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TUEV Kriterienkatalog ?

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thomas pralle

unread,
Nov 6, 2001, 6:16:19 AM11/6/01
to
Hallo,


gibt es eigentlich einen einheitlichen Tuev-Kriterien-Katalog ? Oder macht das
jeder Tuev-Pruefer nach "Stand der Technik" und eigenem ermessen ? Mich wuerde
mal interessieren, was an Maengeln schlimmstenfalls erlaubt ist und was nicht.
Z.B. Oelverlust, ab wann ist Oelverlust noch "ausschwitzen " und ab wann ein Tuev-
relevanter Mangel ? oder Bremsen, Licht etc, ab welcher abweichung vom Neuzustand
darf ein pingeliger Tuev-Pruefer reklamieren und was ist noch in der Toleranz ?


viele Gruesse


Thomas
--
__________________________________________________________
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Thomas Forster

unread,
Nov 6, 2001, 1:11:52 PM11/6/01
to
thomas pralle schrieb:

> Hallo,
>
> gibt es eigentlich einen einheitlichen Tuev-Kriterien-Katalog ?

Hallo Thomas
das steht im §29 STVZO
"Richtlinie für die Beurteilung von Mängeln bei Hauptuntersuchungen von Fahrzeugen
nach §29 StVZO und AnlageVIII"


> Mich wuerde
> mal interessieren, was an Maengeln schlimmstenfalls erlaubt ist und was nicht.

in der o.g. RiLi wird zwischen geringe Mängel, erhebliche M. und verkehrsunsicher
unterschieden.
Das ganze ist 8 kleingedruckte Seiten lang. Du verstehtst wohl, wenn ich das jetzt
nicht alles schreiben will.

>
> Z.B. Oelverlust, ab wann ist Oelverlust noch "ausschwitzen " und ab wann ein Tuev-
> relevanter Mangel ?

z.B. Nr. 315: Servolenkung undicht: erheblicher Mangel oder verkehrsunsicher, das kann
der Prüfer nun entscheiden

z.B. Nr. 615: Motor, Ölverlust: geringer Mangel.

> oder Bremsen, Licht etc, ab welcher abweichung vom Neuzustand
> darf ein pingeliger Tuev-Pruefer reklamieren und was ist noch in der Toleranz ?

besorge dir die RiLi, wenn du es genau wissen willst.

>
>
> viele Gruesse
>
> Thomas
>

Grüsse zurück
Thomas

thomas pralle

unread,
Nov 7, 2001, 2:32:42 AM11/7/01
to

>Das ganze ist 8 kleingedruckte Seiten lang. Du verstehtst wohl, wenn ich das
jetzt
>nicht alles schreiben will.
>
>>
>> Z.B. Oelverlust, ab wann ist Oelverlust noch "ausschwitzen " und ab wann ein
Tuev-
>> relevanter Mangel ?
>
>z.B. Nr. 315: Servolenkung undicht: erheblicher Mangel oder verkehrsunsicher,
das kann
>der Prüfer nun entscheiden
>
>z.B. Nr. 615: Motor, Ölverlust: geringer Mangel.
>
>> oder Bremsen, Licht etc, ab welcher abweichung vom Neuzustand
>> darf ein pingeliger Tuev-Pruefer reklamieren und was ist noch in der Toleranz
?
>
>besorge dir die RiLi, wenn du es genau wissen willst.
>
>>


hab ich gemacht, die kriterien sind aber sehr allgemein, z.b.
Motor : Ölverlust , mehr nicht, bei den anderen Punkten ähnlich.


Wie weit ist da der Spielraum für den Prüfer ?
--

Thomas Forster

unread,
Nov 7, 2001, 11:04:10 AM11/7/01
to
thomas pralle schrieb:

>
> Wie weit ist da der Spielraum für den Prüfer ?
> --

Das weiss ich auch nicht genau, da ich leider keine HU machen darf.
Aber wenn ich es nicht vergesse, werde ich im Januar beim nächsten termin mal
nachfragen.

