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Radwechsel - Rad löst sich nicht

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Magnus Warker

unread,
Apr 25, 2013, 3:37:26 AM4/25/13
to
Hallo,

meine Winterräder mit Stahlfelgen saßen nach Lösen der Radmuttern immer
noch so fest wie angeschweißt. Ruckeln und heftiges Gegentreten nutzte
nichts. Auch eine kurze Fahrt mit lockeren Muttern und einigen
Bremsmanövern half nichts.

Schließlich habe ich die Räder in der Weckstatt wechseln lassen. Dort
musste man mit einem Vorschlaghammer die Räder mit heftigen Schlägen von
den Achsen herunter hauen. Anschließend haben sie die runde
Auflagefläche in der Mitte etwas eingefettet. Sie meinten aber, dass man
bei Stahlfelgen immer solche Probleme hat.

Frage:

Was kann man noch tun, damit sich die Räder nach der Saison leichter
lösen lassen, so dass man für den Radwechsel auch ohne Werkstatt auskommt?

(Ford Focus, Bj ca 2000)

Danke
Magnus

Sven Bötcher

unread,
Apr 25, 2013, 4:07:30 AM4/25/13
to
Am 25.04.2013 09:37, schrieb Magnus Warker:


> Was kann man noch tun, damit sich die Räder nach der Saison leichter
> lösen lassen, so dass man für den Radwechsel auch ohne Werkstatt auskommt?

Haben sie dir doch gezeigt: einfetten! Und immer hat man solche Probleme
mit Stahlfelgen übrigens auch nicht; mir z. b. sind sie vollkommen fremd
bei 2 x Citroen, 2 x Peugeot und 1 x Renault und das sind/waren bis auf
einen Peugeot alles Laternenparker. Scheint also bei deinem Ford schon
extrem zu sein.

Bye
Sven

Martin Kienass

unread,
Apr 25, 2013, 5:59:40 AM4/25/13
to
Magnus Warker <war...@mailinator.com> schrieb:
> Hallo,
>
> meine Winterräder mit Stahlfelgen saßen nach Lösen der Radmuttern immer
> noch so fest wie angeschweißt. Ruckeln und heftiges Gegentreten nutzte
> nichts. Auch eine kurze Fahrt mit lockeren Muttern und einigen
> Bremsmanövern half nichts.
>
> Schließlich habe ich die Räder in der Weckstatt wechseln lassen. Dort
> musste man mit einem Vorschlaghammer die Räder mit heftigen Schlägen von
> den Achsen herunter hauen.

Es gibt dafür auch Abzieher, die weniger brachial in der Anwendung sind.

> Anschließend haben sie die runde
> Auflagefläche in der Mitte etwas eingefettet. Sie meinten aber, dass man
> bei Stahlfelgen immer solche Probleme hat.

Fett fliegt weg und macht dann hübsche Flecken am Lack und Felge.

> Frage:
>
> Was kann man noch tun, damit sich die Räder nach der Saison leichter
> lösen lassen, so dass man für den Radwechsel auch ohne Werkstatt auskommt?

Kupferpaste.
Und über einen Wechsel der Werkstatt nachdenken.

> (Ford Focus, Bj ca 2000)

Egal. Stahlfelge auf Stahlnabe plus Wasser und Salz, das rostet halt
über den Winter fest. Obige Methode bewährt sich bei mir seit ungefähr
15 Jahren und war damals ein Tip von einem KFZ-Meister i.R.



--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg

Früher war mehr Lametta!

P-Liedermann

unread,
Apr 25, 2013, 6:53:00 AM4/25/13
to
Am 25.04.2013 11:59, schrieb Martin Kienass:
> Magnus Warker <war...@mailinator.com> schrieb:
>> Hallo,
>>
>> meine Winterräder mit Stahlfelgen saßen nach Lösen der Radmuttern immer
>> noch so fest wie angeschweißt. (...)
>> Auch eine kurze Fahrt mit lockeren Muttern und einigen
>> Bremsmanövern half nichts.

So etwas ist zu unterlassen.


> Kupferpaste.
> Und über einen Wechsel der Werkstatt nachdenken.

Er will ja partout selber machen, im Angesichte seines Schweisses.

>> (Ford Focus, Bj ca 2000)
>
> Egal. Stahlfelge auf Stahlnabe plus Wasser und Salz, das rostet halt
> über den Winter fest. Obige Methode bewährt sich bei mir seit ungefähr
> 15 Jahren und war damals ein Tip von einem KFZ-Meister i.R.

Werden Radkappen/Schutzkappen sachgemäss eingesetzt?

-Peter


Michael Landenberger

unread,
Apr 25, 2013, 7:06:02 AM4/25/13
to
"Martin Kienass" schrieb am 25.04.2013 um 11:59:40:

> Stahlfelge auf Stahlnabe plus Wasser und Salz, das rostet halt
> über den Winter fest.

Das kann ich nicht bestätigen. Ich schließe mich vielmehr Svens Feststellung
an, nach denen derart festsitzende Felgen relativ selten sind. Ich musste noch
nie zum Abzieher oder gar zum Vorschlaghammer greifen, um die Felgen von der
Nabe zu bekommen, auch dann nicht, wenn die Räder mehrere Winter drauf waren
(Ganzjahresreifen). Dabei waren die unterschiedlichsten Autos von VW über Lada
bis Ford im Spiel. Vielleicht spielte dabei eine Rolle, dass ich die Räder
auch im Winter immer mit Radkappen versehe und sie daher weniger dem
Salzwasser ausgesetzt sind.

Gruß

Michael

Burkhard Schultheis

unread,
Apr 25, 2013, 7:16:22 AM4/25/13
to
Ich hatte auch noch nie solche Probleme. Nur eine Schraube brauchte
diesmal etwas mehr Kraft. Aber die Räder waren immer sofort frei. Zafira
mit Stahlfelgen und Radkappen im Winter.

Grüße
Burkhard

Matthias Kohrs

unread,
Apr 25, 2013, 7:54:42 AM4/25/13
to
Am 25.04.2013 11:59, schrieb Martin Kienass:
> Magnus Warker <war...@mailinator.com> schrieb:

>> Anschließend haben sie die runde
>> Auflagefläche in der Mitte etwas eingefettet. Sie meinten aber, dass man
>> bei Stahlfelgen immer solche Probleme hat.
>
> Fett fliegt weg und macht dann hübsche Flecken am Lack und Felge.

Wenn man das Fett draufschmiert wie Leberwurst auf eine gut gemeinte
Stulle fliegt das weg, ja. Ist bei Kupferpaste nicht anders. Wenn die
Auflagefläche nur *fettig* ist kann da auch nichts wegfliegen.

>> Was kann man noch tun, damit sich die Räder nach der Saison leichter
>> lösen lassen, so dass man für den Radwechsel auch ohne Werkstatt auskommt?
>
> Kupferpaste.

Es gibt auch keramische Montagepasten, die elektrisch und chemisch
neutral sind. Für die Radnabe reicht aber Fett.

Kupfer- oder Keramikpaste ist gut für Stellen die richtig heiß werden
(Zündkerzen- und Auspuffgewinde, Bremsbeläge). Wo es hauptsächlich naß
und salzig wird bevorzuge ich simples Fett.

> Egal. Stahlfelge auf Stahlnabe plus Wasser und Salz, das rostet halt
> über den Winter fest.

In der Regel nicht.

CYA! Matthias

Ralf Kiefer

unread,
Apr 25, 2013, 8:20:23 AM4/25/13
to
Martin Kienass wrote:

> Fett fliegt weg und macht dann hübsche Flecken am Lack und Felge.

Extrem dramatisch ;-) Da kommen ganz andere Sachen auf so ein Auto
zugeflogen und zerschellen nicht rückstandsfrei, z.B. Insekten.


> Kupferpaste.

Sagt Dir der Begriff "Spannungsreihe" was? Eher nicht. Daher meine
Ansicht und Erfahrung: Kupferpaste kann das "verkleben" der
unterschiedlichen Metalle von Radnabe und Felge sogar fördern.


> Stahlfelge auf Stahlnabe plus Wasser und Salz, das rostet halt
> über den Winter fest.

Unter Beteiligung von Kupfer ggf. ein bißchen mehr.


Gruß, Ralf

Henning Koch

unread,
Apr 25, 2013, 11:34:00 AM4/25/13
to
On Thu, 25 Apr 2013 14:20:23 +0200, Ralf Kiefer wrote:

>> Kupferpaste.
>
>Sagt Dir der Begriff "Spannungsreihe" was? Eher nicht. Daher meine
>Ansicht und Erfahrung: Kupferpaste kann das "verkleben" der
>unterschiedlichen Metalle von Radnabe und Felge sogar fördern.

Sie kann bestimmte Materialien geradezu zerfressen.

Deswegen benutzen Werkstätten heute i.d.R. auch andere Mittel.

Kupferpaste ist aber weiterhin OK, wenn man genau weiss was man tut
(sprich: dass die betroffenen Bauteile kein Problem damit haben).

Erich Kirchmayer

unread,
Apr 25, 2013, 12:19:50 PM4/25/13
to
Hi,

Magnus Warker <war...@mailinator.com> schrieb:

> von den Achsen herunter hauen. Anschließend haben sie die runde
> Auflagefläche in der Mitte etwas eingefettet. Sie meinten aber, dass
> man bei Stahlfelgen immer solche Probleme hat.
>
> Frage:
>
> Was kann man noch tun, damit sich die Räder nach der Saison leichter
> lösen lassen, so dass man für den Radwechsel auch ohne Werkstatt
> auskommt?

- groben Rost mit Stahlbürste entfernen
- sparsam(!)etwas(!)Kupferpaste auf die Auflageflächen
- Räder mit vorgegebenem Drehmoment(!) anziehen.

Hat mein Vater schon so gemacht und ich mach das auch seit zig-Jahren so
und hatte noch nie Probleme mit festsitzenden Rädern, egal bei welchem
meiner inzwischen vielen Autos.

Normales Fett geht auch, aber das "fliesst", wenn die Bremsen heiss
werden. (ausser man nimmt spezielles Fett für hohe Temperaturen, aber da
ist Kupferpaste leichter zu bekommen und billiger)





--
Lebe heute und freue dich auf morgen.

