Der Wagen ist 6 Jahre alt und hat ca. 62.000 km gelaufen. Wie kann so
ein Fehler auftreten und wie kann man den reparieren?
Mercedes: Ursache unbekannt. Reparatur: Austausch. Preis: 1000 EUR.
Danke für eure Tips!
--
Klaus-Dieter Gogoll
Am 20 Mai 2003 schrieb Klaus-Dieter Gogoll:
> [Kühlwassertemperatur geht hoch beim Mercedes G300TD]
> Der Wagen ist 6 Jahre alt und hat ca. 62.000 km gelaufen. Wie
> kann so ein Fehler auftreten und wie kann man den reparieren?
Hm, ist der wirklich erst sechs? IIRC gab es damals doch schon
G290TD(W461) bzw. G350TD(W463). Schau doch mal in den Fahrzeugschein
und schreib mal, welcher Typ genau das ist (Anfang der
Fahrgestellnummer nach dem Muster WDBxxxyyy, xxx ist das Baumuster
und yyy der Untertyp).
Zuerst würde ich mit dem Wagen keinen Meter mehr fahren in dem
Zustand, die Mercedes-Turbodiesel nehmen zu hohe Temperaturen
generell sehr übel und quittieren das gerne mit _richtig_ teuren
Folgeschäden, z.B. Zylinderkopfrissen.
Dann eine Frage: ist die Kühlflüssigkeit regelmäßig gewechselt
worden? Aufgrund der geringen Laufleistung könnte ich mit vorstellen,
daß evtl. eine nach Zeit fällige große Inspektion ausgelassen wurde
und der Wagen evtl. noch mit völlig überaltertem oder viel
zu wenig (vielleicht mit reinem Wasser aufgefüllt?) Kühlmittel fährt.
Das könnte schon dazu führen, daß der Kühler sich zusetzt.
Das mir bekannte Mercedes-Kühlmittel verliert seine
korrosionshemmende Wirkung mit der Zeit und soll angeblich bei
Überalterung sogar korrosive Eigenschaften entwickeln, ein typisches
Opfer davon sind bei den PKW die Heizungsregelventile.
> Mercedes: Ursache unbekannt. Reparatur: Austausch. Preis: 1000
> EUR.
Hm, wen der Wagen scheckheftgepflegt ist würde ich beim Daimler mal
ganz höflich nach einer Beteiligung an den Kosten auf Kulanzbasis
anfragen. Bis zu einem Fahrzeugalter von zehn Jahren sollte das auf
jeden Fall im Bereich des Machbaren sein, notfalls mal statt beim
Händler bei der nächsten Werksniederlassung vorbeischeuen. Aber wie
gesagt, nicht mit dem Auto, jedenfalls nicht aus eigener Kraft!
Grüße, Edgar
--
Ein Marco steht im Walde ganz still und stumm
Da kommt der böse DiDi und fährt ihm um.
Ach das macht dem Didi Spaß
Rückwärtsgang und nochmal Gas. (Heiko 'Galaxy' Dohnke in dag°)
Hallo Edgar, danke für deine Hinweise!
> Hm, ist der wirklich erst sechs? IIRC gab es damals doch schon
> G290TD(W461) bzw. G350TD(W463).
Du verwechselst das mit dem G 300 D, dessen Nachfolger war der G 350 TD
und dessen Nachfolger wiederum ist der G 300 TD, um den es hier geht. Es
ist ein 463.331
Falls du dich übrigens mit den FIN vom G-Modell auskennst hätte ich noch
eine weitere Frage: Nach WDBxxxyyy kommt m.E. immer eine "1" - wofür
steht die? Danach kam früher immer eine "7", heute steht dort ein "X",
was m.E. den Produktionsort "Graz" beschreibt (woführ stand die "7"?).
Danach kommen noch 6 Stellen, handelt es sich dabei um eine lfd. Nr. und
wenn ja, wird die über alle Baureihen (460/461/463) hinweg vergeben oder
fängt jede bei 000001 an?
> Zuerst würde ich mit dem Wagen keinen Meter mehr fahren in dem
> Zustand, die Mercedes-Turbodiesel nehmen zu hohe Temperaturen
> generell sehr übel und quittieren das gerne mit _richtig_ teuren
> Folgeschäden, z.B. Zylinderkopfrissen.
Habe ihn gestern in die MB-Niederlassung geschleppt (7 km Entfernung) -
hinterher frage ich mich allerdings, ob man den so einfach schleppen
darf (Automatik-Getriebe in "N"). Da die Vmax aber 40 km/h war und die
Entfernung nicht so groß, dürfte das wohl problemlos gewesen sein.
> Dann eine Frage: ist die Kühlflüssigkeit regelmäßig gewechselt
> worden?
Diese Frage hat die Werkstatt auch gestellt, tatsächlich scheint das ein
Grund zu sein.
> Hm, wen der Wagen scheckheftgepflegt ist würde ich beim Daimler mal
> ganz höflich nach einer Beteiligung an den Kosten auf Kulanzbasis
> anfragen.
Genau so ist es auch gelaufen, ich freue mich, dass ich offenbar richtig
gehandelt habe. Sämtliche Pflege- und Wartungsdienste sind in der
Niederlassung durchgeführt worden und es ist ebenfalls aktenkundig, dass
das Kühlmittel nicht gewechselt wurde.
> Bis zu einem Fahrzeugalter von zehn Jahren sollte das auf
> jeden Fall im Bereich des Machbaren sein,
Sie haben schon deutlich gesagt, dass der Wagen ja immerhin sechs Jahre
alt ist (ist er dann schrottreif - es hörte sich fast so an) und dass
sie den Kühler keinesfalls selbst bezahlen werden, aber über eine
Kostenaufteilung wird man sprechen, wenn sich der Kühler als
Fehlerursache herausgestellt hat (nämlich wenn der Fehler nach dem
Austausch weg ist).