Thomas

thomas pralle

unread,
Nov 8, 2001, 3:59:53 AM11/8/01
to

>Ölverlust kann ein geringer oder erheblicher Mangel sein. Eine örtlich
>begrenzte ölfeuchte Stelle ohne Abtropfen wird normalerweise als
>geringer Mangel gewertet. Im Gegenteil dazu ist Abtropfen von Öl (das
>ist wörtlich zu verstehen - ist eine Tropfenbildung sichtbar) oder ein
>großflächig stark ölverschmiertes Aggregat ein erheblicher Mangel. Dabei
>gibt es keinen Spielraum - das ist ein EM und die Plakette wird nicht
>zugeteilt.
>
>Der Spielraum besteht darin, das auch bei geringen Mängeln die Plakette
>erteilt werden _kann_, wenn:
>-- "zum Zeitpunkt der Mängelfeststellung eine Verkehrsgefährdung
>kurzzeitig nicht zu erwarten ist." und
>-- "die unverzügliche Beseitigung dieser Mängel durch den Halter des Fz
>zu erwarten ist."
>
>Wenn das nicht der Fall ist, (z.B. bei einem Auto mit mehreren geringen
>Mängeln aufgrund unzureichender Wartung) kann und wird bei geringen
>Mängeln die Plakette verweigert.
>
>Unabhängig von der rechtlichen Seite besteht z.B. bei einem undichten
>Getriebe oder Differential für den Fahrer keinerlei Kontrollmöglichkeit
>für den Ölstand, sodaß bei einem Ölverlust nicht nur eine Sauerei
>entsteht, sondern auch das Aggregat auf Dauer Schaden nimmt. Und ein
>neues Getriebe oder Diff ist viel teurer als eine Dichtung zu ersetzen.
>
>Es gab z.B. schon den Fall, daß ein Kunde ca. 1 Jahr nach der letzten HU
>kam und sich über einen Getriebeschaden beschwerte, er hatte "Getriebe:
>ölfeucht an Antriebswelle" ignoriert und mußte es daher auf die harte
>Tour lernen.
>


wie sieht das z.b. bei Fettverlust an Gelenkmanschetten aus, z.b.
Lenkstangenmaanschetten, Achsmanschetten etc. ?


Oder bei Verlust von Bremsfluessigkeit, oder bei Verlust von Lenkoel ?

thomas pralle

unread,
Nov 9, 2001, 4:09:20 AM11/9/01
to
f.
>Ein Flüssigkeitsverlust bzw. undichte Stellen an Bremsaggregaten sind
>immer erheblich oder verkehrsunsicher. Beim Lenkungsoel gilt wieder der
>Unterschied zwischen ölfeucht (GM) und Ölverlust (EM).
>
>


Gibts diese praxistauglichen Interpretationen auch irgendwo schriftlich als
Katalog ?


Wie siehts denn eigentlich mit Bremsen aus, z.b. Abnutzung der Bremsbelaege,
Scheiben, Tragbild und Dicke der Scheiben ?


Ich habe manchmal den eindruck, dass die Tuev-Pruefer selber nicht so genau
wissen, wann sie reklamieren sollen und entscheiden dann je nach Wetterlage.

Olaf Kaluza

unread,
Nov 9, 2001, 5:38:28 PM11/9/01
to
Frank Tischendorf <f...@gmx.de> wrote:

>etwa 2-3 mm ist gibts einen geringen Mangel. Alles was kleiner als 2-3
>mm Belagstärke ist, ist ein erheblicher Mangel.

Warum? Damit bremst das Auto doch noch genausgut wie mit neuen
Belaegen. Das dies sehr bald nicht mehr der Fall sein wird ist klar,
aber zu diesem Zeitpunkt ist das noch nicht so oder?

>Eine leichte Gratbildung an der Bremsscheiben-Außenseite ist zu
>vernachlässigen. Eine starke Gratbildung (>1mm), erkennbare Hitzerisse
>oder _sichtbar_ stark verschlissene/untermaßige Scheiben sind mindestens
>erhebliche Mängel.

Ist es nicht vollkommen egal wie gross oder klein der Grat ist? Sollte
nicht allein die vom Hersteller angegebene Mindestdicke
ausschlaggebend sein? Es koennte ja auch jemand auf die Idee kommen
einen Grat abzufeilen.


>Das Schwierige dabei ist, das der Prüfer entscheiden muß, ob ein Auto
>gefahrlos für zwei Jahre fahren kann - mit allen persönlichen
>Konsequenzen im Falle einer Fehlentscheidung,

Du willst doch nicht sagen das sie mir mit der Plakette garantieren
das ein Auto zwei Jahre gefahrlos durchhaelt oder? :-]

Nimm doch alleine mal die Bremskloetze als Beispiel. Es gibt Leute die
nutzen ihr Auto so selten da sie mit den von dir bemaengelten 1-2mm
noch jahrelang fahren koennen, andere wiederum brauchen einmal im Jahr
neue.


Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Ingo Braune

unread,
Nov 10, 2001, 9:54:26 AM11/10/01
to
Frank Tischendorf schrieb:
>
> thomas pralle <thomas...@web.de> schrieb :

> >
> >Ich habe manchmal den eindruck, dass die Tuev-Pruefer selber nicht so genau
> >wissen, wann sie reklamieren sollen und entscheiden dann je nach Wetterlage.
>
> Wie kommst du da drauf? Ich glaube schon, das es in den meisten Fällen
> keine Zweifel über gut oder schlecht gibt.

Wirklich ?

> In echten Streitfällen, wo
> ein ganz bestimmter Mangel für die Plakettenerteilung entscheidend ist,
> wird es immer Unterschiede geben. Das ist aber menschlich und normal und
> auch leider nicht zu ändern. Wenn die Prüfung in einer Prüfstelle
> zusammen mit dem Kunden stattfindet hat man immer eine gewisse
> psychologische Komponente zwischen Kunde<->Prüfer dabei. Auch der
> Autotyp kann eine Rolle spielen. Wenn ein Auto "X" als Auto mit vielen
> Mängeln bekannt ist, wird man dort wahrscheinlich genauer hinschauen und
> im Zweifelsfall vielleicht strenger bewerten als bei einem als
> zuverlässig geltendem Autotyp "Y". Wie gesagt, das geht in den Bereich
> der Psychologie, ist menschlich und leider nicht zu ändern.

Das ist aber beruhigend.

>
> Andererseits ist es ja so, es wird - mit sehr wenigen Ausnahmen - nichts
> bemängelt, was nicht irgendwo sicherheitsrelevant ist. Nimm es als
> gegeben hin, das du die sowieso fällige Reparatur etwas vorziehen mußt.

Achso, bei mir warens das letzte Mal "Türen hinten/Türöffner
schwergängig".


Ingo

Nico Hoffmann

unread,
Nov 11, 2001, 3:20:55 PM11/11/01
to
"Frank Tischendorf" <f...@gmx.de> meint:

> thomas pralle <thomas...@web.de> schrieb :

>>Ich habe manchmal den eindruck, dass die Tuev-Pruefer selber nicht so genau
>>wissen, wann sie reklamieren sollen und entscheiden dann je nach Wetterlage.
>

> Wie kommst du da drauf? Ich glaube schon, das es in den meisten Fällen

> keine Zweifel über gut oder schlecht gibt. In echten Streitfällen, wo


> ein ganz bestimmter Mangel für die Plakettenerteilung entscheidend ist,
> wird es immer Unterschiede geben.

> Andererseits ist es ja so, es wird - mit sehr wenigen Ausnahmen - nichts


> bemängelt, was nicht irgendwo sicherheitsrelevant ist.

Hm. Ich habe hier einen TÜV-Bericht vom TÜV Leipzig aus dem Jahr
2000 liegen. Darin ist als Mangel "Stabilisator hinten:
Einbaulage falsch 50699" aufgeführt.

Der Stabilisator war tatsächlich ein Teil, was zu einem
Hinterachsgetriebe mit einer etwas anderen Aufhängung gehört
(aber für dasselbe Auto), und deswegen an meinem Auto das
Differential (bzw dessen Halteschraube) berührte.

Ich bin damit mindestens durch zwei TÜV-HUs gefahren, ohne daß
jemand was gesagt hätte. Und auf einmal wirds ein "Mangel" .-)


> Nimm es als
> gegeben hin, das du die sowieso fällige Reparatur etwas vorziehen mußt.

Jepp. 20,- DM für einen gebrauchten Stabi mit der passenden
Ausbuchtung :-)


Sind eigentlich angerostete Kraftstoffleitungen auch ein
TÜV-relevanter Mangel?