Hartmut Schiszler

unread,
Apr 25, 2013, 12:43:51 PM4/25/13
to
Am 25.04.2013 10:07, schrieb Sven Bötcher:

> Und immer hat man solche Probleme
> mit Stahlfelgen übrigens auch nicht;

Aber natürlich hat man die Probleme immer, bei jeder Stahlfelge, unbedingt!
Wie sonst bekommt man den potentiellen Kunden für jeden Radwechsel in
die Werkstatt?!

--
Griäßle dr Hardy

Dacia Logan MCV LPG derzeit 11Mm

Sven Bötcher

unread,
Apr 25, 2013, 12:55:57 PM4/25/13
to
Am 25.04.2013 18:43, schrieb Hartmut Schiszler:
> Am 25.04.2013 10:07, schrieb Sven Bötcher:
>
>> Und immer hat man solche Probleme
>> mit Stahlfelgen übrigens auch nicht;
>
> Aber natürlich hat man die Probleme immer, bei jeder Stahlfelge, unbedingt!
> Wie sonst bekommt man den potentiellen Kunden für jeden Radwechsel in
> die Werkstatt?!

Mein alter Herr fährt sogar fürs Wischwasser und den Luftdruck in die
Werkstatt. :-/ Ohne Scheiß jetzt.

Bye
Sven

Olaf Kaluza

unread,
Apr 25, 2013, 1:06:57 PM4/25/13
to
Sven Bötcher <svenwan...@yahoo.de> wrote:

>Haben sie dir doch gezeigt: einfetten! Und immer hat man solche Probleme
>mit Stahlfelgen übrigens auch nicht; mir z. b. sind sie vollkommen fremd

Aber vor dem einfetten mal mit einer Drahtbuerste den lockeren Rost
entfernen.

>bei 2 x Citroen, 2 x Peugeot und 1 x Renault und das sind/waren bis auf
>einen Peugeot alles Laternenparker. Scheint also bei deinem Ford schon
>extrem zu sein.

Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Ford Granada. Da habe ich die
Radmuttern immer 'normal' mit dem Radkreuz angezogen. Zum entfernen
musste ich da immer ein 2m Rohr aufstecken und mich mit beiden Fuessen
draufstellen. Und zwar jedesmal wenn ich die Raeder abschrauben
wollte!
Mit anderen Worten, ein Ford verliert seine Raeder niemals einfach
so. :-)

Olaf


Ralf Meinig

unread,
Apr 25, 2013, 1:25:59 PM4/25/13
to
Am 25.04.2013 09:37, schrieb Magnus Warker:

> Frage:
>
> Was kann man noch tun, damit sich die Räder nach der Saison leichter
> lösen lassen, so dass man für den Radwechsel auch ohne Werkstatt auskommt?

Hab die Probleme auch am Golf 6, Vorderachse. Hier hilft etwas WD40
zwischen Felge und Nabe einen Tag vorher.

> Danke
> Magnus

Gruß Ralf

Georg Wieser

unread,
Apr 25, 2013, 2:18:26 PM4/25/13
to
Am 25.04.2013 09:37, schrieb Magnus Warker:
Ein Stück Eichenbrett und einen Vorschlaghammer kaufen.
Optional einen anständigen Gummihammer.


Georg Wieser

unread,
Apr 25, 2013, 2:20:18 PM4/25/13
to
Wie das während Deiner Regel ist weiß ich nicht. Aber festgegammelte
Räder sind ganz üblicher Standard, nicht nur bei Ford.
Message has been deleted

Werner Schmidt

unread,
Apr 25, 2013, 3:28:14 PM4/25/13
to
Hallo Andreas Mattheiss, Du schriebst am 25.04.2013 21:09

> lassen) auf. Ueber Fett/Kupferpaste wurde ja schon viel geschrieben; ich
> persönlich hatte mit keinem bislang Aerger, bin aber stimmungsmaessig
> eher für die Kupferpaste (ich habe Stahlfelgen ...).

eben. An Leichtmetallfelgen habe ich bei Verwendung von Kupferpaste an
den Anlagestellen schon Korrosionslunker gesehen. Hab' die Kupferpaste
halt genommen, weil es immer hieß, das sei kein Problem. Ist es aber.
Gut, das bisschen Korrosion, was über einen Winter entstanden ist ist in
der Tat (noch) kein Problem gewesen. Hat mich aber gewarnt.

> In der Vegrangenheit habe ich auch die Gewindegaenge der Redschrauben
> (nicht die Auflageflaeche) behandelt, habe mich aber inzwischen
> überzeugen lassen, dass das keine allzu gute Idee ist.

Ja.

Gruß
Werner

Martin Kienass

unread,
Apr 25, 2013, 3:30:33 PM4/25/13
to
Ralf Kiefer <R.Kief...@gmx.de> schrieb:
> Martin Kienass wrote:

>> Kupferpaste.
>
> Sagt Dir der Begriff "Spannungsreihe" was? Eher nicht.


Und selbst so?

Sicher wirst Du uns jetzt gleich aufklären,
welche reduzierten und oxidierten Formen der einzelnen Metalle an
einer Radnabe mit und ohne Kupferpaste vorkommen und welcher
Potentialunterschied sich daraus ergibt?

Dann rechne mal vor.
Bonusfrage an Dich: Wieso rostet Stahl auch in Abwesenheit anderer
Metalle?

> Daher meine
> Ansicht und Erfahrung: Kupferpaste kann das "verkleben" der
> unterschiedlichen Metalle von Radnabe und Felge sogar fördern.

Ich lass Dir Deine Ansicht und Erfahrung. Sie mag wohl eher
theoretischer Natur sein. Aber das macht nichts. Hummeln können
theoretisch ja auch nicht fliegen. Hab ich mal gehört.

Thomas Rechberger

unread,
Apr 25, 2013, 6:13:42 PM4/25/13
to
Am 25.04.2013 17:34, schrieb Henning Koch:
> On Thu, 25 Apr 2013 14:20:23 +0200, Ralf Kiefer wrote:
>
>>> Kupferpaste.
>>
>> Sagt Dir der Begriff "Spannungsreihe" was? Eher nicht. Daher meine
>> Ansicht und Erfahrung: Kupferpaste kann das "verkleben" der
>> unterschiedlichen Metalle von Radnabe und Felge sogar fördern.
>
> Sie kann bestimmte Materialien geradezu zerfressen.
>

Stichwort edles Metall und unedles Metall. Dürfte aber wohl erst bei Alu
interessant werden.

Ralf Kiefer

unread,
Apr 25, 2013, 6:18:24 PM4/25/13
to
Martin Kienass <mar...@makienet.de> wrote:

> Sicher wirst Du uns jetzt gleich aufklären,
> welche reduzierten und oxidierten Formen der einzelnen Metalle an
> einer Radnabe mit und ohne Kupferpaste vorkommen und welcher
> Potentialunterschied sich daraus ergibt?

Kennst Du die genaue Zusammensetzung von dem Material der Radnabe und
der Felge? Ich fürchte, daß das tendentiell ein Geheimnis des
Herstellers ist. Und genau deswegen schrieb ich ein "ggf." in den
entscheidenten Satz.


> Bonusfrage an Dich: Wieso rostet Stahl auch in Abwesenheit anderer
> Metalle?

Falsche Frage an dieser Stelle.


> Ich lass Dir Deine Ansicht und Erfahrung. Sie mag wohl eher
> theoretischer Natur sein.

Das darfst Du gerne glauben. Ich dagegen hab's leider ganz praktisch
gelernt, daß ich Kupferpaste nur an ausgewählten Stellen einsetzen
sollte. Es war allerdings keine Radnabe mit Felge, denn die fette ich
schon "immer" mit billigstem Lagerfett.

Ralf

Otto A d a m

unread,
Apr 26, 2013, 12:24:38 AM4/26/13
to
Sven Bᅵtcher schrieb:

> Mein alter Herr fᅵhrt sogar fᅵrs Wischwasser und den Luftdruck in die
> Werkstatt. :-/ Ohne Scheiᅵ jetzt.

Warum nicht, wenn er es sich leisten kann und will? Ich wuerde mir aber
lieber eine Tankstelle mit Bedienung suchen.

mfg
otto

P-Liedermann

unread,
Apr 26, 2013, 1:24:56 AM4/26/13
to
Am 25.04.2013 19:06, schrieb Olaf Kaluza:

> Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Ford Granada. Da habe ich die
> Radmuttern immer 'normal' mit dem Radkreuz angezogen.

Normal w�re mit Drehmomentschl�ssel.


-peter




K. Huller

unread,
Apr 26, 2013, 2:23:25 AM4/26/13
to
Martin Kienass wrote:
>
>>
>> "Spannungsreihe"
>
> Sicher wirst Du uns jetzt gleich aufklᅵren,
> welche reduzierten und oxidierten Formen der einzelnen Metalle an
> einer Radnabe mit und ohne Kupferpaste vorkommen und welcher
> Potentialunterschied sich daraus ergibt?
>
Ergᅵnzend zum Beitrag von Ralf K.: das Risiko ist weniger ein groᅵflᅵchiger
Angriff des Cu auf ein ideal homogenes Stahlbauteil, sondern lokal
konzentrierter Fraᅵ an Inhomogenitᅵten (Zusammensetzung, Korngrenzen,
mechanische Spannungen). Gerade der kann durch (elektro)chemische Einflᅵsse
ordentlich beschleunigt werden.

Gruᅵ
Knut


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Michael Landenberger

unread,
Apr 26, 2013, 5:02:47 AM4/26/13
to
"Frank Streitz" schrieb am 26.04.2013 um 09:27:39:

> On 2013-04-25, Georg Wieser wrote:
>
>> Wie das w�hrend Deiner Regel ist wei� ich nicht. Aber festgegammelte
>> R�der sind ganz �blicher Standard, nicht nur bei Ford.
>
> Also ich hatte dieses Problem noch nie, und ich hatte schon mehr als 100
> gebrauchte Autos im Laufe meines Lebens.

Mein erstes Auto kaufte ich vor ca. 32 Jahren. Um bis heute auf 100 Autos zu
kommen, h�tte ich danach im Schnitt alle 4 Monate ein neues Auto kaufen
m�ssen, was ich aber nat�rlich nicht getan habe. Deswegen komme ich nur auf
ca. 10 Autos in 32 Jahren. Selbst wenn ich w�hrend der ganzen Zeit Besitzer
von Viert- und F�nftwagen gewesen w�re, w�re es schwierig geworden, in 32
Jahren 100 Autos durch meine Garage zu schleusen.