Die Art und Weise der Fehlersuche befremdet mich schon etwas; erst wurde
das Thermostat gewechselt, als sich das als unnötig herausgestellt hat,
kam der Kühler an die Reihe. Ob nicht vielleicht ein Fehler in der
Elektronik vorliegt, und die 120°-Anzeige deshalb erscheint? Ich habe
zwar was gerochen aber gekocht hat nichts, obwohl der Werkstattmeister
meint, es sei Wasser ausgetreten. Warum tritt der Fehler überhaupt so
plötzlich auf, setzt sich so ein Kühler nicht langsam zu, so dass die
Motortemperatur auch Tage vorher schon über 80° sein müsste?
Als Laie fühlt man sich da wirklich ausgeliefert...
--
Klaus-Dieter Gogoll
Am 21 Mai 2003 schrieb Klaus-Dieter Gogoll:
> Edgar Sippel <for.your....@web.de> wrote:
>
> Hallo Edgar, danke für deine Hinweise!
>
>> Hm, ist der wirklich erst sechs? IIRC gab es damals doch schon
>> G290TD(W461) bzw. G350TD(W463).
>
> Du verwechselst das mit dem G 300 D, dessen Nachfolger war der G
> 350 TD und dessen Nachfolger wiederum ist der G 300 TD, um den
> es hier geht. Es ist ein 463.331
Okay, dann hatte ich da irnkwie die falsche Abfolge im Kopf. Ich
dachte an den G320 CDI als Nachfolger des 350ers, den 300er TD hatte
ich übersehen...
> Falls du dich übrigens mit den FIN vom G-Modell auskennst hätte
> ich noch eine weitere Frage: Nach WDBxxxyyy kommt m.E. immer
> eine "1" - wofür steht die? Danach kam früher immer eine "7",
> heute steht dort ein "X", was m.E. den Produktionsort "Graz"
> beschreibt (woführ stand die "7"?). Danach kommen noch 6
> Stellen, handelt es sich dabei um eine lfd. Nr. und wenn ja,
> wird die über alle Baureihen (460/461/463) hinweg vergeben oder
> fängt jede bei 000001 an?
Hm, also die 1 gibt nach meinem Wissensstand an, daß das Fahrzeug ein
Linkslenker ist, der Buchstabe danach steht, wie Du schon sagst für
den Produktionsort; warum der für Graz von 7 zu X gewechselt wurde,
weiß ich allerdings auch nicht... Evtl. hängt es mit der
zwischenzeitlichen Umstellung von Steyr-Daimler-Puch zu Magna-Steyr
zusammen?
Der Buchstabe für Sindelfingen wurde zwischenzeitlich allerdings auch
mal getauscht, bis 4/89 A, von 5/89 bis 6/93 B, danach C.
>> [...]
>
> Habe ihn gestern in die MB-Niederlassung geschleppt (7 km
> Entfernung) - hinterher frage ich mich allerdings, ob man den so
> einfach schleppen darf (Automatik-Getriebe in "N"). Da die Vmax
> aber 40 km/h war und die Entfernung nicht so groß, dürfte das
> wohl problemlos gewesen sein.
Normalerweise heißt es, bis 50 km Schleppentfernung mit max.
Schleppgeschwindigkeit 50km/h schadet dem Automatikgetribe nicht,
erst danach müssen die Kardanwellen abgeflanscht werden bzw. das
Fahrzeug in diesem Fall vielleicht besser gleich mit einem Anhänger
oder LKW transportiert werden.
Die ausgangsseitige Hilfshydraulikpumpe hat Daimler ja leider seit
1991 weggelassen...
>> Dann eine Frage: ist die Kühlflüssigkeit regelmäßig gewechselt
>> worden?
>
> Diese Frage hat die Werkstatt auch gestellt, tatsächlich scheint
> das ein Grund zu sein.
>
Aber bei Einhaltung der vorgeschriebenen Inspektionen sollte das
Kühlmittel doch spätestens alle drei Jahre gewechselt worden sein, so
kenne ich es zumindest für die etwas älteren (bis ca. Mitte 90er
Jahre) PKW vom Daimler. IMHO weißt das dann deutlich auf einen
Werkstattfehler hin, wenn im Inspektionsplan vorgeschriebene Arbeiten
nicht ausgeführt werden.
>> Hm, wen der Wagen scheckheftgepflegt ist würde ich beim Daimler
>> mal ganz höflich nach einer Beteiligung an den Kosten auf
>> Kulanzbasis anfragen.
>
> Genau so ist es auch gelaufen, ich freue mich, dass ich offenbar
> richtig gehandelt habe. Sämtliche Pflege- und Wartungsdienste
> sind in der Niederlassung durchgeführt worden und es ist
> ebenfalls aktenkundig, dass das Kühlmittel nicht gewechselt
> wurde.
Evtl. solltest Du Dich mit Deinem Problem mal an das CCC in
Maastricht wenden, wenn die Werkstatt sich bei Kulanzfragen dann sehr
störrisch stellt. Denn die Beschreibung der durchgeführten
Wartungsdienste paßt da irgendwie nicht ganz mit zusammen.
>> Bis zu einem Fahrzeugalter von zehn Jahren sollte das auf
>> jeden Fall im Bereich des Machbaren sein,
>
> Sie haben schon deutlich gesagt, dass der Wagen ja immerhin
> sechs Jahre alt ist (ist er dann schrottreif - es hörte sich
> fast so an) und dass sie den Kühler keinesfalls selbst bezahlen
> werden, aber über eine Kostenaufteilung wird man sprechen, wenn
> sich der Kühler als Fehlerursache herausgestellt hat (nämlich
> wenn der Fehler nach dem Austausch weg ist).
Ich kenne eine Geschichte aus dem 124er-Forum, wo jemand für einen
95er T eine großzügige Rostbehandlung inkl. einer vollständigen
Neulackierung der rechten Seite auf Kulanz erhielt-weil das Fahrzeug
scheckheftgepflegt bei Mercedes ist.