N.
--
In diesen vier | http://home.pages.de/~beethoven/
Zeilen ist |
eine Signatur |
versteckt. |

Olaf Kaluza

unread,
Nov 11, 2001, 4:15:12 PM11/11/01
to
Nico Hoffmann <ni...@lewonze.de> wrote:

>Ich bin damit mindestens durch zwei TÜV-HUs gefahren, ohne daß
>jemand was gesagt hätte. Und auf einmal wirds ein "Mangel" .-)

Ich hab selbst mal unter einem VW-Passat gelegen der bereits zweimal
beim TueV war und problemlos durch die Endkontrollen von VW und dem
Zulieferer gekommen ist wo es in dem Traeger zwischen den beiden
Reifen einen Herstellungsfehler gab. Das Blech aus dem das Dingen
gebogen war hatte wohl eine Luftblase gehabt und die fuehrte zu einem
1-5mm breiten Loch das sich fast ueber die ganze Laenge zwischen den
Reifen hinzog. Das ist vorher nie jemanden aufgefallen obwohl dies
einfach nicht zu uebersehen war....

Ich hatte auch schonmal eine Wagen (Honda Prelude) wo der TueV eine
laecherlich kleine Roststelle IMHO ziemlich schikanoes bemaengelt
hat. Um aber beim schweissen nichts kaputt zu machen musste ich am
Hinterad eine Plastikabdeckung ueber den Dom abnehmen indem das
Federbein steckt. Mit staunen habe ich dann gesehen das mindestens 50%
von dem Blech aus dem dieser Dom bestand, also ein Stueck von etwa
30x30 cm total weggerostet war. Ist nie jemanden aufgefallen. Da haette
jederzeit das Federbein rauspringen koennen.

Mit anderen Worten ich gebe auf den TueV rein garnichts. Wenn man
Sicherheit will muss man selber schauen. TueV das ist mit
irgendwelchen Tricks und Glueck und hoffentlich ohne viel Aerger an
eine Plakette zu kommen um wieder zwei Jahre Ruhe zu haben.


>Sind eigentlich angerostete Kraftstoffleitungen auch ein
>TÜV-relevanter Mangel?

Das will ich doch hoffen. Aber bei welchen Autos sind die denn noch
aus Metall?


Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Wolfgang Mederle

unread,
Nov 12, 2001, 4:27:10 AM11/12/01
to
Es schrieb Nico Hoffmann:

> Sind eigentlich angerostete Kraftstoffleitungen auch ein
> TÜV-relevanter Mangel?

Ja. Abschleifen, einfetten.

--
Wolfgang Mederle ICQ# 1435333 http://www.mederle.de/
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
American Motors: http://www.american-motors.de/
1986er BMW 325iX

Nico Hoffmann

unread,
Nov 12, 2001, 4:33:35 PM11/12/01
to
"Olaf Kaluza" <ol...@criseis.ruhr.de> meint:

> Nico Hoffmann <ni...@lewonze.de> wrote:

> >Sind eigentlich angerostete Kraftstoffleitungen auch ein
> >TÜV-relevanter Mangel?
>
> Das will ich doch hoffen. Aber bei welchen Autos sind die denn noch
> aus Metall?

Na, hier, bei meinem.

Der Tüv hat da nichts gesagt (die Bremsleitungen liegen direkt
daneben). Ich habe auch schon Neuteile zuhause liegen, nur kriege
ich die Schrauben nicht auf. Die haben die Haltebleche mit
Kreuzschlitzschrauben :-( festgemacht.

thomas pralle

unread,
Nov 13, 2001, 5:45:16 AM11/13/01
to

>>Wie siehts denn eigentlich mit Bremsen aus, z.b. Abnutzung der Bremsbelaege,
>
>Bei den (Scheiben-)Bremsbelägen handhaben wir es so: wenn die
>Restbelagstärke etwa gleich der Stärke des Belagträgers ist, gibts einen
>Hinweis auf die bevorstehende Verschleißgrenze.
>Wenn die Restbelagstärke unter der Stärke des Belagträgers, aber noch

>etwa 2-3 mm ist gibts einen geringen Mangel. Alles was kleiner als 2-3
>mm Belagstärke ist, ist ein erheblicher Mangel.
>
>>Scheiben,

>
>Eine leichte Gratbildung an der Bremsscheiben-Außenseite ist zu
>vernachlässigen. Eine starke Gratbildung (>1mm), erkennbare Hitzerisse
>oder _sichtbar_ stark verschlissene/untermaßige Scheiben sind mindestens
>erhebliche Mängel.
>

Wie Stehts denn mit Korrosion, das scheint mir noch das Thema mit dem groessten
Spielraum zu sein. Welche Teile gelten denn ofiziell als tragend und welche nicht.
bei selbsttragenden Karosserien scheint mir fast alles zu tragen. Wieviel Rost
ist denn tolerabel und wieviel nicht ? manche Pruefer sehen das wohl ziemlich
locker und manche reklamieren auch absolute Kleinigkeiten.