Wie man es im Laufe eines Autofahrerlebens auf 100 Autos bringen will, ist mir
daher schleierhaft. Es mag nat�rlich plausible Ausnahmen wie z. B. Superreiche
geben, die sich 10 Ferraris in die Garage stellen und sich einen neuen kaufen,
wenn beim alten der Aschenbecher voll ist.

Gru�

Michael
Message has been deleted

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 26, 2013, 6:47:00 AM4/26/13
to

On 26 Apr 13 at group /de/etc/fahrzeug/auto in article slrnknkbba.5...@Frank-2.Frank-Streitz.de
<fskei...@web.de> (Frank Streitz) wrote:
>Das w�re zwar anzuraten, aber normal ist das bestimmt nicht. Ich kenne
>z.B. niemand, der so'n Ding au�er mir benutzt.

Willkommen im Club :)




Saludos (an alle Vern�nftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zuk�nftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

P-Liedermann

unread,
Apr 26, 2013, 7:09:48 AM4/26/13
to
Am 26.04.2013 09:31, schrieb Frank Streitz:
> Das w�re zwar anzuraten, aber normal ist das bestimmt nicht. Ich kenne
> z.B. niemand, der so'n Ding au�er mir benutzt.
>

Ich kenne wiederum keine Werkstatt und keinen seri�sen Reifendienst, der
"so'n Ding' nicht benutzt.

Gruss,
Peter

Michael Platen

unread,
Apr 26, 2013, 7:19:35 AM4/26/13
to
Moin Zusammen,

Magnus Warker wrote:

> Hallo,
>
> meine Winterräder mit Stahlfelgen saßen nach Lösen der Radmuttern immer
> noch so fest wie angeschweißt. Ruckeln und heftiges Gegentreten nutzte
> nichts. Auch eine kurze Fahrt mit lockeren Muttern und einigen
> Bremsmanövern half nichts.
>
> ...
> Frage:
>
> Was kann man noch tun, damit sich die Räder nach der Saison leichter
> lösen lassen, so dass man für den Radwechsel auch ohne Werkstatt auskommt?
>

das Drehmoment der Bremsen und des Motors müssen ja irgendwie auf die Räder
übertragen werden, das sollen aber nicht die Schrauben/Muttern und
Zentrierdorne machen. Die Schrauben pressen das Rad auf die Nabenfläche, die
dann das Drehmoment überträgt.

Fette/Kupferpasten sollte man hier nicht verwenden, besser beim Radwechsel
die Radinnenfläche gründlich reinigen und die Nabenfläche von losem Rost
befreien, dann sollte es in der Regel beim nächsten Radwechsel ohne gröbere
Gewalt ab gehen. Verbogene Radschrauben aus Experimenten mit Fett/Paste auf
der Nabe habe ich mal zu Gesicht bekommen :-O

--
Viele Grüße

Michael Platen

Matthias Frank

unread,
Apr 26, 2013, 8:01:48 AM4/26/13
to
Am 25.04.2013 11:59, schrieb Martin Kienass:
> Magnus Warker <war...@mailinator.com> schrieb:

>> Schlie�lich habe ich die R�der in der Weckstatt wechseln lassen. Dort
>> musste man mit einem Vorschlaghammer die R�der mit heftigen Schl�gen von
>> den Achsen herunter hauen.
>
> Es gibt daf�r auch Abzieher, die weniger brachial in der Anwendung sind.
>

Ich kenn das auch Werkst�tten aber auch so mit dem Hammer.

MfG
Matthias

HC Ahlmann

unread,
Apr 26, 2013, 9:23:00 AM4/26/13
to
Benutzen schon, aber wie :-(
Erst wird mit dem Schlagschrauber festgedreht und dann mit dem
Drehmomentschl�ssel angezogen. Wenn sich die Schraube noch bewegt, ist's
das eingestellte Moment des Schl�ssels. Wenn's gleich knackt, ist's
mehr; aber das wei� keiner der Schrauber.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, T�rnberichte

Olaf Kaluza

unread,
Apr 26, 2013, 11:34:22 AM4/26/13
to
P-Liedermann <peter...@hispeed.ch> wrote:

>> Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Ford Granada. Da habe ich die
>> Radmuttern immer 'normal' mit dem Radkreuz angezogen.

>Normal w�re mit Drehmomentschl�ssel.

Noe, das ist erst seit ein paar Jahren normal seitdem es immer mehr
Loser gibt die kein Gefuehl mehr in den Fingern haben, seitdem
die Leute immer Fauler werden, ihren Arsch nicht mehr hoch bekommen
und selbst zum Wechsel Sommer/Winter in die Werkstatt fahren und dort
extrem unterbezahlte Burschen rumhaengen denen man immer einen
Drehmomentschluessel in die Hand drueckt weil der Besitzer des Ladens
Angst vor seiner Versicherung hat.

Das ein Drehmomentschluessel beim Reifenwechsel eine exotische und
voellig ueberschaetzte Ausnahme ist kannst du zb sehen wenn du mal
kuckst wie die Milliarden Menschen ausserhalb Deutschlands ihre Raeder
wechseln, oder in das Bordwerkzeug deines Autos schaust und dich
fragst was und wofuer der Hersteller deines Wagen wohl an Werkzeug
mitgab.

Heute Raetzeln wir woran das roemische Reich unterging oder die
Dinosaurier ausstarben, in 1000Jahren wird man sich fragen wieso unser
Zeitalter so rasch dahinschied. Die Antwort lautet natuerlich:
Dremomentschluessel, WD40 und automatische Einparkhilfen.

Olaf

Heiko Rossmann

unread,
Apr 26, 2013, 11:56:36 AM4/26/13
to
On 04/26/2013 05:34 PM, Olaf Kaluza wrote:
> P-Liedermann <peter...@hispeed.ch> wrote:
>
> >> Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Ford Granada. Da habe ich die
> >> Radmuttern immer 'normal' mit dem Radkreuz angezogen.
>
> >Normal wäre mit Drehmomentschlüssel.
>
> Noe, das ist erst seit ein paar Jahren normal [...]

...und seitdem billige Alufelgen mehrheitsfähig geworden sind.
Stahlfelgen so zu zerdrücken, dass sie nicht mehr halten, ist schwierig,
manche Alulegierungen kann man deutlich leichter plastisch verformen und
es ist u.U. anschließend auch deutlich weniger stabil.

MfG, Heiko

Thomas Rachel

unread,
Apr 26, 2013, 12:11:55 PM4/26/13
to
Am 26.04.2013 06:24 schrieb Otto A d a m:
> Sven Bᅵtcher schrieb:
>
>> Mein alter Herr fᅵhrt sogar fᅵrs Wischwasser und den Luftdruck in die
>> Werkstatt. :-/ Ohne Scheiᅵ jetzt.
>
> Warum nicht, wenn er es sich leisten kann und will?

Solche Dinge werden doch hoffentlich fᅵr nen Fᅵnfer in die Kaffeekasse
erledigt?!


Thomas

Thomas Rachel

unread,
Apr 26, 2013, 12:24:55 PM4/26/13
to
Am 26.04.2013 17:34 schrieb Olaf Kaluza:
> P-Liedermann <peter...@hispeed.ch> wrote:
>
> >> Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Ford Granada. Da habe ich die
> >> Radmuttern immer 'normal' mit dem Radkreuz angezogen.
>
> >Normal w�re mit Drehmomentschl�ssel.
>
> Noe, das ist erst seit ein paar Jahren normal seitdem es immer mehr
> Loser gibt die kein Gefuehl mehr in den Fingern haben,

Du kannst 90/120/whatever Nm einfach so "erf�hlen"?


Thomas

Adalbert Michelic

unread,
Apr 26, 2013, 12:22:12 PM4/26/13
to
* On 2013-04-26, Olaf Kaluza wrote:
> P-Liedermann <peter...@hispeed.ch> wrote:
>
> >> Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Ford Granada. Da habe ich die
> >> Radmuttern immer 'normal' mit dem Radkreuz angezogen.
>
> >Normal w�re mit Drehmomentschl�ssel.
>
> Noe, das ist erst seit ein paar Jahren normal seitdem es immer mehr
> Loser gibt die kein Gefuehl mehr in den Fingern haben, seitdem
> die Leute immer Fauler werden,

Stimmt - ich nehme gerne meinen Drehmomentschluessel - gerade weil
ich faul bin. Der ist naemlich schoen lange, und feste Schrauben,
sind damit genau kein Problem :)


Adalbert

Hartmut Schiszler

unread,
Apr 26, 2013, 12:34:53 PM4/26/13
to
Am 25.04.2013 18:55, schrieb Sven B�tcher:
> Am 25.04.2013 18:43, schrieb Hartmut Schiszler:
>> Am 25.04.2013 10:07, schrieb Sven B�tcher:
>>
>>> Und immer hat man solche Probleme
>>> mit Stahlfelgen �brigens auch nicht;
>>
>> Aber nat�rlich hat man die Probleme immer, bei jeder Stahlfelge, unbedingt!
>> Wie sonst bekommt man den potentiellen Kunden f�r jeden Radwechsel in
>> die Werkstatt?!
>
> Mein alter Herr f�hrt sogar f�rs Wischwasser und den Luftdruck in die
> Werkstatt. :-/ Ohne Schei� jetzt.

Anderer Ansatz:
Er f�hrt wahrscheinlich nicht dahin, weil ihm die Werkstatt vorgegaukelt
hat, dass nur sie das k�nne.

--
Gri��le dr Hardy

Dacia Logan MCV LPG derzeit 11Mm

Olaf Kaluza

unread,
Apr 26, 2013, 1:14:09 PM4/26/13
to
Adalbert Michelic <m...@exp-200912.lopez.at> wrote:

>ich faul bin. Der ist naemlich schoen lange, und feste Schrauben,
>sind damit genau kein Problem :)

Soll das Smiley die Ironie ausdruecken die notwendig ist um klar zu
machen das du nicht dumm genug bist einen Drehmomentschluessel auf
diese Weise zu zerstoeren, oder hat es eine andere Bedeutung?