Aber daß man bei einigen Werkstätten/Niederlassungen nur noch schief
angeguckt wird, wenn man mit einem Auto, das älter als drei, vier
Jahre ist vorgefahren kommt kenne ich auch - für mich dann immer ein
Grund, diesen Laden nur noch im Notfall zu betreten. Ich habe auch
etwas länger gesucht, bis ich meine jetzige Werkstatt gefunden hatte
- deren Showroom ist zwar nicht so riesig wie in der nächsten
Niederlassung, aber alle Beschäftigten sind extrem freundlich und
kompetent, sie arbeiten schnell und sind nebenbei auch noch deutlich
billiger als die Niederlassung. Und der Kaffee schmeckt auch besser
:-)
> Die Art und Weise der Fehlersuche befremdet mich schon etwas;
> erst wurde das Thermostat gewechselt, als sich das als unnötig
> herausgestellt hat, kam der Kühler an die Reihe. Ob nicht
> vielleicht ein Fehler in der Elektronik vorliegt, und die
> 120°-Anzeige deshalb erscheint? Ich habe zwar was gerochen aber
> gekocht hat nichts, obwohl der Werkstattmeister meint, es sei
> Wasser ausgetreten. Warum tritt der Fehler überhaupt so
> plötzlich auf, setzt sich so ein Kühler nicht langsam zu, so
> dass die Motortemperatur auch Tage vorher schon über 80° sein
> müsste?
Den Kühlerthermostaten würde ich eigentlich auch als allererstes
wechseln, der ist zumindest bei den älteren Motoren als
Verschleißteil berühmt und kostet nicht die Welt. Allerdings fällt er
normalerweise in "Offen"-Stellung aus bzw. öffnet zu früh, so daß die
Motortemperatur permanent zu niedrig bleibt.
Was genau hast Du denn gerochen? Wenn es deutlicher Geruch nach
Kühlmittel war ist da auf jeden Fall etwas faul, normalerweise ist
das System ja dicht, es sei denn der Kühler überhitzt und der Druck
steigt dadurch so weit an, daß das Überdruckventil im
Ausgleichsbehälter öffnet.
Das plötzliche Auftreten könnte ich mir nur dadurch erklären, daß ein
größerer Partikel sich irgendwo losgerissen und einen großen Teil des
Kühlers verstopft hat, quasi das Äquivalent zu einem Schlaganfall.
Normalerweise sollte das Ganze wirklich eher langsam auftreten...
Einen Elektronikfehler sollte man aber relativ schnell ausschließen
können, wenn die StarDiagnose keine Hinweise in der Richtung liefert
kann man ja die Kühlmitteltemperatur mal direkt messen. Eine
Werkstatt sollte das eigentlich hinkriegen können.
> Als Laie fühlt man sich da wirklich ausgeliefert...
Das stimmt allerdings, und bei Deinem Auto kommt noch das Problem
hinzu, daß die Werkstattliteratur für Privatleute (noch) nicht
verfügbar ist.
Für meinen W124er habe ich mir beim MBATC die WIS-CD
(WerkstattInformationsSystem) bestellt, auf der sind sämtliche
Reparatur- und Einbauanleitungen, Funktonsbeschreibungen,
Fehlersuchpläne etc. als pdf-Dateien. Damit kann man als Laie mit
einem gewissen technischen Verständnis schon einige Sachen selbst
machen und verstehen.
Grüße, Edgar
--
> Zur Strafe, weil Du nicht rechnen kannst, mußt Du zwei Wochen lang
> ein "Rechenzentrum" mit 25 NT Servern administrieren.
Heisst das nicht Rebootzentrum?
[Philipp Buehler in dasr]
Moin,
...........................
> > Hm, wen der Wagen scheckheftgepflegt ist würde ich beim Daimler mal
> > ganz höflich nach einer Beteiligung an den Kosten auf Kulanzbasis
> > anfragen.
> Genau so ist es auch gelaufen, ich freue mich, dass ich offenbar richtig
> gehandelt habe. Sämtliche Pflege- und Wartungsdienste sind in der
> Niederlassung durchgeführt worden und es ist ebenfalls aktenkundig, dass
> das Kühlmittel nicht gewechselt wurde.
> > Bis zu einem Fahrzeugalter von zehn Jahren sollte das auf
> > jeden Fall im Bereich des Machbaren sein,
> Sie haben schon deutlich gesagt, dass der Wagen ja immerhin sechs Jahre
> alt ist (ist er dann schrottreif - es hörte sich fast so an) und dass
> sie den Kühler keinesfalls selbst bezahlen werden, aber über eine
> Kostenaufteilung wird man sprechen, wenn sich der Kühler als
> Fehlerursache herausgestellt hat (nämlich wenn der Fehler nach dem
> Austausch weg ist).
Die eigentliche Frage ist, wie die Kostenbeteiligung denn ausschauen
soll? Du hattest was von 1000 € - Neupreis geschrieben. Nun gut, wenn es
denn 40 / 60 werden sollte bezahlst Du immer noch 400 Euronen. Und dies
wäre der eher günstige Fall. Nur dafür kannst Du den Kühler auch in einer
entsprechenden Firma überholen lassen. Kulanzverarschung?
Ich komme deshalb auf den Gedanken, weil ich den Kühler für nen Chevy V8
Diesel für 800 DM hab überholen lassen. Neues Netz, löten wo nötig,
reinigen...... incl. integriertem Automatik – Ölkühler...
Nur mal so als Denkanstoss...
> Als Laie fühlt man sich da wirklich ausgeliefert...
Kann ich mir vorstellen...
> Klaus-Dieter Gogoll
Gruß Frank
> Hm, also die 1 gibt nach meinem Wissensstand an, daß das Fahrzeug ein
> Linkslenker ist, der Buchstabe danach steht, wie Du schon sagst für den
> Produktionsort; warum der für Graz von 7 zu X gewechselt wurde, weiß ich
> allerdings auch nicht...
Vielleicht kommt man mit 10 Möglichkeiten nicht mehr hin? Wohingegen die
Stelle für die Lenkseite ja geradezu großzügig bemessen ist...
