Was ist denn ein Regulator ?
Tatsache ist, die meisten Benziner könnte man überdrehen, wenn sie nicht
mit einer Drehzahlsperre ausgerüstet wären.
Dieselmotor leiden unter einer sehr langsamen Verbrennung, deswegen
kommt man über ein bestimmtes Drehzahlniveau nicht drüber,
und deswegen haben Dieselmotoren keine Drehzahlsperre.
Peter
Ein Arbeitskollege von mir behauptet, man kann einen Diesel nicht
überdrehen, da diese einen Regulator drin hätten.
Stimmt das ?
Gruß aus Wien
Krupitza Christoph
da bist Du aber schwer im Irrtum. Wenn ein Dieselmotor nicht durch einen Regler nicht in der
Drehzahl geregelt wird, dann wird er immer schneller bis er schließlich auseinanderfliegt.
Das war übrigends eines der Probleme die Rudolf Diesel zu lösen hatte, da ihm die ersten Motoren
wegen der fehlenden Regelung auseinanderflogen.
Der Drehzahlregler sitzt übrigens im Gehäuse der Einspritzpumpe und ist daher nicht so einfach zu
erkennen.
Gruß
Hermann
> Was ist denn ein Regulator ?
Ein Roman von Richard Bachman aka Stephen King.
--
Vorsprung durch Technik,
Oliver Sprenger
http://www.audi80.com -- Der Audi 80 im Internet & AudiForum
'79 Audi 80 GLS Typ 81, 1.6, 55 KW
'88 Audi 80 Typ 89, 1.8T, 175 KW
> Dieselmotor leiden unter einer sehr langsamen Verbrennung, deswegen
> kommt man über ein bestimmtes Drehzahlniveau nicht drüber,
> und deswegen haben Dieselmotoren keine Drehzahlsperre.
Muß doch irgendwie gehen, weil bereits einige Dieselmotoren nach der
neuen Abgasprüfnorm ( Vollgas im Leerlauf) ihren Geist aufgegeben haben.
Vor einiger Zeit hat einer gepostet , daß er sogar Schadenersatz von der
Prüfanstalt bekommen hat , da die mittlerweile dagegen versichert sind.
Marcel Baum
Hallo !
Motorschäden durch hochdrehen im kalten Zustand (also Materialverschleiß
durch Reibung aufgrund fehlendem Schmierfilm bei kaltem Öl) sind ja nochmal
was anderes als Überdrehen (mechanische Schäden im Motor aufgrund eines
Betriebs außerhalb der Spezifikation).
Letztlich kann natürlich jeden Motor überdrehen, indem man z.B. bei hoher
Geschwindigkeit einen zu kleinen Gang reinzwingt.
Bis dann, Horst
Die Fälle dich ich kenne sind beim Abgastest am betriebswarmen Motor
(ist ja so vorgeschrieben) mit Vollgas im Leerlauf über einige Sekunden
zu Schaden gekommen. Ohne Last sind offensichtlich die Dosiermengen der
Einspritzung auch bei hohen Drehzahlen so gering, daß eine ev.
vorhandene Begrenzung nicht greifen kann. Ich kenne mittlerweile einige
Dieselfahrer, die sich von der Prüfanstalt vor dem Abgastest bestätigen
lassen, daß diese für ev. Schäden durch das Vollgas die Haftung
übernimmt.
Marcel Baum
> Muß doch irgendwie gehen, weil bereits einige Dieselmotoren nach der
> neuen Abgasprüfnorm ( Vollgas im Leerlauf) ihren Geist aufgegeben haben.
> Vor einiger Zeit hat einer gepostet , daß er sogar Schadenersatz von der
> Prüfanstalt bekommen hat , da die mittlerweile dagegen versichert sind.
Das hat wohl weniger mit zu ueberhoehter Drehzahl zu tun. IMHO reissen
dann einfach die Zahnriemen. Bei der hohen Kompression von
Dieselmotoren bedeutet das automatisch das Zusammenstossen von
Ventilen und Kolben. Dieser Schaden kann wegen der ungewoehnlichen und
ploetzlichen Belastung, die bei Ausdrehen ohne Last entstehen, auch
bei Nenndrehzahl auftreten, v.a. wenn der Zahnriemen alt und sproede
ist.
