mich würde interessieren, wie sich ein Tempomat auf den
Kraftstoffverbrauch auswirkt. Im Prinzip doch wohl garnicht, wenn ich es
auch ohne Tempomat schaffe, die Geschwindigkeit praktisch konstant zu
halten, oder sehe ich das falsch?
Volker
Nehmen wir mal an, die BAB ist 'frei'
Na, versuch mal, über 2h die gleiche Geschwindigkeit zu halten, da kriegst
du ja 'nen Krampf im Fuß. Zum Glück gibt' auch Autos, wo man den Fuß
'arretieren' kann.
Wenn ich z.B. meine Straßenschuhe anhabe, dann kann ich den Fuß gg. so ein
helles Kästchen im Fußraum legen, und so den Fuß einfach ablegen und
gleichzeitig auf dem Gas bleiben. Beschleunigt wird dann, indem ich den
Fußfläche leicht durchdrücke. So kann man einigermaßen längere Strecken auch
ohne Tempmat fahren.
Torsten
Also meiner Meinung nach verbraucht ein Tempomat mehr Kraftstoff.
Den er erkennt nicht im vorraus z.B. Berge, d.h. er fährt mit konstantem Gas
bis zur Seigung, verliert dort den ganzen Schwung und muss anschließend mit
vollgas den Berg hinauf.
Ich habe mal eine Bericht gelesen indem stand, daß der Tempomat den
Verbrauch sogar minimal erhöht. Und das wurde so begründet :
Wenn man selbst die Geschwindigkeit einhält, dann versucht man, daß der
Wagen nicht langsamer zu wird, also man nähert sich von unten der
Geschwindigkeit (z.B. 100 Km/h). Der Tempomat versucht aber, daß der Wagen
nicht schneller wird, also er näher sich von oben der Geschwindigkeit (z.B.
100 Km/h). Daraus kann sich dann schon mal eine Geschwindigkeitsdifferenz
von 2 Km/h ergeben ( am oberen Rand der 100er Markierung zu fahren oder am
unteren Rand der 100er Markierung zu fahren).
Wer also eher langsamer als 100 km/h fahren will (ohne Tempomat), der wird
vielleicht sogar eine kleine Ersparnis haben, weil er auch mal unter 100
fährt. Wer aber zu Tempo 100 gezwungen wird, der wird auch mal schneller
fahren, also wird er mehr verbrauchen.
Die Ersparnis wird also eher daraus resultieren, daß der Tempomat die
eingestellte Geschwindigkeit nicht überschreitet, auch wenn man schneller
fahren möchte. Und es ist natürlich viel entspannender.
Gruß Carsten
Wenn es nur das Halten der Geschwindigkeit geht, so arbeitet der Tempomat in
der Regel feinfühilger als du. Der Mensch tendiert nunmal dazu, besonders
auf längeren Strecken, mal schneller und mal langsamer zu fahren. Insofern
sollte ein Tempomat zum sparsamen Fahren durchaus geeignet sein.
--
Andreas Menge
unterwegs auf Yamaha XJ600N
oder im Skoda Octavia TDI
>Ich habe mal eine Bericht gelesen indem stand, daß der Tempomat den
>Verbrauch sogar minimal erhöht.
Ich bin mit einem Wagen in den USA von Tucson nach L. A. und zucück
gefahren, 2 mal. Ohne Tempomat 9.2 l/100 km, mit Tempomat 8.7 l/100 km. Bei
beiden Fahrten habe ich mich bemüht, sehr genau auf das Speed Limit zu
achten - was in manchen Teile Arizonas auch sehr empfehlenswert ist. Ach
ja: die Strecke ist IIRC ca. 900 km lang (ein Weg)
>Und das wurde so begründet :
>Wenn man selbst die Geschwindigkeit einhält, dann versucht man, daß der
>Wagen nicht langsamer zu wird, also man nähert sich von unten der
>Geschwindigkeit (z.B. 100 Km/h). Der Tempomat versucht aber, daß der Wagen
>nicht schneller wird, also er näher sich von oben der Geschwindigkeit (z.B.
>100 Km/h).
Der VDO Tempomat in meinem jetzigen Toyta Avensis verhält sich anscheinend
nicht so, wie Du es beschreibst.