> Fahrzeug in diesem Fall vielleicht besser gleich mit einem Anhänger oder
> LKW transportiert werden.
Hänger schied aus, da nur 1300 kg Nutzlast, Fahrzeuggewicht aber 2200
kg.
> Aber bei Einhaltung der vorgeschriebenen Inspektionen sollte das
> Kühlmittel doch spätestens alle drei Jahre gewechselt worden sein, so
> kenne ich es zumindest für die etwas älteren (bis ca. Mitte 90er Jahre)
> PKW vom Daimler.
Genau das steht auch als Vorgabe im Wartungsheft.
> IMHO weißt das dann deutlich auf einen Werkstattfehler hin, wenn im
> Inspektionsplan vorgeschriebene Arbeiten nicht ausgeführt werden.
Tatsächlich ist die Flüssigkeit wohl nie gewechselt worden.
> Evtl. solltest Du Dich mit Deinem Problem mal an das CCC in Maastricht
> wenden, wenn die Werkstatt sich bei Kulanzfragen dann sehr störrisch
> stellt.
Gute Idee, mache ich.
> etwas länger gesucht, bis ich meine jetzige Werkstatt gefunden hatte
> - deren Showroom ist zwar nicht so riesig wie in der nächsten
> Niederlassung, aber alle Beschäftigten sind extrem freundlich und
> kompetent, sie arbeiten schnell und sind nebenbei auch noch deutlich
> billiger als die Niederlassung. Und der Kaffee schmeckt auch besser
Nicht zufällig im westlichen Ruhrgebiet?
> Was genau hast Du denn gerochen? Wenn es deutlicher Geruch nach
> Kühlmittel war ist da auf jeden Fall etwas faul, normalerweise ist
> das System ja dicht, es sei denn der Kühler überhitzt und der Druck
> steigt dadurch so weit an, daß das Überdruckventil im
> Ausgleichsbehälter öffnet.
Kann ich nicht ausschließen. Es roch "warm" und "stechend"... sozusagen
;-)
Heute gab es erst einmal einen kostenlosen Leihwagen, weil beim
Kühlerausbau ein Teil abgerissen ist, dass nachbestellt werden musste
und bisher nicht ankam. Auch so ein Thema, das einzige, was es für ein
G-Modell ab Lager gibt, ist ein Lackstift.
> Für meinen W124er habe ich mir beim MBATC die WIS-CD
> (WerkstattInformationsSystem) bestellt,
WIS-CD... werde ich mal nach fragen.
--
Gruß Klaus
Am 22 Mai 2003 schrieb Klaus-Dieter Gogoll:
> Edgar Sippel <for.your....@web.de> wrote:
>
>> [Bedeutung der einzelnen Stellen in DC-Fahrgestellnummer]
>
> Vielleicht kommt man mit 10 Möglichkeiten nicht mehr hin?
> Wohingegen die Stelle für die Lenkseite ja geradezu großzügig
> bemessen ist...
Hm, könnte sein, daß es bei einigen länger bzw. in größeren
Stückzahlen gebauten Fahrzeugen wirklich Probleme gab. AFAIK wird die
laufende Nummer typunabhängig innerhalb einer Baureihe vergeben, da
könnte der Zahlenraum schon mal etwas eng werden.
>> [G transportieren]
>
> Hänger schied aus, da nur 1300 kg Nutzlast, Fahrzeuggewicht aber
> 2200 kg.
Tja, das ist dann natürlich ein Problem beim G. Da braucht man
wirklich schon einen LKW, wenn der mal nicht mehr weiterwill - selbst
wenn man einen Anhänger hat, der die entsprechende Nutzlast
aufbringt, wer hat denn noch ein Fahrzeug mit derartig hoher
Anhängelast?
>> [Kühlmittelwechsel alle drei Jahre]
>
> Genau das steht auch als Vorgabe im Wartungsheft.
>
>> IMHO weißt das dann deutlich auf einen Werkstattfehler hin,
>> wenn im Inspektionsplan vorgeschriebene Arbeiten nicht
>> ausgeführt werden.
>
> Tatsächlich ist die Flüssigkeit wohl nie gewechselt worden.
Dann sollte, falls der Schaden wirklich damit in ursächlichem
Zusammenhang steht sich evtl. mal die Werkstatt mit ihrer
Haftpflichtversicherung in Verbindung setzen. Das ist ja geradezu ein
klassischer Fall von Pfusch!
>> Evtl. solltest Du Dich mit Deinem Problem mal an das CCC in
>> Maastricht wenden, wenn die Werkstatt sich bei Kulanzfragen
>> dann sehr störrisch stellt.
>
> Gute Idee, mache ich.
Solltest Du auf jeden Fall machen, ich könnte mir vorstellen, daß man
sich dort vielleicht auch dafür interessiert, wie sorgfältig eine
Werkstatt die Wartungsvorschriften nimmt. Wenn ich mir vorstelle, daß
der Laden in Bezug auf ATF- und Motorölwechsel genauso arbeitet kann
ich mir die nächsten Defekte an den so behandelten Fahrzeugen lebhaft
vorstellen...
>> [Gute Werkstatt finden]
>
> Nicht zufällig im westlichen Ruhrgebiet?
Nicht direkt - eher so 20km südlich von Hannover. Ist halt kein so
ganz großer Laden, aber dafür ein Fahrzeugbauer, genauer LKW-
Anhänger- und Aufliegerhersteller. Das große Geschäft macht man da
eher mit den LKW, aber auch die Betreuung von PKW-Kunden ist sehr
gut.
>> [Komischer Geruch evtl. Kühlmittel]
> Kann ich nicht ausschließen. Es roch "warm" und "stechend"...
> sozusagen ;-)
Klingt auf jeden Fall nicht so ganz normal. Wo trat der Geruch denn
auf? Nur im Motorraum oder auch im Innenraum?