Olaf

Georg Wieser

unread,
Apr 26, 2013, 1:26:26 PM4/26/13
to
Am 26.04.2013 11:53, schrieb Frank Streitz:
> Eher im Gegenteil. Ich habe mir meistens Autos f�r wenige 100 Mark
> gekauft, die noch T�v hatten. Wenn der T�v abgelaufen war, kam das
> n�chste Auto, weil durch den T�v bringen teurer gewesen w�re. Auch teure
> Reparaturen, habe ich nicht durchf�hren lassen, sondern dann eher das
> Auto gewechselt. Bei entsprechend billigen Autos rentiert sich das
> durchaus.
>
> BTW: Ich habe mein erstes Auto vor 43 Jahren gekauft.
>
>
> Gru�, Frank
>


Dann solltest Du mal irgendein Auto l�nger als ein paar Monate fahren.
Dann gammeln Dir auch die Felgen fest. Heute Abend hab ich dem Nachbarn
geholfen. Er hat sich nicht getraut mit dem Gummihammer anst�ndig auf
die Felgen zu poltern. Er dachte es l�st sich auch wenn man den Gummi
beklopft ;-) Na ja Beamter halt....

�brigens ein A4.

Olaf Kaluza

unread,
Apr 26, 2013, 1:26:02 PM4/26/13
to
Thomas Rachel <nutznetz-0c1b6768-bfa9...@spamschutz.glglgl.de> wrote:

>Du kannst 90/120/whatever Nm einfach so "erf�hlen"?

Ueberleg dir bitte mal wieso ein Schraubenschluessel die Groesse hat
die er nunmal hat, und wieso man dann fuer eine Schraube die sich
festgefressen hat ploetzlich ein Rohr oder einen Hammer braucht? Was
will der Hersteller des Schluessels dir damit sagen?

Und wieso hast du noch nie davon gehoert das Autos ueberrall auf der
Welt andauernd Raeder verlieren obwohl doch sicher die Mehrzahl aller
Autoreifen der letzten 100Jahre einfach nur mit einem Schluessel
angezogen wurden?

Wie kommst es eigentlich das auf den coolen Rechnungen eurer
Reifendienste immer steht das der Kunde nach xkm die Schrauben
nachzuziehen hat, es kaum einer macht und nur die wenigsten Menschen
in diesem unserem Lande eine kalibrierfaehigen Drehmomentschluessel
haben der noch dazu gelegentlich geprueft wird und niemals im
gespannten Zustand gelagert wird?


Olaf

P-Liedermann

unread,
Apr 26, 2013, 1:31:37 PM4/26/13
to
Am 26.04.2013 19:26, schrieb Georg Wieser:
> Am 26.04.2013 11:53, schrieb Frank Streitz:

>>
>> Eher im Gegenteil. Ich habe mir meistens Autos f�r wenige 100 Mark
>> gekauft, die noch T�v hatten. Wenn der T�v abgelaufen war, kam das
>> n�chste Auto, weil durch den T�v bringen teurer gewesen w�re. Auch teure
>> Reparaturen, habe ich nicht durchf�hren lassen, sondern dann eher das
>> Auto gewechselt. Bei entsprechend billigen Autos rentiert sich das
>> durchaus.
>>
>> BTW: Ich habe mein erstes Auto vor 43 Jahren gekauft.
>>
>>
>> Gru�, Frank
>>
>
>
> Dann solltest Du mal irgendein Auto l�nger als ein paar Monate fahren.
> Dann gammeln Dir auch die Felgen fest.

Selbstverst�ndlich haben die Verk�ufer der "Autos f�r wenige 100 Mark"
diese vor der Abgabe immer in einen ann�hernd neuwertigen Zustand
versetzt. :)

-peter



P-Liedermann

unread,
Apr 26, 2013, 2:06:21 PM4/26/13
to
Am 26.04.2013 19:26, schrieb Olaf Kaluza:

> Wie kommst es eigentlich das auf den coolen Rechnungen eurer
> Reifendienste immer steht das der Kunde nach xkm die Schrauben
> nachzuziehen hat,

1) Dass �berhaupt etwas derartiges dastand, ist schon sehr, ssehr lange
her. Damals war ich noch jung und sch�n und mein Auto ... Heute ist
es umgekehrt. :)

2) Das der Kunde die Schrauben nachzuziehen hat, stand �berhaupt nie da.
Nat�rlich konnte er auch den Reifendienst aufsuchen.


> es kaum einer macht und nur die wenigsten Menschen
> in diesem unserem Lande eine kalibrierfaehigen Drehmomentschluessel
> haben(...)

Ja, die wenigen die Autowerkst�tten o.�. betreiben und noch ein paar
andere.

-Gruss
Peter

P-Liedermann

unread,
Apr 26, 2013, 2:54:55 PM4/26/13
to
Am 26.04.2013 15:23, schrieb HC Ahlmann:

> Benutzen schon, aber wie :-(
> Erst wird mit dem Schlagschrauber festgedreht und dann mit dem
> Drehmomentschl�ssel angezogen.

In diesem Fall ist der "Schlagschrauber" hoffentlich in Wirklichkeit ein
entsprechend konfigurierter Impulsschrauber.

-peter

Bernd Laengerich

unread,
Apr 26, 2013, 3:27:30 PM4/26/13
to
Am 26.04.2013 20:06, schrieb P-Liedermann:

> 1) Dass �berhaupt etwas derartiges dastand, ist schon sehr, ssehr lange
> her. Damals war ich noch jung und sch�n und mein Auto ... Heute ist

Wenn Du ein bis zwei Jahre schon als sehr lang definierst...

> 2) Das der Kunde die Schrauben nachzuziehen hat, stand �berhaupt nie da.
> Nat�rlich konnte er auch den Reifendienst aufsuchen.

Es steht dort, da� die Radschrauben nach etwa 50km auf festen Sitz zu
kontrollieren sind. IIRC wird das auch ohne weitere Berechnung
durchgef�hrt, allerdings knacke ich selber mit dem unkalibrierten
Drehmoschl�ssel einmal nach.

Bernd

Werner Schmidt

unread,
Apr 26, 2013, 3:56:26 PM4/26/13
to
Hallo Frank Streitz, Du schriebst am 26.04.2013 09:27

> On 2013-04-25, Georg Wieser wrote:
>
>> Wie das w�hrend Deiner Regel ist wei� ich nicht. Aber festgegammelte
>> R�der sind ganz �blicher Standard, nicht nur bei Ford.
>
> Also ich hatte dieses Problem noch nie, und ich hatte schon mehr als 100
> gebrauchte Autos im Laufe meines Lebens.

das erkl�rt alles. Also nie von einem Radwechsel bis zum n�chsten
gefahren, sondern immer nur "dazwischen" ;-)

SCNR und

Gru�
Werner

Adalbert Michelic

unread,
Apr 26, 2013, 3:58:25 PM4/26/13
to
* On 2013-04-26, Olaf Kaluza wrote:
Dem Drehmomentteil dieses Schluessels wuerde ich nicht weiter als
auf +/- 100 Nm trauen, will sagen: unbrauchbar. Er ist aber schoen
lange, deswegen zum Loesen von festen Radschrauben und anderem Zeug
sehr angenehm und er einen Stammplatz im Auto gefunden. Das
richtige(tm) Werkzeug faehrt normal nicht mit - und das gabs auch
nicht um 4.99.


Adalbert

christian mock

unread,
Apr 26, 2013, 4:38:34 PM4/26/13
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:

> >Du kannst 90/120/whatever Nm einfach so "erfühlen"?
>
> Ueberleg dir bitte mal wieso ein Schraubenschluessel die Groesse hat
> die er nunmal hat, und wieso man dann fuer eine Schraube die sich
> festgefressen hat ploetzlich ein Rohr oder einen Hammer braucht? Was
> will der Hersteller des Schluessels dir damit sagen?

der wollte mir dann offenbar schon im zarten alter von 8 oder 9 jahren
sagen, daß ich unglaublich stark bin -- jedenfalls hab ich damals am
fahrrad die erste schraube abgerissen.

oder der hersteller war irgendwie mit den norm-drehmomenten über kreuz
-- anders ist wohl nicht zu erklären, daß in meinem gabelschlüsselsatz
der 20x22 ziemlich genau doppelt so lang ist wie der 6x7. die üblichen
drehmomente für M4 und M14 unterscheiden sich hingegen um einen faktor
50...

also werd ich, wenn ich so sachen wie stahlschrauben in
alu-motorblöcken oder -radiatoren anziehe, weiterhin zum
drehmomentschlüssel greifen.

cm.

--
Es ist jedenfalls VIEL besser als "Sie haben keinen Virus versandt und
hätten auch keinen erhalten, aber irgendwo in den Weiten des Internet
wurde eine mail gekillt, die zufällig ihre Adresse im From hatte."
-- Matthias Kahlert in aip

Michael Paul

unread,
Apr 26, 2013, 5:00:16 PM4/26/13
to
On Thu, 25 Apr 2013 11:59:40 +0200, Martin Kienass wrote:

> Magnus Warker <war...@mailinator.com> schrieb:
>> Hallo,
>>
>> meine Winterräder mit Stahlfelgen saßen nach Lösen der Radmuttern immer
>> noch so fest wie angeschweißt.
(...)
>> (Ford Focus, Bj ca 2000)
>
> Egal. Stahlfelge auf Stahlnabe plus Wasser und Salz, das rostet halt
> über den Winter fest.

Mazda 2 (Fiesta-Plattform) meiner Frau ist diesbezüglich absolut
problemlos. Vielleicht haben die Radkappen doch sowas wie einen Nutzwert.


Michael
--
bang your head

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 26, 2013, 1:56:00 PM4/26/13
to
Thus spoke Georg Wieser:

> [...]
> Heute
> Abend hab ich dem Nachbarn geholfen. Er hat sich nicht
> getraut mit dem Gummihammer anstᅵndig auf die Felgen zu
> poltern. Er dachte es lᅵst sich auch wenn man den Gummi
> beklopft ;-) Na ja Beamter halt....
>
> ᅵbrigens ein A4.
^^

Der Beamte oder das Auto? ;-)


SCNR,

Sebastian

--
0o\=*=/o0

HC Ahlmann

unread,
Apr 27, 2013, 1:19:39 AM4/27/13
to
Bernd Laengerich <bernd.la...@web.de> wrote:

> [...] allerdings knacke ich selber mit dem unkalibrierten Drehmoschlüssel
> einmal nach.

Das ist aus zwei Gründen witzlos:
• Das Drehmoment des Auslösens ist nicht bekannt, weil unkalibriert.
• Wenn sich die Schraube noch bewegt, ist's der eingestellte Schätzwert
des Schlüssels. Wenn's gleich knackt, ist's mehr.