Ciao
Martin
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Martin Schulte Moenting eMail ma...@gmx.de
Alle Geruechte auch zum Mitnehmen.
Mein Dieselmotor ist bezüglich auf das Vorhandensein eines
Drehzahlbegrenzers in der Einspritzpumpe anderer Meinung. Er hat
einen. Definitiv.
Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Beginning of Wisdom " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fax: *49 721 966 31 29
Ich zitiere mal Steffen Spiess:
Wir reden hier noch immer von einem Dieselmotor! Und mehr als 5000 1/min sind
da nicht drin. Nicht mal VW's R-TDI hat mehr als 4800 1/min gedreht!
Was ist denn nun richtig ?
Peter
Also, damals,...
..als ich mich noch mit den Dingern beschäftigen musste, hatten die
Dieselmotoren einen mechanischen Drehzahlregler in der Einspritzpumpe,
der hat z.B. ab einer gewissen Drehzahl über ein Gestänge (Zahnstange)
die Kolben der Einspritzpumpe (Reihenpumpe) verdreht, damit einen
"Überströmkanal" geöffnet -> keine Fördermenge mehr. Ohne Regler hört
der Motor erst auf zu drehen, wenn der inneren Leistungsverlust gleich
der Motorleistung ist
Wie das heute gemacht wird...? Werden eigentlich noch
Reiheneinspritzpumpen verbaut?
Matthias
Grundsätzlich kann man jeden Motor überdrehen - egal ob Benziner oder Diesel,
den beim Runterschalten kommt es leicht zum überschreiten der max. Drehzahl -
ein nicht zu unterschätzendes Problem!
Steffen
--
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Steffen Spies tel: 05361 / 42047
Behringstr. 7 fax: 05361 / 49948
38440 Wolfsburg / Germany e-mail: sp...@braintec.de
http://www.rsg-wolfsburg.de/
Dagegen hilft aber keine Drehzahlsperre, sondern höchstens eine
Tiptronik.
Peter
>Und mehr als 5000 1/min sind da nicht drin.
Ja, aber nur weil dann abgeregelt wird!
>Was ist denn nun richtig ?
Ein Dieselmotor darf die höchstzulässige Drehzahl nicht überschreiten, er darf
nicht "durchgehen", da sonst die Gefahr der Selbstzerstörung besteht.
Micha
Ich glaube eher, daß dies durch Schwingungen passiert weil halt im Leerlauf
keine Last am Motor hängt - dies ist aber nur eine Vermutung.
Bei modernen Motoren kann ich mir das nicht vorstellen, daß es an der
Kraftstoffmenge liegt - im Zweifelsfall wird halt eine Umdrehung (oder mehr)
ausgelassen.
Gruß
Jens
Krupitza Christoph wrote:
> Hi,
>
> Ein Arbeitskollege von mir behauptet, man kann einen Diesel nicht
> überdrehen, da diese einen Regulator drin hätten.
>
> Was ist denn nun richtig ?
Ich erinnere mich nur an das alte Auto meines Kumpels: Opel Kadett E - 1.6D.
Der hatte irgendeine mechanische Sperre am Gaszug. Ohne die hat er auch 6000 gedreht. Wurde
zwar ziemlich dunkel hinter ihm (har, har), aber der Motor läuft immernoch.
Ciao, Marius
Texte wachsen nicht auf Bäumen,
und Beats kommen nicht mit der Post.
>Verschleiss und konnten teilweise ihre Funktion einbuessen. Ich hatte mal
>einen Corsa-Diesel, der kratze in den Kasseler Bergen bergrunter an den
>200-Marke auf dem Tacho. War aber kein Vergnuegen fuer den nachfolgenden
Habe ich mit meinem (Corsa TD) auch schon geschafft.
