:_so_
langweilig?
(BTW, ich hab' mal abgeschätzt, wie hoch die Frequenz beim
Reißverschlußschließen sein dürfte, weil mir das reichlich hoch vorkam.
Annahmen: ca. 2mm/Zahn, Länge 10cm, Bewegungsgeschwindigkeit 1..2m/sec.
Ergebnis: 500..1000Hz, also gut im mittleren Hörbereich.
Der Mensch ist durchaus flott in seinen Bewegungen, solange sich das im
Nahbereich abspielt. Erst wenn's um seine Komplettrelokation über größere
Entfernungen geht, sind mechanische Beförderungshilfsmittel nötig: Gehen
mit 1..3m/s entspricht "nur" 3.6..10,8km/h. Ersteres zeigen viele Auto-
Tachos noch garnicht an. Aber schon 30km/h entsprechen guten 8m/s, das ist
schon ein recht sportlicher Sprint. Und bei gemächlichen 70km/h legt man
doch schon fast 20m pro Sekunde zurück. Bzw. anders gesehen: eine Sekunde
ist doch relativ lang...)
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