>Die Ersparnis wird also eher daraus resultieren, daß der Tempomat die
>eingestellte Geschwindigkeit nicht überschreitet, auch wenn man schneller
>fahren möchte. Und es ist natürlich viel entspannender.
ACK. Ich glaube auch, daß kaum jemand über längere Zeit ohne Tempomat so
konstant das Tempo hält. Und allein durch das dauernde "etwas zu schnell
fahren" oder das "zu langsam werden und wieder beschelunigen" dürfte man
ohne Tempomat mehr verbrauchen.
Bye
woffi
--
'Bother!' said Pooh. 'It all comes of trying
to be kind to Heffalumps.'
Ich fahre z.Zt. taeglich 200km zur Arbeit... da hat man genuegend Gelegenheit,
Spritverbraeuche mit und ohne Tempomat und auch mit unterschiedlicher
geistiger Grundeinstellung zu testen. Meine Strecke sind jeweils ca. 90 km AB,
5km Landstrasse und 5km (Stadt-) Schnellstrasse.
Mein Auto ist ein Octavia TDI mit 81 KW. Wenn mir auf der A6 kein Stau
dazwischenkommt, ist ein Verbrauch von 4.3l bis 5.8l auf 100km zu erzielen.
Die Unterschiede sind wie folgt:
- optimale Fahrweise, also Tempomat, ca 100-110 Tacho, nicht beschleunigen oder
bremsen bzw. nur um Lastwagenkolonnen zu ueberholen (auf der A6 ist fast
ueberalle LKW-Ueberholverbot): 4.3l - 4.5l. Schnitt zwischen 88-95 km/h
- schnellstmoegliche Fahrweise (nur linke Spur, immer mitgehen, wenns mal
vorangeht usw.) 5.5l - 5.8l, Schnitt 90-105 km/h (ca. 2-3 Minuten auf der
Strecke)
- ohne Tempomat 10-20% mehr als mit (also 0.4-0.8l)
Natuerlich korrigiere ich die Vorgabe an den Tempomat je nach Verkehrslage,
aber die Geschwindigkeit macht nur die Automatik.
Klima macht fast nichts aus, beim derzeitigen Wetter (34 Grad) ca. 0.2l/100km.
Allerdings hab ich die Climatronic auf 26 Grad gestellt, damit man nicht beim
Aussteigen tot umfaellt...
Was sich auf den letzten 100.000 km rausgestellt hat, ist vor allem, dass
bei den heutigen vollen Autobahnen draengeln, auf maximale Geschwindigkeit
hecheln und aehnliches rein gar nix bringt. Der Unterschied bei den 100km
Distanz sind maximal 2-5 Minuten, der Spritverbrauch ist 30-50% hoeher,
die Nerven sind am Ende und der Verschleiss ist auf jeden Fall groesser.
Ich brauche meine Bremsen nur auf den ersten und den letzten fuenf Kilometern
der Fahrt, schalte auf der Autobahn sowieso nicht (wozu auch?) und versuche
so gleichmaessig wie moeglich zu fahren. Da die LKW sowieso sehr viel
sinnvoller und weniger unfalltraechtig fahren als die Hektiker auf der
linken Spur, macht es Sinn, das auszunutzen. Lieber bei dichtestem Verkehr
mal ein paar km mit 90km/h und grossem Sicherheitsabstand rechts fahren als
links mit 95-100 und 3m Abstand zum Vordermann rumhampeln... man sieht da
immer sehr schoen, wie ein Bremsmaneuver weit vorne massiv nach hinten
durchschlaegt, weil alle so dicht aufeinanderhaengen.
Meine Freizeit ist mir auch wertvoll, aber die paar Minuten machen die
Nervenbelastung, die weitaus hoehere Unfallgefahr und den Verschleiss
nicht wett, den die Linksfahrer auf einer vollen Autobahn brauchen.
Martin
> Was sich auf den letzten 100.000 km rausgestellt hat, ist vor allem, dass
> bei den heutigen vollen Autobahnen draengeln, auf maximale Geschwindigkeit
> hecheln und aehnliches rein gar nix bringt. Der Unterschied bei den 100km
> Distanz sind maximal 2-5 Minuten, der Spritverbrauch ist 30-50% hoeher,
> die Nerven sind am Ende und der Verschleiss ist auf jeden Fall groesser.