Ist aber kein Vergnuegen, so hart am Begrenzer (5600 U/min;)
>Verkehr, wegen Schwarzrauch. Bei der AU gab es dann aerger, weil der
Noe, so richtig schwarz raucht meiner nie.
Erst recht, seitdem ich RME (Biodiesel) tanke
>Motor nicht mehr bei 5150 U/min abregelte und der Typ den Test bei 6300
>U/min abbrach....
Hatte ich an dessen Stelle auch gemacht =;-)
Aber meiner regelt weiterhin brav bei 'zivilen' 5600 ab.
--
Jever+'\
J| o |/achim
~~~~~~
Ulrich
Genau das Gegenteil des zuvor geposteten ist richtig.
Der Dieselmotor hat keine vom Gesamtluftverhältnis abhängigen
Zündgrenzen, er ist quantitätsgeregelt, d.h. der Drehmomentverlauf ist
flach und in erster Linie von der Menge des eingespritzten Kraftstoffes
abhängig. Daher braucht er neben Leerlauf- und Vollastangleich-
insbesondere wegen der i.a. schwereren Bauart der bewegten Teile eine
Enddrehzahlregelung.
Der Ottomotor dagegen ist qualitätsgeregelt, d.h. besonders bei
steigender Drehzahl wird das Mischungsverhältnis lambda von selbst so
ungünstig, dass das Drehmoment rapide fällt und die Drehzahl wegen der
inneren Reibung schließlich konstant bleibt.
bye pivi
Krupitza Christoph schrieb in Nachricht
<3812d...@info.xpoint.at>...
>Hi,
>
>Ein Arbeitskollege von mir behauptet, man kann einen Diesel
nicht
>überdrehen, da diese einen Regulator drin hätten.
>
>Stimmt das ?
>
>Gruß aus Wien
>
>Krupitza Christoph
ein ganz klares Jein.
Der Vollgasanschlag reguliert die maximale Drehzahl.
Bei unterschiedlichen Motoren ist das unterschiedlich
ausgeführt.
VW verbaute z.B. Verteilerpumpen mit einer Anschlagschraube.
Mercedes verbaute Pumpen mit einem Regelstangenanschlag. usw.
Trotzdem ist ein Überdrehen des Motors (theoretisch) möglich.
Es soll VW gegeben haben, die das Motoröl über die
Kurbelgehäuseentlüftung angesaugt haben.
Die führte direkt in den Luftfilterkasten.
Gruß Kars
Vielleicht sollten wir "Überdrehen" erst mal definieren. Die Schäden,
die ich als typische Überdrehschäden kenne, sind dadurch entstanden,
daß bei einer bestimmten Drehzahl das Ventil nicht schnell genug
wegkommt, um vom Kolben nicht mehr getroffen zu werden.
So was entsteht praktisch nur, wenn man den falschen Gang erwischt,
zumindest mit modernen Autos, weil die alle einen Drehzahlbegrenzer
haben. Früher hatten den aber nicht alle, und da konnte man den
Benzinmotor munter hochdrehen lassen, bis Sense war. Beim Diesel
nicht, weil die schon immer einen Begrenzer drinhaben. Sollte der
defekt sein und der Motor über sein Limit hinausdrehen, fängt der erst
mal an zu rußen und dreht dann bis zu einem bestimmten Punkt, ab dem
er nicht weiter kann, weil die Verbrennung nicht mehr vollständig
ablaufen kann. Das dürfte eine Drehzahl sein, die die Ventilfedern
noch halbwegs locker abfedern können. Daß es für die Lebensdauer des
Motors nicht gut ist, ist eine andere Sache.
So, und sollte der Diesel munter hochdrehen können bis in die
fünfstelligen Bereiche, wäre alles falsch, was ich bisher über Diesel
gelesen und gelernt habe. Dann bitte ich mal um fundierte
Aufklärung. So weit ich weiß, ist das unmöglich. Wie hoch drehen denn
die Renndiesel von BMW und VW?
--
Wolfgang Mederle
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
http://www.mederle.de/
ICQ# 1435333