> Heute gab es erst einmal einen kostenlosen Leihwagen, weil beim
> Kühlerausbau ein Teil abgerissen ist, dass nachbestellt werden
> musste und bisher nicht ankam. Auch so ein Thema, das einzige,
> was es für ein G-Modell ab Lager gibt, ist ein Lackstift.
Na, das ist ja wohl auch das Mindeste, was man bei der
Vorgeschichte als Kunde erwarten kann.
>> Für meinen W124er habe ich mir beim MBATC die WIS-CD
>> (WerkstattInformationsSystem) bestellt,
>
> WIS-CD... werde ich mal nach fragen.
Dürfte schwierig werden, die verfügbaren CDs kannst Du Dir unter
<http://www.mbatc.de> anschauen, aber für keinen der drei G ist etwas
dabei.
Grüße, Edgar
--
Pilot: "Tower, please call me a fuel truck"
Tower: "Roger, you are a fuel truck"
> > Tatsächlich ist die Flüssigkeit wohl nie gewechselt worden.
>
> Dann sollte, falls der Schaden wirklich damit in ursächlichem
> Zusammenhang steht sich evtl. mal die Werkstatt mit ihrer
> Haftpflichtversicherung in Verbindung setzen. Das ist ja geradezu ein
> klassischer Fall von Pfusch!
Wenn ich das Wartungsheft so studiere kommen mir erhebliche Zweifel, ob
das denn wirklich alles so erledigt ist, was da steht. Wie soll man das
schon kontrollieren, aus dem Vorfall kann man nur die Konsequenz ziehen,
sich eine vertrauenswürdige Werkstatt zu suchen (aber wie?) oder
zumindest die Erledigung der Arbeiten am Fahrzeug gemeinsam zu
kontrollieren.
Zurück zu unserem Wagen: Die Reparatur ist beendet, es hat sich
herausgestellt, dass weder das Thermostat noch der Kühler die Ursache
waren... alles wurde nur auf Verdacht gewechselt! Tatsächlich war das
Schaufelrad der Wasserpumpe zerbrochen, so dass die Pumpe ausgetauscht
wurde.
Ergebnis des ganzen Lamentos: Auf der Rechnung steht die Wasserpumpe und
die neue Kühlflüssigkeit (hätte ja sowieso gewechselt werden müssen...).
Die übrigen Teile und Arbeiten sind umsonst. Eine Kulanzanfrage beim
Werk wegen der Wasserpumpe (6 Jahre, 62.000 km) war erfolglos.
Wieviele AWs werden für einen WP-Wechsel beim G-Modell üblicherweise
berechnet?
> >> Evtl. solltest Du Dich mit Deinem Problem mal an das CCC in
> >> Maastricht wenden, wenn die Werkstatt sich bei Kulanzfragen
> >> dann sehr störrisch stellt.
Die haben sich für den Fall interessiert, ich nehme aber an, dass deren
Bemühungen jetzt hinfällig werden, wobei sie natürlich, wenn sie wollen,
die Erkenntnis gewinnen können, dass der Wartungsplan bei der Inspektion
nicht eingehalten wurde.
> ATF- und Motorölwechsel genauso arbeitet
Was ist ATF?
--
Gruß Klaus
Am 23 Mai 2003 schrieb Klaus-Dieter Gogoll:
> Edgar Sippel <for.your....@web.de> wrote:
>
>> [Werkstatt vernachlässigt vorgeschriebene Wartungsarbeiten]
>
> Wenn ich das Wartungsheft so studiere kommen mir erhebliche
> Zweifel, ob das denn wirklich alles so erledigt ist, was da
> steht. Wie soll man das schon kontrollieren, aus dem Vorfall
> kann man nur die Konsequenz ziehen, sich eine vertrauenswürdige
> Werkstatt zu suchen (aber wie?) oder zumindest die Erledigung
> der Arbeiten am Fahrzeug gemeinsam zu kontrollieren.
Tja, in der Werkstatt würde ich mein Auto auch nicht mehr zur
Erledigung _irgendwelcher_ Arbeiten abgeben.
Hör Dich doch mal im Bekanntenkreis bei anderen Sternenfahrern um,
wer da welche Werkstatt empfehlen kann. Solche Tips sind eigentlich
immer ganz gut, die Erfahrung habe ich zumindest gemacht. Oder Du
fragst mal in einem marken- oder sogar typspezifischen Forum /gibt's
nicht sogar eins bei parsimony für den G?), wer da mit wem gute
Erfahrungen gemacht hat...
> Zurück zu unserem Wagen: Die Reparatur ist beendet, es hat sich
> herausgestellt, dass weder das Thermostat noch der Kühler die
> Ursache waren... alles wurde nur auf Verdacht gewechselt!
> Tatsächlich war das Schaufelrad der Wasserpumpe zerbrochen, so
> dass die Pumpe ausgetauscht wurde.
Und um das rauszufinden mußte der Laden erst den Thermostat wechseln,
den Kunden ohne funktionierende Kühlung mit einem Mercedes-
Turbodiesel, dessen Anfälligkeit für Überhitzungsschäden denen ja
eigentlich bekannt sein dürfte, nach Hause schicken, nur um dann im
zweiten Versuch den Kühler zu tauschen und erst danach Fehlersuche zu
betreiben?
Das ist IMHO keine Werkstatt, sondern ein ganz übler
Teiletauscherladen. Hoffentlich hat Dein Wagen keine weiteren Schäden
dabei abgekriegt. Ich würde den Wagen evtl. mal von jemandem, der
sich mit diesen Motoren wirklich gut auskennt genauer unter die Lupe
nehmen lassen.
> Ergebnis des ganzen Lamentos: Auf der Rechnung steht die
> Wasserpumpe und die neue Kühlflüssigkeit (hätte ja sowieso
> gewechselt werden müssen...). Die übrigen Teile und Arbeiten
> sind umsonst. Eine Kulanzanfrage beim Werk wegen der Wasserpumpe
> (6 Jahre, 62.000 km) war erfolglos.