> Ich brauche meine Bremsen nur auf den ersten und den letzten fuenf
Kilometern
> der Fahrt, schalte auf der Autobahn sowieso nicht (wozu auch?) und
versuche
> so gleichmaessig wie moeglich zu fahren. Da die LKW sowieso sehr viel
> sinnvoller und weniger unfalltraechtig fahren als die Hektiker auf der
> linken Spur, macht es Sinn, das auszunutzen. Lieber bei dichtestem Verkehr
> mal ein paar km mit 90km/h und grossem Sicherheitsabstand rechts fahren
als
> links mit 95-100 und 3m Abstand zum Vordermann rumhampeln... man sieht da
> immer sehr schoen, wie ein Bremsmaneuver weit vorne massiv nach hinten
> durchschlaegt, weil alle so dicht aufeinanderhaengen.
>
> Meine Freizeit ist mir auch wertvoll, aber die paar Minuten machen die
> Nervenbelastung, die weitaus hoehere Unfallgefahr und den Verschleiss
> nicht wett, den die Linksfahrer auf einer vollen Autobahn brauchen.
>
> Martin
Toll, das mit dem hetzen seh ich genauso - bringt praktisch überhaupt
nichts, höchstens ungleich höheren Verbrauch,
Wenn man sich einigermaßen an die Geschwindigkeit hält, bei wenig Verkehr
auch mal 90 auf der Landstraße fährt, einen großzügigen Sicherheitsabstand
hält, dann kommt man viel ausgeglichener an, muß extrem weniger Bremsen,
kommt oft bei Grün an die Ampel - die Bremsen und der Tank freuen sich !
Aber jeder muß selbst darauf kommen, auch ich habe auch eine ganze Weile
gebraucht, um das einzusehen
PS: gelegentlich bei freier Straße gehts aber trotzdem schon etwas flotter
voran ;-)
Torsten
>Also meiner Meinung nach verbraucht ein Tempomat mehr Kraftstoff.
>Den er erkennt nicht im vorraus z.B. Berge, d.h. er fährt mit konstantem Gas
>bis zur Seigung, verliert dort den ganzen Schwung und muss anschließend mit
>vollgas den Berg hinauf.
Ja und? Vollgas (bzw. Fast-Vollgas) ist doch der spritsparendste
Betriebsmodus eines (Benzin-)Motors. Keine Drosselverluste.
Kai
>
>Ja und? Vollgas (bzw. Fast-Vollgas) ist doch der spritsparendste
>Betriebsmodus eines (Benzin-)Motors. Keine Drosselverluste.
In welcher Ausgabe der Bild-Zeitung stand das denn?
Bye
woffi
--
Science may be described as the art of
systematic oversimplification.
- Karl Popper
Wolfgang Krietsch schrieb:
>
> Kai Rode <nik...@web.de> wrote:
>
> >
> >Ja und? Vollgas (bzw. Fast-Vollgas) ist doch der spritsparendste
> >Betriebsmodus eines (Benzin-)Motors. Keine Drosselverluste.
>
> In welcher Ausgabe der Bild-Zeitung stand das denn?
In keiner. Steht in allen gängigen Fachbüchern. Bei Kais Bemerkung fehlt
nur eins: Beinahe-Vollgas _bei niedrigen Drehzahlen_ ist der
wirtschaftlichste Betriebsmodus eines Benzinmotors. So stimmt's.
Gruß, Garfield
--
"Verkehrsberuhigte Bereiche" sind für Sport und Spiel vorgesehen.
Dazu gehört selbstverständlich auch der Motorsport ;-)
Torsten Mann schrieb:
> Wenn man sich einigermaßen an die Geschwindigkeit hält, bei wenig Verkehr
> auch mal 90 auf der Landstraße fährt, einen großzügigen Sicherheitsabstand
> hält, dann kommt man viel ausgeglichener an, muß extrem weniger Bremsen,
> kommt oft bei Grün an die Ampel - die Bremsen und der Tank freuen sich !
Hoffentlich achtest Du dabei auch auf den Verkehr hinter Dir, der auch
noch bei grün über die Ampel möchte.
Manche halten dabei leider etwas viel Abstand ein, so das nur die
hälfte der Autos in einer Grünphase rüber kommt.
Gerald
>
>In keiner. Steht in allen gängigen Fachbüchern. Bei Kais Bemerkung fehlt
>nur eins: Beinahe-Vollgas _bei niedrigen Drehzahlen_ ist der
>wirtschaftlichste Betriebsmodus eines Benzinmotors. So stimmt's.