Josef Gschwandtner

unread,
Nov 13, 2001, 6:55:35 PM11/13/01
to
> >Sind eigentlich angerostete Kraftstoffleitungen auch ein
> >TÜV-relevanter Mangel?
>
> Das will ich doch hoffen. Aber bei welchen Autos sind die denn noch
> aus Metall?
>
Beim Renault Espace Bj 92 sind sie wohl aus Kunststoff, aber vom und
zum Benzinfilter gibts etwa 20 cm lange Gummischläuche mit Gewebe
außern herum. Vor zwei Monaten hab ich da mal ein wenig rumgebogen,
wie man das auch bei Bremsschläuchen macht um zu sehen ob sie porös
sind. Ergebnis: es (Benzin) hat ordentlich herausgespritzt. Also:
Gummi statt Metall ist auch keine "wartungsfreie" Lösung!

Nico Hoffmann

unread,
Nov 14, 2001, 2:54:25 PM11/14/01
to
"Frank Tischendorf" <f...@gmx.de> meint:

> ni...@lewonze.de (Nico Hoffmann) schrieb :
>> "Frank Tischendorf" <f...@gmx.de> meint:


>>> Andererseits ist es ja so, es wird - mit sehr wenigen Ausnahmen - nichts
>>> bemängelt, was nicht irgendwo sicherheitsrelevant ist.
>>Hm. Ich habe hier einen TÜV-Bericht vom TÜV Leipzig aus dem Jahr
>>2000 liegen. Darin ist als Mangel "Stabilisator hinten:
>>Einbaulage falsch 50699" aufgeführt.
>

> Wie wurde der Mangel eingestuft?

Kann ich nicht sagen. Die Plakette habe ich nicht bekommen, aber
es waren auch noch die Bremsscheiben zu wechseln.

>>Ich bin damit mindestens durch zwei TÜV-HUs gefahren, ohne daß
>>jemand was gesagt hätte. Und auf einmal wirds ein "Mangel" .-)
>

> Was möchtest du mir jetzt damit sagen? Stört es dich, das es 2x
> übersehen wurde? Stört es dich, das es diesmal bemängelt wurde?

Nein, ich finde es nur gewöhnungsbedürftig, einen detailierten
Mängelkatalog zu erstellen, und es dann dem Prüfer zu überlassen,
ob er sich überhaupt für einen Mangel "interessiert".

Mit dem Verfahren so wie es ist kann ich leben. Solange nicht der
eine Prüfer lediglich einen relativ leicht zu behebenden
"erheblichen Mangel" feststellt und mich das Auto nochmal
vorführen läßt. Und bei der Nachuntersuchung dem anderen Prüfer
einfäällt, daß da auch noch zwei oder drei andere "erhebliche
Mängel" zu beseitigen sind.

So vorgefallen bei der Dekra, zugegebenermaßen nicht beim
TÜV. Allerdings arbeitet der TÜV nach demselben Schema. Der
"Zwischentermin" war zwar kostenlos, aber ärgerlich ist es
trotzdem.

>>Sind eigentlich angerostete Kraftstoffleitungen auch ein
>>TÜV-relevanter Mangel?
>

> Ja. Angerostet - GM. Verrostet/Bruchgefahr - EM.

Potentiell auch so ein Fall. Angerostet sind die auf jeden Fall,
wurden aber weder bei der Dekra noch beim TÜV bemängelt. Und ich
habe in jeweils zwei Terminen 4 Prüfer "verschlissen".

Im TÜV-Bericht habe ich unter "Hinweise" nur "Sichtbare, leichte
Korrosion" an Bodengruppe und Fahrzeugaufbau stehen.

Seufz. Nächste HU ist im Juni 2002. Bis dahin möchte ich auch
noch den anderen Schweller, die Kraftstoffleitungen, die ganze
Spurstange, die Windschutzscheibe und ein Handbremseil ersezen.