Wenn die denn überhaupt ernsthaft gestellt wurde. Angeblich soll es
da durchaus Spielraum abhängig vom Engagement der beteiligten
Werkstatt geben. Andererseits sollte eine Wapu auch noch nicht der
finanzielle Overkill sein. Wie teuer war sie denn?
> Wieviele AWs werden für einen WP-Wechsel beim G-Modell
> üblicherweise berechnet?
Genaue AWs kann ich Dir leider nicht bieten, die stehen auf der WIS-
CD auch nicht drauf. Weiß vielleicht einer der hier mitlesenden
Schrauber genaueres?
Welcher Motor ist das eigentlich genau in Deinem G?
>>>> [CCC über den Fall informieren]
>
> Die haben sich für den Fall interessiert, ich nehme aber an,
> dass deren Bemühungen jetzt hinfällig werden, wobei sie
> natürlich, wenn sie wollen, die Erkenntnis gewinnen können, dass
> der Wartungsplan bei der Inspektion nicht eingehalten wurde.
Vielleicht hat das ja für die beteiligte Werkstatt wenigstens
entsprechende Konsequenzen.
Aber ich fürchte eher nicht...
Viele Werkstätten haben sich eben heutzutage zu
Fehlerspeicherauslesern und, wenn das nicht hilft zu spekulativen
Teiletauschern entwickelt - das Dumme ist nur daß man ohne die
entsprechenden Diagnoseeinrichtungen bei modernen Fahrzeugen oft
schon sehr schnell am Ende ist, und für den Privatmann lohnt sich die
Anschaffung dann doch eher nicht, also ist Selbstschrauben nur noch
in stark begrenztem Umfang möglich.
>> ATF- und Motorölwechsel genauso arbeitet
>
> Was ist ATF?
Automatic Transmission Fluid, das Öl in Automatikgetriebe und
Drehmomentwandler. Gehört bei jeder Inspektion geprüft (Füllstand,
Aussehen, Geruch) und alle 60.000km gewechselt. Vernachlässigung kann
böse und teure Schäden am Automatikgetriebe nach sich ziehen, und so
etwas repariert heutzutage kaum noch jemand, also Austausch. Das ist
allerdings dann _richtig_ teuer.
Beim G könnte auch noch das Verteilergetriebe und die
Achsdifferentiale zu überprüfen bzw. deren Ölfüllung gewechselt
gehören, das sollte aber im Wartungsplan stehen.
Grüße, Edgar
--
OE-FAQ --------------------------------------------> http://oe-faq.de/
MorVer ----------------------------------------> http://www.morver.de/
Hamster/KorrNews/CopyIf ----------------------> http://www.tglsoft.de/
Schöner zitieren -----> http://lernst.de/zitieren/kriegst.de/antworten
> fragst mal in einem marken- oder sogar typspezifischen Forum /gibt's
> nicht sogar eins bei parsimony für den G?), wer da mit wem gute
> Erfahrungen gemacht hat...
Parsimony - kannte ich noch gar nicht. Aber ein G-Forum habe ich nicht
gefunden, dafür ein anderes auf einer anderen Site. Mal sehen, was dabei
herauskommt.
> Und um das rauszufinden mußte der Laden erst den Thermostat wechseln,
> den Kunden ohne funktionierende Kühlung mit einem Mercedes-
> Turbodiesel, dessen Anfälligkeit für Überhitzungsschäden denen ja
> eigentlich bekannt sein dürfte, nach Hause schicken,
nein, nein, sie haben es schon selbst gemerkt, ich musste nicht erst
nach Hause fahren...
> Das ist IMHO keine Werkstatt, sondern ein ganz übler
> Teiletauscherladen.
Es ist eine "Niederlassung der Daimler-Chrysler AG"
> Wenn die [Kulanzanfrage] denn überhaupt ernsthaft gestellt wurde.
Telefonisch wurde mir zugesagt, dass die Ablehnung der Kulanzanfrage bei
der Abholung den Fahrzeugpapieren beigelegt würde. Als ich da war, hieß
es plötzlich, aus Datenschutzgründen wäre das nicht möglich. Auch der
herauszitierte Werkstattleiter brachte keine andere Erklärung über seine
Lippen, auch konnte er die Frage, warum so ein Schaufelrad einer
Wasserpumpe zerbricht, nicht beantworten.
Daraus ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:
- die Kulanzanfrage wurde nicht gestellt, oder
- die Übernahme der Kulanz wurde zugesagt, der Vorgang wurde mir
trotzdem in Rechnung gestellt, oder
- die Wasserpumpe wurde vorsätzlich zerstört, um aus der Aktion
überhaupt noch Gewinn zu erzielen, nachdem ich der Werkstatt die
Wartungsfehler, die zum Kühlerdefekt geführt haben, nachgewiesen habe
und diese Kühler und Thermostat kostenlos beseitigen mussten.
> Andererseits sollte eine Wapu auch noch nicht der
> finanzielle Overkill sein. Wie teuer war sie denn?
Ein- und Ausbau = 24 AW à 6,73 EUR zzgl. Mwst
Wassserpumpe = 56,10 EUR zzgl. Mwst.
Zusammen also 252,44 EUR
Das Schaufelrad der Pumpe hat übrigens eine eigene Teilenummer. Auf
Nachfrage wurde mir eine defekte Wasserpumpe mit einem zerbrochenen
Schaufelrad ausgehändigt. Die Wasserpumpe trägt ein Herstellungsdatum
"1995", das Fahrzeug ist Baujahr 1997.
> Welcher Motor ist das eigentlich genau in Deinem G?
606964 12 035556 (ist das genau genug? ;-) Ein 300 Turbodiesel mit 130
kW und knapp unter 3000 ccm Hubraum).
> Vielleicht hat das ja für die beteiligte Werkstatt wenigstens
> entsprechende Konsequenzen.
Ich werde Montag nochmals beim CCC anrufen und die aktuelle Entwicklung
berichten.