Aha - das ist schon was anderes. Wobei "Beinahe Vollgas" und "niedrige
Drehzahl" mir im Moment nicht so recht zusammenpassen will?! - Aber das mag
durchaus an mir liegen.
>Manche halten dabei leider etwas viel Abstand ein, so das nur die
>hälfte der Autos in einer Grünphase rüber kommt.
Diese "Manche" werden aber durch die *Vielen*, die viel zu dicht auffahren,
mehr als kompensiert.
Wolfgang Krietsch schrieb:
> Wobei "Beinahe Vollgas" und "niedrige
> Drehzahl" mir im Moment nicht so recht zusammenpassen will?! - Aber das mag
> durchaus an mir liegen.
Beschleunige bis etwa 3000/min, schalte dann schon in den nächsthöheren
Gang und gib kräftig Gas. Dann hast Du genau diesen Betriebszustand.
Ich bin ja kein Unmensch, und selbstverständlich achte ich auch auf den
Verkehr hinter mir, ich lasse auch keine 50m-Lücke, an Ampeln schließe ich
dann soweit auf, das ich nicht bremsen muß.
Torsten
cu Marc
>Beschleunige bis etwa 3000/min, schalte dann schon in den nächsthöheren
>Gang und gib kräftig Gas. Dann hast Du genau diesen Betriebszustand.
Hmm... ich bin relativ sicher, daß der Bordcomputer bei solchen Aktionen
sehr hohe Werte anzeigt. Wg. Automatik kann ich das schlecht testen...
Wenn ich auf der Landstraße einen Berg hochfahre mit relativ geringer
Drehzahl und gebe dann Gas, wird der Wagen zunöchst mal kaum schneller -
aber der Verbrauch sinkt??? Glaube ich nicht. Oder bin ich jetzt zu doof?
>Niedrige Drehzahl bei hoher Last bedeudet einen besseren Wirkungsgrad.
[...]
Danke für die ausführliche Erläuterung. Ich bin zwar nicht sicher, ob ich
das alles richtig verstehe (gewschwiege denn behalte), aber ...
>+ Wer schneller (im Schnitt) faehrt, braucht mehr.
>+ Bei gleicher Durchschnittsgeschwindigkeit sind moeglichst niedrige
>Drehzahlen und eine moeglichst geringe Hoechstgeschwindigkeit sparsamer.
... das habe ich versatnden - allerdings auch schon vorher gewußt. :-)
[Drosselverluste entfallen bei Vollgas]
> Gilt das auch für Dieselmotoren?
Dieselmaschinen haben keine Drosselklappen. Das "Gas"pedal wirkt auf die
Einspritzanlage und bestimmt die Einspritzmenge.
--
Matthias Andree
Hallo.
Mit einem Ducato 2.8 TDI (Hochdach) spare ich bei 120 km/h Tacho (115 real)
im Tempostat-Betrieb ca. 0.5 L Diesel auf 100 km ein.
Die Verwendung des Tempostaten hat darüber hinaus noch eine
verbrauchssenkende Wirkung:
Der hinter dir fahrende Verkehr kann sich auf dein Tempo einstellen. Es
kommt weniger zu unnötigem Gebremse und Gasgeben weil wieder einer den Tacho
aus dem Auge verloren hat und seine Geschwindigkeit unkontrolliert
oszilliert.
Wie schwer es vielen fällt, tatsächlich die Geschwindigkeit zu halten merkst
du, sobald du ihn benutzt. Da gibts dann immer wieder Leute die du x-Mal
überholst nachdem sie jeweils zwischendurch wieder mal kurz schneller
geworden waren.
Bis dann, Horst
Wo liegt bei einem Polo1.9D das maximale Drehmoment ... leider steht das
nicht auf dem Drehzahlmesser. :(
> Ist man mit Beschleunigen fertig sollte man den größten gerade noch
> erträglichen Gang benutzen. Und 1100min-1 bei Vollast machen einem
Motor
> seit 25 Jahren nichts mehr aus.
>
Einleuchtend ...
cu Marc
> Wenn es nur das Halten der Geschwindigkeit geht, so arbeitet der Tempomat in
> der Regel feinfühilger als du. Der Mensch tendiert nunmal dazu, besonders
> auf längeren Strecken, mal schneller und mal langsamer zu fahren.