Da ist die Methode, aus Hebellänge und Körpergewicht das Drehmoment zu
bestimmen, nicht ungenauer, aber billiger.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
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Michael Landenberger

unread,
Apr 27, 2013, 4:10:58 AM4/27/13
to
"Frank Streitz" schrieb am 26.04.2013 um 11:53:10:

> Ich habe mir meistens Autos f�r wenige 100 Mark
> gekauft, die noch T�v hatten. Wenn der T�v abgelaufen war, kam das
> n�chste Auto, weil durch den T�v bringen teurer gewesen w�re.

Das halte ich f�r eine eher unwirtschaftliche Art, Auto zu fahren. Ein etwas
teureres Auto, das wenig Reparatur- und T�V-Kosten verursacht, d�rfte unterm
Strich billiger sein.

> Auch teure
> Reparaturen, habe ich nicht durchf�hren lassen, sondern dann eher das
> Auto gewechselt. Bei entsprechend billigen Autos rentiert sich das
> durchaus.

Dem gegen�ber steht der Umstand, dass an teuren Autos die Notwendigkeit f�r
teure Reparaturen gar nicht erst entsteht. Das Ergebnis ist das gleiche: auch
die Besitzer von teuren Autos m�ssen keine teuren Reparaturen bezahlen ;-)

> BTW: Ich habe mein erstes Auto vor 43 Jahren gekauft.

Also ca. alle 5-6 Monate ein neues. Als Student h�tte ich das toleriert, weil
da Sparen wichtiger war als Komfort (trotzdem habe ich schon damals meine
Autos deutlich l�nger gefahren). Aber wenn man �lter wird, dann m�chte man ein
Auto in der Regel ein paar Jahre behalten. Schlie�lich hat man es sich mit
Sorgfalt und Bedacht passend zu seinen Bed�rfnissen ausgesucht, was es
schwieriger macht, einen genauso gut geeigneten Nachfolger zu finden. Man
m�chte auch nicht alle halbe Jahre Inserate durchforsten, Gebrauchtautos
besichtigen und probefahren und auf Zulassungsstellen herumsitzen, das kostet
n�mlich Zeit.

Gru�

Michael

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 27, 2013, 5:22:42 AM4/27/13
to
Thus spoke Michael Landenberger:
> "Frank Streitz" schrieb am 26.04.2013 um 11:53:10:

[Quoting umgestellt]

>> Ich habe mir meistens Autos fᅵr wenige 100 Mark
>> gekauft, die noch Tᅵv hatten. Wenn der Tᅵv abgelaufen war,
>> kam das nᅵchste Auto, weil durch den Tᅵv bringen teurer
>> gewesen wᅵre.
>
> Das halte ich fᅵr eine eher unwirtschaftliche Art, Auto zu
> fahren. Ein etwas teureres Auto, das wenig Reparatur- und
> TᅵV-Kosten verursacht, dᅵrfte unterm Strich billiger sein.

Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn man sich da wirklich auf
Schrottlauben unter 500,- EUR/DEM beschrᅵnkt, keine(n) Euro/Mark
in Pflege und/oder Reparatur steckt und zudem sogar noch ein
bisschen Verkaufserlᅵs beim Verwerter oder Russen/Afrikaner-
Automarkt erzielt, *kᅵnnte* sich das rein monetᅵr mᅵglicherweise
sogar rechnen.

Allerdings...

> [...]
> Man mᅵchte
> auch nicht alle halbe Jahre Inserate durchforsten,
> Gebrauchtautos besichtigen und probefahren und auf
> Zulassungsstellen herumsitzen, das kostet nᅵmlich Zeit.
> [...]

...dᅵrfte der berechtigte Hinweis auf den Zeitbedarf die Sache
doch wieder unwirtschaftlich machen, wenn man die eigene
Arbeits-/Lebenszeit bei dieser Methode realistisch mit
verrechnet.

Und das...

> Aber wenn man ᅵlter wird, dann mᅵchte man ein
> Auto in der Regel ein paar Jahre behalten. Schlieᅵlich hat
> man es sich mit Sorgfalt und Bedacht passend zu seinen
> Bedᅵrfnissen ausgesucht, was es schwieriger macht, einen
> genauso gut geeigneten Nachfolger zu finden.

...kommt natᅵrlich noch erschwerend hinzu. Ist aber wohl
wirklich eine Frage des Alters und der Lebenseinstellung. ;-)

> [...]
> Dem gegenᅵber steht der Umstand, dass an teuren Autos die
> Notwendigkeit fᅵr teure Reparaturen gar nicht erst
> entsteht.
> [...]

Gefᅵhrlicher Trugschluᅵ. BTDT. ;-)


Tschᅵs,

Sebastian

--
0o\=*=/o0

Michael Landenberger

unread,
Apr 27, 2013, 5:39:14 AM4/27/13
to
"Sebastian Suchanek" schrieb am 27.04.2013 um 11:22:42:

> Thus spoke Michael Landenberger:

>> Dem gegen�ber steht der Umstand, dass an teuren Autos die
>> Notwendigkeit f�r teure Reparaturen gar nicht erst
>> entsteht.
>
> Gef�hrlicher Trugschlu�. BTDT. ;-)

Zumindest mit meinen Erfahrungen deckt sich dieser Schluss ;-) Wirklich teure
Sachen wie z. B. Kupplungs- oder Zahnriementausch waren bisher nur bei den
billigen und daher relativ alten Fahrzeugen in meinem Besitz f�llig. Beim
Zahnriemen gibt es allerdings eine Ausnahme: obwohl unser Galaxy schon 17
Jahre alt ist und auch schon fast 200.000 km auf dem Tacho hat, hat er noch
nicht nach einem neuen Zahnriemen verlangt. Der Grund daf�r ist einfach: er
hat gar keinen ;-) Aber auch die Kupplung hat bis heute gehalten, und das
obwohl der Wagen eine Anh�ngerkupplung hat und daher vom Vorbesitzer
vermutlich auch zum Ziehen eines Anh�ngers benutzt wurde.

Heutzutage ist es dank Internet auch kein Problem mehr, reparaturanf�llige
Fahrzeuge zu erkennen und sie von vorneherein von der Liste der in Frage
kommenden Gebrauchtautos zu streichen.

Gru�

Michael

Erich Kirchmayer

unread,
Apr 27, 2013, 6:31:18 AM4/27/13
to
Hi,

P-Liedermann <peter...@hispeed.ch> schrieb:

> > Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Ford Granada. Da habe ich die
> > Radmuttern immer 'normal' mit dem Radkreuz angezogen.
>
> Normal w�re mit Drehmomentschl�ssel.

Drehmomentschl�ssel sind was f�r Anf�nger. Zu ist Zu, fertig. ;-) (abwr
ja doch, ich nutze meinen seinerzeit 400DM teuren
Drehmomentschl�ssel...)


--
Lebe heute und freue dich auf morgen.
Message has been deleted

Erich Kirchmayer

unread,
Apr 27, 2013, 6:38:07 AM4/27/13
to
Hi,

Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> schrieb:

> Das ein Drehmomentschluessel beim Reifenwechsel eine exotische und
> voellig ueberschaetzte Ausnahme ist kannst du zb sehen wenn du mal
> kuckst wie die Milliarden Menschen ausserhalb Deutschlands ihre
> Raeder wechseln

Mit Drehmoment anziehen hat schon seinen Sinn. �blicherweise zieht man
mit anderem Werkzeug die Schrauben zu stark an. Das belastet die Gewinde
und Schrauben/Bolzen. Zudem hat man�s beim Aufschrauben dann auch
unn�tig schwerer.

"Drehmoment" ist das, wof�r der Hersteller garantiert, dass es
ausreicht. Warum mehr Kraft beim Zu- und sp�terem Abschrauben verwenden?
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Heiko Rossmann

unread,
Apr 27, 2013, 7:43:10 AM4/27/13
to
On 04/27/2013 11:22 AM, Sebastian Suchanek wrote:
> Thus spoke Michael Landenberger:
>> "Frank Streitz" schrieb am 26.04.2013 um 11:53:10:
>
> [Quoting umgestellt]
>
>>> Ich habe mir meistens Autos für wenige 100 Mark
>>> gekauft, die noch Tüv hatten. Wenn der Tüv abgelaufen war,
>>> kam das nächste Auto, weil durch den Tüv bringen teurer
>>> gewesen wäre.
>>
>> [...]
>> Man möchte
>> auch nicht alle halbe Jahre Inserate durchforsten,
>> Gebrauchtautos besichtigen und probefahren und auf
>> Zulassungsstellen herumsitzen, das kostet nämlich Zeit.
>> [...]
>
> ...dürfte der berechtigte Hinweis auf den Zeitbedarf die Sache
> doch wieder unwirtschaftlich machen, wenn man die eigene
> Arbeits-/Lebenszeit bei dieser Methode realistisch mit
> verrechnet.

Das kostet ja auch Geld - mindestens einige Euro für die Zulassung,
einen zweistelligen Betrag für Wunschkennzeichen oder neue Schilder. Zu
dem neuen Auto muss man auch erstmal hinfahren, man muss es
zurückfahren... das wird wenn man nicht gerade im Dunstkreis einer der
vier deutschen Millionenstädte wohnt ganz schnell auch teuer.
Kurzzeitkennzeichen zur Überführung sind in der Rechnung auch nicht drin.

Und Ansprüche an sein Auto darf man dann auch keine haben - selbst ein
Satz Fußmatten aus dem Baumarkt für jedes Auto wird die Kosten soweit
hochtreiben, dass sich die Methode nicht mehr lohnt, von Autoradio oder
Freisprecheinrichtung o.ä. gar nicht zu reden.

Es sei denn, man hat einen Vorrat an immer demselben Autotyp und baut
bei jedem Fahrzeugwechsel alles um.