> Automatic Transmission Fluid, das Öl in Automatikgetriebe und
> Drehmomentwandler. Gehört bei jeder Inspektion geprüft (Füllstand,
> Aussehen, Geruch) und alle 60.000km gewechselt.
Im Wartungsheft: Alle 60.000 km Ölwechsel im automatischen Getriebe mit
Filterwechsel. Ausgenommen 722.6
Was bedeutet der Nachsatz? Im Auto ist das Getriebe 72261110332222, ist
das dann wartungsfrei oder muss das Öl öfters gewechselt werden?
> Beim G könnte auch noch das Verteilergetriebe und die
> Achsdifferentiale zu überprüfen bzw. deren Ölfüllung gewechselt
> gehören, das sollte aber im Wartungsplan stehen.
Vorder- und Hinterachse bei 90 TKM, Verteilergetriebe bei 120 TKM.
--
Gruß Klaus
> > fragst mal in einem marken- oder sogar typspezifischen Forum /gibt's
> > nicht sogar eins bei parsimony für den G?), wer da mit wem gute
> > Erfahrungen gemacht hat...
> Parsimony - kannte ich noch gar nicht. Aber ein G-Forum habe ich nicht
> gefunden, dafür ein anderes auf einer anderen Site. Mal sehen, was dabei
> herauskommt.
Und eventuell noch www.viermalvier.de --->Foren---> Mercedes.....
> Gruß Klaus
Frank
Am 24 Mai 2003 schrieb Klaus-Dieter Gogoll:
> Edgar Sippel <for.your....@web.de> wrote:
>
>> [Längere Odyssee auf der Suche nach überhitzendem Kühlsystem]
>
>> Wenn die [Kulanzanfrage] denn überhaupt ernsthaft gestellt
>> wurde.
>
> Telefonisch wurde mir zugesagt, dass die Ablehnung der
> Kulanzanfrage bei der Abholung den Fahrzeugpapieren beigelegt
> würde. Als ich da war, hieß es plötzlich, aus Datenschutzgründen
> wäre das nicht möglich. Auch der herauszitierte Werkstattleiter
> brachte keine andere Erklärung über seine Lippen, auch konnte er
> die Frage, warum so ein Schaufelrad einer Wasserpumpe zerbricht,
> nicht beantworten.
>
> Daraus ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:
>
> - die Kulanzanfrage wurde nicht gestellt, oder
>
> - die Übernahme der Kulanz wurde zugesagt, der Vorgang wurde mir
> trotzdem in Rechnung gestellt, oder
>
> - die Wasserpumpe wurde vorsätzlich zerstört, um aus der Aktion
> überhaupt noch Gewinn zu erzielen, nachdem ich der Werkstatt die
> Wartungsfehler, die zum Kühlerdefekt geführt haben, nachgewiesen
> habe und diese Kühler und Thermostat kostenlos beseitigen
> mussten.
Hm, man muß ja nicht immer gleich mit dem allerschlimmsten rechnen;
das erste grenzt an, das zweite und dritte ist (IMHO, IANAL) Betrug,
und daß eine Werkstatt, die es zwar offenbar mit der Sorgfalt nicht
so ganz genau nimmt zu derartigen Mitteln greift kann ich mir noch
nicht so ganz vorstellen...
Warum man aber eine zunächst zugesagte schriftliche Antwort dann
unter fadenscheinigen Begründungen verweigert erschließt sich mir
auch noch nicht so ganz - die feine Art ist das nicht gerade.
>> Andererseits sollte eine Wapu auch noch nicht der
>> finanzielle Overkill sein. Wie teuer war sie denn?
>
> Ein- und Ausbau = 24 AW à 6,73 EUR zzgl. Mwst
> Wassserpumpe = 56,10 EUR zzgl. Mwst.
> Zusammen also 252,44 EUR
Na ja, es hätte schlimmer kommen können. Ärgerlich genug ist es
trotzdem.
> Das Schaufelrad der Pumpe hat übrigens eine eigene Teilenummer.
> Auf Nachfrage wurde mir eine defekte Wasserpumpe mit einem
> zerbrochenen Schaufelrad ausgehändigt. Die Wasserpumpe trägt ein
> Herstellungsdatum "1995", das Fahrzeug ist Baujahr 1997.
Das könnte rein theoretisch schon möglich sein, daß das entsprechende
Bauteil vielleicht beim Zulieferer schon länger im Lager gelegen
hatte, und ob bei Steyr Just-in-time-Produktion beim ja doch in
ziemlich kleinen Stückzahlen gefertigten G gemacht wird weiß ich auch
nicht. Obwohl ein bis zwei Jahre schon relativ lange sind in der
Serienproduktion - da werden ja ab und an auch mal Bauteile geändert.
>> Welcher Motor ist das eigentlich genau in Deinem G?
>
> 606964 12 035556 (ist das genau genug? ;-) Ein 300 Turbodiesel
> mit 130 kW und knapp unter 3000 ccm Hubraum).
Hab grad mal auf meiner WIS nachgeschaut, da ist der Tausch der
Kühlmittelpumpe am OM606 zwar beschrieben, allerdings ausdrücklich
nicht für den 606.964. Kann Dir also leider nicht sagen, was da genau
zu machen ist.
Dafü habe ich etwas anderes gefunden: Fehlerinformation AF20.20-P-
6100A "Motor überhitzt", Ursache: Kühler ist mit Korrosionsprodukten
zugesetzt, Abhilfe: Kühlsystem auf KFM Typ 30 umstellen, einem
speziellen Kühlmittel für den Reparaturfall "Aluminium-Korrosion im
Kühlkreislauf". Aber der Verdacht auf den zugesetzten Kühler hat sich
ja bei Dir nicht bestätigt, vielleicht ist das aber einer der Gründe
dafür, warum die Werkstatt gleich auf den Kühler als Ursache getippt
hat. Dann hat die Serviceinformation allerdings wohl ihren Zweck
maximal verfehlt :-(
>> [Was ist ATF]
>
> Im Wartungsheft: Alle 60.000 km Ölwechsel im automatischen
> Getriebe mit Filterwechsel. Ausgenommen 722.6
>
> Was bedeutet der Nachsatz? Im Auto ist das Getriebe
> 72261110332222, ist das dann wartungsfrei oder muss das Öl
> öfters gewechselt werden?