Was in ner Kolonne auch gar nicht anders geht.
Ich habe gehört, daß der Tempomat, wenn er ausgestellt war (z.B. durch
manuellen Eingriff) und dann wieder eingestellt wird, die eingestellt
Geschwindigkeit mit Kick-Down zu erreichen versucht - sicherlich nicht
besonders sparsam.
Und rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen, daß ich gerade am Lkw
vorbeikomme, wenn der vor mir eingeschert hat, so daß ich nicht
bremsen muß, könnte ein Tempomat wohl auch nicht.
> > Wenn es nur das Halten der Geschwindigkeit geht, so arbeitet der
Tempomat in
> > der Regel feinfühilger als du. Der Mensch tendiert nunmal dazu,
besonders
> > auf längeren Strecken, mal schneller und mal langsamer zu fahren.
>
> Was in ner Kolonne auch gar nicht anders geht.
Da ist ein Tempomat auch nicht das geeignete Mittel. Ein Tempomat ist
konstruiert worden, um eine konstante Geschwindigkeit zu halten. Nur wenn
dies möglich ist macht auch die Benutzung des Tempomats Sinn.
> Ich habe gehört, daß der Tempomat, wenn er ausgestellt war (z.B. durch
> manuellen Eingriff) und dann wieder eingestellt wird, die eingestellt
> Geschwindigkeit mit Kick-Down zu erreichen versucht - sicherlich nicht
> besonders sparsam.
Völliger Quatsch. Kick-Down gibt es sowieso nur beim Automatikgetriebe. Du
meinst sicherlich Beschleunigung mit Vollgas. Die Anlagen, die ich kenne
(Skode, baugleich mit VW und Mercedes) beschleunigen beide sanft auf die
gewünschte Geschwindigkeit.
> Und rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen, daß ich gerade am Lkw
> vorbeikomme, wenn der vor mir eingeschert hat, so daß ich nicht
> bremsen muß, könnte ein Tempomat wohl auch nicht.
Wie ich oben schon geschrieben habe ist das auch nicht Sinn und Zweck eines
Tempomats. Sowas geht nur mit einer Abstandsregelanlage, wie sie bei
Mercedes zu haben ist. Ein Tempomat ist weder zum Bremsen noch zum
Kaffeekochen gebaut.
> > Ich habe gehört, daß der Tempomat, wenn er ausgestellt war (z.B. durch
> > manuellen Eingriff) und dann wieder eingestellt wird, die eingestellt
> > Geschwindigkeit mit Kick-Down zu erreichen versucht - sicherlich nicht
> > besonders sparsam.
>
> Völliger Quatsch. Kick-Down gibt es sowieso nur beim Automatikgetriebe. Du
> meinst sicherlich Beschleunigung mit Vollgas. Die Anlagen, die ich kenne
> (Skode, baugleich mit VW und Mercedes) beschleunigen beide sanft auf die
> gewünschte Geschwindigkeit.
Ich meinte den Effekt von Kick-Down - Vollgas und alle Gänge bis
maximale Drehzahl. Das habe ich vom Audi A4 TDI gehört.
Mein Audi V8 hat ebenfalls Tempomat und der beschleunigt zwar zügig, aber
nicht mit Vollgas oder gar Kick-Down auf die zuvor eingestellte
Geschwindigkeit.
Grüßle
Frank K.
--
******************************************************************************
Reiten: das Zwiegespräch zweier Körper und zweier Seelen, das dahin zielt,
den vollkommenen Einklang zwischen ihnen herzustellen.
(Waldemar Seunig)
******************************************************************************
> > Macht es Unterschiede, ob es ein SDI oder ein normaler Diesel ist?
> Der SDi ist doch ein normaler Diesel!
>
Zumindest läuft meiner nicht unter der Bezeichnung SDI, da zur
Einspritzpumpe ein Seilzug führt. Der SDI hat eine elektronische ...
wobei ich mir gut vorstellen kann, dass hier die Einspritzung
intelligenter und wirtschaftlicher kontrolliert wird.
> Ich schrieb ja schon, im Prinzip und erster guter Annäherung :-)
>
> > Wo liegt bei einem Polo1.9D das maximale Drehmoment ... leider steht
> > das nicht auf dem Drehzahlmesser. :(
>
> Guck doch in die Anleitung!