MfG, Heiko

Olaf Kaluza

unread,
Apr 27, 2013, 10:30:05 AM4/27/13
to
Erich Kirchmayer <e_kirc...@hotmail.com> wrote:

>Ich hab fr�her auch nach "Zu-ist-Zu" geschraubt, seit mich ein Dipl.
>Ing. mal mit umfangreichen Worten (von denen ich nicht die H�lfte

Naja, ich hab aber auch so einen coolen Namensvorsatz. .-)

Olaf

Ralf Koenig

unread,
Apr 27, 2013, 1:05:49 PM4/27/13
to
Am 27.04.2013 12:58, schrieb Frank Streitz:
> On 2013-04-27, Erich Kirchmayer wrote:
>> Frank Streitz <fskei...@web.de> schrieb:
>
>>>> Normal w�re mit Drehmomentschl�ssel.
>
>>> Das w�re zwar anzuraten, aber normal ist das bestimmt nicht. Ich
>>> kenne z.B. niemand, der so'n Ding au�er mir benutzt.
>
>> Hier!
>> Ich hab fr�her auch nach "Zu-ist-Zu" geschraubt, seit mich ein Dipl.
>> Ing. mal mit umfangreichen Worten (von denen ich nicht die H�lfte
>> verstanden habe) �ber das Warum&Wieso aufgekl�rt hat, schraube ich nur
>> noch "mit".
>
> Wenn man die Schrauben anzieht, so fest man ohne drauftreten kann, ist
> da eigentlich kein gro�er Unterschied. IMHO ist es nur viel zu fest,
> wenn man den Schlagschrauber nimmt oder wenn man den Fu� benutzt.

Also bei meinem Auto (Mondeo BJ 98) meint Ford 85 Nm w�ren genug. Und da
wundere ich mich, wie fr�h der (nat�rlich nicht kalibrierte)
Drehmomentschl�ssel knackt. Ich denke, auch so von Hand kommt man leicht
relativ weit dr�ber, wenn man es zu gut meint. Bestimmt auf gut 140 Nm
(z.B. 40 kg der eigenen K�rpermasse auf einen 35 cm Hebelarm drauflehnen).

Einen Effekt hat das ganze: das Rad geht bei Einhalten der 85 Nm bei
meinem 15-J�hrigen Ford (So: 15" LM-Felge, Wi: 14"-Stahlfelge) immer
sch�n leicht wieder runter. Ich mache auf den Nabenring so ein bisschen
wei�es Fett, das sonst f�rs Fahrrad gedacht ist. Nur wenn die Werkstatt
mal die R�der angebrummt hat, dann haben die ihre was wei� ich 120-150
Nm im Schlagschrauber. Bei L�sen der Radmuttern merke ich das deutlich,
wieviel schwerer das geht. Das Rad an sich ist bisher aber immer von
allein runtergekommen.

Ralf

Ralf Koenig

unread,
Apr 27, 2013, 6:12:41 PM4/27/13
to
Am 27.04.2013 13:43, schrieb Heiko Rossmann:
> On 04/27/2013 11:22 AM, Sebastian Suchanek wrote:
>> Thus spoke Michael Landenberger:
>>> "Frank Streitz" schrieb am 26.04.2013 um 11:53:10:
>>
>> [Quoting umgestellt]
>>
>>>> Ich habe mir meistens Autos fᅵr wenige 100 Mark
>>>> gekauft, die noch Tᅵv hatten. Wenn der Tᅵv abgelaufen war,
>>>> kam das nᅵchste Auto, weil durch den Tᅵv bringen teurer
>>>> gewesen wᅵre.
>>>
>>> [...]
>>> Man mᅵchte
>>> auch nicht alle halbe Jahre Inserate durchforsten,
>>> Gebrauchtautos besichtigen und probefahren und auf
>>> Zulassungsstellen herumsitzen, das kostet nᅵmlich Zeit.
>>> [...]
>>
>> ...dᅵrfte der berechtigte Hinweis auf den Zeitbedarf die Sache
>> doch wieder unwirtschaftlich machen, wenn man die eigene
>> Arbeits-/Lebenszeit bei dieser Methode realistisch mit
>> verrechnet.
>
> Das kostet ja auch Geld - mindestens einige Euro fᅵr die Zulassung,
> einen zweistelligen Betrag fᅵr Wunschkennzeichen oder neue Schilder. Zu
> dem neuen Auto muss man auch erstmal hinfahren, man muss es
> zurᅵckfahren... das wird wenn man nicht gerade im Dunstkreis einer der
> vier deutschen Millionenstᅵdte wohnt ganz schnell auch teuer.
> Kurzzeitkennzeichen zur ᅵberfᅵhrung sind in der Rechnung auch nicht drin.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Leute mit groᅵem Bekanntenkreis immer
wieder die alten Mᅵhren anderer Leute noch zu Ende fahren. Ohne groᅵen
Aufwand und ohne groᅵe Kosten. Zulassung ca. 40 EUR, Kennzeichen ca. 20
EUR, also die Welt kostet das nicht. Nur fᅵrs Loswerden braucht man eine
Stelle ohne groᅵen Stress: einen Verwerter oder Kaufe-alles-Exporteur.

Und auch in Groᅵstᅵdten (ab 100.000 Einwohner) gibt's genug
1-Jahr-Rest-TᅵV-Autos. Kurzzeitkennzeichen wird man da i.d.R. nicht
brauchen.

> Und Ansprᅵche an sein Auto darf man dann auch keine haben - selbst ein
> Satz Fuᅵmatten aus dem Baumarkt fᅵr jedes Auto wird die Kosten soweit
> hochtreiben, dass sich die Methode nicht mehr lohnt, von Autoradio oder
> Freisprecheinrichtung o.ᅵ. gar nicht zu reden.
> Es sei denn, man hat einen Vorrat an immer demselben Autotyp und baut
> bei jedem Fahrzeugwechsel alles um.

Fuᅵmatten sind doch beim Discounter als Universalmatten in 3 Grᅵᅵen fᅵr
nen 10'er zu haben, notfalls wird ein Stᅵck Teppichrest mit der Schere
zurechtgeschnitten.
"Hey, ich bin cool, ich habe meine Fuᅵmatten umgebaut." :-)

DIN-Schacht-Autoradio mit ISO-Stecker kriegt man mit 10-EUR-Adapter oder
bisschen Drahtgefummel auch quasi ᅵberall in alte Autos mit DIN-Schacht
rein. Von mir aus gleich mit FSE built-in in dem Radio. Oder so ein
Parrot-Teil am Lenkrad ist recht universell. Wie generell Zeug, was an
der 12V-Bordsteckdose funktioniert (z.B. Zubehᅵr-Sitzheizung oder Navi).

Ich glaube, gesteigerte Komfort-Ansprᅵche gehen aber am Thema vorbei:
ein Auto fᅵr "wenige hundert Mark", also sub 300 EUR (das ist ja schon
nahe am Metallwert heutzutage) soll legal sein und fahren. Fuᅵmatten,
Radio, FSE sind da herzlich egal.

Die wirklichen Kompromisse sehe ich bei Autos dieser Preisklasse ohne
groᅵe Pflege/Wartung/Reparaturen bei den Punkten Sicherheit und
Zuverlᅵssigkeit. Man kriegt halt Kisten mit einer Auswahl aus: def.
Zylinderkopfdichtungen, feuchten Scheinwerfern, komischem Geruch innen
(z.B. Benzin/Abgase/Moder), Rostlᅵchern in der Karosse, Unfallspuren,
komischen Gerᅵuschen von Motor/Getriebe/Fahrwerk, Auspᅵffern mit
rᅵhrigem Lᅵcher-Sound, ᅵlenden Stoᅵdᅵmpfern, schief stehenden
Lenkrᅵdern, Klapper-Achsen, hakelnden Getrieben, ᅵlenden Motoren,
Anlass/Motorlauf-Schwierigkeiten bei Kᅵlte/Nᅵsse/Wᅵrme/younameit,
elektrischen Problemen aller Art, Getriebe in best. Gᅵngen nicht
fahrbar, etc. Der Besitzer hat das Vertrauen verloren, Reparatur kostet,
jemand anders will er's auch nicht so recht zumuten -> also wird's quasi
verschenkt. Und man selbst nimmt das Risiko in Kauf, denn repariert
werden soll ja nicht. So ein bisschen Afrika-Style: Wirklich kaputt ist
nur, was wirklich nicht mehr fᅵhrt.

In der Wegwerfgesellschaft, wo alten Volumen-Autos quasi kein Wert mehr
zugemessen wird, halte ich den Ansatz trotzdem fᅵr einen
kostengᅵnstigen, wenn man nicht auf die Zuverlᅵssigkeit seines Autos
angewiesen ist und wenn man mit dem erhᅵhten Sicherheitsrisiko fᅵr sich
und die Mitfahrer leben kann. Und immer wieder halbwegs gute Quellen hat
fᅵr den Nachschub.

Warum lassen die Leute nicht mehr reparieren? Drei Werkstattpreise aus
letzter Zeit haben mich wirklich vom Glauben abrᅵcken lassen:
- Werks-Navi ohne GPS-Empfang, Passat 2009 -> Diagnose 100 EUR
- Navi-Antenne ersetzen, Passat 2009 -> 320 EUR (!) VW-Kostenvoranschlag
- Mazda 2 Rᅵckfahrlichtschalter ersetzen -> 100 EUR
- oder Radwechselpreise

Wenn ich diese WS-Preise sehe, dann steht doch da der Preis ᅵberhaupt
nicht mehr in Relation zur Leistung.

Ralf

Michael Landenberger

unread,
Apr 28, 2013, 4:39:16 AM4/28/13
to
"Frank Streitz" schrieb am 27.04.2013 um 12:42:50:

> On 2013-04-27, Michael Landenberger wrote:

>> Dem gegen�ber steht der Umstand, dass an teuren Autos die
>> Notwendigkeit f�r teure Reparaturen gar nicht erst entsteht. Das
>> Ergebnis ist das gleiche: auch die Besitzer von teuren Autos m�ssen
>> keine teuren Reparaturen bezahlen ;-)
>
> Das meinst Du jetzt aber nicht ernst, da� bei teuren Autos, keine
> aufwendigen Reparaturen entstehen k�nnen? Du magst bei Deinen Autos
> Gl�ck gehabt haben. Das ist aber oft nicht so. Und dann hat man mit
> Zitronen gehandelt, weil man gezwungen ist die Reparatur zu machen.

Naja, sagen wir mal so: teure Autos f�hrt man ein paar Jahre. Rechnet man die
Gesamt-Reparaturkosten w�hrend dieser Zeit auf die Nutzungsdauer um, kommt pro
Jahr ein Betrag heraus, den du m�glicherweise auch in ein billiges Auto
gesteckt h�ttest. Au�erdem sollte man speziell sicherheitsrelevante
Wartungsarbeiten (z. B. Bremsfl�ssigkeits-Wechsel) auch an Wegwerfautos
durchf�hren. Ganz ohne Kosten kommt man also auch da nicht davon.

> Davon abgesehen: mittlerweile fahre ich mein jetziges Auto (86c2f)

Was ist ein "86c2f"?