Olaf Kaluza

unread,
Nov 14, 2001, 3:08:08 PM11/14/01
to
Josef Gschwandtner <pepp...@surfeu.at> wrote:


>sind. Ergebnis: es (Benzin) hat ordentlich herausgespritzt. Also:
>Gummi statt Metall ist auch keine "wartungsfreie" Lösung!

Aber ein defekten Gummischlauch kannst du in ein paar Minuten
ersetzen. Eine defekte Metallleitung musst du erstmal passend biegen
und dann die Anschluesse umboerdeln. Und braucht dafuer vermutlich
noch eine spezielle Zange. (musste ich noch nie machen)

Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Nico Hoffmann

unread,
Nov 15, 2001, 3:24:50 PM11/15/01
to
"Olaf Kaluza" <ol...@criseis.ruhr.de> meint:

Ja, sicher kann man das.

Man kann aber auch eine fertig gebogene und gebördelte Leitung
für "n Apfel und n Ei" bei $AUTOHÄNDLER kaufen.

Das Hauptproblem sind aber die Schrauben, mit denen die Leitung
an der Karosserie fest ist. Die Sind nämlich mindestens genauso
vergammelt wie die Leitung selber und dementsprechend schwer
lozukriegen.
Vor allem, wenn sie z.B. zwischen Achskörper und Karosserie liegen :-(

Nico Hoffmann

unread,
Nov 15, 2001, 4:18:43 PM11/15/01
to
"Frank Tischendorf" <f...@gmx.de> meint:

> ni...@lewonze.de (Nico Hoffmann) schrieb :

>>Und bei der Nachuntersuchung dem anderen Prüfer


>>einfäällt, daß da auch noch zwei oder drei andere "erhebliche
>>Mängel" zu beseitigen sind.
>

> Dann hat der erste geschlampt, das kann man nicht anders sagen.


>
>>So vorgefallen bei der Dekra, zugegebenermaßen nicht beim
>>TÜV. Allerdings arbeitet der TÜV nach demselben Schema. Der
>>"Zwischentermin" war zwar kostenlos, aber ärgerlich ist es
>>trotzdem.
>

> Ack.
>
> [Rost an Kraftstoffleitungen]


>>Potentiell auch so ein Fall. Angerostet sind die auf jeden Fall,
>>wurden aber weder bei der Dekra noch beim TÜV bemängelt. Und ich
>>habe in jeweils zwei Terminen 4 Prüfer "verschlissen".
>

> Wie hast du das geschafft, 4 Mann zu beschäftigen?

Steter Tropfen höhlt den Stein, ich meine: Pro Termin
einen. Zuerst bei der Dekra, der erste (der die Bremsleitungen
übersah) und der zweite (der sie dann bemängelt hat). Da hatte
ich die Nase voll von der Dekra und bin mit nagelneuen
Bremsleitungen zum TÜV. Dort der dritte (der hat dann die
Bremsscheiben und den fatalen Stabilisator bemängelt) und der
vierte (endlich der Plakettenkleber).

So in der Art ist das gelaufen.

>>Seufz. Nächste HU ist im Juni 2002.
>

> Du bist nicht mehr in L?

Nein. Tapetenwechsel, bin jetzt in Mainz.


>>Bis dahin möchte ich auch
>>noch den anderen Schweller, die Kraftstoffleitungen, die ganze
>>Spurstange, die Windschutzscheibe und ein Handbremseil ersezen.
>

> Bis auf den Schweller sind das ja noch relativ harmlose Sachen. Wenn du
> dir die Arbeit mit dem Anfertigen der Metall-Kraftstoffleitungen nicht
> antun willst und auch noch kein Material dafür besorgt ahst - es gibt
> auch diverse Kunststoffleitungen, die anstelle der Originalen verlegt
> werden können. Leider kenne ich keine Bezugsquelle, habe es nur ein paar
> Mal an älteren Autos gesehen. Oder gibts die originalen K-Leitungen
> vorgefertigt?

Klar gibts die, und nichtmal teuer. Halt BMW :-)

Ich habe sie auch schon zuhause liegen. Wenn ich die
Kreuzschlitzschrauben an den Halterungen aufgebracht hätte, wären
die auch schon längst drin.

Die Spurstange liegt neben mir, Windschutzscheibe kann ich am
Samstag holen.

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