>
Werde ich machen ... aber, dass das in der Anleitung stehen soll. :)
> Mit den allerherzigsten Grüßen
>
Ebenfalls
Ralf
> Ich meinte den Effekt von Kick-Down - Vollgas und alle Gänge bis
> maximale Drehzahl. Das habe ich vom Audi A4 TDI gehört.
Kann ich mir kaum vorstellen, da der Tempomat bei allen Marken des
VW-Konzerns gleich arbeiten sollte. Ausserdem hat Frank Nachnamenlos sich
zum Thema Audi-Tempomat ja bereits geäussert.
Marc Beck schrieb:
> > > Macht es Unterschiede, ob es ein SDI oder ein normaler Diesel ist?
> > Der SDi ist doch ein normaler Diesel!
> >
> Zumindest läuft meiner nicht unter der Bezeichnung SDI, da zur
> Einspritzpumpe ein Seilzug führt. Der SDI hat eine elektronische ...
> wobei ich mir gut vorstellen kann, dass hier die Einspritzung
> intelligenter und wirtschaftlicher kontrolliert wird.
>
Der größte Unterschied zwischen SDI und 1.9D ist die Einspritzung. Der
"normale" Diesel hat eine Wirbelkammereinspritzung und der SDI ist ein
Direkteinspritzer (also ein TDI ohne Turbo, deshalb SDI). Durch die
Einspritzung ist der Motor um ca. 15% sparsamer als der Diesel, dafür aber
nagelt er auch wie für einen Direkteinspritzer (der 1. Generation mit
Verteilereinspritzung) typisch etwas mehr. Die Fahrleistungen sind aber
absolut identisch (Leistung und Drehmoment auch bei 47 kW und ca. 125Nm).
mfg
Hannes
> Wenn du dadrauf hinaus möchstest, das es ja nun sparsamer ist, gaaaaanz
> langsam Gas zu geben, also gaaaaaanz langsam zu beschleunigen, dann
hast
> du die Physik vergessen. Beschleunigen heißt in erster Näherung Energie
Wenn ich die Physik richtig verstehe, dann gilt: je größer die
Beschleunigung, desto größer muss auch die dazu aufgewendete Energie sein
(Trägheitsgesetz).
> in ein System reinzupumpen, eben dein Auto. Die Energie kommt hier vom
> Motor. Der Motor hat ein Verbrauskennfeld, da steht dann drinne wieviel
> LKraftstoff er sich genehmigt um bei bestimmten Bedingungen ein
> bestimmtes Energiequantum zu liefern (der spezifische Verbrauch). Und
da
> kommt es her, das du mit Vollast bis zum Drehmomentmaximum am besten
> beschleunigst um anschließend im größtmöglichen Gang zu fahren (weil
> wenig Drehzahl wenig Reinung bedeutet, aber auch wenig Gaswechselarbeit
> usw.)
>
Nur damit wir uns richtig verstehen: "am besten beschleunigen" heißt bei
mir mit "minimalem Energieaufwand/Dieselverbrauch".
Mir ist schon klar, dass bei einer bestimmten Drehzahl die
Energieausbeute aus dem Diesel maximal ist, aber deswegen sollte ich
eigentlich im gleichen Gang bei 2000min-1 mit dreiviertel Gas sparsamer
(langsamer) beschleunigen als bei Vollgas.
Schöne Grüße
Marc
--
Wolfgang
>"Andreas Menge" <andrea...@epost.de> writes:
>
>> Wenn es nur das Halten der Geschwindigkeit geht, so arbeitet der Tempomat in
>> der Regel feinfühilger als du. Der Mensch tendiert nunmal dazu, besonders
>> auf längeren Strecken, mal schneller und mal langsamer zu fahren.
>
>Was in ner Kolonne auch gar nicht anders geht.
In einer ungleichmässig fahrenden Kontrolle ist IMHO der Einsatz des
Tempomats auch relativ sinnfrei, besonders bei dichtem Verkehr. Aber ich
kann ersatunlich oft morgend im Berufsverkehr den Tempomat auf 120
einstellen und meine 30 km Autobahn ohne weitere EIngriffe hinter mich
bringen - und das ist ziemlich entspannend und sicherlich schon deshalb
spritsparend, weil man sondt in der morgendlichen Hektik leicht dazu neigt,
"mitzurasen".