Gru�

Michael

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 28, 2013, 5:22:07 AM4/28/13
to
Thus spoke Michael Landenberger:

> [...]
> Auᅵerdem sollte man speziell
> sicherheitsrelevante Wartungsarbeiten (z. B.
> Bremsflᅵssigkeits-Wechsel) auch an Wegwerfautos
> durchfᅵhren.
> [...]

Sollte.
Ich unterstelle aber mal, dass jemand, der das
"Wegwerfauto-Prinzip" exzessiv betreibt, auch mit solche
Dinge eher lax handhabt. Die vom Hersteller vorgesehenen
Wartungsintervalle fᅵr solche Dinge werden wohl auch mit
Sicherheitsmargen ausgelegt sein, die kann man ja auch
ausreizen. Zumal IMHO zu viel Wassergehalt in der
Bremsflᅵssigkeit im Normalbetrieb gar nicht besonders
auffallen dᅵrfte.

Nein, ich selbst wᅵrde das nicht so machen und nein, ich
heiᅵe das auch nicht gut.

>> Davon abgesehen: mittlerweile fahre ich mein jetziges Auto
>> (86c2f)
>
> Was ist ein "86c2f"?

Google hᅵtte geholfen:
http://de.wikipedia.org/wiki/VW_Polo_II#1990.E2.80.931994:_Polo_86C_.E2.80.9E2F.E2.80.9C

Werner Schmidt

unread,
Apr 28, 2013, 6:52:45 AM4/28/13
to
Hallo Frank Streitz, Du schriebst am 27.04.2013 08:47

>>> >>Also ich hatte dieses Problem noch nie, und ich hatte schon mehr als 100
>>> >>gebrauchte Autos im Laufe meines Lebens.
>> >das erkl�rt alles. Also nie von einem Radwechsel bis zum n�chsten
>> >gefahren, sondern immer nur "dazwischen";-)
> ;-) Das stimmt schon zum gro�en Teil, aber gerade bei so billigen Kisten
> mu� man R�der auch aus anderen Gr�nden tauschen, z.B. weil nur noch sehr
> wenig Profil da ist. Es kam schon relativ h�ufig vor, da� ich mir
> gebrauchte Komplettr�der kaufen mu�te.

das war mir schon klar, drum auch der Smilie :-)

Gru�
Werner

Werner Schmidt

unread,
Apr 28, 2013, 6:58:48 AM4/28/13
to
Hallo Frank Streitz, Du schriebst am 27.04.2013 12:58

> Wenn man die Schrauben anzieht, so fest man ohne drauftreten kann, ist
> da eigentlich kein gro�er Unterschied. IMHO ist es nur viel zu fest,
> wenn man den Schlagschrauber nimmt oder wenn man den Fu� benutzt.
> Wenn ich ihn dabei habe, nehme ich aber auch den Drehmomentschl�ssel.

'nen typischen Radbolzen mit 17er Sechskant drehe ich Dir mit dem
Radkreuz spielend ab. Also im Handbetrieb, wohlgemerkt.

Gru�
Werner

Lars Wilhelm

unread,
Apr 28, 2013, 7:33:19 AM4/28/13
to
On 28 Apr., 10:39, "Michael Landenberger" <spameimer052...@arcor.de>
wrote:
> "Frank Streitz" schrieb am 27.04.2013 um 12:42:50:
>
> > On 2013-04-27, Michael Landenberger wrote:
> >> Dem gegenüber steht der Umstand, dass an teuren Autos die
> >> Notwendigkeit für teure Reparaturen gar nicht erst entsteht. Das
> >> Ergebnis ist das gleiche: auch die Besitzer von teuren Autos müssen
> >> keine teuren Reparaturen bezahlen ;-)
>
> > Das meinst Du jetzt aber nicht ernst, daß bei teuren Autos, keine
> > aufwendigen Reparaturen entstehen können? Du magst bei Deinen Autos
> > Glück gehabt haben. Das ist aber oft nicht so. Und dann hat man mit
> > Zitronen gehandelt, weil man gezwungen ist die Reparatur zu machen.
>
> Naja, sagen wir mal so: teure Autos fährt man ein paar Jahre. Rechnet man die
> Gesamt-Reparaturkosten während dieser Zeit auf die Nutzungsdauer um, kommt pro
> Jahr ein Betrag heraus, den du möglicherweise auch in ein billiges Auto
> gesteckt hättest. Außerdem sollte man speziell sicherheitsrelevante
> Wartungsarbeiten (z. B. Bremsflüssigkeits-Wechsel) auch an Wegwerfautos
> durchführen. Ganz ohne Kosten kommt man also auch da nicht davon.
>
> > Davon abgesehen: mittlerweile fahre ich mein jetziges Auto (86c2f)
>
> Was ist ein "86c2f"?

2 sec googlen liefert Bilder von einem älteren Polo- ich glaub der
Vorgänger vom 6n
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Michael Landenberger

unread,
Apr 28, 2013, 12:57:07 PM4/28/13
to
"Werner Schmidt" schrieb am 28.04.2013 um 12:58:48:

> 'nen typischen Radbolzen mit 17er Sechskant drehe ich Dir mit dem Radkreuz
> spielend ab. Also im Handbetrieb, wohlgemerkt.

Grobmotoriker ;-)

Man muss seine K�rperkr�fte einfach nur ein bisschen dosieren k�nnen. Dann
klappt's auch bei au�ergew�hnlich kr�ftigen Menschen mit dem Radkreuz. Wobei
ich zugeben muss, dass mich mein Dosierverm�gen auch schon mal im Stich
gelassen hat und ich deswegen Schrauben abgedreht habe. Das waren aber keine
Radschrauben ;-)

Gru�

Michael

HC Ahlmann

unread,
Apr 28, 2013, 2:17:02 PM4/28/13
to
Frank Streitz <fskei...@web.de> wrote:
> Da bist Du IMHO aber wohl eine Ausnahme. Die Meisten werden das wohl
> nicht schaffen, ohne wenigstens den Fu� zu Hilfe zunehmen.

Mit beiden H�nden an beiden Enden des Kreuzes kann man mehr Moment als
mit einseitigem Auftreten aufbringen (sofern das Kreuz breiter als der
Arsch ist ;-) Da l�st sich auch das W�rge- oder St�tzmoment in
Wohlgefallen auf.

((nicht-proportionaler Zeichensatz f�r ASCII-Grafik))
beidh�ndig, einseitig,
zwei Hebel Fu�kraft <-- mit
egalisierendes Hebel 1 f�r L�sen der Mutter x und
Kr�ftepaar --> & <-- Hebel 2 f�r Auflagerreaktion Abst�tzung
x x
<-- / <-- /
| / 1| /2
|/ |/
o o
/| /|
/ | / |
-->
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, T�rnberichte

Werner Schmidt

unread,
Apr 28, 2013, 3:20:56 PM4/28/13
to
Hallo Frank Streitz, Du schriebst am 28.04.2013 15:29

>> >'nen typischen Radbolzen mit 17er Sechskant drehe ich Dir mit dem
>> >Radkreuz spielend ab. Also im Handbetrieb, wohlgemerkt.
> Da bist Du IMHO aber wohl eine Ausnahme. Die Meisten werden das wohl
> nicht schaffen, ohne wenigstens den Fu� zu Hilfe zunehmen.

nun ja, es ist mir schon mal "aus Versehen" passiert - beim Versuch, ein
am Ende korrodiertes Gewinde im Achsflansch wieder g�ngig zu machen
(�ber'n Sommer waren bei Schwiegervaterns Auto die dickeren Alufelgen
drauf gewesen). Gewindeschneider war nat�rlich gerade nicht zur Hand.
Ich musste dann die Radnabe demontieren und den Bolzenrest mit der
Standbohrmaschine ausbohren ...

OK, da fehlte nat�rlich die zus�tzliche Reibung im Kugelbund.

Gru�
Werner

Werner Schmidt

unread,
Apr 28, 2013, 3:26:00 PM4/28/13
to
Hallo Michael Landenberger, Du schriebst am 28.04.2013 18:57

> "Werner Schmidt" schrieb am 28.04.2013 um 12:58:48:
>
>> 'nen typischen Radbolzen mit 17er Sechskant drehe ich Dir mit dem
>> Radkreuz spielend ab. Also im Handbetrieb, wohlgemerkt.
>
> Grobmotoriker ;-)
>
> Man muss seine K�rperkr�fte einfach nur ein bisschen dosieren
> k�nnen.

nun, da war viel Kraft n�tig ... wie ich Frank schon schrieb: "es ist
mir schon mal "aus Versehen" passiert - beim Versuch, ein am Ende
korrodiertes Gewinde im Achsflansch wieder g�ngig zu machen (�ber'n
Sommer waren bei Schwiegervaterns Auto die dickeren Alufelgen drauf ..."
Aber auch:

"... da fehlte nat�rlich die zus�tzliche Reibung im Kugelbund."

> Dann klappt's auch bei au�ergew�hnlich kr�ftigen Menschen mit dem
> Radkreuz.

"Au�ergew�hnlich kr�ftig" bin ich sicher nicht. Aber wenn es n�tig ist
wei� ich, wie ich zupacken muss. Und dann passiert halt auch was.

> Wobei ich zugeben muss, dass mich mein Dosierverm�gen auch
> schon mal im Stich gelassen hat und ich deswegen Schrauben abgedreht
> habe. Das waren aber keine Radschrauben ;-)

"Gewaltig ist des Meisters Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft" :-)

So ein Radkreuz hat 2 Hebel, da kann man schon was mit anfangen, wenn
man's richtig anfasst. Und sich eben nicht nur mit dem Gewicht auf eine
Seite legt.

Gru�
Werner

Bernd Laengerich

unread,
Apr 28, 2013, 4:18:01 PM4/28/13
to
Am 27.04.2013 07:19, schrieb HC Ahlmann:

> • Das Drehmoment des Auslösens ist nicht bekannt, weil unkalibriert.

Es ist nicht _genau_ bekannt, aber die einfache Überprüfung mit
Hebellänge und aufgewendeter Kraft gibt notfalls einen Anhaltswert.
Genauer als die spezifizierten +-3% kann man das mit Hausmitteln ohehin
nicht bestimmen. Im Test hat der Proxxon MC100 relativ gut abgeschnitten.

> • Wenn sich die Schraube noch bewegt, ist's der eingestellte Schätzwert
> des Schlüssels. Wenn's gleich knackt, ist's mehr.