Öfter im Normalfall nicht, eher seltener, oder das Getriebe ist auf
eine sogenannte "Lebensdauerfüllung" umgestellt worden. Böse Zungen
behaupten, das sei eine nette Umschreibung für Lebensdauerverkürzung,
insbesondere bei BMW, wo das für die (von ZF zugekauften
Automatikgetriebe) schon länger gilt gibt es wohl häufiger
Getriebeschäden nach ~150000km.
Eine Umstellung auf Lebensdauerfüllung kann ich hier aber nur für das
Schaltgetriebe 717 finden, die Einschränkung mit dem nicht
durchzuführenden ATF-Wechsel beim 722.6 finde ich hier auch im
Wartungsplan, allerdings leider keine weiterführenden Informationen
zu diesem Getriebe, weil es im W124 nur die Getriebe 722.3/4/5 gab.
Taucht der ATF-Wechsel denn evtl. bei einer höheren Laufleistung
bei Dir im Wartungsplan auf? Wenn nicht, würde ich das ATF
prophylaktisch alle 60.000km wechseln lassen, egal, ob das
vorgeschrieben ist oder nicht.
Grüße, Edgar
--
>Leidet da jemand unter Verfolgungswahn? Gibts da auch was von Ratiopharm?
Für Typen wie Ketelaer wäre etwas von Heckler & Koch sinnvoller.
[Dieter Bruegmann zu Michael Diederich in dag°]
> nur dafür kannst Du den Kühler auch in einer
> entsprechenden Firma überholen lassen.
Ich bin auf jeden Fall gewarnt für das nächste Mal, es gibt tatsächlich
eine gute Kühlerwerkstatt hier in der Nähe, auf die ich im nachhinein
mehrfach hingewiesen wurde.
> Und eventuell noch www.viermalvier.de --->Foren---> Mercedes.....
Eine gute Quelle, Danke!
Gruß Klaus
> > [Kulanzanfrageergebnis dem Kunden nicht belegt]
> Hm, man muß ja nicht immer gleich mit dem allerschlimmsten rechnen;
Nein, meine Äußerung war auch bewusst provokant gemeint. Wahrscheinlich
sind sie dort in der Werkstatt einfach nur zu blöd.
> Warum man aber eine zunächst zugesagte schriftliche Antwort dann
> unter fadenscheinigen Begründungen verweigert erschließt sich mir
> auch noch nicht so ganz - die feine Art ist das nicht gerade.
Ich habe mich bei "meinem Verkäufer" ausgeheult, der will sich nächste
Woche um eine Klärung bemühen.
> > Herstellungsdatum "1995", das Fahrzeug ist Baujahr 1997.
>
> Das könnte rein theoretisch schon möglich sein,
Nehme ich auch an. Vedächtiger wäre ein Datum nach 1997... ;-)
Und dass man das Schaufelrad nicht ersetzt sondern die ganze Pumpe?
Kommt natürlich auf den Preisunterschied an.
> Dafü habe ich etwas anderes gefunden: Fehlerinformation AF20.20-P-
> 6100A "Motor überhitzt", Ursache: Kühler ist mit Korrosionsprodukten
> zugesetzt,
Ist das nicht der 350er? Der war doch schon berühmt dafür.
> Abhilfe: Kühlsystem auf KFM Typ 30 umstellen, einem
> speziellen Kühlmittel für den Reparaturfall "Aluminium-Korrosion im
> Kühlkreislauf".
Das trifft bei mir ja jetzt glücklicherweise nicht zu. Eingefüllt ist
jetzt Q2050600 Glysantin G05, Literpreis 7,76 EUR netto * 5 und 5 AW à
6,73 netto fürs Einfüllen.
> > Im Wartungsheft: Alle 60.000 km Ölwechsel im automatischen
> > Getriebe mit Filterwechsel. Ausgenommen 722.6
> >
> > Was bedeutet der Nachsatz? Im Auto ist das Getriebe
> > 72261110332222, ist das dann wartungsfrei oder muss das Öl
> > öfters gewechselt werden?
>
> Taucht der ATF-Wechsel denn evtl. bei einer höheren Laufleistung
> bei Dir im Wartungsplan auf?
Nein. Ich werde danach fragen.
--
Gruß Klaus
Am 25 Mai 2003 schrieb Klaus-Dieter Gogoll:
> Edgar Sippel <for.your....@web.de> wrote:
> [Wasserpumpe]
>>> Herstellungsdatum "1995", das Fahrzeug ist Baujahr 1997.
>>
>> Das könnte rein theoretisch schon möglich sein,
>
> Nehme ich auch an. Vedächtiger wäre ein Datum nach 1997... ;-)
Das wäre allerdings ein schöner Beweis... aber wie gesagt, an
derartige Tricks mag ich bei einer großen Werkstatt noch nicht
wirklich glauben. Daß der Fähnchenhändler um die Ecke zu solchen
Methoden greift allerdings schon.
> Und dass man das Schaufelrad nicht ersetzt sondern die ganze
> Pumpe? Kommt natürlich auf den Preisunterschied an.
Hm, weil's mehr Arbeit macht und komplizierter ist?
Teiletauschen statt reparieren eben.
>> Dafü habe ich etwas anderes gefunden: Fehlerinformation
>> AF20.20-P- 6100A "Motor überhitzt", Ursache: Kühler ist mit
>> Korrosionsprodukten zugesetzt,
>
> Ist das nicht der 350er? Der war doch schon berühmt dafür.
Nein, das steht bei mir unter allgemeinen Fehlerinformationen, soll
angeblich wohl bei allen Maschinen (Benziner und Diesel) auftreten
können.