>Ich habe gehört, daß der Tempomat, wenn er ausgestellt war (z.B. durch
>manuellen Eingriff) und dann wieder eingestellt wird, die eingestellt
>Geschwindigkeit mit Kick-Down zu erreichen versucht - sicherlich nicht
>besonders sparsam.
Mein Tempomat macht das i. d. R. nicht. Er beschleunigt relativ zügig bis
auf die gewünschte Geschwindigkeit - was ja IMHO auch sinnvoll und
effizient ist. Nur wenn, z. B. am Berg, die Geschwindigkeit nicht merklich
zunimmt, wird notfalls auch so vie Gas gegeben ddaß der Kickdown einsetzt.
Ich weiß nicht, ob das dasnn so ineffizient ist - der
Beschelunigungsvorgang ist dann ziemlich spritfressen, aber dafür auch
ziemlich kurz.
Wenn man das nicht mag, schaltet man halt dem Tempomat in solchen
Situationen nicht ein.
>
>Und rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen, daß ich gerade am Lkw
>vorbeikomme, wenn der vor mir eingeschert hat, so daß ich nicht
>bremsen muß, könnte ein Tempomat wohl auch nicht.
Natürlich nimmt ein Tempomat nicht das Denken und vorausscheunde Fahren ab.
In einer solchen Situation tippe ich ganz kurz auf das Bremspedal (ohne daß
tatsächlich eine Bremswirkung da ist), dann ist der Tempomat aus. Und
danach drücke ich auf den "Recall" Knopf und habe meine vorherige
Geschwindigkeit.
Es gibt selbstverständlich Situationen, in denen ein Tempoamt schlichtweg
unbrauchbar ist. Aber: ich hatte auch leichte Zweifel, ob ich mir diesen
Luxus, den ich bisher nur aus den USA kannte, hier in Drutschlan gönnen
soll - ich möchte jetzt nicht mehr darauf verzichten.
> Ich habe gehört, daß der Tempomat, wenn er ausgestellt war (z.B. durch
> manuellen Eingriff) und dann wieder eingestellt wird, die eingestellt
> Geschwindigkeit mit Kick-Down zu erreichen versucht - sicherlich nicht
> besonders sparsam.
Du meinst mit "wieder eingestellt" die Resume-Funktion, wenn man ihn
einfach wieder anschaltet haelt er ja das aktuelle Tempo. Wie die
Resume-Funktion beschleunigt haengt sehr vom Hersteller ab, das
Chrysler Cabrio das ich in USA gefahren bin hat sehr aggressiv
beschleunigt mit runterschalten, der in meinem 850 macht es
defaultmaessig einigermassen gemaechlich (relativ gesehen, jedenfalls
schaltet er meistens nicht runter :), man kann aber auch eine
Beschleunigung vorgeben indem man beim Ausloesen der Resume-Funktion
selbst mit dem Gaspedal beschleunigt. Bei Handgeschalteten Autos
ist das ganze eh' etwas anders, bin erst zweimal eines mit Tempomat
gefahren und habe nicht ausprobiert ob man da sinnvoll von 50 auf
250 beschleunigen kann indem man resumed aber dann von Hand immer
richtig schaltet. Koennte mir aber vorstellen dass ein Betaetigen
der Kupplung das Resumen unterbricht.
> Und rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen, daß ich gerade am Lkw
> vorbeikomme, wenn der vor mir eingeschert hat, so daß ich nicht
> bremsen muß, könnte ein Tempomat wohl auch nicht.
Nein, von sich aus nicht, wobei die abstandshaltenden Tempomaten
ja wohl kommen werden. Was ich aber halt mache wenn ich ein Hindernis
kommen sehe (irgendwas muss man ja eh' machen sonst knallt man mit
Tempomat ja voll rein :) ist rechtzeitig den Tempomat rausnehmen, das
entspricht ja Fuss vom Gas. Wenn ich dann sehe dass der LKW wieder
einschert druecke ich resume und bin bequem wieder auf dem aktuellen
Tempolimit.
(:ul8er, r@y (nie wieder ein Auto ohne Tempomat!)
Hallo.
So ist es. Beim Betätigen der Kupplung bzw. der Bremse wird der Tempostat
deaktiviert.
Bis dann, Horst