Die Schrauben sind auf festen Sitz zu kontrollieren. Wenns knackt,
reichte es offensichtlich aus, wenn nicht, zieht man entsprechend nach
Vorgabe fester. Ob nun 85 oder 95Nm erreicht werden ist relativ egal,
zumal das Losdrehmoment höher ist als das Anzugsmoment. Eine mit 85Nm
angezogene Schraube knackt i.A. auch noch bei 90 oder 95Nm ohne weiteres
drehen, erst wenn man einmal löst und wieder festdreht erreicht man
höhere Werte. In der Tat ist es sehr selten, daß nach Anziehen mit
Drehmomentschlüssel und kurzer Fahrstrecke noch eine Schraube bei der
Prüfung nachzuziehen ist, es ist aber bereits bei mir vorgekommen.

> Da ist die Methode, aus Hebellänge und Körpergewicht das Drehmoment zu
> bestimmen, nicht ungenauer, aber billiger.

_Ich_ kann bei gegebenem Hebel relativ schwer die aufgewendete Kraft
bestimmen. Klar geht das, z.B. mit einer entsprechenden Federwaage, aber
der Einsatz an 16 oder 20 Radschrauben mit Federwaage etc. ist mir zu
umständlich, daher lieber einen Drehmoschlüssel, bei dem man testweise
mal die benötigten Momente überprüfen kann.

Bernd

HC Ahlmann

unread,
Apr 28, 2013, 9:45:00 PM4/28/13
to
Bernd Laengerich <bernd.la...@web.de> wrote:

> Es ist nicht _genau_ bekannt,

Knapp daneben ist auch vorbei; das Drehmoment des Ausl�sens ist nicht
bekannt, weil der Schl�ssel unkalibriert ist. Aber woher kommen die
erw�hnten +-3% ohne Kalibrierung?

> aber die einfache �berpr�fung mit Hebell�nge und aufgewendeter Kraft gibt
> notfalls einen Anhaltswert.

Bei dieser �berpr�fung kann man sich das Werkzeug sparen, sodass Hebel
und K�rpergewicht als Regelfall nicht ungenauer, aber billiger sind.

Matthias Kohrs

unread,
Apr 29, 2013, 11:23:12 AM4/29/13
to
Am 29.04.2013 03:45, schrieb HC Ahlmann:
> Bernd Laengerich <bernd.la...@web.de> wrote:
>
>> Es ist nicht _genau_ bekannt,
>
> Knapp daneben ist auch vorbei; das Drehmoment des Ausl�sens ist nicht
> bekannt, weil der Schl�ssel unkalibriert ist. Aber woher kommen die
> erw�hnten +-3% ohne Kalibrierung?

Herstellerangabe.

Die g�ngigen Billigdrehmos haben durchaus eine Kalibrierschraube unter
einem Siegelkleber, und ich gehe davon aus da� die vor der Auslieferung
auch genutzt wird. Wie effektiv das ist w�re mal einen Test wert.

>> aber die einfache �berpr�fung mit Hebell�nge und aufgewendeter Kraft gibt
>> notfalls einen Anhaltswert.
>
> Bei dieser �berpr�fung kann man sich das Werkzeug sparen, sodass Hebel
> und K�rpergewicht als Regelfall nicht ungenauer, aber billiger sind.

Wenn man mal mit Drehmo geschraubt und sich mit Anzugsmomenten
auseinandergesetzt hat hilft das. Man kann sich sonst nicht vorstellen
wie wenig Anzugsmoment manche Schrauben brauchen.

CYA! Matthias

Bernd Laengerich

unread,
Apr 30, 2013, 3:59:48 AM4/30/13
to
Am 29.04.2013 17:23, schrieb Matthias Kohrs:

> Die g�ngigen Billigdrehmos haben durchaus eine Kalibrierschraube unter einem
> Siegelkleber, und ich gehe davon aus da� die vor der Auslieferung auch genutzt
> wird. Wie effektiv das ist w�re mal einen Test wert.

Teilweise wenig. Abweichungen bis 25% laut Tests, aber i.A. im unteren Bereich
(soweit auch klar, wenn man so ein Teil mit 10-300Nm hat).
Und die baugleichen Teile sind teilweise deutlich auseinander, so hat z.B. der
kleine von Tante Luise gut abgeschnitten, w�hrend der doppelt so teure
baugleiche nur ausreichend, was doch die Vermutung aufwirft, da� f�r oder von
einigen Kunden auch tats�chlich an der Kalibrierschraube gedreht wird.

<http://www.motorradonline.de/rat-und-tat/drehmomentschluessel-unter-100-euro-im-vergleichstest/435265>

> Wenn man mal mit Drehmo geschraubt und sich mit Anzugsmomenten
> auseinandergesetzt hat hilft das. Man kann sich sonst nicht vorstellen wie
> wenig Anzugsmoment manche Schrauben brauchen.

In der Tat, z.B. M6-Geh�usedeckelschrauben, die mit 10Nm anzuziehen sind.
"Normal" w�rde man bestimmt das doppelte aufwenden, bis sie "fest" sind.

Bernd

Matthias Kohrs

unread,
Apr 30, 2013, 10:33:40 AM4/30/13
to
Am 30.04.2013 09:59, schrieb Bernd Laengerich:
> Am 29.04.2013 17:23, schrieb Matthias Kohrs:
>
>> Die g�ngigen Billigdrehmos haben durchaus eine Kalibrierschraube unter
>> einem
>> Siegelkleber, und ich gehe davon aus da� die vor der Auslieferung auch
>> genutzt
>> wird. Wie effektiv das ist w�re mal einen Test wert.
>
> Teilweise wenig. Abweichungen bis 25% laut Tests, aber i.A. im unteren
> Bereich (soweit auch klar, wenn man so ein Teil mit 10-300Nm hat).

Bei Radschrauben geht's IMO nur um das Einhalten der richtigen
Gr�ssenordnung...


>> Wenn man mal mit Drehmo geschraubt und sich mit Anzugsmomenten
>> auseinandergesetzt hat hilft das. Man kann sich sonst nicht vorstellen
>> wie
>> wenig Anzugsmoment manche Schrauben brauchen.
>
> In der Tat, z.B. M6-Geh�usedeckelschrauben, die mit 10Nm anzuziehen
> sind. "Normal" w�rde man bestimmt das doppelte aufwenden, bis sie "fest"
> sind.

Geh�useschrauben in Alu bei mir sogar mit nur 6Nm (SR500). Die
Gabelklemmschrauben haben 8mm und halten garantiert einiges aus, sollen
aber auch nur mit 12Nm angezogen werden. Daf�r werden an der
Hinterradsteckachse v�llig absurde 150Nm gefordert. Wenn man sich daran
halten will mu� beim festziehen jemand das Mopped festhalten.

CYA! Matthias

Bernd Laengerich

unread,
Apr 30, 2013, 4:49:45 PM4/30/13
to
Am 30.04.2013 16:33, schrieb Matthias Kohrs:

> Hinterradsteckachse v�llig absurde 150Nm gefordert. Wenn man sich daran

Da habe ich Glyck, ich ben�tige nur 135Nm :-)
Ich wei� auch nicht was das soll, da die Schraube dann noch mit Splint
gesichert wird.

> halten will mu� beim festziehen jemand das Mopped festhalten.

Besser ist das!

Bernd

Georg Wieser

unread,
May 2, 2013, 4:35:23 AM5/2/13
to
Am 26.04.2013 19:56, schrieb Sebastian Suchanek:
> Thus spoke Georg Wieser:
>
>> [...]
>> Heute
>> Abend hab ich dem Nachbarn geholfen. Er hat sich nicht
>> getraut mit dem Gummihammer anstᅵndig auf die Felgen zu
>> poltern. Er dachte es lᅵst sich auch wenn man den Gummi
>> beklopft ;-) Na ja Beamter halt....
>>
>> ᅵbrigens ein A4.
> ^^
>
> Der Beamte oder das Auto? ;-)
>
>
> SCNR,
>
> Sebastian
>


Der Beamte ist ein R ;-) kein A

Georg Wieser

unread,
May 2, 2013, 4:40:51 AM5/2/13
to
Am 28.04.2013 11:22, schrieb Sebastian Suchanek:
> Thus spoke Michael Landenberger:
>
>> [...]
>> Auᅵerdem sollte man speziell
>> sicherheitsrelevante Wartungsarbeiten (z. B.
>> Bremsflᅵssigkeits-Wechsel) auch an Wegwerfautos
>> durchfᅵhren.
>> [...]
>
> Sollte.
> Ich unterstelle aber mal, dass jemand, der das
> "Wegwerfauto-Prinzip" exzessiv betreibt, auch mit solche
> Dinge eher lax handhabt. Die vom Hersteller vorgesehenen
> Wartungsintervalle fᅵr solche Dinge werden wohl auch mit
> Sicherheitsmargen ausgelegt sein, die kann man ja auch
> ausreizen. Zumal IMHO zu viel Wassergehalt in der
> Bremsflᅵssigkeit im Normalbetrieb gar nicht besonders
> auffallen dᅵrfte.

CLK mit 70.000 gekauft, und auᅵer alle 50.000 einen ᅵlwechsel nichts
mehr gemacht. bei 298.000KM mit defektem Anlasser verkauft. Wᅵre
vermutlich bei regelmᅵᅵigen Kundendienst nicht kaputt gegangen oder???


Ach ja, bei 230.000 starb die LIMA. Wurde durch eine 135ᅵ Refurbished
ersetzt. 980 plus Einbau fᅵr eine beim Daimler fand ich ᅵberzogen...

HC Ahlmann

unread,
May 2, 2013, 7:06:52 AM5/2/13
to
Georg Wieser <dumic...@arcor.de> wrote:

> Ach ja, bei 230.000 starb die LIMA. Wurde durch eine 135ᅵ Refurbished
> ersetzt. 980 plus Einbau fᅵr eine beim Daimler fand ich ᅵberzogen...

Wegen der ᅵberzogenheit lohnt es sich, Taxi-Werkstᅵtten zu suchen, wenn
man ein Auto eines Taxiherstellers fᅵhrt. Denn Taxi-Unternehmer wollen
fᅵr kleines Geld funktionierende Nutzfahrzeuge haben und schaffen
mitunter die Infrastruktur in Form von Genossenschaftswerkstᅵtten. Aber
jedenfalls kennen sie gute freie Werkstᅵtten. Fragen kostet nichts.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Tᅵrnberichte
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